Die Ineffizienz einer auf Erneuer­baren Energien basieren­den Energie­versorgung

Der Autor des heutigen Beitrags und mein Gesprächspartner in STELTERS PODCASTS am 16. Januar 2022 ist Professor Dr.-Ing. Gonde Dittmer. Gonde Dittmer studierte Elektrotechnik, promovierte in Mathematik und arbeitet unter anderem an der Fachhochschule Kiel (Regelungstechnik, elektrische Antriebe). Von 2008 bis 2019 leitete er Seminare zur Studium-begleitenden Weiterbildung in der STUDIENSTIFTUNG BEGABTENFÖRDERUNG BERUFLICHE BILDUNG. Hier sein Gastbeitrag in Vorbereitung auf den Podcast:

Die Ankündigungen der Politik

Politiker verkünden in festem Ton, dass sie die Erneuerbaren Energien (EE) massiv und mit großem Nachdruck ausbauen wollen.

Das hört sich sehr entschlossen an.

Was „massiv und mit großem Nachdruck“ bedeutet, wird nicht gesagt.

In Hunderten von umfangreichen Veröffentlichungen und Aussagen über die Energiewende wird in der Regel nicht erwähnt, dass Wandlung und Aufbereitung von scheinbar Erneuerbaren Energien in nutzbare Energien vergleichsweise ineffizient sind.

Politiker konzentrieren sich auf die sichtbaren Teile der Energiewende (Wandler und Netze) und blenden die dazwischen liegende Technik aus.

Die Ursachen der Ineffizienz

Um das Problem der Ineffizienz erkennen zu können, muss man etwas tiefer in die Materie einsteigen.

Von den Erneuerbaren Energieträgern wie Wasserkraft, Erdwärme, Gezeiten, Wind und Sonne sind für die quantitativen Anforderungen der Menschheit an die Energieversorgung im Wesentlichen nur Wind und Sonne verwertbar.

Die in diesen Energieträgern enthaltenen Energien werden durch Wandler (z. B. Windenergieanlagen, Photovoltaik) z. B. in elektrischen Strom gewandelt, durch technische Einrichtungen aufbereitet und zu den Verbrauchern geleitet. Der technische Aufwand für die Aufbereitung ist deutlich höher als der für die Wandlung.

Die Energieträger Wind und Sonne werden durch zwei Eigenschaften charakterisiert:

  1. Die Leistungsdichten, d. h. die von den Energieträgern Wind und Sonne transportierten Leistungen pro Fläche, sind relativ gering.
  2. Die Energieträger Wind und Sonne sind volatil, d. h. Erneuerbare Energie lässt sich nur gewinnen, wenn der Wind weht und/oder die Sonne scheint.

Leider kann man diese physikalischen Tatsachen auch durch noch so viel Forschung und Entwicklung nicht verändern. Sie haben zur Folge, dass alle technischen Komponenten des emissionsfreien Energieversorgungssystems nur im unteren Teilleistungsbereich arbeiten.

Beim Vergleich von Erneuerbarer mit fossiler Energie wird nicht wahrgenommen, dass die Prozesse Wandlung, Verdichtung und zeitliche Verstetigung bei den fossilen Energieträgern kostenlos mitgeliefert werden und bei Erneuerbaren Energieträgern erst aufwendig hergestellt werden müssen.

Technische Systemelemente

Die von Wind und Sonne gelieferten geringen Leistungsdichten erfordern daher

  • Wandler gigantischer Ausmaße, die die Windenergie in elektrische Energie wandeln;
  • große Umformer, um den elektrischen Strom von Gleich- in Wechselstrom (und umgekehrt) zu wandeln, und Filter, um die dabei entstehenden Blindleistungen zu reduzieren;
  • Regelsysteme, um Spannungen mit konstanter Amplitude und Frequenz herzustellen;
  • riesige Speicher, um die gewandelte Energie für Regelung, für sogenannte Dunkelflauten und für den Ausgleich zwischen windarmen- und windreichen Monaten bereitzuhalten;
  • deutschlandweite Übertragungsnetze, um die Energie zu den Verbrauchern und Speichern zu transportieren;
  • eine Ladeinfrastruktur mit -zig Millionen Ladestationen;
  • riesige Flächen.

    Alle diese technischen Einrichtungen werden durchschnittlich nur im unteren Teillastbereich (etwa 20 %) genutzt.

    Speicher

    Für eine qualitativ hochwertige Versorgung mit elektrischer Leistung sind Speicher von zentraler Bedeutung. Für die Gewährleistung der Stabilität des Stromsystems benötigt man zum Puffern Kurzzeitspeicher (Momentanreserve). Für das zeitliche Verschieben von Energie (über Stunden, Tage und Wochen) benötigt man Speicher zum Wälzen von Energie. Langzeitspeicher ermöglichen den saisonalen Ausgleich. Die Ernte in den einzelnen Monaten kann sich um einen Faktor von bis zu 4 unterscheiden.

    Ineffizienz verdeutlicht am Beispiel von Windenergieanlagen

    Man kann diese Zusammenhänge z. B. an den Windenergieanlagen deutlich machen:

    Eine Windenergieanlage (Wandler) wird durch ihre Nennleistung gekennzeichnet. Das ist die abgegebene Leistung im Volllastbetrieb (Windstärke 7 bis 8 Bft = Beaufortskala/Maßeinheit für Windstärke). Die knapp dreißigtausend Windenergiewandler an Land in Deutschland haben eine Ausbeute von durchschnittlich ca. 20 % ihrer Nennleistung. Das bedeutet, dass wir fünf Wandler errichten müssen, um im Mittel die Nennleistung eines einzigen Wandlers zu erhalten. Das gilt gleichermaßen für alle anderen erforderlichen Einrichtungen.

    Diese niedrige Ausbeute liegt u. a. daran, dass die gewandelte Leistung der dritten Potenz der Windgeschwindigkeit folgt. Das bedeutet, dass die Leistung bei halbierter Windgeschwindigkeit um den Faktor 8 sinkt.

    Die Folge ist, dass die Errichtung und der Betrieb eines emissionsfreien Energieversorgungssystems große Mengen an Ressourcen wie Geld, Material, Energie und Fläche benötigen. Etwa 30 % der von einem solchen System gelieferten Energie muss für den Eigenbedarf (Unterhalt, Betrieb, Reparatur, Erneuerung, Recycling etc.) aufgewendet werden. D. h. es muss ca. 40 % mehr Energie (d. h. Faktor 1,4) gewandelt werden, als an die Verbraucher geliefert wird.

    Von unserem jetzigen Gesamtenergiebedarf sind etwa 20 % elektrische Energie. 80 % werden überwiegend für Wärme und Mobilität verwendet.

    Erforderliche Anzahl von Wandlern

    Um einen Überblick zu gewinnen, wird angenommen, dass der gesamte Energiebedarf mit Windenergieanlagen gewandelt werden soll.

    Wegen des schlechten Wirkungsgrades der Nutzung von Erneuerbarer Energie müssten die Wandler eines zukünftigen Systems etwa siebenmal (5 x 1,4) so viel elektrische Energie liefern wie alle heutigen Kraftwerke zusammen.

    • Der heutige Gesamtenergiebedarf beträgt ca. 2560 TWh/Jahr, davon sind ca. 560 TWh/Jahr elektrische Energie. Der maximale Leistungsbedarf liegt zurzeit bei ca. 80 GW. Davon liefern die knapp 30.000 Windenergieanlagen an Land ca. 100 TWh/Jahr. Damit kann man die Gesamtzahl der erforderlichen Anlagen überschlagen: (2560 TWh x 1,4)/(100 TWh) = 36.

    Die Anzahl der Windenergieanlagen müsste also um den Faktor 36 auf ca. 1,1 Mio. Wandler erhöht werden. Diese Wandler würden bei Windstille und geringer Windstärke null und bei Starkwind maximal 2000 GW liefern. Das ist etwa 25-mal so viel wie alle heutigen Kraftwerke im Maximum liefern. Würde man pro Wandler eine Fläche von 250 m x 500 m zugrunde legen, würde ohne Rücksicht auf Siedlungen 80 % der Agrarfläche Deutschlands benötigt zuzüglich der Fläche für Netze und alle anderen technischen Einrichtungen.

    Vervollständigung der Rechnung

    Leider ist diese Rechnung nicht vollständig. Es fehlen noch bedeutende Einflüsse:

    1. Die heutigen Windenergieanlagen stehen zu fast 50 % im Norden und zu fast 40 % in der Mitte Deutschlands. Je mehr Anlagen aufgestellt werden, desto schlechtere Standorte müssen akzeptiert werden. Während die Ausbeute der Wandler in Schleswig-Holstein an der Küste bis zu 30 % beträgt, sind es im Süden nur 10 %.
    2. Die Windenergiewandler entnehmen die von ihnen gelieferte Energie dem Wind. Entgegen landläufiger Meinung fehlt diese Energie dann dem Wind und wird nicht erneuert. Dadurch sinkt die mittlere Ausbeute großflächiger Windparks. Zusätzlich entstehen Wirbel, die nicht zur Leistungsgewinnung beitragen.
    3. Die Energieernten schwanken von Jahr zu Jahr um +/- 15 %. Die Auslegung muss für den Worst Case erfolgen.
    4. Ein Teil der Wandler (ca. 5 %) muss jeweils erneuert werden und steht daher vorübergehend nicht zur Energiegewinnung zur Verfügung.
    5. Energiespeicher haben einen endlichen Wirkungsgrad. Nach Aussagen vieler Experten soll Wasserstoff als Energiespeicher zukünftig eine große Rolle spielen. Da die Wirkungsgrade bei der Umwandlung (Strom-Wasserstoff-Strom) noch sehr niedrig sind, müsste dafür deutlich mehr elektrische Energie verfügbar sein.

    Die Folge wäre, dass die Anzahl der Wandler so groß würde, dass die gesamte Agrarfläche Deutschlands in einen Industriepark verwandelt und dennoch nicht ausreichen würde.

    Anpassung des Energiebedarfs an das Angebot von volatiler Erneuerbarer Energie

    Kluge Menschen schlagen vor, den Energiebedarf dem volatilen Energieangebot anzupassen. Jeder Mensch versteht, dass man damit z. B. einen Kühlschrank nicht betreiben kann. Dafür würden selbst fünf parallele Kühlschränke nicht ausreichen.

    Allerdings könnte eine Fabrik, die Güter unter Einsatz von Energie herstellt, an das Angebot angepasst werden, indem man fünf solcher Fabriken parallel bereitstellt. Von denen sind nur selten alle fünf gleichzeitig aktiv, häufig keine und im Mittel nur eine einzige.

    Dabei muss jede der fünf Fabriken über ausreichendes Personal verfügen, das auch nur im Mittel zu 20 % ausgelastet ist.

    Ein solches System würde die Ineffizienz lediglich zu den Energienutzern hin verlagern.

    Die Anpassung würde dagegen z. B. für Waschmaschinen funktionieren, die im Mittel nicht ausgelastet sind. Die bessere Lösung wäre aber, eine Waschmaschine von mehreren Familien gemeinsam zu nutzen.

    Ressourceneinsatz

    Ein solches emissionsfreies Energieversorgungssystem würde für seinen Aufbau und Betrieb einige Milliarden Tonnen hochwertiger Materialien erfordern, z. B. Stahl, Aluminium, Kupfer, Tantal, Chrom, Grafit, Lithium, Vanadium, Kobalt, seltene Erden, Beton etc. Die Kosten lägen bei einem Mehrfachen des gesamten Geldvermögens aller Deutschen. Material ist ein Synonym für Energie.

    Es ist also nicht zu erwarten, dass ein solches System jemals hergestellt werden könnte. Es ist die Frage, wie weit wir den heutigen Weg noch gehen müssen, bis wir diese Unmöglichkeit erkennen werden.

    All das ist offensichtlich gemeint, wenn Politiker davon sprechen, „massiv und mit großem Nachdruck“ Erneuerbare Energien ausbauen zu wollen.

    Bei der Wandlung der Sonnenenergie gelten entsprechende Zusammenhänge. Die Sonnenscheindauer in Deutschland liegt bei 1300 – 1900 h im Jahr (ca. 15 ‒ 22 % der Jahreszeit). Die Ausbeute beträgt ca. 10 %.

    Import von Überschussenergie aus dem Ausland

    Die deutsche Planung geht von der Annahme aus, in Zukunft große Mengen an elektrischer Energie – auch in Form von Wasserstoff – von den Nachbarn beziehen zu können.

    Alle unsere Nachbarn stehen genau wie Deutschland vor der Aufgabe, mindestens mehr als 80 % ihres jetzigen fossilen Energiebedarfs durch neue, emissionsfreie Kraftwerke ersetzen zu müssen. Es ist nicht zu erkennen, wie sie zukünftig überhaupt Überschüsse an uns liefern könnten. Das Gegenteil ist realistischer.

    Beispiel Elektromobilität

    Heutige Autos werden im Mittel nur 3 % ihrer Lebenszeit genutzt, erfordern aber eine gigantische Infrastruktur, die ständig erweitert wird und dennoch nie reicht.

    Solange wir noch Elektroenergie aus fossilen Energieträgern gewinnen, stellt jedes neue E-Auto, das in den Verkehr gebracht wird, einen zusätzlichen Verbraucher von elektrischer Energie dar. Da sich durch die Inbetriebnahme des E-Autos die Menge an emissionsfreier Energie nicht erhöht, muss sie unvermeidbar aus zusätzlichen fossilen Energieträgern gewandelt werden.

    Dann verursacht ein Elektromobil unvermeidbar mehr als die doppelte CO2-Emission im Vergleich zu einem fossil betriebenen Auto.

    Denn Erneuerbare Energie kann nicht zweimal verwendet werden: einmal zum Ersatz von fossiler Energie und dann noch einmal für den Antrieb eines E-Autos. Für den Nachweis der Emissionsfreiheit von E-Autos wird häufig unterstellt, die Ladung der Batterien erfolge mit volatiler Energie aus Wandlern (d. h. Laden bzw. Fahren nur bei Wind oder Sonne) oder mit Energie mit dem gegenwärtigen Strom-Mix. Dabei wird nicht bedacht, dass E-Autos selbst den für die Rechnung unterstellten Strom-Mix verändern.

    Die Zielrichtung der Politik geht dahin, die 50 Millionen fossil betriebenen Autos in Deutschland durch 50 Millionen Elektrofahrzeuge zu ersetzen. Dies stellt einschließlich des Aufbaus einer landesweiten Ladeinfrastruktur eine gewaltige Energieinvestition dar. Spätestens, wenn wir merken, dass nicht genügend emissionsfreier Strom für den Betrieb der E-Autos bereitgestellt werden kann, wird man einsehen müssen, dass es sich um eine gigantische Fehlinvestition gehandelt hat.

    Klüger wäre der unverzügliche und schrittweise Aufbau eines Individualverkehrssystems mit weniger als einem Zehntel an autonom fahrenden E-Fahrzeugen. Das würde schon jetzt viele Menschen davon überzeugen, auf ein eigenes Auto zu verzichten. Dann könnte schrittweise ein Großteil der ineffizienten Infrastruktur unseres heutigen Individualverkehrs rückgebaut werden.

    Kernenergie

    Jährlich sterben auf der Welt ca. 3 Millionen Menschen an den Folgen der Emissionen durch Kohlekraftwerke (Schwefeldioxid, Stickoxid, Feinstaub). Allein das ist Grund genug, möglichst schnell aus der Kohleverstromung auszusteigen. Nach einer amerikanischen Studie hat der Ausstieg aus der Kernenergie seit 2011 jährlich etwa 1100 Todesfälle in Deutschland zur Folge durch die dadurch erforderliche längere Nutzung von Kohlestrom.

    Jährlich sterben weltweit etwa 1,3 Millionen Menschen im Verkehr. Die Verkehrsmittel werden trotzdem nicht als unbeherrschbar betrachtet. Autonome Fahrzeuge könnten diese Zahl dramatisch verringern.

    Dämme von Stauseen stellen ein potenzielles Risiko für Tausende von Menschen dar.

    Der Materialeinsatz und der damit verbundene Energieeinsatz zur Lieferung einer KWh aus Erneuerbarer Energie beträgt etwa das Fünfzigfache im Vergleich zu einem Kernkraftwerk.

    Es ist daher nachvollziehbar, dass die Mehrzahl der Staaten eine Zukunft in der emissionsfreien Kernenergie sieht, zumal neue Entwicklungen eine drastische Verringerung von strahlenden Abfällen versprechen. Die Diskussion über Kernenergie wird in Deutschland nicht sachlich geführt. Wir können es uns gar nicht leisten, an der Entwicklung nicht teilzunehmen, wenn wir langfristig wettbewerbsfähig bleiben wollen.

    Resümee

    Aus der Sicht der Menschen ist die bisherige Energieversorgung mit fossilen Energieträgern ideal. Die darin gespeicherte Energie ist in beliebiger Menge in hoch verdichteter Form vorhanden. Der zu zahlende Preis dafür deckt lediglich Förderkosten und Gewinnerwartungen der Eigentümer der Energieträger. Diese ideale Situation hat es den Menschen ermöglicht, energetisch ineffiziente Systeme zu erschaffen, wie z. B. die Individualmobilität.

    Das geplante Energieversorgungssystem, das auch die energieintensive Verdichtung, Verstetigung und Lagerung von Energie einschließt (vom volatilen Wind zum Qualitätsstrom), erfordert gewaltige Investitionen an Ressourcen (Geld, Energie, Fläche), über die wir in dem gewünschten Umfang gar nicht verfügen.

    Zusätzlich werden wir gezwungen sein, unsere gesamte Infrastruktur an die neuen Formen der Energieträger (Strom, Wasserstoff, Wärme etc.) und ihrer stark reduzierten Verfügbarkeit anzupassen. Beispielsweise müssen Heizsysteme für Millionen Gebäude von Gas, Öl oder Kohle auf Elektrizität umgestellt werden. Das wird über viele Jahre große zusätzliche Energieinvestitionen erfordern. Wir können es uns daher nicht leisten, eine Technologie wie die Kernenergie auszuschließen.

    Der Gesellschaft fällt nichts anderes ein als die neue Energiewirtschaft 1:1 über die bestehenden und in den vergangenen Jahrhunderten entwickelten Systeme zu stülpen. Dieser Weg führt unvermeidlich in eine Sackgasse.

    Die Aufgabe der Energiewende darf nicht nur darin bestehen, fossile Energien durch sogenannte Erneuerbare Energien zu ersetzen, sondern den Energiebedarf der neuen Systeme drastisch und intelligent zu reduzieren.

    Kommentare (49) HINWEIS: DIE KOMMENTARE MEINER LESERINNEN UND LESER WIDERSPIEGELN NICHT ZWANGSLÄUFIG DIE MEINUNG VON BTO.
    1. weico
      weico sagte:

      @Richard Ott

      “Jegliche Opposition zu “Staatsfeinden” zu erklären, hat auch in der DDR schon super funktioniert. Zumindest bis kurz vor der Staatspleite.”

      Die Ironie ist, dass der heutige Klimakanzler ein richtiger Bewunderer dieser “deutschen Demokratie” war/ist.

      Wie sagt Klonovsky ,in seinem neusten Beitrag, so treffend:
      “Wer in linken Biographien gräbt, endet regelmäßig in Kloaken.”

      Klonovsky’s Link, zu Hubertus Knabe’s Webseite , zeigt schön die “soziale Gesinnung” des Klimakanzlers auf….

      https://hubertus-knabe.de/die-akte-scholz/

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    2. Kai Ruhsert
      Kai Ruhsert sagte:

      @Christian Anders
      Ich kommentiere auf oberster Ebene und ausnahmsweise einmal etwas länger, weil mir das Thema von grundlegender Bedeutung zu sein scheint.

      Zwischen Politikern und Beratungsbranche hat sich eine symbiotische Beziehung entwickelt – zum Schaden der Gesellschaft, denn unabhängige Prüfungen finden nicht mehr statt. Auftragsgutachten sollen der Politik im Grunde nur noch bestätigen, mit ihren Verboten und Milliardensubventionen auf dem richtigen Weg zu sein.
      Das Ergebnis sind u.a. verfrühte Elektrifizierungen ohne Sinn und Verstand, die viel kosten, doch die Treibhausgasemissionen nicht verringern. Weil der Grünstrom bis weit nach 2050 noch knapp sein wird, würden ihrer Verantwortung bewusste Wissenschaftler jeden zusätzlichen Stromverbrauch einer kritischen Prüfung unterziehen:
      Denn heute wird zusätzlicher Bedarf mit Kohle gedeckt. Nach der Abschaltung der Kohlekraftwerke wird mindestens bis Mitte des Jahrhunderts Erdgas diese Aufgabe übernehmen. Und danach? Da weder Wasserstoff noch Elektrizität in großen Mengen importiert werden können, wird Zusatzbedarf nur aus der Rückverstromung von Synfuels gewonnen werden können. Auch der (vermeidbare und daher zweifelsfrei zusätzliche) Stromverbraucher E-Auto wird zukünftig de facto mit Synfuels betrieben werden!
      Fast alle Energiewendestudien versuchen diese Zusammenhänge zu verschleiern, um die Akzeptanz der lukrativen Transformationsprojekte nicht zu gefährden. Darum ist es so wichtig, die Herkunft jeglichen Zusatzstroms zu verstehen.

      Hier eine bewusst einfach gehaltene Erklärung am Beispiel des E-Autos:
      Auch der Ladestrom ist Durchschnittsstrom, der (überwiegend) aus Fossil-, Atom- und Ökostrom besteht.
      Gehen wir diese der Reihe nach durch und achten dabei vor allem auf die Herkunft der zusätzlichen Energie:
      1. Fossilstrom
      Vor Beginn des Ladevorgangs produzierten die Fossilkraftwerke gerade so viel Strom, wie nötig war, um den über Öko- und Atomstrom hinausgehenden Bedarf zu decken. Das E-Auto bezieht nun aber zusätzlichen Durchschnittsstrom. Folge:
      Die Fossilkraftwerke müssen natürlich mehr produzieren.
      2.) Atomstrom
      Dieser ist so billig, dass KKW meist mit voller Leistung laufen und nicht noch mehr produzieren können. Folge: Da auch die zusätzlichen E-Autos Durchschnittsstrom mit einem Anteil Atomkraft erhalten, droht im Netz eine Lücke.
      Doch die Stromversorger sind darauf vorbereitet und können mit regelbaren Kraftwerken schnell reagieren. Schon aufgrund der EE-Vorrangregelung können dies aber keine Solar- oder Windkraftanlagen sein. Fast nur fossile Kraftwerke können ihre Leistung erhöhen, um auch den Atomstromanteil auszugleichen.
      3.) Nun zum Grünstrom:
      Der Ladestrom enthält auch Ökostrom. Doch wer gleicht diese zusätzliche Energie im Netz wieder aus? Nur weil jemand sein Auto laden möchte, scheint die Sonne nicht heller und weht der Wind nicht stärker. Die Ökostromproduktion schwankt, ist aber nicht regelbar und kann nicht auf Zusatzbedarf reagieren. Dennoch erhält auch das E-Auto etwas Ökostrom.
      Wo kommt der wohl her?
      Ganz einfach: Dieser Grünstrom wird anderen Verbrauchern entzogen!
      Und damit keine Versorgungslücke entsteht, müssen die Versorger mittels regelbarer Kraftwerke gegensteuern. Auch der Ökostromanteil muss vollständig mit Fossilstrom ersetzt werden.
      Fazit zum Mitschreiben:
      • Differenzstrom für zusätzliche Verbraucher muss immer nahezu vollständig durch die Hochregelung von Fossilkraftwerken erzeugt werden
      • Obwohl E-Autos mit Durchschnittsstrom geladen werden, der einen Anteil Grünstrom enthält, lösen sie damit im Stromerzeugungssystem die Produktion von Fossilstrom in der Menge des Ladestroms aus
      • Ob die Ökostromquote zum Zeitpunkt des Ladevorgang bei 10 oder bei 60 Prozent liegt, hat hierauf keinen Einfluss
      • Seriöse Klimabilanzen müssen daher auf dem Differenzstrom, auch Marginalstrom genannt, basieren.
      • Korrigiert man diesen häufigen (fast schon zur Regel gewordenen) Fehler in Klimabilanzen, so bleibt vom angeblichen CO2-Vorteil des E-Autos nichts übrig.
      Das alles gilt im Prinzip natürlich für jeden Stromverbraucher, z.B. auch für jeden Kühlschrank. Sinnvoll ist die Marginalstrombetrachtung aber nur zur Bewertung der Klimabilanz zusätzlicher Verbraucher, deren Auswirkungen auf die Energieversorgung bewertet werden sollen – wie z.B. von Elektro-Spaßmobilen.

      (Einschub: Das kann doch nicht sein, denn dann wäre es ja völlig verrückt, Milliarden an Steuergeld in die E-Mobilität zu investieren?
      Das stimmt; dieses Geld könnte gewiss sinnvoller verwendet werden.)

      Diese im Grunde recht einfachen Zusammenhänge sind unter Fachleuten übrigens völlig unstrittig.
      Doch nur unabhängige Experten sprechen diese Wahrheit auch aus.
      Wer hingegen auch zukünftig lukrative Aufträge für Transformationsprojekte akquirieren möchte, hält sich mit Kritik an der politisch gewollten Irreführung der Öffentlichkeit zurück.

      Ein Punkt zum Schluss: Welche fossilen Kraftwerke sind es denn, die den Ladestrom ausgleichen?
      Das konnte man im Krisenjahr 2020 sehen: Als der Strombedarf sank, regelten weltweit fast nur Kohlekraftwerke herunter. Genau das gleiche würde passieren, trennte man schlagartig alle ladenden E-Autos vom Stromnetz ab.
      Darin liegt der wahre Kern der Aussage: „E-Autos fahren mit Kohlestrom!“

      Antworten
      • Christian Anders
        Christian Anders sagte:

        @Kai Ruhsert

        Danke für die ausführliche Erläuterung.

        Leider adressiert sie nicht den Kern meiner Kritik.

        Sie hätten kürzer schreiben können:
        Wenn Grünstrom immer zu 100% liefert aber gleichzeitig weniger als 100% am Strommix ausmacht, muss jede Bedarfserhöhung fossil erzeugt werden.
        Dadurch sinkt der Anteil des Grünstroms am Strommix.

        Da wären wir d‘Accord und das Thema durch.

        Sind wir aber nicht, denn den letzten Satz gab es so von Ihnen nicht – er ist aber zentral.
        Er besagt nämlich, dass man für eine Klimabilanz, für welche die Herkunft von CO2 egal ist, den Gesamtverbrauch gewichtet am Mix nehmen muss. Sie wird schlechter durch zusätzliche Verbraucher, weil der Mix hin zu fossilen verschoben wird.
        Man kann nun JEDEN Verbraucher in seiner Lebenszeit nur anhand dieser Bilanz gewichten. Denn sie ändert sich unabhängig von ihm während seiner Lebenszeit ständig, sowohl Menge als auch Mix. Irgendwelche zusätzlichen Verbraucher mit 100% fossil dort festzuschreiben, ist sinnlos. Dann gäbe es auch welche mit 100% grün, sonst hätte man keinen Mix. Welche sind das?

        Es ist ein Fehler in der Attribution: Sie können KEINEM Verbraucher aus Sicht des gesamten Systems 100% fossil zuschreiben. Das geht nur, wenn er neu ist, und das ist er ca. 10s, danach ist er ein alter Verbraucher. Eine Bilanz für irgendein Gerät mit längerer Nutzungsdauer können Sie so also nicht berechnen.

        Wenn man es dennoch so macht, müsste man eine Analyse des Wirkungsgrads eines e-Mobils mit fossilem Kraftwerkstrom zu einem gleichen Auto mit fossilem Verbrenner beigeben.
        Fehlt mir auch.

        Antworten
      • troodon
        troodon sagte:

        @Kai Ruhnert
        ” Da weder Wasserstoff noch Elektrizität in großen Mengen importiert werden können…”
        Was sind für Sie “große Mengen” und woher wissen Sie, dass das 2045/50 gilt ?

        Antworten
      • Stoertebekker
        Stoertebekker sagte:

        @Kai Ruhsert

        Und noch eine zusätzliche Frage zu @troodon: wo sollen denn die von Ihnen erwähnten (rückzuverstromenden) synfuels herkommen bzw. wie sollen die produziert werden, wenn H2 und Elektrizität NICHT in großen Mengen importiert werden? Synfuels sind Energiesenken allererster Güte.

        Antworten
    3. Bauer
      Bauer sagte:

      Ich verneige mich in Demut, wie gerade hier im blog und anderswo die Neue Physik erfunden wird. Meine Fachliteratur werde ich so schnell es geht verheizen. Das spart dann auch Energie!!

      Antworten
    4. Zorn Dieter
      Zorn Dieter sagte:

      Guter Artikel! Es ist jedoch nicht so, dass es solche Beiträge nicht schon gegeben hätte. Prof. Sinn hat in seiner Weihnachtsvorlesung 2017 bereits den Irrsinn der deutschen Energiewende unter physikalischen und ökonomischen Aspekten nachgewiesen. Es ist also kein Verständnisproblem, sondern ein Ideologie oder Glaubensproblem, das die „Jünger der Energiewende“ besonders in Deutschland haben. Da wir eines der wenigen Länder der Welt sind, in denen sich der grüne Glaube an die komplette Gestaltbarkeit der Welt, zu einer Partei und deren Programm gemausert hat, ist es für uns besonders schwer davon weg zu kommen. Am Ende bleibt nichts, als an der Wirklichkeit zu scheitern. Wie so oft in diesem Land.

      Antworten
    5. Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      Unser oberster Staatssicherheits-Funktionär Haldenwang (CDU) deutet schonmal an, wie in Zukunft mit Kritikern der “Energiewende” umgegangen werden wird:

      “Der Verfassungsschutzchef äußerte die Befürchtung, Extremisten des neuen Phänomenbereichs [also weder rechts- noch linksextrem sondern angeblich auf diffuse Art “das demokratische Staatswesen grundlegend ablehnend”] könnten sich nach dem Ende der Pandemie ein neues Thema suchen, um es für ihre Zwecke zu instrumentalisieren. Dies könnten etwa staatliche Maßnahmen zum Klimaschutz sein. ‘Denkbar ist auch, dass man auf das Thema Klimaschutz aufsattelt. Eine Intensivierung staatlicher Maßnahmen zur Eindämmung des Klimawandels könnte als unrechtmäßig empfunden und abgelehnt werden.'”

      https://www.welt.de/politik/deutschland/article236266710/Verfassungsschutz-Corona-Proteste-neue-Szene-von-Staatsfeinden.html

      Jegliche Opposition zu “Staatsfeinden” zu erklären, hat auch in der DDR schon super funktioniert. Zumindest bis kurz vor der Staatspleite.

      Antworten
    6. Kai Ruhsert
      Kai Ruhsert sagte:

      “Da sich durch die Inbetriebnahme des E-Autos die Menge an emissionsfreier Energie nicht erhöht, muss sie unvermeidbar aus zusätzlichen fossilen Energieträgern gewandelt werden.”

      Respekt! Die ganze (immer noch viel zu selten zu lesende) Wahrheit in einem Satz.

      Dahinter steht der Marginalstromansatz, wonach für die Klimabilanz neu hinzukommender Verbraucher nicht der Durchschnittsstrom herangezogen werden darf. Stattdessen ist zu untersuchen, welche Kraftwerke den zusätzlichen Strom produzieren müssen. Das können nur regelbare, in Deutschland also überwiegend fossile Kraftwerke sein. Welche genau? Als 2020 krisenbedingt die Stromnachfrage sank, regelten in den meisten Ländern der Welt, darunter auch Deutschland, fast nur die Kohlekraftwerke herunter.

      Besonders beunruhigend finde ich, zu welch merkwürdigen Kommentaren andere Vertreter der Wissenschaft bereit sind, um Interessen zu verteidigen. Frage an Professor Martin Doppelbauer vom Karlsruher Institut für Technologie: “Wieviel Prozent der Wissenschaftler teilen die Idee des Grenzstroms?”
      Antwort: “Es ist nicht wirklich vorstellbar, wie jemand, der sich wissenschaftlich mit dem Thema Energie beschäftigt, diese Ansicht teilen kann. Man kann als Fazit festhalten, dass jede Anwendung, welche von der Verbrennung fossiler Energieträger auf die Nutzung elektrischer Energie umstellt, einen Gewinn für unsere Umwelt bedeutet.”
      Quelle: https://nextmove.de/beitrag/warum-der-vermeintliche-co2-rechenfehler-bei-e-autos-ein-irrtum-ist/

      Dergleichen steht (meist implizit in Form einer angeblich “günstigen Treibhausgasbilanz” der Elektromobilität) in mehr als 90% aller aktuellen Energiewende-Studien der vielen politiknahen Institute zu lesen.
      Vor diesem Hintergrund scheinen die verbreitete Wissenschafts-Skepsis wie auch die teils idiotischen Entscheidungen der Politik ganz und gar nicht rätselhaft, sondern eine logische Konsequenz zu sein.

      Antworten
      • Christian Anders
        Christian Anders sagte:

        @Kai Ruhsert

        Ohne dass Interview zu lesen ist das hier:

        „Dahinter steht der Marginalstromansatz, wonach für die Klimabilanz neu hinzukommender Verbraucher nicht der Durchschnittsstrom herangezogen werden darf. Stattdessen ist zu untersuchen, welche Kraftwerke den zusätzlichen Strom produzieren müssen. Das können nur regelbare, in Deutschland also überwiegend fossile Kraftwerke sein.“

        logischer Unsinn. Die Begründung ist einfach: Es würde genau dann stimmen, wenn sich über die Zeit, in der ein e-Auto betrieben wird, sonst nichts ändert. Keine alten Verbraucher weg und keine Änderungen bei den Kraftwerken.

        Das ist offensichtlich falsch und dadurch auch der Ansatz widerlegt.

        Dauernd gehen Verbraucher vom Netz und Stromerzeuger werden zu-/um-abgebaut. Alles während der Nutzungsdauer eines Verbrauchers (braucht gar kein e-Auto zu sein).
        Die einzig seriöse Rechnung ist folglich, den Durchschnittstrommix zugrunde zu legen – logisch, denn genau dieser ändert sich ja auch durch eben die neuen Verbraucher gleich mit.

        Für den Gastbeitrag gilt deshalb:
        „Da sich durch die Inbetriebnahme des E-Autos die Menge an emissionsfreier Energie nicht erhöht, muss sie unvermeidbar aus zusätzlichen fossilen Energieträgern gewandelt werden.“

        ist genau in dem Moment der Inbetriebnahme richtig, ab der nächsten Änderung von irgendwas irgendwo im System schon nicht mehr. Und e-Autos nutzt man Jahre – die Aussage ist deshalb unerheblich.

        Antworten
        • Kai Ruhsert
          Kai Ruhsert sagte:

          “Es würde genau dann stimmen, wenn sich über die Zeit, in der ein e-Auto betrieben wird, sonst nichts ändert.”
          Das ist ein beliebter Taschenspielertrick, um zusätzliche Stromverbraucher schönzurechnen.
          Der Knoten löst sich zum Glück meist rasch, sobald man in die andere Richtung denkt: Was würde denn im Stromnetz passieren, wenn man eines, mehrere oder alle E-Autos schlagartig vom Netz trennte? Nun, die Merit Order lässt keinerlei Zweifel: Fast nur Kohlekraftwerke würden herunterregeln!
          Also ist genau dies die Kraftwerksleistung, die vom zusätzlichen Verbraucher Elektromobilität zu verantworten ist.
          Ob die Ökostromquote während der Nutzungsdauer des E-Autos von 40 auf 60 % steigt, ist hierfür völlig belanglos.
          Diese Betrachtung ist natürlich nur sinnvoll für Verbraucher, die zusätzlich in den Markt eintreten oder ausscheiden. Nur für diese Verbraucher sollen Klimabilanzen Auskunft über die Auswirkungen auf das Stromsystem geben, damit sinnvolle Entscheidungen gefällt werden können.
          (Das sollte zumindest so sein. Heutzutage haben Auftragsstudien überwiegend den Zweck, Milliardensubventionen zu legitimieren.)
          Mit Grafiken unterstützt werden diese Zusammenhänge hier noch etwas ausführlicher erläutert:
          https://derelektroautoschwindel.wordpress.com/warum-durchschnittsstrom-studien-uber-elektroautos-wissenschaftlich-wertlos-macht/

        • Richard Ott
          Richard Ott sagte:

          @Christian Anders

          Ah, wenn grünlinksideologisches planwirtschaftliches Wunschdenken auf die Wirklichkeit trifft, wird es immer lustig!

          “Die einzig seriöse Rechnung ist folglich, den Durchschnittstrommix zugrunde zu legen – logisch, denn genau dieser ändert sich ja auch durch eben die neuen Verbraucher gleich mit.”

          Nö, im Sinne von dem, was Sie fordern, “seriös” wäre es, den jeweiligen Grenzstrommix über die komplette Nutzungsdauer des neuen Verbrauchers zugrunde zu legen und daraus dann den Durchschnitt zu bilden. Das ist nicht das gleiche wie “der Durchschnittsstrommix jetzt”, obwohl es so ähnlich klingt.

          Das geht aber nur ex post, und für die Betrachtung des unmittelbaren Einflusses der Zuschaltung eines neuen Verbrauchers jetzt in diesem Moment ist der aktuelle Grenzstrommix der wesentliche Indikator.

        • Christian Anders
          Christian Anders sagte:

          @Kai Ruhsert @R. Ott

          Ich bin etwas verwundert, das für den Naturwissenschaftler/Ingenieur eigentlich Offensichtliche erklären zu müssen. Ihre Logik ist schlüssig, aber kontraevident, womit Ihre Prämisse falsch ist. Normale Methodik. Beweis:

          „Der Knoten löst sich zum Glück meist rasch, sobald man in die andere Richtung denkt: Was würde denn im Stromnetz passieren, wenn man eines, mehrere oder alle E-Autos schlagartig vom Netz trennte? Nun, die Merit Order lässt keinerlei Zweifel: Fast nur Kohlekraftwerke würden herunterregeln!
          Also ist genau dies die Kraftwerksleistung […]“

          Es würden auch nur Kohlekraftwerke herunterregeln, wenn alle Kühlschränke gleichzeitig vom Netz gingen. Oder alle Aquarien. Oder alle PCs. Oder… etc. pp.
          Konzeptionell führt JEDE BELIEBIGE Gruppe an Verbrauchern, sofern man sie per Gedankenexperiment vom Netz nimmt, zu einem Runterregeln der flexibelsten Stromproduzenten.

          Die logische Folgerung „Also ist genau dies die Kraftwerksleistung […]“ führt dann dazu, dass eigentlich ALLES nur auf diesen läuft, denn ich kann ja jede beliebige Gruppe an Verbrauchern…

          Ihnen müsste auffallen, dass das kontraevident ist. Man kann es sogar am konkreten Einzelbeispiel sehen: Sollte man sein e-Auto mit eigenen Solarzellen laden und dann trennen, geht der folgende Solarstrom ins Netz statt in den Akku des Autos und dafür regelt ein Gaskraftwerk runter.
          Ihre Folgerung nach Ihrem Gedankenexperiment: Das Auto fährt auf Gaskraftwerkstrom. Was sofort ersichtlich falsch ist.

          „Der Knoten löst sich“
          Nein, genau da zieht er sich fest. Das ist ein DenkFEHLER, keine Denkkorrektur.

          @Ott

          „ Nö, im Sinne von dem, was Sie fordern, “seriös” wäre es, den jeweiligen Grenzstrommix über die komplette Nutzungsdauer des neuen Verbrauchers zugrunde zu legen und daraus dann den Durchschnitt zu bilden. Das ist nicht das gleiche wie “der Durchschnittsstrommix jetzt”, obwohl es so ähnlich klingt.
          Das geht aber nur ex post“

          Wir könnten einer Meinung sein. Was meinen Sie mit „Grenzstrommix“? Ich habe evtl. falsch formuliert.

    7. Dietmar Tischer
      Dietmar Tischer sagte:

      >… dass Wandlung und Aufbereitung von scheinbar Erneuerbaren Energien in nutzbare Energien vergleichsweise ineffizient sind.>

      Das mag ja sein.

      Ineffizienz − und die auch nur vergleichsweise − ist aber per se NICHT das Problem, wenn man ein ZIEL erreichen will.

      Es bedeutet lediglich:

      Es erreichen zu wollen, erfolgt nicht mit dem BESTMÖGLICHEN Ressourceneinsatz.

      Was die auf Evidenz basierenden schlüssigen Überlegungen von Prof. G. Dittmer darlegen, ist etwas anderes, beispielhaft herausgegriffen:

      >Die Anzahl der Windenergieanlagen müsste also um den Faktor 36 auf ca. 1,1 Mio. Wandler erhöht werden… Das ist etwa 25-mal so viel wie alle heutigen Kraftwerke im Maximum liefern. Würde man pro Wandler eine Fläche von 250 m x 500 m zugrunde legen, würde ohne Rücksicht auf Siedlungen 80 % der Agrarfläche Deutschlands benötigt zuzüglich der Fläche für Netze und alle anderen technischen Einrichtungen.>

      Auch ohne die aufgeführten Weiterungen ist erkenntlich:

      Ob wir es wollen oder nicht, wir können NICHT 80% der Agrarfläche Deutschlands NUR für die Energiegewinnung einsetzen. Die verbleibenden 20% reichen nicht, um den unseren Ansprüchen gemäßen grundlegenden Bedarf unserer Gesellschaft zu befriedigen.

      Oder, drastisch ausgedrückt:

      Wir müssten bei perfekter derart klimafreundlicher Energieerzeugung den Lebensumständen nach ins Steinzeitalter zurückfallen.

      Der Autor würdigt diesen Sachverhalt REALISTISCH:

      >Es ist also nicht zu erwarten, dass ein solches System jemals hergestellt werden könnte.>

      Das ist der Punkt:

      Es geht letztlich um die UNMÖGLICHKEIT, das vorgegebene Ziel zu erreichen.

      Prof. G. Dittmer sagt das auch EXPLIZIT:

      >Das geplante Energieversorgungssystem, das auch die energieintensive Verdichtung, Verstetigung und Lagerung von Energie einschließt (vom volatilen Wind zum Qualitätsstrom), erfordert gewaltige Investitionen an Ressourcen (Geld, Energie, Fläche), über die wir in dem gewünschten Umfang gar nicht verfügen.>

      Penibel wie ich bin, würde ich „gewünschten Umfang“ in „erforderlichen Umfang“ (die avisierte Energiewende betreffend) ändern.

      >Es ist die Frage, wie weit wir den heutigen Weg noch gehen müssen, bis wir diese Unmöglichkeit erkennen werden.>

      Es ist die Frage, die sich vernünftige Menschen anhand von Überlegungen, wie sie hier vorgetragen werden, stellen.

      Eine weitgehend VERBLENDET agierende Gesellschaft stellt sich diese Frage nicht und natürlich auch nicht die Politik, die von dieser Gesellschaft beauftragt und getrieben wird.

      Bei hinreichender ERFAHRUNG mit dem „Projekt“ wird die Bevölkerung keine Fragen mehr stellen, sondern es beenden.

      Dies ist wird ihre PRAKTISCHE Antwort sein.

      Meine einzige Kritik an den Ausführungen bezieht sich auf die folgenden Sätze:

      >Aus der Sicht der Menschen ist die bisherige Energieversorgung mit fossilen Energieträgern ideal. Die darin gespeicherte Energie ist in beliebiger Menge in hoch verdichteter Form vorhanden. Der zu zahlende Preis dafür deckt lediglich Förderkosten und Gewinnerwartungen der Eigentümer der Energieträger.>

      Der erste Satz ist SO nicht richtig.

      Denn die bisherige ideale VERSORGUNG mit Energie auf Basis der richtigen Beschreibung im zweiten Satz ist NICHT mehr das EINZIGE Kriterium für immer mehr Menschen, das System „Energie“, das mehr als Versorgung ist, zu bewerten.

      Für DIESE Menschen gilt der dritte Satz NICHT.

      Denn für sie besteht aufgrund des Klimawandels das PROBLEM, dass der zu zahlende Preis NUR Förderkosten und Gewinnerwartungen abdeckt, aber NICHT die Kosten des Klimawandels, die DURCH die bisherige Energieversorgung verursacht werden.

      Die BISHERIGE Energieversorgung ist daher in ihrer Gesamtheit betrachtet für sie NICHT ideal.

      Unterm Strich:

      Die schnörkellos stringenten Darlegungen weisen die Energiewende als ABSURDES Projekt aus.

      Es beruht auf NICHT änderbaren VORAUSSETZUNGEN, von denen aus das angestrebte Ziel NICHT erreicht werden kann.

      Aber gerade deshalb scheint der Konsens zu sein, die Energiewende VERSTÄRKT voranzutreiben.

      So geht „gesellschaftliche Logik“.

      Antworten
      • Alexander
        Alexander sagte:

        @Dietmar Tischer

        “Denn für sie besteht aufgrund des Klimawandels das PROBLEM, dass der zu zahlende Preis NUR Förderkosten und Gewinnerwartungen abdeckt”

        Zwischenfazit, wie beschämend primitiv Geld für Luxusautos zu kalkulieren:

        “aber NICHT die Kosten des Klimawandels, die DURCH die bisherige Energieversorgung verursacht werden.”

        Schach matt für die bisherige Gesellschaft, ihr Lebensmodell ist selbstzerstörend, wenigstens für die direkt vom Klimawandel Betroffenen. Solidarität ist geboten.

        “Aber gerade deshalb scheint der Konsens zu sein, die Energiewende VERSTÄRKT voranzutreiben. ”

        RICHTIG. Der Konsens beschränkt sich auf Zeitungsredakteure, Medienmacher und abhängige politische Eliten, welche zusammen unsere Wahrnehmung von Realität und den Gang der wissenschaftlichen Forschung gestalten.

        Die bisher erzeugten Schuldgefühle legitimierten z.Teil den Weg der Energiewende, der andere Teil war Gewinnerzielung durch Geldanlage in geförderten Projekten.

        Alle Legitimation erstirbt sofort, sobald sich der Weg als akut selbstzerstörerisch herausstellt und kein nationales Opfer etwas am Leid der von Verwüstung, Überschwemmung, Sturmkatastrophen heimgesuchten Menschen ändert.

        Der Konflikt zwischen zerstörten Existenzen und den Kreisen, welchen die Entwicklung nicht schnell genug abläuft ist jetzt schon auf den Straßen zu besichtigen. Sollte sich herausstellen, dass die Klimawandeltheorie nur gebracht wird andere politische Zieel zu verwirklichen – brennt die Luft nicht nur in der Sub-Sahara Zone.

        Antworten
      • Thomas M.
        Thomas M. sagte:

        @Hr. Tischer:

        >Eine weitgehend VERBLENDET agierende Gesellschaft stellt sich diese Frage nicht und natürlich auch nicht die Politik, die von dieser Gesellschaft beauftragt und getrieben wird.

        Aber weshalb ist unsere Gesellschaft denn verblendet? Eine Teilschuld tragen sicherlich die Bürger, die nicht ausreichend hinterfragen und sich selbst schlau machen. Aber als Hauptschuldige würde ich doch mehrere Parteien sowie zahlreiche reichweitenstarke Medien bzw. deren Journalisten sehen?! Wie lässt sich begründen, dass diese nicht ehrlich sind und sagen, dass Sonne und Wind heute und in den kommenden Jahrzehnten einen Beitrag zur Energieversorgung leisten können, aber nicht in der Lage sind 100% der benötigten Energie zu liefern?

        Mir fallen hierzu nur wenig schmeichelhafte Begründungen ein, die von Naivität über dumme Arroganz bis hin zu vorsätzlichem Betrug zur Berreicherung (Macht und Geld) reichen.

        Oder bin ich da zu harsch?

        Antworten
        • Dietmar Tischer
          Dietmar Tischer sagte:

          @ Thomas M.

          >Aber weshalb ist unsere Gesellschaft denn verblendet?>

          Ich halte es für schwierig, ja aussichtslos, eine Ursächlichkeit zu benennen, die sozusagen eine Kettenreaktion so ausgelöst haben soll, dass eine letztlich nicht hinterfragte Zielvorstellung mehrheitlich nahezu alle und alles umfasst (Menschen, Medien, Parteien, Politik etc.).

          Daher finde ich es auch als unausgegoren unüberlegt, z. B. NUR auf die Politiker zu deuten als die, die uns ins Desaster reiten.

          Sie haben Verantwortung, aber die Ursächlichkeit ist damit nicht bezeichnet.

          Was natürlich auch eine Rolle spielt und ganz klar als VERSTÄRKER der Verblendung zu erkennen ist:

          Wenn Weichen RICHTUNGSWEISEND gestellt werden, dann ORIENTIEREN sich nahezu ALLE an den Weichenstellungen.

          Beispielhaft dafür ist die Entscheidung darüber, ob die Atomenergie als förderungswürdig oder nicht in der EU anerkannt wird (Taxonomie).

          Da durch die festgelegte Klassifizierung ein UNTERSCHIEDLICHES Gewinnpotential für Investitionen erkennbar wird, bestimmt sie weitgehend die relative VERTEILUNG der Investitionen in begünstigte und nicht bzw. weniger begünstigte.

          Das ist zwingend so, weil die PRÄFERENZEN der INVESTIERENDEN und derer, die sie FINANZIEREN es erfordern, möglichst GROSSE Gewinne zu erzielen.

          Das im KONTEXT des Wirtschaftens begriffen NICHT naiv.

          Hat man dies verstanden, kann man sich nahezu ALLES vorstellen:

          Wenn irgendwann der Bau gigantischer Bauwerke aus reinem Sand in der EU als förderungswürdig klassifiziert werden würde, entstünden riesige Industrien an den Küsten, die mit Sand aus den Meeren und spezieller, Sand bindender Chemie etc. Bauwerke aus Sand errichten würden.

          Es gibt KEINE Begrenzung für den UNSINN den Menschen WOLLEN können.

          Daher nochmals:

          Nur ihre ERFAHRUNG begrenzt ihn.

        • Thomas M.
          Thomas M. sagte:

          @Hr. Tischer:

          >Ich halte es für schwierig, ja aussichtslos, eine Ursächlichkeit zu benennen, die sozusagen eine Kettenreaktion so ausgelöst haben soll, dass eine letztlich nicht hinterfragte Zielvorstellung mehrheitlich nahezu alle und alles umfasst (Menschen, Medien, Parteien, Politik etc.).

          Das sehe ich genauso, weil es keine Kette mit einem Startpunkt gibt, der die Idee der Umsetzung dieser Energiewende vollständig entwickelt vorgestellt hat.

          Mir ging es eher um die “Verstärker” der Vorstellungen, dass man in gut 2 Jahrzehnten diese Energie- und Mobilitätswende schafft. Es ist zwar ein gesamtgesellschaftliches Phänomen, allerdings hätten insbesondere Politiker und Journalisten die Möglichkeit und m.E. auch Aufgabe die Probleme der Realisierbarkeit und Risiken aufzuzeigen.

          Letztlich wird es in der praktischen Umsetzung der nächsten 2-3 Jahrzehnte wohl so oder so auf einen mittleren Weg hinauslaufen, weil Rohstoffe und Arbeitskräfte den Ausbau natürlich begrenzen werden.

          Die Umsetzung der Sandbauwerke, wenn’s Geld zu verdienen gibt, stelle ich übrigens keine Sekunde in Frage.

          https://www.youtube.com/watch?v=zTRjZqrA8QY

          :-)

        • Dietmar Tischer
          Dietmar Tischer sagte:

          @ Thomas M.

          Netter Spot.

          Der Punkt ist aber nicht, dass hier mal wieder Geld ausgegeben wurde für Sinnloses.

          Sondern:

          Wie die Behörde mitteilt, geht es darum, dass sich die verstörten Bürger mit der Autobahn IDENTIFIZIEREN.

          Deshalb die Plattform.

          Sie verweist auf ein Problem, das auf die Energiewende verstärkt zukommen wird:

          Wenn individuelle Präferenzen nicht mehr das Angebot bestimmen, wird das bestimmende Angebot die SINNFRAGE beantworten müssen.

      • troodon
        troodon sagte:

        @Dietmar Tischer

        Vorweg: Weder habe ich den heutigen Beitrag von Dr.Stelter komplett gelesen, noch Ihren Kommentar komplett.
        Das Thema ist einfach ermüdend… Sie können mir folglich vorwerfen, dass ich mir doch wenigstens die Mühe hätte machen sollen, alles komplett zu lesen. Keine Lust mehr…

        Aber die Rechnung bzgl der WEA von Dittmer ist so unsinnig, dass mir einfach die Zeit zu schade ist. Trotzdem einige Zeilen dazu, muss einfach sein.

        Der zukünftige Gesamtenergiebedarf wird nach allen Studien deutlich unter dem heutigem liegen. (E-Auto rd. 70% weniger Energiebedarf ggü. Verbrenner). Ob es dann am Ende z.B. 30% weniger Gesamtenergiebedarf oder nur 20% oder gar 40% wird man sehen. Insofern stimmt aber schon einmal die Ausgangsbasis nicht.
        Zudem wird vollkommen verkannt, dass neue WEA teilweise deutlich höhere Leistung aufweisen. 13-15 GW für offshore ist schon eine andere Hausnummer als weniger als 2 GW Durchschnitt im jetzigem Bestand an Land. Die Volllaststunden offshore sind ebenfalls höher als onshore.

        Was ist die Absicht so zu tun, als würde jemand ernsthaft denken, man könnte den Gesamtenergiebedarf nur mit WEA und dann auch nur mit onshore decken ?
        Faktor 36 ist vollkommener Unsinn.

        Man wird sicherlich rd./min. 200 GW WEA Leistung benötigen, davon rd. 40 GW offshore, um auf 600 TWh Erzeugung p.a. zu kommen. Per Ende 2020 waren es insgesamt rd. 63 GW. Wir sprechen also vom Faktor 3, wenn es um Leistung geht und wahrscheinlich von Faktor 2, bei der WEA Anzahl. Natürlich reichen die WEA nicht aus, um 100% vom Endenergiebedarf zu decken, aber diese Absicht hat auch niemand ernsthaft.

        Die D Energiewende wird genügend Probleme bringen und die Zielerreichung wird sehr wahrscheinlich nicht gelingen. Zumindest nicht bis 2045. Da ist es komplett unnötig mit solch unsinnigen WEA Zahlen zu kommen, wie es Herr Dittmer macht.

        Antworten
        • Alexander
          Alexander sagte:

          @troodon

          Quellangaben sind keine Schande.

          “Die im Testfeld alpha ventus installierten 5-MW-Anlagen haben z.B. einen Rotordurchmesser von bis zu 125 Metern und eine Gesamthöhe von mehr als 170 Metern über dem Meeresgrund. Neuere Anlagen der Leistungsklasse von 6 MW erreichen sogar Rotordurchmesser um die 150 Meter. Das entspricht der doppelten Spannweite eines Airbus A380. In einigen Projekten werden sogra bereits Anlagen der 8 MW-Klasse eingesetzt.”
          https://www.offshore-stiftung.de/offshore-windenergie

          Ehrgeizig, ehrgeizig bedenkt man die Probleme der A380 mit CFK Bauweise. “P”öse Zungen munkeln, man stelle diese Wunderwerke der Probleme wegen gerne außer Dienst.

          Wie batteriebetriebene Hochseeschiffe die Wartungs- und Instanthaltungsarbeiten wetterunabhängig meistern, können Sie anhand von Energiebilanzen aus profunden Quellen dem ungläubigen Leugner nachweisen?

          “Unsinnig, ernüchternd, keine Lust” – so geht Überlegeheit heute.

          Gute Nacht.

        • Dietmar Tischer
          Dietmar Tischer sagte:

          @ troodon

          Sie sind einer der Letzten, denen ich an diesem Blog etwas vorzuwerfen hätte.

          Ich messe lediglich Ihre Aussagen an meinem Verständnis und bewerte sie entsprechend.

          Erstens:

          >Faktor 36 ist vollkommener Unsinn.>

          Der Faktor 36 ist nicht Unsinn, aber falsch, weil er u. a. nicht die Windenergie berücksichtigt, die offshore gewonnen wird, wie Sie richtig bemerken.

          Man kann „36“ daher nicht als absolute Größe, sondern nur als BEISPIELHAFT dafür verstehen, in welcher DIMENSION wir der Fläche bedürfen.

          Eine Größenangabe mit Absolutheitsanspruch, müsste neben der offshore-Energieerzeugung u. a. auch den erwähnten Flächenmehrbedarf für die Leitungstrassen sowie den Flächenminderbedarf für die Gewinnung von Solarenergie angeben etc., etc.

          Insofern hat ihr Einwand eine Berechtigung, würde aber in der Diskussion über die zugrundeliegenden Annahmen VERSCHLEIERN, dass der Flächenbedarf dennoch PROBLEMATISCH ist.

          Mit den jetzt avisierten 2% Flächenbedarf werden wir jedenfalls bei der Zielerreichung grandios scheitern.

          >Der zukünftige Gesamtenergiebedarf wird nach allen Studien deutlich unter dem heutigem liegen.>

          „Nach Studien“:

          Genau die werfen notorisch PROBLEME auf.

          Sie erinnern sich noch an den Podcast mit Prof. Dr. Watter, in dem dieser dargelegt hatte, dass NICHT der Erzeugung von ENERGIE die RELEVANTE Größe für den Ausbau der Energieerzeugung ist, sondern der BEDARF an zu INSTALLIERENDER LEISTUNG für die Nutzung von Energie.

          Sein Beispiel war:

          Eine Solaranlage auf dem Dach ermöglicht es, bei Sonnenschein die Energie für eine Kaffeemaschine (Leistung 1 kW) bereitzustellen, NICHT jedoch die Energie eines E-Herds (Leistung 8 bis 10 kW bei Beheizung von 4 Platten) die fürs Kochen einer Mahlzeit erforderlich ist.

          Wer zuhause nach „Hausfrauenart“ kochen will, BRAUCHT zum Zeitpunkt tx soviel Energie. Und wenn viele abends zu etwa gleicher Zeit so kochen wollen, brauchen viele sehr viel Energie.

          Wo kommt sie her?

          Darüber kann man diskutieren, aber sinnvollerweise nur, wenn man

          a) unsere HEUTIGEN Lebensgewohnheiten radikal infrage stellt.

          Die MUSS man RADIKLAL infrage stellen, wenn allein die Chemische Industrie ca. 600 TWh pro Jahre verbrauchen will bei Zielerreichung in 2050 – Sie erinnern Sich an die Erörterung der VCI-Studie.

          und/oder

          b) TECHNOLOGISCHE Bereitstellungs- und Verteilungs-KONFIGURATIONEN ins Auge fasst, die – falls es sie überhaupt hinreichend geben kann – HEUTE jedenfalls noch NICHT erkennbar sind.

          Ganz oben auf der Liste müssten Speichertechnologien stehen.

          Sie gibt es nicht derart, dass NUR von AUSBAU die Rede sein könnte, wie die Besprechung der DIW-Analyse zu den Wahlprogrammen der Parteien ergeben hat.

          ALLE Parteien haben vom Ausbau (!!) einer Technologie gesprochen, die es den Bedarfsansprüchen nach heute NICHT gibt.

          Fazit:

          Sie ÜBERGEWICHTEN die hier zweifellos fehlende Umfänglichkeit bei den Berechnungen als Unsinn, UNTERGEWICHTEN jedoch die Bedarfszahlen der Zukunft, die viel zu optimistisch sind.

        • troodon
          troodon sagte:

          @Alexander
          “Wie batteriebetriebene Hochseeschiffe die Wartungs- und Instanthaltungsarbeiten wetterunabhängig meistern, können Sie anhand von Energiebilanzen aus profunden Quellen dem ungläubigen Leugner nachweisen?”
          Fragen Sie doch bitte die Betreiber der geplanten Offshore-Windparks, die diese Riesen-WEA einsetzen wollen. Aber wieso überhaupt “batteriebetrieben” ? Bei Schiffen dürften langfristig vielfach E-Fuels zum Einsatz kommen.
          Wie kommen Sie bei mir auf “Überlegenheit”, wenn ich zu der Auffassung komme, dass die Darstellung von Dittmer “Faktor 36” die Diskussion nicht weiter bringt? Niemand ist der Auffassung man könne nur mit Onshore-WEA in D genügend Strom erzeugen. Jedenfalls habe ich das noch nirgendwo gelesen oder gehört.

        • troodon
          troodon sagte:

          @ Dietmar Tischer

          “VERSCHLEIERN, dass der Flächenbedarf dennoch PROBLEMATISCH ist.

          Mit den jetzt avisierten 2% Flächenbedarf werden wir jedenfalls bei der Zielerreichung grandios scheitern.”

          Wenn Sie die 2% nur auf Onshore-WEA beziehen,
          https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/erneuerbare-energien-stiftung-empfiehlt-zwei-prozent-der-landesflaeche-fuer-die-windkraft/26862326.html?ticket=ST-2485926-SnqVElVeygaMrOWxAppd-ap4
          dann verstehe ich nicht, warum dies nicht ausreichen sollte.
          ~7000 KM² sollten nicht für rd 54.000 WEA mit durchschnittlich je 3 MW ausreichen, um auf rd. 160 GW Leistung zu kommen ?

          “Wo kommt sie her?”
          Natürlich reicht alleine die PV Anlage auf dem eigenen Dach nicht aus. Mit Batteriespeicher und angestöpselten E-Auto kann es schon anders aussehen. Es wird 2040/45 zukünftige Nachfragespitzen von 120 GW oder mehr geben, die in Phasen von wenig EE Einspeisung über H2-, Gas Kraftwerke, weil nicht genügend H2 zur Verfügung steht oder Stromimporte ausgeglichen werden müssen. Und ja, man wird auch nicht mehr zu jeder Uhrzeit sein E-Auto im Netz laden können.

          “Die MUSS man RADIKLAL infrage stellen, wenn allein die Chemische Industrie ca. 600 TWh pro Jahre verbrauchen will bei Zielerreichung in 2050 – Sie erinnern Sich an die Erörterung der VCI-Studie.”
          Da war man imho u.a. davon ausgegangen, dass man den notwendigen H2 auch in D herstellt. Dies wird m.E. nicht erfolgen. Man wird massiv auf H2 Importe angewiesen sein. Ob dies mit den Importen dann umsetzbar ist, ist eine andere Frage.

          Man wird Kompromisse machen, Ziele verschieben etc . , da z.B. beim Ausbau von Onshore-WEA die Akzeptanz vor Ort fehlen wird.
          Daran besteht für mich kaum Zweifel. Nur benötigt man für diese Auffassung keine falschen “Faktor 36” Berechnungen.
          Jedenfalls sehe ich weiterhin keinen Sinn in solch falschen Rechnungen.

        • Dietmar Tischer
          Dietmar Tischer sagte:

          @ troodon

          Ihr Link zum Flächenbedarf:

          a) die Darlegungen geben nicht an, ob BERÜCKSICHT ist, was Prof. G. Dittmar zur Windenergie behauptet, nämlich

          > … bedeutet, dass wir fünf Wandler errichten müssen, um im Mittel die Nennleistung eines einzigen Wandlers zu erhalten. Das gilt gleichermaßen für alle anderen erforderlichen Einrichtungen.

          Diese niedrige Ausbeute liegt u. a. daran, dass die gewandelte Leistung der dritten Potenz der Windgeschwindigkeit folgt. Das bedeutet, dass die Leistung bei halbierter Windgeschwindigkeit um den Faktor 8 sinkt.>

          Und:

          >Die Windenergiewandler entnehmen die von ihnen gelieferte Energie dem Wind. Entgegen landläufiger Meinung fehlt diese Energie dann dem Wind und wird nicht erneuert. Dadurch sinkt die mittlere Ausbeute großflächiger Windparks. Zusätzlich entstehen Wirbel, die nicht zur Leistungsgewinnung beitragen.>

          Wenn das falsch oder unerheblich sein sollte, muss es BEGRÜNDET ausgewiesen werden.

          Ist es das nicht, bin ich bei Prof. G. Dittmer.

          b) STEIGT der Bedarf der Chemischen Industrie an elektrischer Energie allein durch die E-Mobilität erheblich, hier (leider hinter der Bezahlschranke):

          https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/wie-die-chemie-industrie-klimaneutral-werden-soll-17728555.html

          Daraus:

          >Welche Chancen der fundamentale Umbau für die deutsche Chemieindustrie – die mit Abstand größte in Europa – tatsächlich bietet, konnte man im Dezember beim Branchenführer BASF sehen. Melanie Maas-Brunner, die für neue Technologien zuständige Vorständin, verwies auf der jährlichen Forschungspressekonferenz des Konzerns gleich zu Beginn auf die Automobilindustrie, die wichtigste Abnehmerbranche. BASF erwartet nach ihren Worten, dass der Chemikaliengehalt je Auto bei der Umstellung auf stromgetriebene Motoren um den Faktor 2,5 steigen wird. Der größte Teil dieses Mehrwertes, sagte sie, komme aus der Batterie.>

          Klar, der Faktor 2,5 für ein MEHR an Chemieprodukten ist eine CHANCE für diese Branche.

          WIE die MEHR-MENGE elektrischer Energie erzeugt werden kann, ist nicht das Problem der Chemischen Industrie. Denn wir haben ja von ihr gelernt: Lieferung frei Haus zu höchsten 4 cent/kWh. Wenn nicht, wird nicht oder woanders investiert.

          Aber natürlich gibt es auch die Salbe der Energieersparnis:

          Für E-Automobile müssen keine Motorblöcke gegossen und bearbeitet werden, wie auch weniger Teile gefertigt werden müssen. Das mindert den Bedarf an elektrischer Energie.

          Abgesehen von all dem:

          Auch ich sehe keinen Sinn in falschen Rechnungen, wenn BEWUSST falsch gerechnet wird.

          Das würde ich Prof. G. Dittmer nicht unterstellen.

          Aber er rechnet offensichtlich defizitär, was ihn ANGREIFBAR macht und der Klärung nicht gerade hilft.

          Wir waren und sind uns nach wie vor einig, dass die Ziele aus den verschiedensten Gründen mit größter Wahrscheinlichkeit nicht erreicht werden.

          Import von H2 – warum nicht?

          Migration der Investitionen zu den Produktionsstandorten von H2 im Ausland – warum nicht?

        • troodon
          troodon sagte:

          @Dietmar Tischer
          ” dass wir fünf Wandler errichten müssen, um im Mittel die Nennleistung eines einzigen Wandlers zu erhalten.”
          Die Volllaststunden neuerer WEA liegen schon jetzt höher als bei 20%, wofür höhere Nabenhöhen ggü. älteren Anlagen maßgeblich verantwortlich sein sollen.
          Pdf Seite 30 Abb. 7:
          https://www.lee-nrw.de/data/documents/2020/11/23/532-5fbb61e5e6bb2.pdf

          Ob die Volllaststunden für Onshore WEA im Jahr 2050 tatsächlich bei 2667 und für Offshore-WEA bei 4360 sind, wie es von den Langfristszenarien . de unterstellt wird, wird erst die Zeit zeigen. Der Trend ist jedenfalls aufwärts gerichtet, so dass der Faktor 5 übertrieben sein dürfte. Onshore wäre es bei den o.a. Volllaststunden dann noch Faktor 3, offshore Faktor 2.
          Einige Studien unterstellen sicherlich übertrieben positive Annahmen, Dittmer dürfte sehr pessimistisch sein.

          “Lieferung frei Haus zu höchsten 4 cent/kWh. ”
          Ist wahrscheinlich eine inzwischen nicht mehr umsetzbare Forderung in Europa.
          Die Future Märkte für FRA Strom liegen für das Jahr 2027 bei 88€/MWh und für D 2027 bei 82,5 €/MWh. Abrufbar über eex . de
          FRA habe ich aufgrund der hohen AKW Leistung im Land aufgeführt.

          “Aber er rechnet offensichtlich defizitär, was ihn ANGREIFBAR macht und der Klärung nicht gerade hilft.”
          Das ist mein punkt, denn es bringt uns in der Diskussion nicht wirklich weiter. Deshalb mein Hinweis auf meine Ermüdung bzgl. des Themas hier im Blog.

          “Wir waren und sind uns nach wie vor einig, dass die Ziele aus den verschiedensten Gründen mit größter Wahrscheinlichkeit nicht erreicht werden.

          Import von H2 – warum nicht?

          Migration der Investitionen zu den Produktionsstandorten von H2 im Ausland – warum nicht?”

          3x Ja :)

    8. Axel
      Axel sagte:

      Die Umstellung auf eine E-Auto Infrastruktur halte ich in (Groß) Städten für absolut geboten, um dort die Lebensqualität massiv aufzuwerten. Wer in der Stadt lebt, weiß, was für einen Dreck die Verbrenner ausstoßen. Gerade bei windstillen Wetterlagen mit hoher Luftfeuchtigkeit und Nebel, wie z.Zt., ist das bloße Einatmen in der Nähe vielbefahrener Straßen einfach nur ekelhaft und ungesund. Wenn man das Gefühl hat, sich zu vergiften, interessieren Energiebilanzen wirklich nur noch nur noch am Rande.

      Atomenergie zum “Betanken” der E-Autos ist allerdings unabdingbar.

      Das größte Problem und Gegenargument für der Kernenergie sollen ja die Endlager und der strahlende Abfall sein. Warum schleudert man den ganzen radioaktiven Müll nich einfach ins Weltall? Einfach ein riesiges Katapult auf das Matterhorn montieren, und weg mit dem Zeug! Der Hügel ist doch wie gemacht dafür!
      Der Atommüll strahlt Jahrmillionen. Ich bin mir sicher, daß es bei der Geschwindigkeit der technischen Entwicklung, in den nächsten Jahrzehnten/Jahrhunderten und meinetwegen in Jahrtausenden, einen Weg geben wird, den radioaktiven Abfall idiotensicher in die Weiten des Alls zu katapultieren… Vielleicht sollte man Forschungsgelder mal besser dafür verwenden…

      Der Rohstoffaufwand für eine komplette grüne Energiewende ist so dermaßen gigantisch, daß er global nicht mal ansatzweise zu verwirklichen wäre. Davon abgesehen, daß eh nur eine handvoll Industrieländer über die finanzielle Schlagkraft verfügt,solch einen Irrsinn in die Tat umzusetzen.

      Eine ganz andere Frage ist natürlich noch die Abhängigkeit von China. Die laßen uns ja jetzt schon mit ihrer Magnesiumverknappung spüren,wie sehr wir am Rockzipfel des Reichs der Mitte hängen. Und ob Bearbocks idiologisch-feministisch ausgerichtete Außenpolitik dazu beiträgt, daß China uns ihre seltene Erden hinterherschmeißt, uns Rohstofftechnisch aushungern, oder ob sie uns demütig wie ein Hündchen betteln und winseln lassen, damit wir unsere Windspiele veranstalten dürfen…man wird sehen…ich hab da eine Ahnung…
      Wenns hart auf hart kommt, kopieren sie unsere Technologie eh, und schmeißen sie für den halben Preis auf den Markt…

      Antworten
      • Dr. Lucie Fischer
        Dr. Lucie Fischer sagte:

        @Axel
        Sie -als genialer Katapult-Ingenieur- könnten doch dieses Model etwas Matterhorn- tauglich- aktualisieren , um strahlenden Städter- Atom-Müll ins All zu schleudern?
        Vielleicht sind Aliens für strahlende Gaben dankbar, vermutlich alle technisch weiter als Robert und Anna-Lena-Völkerrecht?
        #young-global-leader#:
        https://www.youtube.com/watch?v=D93FMcgho-Y

        Antworten
        • Alexander
          Alexander sagte:

          @Dr.Lucie Fischer

          Nichts ist unmöglich, aus informierten Kreisen hoert man ein Impfstoff gegen Klimawandel sei in Vorbereitung.

          Das Ereignis waere zwar unvermeidbar, der Verlauf aber viel milder…

          Laeuft.

        • Dr. Lucie Fischer
          Dr. Lucie Fischer sagte:

          @Alexander 13:17
          Wieder eine Ihrer klugen Ideen!
          Ich vermute auch, dass es intravenöse/ intramuskuläre/ WHO- Pflicht- Impfungen für alle geben wird , die per Transhumanismus Menschen ganz und gar Klima-resistent werden lassen.
          Kälter? Wärmer? Völlig wurscht !
          Künftige Generationen wechseln einfach ihr Fell und etwas Visage, je nach Klimalage.
          Immerhin ist nachgewiesen ( ” Studien” ) dass im Genom mindestens eines deutschen Ökonomie-Experten ( ich verrate aber nicht, wer´s ist ) noch reichlich Neandertal-Gene aktiv sind. Ausgeprägte Kinnpartie und Masseter-muskeln ..
          Zurück für die Zukunft , und es grünt so grün:
          https://www.youtube.com/watch?v=HNaS0mh0vKE

        • Alexander
          Alexander sagte:

          @Dr. Lucie Fischer

          SIE machen mir die Helden meiner Kindheit nicht kaputt!

          Transformers gehört die Zukunft, es ist wissenschaftliche Evolution, es gibt kein zurück nach Neandertal. Bsp. X men.
          https://youtu.be/Rn2lgaNAiYk

          Dank übernatürlicher Fähigkeiten nach Transformation, droht überhaupt keine Gefahr mehr, nicht von Nazis (Captain America), nicht von Asteroiden (Superman), wenn erst Zeitreisen möglich sind (wonder woman) gehört Frieden bedingungslos zur androgynen Zukunft.

          Kill Bill war gestern.

          Alles was aus Hollywood kommt und der Unterhaltung dient, hat erzieherischen Wert. Die Akzeptanz für die Simulation von Wirklichkeit ist das Geschäftsmodell der Traumindustrie.

          Ich bin schon gespannt, was uns heute abend serviert wird, gestern war es World War Z youtu.be/6HTac49awx0

          Fragen? Keine.

          Läuft seit 1945….

        • Axel
          Axel sagte:

          @Dr. Lucie Fischer

          …wußte garnicht, daß wir heutzutage technisch schon soweit sind. Da sieht das Silicon Valley aber ganz schön blaß aus…also auf was warten wir noch? Das gleiche Ding 7km gro0…und loß gehts

      • @foxxly
        @foxxly sagte:

        @ axel
        vielleicht ist ja gerade die corona-plandemie-maßnahmen, der geplante ausweg:
        die sich abzeichnenden unabsehbaren aus-und neben wirkung der corona-impfung, reduziert die verbraucher und die entsprechende industrie.
        also eine win-win-situation.

        nur dumm, wenn dieser plan nicht aufgeht.

        jedenfalls macht uns der “grün-fanatische” weg überaus abhängig von Rohstoffen, welche nur ganz wenige länder besitzen.
        dies proviziert den rohstoffkrieg der zukunft.

        meine vermutung ist, dass die zunehmende geschwindigkeit der finanziellen expansion bis zur implosion der wirtschaft und gesellschaft, noch vor der rohstoffnot durch die grünen, eintrifft.

        dann sind diese mangel-rohstoffe für jahrzehnte nicht mehr wichtig.

        Antworten
    9. H. Hoffmeister
      H. Hoffmeister sagte:

      Nach fast 25 Jahren “Energiewende” wird doch tatsächlich angefangen, den – thermodynamisch gesehen – schwachsinnigen Umstieg auf “erneuerbare Energien” mal nachzurechnen. Dazu ist noch nicht einmal klar, ob unter Berücksichtigung aller räumlichen und zeitlichen Bedarfsszenarien mit Wind und Sonne überhaupt ein positiver Erntefaktor – also ein Anteil nutzbarer Ernergie nach Abzug der Energie, die zur Gestehung und Aufrechterhaltung der technischen Anlagen sowie Speicherung und Verteilung – erreichbar ist. Wohlan, lasst uns das Habeck’sche Wunderland betreten.

      Antworten
      • @foxxly
        @foxxly sagte:

        @ ich unterstelle den grünen und linken führungsleuten: es ging ihnen nur am rande um umwelt etc usw.
        sie wollen einfach an die macht.
        wir werden sehen, wie sie jetzt von monat zu monat an ihren zielen abstriche machen, hauptsache dran zu bleiben und ausländische interessen zu vertreten.

        Antworten
    10. Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      Wussten Sie eigentlich, was grüne Sozialisten benutzen, bevor sie mit Kerzen ihre Wohnungen beleuchteten?
      -Elektrizität.

      Antworten
    11. Dr. Lucie Fischer
      Dr. Lucie Fischer sagte:

      Vielen Dank für den einführenden Artikel zum morgigen Podcast.
      Ich frage mich schon länger:
      warum schweigen eigenlich die meisten Physik-Mathematik-Naturwissenschsfts-Professoren zum Thema? Oder ” Leistungs-Kurs”- Physik-Lehrer von Schulen?
      Die Argumentation des Autors ist schlüssig und nachvollziehbar ( auch für Laien) , politisch deklarierte Präferenz Erneuerbare Energieen grenzt an ( psychiatrisch -bedenkliche! ) Realitäts-Verkennung.
      Wenn Wunschdenken überwiegt, ist Wahnsinn nicht fern.
      Von Zerstörung von Rest-Natur-Landschaften / noch intakten/ Ökosystemen ganz abgesehen.
      Wie viel Absurdistan geht noch?
      Immerhin klärt sich der Bildungs-Stand der Republik: Note 5-6, Schulen ineffizient in jeder HInsicht.
      Eltern sollten die Ausbildungen ihrer Kinder selbst organisieren, Zukunft braucht kritisches Denken, der Staat hat sein Monopol auf Bildung nachhaltig verwirkt!
      z.B.:
      https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/karl-lauterbach-minister-impft-kindern-ein-schlechtes-gewissen-ein-78830660.bild.html

      Antworten
      • Thomas M.
        Thomas M. sagte:

        >Wie viel Absurdistan geht noch?

        Meine Prognose.

        Zu viele Parteien haben die Energiewende auf Basis von Wind und Sonne zum Markenkern gemacht und zu viele Journalisten haben sich gemein mit der Sache gemacht, als dass diese einräumen könnten, dass es eine spinnerte* Idee war.

        Die Kern- und Kohlekraftwerke werden in D abgeschaltet, die erneuerbaren so weit ausgebaut, wie es finanziell und von den Arbeitskräften reicht. An sonnig-windigen Tagen gibt es Pressemeldungen, dass wir zu 100% regenerativ unterwegs sind. Journalisten und Politiker feiern dies als Erfolg. Über die anderen Tage, wo man mit Gaskraftwerken und aus Nachbarländern importiertem Strom aus Kern- und Kohlekraftwerke sowie Kohlestrom aus deutschen Backup-Kraftwerken lebt, spricht man in der Breite nicht.

        In Summe steigt damit der Ressourcenverbrauch. Diese Differenz ist der Preis für das gute Gefühl. In “kleiner” hat man das im Ruhrport mit den stillgelegten und begrünten Kohleminen und Schmelzöfen.

        * Ich bin über die letzten 2-3 Jahre zu diesem Fazit gekommen, weil ich nicht nur hier, sondern auch in anderen Analysen zum gewaltigen Ressourcen- und Flächenverbrauch regenerativer Energieproduktion gelesen habe. Zuvor hatte ich mich auch von den Bildern in den Medien faszinieren lassen. So ein Windkraftwerk oder Solarpark sehen halt clean aus. Oberflächlich hui, tiefer betrachtet pfui.

        Antworten
        • Stoertebekker
          Stoertebekker sagte:

          @Thomas M

          Zu den Pressemeldungen: meiner Meinung nach sind wir auch an wind- und sonnenstarken Tagen NICHT zu 100% regenerativ unterwegs. Kann mir schlicht nicht vorstellen, dass der industrielle Energiebedarf (mehr als Strom!) auch nur ansatzweise gedeckt ist.

          In der ganzen Diskussion fehlt es wie so oft an klaren Begrifflichkeiten. Energiebedarf, Strombedarf, Haushalte, Industrie, Verkehr, importiert, selbst erzeugt, … Alles wird durcheinander gewürfelt, kaum jemand kann ein Gesamtbild entwickeln.

          (Bin mal gespannt, wann zum ersten Mal über den Sauerstoff geredet wird, der bei der gehypten Wasserstoffproduktion entsteht. Riesige Mengen kann man nicht einfach in die Luft blasen.)

        • Richard Ott
          Richard Ott sagte:

          @Stoertebekker

          “(Bin mal gespannt, wann zum ersten Mal über den Sauerstoff geredet wird, der bei der gehypten Wasserstoffproduktion entsteht. Riesige Mengen kann man nicht einfach in die Luft blasen.)”

          Naja. Die Mengen, die wir Menschen in die Luft blasen könnten, werden in den Maßstäben der Erdatmosphäre gerechnet allerdings niemals “riesig” sein.

          Schauen Sie sich doch die Entwicklung der CO2-Konzentration an. Mehrere Jahrhunderte industrialisierter Wirtschaft haben die Konzentration um gut 100 parts per million (!), also 0,01 %, erhöht.

          Und selbst wenn wir es irgendwie schaffen würden, die Sauerstoffkonzentration in der Atmosphäre um 5% zu erhöhen – wo wäre da das Problem? Die Dinosaurier und die frühen Säugetiere kamen sogar mit 30% Sauerstoffkonzentration noch gut klar, das waren 10% mehr als heute.

        • Stoertebekker
          Stoertebekker sagte:

          @R Ott

          Der Smog 1988 in Leipzig oder 2018 in Peking hat in Hamburg oder Paris auch kein Aas interessiert. Es geht um die lokale Konzentration.

          Zum Zweiten: Sauerstoff ist ein Oxidationsmittel allererster Güte. Schäden allerart vorstellbar.

        • Richard Ott
          Richard Ott sagte:

          @Stoertebekker

          Ich glaube nicht, dass Sie es überhaupt spüren würden, wenn die Sauerstoffkonzentration in Ihrer Stadt um 1000 ppm (also 0,1% – was plötzlich gar nicht mehr nach so viel klingt) steigen oder sinken würde. Da sinkt ja schon die Konzentration in Ihrem Schlafzimmer über eine Nacht hinweg stärker, wenn Sie bei geschlossenem Fenster schlafen.

          “Zum Zweiten: Sauerstoff ist ein Oxidationsmittel allererster Güte. Schäden allerart vorstellbar.”

          Welche Schäden denn konkret?

          Und wie wäre es, wenn wir den überschüssigen Sauerstoff dadurch wieder loswerden, dass wir damit Wasserstoff oxidieren, so wie es der Plan ist? ;)

        • Stoertebekker
          Stoertebekker sagte:

          @R Ott

          Die größte Gefahr sind Brände jeder Art von organischem Material in sauerstoffangereicherter Atmosphäre. Kleidung, Öl, Elastomere (Dichtungen, …) usw.

          Und in Verbindung mit H2-Leckagen natürlich Knallgas.

        • troodon
          troodon sagte:

          @Stoertebekker
          “In der ganzen Diskussion fehlt es wie so oft an klaren Begrifflichkeiten. Energiebedarf, Strombedarf, Haushalte, Industrie, Verkehr, importiert, selbst erzeugt, … Alles wird durcheinander gewürfelt, kaum jemand kann ein Gesamtbild entwickeln.”

          Für ein Gesamtbild bleiben die unter langfristszenarien . de aufgeführten Szenarien weiterhin interessant , da auch ständig erweitert wird. Per 12.1.2022 z.B. der Bericht des Sektors Industrie.
          Insgesamt “unendliche” Möglichkeiten sich zu informieren…
          Welche Änderungen ergeben sich, wenn dieses oder jenes nicht wie erhofft umgesetzt wird:
          https://www.langfristszenarien.de/enertile-explorer-wAssets/docs/LFS3_Webinar_TN-Strom_Varianten_final.pdf

        • Stoertebekker
          Stoertebekker sagte:

          @troodon

          Danke für den Link.

          Zum Gesamtbild gehört für mich auch, WO die importierten Energien (inkl H2) denn genau herkommen sollen. Es bei Europa oder MENA zu belassen, ist zu dünn. Zumal alle anderen Länder ja auch erst noch Strategien für die eigene Umstellung entwickeln.

          Darüber hinaus bleibt es bei meinem Warten auf Strategien/Erklärungen, wie mit dem Sauerstoff UND den entstehenden Solen (Meerwasserentsalzung) umgegangen werden soll, wenn irgendwo in sonnenreichen Gegenden H2 produziert wird. Hab nirgendwo was gelesen und halte das für eine unbedingt zu diskutierende KRITISCHE Frage.

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