«Ich sehe Preisblasen wie 2007»

William White habe ich schon mehrmals besprochen. Er ist der Mann, der die Finanzkrise vorhergesagt hat, weil er schon früh die Folgen einer übermäßigen Verschuldung verstanden hat. Obwohl er fast vierzig Jahre in Diensten von Notenbanken gestanden hat, hält er sich mit Kritik nicht zurück. So auch in diesem Interview mit der FINANZ und WIRTSCHAFT: […]

Time running out for the market riggers

Ein Beitrag in der FT betrachtet das Phänomen des Ersparnisüberhangs aus einem anderen Blickwinkel. Kernaussagen: Die allgemeine Sicht ist, dass die Akkumulation von Ersparnissen und damit die Suche nach sicheren Anlageformen die Ursache für die immer geringeren Zinsen ist. Es ist sicherlich richtig, dass die Ersparnisse der Entwicklungsländer erheblich zur Krise beigetragen haben – die […]

Im Bann des billigen Geldes

Und als Abschluss der heutigen Diskussion der Krisenursachen noch einmal Wolfgang Münchau, der das Thema des „Ersparnisüberhangs“, der bekanntlich hinter der These der „säkularen Stagnation“ von Larry Summers steht, erneut aufgreift. Aussage: Die Ersparnisse werden nicht investiert, und deshalb sinken die Zinsen. Irgendwie ist es ja schon witzig, wo doch in der heutigen Fiat-Geldwirtschaft Ersparnisse […]

2,500 Years Of Financial Crises :“Augustus Was The First Keynesian“

Passend zu der Diskussion von Piketty heute morgen ein anderer Blick in die Geschichte: 2500 Jahre Finanzkrisen. John Authers von der FT im Interview mit Bob Swarup, dem Autor des Buches „Money Mania“. Dabei wird deutlich, dass wir in den letzten 2500 Jahren zwar enorme wirtschaftliche Fortschritte erzielt haben, entlang des Weges jedoch immer wieder […]

Ultra Easy Monetary Policy and the Law of Unintended Consequences

Wlliam White hat als Chefvolkswirt der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), der „Notenbank der Notenbanken“ mit Sitz in Basel, bereits frühzeitig vor der Krise gewarnt. Er bleibt auch nach seinem Ausscheiden bei der BIZ ein kritischer Beobachter der Geldpolitik. Wie weitsichtig er ist, zeigt sich an seinem bereits 2012 erschienenen Aufsatz zur Wirkung der expansiven […]

Die Schulden des Einen sind die Forderungen des Anderen

Schulden sind gut. Sofern sie zu produktiven Zwecken verwendet werden: zur Investition in neue Anlagen, zur Finanzierung von Forschung und Innovation. Konsum auf Kredit ist auch in Ordnung, solange der Schuldner die Absicht hat, die Schulden wieder zurückzuzahlen,  vereinfacht gesagt: wenn Schulden zu einer Mehranstrengung führen und damit das Einkommen und gesamtwirtschaftlich das BIP steigern. […]

Bank warns of trillion dollar asset management ‚run‘ risk

Die Risiken der europäischen Banken sind hinlänglich bekannt. Nun warnt die Bank of England vor erheblichen Risiken der großen Vermögensverwalter. Die zehn größten verwalten immerhin 30 Prozent aller Finanzvermögen. Ein Run auf einen dieser Asset-Manager könnte zu erheblichen Turbulenzen führen, weshalb der Financial Stability Board prüft, die Vermögensverwalter in Zukunft als systemrelevant einzustufen und entsprechend […]

Die Zentralbanken legen die Grundlage für die nächste Krise, die der IWF sich weigert zu sehen

Vor einiger Zeit habe ich intensiver die Wirkung von QE auf die Aktienmarktbewertung diskutiert. Es gibt Stimmen (hier eine aktuelle Darstellung über Zero Hedge), die aus der engen Korrelation auf eine Kausalität schließen – eine Argumentation, der ich mich zugegebenermaßen nicht ganz entziehen kann – und jene, die für eine Überbewertung als Folge von QE […]

Credit bubble fears put central bankers on edge

Die Nebenwirkungen des billigen Geldes werden immer offensichtlicher. So vermeldet die FT gleich zwei deutliche Krisensignale: Die Risikoprämie für Ramschanleihen (Junk Bonds) ist auf den tiefsten Stand seit 2007 gefallen. Ich erinnere, dass dies kurz vor Beginn der Krise war. Der Zuschlag gegenüber Staatsanleihen beträgt nur noch 355 Basispunkte (100 Basispunkte entsprechen einem Prozent). Schon […]

Währungskrieg steht vor neuer Runde

Die Deflationsdiskussion kommt nicht zur Ruhe. Es gibt aber auch Stimmen, die die Dimension des „Währungswettbewerbs“ betonen. Ich habe darauf mehrfach verwiesen. Die NZZ betont: „Tatsächlich tendieren einzelne Staaten dazu, ihre Währungen systematisch zu schwächen, um im internationalen Handel wettbewerbsfähig zu bleiben – ohne dafür schmerzhafte Strukturreformen im Inland durchführen zu müssen. Das lässt sich […]