Zukunft wird aus Mut gemacht

Die Hausaufgabenliste für die künftige Bundesregierung

Die Vision einer neuen Politik steht im Zentrum dieser 61. Ausgabe von „beyond the obvious – der Ökonomie-Podcast mit Dr. Daniel Stelter“. In seinem neuen Buch beantwortet der Makroökonom die entscheidenden Zukunftsfragen und nimmt die künftige Bundesregierung mit konkreten Aufgabenstellungen in die Pflicht.
Welche Weichen müssen jetzt gestellt werden, um den Wohlstand der kommenden Generationen zu sichern? Wie kann Deutschland intelligenter gemanagt werden? Warum müssen wir den Klimaschutz neu denken? Wie kann die Infrastruktur radikal erneuert werden? Wie muss ein neuer Bildungspakt aussehen? Wie können mehr Menschen ein Vermögen aufbauen?
Antworten darauf gibt Daniel Stelter in seinem neuen Buch “Ein Traum von einem Land: Deutschland 2040”. Die wichtigsten Punkte skizziert er in einem Gespräch in diesem Podcast.

Informationen zum Nachlesen finden Sie im Blog auf think-beyondtheobvious.com. Fragen und Rückmeldungen zu diesem Podcast schicken Sie per E-Mail an podcast@think-bto.com.

… oder hören Sie diesen Beitrag über Ihre eigene Player-App:

Kommentare (48) HINWEIS: DIE KOMMENTARE MEINER LESERINNEN UND LESER WIDERSPIEGELN NICHT ZWANGSLÄUFIG DIE MEINUNG VON BTO.
  1. David B.
    David B. sagte:

    Sehr geehrter Herr Dr. Stelter,
    Zuallererst vielen Dank für den informativen Podcast.
    Sie scheinen an vielen Punkten nicht mit dem Wirtschaftsunterricht an Schulen einverstanden zu sein. Wie sähe denn ihr angestrebter Bildungsplan aus?
    Mit freundlichen Grüßen
    David B

    Antworten
  2. Tilo Kronfeldt
    Tilo Kronfeldt sagte:

    Sehr geehrter Dr. Stelter,
    ich danke Ihnen herzlich für diesen erfrischenden und optimistischen Podcast, den ich leider erst heute gehört habe.
    Mich hat Ihre Ideenvielfalt für die ansonsten scheinbare Alternativlosigkeit der europäischen Schuldenpolitik und den Umgang mit der alternden Bevölkerung schwer beeindruckt. Es stellt sich die Frage, wie man solche Gedanken in die Köpfe der handelnden Politiker bekommt. Das Format als Interview hat mir sehr gut gefallen.

    Weiter so!
    Tilo Kronfeldt

    Antworten
  3. Florian B.
    Florian B. sagte:

    Sehr geehrter Herr Stelter,
    Ich habe die Idee eines Staats-/ Rentenfonds vor ca. 3 Jahren im Zuge einer privaten Feier mit einem Vorstandsmitglied der dt. Rentenversicherung kurz angesprochen. Er hat das Konzept aus Gründen europäischen Wettbewerbsrechts abgeräumt. Deutschland würde schlicht zu viel Marktmacht erzeugen, weshalb es bereits mehrere Gutachten dazu gäbe, die das untersuchen und verwerfen.

    Meine Frage deshalb, kennen Sie entsprechende Gutachten, halten sie dieses Argument überhaupt für stichhaltig und wie könnte man die vorgebrachten Probleme lösen.

    Für eine Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar.
    Florian B.

    Antworten
  4. Mohnburg
    Mohnburg sagte:

    Sehr geehrter Herr Dr. Stelter, ich wünsche Ihnen viel Erfolg für das neue Buch und dass es über die Fangemeinde hinaus viele Schichten erreicht.

    Das große Problem der westlichen Massendemokratien ist leider zunehmend, dass auf kurzfristige Wählerstimmenmaximierung ausgerichtete Politiker nur noch darüber nachdenken, wie sie das Geld anderer Leute gewinnbringend an ihre Wählergruppen verteilen können. Das hat das gesamte Wirtschaftssystem vergiftet. Im Unterschied zu einer auf Wettbewerb basierenden Marktwirtschaft hängt der unternehmerische Erfolg in einer Günstlingswirtschaft (crony capitalism) nicht von klugen unternehmerischen Analysen und Entscheidungen ab, sondern vor allem von der Fähigkeit, sich die Macht der Regierung oder ihrer Zentralbank zunutze zu machen.

    Antworten
  5. Highway
    Highway sagte:

    in der Tat Ansätze die für mich als “Mittelständler” auch Lösungsansätze zeigen die wir verfolgen sollten und in die politische Diskussion einbringen müssen.
    Leider finde ich im politischen Angebot nichts wählbares was nur ansatzweise in eine andere
    Richtung denkt. Diese Defizite von “Finanzhaushalten” erstreckt sich bis in die kleinste
    kommunale Verwaltung und überlagert unsere seitherige Denkweise.
    ich sehe das größte Problem die Umsetzung über ein politisches Mandat und Mehrheiten zu schaffen.

    Antworten
  6. Jakob Luttermann
    Jakob Luttermann sagte:

    Ein mutmachender Beitrag. Mir ist unverständlich, weshalb Sie im Freundes- und Bekanntenkreis als Pessimist gelten. In jedem Ihrer Bücher geben Sie der Politik wertvolle Anregungen, wie ein Zusammenbruch noch verhindert werden könnte. Damit positionieren Sie sich deutlich kreativer, pragmatischer und frischer als die Propheten der österreichischen Schule.
    Allerdings: was tun, wenn – wieder einmal – die Regierenden aus Angst vor der Wahrheit nichts oder das Falsche machen?
    Vielleicht sind Ihre persönlichen Antworten auf diese Fragen im Freundeskreis genau diejenigen, die zur Einschätzung dort führen?
    In jedem Fall:
    Vielen Dank für diesen interessanten Beitrag. Lassen Sie sich nicht entmutigen und machen Sie weiter so!

    Antworten
    • Dietmar Tischer
      Dietmar Tischer sagte:

      @ Jakob Luttermann

      >… was tun, wenn – wieder einmal – die Regierenden aus Angst vor der Wahrheit nichts oder das Falsche machen?>

      Wissen Sie überhaupt, WAS Wahrheit im KONTEXT gesellschaftlichen Handelns ist?

      Selbst WENN es sie gäbe, warum sollten die Regierenden IHR entsprechend handeln (müssen)?

      Sie HABEN wie so viele ein PROBLEM, nämlich folgendes:

      Die Gesellschaft entwickelt sich NICHT so, wie Sie es – BEGRÜNDET, unterstelle ich einmal zu Ihren Gunsten – für WÜNSCHENSWERT halten.

      Da das, was Sie für wünschenswert halten, die WAHRHEIT ist, muss etwas der Wahrheit zuwiderlaufen.

      Was?

      Die Politik hat Angst, die Menschen sind Ignoranten, egoistische Eliten beherrschen das Land etc., etc.

      Das ist, mit Verlaub, Unsinn und leider auch eine IRREFÜHRENDER.

      Die Gesellschaft hat mit Bezug auf ihr materielles Potenzial – wir sind alle nicht am Verhungern –, OPTIONEN.

      Sie entscheidet darüber.

      Da kommen WAHR und FALSCH nicht einmal ansatzweise vor.

      WO diese Attribute vorkommen:

      Die KONSEQUENZEN dieser oder jener wahrgenommenen Option sind diese oder jene.

      Darüber kann und MUSS man diskutieren.

      Denn:

      Was wir als Konsequenzen ERKENNEN können, IST wahre oder falsche Erkenntnis.

      Zum hier behandelten Thema:

      Wenn wir wie in der Vergangenheit zu VIEL konsumieren und zu WENIG investieren in Deutschland, wird der Wohlstand sinken.

      Es ist KONSENS unter sich damit ernsthaft beschäftigenden Menschen, dass dies der Falls sein würde, als als WAHR anzusehen ist.

      Antworten
      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Herr Tischer

        “Die Gesellschaft entwickelt sich NICHT so, wie Sie es – BEGRÜNDET, unterstelle ich einmal zu Ihren Gunsten – für WÜNSCHENSWERT halten.”

        Sie tun doch genau das gleiche. Nur dass Ihre argumentative Krücke nicht “Wahrheit” heißt, sondern Sie für Sie nicht wünschenswerte Veränderungen stest als gesellschaftlich “destabilisierend” ablehnen.

        “Die Politik hat Angst, die Menschen sind Ignoranten, egoistische Eliten beherrschen das Land etc., etc. Das ist, mit Verlaub, Unsinn und leider auch eine IRREFÜHRENDER. ”

        Wieso Unsinn? Stimmt doch alles. Wobei ich hinzufügen würde, dass die Politiker vor allen Dingen selbstgerecht, abgehoben und korrupt sind und ansonsten die Ängste der Wähler in maximal risikoaverse Politik umsetzen.

      • foxxly
        foxxly sagte:

        @ tischer 01:09
        >>Wenn wir wie in der Vergangenheit zu VIEL konsumieren und zu WENIG investieren in Deutschland, wird der Wohlstand sinken.<<

        es wurde in der vergangenheit zuviel investiert, -vielleicht nicht immer in notwenigen bereichen,- durch niedrigen zinsen. damit ist eine überproduktion entstanden. die löhne sind bei weitem nicht entsprechend mit gewachsen.
        so entstand eine beachtliche asymetrie zwischen angebot und nachfrage.

        das sollte ihnen nicht entgangen sein.
        insofern sind sie ganz kräftig manipulativ unterwegs!
        glaubwürdig ist etwas anderes!

      • Christian Anders
        Christian Anders sagte:

        @R. Ott
        “die Ängste der Wähler in maximal risikoaverse Politik umsetzen.”

        Klingt nach Demokratie. Ist doch genau das, was wir alle wollen? Oder?
        Wir würden doch alle risikofreudigere Politiker wählen, wenn wir es gerne anders hätten?

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Richard Ott

        >Sie tun doch genau das gleiche. Nur dass Ihre argumentative Krücke nicht „Wahrheit“ heißt, sondern Sie für Sie nicht wünschenswerte Veränderungen stest als gesellschaftlich „destabilisierend“ ablehnen.>

        Sie verstehen mich BEWUSST falsch (was auch als Lob an Ihre Intelligenz zu verstehen ist).

        Ich sage, dass die Menschen KEINE gesellschaftliche Destabilisierung wollen und die Regierung auch keine.

        Ich sage weiter, dass ich dies NACHVOLLZIEHEN kann, weil Instabilität für sie – die MENSCHEN – mit einem Desaster verbunden sein würde.

        Das erahnen oder wissen sie – und wollen es daher nicht.

        >„Die Politik hat Angst, die Menschen sind Ignoranten, egoistische Eliten beherrschen das Land etc., etc. Das ist, mit Verlaub, Unsinn und leider auch eine IRREFÜHRENDER.“
        Wieso Unsinn? Stimmt doch alles.>

        Das gibt es natürlich in gewissen Ausprägungen.

        Ich habe jedenfalls nie gesagt, dass es eine völlig UNBEINFLUSSTE Identität des Wollens gibt, in der Form von:

        Die Mehrheit will X, ergo will die Regierung X.

        Die Regierung wird BEAUFTRAGT unter starker Beachtung von X und – soweit erforderlich – auch von Y, Z etc. einen Interessenausgleich herbeizuführen, der Stabilität gewährleistet.

        Der Unsinn besteht in der Auffassung, dass die Politik so ist, wie sie ist, WEIL die Politiker ANGST vor der WAHRHEIT haben.

        Natürlich haben auch Politiker Angst, weil auch Sie Menschen sind.

        Warum die Politik so ist, wie sie ist, hat aber ganz andere Gründe.

      • Grafschaft
        Grafschaft sagte:

        Verehrter Herr Tischer, Sie sind ja ein emsiger Kommentator, aber was soll eigentlich dieser ständige Wechsel in GROSSBUCHSTABEN?! Das ist anstrengend und stört den Lesefluss – oder sprechen Sie auch abwechselnd LAUT und leise? Wenn Sie schon zu jedem Thema ein Ko-Referat verfassen, folgen Sie doch bitte den üblichen Foren-Usancen. Herzlichen Dank.

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Grafschaft

        Es ist leider eine Marotte.

        Sie ist mir zuweilen selbst peinlich, aber ich erkläre sie mir dann damit:

        Schreiben in GROSSBUCHSTABEN soll den Lesefluss STÖREN und zum Nachdenken anregen, weil ich immer wieder falsch verstanden werde.

        >… sprechen Sie auch abwechselnd LAUT und leise?>

        Nein.

        Aber INTENSIVER und weniger intensiv.

        Mein Vorschlag, weil ich vermute, dass ich mich in meinem Alter nicht mehr groß bessern kann:

        Lesen Sie meine Beiträge nicht oder nur dann, wenn Sie die Großschreibung ertragen können.

        Sorry, dass ich auf Ihre kultiviert vorgebrachte Bitte nicht entgegenkommender antworten kann.

  7. Dietmar Tischer
    Dietmar Tischer sagte:

    Gut, dass das Frage-Antwort-Spiel gedreht wurde.

    Schön, dass unprätentiös gefragt und geantwortet wird.

    Die Analyse, warum die Dinge so sind, wie sie sind: makellos

    Der Grund, warum sie nicht zu ändern sein werden, wird lediglich zwischen den Zeilen deutlich, wo er doch so offensichtlich ist:

    Wir haben uns zwar BELOGEN, aber das Lügen hat FUNKTIONIERT.

    Auf Basis einer hohen Wettbewerbsfähigkeit und Wertschöpfung funktioniert es bis heute mit dem alles DOMINIERENNDEN Mechanismus:

    Umfassend eingreifende UMVERTEILUNG.

    Damit wurde immer mehr der Staat BEAUFTRAGT.

    Er hat geradezu einen Monopolauftrag dafür erhalten.

    Die Zunahme der expliziten und vor allem impliziten Staatsschuldenlast belegt, dass er ihn WAHRNIMMT und WIE er es tut.

    Damit sind wir beim Problem:

    Wir haben diesen MECHANISMUS der Umverteilung über Jahrzehnte so SEHR VERINNERLICHT, dass wir ihm gesellschaftlich GEWOLLT nicht mehr ENTKOMMEN können.

    Man kann das u. a. festmachen an der nicht einmal ansatzweise zu bezweifelnden, hier auch vorgebrachten Forderung, dass privatwirtschaftlich MEHR investiert werden müsse.

    Jegliche REGULIERUNG, die darauf abzielte, die Investitionen hierzulande gegenüber denen in den Wachstumsmärkten in Asien und anderswo ATTRAKTIVER zu machen, ist zum SCHEITERN verurteilt.

    Denn es zu tun, hieße:

    Umverteilung zu GUNSTEN des KAPITALS bzw. der VERMÖGENDEN.

    Insofern:

    AUSSICHTSLOS.

    Bleibt eine große Thematik, die m. A. n. das Szenario FUNDAMENTAL ändert.

    Ich meine die ENERGIEWENDE.

    Der neue Bundestag und die neue Regierung werden das Thema VORANTREIBEN.

    Anders als bei der Regierung Schröder/Fischer wird dieses Mal der grüne Kellner sagen, WAS gekocht wird.

    Die schwarze Küche wird sich dem weitgehend fügen in der Erwartung, dass damit genügend Gäste ins Restaurant zu locken sind.

    Die spannende Frage ist, wie vielen Menschen die servierten Gerichte schmecken.

    Sollte das nicht hinreichend der Fall sein, ist vieles offen.

    Schwer zu sagen, was dann erfolgt.

    Kein Wissen, sondern nur eine Einschätzung:

    Die LÜGEN werden sich ÄNDERN und die Vision wird weiterhin auf der Strecke bleiben.

    Antworten
    • Bauer
      Bauer sagte:

      @ D. Tischer

      Sie mögen ja recht haben. Aber es ist eine Umkehrung aller bisherigen Erfahrungen.

      Bisher war Sozialismus, in letzter Ausprägung Kommunismus, ein Anliegen der descamisados. Jetzt soll er wohl von oben her oktroyiert werden. Prost Mahlzeit!

      Antworten
      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Bauer

        > … von oben oktroyiert werden.>

        Ob als Sozialismus oder interventionistischer Zentralismus zu bezeichnen, sei einmal dahingestellt:

        Was erfolgt, ist MEHRHEITLICH mehr oder weniger GEWOLLT und wird DAHER von OBEN auf Basis von LEGITIMATION durchgeführt (was nicht heißt, dass alles RECHTLICH erlaubt ist).

        Denn in einer Demokratie wie unserer ist es NICHT möglich, dass die Regierungen in einem Umfang und in einer Konsequenz Maßnahmen wie bei der Energiewende ERZWINGEN kann, wenn die Mehrheit der Bevölkerung NICHT zustimmt.

        Es ist EINDEUTIG der Fall, dass bisher die mehrheitliche Zustimmung zumindest implizit vorliegt.

        Oktroyiert ist somit falsch.

        Unklar ist hingegen, wie diese Politik von uns allen – ALLE sind Betroffene – ERFAHREN und mehrheitlich BEWERTET wird.

        Das kann von dauerhaft zustimmend bis missmutig oder abwehrend sein.

        NICHT die BEGRÜNDUNG für eine Energiewende, sondern ihre UMSETZUNG ist die große Unbekannte in zweierlei Hinsicht:

        a) Zu welcher gesellschaftlichen FUNKTIONALITÄT führt die offensichtliche LÜGE – Klimaneutralität bis 2050 erreichen zu können –, der man sich mit der Umsetzung der Energiewende unterwirft?

        Ich setze ein dickes Fragezeichen an ein „Funktioniert mehr oder weniger konfliktfrei“.

        und

        b) WER sind die Schuldigen, wenn es NICHT funktioniert?

        Ich glaube nicht daran, dass die Menschen sich eingestehen werden, dass SIE es waren, die das GEWOLLT haben, was zu den Ergebnissen geführt hat, die sie ertragen müssen.

        Ich kann mich täuschen.

        Wenn so, wäre es meines Wissens das erste Mal in der Geschichte, dass sie es sich eingestehen würden.

      • Bauer
        Bauer sagte:

        @ D. Tischer

        >> “Es ist EINDEUTIG der Fall, dass bisher die mehrheitliche Zustimmung zumindest implizit vorliegt.”

        Da habe ich Probleme, weil aus meiner Sicht die Energiewende, die Klimaneutralität und die COVID-Krise aufgesetzte Themen sind, denen die solide technische Begründung fehlt, bzw. die verordneten Maßnahmen glatt danebenliegen und das vorgebliche Ziel verfehlen (werden).

        Und von wegen Sozialismus und “oktroyiert”, ob das die osteuropäischen Länder 1945 so gewollt haben, als sie hinter dem eisernen Vorhang verschwanden? Ich bin da anderer Meinung. Eine demokratische Rechtfertigung ist in allen diesen Fällen, damals wie heute, wohlfeil und schnell über alle Köpfe hinweg konstruiert.

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Bauer

        >… die solide technische Begründung fehlt…>

        JA, wenn sie damit eine kalkulierbare, gelingende Umsetzung meinen.

        Nur darauf kommt es NICHT an bei der MEHRHEIT, den MEDIEN und der POLITIK.

        Es genügt ein KONSENS des „Wollen wir“ mit dem dahinter fehlgeleiteten „Müssen wir“ der Wissenschaft.

        Denken Sie an den Podcast mit den Darlegungen, dass die installierte NENNLEISTUNG mit erneuerbaren Energien NICHT realisiert werden kann.

        Wen interessiert es?

        NIEMANDEN.

        Erst wenn die Konsequenten SPÜRBAR werden, interessiert es.

        Was die Oktroyierung des Sozialismus in den osteuropäischen Ländern betrifft, haben Sie völlig Recht.

        Sie war bedingt durch eine Situation nach WKII, die wir heute so NICHT haben.

        Daher kann sie argumentativ auch nicht ins Feld geführt werden.

      • foxxly
        foxxly sagte:

        @ tischer 23:14
        >>Was die Oktroyierung des Sozialismus in den osteuropäischen Ländern betrifft, haben Sie völlig Recht.<<

        der vollständigkeit halber, sollten sie auch erwähnen, dass uns auch der kapitalismus auf oktryiert wurde. oder haben wir eine andere wahl? nein!

        dies gilt auch für viele andere bereiche,
        wie jetzt zb. der indirekte impfzwang und lockdownmaßnahmen. eine plandemie, welche auf vielfach falsche PCR-Zahlen beruht

      • Bauer
        Bauer sagte:

        @ foxxly (heute 09:02)

        Lassen Sie’s gut sein. Herr Tischer argumentiert STAATSTRAGEND. Dagegen kommen Sie nicht an.

      • Bauer
        Bauer sagte:

        @ D. Tischer

        Sie schrieben: “Sie war bedingt durch eine Situation nach WKII, die wir heute so NICHT haben.”

        Ich muss Sie ergänzen: “Sie war bedingt durch eine Situation nach WKII, die wir heute so NOCH NICHT haben.”

        Daher kann sie VORBEUGEND argumentativ auch ins Feld geführt werden.

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Bauer

        > Herr Tischer argumentiert STAATSTRAGEND.>

        FALSCH.

        Ich argumentiere mit Blick auf das, was IST.

        Der Bezug ist demnach EMPIRISCH.

        Wenn die Gesellschaft ist wie sie ist und will, was sie will, dann IST das so.

        Ich habe KEINE Probleme damit, wenn sie etwas ANDERES will.

        Oder haben Sie auch nur einmal eine auf MICH bezogene PRÄFERENZ gehört?

        Das haben Sie nicht, weil ich keine äußere.

        Ich verweise lediglich auf die PRÄFERENZEN der Mehrheit.

        Kurzum:

        Was Sie staatstragend nennen, ist AKZEPTANZ der Realität nicht in einem moralischen, sie gut heißendem Sinn, sondern als DAS IST.

        Und diese Realität ist nun eben NICHT auf REVOLUTION ausgerichtet – in welche Richtung auch immer -, sondern auf ein WEITER SO.

        >„Sie war bedingt durch eine Situation nach WKII, die wir heute so NOCH NICHT haben.“>

        Ihr „NOCH NICHT“ ist REINE Spekulation.

        Wenn Sie befürchten, dass wir uns dahin bewegen und es nicht gutheißen, dann argumentieren Sie VORBEUGEND dagegen – ABER nicht mit einem NOCH NICHT.

        Sondern:

        Die MECHANISMEN deutend darauf hin, dass diese oder jene oder vielleicht eine MEHRHEIT sich so oder so orientiert.

        Das sollte unterbunden werden, weil es zu Sozialismus oder sonst etwas nicht Wünschenswertem führt.

        Das IST Argumentieren.

        Oktroyierung durch die Regierung ist FLUCHT vor der desillusionierenden Realität.

        Ich verstehe NICHT, warum man Realität NICHT anerkennen kann, auch wenn man sie als verwerflich oder sich verwerflich entwickelnd ansieht.

        Anerkennen der Realität heißt doch NICHT: sie gutheißen.

      • foxxly
        foxxly sagte:

        @ tischer 14:00
        >>Ich argumentiere mit Blick auf das, was IST.

        Ich verstehe NICHT, warum man Realität NICHT anerkennen kann, auch wenn man sie als verwerflich oder sich verwerflich entwickelnd ansieht. <<

        herr tischer, wenn das ihre realität ist, wie ich im beitrag von 08:52, ihnen entgegen halte,
        dann haben sie einen starken knick in ihren pupillen.

        und mit dieser "geknickter realität" ihrerseits, wollen sie mich und andere hier, aufklären, belehren, verbessern etc. ??

        ich schrieb bereits: sie ganz kräftig "manipulativ" unterwegs! (um es höflich auszudrücken!)

      • Christian Anders
        Christian Anders sagte:

        @foxxly

        Sie so: “die löhne sind bei weitem nicht entsprechend mit gewachsen.”

        Herr Tischer dauernd so: “Es mangelt an Nachfrage”

        Was meinen Sie eigentlich, wo kaufkräftige Nachfrage her kommt? Klar fehlt irgendwann Nachfrage, wenn die Kapazitäten stärker steigen als ihre Auslastungsmöglichkeiten.

        “Überkapazitäten” und “fehlende Nachfrage” haben ein tautologisches Verhältnis, die definieren sich gegenseitig. Wenn man nicht sagen kann, WARUM sich beide nicht im Gleichschritt entwickelt haben, kommt man auf dem Weg der Erkenntnis keinen Schritt vorwärts.

      • foxxly
        foxxly sagte:

        @ ch anders 14:37

        >>Überkapazitäten“ und „fehlende Nachfrage“ haben ein tautologisches Verhältnis, die definieren sich gegenseitig. Wenn man nicht sagen kann, WARUM sich beide nicht im Gleichschritt entwickelt haben, kommt man auf dem Weg der Erkenntnis keinen Schritt vorwärts.<<

        ich dachte, ich muss mich nicht ständig wiederholen, – scheinbar doch?

        wenn der konsument soviel geld zu verfügung hätte, wie angebot da ist, dann wäre angebot und nachfrage auch geldlich in etwa ausgelichen.

        dies ist aber unmöglich, weil der konsument letztlich alle kosten des produktes einschließlich gewinn, bezahlen muss. es wäre nur möglich, wenn auf zinskosten und gewinne verzichtet würde und diesen anteil der konsument bekommen würde.

        …… dann würde niemand mehr inverstieren können.
        da die zinskosten im produkt systemisch immer mehr werden, wird die konsum-möglichkeit auch systemisch weniger!

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ foxxly

        WER will SIE denn belehren.

        Wenn Sie überhaupt zu belehren sind, dann schaffen das nur Sie selbst.

        Ich spiele jetzt nur mal den Helfer.

        Sie sagen:

        >… da die zinskosten im produkt systemisch immer mehr werden, wird die konsum-möglichkeit auch systemisch weniger!>

        Die Zinsen bleiben doch nicht im Produkt, sondern werden ausbezahlt an die Banken, die mit einem Teil ihre Mitarbeiter bezahlt, auch externe Dienstleister, die Kreditkarten herstellen, Geldautomaten ausfüllen etc. etc. und einen Teil schreiben sie auch der Kundschaft gut.

        Kurzum:

        Die Zinsen landen IMMER bei Menschen, die konsumieren könnten.

        Die Konsum-MÖGLICHKEITEN werden demnach nicht weniger.

        Die Erklärung ist eine andere als Ihre.

        Einig Menschen, die – auf welche Weise auch immer – Zinsen erhalten,
        WOLLEN damit NICHT nachfragen.

        Denken Sie nach, WARUM das falsch sein soll, bevor Sie wieder eine Antwort raushauen, dass es falsch ist.

      • foxxly
        foxxly sagte:

        @ tischer 17:27
        >>… da die zinskosten im produkt systemisch immer mehr werden, wird die konsum-möglichkeit auch systemisch weniger!>

        Die Zinsen bleiben doch nicht im Produkt, sondern werden ausbezahlt an die Banken, die mit einem Teil ihre Mitarbeiter bezahlt, auch externe Dienstleister, die Kreditkarten herstellen, Geldautomaten ausfüllen etc. etc. und einen Teil schreiben sie auch der Kundschaft gut.<<

        herr tischer, sie haben mich sehr gut verstanden!
        aber für sie nochmal eine nachhilfe:

        wenn man von zinsen in den produkten bzw. produktkosten spricht, dann können es nur die kreditzinsen sein, welcher jeder hersteller, vorlieferant, vermittler usw. entsprechend weitergibt. also eine ganz normale voll-kostenrechnung.

        es schließt sich von selbst aus von guthabenzinsen in diesen zusammenhang hinein zu interpretieren,- so wie sie dies gemacht haben.

      • Christian Anders
        Christian Anders sagte:

        @foxxly @DT

        @foxxly

        Es fehlt Ihren Ausführungen und Gedanken an logischer Schlüssigkeit – Sie verweigern sich dem aber konsequent.

        1.) Zinszahlungen werden dem Geldkreislauf nicht entzogen. Sie vernichten also keine Konsummöglichkeiten, sondern verlagern sie von einem Ort an einen anderen – z. B. in die Tasche von Bankangestellten. De facto Kaufkraft vernichten tuen Insolvenzen. Ausgerechnet der von Ihnen geschmähte Zins bügelt solches glatt.

        2.) Und dies geht auch @DT: Kaufkraft als in Menge an verfügbarem Zahlungsmittel zu messender Größe nimmt als Potential(!) ab durch Inflation, Insolvenzen, Steuern denen keine Staatsausgaben gegenüberstehen und physische Vernichtung von Bargeld. Ich kann anhand aller mir bekannten Zahlen nicht sehen, dass die Menge, also das reine Potential, abgenommen hat. Es ist aber verstärkt von den Konsum- an die Alagemärkte gewandert.
        Das heißt in erster analytischer Näherung, dass mehr Besitzer von Zahlungsmitteln keine zusätzlichen Konsumwünsche haben. Dummerweise können ohne genug Konsumwünsche die Geldanlagen auch nicht rentabel laufen…

        Aus 2.) folgere ich, dass eigentlich Geld von Anleger- auf die Seite derjenigen mit ungestillten Konsumwünschen müsste (oder: sollte?). Konkret: Umverteilung von oben nach unten (in plattem “linken” Duktus). Es haben zu viele konsumsatte Leute zu viel Zahlungsmittel akkumuliert und wissen nicht mehr, wohin damit. Das bläst den Finanzmarkt auf und macht nichts wirklich besser.

        Nun kann Umverteilung vieles sein. Auch Löhne sind eine Umverteilung, nämlich vom Umsatz nicht zum Unternehmergewinn, sondern zum Arbeitnehmereinkommen. Umverteilung muss nicht staatlich organisiert sein, wenn man sie so definiert. KANN-Regel!

      • foxxly
        foxxly sagte:

        @ anders 18:55

        ich gebe zu, der zins, war für experten missverständlich.
        aber im kontext erkennbar, das es sich nur um kreditzinsen handlen konnte!!

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Christian Anders

        Ja, da ist etwa „Schwund“, aber bei Inflation werden auch die Löhne und Gehälter erhöht – und früher meisten/jetzt manchmal mehr als die Inflation.

        Unterm Strich:

        >Es haben zu viele konsumsatte Leute zu viel Zahlungsmittel akkumuliert und wissen nicht mehr, wohin damit. Das bläst den Finanzmarkt auf und macht nichts wirklich besser.>

        So ist es.

        Und auch das:

        Einige konsumhungrige Leute haben zu wenige Zahlungsmittel (Hartz IV-Empfänger z. B. NACH Insolvenzen ohne Job), um mehr zu kaufen.

        Deshalb will M. Stöcker umverteilen.

        Würde ein ganz klein wenig helfen, aber mehr kaputt machen, als es hilft (Kapitalflucht z. B.).

        An der grundsätzlichen PROBLEMATIK, dass die kapitalistische Angebotskapazität größer als das Nachfragepotenzial ist, ändert das nichts.

      • Christian Anders
        Christian Anders sagte:

        @foxxly @DT

        @foxxly
        Ihr Argument trägt nicht. Auch ich rede über Kreditzinsen. Lesen Sie meinen Beitrag mit diesem Wissen und versuchen es nochmal.

        @DT
        „ An der grundsätzlichen PROBLEMATIK, dass die kapitalistische Angebotskapazität größer als das Nachfragepotenzial ist, ändert das nichts.“

        Ich nerve, aber Ich komme schon wieder mit Kaleckis Diktum „Die Unternehmen nehmen ein, was sie ausgeben“

        Das Ungleichgewicht zwischen Angebotskapazität und Nachfrage ist tatsächlich ein Verteilungsproblem. So lange nicht auch diejenigen mit dem niedrigsten Einkommen „satt“ sind, wird es das bleiben. Sofern man es als Bug sieht und nicht als Feature des Systems…

        Ich reite deshalb immer auf den Löhnen rum, weil der Arbeitsmarkt eben nicht aus sich heraus irgendwelche markträumenden Löhne erzeugt und so auf magische Weise das Gleichgewicht ausgerechnet am Maximum festlegt.

        Was hat das jetzt mit Kreditzinsen zu tun? Nun: Fast nichts!

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Christian Anders

        >Was hat das jetzt mit Kreditzinsen zu tun? Nun: Fast nichts!>
        Ich habe Kreditzinsen nicht ins Spiel gebracht und nur gesagt, dass die Zinsen für Nachfrage verfügbar sind, aber nicht hinreichend dafür eingesetzt werden.

        Kurzum:

        Ich sage nichts anderes als Sie, dass nämlich das Problem nicht wie foxxly meint bei den Kreditzinsen liegt, sondern bei der NACHFRAGE.
        Es sind aber zwei Aspekte nicht zu vermischen:

        a) HINREICHEND Geld für die Nachfrage, die das Produktionspotenzial auslastet, ist DA, wird aber NICHT eingesetzt.
        Das hat erst einmal NICHTS mit der Verteilung des Geldes zu tun.
        Es ist ein NICHT nachfragen wollen aufgrund von Sättigung, Demografie etc.

        b) Verteilung von Geld ist so UNGLEICHGEWICHTIG verteilt, dass nicht genügend Nachfrage erfolgt.

        Zu b) Kalecki aus:

        https://keynes-gesellschaft.de/the-general-theory-1936/mitentdeckung-weiterentwicklung-kalecki/

        >„Eines der zentralen Charakteristika des Kapitalismus ist jedoch, dass das, was für den einzelnen Unternehmer vorteilhaft ist, nicht notwendigerweise auch den Unternehmen als Klasse nützt. Senkt ein einzelner Unternehmer die Löhne, kann er seine Produktion ceteris paribus erhöhen. Sobald jedoch einmal alle Unternehmer dasselbe tun, wird sich daraus etwas gänzlich anderes ergeben.“ (Kalecki, 1935/1987, S.56)

        Eine generelle Lohnsenkung würde nämlich die Einkommen und den Konsum der Arbeitnehmer verringern, ohne dass dies durch eine Mehr-Nachfrage der Unternehmer und Vermögensbesitzer (Rentiers) kompensiert würde; denn das (von ihnen erwartete) Sinken der Preise würde die Renditeerwartungen der Unternehmer verringern und den Kostenvorteil wieder zunichte machen.>

        Man kann das variieren zu dem, was m. A. n. HEUTE a) ergänzt:

        Wenn die Unternehmen nicht mehr alle Arbeitskräfte benötigen, um die Kapazitäten auszulasten – was etwas anderes ist als Löhne senken –, dann ist das Arbeitseinkommen nicht mehr groß genug, die Produktion zu absorbieren.

        Die Renditeerwartungen würden sinken, wie der Kommentar unter dem Zitat richtig sagt und die Investitionen würden zurückgefahren bzw. nicht in einem Umfang erfolgen, der wieder mehr Beschäftigte binden würde.

        Das REALWIRTSCHAFTLICHE Problem ist eines auf BEIDEN Seiten:

        Auf der Nachfrageseite erstens nicht hinreichend nachfragen wollen und zweitens nicht hinreichend können.

        Auf der Angebotsseite wegen beider Probleme auf der Nachfrageseite nicht investieren wollen.

        Unterm Strich:

        INSGESAMT zu geringe Nachfrage.

      • foxxly
        foxxly sagte:

        @ ch anders 21:41

        ich habe dies schon ausreichend erklärt! es hat auch nicht primär mit den löhnen zu tun, sondern ist grundsätzlicher art!

        dass in einem produkt alle kosten drinn sind, einschl. der kreditzinsen sollte klar sein.
        die kreditzinsen in produkten haben mittlerweile eine höhe von 40 bis 80% der produktpreises erreicht. (systemisch bedingt steigt die zinslast)

        diese riesen summe geld fließt in dem finanzsektor( bank und investoren)

        das geld welches der konsument auf der seite der realwirtschaft hat, wird damit systemisch bedingt, in relation immer weniger.
        soviel lohn/geld, und sonstiges, bekommt der konsument nicht. (der ausgleich müsste etwa die höhe der zinskosten entsprechen)

        dies ist auch einer der wesentlichen gründe, warum die schere zwischen arm und reicht stetig weiter auseinander geht

      • Christian Anders
        Christian Anders sagte:

        @foxxly

        Falsche Dinge werden durch Wiederholen nicht richtig.

        Zinszahlungen auf Bankkredite fließen NICHT automatisch irgendwohin ab, wo dann keine realwirtschaftliche Nachfrage aus ihnen mehr generiert wird. Beweisen Sie, dass es anders ist!
        Sie tauchen als Löhne von Bankangestellten (=Nachfragepotential von Bankangestellten) oder als Risikoprämie gegen tatsächliche Zahlungsmittelvernichtung (also Insolvenz des Kreditnehmers) in den Kosten eines Endproduktes aus. So what?
        Durch Sie wird folglich KEIN Zahlungsmittel dem Geldkreislauf am Markt für Realien entzogen.
        Diese Argumentation widerspricht Ihrer Aussage auf logischer Ebene. Gehen Sie auf diese Argumentation ein, aber hören Sie auf, die immer selbe logisch nicht schlüssige Behauptung zu wiederholen.

        Es ist genau umgekehrt: Guthabenzinsen(!) entziehen dem Markt für Realien tatsächlich Kaufkraft. Sie fallen auf bereits ungenutztes Konsumpotential an (Sparen in Geld), vergrößern es und landen meist bei genau den Leuten, die weniger ausgeben als einnehmen, also Kaufkraft zurückhalten. Selbes gilt für Dividendenzahlungen auf Aktien, die z. B. sofort thesauriert werden. Dieses Geld fließt NICHT in Löhne für Angestellte, weder auf Seiten einer Bank (was Kreditzinsen hingegen täten), noch auf Seiten der Arbeitnehmer desjenigen Unternehmens, über dessen Aktien wir reden. So lange es sich um Bestandsaktien handelt, wohlgemerkt.

        Sie stellen diese Zusammenhänge auf den Kopf, weil Sie ein Weltbild verteidigen wollen. Nutzt aber nix: Falsch bleibt falsch und wird nicht richtig, wenn man es gebetsmühlenartig ins Blog kippt.

        Ich verleihe Ihnen aber gerne den goldenen ikkyu für völlige Erkenntnisresistenz. Bitte sehr!

      • Christian Anders
        Christian Anders sagte:

        @DT

        Mea culpa. Der letzte Satz ging wieder an foxxly, nicht an Sie. Es werden Dinge vermischt, die nichts miteinander zu tun haben. Das sollte er nochmal anzeigen.

        Mir ging es im Antwortteil an Sie eigentlich um eine Banalität: Die Unternehmen sind im Aggregat Sparer geworden – nehmen also mehr ein, als sie ausgeben. Oder, aus Sicht von Kalecki oder auch Ihrem Keynes-Zitat: Geben „zu wenig“ aus.
        Wenn die Lücke nicht durch Verschuldung an anderer Stelle gestopft wird, werden Kapazitäten nicht ausgelastet, nicht gebraucht, es wird in sie nicht investiert. Simpel.

        Aber da scheinen wir eh keinen Dissens zu haben.

      • foxxly
        foxxly sagte:

        @@ anders u tischer 04:52

        sie haben recht, dass es eine große asymetrie gibt zwischen dem einkommen und dem rückfluß in den konsum.
        hohes einkommen beteiligt sich aber am konsum deutlich weniger. viel geld fließt direkt in den anlage/finanzsektor. davon fließt irgendwann auch wieder ein teil zurück in den konsum, aber eben auch nur ein teil.

        die zinskosten in den produkten teilt sich also nicht auf in den gesamten einkommen der konsumenten, sondern hauptsächlich in den mittleren und niedrigeren einkommen.

        das heisst, dass die mittleren und unteren einkommen, den hauptteil dieser zinskosten tragen.
        somit findet eine stete umverteilung von unten nach oben statt.

        das gehobene einkommen hat ja sehr viel höhere summen zu investieren und davon wieder zu profitieren. dies hat eine spiralwirkung.

        damit erklärt sich auch zum großteil die ungleichentwicklung, bzw. die reichtums- und armrmut-schere.

        dass zu dieser ungleichentwicklung auch noch politische rahmenbedingungen dazu kommen, will ich hierzu nur erwähnen.

      • Christian Anders
        Christian Anders sagte:

        @foxxly

        “das heisst, dass die mittleren und unteren einkommen, den hauptteil dieser zinskosten tragen.”

        JA. Aber das gibt’s doch gar nicht, dass Sie auch im dritten Anlauf vergessen zu erwähnen, wem dies zufließt: Den Banken. Die bezahlen damit Angestellte, die zum Großteil auch nicht zu den oberen % gehören, die ihr Einkommen zu hohen Anteilen anlegen können. Sie decken damit auch ihr Ausfallrisiko. Es geht durch die Kreditzinsen nicht einfach so Nachfrage verloren, nur weil sie in den Kosten von Produkten auftauchen.
        Wie die Löhne verteilen Zinsen Nachfrage.

        Kämen sie auf die Idee zusagen, zu hohe Löhne senken die Nachfrage?

        Umverteilung von unten nach oben kommt daher, WER überhaupt Kredite bekommt (wer schon hat, dem wird gegeben), WAS er damit macht (lass mal das Portfolio leveragen) und auch und wesentlich von sparenden Unternehmen. Diese bedeuten nämlich nichts anderes, als dass Kredite nicht mehr so in Form von Löhnen in die Taschen von AN wandern, wie es mal war. Das Geld wandert trotzdem irgendwo hin – die Blase bläst sich nicht durch Nichts auf.

        Mit den KreditZINSEN und dem Zinseszinseffekt hat das alles erklecklich wenig zu tun.

      • foxxly
        foxxly sagte:

        @ ch anders 09:58
        der konsumtive anteil durch von den einnahmen der banken (u. den der pleiten), ist auch nur ein teil der wahrheit. da habe ich ja keinen widerspruch zu ihnen.
        wo bleibt der übrige teil der einnahmen? warum können (oder konnten)die banken lange zeit schneller wachsen, als die realwirtschaft?

        und, warum die kredite wachsen: durch wachstum der realwirtschaft. und für deren zinsen müssen (in der gesamtheit) wieder neue kredite getätigt werden. und, diese kosten werden wieder in den produkten weiter gegeben.

        der kern dürfte daher sein, wo bleibt das geld und wofür wird es verwendet,- von den unternehmergewinnen, von dem einkommen, welches nicht zum konumieren benötigt wird,- im finanzsektor, welches ebenso nicht konsumrelevant ist?

        nicht konsumrelevantes geld fließt in den finanzsektor.
        ja und im zusammenspiel aller marktteilnehmer entstehen gewaltige ungleichentwicklungen.
        im theoretischen geldkreislaufmodel kommt dies offensichtlich nicht vor?

    • foxxly
      foxxly sagte:

      @ tischer 17:46
      >>Wir haben uns zwar BELOGEN, aber das Lügen hat FUNKTIONIERT.<<

      …… besonders, das "WIR" sollte relativiert werden!
      in einer demokratie, da haben sie recht, aber nur theoretisch! ist der bürger der souverän.
      natürlich könnten die wähler für andere ergebnisse und veränderungen sorgen.

      aber, jetzt ist einen "henne- und ei-diskussion" fällig:

      es war im prinzip immer schon so, – und gerade in der heutigen zeit sollte es für alle erkennbar sein, dass der wähler nicht die neutrale infos mehr bekommt, um sich selber, ohne einfluss, seine eigene meinung zu bilden und damit entscheiden kann.

      der macht-apparat hat immer (!!!) einen machtvorsprung, weil dieser wichtige Infos früher hat und sie meist nicht weitergibt, oder maipuliert weiter gibt.
      außerdem hat dieser neben korrupten, einfluß auch das geld in sener gewalt.
      (inzwischen hat sich die politik in die hände von instituten und kapital begeben, – siehe auch corona)

      die heutigen wahlen dürften daher kaum den echten volkswillen abspiegeln. (abgesehen, dass auch bei uns ein verdacht der manipulationen besteht)

      es ist also ziemlich falsch zu glauben oder zu sagen: der wähler hat diese politik genauso gewollt. es wäre zumindest eine irreführung!

      Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @alle mit Vorfreude auf die Energiewende

      Das progressive Klimaschutz-Musterland Schweden hat derzeit wegen des unerwartet kalten und wenig windigen Wetters ein paar kleine Energieversorgungsprobleme und daher stimmt der schwedische Staatsfunk SVT die Bevölkerung aufs Stromsparen ein, jede Kilowattstunde zählt:

      “Therefore, it can be smart not to vacuum in the next few days
      Published February 6, 2021

      It is cold in large parts of the country, and it will be colder in the next few days. That is why Svenska kraftnät now warns of strained electricity networks today and on Monday. (…)

      Industry accounts for the largest electricity use. Among other things, Holmen’s paper mills in Hallstavik and Braviken have shut down paper machines this week, because electricity became so expensive that it does not pay off.

      Even as a consumer, you can try to keep electricity use down these days. For example, by lying low with large electricity consumers, such as the vacuum cleaner. Preferably in the mornings and evenings, when we normally use most electricity. Partly for the sake of the economy – electricity prices have soared in some hours in recent days, and it can get worse. Partly for the sake of the climate – today the reserve power plant was started in Karlshamn, which is fired fossil on oil. On days with the highest consumption, we sometimes import coal power electricity from Germany and Poland.”
      https://www.svt.se/nyheter/inrikes/pausa-dammsugaren-i-ett-par-dagar-for-klimatets-skull (Maschinenübersetzt mit Google Translate)

      Klimaschutz kann so einfach sein: Einfach “smart” aufs Staubsaugen verzichten, dann müssen die Reservekraftwerke nicht anspringen und auch kein deutscher und polnischer Kohlestrom importiert werden. Da freut sich die schwedische Hausfrau (m/w/d) und hat sicher viel Vertrauen auch in die zukünftige Versorgungssicherheit, wenn Deutschland aus Atom- und Kohlestrom aussteigt.

      Antworten
  8. JürgenP
    JürgenP sagte:

    @ DS
    Das ZIEL, den „Wohlstand der kommenden Generationen sichern“ ist eine Perspektive, die alle Generationen unserer Gesellschaft vereint. Wenn, ja wenn, nicht eine der Generationen ihren Wohlstand auf Kosten der anderen durchsetzen will. Das geschieht aber zurzeit.

    Neben einer Fülle von sachbezogenen Vorschlägen zur Änderung des Kurses und Realisierung der ZIELsetzung wird die Kardinalfrage angesprochen, von der das Gelingen abhängt: „Wie kann Deutschland intelligenter gemanagt werden?“

    Wird Deutschland zurzeit unintelligent „gemanaged“ (geführt)?

    Scheint so, denn sonst bräuchte es des Buches, des Blogs und der vielen Beiträge nicht, die genau das ausdrücken.

    An der mangelnden Intelligenz der handelnden Personen wird es wohl kaum liegen. Sondern an der Art und Weise zu „managen“ (Entscheidungen vorzubereiten, zu treffen, zu realisieren = zu führen).

    Im Podcast wurde „Systemisches Denken“ als Notwendigkeit angesprochen, um intelligente Kompromisse zu den vielen sachbezogenen Themen zu finden. Diese Art von Denken ist weder neu, noch besonders schwierig. Nur anders. Vollkommen anders. Es funktioniert nur dann wirklich, wenn die Gesetzmäßigkeiten des „Denkens in Systemen“ beachtet werden.

    Denken allein genügt nicht, denn Sie, Herr Dr. Stelter und wir alle, wollen doch ERGEBNISSE. Darauf kommt es schließlich an. Dann gehört auch „Handeln in Systemen“ dazu. Diese Art von Handeln ist weder neu, noch besonders schwierig. Nur anders. Vollkommen anders. Es funktioniert nur dann wirklich, wenn die Gesetzmäßigkeiten des „Handeln in Systemen“ beachtet werden.

    Gibt es Gesetzmäßigkeit?

    Sehr wohl. „Wohlstand der kommenden Generationen sichern“ hängt davon ab, ob und in welcher Weise diese beachtet werden.

    Das Beispiel des Umgangs mit Covid-19 durch die derzeitigen Entscheider und deren Berater incl. Virologen zeigt, dass es keineswegs vorausgesetzt werden kann. Das kann man auch als positive Erkenntnis aus der Misere verstehen.

    Allerdings muss Erkenntnis in Handeln umgesetzt werden. Die Idee, beispielsweise den Raab zu fragen, daraus eine witzige Sendung für viel Publikum zu machen, ist doch gar nicht so schlecht, um Menschen und damit Politiker zu bewegen …

    Antworten
    • Bauer
      Bauer sagte:

      @ S. Neubauer

      Hoffnung stirbt zuletzt. An Mut mangelt es nicht, man braucht ihn um seine Haut (auch im übertragenen Sinne) zu retten.

      Antworten
  9. Philipp
    Philipp sagte:

    In der Idee mit dem Schuldentilgungsfonds steckt meiner Meinung nach zu viel “wenn… dann”: “Wenn wir in den Verträgen festschreiben, dass kein Bailout stattfindet, dann… “. Und was ist, wenn er doch stattfindet? Nichts ist unstätiger als politische Entscheidungen und Vertrag kommt von vertragen. Wenn wir ehrlich sind, gibt es doch langfristig nur zwei Alternativen: Transferunion oder eigene Währungen.

    Antworten
    • foxxly
      foxxly sagte:

      @ philipp 11:15
      >>Wenn wir ehrlich sind, gibt es doch langfristig nur zwei Alternativen: Transferunion oder eigene Währungen.<<
      wenn ich ehrlich bin, es wären allenfalls eine kurzfristige alternativen. dann mittel/langfristig fliegen uns beide um die ohren !!!!

      oder auch schuldentilgungsfonds- schnitte etc. haben nur eine lebensverlängerne wirkung von monaten, bis ganz wenigen jahren.

      als vorübergehendes model zeichnet sich das japanische model ab:
      in usa werden für einen dollar zuwachs sieben zusätzliche gedruckt.
      in Europa wird auch deutlich mehr gedruckt, als BIP-wachstum da ist.

      ich weiß nicht wann die grenze erreicht ist? vielleicht, wenn das gesamte volkwirtschaftliche vermögen geringer ist, als die gelddruckmenge? wahrscheinlich, wenn irgendwo auf der welt zum richtigen zeitpunkt ein fahrrad umfällt?

      Antworten
  10. foxxly
    foxxly sagte:

    sehr geehrter herr dr stellter,
    ich dachte, jetzt kommt der große wurf für veränderungen, welche mehr wohstandsicherung und stabilität bringen.

    sie machen nichts anderes als “stellschrauben-politik/ -maßnahmen”

    wenn ich die einzel-bereiche ihrer abhandlung betrachte, dann würde ich sogar vielleicht zu 90% zustimmen.
    mich stört, wie bei ihren ausführungen so viel, was da an unfähigkeit, unvermögen und unwillen an den tag gelegt wird, in politik und wirtschaft. das ist für mich keine frage, aber in der gesamtheit keine lösung!

    andereseits haben sie auch halbwahrheiten dabei: zb.die grundsicherung kostet soviel geld. stimmt. aber die rentner, welche diese sicherung bekommen, haben wirklich wenig geld zur verfügung. und jeden euro mehr geben diese in den konsum. sie sprechen von kosten, aber nicht vom gewinn der wirtschaft dabei.
    es ist eine umverteilung von staatsverschuldung zur wirtschaft.
    ihr beitrag dazu: der staat soll mehr schulden machen. also was nun?

    natürlich aber investiv. da kommt der nächst denkfehler:
    wir haben bereits eine große asymetrie zwischen produktion und nachfrage. die menschen brauchen mehr geld!

    ja hier das nächste problem. geld ist genug vorhanden, aber die verteilung ist das problem:

    all diese lösungen, welche sie wollen, verstärken am ende das verteilungsproblem.
    dabei ist es im grunde unerheblich, ob man überall das beste aus allen eu-ländern übernehmen könnte!

    sie zielen immer auf mehr effizienz, leistung, zuwachs, auch zuwanderung etc.
    das sind genau auch die punkte, welche uns in der vergangenheit keine lösung gebracht haben; – sondern das gegenteil erreicht wurde.

    warum ist das so:
    mehr wachstum ist gleich mehr kredit. die belastungen trägt am ende der konsument.
    mit den jahrzehnten summieren sich die kreditlasten, also zinsen in den produkten, – so dass bereits zwischen 40 und 80% zinslasten in einem produkt stecken.
    je mehr konsumiert wird, desto mehr an umverteilung vom konsumbereich und realwirtschaft geht in den finanzsektor.
    dieser trägt aber nicht die kosten.

    zwangsläufig wird der klein- und mittelstand ärmer und geht zum teil, seiner vernichtung entgegen. die masse wird zunehmend ausgezerrt und ärmer. obwohl die volkswirtschaftliche bilanz steigt!

    herr stellter, vielleicht ist ihnen das thema kreditgeldsystem zu heiss? aber, wenn sie all die behandelten probleme nachhaltig lösen wollen, dann ist die verteilungsfrage existenziell. und damit müsste das kreditgeldsystem in dieser form abgeschafft werden.

    das heisst: das alle erdachten problemlösungen in diesen kreditgeldsystem, eine illusion sind! nicht mehr und nicht weniger!
    es wird etwas vorgaukelt, was es nicht geben kann. die entwicklung der vergangenheit zeigt es doch klar, zumindest für jeden der genauser hinschaut.

    wer nicht das kreditgeldsystem selber in frage stellt, der täuscht, wenn er von guten lösungen spricht. der täuscht, weil es bei einer exponentiellen funktion keine lösung gibt!

    herr dr stellter, es tut mir leid, aber sie haben für 2040 keine lösung aufgezeit, nicht eine einzige!

    Antworten
    • Bauer
      Bauer sagte:

      @ foxxly

      Was soll’s? Weiterträumen ist doch auch eine Lösung, und da meine ich beide. Der Kladderadatsch kommt so oder so!

      Antworten

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  1. […] Daniel Stelter ist für mich ein gutes Beispiel für einen Ökonomen, der das Denken nicht verlernt hat. Down to earth. Er versteht Politik, er reflektiert, er kommunziert. Deswegen bin ich gespannt auf sein neues Buch, das morgen erscheint. „Ein Traum von einem Land: Deutschland 2040“. Heute gibt es schon den Podcast dazu. Anhören! Mitreden. https://think-beyondtheobvious.com/zukunft-wird-aus-mut-gemacht/#comments […]

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