Das Corona-Grundeinkommen: ein Trojanisches Pferd

Warum auch das Virus kein Anlass für ein bedingungsloses Grundeinkommen ist

Folge 20 von „beyond the obvious – der Ökonomie-Podcast mit Dr. Daniel Stelter“ startet mit einem Blick auf den EU-Gipfel. Sie hören, ob die in der Videokonferenz der Staats- und Regierungschefs beschlossenen Maßnahmen die Wirtschaft Europas wirklich stützen können oder aber nur eine Krücke sind.

Hauptthema aber ist die Forderung nach einem Corona-Grundeinkommen in Deutschland. Immer wieder haben mich Hörer gebeten, das Grundeinkommen im Podcast zu diskutieren. Machen wir nun und ich sage, die als vorübergehend deklarierte Maßnahme ist ein Trojanisches Pferd.

… oder hören Sie diesen Beitrag über Ihre eigene Player-App:

Kommentare (10) HINWEIS: DIE KOMMENTARE MEINER LESERINNEN UND LESER WIDERSPIEGELN NICHT ZWANGSLÄUFIG DIE MEINUNG VON BTO.
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      JürgenP sagte:

      @RaS

      Sie haben einen Beitrag eingestellt, der ab sofort auf allen Medien laufen müsste.

      Der größte angstmachende Schwindel der Welt … von Big Pharma inzeniert.

      Der wichtigste Satz lautet: es wird Zeit, dass Journalisten die richtigen Fragen Stellen.

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        JürgenP sagte:

        … aber wenn man sich im Internet ein wenig umschaut nach Herrn Ayyadurai, scheint mir der Beitrag doch recht schräg. Genauso, wie die Zeiten, die wir zurzeit erleben.

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      Dietmar Tischer sagte:

      @ RaS

      Zu dem, was im Link behauptet wird:

      Mikrobiologen, Virologen und Epidemiologen unterliegen einem falschen Verständnis bezüglich COVID-19. Sie erkennen nicht, dass das Problem nicht das Virus ist, sondern das geschädigte Immunsystem, das nicht damit fertig wird.

      Bei anderen Krankheiten, die unser beeinträchtigtes, geschwächtes Immunsystem („komplexes Betriebssystem unseres Körpers“) nicht unter Kontrolle hat, wird die Wirtschaft nicht runtergefahren wie bei COVID-19.

      Man lässt die Wirtschaft laufen und akzeptiert, dass viele Menschen sterben.

      Würde man so bei COVID-19 verfahren, müssten in USA ca. 540.000 Menschen sterben.

      An Herzerkrankungen sterben pro Jahr in USA rd. 600.000 Menschen, 500.000 sterben an Krebs, 440.000 an ärztlichen Fehlern, 200.000 an Medikamenten.

      Warum fährt man angesichts dieser Zahlen die Wirtschaft nicht runter?

      Vermeintlicher Grund:

      Weil man nicht auf die Zahlen schaut, sondern mit einem angstmachenden Schwindel Panik schürt im Interesse der Pharmaindustrie und Agrarchemie.

      Erklärung dafür:

      Die Pharmakonzerne können mit Impfstoffen den Profit machen, den sie mit konventionellen Arzneimitteln nicht mehr erzielen können.

      Es gibt einen verwobenen Komplex aus sogenannter Wissenschaft, Politik, Medien und Pharmakonzernen, die die Öffentlichkeit dahingehend konditionieren, ohne dabei allerdings Verschwörungstheorien zu unterliegen.

      Der Verweis bezieht sich auf den WESTLICHEN Komplex, nennt B. Gates, Pharmakonzerne wie Roche etc.

      Fragen:

      Was ist mit China?

      Dort besteht DIESER Komplex nicht bzw. die chinesische Regierung ist ihm nicht „hörig“– warum haben die Chinesen dennoch so gehandelt, wie im Prinzip die gesamte westliche Welt?

      Hätte gern mal etwas dazu gehört, wurde aber leider nicht gefragt.

      Sind WIRKSAME Impfstoffe wie z. B. gegen Windpocken, Masern oder Röteln ÜBERFLÜSSIG, weil das Immunsystem halt so ist, wie es ist, und mit manchen der 80 Billionen Viren, die jeder Mensch mit sich herumträgt, nicht fertig wird?

      Auch kein Thema.

      Beurteilung:

      An den Haaren herbeigezogen, ohne sich Gegenargumenten zu stellen bzw. sie selbst heranzuziehen, um die Erklärung zu überprüfen.

      Es gibt einen ANDEREN und zwar erkennbar WAHREN Grund dafür, dass man in USA 500.000 Menschen und woanders eine entsprechende Anzahl nicht sterben lassen will.

      COVID-19 generiert aufgrund seiner Übertragung und Wirkung in sehr KURZER Zeit eine sehr GROSSE Zahl von lebensbedrohenden Erkrankungen, die das Gesundheitssystem ÜBERFORDERN und dadurch Bilder wie aus Bergamo oder New York produzieren kann.

      Das WILL man NICHT – die Politik nicht, die Ärzte nicht, die Bevölkerung nicht.

      Daher als Hauptmaßnahme social distancing, um die Kurve flach zu halten mit der unvermeidlichen FOLGE, dass die Wirtschaft lahmgelegt wird.

      Bei den weitaus meisten anderen Krankheiten ist das Gesundheitssystem in der Lage, die Behandlung sicherzustellen, obwohl z. T. mehr und in der Summe sehr viel mehr Menschen sterben als an COVID-19. Das ist so, weil die Anzahl der betroffenen Menschen bzw. die Verbreitung dieser Krankheiten sehr gut EINSCHÄTZBAR ist und das Gesundheitssystem darauf ANGEPASST wurde.

      Kurzum:

      Was Sie hier verlinkt haben, ist BS, der als MIT-Qualität angepriesen wird.

      Zwei Feststellungen zu den Vorbringungen sind allerdings angebracht:

      a) Wir als Gesellschaft handeln NICHT konsequent, da wir einerseits mit den Schultern zucken und die Wirtschaft weiter laufen lassen, auch wenn u. a. wegen starken Rauchens, Übergewicht oder Krebs jedes Jahr eine große Zahl von Menschen stirbt, wir andererseits bei COVID-19 und einer vermutlich geringeren Anzahl von Sterbefällen die Wirtschaft abwürgen.

      b) die VERHÄLTNISMÄSSIGKEIT der Maßnahmen ist INFRAGE zu stellen angesichts der Tatsache, dass bei anderen Krankheitsursachen mit hohen Sterbezahlen die Wirtschaft nicht abgewürgt wird, es bei COVID-19 aber der Fall ist.

      Über diese zwei Aspekte wäre zu diskutieren.

      Der Link gibt Anstöße dafür, ohne dass man die dargelegte Erklärung akzeptieren muss.

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    Gast sagte:

    Ich möchte nur die grundsätzliche Frage stellen, wann es in der Geschichte der Fall war, dass die Bürokratie verringert wurde.
    Mir fallen da nur Beispiele des Zusammenbruchs von Staaten ein wie dem römischen Reich, oder die Vertreibung von Machthabern wie es bei der Gründung der Schweiz der Fall war.
    Vernunft im Sinne von Wie-schaffe-ich-Gemeinwohl spielt in der Bürokratie keine wesentliche Rolle, es geht um Machterhalt. Im Chaos wird die Angst, Macht zu verlieren, größter werden und ich fürchte die Bürokratie anschwellen.
    Nach wie vor kann ich mir keine bessere Lösung vorstellen, als eine verstärkte Einbindung der Bürger in die Entscheidungsfindung.

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    Dietmar Tischer sagte:

    Zwei Punkte der Kritik:

    a) Mehrwertsteuersenkung

    Es ist klar, dass eine Mehrwertsteuersenkung – auch eine drastische, zeitbegrenzte auf null % – ALLEIN die Konjunktur nicht ankurbeln wird.

    Man kann aber nicht mit Darlegung der Ineffektivität für die Gastronomie begründen, sie sei so FALSCH, dass man darüber nur lachen könne.

    „falsch“ kommt im Podcast als „GENERELL falsch“ rüber, weil nicht zusätzlich, sondern ALTERNATIV für einen „GANZ ANDEREN Ansatz“ plädiert wird, nämlich für die Schenkung von Konsumgutscheinen.

    Als ANREIZ, Geld auszugeben, ist eine drastische Mehrwertsteuersenkung m. A. n. sehr effektiv, wenn es um langlebige Wirtschaftsgüter geht.

    Wer kauft denn einen neuen Mittelklassewagen für Euro 40.000, selbst wenn nach der Krise das Einkommen einigermaßen gesichert erscheint und auch die Mittel verfügbar wären, ihn zu kaufen?

    Nicht sonderliche viele nach der großen Verunsicherung durch den Corona-Schock, würde ich vermuten.

    Es wären aber DEUTLICH mehr, wenn ca. Euro 8.000 weniger zu bezahlen sind.

    Eine Mehrwertsteuersenkung würde übrigens NICHT verzerrend wirken – anders als der neueste Söder-Vorschlag, der eine nochmals erhöhte Kaufprämie NUR für E-Fahrzeuge vorsieht.

    Der Konjunktureinbruch betrifft nicht nur E-Fahrzeuge, sondern beispielsweise ALLE Fahrzeuge.

    b) Konsumgutscheine schenken

    Vorgeschlagen werden im Podcast 10 mal 100 Euro pro KOPF mit Verfallsdatum Ende Oktober.

    Ich lasse einmal stehen, ob das wie behauptet ein ZWANG zum Ausgeben ist.

    Ein Anreiz ist es auf jeden Fall.

    Aber:

    Würden z. B. 4.000 Euro eine vierköpfige Familie dazu bewegen, obiges Automobil zu kaufen?

    Vielleicht, aber es wäre WENIGER wahrscheinlich, als wenn sie bei einer Mehrwertsteuersenkung Euro 8.000 sparen würde.

    Ich bin für eine Stärkung der Kaufkraft durch AUSGLEICH von EINKOMMENSAUSFÄLLEN.

    Da sollte man viel gezielter und nachhaltiger etwas für die Solo-Selbständigen und kleinen Dienstleister tun.

    Es muss aber ein ANTRAG gestellt werden.

    BEDINGUNGSLOS ist ein Systemfehler ersten Ranges, der auch durch die Krise nicht zu rechtfertigen ist, wenn es andere Möglichkeiten gibt – und die gibt es mit einem Antrag.

    Mit der Gießkanne austeilen, im Podcast eben Konsumgutscheine für jeden, halt ich daher für den falschen Ansatz.

    Trotz der zeitlichen Begrenzung ist man damit schon nahe beim BGE:

    Denn JEDER, unabhängig von seinem BEDARF, soll die Euro 1.000 bekommen.

    Die GRÜNEN reden von „Kauf-vor-Ort-Gutscheinen“ in Höhe von Euro 250 mit Verfall ein Jahr nach der Ausgabe.

    Sie werden dem deutlich großzügigeren Dr. Stelter einen herzlichen Empfang bereiten.

    PS:

    Heute der Presseclub:

    Es wurde die richtigen Fragen gestellt und auch diszipliniert und sachkundig diskutiert.

    Und endlich wurde in die öffentliche Debatte eingebracht, dass – wie Dr. Stelter darlegte – die EZB letztlich die Ausgabenflut finanzieren WIRD.

    Und das nicht, weil es wünschenswert ist, sondern weil es unausweichlich so erfolgen MUSS.

    Denn die ZUSÄTZLICHEN extrem hohen Staatsausgaben und die bereits hohe und dadurch weiter WACHSENDE Staatsverschuldung vor allem in der Euro-Peripherie lassen KEINE andere Option zu.

    Dass nicht explizit nach „Gelddrucken“ und Inflation gefragt wurde, ist zu verschmerzen.

    Danke, Dr. Stelter.

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  1. […] bestätigt das, was Daniel Stelter auf seinem Blog “Think beyond the Obvious” schon […]

  2. […] heutigen Blog möchte ich auf den Podcast vom 26.03.2020 zurückkommen, in dem Dr. Stelter das bedingungslose Grundeinkommen beleuchte. Ich möchte weniger auf das bedingungslose Grundeinkommen an sich, sondern auf die am […]

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