Kommentare (44) HINWEIS: DIE KOMMENTARE MEINER LESERINNEN UND LESER WIDERSPIEGELN NICHT ZWANGSLÄUFIG DIE MEINUNG VON BTO.
  1. Michael Stöcker
    Michael Stöcker sagte:

    @ Rolf Peter

    “M. Stoecker: 99.99% haben keine Ahnung, und daher muessen wir entsprechend Herrn Stoeckers Risikopräferenz fuer jeden Bürger EUR10.000 festverzinslich bei der EIB anlegen – vermutlich auch “geschenkt”, denn freiwillig ist ja niemand so blöd, die Verfügung ueber soviel Geld aufzugeben und es nur nach einem Test wieder zurückzubekommen. Herr Stecker kennt auch den richtigen Zinssatz.”

    Da liegt ein Irrtum vor. Die 10.000 EUR waren ein Vorschlag von Herrn Dr. Stelter aus dem Jahre 2014/2015, den ich schon seinerzeit kritisiert hatte: https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/jetzt-starten-die-helikopter-dann-doch-besser-10-000-euro-fuer-jeden-sofort/

    Bei mir gibt es lediglich 1.000 EUR einmalig auf einem Konto bei der EIB; und ja, die gibt es aus der Staatskasse “geschenkt”. Aber man kann diese durch eigene Mittel auf 10.000 EUR zu 3 % verzinst auffüllen. Da es sich wie bei vielen Prozentsätzen um einen politischen Prozentsatz handelt, sollte dieser halbwegs gut begründet sein. Ich könnte auch sehr gut mit einem flexiblen Zinssatz leben, der sich an den 30-jährigen Bunds zzgl. 2 % orientiert.

    “Und jetzt betrachten wir die beiden Vorschläge und fordern Freibier fuer alle, damit man sie zumindest in angeheitertem Zustand ueber sich ergehen lassen kann.”

    Es geht nicht um Freibier für alle, sondern um die Lösung fundamentaler gesellschaftlicher Probleme. Werden diese allerdings nicht gelöst, dann bin auch ich für Freibier für alle, damit man den politischen Attentismus “zumindest in angeheitertem Zustand ueber sich ergehen lassen kann.”

    LG Michael Stöcker

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  2. Hans+Severin
    Hans+Severin sagte:

    @Joerg sagte: @Freiheit-ist-muehsam, SusFiRoe „Freiheit bedeutet Verantwortlichkeit.

    Verantwortung fängt damit an, diese für das eigene Leben zu übernehmen… Dazu gehört auch, dass man sich die Frage stellt: „wer bin ich“. Davor drückt man sich nur zu gerne. Schon der eigenen Endlichkeit geht man gerne aus dem Weg wie nachfolgendes Zitat zeigt:

    „You know, there is not a single person on the face of this earth that doesn´t know, that one day you have to go and yet you live like you will never leave.”

    Ein Mensch der unbewusst ist, bildet schwerlich die Grundlage für ein funktionierendes Wirtschaftssystem oder generell ein funktionierendes Staatswesen. Daher ist die Einstellung des Menschen zum Leben und zu sich selber entscheidend für das Gelingen des Kapitalismus.

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    • Joerg
      Joerg sagte:

      @Hans oder @Severin?
      Wer ist Hans? Wer ist Severin? Wer ist +?

      Danke fuer dein Zitat, willst Du
      – mir damit etwas sagen?
      – suchst du jemand, der dir aus der Leserschaft darauf antwortet?
      – oder ging’s einfach nur um “froehliches Zitate werfen”?

      Iwie stehe ich auf dem Schlauch ;-)

      Also, ich BIN Joerg, versuche mit Jesus Christus zu leben und gehe auch dort hin HEIM.

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      • Hans Severin
        Hans Severin sagte:

        @ Joerg danke für die witzige Antwort. Das + hatte sich mal so eingeschlichen…

        @ Dietmar Tischer: Gier ist eine sehr große Triebkraft des Menschen, die leider zerstörerisch wirkt, und gerade dabei ist, nicht nur unsere Gesellschaft (und auch Wirtschaftsordnung) zu zerstören, sondern dies weltweit tut. Was fehlt, ist die Besinnung darauf, was den Menschen ausmacht.

        Natürlich ist es gut und richtig und wichtig !!! sich Gedanken zu machen über die Funktionen die es braucht für ein gesundes Wirtschaftsystem. Aber die Grundlage ist doch immer der Mensch, und daher ist es nicht verkehrt sich darüber Gedanken zu machen, wenn auch in diesem Wirschafts-/Geldblog nur am Rande.

        Die Natur des Menschen hat sich nicht geändert, und wird sich auch nicht ändern, daher ist auch ein Sokrates oder der Jesus Christus von @ jörg nicht obsolet. Wenn der Mensch seine eigene Natur mehr verstehen würde, würde er vielleicht nicht “endlos” nach mehr Geld/materiellem Reichtum streben, sondern auch danach mehr Herzenswärme zu entwickeln, mehr Empathie, mehr Freundlichkeit.

        Geld kann der Mensch nicht mitnehmen, Herzenswärme kann ich aber z.B. in meinen Schlaf mitnehmen, ob ins Jenseits weiß ich nicht, da scheint @ Jörg mehr zu wissen oder zu vertrauen als ich.

        .

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Hans Severin

        >Wenn der Mensch seine eigene Natur mehr verstehen würde, würde er vielleicht nicht „endlos“ nach mehr Geld/materiellem Reichtum streben, sondern auch danach mehr Herzenswärme zu entwickeln, mehr Empathie, mehr Freundlichkeit.>

        Diese Wenn-Dann-Aussage ist FALSCH und damit die WÜNSCHENSWERTE Implikation NICHT erreichbar.

        Wir VERSTEHEN unsere eigene Natur BESSER als je zuvor.

        Heißt:

        Wir WISSEN, dass wir mit Messen, Denken, Verstehen und Einsehen unsere TRIEBHAFTIGKEIT zwar ERKENNEN, aber NICHT grundsätzlich ÄNDERN können.

        Das ist unsere EVOLUTIONÄR sich so entwickelt habende KONSTITUTION.

        Entwicklung – also KEINE Konstante.

        Insofern, auch wenn in den gut 2000 Jahren seit den Ausreißern Sokrates und Jesus keine als signifikant zu bezeichnende Wandlung unserer Konstitution eingetreten ist, besteht HOFFNUNG.

        Ich schließe jedenfalls nicht aus, dass sich die menschliche Konstitution gebessert hat, bevor die Sonne aufhört zu strahlen.

        Andererseits:

        Die auf bestimmtes HANDELN hin BEEINFLUSSBARE Funktionalität unserer Hirntätigkeiten rückt mit Riesenschritten näher.

        So wie es heute zu sehen ist, heißt dies:

        Es läge in der Hand weniger zu BESTIMMEN, was den Menschen ausmacht.

        Das ist kein guter Gedanke, zumal er die Hoffnung DEUTLICH überspielt.

    • Dietmar Tischer
      Dietmar Tischer sagte:

      @ Hans+Severin

      >Ein Mensch der unbewusst ist, bildet schwerlich die Grundlage für ein funktionierendes Wirtschaftssystem oder generell ein funktionierendes Staatswesen.>

      Das ist falsch.

      Bewusstsein, das Sie mit der Frage verbinden

      >WER bin ICH>

      ist NICHT erforderlich für eine funktionierendes Staatswesen oder ein funktionierendes Wirtschaftssystem.

      ERFORDERLICH ist nur, dass die FUNKTIONEN im System ausgeführt werden.

      Erfolgt dies, dann KANN, MUSS aber es aber nicht sein, dass Menschen sich in größerer Zahl fragen:

      Wer bin ich?

      Das war z. B. in einem nach heutigen Maßstäben vergleichsweise materiell ärmlichen System wie dem antiken Griechenland eine Zeitlang der Fall.

      Man kann begründbar feststellen:

      HEUTE funktionieren unser Staatswesen und unser Wirtschaftssystem – Pandemiemanagement hin oder her – unterm Strich gut bis sehr gut.

      Fragen sich viele:

      Wer bin ich?

      Vergleichsweise, sehr, sehr wenige.

      Die meisten fragen:

      Wie kriege ich MEHR?

      Das System hat sie darauf getrimmt und solange das System sie einigermaßen derart bedient, haben sie KEINE Veranlassung, sich eine andere Frage zu stellen.

      Ich sage:

      VERANLASSUNG

      Denn darauf kommt es an, wenn es um VERÄNDERUNGEN geht (manchmal freilich auch auf SCHOCKS, die außerhalb des Wollens liegen, aber nicht gänzlich vermeidbar sind).

      Was sein KÖNNTE, ist in Bezug darauf UNERHEBLICH.

      Antworten
  3. Rolf Peter
    Rolf Peter sagte:

    Heute wieder ein lokaler Höhepunkt im Blog.

    D. Stelter (in einem früheren Video): Bürger und Politiker haben keine Ahnung. Da er selbst davon ausgenommen ist, muss der Staat den Bürgern aus ihrem eigenen Vermögen (woher sonst?) EUR25.000 “schenken” und es entsprechend der Risikopräferenz von Herrn Stelter in ausl. Aktien und Immobilien anlegen.

    M. Stoecker: 99.99% haben keine Ahnung, und daher muessen wir entsprechend Herrn Stoeckers Risikopräferenz fuer jeden Bürger EUR10.000 festverzinslich bei der EIB anlegen – vermutlich auch “geschenkt”, denn freiwillig ist ja niemand so blöd, die Verfügung ueber soviel Geld aufzugeben und es nur nach einem Test wieder zurückzubekommen. Herr Stecker kennt auch den richtigen Zinssatz.

    Und jetzt betrachten wir die beiden Vorschläge und fordern Freibier fuer alle, damit man sie zumindest in angeheitertem Zustand ueber sich ergehen lassen kann.

    Mich erinnert das an ein Buch, das ich einmal gelesen habe: “The Three Christs of Ypsilanti.”

    Wenn aber einer die Abschaffung von Ölheizungen fordert, dann gilt: Der Himmel steh’ uns bei!

    Antworten
    • foxxly
      foxxly sagte:

      @ r peter 14:40
      >>Herr Stecker kennt auch den richtigen Zinssatz.<<

      ich taxiere mal, dass die zukünftige verzinsung nahe der geldmengen-ausweitung in % liegen muß, sonst verliert man an kaufkraft.
      dies kam zu erreichen.
      also, was sind 10000/ 25000€ in 40 jahren noch wert, trotz (??) -zinsen ?

      Antworten
      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @foxxly

        “also, was sind 25000€ in 40 jahren noch wert, trotz (??) -zinsen ?”

        Ich würde schätzen, soviel wie eine Kugel laktosefreies Eis. Und jetzt kommt der Mega-Plot-Twist: Dadurch behält Jürgen Trittin (“Die Energiewende kostet so viel wie eine Kugel Eis im Monat”) doch noch irgendwie recht. ;)

    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @Rolf Peter

      Beim Vorschlag vom Habeck sieht es ja nicht einmal so aus, als ob man was geschenkt kriegt – den finden nicht mal die Doofen toll, die man sonst mit Freibier immer rumkriegt…

      Antworten
  4. foxxly
    foxxly sagte:

    seit der vorletzten währungsreform 1948 stand in den lehrplänen nichts von geldanlegen von erträgen, oder ersparten, drinn! das wollten die banken sicherlich nicht!

    die “finanzielle anlage-bildung” erfolgte unreguliert und oft auch interessensgesteuert.
    wer sich dann später fonds gekauft hatte, hat in der mehrheit, teils weniger verdient, als auf dem sparbuch.

    sehr viel geld wurde in kap-lebensversicherungen eingezahlt. ein schlechtes geschäft im vergleich zu den aktien.
    dann waren genügend anlagebetrüger unterwegs. wer auf sie hereingefallen war und klagte, wurde vom richter noch blöd angemacht, er sei gierig, weil er mehr wollte, als es zinsen auf dem sparbuch gab. die betrüger, banken und versicherer wurden meist geschont.

    der sparer war/ ist das sparschwein der banken, versicherer, fonds, vermittler usw.
    dies ist kein gutes umfeld für eine finanzielle bildung der bürger.
    schlicht: es wurde nicht gewollt ! die meisten sparer wurden regelrecht “abgezockt”.
    darum ist auch heute noch die aktienbesitzquote in D unterdurchschnittlich und niedrig.

    auch unsere politik was/ist immer drauf ausgelegt massenhaft geld nach außen zu geben, – also sich damit eine freundschaft zu erkaufen.

    wie soll dann diese politik auf die idee kommen, gelder so zu steuern, dass weniger abfließt, so anzulegen, dass mehr geld ins land fließt.
    das ausland macht dies sehr gut in D anzulegen und den fleiß der dooofen deutschen zu nutzen.

    der zug zur vermögensbildung ist für die nächsten jahre für den großteil der bürger, abgefahren.
    inflation und staatliche enteigungen werden das bild der kommenden jahre prägen, bis, ja, bis der zug an der wand klebt bzw. ein reset statt fand, – und wir uns in einer links, sozialistische diktatur befinden.

    dann ist es auch für längere zeit aus mit vermögendbildung. zumindest für 90% der bürger. (klaus schwab läßt schon mal grüßen: 2030 werden wir nichts mehr besitzen.

    wir haben die beste zeit hinter uns, für eine längere zeit!

    vermögenserhalt wird vielfach unmöglich werden! die massive verschuldung fordert ihren tributt:
    frei nach roland baader:
    wir müsen das was wir voraus konsumiert haben, nachhungern!

    Antworten
      • foxxly
        foxxly sagte:

        @ bauer 14:41
        danke dir, für deinen zuspruch.
        ich erwarte eher keinen zuspruch, weil wahrheit meist weh tut!

    • Rolf Peter
      Rolf Peter sagte:

      “Mal sehen, wieviel Zuspruch Du hier findest!”

      Keinen, hoffe ich, denn Ihre Analyse ist – wohlwollend ausgedrückt – unvollständig.
      Fuer viele Anleger können Fonds, insbesondere Aktienindexfonds zu geringen Kosten, eine sinnvolle Anlage darstellen.

      “…gelder so zu steuern, dass weniger abfließt, so anzulegen, dass mehr geld ins land fließt.”
      Das nennt man Merkantilismus; schon Adam Smith hat vor ueber 200 Jahren erkannt, dass das keinen Sinn macht.

      Im übrigen legt Deutschland netto im Ausland an, nicht umgekehrt. Das sieht man an den deutschen Leistungsbilanzueberschuessen.

      Antworten
      • Felix
        Felix sagte:

        @ Rolf Peter

        Sie sprechen ETFs an. Warren Buffet sagt, dass diese passive Anlagemethode für die meisten Menschen am besten wäre. Ich sage, das ist psychologisch richtig, aber finanziell fatal, weil die Jahrzehnte vor uns anders sind, als die 70 Jahre hinter uns. Ich rate dringend dazu, sich intensiv selbst mit der Materie zu beschäftigen.

        Wer das nicht will oder kann ist mit Gold am besten dran.

    • weico
      weico sagte:

      @foxxly
      “wir haben die beste zeit hinter uns, für eine längere zeit!”

      Für die Mehrheit mag dies zutreffen.

      Aber für einen wirklichen Kapitalisten/Investor , gibt es nur gute Zeiten oder…. sehr gute Zeiten ..!

      Antworten
    • Gnomae
      Gnomae sagte:

      @ foxxly
      “dann waren genügend anlagebetrüger unterwegs. wer auf sie hereingefallen war und klagte, wurde vom richter noch blöd angemacht, er sei gierig, weil er mehr wollte, als es zinsen auf dem sparbuch gab. die betrüger, banken und versicherer wurden meist geschont.”

      Hier haben Sie recht: Falsche und fehlerhafte Prospekte, provisionsgierige Vermittler, unfähige Banken, reißerische Versicherungsprospekte. Banken haben z.B. bei Großimmobilien Kredite an US-Fonds/Finanzinvestoren verkauft, die dann die Anleger erpresst haben, um billig an die Immobilien zu kommen (denselben Anlegern hat aber zuvor die heimische Bank eine Kreditfortführung verweigert). Dies nennt man vorsätzliche Schädigung von Anlegern, ein Skandal. Die Bank selbst hat es aber dann gerechterweise im US-Subprimemarkt zerlegt und ist wiederum an einen US-Finanzinvestor gegangen. Die Freunde vom Davos-Klaus haben sich in New York billigst refinanziert und alles wieder mit Traumrenditen verkauft.

      Antworten
  5. Dietmar Tischer
    Dietmar Tischer sagte:

    @ Bauer, @ troodon, @ Richard Ott, @ Susanne Finke-Röpke, @ Joerg

    >„Wie schaffen wir die Voraussetzungen, dass möglichst viele am Wohlstand teilnehmen können, ohne dabei ihrem Nachbarn auf den Füßen zu stehen oder der Gesellschaft als ganzes zu schaden?“>

    Richtig, das MÜSSTE die Frage sein.

    >Und dann sind wir wieder Anfang, denn dazu braucht man Kapitalismus.>

    Nein.

    Um, die Frage zu beantworten, bräuchte es eine ANDERE gesellschaftliche Mentalität.

    Der Kapitalismus ist das VERFAHREN, um zu Wohlstand zu kommen, wenn die Voraussetzungen geschaffen sind.

    >Das wäre die wünschenswerte Frage. Aber die wird mehrheitlich nicht gestellt.
    Das Motto in der Realität ist doch ganz klar „Wir können uns das leisten“.>

    Richtig.

    >Bis ein Umdenken stattfindet, muss es (leider) wirtschaftlich erst deutlich schlechter werden.>

    Das IST die VORAUSSETZUNG der Voraussetzung, eine andere gesellschaftliche Mentalität zu bekommen.

    >Und durch stärkere Umverteilung geht das ganz eben schleichend voran, bis es dann explodiert.>

    Das VORANSCHLEICHEN wird mit stärkerer Umverteilung, d. h. MEHR Staat vorangehen, vor allem dadurch, dass die sich verstärkenden WOHLSTANDSVERLUSTE mit immer MEHR Geld zugeschüttet werden.

    Bürgergeld, BGE werden absehbar REALITÄT sein, nachdem unsere Bonität ausgelutscht ist und die Staatsverschuldung an Märkten zu teuer wird und Steuern und Abgaben nahezu am Anschlag sind.

    >…die Freiheit kommt gerade aus der Mode, nicht nur in Deutschland.>

    Sie ist längst aus der Mode gekommen und NICHT mehr soweit herstellbar, dass die Menschen den Staat ABSCHÜTTELN.

    Die Menschen sind es längst GEWOHNT, sich Freiheit ABKAUFEN zu lassen.

    Für eine UMKEHR aus Einsicht ist es zu SPÄT.

    Denn solange der Staat LIEFERT und es MÜHSAM sowie auch NICHT sonderlich lohnend bei hohen Steuern und Abgaben ist, Freiheit zu nutzen, wird sie nicht genutzt.

    Wenn sie nicht genutzt wird, lässt sie sich mehr oder weniger problemlos weiter abbauen.

    Welche Parteien haben in Niederlanden bei den Wahlen zulegen können?

    Diejenigen, die quer durchs Spektrum MEHR Staat versprochen haben.

    Antworten
    • Felix
      Felix sagte:

      Herr Tischer:

      Sie haben oft in den Details Recht. Aber: wenn Kapitalismus nicht die Lösung ist sondern ein Umdenken nötig wäre, -stimme zu-, dann müssen Sie gerade zuerst den Kapitalismus zulassen, damit er ein Umdenken bewirken kann. Der Mensch lernt, wenn er gezwungen wird. D.h. ganz konkret, er sieht das es anderen besser geht, will das auch für sich, und wird gezwungen, denen nachzueifern. Das geschieht in dem ihm keine Geschenke auf Kosten der anderen gemacht werden, und in dem die staatliche Gewalt sehr penibel darauf achtet, dass er keine illegale Abkürzung nimmt.

      Es ist vollkommen illusorisch zu erwarten, dass Politiker das angehen, wenn Wähler es wollen. Hier ist Führung gefragt. Wenn diese Führung dauerhaft ausbleibt, kommt es zu einer Krise, die entweder

      a) das von Ihnen geforderte Bewußtsein wiederherstellt, oder
      b) zum völligen Untergang führt.

      Es ist keineswegs sicher, dass es nach einer Krise wieder gut wird. Deswegen ist es strategisch immer besser, die Probleme möglichst früh anzugehen. Umso länger ein Missstand waltet, desto mehr sind die konstruktiven Kräfte verbraucht.

      Antworten
      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Felix

        Der Kapitalismus war in der Vergangenheit DOMINIEREND da.

        Warum ist er das NICHT mehr?

        Offensichtlich schien er den Menschen mit der Zeit nicht mehr so ATTRAKTIV zu sein, als dass sie – TROTZ aller seiner Vorteile – nicht KOMPENSATION für Sachverhalte gesucht hätten, die sie als NICHT akzeptabel ansahen.

        Der wesentliche Sachverhalt war und ist m. E. n. immer noch „UNGLEICHHEIT bei Wohlstand und PERSPEKTIVLOSIGKEIT, mit dem Kapitalismus verbundene ZIELE erreichen zu können.

        Wohlstand für ALLE ist als Versprechen, im Kapitalismus immer höher gesteckte materielle Ziele erreichen zu können, HEUTE für die große Mehrheit eine ILLUSION.

        Es ist auch bei größter Anstrengung für VIEL nicht möglich.

        Es war nicht unmöglich, aber zunehmend schwieriger für viele Ungleichheit und Perspektivlosigkeit zu überkommen, so dass der Staat an Einfluss gewann, für Kompensation zu sorgen.

        Das ist bis HEUTE so.

        >…dann müssen Sie gerade zuerst den Kapitalismus zulassen,

        WER soll hier irgendetwas ZULASSEN, wenn einigermaßen stimmt, was ich sage.

        Die Zeit des Kapitalismus ist zwar nicht oder noch nicht vorbei, aber es gibt bei UNS und anderswo KEINE Voraussetzung, ihm wieder zu UMFASSENDER Funktionalität zu verhelfen.

        Das wird weiterhin und sogar VERSTÄRKT der Fall sein, wenn immer mehr Menschen der Überzeugung sind, dass sich mit und durch den Kapitalismus der Klimawandel beschleunigt.

        Um es mal bildlich darzulegen:

        Wenn man fortwährend im Rhein schwimmt, gelangt man UNVERMEIDBAR in der Nordsee.

        NIEMAND kann den Rhein umleiten, so dass man Schwimmer ins Mittelmeer gelangt.

        Das ist die harte FAKTIZITÄT des Lebens, um die man NICHT herumdiskutieren kann.

        >Es ist keineswegs sicher, dass es nach einer Krise wieder gut wird.>

        Richtig.

        Es wäre keine Überraschung, wenn so mancher Schwimmer als Leiche in die Nordsee gelangte.

      • Bauer
        Bauer sagte:

        @ D. Tischer

        >> “Der Kapitalismus war in der Vergangenheit DOMINIEREND da. … Warum ist er das NICHT mehr?”

        Weil er pervertiert ist.

        Kapitalismus heisst, Mehrwert aus Arbeit in Investitionen lenken. Dort wird (sollte) wieder weiterer Mehrwert geschaffen werden. Das hat eine Zeitlang ganz gut funktioniert. Die Hungerlöhne des ausgehenden 19. Jhdts waren begleitet von Investitionsquoten weit im zweistelligen Bereich. Es gab damals sogar eine seriöse(?) wissenschaftliche Forschung, wieviel man der Arbeiterklasse lassen dürfe, um ihre Arbeitskraft zu erhalten. Marx/Engels sind auf diesem Mist gewachsen. Vorübergehend haben es nur die Chinesen geschafft, diese Investitionsquoten wieder zu erreichen, aber eingesehen, dass dies in die Sackgasse führt.

        Vor etwa 40 Jahren, nach Bretton Woods (Greenspan et al.) wurde der Börsenindex zur Leitziffer und die Realwirtschaft durch die Geldschwemme zugunsten des Konsums vergessen (Rumsfeld = old economy). Jetzt haben wir die Bescherung.

        @ foxxly sagt es treffend: “Wir müsen das was wir voraus konsumiert haben, nachhungern.”

      • Felix
        Felix sagte:

        @ Herr Tischer 14.33

        Ich bin der Ansicht, dass der Kapitalismus in keiner Weise versagt hat. Es ist nur so, dass er sehr unbequem ist. Politiker haben Wähler bestochen und den Kapitalismus immer mehr außer Kraft gesetzt. Erst dadurch wurden die Chancen immer weiter eingeschränkt. Sie haben recht, dass nicht jede Generation die gleichen Chancen hat. Das liegt in der Natur der Sache. Aber gleichzeitig hat auch jede Generation IHRE eigenen Chancen, die sie aber auch nutzen müssen.

        Ich denke wir sind uns einig, dass wir beide einen Staat wollen, der mehr ist als ein Nachtwächter. Aber damit er das sein kann, muss er seinen Bürgern gerade maximale Freiheit einräumen, weil diese ja besonders viel materiellen Wohlstand erzeugen müssen, damit auch die Lahmen und Kranken mitversorgt werden können.

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Bauer

        >Kapitalismus heisst, Mehrwert aus Arbeit in Investitionen lenken.>

        Richtig.

        >Dort wird (sollte) wieder weiterer Mehrwert geschaffen werden.>

        Das ist der SINN und ZWECK von Investitionen.

        >Das hat eine Zeitlang ganz gut funktioniert.>

        Sehr gut sogar über eine recht lange Zeit; sogar TROTZ oder auch – lasse ich mal dahingestellt – WEGEN der Kriege.

        >Die Hungerlöhne des ausgehenden 19. Jhdts waren begleitet von Investitionsquoten weit im zweistelligen Bereich.>

        Es blieb aber NICHT nur dabei, weil die WACHSENDE Güterproduktion auch KONSUMIERT werden musste.

        Der Wohlstand der arbeitenden Menschen WUCHS so sehr, dass Marx am Ende die Felle davon schwimmen sah.

        Die Menschen wollten NICHT die Kuh SCHLACHTEN, d. h. Vergesellschaftung der Produktionsmittel, sondern sie MELKEN, d. h. am beibehaltenen Kapitalismus PARTIZIPIEREN.

        Daher die Attraktivität und der Zulauf zur Sozialdemokratie.

        >Vor etwa 40 Jahren, nach Bretton Woods (Greenspan et al.) wurde der Börsenindex zur Leitziffer und die Realwirtschaft durch die Geldschwemme zugunsten des Konsums vergessen.>

        Das halte ich für falsch.

        Die Realwirtschaft wurde NICHT vergessen, sondern

        a) der Konsum konnte weitgehend BEFRIEDIGT werden, OHNE ihn durch HOHE Investitionen steigern zu MÜSSEN – der wachsende Staatseinfluss mit seinem Verschuldungsaufbau halfen dabei

        und

        b) soweit Investitionen über das erforderliche Wachstum HINAUS getätigt wurden, geschah dies aus Gründen des KOSTENWETTBEWERBS mit der Folge, dass immer mehr mittlerweile „teure“ Arbeitskräfte durch Automatisierung etc. ersetzt wurden

        und

        c) weiter Beschleunigung durch Globalisierung ab 1990 ff. mit Verlagerung der Investitionen etc.

        Mein Punkt ist:

        Der Kapitalismus beruht seiner FUNKTIONALITÄT nach auf bestimmten MECHANISMEN, wie – allem voran – der Preisbestimmung durch Märkte, die NICHT aufgegeben werden können, wenn er weiter bestehen soll.

        Der Kapitalismus hat aber EFFEKTE, die Menschen veranlassen, bestimmte seiner Mechanismen AUFZUGEBEN.

        Kurzum:

        Der Kapitalismus ist als System KEINE Konstante.

        Er wird vermehrt AUFGEGEBEN, weil man GLAUBT, es sich LEISTEN zu KÖNNEN (und heute zusätzlich: glaubt, es sich aufgrund des Klimawandels leisten zu MÜSSEN)

        Die Konsequenz, die unterschlagen wird:

        Wenn man ihn aufgibt, kann man sich in ZUKUNFT deutlich WENIGER leisten.

        >@ foxxly sagt es treffend: „Wir müsen das was wir voraus konsumiert haben, nachhungern.“ „Wir müsen das was wir voraus konsumiert haben, nachhungern.“>

        Wir MÜSSEN überhaupt NICHTS.

        Wir MÜSSEN allerdings die Folgen dessen tragen, was wir WOLLEN.

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Felix

        >Ich bin der Ansicht, dass der Kapitalismus in keiner Weise versagt hat.>

        Diese Ansicht teile ich uneingeschränkt.

        Er war zu ERFOLGREICH.

        Daher meinen die Menschen, dass er in vielen Bereichen weitgehend ÜBERFLÜSSIG ist.

        >… muss er seinen Bürgern gerade maximale Freiheit einräumen, weil diese ja besonders viel materiellen Wohlstand erzeugen müssen, damit auch die Lahmen und Kranken mitversorgt werden können…>

        Wenn die MEHRUNG des Wohlstands auf relativ HOHEM Niveau sehr beschränkt ist für viele, weil das System ihnen nicht mehr die CHANCEN bietet, ihn sich ohne sehr GROSSE MÜHEN zu verschaffen, erfolgt dies:

        Die Lahmen und Kranken werden nach wie vor mitversorgt, aber auf nachhaltig FALLENDEM Wohlstandsniveau für ALLE.

  6. Gnomae
    Gnomae sagte:

    Wohlstand für die breite Masse wird in Deutschland eher unwahrscheinlich sein, weil es der Staat nicht schafft, strukturelle Änderungen durchzuführen, die sich finanziell positiv für den Einzelnen auswirken.

    Auf der Lohnseite wird in der Zukunft nach Corona keine Steigerung für die breite Masse möglich sein. Im Gegenteil werden untere Einkommen durch anziehende Inflation noch weiter geschmälert, alte Arbeitsplätze fallen ersatzlos weg, die Autoindustrie wird, für Aktionäre gewinnbringend, in D schrumpfen.

    Strompreise bleiben künstlich teuer, da wir das Grünen-Klientel und steuerfreie Großgrundbesitzer mit Kostengarantien füttern, anstatt weiter Atomkraftwerke, Gaskraftwerke und Kohlekraftwerke mit neuester Technologie umweltschonend zu betreiben.

    Durch die Klimapolitik wird ebenfalls jeder mehr bezahlen müssen, sei es durch sinnlose, staatliche Vorschriften oder durch die CO-2 Abgabe, die natürlich auf die Mieter voll durchgereicht wird.

    Durch die Masseneinwanderung haben wir auf Jahrzehnte erhöhte Sicherheitsausgaben, Staats- und Sozialausgabe (Beamtengehälter und Pensionen etc).
    Es verbleibt also für die breite Masse nichts mehr übrig in Zukunft.
    Freiheit und Wohlstand sind: Disziplin, Sparen, Verzicht, Planung. Disziplin, Sparen und Verzicht ist in der jetzigen Generation nicht mehr durchsetzbar, daher werden weite Teile der Bevölkerung nicht mehr wohlhabend.

    Die Lösung aus dem Interview, Geld in Unternehmen international gestreut anzulegen ist absolut richtig. Hierfür kann man sich aber nicht auf den Staat verlassen.

    Eines sollte man auch aus dem Interview beherzigen: “High Living is the best tax shelter”, daher lieber auf grüne Abzockerinvestments verzichten und etwas besser leben.

    Eine Medizin wäre, die Schulen bis Ostern schließen und alle “Alice Schroeder, The Snowball, (“Warren Buffet and the Business of Life”) lesen und jedes Kapitel schriftlich zusammenfassen zu lassen.

    Antworten
    • Dietmar Tischer
      Dietmar Tischer sagte:

      @ Gnomae

      >…weil es der Staat nicht schafft, strukturelle Änderungen durchzuführen, …>

      Wenn NIEMAND die Regierungen/den Staat BEAUFTRAGT, strukturelle Änderungen durchzuführen, werden KEINE durchgeführt bzw. nicht diejenigen, die für die SCHAFFUNG von Wohlstand erforderlich sind.

      Warum sollte die Regierungen/der Staat etwas tun, was KEINER will?

      Sie haben GUTE Gründe, das NICHT zu tun.

      Denn würden sie es tun, schafften sie nur UNRUHE im Lande, weil strukturelle ÄNDERUNGEN materielle und vor allem soziale Besitzstände ENTWERTEN.

      Die Logik stimmt, alles verläuft folgerichtig – mit ABBAU von Wohlstand.

      Antworten
    • Johann Schwarting
      Johann Schwarting sagte:

      @Gnomae

      “Wohlstand für die breite Masse wird in Deutschland eher unwahrscheinlich sein, weil es der Staat nicht schafft, strukturelle Änderungen durchzuführen, die sich finanziell positiv für den Einzelnen auswirken.”

      Im Zeitalter der ‘transzendentale Obdachlosigkeit’ (Georg Lukács), des ‘Spektakels’ (Guy Debord) und der ‘Orgien der Kommunikation’ (Jean Baudrillard) sind die systemischen Verwerfungen, die sich aus der Logik des Debitismus gegen Ende eines zyklischen Durchlaufs zwangsläufig ergeben, zu betrachten: Mangel an Nachschuldner, Zunahme deflationärer Tendenzen und der maßlosen Ungleichgewichte zwischen Arm und Reich, Einbruch der Wiederbeleihungswerte, fehlende alternative Besicherungen, Belastungsgrenzen usw. usf.

      Der Zwang zur Vorfinanzierung aller zivilisatorischen Entwicklungen definiert den debitistischen Systemcode selbst. Die jetzt angesichts der Überschuldung zu beobachtenden begrenzten Verschuldungsfähigkeiten / Haftbarkeiten debitistischer Machtsysteme finden letztendlich ihre Entsprechung im Umschlag aller wirtschaftlichen und kulturellen Werte ins Gegenteil. Auch der Versuch der Installation der VSE dient dazu, eine neue Dynamik durch die kommenden, die Staaten übergreifenden Verhaftung, mittels neuer globaler Kreditpyramiden zu erzwingen. Auch die bis in die Mitte des Jahrhunderts Zeit bringende Aufschuldung der VSE mittels neuer globaler Kreditpyramiden, in denen vielleicht gegen demokratische Interessen weiter nach oben gebucht wird, wird den letztendlichen Systemabbruch nur hinausschieben.

      Corona dient machtpolitisch dazu, diese Zeiten mittels der Erzeugung von Angst und Ohnmacht in der Bevölkerung zu bewältigen, die wahren Hintergründe zu dissimulieren und die Bürger auf die zunehmenden Verwerfungen der kommenden Jahrzehnte psychologisch vorzubereiten und sie gefügig zu machen. Die bevorstehenden wirtschaftlichen Aufschwünge werden die Spannungen jedenfalls nicht verringern.

      Wie verläuft die zukünftige Wohlstandsentwicklung Südkoreas im Hinblick auf seine Bevölkerungsentwicklung? Es erlebt die alles überragende Verwerfung aller Zeiten, die medial kein Thema ist, dissimuliert wird und in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts weltweit in allen fortschrittlichen Ländern zum Tragen kommt. In der debitistischen völlig richtigen Betrachtungsweise auf der Grundlage des hermetischen Erkenntnisprinzips der Entsprechung zitiere ich: “Nur weil heute 10 Koreanerinnen durchschnittlich 6 Töchter bekommen, konnten sie in den 1950er-Jahren noch ihre 30 Töchter bekommen.” Jedenfalls waren die Ehe- und Sittengesetzgebung des Kaisers Augustus als Versuch, in die Familienpolitik einzugreifen, ein Reinfall.

      Es gilt zu verstehen, dass gemäß den hermeneutischen Prinzipien der Polarität und der Entsprechung die sich im Laufe von Jahrzehnten entfaltende ökonomische Evolution (Ausgeben, Auskehren) gleichzeitig mit der Involution (Einsaugen, Rückentwicklung) zu betrachten ist. Das System funktioniert im Hinblick auf den systemimmanenten gegebenen Umschlag von Chaos (Leid, Armut) in Harmonien (Wachstum, Wohlstand) – und umgekehrt.

      https://think-beyondtheobvious.com/systemfrage-kapitalismus-abriss-oder-sanierung/#comment-179585

      Im Sinne der schon einige Male zitierten Stimme gilt, dass es “mit der Gegenwart (EMA1) raufgeht, wenn es über die länger werdenden Zeitspannen runter geht.” – und umgekehrt. Ich denke, dass es damit auch an der Zeit ist, die Vorstellung und Angst eines singulären, punktuellen und zeitlich fixierten Ereignisses des ‘game over’ aufzugeben und das Leben in den sich umschlagenden Spannungsräume vom Chaos in Harmonien wechselseitig als lebenswert zu erachten.

      Antworten
      • Gnomae
        Gnomae sagte:

        @ Johann Schwarting
        “Wie verläuft die zukünftige Wohlstandsentwicklung Südkoreas im Hinblick auf seine Bevölkerungsentwicklung? Es erlebt die alles überragende Verwerfung aller Zeiten, die medial kein Thema ist, dissimuliert wird und in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts weltweit in allen fortschrittlichen Ländern zum Tragen kommt.”

        Südkorea als Hochtechnologieland ist abhängig vom Kräftegleichgewicht China – Russland – Japan – USA. Solange keine Wiedervereinigung kommt, dürfte es dabei bleiben. Es beweist aber, dass ein Land bei geeigneter Struktur den absoluten technologischen Aufstieg schaffen kann und das in 40 Jahren. Dies heißt aber: China in 40 Jahren ist der absolute Albtraum für alle, da der absolute Leistungswille vorhanden ist. Afrika könnte das auch. Amerika zerlegt sich selbst durch die Woke-Kultur.

        Betrachten Sie Deutschland in der größten Herausforderung jetzt: Am Wochenende wird nicht gearbeitet, an Weihnachten wird nicht gearbeitet, es funktioniert vielleicht Montags von 9.30 Uhr bis Freitag 12.00 Uhr. Es gibt keinen gesellschaftlichen Zusammenhalt. Diesen gibt es aber in Taiwan, China, Südkorea, Japan, alles Nationen, die Covid voll unter Kontrolle haben.

        Deutschland läuft hier schon fast auf Grund. Mediale PR ist eines, Ergebnisse das andere.

        Sie verlängern den Lockdown ewig. Das können sie tun. Gemäß Davos-Klaus fördert dies die Selbstreflektion. Dies ist buddhistisch hervorragend. Der Gong kommt am Ende: Bankenkrise, Übernahme der Assets durch Wall Street.

        Warum: Weil diese Leute einfach arbeiten, ohne Ende, immer, zielgerichtet, wer nicht performt fliegt, sofort , am nächsten Tag.

        Allerdings gilt für Südkorea, dass es ein Corporatistisches Land ist, d.h. wenige Großkonzerne beherrschen das ganz Land, einschließlich das Staatswesen. Sie schaffen aber, was in Berlin nie möglich sein wird: ausreichend bezahlbarer Wohnraum für die gesamte Bevölkerung. Baukonzerne können also Wohnungen bauen, man glaubt es in Berlin nicht.

  7. Michael Stöcker
    Michael Stöcker sagte:

    “Wie schaffen wir Wohl­stand für die breite Masse?”

    Na ganz einfach:

    Melden wir uns doch alle zum “kostenlosen Erstgespräch” bei “Finanzcoach” Roppel oder anderen Strukkis an. Die haben dann schon die passenden FinanzPRODUKTE für gutgläubige und/oder ahnungslose Bürger.

    Ich bleibe dabei:

    1.0000 EUR für ALLE auf einem EIB-Depot verzinst mit 3 %, über die jeder nur dann frei verfügen kann, nachdem er einen Online Intensivkurs zur finanziellen Allgemeinbildung abgeschlossen hat sowie den anschließenden Abschlusstest erfolgreich bestanden hat.

    Ansonsten kann erst ab dem 70. Lebensjahr hierüber verfügt werden. Wer den Kurs erfolgreich absolviert hat, der wird dann auch nicht mehr auf die “Beratungs-Story” der Finanzcoacher hereinfallen.

    Ich gehe mal davon aus, dass auch meine in Finanzangelegenheiten völlig unterbelichteten Kollegen (gefühlte 99,99%) diesen Kurs absolvieren werden und wir somit zukünftig schon an der Basis – also in der Schule – die Grundlage für eine bessere finanzielle Allgemeinbildung schaffen.

    LG Michael Stöcker

    Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @Herr Stöcker

      “1.0000 EUR für ALLE auf einem EIB-Depot verzinst mit 3 %, über die jeder nur dann frei verfügen kann, nachdem er einen Online Intensivkurs zur finanziellen Allgemeinbildung abgeschlossen hat sowie den anschließenden Abschlusstest erfolgreich bestanden hat.”

      Total naiv. Die Doofen werden sich die Antworten für den Abschlusstest (der ist dann auch “online”, nicht wahr?) besorgen und gar nichts gelernt haben.

      “eine bessere finanzielle Allgemeinbildung”

      Ich bezweifle, dass wir uns hier darauf einigen könnten, was “gute finanzielle Allgemeinbildung” überhaupt ist. Wenn der Vorschlag von Ihnen kommt, wittere ich durchideologisierte Propaganda von der ganz üblen Sorte.

      Antworten
    • Dietmar Tischer
      Dietmar Tischer sagte:

      @ Michael Stöcker

      >… für ALLE … verzinst>:

      So wird Wohlstand VERTEILT.

      >… FREI verfügen, NACHDEM …>

      Die Verfügbarkeit daran zu knüpfen, einen Abschlusstest ERFOLGREICH bestanden zu haben:

      Das ist NICHT die SCHAFFUNG von Wohlstand, sondern VERHÖHNUNG.

      So weit sind wir schon – Danke für die Information.

      Antworten
    • Susanne Finke-Röpke
      Susanne Finke-Röpke sagte:

      @Herrn Michael Stöcker:

      Ihr Vorschlag hat viel Charme, aber keine Chance auf Realisierung. Die Leute hätten ja schon heute einen finanziellen Anreiz, sich um ihre finanzielle Bildung zu kümmern. Wird aber nicht gemacht, weil das Interesse nicht da ist. Dafür finden Sie jede Menge hochkompetenter Fußballberater, Formel-1-Experten und neuerdings auch Hobby-Virologen. Man kann dem Pferd das Heu nur vorlegen; fressen muss es selbst. Ähnlich ist es mit finanzieller Bildung, mit der sich die Leute einfach nicht beschäftigen WOLLEN.

      Antworten
      • Michael Stöcker
        Michael Stöcker sagte:

        Ich möchte niemandem zu seinem Glück zwingen, Frau Finke-Röpke. Aber jedem sollte die Chance gegeben werden, die Versäumnisse unseres Bildungssystem nachzuholen. Wenn jemand dieses Angebot nicht wahrnehmen möchte, dann ist das selbstverständlich auch ok. Insofern volle Zustimmung, wenn Sie schreiben: “Man kann dem Pferd das Heu nur vorlegen; fressen muss es selbst.”

        LG Michael Stöcker

    • Axel
      Axel sagte:

      @Michael Stöcker

      Finanzielle Intelligenz der Massen? Sind sie denn völlig wahnsinnig geworden?
      Falls das funktionieren sollte, kann wohl schon jeder Facharbeiter mit 50 aus dem Berufsleben aussteigen und bequem von seinen Renditen leben.
      Ökonomische Unabhängigkeit verträgt unser System schon alleine aus demographischen Gründen ganz und gar nicht.
      Wer so blöd ist, die Mühen einer Ausbildung oder gar Studiums auf sich zu nehmen, hat bitte die Büros, Labore und Werkhallen zu füllen, den Beamten ihre Saläre und den “Sozial schwachen” ihr BGE zu finanzieren!
      Außerdem führt zu viel Vermögen zu politischer Unabhängigkeit eigenständigem Denken und Mobilität. Das kann doch kein gewißenhafter Politiker ernsthaft vom deutschen Bürger wollen, oder?

      Nein, nein, der Michel soll mal schön bis zur Rente arbeiten. Am besten bis 70+ Jahren…

      Antworten
  8. Bauer
    Bauer sagte:

    <>

    Ist das nicht die falsche Fragestellung? Sie entspricht zwar dem neuen Staatsverständnis, dass dieser für alles zu sorgen habe, Glück inbegriffen. Aber:

    Wohlstand hat immer (noch) einen persönlichen Bezug. Das fängt schon bei der Schaffung der Voraussetzungen an. Wissen (um nicht von Bildung zu reden), Motivation (Selbstdisziplin), Ausdauer, Resistenz gegen den Konsumzwang, realistischer Überblick über die eigene Position in der Gesellschaft, das alles und einiges mehr sind die höchstpersönlichen Voraussetzungen, um zu Wohlstand zu kommen. Selbst der glückliche Erbe oder Lottogewinner braucht sie, um nicht schnellstens wieder unterzugehen.

    Der Staat kann und darf sich dafür nicht zuständig fühlen oder in die Verpflichtung nehmen lassen. Was er allerdings tun muss, das ist die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen und zu erhalten, damit der Einzelne sich derart entwickeln kann, ohne dabei seinem Nachbarn dabei auf den Füssen zu stehen oder der Gesellschaft insgesamt zu schaden.

    Die Frage muss daher lauten:

    <>

    Antworten
    • Bauer
      Bauer sagte:

      Die Frage müsste daher lauten:

      “Wie schaffen wir die Voraussetzungen, dass möglichst viele am Wohlstand teilnehmen können, ohne dabei ihrem Nachbarn auf den Füßen zu stehen oder der Gesellschaft als ganzes zu schaden?”

      Und dann sind wir wieder Anfang, denn dazu braucht man Kapitalismus.

      Antworten
      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Bauer

        Wohlstand ist ja total 20. Jahrhundert. Klimaschädlich und überhaupt nicht “woke”.

        Heute geht es in Deutschland um kontroverse Fragen wie:

        “Kann ich mir als Diversgeschlechtlicher frei aussuchen, ob ich ein Lastenfahrrad in der Herren- oder Damenausführung vom Staat gefördert bekomme? Oder wird dazu im Rahmen des Förder-Antragsprozesses vom Amtsarzt eine Unterleibs-Bestandsuntersuchung gemacht und danach dann das entsprechende Modell zugeteilt?”

      • troodon
        troodon sagte:

        @Bauer
        Das wäre die wünschenswerte Frage. Aber die wird mehrheitlich nicht gestellt.
        Das Motto in der Realität ist doch ganz klar “Wir können uns das leisten”.
        Wir retten die Welt…

        Bis ein Umdenken stattfindet, muss es (leider) wirtschaftlich erst deutlich schlechter werden.
        Und durch stärkere Umverteilung geht das ganz eben schleichend voran, bis es dann explodiert.
        “How did you go bankrupt? Two ways, gradually, then suddenly.”
        Den Zeitpunkt vorherzusehen, wann das “suddenly” eintritt, ist die Schwierigkeit.

      • troodon
        troodon sagte:

        @Bauer
        Mit wünschenswerte Frage meinte ich natürlich:
        „Wie schaffen wir die Voraussetzungen, dass möglichst viele am Wohlstand teilnehmen können, ohne dabei ihrem Nachbarn auf den Füßen zu stehen oder der Gesellschaft als ganzes zu schaden?“

      • Susanne Finke-Röpke
        Susanne Finke-Röpke sagte:

        @Bauer und Herrn Richard Ott:

        Die große Frage ist, ob sich mit der derzeitigen Verarmung die Einstellung ändert oder nicht? Ich denke, im Wesentlichen werden selbst Stromausfälle, höhere Arbeitslosigkeit, schwindende innere Sicherheit und Inflation keine Änderung bewirken. Sonst hätten die Bürger Venezuelas längst umgedacht, und doch gibt es dort immer noch keine antisozialistische Großbewegung.

        Eine Änderung kann nur durch eine geänderte Lebenseinstellung entstehen, die da lautet: Ich will Freiheit, die Freiheit von meinen Erfolgen profitieren zu dürfen, die Freiheit, für meine Fehler selbst gerade stehen zu müssen, die Freiheit, eigene Entscheidungen zu treffen, die Freiheit, mich um mein Leben selbst kümmern zu müssen. Und die Freiheit kommt gerade aus der Mode, nicht nur in Deutschland. Leider.

        Nichts spiegelt diese schreckliche Einstellung besser wider als das unnachahmliche Plakat der FFF-Bewegung: “Verbietet uns endlich etwas!”

      • Joerg
        Joerg sagte:

        @Freiheit-ist-muehsam, SusFiRoe

        “Freiheit bedeutet Verantwortlichkeit. Das ist der Grund, weshalb die meisten Menschen sich vor ihr fürchten.” George Bernard Shaw, irischer Schriftsteller, * 26.07.1856, + 02.11.1950

        Dazu kommt das Gefangenen-Dilemma: Privat fuer eine Sache kaempfen, geht vielleicht noch, aber zusammen mit anderen?
        Da braucht es visionaere, charismatische Leiter, aber keinen demokratischen HickHack (zu traege, zu wenig radikal, zu mittelmaessig)?

        Die meisten wollen aber “in Ruhe leben” (ich auch).
        Also mittelfr. keine Chance fuer Mehrheiten fuer mehr “Freiheit – weniger Staat” bei uns?!

        LG Joerg

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Frau Finke-Röpke

        “Die große Frage ist, ob sich mit der derzeitigen Verarmung die Einstellung ändert oder nicht? Ich denke, im Wesentlichen werden selbst Stromausfälle, höhere Arbeitslosigkeit, schwindende innere Sicherheit und Inflation keine Änderung bewirken. Sonst hätten die Bürger Venezuelas längst umgedacht, und doch gibt es dort immer noch keine antisozialistische Großbewegung.”

        Dafür gibt es in Venezuela seit mehreren Jahren Massenauswanderung, laut UN-Angaben bisher über 5 Millionen (!!) Auswanderer bei einer Landesbevölkerung die ursprünglich mal ungefähr 30 Millionen betrug: https://www.uno-fluechtlingshilfe.de/hilfe-weltweit/venezuela/

        (Nettes Detail: Achten Sie darauf, wie der UNHCR-Artikel jegliche Erwähnung des Begriffs “Sozialismus” vermeidet, auch dass “die Ölfirma”, die dem porträtierten Flüchtling einfach keinen Lohn mehr ausbezahlt hat, in Staatsbesitz ist, wird natürlich nicht erwähnt – das alles könnte linksgrüne deutsche Spender politisch sehr verunsichern…)

        Wenn Venezuela seine Grenzen weitestgehend abgeriegelt hätte wie damals die DDR, hätten die schon längst eine Revolution im Land. Migration zu erlauben ist für das Regime ist ein recht effektives Ventil, um zu verhindern, dass der Druckkessel platzt.

        Wenn auf einem ganzen Kontinent oder gar auf der ganzen Welt der Sozialismus eingeführt werden soll, funktioniert diese Strategie allerdings nicht mehr.

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