„Sustainable Finance“ scha­det Wirt­schaft und Spa­rern

EU-Finanzmarkt-Regulierung im Sinne des Klimaschutzes hilft dem Klima nicht

In dieser 45. Ausgabe von „beyond the obvious – der Ökonomie-Podcast mit Dr. Daniel Stelter“ wird der Aktionsplan der Europäischen Union „Sustainable Finance“ diskutiert. Im Frühjahr 2018 hatte die EU angekündigt, ganz gezielt nachhaltige, also klimafreundliche Investitionen fördern zu wollen. Damit soll der Weg in ein neues, umweltschonendes Wirtschaftssystem geebnet werden. Inzwischen sind große Teile des Plans konkretisiert worden und es wird immer klarer, dass hier vor allem ein Bürokratiemonster entsteht. Daniel Stelter wird darlegen, warum die Maßnahmen dem Klimaschutz nicht dienen und Wirtschaft sowie Sparern schaden.
Zu Beginn dieser Podcast-Ausgabe erfolgt noch ein etwas genauerer Blick auf die aktuellste Wirtschaftsprognose, die so trübe ist wie graue Herbsttage.

… oder hören Sie diesen Beitrag über Ihre eigene Player-App:

Kommentare (19) HINWEIS: DIE KOMMENTARE MEINER LESERINNEN UND LESER WIDERSPIEGELN NICHT ZWANGSLÄUFIG DIE MEINUNG VON BTO.
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    Dr. Lucie Fischer sagte:

    @Alexander:
    Ein Interview aus Russland mit durchgehende nackter Angst-
    das GRAUEN vor Homosexualität, die in ihrer Genese ohne psychodynamische Kenntnisse der Säuglings-Forschung nicht verstanden werden kann.
    Wir kommen als psychische Frühgeburt auf die Welt, und es ist das Verdienst von D.W. Winnicott, verstanden und beschrieben zu haben, dass damit für die ersten Monate die TOTALE Abhängikeit von der Mutter verbunden ist. ( Daher rührt die ubiquitäte Angst vielen Männer vor “ der Frau“ ). Wenn in dieser sensibelsten Phase kein “ Dritter“/ Vater“ / existiert, der die Allmacht der Mutter relativiert, finden irreversibele Prägungen statt: das, was heute die “ Epi-Genetik“ zu verstehen lernt.
    Allein erziehende Mütter geniessen vielleicht ihre Allmacht, nehmen aber dem Baby ( ob Mädchen oder Junge) Möglichkeiten zur Identitäts-Bildung, alles- sorry- ganz kurz beschrieben.
    VOR dem ca.3. Lebensjahr ( bevor Kleinkinder “ nein“ sagen können) Kitas zu befürworten:
    das blockiert die Ausbildung von Identität , behindert neurobiologische-kognitive Entwicklung – falsches Selbst. Es enstehen angepasste Kinder, die “ unauffällig “ erscheinen .
    Die Diagnose “ hyperkinetisches Syndrom“ z.B. wird heute inflationär gestellt und mit Ritalin behandelt, die zugrunde liegende ANGST , die sich psychomotorisch und in “ Konzentrations-Störungen“ äussert, wird nicht mehr berücksichtigt.
    Die Unsicherheiten der sexuellen Orientierung ist nur die Spitze des Eisberges des Elends der frühen Kindheit. Es lohnt sich, in Biographien von kreativen und erfolgreichen Menschen etwas von den Umständen frühkindlicher “ Sozialisation“ zu erfahren.

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      Alexander sagte:

      @Dr. Lucie Fischer

      Eigentlich wollte ich eine Phobie umgehen und auch nicht auf den vergessenen Ausdruck des „Hospitalsmus“ hinaus. 1x die Russen nicht für dümmer halten….,

      In Sachen Funktion der Geschlechterrollen für den Nachwuchs bin ich (ohne umfassend Quellen zu kennen) 100%ig bei Ihnen – und zwar aus Respekt vor der weltweiten kulturellen Entwicklung.

      Wenn man Biologie dekonstruieren will und gesetzliche Rechte einbaut, ist das eine Agenda und es sind mehr Menschen beteiligt als eine verschwindende Minderheit. Natürlich nimmt die Nachfrage zu, wenn etwas beworben wird oder gerade Mode ist.
      Verhetzte Eltern schicken ihren Nachwuchs eben nicht nur als Selbstmordbomber ins Minenfeld….

      Starke Frauen, die zuvor eine male to female transition durchliefen, sind heute Vorbilder in Sachen Karriere/Familie/Emanzipation – und bewältigen alles zugleich, mit der einen Ausnahme, dass sie nur gesetzliche Mütter sind.
      Vorbilder üben Druck nicht nur in Sachen Aussehen nach der Schwangerschaft aus, sondern in alle Lebensbereiche. Scheidungen durch falsch verstandene Inhalte fördern jene Überforderung, die endlich mit Ritalin bekämpft wird….und neues leiden schafft.

      Wieviele secret transgender stehen auf den Bühnen, wie 200 Jahre zuvor spezialisierte Sänger in der sixtinischen Kapelle für den Papst sangen? Mein Einstieg war keine Phobie, sondern Greta und hier ist ihre Mutter: https://youtu.be/NIj2d4w87MA …die wohl psychische Probleme in Alkohol ertränkte? Alles Zufall, das unterentwickelte Mädchen….

      Ich will „bto“ damit nicht belasten und hoffe mich kurz genug gefasst zu haben.
      Muito sinto.

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    Dr. Lucie Fischer sagte:

    @Richard Ott:
    Nein, es handelt sich nicht um PARANOIA- es ist die diffuse, paranoide TENDENZ “ normal“- funktionierender Menschen, mit unscharf-bedrohlichen Ur (=frühkindlichen) -Ängsten verbunden, die in der “ Klima“- und “ Corona“-Propaganda mobilisiert werden.
    Die Leute, die sich das ausdenken, kennen sich aus, ich fürchte solche verdeckt arbeitenden Pycho-Fritzen sehr.
    Diese latent bei den meisten vorhandene paranoide Bereitschaft hat Le Bon in seinen Studien zur Dynamik von Massen-Psychologie beschrieben. Die “ Führer-Begeisterung“ von so genannten „ganz normalen Männern und Frauen“ hängt damit zusammen- verbunden mit regressiven Prozessen und der Hoffnung, durch Unterwerfung erlöst zu werden.
    Die Mädels bei H& M wollen nur ihre dysmorphen Ängste ( schön, schlank, attraktiv genug, etc) mit Klamotten oder Tatoos bezwingen, eine Stufe gestörter ritzen sich dann die girls, um Aggressionen und sexuelle Wünsche zu unterdrücken, Ängste zu bekämpfen und sich zu „spüren“.
    Eine Greta Thunberg ist mit ihrer ganz offensichtlichen Entwicklungs-Retardierung ( eher fetales Alkohol-Syndrom als Autismus) manipuliertes Opfer ihrer Eltern und NGO`s, eigentlich ein Fall für Sorgerechts-Entzug, Jugendamt und Familiengericht. Der “ dress-code“ in der Pubertät gibt Aufschluss über den emotionalen Zustand von Jugendlichen, nebenbei.

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      Alexander sagte:

      @Dr. Lucie Fischer

      „Greta Thunberg ist mit ihrer ganz offensichtlichen Entwicklungs-Retardierung“…

      Die große Transformation vom Kind zum Erwachsenen wird bei Greta offensichtlich hinausgeschoben, die Erzählungen zur Herleitung sind divers… ist Greta aufgrund ihrer geistigen Fähigkeit sogar den Papst zu beeindrucken nicht für ein Opfer von Alkoholmissbrauch während der Schwangerschaft als ein transgender Kind? https://youtu.be/-_ldEpFoJCI

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        Dr. Lucie Fischer sagte:

        @Alexander:
        Nach Ritalin ( auch mit unbekannten Spätfolgen, V.a, verfrühte Alzheimer-Symptomatik) geht die medikamentöse Kindesmisshandlung weiter. Sexuelle Identität wird im frühen Säuglingsalter geprägt, die Studien dazu werden ( Piaget, Winnicott, Melanie Klein u.a.) in der medizinischen Ausbildung nicht mehr gelehrt. Die “ Gender“-Vertreter sind fixiert auf primitive, frühkindlichen -Phantasieen von körperlicher Omni-Potenz : eine gesellschaftlich geförderte Verleugnung der schmerzhaft-narzisstisch-kränkenden Erfahrung, als Mädchen ein Organ weniger zu haben und-etwas später- bei Jungen, dass ihnen Brüste und später Schwangerschaft “ fehlen“ werden. Sexualwissenschaftliche Forschung findet in der Soziologie-geprägten Gender Debatte nicht statt. Es sind sinnlose, fruchtlose und ermüdende Diskussionen, weil ihnen trotzig basale Verleugnungen zu Grunde liegen.
        Dass Greta T. vom Papst , bei der UN und in Davos auftritt, weist auf das organisierende Netzwerk hin.

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        Alexander sagte:

        @Dr. Lucie Fischer

        Findet sich nicht eine Logik darin auf Erkenntnis durch Forschung zu verzichten und die Fortschritte soziologischen (De-)Konstrukteuren zu überlassen, wenn man eine Agenda durchzusetzen sucht?

        Wer Kinder verwirrt nimmt ihnen die zweiten zwangzig Lebensjahre mit der Folge, dass sie ihren Lebensweg nicht mehr korrigieren können. Wer weniger Bildung genießt fällt früher auf die Verschuldungsspirale herein um in anderen Zwängen allen Mut zu verlieren.

        Als Putin die male to female pussy riots aus dem Verkehr zog, entstand dieses Interview: https://youtu.be/kRttGSFgg6w Seitdem pflege ich mehr Vorsicht wer? was? mit welcher Absicht bewirbt? … nicht nur in Fragen des Umweltschutzes & der Ökonomie ..

        Die Disfunktion unserer Gesellschaft mache ich an der Unfähigkeit existentielle Fragen (z.B. Schutz von Kindern vor Propaganda) nachhaltig zu entscheiden fest.

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        Richard Ott sagte:

        @Alexander

        Bin immer noch gespannt darauf, wann eine superfeministische ultraprogressive Frauen-Punkband mal in einer salafistischen Moschee blank zieht, gerne in Tschetschenien oder Saudi-Arabien. Ob sich da wohl jemand traut?

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        Alexander sagte:

        @Richard Ott

        Der liberale Druck der Ultraprogessiven hat durch die Wahl von Trump weltweit signifikant abgenommen, sogar das Geschrei über den Verlust der Finanzierung ist mangels Geld verstummt.

        Den ultimativen Liberalismustest überleben die ultraprogessiven Liberalen deshalb nicht, weil sie den freien Markt samt entfesselter Meinungen „klaustroPhobisch“ fürchten wie der Teufel das Weihwasser.

        In der weltweiten Meinungsbildung sorgten die u.a. Superfemen für das abschreckende Bild des Westens; sie festigten einfachst optisch die Legitimation für Theokratien in Saudiarabien wie dem Iran oder Afghanistan. Die Frage wer profitiert stellt sich in dem Fall gar nicht….schwer.

        Hatespeech als Kunst: https://youtu.be/s-bKFo30o2o

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    Dietmar Tischer sagte:

    Hier zur AKTUELLEN deutsche Realität:

    https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/klima-energie-und-umwelt/gruene-fordern-gemeinwohlpraemie-in-der-landwirtschaft-17008062.html

    Daraus:

    „Es ist allerhöchste Zeit, das europäische Agrarsystem von Grund auf zu reformieren“, sagte Habeck. Das heiße, Umwelt-, Klima- und Tierschutz zu einem Bestandteil der Förderung zu machen, sagte er der Funke-Mediengruppe … In Zukunft sollten jene Bauern am meisten Fördergeld bekommen, die am meisten für die Gesellschaft leisteten.

    Klöckner reagierte verärgert . … Künftig würden Fördermittel aus Brüssel an „Bedingungen für mehr Nachhaltigkeit“ geknüpft. Dabei gehe das Konzept der deutschen Präsidentschaft noch über den Vorschlag der EU-Kommission hinaus.“

    Unsere Regierung ist beim FÖRDERN mal wieder an der SPITZE der Bewegung.

    Weil es eine schwarz/rote Regierung ist, können die Grünen natürlich nicht ruhen und müssen mit einer GEMEINWOHLPRÄMIE noch einen drauf setzen.

    M. Friedman würde sich bei all dem wie auf einem anderen Stern vorkommen.

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      Richard Ott sagte:

      @Herr Tischer

      „Das heiße, Umwelt-, Klima- und Tierschutz zu einem Bestandteil der Förderung zu machen, sagte er der Funke-Mediengruppe … In Zukunft sollten jene Bauern am meisten Fördergeld bekommen, die am meisten für die Gesellschaft leisteten.“

      Wenn man „Bauern, die am meisten für die Gesellschaft leisten“ so definiert, dann bekommen am Ende diejenigen das meiste Fördergeld, die gar keine Nahrungsmittel mehr produzieren. So gibt es am meisten „Umwelt-, Klima- und Tierschutz“. ;)

      Dazu passend: https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/klima-energie-und-umwelt/fridays-for-future-fordern-kleinere-wohnungen-16999975.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

      Auf kleinerer Wohnfläche kann man auch weniger Nahrungsmittel lagern, dann sieht das Vorratsregal gleich viel weniger leer aus. ;)

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        Dietmar Tischer sagte:

        @ Horst

        „Es gibt keine Freiheit ohne Gesellschaft.“

        Mit dieser Binse muss man den Liberalismus nun wirklich nicht neu denken.

        Friedman war von seinen Vorstellungen so überzeugt und mit ihnen so überzeugend, dass er naturgemäß großen Einfluss hatte.

        Darin unterscheidet er sich nicht von den wenigen anderen, die mit ihm in einer eigenen Liga spielten, etwa Keynes.

        Wie der Artikel aus der nytimes.com zeigt:

        Er konnte wie dieser weit über den Tellerrand seines Faches hinausdenken und mit einer nahezu schmerzhaften Unerbittlichkeit die Nerven gesellschaftlicher Befindlichkeit freilegen.

        Wo sind heute die Leute seines Kalibers (nicht unbedingt seiner Ansichten)?

        Ich sehe sie nicht.

        Zu viele Sachbearbeiter, top-fit, wenn es um die dritte Stelle hinter dem Komma geht, aber so sehr ihrem Beritt verhaftet, als dass sie erkennen würden, wo die Frontlinien verlaufen.

      • Avatar
        Richard Ott sagte:

        @Horst

        Wieso „empfehlen“ Sie solche blödsinnigen Artikel?

        „In ähnlicher Weise blickt Möllers auf die zentrale liberale Kategorie des Eigentums: Zwar sei Ungleichheit (oder Diversität) für Liberale erst einmal etwas Positives und Privateigentum eine notwendige Bedingung von Freiheit.“

        Keine Ahnung, ob es am Artikelschreiber oder an dem Autor selbst liegt, aber wer Ungleichheit mit „Diversität“ gleichsetzt und das im Rahmen des liberalen Eigentumsbegriffs diskutieren will, ist offensichtlich zu dumm, um etwas Interessantes zur Diskussion beizutragen. Das reicht höchstens für einen „Deutschlandfunk Kultur“-Beitrag, da kommts nicht so drauf an, Hauptsache die politische Ausrichtung ist schön weit links.

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    H. Hoffmeister sagte:

    Sehr geehrter Herr Stelter,
    es ist für mich unfassbar, wie sich die westlichen Politiken aufgrund einer unbewiesenen und – auf lange Zeit – unbeweisbaren Behauptung („Klimakatastrophe“ durch anthropogene CO2-Emissionen) daran machen, die wesentliche Grundlage des Wohlstandes – nämlich das marktwirtschaftliche Ermitteln bester Lösungen – zu Grabe zu tragen. Da Klimawandel ständig und natürlicherweise stattfindet – und wir diesen natürlichen nicht vom anthropogenen unterscheiden könnten, entgegen der Behauptungen der AGW-Jünger sind auch natürliche Klimawandelvorgänge häufig abrupt – ist es effizienter, Anpassungsmaßnahmen vorzunehmen, wenn sie benötigt werden und nicht zu versuchen, etwas aufzuhalten, was nachweislich in den letzten vier Milliarden Jahren der Erdgeschichte aus unbekannten Gründen immer wieder stattgefunden hat, stattfindet und stattfinden wird. Anpassungsmaßnahmen würden wir zum jetzigen Zeitpunkt nämlich mangels Notwendigkeit gar nicht in Erwägung ziehen.

    Was tun wir denn in Europa, wenn China, Indien etc. sich diesem Unsinn nicht anschließen und nur vorgeben, CO2-Einsparungen vorzunehmen, aber ansonsten machen, was sie für richtig halten ? Glauben wir ernsthaft, dass vdL’s Klimaschutzzölle unseren Wohlstand aufrechterhalten können ? Glauben wir ernsthaft, dass das ganze von Ihnen dargelegte Dilemma aus demografischer Entwicklung, dramatischer Überbürokratisierung und kompromisslosem Niederwalzen aller verdächtigen Industriesektoren (Kohle, Atom, Auto, Chemie, Stahl, Gentechnik, Agrar etc.pp) ohne Folgen für Wohlfahrt und Wohlstand bleiben wird ? Glauben wir ernsthaft, dass sich das in unglaublicher globaler Verschuldung manifestierende „Über die Verhältnisse-Leben“ der Boomer-Generation einfach so in Wohlgefallen auflöst, oder sich gar durch – im übrigen zu heftigen CO2-Zusatzemissionen führende – Einwanderung von Millionen Wirtschaftsflüchtlingen lösen lässt ?

    Für mich stellt sich die „Klimakatastrophenpanik“ als kollektive Hysterie dar, die – ähnlich wie beim „Waldsterben“, „Kernkraftgegner sein“, „gegen Gentechnik sein“ uvm – jegliches eigenes Nachdenken ausknipst, bis die nächste Sau durchs Dorf getrieben wird. Während die jeweilige Hysterie eine Halbwertszeit hat, bleiben die schädlichen Auswirkungen der verfehlten Politiken oft länger.

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    • Avatar
      Richard Ott sagte:

      @H. Hoffmeister

      „[es ist] effizienter, Anpassungsmaßnahmen vorzunehmen, wenn sie benötigt werden und nicht zu versuchen, etwas aufzuhalten, was nachweislich in den letzten vier Milliarden Jahren der Erdgeschichte aus unbekannten Gründen immer wieder stattgefunden hat, stattfindet und stattfinden wird. Anpassungsmaßnahmen würden wir zum jetzigen Zeitpunkt nämlich mangels Notwendigkeit gar nicht in Erwägung ziehen.“

      Das Faszinierende an der Klimahysterie ist ja: Die Menschheit hat sich auf der Erde an das Leben in allen möglichen Klimazonen angepasst, von den Tropen über die Wüste bis zur Arktis. Und jetzt haben alle Angst vor angeblich katastrophalen Auswirkungen wenn die „globale Durchschnittstemperatur“, die wir nicht einmal direkt messen können, um mehr als 1,5 Grad gegenüber irgendeinem willkürlich definierten Wert aus dem 20. Jahrhundert abweicht.

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        Dr. Lucie Fischer sagte:

        @Richard Ott:
        “ Klima-HYSTERIE“ ist m.E. nicht die richtige Diagnose, da psychiatrisch gesehen hysterische Patienten strukturiertere Symptome und Ängste zeigen, die zudem relativ leicht zu verstehen und zu behandeln sind.
        Mit “ Corona- Virus-Kontaminierungs-Gefahr“ und „Klima-Apokalypse“ werden eher Tendenzen diffuser , frei fottierender, PARANOIDER Ängste erweckt, die sind , weil auf einem viel tiefer gestörten Niveau ,schwer einzudämmen: Empfundene archaische , unsichtbare Bedrohung von allen Seiten.( Da hat der Intellekt dann nichts mehr zu melden).
        Ängste dieser Art sind bei sehr vielen “ Gesunden“ nur durch eine dünne Schicht von
        “ Ich-Stärke“ überzogen, jederzeit mobilisierbar. Wer seine individuellen Alpträume analysieren kann, ist schon einen Schritt weiter, resistenter, antifragil nur die Wenigsten.

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        Richard Ott sagte:

        @Frau Dr. Fischer

        Hmm, ein interessanter Denkansatz. Glauben Sie wirklich, es ist meistens Paranoia? Bei vielen jungen Frauen, also politisch korrekt „Personen mit Gebärmutter“ (griechisch „hystera“), scheinen mir die Symptome eher leicht zu sein. Ein kurzer Einkaufsbummel bei H&M lässt da viele Ängste wieder vergessen, obwohl die fast fashion ja auch ganz schlimm klimaschädlich ist. Vielleicht ist die Hysterie sogar nur vorgetäuscht, um Aufmerksamkeit und Likes zu heischen und dabei noch die eigene moralische Überlegenheit zu bewerben…

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    Dietmar Tischer sagte:

    Die Argumentation im Podcast basiert auf einer falschen Prämisse und einer falschen Zieleinschätzung.

    Die falsche PRÄMISSE:

    Die Mengenreduzierung der CO2-Emissionen mit AUSSCHLIESSLICH Marktmechanismen, also durch handelbare Verschmutzungszertifikate, ist politisch NICHT durchsetzbar, weil sich dadurch Teile der Gesellschaft als DIKRIMINIERT betrachten würden.

    Das sind u. a. in ländlichen Regionen lebende Menschen, die täglich lange Strecken mit dem Auto zur Arbeit fahren und es als UNZUMUTBAR ansehen, noch LÄNGERE Fahrzeiten in öffentlichen Verkehrsmitteln auf sich nehmen zu MÜSSEN – wenn das überhaupt möglich ist bei der gegebenen Verkehrsinfrastruktur -, um auf die IHNEN auferlegten Verschmutzungskosten mit emissionsminderndem VERHALTEN zu reagieren.

    Daher muss z. B. die Verteuerung von Benzin und Diesel durch die konterkarierende ANHEBUNG der Pendlerpauschale zumindest teilweise KOMPENSIERT werden.

    Geschieht dies NICHT, erhält die Politik NICHT die erforderliche gesellschaftliche AKZEPTANZ für die Energiewende trotz eines mehrheitlichen Wollens einer Energiewende.

    Bei zu viel Widerstand könnte sie sogar scheitern.

    Die falsche ZIELEINSCHÄTZUNG:

    Die Politik kann das als VERPFLICHTEND angesehene Ziel der Carbonneutralität 2050 NUR durch DIRIGISTISCHE Zielverfolgung erreichen.

    Würde sie darauf verzichten, verlöre sie Glaubwürdigkeit und Legitimation.

    Märkte können u. U. bei der Zielerreichung helfen, sie kann ihnen aber NICHT überlassen werden, weil Märkte sich KEINE Ziele setzen bzw. die Marktteilnehmer nur INDIVIDUELLE, die im Aggregat regelmäßig nicht zu gesamtgesellschaftlich erwarteten oder gewollten ERGEBNISSEN führen.

    Die Strategie der Politik ist demnach folgende:

    Durch KONSEQUENTEN Dirigismus die AKZEPTANZ aller Akteure soweit wie möglich an die dirigistische durchzusetzenden realen Maßnahmen der Zielverfolgung BINDEN, um möglichst SCHNELL zu einem POINT OF NO RETURN zu gelangen, ab dem die Energiewende zu einem quasi alternativlosen Prozess wird.

    Ist sie so ein SELBSTLÄUFER geworden, können Märkte wieder mehr RELEVANZ gewinnen:

    Erst wenn z. B. die E-Mobilität DURCHGESETZT ist, kann man sie den Märkten überlassen.

    Daher wird die REGULIERUNG auf allen Ebenen so GESTALTEN (wollen), dass AUCH die Akteure der Finanzwelt OHNE differenzierende Abwägungen zu der Primär-Einschätzung gelangen:

    Mit diesem oder jenem „nachhaltigen Investment“ im Sinne von ESG ist man auf der SICHEREN Seite.

    Denn um Sicherheit, d. h. die VERMEIDUNG von RISIKEN geht es zu aller erst bei der hochriskanten Transformation der gesamten Wirtschaft („Physische Risiken“ und „Entwertungsrisiken“).

    Damit sind konventionelle Anlagekriterien nicht für immer, aber erst einmal NICHT vorrangig relevant.

    Salopp gesagt:

    Wer konventionellen Anlagekriterien folgend auf das falsche Pferd setzt, ist selber schuld.

    Der Podcast blendet diese Thematik aus.

    Im Gegenteil, er überspielt sie:

    Der Bezug auf M. Friedman und sein Plädoyer für unternehmerisches Handeln, das sich NICHT gesellschaftlichen WÜNSCHEN unterwirft, ist zwar hochgradig RELEVANT, um eindringlich zu zeigen, was VERLOREN geht, wenn es aufgegeben wird – nämlich nicht mehr in FREIHEIT nach SELBSTGESETZTEN Präferenzen INDIVIDUELLE Ziele erreichen zu können.

    Das Verständnis der nunmehr 50 Jahre alten Darlegungen von Friedman zeigt aber auch, dass wir mittlerweile in einer ganz ANDEREN Welt leben.

    Konkret:

    Friedman weist in dem bei nytimes.com publizierten Artikel ausdrücklich die Auffassung zurück, dass Unternehmen gesamtgesellschaftliche Aufgaben, wie „controlling pollution“ übernehmen MÜSSTEN, weil es, so die Begründung dafür, andernfalls – wenn NUR der Staat die Verantwortung dafür habe – es zu LANGE dauere und zu UNSICHER sei, der Verschmutzung Herr zu werden.

    Der HEUTIGE Staat ist nicht mehr der Staat zu ZEITEN M. Friedmans.

    Heute DIRIGIERT der Staat und die Unternehmen führen aus, was er will – oder sie fallen zurück und gehen unter.

    Das haben vor allem bedeutende Unternehmen weitgehend begriffen:

    NUR wer schneller und konsequenter als andere die gesamtgesellschaftlich GEWOLLTEN Maßnahmen der Energiewende als UNTERNEHMERISCHE Aufgabe begreift und sie erfüllt, wird ERFOLGREICH sein und überleben.

    Dem werden mehr und mehr Unternehmen folgen.

    Wenn das System – Achtung, Doppelsinn – erst einmal NACHALTIG umgestaltet ist, sind aller Erfahrung nach GRUNDLEGENDE Veränderungen für lange Zeiten ausgeschlossen, es sei denn:

    Die Bevölkerung REBELLIERT, ebenfalls nachhaltig, gegen dabei – im weitesten Sinn begriffen – zu erleidende WOHLSTANDSVERLUSTE.

    Das ist nicht ausgeschlossen, denn etwas so gewollt UMFASSEND in die Lebensentwürfe praktisch aller Menschen Eingreifendes wie die Energiewende hat es mit demokratischer Willensbildung noch NIE gegeben.

    Sozialismus wurde dort, wo er in neuerer Zeit existierte, letztlich nur mit der WAFFE durchgesetzt.

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    • Avatar
      H. Hoffmeister sagte:

      Herr Tischer,
      Ihre Ausführungen sind zutreffend – z. B. „Heute DIRIGIERT der Staat und die Unternehmen führen aus, was er will – oder sie fallen zurück und gehen unter.“ – und gruselig. Allerdings sehe ich im domestizierten „Markt“ ihrer Beschreibung auch keinen Markt mehr, sondern ein verbrämtes staatssozialistisches Wirtschaftssystem. Letzterem schreibe ich wie allen Sozialismus-Experimenten eine begrenzte Lebensdauer mit hässlichem Ende zu. Bin gespannt, ob ich es noch erlebe, oder erst meine Kinder das „Privileg“ haben werden.

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