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	Kommentare zu: „Germany’s Choice: Shaper or Bystander?“	</title>
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	<description>Daniel Stelter ist die unabhängige Stimme zur Finanzkrise</description>
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		<title>
		Von: Daniel Stelter		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/germanys-choice-shaper-or-bystander/#comment-11962</link>

		<dc:creator><![CDATA[Daniel Stelter]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Apr 2015 10:10:10 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/germanys-choice-shaper-or-bystander/#comment-11937&quot;&gt;Philipp H.&lt;/a&gt;.

Lieber Herr H.,

Ihre Überlegungen sind genau richtig. Ich denke, man muss das Kreditwachstum überwachen und eine Begrenzung einführen ähnlich wie bei Staaten . Max. 60 % vom BIP (und dann auch einhalten ... auch bei Staaten). Dies bedeutet, dass man bei zu schnellem Kreditwachstum die Eigenkapitalanforderungen erhöhen muss, um Geld zu verknappen ‒ sowohl für den Schuldner wie auch für die Bank. 
Mit Blick auf die existierenden Schulden wäre das Pooling letztlich nichts anderes als eine Bankenrekapitalisierung, die diesen erlaubt ‒ und auch zwingend damit verbunden sein müsste ‒ die Kredite abzuschreiben und den Endschuldner zu entlasten ...

LG

DSt]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/germanys-choice-shaper-or-bystander/#comment-11937">Philipp H.</a>.</p>
<p>Lieber Herr H.,</p>
<p>Ihre Überlegungen sind genau richtig. Ich denke, man muss das Kreditwachstum überwachen und eine Begrenzung einführen ähnlich wie bei Staaten . Max. 60 % vom BIP (und dann auch einhalten &#8230; auch bei Staaten). Dies bedeutet, dass man bei zu schnellem Kreditwachstum die Eigenkapitalanforderungen erhöhen muss, um Geld zu verknappen ‒ sowohl für den Schuldner wie auch für die Bank.<br />
Mit Blick auf die existierenden Schulden wäre das Pooling letztlich nichts anderes als eine Bankenrekapitalisierung, die diesen erlaubt ‒ und auch zwingend damit verbunden sein müsste ‒ die Kredite abzuschreiben und den Endschuldner zu entlasten &#8230;</p>
<p>LG</p>
<p>DSt</p>
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		<title>
		Von: Philipp H.		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/germanys-choice-shaper-or-bystander/#comment-11937</link>

		<dc:creator><![CDATA[Philipp H.]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Apr 2015 06:48:31 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Sehr geehrter Herr Stelter,

ich stimme Ihren klaren und gut formulierten Thesen zu. Sicher noch zu diskutieren, welche Grenzen es für eine gemeinsame Verschuldung geben soll (60% GDP??), aber das sind Details.

Eine grundsätzliche Frage hätte ich aber noch: Was soll man tun in Sachen privater Verschuldung? Damit sind ja sowohl die Privathaushalte als auch die Firmen des privaten Sektors gemeint. Hier ist ja die Idee eines &quot;Pools&quot;, der per Eurobonds amortisiert wird, wenig praktikabel (wenn ich mich nicht irre). Ich denke an folgende Ansätze:

- Steuerliche (Fehl-)Anreize überprüfen. Die Leverage privater Firmen sollte gesenkt werden, insbesondere wenn es um unproduktive Kredite geht. Aber wir das in der Praxis erreichen? 
- Möglichkeiten für Privathaushalte zur Umschuldung verbessern (Vorbild USA, wo es ja möglich ist, seine &quot;mortgages&quot; je nach Marktsituation sehr schnell umzufinanzieren)
- Europaweit konsequent Möglichkeiten der Privatinsolvenz schaffen
- Anreize zur Verschuldung der Privathaushalte senken (siehe Niederlande, wo das wohl bereits geschehen ist; oder die Schweiz, wo es nach wie vor steuerlich opportun ist, verschuldet zu bleiben)

Was denken Sie? Gibt es weitere Ideen?

Beste Grüsse,

Philipp H.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr geehrter Herr Stelter,</p>
<p>ich stimme Ihren klaren und gut formulierten Thesen zu. Sicher noch zu diskutieren, welche Grenzen es für eine gemeinsame Verschuldung geben soll (60% GDP??), aber das sind Details.</p>
<p>Eine grundsätzliche Frage hätte ich aber noch: Was soll man tun in Sachen privater Verschuldung? Damit sind ja sowohl die Privathaushalte als auch die Firmen des privaten Sektors gemeint. Hier ist ja die Idee eines &#8220;Pools&#8221;, der per Eurobonds amortisiert wird, wenig praktikabel (wenn ich mich nicht irre). Ich denke an folgende Ansätze:</p>
<p>&#8211; Steuerliche (Fehl-)Anreize überprüfen. Die Leverage privater Firmen sollte gesenkt werden, insbesondere wenn es um unproduktive Kredite geht. Aber wir das in der Praxis erreichen?<br />
&#8211; Möglichkeiten für Privathaushalte zur Umschuldung verbessern (Vorbild USA, wo es ja möglich ist, seine &#8220;mortgages&#8221; je nach Marktsituation sehr schnell umzufinanzieren)<br />
&#8211; Europaweit konsequent Möglichkeiten der Privatinsolvenz schaffen<br />
&#8211; Anreize zur Verschuldung der Privathaushalte senken (siehe Niederlande, wo das wohl bereits geschehen ist; oder die Schweiz, wo es nach wie vor steuerlich opportun ist, verschuldet zu bleiben)</p>
<p>Was denken Sie? Gibt es weitere Ideen?</p>
<p>Beste Grüsse,</p>
<p>Philipp H.</p>
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