Dänemarks Sozialdemo­kraten als Vorbild für Migra­tionspolitik

Dänemarks Sozialdemokraten beweisen, wie man an die Regierung kommt und vor allem bleibt. Wesentlicher Schlüssel, Konsequenz beim Thema Migration. Zwei Beispiele:

Zunächst der Umgang mit Kriminellen. Die NZZ berichtet:

  • “Dänemark lagert einen Teil seines Strafvollzugs nach Kosovo aus. Insgesamt 300 Personen in Abschiebehaft aus Ländern ausserhalb Europas sollen die letzte Zeit ihrer Gefangenschaft in Kosovo absitzen.” – bto: Das ist ein wichtiges Signal an alle Migranten. Diese orientieren sich allerdings schon lange nach Deutschland, wissen sie doch, dass in Dänemark durchgegriffen wird.
  • “Die sozialdemokratische Regierung in Kopenhagen stellt die Massnahme als Schritt zur Behebung der Missstände im Strafvollzug dar. Bis 2025 fehlen laut dem Justizministerium Kapazitäten für 1000 Gefangene. Der Häftlingsbestand ist in den letzten fünf Jahren um fast 20 Prozent gewachsen.” – bto: ein spürbarer Anstieg. Woher diese Häftlinge stammen? Nun, wenn man jene, die zur Abschiebung anstehen, “auslagert”, dürfte sich diese Frage beantworten.
  • “Das vom Justizminister Haekkerup verkündete Ziel, in Kosovo dieselben Haftbedingungen zu gewährleisten wie in Dänemark, dürfte schwer zu erreichen sein. Allerdings liegt die Vermutung nahe, dass dies auch nicht das Ziel ist und ein gewisser Abschreckungseffekt von der dänischen Regierung durchaus erwünscht ist. Kopenhagen betreibt eine sehr restriktive Migrationspolitik.” – bto: Das ist richtig so. Wir wissen, dass es sich überwiegend um Wirtschaftsmigranten handelt, was in Verbindung mit Problemen bei der Integration zu einem Verlustgeschäft für die aufnehmenden Länder wird.
  • “Bereits seit einigen Jahren gibt es Pläne, auf einer abgelegenen Insel in der Ostsee eine Strafanstalt für ausländische Häftlinge zu eröffnen. Im Juni wurde ein Gesetz verabschiedet, das vorsieht, Asylsuchende während der Bearbeitung ihres Antrags ausserhalb der EU unterzubringen. Allerdings hat sich bisher kein Land gefunden, das bereit war, ein solches Aufnahmezentrum zu beherbergen.” – bto: Das sollte auch die EU – als Ganzes – machen und nicht nur Dänemark.

Ebenso, nein, eigentlich noch besser sind die Überlegungen, die Integration von Frauen zu fördern, was die taz heftig kritisiert:

  • “Ein umstrittenes Beschäftigungspaket hat Dänemarks sozialdemokratische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen vorgestellt. Dort enthalten ist eine Arbeitspflicht speziell für ‘nicht-westliche Einwandererfrauen’, wie Frederiksen es formulierte. Eine für die Gesellschaft ‘nützliche Arbeit’ soll es sein, die gleichzeitig aber natürlich keine regulären Jobs ersetzen soll, konkretisierte Arbeitsminister Peter Hummelgaard das Programm, und nannte auch Beispiele: ‘Am Strand Zigarettenkippen oder Plastikabfall aufsammeln.“ Was für eine Arbeit, sei eigentlich nicht so wichtig, „Hauptsache, sie kommen aus ihren Häusern heraus.’“ – bto: richtig! Das ist ein Programm gegen Parallelgesellschaften, für Integration und Spracherwerb. So handelt ein vernünftiger Staat.
  • “Zunächst sollen Migrantinnen aus dem Mittleren Osten, Nordafrika, Afghanistan und Pakistan an die Reihe kommen, die entweder neu ins Land gekommen sind oder in einem Zeitraum von vier Jahren drei Jahre im Arbeitslosengeldsystem waren, ohne eine feste Arbeit bekommen zu haben. Die Arbeitspflicht soll 37 Wochenstunden umfassen, eineinhalb Stunden davon sind für Dänisch-Unterricht vorgesehen.” – bto: angemessen.
  • Die Erfüllung dieser Arbeitspflicht wird Voraussetzung für den weiteren Bezug von Arbeitslosenleistungen sein. ‘Wenn man an einem Tag nicht kommt, gibt es für den auch kein Geld’, so Hummelgard. ‘Es geht darum, eine Arbeitslogik anstelle der Versorgungslogik zu schaffen.’“ – bto: Was soll ich dazu sagen? Vorbildlich!

Die ausführliche Kritik der taz spare ich mir. Dagegen sind Migranten und Linke.

Und was ist die Folge? Die Migranten kommen nach Deutschland:

  • “Die Taten zeigen Wirkung. Wegen der restriktiven Migrationspolitik verlassen Syrer mittlerweile das Land. Mindestens 400 sind in den vergangenen Jahren aus Dänemark in andere EU-Staaten gezogen, meistens nach Deutschland.” – bto: Deutschland ist der Inbegriff des Gegenteils der dänischen Position und  hat natürlich keine abschreckende Wirkung, sondern eher eine Sogwirkung.
  • “Deutsche Behörden stufen Dänemark mittlerweile nicht mehr als sicheres Land für Syrer ein. Gemäß der Dublin-Verordnung können Schutzsuchende zwar nur in jenem EU-Land Asyl beantragen, das sie als Erstes – offiziell – betreten haben. Das Berliner Verwaltungsgericht stoppte aber bereits die Rückführung Schutzsuchender nach Dänemark.” – bto: was für ein Irrsinn.
  • Gedankt haben es der Regierung die Wähler, die diesen Kurs seit Jahren unterstützen. Dänemarks linke ‘Socialdemokraterne’ ist eine der wenigen erfolgreichen sozialdemokratischen Parteien Westeuropas.” – bto: Und hier dürfte auch der Schlüssel für künftige Wahlerfolge liegen, nicht nur in Dänemark. 

nzz.ch: „Dänemark will 300 Häftlinge in Kosovo unterbringen“, 17. Dezember 2021

taz.de: „Ohne Kippensammeln keine Kohle“, 8. September 2021

express.at: „Dänemarks harter Asylkurs zeigt Wirkung: Migranten verlassen das Land“, 11. Januar 2022

Kommentare (47) HINWEIS: DIE KOMMENTARE MEINER LESERINNEN UND LESER WIDERSPIEGELN NICHT ZWANGSLÄUFIG DIE MEINUNG VON BTO.
  1. Schwarzenberg
    Schwarzenberg sagte:

    Politik machen für die Menschen – aber zuerst mal auf die eigenen Leute schauen. Legitim und irgendwie einfach selbstverständlich. Die dänischen Sozialdemokraten haben es kapiert.
    Wenigstens erhöht jetzt auch Frankreich den Druck Richtung mehr Barrieren an den EU-Außengrenzen.

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    • Axel
      Axel sagte:

      @Schwarzenberg

      Zum Glück gibt es aber auch noch die guten, humanen, Nächstenliebe praktizierenden, europäische Werte vertretenden, hellen, woken, Demokratie verteidigenden freien Bürger, die sich, finanziell komplett unabhäng, für unsere kulturelle Bereicherung einsetzen. Wer noch den geringsten Zweifel an einer güldenen Zukunft für unser Land hat, kann sich hier in einer Sternstunde des kritischen Denkens und unabhängigen Journalismus eines besseren belehren lassen:

      https://www.zdf.de/comedy/die-anstalt/die-anstalt-vom-1-februar-2022-100.html

      Wer nur ein wenig Zeit hat, genieße einfach die letzte Scene. Bis zum schwarzen Kanal ist es da nicht mehr weit.

      Ich erspare mir jetzt die erneute Mühe, den Zerfall/Auflösung unserer Gesellschaft in Großstädten an Hand zahlreicher Beispiele, und die abnehmende Lebenqualität wegen krimineller/agressiver Migranten zu beschreiben oder über die rhetorischen Kniffe zu lamentieren, mit der das Ende unserer freien/säkularisierten Gesellschaft positiv etikettiert wird. Es nützt alles nichts. Das Kind ist in den Brunnen gefallen und die Bevölkerung nimmt es bestenfalls stoisch als historisch gegeben hin. Schlimmstenfalls fördert sie aktiv im unterwürfigem Gehorsam oder ideologischer Verblendung, rhetorisch manipuliert, der Überführung unser Kultur in ein diffuses/diverses Irgendwas.

      Ein Land, welches förmlich darum bettelt, seine innere Sicherheit, finanzielle Stabiltät , freie Lebensart und kulturelle Identität aufzugeben, hat es aber auch nicht verdient, zu überleben.
      Nachdem alle Freiheiten erkämpft wurden, hat man es sich bequem gemacht und ein Rotweinpläuzchen angedeihen lassen.
      Die überlebensnotwendige Agressivität und Selbstverteidigungsinstinkte sind dabei vor Handy- und Flatscreenbildschirmen eingeschlummert und die gesellschaftliche Triebfedern erschlafft. Neues wird nun Altes verdrängen. Das ist der banale Lauf der Dinge. Das Stärkere wird sich dabei durchsetzen. Welche Kultur dabei selbsbestimmter auftritt, kann sich jeder selbst ausmalen…

      Spielen wir deshalb Zeitzeuge, schwelgen gedanklich in der “Guten, Alten Zeit” und genießen das Spektakel der Metamorphose eines einst von vielen beneideten Staates in ein LaLa Land par Exzellenz aus sicherer Distanz von der Seitenlinie aus…

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    • jobi
      jobi sagte:

      @Schwarzenberg

      “Politik machen für die Menschen – aber zuerst mal auf die eigenen Leute schauen.”

      Genau das ist das Erfolgsrezept der Skandinavier.
      Und trotz EU-Zugehörigkeit scheint das ja möglich zu sein.

      Aus sozialistischen Experimenten der 1970er Jahre gelernt und dafür bezahlt.

      Gelassenheit, dazu eine Prise Nationalstolz und eine Monarchin (“eine von ihnen”), die es nicht nötig hat, ständig in moralinbeschwerten Sonntagsreden den Zusammenhalt in der Gesellschaft zu beschwören.

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      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @jobi

        “Genau das ist das Erfolgsrezept der Skandinavier.”

        Vorsicht mit solchen Zuschreibungen für ganze geographische Regionen.

        Schweden hat genau die gleiche naiv-dumme Migrationspolitik betrieben wie Deutschland, und das sogar noch über einen längeren Zeitraum hinweg. Und jetzt haben sie zum Beispiel Probleme mit hochaggressiven Migranten-Gangs, die gleich ganze Polizeistationen in die Luft sprengen.

        Gerade Schweden und Dänemark sind in innenpolitischen Fragen viel unterschiedlicher und können sich viel weniger gut leiden als es der Blick von außen auf “die Skandinavier” vermuten lässt. Es ist eine sehr komplizierte Beziehung, so ein bisschen wie zwischen Österreichern und Deutschen, die dann dazu führt, dass die beiden Länder in manchen Fragen radikal unterschiedliche Wege gehen.

        Hier zur Illustration eine ikonische Figur aus der skandinavischen Fernsehgeschichte, der schwedische “Professor Helmer”, der im Krankenhaus von Kopenhagen arbeitet und alles Dänische hasst. Ist übrigens aus einer dänischen Fernsehserie, “Riget”, Regie führte ein gewisser Lars von Trier, der später noch viel berühmter werden sollte als er es zur Entstehungszeit dieser Serie war. ;)

        https://www.youtube.com/watch?v=xBcJZ3-cJKc
        Professor Helmer: “Hier ist Dänemark, aus Kreide und Wasser ausgeschissen;
        auf der anderen Seite [er schaut offensichtlich über den Öresund] Schweden, gehauen aus Granit”

      • jobi
        jobi sagte:

        @Herr Ott

        “Genau das ist das Erfolgsrezept der Skandinavier.”

        Gemeint waren die Dänen als Skandinavier.

        Was Schweden und Dänemark betrifft, gab es in der Geschichte immer Rivalitäten, wie es in Europa unter Nachbarn so üblich war. Aber auch immer gemeinsame Interessen, zum Beispiel der Freihandel in Zeiten der Kalmarer Union.

        Heute sorgt nicht zuletzt die sprachlich-kulturelle Nähe für ein tieferes Verständnis untereinander.

        Was alle gemeinsam haben: Sie können offentsichlich aus Fehlern lernen und würden nicht auf die Idee kommen, politische Lösungen als alternativlos zu verkaufen.

        Auch die dänischen Medien scheinen die Fähigkeit zur Selbstkritik nicht verloren zu haben:

        https://www.rnd.de/medien/daenemark-boulevardzeitung-entschuldigt-sich-fuer-corona-berichterstattung-EH2L5OEHOZFNNHYIEG4ZA37TWU.html

        Bei uns wohl ziemlich undenkbar.

  2. JürgenP
    JürgenP sagte:

    Toll. Die Wikinger waren bekannt für ihren Einfallsreichtum zur Selbstverteidigung: „Schildwall“ hört man sie rufen.

    Frage: haben die Dänen auch den Export der Resthähnchen nach Afrika gestoppt? Weil, die sind auch bekannt dafür wie die Deutschen, mit den ungenießbaren Teilen des Geflügels die landwirtschaftliche Kultur in Regionen Afrikas zu ruinieren, wie zuvor mit dänischer Qualitätsbutter („gesalzen“) oder EU-subventionierten Schweinehälften, die für Poelser nicht mehr reichten.

    Es sind immer beide Seiten einer Medaille zu betrachten, um an Ursachen einer Migration zu kommen. Jedenfalls verlässt kein Afrikaner freiwillig das schöne Kamerun, um sich in Nordjütland auf der Grasnarbe niederzulassen.

    Das heißt ja nicht, dass die entwurzelten Menschen, wenn sie denn mal in Nordjütland sind, nicht auch sinnvoll ins gesellschaftliche Leben eingebunden werden sollten und dort die Hähnchen züchten, die sie in Afrika nicht verkaufen konnten. Wenn das nicht geht, dann – sehr sinnvoll – den Strand vom angeschwemmten Netzgarn der Industriefischer befreien, bevor die teutonischen Grillhähnchen sich darin verfangen.

    Antworten
    • Nordlicht
      Nordlicht sagte:

      ” Jedenfalls verlässt kein Afrikaner freiwillig das schöne Kamerun, um sich in Nordjütland auf der Grasnarbe niederzulassen.”

      Nein, dazu gehören natürlich mehr als € monatlich für lau, dazu freie Wohnung und Medizinversorgung und eine sehr rücksichttsvolle Behandlung bei Polizei und Ämtern. Wer eine Kartofel umbringt, ist prinzipiell seelisch gestört und bekommt keinen Prozess, sondern geht für eine bestimmte Zeit in die Psychiatrie.

      “Das schöne Kamerun”? Wegen der hohen Geburtenrate und korrupter Regierungen (- Folge auch der Clanstrukturen) gibt es keinen wirstchaftlichen Aufschwung, sondern Arbeitslosigkeit ohne Jobperspektive. Dann lieber einen europäischen Sozialstaat.

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      • T Andre
        T Andre sagte:

        Man vergesse nicht, die Kartoffel stammt aus Südamerika. Heimisch hier ist seit sehr langer Zeit ist Gries (ja, stammt aus dem Mittleren Osten)

      • JürgenP
        JürgenP sagte:

        @Nordlicht: “Nein, dazu gehören natürlich mehr als € monatlich für lau, …”

        Nein, dazu gehört eine Pistole an den Kopf gehalten, durchgeladen, entsichert, Abzug nach hinten und die Frage ob es noch Diskussionsbedarf gibt. Eventueller Lieferant der Argumentationshilfe: eine Firma, aus dem beschaulichen Eckernförde (bis 2020, nun Sitz in den USA wegen der vereinfachten Lieferbedingungen in die ganze Welt).

    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @JürgenP

      “Das heißt ja nicht, dass die entwurzelten Menschen, wenn sie denn mal in Nordjütland sind, nicht auch sinnvoll ins gesellschaftliche Leben eingebunden werden sollten und dort die Hähnchen züchten, die sie in Afrika nicht verkaufen konnten.”

      Sehr rührend, aber wie kommen Sie plötzlich auf EU-Handelspolitik mit Afrika und insbesondere auf Kamerun?

      Das einzige bedeutende afrikanische Herkunftsland von Migranten in Dänemark ist Somalia. Ein total heruntergekommenes Land, aber mit dem Export von billigen Hühnerteilen hat der desolate Zustand dieses Landes nur ganz am Rand zu tun. Da gibt es viel wichtigere Probleme, und die Ursache der meisten von ihnen ist Sicherheitspolitik – und nicht Handelspolitik.

      Die Problemklientel in Dänemark sind Migranten aus Afghanistan, Irak, dem Libanon, dem schon angesprochenen failed state Somalia und Syrien (oder zumindest behaupten die Migranten, aus diesen Ländern zu stammen). Von denen sind in der Kernaltersgruppe der theoretisch Erwerbsfähigen (30-59) jeweils über 50% von dänischer Sozialhilfe abhängig:

      https://en.wikipedia.org/wiki/Immigration_to_Denmark#Welfare_benefits_and_the_%22unemployment_trap%22

      Und übrigens sind das auch genau diejenigen Staaten, wo ich tatsächlich einem nennenswerten Teil der Bevölkerung zutrauen würde, erbost aus dem Land zu “flüchten”, wenn ein Staat die Frechheit besitzt, den bislang ungestörten Bezug von Sozialleistungen plötzlich an die Bedingung zu koppeln, dass die arbeitslosen Frauen in der Familie auch tatsächlich arbeiten gehen.

      Auf den Grund dafür kommen Sie selbst.

      Antworten
      • JürgenP
        JürgenP sagte:

        „Sehr rührend, aber wie kommen Sie plötzlich auf EU-Handelspolitik mit Afrika und insbesondere auf Kamerun?“.

        Tja, Herr Ott, ich habe mal in meine >30 Jahre alten Unterlagen der Oberstufe geschaut. Damals hat man uns schon gelehrt, dass es wenig sinnvoll ist, aus lauter Entwicklungsübereifer einen Brunnen am Rande der Kalahari zu bohren und Pumpen zu installieren, die nach eineinhalb Jahren Betriebsdauer niemand reparieren kann. In der wassersprudelnden Phase aber wurden jahrhunderte alte Bevölkerungsstrukturen aus den Angeln gehoben mit all den bekannten Folgen.

        Um aufkeimenden Streit um z.B. fehlendes Brunnenwasser zu schlichten, wurden nicht Ersatzteile & Monteure geliefert, sondern Maschinengewehre. Zur Eindämmung der Bettelei wegen „Brunnenpumpen“, wurden zudem spezielle Regierungsorgane ausgebildet, die Fragen der leidtragenden Bauern mit Kaliber 9 mm beantworteten und ansonsten ihre Stammesrituale weiter entwickelten (Massaker). Das läuft bis heute so oder so ähnlich, inzwischen mit Hähnchenresten und dergleichen Restmüll aus „unseren“ Küchen und Elektroschrottplätzen.

        Ich finde, es ist logisch, dass die bäuerlichen Familien ihre besten Leute nach Europa schicken, um mal direkt beim Hersteller von Brunnenpumpen anzuklopfen. Die wären schon längst wieder weg, wenn sie die bekämen. Allerdings haben findige Gauner denen unterwegs gegen horrende Kasse das europäische Wort „Asyl“ (= botswasuahelisch „Pumpe“, bisschen anders gesprochen) beigebracht, mit dem sie bei Brunnenpumpenherstellern am Zaun stehen.

        Das deswegen viele Missverständnisse entstehen, verstehen Sie doch auch.

        Nun sollten diese Menschen doch ihre Pumpen bekommen, gern kostenlos als Arbeitsbeschaffung für die darbenden Pumpenhersteller. Und noch eine Ausbildung dazu, um die Pumpen möglichst lange am Leben erhalten zu können.

        Dann brauchen die findigen Köpfe „unser“ Geld nicht mehr. „Findige Köpfe“ deshalb, weil die aus Elektroschrott ihre Telefonnetze im Urwald aufbauen. Können Sie das auch?

  3. Tom96
    Tom96 sagte:

    Das Thema Menschen oder besser Obligationsgeber hat eine Bedeutung in der Abrechnung jeden Unternehmens / Staates an seinen Herren bzw. Kreditoren.
    Für die BRD GmBH lautet der Schlüssel je mehr registrierte in den “öffentlichen” Institutionen mit einem Personenstatus, desto mehr beleihungsfähiges Kreditpotential – that’s All., easy cashing.
    Da hohe Vermögensanlagen je nach Rechnung z.b. 7 Billionen EUR für Deutschland an den Bankschalter gelistet sind, liegt hier eine fette Beute für die Kommerzdealer vor.
    Aufwachen oder Ausbluten.

    Antworten
  4. Ticinese
    Ticinese sagte:

    Ich schaue mir, inzwischen im Tessin ansässig, baff erstaunt an, wie sich Deutschland mit offenen Augen nicht nur in der Migrationspolitik in den Ruin treibt: Man will anscheinend mal wieder die Tragikomödie „Götterdämmerung“ bzw. „Der Hang der Lemminge“ spielen.
    Die Schweiz hat einen grösseren Ausländeranteil bzw. Bürger mit Migrationshintergrund wie Deutschland. Allerdings holt man hier vorzugsweise bestausgebildete junge Leute (1/3 doktoriert). Na ja, manchmal lässt man auch ein paart dumme Multimillionäre bzw. Milliardäre ins Land schlüpfen.

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  5. Alexander
    Alexander sagte:

    Wer eine gute Antwort auf
    – religiösen Chauvinismus
    – Rassismus
    – Xenophobie
    -Transphobie
    -Nationalismus
    -Antisemitismus
    ..mit Migrationshintergrund hat, der darf gerne einen Stelter kritisieren, Apelle wie von Grünen Sternchen aus z.B. München wirken hilflos, wenn Gewalt ausgeschlossen ist:

    https://youtu.be/UpHxqrLFySo

    Nützliche Müllsammelei weißer Frauen als Bedingung für Hartz4 Ansprüche gehören schon länger zur gelebten Sanktion, auch in meiner Heimatstadt. Früh morgens in orangener Uniform durch die Fußgängerzonen…

    Antworten
  6. Dietmar Tischer
    Dietmar Tischer sagte:

    >Es geht darum, eine Arbeitslogik anstelle der Versorgungslogik zu schaffen.’“>

    GENAU darum geht es.

    Denn dahinter steht eine Erkenntnis, der sich jeder vernünftige Mensch bedienen kann:

    Die Versorgung fällt NICHT vom Himmel, sondern MUSS erarbeitet werden.

    Wie überversorgt und verblendet müssen daher bestimmte Gutmenschen sein, um dies nicht begreifen zu können.

    Antworten
    • weico
      weico sagte:

      @DT

      “Die Versorgung fällt NICHT vom Himmel, sondern MUSS erarbeitet werden. ”

      Richtig.

      Auch im (früheren) Sozialismus, jeglicher ausprägung, ein absolutes MUSS.

      Beim Sozialismus deutscher Prägung (ob “NATIONAL” oder “DEMOKRATISCH”)….war das Motto klar :
      “Nur wer arbeitet, soll auch essen”

      “Damit hatte er die Nerven von Franz Müntefering jedoch offenbar überstrapaziert. Schreiner sei ein “Obermoralisierer”, bolzte der Arbeitsminister zurück. Um dann einen Satz zu zitieren, der die Gemüter nicht beruhigte. “Nur wer arbeitet, soll auch essen”, sagte der Arbeitsminister. Eine Erläuterung, die in der Fraktion nicht besonders gut ankam. Der Parlamentarische Geschäftsführer, Olaf Scholz, war am Mittwoch bemüht, die Wogen zu glätten. Müntefering habe lediglich eine Weisheit aus den frühen Tagen der Sozialdemokratie zitiert, sagte er.”

      https://www.zeit.de/online/2006/20/Schreiner

      Nebenbei:
      In der russischen Version des SOZIALISMUS, war in der Verfassung (bis1977) noch folgendes zu lesen:

      Kapitel 1 /Artikel 12.
      Die Arbeit ist in der UdSSR Pflicht und eine Sache der Ehre eines jeden arbeitsfähigen Bürgers nach dem Grundsatz: “Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen”.

      In der UdSSR gilt der Grundsatz des Sozialismus: “Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seiner Leistung”.

      Antworten
  7. Rolf Peter
    Rolf Peter sagte:

    Also ein Sonderrecht fuer „nicht-westliche Einwandererfrauen“ ist ein Programm gegen Parallelgesellschaften?
    Ist das Orwellscher Neusprech oder bloss eine Schnapsidee?

    Vielleicht kann man das auf ehemalige Unternehmensberater ausdehnen. Das wuerde die Integration ungemein befördern.

    Antworten
    • @foxxly
      @foxxly sagte:

      @ rolf peter
      …wir haben ein faktisch sonderrecht für zuwanderer!
      es ist ein zeichen dafür, dass es um mehr geht, als nur zuwanderung und arbeits-fachkräfte.
      darum ist es nie gegangen.
      es ging um die gewinnsteigerung der heimischen wirtschaft.
      weiter, die mangelde tatkraft zur integration unsererseits, ist ein zeichen der gesellschaftlichen destabilisierung.
      weiter, die globae überlegung:
      der alt-deutsche-europäer hat schon weitgehend alles und wird den konsum nicht mehr stark steigern.
      also brauchen wir die zuwanderung.
      mit dem großen vorteil, dass die bürger den konsum der migration selber bezahlen und es der profitierene wirtschaft nichts kostet.
      global also die arme dritte welt in eine konsumgesellschaft führt, bezahlt von den fleißigen doooooofen.

      deutschland und europa finanzieren ihren eigenen untergang,…….. und sie merken es nicht einmal. super!

      Antworten
      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @foxxly

        “es ging um die gewinnsteigerung der heimischen wirtschaft.”

        Wie kommen Sie auf die abwegige Idee, dass die unkontrollierte Zuwanderung von größtenteils Unqualifizierten für ein Industrieland wie Deutschland insgesamt profitabel sein könnte?

        “der alt-deutsche-europäer hat schon weitgehend alles und wird den konsum nicht mehr stark steigern. also brauchen wir die zuwanderung.
        mit dem großen vorteil, dass die bürger den konsum der migration selber bezahlen und es der profitierene wirtschaft nichts kostet.”

        Stimmt auch nicht. Die angeblich “profitierende Wirtschaft” zahlt die Transferleistungen an die Migranten und die ganzen Dienstleister für Migrantenverwaltung und Migrantenbespaßung ja mit – zumindest dann, wenn sie in Deutschland Steuern zahlt. Bei steuerlich hoch optimierten internationalen Konzernen sieht das natürlich schon wieder anders aus. Für Amazon ist es ganz offensichtlich profitsteigernd, wenn ein paar Millionen Migranten in Deutschland plötzlich mit aus Deutschland bezahlten staatlichen Transferleistungen voll versorgt werden und dann bei Amazon bestellen können. Wenn die nicht arbeiten, haben die sogar noch die Zeit und das Geld, ein Amazon-Prime-Streamingabo abzuschließen und richtig intensiv zu nutzen. ;) Da Amazon in Deutschland keine nennenswerten Steuern auf seinen Gewinn bezahlt, kommt da per Saldo tatsächlich ein Gewinn für den Konzern raus.

        Aber der wesentliche Faktor ist: Durch die Migration wird Wirtschaftsleistung in Deutschland *UMVERTEILT*. Glauben Sie, mein Unternehmen hat irgendwie davon profitiert, was wir seit 2015 machen? Mit unqualifizierten Arbeitskräften, die auch noch kein Deutsch können, kann ich nichts anfangen und Konsumgüter stelle ich auch keine her. Nein, ich habe überhaupt nicht profitiert, ich muss den Schwachsinn nur über alle möglichen Steuern und Abgaben mit bezahlen.

        Die echten Profiteure sind die unqualifizierten Migranten und alle diejenigen, die irgendwie vom Migrantenbusiness leben. Sozialarbeiter, “Flüchtlingshelfer”, Flüchtlingsunterkunftsvermieter, Flüchtlingsunterkunftsbetreiber (sind oft die kirchlichen Sozialkozerne mit von der Partie, besonders beim hochprofitablen Geschäft mit den angeblichen “unbegleiteten minderjährigen Asylbewerbern”), “Bildungsträger” für die Migranten (oft im Besitz der Gewerkschaften), Sicherheitsdienste, und so weiter.

        Man könnte sie auch ganz griffig die “Asylindustrie” nennen, aber das hören die nicht gerne, deswegen wurde der Begriff ja auch ganz schnell als “rechts” geframt…

      • @foxxly
        @foxxly sagte:

        @ ott 15:16
        >>mein Unternehmen hat irgendwie davon profitiert, was wir seit 2015 machen?<<

        ich weiß nicht, was sie produzieren.
        aber, sie dürften die wenigen ausnahmen sein, welche nicht direkt oder indirekt von der zuwanderung profiert haben.
        sol´s ja auch geben!?

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @foxxly

        Das dürfte in der deutschen Industrie eher die Regel als die Ausnahme sein.

        Wie viele von den Gütern, die einkommensschwache Haushalte üblicherweise konsumieren, werden denn noch in Deutschland hergestellt? Die T-Shirts von KIK oder Primark sicher nicht, der ganze Elektronikkram auch nicht, weder im Billig-Segment noch bei der hochwertigen Ware, und selbst beim großen Posten Nahrungsmittel kaufen Migranten einen überdurchschnittlich hohen Anteil Importware, sobald sie die Möglichkeit dazu haben.

        Da freut sich vielleicht der lokale Einzelhandel (der aber niedrige Gewinnmargen hat), aber für die deutsche Industrie ist das ganze definitiv ein Verlustgeschäft.

    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @Rolf Peter

      “Also ein Sonderrecht fuer „nicht-westliche Einwandererfrauen“ ist ein Programm gegen Parallelgesellschaften? Ist das Orwellscher Neusprech oder bloss eine Schnapsidee?”

      Finden Sie nicht, dass Frauen -und dann auch noch welche mit Migrationshintergrund- ganz besonders wertvolle Menschen sind und daher ganz besonders darin gefördert werden sollten, schnell die Landessprache zu erlernen und erste Erfahrungen im Arbeitsleben zu machen?

      Sie können natürlich auch gar nix machen, dann sind nach über 5 Jahren immer noch 65% der Asylzuwanderer im Hartz-4-System, so wie in Deutschland.

      Antworten
      • Rolf Peter
        Rolf Peter sagte:

        Zwischen “gar nix machen” und Schikanen gibt es eine ganze Bandbreite von vernünftigen Massnahmen, die sowohl positive als auch negative Anreize und Disziplinierung umfassen können.
        Wer aber seinen primitiven Instinkten so Raum gibt, wie Herr Dr. Stelter es hier vorführt, darf sich nicht wundern, wenn am Ende das genaue Gegenteil von Integration und friedlichem Zusammenleben eintritt. Das Ziel muss sein, dass am Ende die Zuwanderer ein Interesse am Funktionieren unseres Systems haben, weil sie ein Teil davon sind.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Rolf Peter

        “Zwischen ‘gar nix machen’ und Schikanen gibt es eine ganze Bandbreite von vernünftigen Massnahmen”

        Worin besteht denn konkret die “Schikane”, wenn ein Staat für die Zahlung üppiger Sozialleistungen an Erwerbslose von ihnen eine Gegenleistung verlangt?

        “Wer aber seinen primitiven Instinkten so Raum gibt”

        Haben Sie noch ein bisschen mehr Empörungsrhetorik? Vielleicht auch Formulierungen, die noch nicht so abgenutzt sind? Sie klingen ja wie ein linker Liedermacher aus den 1990ern…

        “Das Ziel muss sein, dass am Ende die Zuwanderer ein Interesse am Funktionieren unseres Systems haben, weil sie ein Teil davon sind.”

        Noch so ein Satz wie aus einer hübschen Sonntagsrede, wie sie der gute Deutsche so gerne hört. Wie Sie am Beispiel Dänemark sehen, wandert in der Realität ein wesentlicher Teil der arbeitsunwilligen Zuwanderer einfach ins nächste Gastland weiter, wenn das Sozialsystem nicht mehr so “funktioniert”, wie das ihren Interessen entspricht. ;)

      • Rolf Peter
        Rolf Peter sagte:

        @R. Ott, 15:28

        Der Staat kann durchaus eine Gegenleistung einfordern, auch mit Disziplinmassnahmen. Besuch von Sprachkursen, Ausbildungsveranstaltungen, vielleicht auch eine Arbeitspflicht. Ich bin da nicht der Integrationsexperte.
        Nur sollte die Arbeitspflicht der Integration dienen und den Zuwanderern helfen, sich in unserer Gesellschaft besser zurechtzufinden.

        Eine bestimmte Zuwanderergruppe abzusondern und fuer alle sichtbar zu offensichtlich minderwertigen Tätigkeiten zu zwingen, dient allen möglichen Zielen, sicherlich aber nicht einer Integration.

        Das klarzustellen hat mit Empörung nichts zu tun. Ich nehme mir die Freiheit, die Feigheit und Unehrlichkeit hinter solchen Vorschlägen offenzulegen.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Rolf Peter

        “Nur sollte die Arbeitspflicht der Integration dienen und den Zuwanderern helfen, sich in unserer Gesellschaft besser zurechtzufinden.”

        Das tut sie doch. Gerade Arbeitslose, die noch nicht einmal die Landessprache flüssig beherrschen, können bei so einer Maßnahme viel lernen.

        “Eine bestimmte Zuwanderergruppe abzusondern und fuer alle sichtbar zu offensichtlich minderwertigen Tätigkeiten zu zwingen, dient allen möglichen Zielen, sicherlich aber nicht einer Integration.”

        Sagen Sie auch einheimischen Beschäftigten in der Abfallwirtschaft, dass ihre Tätigkeit “offensichtlich minderwertig” ist? Falls nicht, wieso nicht?

        Falls ja, wer soll dann Ihrer Meinung nach den Müll wegräumen? Vielleicht ehrenamtliche Freiwillige?

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Rolf Peter

        >Das Ziel muss sein, dass am Ende die Zuwanderer ein Interesse am Funktionieren unseres Systems haben, weil sie ein Teil davon sind.>

        Völlig FALSCHER Ansatz.

        Es kann nicht darum gehen, welches Interesse die Zuwanderer am Ende – welchem ENDE, am Ende der Funktionsfähigkeit des Systems? – am Funktionieren des Systems haben.

        Daher richtig:

        >Das Ziel muss sein, dass die Zuwanderer von ANFANG an ein Interesse am Funktionieren unseres Systems haben, weil sie NUR so ein Teil davon sein KÖNNEN.

        Dieses Interesse wird, wo erforderlich dadurch geweckt und gestärkt, dass sie zu sinnvoller, produktiver Tätigkeit VERPFLICHTET werden neben der Verpflichtung, Angebote anzunehmen, die ihnen die Integration erleichtern, wie z. B. Erlernen der deutschen Sprache.

        Und wenn das bedingt, dass der Gebetsteppich nicht nach Vorschrift ausgerollt werden kann, dann kann er das eben nicht.

      • Dr. Lucie Fischer
        Dr. Lucie Fischer sagte:

        @Rolf Peter 15:28
        Zu Ihren Bedenken” offensichtlich minderwertiger Tätigkeiten”:

        Wenn Sie mit dem Medizinstudium beginnen, müssen Sie ein 3-Monatiges
        ” Pflege-Praktikum ” ausserhalb des Semesterbetriebs absolvieren.
        Studenten mit ” Beziehungen” ( Väter Ärzte mit connections etc ) ergattern sich
        oft ” saubere “, spannende Praktika-Plätze, z.B. Einsatz im sterilen OP-Bereich.
        Es ist aber später nachteilig, wenn man als Stationsarzt die ungeschriebenen Regeln von Kliniken ( = gruppendynamische Haifischbecken ) nie ” von ganz unten ” kennen gelernt hat. Sie müssen als Medizinstudent mit ” niedersten” Arbeiten rechnen, Nachttöpfe leeren, Betten neu beziehen, Blut, Schleim etc, den Ekel überwinden. Dann Kaffee kochen, Stations-Frühstück besorgen, Leichen in den Keller/ Leichenkammer.
        Hierarchieen entschlüsseln,allgegenwärtige Intrigen vermeiden, und : WEHE!!!
        Sie meckern auch nur ein einziges Mal, dann wird Leben auf Station schnell zur Hölle.
        Das Studium ersetzt diese praktischen Erfahrungen nicht, und viele junge Ärzte scheitern an ihren NICHT gemachten Erfahrungen ” niederster” Arbeiten.
        Nachzulesen ( und noch untertrieben ! ) in Samuel Shems Buch:
        House of God
        https://books.google.fr/books/about/House_of_God.html?id=CadqAgAAQBAJ&printsec=frontcover&source=kp_read_button&hl=de&redir_esc=y#v=onepage&q&f=false

      • Bauer
        Bauer sagte:

        @ R. Peter

        >> “… “fuer alle sichtbar zu offensichtlich minderwertigen Tätigkeiten zu zwingen …”

        Einen Strand zu reinigen ist geradezu ein Ferienjob im Vergleich zum durchstöbern einer Müllkippe nach verwertbaren Resten. Ich empfehle, einmal beide Tätigkeiten eine Woche (unverbindlich) zu testen, um den Unterschied kennenzulernen.

        Strandaufräumen birgt immerhin die Chance, verlorene Münzen oder Schmuckstücke zu finden

  8. Thomas M.
    Thomas M. sagte:

    >”Das ist ein wichtiges Signal an alle Migranten.”

    “Alle”? *Alle* Migranten sind auch die indische Biotech-Kundin, die osteuropäische Krankenschwester, der asiatische Koch, der reifenwechselnde Syrer und der ein oder andere aus dem nahen sozialen Umfeld. Eine Wortwahl, dass diese große Gruppe sich nicht gedisst fühlt, fände ich diplomatisch und zielförderlich. Ich vermute, dass diese große Gruppe im Schnitt sogar weniger ein Problem mit der “Hardliner”-Politik hat als der durchschnittliche Deutsche.

    Vermutlich ist die Kommentierung nach dem blutdrucksteigernden Lesen der taz entstanden? ;)

    Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @Thomas M.

      Was ist denn eine “indische Biotech-Kundin”? Ist die extra nach Deutschland gezogen um hier “Biotech” einzukaufen? Kann man sowas mittlerweile auf Bachelor studieren? ;)

      “Eine Wortwahl, dass diese große Gruppe sich nicht gedisst fühlt, fände ich diplomatisch und zielförderlich. ”

      Ach Gott, jetzt fangen Sie auch schon mit dem Beleidigtsein oder denken die Dauerbeleidigten immer mit. Diese Seuche verbreitet sich immer weiter, jeder will das größte Opfer sein.

      “Ich vermute, dass diese große Gruppe im Schnitt sogar weniger ein Problem mit der “Hardliner”-Politik hat als der durchschnittliche Deutsche.”

      Dann lesen Sie den Satz doch so: Es ist auch ein wichtiges Signal an die hier *arbeitenden* Migranten, wenn sie sehen, dass kriminelle und arbeitsunwillige Migranten in Dänemark jetzt ein bisschen robuster behandelt werden.

      Würden Sie lieber in ein Land einwandern, das Migranten wie Dänemark behandelt oder wie Deutschland? Die Antwort hängt von Ihrem Qualifikationsniveau ab, nicht wahr? ;)

      Antworten
    • Christian Anders
      Christian Anders sagte:

      @Thomas M.

      „Ich vermute, dass diese große Gruppe im Schnitt sogar weniger ein Problem mit der “Hardliner”-Politik hat als der durchschnittliche Deutsche.“

      Das kann ich aus dem bekannten Umfeld nur voll bestätigen. Wer hier als Migrant oder Deutscher mit Migrationshintergrund sich in so weitem Maß integriert hat, dass er neben der reinen Arbeitsbekanntschaft auch private Kontakte aufbaut, hat für Fundamentalreligiöse, Clanwesen mit Parallelgesellschaft und gezielter Abschottung zur Kultur des Landes, in dem man nunmal lebt, genau kein Verständnis und fordert i. d. R. klare Kante.

      Klar warum: Für den Außenstehenden wirken „die Muslime“, „die Kurden“, „die Schwarzen“, etc. als homogene Gruppe (was nicht stimmt) und man möchte nicht im selben Topf mit gewissen Leuten landen.

      Antworten
    • Thomas M.
      Thomas M. sagte:

      @Hr. Ott: Ne, ich bin nicht beleidigt. Mir geht es um konstruktive und wirksame Kommunikation bei dem heiklen, aber wichtigen Thema.

      “indische Biotech-Kundin”: Das war aus meiner Perspektive geschrieben: Die indische Immigrantin, die in Deutschland Biotech-Produkte entwickelt und ab und an Projekte mit uns macht. Hat glaube ich ‘nen Ph.D. ;)

      Den Satz kann man auch so wie von Ihnen beschrieben lesen – da haben Sie Recht; aber ich denke doch, er war nicht so gemeint – zumindest war er sonst missverständlich.

      @Hr. Anders: Auch für mich so nachvollziehbar und schon so gehört…

      Antworten
    • Dietmar Tischer
      Dietmar Tischer sagte:

      @ Thomas M.

      Ich verstehe, was Sie meinen, erkenne aber kein Problem.

      Wäre ich z. B. eine osteuropäische Krankenschwester oder ein asiatischer Koch, der als Migrant dieses „Signal“ an ALLE Migranten vernimmt, würde ich mir sagen:

      Schön, dass die so verfahren.

      Denn ICH werde in diesem Gastland FAIR behandelt, weil ALLE weitgehend gleichbehandelt werden, nämlich im Rahmen ihrer Fähigkeiten etwas für die Versorgung tun MÜSSEN.

      Menschen die aus NOT nach Europa kommen, werden mit dieser Art von Fairness keine Probleme haben, ebenso jene die sich durch ARBEIT besserstellen wollen.

      Auch die einheimische Bevölkerung dürfte damit eine versöhnlichere Einstellung zu Zuwanderern gewinnen.

      Unterm Strich:

      Eine Politik, die in JEDER Hinsicht gesellschaftlich BEFRIEDEND ist.

      Offensichtlich muss man im taz-Milieu leben, um das nicht einsehen zu können.

      Antworten
    • Thomas M.
      Thomas M. sagte:

      @Hr Tischer

      Mag ja sein, dass Sie und Herr Ott den Satz so interpretieren (können). Aber lesen Sie bitte noch mal die beiden Sätze am Stück:

      “Das ist ein wichtiges Signal an alle Migranten. Diese orientieren sich allerdings schon lange nach Deutschland, wissen sie doch, dass in Dänemark durchgegriffen wird.”

      -Alle (!) Migranten (nicht relativierend “straffällige” oder “illegale”)
      -diese orientieren sich nach Deutschland
      -(impliziert) weil hier weniger durchgegriffen wird

      Ich bin mir recht sicher, dass nicht wenige arbeitende und rechtschaffende Immigranten diese zwei Sätze als unfair oder beleidigend empfinden werden, weil sie in eine Kategorie mit in Abschiebehaft Sitzenden oder Sozialsysteme Ausnutzende gepackt werden.

      In der Sache grundsätzlich keinen Widerspruch von mir. Aber im Land der Schon-Länger-Hier-Lebenden muss man mit unbequemer Vernunft zu sozialen Themen meinem Empfinden nach leise auftreten, um nicht zu verschrecken.

      Antworten
      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Thomas M.

        Sie haben VÖLLIG recht, wenn man die beiden Sätze am Stück liest.

        Habe ich nicht getan, sondern mich nur auf Ihr Zitat des ersten bezogen.

        Man MUSS beide Sätze lesen, um ANGEMESSEN zu urteilen.

        Sorry, für meine Oberflächlichkeit.

        Völlig klar:

        In der Gesamtheit sind die beiden Sätze eine BELEIDIGUNG für manche Migranten, nämlich diejenigen, die nicht deshalb nach Deutschland kommen, weil „in Dänemark durchgegriffen wird“, sondern, weil sie hier einen für sie und uns lohnenden Beitrag zum Wohlstand leisten wollen.

        Solche Migranten gibt es natürlich und daher orientieren sich NICHT alle Migranten am „Durchgriffsverhalten Dänemarks und Deutschlands“.

        Dr. Stelter wird an unserer Beurteilung nichts auszusetzen haben und ich denke auch, dass dieser Ausrutscher dem blutdrucksteigernden Lesen der taz geschuldet ist.

  9. Alexander
    Alexander sagte:

    Bandenkriege gingen dieser Politik Dänemarks voraus, z.B..:
    https://www.saarbruecker-zeitung.de/nachrichten/panorama/in-der-heilen-welt-tobt-ein-banden-krieg_aid-6891726

    Zitat: “Jetzt sollen die Clanchefs in einer Moschee eine vorübergehende Waffenruhe vereinbart haben. ” … was einen Migrationshintergrund der Kämpfer nahe legt.

    Ähnlich unfriedliche Entwicklungen in Belgien und den no go areas Frankreichs, vgl. Eric Zemmour / Bewerbung um die Präsidentschaft.

    Antworten
    • Dr. Lucie Fischer
      Dr. Lucie Fischer sagte:

      @Alexander
      Warum wird nie präzise juristisch unterschieden zwischen dem Recht auf politisches Asyl und Migration ?
      In Frankreich, so erscheint es mir, haben die ” Ureinwohner” fast resigniert. Eric Zemmour spaltet ,ich halte ihn für einen Drescher leer-nationaler Phrasen- eventuell bewusst engagiert? Marion Marechal Le Pen läuft über.
      ( Hoffnung: EU-kritischer Florian Phillipot, les Patriots, wird medial totgeschwiegen )
      In Dijon toben Migranten- Strassenkämpfe ( mit Kriegswaffen), die nur durch Militäreinsätze kurz unterdrückt werden. Waffen/ Schwarzmarkt/ jeder Art besonders leicht in Marseille erhältlich, offenes Geheimnis, ” der Staat”- machtlos. Überlegungen, Drogen zu legaliseren, mehr fällt Regierenden nicht ein. ( doch: Mahnungen und leere Versprechungen)
      Szenen aus dem einst romantischen Burgund/ Dijon:
      https://www.wort.lu/de/international/frankreich-schockiert-von-gewalt-in-vororten-von-dijon-5ee8d721da2cc1784e35fc90

      Antworten
      • Alexander
        Alexander sagte:

        @Dr.Lucie Fischer

        Verzeihen Sie bitte die Hilflosigkeit von Reaktionären wie Zemmour, Raspail, Houllebeque und vergleichen Sie mit der Melancholie eines Gauland über das unrettbar vergangene Glück der BRD. Der Zug ist längst weg und Gewalt keine Lösung, wenn die Berliner Polizei einen bevölkerungsgerechten Migrationsanteil ausweist.

        Das absolutistische Frankreich ist auch nur das Ergebnis jahrhundertelanger Bürgerkriege, die Einführung von französisch als Amtssprache erst im 19. Jhd., vom Anspruch auf die Große Nation eines Napoleon ist nur noch die gelebte französische Kultur der Fremdenlegion übrig….
        youtu.be/hHTYjN93KGg

        Liberale Gesellschaften schaffen Probleme, die man mit liberalen Mitteln nicht beheben kann.

        Der Kunstgriff des Verfassungsbürgertums erreicht nur Gebildete und verläuft sobald man die Mütter für Familiengründungen aus unterentwickelten Heimatländern importiert; dort ist die Qualität der Frauen höher / wie die Kaufkraft eines kleinen Arbeiters ohne Chance auf eine Französin der Normandie…

        In den Theatern wurde das Problem bereist bearbeitet, Bsp.:
        https://programm.ard.de/TV/arte/in-meinem-alter-rauche-ich-immer-noch-heimlich/eid_287242711298894 …. die Schwiegermutter wählt die Braut für den Sohn in Algier aus.

        Jede Zuwanderung verändert die neue Heimat, wenn die indigene Gesellschaft eine Fertilität unter Selbsthaltung lebt.

        Ein geeintes Europa lebt nur in den Köpfen alter Europäer, in den Großstädten indentifiziert man sich längst universal und orientiert sich neu, vgl. Akif Pirincci – Deutschland von Sinnen.

        Die Grenzöffnung von 2015 ff. beweist den politischen Willen für kulturelle Veränderungen jenseits unserer Vorstellung. Selbst der Vatikan folgt dieser Moderne und gibt sich kompatibel.

        Der experimentelle Teil der erlittenen Pandemie hat diese Entwicklung verentgültigt und beschleunigt…..

  10. @foxxly
    @foxxly sagte:

    in deutschland kann man mit vernunft und rationalität nichts notwendiges verändern.

    wiederholt muss deutschland bittereste und leidvolle erfahrung durch machen, um zu kapieren, dass sie vorher fehler gemacht und sich falsch verhalten haben.

    diese deutsche dummheit ist eine “goldgrube” für andere!
    der fleiß und die arbeitsleistung der menschen wird in einem sehr hohe maße abgegriffen und umverteilt in andere hände.
    nur noch sklaven-staaten erreichen noch höhere umverteilungswerte.

    wer sind die gewinner und ausbeuter? großkapital und eliten aus politik und wirtschaft.

    Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @foxxly

      Die “aus Dänemark nach Deutschland flüchtenden” Migranten und ihre Schon-Länger-Hier-Lebenden Kollegen hier in Deutschland sollten Sie nicht in der Aufzählung der Gewinner vergessen.

      So viel Geld fürs Nichtstun ohne jegliche Gegenleistung wie in Deutschland gibt es in keinem anderen Staat der Welt. Und alles, was sie dafür tun müssen, ist an der Grenze aufzutauchen und “Asyl” zu sagen. Sie müssen nicht einmal Ihre echte Identität offenlegen, sondern können sich auch irgendeinen Fantasienamen ausdenken oder Ihr angebliches Herkunftsland wechseln, wenn sie glauben, dass das Ihre Chancen im Verfahren erhöht.

      Antworten
      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @foxxly

        Kommt jetzt die legendäre Saskia-Esken-Argumentation?

        Frecher, online hetzender Bürger: „Sehr geehrte Frau Esken, die Frage nach der Rechtfertigung eines Gehaltes ist durchaus interessant. Ich z.B. arbeite im Einzelhandel und finanziere damit einen Teil ihrer Diäten.“
        Esken: “Und ich zahle daraus nicht nur Steuern, ich kaufe davon auch jeden Tag ein. Wer finanziert jetzt wen?”

        https://twitter.com/EskenSaskia/status/1260789898749100032

        Wenn die Migranten ohne Gegenleistung hier üppige Sozialleistungen bezahlt bekommen, dann haben den Vermögensvorteil erstmal die Migranten, und bezahlt werden die von ihnen bezogenen Transferleistungen aus dem Staatshaushalt. Das ist so attraktiv für die Migranten, dass sie dafür sogar die gefährliche “Flucht” aus Dänemark nach Deutschland in Kauf nehmen, wenn dort die Regeln für den Sozialleistungsbezug verschärft werden.

        Und mit dem Geld können sie dann hier konsumieren, vor allem einfache Konsumgüter, und sie brauchen Wohnraum im unteren Mietsegment, und dazu schaffen sie ganz viele Arbeitsplätze für Polizei, Sozialarbeiter, Diskriminierungsbeauftragte und im Justizvollzug. ;)

  11. Richard Ott
    Richard Ott sagte:

    Tja, das Hamburger Relotius-Magazin hat die dänische Migrationspolitik sogar zur wunderschönen und völlig unironisch gemeinten Überschrift “Wie Dänemark Syrer in die Flucht treibt” inspiriert:

    “Wie Dänemark Syrer in die Flucht treibt
    Es ist eines der reichsten Länder der Welt – und doch fliehen immer mehr Syrer von Dänemark in andere EU-Staaten, wie Recherchen des SPIEGEL und seiner Partner zeigen. Die Regierung in Kopenhagen setzt gezielt auf Abschreckung.”
    https://www.spiegel.de/ausland/repressive-asylpolitik-wie-daenemark-syrer-in-die-flucht-treibt-a-5726a990-ca73-4eaf-b8a8-a84e7f24a8a5

    Das wird für Deutschland noch ein ganz harter Aufprall in der Realität. Ganz besonders für unsere Gesinnungsjournalisten und die sonstigen Verrückten in Berlin und Hamburg.

    Antworten

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