So scheitert Integration – Beispiel Schule

Die F.A.Z. bespricht „Lehrer über dem Limit. Warum die Integration scheitert“ von Ingrid Freimuth. Ein Buch, das Pflichtlektüre für Bildungs- und Sozialpolitiker sein müsste. Es ist erschütternd, was da zu lesen ist und zugleich ein weiteres Beispiel dafür, wie uns unsere Politiker mit voller Absicht vor die Wand fahren lassen.

  • „Mangelnde Einblicke wird man der erfahrenen und engagierten Pädagogin (…) nicht vorwerfen können. Sie hat im Einzelunterricht für Schüler der sozialpädagogischen Lernhilfe und in Kursen an der Volkshochschule für Deutsch als Zweitsprache die unüberwindlichen Hindernisse bei der Integration miterlebt. Und sie hat darunter gelitten, dass sie mit kaum einem Außenstehenden, selbst mit guten Freunden nicht darüber reden konnte, weil ihre Äußerungen immer vorschnell als ausländerfeindlich oder rassistisch abgestempelt wurden. „Bis heute ist es aus Gründen politischer Korrektheit riskant, Unterschiede zwischen Menschen wahrzunehmen und zu beschreiben. Das Fremde als fremd zu erkennen und zu benennen ist nahezu tabu“, schreibt die Pädagogin.“  bto: So ist es.
  • „Was Freimuth vor 20 Jahren aufzuschreiben begann, hat sich durch den Flüchtlingsstrom noch verschärft: eine immer schwierigere und heterogenere Schülerschaft in überfüllten Klassen mit völlig unterschiedlichen Lernvoraussetzungen, in denen einige Alpha-Exemplare der männlichen Schülerschaft den Ton angeben.“  bto: Was soll man in diesem Umfeld lernen?
  • „Ihnen ist mit deeskalierenden verbalen Mitteln nicht beizukommen, sie verstehen nur das Prinzip der Rangordnung und das Recht des Stärkeren. Sobald sich ein Lehrer solchen Schülern zu entgegenkommend oder gar unsicher zeigt, werden sie ihn für ein „Weichei“ und für unterlegen halten.“  bto: Da sind sie ja bei einigen Pädagogen und Sozialarbeitern am richtigen Platz!
  • So ist es: „Viele ihrer Kollegen buhlten entweder instinktlos um Anerkennung und Zuneigung ihrer Schüler, oder sie versuchten, sich ihnen in irregeleitetem Demokratieverständnis „sozusagen gleichberechtigt anzubiedern“. Damit steigerten sie aber nur die Aggressivität beim Rangniederen. Denn der Ranghöhere könne keinen schlimmeren Fehler machen, als Demutsverhalten an den Tag legen, das seinem Rangplatz nicht angemessen sei. Partnerschaftliche und demokratische Unterrichtsstile funktionierten eben nur dann, wenn Lehrer und Schüler die gleichen gesellschaftlichen Wertvorstellungen teilten.“  bto: Das tun sie aber nicht. Sie beugen sich stattdessen Diktatoren.
  • Wenn wir anfangen, die Realitäten in unserem Land genau anzuschauen, und wenn wir damit aufhören, die Abschaffung von Grenzen und Kontrollen mit Freiheit zu verwechseln, dann könnten wir das eventuell schaffen, wovon die Kanzlerin in der Flüchtlingskrise hoffnungsfroh und ohne den Schulalltag genau zu kennen, sprach. Von Kuschelpädagogik und verwuschelten Sozialarbeitern, die ihre Schüler stundenlang nach familiären Missständen befragen, hat Freimuth genug, sie schlägt stattdessen einen Security-Raum für Brennpunktschulen vor, in dem Sicherheitsbeauftragte überwachen, dass ein Schüler einen ihm gestellten Auftrag auch ausführt. (…) Die sozialstaatliche Verhätschelung, mit der einer bestimmten Klientel systematisch Leistungsbereitschaft und Eigeninitiative abtrainiert wird, reiche weit über die Schule hinaus, stellt Freimuth fest und wirft Politikern vor, die Lehrerschaft mit dem Problem alleinzulassen.“  bto: und die Gesellschaft mit Produkt dieser Schulen!
  • Ständig schwänzenden Teilnehmern von Deutschkursen müssten ihrer Meinung nach die Kurskosten von den Zuwendungen gekürzt werden. Kursteilnehmern mit geringem Einkommen werden mindestens 600 Unterrichtsstunden (inklusive Fahrtkosten vom Wohn- zum Unterrichtsort) vom Bundesamt für Migration (BAMF) bezahlt. Am Ende gebe es eine kleine Prüfung, in der nur ein Verständnis von Situationen und die Fähigkeit verlangt wird, sich mitzuteilen. Wer die Prüfung nicht bestanden hat, muss nicht die Kurskosten an das BAMF zurückzahlen, sondern bekommt auf Kosten der Öffentlichkeit weitere 300 Stunden Deutschkurs. Freimuth plädiert dafür, den Deutschschwänzern die Kurskosten von ihren Zuwendungen abzuziehen.“  bto: Genau so muss es sein!
  • „Für genauso wichtig hält sie es, einen Sanktionskatalog für Fehlverhalten im Unterricht zu erstellen. Andernfalls erziehe sich der Staat keine aktiven Leistungserbringer, sondern passive Leistungsempfänger, die gar keine Notwendigkeit sähen, sich zu integrieren.“  bto: keine leistungslosen Gelder mehr. So einfach könnte es sein.

faz.net: „Schonungslose Einblicke in den Schulalltag“, 15. Mai 2018

32 Kommentare
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    Eva sagte:

    Politiker werden hier nichts ändern, denn das Problem ist ein Gesellschaftliches. Es sind nicht nur zugewanderte Kinder, die von unserem Schulsystem in Stich gelassen werden, sondern alle Kinder. Die Kinder werden zunehmend nur noch verwaltet und wegorganisiert: von der Krippe zu Kindergarten, Grundschuhle und weiter. Für Erziehung fühlt sich keiner mehr zuständig. Die Reformpädagogik, wo die Lehrer nur noch als „Lernbegleiter“ agieren tut den Rest. Ich empfehle hierzu Bücher von Michael Winterhoff zu diesem Thema.

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      Dietmar Tischer sagte:

      @ Eva

      >Politiker werden hier nichts ändern, denn das Problem ist ein Gesellschaftliches.>

      Genauso ist es.

      Was könnte die Politik unter diesen Umständen ändern?

      Nichts.

      Die Gesellschaft besteht darauf, dass sie bekommt, was sie haben will.

      Politiker, die das nicht kapieren, werden abserviert.

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        Alexander sagte:

        @ Dietmar Tischer
        >Die Gesellschaft besteht darauf, dass sie bekommt, was sie haben will.

        Tut sie das, oder ist sie Ziel von revolutionärer Veränderung?
        Hat die Gesellschaft alle ihre Institutionen (Religion, Nation, Rasse, Geschlecht) selbst dekonstruiert, oder waren das Ideologen und ihre Fahnenträger unter Medien- und Kulturschaffenden?

        Fröstelt sie, wenn sie von Rasse lesen, oder dem alten Familienbild einer patriarchalen Ehe?….alles dekonstuiert – mvon denselben Leute, die heute begeistert das Ende von Europa durch Masseneinwanderung einläuten.
        Dabei ist nicht der Mensch das Problem, sondern die Vielzahl an Anforderungen (Sprache, Religion, Sozialisation), der wir weder durch Bildung noch durch Arbeitsangebote gerecht werden könnten.

        Die stolzen Verbesserer der 68er Revolution haben keine Unternehmen gegründet, sondern im staatlichen Bildungssystem die Voraussetzung für eine aktuell total verängstigte, orientierungslose Jugend geschaffen. Bis auf Selbstverleugnung kann der junge Mensch von 2018 nur alles falsch machen.

        Dieser link soll keine AfD Werbung sein, kein Statement für die gescheiterte Petry, aber er belegt genau die Bildungsdefizite bayrischer Abiturient(inn)en..
        https://www.youtube.com/watch?v=dKSWHbgLtco

      • Daniel Stelter
        Daniel Stelter sagte:

        Generell würde ich – erneut – und nicht nur auf @Alexander bezogen, darum bitten, bei bto in den Kommentaren mit der Sprachwahl und teilweise auch den Inhalten Zurückhaltung zu üben. „Rasse“ finde ich keine erforderliche und geeignete Terminologie. Ich selber habe mit Menschen aller „Rassen“ – besser Hautfarben, Religionen und kulturellen Hintergründen gut zusammengearbeitet. Ich denke entscheidend sind Intergrationswille und -Fähigkeit. Oft hängt das mit Bildungsniveau zusammen. Je höher die Bildung, desto leichter die Anpassung trotz religiöser und kultureller Unterschiede. Das Problem sind gering gebildete mit wenig Intergatiobsbereitschaft. Hier muss die Gesellschaft weniger Toleranz zeigen und konsequenter die eigene Indentität und die Werte verteidigen. Ich bin sicher, dass sich damit bei bto ein breiter Konsens erzielen liesse und gerade deshalb müssen wir sprachlich aufpassen keinen falschen Eindruck zu erwecken. LG DSt

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        Dietmar Tischer sagte:

        @ Alexander + Carsten Pabst

        >Die Gesellschaft besteht darauf, dass sie bekommt, was sie haben will.

        Tut sie das, oder ist sie Ziel von revolutionärer Veränderung?>

        Ich versuche auch, die Zustände und Entwicklungen anhand von Ursächlichkeit und Mechanismen zu verstehen. Das ist die Basis für Erklärungen. Darüber hinaus muss man auch in Systemen denken, d. h. den GESAMTZUSAMMENHANG mitdenken.

        Was heißt demnach „Ziel von revolutionärer Veränderung“?

        ZIELE können nur Menschen haben, einzeln oder mit Mehrheiten gewollt.

        Demnach ist ein GEGENSATZ, wie er in obiger Frage zum Ausdruck kommt, nicht hilfreich für das Verständnis. Wenn eine revolutionäre Veränderung das Ziel von irgendjemand sein sollte, dann kommt es aus der Gesellschaft.

        Wenn schon, müsste man sagen:

        Die Gesellschaft ist sich selbst das Ziel.

        Wird auf ein Ziel „revolutionärer Veränderung“ hingearbeitet?

        Ich sehe in unserer Gesellschaft niemand von Bedeutung der das tut („Verrückte“ gibt es immer, zählen in diesem Zusammenhang aber nicht).

        Davon zu unterscheiden:

        Es gibt MEINUNGEN, beeinflussende MEINUNGEN – vor allem in den Massenmedien, aber auch am Arbeitsplatz oder im Hausflur oder hier am Blog – die ÜBERZEUGEN produzieren, die bei hinreichendem Gewicht sich in MASSNAHMEN und dann auch als VERÄNDERUNG der Gesellschaft niederschlagen. In Demokratien ist der Hauptmechanismus dafür die WAHL.

        Diese ursächlich anstoßenden Meinungen können wiederum durch sich ändernde Lebensumstände, wie zunehmender Pflegebedarf, Wohnungssituation in den Großstädten oder Verkehrsbedingungen generiert worden sein.

        Oder durch die Nutzung von Technologien, die uns das neue EU-Recht DSGVO beschert hat, was wiederum Taubenzüchtervereine etc. lahmlegt und Selbständige in die Selbstbeschäftigung mit ihrer Website treibt.

        Kurzum:

        Wer so etwas wie „revolutionäre Veränderungen“ feststellt – und Menschen wie ich, die im Greisenalter sind und im Rückblick vielfältig vergleichen können –, sind sich derartige Veränderungen bewusst und stufen manche auch als „revolutionär“ ein, sollte sie richtig VERORTEN.

        Sie sind immer aus der Gesellschaft heraus entstanden, manchmal natürlich auch durch einen „Gewaltakt“ der Regierung, wie etwa die Abschaltung der Atomkraftwerke nach Fukushima.

        Wird er einmal als Fehler eingestuft werden, wie – angeblich die 68er Fehler gemacht haben (Wolfgang Selig) – und ist es heute ein Fehler, dass die Schulen nicht saniert werden und die Eltern sie streichen müssen?

        Mit Blick auf bestimmte ENTWICKLUNGEN und ZUSTÄNDE, die sich dieser oder jener oder auch wieder Mehrheiten mit oder ohne Voraussicht WÜNSCHEN, wurden und werden hier je nach Sicht selbstverständlich FEHLER begangen.

        Sie sind jedoch nicht GEGEN den Mehrheitswillen in Deutschland geschehen, in aller Regel sind sie vom Mehrheitswillen in der Gesellschaft TOLERIERT worden.

        NICHTS geschieht auf DAUER gegen den Mehrheitswillen der Bevölkerung – SOLANGE jedenfalls wie wir eine Demokratie sind.

        Was überhaupt nichts über die „Qualität“ des Mehrheitswillens und der Ergebnisse, die er toleriert oder sogar generiert, besagt.

        Es kommt auf die FOLGEN an – darüber muss diskutiert werden.

        Denn an den Folgen lässt sich bemessen, was und was nicht ALS Fehler zu BEWERTEN ist.

        Ich greife jetzt mal ins oberste Regal, um mit zwei Zitaten zum Nachdenken anzuregen. Der Philosoph L. Wittgenstein:

        „Die Mythologie kann wieder in Fluss geraten, das Flussbett der Gedanken sich verschieben. Aber ich unterscheide zwischen der Bewegung des Wassers im Flussbett und der Verschiebung dieses; obwohl es eine scharfe Trennung der beiden nicht gibt“

        und

        „Ja, das Ufer jenes Flusses besteht zum Teil aus hartem Gestein, das keiner, oder einer unmerkbaren Änderung unterliegt, und teils aus Sand, der bald hier bald dort weg- und angeschwemmt wird“

        Ersetzen Sie „Mythologie“ durch „Ideen“ oder „öffentliche Meinung“ und dann betrachten Sie die Gesellschaft als GANZES: Wir, die Menschen als agierender Fluss, der sich immer wieder einen neue Bedingungen seines Agierens, das Flussbett dauernd mehr oder weniger umformt.

        Ich bin der Überzeugung, dass aus dieser Perspektive weitgreifend richtiges VERSTÄNDNIS erwächst.

        Damit ist natürlich NICHTS darüber gesagt, WOHIN der Fluss fließen soll, ausgehend vom Flussbett, in dem er sich gerade bewegt.

        Darüber ist zu diskutieren – m. A. n. aus dem dargelegten VERSTÄNDNIS heraus.

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        Alexander sagte:

        @ Dietmar Tischer
        >NICHTS geschieht auf DAUER gegen den Mehrheitswillen der Bevölkerung

        Jeder Waffengang in der Geschichte setzte zielführende Propaganda voraus. Erst wenn der Mensch glaubt richtig zu handeln, ist sein Scheitern so katastrophal wie es den Deutschen im 20. Jahrhundert gleich zweimal wiederfuhr.

        Die Verantwortung, der Erzieher/Autoren/Politik gerecht werden müssten ist titanisch.

        Man mag erfolgreich Macht erhalten und internationale Verpflichtungen einhalten, aber das GG mit dem Hindukusch in Einklang zu bringen zeigt wie frei Flussbetten umgestaltetet werden.

        Will der integrierte Bürger seine Existenz als Lehrer nicht gefährden, muss er sich zwangsläufig anpassen – denn der Beamte ist zuerst zum Gehorsam verpflichtet…egal ob das Jahrhundert das 19. – 20. – oder 21.zigste ist.

        Angeleitete Aktionen von Schülern gegen Nazis – kein Einzelfall.
        Angeleitete Aktionen von Schülern gegen illegale Kriege – keine einzige.

        —————
        Was ist die Mehrheit? Mehrheit ist der Unsinn.
        Verstand ist stets bei wenigen nur gewesen.
        Bekümmert sich ums Ganze, wer nichts hat?
        Hat der Bettler eine Freiheit, eine Wahl?
        Er muß dem Mächtigen, der ihn bezahlt,
        um Brot und Stiefel seine Stimm‘ verkaufen.
        Man soll die Stimmen wägen und nicht zählen.
        Der Staat muß untergehn, früh oder spät,
        wo Mehrheit siegt und Unverstand entscheidet.

        Demetrius I. (Sapieha)
        Friedrich Schiller

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        Alexander sagte:

        @ Dietmar Tischer
        >Der von Ihnen zitierte Schiller gibt nichts her für die Argumentation

        Diese Aussage kann nur machen, wer die prekären Verhältnisse nicht kennt, denen immer mehr Bürger ausgeliefert sind. Prekär war nicht nur die Generation Praktikum und sind nicht nur Zeitarbeitskräfte.

        Wer seine über Jahre erworbenen Privilegien in Premiumindustrien nicht verlieren will, schweigt. Änderungskündigungen aufgrund gewerkschaftskritischem Verhalten gibt es, zur Erziehung der Masse.

        Machterhalt beginnt ganz unten und stabilisiert Systeme.

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        Dietmar Tischer sagte:

        @ Alexander

        >Der von Ihnen zitierte Schiller gibt nichts her für die Argumentation

        Diese Aussage kann nur machen, wer die prekären Verhältnisse nicht kennt, denen immer mehr Bürger ausgeliefert sind.>

        Ist das die BEGRÜNDUNG dafür, dass die heutige Gesellschaft der zu Schillers Zeiten gleicht, u. a. bezüglich der Willensbildungsprozesse durch unser heutiges Wahlsystem?

        Und woher wissen Sie, welche Verhältnisse ich kenne oder nicht kenne?

        Sie wissen es nicht, also argumentieren Sie besser nicht damit.

        >Machterhalt beginnt ganz unten und stabilisiert Systeme.>

        Kommt darauf an, was die „ganz unten“ für eine Perspektive haben.

        Nach WK II hatten sie eine fantastische, heute haben sie kaum eine verglichen mit der vorangegangener Zeiten.

        Deshalb MUSS umverteilt werden, um das System zu stabilisieren.

        Spannend dabei:

        Muss SOVIEL umverteilt werden, dass das System nicht mehr leistungsfähig genug ist, die weitere Umverteilung REAL durch Ressourcenallokation zu bewerkstelligen und es sich DAHER destabilisiert?

        Ich habe auch keine Kristallkugel, bin aber überzeugt, dass es in diese Richtung geht.

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        Alexander sagte:

        @ Dietmar Tischer
        Nehmen sie zur Kenntnis, dass Einschüchterung zu den Methoden gehört, wie heute Willensbildungsprozesse gelenkt werden? Nicht nur gegen AfD Funktionäre, sondern auch gegen Eltern im Kindergarten, an Arbeitsplätzen, in Schulen und Universitäten?
        Die Märkte sind so gesättigt und geschlossen, dass Chancen an Beziehungen und Wohlverhalten gekoppelt sind. Es gibt wohl viel Arbeit, aber nur wenige auskömmlich entlohnte Positionen. Daher lasse ich mir den Schiller nicht abkanzeln von zwei Zeilen, weil sie vielleicht -noch- nicht zur Kenntnis genommen haben, wie unsere freiheitlich demokratische Grundordnung von ein paar wenigen zu Schanden geritten wird.

        Des Friedens willen muss umverteilt werden. Seit Grenzöffnung steigen die Kosten ins unendliche, während Bildungserfolge auf sich warten lassen – bei einem Teil hier schon länger lebender Menschen mit/ohne Migrationshintergrund.

        Es wird sehr schwer für kommende Erbengenerationen ihren Anspruch auf vier ererbte Häuser zu behaupten, wenn große Zahlen von Menschen in Containern ihr dasein fristen.

        Es wird sogar sehr schwer den Zuwanderern unsere freiheitlich demokratischen Werte, samt Willensbildungsprozess und Wahlrecht zu verabreichen – wobei es ganz leicht ist, die Leute wählen zu lassen.

        Sollte sich zukünftig die Qualität nicht drastisch verbessern, darf man das Zitat von Schiller sogar wörtlich nehmen.

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        Dietmar Tischer sagte:

        @ Alexander

        Wir stimmen in vielem überein, hier aber nicht.

        >Nehmen sie zur Kenntnis, dass Einschüchterung zu den Methoden gehört, wie heute Willensbildungsprozesse gelenkt werden? Nicht nur gegen AfD Funktionäre, sondern auch gegen Eltern im Kindergarten, an Arbeitsplätzen, in Schulen und Universitäten?>

        Das nehme ich nicht zur Kenntnis, und zwar nicht, weil ich wegschaue, sondern weil ich es nicht wahrnehmen kann.

        Was ich vielmehr sehe – genauer: lese und höre –, ist das Gegenteil von Einschüchterung:

        RESPEKTLOSIGKEIT in den Klassenräumen, der Polizei gegenüber, auch Eltern im Kindergarten gegenüber den Erziehern und Erzieherinnen, an den Universitäten sowieso, wo man Professoren mit der falschen Auffassung sehr wohl einzuschüchtern versteht. Respektlosigkeit nehmen sich übrigens auch AfD-Funktionäre heraus („Kümmeltürken“). Am Arbeitsplatz ist Respektlosigkeit wohl weniger der Fall.

        >Die Märkte sind so gesättigt und geschlossen, dass Chancen an Beziehungen und Wohlverhalten gekoppelt sind.>

        Das sehe ich für bestimmte Branchen und Jobs genauso.

        Das ist aber etwas anderes als Einschüchterung.

        All dies hat nichts mit Ihrem Schiller zu tun.

        Ich erlaube mir, ihn thematisch zusammenzufassen und ihm und damit auch Ihnen zu entgegnen:

        >Was ist die Mehrheit? Mehrheit ist der Unsinn.
        Man soll die Stimmen wägen und nicht zählen.>

        Wenn JEDER wählen kann, muss man die Stimmen zählen. Und zu recht sind ALLE einverstanden, dass heutzutage gezählt und nicht gewogen wird. Darüber wird nicht einmal diskutiert, so selbstverständlich ist das.

        >Hat der Bettler eine Freiheit, eine Wahl?
        Er muß dem Mächtigen, der ihn bezahlt,
        um Brot und Stiefel seine Stimm‘ verkaufen.>

        Das muss er – heute Hartz IV-Empfänger – nicht. Auch die, denen er seine Stimme NICHT verkauft (die er nicht wählt) sorgen dafür, dass er sein Brot bekommt. Er hat auch Lobbyisten, die für ihn „arbeiten“. Das können Sie in jede Sozial-Talk Show erleben. Nicht jeder, aber manche haben schon eine Wahl. Die ist mitunter aber nicht attraktiv genug. Also nehmen sie sich die Freiheit, auch mal dankend abzulehnen, was angeboten wird. Dafür reicht der Verstand schon. Und nur ein krummes Wort, schon muss der Minister bei der Hartz IV-Empfängerin zum Rapport antreten.

        Was hat das mit Schiller zu tun. Nichts.

        >Verstand ist stets bei wenigen nur gewesen.
        Der Staat muß untergehn, früh oder spät,
        wo Mehrheit siegt und Unverstand entscheidet.>

        Das ist wohl wahr.

        Das ist zu allen Zeiten so gewesen – schon Platon hätte das unterschrieben. Es wird sich nicht ändern. Insofern ist diese Feststellung von Schiller nichts, was das BESONDERE der heutigen Zeit erklärt.

        Kurzum:

        Wenn Sie auf Ihrem Schiller bestehen, um HEUTIGE Verhältnisse von ihm beklagen zu lassen, dann UNTERSCHLAGEN Sie mehr als 200 Jahre zivilisatorische Entwicklung.

        Ich wundere mich, dass gerade Sie das nicht erkennen wollen.

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        Alexander sagte:

        @ Dietmar Tischer
        >RESPEKTLOSIGKEIT in den Klassenräumen..ff.
        Damit sprechen sie die Generation der Kampf-Hubschraubereltern (vgl. Josef Kraus) an, deren Zöglinge sich im Anschluss aufführen und politisch korrekt, gelernt von den Eltern, zum Horror ihrer Erzieher gebärden.

        Dieses Phänomen entweicht in weiterführende Schulen und diese Kinder stellen heute schon/nur 50% eines Jahrganges. Von den übrigen 50% hören und lesen sie – nichts.

        Einschüchterung von ausländischen Eltern gegen Erzieher, gerne mit Xenophobie, Islamophobie, wird politisch korrekt verschwiegen – vom Schulsystem. Da prüfen verschleierte Mütter die Rechnungen der Schulspeisung nach, ob das Fleisch (für alle!) halal geschächtet wurde….und man stellt Lehrkräfte an den Pranger, weil diese „Scheiß Türken“ gesagt haben sollen….in Bayern!

        Politisch korrekte Einschüchterung stellen wir beide also fest. Dabei gehen wir noch nicht auf Fußballvereine ein, die keine AfD Anhänger unter ihren Fans sehen wollen – nicht die Kirchen, die Parteien wie die AfD vom Kirchentag ausschließen und die parteiischen Stellungnahmen von Kirchenführern…

        Selbstverständlich arbeiten evangelische Bildungswerke mit Organisationen gegen rechts zusammen. Anlässlich so einer Veranstaltung hat der Leiter dieser Stelle ( http://www.bayerisches-buendnis-fuer-toleranz.de/projektstelle-gegen-rechtsextremismus/ ) erklärt, dass er mit den Trägern von Kindergärten spricht um rechte Eltern zu isolieren, d.h. keine Plätze für deren Kinder. Dieser Mann spricht auch (Zitat wörtlich) „mit den Arbeitgebern von rechten Genossen und deren Auftraggebern….weil es für Intoleranz keinen Platz geben dürfe“. Was rechts ist, bestimmt wer? Linke? Trotzkisten? Maoisten? Die Linke/PDS/SED oder die bayrischen Staatsregierung, die in obigem Verein Mitglied ist?

        Es findet keine Diskussion, Überzeugung statt, sondern offene Verfolgung. Das beinhaltet auch gelockerte Radmuttern von AfD Funktionären, Vandalismus und Körperverletzung….von Heranwachsenden an alten Leuten.

        Ich finde es müßig „saudumme“ Aussagen von rechten Möchtegernführern mit ebenso klugen Aussagen von linken Spinnern aufzuwiegen.

        Das Land ist gespalten und die machthabende Fraktion tut alles um ihr System zu stabilisieren. Dazu gehören auch Wahlempfehlungen von Gewerkschaften und berufliche Konsequenzen, bei Fehlverhalten – für Beamte, Arbeiter, Freiberufler u. Akademiker.

        Auch wenn sie Recht haben, Schiller -aktuell- nicht zu wörtlich zu nehmen, ist das Thema Wahlversprechen keines? „Wenn -ICH- mit 60 in Rente gehen kann, wähle ich die SPD“ – so hieß es im Ministerpräsidentendorf vor der BTWahl 2017. Auf das Hubschraubergeld warten die Wähler der Linken sehnsüchtig, das geht in den Konsum. Zur Zeit macht die CSU Wahlwerbung mit Kreuzerlassen, obwohl man >20 Jahre tatenlos zusah, wie aus der Türkei bezahlte Lehrer in bayrischen Schulen türkischen Nationalismus lehrten….das Wahlverhalten verrät den Erfolg.

        Was -ich- Schiller unterstelle ist die Erkenntnis, dass die Freiheit zur Wahl an Voraussetzungen gebunden ist, die der Wähler erst erfüllen muss. Heute darf er, anders als vor 200 Jahren, soviel lernen, dass seine Entscheidung Qualität hat. Von diesem Recht machen immer weniger Menschen Gebrauch, so dass der Wahlerfolg der Parteien abnehmend von Inhalten als von Emotionen abhängig ist.

        Für diesen Fall benennt Schiller zeitlos die Konsequenz:
        >Der Staat muß untergehn, früh oder spät,
        wo Mehrheit siegt und Unverstand entscheidet.<

        Das kann durch Umverteilung, Geldpolitik und Einschüchterung in die Länge gezogen werden, ändert aber nichts am Endergebnis.

        Wenn nun linke Politiker fordern, den Schutzsuchenden auch ohne Staatsbürgerschaft das Wahlrecht zu verleihen, ist das sehr nützlich für den Machterhalt derselben. Die Menschen aus aller Herren Länder werden dann ohne Ahnung von europäischer Geschichte, Demokratie, Menschenrechten und regionalen Bürgerpflichten die Partei wählen, die ihnen die größtmöglichen Versprechen macht – Dissens
        ?
        Mit nichts als dem Leben, sind Schutzsuchende genau das Lumpenproletariat (Zitat Henryk Broder), das zu befreien wir Sozialstaaten finanzieren.

        Warum die Politik aktuell die Leistungskraft unserer Sozialsysteme auf die Probe stellt, wo wir die Misserfolge des Bildungssystems besonders bei Migranten beklagen – ist mir vollkommen unerklärlich.

        Für mich ist Demokratie kein Selbstläufer, der einmal eingeführt automatisch Heil bringt. Das zu glauben verbietet die Geschichte, weil sich stabile Staaten nach Demokratisierung – OHNE BILDUNG – in shitholes (Zitat Präsident Trump) verwandelt haben.

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        Dietmar Tischer sagte:

        @ Alexander

        >Was -ich- Schiller unterstelle ist die Erkenntnis, dass die Freiheit zur Wahl an Voraussetzungen gebunden ist, die der Wähler erst erfüllen muss. Heute darf er, anders als vor 200 Jahren, soviel lernen, dass seine Entscheidung Qualität hat. Von diesem Recht machen immer weniger Menschen Gebrauch, so dass der Wahlerfolg der Parteien abnehmend von Inhalten als von Emotionen abhängig ist.>

        Das kann man so sagen.

        Das ist in etwa auch so schon vor fast 2.500 Jahren analysiert, strukturell thematisiert und systematisiert worden. Lesen Sie „Der Staat“ von Platon und speziell das, was er über die Demokratie sagt.

        Die Athener Demokratie ist natürlich nicht unsere, aber es gibt starke Parallelen, wenn wir über TRANSKULTURELLE Phänomene wie das Wissen der Menschen, ihre Einstellungen und Interessen sowie Formen der Machtausübung und – aus allem folgend – über gesellschaftliche und politische Defizite reden.

        Also, nichts wirklich Neues, was Sie hier sagen, aber auch nichts Unwichtiges, weil es gesellschaftlich relevant ist.

        Darüber kann man ewig diskutieren.

        Ich finde es spannender, sich über das auszutauschen, was hier am Blog verhandelt wird:

        Wir, seit Jahrzehnten eine wohlhabende Gesellschaft, in der Nähe von Vollbeschäftigung, mit einem außergewöhnlichen Sozialsystem und „Kein großes Land wurde so gute regiert wie Deutschland“ (Klaus von Dohnanyi) – beneidet rund um den Globus.

        Ein historischer Glücksfall also, der mittlerweile einige Kratzer hat und in dem sich Missmut ausbreitet, aber immer noch eine Gesellschaft in weitaus besserer Verfassung als die allermeisten anderen.

        Das alles vor einem Hintergrund, der sich im Land selbst und jenseits der Grenzen dramatisch verändert (BEYOND the ovbious).

        Damit die wirklich interessanten Fragen stellend:

        Was erwartet uns, wie reagieren wir darauf und wo stehen wir in der Zukunft?

        Jeder kann sich natürlich mit dem beschäftigen, was ihn interessiert.

        Tun Sie das, ich habe Ihnen hier geantwortet, bin aber mit anderem unterwegs.

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      Carsten Pabst sagte:

      Sehr geehrter Herr Tischer, hallo Eva,
      natürlich sind viele Probleme im Bildungssystem auf Probleme in der Gesellschaft zurückzuführen. Aber eben nicht alle. Dies ist mir zu einfach gedacht. Gerade im ländlichen Raum werden Kinder eben nicht von Hort zu Kindergarten und anschließend in den Schulen wegorganisiert. Dies wäre allein aufgrund fehlender Infrastrukturen nicht möglich, einen Hort finden Sie auf dem weiten Land selten. Dies mag in städtischen Gebieten zutreffen.
      Desweiteren sind z.B. bei uns im Kreis die Eltern sehr engagiert. Da werden Klassenräume gestrichen, die Außenanlagen von Kindergärten angelegt….
      Dies können Eltern auch gerne leisten, davon bricht keinem eine Zacke aus der Krone. Aber ist dies normalerweise nicht Aufgabe der Politik, die nötige Infrastruktur zu stellen? Dies wurde bei uns jahrzehntelang vernachlässigt, in anderen Landkreisen ist es ähnlich. Die Ausstattungen der Schulen ist nicht den Lehrnmethoden des 21. Jahrhunderts angepasst, in unserem Gymnasium sind Klassengrößen bis zu 35 Schüler der Normalfall, dies ist im Landkreis in allen Schulen eher die Regel, als die Ausnahme. Wer ist Ihrer Meinung nach für die Anzahl der Lehrer an den Schulen zuständig? Wer hat in den letzten Jahren vermehrt Schulreformen auf den Weg gebracht, insbesondere die Rechtschreibreform fällt mir hier als Negativbeispiel ein? Wer schüttet die Lehrer heutzutage mit Verwaltungsaufgaben zu, sodaß der eigentliche Unterricht auf der Strecke bleibt? Somit hat die Politik in meinen Augen einen sehr großen, leider negativen Einfluss auf die Probleme in unserem heutigen Schulsystem. Und da kommt es meistens noch auf die politische Ausrichtung der letzten Jahre(zehnte) im jeweiligen Bundesland an. Oder kennen Sie Stadtstaaten mit einem funktionierenden und hohem Bildungsniveau an Ihren Schulen? Mir fallen da keine ein.
      Freundliche Grüße
      Carsten Pabst

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      Wolfgang Selig sagte:

      Ich denke, Sie treffen den Nagel auf den Kopf. Die Politik trottet der Gesellschaft nur hinterher. Im Prinzip baden wir heute u.a. die Fehler der 68er aus. Erst wenn die Gesellschaft sich ändert, ihr Konsumverhalten, ihr Einstellung zu Kindern und zur Erziehung, ihr Medienverhalten, usw. ändert sich die Politik. Hier gibt es zwar erste Ansätze wie auf diesem Blog oder auch bei Cicero oder TE, aber ob das eine eine langsam wachsende Gegenbewegung wird oder doch nur eine kleine Filterblase bleibt wage ich noch nicht zu prognostizieren.

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  2. Avatar
    Axel sagte:

    Auch im halbwegs gut integierten Bekanntenkreis, hab ich schon Eltern zu ihren jugendlichen Kindern sagen hören „Mach Dir keine (beruflichen) Sorgen. Du bist hier in Deutschland.“ Warum sich also um gute schulischen Leistungen kümmern?
    Bei vielen aus der ganzen Welt hat sich festgesetzt: Hast Du es erstmal nach Deutschland geschafft, wirst Du gepampert. Von der Wiege bis zum Grab. Wer sich etwas im Sozialsystem auskennt, weiß, wie recht sie haben…Meiner Meinung nach ist Deutschland völlig überzüchtet. Keiner wünscht sich ein Finanzaramageddon. Trotzdem hoffe ich, daß nach einem reinigendem Gewitter die Deutschen wieder etwas „Biss“ entwickeln und wieder befähigt werden, sich eigenmächtig ihres Verstandes zu bedienen und nicht mehr aus meinungsdiktatorisch verordneter Pseudohumanität jeden und alles zu alimentieren.

    Bis dahin: Laßt uns das Renteneintrittsalter und die Sozialabgaben erhöhen. Laßt uns dafür Sozialarbeiter, Psychologen, Integrationshelfer, BAMF Mitarbeiter, Richter, Inklusionslehrer, Hebammen, Polizisten, usw…auf Staatskosten einstellen, um unserer humanitären Verpflichtung, jeden IS Rückkehrer und Identitätsbetrüger, angemessen zu bewirtschaften, bzw. überwachen, nachzukommen. Wir haben ja was gutzumachen.
    Feiern wir unsere Unterwerfung als Verteidigung europäischer und christlicher Werte und sonnen uns in unserem wonnigen Gemüt, wenn der Pfarrer und dir Frau Bundeskanzlerin uns über unser Köpflein streicheln und uns versichern, wir gehören zu den Guten Bundesbürgern…

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    Carsten Pabst sagte:

    Über was regen wir uns eigentlich auf?
    Der Besuch einer deutschen Behörde langt vollkommen, um grundlegende Fehler zu erkennen. Alle Formulare, Dokumente und sonstige Schreiben gibt es in unzähligen Sprachen, insbesondre die arabischen Sprachen sind hier zu nennen. Gehen Sie aufs die Webseite des Auswärtigen Amtes. Übersetzungen in 7 Sprachen, die Webseite ist sogar in leichte Sprache zu wandeln. Und nun gehen sie auf die Seite der kanadischen Botschaft: Englisch und Französisch, die Amtssprachen Kanadas.
    Warum sollte ein Migrant, Ausländer, Zugezogener, nicht Deutschstämmiger…. hier die Sprache schnellstmöglich lernen, wenn er keinen Anreiz oder besser noch keinen Druck verspürt und alles in seiner Heimatsprache vorgekaut bekommt?! Und so wird es oftmals von Generation zu Generation weitergegeben und um diesen Tanker zu drehen, bedarf es mehr als hohle Wahlplakate zum deutschen Bildungssystem vor den jeweiligen Wahlen.
    Freundliche Grüße
    Carsten Pabst

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    Alexander sagte:

    Wer mit 15 Jahren einen Medikamentenbeipackzettel nicht versteht, begibt sich im Erwachsenenalter eventuell in Lebensgefahr. (vgl. PISA u. https://www.tagesspiegel.de/wissen/risikoschueler-in-der-pisa-studie-oecd-fordert-mehr-hilfen-fuer-schwache-schueler/12941270.html )

    So ein junger Mensch kann mit handwerklichem Geschick durchaus Marktchancen entdecken. Bis dahin müssen die Voraussetzungen zur Unternehmensgründung migrationsgerecht abgeändert sein, so dass dem Glück nur noch das –
    Arbeitsrecht (Gewerbeordnung, Berufsgenossenschaften),
    Ausbildungsrecht,
    Sozialversicherungsrecht,
    Handelsrecht,
    Steuerrecht,
    Handwerksordnung,
    Bilanzierungsbestimmungen und einiges mehr
    …im Wege stehen.

    Bleibt es bei dem ersatzlosen Schwund von indigenen Fachleuten in die Rente und der Akademisierung zum ÖTV, werden Handwerk und Dienstleistung sehr stark von Migranten bestimmt werden.

    Das wird der Zeitpunkt sein, wo Steuererklärungen auf einem Bierdeckel Platz finden, weil die Mehrheit nicht mehr Geduld zum Ausfüllen und Lesen mitbringt. Es wird auch ungenügend viele Steuerdienstleister geben, deren Personal ebenso überaltert und ausgebrannt ist – wie der Rest der ehemaligen Leistungsträger.

    „Das Land wird sich grundlegend ändern und ich freue mich darauf.“

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    JM sagte:

    Pflichtlektüre für Politiker? Was soll das? Diese Dinge sind ja nicht erst seit gestern bekannt. Aufmerksame Zeitgenossen registrieren diese schleichenden Entwicklungen schon seit Jahren.
    Und ich gehe davon aus, dass auch Politiker ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit besitzen, um bestimmte Entwicklungen in der Gesellschaft zur Kenntnis zu nehmen.

    Es ist ja nicht so, dass die Politiker all das nicht wüssten. Entscheidend ist vielmehr nach meiner Einschätzung, dass die politische Klasse nichts ändern KANN oder WILL.

    Und daran kann eben auch eine Pflichtlektüre nichts ändern.

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    Arne Binkler sagte:

    Als Lehrer an einer berufsbildenden Schule, mit teilweise „schwierigen“ Klassen, kann ich zwar die gleichen Beobachtungen machen. Allerdings halte ich die hier geschilderten Mittel weder für geeignet, noch dem freiheitlich-demokratischen Ansatz unserer Gesellschaft angemessen.

    Zwischen dem „anbiedernden“ und „gleichberechtigten“ Stil existiert nämlich noch eine ganze Bandbreite anderer Umgangsformen. Sollte ich auf oben genannte Klassen treffen, so demontiere ich die „Alpha-Exemplare“ mit ihren eigenen Waffen und stelle sie vor der Schülerschaft bloß. Denn nichts ist in diesen Momenten wichtiger, als ihr eigener Stolz. So eingenordet wendet sich der Rest der Schülerschaft wieder der Lehrkraft zu und es lässt sich wunderbar unterrichten. Ein bis zwei Wiederholungen sind meist noch einmal nötig und häufig folgen dann auch die „Alpha-Exemplare“ dem Unterricht für den Rest des Schuljahres.
    Dies ist nur als eine Möglichkeit unter vielen, mit schwierigen Situationen umzugehen. Unterricht ist nunmal auch eine soziale Situation und darauf muss die Lehrkraft angemessen reagieren. Kann/will sie das nicht, so sollte sie darüber nachdenken, ob der richtige Beruf gewählt wurde.
    Ein „Security-Raum“ und „Sicherheitsbeauftragte“ an Schulen halte ich aber für unnützen oder gar gefährlichen Quatsch, der keines der Probleme löst, sondern vermutlich eher zu starken Gegenreaktionen führt.

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      Carsten Pabst sagte:

      Hallo Herr Binkler,
      Ingrid Freimuth arbeitete an Haupt- und Realschulen in Raum Frankfurt. Sie arbeiten an einer berufsbildenden Schule, insofern haben Ihre Schüler in der Regel einen Ausbildungsbetrieb im Nacken. Aus eigener Erfahrung lässt sich dadurch vieles durch einen Anruf im Betrieb auf dem kurzen Dienstweg regeln, insbesondere im Hinblick auf schwierige Schüler, oder?
      Freundliche Grüße
      Carsten Pabst

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    • Avatar
      Alexander sagte:

      @ Arne Binkler

      Sie haben Recht, dass ein Ausbilder nicht nur das Alpha Tier diskreditieren muss, sondern auch die respektierte Führungsfigur der Klasse sein soll.
      Unangenehmes darf nie abgewälzt werden um nicht eigene Integrität zu beschädigen, denn Angst wittern die betreffenden Alphas sofort.

      Auf die Dauer werden sie so oft geprüft werden, dass ihre Kräfte rasch Grenzen finden = burn out. Das Schulsystem wird sie im Stich lassen und mit Floskeln ab zu speisen wissen. Am Ende reduziert man ihre „Macht“ politisch korrekt auf das eine Wort „bitte“, der Rest ist Zirkus….

      Ausbildung kann nur dann erfolgreich sein, wenn beiden Seiten angstfrei am interkulturellen Austausch des Wissens interessiert sind.(gilt für alle Bereiche).
      Erfolg kann man nicht erzwingen, auch nicht durch bloßstellen von Benachteiligten.

      Freiheitlich demokratisch ist auch nur eine Floskel, wenn der Kurs mit vorbestraften Schlägern, Dealern, Dieben, Abhängigen oder Islamisten besetzt ist….und es genügt ein Einziger davon.

      @Jonas B.
      Die feine Ironie von Katja Göring Eckardt gefällt ihnen nicht?

      Antworten
  7. Avatar
    MFK sagte:

    Lustig auch, dass in Berlin 44% der Fahrschüler durch die theoretische Fahrprüfung fallen, Frau Merkel aber glaubt, Flüchtlinge zu Kraftfahrern umschulen zu können. Wer schon mal den Führerschein der alten Klasse 2 gemacht hat, weiß dass dort noch viel mehr theoretisches Wissen abgefragt wird, als beim Führerschein der Klasse 3. Dennoch handelt es sich im Vergleich zum Schulbesuch um ein überschaubares Wissen, was hier vorausgesetzt wird. Wer also noch nicht einmal dieses überschaubare Wissen verinnerlichen kann, dürfte auf den Arbeitsmarkt nur einfachste Hilfsarbeiten ausführen können. Das will die Politik aber nicht eingestehen. Man muss hier von totaler Realitätsverweigerung sprechen.

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