Neustart nach dem Corona-Schock

Was Unternehmen jetzt für die Zeit nach Corona tun sollten

Das Corona-Virus hat die globale Wirtschaft mit voller Wucht getroffen. In Folge 19 von „beyond the obvious – der Ökonomie-Podcast mit Dr. Daniel Stelter“ hören Sie eine Reihe an Tipps, wie Unternehmen in Deutschland und der Eurozone ihre Chancen verbessern können, um aus der schweren Krise herauszukommen. Außerdem gibt es Antworten auf zahlreiche Hörerfragen zu den Schwächen der Corona-Politik auf europäischer Ebene und wie man seine Ersparnisse am besten schützen kann.

… oder hören Sie diesen Beitrag über Ihre eigene Player-App:

Kommentare (21) HINWEIS: DIE KOMMENTARE MEINER LESERINNEN UND LESER WIDERSPIEGELN NICHT ZWANGSLÄUFIG DIE MEINUNG VON BTO.
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      Richard Ott sagte:

      @Herr Tischer
      Ein merkwürdiger Artikel, aus dem Sie offenbar völlig andere Schlussfolgerungen als ich.

      „Tatsächlich ist die hohe belgische Todesrate vor allem auch ein Ausdruck des Zählsystems im Land. Belgien bezieht alle Corona-Toten in Pflegeheimen in seine offiziellen Zahlen mit ein, anders als Frankreich oder Großbritannien, die erst jetzt langsam damit beginnen und bislang vor allem die positiv getesteten Toten in Krankenhäusern zählten.“

      In Belgien reicht es, wenn ein Todesfall in einem Pflegeheim als Corona-Verdachtsfall gilt, also mit entsprechenden Symptomen ums Leben kam, ohne zwingend positiv auf Covid-19 getestet worden zu sein – denn die Testrate in Heimen ist schlecht, was in anderen europäischen Staaten ähnlich aussieht.“

      Es liegt in der Natur der Sache, dass es in Pflegeheimen eine ziemlich hohe Todesrate gibt, zumindest verglichen mit dem Rest der Bevölkerung. Das ist allerdings immer schon so gewesen und hat nichts mit dem Coronavirus zu tun. Nur weil die Testrate niedrig ist, ist das noch lange kein Grund, einfach jeden Toten an einem bestimmten Ort mit möglicherweise sehr unspezifischen Krankheitssymptomen zum Corona-Toten zu deklarieren. Dieses Problem scheint dem Autoren des Artikels überhaupt nicht aufgefallen zu sein.

      Was sind typische Corona-Symptome? Das RKI listet folgende auf:

      Häufig genannte Symptome/Manifestationen
      Husten 51 %
      Fieber 42 %
      Schnupfen 22 %
      Pneumonie 2 %
      Weitere Symptome: Halsschmerzen, Atemnot, Kopf- und Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen, Durchfall, Konjunktivitis, Hautausschlag, Lymphknotenschwellung, Apathie, Somnolenz.
      https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Steckbrief.html#doc13776792bodyText3

      Glauben Sie wirklich, dass jeder Pflegeheimbewohner, der vor seinem Tod über Husten, Fieber oder Schnupfen geklagt hat, auch tatsächlich am Coronavirus gestorben ist?

      Diese belgische Zählmethode wird die Anzahl Corona-Toten in Pflegeheimen deutlich überschätzen. So wird Hysterie geschürt.

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        Dietmar Tischer sagte:

        @ Richard Ott

        >Glauben Sie wirklich, dass jeder Pflegeheimbewohner, der vor seinem Tod über Husten, Fieber oder Schnupfen geklagt hat, auch tatsächlich am Coronavirus gestorben ist?>

        Ich glaube mal wieder gar nichts.

        Es kann ja durchaus sein, dass ein Pflegeheimbewohner, der z. B. Schnupfen hatte, infolge der ihn auslösenden Krankheit 5 Minuten später gestorben wäre, als er mit zusätzlich Corona gestorben ist.

        Wenn man GANZ genau sein will, müsste man das WISSEN.

        Keiner kann es, keiner will es wissen, weil es ein Counterfactual ist, das nur mit aufwendiger, vergleichender Diagnose und vielen Fällen statistisch zu ermitteln wäre.

        Darum geht es überhaupt nicht.

        Es geht um die ERFASSUNG von Todesfällen außerhalb der Kliniken.

        Die dann hinzukommenden Zahlen müssten bewertete, d. h. bereinigt werden mit Blick auf die übliche Sterblichkeit von Bewohnern in Pflegeheimen – wenigstens mit einer belastbaren Plausibilität.

        Das gäbe dann ein sehr viel RELEVANTERE, weil auf FAKTEN basierende Grundlage für die öffentliche Diskussion, ob und gegebenenfalls wie wir zur Normalität zurück wollen.

        Diese Faktenlage wird vielfach ausgeblendet, in der öffentlichen Diskussion und auch hier am Blog.

      • Avatar
        Richard Ott sagte:

        @Herr Tischer

        „Es kann ja durchaus sein, dass ein Pflegeheimbewohner, der z. B. Schnupfen hatte, infolge der ihn auslösenden Krankheit 5 Minuten später gestorben wäre, als er mit zusätzlich Corona gestorben ist.“

        Wir können auch Leute, die im belgischen Pflegeheim an einem streuenden Hirntumor sterben und nur noch pallativmedizinische Betreuung bekommen, als „Corona-Tote“ klassifizieren, solange die zum Todeszeitpunkt gleichzeitig eine kleine Erkältung hatten. (Schupfen und Husten sind genauso Symptome von Erkältung wie von Corona…) Aber was soll das?

        Wenn Sie unbedingt so zählen wollen anstatt Tote aus dem Pflegeheim auf das Coronavirus zu testen oder, noch genauer, zu obduzieren, dann bleibt nur noch die vergleichende Betrachtung der Gesamtsterblichkeit verglichen mit dem Vorjahreszeitraum oder mit dem langjährigen statistischen Mittel um einen Eindruck davon zu bekommen, wie gefährlich das Coronavirus eigentlich ist.

        Den Link kennen Sie ja mittlerweile: https://www.euromomo.eu/index.html

        Warten wir mal ab, wie sich die Zahlen für Belgien entwickeln, am Donnerstag kommt der Datensatz für KW 16.

        „Es geht um die ERFASSUNG von Todesfällen außerhalb der Kliniken.“

        Ja, und an dem belgischen Pflegeheim-Beispiel erkennen wir, dass die Regeln in Belgien so sind, dass wahrscheinlich Todesfälle fälschlicherweise Corona zugeschrieben werden, obwohl sie mit dem Virus nichts zu zun haben. Inkompetenz oder Panikmache.

        Oder glauben Sie, es gibt andersherum noch wesentlich mehr tatsächlich vom Coronavirus verursachte Todesfälle, die aber nicht erkannt werden? Das bezweifle ich für Belgien doch sehr, bei unklaren Todesursachen gibt es sowieso immer weitere Untersuchungen oder gar Ermittlungen und wer vor dem Tod Corona-Symptome gezeigt hat (was bei einer Corona-Infektion mit Todesfolge immer der Fall gewesen sein wird…), fällt bestimmt nicht durch das Erfassungsraster.

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        Dietmar Tischer sagte:

        @ Richard Ott

        Es ergibt doch keinen Sinn, die in den Pflegeheimen DURCH Corona Gestorbenen auszuklammern, weil man NICHT mit letzter Sicherheit weiß, ob sie wirklich an Corona gestorben sind.

        Wir haben doch auch in Deutschland schon den Sachverhalt (Wolfsburg und Würzburg meines Wissens), dass innerhalb einer kurzen Zeitspanne eine starke Häufung von Todesfällen im Pflegeheim festgestellt wurde UND das Pflegepersonal infiziert war.

        Das ist HINREICHEND, um die hohe Gefährdung dieser Kohorte als RELEVANT anzusehen und daher MIT in die Diskussion einzubringen.

        Mehr sage ich nicht, mehr will ich nicht.

        Sie sollten – unabhängig davon wie SIE/man diese Relevanz gewichten WILL – anerkennen, dass der Sachverhalt relevant ist und mit in die Diskussion einzubringen ist statt mit Eventual-Fällen, die zweifellos realistisch sind, die Relevanz zu negieren.

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        Richard Ott sagte:

        @Herr Tischer

        „Sie sollten – unabhängig davon wie SIE/man diese Relevanz gewichten WILL – anerkennen, dass der Sachverhalt relevant ist und mit in die Diskussion einzubringen ist statt mit Eventual-Fällen, die zweifellos realistisch sind, die Relevanz zu negieren.“

        Natürlich ist Corona in Pflegeheimen ein relevantes Problem, vermutlich sind die Pflegeheime einer der wichtigsten Übertragungsorte überhaupt. Aber es bleibt trotzdem Unsinn, *jeden* Toten mit irgendwelchen unspezifischen Symptomen dort zum Corona-Toten zu deklarieren. Das ist die belgische Maximalposition, die sich – wie Sie sehen – nicht halten lässt, weil sie dann alle möglichen Fälle zum Corona-Komplex hinzuschlägt, die in Wirklichkeit nichts damit zu tun haben.

        Dieses Aufblasen der Statistiken mit untauglichen Erfassungskriterien hilft nur denjenigen, die Hysterie schüren wollen. Oder haben Sie irgendeine Idee, wie man das Leben des Krebspatienten im Endstadium mit Schnupfen im belgischen Pflegeheim noch retten könnte? Da helfen weder Corona-Schutzmaßnahmen noch Corona-Medikamente – und schlimmstenfalls fallen die belgischen Daten noch irgendwelchen Verrückten in die Hände, die damit zum Beispiel bösartigerweise darstellen könnten, dass gegen Corona überhaupt keine Maßnahmen irgendeinen Effekt zeigen…

        Alles nur wegen der völlig hirnrissigen belgischen Definition davon, was ein „Corona-Toter“ im Pflegeheim eigentlich ist. Gut gemeint, aber richtet in der Praxis riesigen Schaden an.

  1. Avatar
    SamOnTour sagte:

    Hallo Herr Stelter
    Die Goldreserven sind Teil der Zentralbankbilanz. Ein Verkauf entspricht also einer Bilanzverkürzung. Je nachdem, wie zeitnah wertberichtigt wurde, bleibt also kaum ein Gewinn übrig.
    Grüße

    Antworten
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    Gregor_H sagte:

    Nur zur Klarstellung:

    Der Lockdown war UNNÖTIG (kam zu spät) und zusätzlich WIRKUNGSLOS (keine Senkung der Reproduktionsrate):
    https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2020/Ausgaben/17_20_SARS-CoV2_vorab.pdf?__blob=publicationFile#page=5 .

    Wegen des von Ihnen angerichteten wirtschaftlichen und sozialen Schadens haben die Verantwortlichen zurückzutreten (Merkel, Spahn, Wieler, Söder, Humel, usw.).

    Die Staaten Europas haben, jeder für sich, Maßnahmen bzgl. der Epidemie beschlossen.
    Manche mehr (z.B. Italien, manche weniger (z.B. Schweden).
    Den aufgetretenen Schaden hat jeder Staat daher selbst zu schultern.

    Unabhängig davon ist die Idee eines dt. Staatsfonds, der breit in den Weltaktienmarkt investiert, eine gute Idee, egal, ob über TARGET oder über Staatsanleihen finanziert.

    Das Thema „Corona“ ist im Wesentlichen durch. Wie wird das nächste neue oder alte Thema heißen?

    Antworten
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      Richard Ott sagte:

      Gregor_H,

      Oh nein, das Thema „Corona“ geht gerade erst richtig los.

      Die Bild-Zeitung fragt den chinesischen Kommunistenchef Xi:
      „Why are your toxic laboratories not as secure as your prisons for political prisoners?“

      https://www.bild.de/politik/international/bild-international/bild-chief-editor-responds-to-the-chinese-president-70098436.bild.html

      So ein Frontalangriff ist kein Zufall und auch keine Petitesse, wenn er vom Chefredakteur der Bild-Zeitung kommt. Das wird Konsequenzen haben, ob die Vorwürfe nun stimmen oder nicht.

      Antworten
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      Kosider Jürgen sagte:

      @gregor_h

      Ich kann ihre Analyse im Grundsatz unterstreichen.

      Die Gefährlichkeit eines Virus leitet sich von der Reproduktionsrate, also der Möglichkeit und Geschwindigkeit der Ansteckung und der Sterblichkeit ab. Die Ansteckung ist bei dem SARS-COV2 sehr hoch, über die Sterblichkeitsrate haben sich die Expertenmeinungen inzwischen auf 0,2 bis 0,7 eingependelt. Eine typische Influenza Grippe liegt bei 0,1-0,2. Des Weiteren scheint dieser Virus nur für ältere Menschen mit Vorerkrankungen tödlich zu sein. Eine dementsprechende Studie aus Italien an 2003 Obduktionen zeigte, dass 99% der Verstorbenen bereits ein oder mehrere Vorerkrankungen hatten (siehe link unten).

      Die Reaktion auf diesen Virus war daher meines Erachtens richtig, solange keinerlei Erkenntnisse über die Gefährlichkeit vorlagen. Die WHO und China haben entscheidend versagt, schneller und profunder für Transparenz zu sorgen.

      Eine weitere Verlängerung des Shutdown ist nach heutigen Erkenntnissen nicht mehr verhältnismäßig, da die Kollateralschäden gigantisch sind. Außer wir entscheiden plötzlich, dass zur Verlängerung der Lebenserwartung der durchschnittlich 80 jährigen, an Covid19 verstorbenen, uns jetzt jedes Mittel & Massnahme recht ist. Dann müssen wir künftig allerdings nur allein in Deutschland massiv gegen Verkehrstote, Alkohol- und Tabakopfer, Feinstaub, Krankenhauskeime etc. und weltweit gegen Malaria, Hungersnöte, Fettleibigkeit/Zucker etc. vorgehen.

      Ich glaube nicht, dass das Corona Thema so schnell durch ist. Die Politiker/Medien werden alles tun, um auf dieser Welle weiter zu surfen. Den Anlass dazu wird der Virus uns so lange liefern, solange wir Infizierte und Todesfälle in der Öffentlichkeit täglich dokumentieren und die Panik hochhalten. Erst wenn, wie in der Flüchtlingsfrage, die Stimmung in der Bevölkerung und den Medien kippt, sehe ich Licht am Ende des Tunnels.

      https://www.epicentro.iss.it/coronavirus/bollettino/Report-COVID-2019_17_marzo-v2.pdf

      Antworten
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        Dietmar Tischer sagte:

        @ Kosider Jürgen

        >Des Weiteren scheint dieser Virus nur für ältere Menschen mit Vorerkrankungen tödlich zu sein.>

        Wenn man Ihr „nur“ mit „weit überwiegend“ ersetzt ist diese Aussage richtig.

        >Die Reaktion auf diesen Virus war daher meines Erachtens richtig, solange keinerlei Erkenntnisse über die Gefährlichkeit vorlagen.>

        Stimmt, denn es gibt keine vernünftige Alternative zum social distancing, wenn man außer der Übertragungsweise nichts Genaues weiß und zudem noch das vorlaufende chinesische Vorgehen einen relativen Erfolg suggeriert.

        >Eine weitere Verlängerung des Shutdown ist nach heutigen Erkenntnissen nicht mehr verhältnismäßig, da die Kollateralschäden gigantisch sind.>

        Ob die Verlängerung des Shutdown verhältnismäßig ist, hängt NICHT nur von den Kollateralschäden ab, wenn wir diese einmal als nur wirtschaftliche annehmen.

        Es hängt AUCH davon ab, ob wir die extrem HOHE Sterblichkeit von den hochgradig gefährdeten Menschen (Alte mit Vorerkrankungen) AKZEPTIEREN wollen oder nicht. Und dies OHNE Relativierung, dass ihre Rest-Lebenszeit OHNE Erkrankung an COVID-19 vergleichsweise gering ist.

        Die Alternative hoher Sterblichkeit alter Menschen ist nicht zu umgehen, weil wir NICHT in der Lage sind, diese Risikogruppe hinreichend zu schützen (Masken, Schutzkleidung, Schutzschilde und tägliche Untersuchung der Betreuer).

        Außerdem sind einige in der Politik, z. B. die Grünen nicht WILLENS, sie zu isolieren, selbst wenn wir sie dadurch sehr effektiv schützen könnten. Lt. Aussage der Fraktionsvorsitzenden E.-G. wäre das DISKRIMINIERUNG – lebenserhaltenden Maßnahmen als Diskriminierung (!!), soweit sind wir schon.

        Diese Alternative hoher Sterblichkeit bei den Alten mit Vorerkrankung wird ÖFFENTLICH nicht diskutiert, weil es eine weitere die Gesellschaft SPALTENDE Diskussion Alt vs. Jung wäre.

        Hier ein vorzüglicher Kommentar zur gestrigen Sendung von A. Will, der aufzeigt, wie sich ansonsten sehr um Authentizität bemühte Politiker dazu NICHT äußern:
        https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/anne-will-wie-lange-laesst-sich-der-corona-shutdown-begruenden-16732861.html

        >Den Anlass dazu wird der Virus uns so lange liefern, solange wir Infizierte und Todesfälle in der Öffentlichkeit täglich dokumentieren und die Panik hochhalten.>

        Das ist Polemik.

        In einem Land, in dem zur besten Sendezeit über nahezu jedes Kapitalverbrechen berichtet wird, stiftet man KEINE Panik, wenn man über x Tote innerhalb kürzester Zeit in einem Pflegeheim berichtet.

        Es ist vielmehr die unausgesprochene Aufforderung an die Politik etwas dagegen zu tun.

        Die Politik weiß das und reizt daher die Bereitschaft der Bevölkerung, den Shutdown mitzutragen, aus. Denn sie kann nichts wirklich EFFEKTIVES für den Schutz der Alten in Pflegeheimen tun.

        Zudem hat sie die nicht unbegründete Angst, einen hohen Vertrauensverlust erleiden zu müssen, wenn nach Aufhebung des Shutdown eine ZUNEHMENDE Zahl von Infizierten mit Symptomen einen erneuten Shutdown erzwingen würde, um das DESASTER nicht hinreichend vorhandender Behandlungskapazität zu vermeiden.

        Nicht verdrängen:

        Auch der Shutdown hat nicht verhindern können, dass die Zahl der Infizierten weiter gestiegen ist.

        Langsamer steigen, heißt nicht, weniger haben.

        Bergamo in Deutschland wäre vermutlich der Absturz der CDU/CSU in den Umfragen mit folgenreicher politischer Instabilität im Land.

        Eine Verkürzung der Diskussion bringt nichts, sondern heizt nur die Stimmung auf.

        Niemanden ist damit geholfen.

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        Richard Ott sagte:

        @Herr Tischer

        „Auch der Shutdown hat nicht verhindern können, dass die Zahl der Infizierten weiter gestiegen ist.“

        Doch, genau das hat er.

        Die Maximalzahl an positiv getesteten Infizierten hatten wir in Deutschland vor ungefähr 2 Wochen. Damals waren es ungefähr 73000. Seitdem haben mehr Menschen die Corona-Infektion überstanden beziehungsweise sind daran gestorben als dass neue Infizierte hinzugekommen sind. Aktuell sind wir bei etwa 50000 „aktiven Fällen“.

        Hier schön als Chart aufbereitet:
        https://kachelmannwetter.com/de/corona-virus/europa/covid19-faelle/20200420-1200z.html#obs-detail-Germany,COR_active

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        Dietmar Tischer sagte:

        @ Richard Ott

        Der ZUWACHS nimmt ab.

        Das ist etwas anderes als die ZAHL der Infizierten.

        Sie sagen ja selbst:

        >Seitdem haben mehr Menschen die Corona-Infektion überstanden beziehungsweise sind daran gestorben als dass neue Infizierte hinzugekommen sind.>

        Heißt:

        Es kommen weiterhin Infizierte HINZU.

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        Richard Ott sagte:

        @Herr Tischer

        „Es kommen weiterhin Infizierte HINZU.“

        Es gibt weiterhin neue Infektionen. Aber letztendlich interessiert uns doch, wie viele Leute *aktuell* Corona-positiv sind und das Virus verteilen und an Symptomen leiden oder gar daran sterben können – und diese Kennzahl sinkt in Deutschland seit 2 Wochen (zumindest soweit wir das anhand der Tests nachweisen können).

        Wer einmal das Coronavirus hatte und die Infektion überlebt hat gilt ja nach allem, was wir bis jetzt wissen, als immun. Ob diese Immunität dann lebenslang anhält, weiß noch niemand, aber einige Monate hält sie sicherlich an.

        Das ist der wesentliche Unterschied zu Italien. Dort steigt die Zahl der „aktiven Fälle“ immer noch an, trotz wesentlich mehr Todesfällen: https://kachelmannwetter.com/de/corona-virus/europa/covid19-faelle/20200420-1400z.html#obs-detail-Italy,COR_active

      • Avatar
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Richard Ott

        >… letztendlich interessiert uns doch, wie viele Leute *aktuell* Corona-positiv sind und das Virus verteilen und an Symptomen leiden oder gar daran sterben können – und diese Kennzahl sinkt in Deutschland seit 2 Wochen (zumindest soweit wir das anhand der Tests nachweisen können).>

        Genau, das interessiert uns.

        Aber wir wissen es NICHT.

        Wir stochern mit den Tests doch nur herum (laienhaft, aber auch nicht völlig falsch ausgedrückt).

        Hätte die Politik verlässliche Zahlen, d. h. eine belastbare Zahl bezüglich derer, die sich noch anstecken können und insbesondere, wenn man wüsste, wo sie sind und mit wem sie Kontakt hatten, wenn sie infiziert worden sind, würde sie ganz ANDERS handeln.

        Ich habe gelesen, dass im Silicon Valley annähernd repräsentativ getestet und dabei trotz social distancing eine mehrmals höhere Zahl Infizierter festgestellt wurde als die offiziellen Zahlen ausweisen, aber auch noch nicht annähernd Herdenimmunität bestünde.

        Doch die Strände sind für reges Treiben freigegeben und sie werden genutzt wie zu Zeiten vor COVID-19.

        Na dann …

        Ich argumentiere nur dafür, dass man die Politik VERSTEHEN solle.

        Was „richtig“ ist, müssen wir WOLLEN, und zwar auch mit Blick auf unser kurzfristig nicht behebbares NICHTWISSEN und daraus resultierend auch die RISIKEN mit bedenkend.

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        Richard Ott sagte:

        @Herr Tischer

        Sie meinen bestimmt diese Studie hier:

        COVID-19 Antibody Seroprevalence in Santa Clara County, California
        „The unadjusted prevalence of antibodies to SARS-CoV-2 in Santa Clara County was 1.5% (exact binomial 95CI 1.11-1.97%), and the population-weighted prevalence was 2.81% (95CI 2.24-3.37%). Under the three scenarios for test performance characteristics, the population prevalence of COVID-19 in Santa Clara ranged from 2.49% (95CI 1.80-3.17%) to 4.16% (2.58-5.70%). These prevalence estimates represent a range between 48,000 and 81,000 people infected in Santa Clara County by early April, 50-85-fold more than the number of confirmed cases. Conclusions The population prevalence of SARS-CoV-2 antibodies in Santa Clara County implies that the infection is much more widespread than indicated by the number of confirmed cases“
        https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2020.04.14.20062463v1

        Wenn es insgesamt 50 bis 85 mal mehr Infizierte geben sollte als bisher vermutet, bedeutet das natürlich auch, dass, die tatsächliche Tödlichkeit des Coronavirus nur ein Fünfzigstel bis ein Fünfundachtzigstel dessen ist, was wir aus den bestätigten Fällen errechnen konnten. Dann sind wir beim Coronavirus ungefähr auf Grippevirus-Niveau, bei etwa 0,1% aller Infizierten.

  3. Avatar
    weico sagte:

    Neustart ?
    Sorry aber dieses Thema ist Medial sowas von „ausgelutscht“,dass es fast schon peinlich ist,wenn es HIER diskutiert wird.
    Es wir schlicht so weitergehen wie bisher. Die 3 absoluten Haupthemen der Zukunft werden sein : Klima(wandel) ,Renten(problem),Immigration.
    Schlussendlich werden auch in Zukunft die (Internet)Hauptinteressen der Menschen die gleichen sein,wie vor dem Corona-Hype.. : sprich Information-bzw. soziale Netzwerke,Onlinehändler, SEX-und PORNOseiten.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_meistaufgerufenen_Websites

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    Kosider Jürgen sagte:

    Ich denke, dass es für Unternehmen, die von der Corona Pandemie besonders betroffen waren und weiterhin sein werden, wenig Sinn macht, jetzt expansiv zu denken. Im Gegenteil, sie sollten besonders vorsichtig sein. Insbesondere, wenn nicht erkennbar ist, wie die Politik gedenkt, künftig zu erwartende weitere lokale Ausbrüche zu behandeln. Solange in Deutschland keine klare Strategie hierzu erkennbar ist und jeder Ministerpräsident und auch Kommunalpolititker machen kann, wie er die Lage gerade mal einschätzt, gibt es keine Planungssicherheit.

    Es sollten von der Politik daher Kennzahlen definiert werden, die transparent machen, wann es z.B. zu bestimmten verschärften Maßnahmen kommen könnte, wobei ein nochmaliger Lockdown nur das letzte Mittel sein sollte. Solange ein hoher Anteil der Covid19 Fälle in kontrollierbaren Einrichtungen wie Alten- und Pflegeheimen verstorben sind (in Ländern wie I/E/F > 40%), sollte man sich erstmal auf diverse „Cocooning“ Massnahmen konzentrieren, statt die Massenpanik hochzuhalten.

    Erst wenn es ein Risiko gibt, dass wirklich kritische Schwellen überschritten werden könnten, sollte es überhaupt zu erneuten Lockdown Maßnahmen kommen dürfen. Diese kritischen Schwellen sollten regional definiert werden wie z.B. die Anzahl der Neuinfektionen (Voraussetzung: flächendeckende Tests) im Verhältnis zu:
    1. der Anzahl von innerhalb 48 Stunden verfügbarer Anzahl an Betten in Krankenhäusern/Beatmungsbetten
    2. der Anzahl von neuen Infektionen, die von den jeweiligen Gesundheitsämtern zur Eindämmung nachverfolgt werden können. Natürlich würde da eine Tracking App helfen, diese Kapazität zu erhöhen.

    Jedes exportorientierte Unternehmen muss zusätzlich die Politik im Ausland im Auge haben, was die Komplexität der Planung zusätzlich erhöht.

    Abschließend möchte ich bemerken, dass eine aktuelle Studie in Science zeigt, dass wir selbst nach Verfügbarkeit eines Impfstoffes bis 2022 mit hoher Unsicherheit leben müssten. Die Fähigkeit der Politiker wird daher daran gemessen werden, wie sie künftig in der Lage sein werden, der Bevölkerung und damit den Unternehmen transparente und nachvollziehbare Leitlinien zu vermitteln, nach denen sie künftig agieren werden. Und als wichtigsten Schritt müssten Politiker/Medien den Panikmodus verlassen. Wo würden sich die Umfragewerte von CDU/CSU/SPD dann wieder hinbewegen?

    https://science.sciencemag.org/content/early/2020/04/14/science.abb5793.full

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