Tödliche Naivität

Auf einen Blackout wie in Spanien ist auch Deutschland nicht vorbereitet.

bto#310 – Am 28. April 2025, exakt um 12:33 Uhr mittags, brach das Stromnetz in Spanien zusammen. Aufgrund der Berichterstattung hierzulande konnte man den Eindruck gewinnen, das Ganze sei zwar ärgerlich gewesen, zugleich aber auch ein großes Happening. Bilder zeigten Menschen, die bei Kerzenschein an langen Tafeln saßen und aßen, was sonst bei den Wirten mangels Kühlung verdorben wäre. Die Botschaft, die bei vielen Betrachtern so angekommen sein dürfte, war klar: alles gar nicht so schlimm.

Dabei ist ein großflächiger und langanhaltender Stromausfall (Blackout) nach Einschätzung von Forschern der ETH Zürich ein “maximal glaubwürdiges Ereignis”. Die Wahrscheinlichkeit eines solchen Ereignisses kann nicht berechnet werden, aber es liegt absolut im Bereich des Möglichen. Das zeigt auch das Beispiel Spanien, wenngleich hier spezifische Bedingungen zu berücksichtigen sind. Trotzdem lässt dieser Vorfall erahnen, wie fatal die Folgen eines solchen Blackouts wären, sollte der Strom länger als drei Tage ausfallen. In Spanien forderte der Stromausfall “nur” drei Todesopfer. Traurig genug, jedoch wären es unter anderen jahreszeitlichen und klimatischen Bedingungen wohl deutlich mehr gewesen.

Wie man sich auf ein solches Szenario vorbereitet, bespricht Daniel Stelter mit Herbert Saurugg, Präsident der Gesellschaft für Krisenvorsorge in Österreich.

Hörerservice

Der Text von Tech for Future: https://is.gd/1FMLjN
Der Bericht der Bundesnetzagentur: https://is.gd/9WLRdP
Der Bericht des Bundesrechnungshofs: https://is.gd/3OT2MS
Der Text des Center for Security Studies (CSS) der ETH Zürich: https://is.gd/rRliv0

beyond the obvious
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