Im Deutsch­land­funk: Inter­view zur Kauf­prämie von Autos

„Letztlich nur verschwendetes Geld“

Unter dieser Überschrift sendete Deutschlandfunk Kultur am 5. Mai 2020 anlässlich des Autogipfels im Kanzleramt ein Interview mit mir. Folgende Zusammenfassung des Gesprächs, das Stephan Karkowsky mit mir führte, und das Interview zum Nachhören finden Sie hier.

Soll die Autoindustrie Kaufprämien für Benziner und Diesel erhalten, um besser durch die Krise zu kommen? Beim heutigen Autogipfel wird diese Frage im Mittelpunkt stehen. Der Makroökonom Daniel Stelter hat eine klare Antwort.

Die Bundeskanzlerin lädt die Vertreter der Automobilindustrie heute zum Autogipfel ein, der wegen Corona am Telefon stattfinden soll. Zentrales Thema werden die Kaufprämien für Benziner und Diesel sein. Diese wünscht sich die Branche nämlich, um besser durch die Krise zu kommen und Entlassung zu vermeiden.

Das richtige Instrument, um Wirtschaft und Industrie wieder anzukurbeln? Nein, sagt der Makroökonom Daniel Stelter.

Schon die Abwrackprämie hat nichts gebracht

Ein Kaufprämie habe es in der Form der so genannten Abwrackprämie schon einmal gegeben, sagt Stelter. Die Wirkung sei damals wie ein Strohfeuer gewesen:

„Wir hatten einen kurzen Schock – einen positiven Zuckerschock, wie wenn Sie Zucker essen. Plötzlich wurden mehr Autos verkauft und im nächsten Jahr deutlich weniger.“

Die Wirkung sei völlig verpufft, „das waren verschwendete Milliarden.“ Gerade angesichts des technologischen Wandels, vor dem die Branche stehe, verzögere eine derartige Prämie nur die nötige Anpassung.

Besser den Wandel gestalten als ihn zu verzögern

Das gleiche gelte für die Zulieferer, so der Makroökonom. „Der technologische Wandel wird auch dort – leider – zu einem deutlichen Abbau der Kapazitäten an Firmen und an Mitarbeitern führen. Und alles, was wir heute tun, um das zu verzögern, ist letztlich nur verschwendetes Geld. Wir sollten eher mithelfen, den Umbau zu gestalten.“

So werde es in kommenden Jahre zu einer wahren Flut an Elektromotoren kommen. Statt jetzt „kurz vor Toresschluss“ noch einmal die Verbrennungsmotoren zu fördern, wäre es sinnvoller, mit voller Kraft auf die neue Technologie zu setzen und die unvermeidliche Veränderung nicht zu verschieben.

Kommentare (16) HINWEIS: DIE KOMMENTARE MEINER LESERINNEN UND LESER WIDERSPIEGELN NICHT ZWANGSLÄUFIG DIE MEINUNG VON BTO.
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    Mac Moneysac sagte:

    durch eine Kaufprämie wird der technologische Wandel keinesfalls verlangsamt. Es werden zwar dann mehr Verbrennerfahrzeuge gefertigt und verkauft aber die Neuentwicklung derselben wird deswegen nicht intensiviert.

    Im Gegenteil werden die Gewinne in neue technologien Investiert und helfen der Autoindustrie den Wandel zu bestehen.

    Insofern ist eine Prämie zu befürworten.

    Im übrigen ist das eine kleine Kompensation der hohen Steuerlast in D.

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    Dieter Krause sagte:

    Am Ende muss man die WELTWIRTSCHAFT ALS GANZES wieder in Gang bekommen! Ich bin mir nicht sicher, dass eine Abwrackprämie dafür eines der besten Mittel wäre. Denn die alten Gebrauchtwagen müssen ja auch irgendwohin exportiert werden oder? Der Vorschlag des Harvard-Ökonomen Rogoff hier unten wäre wohl für alle besser:

    Eine Politik stark negativer Zinssätze in den hochentwickelten Volkswirtschaften wäre zudem ein enormer Segen für die Schwellen- und Entwicklungsländer, die stark unter fallenden Rohstoffpreise, Kapitalflucht, hohen Schulden und schwachen Wechselkursen leiden – von den frühen Stufen der Pandemie gar nicht zu reden. Selbst mit Negativzinsen würden viele Länder noch immer ein Schuldenmoratorium brauchen. Doch ein schwächerer Dollar, ein stärkeres weltweites Wachstum und eine Verringerung der Kapitalflucht würden helfen, insbesondere was die großen Schwellenmärkte angeht.
    https://www.project-syndicate.org/commentary/advanced-economies-need-deeply-negative-interest-rates-by-kenneth-rogoff-2020-05/german

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    ruby sagte:

    @ Dr. Lucie Fischer
    Mein Autohändler hat fast alle Wasserstoffautos bisher in diesem Jahr seines Vertragshändlers in Deutschland verkauft. Die Erlöse können das Jahresergenis 2020 seine Autohäuser retten so die Zwischenkalkulation.
    Aktuell stehen noch Hybridfahrzeuge zum Verkauf. Reine Elektros scheinen bisherige Verbrenner irgendwann ablösen zu sollen. Nach intensiver Inspektion der E-Mobile einschliesslich der realen Ladestationfacilties erlaube ich mir folgendes Normalodriverurteil:

    Wasserstoff, oberes Premiumökoaktivistensegment – citybasiert.

    Elektro, vollökoinfizierter Homeofficesklave mit eigener Ladeanlage – egal wie.

    Hybride, vorübergehende Pendlersklaven mit Verbrennervergangenheit.

    Normalverbrennerrampenrestefahrzeuge, Dödelprekariat auf Alltagslebensversorgung inklusive Supermarkt, Tankstelle, Imbiss, EKZ.

    Firmenwagen wenn ab Werk geliefert je nach Staatsknetenfördeung…

    Tankstellen, Stromladestation, Wasserstoffinselstellen, wird alles parallel in Betrieb sein.

    Finanzierungsquelle aus dem Bestand besteht in Umverwendung der gesamten Verreisebilanz der Deutschen Urlauber, die bei 100 Mrd. jährlich verfügbar wäre.

    Persönlicher Ausblick:
    ist mir alles Schnuppe, weil die private Mobilität bestens gesichert erscheint, ohne jegliche zusätzliche private Investionen.

    Im 1975 fuhr mich der große Bruder meines Grundschulfreundes in seinem Vermillion (Orange) farbenen MGB einmal nachhause, was wie in „A nice morning drive“ von Richard S. Foster
    http://www.2112.net/powerwindows/transcripts/19731100roadandtrack.htm

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      Dr. Lucie Fischer sagte:

      back to the roots: Wenn man , wie bei modernen PKW´s, nicht mal mehr die Scheinwerfer-Birnen mehr selbst auswechseln kann, macht das doch keinen Spass mehr! Meine Prognose: Oldtimer kaufen, analoge Mechanik, e-call- und Überwachungsfrei selbst freckeln und reparieren schafft Unabhängikeit :
      man sollte auf den “ Fortschritt“ gelegentlich pfeiffen.

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    Richard Ott sagte:

    DLF über bto: „So werde es in kommenden Jahre zu einer wahren Flut an Elektromotoren kommen. Statt jetzt „kurz vor Toresschluss“ noch einmal die Verbrennungsmotoren zu fördern, wäre es sinnvoller, mit voller Kraft auf die neue Technologie zu setzen und die unvermeidliche Veränderung nicht zu verschieben.“

    Da ist mal wieder die Frage fällig, die ich andauernd stelle, aber auf die ich nie eine überzeugende Antwort bekomme:

    Wo soll der ganze zusätzliche Strom für die Elektroautos herkommen, während wir gleichzeitig aus Kohleverstromung und Atomenergie aussteigen?

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        Richard Ott sagte:

        @Kosider Jürgen

        Oh je. Selbst für einen „Versuch“ ist das so kläglich, dass sich die Seite besser „Annalena“ nennen sollte als „Edison“:

        „100 Prozent E-Mobilität könnte schon heute von Erneuerbaren angetrieben werden
        Was sagen einem diese Zahlen? Zunächst einmal, dass die Stromproduktion in Deutschland aktuell die Nachfrage nicht decken würde, wenn auf einen Schlag der komplette Straßenverkehr elektrifiziert würde und alle externen Faktoren gleich blieben. Allerdings gilt zu beachten, dass Deutschland momentan Stromexporteur ist: 621 TWh betrug die Nettostromerzeugung 2017. Dem gegenüber stand ein Verbrauch von rund 530 TWh. Deutschland hat also ein Energiepolster, sodass nicht die komplette zusätzliche Nachfrage neu produziert werden müsste.“

        Das liegt daran, dass unsere tollen „Erneuerbaren“ bei viel Wind und Sonnenschein viel mehr Strom produzieren als zu dem Zeitpunkt gebraucht wird – und weil dieser Strom einen Einspeisevorrang hat, wird er trotzdem produziert, übers Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) von uns allen zwangssubventioniert und dann zu negativen Preisen ins Ausland exportiert.

        Um dieses angeblich existierende „Strompolster“ für Elektromobilität nutzen zu können, müssten alle ihre Elektroautos genau dann -und nur dann- laden, wenn wir eine Überproduktion aus Wind- oder Photovoltaik haben. Und sie müssten dann auch immer freie Speicherkapazität in den Akkus haben – und selbstverständlich kann man mit den Elektroautos nicht fahren, während die an der Ladebox angesteckt sind.

        Völlig unpraktikabel. Scheint dem Autor des Artikels aber nicht aufzufallen, der nächste Satz ist ja noch haarsträubenderer Blödsinn:

        „Außerdem könnte bereits heute die komplette Mobilität von erneuerbaren Energien getragen werden: 2017 betrug deren Erzeugung laut Fraunhofer Institut 210 TWh.“

        Was soll diese Behauptung? Selbst wenn wir ignorieren zu welchem Zeitpunkt der Strom erzeugt wird und wie er gespeichert wird: Wenn wir mit dieser „Sicht auf die Gesamtenergiebilanz“ (wie das die Grünen immer so schön nennen um die dahinter steckenden massiven technischen Probleme zu verschleiern) die Erzeugung von „erneuerbarem Strom“ komplett für die Energieversorgung der Mobilität verbuchen, dann hätte das die Konsequenz, dass der „Erneuerbare-Energien-Anteil“ im für alle anderen Zwecke verwendeten Strom auf genau 0% sinkt.

        Ein ganz billiger Taschenspielertrick.

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    Dietmar Tischer sagte:

    Dr. Stelter:

    >„Wir hatten einen kurzen Schock – einen positiven Zuckerschock, wie wenn Sie Zucker essen. Plötzlich wurden mehr Autos verkauft und im nächsten Jahr deutlich weniger.“

    Die Wirkung sei völlig verpufft, „das waren verschwendete Milliarden.“>

    Diese Betrachtungsweise ist falsch.

    Die Wirkung vorgezogener Automobilkäufe kann nicht NUR am Saldo der gesamten Automobilkäufe festgemacht werden.

    Es gibt den Multiplikatoreffekt, d. h. Einkommenssteigerungen, die aus autonomen Nachfragesteigerungen – hier: durch Kaufanreize für Automobile ausgelöst – resultieren.

    Beispielhaft:

    Der durch eine Kaufprämie in Arbeit verbliebene Beschäftigte, der in der Automobilindustrie Verbrennungsmotoren herstellt, nimmt einen Kredit auf, um das Dach seines Häuschens neu decken zu lassen.

    Angenommen, der Dachdecker hätte keine anderen Aufträge, verschafft diese Arbeit ihm und seinen Beschäftigten Einkommen, mit dem sie dies oder das nachfragen – u. U. im nächsten Jahr ein neues Automobil kaufen.

    Deshalb ist es durchaus sinnvoll, mit Kaufprämien auf Automobile auch mit Verbrennungsmotoren die Erholung der Wirtschaft zu befördern.

    Dazu auch eine aktuelle Stimme aus der Wissenschaft:

    https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/konjunktur/handelsoekonomin-dalia-marin-raet-zu-kaufpraemien-fuer-autos-16777498.html

    Daraus:

    >Die Handelsforscherin empfiehlt, jene Branchen mit staatlichen Konjunkturhilfen zu stützen, deren Zulieferer überwiegend im Inland sitzen. Das habe die größten positiven Folgeeffekte. Die Autohersteller etwa stünden in einem komplementären Verhältnis zum Rest der Wirtschaft, während sich das Gastgewerbe in einem substitutiven Verhältnis zum Einkauf in Supermärkten befinde. Mit anderen Worten: Wenn die Verbraucher mehr ins Restaurant gehen, wird weniger in Supermärkten eingekauft. Wenn aber der Neuwagenabsatz mit Kaufprämien stimuliert wird, profitierten auch die Zulieferer.

    „Unter normalen Umständen würde ich gar keinen Sektor zur Förderung auswählen, sondern dem Staat raten, einzig in die Infrastruktur zu investieren“, sagt Marin. Bei der Bewältigung der Corona-Krise stehe man aber vor einer „Jahrhundertherausforderung“. Auch technologische Auflagen oder Umweltauflagen sollte man deshalb weglassen. „Ich bin ein Gegner davon, nun Investitionen an klimafreundliche Technologien zu knüpfen“, sagt sie und widerspricht damit Ökonomenkollegen wie der „Wirtschaftsweisen“ Monika Schnitzer, die Kaufprämien für Neuwagen als „puren Lobbyismus“ bezeichnet hatte.>

    Die Auffassung von Dr. Stelter ist folgende:

    Man kann diese Auffassung durchaus vertreten, dann aber bitte „anständig“ argumentierend mit:

    a) dem Gottvertrauen, dass die Flut von E-Automobilen nicht nur kommt, sondern auch mit entsprechender Nachfrage absorbiert wird. „Gottvertrauen“ ist angemessen, weil nach Lage der Dinge alles dafür spricht, dass sie nicht absorbiert wird.

    und

    b) der gleichermaßen heroischen Annahme, dass es politisch, wirtschaftlich und sozial so gut wie folgenlos bliebe, wenn eine volkswirtschaftlich signifikante Anzahl sehr gut bezahlter Menschen ihre Jobs verlören, ohne darauf hoffen zu können, je wieder gleichwertige zu erlangen. Das ist unweigerlich so, weil E-Motoren praktisch ohne Getriebe deutlich weniger Komponenten besitzen als Verbrennungsmotoren mit Getriebe.

    Wenn diese beiden Annahmen nicht auf den Tisch kommen, ist die daran hängende Auffassung auch nur Meinungsmache.

    Dass Dr. Stelter ausgewiesenermaßen KEIN Lobbyist ist, ändert nichts daran.

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    Kosider Jürgen sagte:

    Erratum zu meinem Kommentar. Es gibt eine spezielle Förderung für gewerbliche Käufer, in der auch bereits eine Halbierung der 1% Regelung erfolgt und wallboxen gefördert werden, wenn sie im öffentlichen Raum erstellt werden. Ob das reicht, kann ich jetzt nicht beurteilen, das müsste die Nachfrage nach diesem Programm zeigen. Sorry nochmal für meinen voreiligen Kommentar.

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    Kosider Jürgen sagte:

    Wie Dr. Stelter richtig ausführt, wäre eine Abwrackprämie ein Strohfeuer, würde allerdings den Händlern helfen, ihre Läger schneller abzubauen. Der Autohandel wird so seit Jahrzehnten mit Abverkaufs Prämien am Monatsende von den Herstellern subventioniert. Wenn da der Staat hilft, denken sich die Hersteller & Händler, umso besser….

    Wenn man den Strukturwandel in Richtung Elektrofahrzeuge beschleunigen will, muss man allerdings subventionieren. Mein Vorschlag wäre, dies über die Firmenfahrzeuge (65,5% neuzugelassener Fahrzeuge entfielen auf gewerbliche Halter 2019) zu steuern, indem die 1% Regelung ausgesetzt oder reduziert wird. Im Paket mit einer deutschlandweit einheitlichen Förderung von Wallboxen (zwischen 75-85% der Elektrofahrzeug Besitzer laden am Arbeitsplatz oder zu Hause). Entweder die Bundesregierung klotzt jetzt in die richtige Richtung oder kleckert so weiter…

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      Richard Ott sagte:

      @Kosider Jürgen

      “ Mein Vorschlag wäre, dies über die Firmenfahrzeuge (65,5% neuzugelassener Fahrzeuge entfielen auf gewerbliche Halter 2019)“

      Sie glauben, das wird auch so bleiben, wenn wir eine schwere Wirtschaftskrise durchmachen? Und die wenigen Firmen, die dann noch neue Firmenfahrzeuge anschaffen, kaufen dann ausgerechnet… Elektroautos? Für Außendienstler und Handelsvertreter, die wirklich einen Dienstwagen brauchen, sind die immer noch völlig untauglich.

      Insgesamt ist der PKW-Bestand mit gewerblichen Haltern übrigens nicht so beeindruckend (nur die Anzahl der Neuzulassungen ist in dem Segment relativ hoch, zumindest war sie es bisher), es sind nur etwas mehr als 10% aller in Deutschland zugelassenen PKW.

      https://de.statista.com/statistik/daten/studie/154574/umfrage/anteil-gewerblicher-pkw-in-deutschland-nach-ausgewaehlten-haltergruppen/

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        Kosider Jürgen sagte:

        @Richard Ott

        Sie haben recht. Bisher ist das Angebot der E-Fahrzeuge noch nicht am Bedarf des Außendienstes orientiert. Wenn allerdings der AD-Mitarbeiter eine wallbox zu Hause & an der Arbeitsstätte vorfindet, werden ein Teil der Zugangsbarrieren zur Elektromobilität reduziert.

        „Insgesamt ist der PKW-Bestand mit gewerblichen Haltern übrigens nicht so beeindruckend (nur die Anzahl der Neuzulassungen ist in dem Segment relativ hoch, zumindest war sie es bisher), es sind nur etwas mehr als 10% aller in Deutschland zugelassenen PKW.„

        Das ist richtig, da gewerbliche genutzte Fahrzeuge praktisch immer neu angeschafft werden (meist per Leasing/Finanzierung) und i.d.R. nach Ablauf des Leasing in den GW-Markt gehen. Da der Gesamtmarkt sich aber zu >90% aus GW zusammensetzt, ist logisch, dass dort der Anteil der gewerblichen Fahrzeuge unterrepräsentiert ist. Aufgrund der niedrigen Leasing und Finanzierungsraten wird es auch in wirtschaftlich angespannten Zeiten für Unternehmen immer ein Anreiz sein, Firmenfahrzeuge anzuschaffen, da ja die Raten abgesetzt werden können. Aufgrund dieses Anreizes ist überhaupt der Firmenwagen Markt u.a. auch für Premiumfahrzeuge in Deutschland so wichtig für die Hersteller.

      • Avatar
        Richard Ott sagte:

        @Kosider Jürgen

        „Wenn allerdings der AD-Mitarbeiter eine wallbox zu Hause & an der Arbeitsstätte vorfindet, werden ein Teil der Zugangsbarrieren zur Elektromobilität reduziert“

        Und dann fährt er mehrere hundert Kilometer pro Tag zu seinen Kunden, die alle keine Wallbox haben, solange bis sein Akku leer ist und er einen Abschleppdienst holen muss?

        Oder macht der Außendienstler nur noch so viele Termine pro Tag wie sein Akku reicht? Wer schluckt diese Produktivitätseinbußen? Der Außendienstler, der einer Lohnkürzung zustimmt, aber dafür mit einem tollen Elektroauto fahren darf?

        „Aufgrund der niedrigen Leasing und Finanzierungsraten wird es auch in wirtschaftlich angespannten Zeiten für Unternehmen immer ein Anreiz sein, Firmenfahrzeuge anzuschaffen, da ja die Raten abgesetzt werden können.“

        Unsinn. Wenn es eine wirtschaftliche Krise gibt, dann senken die Unternehmen alle ihre Kosten, egal ob die steuerlich als Betriebsausgaben abgesetzt werden können oder nicht.

  8. Avatar
    Dr. Lucie Fischer sagte:

    Ob Elekto-Autos vom Verbraucher je nachgefragt werden ist mehr als fraglich. E-mobilität wird “ top-down“ angepriesen, und je mehr E-Propaganda, desto misstrauischer werden die Kunden . Wasserstoff-Technologie wird sich eher durchsetzen, vor allem, wenn dezentral Wasserstoff hergestellt und vom Verbraucher genutzt werden kann. Vertrauen ist das Zauberwort, Vertrauen crasht mit lautem Knall.

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    Axel sagte:

    Erstens: Mitarbeiter in der Automobilindustrie verdienen überdurchschnittlich gut, inkl. bis 8.000 Euro Bonus für jeden Mitarbeiter! Wer so gut verdient darf in schwierigen Zeiten durchaus auch mal auf einen Teil des Gehaltes verzichten, um Autos biliger auf den Markt zu werfen. Eine Abwrackprämie wäre damit von der Industrie selbst zu schultern!

    Zweitens: Es gibt eine Abwrackprämie. Ist die Krise vorbei, wird dem Statt (inkl. Inflationsausgleich) die volle Unterstützung zurückerstattet. Bis zur vollständigen Zurückzahlung gibt es keine Dividenden, Bonizahlungen oder Aktienrückkäufe!

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