Kommentare (49) HINWEIS: DIE KOMMENTARE MEINER LESERINNEN UND LESER WIDERSPIEGELN NICHT ZWANGSLÄUFIG DIE MEINUNG VON BTO.
  1. JürgenP
    JürgenP sagte:

    “Warum wir unseren Wohlstand verlieren, wenn explodierende Energiekosten den Mittelstand vernichten”.

    DEN Mittelstand „vernichten“ – was für eine Aussage. Das wird nicht geschehen. Klar, es wird den Teil des Mittelstandes treffen, der über keine Möglichkeiten verfügt oder schnell genug verfügen kann, sich den geänderten Rahmenbedingungen anzupassen.

    Na und?

    Dann gehen die eben pleite, das gehört zu einer “freien” Marktwirtschaft – wenn sie wirklich frei sein soll.

    Es gibt auch den anderen Teil des Mittelstandes, der sich bereits still und heimlich vorbereitet hat – möglicherweise, weil er seit Jahren die Warnungen auf diesem Blog liest. Er ist auch ohne großes Geschrei in der Lage, sich sehr schnell anzupassen an neuartige Prozesse. Es sind Leuchttürme für die demnächst Umherirrenden. Sie funktionieren auch ohne blutiges Despotengas.

    Es gibt sie, die Mittelständler, die sich vor Jahren schon mit viel Engagement und Geld auf den Weg der Unabhängigkeit gemacht haben. Sie begaben sich vorausschauend in Verbünde, in denen Wertschöpfungen beispielsweise durch regionalen Austausch entstehen. Oder durch ganz andere Möglichkeiten von Produktion und Dienstleistungen.

    Anstatt dem Geschrei zu folgen, sollte der Blick sehr schnell auf Beispiele gerichtet werden. Wenn überhaupt irgendwas zu subventionieren ist, dann sind es Wegstecken für die Umherirrenden zu solchen Beispielen und nicht LKW-Kolonnen auf Autobahnen aufgrund fehlgeleiteter Industriepolitik. Zum Einen, damit schnell gelernt werden kann, zum Anderen, damit den bestehenden oder kommenden Despoten ganz schnell das Wasser abgegraben wird.

    Wenn Hoffnung zum Besseren besteht, können Kräfte konzentriert werden auf das Überwinden von schmerzhaften Problemen, die unweigerlich durchzustehen sind.

    Antworten
    • Dietmar Tischer
      Dietmar Tischer sagte:

      @ JürgenP

      Jetzt schauen Sie sich nochmal das Filmchen an und hören Sie den Aussagen zu.
      Und dann denken Sie nochmal nach über das, was Sie sagen, nämlich:

      >Dann gehen die eben pleite, das gehört zu einer “freien” Marktwirtschaft – wenn sie wirklich frei sein soll.>

      Und Sie glauben, das war’s dann, weil:

      >Kräfte konzentriert werden auf das Überwinden von schmerzhaften Problemen, die unweigerlich durchzustehen sind.>

      Blauäugiger geht es nicht.

      Denn bevor dies erfolgt, MÜSSEN die Kräfte erste einmal konzentriert dafür eingesetzt werden, dass die Scherben der Insolvenzen zusammengekehrt werden.

      Wenn es zu kaskadenhaften Insolvenzen kommen würde, was zugegebenermaßen nicht der Fall sein muss, aber im worst case scenario sein kann, dann sind wir in einer anderen Welt – einer für die wir nicht geübt haben und in der es keine Rezepte für ein Überwinden gibt.

      Klar, es wird weitergehen, aber unter Umständen, von denen wir nicht die geringst Ahnung haben.

      Antworten
      • JürgenP
        JürgenP sagte:

        @DT “Und Sie glauben, das war’s dann, weil: …”

        Nein, genau das glaube ich nicht. Das Gegenteil ist richtig. Es geht dann erst richtig los. Ich glaube, nein, ich bin davon überzeugt, dass es besser ist, sein Schicksal in die Hand zu nehmen, als darauf zu hoffen, dass es ein anderer macht oder ein Despot das probiert.

        ” … dann sind wir in einer anderen Welt – einer für die wir nicht geübt haben und in der es keine Rezepte für ein Überwinden gibt”.

        Amerika nochmal entdecken?

        So viel Neues wird es in der “anderen Welt” auch nicht geben, solange wir nicht zum Mars fliegen. Außer jede Menge neuer Chancen. Die Betonung liegt auf “neuer”, weil – für komplexe Systeme ist das wichtig – grober Unfug entmüllt und der Rest neu organisiert wird. Das der Weg dahin unangenehm werden kann, liegt auf der Hand. Das wird es aber in jedem Falle sein, auch wenn nichts unternommen wird.

        Außerdem: auf die kritische Menge an Menschen, die zukunftsfähiges in die Welt setzen wollen, kommt es an. Die wächst von Tag zu Tag. Schauen Sie nur mal in diesen Blog.

      • weico
        weico sagte:

        @JürgenP

        “Außerdem: auf die kritische Menge an Menschen, die zukunftsfähiges in die Welt setzen wollen, kommt es an. Die wächst von Tag zu Tag. Schauen Sie nur mal in diesen Blog.”

        Im Blog..?

        …so viele AfD-Wähler sind es doch gar nicht ?!

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @weico

        JürgenP meint mit den ” Menschen, die zukunftsfähiges in die Welt setzen wollen” selbstverständlich die Regime-Change-Rentner und die grünen-affinen Subventionsempfänger, die dann mit exorbitant teurer Energie so hier leben und arbeiten sollen:

        “Es gibt sie, die Mittelständler, die sich vor Jahren schon mit viel Engagement und Geld auf den Weg der Unabhängigkeit gemacht haben. Sie begaben sich vorausschauend in Verbünde, in denen Wertschöpfungen beispielsweise durch regionalen Austausch entstehen. Oder durch ganz andere Möglichkeiten von Produktion und Dienstleistungen.”

        Vielleicht besuchen sich in Zukunft ganz viele Friseursalon-Besitzer und biodynamische Smoothie-Mixer mit dem Lastenfahrrad, um sich gegenseitig die Haare zu schneiden und die neuesten Kreationen zu verkosten und das gilt dann als “Wertschöpfung durch regionalen Austausch”?

        Industrielle Wertschöpfung wird es unter solchen Rahmenbedingungen, wie er sie sich wünscht, jedenfalls in Deutschland nicht mehr geben – dazu bräuchten wir schon günstige Energie und günstige Rohstoffe.

        Aber erklären Sie das mal jemandem, der voller Inbrunst an seine eigene Propaganda glaubt, egal was für ein realitätsfremder Blödsinn die ist.

      • JürgenP
        JürgenP sagte:

        Ach, Herr @ Ott, lassen Sie sich doch mal ein paar Antennen nachrüsten, um auch Signale zu empfangen, die an Ihrer jetzigen Wahrnehmungsschwelle vorbei laufen. Das hilft sicherlich weiter, um nicht immer in denselben Kategorien einordnen zu müssen.

        @ weico Es mag ja sein, dass der eine oder andere AfD-Wähler befähigt ist, zukunftsfähiges in die Welt zu setzen. Dass er dabei sein Heil bei Mitstreitern sucht, die sich gerichtsfest Nazi bezeichnen lassen dürfen, ist wirklich schade. Ein echter Verlust für das Land.

      • weico
        weico sagte:

        @JürgenP

        “Dass er dabei sein Heil bei Mitstreitern sucht, die sich gerichtsfest Nazi bezeichnen lassen dürfen, ist wirklich schade. Ein echter Verlust für das Land.”

        Sie wissen doch, dass man bei einer Partei IMMER auf das PROGRAMM schauen muss und nicht auf einzelne Personen zielen soll.

        Nach diesem Programm gäbe es kein Proplem mit Elektrizität, Bildung, Gas usw. und man müsste auch NICHTS im Hindukusch “verteidigen”.

        Sie “wissen” doch:

        Die AfD will Kernenergie ,einen “Blue Deal” und den Mittelstand entlasten…und tritt für ein gutes Verhältnis mit Russland ein.

        “Eine Entspannung im Verhältnis zu Russland ist Voraussetzung für einen dauerhaften Frieden in Europa. Es liegt im deutschen und europäischen Interesse, Russland in eine sicherheitspolitische Gesamtstruktur einzubinden.

        Wir setzen uns für die Wiederaufnahme regelmäßiger Gespräche im Rahmen des NATO-Russland-Rats ein. Ferner sollen die Erweiterung und Vertiefung der vertrauens- und sicherheitsbildenden Maßnahmen, die Kooperation im Bereich der Rüstungskontrolle und der
        Verzicht auf den Ausbau militärischer Infrastruktur in unmittelbarer Nähe der jeweiligen Interessenbereiche der Entspannung dienen.
        Die AfD tritt für die Aufhebung der EU-Sanktionen und den Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen zu Russland ein. Die Fertigstellung und Inbetriebnahme der
        Gasleitung Nord Stream 2 halten wir für unverzichtbar.”

        …und die NATO würde wieder in ihren ursprünglichen Schranken verwiesen :

        “Die NATO muss aber wieder ein reines Verteidigungsbündnis werden. Die AfD tritt dafür ein, das Einsatzgebiet der NATO auf das Gebiet der Bündnisstaaten zu begrenzen.
        Die USA sind derzeit der stärkste Bündnispartner Deutschlands. Leitbild der Beziehungen zwischen unseren Ländern muss die Gleichberechtigung beider Partner sein. Sanktionsmaßnahmen der USA gegen Deutschland sind nicht hinnehmbar”

        Aber wenn der deutsche Wähler halt lieber die geopolitischen Ziele der USA unterstützen, aufrüsten und mit Diesen dann ins Feld ziehen will, …dann ist solches natürlich absolut zu respektieren.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @JürgenP

        Sie geben mir durch Ihre Beiträge hier leider keinen Anlass, meine Kategorisierung zu überdenken. Ganz im Gegenteil:

        “Es mag ja sein, dass der eine oder andere AfD-Wähler befähigt ist, zukunftsfähiges in die Welt zu setzen. Dass er dabei sein Heil bei Mitstreitern sucht, die sich gerichtsfest Nazi bezeichnen lassen dürfen”

        Ah, diese vorgedrechselte Phrase kenne ich von genau derjenigen Klientel, zu der Sie angeblich nicht gehören wollen. Da sehen Sie mal, wie gut meine Antennen schon funktionieren.

        Sagen Sie es mir: Wer genau sind denn die AfD-Politiker, die man angeblich “gerichtsfest Nazi nennen darf”? Und auf welchen Gerichtsurteilen basiert angeblich diese Einschätzung?

      • JürgenP
        JürgenP sagte:

        @ weico „Sie wissen doch, dass man bei einer Partei IMMER auf das PROGRAMM schauen muss und nicht auf einzelne Personen zielen soll“.

        Sie wissen doch, dass Programme Schall und Rauch sind, wenn es einzelnen Personen gelingt, mit Parolen erst das Parteivolk hinter sich zu bringen, um anschließend – wenn die Mehrheiten das hergeben – das „Teutschä Pfolk“ zu unterdrücken. Solange nur ein einziger in einer solchen Partei sich tummelt, der das zustande bringen könnte, ist der ganze Laden unwählbar. Damit auch die guten Ideen.

        @ RO
        https://openjur.de/u/2180513.html

        „Das Holocaust-Denkmal in Berlin bezeichne er als “Schandmal”. Er setze immer weder an faschistischem Sprachduktus an: “Ich will, dass Magdeburg und dass Deutschland nicht nur eine tausendjährige Vergangenheit haben. Ich will, dass sie noch eine tausendjährige Zukunft haben, und ich weiß, ihr wollt das auch.

        Zu Hitler erkläre er, dass “Hitler als absolut böse dargestellt wird”, und dass es nicht so “Schwarz und Weiß” sei. ***)

        Im Kontext vieler anderer Aussagen sei immer wieder eine Verharmlosung und Relativierung Hitlers und des Dritten Reiches erfolgt.

        Diese Aussagen hat die Antragstellerin mit Zitatstellen aus dem Buch H…s und Presseberichterstattung belegt“.

        ***) …

        Ich korrigiere: “Faschist” – nicht “Nazi”.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @JürgenP

        Ah, dachte ich es mir doch.

        Haben Sie eigentlich gelesen und begiffen, was Sie gerade zitieren? Das ist eine Entscheidung aus einem Eil-Verwaltungsverfahren, das von einem linken Demo-Anmelder angestrengt wurde, weil er es nicht hinnehmen wollte, dass er auf einer Anti-Höcke-Demo als Auflage für die Genehmigung der Veranstaltung nicht das Wort “Faschist” sagen sollte.

        Diese Auflage wurde tatsächlich zurückgenommen (das lange her, damals 2019 schätzten Gerichte das Demonstrationsrecht noch viel höher als sie das heute tun…) aber eine Entscheidung in der eigentlichen Frage, ob Höcke denn nun ein Faschist ist oder nicht, erging nie. Steht auch weiter unten im Text drin, falls Ihre Aufmerksamkeitsspanne bis dahin reicht:

        “Damit [ha]t die Antragstellerin ***in einem für den Prüfungsumfang im Eilverfahren und angesichts der Kürze der für die Entscheidung des Gerichts verbleibenden Zeit in ausreichendem Umfang glaubhaft gemacht***, dass ihr Werturteil nicht aus der Luft gegriffen ist, sondern auf einer überprüfbaren Tatsachengrundlage beruht, dass es hier um eine die Öffentlichkeit wesentlich berührende Frage hinsichtlich eines an prominenter Stelle agierenden Politikers geht und damit die Auseinandersetzung in der Sache, und nicht – auch bei polemischer und überspitzter Kritik – die Diffamierung der Person im Vordergrund steht.”

        In einem normalen Gerichtsverfahren wären die Ansprüche dahingehend, ob das ein “Werturteil beruhend auf einer überprüfbaren Tatsachengrundlage” ist, viel strenger.

        PS: Sehr offtopic, aber die Frage finde ich grundsätzlich sehr reizvoll und potentiell für Ihren Blutdruck sehr schädlich: Glauben Sie tatsächlich, dass Hitler zu Recht als *absolut böse* dargestellt wird? Ich nicht. Er hat zum Beispiel sehr viel für den Umwelt- und Tierschutz in Deutschland getan, und auch seine gelebte Praxis der vegetarischen Ernährung war sehr vorbildlich. Wissen ausgerechnet Sie das etwa nicht zu schätzen? ;)
        https://c8.alamy.com/compde/g3axf3/der-fuhrer-als-tierfreund-hitler-als-tierliebhaber-datum-1930er-jahre-g3axf3.jpg

      • weico
        weico sagte:

        @JürgenP

        “Sie wissen doch, dass Programme Schall und Rauch sind, wenn es einzelnen Personen gelingt, mit Parolen erst das Parteivolk hinter sich zu bringen, um anschließend – wenn die Mehrheiten das hergeben – das „Teutschä Pfolk“ zu unterdrücken.”

        In einer “Demokratie” wie sie JETZT in Deutschland herrscht, ist solches sicherlich möglich. Daher wird das jetzige Aufrüsten und die “Kriegsgeilheit” vieler Deutschen, vom Ausland ja auch mit Argwohn betrachtet. Man kennt sie ja “seine” Pappenheimer…

        Aber im Demokratieverständnis der AfD ist eine solche Unterdrückung durch die/eine Mehrheitspartei/Koalition …schlicht nicht möglich, weil :

        “Die AfD fordert Volksentscheide nach Schweizer Modellauch für Deutschland. Die uneingeschränkte Volkssouveränität in ihrer fast 200 Jahre bewährten und
        optimierten Gestaltung hat dem eidgenössischen Bundesstaat eine fortwährende Spitzenstellung in Wohlstand, Frieden und Freiheit gewährleistet.
        Durch die Volksabstimmungen wollen wir die Flut der oftmals unsinnigen Gesetzesvorlagen eindämmen und die Parlamente zu sorgfältiger Arbeit zwingen. Unangemessenen Beschlüssen der Abgeordneten in eigener Sache wollen wir einen Riegel vorschieben. Hierzu
        zählen etwa die Diäten, Fraktions- und Parteienfinanzierung sowie die Finanzierung von „parteinahen“ Stiftungen. Der Wortbruch der etablierten Parteien bezüglich des Euros und die immer weitere Zentralisierung der EU bedrohen die Zukunft unseres Landes (sowie der
        nachfolgenden Generationen). Diese fatale Politik wollen wir beenden

        Die Einführung von Volksabstimmungen nach Schweizer Modell ist für die AfD nicht verhandelbarer

        Inhalt jeglicher Koalitionsvereinbarungen und beinhaltet insbesondere folgende Elemente:
        Ohne Zustimmung des Volkes darf das Grundgesetz nicht geändert und kein bedeutsamer völkerrechtlicher Vertrag geschlossen werden. Wir wollen dem Volk das Recht geben, den Abgeordneten auf die Finger zu schauen und vom Parlament beschlossene Gesetze zu
        ändern oder abzulehnen.

        Als einzige der im Bundestag vertretenen Parteien halten wir das deutsche Volk für ebenso mündig wie das der Schweizer”

      • Alexander
        Alexander sagte:

        @JürgenP + Co.

        In der BRD Nazis/Faschisten bekämpfen, gerne AfD, + zugleich Waffenlieferungen an Nazis/Faschisten in Ukie befürworten = genau mein Humor.

        Noch kompetenter kann man sich gar nicht aus der Realität katapultieren…

        Bester Mann!

      • JürgenP
        JürgenP sagte:

        @RO “… seine gelebte Praxis der vegetarischen Ernährung …”. Hab verstanden, was sie sagen wollten: um seinen seinen Bluthunden nicht das Futter wegzufressen, kaute er auf Bohnen. Die hatten ja noch einen Job zu erledigen. Mit solchen fürsorglichen Menschen, bleibt der Mittel­stand auch unter schwierigen Umständen wett­bewerbsfähig. Jedenfalls eine Zeitlang. Danke, Sie und Ihre Kollegen leisten echte Überzeugungsarbeit in diesen unübersichtlichen Zeiten für den gefährdeten Mittelstand. Gut, dass Sie den Blog dafür nutzen können, auch wenn’s neben dem Thema liegt.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @JürgenP

        Ich versuche es immer wieder mit Ihnen, aber sie bestätigen jedes Mal den aufs Neue den schlechten Eindruck, den ich bisher von Ihnen hatte und den Sie für so ungerechtfertigt halten.

        “um seinen seinen Bluthunden nicht das Futter wegzufressen, kaute er auf Bohnen. Die hatten ja noch einen Job zu erledigen”

        Sie glauben ernsthaft, Hitler ernährte sich deshalb vegetarisch damit Blondie (der Hund, nicht die Band) und co. mehr Fleisch bekamen??

        “Gut, dass Sie den Blog dafür nutzen können, auch wenn’s neben dem Thema liegt.”

        Sie fingen doch mit dem Nazi-Exkurs an. Jetzt bin ich auch noch schuld daran, dass der von Ihnen angeregte Themenwechsel wegen Ihrer Faulheit, von Ihnen selbst verlinkte Gerichtsentscheidungen auch tatsächlich zu lesen, nicht so überzeugend verlief wie Sie sich das erhofft hatten?

    • weico
      weico sagte:

      @Jürgen P

      “Es gibt auch den anderen Teil des Mittelstandes, der sich bereits still und heimlich vorbereitet hat – möglicherweise, weil er seit Jahren die Warnungen auf diesem Blog liest. Er ist auch ohne großes Geschrei in der Lage, sich sehr schnell anzupassen an neuartige Prozesse. Es sind Leuchttürme für die demnächst Umherirrenden.”

      Wenn diese Mittelständler wirklich den Blog lesen würden, dann würden die Mehrheit wohl einsehen, dass die Zukunft in Asien liegt und schleunigst VERKAUFEN.

      https://www.youtube.com/watch?v=5lJceh9cd8E

      Antworten
  2. Susanne Finke-Röpke
    Susanne Finke-Röpke sagte:

    Liebe Mitforisten,

    Sie sehen ganz schön schwarz für die Zukunft, muss ich sagen. So katastrophal empfinde ich das alles gar nicht aktuell.

    Fassen wir die Fakten der letzten 6 Wochen zusammen:

    1. Die Ampelkoalition hebt Gott sei Dank die Rüstungsausgaben dauerhaft über die 2 % – Hürde der NATO und organisiert einmalig 100 Milliarden € für die Versäumnisse der Altkanzlerin.
    2. Der Bundesklimaminister Habeck macht buchstäblich einen Bückling vor einem gasliefernden Emir im Mittleren Osten und diversifiziert die Bezugsquellen für Erdgas über Europa hinaus, so dass wir langfristig das 30 %- Ziel von Altbundeskanzler Helmut Schmidt bei der Diversifizierung wieder eher einhalten werden.
    3. Erste Kohlekraftwerke werden inzwischen dauerhaft in Bereitschaft gehalten statt abgebrochen zu werden, was ohne Krieg nie der Fall gewesen wäre, obwohl es unabhängig davon dringend nötig ist.
    4. Führende Politiker wie Bayerns Ministerpräsident Markus Söder diskutieren öffentlich endlich die Verlängerung der Laufzeit der Atomkraftwerke, als ob sie energiepolitischer Sprecher der AFD wären.
    5. Die “Welt” berichtet seriös darüber, dass die Wärmepumpenfixierung der linken Politiker auf ein zu geringes Stromangebot trifft. Diese Themen waren bisher in “Qualitätsmedien” quasi tabu, weil “rächts”.
    6. Die Bürger legen zunehmend in Sachwerten an, sprich Aktien, Immobilien und Edelmetalle, obwohl die Zinsen steigen, d.h. die finanzielle Bildung nimmt langsam aber sicher zu.
    7. Die aktuellen Flüchtlinge aus der Ukraine sind nicht heimliche junge männliche Dauerwirtschaftsmigranten mit oft vorgetäuschtem Asylgrund (ich würde es als Nigerianer aber genauso machen!), sondern überwiegend begründet geflohene Frauen mit Schulbildung, die ernsthaft in die Ukraine zurück wollen und arbeiten können und wollen und ihre Pässe wie einen Augapfel hüten. Die eventuelle Integration dieser Geflüchteten – das wage ich vorherzusagen – wird völlig problemlos verlaufen.
    8. Die Coronamaßnahmen werden langsam pragmatischer: Maskenzwang, Homeofficezwang, Impfzwang für alle Volljährigen sind mehrheitstechnisch weitgehend weg. Die Pandemie wird langsam zur gefährlichen, aber “normalen” Krankheit herabgestuft. Mit allen positiven Folgen für Quarantänen, Homeoffice, Produktivität und Lebensgefühl der Bürger.
    9. Der Bundeskanzler setzt 2 LNG-Terminals durch. Dadurch stehen uns erstmals weltweite Quellen auf, auch wenn wir kleinere Mengen z.B. über Terminals in den Niederlanden oder Belgien jetzt schon kaufen könnten.
    10. Wir liefern endlich ernsthafte Waffen an die, die uns im Osten mit ihrem Leben gegen Diktatur und Barbarei verteidigen (und nicht nur ein paar lächerliche Helme). Die öffentliche Beschimpfung der konservativen Polen hat geendet. Der sicherheitspolitische Sonderweg Deutschlands in der EU scheint sich dem Ende zuzuneigen.
    11. Das Thema Inflation ist aus der Schmuddelecke heraussen und darf auch gesellschaftlich diskutiert werden, ohne in die Weltuntergangsecke á la Dirk Müller oder Max Otte gestellt zu werden.
    12. Kaum ein junger Mensch interessiert sich gerade für Luisa Neubauer und ihre Panikthese der einseitigen Fixierung von allem auf den (real vorhandenen!) Klimawandel, sondern bemerkt erstaunt die Preise an den Tankstellen und leere Regale in Supermärkten, neue ukrainische Mitschüler in der Klasse und Youtube-Videos mit deutschen Generälen zu bestimmten Waffensystemen.
    13. Die sozialistische Linkspartei ist in Deutschland eindeutig im Rückwärtsgang, angefangen von der verlorenen Wahl im Saarland über den Austritt Oskar Lafontaines bis zu der öffentlichen Kritik an der Russlandliebe einiger Ewiggestriger durch prominente Mitglieder wie Gregor Gysi und sinkenden Umfragewerten in Bundesländern wie NRW oder Schleswig-Holstein, wo dieses Jahr noch Landtagswahlen stattfinden werden.
    14. Der Flügel in der AFD und seine Dulder gerät in seiner ideologisch surrealen Russlandbegeisterung intern gerade zurecht in die Schusslinie, darunter auch der Vorsitzende Chrupalla.
    15. Führende Vertreter der Groko wie Angela Merkel oder Frank-Walter Steinmeier werden für ihre zahlreichen Fehler endlich langsam öffentlich kritisiert, sowohl von Inländern als auch Ausländern und das auch in Medien mit großer Reichweite, so dass sogar der Bundespräsident endlich mal einen Fehler zugibt. Die Aufarbeitung der Merkeljahre kann langsam beginnen.

    Alles in allem würde ich sagen, die aktuellen Entwicklungen der letzten 6 Wochen hätten auch von einem Unionspolitiker der 80er-Jahre kommen können und sind zwar ausschließlich der Not der Zeit geschuldet, aber wenn es dem Denkprozess nützt…^^ Die Reformen von Ludwig Erhard wären ohne die deutschen Erfahrungen von 1914 bis 1948 auch nicht umsetzbar gewesen.

    Daher mein Fazit: Nur Mut! Nach dem Tunnel kommt irgendwann auch wieder LIcht, auch wenn der Tunnel noch lang und dunkel sein wird.

    Antworten
    • Dietmar Tischer
      Dietmar Tischer sagte:

      @ Susanne Finke-Röpke

      JA, es stimmt, dass JETZT deutlich mehr REALITÄTSSINN festzustellen ist.

      Und ja, JETZT sagen Leute aus der ersten Reihe:

      Wir werden ÄRMER.

      Das gab es noch nie nach WK II, soweit ich zurückblicken kann.

      Dies wird in Maßen zu verkraften sein.

      Nur:

      Sie vergessen, WAS nach Beendigung des Krieges erfolgt.

      Ich rede gar nicht erst von den immensen Wiederaufbaukosten für die Ukraine.

      Sondern:

      Das ab jetzt DAUERHAFT höheren Kostenniveau für Energie der Streuung des Bezugsrisikos wegen, Ausstattung der Bundeswehr etc., ERHÖHT sich nochmals durch die zunehmenden KOSTEN für die Energiewende/Transformation.

      Wenn in naher Zukunft alles einigermaßen kontinuierlich verläuft, dann gibt es in absehbarer Zeit eine neue Regierung.

      Aber AUCH die wird an den kumulativen Kostensteigerungen nichts GRUNDSÄTZLICHES ändern, weil die gesellschaftliche Mehrheit die
      Energiewende/Transformation WILL.

      Die Frage ist für mich, wie STABIL, i. e. REGIERBAR das Land dann noch ist.

      Soviel Wasser in Ihren Wein muss schon sein, denke ich.

      Bildlich gesprochen:

      Ich würde nicht ausschließen, dass das Licht im Tunnel, das eines ENTGEGENKOMMENDEN Zugs ist.

      Antworten
      • Susanne Finke-Röpke
        Susanne Finke-Röpke sagte:

        @Herrn Dietmar Tischer:

        Hm, ja, der entgegenkommende Zug ist natürlich nicht auszuschließen, aber eher in Form einer noch stärkeren Inflation, Materialmangel und Verarmung. Aber eine neue Regierung? Wen denn? Die sich gerade selbst auflösende Linkspartei? Die schrittweise alle verbliebenen klugen Köpfe verlierende AFD? Die immer noch mit sich selbst beschäftigte Union mit ihrem überehrgeizigen Egozentriker Söder und dem mit 100 Aufräumarbeiten gleichzeitig beschäftigten Merz?

        Das sehe ich nicht, auch nicht innerparteilich bei der Ampel. Die Geschlossenheit der FDP hinter Lindner ist riesig, die der SPD hinter Scholz auch. Die linke Seite der Grünen mit Leuten wie Anton Hofreiter ist von der Achse Habeck – Baerbock komplett kalt gestellt. Nein, ich denke, die Regierung sitzt m.E. bombenfest im Sattel, es sei denn, die französischen Präsidentschaftswahlen gehen zu Lasten von Macron aus und es gewinnt ein Nationalist oder Sozialist. Und selbst dann ist der äußere Druck so groß, dass die realen Handlungsoptionen eher gering sind.

        Die wahrscheinlichste Variante ist für mich, dass die EU kollektiv nach rechts rückt, vermeintlich “neutrale” Staaten wie Schweden oder Finnland in die Nato wechseln, die afrikanischen Flüchtlinge zugunsten der ukrainischen hinten runter fallen und die EU noch stärker zusammenwächst: Militärisch, flüchtlingstechnisch, finanziell.

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Susanne Finke-Röpke

        Ich bin kein Prophet.

        Aber was ich im Kopf habe, wäre eine Bundesregierung CDU/CSU + FDP.
        Dafür müsste es wirklich schlimm werden und die Union gewaltig zulegen, sonst reicht es nicht.

        Die AfD, ganz richtig, hat sich aus dem Spiel gebracht, da ist bis auf Weiteres nichts zu erwarten.

      • weico
        weico sagte:

        @DT

        “Die AfD, ganz richtig, hat sich aus dem Spiel gebracht, da ist bis auf Weiteres nichts zu erwarten.”

        ..wenn die Inflation 2-stellig wird, die Blau-Gelbe-Willkommenseuphorie sich langsam legt und die “Kriegsberichterstattung” , nach Monaten nur noch nervt…kann die Stimmung schnell umschlagen.

        Nebenbei:
        Auf die Stimmungsmeinung der Medien, ist ja kein wirklicher verlass..

        https://www.klonovsky.de/2022/04/zum-tage-4/

    • JürgenP
      JürgenP sagte:

      @ Susanne Finke-Röpke

      Zum Fazit: volle Bestätigung. Ihre Liste ließe sich noch deutlich verlängern. Dabei ist das nur der Anfang. Die sich daraus ergebenden Chancen warten, um ergriffen zu werden. Richtig: dazu gehört Mut. Jetzt.

      Antworten
    • Stoertebekker
      Stoertebekker sagte:

      @SFR

      Ja, wunderbarer Beitrag. Mein Licht am Ende des Tunnels 😉

      Hab die letzten Wochen auch nach weiteren mutigen und realitätsnahen Stimmen gesucht…

      Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @Stoertebekker

      Mit Hurra-Geschrei in den wirtschaftlichen Selbstmord. Sehr “mutig” und “realitätsnah”.

      @Frau Finke-Röpke

      “Wir liefern endlich ernsthafte Waffen an die, die uns im Osten mit ihrem Leben gegen Diktatur und Barbarei verteidigen (und nicht nur ein paar lächerliche Helme). Die öffentliche Beschimpfung der konservativen Polen hat geendet. Der sicherheitspolitische Sonderweg Deutschlands in der EU scheint sich dem Ende zuzuneigen.”

      Sparen Sie sich Ihr anmaßendes “wir”. In meinem Namen geschieht das alles jedenfalls nicht – und ich kann auch nicht erkennen, wogegen mich die Ukraine angeblich verteidigt. Allerdings komme ich auch nicht aus einem lange Zeit neutralen Staat, der die hirnverbrannte Idee entwickelt hat, unbedingt der NATO beitreten zu wollen.

      “Daher mein Fazit: Nur Mut! Nach dem Tunnel kommt irgendwann auch wieder LIcht, auch wenn der Tunnel noch lang und dunkel sein wird.”

      Vielleicht ist das Licht, das Sie sehen, auch der Blitz einer Atombombenexplosion.

      Antworten
      • weico
        weico sagte:

        In Deutschland will man ja aus der “bösen” und “schädlichen” nuklearen Energie aussteigen, aber ein Ausstieg aus der nuklearer NATO-Teilhabe ist für wirkliche US-Vasallen natürlich kein Thema .

        https://www.baks.bund.de/de/arbeitspapiere/2021/deutschland-und-die-nukleare-teilhabe-der-nato

        Also bitte nicht jammern, wenn’s dann mal im US-Style so richtig zur Sache geht/gehen muss….schliesslich will man den F-35 ja gerad wegen den “tollen nuklearen Vorzügen”….!

      • Susanne Finke-Röpke
        Susanne Finke-Röpke sagte:

        @Herrn Richard Ott:

        Mit “wir” meine ich natürlich weder Sie noch mich persönlich, sondern die deutsche Regierung incl. Rüstungsindustrie als Nation im Ganzen. Damit Sie mich nicht falsch verstehen: Ich bin keine lupenreine Freundin der Ukraine. Das Unterdrücken von Russisch als Amtssprache, die russische Geschichte der Krim vor Chruschtow, die katastrophale Korruption, der sture Umgang mit den beiden Ostprovinzen seit 2014 und vieles andere mehr gefällt mir gar nicht.

        Aber die Ukrainer haben einen großen Vorteil: sie bleiben im Lande und regeln ihre Angelegenheiten untereinander. Keiner überfällt den Nachbarn, Zivilisten werden nicht massakriert, Wohnhäuser nicht zerbombt usw. Genau das ist der Nachteil von Putins Russland, das inzwischen sogar den Balten und Finnland droht. Nach Putins Logik stehen auch die neuen Bundesländer im Feuer. Das ist mir zu extrem. Aber ich respektiere Ihre Einstellung, auch wenn ich sie nicht teile.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Frau Finke-Röpke

        Ich muss nur ein paar direkt aufeinanderfolgende Sätze von Ihnen zitieren, um den inneren Widerspruch in Ihrer Position zu zeigen:

        “der sture Umgang mit den beiden Ostprovinzen seit 2014 und vieles andere mehr gefällt mir gar nicht.

        Aber die Ukrainer haben einen großen Vorteil: sie bleiben im Lande und regeln ihre Angelegenheiten untereinander. Keiner überfällt den Nachbarn, Zivilisten werden nicht massakriert, Wohnhäuser nicht zerbombt usw.”

        Wohnhäuser werden von den Ukrainern, also ganz konkret von Einheiten der ukrainischen Armee, angeblich nicht zerbombt? Im Donbass war das aber jahrelang so. Es hat nur niemanden im Westen interessiert, wenn die Opfer “bloß” ethnische Russen waren.

        Die OSZE-Berichte können Sie alle nachlesen, Tagesberichte, Wochenberichte, Monatsberichte, Quartalszusammenfassungen, viele tausende Seiten mit Tabellen, in denen jeder einzelne Granateneinschlag dokumentiert ist, wenn die Beobachter gute Arbeit gemacht haben:
        https://www.osce.org/special-monitoring-mission-to-ukraine/417620

        “Nach Putins Logik stehen auch die neuen Bundesländer im Feuer”

        Nein, sicher nicht. Solange Polen, die Baltikumsstaaten und Weißrussland existieren, hat Deutschland keine gemeinsame Landesgrenze mit Russland – eine neutrale Pufferzone werden wir so schnell also nicht. Und solange die NATO nicht in einen Krieg gegen Russland eintritt, halte ich russische Angriffe auf Deutschland für ausgeschlossen.

        Was soll Ihrer Meinung nach “Putins Logik” sein? Glauben Sie etwa, Putin will Russland in der damaligen kompletten Einflussphäre der Sowjetunion wieder errichten?

      • weico
        weico sagte:

        @Susanne Finke-Röpke

        “Keiner überfällt den Nachbarn, Zivilisten werden nicht massakriert, Wohnhäuser nicht zerbombt usw.”

        Ehrlich..?

        Die Tagesschau berichtete am 19.2.2022:

        “Der blutige Konflikt in dem Gebiet im Osten der Ukraine in Nachbarschaft zu Russland dauert seit dem Frühjahr 2014 an. Nach UN-Schätzungen starben bisher mehr als 14.000 Menschen, die meisten davon auf dem von Separatisten kontrollierten Gebiet.”

        Klar hätte man ihrer Theorie nach die Sache auch “laufen lassen können” und nicht eingreifen,..aber seit Ruanda ist man halt etwas vorsichtiger mit solchen Experimenten.

        Nebenbei:
        Die “Kriegsverbrechen” BEIDER Seiten werden sicherlich zur Zufriedenheit ALLER aufgearbeitet werden und in die jeweiligen Geschichtsbücher eingehen.

        Mal etwas aus 2014…:

        https://www.zeit.de/politik/ausland/2014-10/ukraine-russland-donezk-massengrab-lawrow

  3. Bauer
    Bauer sagte:

    Eine bescheidene Frage, die unmittelbar nichts mit Wirtschaft zu tun hat, indirekt sehr wol:

    Was wird aus einem Volk, das man entkernt, also der Mittelschicht beraubt? So ohne weiteres Nachdenken fällt mir da nur das Russland der 30er Jahre ein, als Stalin die Kulaken – den Kern der überwiegend noch landwirtschaftlichen Bevölkerung – buchstäblich vernichtete.

    Antworten
    • Alexander
      Alexander sagte:

      Eine Gesellschaft, die im guten Glauben an ihre Politik & meinungsführende Medien alles mit sich machen lässt hat grandiose Perspektiven, BASTA.

      Nebnwirkungen gibt es so lange keine, wie Politik & meinungsführende Medien befinden, dass das zum Wohl der Allgemeinheit geschieht. Betroffene können auf nichts hoffen was es nicht gibt.
      https://youtu.be/lwF5Xy68k0s

      Kurzum:
      Verreckt unter Einhaltung aller Massnahmen.

      Antworten
    • Rolf Peter
      Rolf Peter sagte:

      Bei etwas weiterem Nachdenken wäre Ihnen das Russland der Gegenwart eingefallen. Dort können Sie in Echtzeit beobachten, wie ein Diktator im Verbund mit seiner kleptokratischen Geheimdienstclique gerade die Mittelschicht zerbröselt.

      Antworten
      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Rolf Peter

        RICHTIG.

        Denn die Migrationswelle der gut ausgebildeten Leute insbesondere aus den Metropolen St. Petersburg und Moskau nicht nur, aber vor allem auch in den „dekadenten Westen“ schwillt an.

      • Alexander
        Alexander sagte:

        @Rolf Peter

        Wollen wir doch mal einen Propaganda Vergleich wagen, wohlgemerkt bestimmen die Darsteller und ihre Auftraggeber alle Details, incl. der Kameraschwenks:

        Die BRD: “ich bin komplett am Arsch” anlässlich #wir sind mehr 2018 in Chemnitz
        youtu.be/277Lr8ypHTk

        Russiche Föderation 18.03.2022:
        https://youtu.be/kSPzLw6dTvs
        Zitat:
        “Die Ukraine und die Krim, Belarus und Moldawien – das ist mein Land.
        Sachalin und Kamtschatka, das Uralgebirge sind mein Land.
        Krasnodar Krai, Sibirien und die Wolga-Region, Kasachstan und der Kaukasus sowie die baltischen Staaten.

        Refrain:
        Ich wurde in der Sowjetunion geboren, ich wurde in der UdSSR hergestellt.
        Ich wurde in der Sowjetunion geboren, ich wurde in der UdSSR hergestellt.

        Ruriks, Romanovs, Lenin und Stalin – das ist mein Land.
        Puschkin, Jessenin, Wyssozki, Gagarin – das ist mein Land.
        Ruinierte Kirchen und neue Tempel, der Rote Platz und der Bau der BAM.
        Olympisches Gold, Starts, Siege – das ist mein Land.
        Schukow, Suworow, Mähdrescher, Torpedos – das ist mein Land.
        Oligarchen und Bettler, Macht und Ruin, KGB, MWD und große Wissenschaft.”
        Zitat Ende.

        Wo zerbröselt die Mittelschicht an was?

        Selbstverständnis und Selbstdarstellung…hat mittelbar mit Ökonomie zu tun,
        als Folge von bester Politik…

    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @Bauer

      “Was wird aus einem Volk, das man entkernt, also der Mittelschicht beraubt? So ohne weiteres Nachdenken fällt mir da nur das Russland der 30er Jahre ein, als Stalin die Kulaken – den Kern der überwiegend noch landwirtschaftlichen Bevölkerung – buchstäblich vernichtete.”

      Kambodscha.

      Kein perfektes Beispiel, weil es zum Zeitpunkt der Machtergreifung der Roten Khmer noch gar keine große Mittelschicht hatte, aber Pol Pots Entscheidung zur “Evakuierung” der großen Städte, der Liquidierung aller derjenigen, die verdächtigerweise lesen und schreiben konnten, obwohl sie keine Kommunisten-Funktionäre waren, und der Vertreibung der übriggebliebenen Bevölkerung aufs Land in neue kommunistische Agrar-Kollektive lief für kambodschanische Verhältnisse auf etwas sehr Ähnliches hinaus.

      Die Folgen waren desolat, die wirtschaftliche Entwicklung des Landes verglichen mit den Nachbarländern wurde um viele Jahrzehnte zurückgeworfen und letztendlich wurde die Herrschaft der Roten Khmer -zum völligen Unverständnis unserer Kommunisten im Westen- durch eine Militär-Invasion des sozialistischen Bruderlandes Vietnam beendet, und eine vietnamesische Macht-Clique beherrscht das Land noch heute.

      Verblüffenderweise waren einige unserer deutschen Spitzenpolitiker, die heute “für die Freiheit” unseren wirtschaftlichen Selbstmord durch Deindustrialisierung fordern, damals große Unterstützer der Roten Khmer. Zufälle gibts…

      https://www.nzz.ch/feuilleton/68-er-generation-die-propagandaluegen-westlicher-maoisten-ld.1602344

      Antworten
  4. Dietmar Tischer
    Dietmar Tischer sagte:

    Es geht nicht nur darum, ob wir ohne oder mit dem Mittelstand wettbewerbsfähig sind.

    Vielmehr geht es darum, ob das wettbewerbsfähige oder nicht wettbewerbsfähige ANGEBOT noch hinreichend geleistet werden kann.

    Die Stimmung heizt sich offensichtlich auf – über Branchen hinweg.

    Denn die Leute, die hier zu Wort kamen – ob repräsentativ oder nicht – sind PRAKTIKER, die ganz klar sagen, was die Optionen für sie sind.

    Man wird das auch in Berlin zur Kenntnis nehmen.

    Vor allem die FDP wird die Ohren spitzen.

    Keine Prognose, aber eine böse Vorahnung:

    Wenn sich die Regierung von unseren Verbündeten dazu zwingen lässt, auf Gas aus Russland zu verzichten, werden wir im Spätherbst wieder wählen können.

    Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @Herr Tischer

      “Wenn sich die Regierung von unseren Verbündeten dazu zwingen lässt, auf Gas aus Russland zu verzichten, werden wir im Spätherbst wieder wählen können.”

      Wenn Ihre Grundannahme stimmt und die Regierung alles tut, um möglichst lange irgendwie an der Macht zu bleiben, dann könnte es auch sein, dass es bald bis auf Weiteres gar keine Wahlen in Deutschland mehr gibt.

      Während des “Verteidigungsfalles” sind Wahlen nämlich ausgesetzt, was für eine beim Volk verhasste Regierung durchaus so bequem sein könnte, dass sie Möglichkeiten suchen würde, einen solchen zu provozieren oder zu fingieren…

      Antworten
    • PhilSt
      PhilSt sagte:

      Oder wir werden danach erstmal gar nicht mehr wählen….
      Das ist ja der Punkt einer Demokratie man kann sich aus ihr raus wählen.
      Man kann auch den liberalen Rechtsstaat abwählen.

      Aber Tyrannei kann man nicht einfach abwählen. Der Weg daraus ist schwerer.

      Antworten
      • weico
        weico sagte:

        @PhilSt

        “Aber Tyrannei kann man nicht einfach abwählen. Der Weg daraus ist schwerer.”

        Richtig !

        Wenn die selbständigen Nationen einmal in dem geplanten zentralistischen EU-Molch “aufgehen”, dann ist es zu spät.

        Nicht umsonst wird jede Abweichung vom Werteziel, von der EU sogleich bekämpft .
        Zurzeit ist dies ja bei Ungarn der Fall. Kaum wurde “falsch” gewählt, wird die Keule des “Rechtsstaatlichkeitsmechanismus” ausgepackt .

        Die deutschen Medien geben ,einmal mehr, ein trauriges Bild von ihrem
        DEMOKRATIEverständnis ab::

        https://jungefreiheit.de/kultur/medien/2022/medienschau-orban/

  5. Thomas M.
    Thomas M. sagte:

    Die Trennung Großunternehmen / Konzern vs. Mittelstand ist im Übrigen eine gedankliche Kategorisierung, die die verwobene Realität der Produktion / Dienstleistungsbereitstellung ausblendet.

    Konzerne lagern alle möglichen erfolgskritischen Tätigkeiten an kleinere Unternehmen aus und kaufen von diesen Dienstleistungen und Waren ein. Ohne die kleineren Unternehmen können Großunternehmen / Konzern ihre Leistungen nicht erbringen und verschwinden.

    Antworten
  6. Alexander
    Alexander sagte:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Kleine_und_mittlere_Unternehmen?msclkid=02f37f75b4b911ecaf87d82fb7931dd6
    Die kleinen und mittleren Unternehmen umfassen in der Bundesrepublik Deutschland

    + rund 99,6 % aller umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen, in denen knapp 59,2 % aller sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten angestellt sind,
    + rund 35,5 % aller Umsätze erwirtschaftet werden sowie
    + rund 82,2 % aller Auszubildenden ausgebildet werden

    Es ist wie am Schlachtfeld, wer nicht mehr klagt, dem ist kaum mehr zu helfen.
    (Golddigger Handwerker im black money Rausch sind kein Beispiel für B2B Strukturen.)

    Wie´s aussieht sucht die Koalition der Gerechten keine Triage sondern Massenmord, dabei geht es nicht um Umsätze sondern Beschäftigungsverhältnisse.

    Läuft.

    Antworten
    • PhilSt
      PhilSt sagte:

      “(Golddigger Handwerker im black money Rausch sind kein Beispiel für B2B Strukturen.)”
      Dachte immer das ist P2P (private to private)
      Handwerker machen das schon, was in anderen bereichen auch passieren wird wenn die Staatlichen Regularien versagen.
      Man tauscht/ bezahlt am Staat vorbei.
      Jeder DDR-Bürger kennt das noch von früher.

      Wer nichts zum tauschen hat, der hat Pech gehabt.

      Antworten
      • Alexander
        Alexander sagte:

        Waren die nicht verfügbar sind montiert auch kein Schwarzarbeiter am Staat vorbei.

        (Schatten)Wirtschaft stirbt mit ihren Lieferketten…

        Kaum ein Schlaumeier versucht Eier gegen das “Versprechen auf Winterreifen” zu tauschen…

  7. PhilSt
    PhilSt sagte:

    Ich denke einige (irr)glauben, das die Sharing-Economy von Tech-Konzernen und ein Grundeinkommen das bessere Szenario ist, als so ein miefiger mittelstädnischer Betrieb.

    Gleichwohl würde es Deutschland ökonomisch und gesellschaftlich guttun wenn wir die Strukturen aus Mittelständischen Unternehmen kopieren. Dezentralität, Geringe Hierarchien, Verantwortungsbewusstsein und Haftbarkeit.

    Ein Chef mit 130 Mitarbeitern wird hoffentlich auch seine Gewinne machen, sei es ihm gegönnt. Aber er ist auch nicht “to big to fail” und muss für seine Entscheidung gerade stehen. Das haben wir weder in der Politik noch bei Großkonzernen.
    Das vergessen gerne die Ignoraten des neuen zentralisitschen Kollektivismus.

    Antworten
  8. Richard Ott
    Richard Ott sagte:

    Vielleicht könnten wir jeden Haushalt und jede Firma in Deutschland gesetzlich dazu zwingen, die Produkte des Mittelstandes abzunehmen und zu bezahlen, egal ob die jeweiligen Abnehmer diese Produkte überhaupt brauchen und konsumieren?

    Klingt erstmal absurd und totalitär, aber die ARD finanziert sich doch auch so… ;)

    Antworten
    • Bauer
      Bauer sagte:

      @ R. Ott

      >> “Klingt erstmal absurd und totalitär, aber die ARD finanziert sich doch auch so… ;)”

      Ihr Argument entbehrt nicht der Logik, denn niemand würde die ARD vermissen.

      Andererseits: Allein schon die Idee zeigt, in welcher Schieflage D sich befindet, und die Akrobaten in Berlin merken es nicht, bzw. begrüssen das hinter vorgehaltener Hand.

      Antworten
      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Bauer

        “Allein schon die Idee zeigt, in welcher Schieflage D sich befindet”

        Haben Sie schon von der neuesten Idee der Jusos gehört, sämtliche Supermärkte in Deutschland zu verstaatlichen? Dadurch könnte der Staat natürlich auch politisch gewollte Konsumtabus und Konsumgebote viel einfacher in die Gesellschaft drücken – was vermutlich auch der Grund dafür ist, wieso der Staat den aktuell noch unabhängig agierenden Mittelstand in die Pleite schicken oder so weit ruinieren will, dass er ihn billig übernehmen kann.

        Konnte man im DDR-Konsum etwa amerikanische Jeans kaufen? Nein? Na also.

        Mich überrascht das alles nicht mehr. Ich habe jahrelang die wertvollen Angebote vom öffentlich-rechtlichen “Funk”-Netzwerk geguckt, um mich auch in die Gedankenwelt meiner politischen Gegner hineinversetzen zu können. Die bleibenden Hirnschäden musste ich dafür in Kauf nehmen, anders kommt das Verständnis bei mir einfach nicht.

        Noch ein aktuelles Beispiel als der Gedankenwelt des staatlichen Medien- und Politikfilzes: Wir könnten zum Beispiel die Kostenprobleme im Mittelstand ganz einfach dadurch lösen, dass wir ganz viele junge Frauen (also zumindest welche, die noch nicht in den Wechseljahren sind) in die mittelständischen Unternehmen schicken und die dann den ganzen Laden mit ihrer “Superpower Menstruation” umkrempeln.

        Menstruation im Job: Zyklus-Influencer werben für bewusstes Bluten | Y-Kollektiv
        https://www.youtube.com/watch?v=bZZeS_LfNWA

        “Y-Kollektiv” gilt für “funk”-Standards übrigens als besonders hochwertiges, investigatives Rechercheformat…

      • PhilSt
        PhilSt sagte:

        Das mit dem “vergesellschaftlichen” habe ich auch gelesen. Und die neusten Recherchen der GEZ finanzierten Formate kenne ich auch.
        Erschreckend, diese Formate sind die, die wirklich von der heutigen Jugend bis zu den Mittzwanzigern konsumiert werden. Die Beeinflussung erinnert an eine Dystopie.

        Das Problem ist das diese Zentralisierung gerade auch ohne die Jusos stattfindet.
        Das ist die über die keiner Spricht.
        Immer mehr Algorithmen und Daten. Beim Bezahlen mit Karte und Payback.
        Damit wird das Konsumverhalten dann analysiert und selbstverstädnlich auch beeinflusst. Die Datenkraken sind nur die andere Seite des Zentralismus, der mit freiheitlichen Werten sich beißt.
        Was spielt es für eine Rolle ob mir der Staat etwas verbietet oder der Konzern der ein Quasi-Monopol hat.

        Alle schauen auf die ungebildeten und skurrlen und ganz diversen Jusos. Und nach und nach führt man ein Social-Credit-System ein.
        Eigentlich ist dieser Witz-Verein keine Schlagzeile wert.

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