Hat QE zu einer Überbewertung von Aktien geführt – oder nicht?

Die designierte Nachfolgerin von Ben Bernanke, Janet Yellen, sieht keine Überbewertung von Aktien als Folge der Fed-Politik. McKinsey teilt diese Sicht. Es gibt aber auch Skeptiker wie Bridgewater und die FT. Heute meldet sich eine weitere sehr anerkannte Institution zu Wort: GMO, ein sehr erfolgreicher Asset-Manager aus Boston, der immer wieder mit fundamentalen Analysen besticht. Titel der neuesten […]

Mehr zu Wirkung und Nebenwirkung von QE

Die Wirksamkeit der Politik der Federal Reserve hat mich in der letzten Woche intensiv beschäftigt. Bridgewater kam zu der Schlussfolgerung, dass die Politik nicht mehr wirksam ist und sich die Fed neue Maßnahmen ausdenken wird, um die Wirtschaft (und die Finanzmärkte) zu stimulieren. John Authers von der FT kommt aus einem anderen Blickwinkel zu einem […]

Treasury ownership marks wealth divide

42 Prozent der privat gehaltenen Treasury Bonds liegen in den Depots der reichsten ein Prozent der amerikanischen Bevölkerung. In den 1970er-Jahren lag der Wert bei 17 Prozent. Das führt zu interessanten Konflikten: Die Gläubiger haben ein Interesse daran, dass der Staat seinen Verpflichtungen nachkommt und zum Ausgleich des Defizits Ausgabenkürzungen vornimmt. Steuererhöhungen würden vor allem die […]

A robust rise is distinctly not a bubble

Janet Yellen, die designierte Nachfolgerin von Ben Bernanke an der Spitze der Fed, hat sich festgelegt: Nein, wir haben keine Bubble in den Aktienkursen. Deckungsgleich mit McKinsey und im Widerspruch zu Bridgewater. James Mackintosh von der FT verweist darauf, dass es auch Aktien-Crashs geben kann ohne eine vorherige Blase. So liegt das P/E-Multiple zur Zeit […]

McKinsey: QE and ultra-low interest rates: Distributional effects and risks

Den Wirkungsmechanismus der aggressiven Geldpolitik habe ich in den letzten Tagen intensiv diskutiert. Dabei standen zwei Themen im Vordergrund: die Umverteilung von Sparern zu Schuldnern über „financial repression“ (Nominalzins unterhalb der nominalen Wachstumsrate) und der Wohlstandseffekt steigender Asset-Preise, der zu mehr Konsum und mehr beleihungsfähigem Kapital führt. In einer aktuellen Studie zeigt das McKinsey Global […]

Wenn Ray Dalio recht hat – was bedeutet es für die Finanzmärkte?

Wenn die Analyse von Ray Dalio bezüglich des abnehmenden Grenznutzens der expansiven Politik der Notenbanken zutrifft, stellt sich die Frage: Was bedeutet das für Realwirtschaft und Finanzmärkte? Für die Realwirtschaft wären das ernüchternde Nachrichten. Die Wirtschaft würde es nicht schaffen, zu einem selbsttragenden Aufschwung zu kommen und bei einem erneuten Rückfall in die Rezession, was […]

Die Schulden des Einen sind die Forderungen des Anderen

Schulden sind gut. Sofern sie zu produktiven Zwecken verwendet werden: zur Investition in neue Anlagen, zur Finanzierung von Forschung und Innovation. Konsum auf Kredit ist auch in Ordnung, solange der Schuldner die Absicht hat, die Schulden wieder zurückzuzahlen. Vereinfacht gesagt: Wenn Schulden zu einer Mehranstrengung führen und damit das Einkommen und gesamtwirtschaftlich das BIP steigern, […]

Warum investieren wir nicht?

Ohne Investitionen in Infrastruktur, Maschinen und Anlagen, Forschung und Bildung kann eine alternde und schrumpfende Bevölkerung den Wohlstand nicht halten, geschweige denn, bestehende Schulden bedienen und zukünftige Versprechen einhalten. Wirtschaftswachstum ergibt sich aus zwei Faktoren: der Anzahl der Menschen, die arbeitet (Erwerbsbevölkerung) und ihrer Produktivität (BIP pro Kopf). So stagniert beispielsweise seit Jahren das BIP […]

Why is investment so low?

Nicht nur in Deutschland investieren Unternehmen nicht genug. Es handelt sich um ein globales Phänomen. Ein neues Buch geht den Ursachen nach und sieht einen direkten Zusammenhang zwischen den Anreizsystemen für Manger – Stichwort Stock-Options – und der Bevorzugung von Aktienrückkäufen und Dividenden gegenüber Investitionen. Das kann sicherlich sein, wobei die erhebliche Unsicherheit seit Beginn […]