Crasht die Fed die Börsen?

Die US-Notenbank Fed entzieht den Weltbörsen den Treibstoff und könnte eine Rezession auslösen.

In der 119. Folge von „bto 2.0 – der Ökonomie-Podcast mit Dr. Daniel Stelter“ blicken wir auf die gestrige Entscheidung der US-Notenbank Fed, die geldpolitischen Zügel anzuziehen. Richtiges Handeln angesichts der Inflation oder gefährliches Spiel?

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Kommentare (11) HINWEIS: DIE KOMMENTARE MEINER LESERINNEN UND LESER WIDERSPIEGELN NICHT ZWANGSLÄUFIG DIE MEINUNG VON BTO.
  1. Schwarzenberg
    Schwarzenberg sagte:

    Es kann ja wohl auf Dauer nicht sein, dass die Zentralbanken die Geldpolitik nach den Wünschen der Aktieninvestoren ausrichten.
    @ Richard Ott: Ja, vielleicht endlich wieder vernünftige Kaufkurse für langfristige Anleger.

    Zuletzt konnte man ja kaum mehr kaufen, den wer möchte schon der “Greater Fool” sein (nach der Greater fool theory).

    Etwas merkwürdig fand ich die letzten Jahre immer, dass die hohen Aktienkurse von vielen Experten mit den Null-Renditen im Anleihenbereich gerechtfertigt wurden. Die Überbewertung einer Anlageklasse mit einer anderen völlig überbewerteten Anlageklasse erklären – vergiss es.

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  2. Paul
    Paul sagte:

    Ich bin etwas verwirrt hinsichtlich dessen, was dieser Blog möchte: Infaltion oder keine Inflation? Zinserhöhungen oder lieber nicht? Ewig steigende Hauspreise und ewig steigende, überbewertete Aktien oder doch nicht? Gelddruckerei und Überschuldung in immer exzessiverem Ausmaß oder doch lieber nicht? Eine Korrektur jedenfalls ist ohne Zinserhöhungen nicht möglich.

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    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @Paul

      “Ich bin etwas verwirrt hinsichtlich dessen, was dieser Blog möchte: Infaltion oder keine Inflation?”

      Das, was viele Leute wollen: Den Pelz gewaschen bekommen, aber dabei nicht nass werden. Also keine Inflation, außer natürlich bei den Assets, die sie schon besitzen, denn dann werden sie ja reicher.

      Übrigens ein typisches Muster auch bei den Grünen: Den Neubau von Eigenheimen verbieten wollen, aber selbst im Eigenheim wohnen – und sich darüber freuen, wie bei einem Eigenheim-Neubau-Verbot die Preise für bereits existierende Eigenheime steigen. Es ist doch so einfach, Gutes zu tun. ;)

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    • Joerg
      Joerg sagte:

      @Paul zu “Was denn nun?”

      Also “der Blog moechte” nix, weil er ist keine Person!

      Herr Stelter moechte seine Ideen, Analysen, Schlussfolgerungen, Loesungsmoeglichkeiten zur Diskussion stellen. Das ist ein teures und ehrenhaftes Unterfangen.
      Damit zieht er ein Publikum von mehr oder weniger profilierungssuechtigen Kommentatoren wie mich an, die dann mal hin und wieder einen Ablassen …:

      Es laeuft doch ganz gut bis jetzt: Die FED versucht ein bisschen Luft aus den Assets zu lassen. Ziel: moeglichst nicht zu viel Luft auf einmal (bloss keinen Knall).
      Alles unter 25% Baisse ueber einen gewissen Zeitraum ist verschmerzbar?
      Die Inflation erledigt ein bisschen die Ueberschuldung. Falls es gelingt zwischen 2 und 5% pa zu bleiben ist alles ganz wohltemperiert?

      Alles wird gut.

      “Die Mittelmaessigkeit verhindert jeden Streit” (Klaus Hoffmann)

      Antworten
  3. Andrea Saalburg
    Andrea Saalburg sagte:

    gemach, gemach

    noch hat die FED nichts getan, außer “wording”
    Wie war das doch gleich:
    An ihren Taten sollt ihr sie messen.
    Die FED verhält sich bildlich gesprochen wie ein Alkoholiker, der beschlossen hat DEMNÄCHST nicht mehr eine ganze Flasche Whiskey am Tag zu trinken, sondern VIELLEICHT einen Schluck weniger.
    Allerdings war die Fallhöhe an den Märkten bei dieser all-asset-bubble nie höher und schon die Reduktion der Anleihekäufe kann das Kartenhaus zum Einstürzen bringen.
    Mit großer Wahrscheinlichkeit wird die FED das Ende der riesigen Spekulationsblasen an den Aktien-, Anleihen- und Immobilienmärkten herbeiführen und die nächste schwere Rezession bzw. Wirtschafts- und Finanzkrise auslösen.

    Antworten
    • weico
      weico sagte:

      Andrea Saalburg

      “gemach, gemach

      noch hat die FED nichts getan, außer “wording”
      Wie war das doch gleich:
      An ihren Taten sollt ihr sie messen.”

      Exakt.

      Nett,dass die FED die Big-Player “warnt”,dass im März “etwas” geschieht. Somit bleibt Ihnen ja genügend Zeit,falls gewünscht, um zu reagieren.

      Die 1/4 Prozentpünktchen die es dann vielleicht hochgeht, wird der Markt aber sicherlich locker verkraften .

      Rauf ,geht bei solchen US-Zinsänderungen ja bekanntlich immer sehr langsam:

      http://www.leitzinsen.info/usa.htm

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  4. Dietmar Tischer
    Dietmar Tischer sagte:

    Interessant, ja wegweisend ist die Auffassung von Jerome Powell:

    Die Inflation MUSS bekämpft werden, weil die Steigerung der Verbraucherpreise die Ärmsten noch ärmer macht.

    Das ist in einem Land mit vergleichsweise unterentwickeltem Sozialsystem nicht hinnehmbar, zumal es bereits stark gespalten ist.

    Der Ausweg aus der Sackgasse ist klar und die Fed wird nicht zögern, ihn zu gehen.

    Denn alles andere wäre noch unkalkulierbarer.

    Die EZB wird noch ein paar Pirouetten drehen und folgen.

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    • markus
      markus sagte:

      @DT:
      Ich halte es für wahrscheinlicher, dass die FED nach ersten Anzeichen einer Krise klein beigibt und massiv Geld in das System pumpt. Aber: “Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen“ :)

      Antworten
      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ markus

        Ich schließe nicht aus, dass Sie am Ende des Tages Recht haben.

        Mir wird schon schwarz vor den Augen, wenn ich nur daran denke, dass ich Recht haben könnte.

        „Blutbad an den Märkten“ wäre angesichts der Verwerfungen jedenfalls eine Metapher der Beschönigung sondergleichen.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Herr Tischer

        “Blutbad an den Märkten”

        Ich freu mich schon darauf. Endlich mal wieder akzeptable Einstiegskurse ohne viel Arbeit in die Suche nach Value-Titeln stecken zu müssen.

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