Ein schlechtes Vorbild

Tiefe Inflationsrate trotz Rekord-Staatsschulden und Rekord-Notenbankbilanz – der japanische Weg taugt dennoch nicht für Deutschland und Europa.

Liefert Japan den Beweis dafür, dass wir noch viel mehr Schulden machen können? In der 156. Folge von „bto 2.0 – der Ökonomie-Podcast mit Dr. Daniel Stelter“ gehen wir dieser Frage nach und ziehen die Lehren aus Japans Notenbankpolitik. Obwohl die Staatsverschuldung sich 250 Prozent vom BIP nähert und die Bilanzsumme der Bank of Japan bei über 140 Prozent des BIP liegt, ist die Inflation tief. Ist das ein Beweis dafür, dass auch die Eurozone mit rund 120 Prozent Staatsschulden relativ zum BIP und die EZB mit einer Bilanzsumme von rund 70 Prozent vom BIP noch viel Raum haben, wirtschaftspolitisch zu intervenieren? Unser Experte Professor Dr. Gunther Schnabl, Lehrstuhlinhaber des Instituts für Wirtschaftspolitik an der Universität Leipzig, beobachtet seit mehreren Jahrzehnten intensiv die Entwicklung in Japan.

Täglich neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter www.think-bto.com.

Sie erreichen die Redaktion unter podcast@think-bto.com. Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik.

Shownote

Handelsblatt
Ein exklusives Angebot für alle „bto – beyond the obvious 2.0 – featured by Handelsblatt“-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen lang für 1 € und bleiben Sie zur aktuellen Wirtschafts- und Finanzlage informiert. Mehr erfahren Sie unter: https://handelsblatt.com/mehrperspektiven

workday
workday ist die Finanz-, HR- und Planungslösung für eine Welt im Wandel. Lassen Sie herkömmliche ERP-Anwendungen hinter sich und werden Sie anpassungsfähiger mit der Workday Enterprise Management Cloud.
Mehr zu workday unter www.workday.com

iShares Brand
Wegen der zunehmenden Komplexität und Unberechenbarkeit der Finanzmärkte müssen Anleger neue, unterschiedliche und bessere Wege finden, um die Herausforderungen beim Investieren lösen zu können. Deshalb sind wir bei iShares unermüdlich auf der Suche nach besseren Anlagemöglichkeiten. iShares. Erwartungen übertreffen.
Mehr dazu unter www.ishares.com

… oder hören Sie diesen Beitrag über Ihre eigene Player-App:

Kommentare (29) HINWEIS: DIE KOMMENTARE MEINER LESERINNEN UND LESER WIDERSPIEGELN NICHT ZWANGSLÄUFIG DIE MEINUNG VON BTO.
  1. Stummlfumml
    Stummlfumml sagte:

    2 Anmerkungen:
    Wenn iShares in seinem Werbebeitrag gendert, dann wächst meine Interesse an deren Produkten nicht. Im Gegenteil, wer offen Standardhochdeutsch ablehnt, um sich stattdessen der Fantasiesprache der identitären Linken zu bedienen, den betrachte ich als deutschfeindlich. Und entsprechend boykottiere ich Unternehmen, die mich aufgrund meines Geschlechts oder meiner Hautfarbe verächtlich machen, weil deren Marketingfuzzis glauben, dass jeder so verstrahlt ist, wie sie.

    Der Beitrag im AAA-Podcast: Herr Stelters Auftritt war vollkommen in Ordnung, ich fand die beiden Moderatoren allerdings etwas anstrengend. Da die ständig von einem Punkt zum nächsten Punkt gesprungen sind, statt mal einen Gedankengang bis zum Ende durchzusprechen, wirkte es etwas chaotisch bzw. wie ein Gespräch mit zwei ADHS-Kindern. Aber zumindest hatten die beiden schon mal mehr Ahnung von Wirtschaftsthemen, als der Durchschnittsjournalist, was wiederum angenehm war.

    Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @Stummlfumml

      Harald Schmidt hat mal gesagt: “Einen Text mit Gendersternchen lese ich nicht.”

      Sollte man bei Werbung genauso machen.

      Antworten
  2. weico
    weico sagte:

    @bto:”Tiefe Inflationsrate trotz Rekord-Staatsschulden und Rekord-Notenbankbilanz – der japanische Weg taugt dennoch nicht für Deutschland und Europa.”

    Er kann auch nicht taugen, weil ganz verschiedene Systeme vorherrschen.

    Der Aufstieg der “Japan AG” war ja hauptsächlich der staatliche MITI zu verdanken, die die Zaibatsu-Struktur stark förderte und quasi eine “gelenkten Volkswirtschaft” errichtete .Seit der Wirtschaftskrise der 90er Jahre und der erzwungenen “Öffnung” , ist Japan nur noch am “verwalten/zehren” seines früheren Erfolges.

    Nebenbei:
    Der Erfolg von Süd-Korea, verlief durch die von der Militärregierung geförderte ,autokratische Jaebol-Struktur, ja sehr ähnlich .

    Der übermächtige Platzhirsch China verdrängt nun die beiden Erfolgsverwöhnten wirtschaftlich ja immer mehr. Daher ist es nicht erstaunlich, dass sich Japan und Süd-Korea nun wieder verstärkt an die USA anbiedern…

    https://www.swp-berlin.org/10.18449/2021S05/

    Antworten
  3. Alexander
    Alexander sagte:

    Elefantengroße Blindstellen umgehen, weil es Minen sind die nicht töten sondern nur Karrieren verstümmeln.
    https://www.bitchute.com/video/7nSS78S4fn0i/

    Was bleibt ist intellektueller Trapezsport hoch oben im Zirkuszelt dessen Besucher schon mal warme Pulover anziehen…und das im besten Deutschland das sich die BRD gerade noch leisten kann.

    Die Angst etwas falsches zu sagen ist schlimmer als beredtes Schweigen.

    Antworten
  4. JürgenP
    JürgenP sagte:

    In den 1990er wurde „das“ japanische Management als Vorbild für die Umstrukturierung von industriellen Produktionsprozessen übernommen (Toyota > Porsche, VW, Voith etc.etc.). Nun steht die Übernahme des japanischen Managements von organisierter „Staatspleite“ zur Disposition. Was dort funktioniert, muss doch auch hier funktionieren, so die kurzsichtige Meinung. Die unerwünschten Nebenwirkungen wurden nachvollziehbar beschrieben.

    Man muss sich das mal auf der Zunge zergehen lassen, was im Nebensatz fiel: Rentner aus eben noch hochproduktiven Industrieunternehmen gehen heute klauen, um über die Runden zu kommen. Die japanische Bevölkerung wird immer älter und zugleich ärmer, weil die Produktivitätssteigerung der 1990er nicht mehr erreicht wird. Der Wohlstand verfällt.

    Einen gedanklichen Lösungsansatz aus der Misere ist interessanterweise beim Werbepartner iShares Brand zu finden, denn was für „Finanzen“ gilt, muss doch auch für „Industrie“ gelten. Umformuliert heißt er:

    „Wegen der zunehmenden Komplexität und Unberechenbarkeit der […] Märkte müssen […] Unternehmer neue, unterschiedliche und bessere Wege finden, um die Herausforderungen beim Investieren lösen zu können“.

    Welche besseren Wege geht iShares Brand > Blackrock? Wie gelingt es denen „Komplexität und Unberechenbarkeit“ im Sinne ihrer Kunden zu bewältigen. Die Kunden / Menschen sind dieselben Akteure, die gerade großen Bedarf haben, das zu erfahren, um nicht in die Pleite oder zum Klauen gehen zu müssen.

    Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @JürgenP

      “Welche besseren Wege geht iShares Brand > Blackrock? Wie gelingt es denen „Komplexität und Unberechenbarkeit“ im Sinne ihrer Kunden zu bewältigen.”

      Na ganz einfach: Der Blackrock kauft sich Politiker, die dann zu seinem Nutzen und nach seinen Vorgaben agieren, was die Welt für den Blackrock-Konzern doch ein ganzes Stück weniger unberechenbar macht… ;)

      Antworten
      • JürgenP
        JürgenP sagte:

        @RO … ach, so. Merz, war der nicht bei Blackrock engagiert. Naja, egal. Hauptsache unsere Rentner müssen nicht klauen gehen.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @JürgenP

        “Merz, war der nicht bei Blackrock engagiert.”

        Ja, deswegen sollten Sie ihm gegenüber auch misstrauisch sein. Möglicherweise vertritt er eher die Interessen von Blackrock als die von Deutschland.

        “Hauptsache unsere Rentner müssen nicht klauen gehen.”

        Einfach das Flaschenpfand hinreichend weit erhöhen, dann können sich die Silver Ager ganz unkompliziert was dazu verdienen und die Grünen sind auch zufrieden. ;)

      • weico
        weico sagte:

        @JürgenP

        ” Naja, egal. Hauptsache unsere Rentner müssen nicht klauen gehen.”

        Sie MÜSSEN nicht…aber TUN es !

        “Für das Jahr 2019 ergaben sich deutschlandweit insgesamt um die 155.000 Tatverdächtige im Alter von 60 und mehr Jahren. Pohlmann führte dazu ergänzende Befragungen durch. Das Ergebnis: Die höchsten Zahlen an Tatverdächtigen gibt es im Bereich der Diebstahldelikte, es folgen Beleidigungen, leichte Körperverletzungen und Betrug.”

        https://idw-online.de/de/news792576#:~:text=Für%20das%20Jahr%202019%20ergaben,von%2060%20und%20mehr%20Jahren.

  5. Beobachter
    Beobachter sagte:

    Bei den Kommentaren der letzten Zeit drehte es sich oft weniger um die ursprünglichen Beiträge, sondern um die Situation in Deutschland und wie es weitergehen könnte. Ich nehme mich da nicht aus, und werde mich erst mal zurückhalten beim Kommentieren.
    Es zeigt aber doch, dass hier in D nach 10 Monaten Ampel was grundsätzlich nicht mehr stimmt, auch wenn vieles auf Merkel zurückgeht. – Sign out

    Antworten
  6. komol
    komol sagte:

    Was bei dem Gespräch, welches sicherlich sehr interessant war, auffiel, ist, dass man nicht von der Art des Bubbles in Japan sprach, sondern immer nur abstrakt mechanisch ohne konkreten Inhalt argumentiert (mit Begrifflichkeiten wie “Sand ins Getriebe” etc.). Wir müssen erkennen, das eine Ökonomie ein dynamisches System mit uniquen Verläufen ist. Das Grundübel ist, dass man in der Ökonomik einfach keine Gesellschaftstheorie parat hat, mit der man bspw. auch erklären könnte, wieso die dt. Regierung alles so angeblich falsch macht. Wir müssen versuchen zu erklären, wieso Dinge so passieren wie sie passieren, anstatt alle immer nur als dumm und ohne wirtschaftspol. Sachverstand hinzustellen. In ner Gesellschaft gibts keine Lenker, sie lenkt sich selbst. Man sollte hier sehr skeptisch sein, ob die 5 Punkte, die der dt. Regierung hier vorgeschlagen werden, zielführend sind. Wir sind auf einem uniquen Pfad, wo Standardrezepte, so richtig sie in einer idealisiert mechanischen Welt auch erscheinen mögen, zu erklären, nicht zielführend ist. Es resultiert wohl eher aus Anpassungsverhalten und hat eigene Gründe, nämlich um sich selbst in jenem System zu halten, in dem man ist, und das ist weder eherliches Bemühen für beste Lösungen noch ehrenhaft oder intellektuell reif. Das muss man ehrlich so sagen, um voran zu kommen.

    Wichtig war v.a. der Punkt, dass bei niedrigen Zinsen, das Problem des Hortens analytisch mal ausgeblendet, ich sags mal so, sinnlos ruminvestiert wird, und die Produktivität leidet. Wenn die USA jetzt höher als wir liegen, werden sie dadurch noch weiter von uns weglaufen. Deshalb wäre der Punkt, den man der Regierung jetzt hier auf unserem uniquen Pfad sagen müsste, dass sie doch endlich eine nationale Wettbewerbsstrategie der Zukunft bzgl. IuK-Techs (v.a. Industrie 4.0) forsieren und anleihern möge. Das ist die einzige Chance, die wir auf unserem Pfad noch haben. Das ganze mit Ausweitung der Verschuldung und v.a. Kehrtwende in Sachen Energiewende und Klimapolitik. Dass dies nicht gleich so gemacht werden würde, ist klar, aber das wäre wenigstens echtes Bemühen, intellektuell redlich und ehrenvoll (und es würde den Fortlauf des gesellschaftlichen Geschehens auf jeden Fall positiver beeinflussen).

    Antworten
    • foxxly
      foxxly sagte:

      @ komol
      “In ner Gesellschaft gibts keine Lenker, sie lenkt sich selbst. ”
      ihre auffassung diesbezüglich halte ich für völlig falsch bzw. verkannt:

      wenn sie sich mal mit der medien-matrix und den zig think tanks befassen, welche D regelrecht bearbeiten und erpressen, dann bekommen sie ein anderes bild.
      und grundsätzlich:
      in der politik passiert so gut wie keine ungeplanten vorgänge!

      zb. unsere gesellschaft wäre nicht mehrheitsfähig gewesen bei:
      -der euroeinführung
      -beim atomausstieg
      -der grenzöffnung und asylflutung
      -sanktionsbeteiligung gegen russland
      um nur weniges zu nennen, wer die gesellschaft lenkt.

      Antworten
    • JürgenP
      JürgenP sagte:

      @ komol “Das Grundübel ist, dass man in der Ökonomik einfach keine Gesellschaftstheorie parat hat, mit der man bspw. auch erklären könnte, wieso die dt. Regierung alles so angeblich falsch macht. Wir müssen versuchen zu erklären, wieso Dinge so passieren wie sie passieren, anstatt alle immer nur als dumm und ohne wirtschaftspol. Sachverstand hinzustellen. In ner Gesellschaft gibts keine Lenker, sie lenkt sich selbst.”

      Grundübel sollten behoben werden. Zum Erklären benötigen Sie ein tragfähiges Muster, anhand dessen Erklärungen möglich sind. Ein Muster, welches das “sich selbst lenken” auch erklären ließe. Andere Begriffe für “lenken” könnten weiterhelfen, auf geeignete Muster zu treffen: “(sich selbst) organisieren, führen, managen (das Management von dynamischen Systemen)”. Achtung: ab jetzt bekommen Sie Herrn O.. aus S.. auf den Hals, für den diese Herangehensweise “Spökenkiekerei” ist, zumal dann das gewohnte Zerlegen in Unfähigkeit von allerlei Akteuren nicht mehr wirklich funktioniert, besser > reine Zeitverschwendung sein würde und daher überhaupt kein Thema mehr wäre.

      Antworten
      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @JürgenP und komol

        “Achtung: ab jetzt bekommen Sie Herrn O.. aus S.. auf den Hals, für den diese Herangehensweise “Spökenkiekerei” ist, zumal dann das gewohnte Zerlegen in Unfähigkeit von allerlei Akteuren nicht mehr wirklich funktioniert, besser > reine Zeitverschwendung sein würde und daher überhaupt kein Thema mehr wäre.”

        Kuckuck, hier bin ich. :)

        Wäre ja schön, wenn Sie, wie man wohl eher in M.-V. oder S.-H. und nicht in S. sagt, bei Ihrem “Spökenkieken” tätsächlich etwas sehen würden.

        Stattdessen kommt immer nur “befolgt die Erkenntnisse der Systemtheorie”, und ich habe es schon seit Monaten nicht geschafft, Ihnen aus der Nase zu ziehen, was das nun für *KONKRETE* Lösungsvorschläge für unsere Probleme nach sich zieht. (Vielleicht ist das ja so, weil die Systemtheorie nur Gesülze und gar keine konkreten Lösungen anzubieten hat?)

      • JürgenP
        JürgenP sagte:

        @RO Dass die Systemtheorie etwas zu bieten hat, erleben Sie jeden Tag beim Tritt auf die Bremse, beim Blick auf die Wetterkarte, bei naturheilkundlich versierten Ärzt*innen und (meine Branche) bei erstklassigen Städteplanern, Architekten und Bauunternehmen. Um nur ein paar Anwendungsfelder zu benennen. Die Akteure meisten wissen gar nicht, dass sie sich mit Ihren Methoden der Grundlagen der Kybernetik und Systemwissenschaften bedienen. Im Grund ist es auch egal. Hauptsache das Geschäft funktioniert im Vergleich besser als beim Wettbewerb.

        Drehen wir den Spieß doch mal um: welches konkrete Problem wollen Sie den gelöst haben? (Bitte nicht gleich den Regierungswechsel einfordern). Welches Ziel soll erreicht werden? Welche Umgebungsbedingungen bestehen? Welche Zeiten/Fristen stellen Sie sich vor?

        Und: warum nehmen Sie den Ball von komol denn nicht auf und unterstützen Überlegungen in die Richtung (statt gleich die gewohnte Schublade zu ziehen)?

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @JürgenP

        “Dass die Systemtheorie etwas zu bieten hat, erleben Sie jeden Tag beim Tritt auf die Bremse, beim Blick auf die Wetterkarte, bei naturheilkundlich versierten Ärzt*innen und (meine Branche) bei erstklassigen Städteplanern, Architekten und Bauunternehmen. Um nur ein paar Anwendungsfelder zu benennen.”

        Dieses unsägliche Gesülze ist genau der Grund, wieso ich die Systemtheorie nicht ernst nehmen kann. Sie klingen wie ein Missionar, der mir erzählen will, dass man den Gott seiner Religion in ganz vielen verschiedenen Dingen auf der Welt finden kann.

      • JürgenP
        JürgenP sagte:

        RO … dann arbeiten Sie bestimmt auch weiter mit dem Bauernkalender, wenn Sie in die sächsische Schweiz zum Wandern gehen. Lassen wir es.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @JürgenP

        Haben wir den Bauernkalender nicht auch der großartigen Systemtheorie, die alles durchdringt und in allem zu finden ist, zu verdanken?

      • JürgenP
        JürgenP sagte:

        RO “Haben wir …” > Fragen Sie mal den Bauern Ihres Vertrauens, ob er von der Theorie inspiriert wurde. Vermutlich nicht. Er hat einfach seinen Lieblingshahn beobachtet um festzustellen: > Kräht der Hahn auf dem Mist, ändert sich das Wetter oder es bleibt wie es ist <. Anschließend trägt er seine Beobachtung in den Kalender ein und schon hat er einen Plan für das nächste Jahr. Unternehmens- und Finanzstrategien, insbesondere die in Japan, entstehen ähnlich.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @JürgenP

        “Dass die Systemtheorie etwas zu bieten hat, erleben Sie jeden Tag beim Tritt auf die Bremse”

        Fragen Sie mal einen Fahrzeugbremsenkonstrukteur, ob er von der großartigen, die gnze Gesellschaft allumfassend erklärenden Systemtheorie inspiriert wurde oder ob er Namen wie Luhmann überhaupt kennt… :D :D :D

      • JürgenP
        JürgenP sagte:

        @RO „Luhmann“ – ? – das ist doch ein Soziologe. Wieso sollte ein Bremsenkonstrukteur den Namen kennen. Kann es sein, dass Sie wegen „Sozi“ so allergisch reagieren. Luhmann hat (m.W.) die Systemtheorie nicht entwickelt, sondern auf seinem Fachgebiet angewendet. Ob richtig oder falsch, sei dahingestellt. Ein Bremsenkonstrukteur als Anwender, wenn er denn noch kein ABS hätte, würde sich heute eher in Richtung von technischen Wissenschaften orientieren und bspw. beim KIT Karlsruhe anfragen. Oder bei der Univ. Stuttgart, genauer der TTI GmbH Systemwissenschaften TGU. Alles gute Adressen, um Autos zum Stehen zu bringen. Manager, die Tools benötigen, fragen nochmal woanders an.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @JürgenP

        “Kann es sein, dass Sie wegen „Sozi“ so allergisch reagieren.”

        Nein, allergisch reagiere ich auf inhaltsloses Gesülze; insbesondere dann, wenn dieses mir dreisterweise als großartige Gesellschaftstheorie verkauft wird.

        “Manager, die Tools benötigen, fragen nochmal woanders an.”

        Wo denn konkret, und bei wem?

      • JürgenP
        JürgenP sagte:

        @ RO Tja, Wissen hat seinen Preis – wenn Sie Konzernboss werden wollen. Wenn bei der Lufthansa “lenken” wollen, zahlen Sie erst mal EUR 130.000,- aus eigener Tasche. Dagegen ist die Fortbildung zum Konzernlenken doch ein Schnäppchen. Ansonst kann ich Sie beruhigen, es geht auch günstiger: https://www.malik-management.com/wp-content/uploads/2021/04/mpo-anmeldeformular-malik-international.pdf . Schlappe EUR 4.800,- + NK. Ist für den Einsteiger, dem handwerkliche “Grundlagen des Lenkens” fehlen, doch machbar.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @JürgenP

        “Tja, Wissen hat seinen Preis – wenn Sie Konzernboss werden wollen. Wenn bei der Lufthansa “lenken” wollen, zahlen Sie erst mal EUR 130.000,- aus eigener Tasche. Dagegen ist die Fortbildung zum Konzernlenken doch ein Schnäppchen.”

        Sie schreiben ja genau das gleiche dazu wie ich – nur halt leider unironisch…

        PS: Ich mach lieber mein Jodeldiplom an der Volkshochschule. Deutlich billiger, und dann hab ich auch was Eigenes.

    • Stoertebekker
      Stoertebekker sagte:

      @komol

      Das Grundübel ist in der Tat, dass nationale Politik auf globales Wirtschaften trifft. Man kann sich als Einzelner in diesem System (mit allen resultierenden Risiken) bewegen.

      Eine übergreifende Leitplankensetzung für die nationale Wirtschaft kann aber gar nicht all die globalen Einflussfaktoren antizipieren oder berücksichtigen. Ja, es ist noch nicht einmal möglich, die Einflussfaktoren zu identifizieren/benennen.

      Und – wie schon häufiger angemerkt und heute im Podcast auch angesprochen – die NATIONALökonomie liefert keine Erklärungen für eine GLOBALE Wirtschaft.

      Antworten
  7. foxxly
    foxxly sagte:

    …. ich denke, dass uns, besonders in D, die kosten des wohlstandes im weitesten sinne, uns umbringt (wirtschaftlich und dann gesellschaftlich)

    wir haben den ähnlichen effekt, den großbritanien und usa bereits vor jahrzehneten hatten, nähmlich, die ausuferung des dienstleistungssektors,
    und viele direkte kosten ohne einer gegenleistung haben, welche letzten endes die realwirtschaft zu tragen hat.

    kein land der welt dürfte so hohe geldmengen ins ausland transferieren, wie dies von D praktiziert und teils auch verlangt wird.
    dies sind ebenfalls kosten, ohne gegenleistungen.

    wir haben im innland eine extrem hohe umverteilung von einer hohen anzahl an hohen einkommensbezieher im verhältnis zu mittel-, oder niedrigverdiener.
    dies sind ebenfalls hohe kostenumverteilungen nach unten.

    insgesamt entsteht eine extrem hohe kostenbelastung in der realwirtschaft, welche in der vergangenheit durch rationalisierungen, globalen märkten, niedrigen wohlstandswachstum in den mittleren und untereren schichten, aufgefangen wurden.

    nun, bricht eine wesentliche stütze der exportwirtschaft massiv ein.
    weitere stützungen sind notwendig.
    leider wird diese spiralwirkung nicht mehr zu bremsen sein,
    weil alle maßnahmen letztlich mit kreditgeld zu heilen versucht wird.
    das gegenteil ist der fall: der patien D wird zunehmend kränker!!

    japan hat diese meist eigenerzeugten probleme nicht. das dürfte der hauptunterschied zu D sein!
    die aktuelle rezession trifft weltweit zu,
    aber die selbstauferlegten/und erzwungenen sanktionen (gegen RU), treffen dagegen massivst auf D zu.

    die folgen und zeitdauer sind für D noch nicht absehbar; – sie werden sehr hart werden!

    Antworten

Ihr Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlassen Sie uns Ihren Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.