Kommentare (36) HINWEIS: DIE KOMMENTARE MEINER LESERINNEN UND LESER WIDERSPIEGELN NICHT ZWANGSLÄUFIG DIE MEINUNG VON BTO.
  1. Fala
    Fala sagte:

    Noch schnell m.M.:
    1. eine höhere Erbschaftsteuer fände ich grds. auch ok, wenn man das gerecht und unternehmenserhaltend mit den Unternehmen hin bekommt; dass das aus besteuerten Einkommen resultiert ist a) nicht immer richtig, z.B. bei Wertzuwächsen wenn Acker zu Bauland wird und b) geht es um die Besteuerung beim Erben und nicht beim Erblasser, aber das ist eher sowas steuertheoretisches
    2. Grundsteuer und Grunderwerbsteuer zusammen zu führen, hätte m.E. auch durchaus etwas für sich, geht es doch letztlich um die Besteuerung des Grundstückseigentümers
    3. aufgrund der bestehenden verschiedenen Ertragshoheiten und Interessen – Länder, Gemeinden – halte ich jede Diskussion um grundlegende Reformen für nett aber brotlos – da müsste möglicherweise sogar das GG geändert werden … also in normalen Zeiten kaum realisierbar

    Antworten
  2. Gnomae
    Gnomae sagte:

    @ Herr Stoecker, 17:23 Uhr

    “Sehr hohe Vermögen sind ganz grundsätzlich NICHT mit einer Demokratie vereinbar. Hierüber wäre zu diskutieren und dann abzustimmen.”

    Die These, dass sehr hohe Vermögen … nicht mit einer Demokratie vereinbar sind, entbehrt einer mathematischen Grundlage. Statistisch gesehen gibt es in jeder Staatsform sehr hohe Vermögen. Bestes Beispiel ist die frühere DDR: Fasst man den Vermögensbegriff weit, so ist auch der Zugang zu Jagden, Jagdhäusern, Privilegien, Chaffeuren etc. ein Vermögensbestandteil. Personen, die Zugang zu diesen Privilegien besitzen, sind also auch in diesem Bezug vermögend. Gleiches galt übrigens im Dritten Reich (Jagd Rominten etc. ).

    Privateigentum ist einer gesellschaftlichen Abstimmung entzogen, es heißt ja auch “Privateigentum”, nicht Volkseigentum. Im übrigen sei daran erinnert, dass viele volkseigene Betriebe später in Privateigentum übergingen, allerdings nicht, wie in einer Demokratie üblich, dass diejenigen, die vorher Privateigentum hatten, danach in derselben Höhe wieder anteilig beteiligt wurden. Gemäß Ihrer Argumentation war also auch diese Aneignung demokratiewidrig und wäre daher rückgangig zu machen, d.h. korrekte Rückgabe des Grund und Bodens an diejenigen, die ihn vor 1945 inne hatten.

    Ein weiterer Irrtum ist es, den Bodenwert zu besteuern.
    “Schon richtig; aber die Höhe der Grundsteuer ist VIEL zu niedrig. Insofern: Abschaffung der Grunderwerbssteuer sowie Umwandlung der Grundsteuer in eine progressive Bodenwertsteuer.”

    Der Boden an sich, ohne Ertrag, ist zunächst ein reiner Kostenfaktor, da er Erhaltungsaufwendungen und Verkehrssicherungspflichten nach sich zieht. Die Besteuerung von Grundbesitz ohne Ertrag ist systemwidrig.

    Weiter sinnwidrig ist eine Erbschaftssteuer (17:51 Uhr):

    Wenn ich Vermögen aus versteuertem Einkommen anspare, ist dies eine Leistung, die bereits versteuert wurde. Und darauf nochmals Steuer zu bezahlen ist, ist schlicht eine Doppelbesteuerung von Leistung. Der Staat hat ohnehin keine Verwendung für Erbschaftssteuern (z.B. Missbrauch durch Aufnahme von Flüchtlingen etc.).

    Erbschaft als leistungsloses Einkommen zu bezeichnen, ist Häresie.

    Antworten
    • Michael Stöcker
      Michael Stöcker sagte:

      @ Gnomae

      „Die These, dass sehr hohe Vermögen … nicht mit einer Demokratie vereinbar sind, entbehrt einer mathematischen Grundlage.“

      Es geht nicht um Mathematik, sondern um den dominanten Einfluss, den sehr hohe Vermögen auf den demokratischen Willensbildungsprozess haben.

      „Statistisch gesehen gibt es in jeder Staatsform sehr hohe Vermögen.“

      Das kommt ganz darauf an, ab wo für Sie sehr hohe Vermögen beginnen. Mir ist nicht bekannt, dass es in der DDR Milliardäre gab. Die Anzahl der Millionäre wird auf ca. 40 geschätzt. War aber auch nicht mein Thema, da ich von der Unvereinbarkeit von sehr hohen Vermögen (also ab etwa 100 Mio.) mit den Prinzipien einer Demokratie gesprochen habe. Wieso führen Sie also die DDR als Beispiel an?

      „so ist auch der Zugang zu Jagden, Jagdhäusern, Privilegien, Chaffeuren etc. ein Vermögensbestandteil.“

      Ja, das ist ein weiteres Geburtsprivileg, das für sehr viele Vorteile sorgt. So ist die Welt nun einmal. Wir sollten diesen Startvorteil nicht auch noch durch hohe Erbschaften zusätzlich verstärken.

      „Privateigentum ist einer gesellschaftlichen Abstimmung entzogen, es heißt ja auch „Privateigentum“, nicht Volkseigentum.“

      Privateigentum an Grund und Boden gibt es nur deshalb, weil es zuvor der Gemeinschaft/Volkseigentum beraubt wurde (privare = berauben). Es gibt keinen natürlichen Anspruch auf Eigentum an Grund und Boden. Eigentum ist ein Geschöpf der Rechtsordnung. In Singapur hatte man das seinerzeit verstanden und die richtigen Weichen gestellt: https://www.kas.de/de/web/auslandsinformationen/artikel/detail/-/content/eine-stadt-bauen-ein-volk-erschaffen

      „Der Boden an sich, ohne Ertrag, ist zunächst ein reiner Kostenfaktor, da er Erhaltungsaufwendungen und Verkehrssicherungspflichten nach sich zieht.“

      Dann ist der Bodenwert auch so niedrig, dass entweder keine oder aber nur sehr geringe Steuern anfallen.

      „Die Besteuerung von Grundbesitz ohne Ertrag ist systemwidrig.“

      Der Entzug von Grund und Boden zu spekulativen Zwecken oder aber wegen zu geringer Renditevorstellungen ist systemwidrig.

      Wem die Kosten zu hoch sind, der kann sein Land ja verkaufen; und schon ist er/sie alle Kosten sowie Erhaltungsaufwendungen und Verkehrssicherungspflichten los.

      „Weiter sinnwidrig ist eine Erbschaftssteuer“

      We agree to disagree.

      „Erbschaft als leistungsloses Einkommen zu bezeichnen, ist Häresie.“

      Jetzt verirren Sie sich in Ihrer argumentativen Verzweiflung auch noch ganz tief unten im Fake-News Sumpf des mittelalterlichen Katholizismus.

      Ihr Glaubensbekenntnis können Sie ja gerne weiter predigen, sollten sich aber nicht wundern, dass Sie im rationalen Diskurs nicht ernst genommen werden.

      LG Michael Stöcker

      Antworten
  3. weico
    weico sagte:

    @Michael Stöcker

    Ihr “Georgismus” passt schlicht nicht in unsere “digitale” (Wirtschafts)Zeit. Zudem ist ein solche Wechsel, in einer Demokratie, schlicht nicht umsetzbar… wie auch Ihre Idee einer Stöcker’schen Erbschaftssteuer.

    Gelebtes und REALES demokratisches Beispiel:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Eidgenössische_Volksinitiative_«Millionen-Erbschaften_besteuern_für_unsere_AHV_(Erbschaftssteuerreform)»#:~:text=Die%20Eidgenössische%20Volksinitiative%20«Millionen-Erbschaften,71%20Prozent%20Nein-Stimmen%20abgelehnt.

    Antworten
    • Michael Stöcker
      Michael Stöcker sagte:

      @ weico

      Bei Volker Pispers haben Sie Gelegenheit, sich darüber zu informieren, warum in einer Demokratie(Simulation) keine Entscheidungen getroffen werden, die im Interesse der 99 % liegen: https://youtu.be/08qH2oI-Xag

      Man darf den Sinn und Zweck einer Erbschaftssteuer einfach nicht mit einer Finanzierung der AHV verknüpfen.

      Sehr hohe Vermögen sind ganz grundsätzlich NICHT mit einer Demokratie vereinbar. Hierüber wäre zu diskutieren und dann abzustimmen.

      LG Michael Stöcker

      Antworten
      • Felix
        Felix sagte:

        Abstimmen über Vermögenssteuer erscheint mit gefährlich totalitär.

        Private Vermögen sind zu akzeptieren, wenn man Freiheit und Wohlstand will – ohne wenn und aber.

        Damit großen Vermögen nicht zu viel Einfluss zuwächst, muss man es möglichst vielen Menschen einfach machen, ebenfalls vermögend zu werden. Wie? Durch niedrige Steuern und so wenig Regelung wie möglich. Es könnte auch helfen, die Bildung in den Schulen zu verbessern.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Herr Stöcker

        Wenn Sie Ihren Fleiß nicht nur in Vorschläge zum Geld-Umverteilen stecken würden, dann könnten Sie vielleicht auch ein großes Vermögen erzielen und später sogar mal vererben…

      • Michael Stöcker
        Michael Stöcker sagte:

        @ R. Ott

        „Wenn Sie Ihren Fleiß nicht nur in Vorschläge zum Geld-Umverteilen stecken würden,“

        Tue ich das? Mein 10 Punkteplan enthält 3 Punkte, die in der Tat auf Umverteilung abzielen (Rente, Erbschafts- sowie Finanztransaktionssteuer). Alle anderen Punkte haben aber mit Umverteilung nichts am Hut.

        „dann könnten Sie vielleicht auch ein großes Vermögen erzielen und später sogar mal vererben…“

        Mir reicht mein kleines Vermögen, mit dem ich schon zu den oberen 10 % gehöre und hoffe, dass ich es auch später an meine Kinder und Enkel vererben werde. Auch nach Abzug der Erbschaftssteuer wären sie dann immer noch deutlich gegenüber den anderen 90 % privilegiert.

        @ Felix

        Es geht um die Erbschaftssteuer, nicht um eine Vermögenssteuer. Und ja, wir sollten alles tun, damit die Vermögensbildung der 90 % erleichtert wird.

        LG Michael Stöcker

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Herr Stöcker

        “Mir reicht mein kleines Vermögen, mit dem ich schon zu den oberen 10 % gehöre und hoffe, dass ich es auch später an meine Kinder und Enkel vererben werde. Auch nach Abzug der Erbschaftssteuer wären sie dann immer noch deutlich gegenüber den anderen 90 % privilegiert.”

        WAS? Sie wollen Ihr Vermögen an Kinder oder gar Enkel vererben? Das ist ja total unsozial. Die haben überhaupt nichts dafür geleistet! Wieso schenken Sie es nicht komplett dem Staat?

    • Michael Stöcker
      Michael Stöcker sagte:

      Die Grunderwerbssteuer sowie die Grundsteuer sollten durch eine Bodenwertsteuer ersetzt werden. Die muss dann jeder zahlen, egal ob bebaut, unbebaut, vermietet oder Leerstand. Dann kann man sich zudem einen großen Teil des Verwaltungsapparats sparen. Hier nochmals der Hinweis auf Henry George: https://youtu.be/TpqtfMraJvU

      LG Michael Stöcker

      Antworten
      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Herr Stöcker

        “Die Grunderwerbssteuer sowie die Grundsteuer sollten durch eine Bodenwertsteuer ersetzt werden. Die muss dann jeder zahlen, egal ob bebaut, unbebaut, vermietet oder Leerstand.”

        Schreiben Sie Ihre Linkspam-Vorspänne eigentlich selbst oder lassen Sie das irgendwelche indischen Dienstleister machen, die sich dann irgendwas zusammengoogeln müssen?

        Für die Erhebung der Grundsteuer ist auch heute schon völlig unerheblich, ob ein Grundstück verpachtet oder das Gebäude oder die Wohnugen darauf vermietet sind oder nicht. Wenn Sie es nicht vermieten, können Sie die Steuer allerdings nicht auf die Mieter umlegen.

      • Michael Stöcker
        Michael Stöcker sagte:

        Ach, Herr Ott, schon wieder mit voller Kraft zielsicher daneben. Sie bleiben sich mit Ihren Projektionen zur Belustigung der Prekärleserschaft einfach treu. Die Mehrheit ist wohl gelangweilt oder genervt.

        Wer gut vernetzt ist, der muss übrigens nicht googeln; der bekommt das Beste im Netz jeden Dienstag schön aufbereitet beim Makronom: https://makronom.de/abschied-vom-oel-umschulung-als-privileg-leerstandsbekaempfung-38672

        „Für die Erhebung der Grundsteuer ist auch heute schon völlig unerheblich, ob ein Grundstück verpachtet oder das Gebäude oder die Wohnugen darauf vermietet sind oder nicht.“

        Schon richtig; aber die Höhe der Grundsteuer ist VIEL zu niedrig. Insofern: Abschaffung der Grunderwerbssteuer sowie Umwandlung der Grundsteuer in eine progressive Bodenwertsteuer.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Herr Stöcker

        “Schon richtig; aber die Höhe der Grundsteuer ist VIEL zu niedrig.”

        Na dann schreiben Sie das, und nicht solchen offensichtlich inkohärenten Quatsch wie im Ursprungsposting.

        Im Übrigen: Für Ihren persönlichen Geschmack sind Steuern immer zu niedrig, egal wie hoch sie sind.

      • Michael Stöcker
        Michael Stöcker sagte:

        @ R. Ott

        „Im Übrigen: Für Ihren persönlichen Geschmack sind Steuern immer zu niedrig, egal wie hoch sie sind.“

        Siehe oben: „zielsicher daneben“.

        Es gibt Steuern, die sind viel zu hoch (z. B. Mehrwertsteuer), andere sind viel zu niedrig (Erbschaftssteuer, Energiesteuer/CO2), andere gehören abgeschafft (Bagatellsteuern), während eine abgeschaffte auch wieder eingeführt werden sollte; und zwar mit 1.000 (TAUSEND) Prozent. Und das ist die Zuckersteuer.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Herr Stöcker

        “während eine abgeschaffte auch wieder eingeführt werden sollte; und zwar mit 1.000 (TAUSEND) Prozent. Und das ist die Zuckersteuer.”

        Sie wollen, dass sich der Endverkaufspreis für eine Tüte Zucker auf das 11-fache erhöht? So ungefähr auf 10 Euro pro Kilo? Ernsthaft?

        Und wenn den Leuten dann der Kuchen oder die Schokolade zu teuer wird, können sie ja Süßstofftabletten lutschen… :D

        Wie hoch sollte denn Ihrer Meinung nach die “Energiesteuer/CO2” sein?

    • Felix
      Felix sagte:

      Nicht jeder ist so reich, dass er es sich erlauben kann, sein Eigentum den Zufällen einer unsicheren Zeit zu überlassen (Mietnomaden, Staatsversagen). Sie werden vielleicht noch froh sein, wenn Sie selbst durch die Vorsicht vermögender Menschen gerettet werden können.

      Antworten
  4. foxxly
    foxxly sagte:

    ……. so ein lappsus darf diesen “profis”?? einfach nicht passieren. ergo:
    NIETEN unf VERSAGER regieren uns! irgendwie haben wir diese versager gewählt direkt und indirekt.
    wenn der wähler sowas nicht merkt, dann dürfen diese weitermachen wie gehabt! wir haben dann nicht anderes verdient!

    Antworten
  5. markus
    markus sagte:

    Bei leerstehenden Wohnungen sollte man schon hinschauen, ob man die besteuern sollte. Andererseits gibt es auch noch ganz andere Probleme und die Forderung der Bestrafung von umweltschädlichen/platzfressendem Neubau ist schon etwas scheinheilig, wenn sie von denen kommt, die schon in ihren Einfamilienhäusern sitzen.

    Neben der sinnvollen Besteuerung von längerem Wohnungsleerstand gibt es aber noch eine Reihe mindestens gleichberechtigter wenn nicht wichtigerer Stellschrauben:

    A) Jedes Jahr fallen wesentlich mehr Wohnungen aus der Sozialbindung als neue gebaut werden. Bei tendenziell leicht steigender Bevölkerung!

    Sozialwohnungsbestand:
    Deutschland:
    2018 : 1.2 Mio Wohnungen
    2002 : 2.6 Mio Wohnungen

    Nur BRD ohne Ostdeutschland:
    1999 1.8 Mio
    1992 2.8 Mio
    1987 3.9 Mio

    https://www.gdw.de/pressecenter/pressemeldungen/bestand-an-sozialwohnungen-schrumpft-weiter/

    http://library.fes.de/fulltext/stabsabteilung/00518001.htm

    https://m.bpb.de/geschichte/deutsche-einheit/lange-wege-der-deutschen-einheit/47280/wohnen

    https://www.wohnkrise.de/ursachen

    B) Warum baut der Steuerzahler nicht selber Sozialwohnungen statt immer höhere Mietzahlungen zu Hartz4 zu zahlen?

    C) Warum wird so restriktiv Bauland ausgewiesen?

    D) Die erwähnte Grunderwerbssteuer.

    Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @markus

      “die Forderung der Bestrafung von umweltschädlichen/platzfressendem Neubau ist schon etwas scheinheilig, wenn sie von denen kommt, die schon in ihren Einfamilienhäusern sitzen.”

      Nicht nur scheinheilig, sondern auch sich selbst bereichernd.

      Effektiver kann man ja gar nicht sicherstellen, dass das eigene Einfamilienhaus im Wert steigt – und nach 10 Jahren sind die Wertsteigerungen beim Verkauf sogar steuerfrei. ;)

      “Warum wird so restriktiv Bauland ausgewiesen?”

      Aus genau dem gleichen Grund.

      “Warum baut der Steuerzahler nicht selber Sozialwohnungen statt immer höhere Mietzahlungen zu Hartz4 zu zahlen?”

      Das ist zu anstrengend für den Staat (und es geht noch nicht einmal im Home Office, was total menschenunwürige Arbeitsbedingungen sind – wollen Sie etwa, dass die Beamten regelmäßig dreckige Baustellen besuchen und dort mit Bauarbeitern und anderem Pöbel sprechen müssen?) und es hat außerdem den großen Nachteil, dass sich das Wohnungsproblem nicht mehr für sozialistische Agitation und “Systemwandel”-Propaganda nutzen lässt, wenn man es zum Beispiel per Sozialwohnungsbau gelöst hat.

      Antworten
  6. der Kater
    der Kater sagte:

    Wenn das Politbüro verlauten lässt, es gäbe in der IRD zwei Milliarden leerstehende Wohnzellen, dann haben Sie das gefälligst nicht in Frage zu stellen.

    Antworten
  7. Richard Ott
    Richard Ott sagte:

    Gibt doch sowieso viel zu viele leerstehende Häuser in Deutschland, da braucht niemand Investitionen.

    Das habe ich am Montag bei “Hart aber Fair” von der grünen Oberbürgermeisterin von Bonn, Katja Dörner, gelernt:

    “Wir haben fast ZWEI MILLIARDEN leerstehende Häuser und Wohnungen in der Bundesrepublik Deutschland, die auf neues Leben warten”
    https://twitter.com/WerteUnionBonn/status/1369244045558640641

    Könnte ja ein Versprecher sein, aber die burschikose und sehr kenntnisreiche Frau neben ihr (Linkspartei-Bundestagsfraktionsvorsitzende Amira Mohamed Ali – die heißt wirklich so) sekundiert sofort und nickt und nuschelt “das ist richtig”.

    Und wie wahrscheinlich ist es schon, dass zwei Top-Linksfrauen in Führungspositionen in der deutschen Politik kompletten Schwachsinn über den deutschen Wohnungsmarkt glauben und sich darin auch noch gegenseitig bestätigen?

    Antworten
    • Bauer
      Bauer sagte:

      @ R. Ott

      >> ” … zwei MILLIARDEN … “. Die haben doch die Nullen auf den Türen der Damentoilette zusammengezählt!?

      Antworten
      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Bauer

        Bemerkenswerterweise hat auch sonst niemand in der Diskussionsrunde an der Stelle eingehakt (ich habe die Sendung komplett gesehen), die Vertreterin der Immobilienwirtschaft nicht, der CDU-Landeschef von Berlin nicht, ein Architekt, der bei der Süddeutschen schreibt, auch nicht – und Plassberg ebenfalls nicht.

        Gästeliste hier: https://www1.wdr.de/daserste/hartaberfair/sendungen/einfamilienhaeuser-verbieten-wohnungskonzerne-enteignen-wie-radikal-soll-wohnungspolitik-sein-100.html

        Das war ein geistiger Totalausfall. Es würde aber erklären, wieso so viele Leute auf irgendwelche “Wohnungsbau” oder auch “Wohnungsenteignungs”-Jubelmeldungen reinfallen. Die haben überhaupt keine Vorstellung davon, wie viele Wohnungen es in Deutschland überhaupt gibt und wie groß der aktuelle Bedarf an Neubauten ist – und denken dann beispielsweise, 6000 Wohnungen im Günstig-Segment einem Jahr in Berlin zu bauen sei irgendwie “viel” oder gar eine beeindruckende Leistung vom Berliner Senat.

        Auf welches Klo Plassberg, der CDU-Mann und der Architektur-Journalist von der SZ gehen, darüber möchte ich allerdings nicht spekulieren.

    • Dr.LucieFischer
      Dr.LucieFischer sagte:

      @Richard Ott, 11:53
      Wer ist abhängig von wem und warum?
      Die Kernfrage des aktuellen Journalismus, Julian Reichelt ( ” Bild” ) hat sich aktuell mit Spahn- Kritik zu weit aus dem Fenster gelehnt und promt wird er wegen ” Übergriffigkeiten”
      ( ? ) so gut wie abgesägt. Plasberg immer linientreu , früher gab´s frechere Kritik:
      Du-bist-mein-Knecht, Mario Adorf, Kir Royal:
      https://www.youtube.com/watch?v=aaY5gPFiHOo
      Pecunia not olet.

      Antworten
      • Michael Stöcker
        Michael Stöcker sagte:

        So ist es, Frau Fischer. Das sind die Folgen, wenn sich zu viel Geld/Vermögen auf einem Haufen konzentriert.

        Money is Power.

        „Power tends to corrupt and absolute power corrupts absolutely. “

        Von daher ist eine konsequente Erbschaftssteuer notwendige Voraussetzung für eine Demokratie, die sich nicht nur so nennt, sondern auch tatsächlich eine ist.

        LG Michael Stöcker

      • Dr.LucieFischer
        Dr.LucieFischer sagte:

        Lieber Herr Stöcker,
        Zitat:
        ” Ich glaube, der grösste Vorteil von Reichtum liegt, abgesehen von der Unabhängigkeit, darin, dass man reiche Leute verachten kann ( von denen man eine ordentliche Menge in schicken Wintersport-Orten antrifft ) ohne dass einem der Gedanke an sauere Trauben dieses Vergnügen vergällen könnte. Noch reizvoller ist es, wenn diese Säcke nicht wissen, dass man selbst reicher ist als sie” .
        Schrieb mein Lieblings-Autor N. N. Taleb in Anti-Fragilität.
        Die schlimmste Nebenwirkung von Reichtum ist das soziale Umfeld, jenseits einer gewissen Grenze von Überfluss und Unabhängikeit werden reiche Leute immer unsympathischer und Gespräche mit ihnen immer langweiliger.
        Taleb beschreibt, sich auf die Stoiker/ Seneca beziehend, Reichtum als erstrebenswert, (“fuck-you-money”) wenn einem alle Vorteile von Wohlstand offenstehen , die Nachteile aber weg fallen. Am Wichtigsten: Die Unabhängigkeit und die Freiheit, sich geistig nur noch mit solchen Dingen abzugeben, die einen auch wirklich interessieren : Lächelnd Vernissage-Einladungen und langweilige Dinner absagen können, nur noch Menschen mit Esprit treffen , die Humor und Witz haben.
        Kindheitsträume realisieren, grosszügig bleiben.

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Michael Stöcker

        >„Power tends to corrupt and absolute power corrupts absolutely. “

        Ihre Logik:

        Eine konsequente Erbschaftssteuer löscht Macht aus und dadurch verschwindet Korruption.

        Damit ist eine Voraussetzung für Demokratie verwirklicht.

        Meine Logik:

        Eine konsequente Erbschaftssteuer ist ein ANTRIEB für Menschen, MEHR Macht zu erlangen, um wieder zu dem Geld zu kommen, das ihnen abgenommen wurde.

        Damit wird einmal mehr der Wettbewerb als der Mechanismus bestärkt, der Wohlstand verschafft.

        Erkenntnis:

        Man muss Sachverhalte so VERKNÜPFEN, dass als ERGEBNIS herauskommt, was GEWOLLT wird.

        Funktioniert.

        Man braucht nur ein paar Gläubige, die dazu nicken.

      • Michael Stöcker
        Michael Stöcker sagte:

        @ Dietmar Tischer

        „Eine konsequente Erbschaftssteuer ist ein ANTRIEB für Menschen, MEHR Macht zu erlangen, um wieder zu dem Geld zu kommen, das ihnen abgenommen wurde.“

        Ihnen wurde doch gar nichts abgenommen. Sie haben lediglich weniger leistungsloses Einkommen erhalten!

        „Damit wird einmal mehr der Wettbewerb als der Mechanismus bestärkt, der Wohlstand verschafft.“

        So ist es, Herr Tischer. Sie dürfen gerne nicken; denn das verstehen nicht nur Gläubige, sondern auch vernunftbegabte/rationale Denker.

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Michael Stöcker

        Ich nicke bei der Korrektur:

        Statt “abgenommen” muss es natürlich heißen “vorenthalten”.

        Ist ein Unterschied, hat aber für den Betroffenen den GLEICHEN Effekt

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Herr Tischer

        Fallen Sie nicht auf Stöckers kleine Semantik-Tricksereien rein.

        Ob “abgenommen” oder “vorenthalten” der richtige Begriff ist, hängt nur von den im Detail relativ nebensächlichen Modalitäten der konkreten Steuerveranlagung ab.

        Sie glauben doch auch nicht, dass das Geld für die Kapitalertragssteuer (+Solidaritätszuschlag, +ggf. Kirchensteuer) auf Dividendenzahlungen Ihnen lediglich “vorenthalten” und nicht “abgenommen” wurde, nur weil diese Steuer in Deutschland als Quellensteuer ausgestaltet ist und direkt vom Unternehmen ans Finanzamt geleitet wird, oder?

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