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	Kommentare zu: Systemfrage Kapita&#173;lismus: Verder&#173;ben oder Chance?	</title>
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	<description>Daniel Stelter ist die unabhängige Stimme zur Finanzkrise</description>
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		Von: Rennt davon! Die Zukunft liegt in Asien, Neuseeland oder Australien - Insights by Boris Gloger		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/systemfrage-kapitalismus-verderben-oder-chance/#comment-179840</link>

		<dc:creator><![CDATA[Rennt davon! Die Zukunft liegt in Asien, Neuseeland oder Australien - Insights by Boris Gloger]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Mar 2021 23:00:24 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[[&#8230;] Wirtschaftswissenschaftler und Soziologe Prof. Dr. Gunnar Heinsohn in dieser Podcast-Episode von „beyond the obvious – der Ökonomie-Podcast&#8221;. Warum er das sagt? Weil die Innovationskraft unserer Gesellschaft seit 25 Jahren abnehme und wir [&#8230;]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>[&#8230;] Wirtschaftswissenschaftler und Soziologe Prof. Dr. Gunnar Heinsohn in dieser Podcast-Episode von „beyond the obvious – der Ökonomie-Podcast&#8221;. Warum er das sagt? Weil die Innovationskraft unserer Gesellschaft seit 25 Jahren abnehme und wir [&#8230;]</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Johann Schwarting		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/systemfrage-kapitalismus-verderben-oder-chance/#comment-179246</link>

		<dc:creator><![CDATA[Johann Schwarting]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Mar 2021 11:01:17 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/systemfrage-kapitalismus-verderben-oder-chance/#comment-179010&quot;&gt;Christian Anders&lt;/a&gt;.

@Renée Menéndez

&quot;So ist das heutige Geld nicht nur eine Quittung für eine noch nicht erbrachte Steuer, sondern für eine niemals zu erbringender Steuer.&quot;

Es gilt, sich in den Fluss der Zeit hineinzuversetzen und die statische Deutung einer Ökonomie von &#039;jetzt auf gleich&#039; - also alle Einzahlungen sind zeitgleich Auszahlungen - zu überwinden zugunsten einer vom Verlauf in Zeiträumen abhängigen Ökonomie. Dies ist auch der einzig wirklich wichtige Punkt, worin sich der Debitismus vom Mainstream, der mit über die Zeit steten Größen rechnet, unterscheidet.

Zwangssysteme mit terminlich-fixierten und sanktionsbewehrten Abgaben müssen zur Besicherung ihres Machterhalts an ihre Untertanen Redistributionen leisten. Das begann mit der neolithischen Revolution und endet in den heutigen modernen Demokratien, die ihrerseits nichts anderes sind, als die ultimativ mögliche Zession / Diffusion von Macht-Teilen mit allen möglichen Eigentumsrechten an die Bevölkerung.

Der bisherige heutige Endpunkt der staatlichen Machtzessionen ist der ultimative letztmögliche Verkauf zukünftigen Steuereinnahmen in Form von Staatsanleihen ans Publikum.

Der Höhepunkt der Absurdität ist ja, dass der Staat das Steuerzahlungsmittel &#039;Geld&#039; selbst besteuert (Zentralbanksatz) und dieses Recht an seine Zentralbank zediert, &quot;mit der nicht jedermann, sondern nur die dazu privilegierten Banken Geschäfte treiben und somit die Steuer mit einem Monopolaufschlag (sog. Bank &#039;zins&#039;) in der steuerpflichtigen Allgemeinheit kassieren dürfen.&quot;
 
Von den modernen Zentralbanken werden m. W. nur noch Staatsanleihen, die natürlich zentralbankfähig sind, zwecks Geldemission angekauft.

In der heutigen allgemeinen Situation, die eben gekennzeichnet ist von Zessionen des Abgabenmonopols an &#039;private&#039; Steuereintreiber, bleibt der Staat in jedem Moment eines Steuertermins nur mit dem debitistisch sofort notwendigen Verkauf erneuter Steuern an der Macht. 

Was oder wer ist der Staat?

In dem Link des von mir an @Alexander gerichteten Posting mit dem obigen einführenden Zitat heißt es: 

&quot;Es ist also die Gier des Publikums, das ihm den Blick auf den Betrug verstellt. Mit Hilfe einer fortgesetzten Finanzierung des Staates zockt das Publikum auf dessen Macht, mit Hilfe von bewaffnetem Zwang immer weiter und immer höhere Steuern abfordern zu können. Der Staatstitelhalter (der es nur werden kann, indem er immer wieder Papier, alias sofortige Fälligkeit, dem Staat zur Verfügung stellt) spielt also selber &quot;Staat&quot;, denn er nutzt die Staats- und Besteuerungsmacht, um immer mehr Steuern (Zinsen auf Staatstitel) an sich zu ziehen.&quot;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/systemfrage-kapitalismus-verderben-oder-chance/#comment-179010">Christian Anders</a>.</p>
<p>@Renée Menéndez</p>
<p>&#8220;So ist das heutige Geld nicht nur eine Quittung für eine noch nicht erbrachte Steuer, sondern für eine niemals zu erbringender Steuer.&#8221;</p>
<p>Es gilt, sich in den Fluss der Zeit hineinzuversetzen und die statische Deutung einer Ökonomie von &#8216;jetzt auf gleich&#8217; &#8211; also alle Einzahlungen sind zeitgleich Auszahlungen &#8211; zu überwinden zugunsten einer vom Verlauf in Zeiträumen abhängigen Ökonomie. Dies ist auch der einzig wirklich wichtige Punkt, worin sich der Debitismus vom Mainstream, der mit über die Zeit steten Größen rechnet, unterscheidet.</p>
<p>Zwangssysteme mit terminlich-fixierten und sanktionsbewehrten Abgaben müssen zur Besicherung ihres Machterhalts an ihre Untertanen Redistributionen leisten. Das begann mit der neolithischen Revolution und endet in den heutigen modernen Demokratien, die ihrerseits nichts anderes sind, als die ultimativ mögliche Zession / Diffusion von Macht-Teilen mit allen möglichen Eigentumsrechten an die Bevölkerung.</p>
<p>Der bisherige heutige Endpunkt der staatlichen Machtzessionen ist der ultimative letztmögliche Verkauf zukünftigen Steuereinnahmen in Form von Staatsanleihen ans Publikum.</p>
<p>Der Höhepunkt der Absurdität ist ja, dass der Staat das Steuerzahlungsmittel &#8216;Geld&#8217; selbst besteuert (Zentralbanksatz) und dieses Recht an seine Zentralbank zediert, &#8220;mit der nicht jedermann, sondern nur die dazu privilegierten Banken Geschäfte treiben und somit die Steuer mit einem Monopolaufschlag (sog. Bank &#8216;zins&#8217;) in der steuerpflichtigen Allgemeinheit kassieren dürfen.&#8221;</p>
<p>Von den modernen Zentralbanken werden m. W. nur noch Staatsanleihen, die natürlich zentralbankfähig sind, zwecks Geldemission angekauft.</p>
<p>In der heutigen allgemeinen Situation, die eben gekennzeichnet ist von Zessionen des Abgabenmonopols an &#8216;private&#8217; Steuereintreiber, bleibt der Staat in jedem Moment eines Steuertermins nur mit dem debitistisch sofort notwendigen Verkauf erneuter Steuern an der Macht. </p>
<p>Was oder wer ist der Staat?</p>
<p>In dem Link des von mir an @Alexander gerichteten Posting mit dem obigen einführenden Zitat heißt es: </p>
<p>&#8220;Es ist also die Gier des Publikums, das ihm den Blick auf den Betrug verstellt. Mit Hilfe einer fortgesetzten Finanzierung des Staates zockt das Publikum auf dessen Macht, mit Hilfe von bewaffnetem Zwang immer weiter und immer höhere Steuern abfordern zu können. Der Staatstitelhalter (der es nur werden kann, indem er immer wieder Papier, alias sofortige Fälligkeit, dem Staat zur Verfügung stellt) spielt also selber &#8220;Staat&#8221;, denn er nutzt die Staats- und Besteuerungsmacht, um immer mehr Steuern (Zinsen auf Staatstitel) an sich zu ziehen.&#8221;</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Christian Anders		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/systemfrage-kapitalismus-verderben-oder-chance/#comment-179241</link>

		<dc:creator><![CDATA[Christian Anders]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Mar 2021 10:25:48 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?p=21641#comment-179241</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/systemfrage-kapitalismus-verderben-oder-chance/#comment-179127&quot;&gt;Alexander&lt;/a&gt;.

@Alexander

„Auch die relavtien Preise sinken nicht dauerhaft unter die „Herstellungskosten“, denn die mit der Förderung verbundenen Unternehmen müssten dann den Betrieb einstellen, vgl. Unternehmenszweck = Gewinn.“

Ja. Genau das passiert immer wieder mit Produkten. Sie werden dann nicht mehr hergestellt, denn ihr Marktpreis deckt die Herstellungskosten nicht.
Welches Naturgesetz oder ökonomische Gesetz nimmt Gold davon aus?

Es ist die NACHFRAGE nach Gold, die ihm bei gleichzeitiger Knappheit einen Preis verleiht, der die Förderung rentabel hält. Es gibt keinen dem Gold inhärenten Wert, der niemals unter die Förderkosten fällt, bloß weil es diese Förderkosten gibt.

Und so ist es auch mit der Kaufkraft des Geldes: Nachgefragtes Geld hat Kaufkraft, Geld das keiner will, hat keine. Den Weg von dem ersten zum zweiten Zustand nennen wir i. d. R. galoppierende Inflation/Hyperinflation.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/systemfrage-kapitalismus-verderben-oder-chance/#comment-179127">Alexander</a>.</p>
<p>@Alexander</p>
<p>„Auch die relavtien Preise sinken nicht dauerhaft unter die „Herstellungskosten“, denn die mit der Förderung verbundenen Unternehmen müssten dann den Betrieb einstellen, vgl. Unternehmenszweck = Gewinn.“</p>
<p>Ja. Genau das passiert immer wieder mit Produkten. Sie werden dann nicht mehr hergestellt, denn ihr Marktpreis deckt die Herstellungskosten nicht.<br />
Welches Naturgesetz oder ökonomische Gesetz nimmt Gold davon aus?</p>
<p>Es ist die NACHFRAGE nach Gold, die ihm bei gleichzeitiger Knappheit einen Preis verleiht, der die Förderung rentabel hält. Es gibt keinen dem Gold inhärenten Wert, der niemals unter die Förderkosten fällt, bloß weil es diese Förderkosten gibt.</p>
<p>Und so ist es auch mit der Kaufkraft des Geldes: Nachgefragtes Geld hat Kaufkraft, Geld das keiner will, hat keine. Den Weg von dem ersten zum zweiten Zustand nennen wir i. d. R. galoppierende Inflation/Hyperinflation.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Alexander		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/systemfrage-kapitalismus-verderben-oder-chance/#comment-179240</link>

		<dc:creator><![CDATA[Alexander]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Mar 2021 09:46:57 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?p=21641#comment-179240</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/systemfrage-kapitalismus-verderben-oder-chance/#comment-179127&quot;&gt;Alexander&lt;/a&gt;.

@Michael Stöcker
@Christian Anders

Auch die relavtien Preise sinken nicht dauerhaft unter die &quot;Herstellungskosten&quot;, denn die mit der Förderung verbundenen Unternehmen müssten dann den Betrieb einstellen, vgl. Unternehmenszweck = Gewinn. 
Der Markt, #metoo, würde sich über einen Absturz der relativen Preise natürlich sehr freuen 😅

Die Erlaubnis für Goldbesitz (1974) ging mit dem Ende der Einlösbarkeit der FED Notes in Gold (vgl. Menendez, einlösbares Bargeld) einher. Ursache war das Misstrauen befreundeter Staaten und deren Umtausch der FED Notes in Gold ...

In der Zwischenzeit besorgte das Fiatmoney den Abstieg des US Mittelstandes eine wuchernde Vermögenspreisinflation und den Aufstieg (seit Kriegseintritt II WK.) des amerikanischen militärisch industriellen Komplexes. Dazu eine beschämende Doku des ZDF:
https://youtu.be/_3R0usuhXvM

Trump war der erste Präsident nach 30 Jahren der keinen neuen Krieg entfachte sondern den Abzug von US Truppen in Gang brachte. 

Wer AU Besitz stigmatisieren möchte muss erklären wie er dem Missbrauch des Geldschöpfungsmonopoles Grenzen setzen will und dem Bürger eine andere Form von Rückversicherung bieten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/systemfrage-kapitalismus-verderben-oder-chance/#comment-179127">Alexander</a>.</p>
<p>@Michael Stöcker<br />
@Christian Anders</p>
<p>Auch die relavtien Preise sinken nicht dauerhaft unter die &#8220;Herstellungskosten&#8221;, denn die mit der Förderung verbundenen Unternehmen müssten dann den Betrieb einstellen, vgl. Unternehmenszweck = Gewinn.<br />
Der Markt, #metoo, würde sich über einen Absturz der relativen Preise natürlich sehr freuen 😅</p>
<p>Die Erlaubnis für Goldbesitz (1974) ging mit dem Ende der Einlösbarkeit der FED Notes in Gold (vgl. Menendez, einlösbares Bargeld) einher. Ursache war das Misstrauen befreundeter Staaten und deren Umtausch der FED Notes in Gold &#8230;</p>
<p>In der Zwischenzeit besorgte das Fiatmoney den Abstieg des US Mittelstandes eine wuchernde Vermögenspreisinflation und den Aufstieg (seit Kriegseintritt II WK.) des amerikanischen militärisch industriellen Komplexes. Dazu eine beschämende Doku des ZDF:<br />
<a href="https://youtu.be/_3R0usuhXvM" rel="nofollow ugc">https://youtu.be/_3R0usuhXvM</a></p>
<p>Trump war der erste Präsident nach 30 Jahren der keinen neuen Krieg entfachte sondern den Abzug von US Truppen in Gang brachte. </p>
<p>Wer AU Besitz stigmatisieren möchte muss erklären wie er dem Missbrauch des Geldschöpfungsmonopoles Grenzen setzen will und dem Bürger eine andere Form von Rückversicherung bieten.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Michael Stöcker		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/systemfrage-kapitalismus-verderben-oder-chance/#comment-179238</link>

		<dc:creator><![CDATA[Michael Stöcker]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Mar 2021 09:10:15 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?p=21641#comment-179238</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/systemfrage-kapitalismus-verderben-oder-chance/#comment-179145&quot;&gt;Michael Stöcker&lt;/a&gt;.

Hallo Herr Menéndez,

vielen Dank für die Klarstellung. In der Tat gibt es diese „Kasse“ als Position 11.1 Scheidemünzen auf der Aktivseite der Bilanz. Dies hängt ursächlich mit dem Schlagschatz bzw. der Münzgeldseigniorage zusammen, weil das Münzregal historisch beim Regenten lag.

Seit 2001 wurden im Auftrag des Finanzministeriums rund 10,5 Mrd. Euro an Münzen geprägt. Das machen selbstverständlich auch die anderen Euroländer so. Davon landen dann meist zwischen 30 und 40 Mio. pro Jahr bei der Bundesbank, die mangels Nachfrage der Bürger dann dort in der „Kasse“ eingelagert werden.

Sollte sich der bargeldlose Zahlungsverkehr weiter durchsetzen, dann wird diese Position wohl deutlich anschwellen. Der tatsächliche Materialwert/Marktwert dieser Bilanzposition ist natürlich wesentlich geringer, wenn keiner mehr mit Münzen zahlen möchte. Ein überbewerteter „Wert“ würde aber wohl auch weiterhin einfach in den Büchern ad infinitum fortgeschrieben werden. Ganz ähnlich mit Staatsanleihen, die ad infinitum revolviert werden. Beides ist letztlich vergangenes Nichts, das dennoch in dieser Höhe ad infinitum ganz reale Zahlungsfähigkeit bei den Nichtbanken ermöglicht. 

LG Michael Stöcker]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/systemfrage-kapitalismus-verderben-oder-chance/#comment-179145">Michael Stöcker</a>.</p>
<p>Hallo Herr Menéndez,</p>
<p>vielen Dank für die Klarstellung. In der Tat gibt es diese „Kasse“ als Position 11.1 Scheidemünzen auf der Aktivseite der Bilanz. Dies hängt ursächlich mit dem Schlagschatz bzw. der Münzgeldseigniorage zusammen, weil das Münzregal historisch beim Regenten lag.</p>
<p>Seit 2001 wurden im Auftrag des Finanzministeriums rund 10,5 Mrd. Euro an Münzen geprägt. Das machen selbstverständlich auch die anderen Euroländer so. Davon landen dann meist zwischen 30 und 40 Mio. pro Jahr bei der Bundesbank, die mangels Nachfrage der Bürger dann dort in der „Kasse“ eingelagert werden.</p>
<p>Sollte sich der bargeldlose Zahlungsverkehr weiter durchsetzen, dann wird diese Position wohl deutlich anschwellen. Der tatsächliche Materialwert/Marktwert dieser Bilanzposition ist natürlich wesentlich geringer, wenn keiner mehr mit Münzen zahlen möchte. Ein überbewerteter „Wert“ würde aber wohl auch weiterhin einfach in den Büchern ad infinitum fortgeschrieben werden. Ganz ähnlich mit Staatsanleihen, die ad infinitum revolviert werden. Beides ist letztlich vergangenes Nichts, das dennoch in dieser Höhe ad infinitum ganz reale Zahlungsfähigkeit bei den Nichtbanken ermöglicht. </p>
<p>LG Michael Stöcker</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Michael Stöcker		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/systemfrage-kapitalismus-verderben-oder-chance/#comment-179237</link>

		<dc:creator><![CDATA[Michael Stöcker]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Mar 2021 09:07:27 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?p=21641#comment-179237</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/systemfrage-kapitalismus-verderben-oder-chance/#comment-179127&quot;&gt;Alexander&lt;/a&gt;.

@ Alexander

„Natürlich kann jeder Staat jedes Zahlungsmittel durch ein Verbot entwerten“

Das Thema war die Veränderung der relativen Preise. Mal wieder sind Sie nicht in der Lage und/oder willens, beim Thema zu bleiben. 

„Die USA führen seit dem Goldverbot der Demokraten ununterbrochen Krieg,“

Dieses wurde nach 41 Jahren 1974 wieder aufgehoben. Wenn also das Goldverbot ursächlich für die anschließenden Kriege gewesen sein sollte (was wirklich mehr als lächerlich ist), dann…

Ich spar mit den Rest.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/systemfrage-kapitalismus-verderben-oder-chance/#comment-179127">Alexander</a>.</p>
<p>@ Alexander</p>
<p>„Natürlich kann jeder Staat jedes Zahlungsmittel durch ein Verbot entwerten“</p>
<p>Das Thema war die Veränderung der relativen Preise. Mal wieder sind Sie nicht in der Lage und/oder willens, beim Thema zu bleiben. </p>
<p>„Die USA führen seit dem Goldverbot der Demokraten ununterbrochen Krieg,“</p>
<p>Dieses wurde nach 41 Jahren 1974 wieder aufgehoben. Wenn also das Goldverbot ursächlich für die anschließenden Kriege gewesen sein sollte (was wirklich mehr als lächerlich ist), dann…</p>
<p>Ich spar mit den Rest.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Christian Anders		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/systemfrage-kapitalismus-verderben-oder-chance/#comment-179222</link>

		<dc:creator><![CDATA[Christian Anders]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Mar 2021 07:51:08 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?p=21641#comment-179222</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/systemfrage-kapitalismus-verderben-oder-chance/#comment-179127&quot;&gt;Alexander&lt;/a&gt;.

@Alexander

Ich hatte Sie so verstanden, dass Ihrer Meinung nach Gold in seiner Kaufkraft/Unze nie unter die Förderkosten/Unze sinken kann.

Falsch verstanden?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/systemfrage-kapitalismus-verderben-oder-chance/#comment-179127">Alexander</a>.</p>
<p>@Alexander</p>
<p>Ich hatte Sie so verstanden, dass Ihrer Meinung nach Gold in seiner Kaufkraft/Unze nie unter die Förderkosten/Unze sinken kann.</p>
<p>Falsch verstanden?</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Alexander		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/systemfrage-kapitalismus-verderben-oder-chance/#comment-179198</link>

		<dc:creator><![CDATA[Alexander]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Mar 2021 22:37:31 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?p=21641#comment-179198</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/systemfrage-kapitalismus-verderben-oder-chance/#comment-179127&quot;&gt;Alexander&lt;/a&gt;.

@Michael Stöcker

Natürlich kann jeder Staat jedes Zahlungsmittel durch ein Verbot entwerten, im Zuge der Unfreiheit teilen Bürger dann auch andere Probleme als Geldanlagesorgen. Die USA führen seit dem Goldverbot der Demokraten ununterbrochen Krieg, shit happens. 

@Christian Anders

Obwohl in Umgangssprache verfasst vertehen Sie meine Absicht hinter dem Kommentar um innere Werte von AU Unzen nicht? Dann soll das wohl so sein.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/systemfrage-kapitalismus-verderben-oder-chance/#comment-179127">Alexander</a>.</p>
<p>@Michael Stöcker</p>
<p>Natürlich kann jeder Staat jedes Zahlungsmittel durch ein Verbot entwerten, im Zuge der Unfreiheit teilen Bürger dann auch andere Probleme als Geldanlagesorgen. Die USA führen seit dem Goldverbot der Demokraten ununterbrochen Krieg, shit happens. </p>
<p>@Christian Anders</p>
<p>Obwohl in Umgangssprache verfasst vertehen Sie meine Absicht hinter dem Kommentar um innere Werte von AU Unzen nicht? Dann soll das wohl so sein.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Renée Menéndez		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/systemfrage-kapitalismus-verderben-oder-chance/#comment-179175</link>

		<dc:creator><![CDATA[Renée Menéndez]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Mar 2021 18:56:42 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?p=21641#comment-179175</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/systemfrage-kapitalismus-verderben-oder-chance/#comment-179165&quot;&gt;Renée Menéndez&lt;/a&gt;.

@Christian Anders

Das Ausführen einer Überweisung bedeutet, daß der Zahlungspflichtige seiner kontoführenden Bank die Anweisung erteilt einer bestimmten Person einen Zuwachs seiner Dispositionsrechte zukommen zu lassen. Dadurch wird das Konto des Zahlungauftraggebers belastet und das Konto des Zahlunganspruchsberechtigten &quot;erkannt&quot; (Gutschrift). D.h. der Kontostand des Zahlungspflichtigen würde noch weiter ins Minus rutschen, also das Gegenteil dessen bewirken, was geplant ist. Das liegt daran, daß bei Überweisungen von Zentralbanken nur versprochen wird, daß (irgendwann) gezahlt wird. Außerdem ist die EZB nicht die kontoführende Stelle für die ESZB-Zentralbanken in dem Sinne ist, daß z.B. die italienische Zentralbank nur dann eine Überweisung tätigen kann, wenn sie einen positiven Guthabensaldo besitzt. Das läuft bei Nicht-ESZB-Zentralbanken so, wo Überweisungen nur bei ausreichendem Guthaben ausgeführt werden. Bei ESZB-Zentralbanken ist das nicht so, denn diese können EURO-weit Zahlungsaufträge anweisen und sich dann darauf berufen, daß die angesprochene Zentralbank ja Zentralbankgeld erhalten habe, denn Forderungen gegen eine Zentralbank sind ja Zentralbankgeld (da ist es schon wieder, das Zentralbankgeld).

Man kann das noch ein paarmal hin- und herdrehen, im Endeffekt bleibt es bei der Erkenntnis, daß eine Zentralbank nur durch eine Bargeldzahlung sich von ihren Schulden befreien kann. Das gilt insbesondere gegenüber den angeschlossenen Geschäftsbanken, wo die Verbindlichkeiten durch eine Bargeldauszahlung (aus der Kasse!) abnehmen, im Gegenzug der sog. &quot;Notenumlauf&quot; steigt (der wiederum nicht zu besichern ist). Zahlen bedeutet also sich von seinen Schulden befreien - das geht aber nur mit einem Aktivum. Eine Überweisung ist demgegenüber nur möglich, wenn es eine kontoführende Instanz gibt - im ESZB-System existiert diese nicht, denn es handelt sich hier (incl. EZB) um gleichberechtigte Zentralbanken.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/systemfrage-kapitalismus-verderben-oder-chance/#comment-179165">Renée Menéndez</a>.</p>
<p>@Christian Anders</p>
<p>Das Ausführen einer Überweisung bedeutet, daß der Zahlungspflichtige seiner kontoführenden Bank die Anweisung erteilt einer bestimmten Person einen Zuwachs seiner Dispositionsrechte zukommen zu lassen. Dadurch wird das Konto des Zahlungauftraggebers belastet und das Konto des Zahlunganspruchsberechtigten &#8220;erkannt&#8221; (Gutschrift). D.h. der Kontostand des Zahlungspflichtigen würde noch weiter ins Minus rutschen, also das Gegenteil dessen bewirken, was geplant ist. Das liegt daran, daß bei Überweisungen von Zentralbanken nur versprochen wird, daß (irgendwann) gezahlt wird. Außerdem ist die EZB nicht die kontoführende Stelle für die ESZB-Zentralbanken in dem Sinne ist, daß z.B. die italienische Zentralbank nur dann eine Überweisung tätigen kann, wenn sie einen positiven Guthabensaldo besitzt. Das läuft bei Nicht-ESZB-Zentralbanken so, wo Überweisungen nur bei ausreichendem Guthaben ausgeführt werden. Bei ESZB-Zentralbanken ist das nicht so, denn diese können EURO-weit Zahlungsaufträge anweisen und sich dann darauf berufen, daß die angesprochene Zentralbank ja Zentralbankgeld erhalten habe, denn Forderungen gegen eine Zentralbank sind ja Zentralbankgeld (da ist es schon wieder, das Zentralbankgeld).</p>
<p>Man kann das noch ein paarmal hin- und herdrehen, im Endeffekt bleibt es bei der Erkenntnis, daß eine Zentralbank nur durch eine Bargeldzahlung sich von ihren Schulden befreien kann. Das gilt insbesondere gegenüber den angeschlossenen Geschäftsbanken, wo die Verbindlichkeiten durch eine Bargeldauszahlung (aus der Kasse!) abnehmen, im Gegenzug der sog. &#8220;Notenumlauf&#8221; steigt (der wiederum nicht zu besichern ist). Zahlen bedeutet also sich von seinen Schulden befreien &#8211; das geht aber nur mit einem Aktivum. Eine Überweisung ist demgegenüber nur möglich, wenn es eine kontoführende Instanz gibt &#8211; im ESZB-System existiert diese nicht, denn es handelt sich hier (incl. EZB) um gleichberechtigte Zentralbanken.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Renée Menéndez		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/systemfrage-kapitalismus-verderben-oder-chance/#comment-179173</link>

		<dc:creator><![CDATA[Renée Menéndez]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Mar 2021 18:09:22 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?p=21641#comment-179173</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/systemfrage-kapitalismus-verderben-oder-chance/#comment-179145&quot;&gt;Michael Stöcker&lt;/a&gt;.

Hallo Herr Stöcker,

vielen Dank für die Verlinkung dieses Beitrages, weil ich das zum Anlaß genommen habe mal reinzusehen, was ich damals so alles geschrieben habe. Dabei ist mir aufgefallen, daß ich seinerzeit noch den Unfug vertreten habe, daß eine Zentralbank keinen Kassenbestand aufweist. Diese vielfach zu lesende Behauptung ist aus zwei Gründen falsch. Zum einen gibt es auch in der Bilanz von Zentralbanken eine Kassenposition, in der die angekauften Münzen aufgeführt sind - nur daß die Position nicht &quot;Kasse&quot; sondern &quot;Münzbestand&quot; o.ä. heißt.

Zum anderen ist es so, daß eine Zentralbank im Jahr 364 Tage lang ein Konto &quot;Kasse&quot; führt, in dem sich sporadisch die auszuliefernden Geldscheine befinden, welche von den Geschäftsbanken angefordert wurden. Lediglich am Tag der Bilanzerstellung weist das Konto &quot;Kasse&quot; keinen Geldscheinbestand auf, weil durch die Abschluß-/ Neutralisierungsbuchung
Geldscheinumlauf an Kasse
ein etwaiger aktivischer Geldscheinbestand (Bargeldrückfluß aus dem Weihnachtsgeschäft) auf Null gebucht wird. Am 1.1. des Folgejahres erfolgt die Eröffnungsbilanzbuchung:
Kasse an Geldscheinumlauf 0 €
womit das Konto &quot;Kasse&quot; fröhlich wieder seinen Dienst aufnimmt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/systemfrage-kapitalismus-verderben-oder-chance/#comment-179145">Michael Stöcker</a>.</p>
<p>Hallo Herr Stöcker,</p>
<p>vielen Dank für die Verlinkung dieses Beitrages, weil ich das zum Anlaß genommen habe mal reinzusehen, was ich damals so alles geschrieben habe. Dabei ist mir aufgefallen, daß ich seinerzeit noch den Unfug vertreten habe, daß eine Zentralbank keinen Kassenbestand aufweist. Diese vielfach zu lesende Behauptung ist aus zwei Gründen falsch. Zum einen gibt es auch in der Bilanz von Zentralbanken eine Kassenposition, in der die angekauften Münzen aufgeführt sind &#8211; nur daß die Position nicht &#8220;Kasse&#8221; sondern &#8220;Münzbestand&#8221; o.ä. heißt.</p>
<p>Zum anderen ist es so, daß eine Zentralbank im Jahr 364 Tage lang ein Konto &#8220;Kasse&#8221; führt, in dem sich sporadisch die auszuliefernden Geldscheine befinden, welche von den Geschäftsbanken angefordert wurden. Lediglich am Tag der Bilanzerstellung weist das Konto &#8220;Kasse&#8221; keinen Geldscheinbestand auf, weil durch die Abschluß-/ Neutralisierungsbuchung<br />
Geldscheinumlauf an Kasse<br />
ein etwaiger aktivischer Geldscheinbestand (Bargeldrückfluß aus dem Weihnachtsgeschäft) auf Null gebucht wird. Am 1.1. des Folgejahres erfolgt die Eröffnungsbilanzbuchung:<br />
Kasse an Geldscheinumlauf 0 €<br />
womit das Konto &#8220;Kasse&#8221; fröhlich wieder seinen Dienst aufnimmt.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Christian Anders		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/systemfrage-kapitalismus-verderben-oder-chance/#comment-179168</link>

		<dc:creator><![CDATA[Christian Anders]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Mar 2021 17:37:46 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?p=21641#comment-179168</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/systemfrage-kapitalismus-verderben-oder-chance/#comment-179165&quot;&gt;Renée Menéndez&lt;/a&gt;.

@R. Menéndez

Danke für die Antwort. Sie erhellt mich leider nur halb.

Was spricht rein technisch gegen eine Ersatzhandlung: Statt Bargeld zu versenden, wird eine Überweisung getätigt, bei der man sich darauf einigt, dass ihre Zahl die Einheit „Bargeld“ haben soll?

Es ist wie mit den SI-Einheiten in der Naturwissenschaft: Die Einheit „Bargeld“ ist der Standard, mit dem man Zahlen die Dimension „Wert“ zu verleihen kann. Dass diese Einheit physisch vorliegen muss, ist technisch nicht zu begründen, denn „Wert“ ist nichts Dingliches, sondern eine stofflose Eigenschaft von Dingen.

Ich tippe darauf, dass die Hürde nicht technischer, sondern rechtlicher Natur ist? 

Danke für Ihr Lob zum Gedankenexperiment.
Das Goldminenbeispiel können Sie gerne benutzen, wenn es sich mal anbietet. Es war eigentlich gedacht, zu illustrieren, wieso eine Besicherung von Bargeldemission rein logisch schon unsinnig ist.
Scheinbar fruchtlos.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/systemfrage-kapitalismus-verderben-oder-chance/#comment-179165">Renée Menéndez</a>.</p>
<p>@R. Menéndez</p>
<p>Danke für die Antwort. Sie erhellt mich leider nur halb.</p>
<p>Was spricht rein technisch gegen eine Ersatzhandlung: Statt Bargeld zu versenden, wird eine Überweisung getätigt, bei der man sich darauf einigt, dass ihre Zahl die Einheit „Bargeld“ haben soll?</p>
<p>Es ist wie mit den SI-Einheiten in der Naturwissenschaft: Die Einheit „Bargeld“ ist der Standard, mit dem man Zahlen die Dimension „Wert“ zu verleihen kann. Dass diese Einheit physisch vorliegen muss, ist technisch nicht zu begründen, denn „Wert“ ist nichts Dingliches, sondern eine stofflose Eigenschaft von Dingen.</p>
<p>Ich tippe darauf, dass die Hürde nicht technischer, sondern rechtlicher Natur ist? </p>
<p>Danke für Ihr Lob zum Gedankenexperiment.<br />
Das Goldminenbeispiel können Sie gerne benutzen, wenn es sich mal anbietet. Es war eigentlich gedacht, zu illustrieren, wieso eine Besicherung von Bargeldemission rein logisch schon unsinnig ist.<br />
Scheinbar fruchtlos.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Renée Menéndez		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/systemfrage-kapitalismus-verderben-oder-chance/#comment-179165</link>

		<dc:creator><![CDATA[Renée Menéndez]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Mar 2021 17:17:14 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?p=21641#comment-179165</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/systemfrage-kapitalismus-verderben-oder-chance/#comment-179124&quot;&gt;Christian Anders&lt;/a&gt;.

@Christian Anders

Damit Sie das mit dem Bargeld und den Reserven nicht einfach glauben müssen, hier mal ein Beispiel, wo Sie ohne diese Differenzierung nie auf einen grünen Zweig kommen. Wenn Sie in der TARGET-Debatte nur Zentralbankgeld kennen, werden Sie die Drohung von Draghi, bei einem EURO-Austritt müsse der TARGET-Saldo glattgestellt werden deswegen ernstnehmen, weil sie sofort an das Kollateral für das emittierte Zentralbankgeld denken werden. Das immer wieder vorgetragene Argument lautete ja, daß für den &quot;Kredit&quot;, den die italienische Zentralbank ja erhalten habe, Sicherheiten an die Länder mit TARGET-Forderungen übertragen werden müßten, wobei dann schon die Spekulationen losgingen, was das nun sein könnte: von Gold bis italienische Inseln war alles dabei. Da man auch als Zentralbank nicht einfach Kollateral herausgeben kann wäre die Geschichte so gelaufen, daß praktisch die Aktiva der Zentralbank geplündert worden wären - natürlich nicht die Aktiva, die Forderungen gegen Italiener sind. Man braucht nicht lange darüber nachzudenken, daß danach die italienische Zentralbank hoffnungslos unterkapitalisiert wäre.

Nun saß ja Draghi in der EZB, wobei ja bekannt sein sollte, daß die EZB NICHT mit Bargeld hantiert, obwohl ihr rein rechnerisch 8% des EURO-weiten Bargeldumlaufs zugerechnet werden. (Das soll irgendwas mit Gerechtigkeit zu tun haben.) D.h. Draghi konnte garnicht wissen (hihi), daß eine Zentralbank auch EURO-Geldscheine emittieren kann, die sie - das ist ja hier das Thema - nicht besichern muß. Das heißt nun aber, daß die TARGET-Forderungen z.B. der Bundesbank tatsächlich Forderungen (auf Bargeld) sind, deren Glattstellung die italienische Zentralbank ohne weiteres durch die Versendung der entsprechenden Menge an Geldscheinen bewirken kann. Da im ESZB-System die Bargeldemission ein nachfragegesteuerter Prozeß ist, hätte Draghi mit der Aufforderung &quot;Bitte Zahlen!&quot; die Nachfrage in die Welt gesetzt und der Bargeldtransporter wäre umgehend losgefahren. Das ist zwar sinnlos aber formal korrekt! (Sowas kennt man in Deutschland!) 

Übrigens: das Gedankenexperiment mit der (fast) kostenlos betriebenen Goldmine gefällt mir.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/systemfrage-kapitalismus-verderben-oder-chance/#comment-179124">Christian Anders</a>.</p>
<p>@Christian Anders</p>
<p>Damit Sie das mit dem Bargeld und den Reserven nicht einfach glauben müssen, hier mal ein Beispiel, wo Sie ohne diese Differenzierung nie auf einen grünen Zweig kommen. Wenn Sie in der TARGET-Debatte nur Zentralbankgeld kennen, werden Sie die Drohung von Draghi, bei einem EURO-Austritt müsse der TARGET-Saldo glattgestellt werden deswegen ernstnehmen, weil sie sofort an das Kollateral für das emittierte Zentralbankgeld denken werden. Das immer wieder vorgetragene Argument lautete ja, daß für den &#8220;Kredit&#8221;, den die italienische Zentralbank ja erhalten habe, Sicherheiten an die Länder mit TARGET-Forderungen übertragen werden müßten, wobei dann schon die Spekulationen losgingen, was das nun sein könnte: von Gold bis italienische Inseln war alles dabei. Da man auch als Zentralbank nicht einfach Kollateral herausgeben kann wäre die Geschichte so gelaufen, daß praktisch die Aktiva der Zentralbank geplündert worden wären &#8211; natürlich nicht die Aktiva, die Forderungen gegen Italiener sind. Man braucht nicht lange darüber nachzudenken, daß danach die italienische Zentralbank hoffnungslos unterkapitalisiert wäre.</p>
<p>Nun saß ja Draghi in der EZB, wobei ja bekannt sein sollte, daß die EZB NICHT mit Bargeld hantiert, obwohl ihr rein rechnerisch 8% des EURO-weiten Bargeldumlaufs zugerechnet werden. (Das soll irgendwas mit Gerechtigkeit zu tun haben.) D.h. Draghi konnte garnicht wissen (hihi), daß eine Zentralbank auch EURO-Geldscheine emittieren kann, die sie &#8211; das ist ja hier das Thema &#8211; nicht besichern muß. Das heißt nun aber, daß die TARGET-Forderungen z.B. der Bundesbank tatsächlich Forderungen (auf Bargeld) sind, deren Glattstellung die italienische Zentralbank ohne weiteres durch die Versendung der entsprechenden Menge an Geldscheinen bewirken kann. Da im ESZB-System die Bargeldemission ein nachfragegesteuerter Prozeß ist, hätte Draghi mit der Aufforderung &#8220;Bitte Zahlen!&#8221; die Nachfrage in die Welt gesetzt und der Bargeldtransporter wäre umgehend losgefahren. Das ist zwar sinnlos aber formal korrekt! (Sowas kennt man in Deutschland!) </p>
<p>Übrigens: das Gedankenexperiment mit der (fast) kostenlos betriebenen Goldmine gefällt mir.</p>
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