Klimawandel: Rationaler Umgang statt emotionaler Panik

Morgen (6. Februar 2022) habe ich Bjørn Lomborg zu Gast in meinem Podcast.

Dr. Bjørn Lomborg ist Präsident des Copenhagen Consensus Center und Visiting Fellow an der Hoover Institution der Stanford University. Das Copenhagen Consensus Center ist eine Denkfabrik, die die intelligentesten Wege erforscht, Gutes zu tun. Für diese Arbeit wurde Lomborg vom TIME Magazine zu einem der 100 einflussreichsten Menschen der Welt ernannt. Zu seinen zahlreichen Büchern gehören „False Alarm: How Climate Change Panic Costs Us Trillions, Hurts the Poor, and Fails to Fix the Planet“, „The Skeptical Environmentalist“, „Cool It“, „How to Spend $75 Billion to Make the World a Better Place”, “The Nobel Laureates’ Guide to the Smartest Targets for the World 2016-2030” und “Prioritizing Development: A Cost Benefit Analysis of the UN’s SDGs”.

In Wikipedia ist Folgendes über ihn zu lesen: “Lomborg ist aufgrund seines provokanten Auftretens, seines Umgangs mit Quellen und Statistiken sowie der als einseitig kritisierten Ergebnisse seiner Bücher umstritten. (…) Bei Gegnern der konventionellen Umweltschutzpolitik wurde Lomborg populär. (…) Er stand bzw. steht zudem in Verbindung mit vielen konservativen und libertären Think Tanks wie dem Competitive Enterprise Institute, der Hoover Institution, dem Heartland Institute, dem Environmental Assessment Institute, der Cooler Heads Coalition und dem Fraser Institute, die unter anderem gezielt die Klimawandelleugnung vorantreiben.”

Und so einen lade ich ein? Er schreibt zwar in vielen anerkannten Medien wie dem Wall Street Journal und der WELT aber er hat – wie Wikipedia schreibt – einen Ruf als „Klimaleugner“.

Sollte man ihn einladen? Vor allem laufe ich nach den letzten Folgen dieses Podcasts Gefahr, meine treuen Hörer endgültig zu verprellen. Nun, ich hoffe nicht.

Warum ich das Risiko eingehe, hat mit dem letzten Buch von Bjørn Lomborg zu tun: “Klimapanik – Warum uns eine falsche Klimapolitik Billionen kostet und den Planeten nicht retten wird”.* Folgendes fiel mir in dem Buch, das am 25. Januar 2022 in deutscher Sprache erschien, auf:

Bjørn Lomborg:

  • Leugnet den Klimawandel keineswegs.
  • Betont den Anteil des Menschen an diesem Klimawandel.
  • Sieht den Klimawandel als ein sehr großes Problem.
  • Deshalb sollten wir auch etwas gegen den Klimawandel tun.
  • Er erlaubt sich aber etwas, was mir gefällt: Er macht eine Kosten-/Nutzen-Rechnung auf.
  • Denn NIEMAND – auch nicht der UN-Klimarat – erwartet den Untergang der Menschheit, wenn die Temperaturen weiter ansteigen.
  • Was wir bekommen, sind Veränderungen, die für einige schlecht und für andere positiv sind.
  • Wir werden herausgefordert, uns an die Veränderungen anzupassen.
  • Und die Kernaussage ist, dass mehr Wohlstand in der Welt – vor allem eine Steigerung des Wohlstands der armen Länder – viel mehr hilft als einseitige Klimamaßnahmen, die ohnehin nur einen begrenzten Effekt haben.

Highlights aus dem Buch “Klimapanik”:

Vorab: Den Titel finde irreführend, da er den Eindruck erweckt, dass der Klimawandel und seine negativen Folgen geleugnet bzw. ignoriert würden. Das ist jedoch nicht der Fall, sondern es ist ein Buch, mit dem Bjørn Lomborg für den rationalen Umgang mit dem Klimawandel und seinen bedenklichen Schäden plädiert.

Das sieht man schon daran:

“Seit 20 Jahren beteilige ich mich an der globalen Diskussion über Klimapolitik (…). In all dieser Zeit habe ich gewarnt, der Klimawandel stelle ein echtes Problem dar. (…) Die Wissenschaft ist sich einig, dass der Treibhauseffekt in allererster Linie vom Menschen verursacht wird, einigermaßen einig ist sie sich auch über die Auswirkungen auf die globalen Temperaturen und den Anstieg des Meeresspiegels.”

Um dann allerdings das zu sagen, was man eben nicht so gerne hört. Ich erinnere an Ricarda Lang, die bei hartaberfair allen Ernstes sagte, Deutschland wäre demnächst „unbewohnbar“. Das ist der Alarmismus, den Lomborg kritisiert.

“Die Wissenschaft zeigt, dass Sorgen wegen einer Klima-Apokalypse unbegründet sind. Der Klimawandel findet statt. Er bedeutet aber nicht das Ende der Welt, sondern stellt ein lösbares Problem dar. Trotzdem glaubt fast die Hälfte der Weltbevölkerung, der Klimawandel werde die Menschheit ausrotten. Das hat die politische Realität zutiefst verändert. Immer mehr und weitreichendere Gesetze werden verabschiedet – nur sind die Maßnahmen meist verfehlt. Mit stierem Blick aufs Klima fixiert, vernachlässigen wir zahllose andere Probleme wie Pandemien, Hungersnöte, politische Konflikte oder Kriege. Oder wir subsumieren sie unter der Flagge des Klimawandels.”

Gut, warum Frau Lang und andere Politiker das sagen, ist klar: Sie wollen Wählerstimmen bekommen. Denn sonst dürfte es schlecht werden mit der Karriere …

Der Schaden ist erheblich, meint nicht nur Lomborg:

“Unsere Besessenheit vom Klimawandel führt dazu, dass wir heute nicht mehr nur Milliarden für nutzlose Maßnahmen aus dem Fenster werfen, sondern Billionen. Gleichzeitig ignorieren wir die dringlicheren und viel einfacher lösbaren Probleme der Welt – und jagen Erwachsenen wie Kindern eine Heidenangst ein, die sachlich unbegründet ist und moralisch verwerflich. Der Klimawandel ist real und wird hauptsächlich von Kohlenstoffdioxid verursacht, das Menschen beim Verbrennen fossiler Brennstoffe freisetzen. Wir sollten dringend etwas dagegen tun – aber intelligent. Damit das gelingt, müssen wir aufhören, so fürchterlich zu übertreiben, ständig von »Jetzt oder nie« zu sprechen und alle anderen Probleme dieser Welt zu vernachlässigen. Viele Klimaaktivisten behaupten Dinge, die wissenschaftlich schlicht nicht belegt sind. Implizit oder sogar explizit gehen sie davon aus, dass bei einem so wichtigen Thema Übertreibungen erlaubt seien.”

Auch eine wichtige und richtige Beobachtung:

“Ironisch an der Debatte um den Klimawandel ist auch, dass oft jene Menschen am lautesten protestieren, die ebenso die globale Einkommensungleichheit kritisieren. Dabei übersehen sie aber die Tatsache, dass die Kosten für den Klimaschutz überproportional auf die Ärmsten der Welt entfallen. Denn zur Klimapolitik gehört oft, dass fossile Brennstoffe verteuert werden. Wird Energie teurer, bezahlen wir letztlich alle mehr, um unseren Wohnraum zu beheizen. Da Arme aber einen größeren Anteil ihres Einkommens für Energie ausgeben, trifft eine Preiserhöhung sie im Verhältnis viel stärker. Schon heute leiden selbst in der reichen Welt geschätzt 200 Millionen Menschen an Energiearmut, was bedeutet, dass Energiekosten mehr als ein Zehntel ihres Einkommens auffressen.”

Einführung:

Schon  in der Einführung macht Lomborg in knappen Punkten klar, wie er das Problem sieht und wie er es lösen würde:

Erstens fordere ich, dass wir die Klimapolitik ebenso evaluieren wie alle anderen Politikmaßnahmen auch: anhand einer Kosten-Nutzen-Analyse. In unserem Fall bedeutet das, dass wir Kosten und Nutzen (weniger klimabedingte Schäden) unserer Klimapolitik abwägen. Die drohenden Schäden werden uns ständig unter die Nase gerieben, aber die Kosten verminderter Emissionen sind ebenso real, und sie treffen oft die Schwächsten der Gesellschaft. bto: dem kann man als nüchtern denkender Mensch nur zustimmen, handelt es soch doch NICHT um das Ende der Welt. Wäre dem so würde Lomborg – das schreibt er – dafür sein alle Ressourcen zu mobilisieren. Klar.

Zweitens müssen wir uns klügere Antworten auf den Treibhauseffekt ansehen. Die führenden Klimaökonomen stimmen darin überein, dass negative Effekte sich am besten durch Investitionen in grüne Innovationen bekämpfen ließen. Wir sollten also lieber die Technologien von morgen entwickeln, anstatt die ineffizienten Turbinen und Sonnenkollektoren von heute zu installieren. bto: auch das ist richtig. Wir haben nur dann eine Lösung, wenn es gelingt, den Preis grüner Energie unter den fossiler Brennstoffe zu drücken. Weil dann alle mitmachen!

Drittens müssen wir uns an neue Gegebenheiten anpassen. Die gute Nachricht ist, dass wir das jahrhundertelang gemacht haben, als wir noch viel ärmer und technologisch rückständiger waren. Also schaffen wir das in der Zukunft auch! bto: das ist halt zu simpel für die Politik, Deiche sind unsexy…

Viertens sollten wir die Chancen des Geoengineerings ausloten. Beim Geoengineering werden natürliche Prozesse imitiert, um die Temperatur auf der Erde zu senken.” bto: Das ist natürlich hoch umstritten, wie auch Lomborg schreibt. Aber wenn es doch so schlimm käme, wie Ricarda Lang meint, dann sollten wir doch dazu greifen. Oder?

Und dann dies, was den Klimaaktivisten gar nicht schmeckt:

Fünftens dürfen wir nie vergessen, dass der Klimawandel nicht das einzige globale Problem ist. Die meisten Menschen betrachten die Erderhitzung nicht als ihr dringlichstes Problem – für viele ist sie sogar total nebensächlich. Eine Umfrage im Auftrag der UN unter fast zehn Millionen Menschen weltweit ergab, dass das Klima bei den meisten Menschen auf der Prioritätenliste ganz unten rangierte, weit hinter Bildung, Gesundheit und Ernährung.” bto: Das ist  ein sehr großes Problem für die Klimapolitiker. Denn es sind ganz andere Baustellen.

Doch gehen wir die Punkte nacheinander durch, so wie Lomborg es im Buch macht:

Zu den katastrophalen Schäden in Folge des Klimawandels:

Es ist ein gedanklicher Kurzschluss, aus ‘Hunderte Millionen Menschen werden wegen der Erderwärmung überflutet’ sofort zu schließen: ‘Wir müssen sie durch Senkung unseres CO2-Ausstoßes retten.’ Denn damit würden wir ihnen kaum helfen. Selbst wenn wir uns voll dem Klimaschutz verschrieben und Hunderte Billionen Dollar dafür ausgäben, würden die Meeresspiegel immer noch ansteigen, und zwar nur etwas weniger, als wenn wir nichts täten. Es würden immer noch Millionen Menschen überflutet. Würden wir uns hingegen voll darauf konzentrieren, uns anzupassen, könnte man für ein Hundertstel der Kosten fast alle Menschen vor Überflutungen retten. Das Gleiche gilt für Hitzetode: Versucht man sie über Klimapolitik zu vermeiden, kostet das unendlich viel mehr und hilft viel, viel weniger, als wenn man einfach Klimaanlagen anschafft.” bto: Das ist einfach ein nüchterner, ökonomischer Blick und das tut gut.

Auch das war eine interessante Information:

“Tatsächlich trägt der Mensch viel stärker zum Artensterben bei als der Klimawandel. Dem Living Planet Report des WWF von 2018 zufolge sind Ausbeutung (zum Beispiel Überfischung) und Habitatschwund in 70 bis 80 Prozent aller Fälle für die Bedrohung von Arten verantwortlich. Die weitere Aufschlüsselung zeigt, dass der Klimawandel zu den unwichtigsten Faktoren gehört und nur in 5 bis 12 Prozent aller Fälle zum Artensterben beiträgt. Eine im Jahr 2016 in der Zeitschrift Nature veröffentlichte Studie nennt ebenfalls Ausbeutung, Landwirtschaft und Verstädterung als die größten Bedrohungen für Arten. Der Klimawandel kommt zuletzt, als unwichtigster von sieben Faktoren.” bto: Das ist nicht weit weg von den Überlegungen von Herrn Unnerstall an dieser Stelle vor einigen Wochen.

Was macht der Klimawandel mit der Natur?

“Die Erderwärmung lässt die Erde ergrünen wie nie zuvor, auch wenn die Wissenschaft das erst allmählich anerkennt. (…) Die bisher größte Satellitenstudie, 2016 veröffentlicht, bestätigte, dass im Verlauf der vergangenen 30 Jahre mehr als die Hälfte der Vegetationsfläche weltweit grüner wurde und nur 4 Prozent brauner wurden. Der mit Abstand wichtigste Grund für dieses weltweite Ergrünen liegt in der Düngung durch Kohlenstoffdioxid. (…) Wissenschaftler haben errechnet, dass dank der Erdergrünung das Ausmaß der Blätter an Pflanzen und Bäumen in den vergangenen 35 Jahren um eine Fläche gewachsen ist, die zweimal der Fläche der (kontinentalen) USA entspricht. Der Zuwachs ist so groß, als hätte man zweimal die Fläche Australiens mit Pflanzen oder Bäumen überzogen.” bto: Durchaus ein interessanter Aspekt. Es gibt nicht nur einseitig negative Folgen. Und nochmals: Niemand, schon gar nicht ich, will hier sagen, dass der Klimawandel nicht ein ernsthaftes Problem ist.

Auch dieser Punkt bezüglich der Gefahr von Konflikten ist interessant:

“Eine Zusammenfassung des Forschungsstandes erklärte 2019, ‘die Literatur konnte keinen robusten und allgemeinen Zusammenhang zwischen dem Klima und dem Auftreten von Konflikten entdecken’. Tatsächlich zeigen Studien, die die Temperaturveränderungen und das Konfliktgeschehen auf der nördlichen Halbkugel über Hunderte oder Tausende Jahre hinweg verfolgten, eine klare Korrelation zwischen sinkenden Temperaturen und der Häufigkeit von Konflikten. Die Logik dahinter: Kälte lässt den landwirtschaftlichen Ertrag sinken, was zu sozialen Konflikten führt, deren Folge mitunter Krieg, Hungersnöte und Bevölkerungsrückgang sind.” bto: Man denke an die Folgen der kleinen Eiszeit vor 200 Jahren im Engadin. Auslöser war ein Vulkanausbruch. Tausende mussten die Gegend verlassen, es herrschte Hunger. Kälte ist viel tödlicher als Wärme.

Und die Hochwasser?

“Wir wissen, dass heute kein Zusammenhang zwischen Überflutungen und Klimawandel nachweisbar ist, und die US-Regierung unterstreicht, dass wir noch nicht wissen, wann oder ob es je dazu kommt. (…) Tatsächlich wies 2018 eine Studie darauf hin, ‘auch wenn ein großer Teil der Klima-Community behauptet, dass es zu mehr Überflutungen kommen müsse, wenn es mehr extreme Niederschläge gibt’, scheine es doch aktuell, als würde ‘das Ausmaß von Überflutungen sinken’.”  bto: Und wir wissen, dass es das auch früher schon gab. Denken wir an die Flut an der Ahr. Die war nicht die höchste der Geschichte. Was den Punkt mit dem Klimawandel deutlich abschwächt.

Aber die Schäden nehmen in der Tat zu, das aber hat andere Ursachen.

“Es stimmt, inflationsbereinigt stiegen die durchschnittlichen Hochwasserschäden in den USA von 3,5 Milliarden Dollar im Jahr 1903 auf 12,8 Milliar- den Dollar im Jahr 2018 – also auf das 3,7-Fache. Doch die Zahl der Gebäude stieg viel, viel stärker: 2017 gab es siebeneinhalbmal so viele Häuser, die Schaden nehmen konnten. Wo früher ein Gebäude getroffen wurde, trifft es heute siebeneinhalb – überdies größere, wertvollere und mit viel mehr wertvollen Gegenständen gefüllte Gebäude.” bto: Deshalb ist die Antwort auch eine ganz andere: besseren Schutz und Beschränkung des Baus in Risikogebieten. Dazu hatten wir ja auch einen Podcast.

Ach ja, die Brände …

“Flächenbrände sind zu einem der mächtigsten politisch genutzten Symbole für die Bedrohungen durch den Klimawandel geworden (….) Zunächst einmal hat über die vergangenen 150 Jahre die Feuergefahr dramatisch abgenommen. Die Untersuchung von Kohlerückständen über sechs Kontinente und zwei Jahrtausende hinweg zeigt, dass die Zahl der Flächenbrände seit 1870 stark zurückging. (…) Satellitenbilder zeigen, dass allein über die vergangenen 18 Jahre die jährlich verbrannte Fläche um 25 Prozent schrumpfte. Hauptverantwortlich für den Rückgang der Flächenbrände über die letzten 110 Jahre ist der Mensch (…) Infolgedessen sank die jährlich verbrannte Landfläche von fast 5 Millionen Quadratkilometern zu Anfang des 20. Jahrhunderts auf gut 3,6 Millionen Quadratkilometer heute – ein Rückgang um rund 1,4 Millionen Quadratkilometer!” bto: Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie einseitig gerade darüber in den Medien berichtet wird.

Und die Stürme?

“Der Weltklimarat IPCC kam nach Analyse der Datenlage zum Schluss, dass weltweit betrachtet die Zahl der Wirbelstürme nicht steige. Es gebe über das vergangene Jahrhundert ‘keine signifikanten beobachtbaren Trends bei der Häufigkeit tropischer Zyklone’. Aktuell kosten Wirbelstürme einer oft zitierten Nature­Studie zufolge die Menschheit etwa 0,04 Prozent des globalen BIP. Bis 2100, so die Prognose, wird das weltweite BIP auf das Fünffache ansteigen, was Gesellschaften erheblich resilienter machen wird. Würde die Wirbelsturmsituation bleiben, wie sie heute ist, also ohne Klimawandel, betrügen die Wirbelsturmschäden im Jahr 2100 nur 0,01 Prozent des BIP. Legt man hingegen die Prognose des IPCC zugrunde, wonach Wirbelstürme seltener, aber heftiger werden, verdoppelt sich der Schaden im Jahr 2100 auf 0,02 Prozent des BIP.” bto: Kein Grund für Panik. Was nicht bedeutet, dass man nichts tun sollte, um die Gefährdung zu reduzieren. Das dürfte jedoch mehr mit Gegenmaßnahmen zu tun haben.

Zu den Kosten des Klimawandels:

“Wir haben uns die Schätzungen der Vereinten Nationen zu den Kosten des Klimawandels für unterschiedliche Temperaturanstiege angesehen, die besten Schätzungen von Professor Nordhaus verwendet und darauf noch 25 Prozent draufgeschlagen. Damit kommen wir zur besten verfügbaren Schätzung für die Kosten des Klimawandels: Bis 2100 wird er uns 4 Prozent des globalen BIP kosten. Mit diesem Wert liegen wir noch über der Zahl, die das IPCC 2018 in seinem Bericht nennt – jenem Bericht, auf den sich alle beziehen, wenn sie sagen, es bliebe uns nur noch bis 2030, um den Klimawandel zu stoppen. Diesem Bericht zufolge klettern die Schäden durch den Klimawandel bis 2100 auf 2,6 Prozent des globalen BIP – wenn wir gar nichts unternehmen.” bto: unangenehm, aber kein Desaster. Und selbst wenn die Schätzung falsch ist und die Schäden doppelt so hoch wären, wären diese noch zu bewältigen.

Zu den Lieblingsthemen der Symbol-Politiker:

“Eine gründliche, systematische Analyse zeigt, dass man durch den Verzicht auf Fleisch seine persönlichen Emissionen um das Äquivalent von gut 540 Kilogramm CO2 jährlich verringert. Für den Durchschnittsbürger eines Industriestaats würde das eine Reduktion seines Gesamtausstoßes um 4,3 Prozent bedeuten.” bto: Man kann aus vielen Gründen für eine Reduktion des Fleischkonsums sein. Der Klimaschutz ist es nicht.

“Der Umstieg vom Verbrenner (34 Tonnen) auf ein vergleichbares Elektroauto lässt die Emissionen nicht um 100 Prozent sinken, sondern nur um 24 Prozent. Mehr als drei Viertel des Kohlenstoffdioxidausstoßes bleiben bestehen (…)  Weltweit wird jedes Elektroauto im Schnitt mit mehr als 10.000 Dollar subventioniert. Jedes Elektroauto spart im Lauf seines Lebens 8 Tonnen Kohlenstoffdioxid ein – auf dem Zertifikatemarkt müsste man dafür gerade mal 48 Dollar bezahlen.” bto: mittlerweile etwas mehr, vielleicht 800 Dollar in der EU. Das ist eines der schönen Beispiele, wie ich finde! Denn es zeigt, dass wir einen unwirtschaftlichen Weg beschreiten.

“Selbst wenn all die 4,5 Milliarden Menschen, die dieses Jahr in ein Flugzeug steigen, am Boden blieben und wir das bis 2100 durchhielten, würde der Temperaturanstieg nur um 0,029 Grad Celsius geringer ausfallen. Der ganze Effekt wäre, dass wir den Klimawandel bis 2100 um ein Jahr verzögern.” bto: Das ist eine schöne Berechnung, die wir auf andere Themen wie das Tempolimit übertragen können.

Zu den Erneuerbaren Energien:

“Ständig hören wir, erneuerbare Ressourcen wie Sonne und Wind seien drauf und dran, die Welt zu erobern. Doch das beruht fast vollständig auf Wunschdenken. (…) Wollen wir die Menge an Sonnen- und Windenergie erheblich steigern, brauchen wir Reservekraftwerke, etwa mit Gasturbinen, oder Akkus. Dieser Umstand verteuert Wind- und Sonnenenergie ganz erheblich.” bto: Es ist ein Umstand, der bei den Diskussionen gern vergessen wird. Ich erlebe das immer wieder, gerade auch auf Twitter. Das liegt natürlich daran, dass Institute wie das DIW „Studien“ verbreiten, die einen ganz anderen Eindruck vermitteln.

“Seit mehr als zehn Jahren schon versucht Deutschland, sich von Atomstrom und konventionell produziertem Strom zu verabschieden und zunehmend auf Wind, Sonne und Biomasse zu setzen. In den letzten Jahren kostete die Energiewende jährlich 30 Milliarden Euro und stellte das größte politische Projekt seit der Wiedervereinigung dar.In den ver- gangenen 20 Jahren haben sich die Stromkosten verdoppelt und liegen jetzt (…) fast dreimal so hoch wie in den USA. Bis 2025 werden die Deutschen knapp 500 Milliarden Euro für erneuerbare Energien und die dazugehörige Infrastruktur ausgegeben haben. (…) Die Mär, Klimapolitik nütze nicht nur dem Klima, sondern auch dem Geldbeutel, ist eine tröstliche Gute-Nacht-Geschichte. Aber sie stimmt hinten und vorne nicht. Jede ernst zu nehmende Studie kommt auf außerordentlich hohe Kosten der Klimapolitik, schlicht weil es sehr, sehr teuer wird, die bestehende Energie-Infrastruktur umzukrempeln, die zwei Jahrhunderte lang das Fundament unserer gesamten Wirtschaft war.” bto: Das merken wir täglich. Dennoch wird uns das Märchen von der billigen Erneuerbaren Energie immer wieder aufgetischt. Wir müssten uns nur mehr anstrengen. So zuletzt der neue Wirtschaftsminister.

“Sollte die Europäische Union bei ihren Klimaversprechen für 2050 bleiben, müsste sie mehr als 2 Billionen Euro jährlich für Klimapolitik ausgeben, 10 Prozent ihres gesamten BIP. Das übersteigt alles, was die EU aktuell insgesamt für Bildung, Gesundheit, Umweltschutz, Wohnungsbau, Verteidigung, Polizei und Gerichte ausgibt. (Die durchschnittlichen geschätzten Kosten einer Verringerung des EU-Klimagasausstoßes um 80 Prozent bis 2050 betragen nach sieben Regionalmodellen 5,14 Prozent des BIP. Das geht allerdings davon aus, dass alle ergriffenen Maßnahmen perfekt effizient sind. Realistischerweise muss man mit einer Verdoppelung der Kosten rechnen, wie sie auch bei der 20-20-20-Klimapolitik der EU eintrat. Damit kämen wir auf Kosten in Höhe von 2,514 Billionen Euro oder 10,3 Prozent des BIP.)” bto: Das ist eine spannende Aussage, die ich naturgemäß teile. Es ist nicht davon auszugehen, dass die Politik einen effizienten und effektiven Weg beschreitet.

“Die EU versprach, ihre Emissionen bis 2030 um 40 Prozent unter das Niveau von 1990 zu senken. Eine offizielle Kostenschätzung dafür gibt es nicht, doch das Energy Modeling Forum (EMF) an der Universität Stanford hat die Kosten aus sieben verschiedenen Modellen gemittelt und beziffert den Verlust durch eine 40-prozentige Einsparung bis 2030 auf 1,6 Prozent des BIP beziehungsweise mehr als 250 Milliarden Euro im Jahr 2030. Das bedeutet, dass die Gesamtkosten für die USA, die EU, China und Mexiko sich schon auf 739 Milliarden Dollar summieren. Da diese Länder für 80 Prozent der Emissionssenkungen des Pariser Überein- kommens verantwortlich zeichnen, darf man vernünftigerweise annehmen, dass die 739 Milliarden Dollar auch 80 Prozent der Gesamtkosten ausmachen werden. Damit lägen die jährlichen globalen Kosten des Pariser Übereinkommens im Jahr 2030 bei 924 Milliarden Dollar.” bto: wohlgemerkt – JÄHRLICH.

Und das gilt nur unter einer sehr wesentlichen Annahme:

“All diese Kostenschätzungen gehen davon aus, dass die Politik die effektivsten Maßnahmen ergreift, um die versprochenen Emissionsminderungen zu erreichen; typischerweise wäre das eine CO2-Steuer, die für alle Wirtschaftssektoren gilt und im Zeitablauf allmählich ansteigt. In der Wirklichkeit kommt sicher etwas anderes, viel Schlechteres heraus, denn Politiker lieben es, einzelnen Branchen Privilegien zuzuschustern.” bto: Genau das erleben wir gerade in Deutschland seit Jahren und müssen dafür viel bezahlen …

“Was passiert nun, wenn die Länder ihre in Paris abgegebenen Versprechen halten? 2015 gaben die Organisatoren der UN eine Schätzung ab, welche Auswirkungen die versprochenen Reduktionen auf das Klima haben würden. Ausgegangen wurde vom absoluten Best-Case-Szenario, das wir uns nur erhoffen können. Bis 2030, so die Schätzung, würden 64 Gigatonnen Kohlenstoffdioxid vermieden. Da 1.000 Gigatonnen eingespartes Kohlenstoffdioxid der UN zufolge die Temperatur um 0,45 Grad Celsius weniger ansteigen ließen, würden wir damit die Erderwärmung bis zum Ende des Jahrhunderts nur um 0,029 Grad Celsius verringern. Offenkundig trägt das Pariser Übereinkommen also selbst in einem optimistischen Szenario nicht einmal ansatzweise dazu bei, den Klimawandel zu stoppen. Es hat nur winzige Auswirkungen auf die Temperaturentwicklung bis zum Jahr 2100.” bto: Auch darüber hört man wenig. Oft wird der Eindruck erweckt, deutsche oder europäische Klimaneutralität würde den Klimawandel stoppen, was komplett falsch ist.

“Aktuell haben wir uns vertraglich zu Emissionsminderungen verpflichtet, die uns jährlich eine bis 2 Billionen Dollar kosten werden, und die den Temperaturanstieg bis 2100 nicht wahrnehmbar bremsen werden. Errechnet man die Summe aller dadurch verhinderten Klimaschäden, vermeiden wir mit jedem Dollar, den wir einsetzen, um die Pariser Ziele zu erreichen, gerade mal 11 Cent an langfristigen Klimaschäden.” bto: Das sind ernüchternde Zahlen, die die Frage aufwerfen, wie man es besser machen kann.

Neuseeland ist eine faszinierende Fallstudie, weil die Regierung Ardern vorher von Experten die Kosten des Projekts schätzen ließ. (…) Ihr verdanken wir die erste offizielle, wissenschaftlich fundierte Schätzung, was es kosten würde, eine Volkswirtschaft CO2-neutral zu machen. Die Berechnung wurde von der führenden unabhängigen ökonomischen Denkfabrik Neuseelands durchgeführt und ergab, dass es jährlich mindestens 19 Milliarden Dollar kosten würde, das Ziel bis 2050 auch nur halbwegs zu erreichen, also die Emissionen auf die Hälfte zu drücken. (…) Wollte sie wirklich alle Emissionen einsparen, würden die jährlichen Kosten mehr als 61 Milliarden Dollar betragen – 16 Prozent des BIP im Jahr 2050. Und selbst die Kostenschätzung von 16 Prozent des BIP beruht auf der völlig unrealistischen Annahme, dass jede einzelne Maßnahme hundertprozentig effizient umgesetzt wird. Hält man sich vor Augen, dass die Kosten unter realistischen Annahmen sicher doppelt so hoch ausfallen, kommt man auf sagenhafte 32 Prozent oder sogar mehr der gesamten Wirtschaftsleistung.” bto: Es wäre schön, wenn es eine ähnliche Rechnung für Deutschland gäbe. Es gibt zwar eine von BCG für den BDI und die kommt auf die bekannten 1,5 bis 2,3 Billionen Euro für Deutschland, eine Zahl die deutlich unter der hier für Neuseeland ermittelten liegt. Ich kann mir das nur so erklären, dass die Neuseeländer die Folgekosten berücksichtigen, die Deutschland gerne ausblendet.

“Angenommen, das Land erfüllt diesmal sein Versprechen, fährt seine Emissionen bis 2050 auf null herunter und bleibt das restliche Jahrhundert dabei. Dann sorgen die gesamten gesparten Treibhausgasemissionen laut Standardschätzung des IPCC für eine Verringerung des Temperaturanstiegs im Jahr 2100 um 0,0025 Grad Celsius, also um 2,5 Tausendstel Grad. Neuseeland legt sich 80 Jahre lang krumm und bewirkt damit, dass die sonst für den 1. Januar 2100 erwartete Erwärmung erst am 23. Januar 2100 erreicht wird.” bto: Ja, wenn wir es alle machen, wäre der Effekt natürlich größer. Aber es wäre immer noch unwirtschaftlich und vor allem nicht sozial akzeptabel.

Dabei zeigen alle Szenarien, dass die Menschen im Lauf des kommenden Jahrhunderts immer reicher werden. Angesichts der jüngeren Geschichte ist das durchaus plausibel: Innerhalb der letzten 200 Jahre hat die Menschheit das durchschnittliche BIP pro Kopf um 1.600 Prozent gesteigert, von damals 950 Euro auf knapp 15.000 Euro heute. Doch wie viel reicher die Menschen in Zukunft sein werden, hängt erheblich vom Pfad ab, den wir einschlagen”. bto: Das ist ganz wichtig und geht natürlich nur, wenn wir nicht den falschen Theorien des Null-Wachstums folgen. Die Welt wird reicher und kann sich dann besser die Maßnahmen zum Umgang mit den Folgen des Klimawandels leisten.

“Die vielleicht wichtigste Erkenntnis aus diesen Szenarien lautet: Wenn Regierungen mehr in Bildung, Gesundheit und technischen Fortschritt investieren, profitiert die Welt davon ungemein; Armut und Ungleichheit nehmen ab. Um auf die oberen zwei Pfade zu gelangen, brauchen wir nicht vornehmlich eine entschlossene Klimapolitik, sondern eine gesunde, bestens ausgebildete Bevölkerung, die sich weiterentwickelt und den technischen Fortschritt voranbringt. Darauf kommt es an; wenn wir das schaffen, werden wir am Ende des Jahrhunderts eine Welt erleben, die sechs- bis zehnmal reicher ist als unsere heutige, eine Welt mit viel weniger Ungleichheit und ganz ohne extreme Armut.” bto: Das wiederum sehe ich zu 100%ig genauso! Wir sollten es realisieren.

Lomborg macht eine interessante Rechnung am Beispiel Bangladesch auf:

“Einer Studie von 2016 zufolge, die die Energieoptionen für Bangladesch untersuchte, würden durch zusätzliche Kohlekraftwerke über die nächsten 15 Jahre Klimaschäden von 592 Millionen Dollar entstehen, der Nutzen aus einer breitflächigen Versorgung des Landes mit billigem Strom wäre mit 258 Milliarden Dollar aber fast 500-mal so groß. Diese Summe entspricht mehr als dem BIP des Landes in einem Jahr. Um 23 Cent an globalen Klimaschäden zu vermeiden, müsste das Land auf 100 Dollar an Wohlstand und Fortschritt verzichten. Bangladesch ist ein Land, in dem Stromausfälle geschätzt 0,5 Prozent des BIP kosten und etwa 21 Millionen Menschen in extremer Armut leben.”

Wie sollen wir den Klimawandel bekämpfen?

“Die erste Maßnahme gegen den Klimawandel sollte sein, eine Steuer auf Kohlenstoffdioxidemissionen (kurz »CO2-Steuer«) einzuführen. Der Versuch, den Temperaturanstieg bis 2100 auf 2,2 Grad Celsius zu begrenzen, würde eine weltweite CO2-Steuer erfordern, die in kürzester Zeit auf gewaltige 500 Dollar pro Tonne Kohlenstoffdioxid hochschießen müsste. Wie würde eine solche Steuer Ihr Leben beeinträchtigen? Nun, jeder Liter Sprit würde sich um etwa 1 Euro verteuern; alles andere, in dem Energie steckt, würde ebenfalls entsprechend teurer werden. Und da es sich ja um eine weltweit einheitliche Steuer handeln würde, müssten alle Menschen dieser Welt, selbst die in den ärmsten Ländern, die gleiche Preiserhöhung verkraften. Bei solchen Steuersätzen würde der Ausstoß von CO2 innerhalb eines Jahrzehnts praktisch auf nahezu null sinken.”

Quelle: Lomborg, Falscher Klimaalarm

“Bemerkenswert ist dabei, dass der menschliche Wohlstand (der schwarze Balken) groß sein wird, egal, welche Klimaschutzpolitik wir letztlich wählen. Selbst über die nächsten fünf Jahrhunderte zusammengenommen, knabbern die Kosten des Klimawandels und der Klimaschutzpolitik nur ein wenig am gesamten BIP dieser Welt. Anders ausgedrückt: Klimawandel und Klimaschutzpolitik spielen kaum eine Rolle für unseren zukünftigen Wohlstand.” bto: Das bedeutet nicht, dass wir uns hierzulande jeden Blödsinn leisten sollten, denn es ist nur zu wahrscheinlich, dass wir relativ zu anderen Ländern massiv verlieren, weil wir einen unnötig ineffizienten und ineffektiven Weg wählen.

“Doch was passiert, wenn wir versuchen, viel strengere Klimaziele zu erreichen, durch erheblich höhere CO2-Steuern? Dann schießen die Gesamtkosten in die Höhe. Selbst das Ziel, den Temperaturanstieg auf 2,2 Grad Celsius zu begrenzen, ist weniger ambitioniert als das im Übereinkommen von Paris angestrebte und so oft genannte 2-Grad-Celsius-Ziel. Und trotzdem würde schon diese Politik (samt den verbleibenden Klimaschäden) atemberaubende 391 Billionen Dollar oder 8,4 Prozent des Welt-BIP kosten.

Vergleicht man das mit den 140 Billionen Dollar Gesamtkosten für den Fall, dass wir gar nichts unternehmen, sieht man: Aktivismus ist viel schlimmer als Nichtstun. Mit unserem Versuch, den Klimawandel zu bremsen, ersparen wir uns zwar einige Klimaschäden, belasten aber die Welt mit einer derart teuren Klimapolitik, dass die Gesamtkosten fast auf das Dreifache hochschießen.” bto: Und das ist genau das, was wir in Deutschland machen. Ich bin ziemlich sicher, außerhalb Europas wird das niemand machen und was die EU betrifft, ist es eine Frage der Zeit, bis die Stimmung kippt.

“Eine CO2-Steuer könnte zu relativ geringen Kosten die schlimmsten Folgen der Erwärmung verhindern. Insgesamt wären die Auswirkungen einer optimalen Politik aber nur relativ bescheiden, die Temperaturen würden nur um 3,75 Grad Celsius steigen statt um 4,1 Grad Celsius, also nur um 0,35 Grad Celsius weniger. Das brächte uns netto einen Nutzen in Höhe von 0,4 Prozent des BIP. Unter realistischen Bedingungen hilft eine kluge CO2-Steuer also durchaus ein bisschen. Sie kann aber nur ein kleiner Teil unserer Antwort auf den Klima- wandel sein, schlicht, weil zu hohe Steuersätze die Kosten des Klimaschutzes rasch anwachsen lassen, die Klimaschäden aber nur unerheblich senken.” bto: Diese Überlegung hatte ich so nicht auf dem Schirm. Sie leuchtet mir aber ein. Deswegen soll Deutschland auf staatliche Zwangsmaßnahmen setzen. Das propagieren Institute wie das DIW, was deshalb auch die Linken und die Grünen ganz vorne sehen, wenn es um Klimarettung geht.

Lomborg zeigt dagegen auf, dass es nur mit Innovation geht:

“Die Wale wurden nicht durch Aufrufe gerettet, kein Walöl mehr zu verwenden, die Lampen herunterzudrehen oder wieder auf alte, dreckigere Brennstoffe umzusteigen. Nein, sie wurden durch eine neue Technologie gerettet. Die Menschheit löst ihre großen Probleme in der Regel dadurch, dass sie Neues erfindet und technische Lösun- gen austüftelt. Für die Allgemeinheit entsteht dabei ein gewaltiger Nutzen. Warum sollte das ausgerechnet beim Problem des Klimawandels anders laufen?” bto: Auch das ist richtig. Vor allem gewinnt man so keine Nachahmer. Was soll an diesem „Vorbild“ nachahmenswert sein?

“Der Internationalen Energieagentur zufolge werden im Jahr 2040 Sonne und Wind keine 5 Prozent des weltweiten Energiebedarfs decken, trotz weiteren 4 Billionen Dollar an Subventionen, die bis dahin geflossen sein werden. Sonnen- und Windenergie ist im Vergleich zu Energie aus fossilen Brennstoffen ineffizient und teuer. Fossile Energieträger sind billig, deswegen decken wir ja auch aktuell 80 Prozent unseres Energiebedarfs mit ihnen. Selbst im Jahr 2040 wird dieser Anteil immer noch bei 74 Prozent liegen, schätzt die Internationale Energieagentur, selbst wenn alle Versprechungen der Pariser Übereinkunft eingehalten werden.” bto: einfach, weil die Menschen rechnen. Bei uns sollen die fossilen Brennstoffe so teuer werden, dass sich die ineffiziente Energie rechnet.

Denn das ist die entscheidende Aussage: “Bis wir eine grüne Energiequelle gefunden haben, die billiger kommt als fossile Brennstoffe, werden wir es kaum schaffen, die ganze Welt davon zu überzeugen, dass sie auf fossile Brennstoffe verzichtet. Den Klimawandel werden wir erst dann stoppen, wenn es uns gelingt, grüne Energie billiger zu machen als Energie aus fossilen Brennstoffen. Dann nämlich steigen alle Länder freiwillig um, nicht nur die USA und Europa, sondern auch China, Indien und Afrika.” bto: Die Aussage führt bei uns zu der Behauptung, die Erneuerbaren Energien seien billiger. Eine – wie soll ich sagen – freundliche Interpretation der Fakten.

“Es sind sich ja fast alle einig, dass wir viel mehr in grüne Forschungsprojekte investieren sollten. Diese Idee ist unumstritten. Und trotzdem fließt das Geld nie, weil wir in unserer Panik all das Geld für den weiteren Ausbau ineffizienter Sonnen- und Windenergieanlagen verpulvern. Massive Lobbyarbeit der grünen Energiebranche sorgt dafür, dass es dabei auch weiter bleibt.” bto: Und die sind besonders in Deutschland sehr erfolgreich.

Außerdem geht es um die Anpassung an den Klimawandel, was auch nicht verwundern kann und sollte. Denn offensichtlich können wir ihn nicht aufhalten.

“Eine Politik zu verfolgen, die Anpassungen erleichtert, scheint nur dem gesunden Menschenverstand zu entsprechen. Dennoch galt es in der Klimadebatte lange als geradezu ungezogen, das Wort Anpassung auch nur zu erwähnen. Klimaaktivisten neigten zur Ansicht, all das Gerede über Anpassungsmaßnahmen lenke die Aufmerksamkeit nur vom Hauptziel ab, den Kohlenstoffdioxidausstoß zu senken. (…) Ein effektiver Umgang mit dem Klimawandel erfordert, nicht nur CO2-Steuern zu erheben und mehr Geld in grüne Forschung zu stecken, sondern Anpassung zu fördern und zu ereichtern.”

Die Kern-Message von Lomborg: Wohlstand ist die beste Klimapolitik.

Recht hat er!

“Die Idee, dass Wirtschaftswachstum ein Instrument im Kampf gegen den Klimawandel sein könnte, wird selten diskutiert. Wir fixieren uns viel zu sehr darauf, mit Einzelaktionen – Verzicht auf Fleisch, Installation einer Solaranlage – die Welt zu retten. Dabei ist das Konzept seit Jahrzehnten anerkannt. Schon 1992, zu Beginn der ersten Klimaverhandlungen, warf der Wirtschaftsnobelpreisträger Thomas Schelling die Frage auf, ob armen Menschen mit einer Verringerung des Kohlenstoffdioxidausstoßes wirklich geholfen wird, oder ob man nicht besser dafür sorgen sollte, dass sie wohlhabender werden. Der sogenannten Schelling-These (‘Schelling conjecture’) zufolge hilft man den Armen eher, indem man sie reicher macht. Das gilt selbst für diejenigen, die von den Folgen des Klimawandels betroffen sind.

Umfangreiche Studien zeigen, dass niedrigeres Wachstum in reichen Ländern die Wahrscheinlichkeit von Protesten und politischen Krisen erhöht. Das sollte nicht überraschen: Solange die Wirtschaft brummt, darf jeder von einer besseren Zukunft für sich und seine Kinder träumen und findet sich eher mit einer tristen Gegenwart ab. Kommt das Wachstum aber zum Stillstand, beginnt man, die Welt als Nullsummenspiel zu begreifen – was der eine bekommst, kann der andere nicht mehr bekommen. Das facht Verteilungskämpfe an und untergräbt den sozialen Zusammenhalt.” bto: Leser dieser Seiten wissen, dass die Sorge davor ein wichtiger Motivator war und ist, meine Website zu betreiben.

“(….) Viele Politiker behaupten gern, grüne Politik würde einen Jobboom auslösen. Das wäre schön, doch die Forschung zeigt eindeutig, dass die Nettowirkung annähernd null ist. Ja, ein Geldsegen für nachhaltige Projekte sorgt natürlich dafür, dass in dem Bereich Stellen entstehen. Weil Subventionen aber durch höhere Steuern auf die restliche Wirtschaft finanziert werden müssen, verschwinden woanders etwa ebenso viele Jobs.” bto: Das sehen wir auch in Deutschland, wo staatliche Förderprogramme an die Stelle der urprünglichen Jobs treten.

“Im Jahr 2020 kostete Covid-19 die EU 1 Billion Euro oder 6,1 Prozent der Wirtschaftsleistung. (…) Es scheint also, als würde die EU ihre Bürger dazu verdammen, mehr als die gesamten Kosten der Covid-19-Krise noch einmal aufzuwenden. Und wofür? Um den Klimawandel bis Ende des Jahrhunderts um zwei Wochen zu verzögern.

Maximaler Aufwand, minimaler Ertrag – so helfen wir dem Klima kaum. In konkreten Zahlen ausgedrückt würde die EU den gängigen Modellen zufolge mit der verschärften Politik weltweit Klimaschäden in Höhe von 0,4 Billionen Dollar vermeiden – zu Kosten von 1,5 Billionen (nach Schätzung der EU selbst), wohl eher aber 3 bis 5 Billionen Dollar. Die EU meint es ja gut, aber dieses Geld ist offenkundig schlecht angelegt.” bto: Da kann man leider nur den Kopf schütteln. Aber der EU geht es um die Ausweitung der eigenen Macht.

“Alle Erkenntnisse aus dem Verlauf der Covid-19-Pandemie bestätigen die Grundaussage dieses Buchs: Menschen zum Verzicht zu zwingen, ist keine Lösung, nicht in der reichen Welt und schon gar nicht in ärmeren Ländern. Panik und unrealistisch extreme Politikansätze bringen auch nichts. Wenn wir den Klimawandel stoppen wollen, müssen wir uns von der Illusion verabschieden, dies ließe sich durch Aufrufe zum Verzicht be- werkstelligen oder durch großartige, letztlich unerfüllbare Versprechen.”

“Stattdessen brauchen wir die fünf Lösungsansätze aus diesem Buch: eine moderate und allmählich steigende CO2-Steuer, grüne Innovationen, Anpassung, Geoengineering und Wirtschaftswachstum.” bto: Dieser Ansatz ließ mich mehr als optimistisch zurück. Ich bin sicher, die Menschheit wird die Herausforderung bewältigen. Die wirtschaftlichen Gewinner werden jene sein, die die Technologien für den Umgang mit den Klimafolgen und die Energieträger der Zukunft erfinden. Deutschland hat beschlossen, diese Rolle nicht anzustreben.

* Über das Buch:

Bjørn Lomborg: “Klimapanik – Warum uns eine falsche Klimapolitik Billionen kostet und den Planeten nicht retten wird”, FinanzBuch Verlag (FBV) der Münchner Verlagsgruppe, Januar 2022.

Die daraus entnommenen Zitate wurden mit freundlicher Genehmigung des FVB sowie des Autors publiziert.

 

Kommentare (49) HINWEIS: DIE KOMMENTARE MEINER LESERINNEN UND LESER WIDERSPIEGELN NICHT ZWANGSLÄUFIG DIE MEINUNG VON BTO.
  1. weico
    weico sagte:

    Ein laut wikipedia…:

    Einer der “welweit renommiertesten Klimaexperten” und Gründer des “weltweit angesehensten Instituts” im Bereich der Klimaforschung (PIK) und langjähriges Mitglied des “Weltklimarates” IPPC usw.

    .. gibt mal wieder eine Panikmeldung zum Besten und die Klimajugend zum weinen….

    https://twitter.com/visevic/status/1431012057143463937?lang=de

    Bald wird PIK-Klima-Guru Stefan Rahmsdorf wohl, mit “neusten Zahlen, Messergebnissen und wissenschaftlichen Studien, auf 99% erhöhen.Natürlich mit dem Potsdam-Gütesiegel: “Klimapanik made in germany….”

    Nebenbei:
    Die Gruppe “Letzte Generation” beruft sich ja auf solche Klimaexperten aka Klimapaniker ,wie Schellnhuber und Rahmsdorf…und sitzt dann auf der Strase ,verstreut Essen und verzweifelt an der Welt.
    Bei twitter untet…. #LetzteGeneration … sieht man die Klima-Schneeflöckchen, wie sie sich dem Weltschmerz hingeben und auf die Experten verweisen.Man beachte die tollen Kommentare …

    Diese deutsche Realsatire kommt fast schon an den britischen Humor von ” Monty Python” heran. Köstlich !!

    Antworten
  2. Claus
    Claus sagte:

    “bto: auch das ist richtig. Wir haben nur dann eine Lösung, wenn es gelingt, den Preis grüner Energie unter den fossiler Brennstoffe zu drücken. Weil dann alle mitmachen!”

    Mit einer angemessenen CO2-Steuer könnte man das ruck-zuck erreichen! Wo ist das Problem?

    Antworten
    • Dietmar Tischer
      Dietmar Tischer sagte:

      @ Claus

      Es gibt KEIN Problem.

      Denn es werden dann alle mitmachen.

      Und warum machen dann allen mit?

      Weil die CO2-STEUER oder welche KOSTEN auch immer sonst die grüne Energie billiger machen als die mit fossilen Brennstoffen gewonnene von ALLEN mit FREUDE getragen werden.

      Sorry, falsch, völlig falsch.

      Die grüne Energie macht sich doch von SELBST billiger als die mit fossilen Brennstoffen gewonnene, weil Sonne und Wind nichts kosten.

      Nochmals sorry, weil wieder voll daneben wegen Grundlastbereitstellung etc.

      Nein, die Begründung, die funktioniert, ist viel EINFACHER und die grünen Profis haben das anders als schlaue Ökonomen längst erkannt und drängen darauf, dass ihr entsprechend gehandelt wird:

      Die GESAMTE auf fossiler Brennstofferzeugung beruhende Energieerzeugung ABSCHALTEN, ENTWERTEN und RÜCKBAUEN oder VERFALLEN lassen.

      Ist das geschafft, gibt es KEINE Energie, die im preislich unter grüner Energie hergestellt und geliefert werden kann.

      Und zwar endgültig und für immer.

      Und alle, wirklich ALLE, werden dann mitmachen auf immer und ewig.

      Logisch oder nicht?

      Na also, die grünen Vordenker nicht unterschätzen.

      Antworten
      • Claus
        Claus sagte:

        @DT

        Es müssen ja nicht unbedingt ALLE mit FREUDEN mitmachen. In einer Demokratie würde es schon ausreichen, wenn über 50% – aus Gründen der Vernunft und Solidarität – von so einer CO2-Steuer überzeugt wären. Es würde – volkswirtschaftlich gesehen – auch keinen Cent kosten, sondern nur eine Umverteilung bewirken.

      • weico
        weico sagte:

        @Claus

        “Es müssen ja nicht unbedingt ALLE mit FREUDEN mitmachen. In einer Demokratie würde es schon ausreichen, wenn über 50% – aus Gründen der Vernunft und Solidarität – von so einer CO2-Steuer überzeugt wären.”

        Wenn ALLE über eine solche CO2-Steuer abstimmen dürften,dann wäre es wirklich eine DEMOkratie.
        Aber wir wollen sie solche ein 50% Zustimmung …..in einer “Demokratie” wie Deutschland sie hat , messen…?

        Beispiel einer DEMOkratie:
        https://www.tagesschau.de/ausland/europa/schweiz-abstimmung-co2-preis-101.html

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Claus

        Nicht ich, sondern der Meister hat ALLE gesagt.

        Zum anderen:

        Sie liegen falsch damit, dass eine CO2-Steuer NUR eine Umverteilung bewirken würde.

        Wäre sie hinreichend hoch, würde sie STRUKTURELLE Verwerfungen in der VW bewirken, die negative Folgen hätten, beispielsweise:

        Wenn die ländlichen Räume, wo die Fahrtkosten zur Arbeit einen vergleichsweisen großen Anteil am Haushaltsbudget haben, relativ verarmen würden durch eine hohe CO2-Steuer, dann ist es vorbei mit 50% Zustimmung aus „Gründen der Vernunft“.

        Denn dann regiert die Vernunft auf der Straße.

        Haben Sie die Gelbwesten schon vergessen?

      • Claus
        Claus sagte:

        @DT

        Natürlich muss eine CO2-Steuer möglichst gerecht und sozial ausgewogen sein, um eine hohe Akzeptanz zu erreichen.

        Vom Prinzip finde ich eine CO2-Steuer schon mal gerecht, weil man dabei schlicht und einfach für den Schaden, den man dem Klima antut, auch zur Kasse gebeten wird.

        Niemand sollte auch wegen so einer Steuer in den finanziellen Ruin getrieben werden. Für diejenigen Menschen, für die so eine CO2-Steuer eine existentielle Bedrohung darstellen sollte, könnten ja staatliche finanzielle Unterstützungen angeboten werden – z.B. für CO2-reduzierende Maßnahmen.

        Und wenn Sie glauben, dass dabei die Landbevölkerung ungerechterweise besonders belastet werden würde (alles im Leben hat seine Vor- und Nachteile), so sollte man (gerechterweise) den ÖPNV im ländlichen Bereich entsprechend verbessern (z.B. durch Sammel-Taxis und anderen dem geringen Verkehrsaufkommen angepassten Maßnahmen).

        Sofern man die Sache intelligent und durchdacht angeht, sollten die sozialen und Gerechtigkeits-Fragen bei so einer CO2-Steuer eigentlich lösbar sein. Ich glaube Ihnen aber gerne, dass diesbezüglich noch viel Überzeugungsarbeit von Nöten ist…

  3. Nordlicht
    Nordlicht sagte:

    Der nächste Exkommunizierte nach dem ehemaligen IPCC-Wissenschaftler Lomborg ist der Nobelpreisträger von 2018, William Nordhaus.

    Sein Vergehen: Er zeigte, dass die Minderungskosten für die 1,5-Grad-Politik erheblich über den möglichen Klimaschadenskosten liegen würden.

    Antworten
  4. Nordlicht
    Nordlicht sagte:

    Als ich einem ehemaligen Mitarbeiter und (jüngeren) Kollegen, der als Leiter div. Projekte gut im Klima-Geschäft ist, einen Artikel von Lomborg zur Verarmung von vielen Millionen Menschen als Folge der CO2-Minderungsmaßnahmen in den reichen Ländern schickte, war seine Reaktion nicht etwa eine inhaltliche, sondern eine formale: “Weisst Du nicht um den Ruf von Bjørn Lomorg? Der gehört nicht mehr zu uns.”

    Ich anwortete: “Wir sind Wissenschaftler, da geht es um inhaltliche Fragen.”

    Aber schon mit diesem Hinweis auf den Ausgegrenzten war ich offensichtlich auch schlagartig als Gegner markiert, in der Knallpresse ist man dann “Klimaleugner”. Das ist insofern bizarr, als ich Jahrzehnte für CO2-Minderung arbeitete, die IPCC-Berichte von Anfang an sorgfältig gelesen und auch kommentiert sowie deren Warn-Potential verteidigt habe.

    Die Klima-Community ist finanziell ungeheuer mächtig, wer den IPCC-Sprachregelungen nicht folgt und wer die per “Summary for Policymakers” simplifizierten und in den Pressemitteilungen weiter hysterisierten Bewertungen kritisiert, der ist in dieser Blase erledigt.

    Allein ein Hinweis darauf, dass in den IPCC-Detailberichten erheblich mehr Zweifel und Unsicherheitsmargen enthalten sind als in den Zusammenfassungen, und dass dann für die Masse noch wieder Extremszenarien als Wahrheit verkündet werden, solche ein Hinweis vernichtet wissenschaftliche bzw berufliche Karrieren.

    Die Parallelen zu dem Corona-Zirkel sind frappierend.

    Antworten
  5. JürgenP
    JürgenP sagte:

    @CA 5. FEBRUAR 2022, 16:22
    „Wie ORGANISIEREN sich >> Menschen global << eigentlich, wenn sie ein langfristiges Ziel erreichen wollen, dass ihren mehrheitlichen kurzfristigen Zielen widerspricht?“

    Haben sich jemals Menschen global organisiert? Und zwar so, dass übereinstimmend a) ein langfristiges Ziel formuliert und b) tatsächlich auch erreicht wurde?

    Um diese Zielformulierung zu erreichen, wäre welche Methode geeignet? Gibt es die bereits? Wie ließe sich die identifizieren? Und könnte sich diese gegen kurzfristige Zielstellungen isolierter Interessen durchsetzen?

    Kann es sein, dass wir in einer Zeit leben, in der absurde Ziele entwickelt werden mit Methoden („Konferenzen“), die eben nicht mehr leisten, als unqualifizierte Ziele zu formulieren.

    Falls die Methode fehlt: was wäre wichtiger, a) erst eine Methode zu entwickeln und dann Ziele zu entwickeln oder b) genau umgekehrt.

    Vielleicht unterscheidet sich die Herangehensweise der Institution von Björn Lomborg (Copenhagen Consensus Center) von konventionellen Wegen. Es heißt auf der CCC-Homepage:

    „Wir sind lösungsorientiert, und unser ANSATZ verbessert das Wissen und gibt einen Überblick über Forschung und Fakten innerhalb eines gegebenen Problems, was bedeutet, dass die Priorisierung auf Evidenz basiert. Wir veranstalten Foren, in denen die Themen diskutiert und ein endgültiger Konsens erzielt wird“.

    CCC existiert seit 2002 und wird lt. Homepage vom Dänischen Staat finanziert. Der ist nicht bekannt dafür, dass er zwei Jahrzehnte für vollkommenen Quatsch sein Geld ausgibt.

    Antworten
  6. Alexander
    Alexander sagte:

    Anders als das kindliche Orakel aus Schweden darf man auch hier einen Brückenschlag zwischen Klimakrise und Pandemie wagen, bitchute.com/video/BeVm0UEOfZja/ , nämlich was für ein Kokolores den Steuerzahlern unter dem Label Wissenschaft verkauft wird.

    Menschlich verursachte Co² Klimakrise gabe es demnach vor der Industrialisierung keine und ihre Überwindung wird nicht mittels höherer Entwicklungsschritte gemeistert in einer Flaute der Innovationen – sondern durch weniger, also Verzicht.

    Allgemeines Wohlstandsversprechen ist LÜGE.
    Verzicht muss man sich leisten können, angesichts der Versprechen einer sozialstaatlichen Leistungsversprechen.

    Gesamtheitliche Kostenrechnung meint nicht den allein Bedarf an Geldmittel, sondern den kulturellen Preis politisch verordneten Rückschritts. Das Kuba der 1960er konnte den Stillstand erdulden, Europa von 2022 ist vulnerabler und seine Lieferketten globalisiert abhängig von Wechselkursen, die man nicht durch Armut bestimmt.

    Die Todesursachen unserer Natur dauern schon länger an, ihre Herleitung klammert gewisse politische tabu Themen immer aus, dagegen lebt sich der Interventionismus aus, wenn es der Wähler die Versprechen glaubt.
    Bsp.: Rhein-Main-Donau Ausbau-> ICE Trassen -> Stuttgart21.
    Bsp.: “Das Altmühltal und der Kanal” https://youtu.be/U8-bSBPxMVg

    Klima Lockdowns kommen – es sei denn die Deutungshoheit über die Klimakrise endet zusammen mit der Pandemie.

    Antworten
    • Dr. Lucie Fischer
      Dr. Lucie Fischer sagte:

      @Alexander
      Danke für den Link/ Altmühltal & Domestizierung von Flussläufen.
      Nicht ganz zufällig ist die Hochwasser-Katastrophe von Ahrweiler mit 180 Toten kein Thema mehr der Politik :
      https://www.youtube.com/watch?v=3xYOMy3-PJU&t=163s
      ” die Gefahr wurde unterschätzt” heisst hinterher es spröde .
      Nicht ” Klimawandel” , sondern Bodenverdichtung, Bebauung in Flusstälern , fehlender Uferschutz waren u.a. Gründe für das angeblich nicht Denkbare. Null Warnsysteme .
      #Alles wird politisch passend zurecht gebogen, vertuscht, verdrängt . #,
      für die Opfer gab und gibt es keinen nationalen Gedenktag,
      nur Landesvater Armin Laschet konnte sich vor Lachen kaum noch halten.
      ( Beste Aussichten für absehbaren Black-Out, gute Nacht! )

      Antworten
      • Alexander
        Alexander sagte:

        @Dr.Lucie Fischer

        Rom (@Bauer) zerstörte mit seinem Wachstum bereits soviel Natur, dass man mit Erosion, Lebensmittelproblemen und Verwüstung zu tuen hatte. Nordafrika soll ein Garten gewesen sein….die Zedern des Libanon dezimierte man schon im Altertum.

        Dass Menschen durch ihre Eingriffe ihre Umwelt verändern ist alt, neu erscheint nur die Theorie das mit monetären Mitteln ändern zu können.
        Mir will nicht einleuchten, warum in Solarfarmen umgewandelte landwirtschaftliche Flächen https://www.anumar.de/referenzen mehr Co² einsparen sollen – als die vegetative Umwandlung in O² der letzten Jahrtausende – dabei stimmt die monetäre Rendite konträr.

        Kaum eine steuerliche Bilanz eines Konzerns ist vollständig / alles Näherungen, aber die Natur bilanziert man richtig, die Schäden und Wechselwirkungen sind endtültig erfasst – weil die Wissenschaft das verkündet. Stichtage standen fest.

        Im Gegenteil ist man in der Entscheidungsphase angelangt, weil Gefahr im Verzug ist sind experimentelle Eingriffe geboten sind.

        Die Erfahrung mit denselben Leuten spricht dagegen, Kokolores von Kleinbürgern mit historischem Anspruch
        – und “die Götter lachen sich schief”.

        The Big Thin-K: https://youtu.be/nBE2gE1mLrw

    • Dr. Lucie Fischer
      Dr. Lucie Fischer sagte:

      @Alexander 18:26
      Solarfarmen ersetzten/ überschatten/ landwirtschaftliche Flächen:

      Ohne das Total-Herbizd, Total-Pestizid ist industrielle Landwirtschaft nicht realiserbar.
      Risikobewertungen liefern die Hersteller selbst, ” kein Risiko”, und solche Einschätzungen werden unkritisch weiter verbreitet:
      https://www.boell.de/de/glyphosat
      Wer noch Vertrauen in staatliche Aufsichtsbehörden hat , dem ist nicht zu helfen .
      ( Werbung für m-RNA-Injektionen , Risiken und Nebenwirkungen existieren nicht )

      Antworten
      • Alexander
        Alexander sagte:

        @Dr.Lucie Fischer

        Aus steuerlichen Gründen werden stillgelegte Höfe weiter bilanziert. Die Erben verpachten die Flächen besser als Arbeitserträge rentieren.

        Die HofErben suchen wie die Handwerksnachfolger derweilen Pensionsansprüche in Staatsdiensten, gerne in Finanzämtern und (Hoch)Schulen. Man schöpft aus dem Vollen der Gebäude, erfreut sich an Pferdehaltung / Urlaubsansprüchen / Teilzeit und Vaterzeiten…fittest für 30 Jahre im verdienten Ruhestand.

        So ging die Gleichung bis zur Pandemie.

        Da Staatsdiener als Erste den Mut für experimentelle Injektionsstoffe zeigten, vgl. Söder “wer sich traut”, sind die Herrschaften alle maximal geschützt und auf dem Stand of the art – mindestens 1x gepustert.

        Die Übersterblichkeit beträgt in 2021 um die 50%, in ausgewählten Traumdörfern. Mitt50ziger haben wir schon eingegraben, nach plötzlichem Abgang mit Herzbeutelentzündung.

        Ironie ist alles was bleibt.

    • Tom96
      Tom96 sagte:

      @ Alexander
      Wo kam die “industrielle” Großgüterlandwirtschaft her.
      Geographisch waren es die Preussischen Königreiche (ein polnisch-litauischer Adelsclan durch fremde Intellektuelle angereichert) aus den Nordosten, die sich durch Gewalt und Brot sowie Kartoffeln immer weiter nach Westen durchkämpften. Im Grunde die Hyksos des NordensNordens, die aus Syrien in Ägypten mit Streitwagen einfielen, um dann weiterzuziehen.
      So wurde Kiel zum Flottenstützpunkt und der Nord-Ostsee-Kanal durch Eisen und Blut konstruiert und gestählt und ernährt. Der Preussissche König empfahl dem Vater von Katarina sie nach Russland und ihren Bruder nach Schweden zu verheiraten.
      Simple Machtstrategien mit Monopolwirtschaften.
      Die EU ein müder zerstörerrischer Abklatsch des immer wieder selben Kreditzyklus durch Naturausbeutung, Landnahmen und Narrativerfindungen.
      Bis alles verschwindet, um neu aufzuleben.
      Gut das heute Alles wirklich Alles dokumentiert wurde.

      Antworten
  7. Christian Anders
    Christian Anders sagte:

    Mir ist nicht ganz klar, WAS von Lomborg an Erkenntnis erwartet wird?

    Er vertritt eine MEINUNG, die er nicht gut begründen kann. Sein Umgang mit Zahlen und Daten sowie seine Interpretation von IPCC-Reporten, die er zum Begründen nimmt, wird nicht einfach für falsch GEHALTEN, sie IST es nachweislich.
    Was hier alleine an Punkten einfach in den Raum geworfen wird…

    Dafür kenne ich so viele Einzelbeispiele und einwandfreie Widerlegungen, dass ich gar nicht wüsste, wie und wo ich anfangen soll – zumal ich kein Lomborg-Experte bin. Dass werde ich evtl. konkret anhand von Aussagen im Podcast machen.

    Das Problem: Wenn er etwas BERECHNEN will, müssen sich auch seine Eingangsprämissen der Überprüfung stellen. Diese überleben sie oft nicht. Was ist die Berechnung und die aus ihr abgeleitete „Vernunft“ dann noch wert?

    Ihn einzuladen, weil er einen Weg vernünftig aussehen lässt, den man selbst für vernünftig hält, ist leer.
    Wenn die Argumente diese Vernunft so wie vorgetragen nicht stützen, weil kontrafaktisch, steht doch die eigene Position auf dem Prüfstand und wird nicht besser, weil man noch jemanden gefunden hat, der ähnlich denkt.

    Was Lomborg tut, tuen auch Wissenschaftler auf dieser Welt, die völlig inprominent sind, dafür viel bessere Arbeit abliefern (und innerhalb der Wissenschaft bekannt sind). Und dabei keine Fundings von NGOs im Hintern stecken haben, die schon immer Klientelpolitik wider die Wissenschaft betrieben haben.

    Könnte man ja auch mal einladen – sofern es einen nicht stört, dass sie nicht so wohlklingend das verkünden, was man selbst für Vernunft hält.

    „Klimapaniker“ sind die übrigens keine. Das bleibt den Aktivisten vorbehalten – ein Problem, denn das Gerwicht der echten Paniker ist medial völlig überrepräsentiert.

    Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @Christian Anders

      “Dafür kenne ich so viele Einzelbeispiele und einwandfreie Widerlegungen, dass ich gar nicht wüsste, wie und wo ich anfangen soll – zumal ich kein Lomborg-Experte bin. Dass werde ich evtl. konkret anhand von Aussagen im Podcast machen.”

      Irgendwo anfangen müssen Sie schon, sonst werden Sie hier niemanden überzeugen.

      Sie klingen eher wie ein argumentativ etwas schwachbrüstiger Großinquisitor, der erklärt, dass ja ganz offensichtlich “niemand Vernünftiges” die Position des von Ihnen so ungeliebten Angeklagten teilen könnte – allerdings ohne zu erklären, warum das der Fall ist. Vielleicht wird ja auf diese Art jemand eingeschüchtert, das kann man zumindest mal probieren.

      “„Klimapaniker“ sind die übrigens keine. Das bleibt den Aktivisten vorbehalten – ein Problem, denn das Gerwicht der echten Paniker ist medial völlig überrepräsentiert.”

      Natürlich. Paniker sind immer die anderen, das zeigt “DIE WISSENSCHAFT” ganz eindeutig. ;)

      Antworten
      • Christian Anders
        Christian Anders sagte:

        @Richard Ott

        Ich weiß doch nicht, was er morgen sagen wird. Wozu soll ich Stellung nehmen?

        Es geht auch nicht um seine Position, sondern darum, wie er sie begründet.

        Ich gebe mal ein Beispiel von dem, was ich meinte. Lomborg schrieb 2008 im Guardian https://www.theguardian.com/commentisfree/2008/oct/14/climatechange-scienceofclimatechange

        Dort ist ein „Trick“ gleich mehrfach zu beobachten: Einen kurzen Ausschnitt aus einem Langzeittrend auszuschneiden, um damit der Aussage des Trends zu widersprechen, Zitate:

        „Temperatures in this decade have not been worse than expected; in fact, they have not even been increasing. They have actually decreased by between 0.01 and 0.1C per decade.“

        „Since 1992, we have had satellites measuring the rise in global sea levels, and they have shown a stable increase of 3.2mm per year (1/8 of an inch) – spot on compared to the IPCC projection. Moreover, over the last two years, sea levels have not increased at all – actually, they show a slight drop. Should we not be told that this is much better than expected?“

        Beides ist manipulativer Unsinn. Weder gab/gibt es einen Abkühlungstrend, noch lief 2008 die reale Erhöhung des Meeresspiegels niedriger als erwartet.
        Real und anhand der frei verfügbaren Daten konnte man sehen, dass es nicht kühler wird. Schon gar nicht um einen um 90% variierenden Wert pro Dekade in einer einzelnen Dekade (der Satz ist in sich schon logisch falsch).

        Noch schlimmer beim Meeresspiegelanstieg: die 3,2mm/y waren ein Zukunftswert(!) (=projection) NACH 2008 in einer sich beschleunigenden(!) Entwicklung. Wurden sie bereits vorher, also 1992 – 2006 erreicht, ist das nicht „spot on“, sonder systematisch unterschätzt. Das ist das GEGENTEIL von dem, was Lomborg dort schreibt.

        Zu zweitem hätte Wolfgang Pauli wahrscheinlich gesagt:
        „Es ist nicht nur nicht richtig, es ist nichtmal falsch.“

        Aber mit diesem Bullshitbingo muss man sich beschäftigen, wenn Lomborg seine Behauptungen aneinanderreiht. Ich habe damit nach einiger Zeit aufgehört, weil da am Fließband so Klopper rausgehauen werden. Ich halte das für Absicht.

  8. Dietmar Tischer
    Dietmar Tischer sagte:

    >Er erlaubt sich aber etwas, was mir gefällt: Er macht eine Kosten-/Nutzen-Rechnung auf.

    Denn NIEMAND – auch nicht der UN-Klimarat – erwartet den Untergang der Menschheit, wenn die Temperaturen weiter ansteigen.>

    Schon in diesem „Denn“ liegt das ganze Elend der Diskussion.

    Auch wenn NIEMAND den Untergang der Menschheit erwartet, kann es FALSCH sein, die Politik an einer Kosten-Nutzen-Rechnung zu orientieren.

    Die Frage ist, was wir – letztlich alle Menschen, weil es ein globales Problem ist − wollen SOLLEN.

    Es ist die Frage nach dem ZIEL, dem sich ALLE anderen Ziele unterordnen MÜSSTEN.

    Erst NACH der Zielfestlegung kann man SINNVOLLERWEISE, weil ERGEBNISORIENTIERT über Maßnahmen diskutieren.

    Wenn das Ziel sein sollte, den CO2-Ausstoss zu schnell wie möglich zu reduzieren, sind nicht Kosten-Nutzen-Rechnungen angesagt, sondern der ab sofort GRÖSSTMÖGE Verbrauchsverzicht – und der ÜBERALL, weil die heutigen Lebensweisen überall an den CO2-Ausstoss gebunden sind.

    Heißt:

    Die Menschen in den wohlhabenderen Ländern müssten sehr viel weniger verbrauchen und die in den ärmeren dürften nicht mehr verbrauchen.

    Das ist NICHT zu realisieren aus Gründen, die auf der Hand liegen.

    Daher fischt jeder in der Suppe, wie er es will:

    WILLKÜRLICH.

    Da wir an den Zielen rumgeschraubt, an den Mitteln, sie zu erreichen und an den Bedingungen, um irgendwelche Ziele mit irgendwelchen Mitteln da oder dort zu erreichen.

    Am besten man RELATIVIERT die Ziele:

    >… dürfen wir nie vergessen, dass der Klimawandel nicht das einzige globale Problem ist. Die meisten Menschen betrachten die Erderhitzung nicht als ihr dringlichstes Problem – für viele ist sie sogar total nebensächlich.>

    Es ist EMPIRIE.

    Sie ist relevant, weil Menschen und nicht ein Schöpfungsmythos die Ziele festlegen.

    Daher wird nationale wie internationale Politik generell und natürlich auch die die Klimapolitik nach INTERESSEN verfolgt,

    Abbild 11.3 überspielt dies.

    Denn es zeigt NICHT auf, dass die FOLGEN des Temperaturanstiegs, die KOSTEN per Einheit CO2-Emissionsreduktion und die TRABARKEIT der Kosten abhängig vom Wohlstandsniveau global sehr UNTERSCHIEDLICH sind.

    Daher Weiter so:

    Diskussionen aus PRÄFERIERTER Interessenlage heraus.

    ERGEBNISAKZEPTANZ je nach Interessenlage.

    Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @Herr Tischer

      “Die Frage ist, was wir – letztlich alle Menschen, weil es ein globales Problem ist − wollen SOLLEN.”

      Was die Menschen wollen sollen, haben schon oft verschiedene “Plankommissionen” in diversen roten oder braunen Farbtönen versucht vorzuscheiben.

      Sie waren damit nicht erfolgreich, trotz vielen Millionen Toten.

      Antworten
      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Richard Ott

        Im ersten Teil meines Beitrages, aus dem Sie zitieren, erkläre ich, was die BEDINGUNG für eine sinnvolle, weil ergebnisorientierte DISKUSSION ist:

        Zielfestlegung.

        Dass es diese Zielfestlegung für reale Politik NICHT geben wird, egal welche Farben in welchen politischen Systemen an der Macht sind, ist etwas anderes.
        Darauf habe ich im zweiten Teil verwiesen.

    • Christian Anders
      Christian Anders sagte:

      @DT

      Sie haben wie immer recht mit der Devise „Zielsetzung first“.

      Genau da greift Lomborg aber an: Er diskreditiert das Ziel. Ich behaupte in falscher und manipulativer Weise – aber das wäre sogar nochmal ein anderer Aspekt.

      Ebenfalls haben Sie recht mit dem Wollen der Menschen. Das führt in ein Dilemma: Sollten einmal „die“ Menschen (wer?) das Ziel unbedingter CO2-Reduktion WOLLEN, dann doch nur wegen der unmittelbar erlebbaren Konsequenzen einer bislang nicht ausreichend erfolgten Reduktion. Dazu DANN die unerbittliche Physik: Too late…

      Wie organisieren sich Menschen global eigentlich, wenn sie ein langfristiges Ziel erreichen wollen, dass ihren mehrheitlichen kurzfristigen Zielen widerspricht?

      Wer das nicht beantworten kann (und ich kann es nicht), erzeugt nicht dadurch Vernunft, dass er ein Problem kleinredet.

      Antworten
      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Christian Anders

        “Genau da greift Lomborg aber an: Er diskreditiert das Ziel.”

        Er “diskreditiert” Ihr Ziel nicht (wie geht das bei einem Ziel überhaupt?), sondern er sagt, dass dasjenige Ziel, das Sie für so wichtig halten, tatsächlich nicht besonders wichtig ist und gleichzeitig nur unter extrem hohen Kosten und Einschränkungen im Lebensstandard erreicht werden könnte – falls überhaupt.

        “Wie organisieren sich Menschen global eigentlich, wenn sie ein langfristiges Ziel erreichen wollen, dass ihren mehrheitlichen kurzfristigen Zielen widerspricht?”

        Die Antwort: Gar nicht.

        Solange Menschen einander widersprechende Ziele haben, gibt es allerdings auch gar keinen Grund, sich irgendwie zu “organisieren”, denn mit widersprechenden Zielen gibt es keine sinnvolle Strategie, die irgendwie von irgendwem oder irgendeiner Organisation ausgeführt werden könnte.

      • Christian Anders
        Christian Anders sagte:

        @R. Ott

        Sie sagen es doch selbst:

        „(wie geht das bei einem Ziel überhaupt?) […]
        sondern er sagt, dass dasjenige Ziel […] nicht besonders wichtig ist.“

        So geht das. Wenn die Argumente stimmen, ist da auch nichts gegen einzuwenden.

        „Die Antwort: Gar nicht.“
        Denke ich auch!

        „Solange Menschen einander widersprechende Ziele haben, gibt es allerdings auch gar keinen Grund, sich irgendwie zu “organisieren”, denn mit widersprechenden Zielen gibt es keine sinnvolle Strategie, die irgendwie von irgendwem oder irgendeiner Organisation ausgeführt werden könnte.“

        Das ist korrekt, solange Ihr „Solange“ am Satzanfang vollumfänglich gilt.
        Gilt es denn vollumfänglich? Also, dass es gar keine Ziele gibt oder geben kann, die eine große Mehrheit von Menschen weltweit teilt und die deshalb eine globale Organisation sinnvoll sein lassen könnten?

  9. Bauer
    Bauer sagte:

    Endlich eine Stimme der Vernunft! Die hier vorhergehenden 6 Kommentare sind in jeder Beziehung aufschlussreich, wie weit die Deformation der Gehirne schon fortgeschritten ist.

    “Klimawandel” ist schon von Anfang an eine Fehlbezeichnung. Ja, das Klima ändert sich mal wieder, und ja, 8 Mia. Menschen hinterlassen Spuren ihrer Aktivitäten. Aber ein Klimawandel ist etwas anderes. Ich denke da an eine grüne Sahara (die Römer hatten von dort ihr Getreide bezogen) oder an Schnee in Australien. Aber wir unterhalten uns um ein paar Grad Temperaturunterschied im Mittel. Das reicht höchstens für eine “Klimavariation”.

    Ich habe vor 35 Jahren meinen Wohnsitz nach Frankreich verlegt. Die mittlere Jahrestemperatur beträgt vordem 9° in D und jetzt 11.7° in F, mehr also als die bis 2100 befürchtete Klimaerwärmung. Beide Orte liegen an der Weinbaugrenze, der jährliche Niederschlag beträgt in F das doppelte bei weniger Regentagen. Die Hundstage im Sommer sind dieselben, ich muss im Winter genausoviel Schnee schaufeln. Aber die Heizkosten waren vor 35 Jahren etwa dieselben, heute zahle ich nur ein Drittel dank EEG. Abgesehen davon ist mein Wohlbefinden daselbe.

    Was ich damit sagen will: Wer nicht genau hinschaut, bemerkt einen Wechsel der mittleren Umgebungstemperatur dieser Grössenordnung gar nicht, noch dazu wenn sich die Änderung über zwei Generationen hin erstreckt. Das sagt auch Mr. Lomborg und er hat recht, dass es weit wichtigeres und dringendere Probleme gibt, die unerledigt bleiben, weil alle Welt aufs Thermometer starrt und die verfügbaren Mittel daran verschwendet.

    Antworten
    • Dietmar Tischer
      Dietmar Tischer sagte:

      @ Bauer

      >Wer nicht genau hinschaut, bemerkt einen Wechsel der mittleren Umgebungstemperatur dieser Grössenordnung gar nicht, noch dazu wenn sich die Änderung über zwei Generationen hin erstreckt.>

      Das ist richtig.

      Es ist aber IRREFÜHRUNG durch Ausblendung von REALITÄT zu fordern, dass sich die Klimapolitik daran orientieren sollte.

      Denn entscheidend für sie ist nicht, ob die Menschen GENAU irgendwohin schauen, sondern für WIE BEDEUTSAM sie einschätzen, WAS sie dort erkennen, WO sie hinschauen.

      Wenn eine Mehrheit von Menschen z. B. MEINT, dass ein KONTINUIERLICHES Schmelzen der Gletscher in Grönland mit der als richtig anzuerkennenden Folge, dass dadurch der Meeresspiegel bis Ende des Jahrhunderts um ca. 60 bis 70 cm steigt, nicht AKZEPTIERT werden darf, dann wird die Klimapolitik darauf gerichtet sein, dieses Abschmelzen zu verhindern.

      Denn das ist der MASSGEBENDE Sachverhalt:

      Es kommt den Menschen auf die Einschätzung des DELTA, also der VERÄNDERUNG realer LEBENSBEDINGUNGEN an.

      Für Sie mag der Temperarturanstieg an ihrem Wohnort akzeptabel sein, für Mensch in Hamburg und anderswo die Erhöhung des Meeresspiegels aber nicht.

      Man kann jetzt lange darüber diskutieren, warum die Menschen auf die Gletscher in Grönland schauen und wohin sie auch und sogar vorrangig schauen sollten etc., etc.

      Damit sind wir bei dem, was ich VERBLENDUNGSZUSAMMENHANG nenne und keiner rationalen Diskussion zugänglich ist.

      Antworten
      • Bauer
        Bauer sagte:

        @ D. Tischer

        >> “Es ist aber IRREFÜHRUNG durch Ausblendung von REALITÄT zu fordern, dass sich die Klimapolitik daran orientieren sollte”

        Ich blende die Realität nicht aus, im Gegenteil, wer sonst beschäftigt sich schon mit dem Unterschied der Jahresmitteltemperatur anlässlich eines Umzugs. Ich setze jedoch das gefundene Ergebnis in Relation zu den übrigen Faktoren unserer Lebensgestalltung. Das erwähnt ja auch Mr. Lomborg durch Zitierung der UN-Studie, wonach die Klimafrage in der Rangordnung der Sorgen der Mehrheit der Menschen ganz, ganz unten steht.

        Und das mit der Gletscherschmelze und dem Anstieg des Meeresspiegels ist ein anderes Thema, nicht minder interessant. Ich lebe seit 12 Jahren nun auf dem Meer und beobachte scharf, das können Sie mir glauben. Der Meeresspiegel war noch nie fest angenagelt, auch wenn man das Normalnull des Amsterdamer Pegels nicht mehr korrigieren kann, weil die Landesvermessung ganz Europas dranhängt. Mindestens seit den letzten 2000Jahren steigt der Meeresspiegel kontinuierlich um rd. 0.30 m pro Jahrhundert und niemand störts. Die Holländer wissen da längst Bescheid und leben immer noch gut und ruhig in den NIEDERlannden. Ich studiere die Kaimauern alter Häfen, wie sie Schritt für Schritt erhöht werden, es ist aufschlussreich, zumal wenn sie über das Niveau der dahinterliegenden Besiedelung hinauswachsen. Wer am Wasser wohnt, richtet es sich, denn kein Bauwerk hält ewig, zumal in unserer schnellebigen Zeit und mit den Fundamenten im Wasser.

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Bauer

        Ich verstehe Sie schon und will nicht polemisch werden indem ich Ihnen antworte:

        Wer wie Sie mit einem ordentlichen Schiff auf dem Meer lebt, dem kann es egal sein, wie hoch der Meeresspiegel steigt, solange er noch einen Hafen anlaufen kann, um sich mit lebensnotwendigen Gütern zu versorgen

        Das wäre nun wirklich zu billig.

        Ich sage nur, dass Menschen aus bestimmten Ereignissen UNTERSCHIEDLICHE Schlüsse ziehen, weil sie sich IHRER Einschätzung nach SIGNIFIKANT unterschiedlich auf ihre Lebensverhältnisse auswirken.

        Um es deutlich zu machen, überziehe ich jetzt einmal:

        Wer WILL, dass seine Enkel noch trockenen Fußes in die Hamburger Elbphilharmonie kommen, der wird von der Politik FORDERN, dass die Schmelze nicht nur der grönländischen Gletscher, sondern die aller gestoppt wird.

        Und so ist es rund um den Globus immer wieder mit etwas ANDEREM.

        DIE vor irgendwoher VERBINDLICHE Sicht für ALLE ist eine Illusion.

        Denn die gibt es NICHT.

      • Bauer
        Bauer sagte:

        @ D. Tischer

        >> “Wer WILL, dass seine Enkel noch trockenen Fußes in die Hamburger Elbphilharmonie kommen, der wird von der Politik FORDERN, dass die Schmelze nicht nur der grönländischen Gletscher, sondern die aller gestoppt wird.”

        Aber nein, er wird fordern, dass die Stadt Laufstege auf Stelzen baut wie in Venedig bei Hochwasser. Das kostet nicht Billionen, wobei man nicht einmal weiss, ob’s hilft, und es geht schneller, gleich für die Abendvorstellung.

        Mit diesem Beispiel eröffnen Sie gleich die Debatte über die ganze Crux des Klimafimmels. Es gäbe um Grössenordnungen preiswertere Lösungen im Vergleich zu dem, was uns da bevorsteht.

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Bauer

        >Aber nein, er wird fordern, dass die Stadt Laufstege auf Stelzen baut wie in Venedig bei Hochwasser.>

        Nein, das wird er nicht.

        Er wird sagen, schaut auf das, was in Venedig getan wurde:

        Die haben das Hochwasserschutzsystem Moses gebaut und dies mit Kosten von EUR 5,5 Mrd.

        Und irgendwann werden sie ein noch besseres mit noch höheren Kosten bauen müssen.

        Sie laufen den Problemen HINTERHER, statt sie zu lösen, was in der Abkehr davon heißen muss:

        PRÄVENTIV vorzusorgen durch URSACHENVERMEIDUNG.

        Das ist die mehrheitliche Logik und demnach der Gang der Dinge.

        Ich predige schon lange, dass ANPASSUNG einen viel höheren Stellenwert als die VERMEIDUNG haben sollte.

        Der Grund ist nicht der, den Sie als Kostenfrage mit Bezug auf Einzellösungen sehen.

        Meine Begründung ist:

        Wenn nahezu ALLE Ressourcen in die Ursachenvermeidung auf Basis der 1,5-Grad-Zielerreichung eingesetzt werden, aber die Erreichung des Ziels AUSSICHTSLOS ist, laufen wir in die Falle, NICHTS für für die Verbesserung sich verschlechternder Lebensbedingungen, denen wir ausgesetzt sein werden, getan zu haben.

        Dies finde ich ist die Krux unserer Klimapolitik.

        Sie wird sich natürlich ändern in Richtung DEUTLICH vermehrter ANPASSUNG, aber nicht durch rational begründete Entscheidungen, sondern durch ERFAHRUNGEN.

        Egal, ob man die Schäden der Ahrtal-Katastrophe dem Klimawandel zurechnet oder nicht:

        Wenn es mehr solcher oder ähnlicher Katastrophen gibt und sie immer öfter mehr Menschen betreffen:

        Die Ressourcen werden dann ohne große Diskussion zur KOMPENSATION und VERHINDERUNG derartiger Schäden eingesetzt.

      • Bauer
        Bauer sagte:

        @ D. Tischer

        Ehrlich gesagt, es ist ermüdend.

        >> “Die haben das Hochwasserschutzsystem Moses gebaut und dies mit Kosten von EUR 5,5 Mrd.”

        Ja, das haben Sie, aber nicht wegen des steigenden Meeresspiegels, sondern weil Venedig am Ende einer Sackgasse, nämlich der Adria, liegt. Anhaltender Südwind drückt das Mittelmeerwasser nach Norden in die Lagune, meterweit über den mittleren Wasserspiegel. Die Situation Hamburgs ist vergleichbar, wenn Nordwestwind die Nordsee in die Elbemündung drückt und die Elbe womöglich noch dazu ein Hochwasser führt.

        Venedig kann es sich leisten, durch den Sperrdamm über Wochen vom Meer abgeschnitten zu sein, Hamburg würde daran wirtschaftlich zugrundegehen.

        Aber trösten Siie sich, soweit wird es nicht kommen. Man kann Klimaphenomen nicht einfach linear in die Zukunft verlängern, noch dazu über mehrere Jahrzehnte, wie Börsenkurse, was man übrigens auch nicht tun sollte.

      • Alexander
        Alexander sagte:

        @Bauer

        Römische Skizzen, “Strom ohne Ufer”, wie der Po seit dem Mittelalter den Hafen “Adria” 30km hinter die Küste verlegte, und jedes Jahr im Herbst für Überschwemmungen sorgt.

        Beobachtungen von vor 50 Jahren, als der bayrische Rundfunk noch ein Qualitätssiegel trug: https://youtu.be/ws6w6Y7aDY8

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Bauer

        Ermüdend ist nur, die Dinge geradezurücken zu müssen.

        Erstens:

        Egal, ob es sich das leisten könnte oder nicht − Venedig ist mit seinem Hochwasserschutzsystem nicht über Wochen vom Meer abgeschnitten.

        Ob es dies mit einem günstigeren Schutzsystem akzeptiert hätte, kann offenbleiben (und hängt natürlich davon ab, WER jeweils finanziert).

        Laufstege sind jedenfalls kein Schutzsystem, wären es auch in Hamburg für die Elbphilharmonie nicht.

        Da Venedig wie auch Hamburg (wo, wie Sie richtig feststellen, auch über die Stadt hinaus der Schaden viel größer wäre), es nicht wollen, über Wochen vom Meer abgeschnitten zu werden, ist dieser Aspekt nicht relevant.

        Zweitens:

        Es kommt im Vergleich NICHT darauf an, WELCHES die Ursachen für den tatsächlichen Schaden (Venedig) oder einen möglichen in Hamburg (wenn dort der Wasserspiegel steigt und der Nordwestwind anhaltend Wasser in die Elbemündung drückt) sind.

        Es kommt auf den Schaden an, den man ERKENNT bzw. den POTENTZIELLEN, den man in der Zukunft zu erkennen GLAUBT.

        Und eben darauf, wie man DARAUF reagiert – ihn ursächlich vermeiden wollend oder sich darauf einstellend – mit jeweils WELCHEN Kosten.

        Das Entweder/Oder hängt von Interessen ab.

        Darüber ist objektiv NICHT zu entscheiden.

  10. Thomas M.
    Thomas M. sagte:

    Wikipedia… ich nutze das noch immer gerne um Infos zu Popbands und nerdig-naturwissenschaftlichen Themen zu recherchieren. Für politische und politisierte Themen und Personen kann man es aber nicht guten Gewissens als Informationsquelle weiterempfehlen. Dafür schreiben (mittlerweile?) zu viele Sendungsbewusste in diesen Beiträgen.

    >Die EU meint es ja gut, aber dieses Geld ist offenkundig schlecht angelegt.

    Meinen es die EU und Staaten wirklich gut? Ich tu mich mehr als schwer keinen Lobby-Scam zu wittern, wenn ein fettes Hybrid-SUV vor mir mit E-Nummernschild zur Tanke abbiegt.

    Alternative Interpretation: CO2-Reduktion, wettbewerbsfähige Preise und noch mehr Komfort und Spaß beim Fahren? Diametrale Ziele zeitigen nicht selten kuriose und überraschende Lösungen in der Praxis.

    Life is messy.

    Antworten
  11. JürgenP
    JürgenP sagte:

    „Das dänische Ministerium für Wissenschaft, Technik und Innovation sprach ihn schließlich nach einer Überprüfung von dem Vorwurf der wissenschaftlichen Unlauterkeit frei, da nicht nachgewiesen werden konnte, dass das Buch überhaupt ein wissenschaftliches Werk sei“. (Quelle Wikipedia)

    OK. Spannend, sich mal anhören, was ein freier Provokateur von sich gibt, der auf die Tour sein Buchverkauf performt. Kann man ihm nicht verübeln, denn von irgendwas muss der Mensch ja leben. Solche Typen haben eher etwas gemeinsam mit Till Eulenspiegel, der den Mächtigen auf der Nase herumtanzte und das Volk zum Jubeln brachte, als (@weico) mit Seite 174 des ADF-Wahlprogramms. Letzteres würde eher zu den Geschichten des Lügenbarons Münchhausen passen. Wobei, ich gebe es ja zu, nach der Obduktion durch Dr. Stelter haben die übrigen Parteiprogramme auch nicht viel mehr zu bieten. Liegen farblich aber etwas besser.

    Antworten
    • weico
      weico sagte:

      @JürgenP

      “Liegen farblich aber etwas besser.”

      Die Mischung aus Rot/Grün/Gelb ergibt bekanntlich…Hellbraun !Ups..

      Ich bevorzuge lieber ein freiheitliches Blau.

      Antworten
      • JürgenP
        JürgenP sagte:

        @ weico “freiheitliches Blau” … ganz bestimmt ein Synonym für das Meeresblau auf einer Gummiboot-Süd-Nord-Mittelmeerpassage, kurz bevor es auf die tiefbraune Küste berühmt-berüchtigter Pirateninseln mit lauter Fieslingen trifft.

    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @JürgenP

      Wenn Sie sich den ersten Eindruck von Ihnen vorher unbekannten Personen anhand von Wikipedia-Artikeln bilden, dann bekommen Sie ganz bestimmt ein in sich gefestigtes globalistisch-grünsozialistisches Weltbild.

      Es hat nur nichts mit der Realität zu tun.

      Lesen Sie mal, wie schmusig die Wikipedia mit unserer -Ihnen sicherlich schon bekannten- Außenministerin umgeht, selbst dann, wenn sie ein Buch veröffentlicht, das sich als eine Aneinanderreihung von Plagiaten herausstellt:

      “Am 17. Juni 2021 präsentierte Baerbock ihr Buch Jetzt. Wie wir unser Land erneuern. Darin stellt sie ihre Sicht der Welt sowie ihre politischen Ziele vor, teils mit persönlichen Erfahrungen vermischt. Am 28. Juni 2021 veröffentlichte Stefan Weber eine Liste mit Textstellen, die er als Plagiate bzw. Urheberrechtsverletzungen bezeichnete. Baerbock wies die Vorwürfe zunächst zurück; sie habe nur Fakten aus öffentlich zugänglichen Quellen übernommen. Im Fortgang der öffentlichen Debatte räumte sie es als Versäumnis und Fehler ein, kein Quellenverzeichnis erstellt zu haben, und kündigte eine entsprechende Überarbeitung an. Baerbocks Buch gab Anlass zu einer Debatte über die Plagiatsvorwürfe, über den Umgang mit Kandidaturen von Frauen und über die diesbezüglichen Reaktionen der Grünen. In der Presse hieß es einerseits, dass die Debatte von wichtigen politischen Wahlkampfthemen (bzw. von Problemen der Konkurrenz) ablenke, andererseits aber habe Baerbock sich angreifbar gemacht. Im November 2021 gab Baerbock bekannt, dass es keine Neuauflage des Buchs geben werde, da ihr die Zeit für die nötige Überarbeitung fehle.”
      https://de.wikipedia.org/wiki/Annalena_Baerbock#Kanzlerkandidatin_zur_Bundestagswahl_2021

      Antworten
      • JürgenP
        JürgenP sagte:

        @ RO ???

        Vielleicht können Sie Wikipedia und der treuen Leserschaft von Dr. Stelter weiterhelfen:

        “Der Artikel „Globalistisch-grünsozialistisches Weltbild“ existiert in der deutschsprachigen Wikipedia nicht. Du kannst den Artikel erstellen (Quelltext-Editor, Anleitung)”.

        “Der Artikel „Grünsozialistisch“ existiert in der deutschsprachigen Wikipedia nicht. Du kannst den Artikel erstellen (Quelltext-Editor, Anleitung)”.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @JürgenP

        “Der Artikel „Globalistisch-grünsozialistisches Weltbild“ existiert in der deutschsprachigen Wikipedia nicht. Du kannst den Artikel erstellen (Quelltext-Editor, Anleitung)”.

        Da kann ich auch einen Diätplan an Ricarda Lang schicken, der wird ungefähr genauso schnell gelöscht.

        Pure Zeitverschwendung.

      • weico
        weico sagte:

        @Richard Ott

        “Da kann ich auch einen Diätplan an Ricarda Lang schicken, der wird ungefähr genauso schnell gelöscht. ”

        Wenigstens wird man von dieser Frau kaum je zu hören bekommen,dass die Leute den “Gürtel enger schnallen müssen”…. um das Klima zu retten !

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @weico

        “Wenigstens wird man von dieser Frau kaum je zu hören bekommen,dass die Leute den ‘Gürtel enger schnallen müssen’…. um das Klima zu retten !”

        Oh, da unterschätzen Sie das Talent der Grünen für unfreiwillige Komik aber ganz gewaltig:

        https://imgur.com/a/g6uSmQs

        Das ist keine Fotomontage, sondern das Bild zeigt die Grünen-Nachwuchspolitikerin Chiara Tummeley bei einem Kongress der Grünen Jugend mit einem motivierenden und in diesem Kontext sehr lustigen Slogan am Rednerpult.

        Chiara Tummeley ist übrigens seit neuestem -auch das ist kein Witz- die Büroleiterin von Ricarda Lang in der Grünen-Bundesgeschäftsstelle. Sie sehen, wir haben echte politische Schwergewichte in der Grünen-Parteizentrale.

  12. weico
    weico sagte:

    “@bto: Die Kern-Message von Lomborg: Wohlstand ist die beste Klimapolitik.

    Recht hat er!”

    Klar.
    Sind ja auch ganz normale und vernünftige Ansichten,die Sie aus dem Buch zitieren.

    Vieler dieser normalen und vernünftigen Ansichten, des Hr. Lomborg, stehen ja in Kurzfassung schon im Parteiprogramm: “Deutschland . Aber normal.”

    Ein kurze Passage daraus:

    “Gesicherte und günstige Energieversorgung ist eine der Grundvoraussetzungen von Wohlstand, Sicherheit und Gesundheit. Diese sicherzustellen ist Kernaufgabe des Staates. Energiepolitik bedeutet, Rahmenbedingungen so zu setzen, dass die Energieversorgung gesichert, umweltfreundlich und kostengünstig im Rahmen des freien Marktes gewährleistet ist. Teure und knappe Energie lässt Industrien abwandern und schränkt den Lebensstandard breiter Teile der Bevölkerung, gerade auch der
    unteren Einkommensgruppen, drastisch ein. ”

    Mehr von einer normalen und vernünftigen Klimapolitik auf Seite 174…….unter folgendem Link:
    https://www.afd.de/wp-content/uploads/sites/111/2021/06/20210611_AfD_Programm_2021.pdf

    Der Wahlbürger will/wollte aber nicht Normal …..sondern Sozial und Radikal !

    Das Ergebniss wird wohl auch entsprechend ausfallen…

    Antworten
    • @foxxly
      @foxxly sagte:

      @ weico
      >>Die Kern-Message von Lomborg: Wohlstand ist die beste Klimapolitik.
      Recht hat er!”<<

      ich halte dagegen! er hat nicht (mehr) recht!
      in die vergangenheit hätte diese aussage besser gepasst.

      wer das schuldgeldsystem mit seinen exponentiellen entreicherungs-effekt, halbweg verstanden hat, kann diese aussage nicht tätigen.

      wohlstand bedeutet steigenden ressourcenverbrauch und dieser geht auf lange zukünftige zeit, nicht ohne steigerung des co2-ausstoßes.

      was hier versucht wird uns zu verkaufen ist sprichwörtlich die "quadratur des kreises"

      Antworten
  13. Tom96
    Tom96 sagte:

    Transparenz bedeutet die völlige Offenlegung der Privat – Public – Partnerships, also der Instrumentalisierung des Öffentlichen durch private gewinnmaximierende individuelle Interessen gegenüber einer orndungsgebenden öffentlichen Aufgabenerfüllung.
    Der Umweltsektor in der Ausformung eines “Klima”geschäftsverkaufssystems ist ein durch Piraterie gebildetes Angstmachungskonstrukt.
    Jedwede Argumentation auf der Basis eines Transaktionskostenmechanismus endet in dieser Höchstgewinnerzielung gegen die Kraft und Lebensnotwendigkeit der Natur. Ich würde dies als vorsätzliche inszenierte Täuschung bis zum Betrug kategorisieren.

    Antworten
  14. @foxxly
    @foxxly sagte:

    ich prognostiziere, dass die verteilungsfrage unserer arbeitsleistung, dank dem schuldgeldsysten, – so graphierend wird, dass die klima-entwicklung, völlig hinten angestellt und bedeutungslos werden wird!

    will heissen: die menschen werden durch das geldsystem dermaßen entreichert, dass deren vorhandener wohlstand sinkt und der, der ärmeren nicht mehr steigt.

    die große frage wird sein,
    wie kann diese negative wohlstandsentwicklung, friedlich sich weiter entwickeln?

    wenn ich die derzeitige kriegsrethorik bewerte, dann wird die gestellte große frage bald beantwortet werden.

    Antworten
  15. @foxxly
    @foxxly sagte:

    ……. all die großen geschäfte; – corona-plandemie/pharma, klimahype, rüstungs et.; – funktionieren nur noch über die angsmache in der breiten masse.
    die menotionale aufheizung ist dann der reale fakt für die gewinner aus den finanz-industriellen komplex (konzernen und finanzwesen etc.)

    mit hilfe von der medienmacht, lassen sich nahezu alle gewünschen wirtschaftlichen und politischen ergebnisse erzielen.

    das ist massenpsychologie und dabei gibt es keine ratio mehr.
    das volk ist nur eine manöverier-masse zum geldverdienen der finanz-eliten. nicht mehr und nicht weniger.
    damit dies noch reibungsloser verläuft, werden die reste der demokratie bereits geschleift.

    Antworten

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