Deutschlands Billionen-Schatz

Unser Land muss massiv investieren und sitzt gleichzeitig auf einem Schatz, den es nur zu heben gilt.

In der 197. Folge von „bto 2.0 – der Ökonomie-Podcast mit Dr. Daniel Stelter“ gehen wir dem Thema Target2-Forderungen der Bundesbank auf den Grund. Sind das nur Verrechnungspositionen oder echte, einbringbare Forderungen? Könnten wir die Mittel mobilisieren, um in die Zukunft Deutschlands zu investieren? Und wenn ja, wie können wir das realisieren? Im Gespräch dazu Dr. Hans Albrecht, Gründer der Beteiligungsgesellschaft Nordwind Capital aus München. Er stellt einen durchgerechneten Vorschlag vor, wie wir das Potenzial von immerhin 1.267 Milliarden Euro heben können.

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Kommentare (55) HINWEIS: DIE KOMMENTARE MEINER LESERINNEN UND LESER WIDERSPIEGELN NICHT ZWANGSLÄUFIG DIE MEINUNG VON BTO.
  1. Andreas Hallmann
    Andreas Hallmann sagte:

    Ich glaube nicht an Zufälle und Versehen, das gesamte System bei dem es um extrem viel Geld geht kann
    nicht so dumm sein wie es sich gibt.
    Scheinbar läuft es so schlecht für Deutschland. Nein es ist systematisch gewollt und wir finanzieren eine mafiöse Struktur der kleptokraten die sich bewusst bereichert.
    Alle diejenigen in der Politik die tatsächlich entscheiden, werden wohl irgendwie mit großen Summen gekauft.
    Anders ist so viel Dummheit und falsches Entscheiden bei vorhandener Aufklärung nicht zu erklären.

    Antworten
  2. PeterW
    PeterW sagte:

    Eine sehr interessante Episode.
    Wie steht unsere jetzige Regierung zu diesem Thema bzw. warum haben frühere Regierungen dieses Thema nicht aufgegriffen?
    Wenn es ein Potential gibt, Geld zurückzugewinnen, dann wird es doch sont auch nicht liegen gelassen.
    So fehlen mir gerade ein wenig die Gegenargumente, welche wären diese?

    Antworten
  3. Beobachter
    Beobachter sagte:

    Wieso schreibt hier eigentlich die eine Fraktion “Alles wird gut”, und die andere “Das Ende ist nah”?
    Wieso führt der diskutierte Sachverhalt zu so völlig gegensätzlichen Schlußfolgerungen?

    Antworten
    • troodon
      troodon sagte:

      @Beobachter
      Die Fraktion “Alles wird gut” bezieht m.E. dies nur auf das Thema Target2 Salden.
      Die sind nicht das entscheidende Problem in der Gesamtentwicklung.
      Wirtschaftsentwicklung, Bildung, Infrastruktur u.v.m. sind die m.E. die echten Probleme.

      So kann man durchaus gelassen das Thema Target verfolgen, aber trotzdem negativ für die weitere wirtschaftliche und soziale Entwicklung von D gestimmt sein. So geht es mir jedenfalls…

      Antworten
      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @troodon

        Sie haben in Ihrer Aufzählung aber die “nicht entschlossen genug vorangetriebene Energie- und Wärmewende” und den “nur halbherzig geführten und viel zu spät begonnenen Kampf gegen die gefährliche Erderhitzung” vergessen. ;)

    • weico
      weico sagte:

      @Beobachter

      “Wieso schreibt hier eigentlich die eine Fraktion “Alles wird gut”, und die andere “Das Ende ist nah”?”

      Es gibt aber auch Leute,ich zähle mich dazu, die schreiben:
      “Alles wird gut… DENN das Ende ist nah.”

      Für Europa wäre es ein richtiger Segen,wenn die EU möglichst schnell scheitern würde.

      Wettbewerb unter den europäischen Ländern,würde den trägen und zähen Gleichheits- und Einheitsbrei endlich wieder zum kochen bringen.

      Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @Beobachter

      “Wieso führt der diskutierte Sachverhalt zu so völlig gegensätzlichen Schlußfolgerungen?”

      Scheint mir ein grundsätzlicher Konflikt zwischen Brüssel-gläubigen Euro-Integrationisten und Turbo-Globalisierern (mit ganz verschiedenen Motivationen, vom hoch ideologischen Marxisten bis zum “Ich-will-nur-meine-Ruhe-haben-und-Tagesschau-gucken-Rentner”) und den bösen, noch an nationale Interessen und nationalstaatliche Souveränität denkenden Nationalisten zu sein.

      Die interessante Erkenntnis ist allerdings, dass es einen Konsens zu geben scheint, dass die Entflechtung des TARGET-Systems bei einem totalen Zusammenbruch der Eurozone zu bösen Verlusten für die TARGET-Gläubigerstaaten führen wird. Nur wird der halt von den EU-Gläubigen kategorisch ausgeschlossen. ;)

      Antworten
    • komol
      komol sagte:

      @beobachter

      Weil dieser Fall extrem kompliziert und ein histort. Novum ist. Wir sind Mitten im Integrationsprozess und die Schrittfolge ist verkorkst .. zweite Schritte wurden vor ersten gemacht usw. V.a. haben nat. ZBs, aber eine gemeinsame Währung mit gleichber. Stimmrechten in der EZB, aber ohne gemeins. Fiskalpolitik sowie ohne Eurobonds. An wem hängt die ZB eigentlich (zudem ist das Unabhängigkeitspostulat einer ZB sowieso die Achillssferse der gesamten Ökonomik bzw. Politökonomik)? Hinzu kommt, dass wir einen gesamtgesell. Umbruch aufgrund neuer IuK-Techs sehen, der bislang v.a. die Teilsysteme Wirtschaft, Politik und Recht betrifft. Die ZB ist einr der wichtigsten Punkte, an dem diese Systeme gekoppelt sind. Deshalb wird das Managen des gesamten Wandels auch schon mehr als 15 Jahre auf ihr abgeladen .. Das Einzige was man bzgl. der Extrempole bzgl. Target2 ablesen kann, ist, die Gesinnung der Argumentateure – es sind Offenbarungen (v.a. über deren Verständnis von Geschichte, Gesamtgesellschaft und v.a. Intentionen u. Ideologie!).

      Antworten
      • komol
        komol sagte:

        @beobachter

        Schauen Sie sich bspw. den H.W. Sinn an. Der hat erst extrem getrommelt. Dann hat er (wahrsch. durch Weiterbildung in Gersprächen mit Historikern, Politikwissenschaftlern, Kulturw. etc. – also Geistes- und Sozialwissenschaftlern) vollst. verstanden, um was es mit dem europ. Projekt eigentlich geht – lax gesagt (wie Habermas sagte das größte Projekt in der Zivilis.geschichte nach dem Tiefpunkt der Zivil.geschichte), und ist etwas softer geworden – zumindest betont er das jetzt ständig nebst seiner Argumentation. Leider kann er aber nicht ganzheitl. Denken – er verkennt die Reichhaltigkeit der Realität und sieht überall nur Ökonomik bzw. denkt dass er mit dieser Brille die Realität vollst. abdecken kann. Das ist ein Bildungsfehler, den er nicht mehr beheben kann – er hat halt eben von Haus aus keine umfassende philosophische Bildung genossen (genießen wollen). Um so schlimmer der Terror, den Ökonomen auf die Gesellschaft ausüben. Aber wir sehen ja dass sie mehr und mehr scheitern, weil ihr Denken zu unterkomplex ist, ja, weil es einfach nicht genügt!

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @komol

        “Das Einzige was man bzgl. der Extrempole bzgl. Target2 ablesen kann, ist, die Gesinnung der Argumentateure – es sind Offenbarungen (v.a. über deren Verständnis von Geschichte, Gesamtgesellschaft und v.a. Intentionen u. Ideologie!)”

        Mich ernüchtert das ja eher als dass es für mich Offenbarungen sind.

        Die trotzkistischen Kommunisten brühen den gleichen stinkenden Sud wieder auf, den sie auch schon vor 100 Jahren angeboten hatten – bloß dass dieses Mal nicht die “Maschinisierung” oder die “Elektrifizierung” den Aufbau des globalen Kommunismus ermöglichen soll, sondern die “Informations- und Kommunikationstechnologie”.

        Bei der Zersetzung der Gesellschaft durch die Gender-Ideologie produziert linksaußen so viele wirklich originelle neue Ideen, von “Gott ist queer” bis zum Katzenklo für Schüler, die sich als Transkatze identifizieren. Wieso schaffen das die linkstotalitären Wirtschaftspolitiker nicht?

      • komol
        komol sagte:

        @ott

        “Die trotzkistischen Kommunisten brühen den gleichen stinkenden Sud wieder auf, den sie auch schon vor 100 Jahren angeboten hatten – bloß dass dieses Mal nicht die “Maschinisierung” oder die “Elektrifizierung” den Aufbau des globalen Kommunismus ermöglichen soll, sondern die “Informations- und Kommunikationstechnologie”.”

        Dieses Argument finde ich interessant. Ja, war das so? Dann würde ich sagen, dass es diesmal richtig und vollständig laufen wird, weil die IuKs eben mehr sind als wie nur industr. Revolutionen – sie bedeuten wie der Buchdruck eine gesamtgesell. Revolution. Dampfmasch. und Elektr. muss man eingebettet in das Buchdruckzeitalter denken – ohne Buchdruck keine Dampfmaschine oder Elektrifizierung .. Aber: Klar kann es auch schlecht ausgehen (siehe Weltkriege).. Wichtig ist, lax gesagt, dass der Computer (oder nennen Sie es die KI) nicht so wird wie die meisten, die hier und posten, oder eben Ökonomen.. denn dann völlige gute Nacht für unser Zusammenleben!

        “Bei der Zersetzung der Gesellschaft durch die Gender-Ideologie produziert linksaußen so viele wirklich originelle neue Ideen, von “Gott ist queer” bis zum Katzenklo für Schüler, die sich als Transkatze identifizieren. Wieso schaffen das die linkstotalitären Wirtschaftspolitiker nicht?”

        Zu dieser Frage wäre vielerlei zu sagen, das führt hier dann doch zu weit ..

      • Beobachter
        Beobachter sagte:

        @Komol: Zum Europäischen Projekt: “wie Habermas sagte das größte Projekt in der Zivilis.geschichte nach dem Tiefpunkt der Zivil.geschichte”

        Was ich von Habermas halte, schreibe ich hier besser nicht. Nur so viel: Welche Hybris, und sie wird scheitern.

  4. C.ziurc
    C.ziurc sagte:

    Nach der heutigen Folge kann ja einem Angst und Bange werden ob der Idiotie unserer Verantwortlichen bei der Bundesbank und EZB. Die Zentralbanken, die das Geld, was sie von den Auftragenden Banken bekommen und nicht weitergeleitet haben, müssen es ja irgendwo horten und ausweisen. Hat man die Bilanzen der spanischen oder italienischen Zentralbank analysiert ? Zu den 1,3 Billionen müssten ja dort den Verbindlichkeiten gegenüber entweder Forderungen oder liquide Mittel ausgewiesen werden. Das Geld, was nicht weiter geflossen aber wir dann hier neu gedruckt haben, existiert jetzt doppelt. Nehmen wir an 500.000 Spanier in Deutschland lebend unterhalten Konten in Spanien wegen der besseren Zinsen und lassen sich jeweils hier 10.000 Euro auszahlen. Banco Santander ordnet die 5 Mrd Auszahlung aus den Konten, diese werden belastet, Deutschland druckt das neue Geld, weil sie ja nix erhielt aber bedienen muss. Alle 500.000 fliegen nach Hause in Spanien über die Sommerferien, und zahlen in Valencia die 5 Mrd bei Santander wieder ein. In Spanien sind jetzt die von der Bundesbank gedruckten 5 Mrd. + die 5 Mrd die nicht nach Deutschland flossen. Wo ist dieses spanische Zentralbankgeld? Was wird damit gemacht? Kann die spanische Zentralbank z. B. damit deutsche Bundesanleihen kaufen? Oder spanische? Hat sie überhaupt die Mittel noch oder hat sie das Geld genommen um woanders in China oder USA Schulden zu begleichen? Ich glaube, ein Blick in deren Bilanzen würde unsere Kenntnis darüber erweitern, wie weit wir in den Panikmodus schalten.

    Antworten
    • Vater Thiel
      Vater Thiel sagte:

      “Die Zentralbanken, die das Geld, was sie von den Auftragenden Banken bekommen und nicht weitergeleitet haben, müssen es ja irgendwo horten und ausweisen”

      Das Geld wird von den deutschen Haushalten und Unternehmen gehortet, die das Geld im Gegenzug für reale Güter erhalten haben.

      Beispiel:
      DaimlerBenz hat für 100 Mio EUR Fahrzeuge nach Italien exportiert und dafür 100 Mio Euro-Geld als Sichtguthaben bei der Hausbank erhalten. Das Geld wird an die Arbeitnehmer und Aktionäre von Daimler Benz ausgezahlt, landet als dort auf deren Girokonten.
      Ein Teil geht natürlich als Abgaben an den Staat und wird vom Staat als Gehalt an die Angestellten des Staates ausbezahlt oder an deutsche Sozialtransferempfänger.
      Aber die letztendlichen Empfänger sind deutsche Privathaushalte, und die haben das erhaltene Geld ganz offensichtlich nicht im “Euro-Ausland” ausgegeben, zumindest nicht über das EZB Target System, vielleich teilweise ein kleinen Teil bar beim Auslandsurlaub.

      “Die Deutschen” haben also bildlich bunt bedrucktes digitales Papier gegen reale Güter (teilweise auch gegen Finanztitel) erworben.
      Die Frage ist, was haben “die Deutschen” damit gemacht, es einfach auf dem Bankkonto liegen lassen ?

      Im dümmsten Fall haben sie auf dem Konto liegen lassen und einfach eine stattliche Inflation in Deutschland erzeugt.
      Der Anstieg etwa der Immobilenpreise in Deutschland seit etwa 2010 ist zum grossen Teil auch diesem Verhalten geschuldet.

      Antworten
  5. Alexis
    Alexis sagte:

    Also mir geht es hier wie Herrn Renner und den anderen kritischen Kommentaren, ich bin ein rießiger und treuer Fan von bto, aber der gute Dr. Albrecht schießt hier übers Ziel hinaus, wenn er neben der individuellen Ebene noch eine kollektive Ebene konstruieren will. Erst ganz am Ende erwähnt Herr Albrecht das Naheliegende: Mercedes erhält doch in seinem Beispiel die 100 TEUR als Giralgeld und kann die “Zettel” sofort in reale Assets tauchen. Also zB. ein Mercedes Seminarzentrum in Mykonos anzahlen, oder eben Olivenöl, Es muss ja nicht einmal aus Griechenland sein. Und Alexis hat sich die 100 TEUR doch in der Basisvariante ehrlich erarbeitet und Mercedes hat schließlich für eine auskömmliche Marge vorgesorgt. Wo ist das Problem? In der Welt von Herrn Albrecht wäre jeder Verkäufer ein Betrogener, da er Waren oder Dienstleistungen hingibt und nur einen “Zettel” bekommt.
    Seine Kritik am TPI Tool der EZB und generell an der Euro Währungsunion ist hingegen völlig gerechtfertigt.

    Antworten
  6. Lothar
    Lothar sagte:

    Ich denke, Dr. Albrecht hat Recht und es gibt sehr viel Inkompetenz in Politik und Ministerien. Die maßgebenden Personen in der Politik, EZB und Zentralbanken werden jedoch die Methodik des tatsächlichen europäischen Finanzausgleichs kennen, diesen verheimlichen und befürworten. So kann ich mir z.B. gut vorstellen, dass Herr Draghi bei der Amtsübergabe an Frau Meloni, dieses System genau erklärt hat, und wie man sich verhalten muss, um das System nicht zu gefährden. Man darf nicht vergessen, das oberste Ziel der EU ist eine Angleichung der Lebensverhältnisse in allen Mitgliedsländern. Ich verstehe auch, dass Frau Schnabel sich vordergründig gegen deutsche Interessen wendet. Weil wir längst im Endspiel sind und es nur noch darum geht soziale Aufstände und den Kollaps zu vermeiden.

    Antworten
  7. Henning Heinz
    Henning Heinz sagte:

    Eine interessante Folge. Leider bin ich in der Argumentation doch eher bei Frau Schnabel. Man stelle sich vor der im Beispiel genannte Fischer auf Mykonos bezahlt seinen Mercedes in bar. Dann hebt er bei seiner Hausbank das Geld ab, trägt es zu Mercedes in Stuttgart und die zahlt es anschließend bei ihrer Bank ein. Die deutsche Bundesbank hat anschließend keine Forderung an die griechische Notenbank. Es stimmt vermutlich dass Griechenland durch den Euro eine Kaufkraft erhält welche es mit einer eigenen Währung nicht erreichen könnte. Im Gegensatz zu Herrn Dr. Albrecht halte ich das aber für gewollt. In einer Währungsunion stützen eben die Stärkeren die Schwachen.
    Ähnliche argumentiert Dr. Daniel Stelter ja auch wenn es ums Schulden machen geht. Hier hat er richtig erkannt dass es wenig Sinn macht zu sparen während andere Länder das Geld zum Fenster rauswerfen (eine 110% Finanzierung für Wärmepumpen in Italien fällt mir spontan ein).

    Antworten
    • Oliver Tagisade
      Oliver Tagisade sagte:

      Wissen Sie noch, in welcher Podcast-Folge Dr. Stelter davon gesprochen hat? Also vom singbefreiten Sparen, wenn nahezu alle anderen Euroländer Schulden machen? Ich finde es einfach nicht mehr…

      Antworten
  8. Tom96
    Tom96 sagte:

    Seit die Deutsche Mark zur DDR kam mit dem D-Mark Eröffnungsbilanzgesetz und der Euro nach Deutschland, war die Bilanzierung der Volkswirtschaften ein wichtiges Kapitel für mein Handeln und Arbeiten.
    Mit diesem abschließenden Beitrag und der finalen Klärung heute hier durch die Kommentare zu Rechnungslegung – Geschäftsführung – Zahlungsdienstleitungen, heißt es Tschüß Euro und EU zu sagen!
    Auch sonst sind weitere Lösungen auf den Wegen.
    Somit ein herzliches Dankeschön an Herrn Stelter und fröhliches Gelingen mit Wissen, Wahrheit und Wirklichkeit.
    à bientôt oder bis dann

    Antworten
  9. komol
    komol sagte:

    Die Idee ist ehrlich gesagt echt gut. Aber es wird nicht passieren. Warum? 1. Politik funktioniert nach einer anderen Logik als Wirtschaft. 2. und das ist entscheidend: Hier liegt ein Denkfehler vor der sich schon im Begriff “unsere Banken” ausdrückt. Auf dem jetzigen Stand des Integrationsprozesses sind wir in Wahrheit nur noch eine “Region” – was hier passiert ist eine Art Finanzausgleich, die nur deshalb noch so stark angreifbar ist, weil wir die nat. ZBs noch haben .. wären die weg, so wie es langfr. kommen wird, ist auch das Problem, was eben tats. wie viele meinen, ein Scheinproblem ist, weg!!

    Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @komol

      “Auf dem jetzigen Stand des Integrationsprozesses sind wir in Wahrheit nur noch eine “Region” – was hier passiert ist eine Art Finanzausgleich, die nur deshalb noch so stark angreifbar ist, weil wir die nat. ZBs noch haben .. wären die weg, so wie es langfr. kommen wird, ist auch das Problem, was eben tats. wie viele meinen, ein Scheinproblem ist, weg!!”

      Wenn sich Ihre Überzeugung über die angeblich unaufhaltsame geschichtliche Vorsehung hin zu immer weiterer Integration allerdings als falsch erweisen sollte, dann stehen Sie extrem dumm da und das angebliche Scheinproblem wird ganz real und sehr groß.

      Antworten
      • komol
        komol sagte:

        @ott

        Sie wollen hier wohl einen auf Popper machen und auf das “Elend des Historizismus” plädieren? Das verstehe ich, da Sie ja gar nicht anders denken können als handlungstheoretisch – zumindest kenne ich keinen Ökonomen der anders denken kann. Würden Sie jedoch nur ein klein wenig systemtheoretischen Sachverstand aufweisen, dürften Sie ahnen, dass der Prozess selbstorganisiert unaufhaltsam Richtung weitere Integration läuft. Anders gänge es nur wenn es zu starker Getriebenheit und damit zu einem Strukturbruch kommt. Ich sehe nicht woher das kommen soll. V.a. der wesentliche übergreifende Prozess hin zur Gesellschaft 4.0 a.k.a. Vollnetzwerkgesellschaft spricht eben dafür, weil er tendenziell zum Unterprozess der Auflösung von Staatengebilden (den die Gesellschaft 3.0 schuf) führt – auch wenn wir mit der Renationallisierung und Deglobalisierung gerade einen kurzen Rücksetzer im Prozess sehen.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @komol

        Stellen Sie sich vor, sogar das Imperium Romanum ist zerfallen.

        Vielleicht, weil die damals noch keine neomarxistischen Soziologen und Systemtheoretiker hatten, die wortreich die Unmöglichkeit eines solchen Zerfalls hätten postulieren können? ;)

      • komol
        komol sagte:

        @ott

        Ne wenn dann zerfiel es aufgrund schlechter Beratung durch eigenutzorientierte Betrüger-Ökonomen :-)

  10. Hans Renner
    Hans Renner sagte:

    Sehr geehrter Herr Stellter
    Gerne höre ich mir jeden Sonntag Ihre Sendung an!
    So eine schwache Sendung haben Sie noch nie gemacht.
    Exemplarisch ist die Tatsache, dass nicht über die illegalen Leistungsbilanz Überschüsse von Deutschland, Holland, Österreich und Finnland sprechen.
    Bitte versuchen Sie nachzudenken.
    Lg Hans Renner

    Antworten
    • Bauer
      Bauer sagte:

      @ H. Renner

      >> “… die illegalen Leistungsbilanz Überschüsse von Deutschland, Holland, Österreich und Finnland …”

      Was, bitte, soll daran illegal sein? Bayern hat z.B. auch einen Leistungsbilanzüberschuss gegenüber Berlin. Wo gefällt es Ihnen besser?

      Antworten
    • Lothar
      Lothar sagte:

      Die Leistungsbilanzüberschüsse haben wir erarbeitet, weil wir gute Waren produzieren und es in den anderen Ländern nicht genug gute Waren gibt, die wir zurückkaufen wollen oder brauchen. Sie möchten sicherlich nicht jeden Tag ein Kilo Oliven essen, damit die Leistungsbilanz besser ausgeglichen ist. Natürlich wäre es schön, wenn die Leistungsbilanz ausgeglichen wäre.

      Antworten
  11. foxxly
    foxxly sagte:

    der gast dr albrecht hat einen hervorragenden beitrag geleistet für klarheit und bestättigung der unfassbaren vorgänge in EU und D.

    wer etwas über den tellerrand hinausschaut, der zumindest kann erkennen, dass der ganze ablauf und das geschehen, einen plan hat und nicht zufällig so läuft wie es eben passiert.

    es gibt viele interessen an dieser EU-konstruktion und den unsäglichen verlauf darin.
    man kann darüber auch unterschiedlicher meinung sein.

    m.m. ist folgende:
    es gibt 2 hauptinteressen:
    a, politisches
    b, finanzsystem

    zu a, die führungskräfte in diesen EU-konstrukt müssen berauscht sein von ihrer machtfülle.
    gleichzeitig arbeiten sie an der stärkung des zentralismus.
    sie nehmen bewust und vorsätzlich in kauf, dass dies der verlust der freiheit für die bürger bedeutet, überwachung und sozialismus bedeutet.

    das sind alles attripute eine autoritären bis dikatorischen regierungen.
    dies wird sehr schnell, noch viel stärker zunehmen.

    zu b,
    der wachstumszwang geht sehr stark von dem geldmengenwachstum aus.
    genau darum gibt es viele konstruktionen u.a. die target-finanz-aktionen, rettungsschirme, badbanken etc., um stets mehr kredite in den umlauf zu bringen.
    und wenn diese nicht mehr ausreichen, dann wird flux ein neues konstruk der täuschung geschaffen.

    sehr wahrscheinlich unterschätzen wir eben das geld-und bankensystem, deren intentionen und druck ist: damit unmengen an neuen geld in den märkten platziert wird.
    denn, an allen maßnahmen und geschehen, sind die gelddruckbanken immer die gewinner (nicht die kleinbanken)

    nun, das fatale ist, dass das geld die politik beherrscht NICHT umgekehrt.

    das großkapital beherrscht die politik.
    beide zusammen beherrschen die medien.
    alle zusammen gegen das volk.

    nach der herrschenden auslegung, ist das ein faschismus!

    wir erleben meist mit hilfe der medien einen betrug, täuschung und lügen des machtapparates.

    dass hier leider ein großer plan dahinter steckt, sieht man an der kompetenz-erweiterung der WHO, wo “freiwillig?” die regieungen ihr macht abgeben.
    wie ebenso dies D macht zu gunsten der EU.

    zwangsläufig führt das schuldgeldsystem zur verarmung der masse, einhergehend mit drakonischen maßnahmen gegen das volk um dessen aufbegehren im keim zu unterdrücken und zu bestrafen, wenn es der apparat es für notwendig hält.

    es scheint mir, dass bereits jetzt alle “demokratische” (was ist das noch?) wahlen, überflüssig sind.
    trotzdem sollte man unbedingt wählen gehen und die nicht-regierungs-parteien massiv unterstützen- die hoffung stirbt zu letzt!

    ps: ich sehe keine möglichkeit von den target-forderungen irgend etwas zurück zu bekommen.
    auch etwaige fondskonstruktionen müssen irgendwie bezahlt werden und geht auf kosten anderer.
    wer macht hier wohl mit: NIEMAND. selbst deutschland hat da kein interesse (darf keines haben) denn dann fliegt die EU mit explositionsgeschwindigkeit auseinender. bzw. implodiert in sich zu sammen.

    Antworten
  12. Renée Menéndez
    Renée Menéndez sagte:

    Sinn hat selbstverständlich Recht, wenn er die T2-Positionen als FORDERUNGEN bezeichnet. Dann schießt er aber über das Ziel hinaus und denkt, daß Forderungen doch besichert werden müßten. Das gilt aber nur dann, wenn die Forderungen ausfallgefährdet sind. Da sich diese Forderungen an eine Zentralbank des ESZB-Systems richtet, ist das Merkmal der Forderungsunsicherheit NICHT gegeben, denn die Forderungen lauten auf €-Bargeld, welches jede ESZB-Zentralbank auf berechtigte Nachfrage beliebig emittieren kann.

    Das “ESZB interne Kontensystem” verhindert nicht, daß es darin Schuldverhältnisse gibt, die ein Erfüllungsmedium haben und daher auch prinzipiell erfüllt werden können. Solche Ergüsse sind keine Argumente sondern Schaumschlägerei.

    Die “Gesamtverantwortung” für den Zahlungsverkehr von Hellwig (und Schnabl) bedeutet genauso wenig, daß es nicht systeminterne Schuldverhältnisse gibt, die sehr wohl aus Anspruch und Verpflichtung bestehen. Hellwig leugnet mit untauglichen Mitteln, daß diese Forderungen tatsächlich erfüllt werden könnten – aber wenn man es den wollte, wäre dies lediglich ein logistisches Problem. Die Argumentation über den Zeitwert hört sich zwar ordentlich “ökonomisch” an, macht aber aus einem Schuldverhältnis kein “Nichts”, so daß diese Art der Diskussion lediglich Nebelkerzen wirft und letztlich schlichtweg ins Leere läuft.

    Der Grund, warum “etwas, das nichts wert ist” in der Bilanz auftaucht ist der, daß die Übertragung des Erfüllungsmittels €-BARGELD für eine €-ESZB schlichtweg unsinnig ist, weil keine ESZB-Zentralbank einen Mangel an €-Noten hat. Denn jede ESZB-ZB kann beliebig Noten emittieren, um jede Nachfrage nach Noten zu erfüllen. Deswegen werden zwischen den ESZB-NZBen auch KEINE ÜBERWEISUNGEN ausgeführt, denn dann müßte die EZB ein Zahlungsdienstleister sein – was sie nicht ist. Ohne Zahlungsdienstleister, der papierlose Bargeldtransfers (Falschbezeichnung: “bargeldlose Überweisung”) durchführt, können NZBen des ESZB-Systems untereinander nur mit Bargeld ZAHLEN – in dem Fall entstehen auch keine T2-Salden.

    Der Punkt ist: da die unbeschränkte Emissionsmöglichkeit von Bargeld für ALLE gilt, braucht KEINE NZB von einer anderen ESZB-NZB Noten, weil es daran für NIEMAND einen Engpaß gibt. Im Gegenteil werden sämtliche in der Kasse einer NZB vorhandenen Noten zum Jahresende gegen den Notenumlauf ausgebucht, womit sich von den Noten zum Jahresende genau NULL € in der Geldscheinkasse befinden, weswegen auch in den Jahresbilanzen kein Ausweis von Noten existiert. Die einzige Kasse in der Bilanz sind die Münzen, die ja nicht selbst emittiert, sondern vom Finanzministerium des jeweiligen Landes gekauft werden.

    Fazit: macht man einen T2-Ausgleich, sind die übertragenen Vermögenspositionen (Bargeld) zum Jahresende WEG ! Warum? Weil (eigene) Noten für jede ZENTRALBANK dieser Welt kein Vermögensgegenstand sind – weswegen man auf diesen Übertrag auch konsequenzlos verzichten kann. Sollte ein Land mal tatsächlich austreten, führt man diesen Bargeldausgleich durch, und die Salden sind weg.

    Warum wird nun soviel Geschrei darum gemacht?

    Antworten
    • weico
      weico sagte:

      @Renée Menéndez

      “Weil (eigene) Noten für jede ZENTRALBANK dieser Welt kein Vermögensgegenstand sind – weswegen man auf diesen Übertrag auch konsequenzlos verzichten kann. Sollte ein Land mal tatsächlich austreten, führt man diesen Bargeldausgleich durch, und die Salden sind weg.

      Warum wird nun soviel Geschrei darum gemacht?”

      Kann man ja dann bei einer demokratische Auflösung der Europäischen Union und der Neugründung einer Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft dann ja mal ausprobierend.

      https://www.zdf.de/nachrichten/politik/afd-leitantrag-partei-programm-forderung-aufloesung-eu-100.html

      Sollte eigentlich kein grosses Geschrei von Seiten der EURO-Befürworter geben.
      Einfach Ausbuchen und Fertig … :-)

      Antworten
    • Dietmar Tischer
      Dietmar Tischer sagte:

      @ Renée Menéndez

      >Sollte ein Land mal tatsächlich austreten, führt man diesen Bargeldausgleich durch, und die Salden sind weg.>

      Wer ist „man“, wenn das ausgetretene Land seine Zentralbank anweist, den Negativsaldo NICHT auszugleichen?

      Oder auch denkbar:

      WER will noch Euro in die Hand nehmen, wenn ein maßgebendes Land ausgetreten ist und daher jegliches Vertrauen in die Währung verloren gegangen ist?

      Ich kritisiere NICHT Ihre funktionale Lösungslogik, sondern frage lediglich, ob sie in Extremfällen wie einem Austritt, der auch OHNE einvernehmliche Absprachen erfolgen kann, eine Basis der Anwendung hat.

      Antworten
      • Renée Menéndez
        Renée Menéndez sagte:

        Ich wüßte nicht, warum ein austretendes Land das NICHT tun sollte. Im Falle eines Austritts kann die austretende ZB entweder mit €-Verbindlichkeiten gegenüber der EZB starten (kein Bargeldausgleich), oder mit einem auf € lautenden Posten “Notenumlauf” (Bargeldausgleich). Im ersten Fall bleiben harte Verbindlichkeiten gegenüber der EZB übrig, im zweiten Fall ein Bargeld-Passivposten, der keinen Gläubiger aufweist und aufgrund der Währungsumstellung auf die neue Währung umgebucht werden dürfte. Mit der zweiten Version kann man durchaus leben, im ersten Fall fängt man als “überschuldetes (Entwicklungs-)Land” von vorne an. Das dürfte dann auch der Grund sein, warum eine derartige Operation eher seitens der Gläubiger hintertrieben werden dürfte. (Anm.: Dieses Modell funktioniert nur solange, wie sich das austretende Land – noch – im € befindet. Ab der berühmten Stunde Null ist diese Möglichkeit vorbei.)

        Ich halte diese ständige Beschwörung, daß “Vertrauen” in die Währung nötig sei, für eine folkloristische Einlage, die Ehrfurcht erzeugen soll. Ich würde mal ganz stark vermuten, daß Mitte 1923 das “Vertrauen” in die Mark schon längst nicht mehr gegeben war, die Leute aber trotzdem mit den berühmten Wäschekörben voll Bargeld in die Läden gestürmt sind in der korrekten Erwartung, daß Stunden später die Preise noch (viel) höher sind. Mangels Alternativen und aufgrund der beibehaltenen Auspreisung der Waren in Mark hatten die Leute keine Zeit, um über solche müßigen Dinge wie “Vertrauen” nachzudenken. Sicherlich waren das unhaltbare Verhältnisse, aber die Mark wurde bis zum bitteren Ende genutzt, bis die Rentenmark eingeführt wurde. Natürlich gibt es ein Interesse, welches “Vertrauen” braucht, aber das ist nicht wirklich schützenswert und nennt sich: Kapitalflucht.

      • Michael Stöcker
        Michael Stöcker sagte:

        @ Ausgleich der Salden mit Bargeld

        Wenn die Salden mit Bargeld ausgeglichen würden, hätte Deutschland statt eines positiven TARGET-Saldos auf der Aktivsetie eine Position Bargeldumlauf, die die Bilanzseite gewechselt hat oder alternativ auf der Passivseite mit negativem Vorzeichen notiert.

        Bei einem Austritt Italiens wären dies dann die neuen/alten Devisenreserven der Bundesbank oder aber eine Euroschuld von Italien. Hatte ich alles mal vor 5 Jahren hier erläutert: https://zinsfehler.com/2018/07/30/target-und-kein-ende/

        LG Michael Stöcker

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Renée Menéndez

        “Ich halte diese ständige Beschwörung, daß “Vertrauen” in die Währung nötig sei, für eine folkloristische Einlage, die Ehrfurcht erzeugen soll. Ich würde mal ganz stark vermuten, daß Mitte 1923 das “Vertrauen” in die Mark schon längst nicht mehr gegeben war, die Leute aber trotzdem mit den berühmten Wäschekörben voll Bargeld in die Läden gestürmt sind in der korrekten Erwartung, daß Stunden später die Preise noch (viel) höher sind. Mangels Alternativen und aufgrund der beibehaltenen Auspreisung der Waren in Mark hatten die Leute keine Zeit, um über solche müßigen Dinge wie “Vertrauen” nachzudenken.”

        Oh je, ein Kommentar von der Plattform ganz oben auf der Spitze des Elfenbeinturms.

        Die Leute waren während des Höhepunktes der Hyperinflation 1923 sicherlich mit Überleben beschäftigt, aber über den Zusammenbruch ihres Vertrauens in die nationale Währung und ihre daraus folgenden Vermögensverluste haben sie in den folgenden Jahren lange genug nachgedacht und dann entsprechende Parteien gewählt. Die Konsequenzen davon kennen Sie ja.

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Renée Menéndez

        Ich folge Ihrer Analyse, wie Salden bei Austritt ausgeglichen werden können.

        Schwierig genug schon, wenn ein Land geordnet austritt, d. h. auf Basis von Vereinbarungen über den Saldenausgleich. Denn in aller Regel dürfte es in erheblichen Schwierigkeiten sein, wenn es austritt.

        Austritt in der Variante VERLASSEN der Eurozone, weil diese ZERFÄLLT, ist der worst case, bei dem Saldenausgleich in den Sternen steht.

        Ich würde den Zerfall nicht ausschließen, auch wenn er im Augenblick weit entfernt erscheint und daher dieses Szenario bis auf weiteres als spekulativ gelten muss.

      • troodon
        troodon sagte:

        @Michael Stöcker

        “Ausgleich der Salden mit Bargeld”

        Dann hätte die Banca d’Italia aber durch die Bargeldausgabe auch wiederum neue Verbindlichkeiten ggü. der EZB, oder? Also doch eigentlich nichts gewonnen.
        Ist schon einige Jahre her, dass wir das hatten, deshalb muss ich wieder nachfragen…
        Vergesse diese “Gedöns” immer

      • Renée Menéndez
        Renée Menéndez sagte:

        @trodoon

        Nein, wie schon angedeutet ist die EMISSION von Bargeld eine verwaltungsinterne Angelegenheit der NZB, die noch nicht einmal einen Geschäftspartner benötigt. Wenn diese dann in den Umlauf (bzw. hier zu einer anderen NZB) gelangen sollen, muß die NZB eine Verbindlichkeit haben, die mit der Zahlung dieser Geldscheine beglichen wird. Normalerweise sind das die Verbindlichkeiten aus Giroguthaben (bei Banken: Reserven), in diesem Fall sind das die Verbindlichkeiten aus TARGET2.

        Die Buchungen:
        Kasse an Notenumlauf (Emission)
        dann
        T2-Verbindlichkeiten an Kasse (Barauszahlung)
        d.h. erst eine Bilanzverlängerung, dann eine Bilanzverkürzung. Ergebnis: Notenumlauf gestiegen (Passivkonten steigen im Haben), T2-Verbindlichkeiten gesunken (Passivkonten sinken im Soll).

      • troodon
        troodon sagte:

        @Renée Menéndez

        Mmmh

        “Die Differenz zwischen dem Wert der Euro-Banknoten, der jeder Zentralbank des Eurosystems
        gemäß dem Schlüssel für die Verteilung der Euro-Banknoten zugeteilt wird, und dem Wert der
        Euro-Banknoten, die diese Zentralbank tatsächlich in Umlauf gegeben hat, führt zu verzinslichen
        Intra-Eurosystem-Salden. Liegt der Wert der tatsächlich ausgegebenen Euro-Banknoten über dem
        Wert nach dem Verteilungsschlüssel, entsteht in Höhe der Differenz eine Intra-Eurosystem-Verbindlichkeit, die in der Bilanz unter der Passivunterposition 9.2 „Verbindlichkeiten aus der Verteilung des Euro-Banknotenumlaufs innerhalb des Eurosystems“ ausgewiesen wird. Liegt der
        Wert der tatsächlich ausgegebenen Euro-Banknoten unter dem Wert nach dem Verteilungsschlüssel, wird die Differenz unter der Aktivunterposition 9.3 „Forderungen aus der Verteilung
        des Euro-Banknotenumlaufs innerhalb des Eurosystems“ ausgewiesen. Die Verzinsung dieser
        Salden erfolgt zum jeweils geltenden Hauptrefinanzierungssatz.”

        https://www.bundestag.de/resource/blob/675118/d03c07163dec8ece7a6479fedbb3f94a/WD-4-131-19-pdf-data.pdf

      • Michael Stöcker
        Michael Stöcker sagte:

        @ troodon

        Ja, hatten wir hier schon mal vor längerer Zeit besprochen. Bei der Bundesbank käme es aktuell durch diesen Vorgang zu einer partiellen Bilanzverkürzung in Höhe der Position 9.2 (Verbindlichkeiten aus der Verteilung des Euro-Banknotenumlaufs in Höhe von ca. 519 Mrd), der Rest ist letztlich ein Aktivtausch und die Bundesbank hätte zukünftig statt des TARGET-Saldos eine Forderung aus der Verteilung des Euro-Banknotenumlaufs. Bei ZBen mit negativem TARGET-Saldo ist es wohl überwiegend ein reiner Passivtausch, sofern die Bilanz-Position 9.3 vernachlässigbar ist.

        Am Saldo der Zinsaufwendungen bzw. Zinserträge der ZBen ändert sich durch diese Bargeld-Operation übrigens nichts.

        LG Michael Stöcker

      • troodon
        troodon sagte:

        @Michael Stöcker
        Danke, dann hatte ich ihre damalige Aussage noch richtig in Erinnerung.

        Aber entweder ich stehe jetzt mal wieder komplett auf dem Schlauch oder Sie sind tatsächlich anderer Auffassung als Renée Menéndez ? 😯

      • PW
        PW sagte:

        Zur Klärung hier der entsprechende EZB-Ratsbeschluss als Anlage: Ausgabe von Euro-Banknoten
        https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/HTML/?uri=CELEX:32010D0029(01)

        Daraus: Art. 3 Verpflichtungen der ausgebenden Stellen

        (3) Die NZBen behandeln sämtliche, von ihnen angenommene Euro-Banknoten als *Verbindlichkeiten* und bearbeiten diese in gleicher Weise.

        (4) Die NZBen übertragen die von ihnen angenommenen Euro-Banknoten nicht an andere NZBen und halten diese Euro-Banknoten zur Wiederausgabe bereit.
        (Hierbei gelten die folgenden Ausnahmen.. Banknotenvernichtung, Logistik/Bedarf vs. Verfügbarkeit..)

        (2) Die Differenz zwischen dem Wert der Euro-Banknoten, der jeder NZB gemäß dem Banknoten-Verteilungsschlüssel zugeteilt wird, und dem Wert der Euro-Banknoten, den diese NZB in Umlauf setzt, führt zu *Intra-Eurosystem-Salden*.
        Die EZB hält entsprechend dem Wert der von ihr ausgegebenen Euro-Banknoten gegenüber den NZBen Intra-Eurosystem-Forderungen im Verhältnis zu deren Anteilen im Kapitalzeichnungsschlüssel.

        Seitens des EZB-Rats Absage an Hrn. Menéndezs Vorhaben.

      • PW
        PW sagte:

        … Art (4) Verteilung von Euro-Banknoten innerhalb des Eurosystems

        (2) Die Differenz zwischen dem Wert der Euro-Banknoten, der jeder NZB gemäß dem Banknoten-Verteilungsschlüssel zugeteilt wird, und dem Wert der Euro-Banknoten, den diese NZB in Umlauf setzt, führt zu *Intra-Eurosystem-Salden*. Die EZB hält entsprechend dem Wert der von ihr ausgegebenen Euro-Banknoten gegenüber den NZBen Intra-Eurosystem-Forderungen im Verhältnis zu deren Anteilen im Kapitalzeichnungsschlüssel.

    • PW
      PW sagte:

      @ Renée Menéndez
      Herausgegebenes Bargeld ist eine Verbindlichkeit der ausgebenden NZB. Demgegenüber müssen Vermögenspositionen als Aktiva gebucht werden.

      „Der Punkt ist: da die unbeschränkte Emissionsmöglichkeit von Bargeld für ALLE gilt, braucht KEINE NZB von einer anderen ESZB-NZB Noten, weil es daran für NIEMAND einen Engpaß gibt.“

      Einspruch, Euer Ehren! Die „Emissionsmöglichkeit“ bedeutet Eintausch gegen andere Verbindlichkeiten der NZB, oder die Hereinnahme von Aktiva, d.h. Bilanzverlängerung.
      Das letztere muss (außerhalb der Notwehr) durch die EZB angeordnet sein, ist also gerade keine unbeschränkte Möglichkeit einer NZB im System.

      Und beim Bargeldtransfer verbleiben die Aktiva bei der ausgebenden NZB. Also, müssen gegensätzliche Salden (als Aktiva/Passiva gegenüber dem ESZB) gebucht werden.
      Gerade Hellwig hat die dem 25,7%igen Anteil überschreitende Bargeldausgabe der Bundesbank (>300 Mrd.) explizit der ‘Netto-‘TARGET Forderung der Bundesbank an das ESZB als Gegenposition gegenübergestellt!

      Antworten
      • Renée Menéndez
        Renée Menéndez sagte:

        “…„Emissionsmöglichkeit“ bedeutet Eintausch…”

        Keineswegs. “Emission” ist ein verwaltungsinterner Vorgang, der nichts mit irgendwelchen Geschäftspartnern zu tun hat, sondern lediglich dazu führt, daß in der Kasse der Zentralbank Noten auftauchen, die zuvor noch kein zum Umlauf zugelassenes Bargeld gewesen sind. Normalerweise werden diese Bargeldbündel dann von Transportdiensten abgeholt und zu den anspruchsberechtigten Banken gebracht. Das ist etwa so wie am Geldautomaten nur ein paar Nummern größer und ohne Automat. Im Gegensatz zur Emission ist das wiederum eine Verfügung über ein Aktivum, welche aufgrund eines Schuldverhältnisses getätigt wird. Denn das Schuldverhältnis “Reserven” berechtigt die Geschäftsbank zu Lasten ihres Kontos (ihrer Verfügungsrechte) von der Zentralbank Bargeld zu fordern, dem die Zentralbank aufgrund eines Zahlungsdienstleisterrahmenvertrages (aka. Girovertrag) auch nachkommen MUSS. Das Bargeld wird also gegen die Verbindlichkeiten gegenüber der Geschäftsbank ausgebucht, was auf eine einfache Bilanzverkürzung hinausläuft. Zusammen mit der Bilanzverlängerung aufgrund der Emission (Kasse an Notenumlauf) bleibt die “Bilanzlänge” also unverändert.

        Im übrigen ist der Notenumlauf zwar eine Passivposition, aber genauso wenig, wie auf der Aktivseite NUR Forderungen stehen, befinden sich auf der Passivseite NUR Verbindlichkeiten. Von Stützel gibt es in seiner Schrift “Bemerkungen zur Bilanztheorie” ein paar nette Absätze über angemessene Bezeichnungsweisen für Passiva. Da ist dann das “Grundkapital” neben der Eigenschaft eine Auflistung der Eigentumsrechteinhaber zu sein im wesentlichen ein “Ausschüttungssperrbetrag”, der übermäßige Ausschüttungen vermeiden soll. In gleicher Weise ist auch der Notenumlauf zu sehen, denn vor einer eventuellen Auflösung einer Zentralbank müßte diese die von ihr ausgegebenen “Arbeitsmittel” wieder “einfangen”, eine Forderung, die sich in den ganzen Vorschriften zur “Sterilisierung” von ausgegebenen Geldmengen wiederfindet. D.h. der Notenumlauf hat auch den Charakter eines Ausschüttungssperrbetrages, ohne daß diesem eine Verbindlichkeit entsprechen würde, denn um eine Verbindlichkeit zu sein muß diese einen Gläubiger besitzen. Praktisch gesehen ist der Notenumlauf eine Auflistung der ausgegebenen Geldscheine, denen keine Verbindlichkeit entspricht – denn es gibt dafür keinen Gläubiger.

    • komol
      komol sagte:

      @Renee Menendez

      Ich finde Ihre Erklärung sehr gut und nachvollziehbar!

      Kann es sein, dass das Problem irgend etwas damit zu tun hat, dass dieser “Bargeldausgleich” rechtlich nicht geregelt ist, weil es für den Fall des Austrittes eines Landes keine rechtlichen Vorgaben gibt?

      Antworten
      • Renée Menéndez
        Renée Menéndez sagte:

        Rechtliche Regelung? Da gibt es Nichts, Null, Nix, Nada. Eine der wenigen Übereinkünfte hinsichtlich der Ausgabe von Bargeld ist, daß dies ein nachfragegesteuerter Prozeß ist und daher dafür keine besonderen Regelungen bestehen müßten. Das Auseinanderlaufen der TARGET-Salden hatte niemand auf dem Schirm und Vorkehrungen für das Austreten eines Landes sind auch Mangelware. (Wäre jetzt vielleicht ein guter Zeitpunkt sich darüber Gedanken zu machen.)

        Dann kommt noch dazu, daß die “führenden” Geldtheoretiker es nicht schaffen ein Schuldverhältnis und ein Erfüllungsmittel auseinanderzuhalten (soll übrigens auch auf einen nicht unerheblichen Teil der Jura-Absolventen zutreffen). Das führt dazu, daß immer von “Überweisungen” beim TARGET-Thema die Rede ist, obwohl nur die Anweisungen durch das ESZB-System transportiert werden, aber nicht das zu übertragende Zahlungsmittel. (Deswegen der Begriff von dem “halben Wurmloch”.) Und warum nun Forderungen gegen eine Zentralbank, die auf Zentralbankgeld lauten “ausgeglichen” werden sollen, kann man auch nur mit dem Erzählen von Geschichten erklären.

        Kurz und gut: die Verwirrung über das Geld hat sich seit der currency-banking-Kontroverse nicht wirklich geklärt. Wie soll es da “rechtliche Vorgaben” geben?

      • komol
        komol sagte:

        @renee menendez

        Aus meiner Perspektive scheint das Nicht-Vorhandensein rechtl. Regeln für einen Austritt aus der Eurozone plus das Problem aufgekommener Target2-Salden ein Hinweis darauf, dass sich der Integrationsprozess selbst einen internen Antrieb eingebaut hat und bei jeder Gelegenheit weiter einbaut :-) Denn wenn sich Debatten wie hier in Teilen innerhalb der weiten allg. Kommunikation durchsetzen, d.h. sich die Vermutung durchsetzt, dass hier ein Problem da wäre, gibt es ja im Prinzip nur die Lösung nach vorn. Nach vorn heisst, dass die nat. ZBs irgendwann irgendwie weg müssen (vor oder nach stärkerer fiskal. Zusammenbindung.. ich denke vor, weil es insg. als kleineres Übel wahrgenommen werden wird .. naja, wird man sehen wies evolutionär kommt). Vllt. bekommt Dtl. dann – ich spinne jetzt mal – höheres Stimmgewicht in EZB weil Target2 höher oder so.. k.A. ..Oder es löst sich gleich ein großer Doppelknoten, indem man das Ganze mit der Einführung digit. EZB-Geldes verbindet (dies wird irgendwann aufgrund des allesübergreifendes Prozesses hin zur Gesellschaft 4.0 aufgrund der neuen IuKs sowieso kommen) – könnte man da nicht sogar ohne Zurückstellung der nat. ZBs glattstellen?? .. als “Irgendwann” konstatiere ich mal: die nächsten 10-20 Jahre (wenn alles gut läuft)

      • komol
        komol sagte:

        @Renee Menendez

        ps: Geldtheoretikern und überhaupt Ökonomen sollte man raten, Geld besser als Kommunikationsmedium zu begreifen (ebenso wie Macht, Recht, Wahrheit, Transzendenz usw.), denn so wäre der Unterschied, auf den Sie hinweisen, automatisch eingebaut, und zudem ein höherer und weiterführender Zusammenhang zur Gesamtgesellschaft (also anderen Teilsystemen wie Politik, Recht, Wissenschaft, Religion usw. (deren eigenspez. symb. general. Kommunikationsmedien ich oben nannte)) hergestellt. Leute die das tun findet man aber eher nur an Privatunis (die sind i.S. Ideeninnovation fortgeschrittener, bzw. nur dort bekommen innovative Köpfe Lehrstühle oder suchen sie sich), bspw. ZU Friedrichhafen oder Witten/H. (hier konkret bspw. M. Hutter, B. Priddat etc.).

      • Tom96
        Tom96 sagte:

        @ Renée Menéndez
        Interessante Herleitung
        https://sovereignmoney.site/1-currency-versus-banking-teachings

        daraus mit deepl:

        “Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der entscheidende Unterschied zwischen Währungs- und Bankenlehre nicht in der Frage eines Goldstandards besteht. Es geht um die Frage, wem das Vorrecht der Ausgabe und Kontrolle der Geldmenge einer Nation zustehen soll: dem Bankgewerbe auf der Grundlage privater Verträge (Bankenposition) oder einer staatlichen Behörde oder einem staatlich kontrollierten institutionellen Arrangement auf der Grundlage des öffentlichen Rechts (Währungsposition); einschließlich der Frage, ob Geld als Gemeingut und geldpolitisches Vorrecht eines souveränen Staates mit verfassungsrechtlicher Notwendigkeit angesehen wird oder ob Geld als privates Gut unter privater Kontrolle angesehen wird.

        Dies ist heute mehr denn je eine politische Frage von größter Bedeutung. Aus währungspolitischer Sicht ist die Frage ebenso ein rechtliches, verfassungsmäßiges Anliegen der nationalen Währungssouveränität wie eine Frage der Finanzstabilität und der wirtschaftlichen Produktivität. Aus der Sicht des Bankwesens ist es eine Frage des Privatrechts und der finanziellen Rentabilität, die den öffentlichen Finanzen und dem realwirtschaftlichen Wohlstand nachrangig ist, da man davon ausgehen kann, dass effiziente Märkte diese Aufgabe automatisch erledigen.

        Währung vs. Bankwesen” vermittelt also einen allgemeinen Bezugsrahmen von dauerhafter Relevanz für moderne Geldsysteme. NCT und zeitgenössische Geldreforminitiativen stehen eindeutig in der Nachfolge der Lehren der Währungsschule /16/ und haben eine enge Beziehung zu den Charta-Theorien des 19. und 20. Jahrhunderts über Geld. Jahrhunderts. Ebenso tragen sie das (teilweise belastende) Erbe von Geldreformbewegungen der Zwischenkriegszeit, wie der Briefmarkenbewegung und der Sozialkreditbewegung, die beide auf eine vollständige Verstaatlichung des Geldes abzielten.[12] Ein akademischer Ursprung lässt sich in verschiedenen Ansätzen des 100%igen Reserve-Bankwesens der dreißiger und vierziger Jahre ausmachen.[13] Die NCT greift die wesentlichen Strukturelemente früherer währungswissenschaftlicher Lehren auf und führt deren Erbe in zeitgemäßen Reformulierungen fort, die auf die heutigen, noch weiter modernisierten Währungs- und Bankbedingungen Anwendung finden.

        Die Positionierung von MMT innerhalb des Bereichs “Währung versus Bankwesen” ist komplizierter und eigentlich widersprüchlich. Wie im Folgenden erläutert, wäre es ein Fehler, die MMT als direkten Abkömmling der Banktheorie darzustellen, wie es das Free Banking ist. MMT erklärt sich selbst als eine Theorie des souveränen Geldes, die auf einer Staatstheorie des Geldes aufbaut. Auf den ersten Blick sieht es also eher wie eine weitere Theorie der Währungsschule aus. Dann aber baut sie auf einer speziellen Version der Real-Bills-Doktrin auf und behandelt die nahezu freie Schöpfung von privatem Bankgeld im gegenwärtigen System der fraktionierten Reserve als unverzichtbares Kernstück des souveränen Währungssystems einer Nation – eine überraschende Kombination, die geeignet ist, politische Verwirrung zu stiften.”

      • Renée Menéndez
        Renée Menéndez sagte:

        Ach wissen Sie, die Nummer mit dem symbolisch generalisierten Kommunikationsmedium habe ich vor über 30 Jahren schon in meiner Diss andiskutiert. Damit kann man immerhin versuchen zu motivieren die Geldtheorie auf eine Grundlage zu stellen, die Geld nicht mehr als Appendix des Gütersystems behandelt. Das hört sich dann ganz schön chic an, liefert aber für eine ökonomische Beweisführung lediglich eine wackelige Leitplanke, weil sich diese Diskussion immer wieder in Relativierungen und Allgemeinheiten verliert. Stichhaltige ökonomische Argumente muß man dann doch auf anderen Ebenen suchen, wie z.B. die Saldenmechanik, die eine Art Kontinuitätsgesetz formuliert, anhand derer theoretische Konstrukte überprüfbar werden, inwieweit sie logischen Kriterien standhalten. Für Entwicklung ist eher die Theorie der Fraktale einschlägig, bei denen die Selbstähnlichkeit nicht verhindert, das die grundsätzlichen Funktionsprinzipien erhalten bleiben. Das ist vielversprechender…

  13. Dr. Lucie Fischer
    Dr. Lucie Fischer sagte:

    Sehr geehrter Dr . Stelter,
    Vielen Dank für Ihren heutigen Podcast mit Ihrem inspirierenden Gast, der Klartext wagt.
    Ich habe mir das Buch von Dr. H. Albrecht sofort bestellt, seine Argumentation besticht durch Klarheit- ganz im Gegensatz zu EZB-Verlautbarungen, die mehr verschleiern als Klarheit und Transparenz zu schaffen. Ich unterstelle dabei bewusste Absicht der EZB, z.B. erschweren “PEP ” und “TPI” und anderen ” Abkürzungen” klare Analyse destruktiver EZB-Politik.
    Griechenlands Euro-Beitritt erfolgte schon durch Betrug, der ausgeweitet -juristisch unbeanstandet -in grossem Umfang fortgesetzt wird.
    Ich hege leider wenig Hoffnung auf konstruktiven Politik zugunsten der Bürger,
    TV-Bilder sagen mehr als Worte:
    https://www.youtube.com/watch?v=ytQedAO9LUg

    Antworten
  14. troodon
    troodon sagte:

    D Target Salden werden wesentlich von der Überschuss-Liquidität im Eurosystem bestimmt, die wiederum von den Ankaufprogrammen der EZB bestimmt werden. Die im Juni erfolgte TLTRO Rückzahlung dürfte den D Target Saldo im Juni weiter schrumpfen haben lassen (In Target Grafik noch nicht erhalten).
    https://postimg.cc/vDz0yJ5C

    Antworten

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