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	Kommentare zu: Was, wenn Geld drucken nicht gegen Deflation wirkt?	</title>
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	<description>Daniel Stelter ist die unabhängige Stimme zur Finanzkrise</description>
	<lastBuildDate>Mon, 12 May 2014 11:39:20 +0000</lastBuildDate>
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		<title>
		Von: Daniel Stelter		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/was-wenn-geld-drucken-nicht-gegen-deflation-wirkt/#comment-972</link>

		<dc:creator><![CDATA[Daniel Stelter]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Mar 2014 09:50:35 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/was-wenn-geld-drucken-nicht-gegen-deflation-wirkt/#comment-969&quot;&gt;Ronald Stöferle&lt;/a&gt;.

Das Chartbook ist wirklich sehr lesenswert. Leser von bto sollten die Gelegenheit zum Download nutzen! Inhaltlich sind wir einer Meinung. Irgendwie werden die faulen Schulden verschwinden: Pleite (Deflation) oder Entwertung (Inflation).]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/was-wenn-geld-drucken-nicht-gegen-deflation-wirkt/#comment-969">Ronald Stöferle</a>.</p>
<p>Das Chartbook ist wirklich sehr lesenswert. Leser von bto sollten die Gelegenheit zum Download nutzen! Inhaltlich sind wir einer Meinung. Irgendwie werden die faulen Schulden verschwinden: Pleite (Deflation) oder Entwertung (Inflation).</p>
]]></content:encoded>
		
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		<title>
		Von: Daniel Stelter		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/was-wenn-geld-drucken-nicht-gegen-deflation-wirkt/#comment-970</link>

		<dc:creator><![CDATA[Daniel Stelter]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Mar 2014 09:47:14 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/was-wenn-geld-drucken-nicht-gegen-deflation-wirkt/#comment-967&quot;&gt;thewisemansfear&lt;/a&gt;.

Vielen Dank für diesen Kommentar. Wie ich in der Serie &quot;Eigentumsökonomik&quot; gezeigt habe, ist Geld genau das: umlauffähig gemachte Schulden&quot;. Sind die Schulden &quot;faul&quot;, ist auch das Geld &quot;faul&quot;, und Geldpolitik versagt. Wobei: Vermutlich wirkt Geldpolitik nie richtig, denn letztlich ist Geld immer die Folge eines privaten Verschuldungskontrakts, und damit kann Geldpolitik nur die Preissignale verfälschen und Sicherheiten manipulieren….]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/was-wenn-geld-drucken-nicht-gegen-deflation-wirkt/#comment-967">thewisemansfear</a>.</p>
<p>Vielen Dank für diesen Kommentar. Wie ich in der Serie &#8220;Eigentumsökonomik&#8221; gezeigt habe, ist Geld genau das: umlauffähig gemachte Schulden&#8221;. Sind die Schulden &#8220;faul&#8221;, ist auch das Geld &#8220;faul&#8221;, und Geldpolitik versagt. Wobei: Vermutlich wirkt Geldpolitik nie richtig, denn letztlich ist Geld immer die Folge eines privaten Verschuldungskontrakts, und damit kann Geldpolitik nur die Preissignale verfälschen und Sicherheiten manipulieren….</p>
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		<title>
		Von: Ronald Stöferle		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/was-wenn-geld-drucken-nicht-gegen-deflation-wirkt/#comment-969</link>

		<dc:creator><![CDATA[Ronald Stöferle]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Mar 2014 05:51:33 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Herzlichen Dank für den äußerst gelungenen Artikel!

Mein Partner Marl Valek und ich haben zum Thema Inflation vs. Deflation den Begriff der &quot;monetären Tektonik&quot; geprägt. Was meinen wir damit? 
Auf der einen Seite sind die deflationären Kräfte sehr stark, diese werden jedoch auf der anderen Seite durch inflationäre Kräfte ausgeglichen. Oberflächlich ist alles relativ ruhig geblieben. Allerdings baut sich hier unter der Oberfläche eine enorme Spannung auf, welche – auch hier ist die Analogie der monetären Tektonik recht treffend – sich früher oder später entladen wird in die eine oder andere Richtung. 
Aus unserer Sicht steht nicht im vornhinein fest, ob die inflationären Kräfte dieses Kräftemessen gewinnen werden. Allerdings wird aufgrund der sozioökonomischen Anreizstrukturen im Zweifel jedenfalls eine höhere Inflation in Kauf genommen – deswegen sehen wir dies als den längerfristig höher wahrscheinlichen Ausgang an. Zwischenzeitlich kann es aber durchaus passieren, dass beispielsweise aufgrund einer weiteren großen Bankkrise oder einer Staatspleite die deflationären Effekte überwiegen. Wenn sozusagen die Zentralbanker dann nicht „schnell genug den nächsten Gang beim Drucken einschalten“ können die deflationären Kräfte überwiegen. Also ein zwischenzeitlich deflationärer Akt wie 2008, auf dem Weg zu stärkeren Inflation wäre durchaus auch denkbar. 
Das ist das Bild, welches wir im Zusammenhang mit der monetären Großwetterlage momentan malen – oberflächliche, scheinbare Stabilität, zumindest gemäß dem herrschenden Paradigma einer Geldentwertung von wenigen Prozent pro Jahr, aber unter der Oberfläche brodelt es gewaltig.

Das Chartbook, welches die inflationären und deflationären Kräfte illustriert, kann man hier downloaden:
http://www.incrementum.li/latest-news/monetary-tectonics-the-interplay-between-inflation-and-deflation-incrementum-chartbook/

Herzliche Grüße! Ronald Stöferle]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Herzlichen Dank für den äußerst gelungenen Artikel!</p>
<p>Mein Partner Marl Valek und ich haben zum Thema Inflation vs. Deflation den Begriff der &#8220;monetären Tektonik&#8221; geprägt. Was meinen wir damit?<br />
Auf der einen Seite sind die deflationären Kräfte sehr stark, diese werden jedoch auf der anderen Seite durch inflationäre Kräfte ausgeglichen. Oberflächlich ist alles relativ ruhig geblieben. Allerdings baut sich hier unter der Oberfläche eine enorme Spannung auf, welche – auch hier ist die Analogie der monetären Tektonik recht treffend – sich früher oder später entladen wird in die eine oder andere Richtung.<br />
Aus unserer Sicht steht nicht im vornhinein fest, ob die inflationären Kräfte dieses Kräftemessen gewinnen werden. Allerdings wird aufgrund der sozioökonomischen Anreizstrukturen im Zweifel jedenfalls eine höhere Inflation in Kauf genommen – deswegen sehen wir dies als den längerfristig höher wahrscheinlichen Ausgang an. Zwischenzeitlich kann es aber durchaus passieren, dass beispielsweise aufgrund einer weiteren großen Bankkrise oder einer Staatspleite die deflationären Effekte überwiegen. Wenn sozusagen die Zentralbanker dann nicht „schnell genug den nächsten Gang beim Drucken einschalten“ können die deflationären Kräfte überwiegen. Also ein zwischenzeitlich deflationärer Akt wie 2008, auf dem Weg zu stärkeren Inflation wäre durchaus auch denkbar.<br />
Das ist das Bild, welches wir im Zusammenhang mit der monetären Großwetterlage momentan malen – oberflächliche, scheinbare Stabilität, zumindest gemäß dem herrschenden Paradigma einer Geldentwertung von wenigen Prozent pro Jahr, aber unter der Oberfläche brodelt es gewaltig.</p>
<p>Das Chartbook, welches die inflationären und deflationären Kräfte illustriert, kann man hier downloaden:<br />
<a href="http://www.incrementum.li/latest-news/monetary-tectonics-the-interplay-between-inflation-and-deflation-incrementum-chartbook/" rel="nofollow ugc">http://www.incrementum.li/latest-news/monetary-tectonics-the-interplay-between-inflation-and-deflation-incrementum-chartbook/</a></p>
<p>Herzliche Grüße! Ronald Stöferle</p>
]]></content:encoded>
		
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		<title>
		Von: thewisemansfear		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/was-wenn-geld-drucken-nicht-gegen-deflation-wirkt/#comment-967</link>

		<dc:creator><![CDATA[thewisemansfear]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Mar 2014 21:28:10 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Geldpolitik funktioniert nur in eine Richtung, nämlich als Tritt auf die Bremse. Die jetzige Phase ist treffend mit &quot;pushing on a string&quot; umschrieben worden, da bewegt sich halt nichts. Wenn ich ein System habe, das aus sich heraus (mehr) Geld erzeugen kann - Stichwort &quot;Geld&quot;schöpfung aus dem Nichts über einfache Buchungsvorgänge (zudem bei witzlosen Eigenkapital- und Mindestreservevorschriften) - dann reicht die Funktion als Bremse ja vollkommen aus. Man kann sich natürlich auch der Illusion hingeben, das wäre alles zentral durch die &quot;Geldpolitik gesteuert...
 
Geld besitzt keinen intrinsischen Wert, und hat diesen (wenn man Anthropologen wie Graeber folgt) auch nie besessen. Geld existiert nur im Verbund mit Schulden, wobei Schulden immer ein Versprechen (auf eine zukünftige Leistung) darstellen. Heutzutage sind diese Versprechen in Vertragsform gegossen, was sie rechtlich höher stellt, aber nichts an der Grundaussage ändert. Was anderes ist Geld also, als eine quantifizierbare Form dieser Versprechen? Wo kein Vertrauen herrscht, besteht natürlich der Wunsch, ein werthaltiges Zwischentauschmittel zu installieren, z.B. Geld mit Goldbindung. Diese Vorstellung führt aber letztlich in die Irre bzw. muss man fragen, wem welche Form des Geldes nützt.
Zur Verdeutlichung: Zu einer Zeit wurden nur Edelmetallmünzen zur Bezahlung akzeptiert, diese verschwanden irgendwann im Tresor und wurden von Schuldverschreibungen (Papiergeld) abgelöst. Die Edelmetalle im Tresor haben effektiv (fast) niemanden mehr interessiert. Heute wiederum werden Forderungen auf diese Papierscheine (Giralgeld) zum Bezahlen genutzt, also nur Zahlen elektronisch hin- und hergeschoben. Geht bislang problemlos, oder? Solange Vertrauen herrscht, seine Forderungen eingelöst zu bekommen, ist (fast) vollkommen egal, WAS da eigentlich zirkuliert.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Geldpolitik funktioniert nur in eine Richtung, nämlich als Tritt auf die Bremse. Die jetzige Phase ist treffend mit &#8220;pushing on a string&#8221; umschrieben worden, da bewegt sich halt nichts. Wenn ich ein System habe, das aus sich heraus (mehr) Geld erzeugen kann &#8211; Stichwort &#8220;Geld&#8221;schöpfung aus dem Nichts über einfache Buchungsvorgänge (zudem bei witzlosen Eigenkapital- und Mindestreservevorschriften) &#8211; dann reicht die Funktion als Bremse ja vollkommen aus. Man kann sich natürlich auch der Illusion hingeben, das wäre alles zentral durch die &#8220;Geldpolitik gesteuert&#8230;</p>
<p>Geld besitzt keinen intrinsischen Wert, und hat diesen (wenn man Anthropologen wie Graeber folgt) auch nie besessen. Geld existiert nur im Verbund mit Schulden, wobei Schulden immer ein Versprechen (auf eine zukünftige Leistung) darstellen. Heutzutage sind diese Versprechen in Vertragsform gegossen, was sie rechtlich höher stellt, aber nichts an der Grundaussage ändert. Was anderes ist Geld also, als eine quantifizierbare Form dieser Versprechen? Wo kein Vertrauen herrscht, besteht natürlich der Wunsch, ein werthaltiges Zwischentauschmittel zu installieren, z.B. Geld mit Goldbindung. Diese Vorstellung führt aber letztlich in die Irre bzw. muss man fragen, wem welche Form des Geldes nützt.<br />
Zur Verdeutlichung: Zu einer Zeit wurden nur Edelmetallmünzen zur Bezahlung akzeptiert, diese verschwanden irgendwann im Tresor und wurden von Schuldverschreibungen (Papiergeld) abgelöst. Die Edelmetalle im Tresor haben effektiv (fast) niemanden mehr interessiert. Heute wiederum werden Forderungen auf diese Papierscheine (Giralgeld) zum Bezahlen genutzt, also nur Zahlen elektronisch hin- und hergeschoben. Geht bislang problemlos, oder? Solange Vertrauen herrscht, seine Forderungen eingelöst zu bekommen, ist (fast) vollkommen egal, WAS da eigentlich zirkuliert.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Enrico		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/was-wenn-geld-drucken-nicht-gegen-deflation-wirkt/#comment-898</link>

		<dc:creator><![CDATA[Enrico]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Feb 2014 14:34:30 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&quot;Damit ist auch die Hauptvoraussetzung für Inflation klar: wachsende Kredite. Ohne diese ist Inflation nicht möglich. Wenn nun aber alle sparen, also versuchen bestehende Schulden abzutragen, ist Deflation das Thema, nicht Inflation. Dann fließt das “frische Geld” der Notenbanken eben nicht in die Realwirtschaft sondern in die Finanzmärkte wo es die Vermögenspreise treibt. Auch eine Art der Inflation, aber eben nicht von der Sorte die den Schuldnern hilft.&quot;

Genau aus diesem Grund sehen wir aktuell eine Umverteilung von unten nach oben. Alles was also die (Geld-)Politik zu tun hat, ist es diesen Fluss umzukehren. Ist scheinbar aber leichter gesagt als getan, auch wenn die berühmten 99% einen solchen Prozess offensichtlich unterstützen würden.

@Michael Stöcker: Danke für den Link zum Zinsfehler-Blog. An dieser Stelle möchte ich gern nochmal auf den Professor für Volkswirtschaftslehre Bernd Senf hinweisen, der weniger verschwörungstheoretisch (wie z.B. ein Popp) sondern eher sachlich-kritisch das Zins- und Geldsystem analysiert.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Damit ist auch die Hauptvoraussetzung für Inflation klar: wachsende Kredite. Ohne diese ist Inflation nicht möglich. Wenn nun aber alle sparen, also versuchen bestehende Schulden abzutragen, ist Deflation das Thema, nicht Inflation. Dann fließt das “frische Geld” der Notenbanken eben nicht in die Realwirtschaft sondern in die Finanzmärkte wo es die Vermögenspreise treibt. Auch eine Art der Inflation, aber eben nicht von der Sorte die den Schuldnern hilft.&#8221;</p>
<p>Genau aus diesem Grund sehen wir aktuell eine Umverteilung von unten nach oben. Alles was also die (Geld-)Politik zu tun hat, ist es diesen Fluss umzukehren. Ist scheinbar aber leichter gesagt als getan, auch wenn die berühmten 99% einen solchen Prozess offensichtlich unterstützen würden.</p>
<p>@Michael Stöcker: Danke für den Link zum Zinsfehler-Blog. An dieser Stelle möchte ich gern nochmal auf den Professor für Volkswirtschaftslehre Bernd Senf hinweisen, der weniger verschwörungstheoretisch (wie z.B. ein Popp) sondern eher sachlich-kritisch das Zins- und Geldsystem analysiert.</p>
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		<item>
		<title>
		Von: Michael Stöcker		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/was-wenn-geld-drucken-nicht-gegen-deflation-wirkt/#comment-784</link>

		<dc:creator><![CDATA[Michael Stöcker]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Feb 2014 12:55:49 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[@ samy

„Auch ist es eine Wohltat, wenn ein Ökonom nicht reflexhaft die Deflation verdammt. Die Kolonialisierung Nordamerikas fand in einem deflationären Umfeld statt. Das dt. Kaiserreich erlebte kurz vor dem WK I eine kulturelle und wirtschaftliche Blüte auf Basis eines Bimetallstandards.“

Ein Gold- und/oder Bimetallstandard hat aber nichts mit einem modernen Kreditgeldstandard zu tun. Warengeld ist eben etwas anderes als Schuldgeld. Und Geld ist etwas anderes als Kredit. Einem Warengeld muss immer eine reale Arbeitsleistung vorausgehen. Dies sieht man daran, dass sich der Goldpreis immer wieder an den Produktions-/Förderkosten orientiert. Dies ist doch eine ziemlich unsinnige menschliche Tätigkeit. Vor allem wenn man bedenkt, was wir anschließend mit diesem Gold wieder machen: Wir verbuddeln es unter hohem Kosten- und Überwachungsaufwand wieder in der Erde. Welchen Sinn hat es, eine Investition davon abhängig zu machen, ob ich Gold finde? Dann hätten die spanischen Goldaneignungen ja zu hohem Wohlstand führen müssen. Es leitete aber den Niedergang Spaniens ein (http://www.zeit.de/zeit-geschichte/2011/01/Suedamerika-Gold-Silber ). Die Güterpreisrelationen werden eben auch über Knappheitsverhältnisse determiniert. Aber nochmal: Kreditgeld ist etwas grundlegend anderes als Warengeld.

Ein modernes Kreditgeld kann – in Gegensatz zum Warengeld –  mit sehr geringem Arbeitsaufwand hergestellt/gebucht werden. Es ist ein Instrument, die Vertragsbeziehungen (=Schuldbeziehungen) effizient zu managen. Der Fehler liegt nur immer wieder darin, dass Banken allen möglichen Unsinn finanzieren, ohne die dafür nötigen Rückstellungen zu bilden. Mit jeder zusätzlichen Kreditvergabe wird zusätzliches Buchgeld (=Kreditgeld) geschaffenen, das bei Kreditrückzahlung wieder vernichtet wird. Nun wurde durch die Banken einfach mehr Buchgeld geschaffen, als reales Wachstum vorhanden war bzw. aus der Kreditvergabe entstand. Dies wäre auch nicht so problematisch gewesen, hätten Banken angemessene Rückstellungen gebildet und nicht überhöhte Gehälter, Boni und Dividenden gezahlt. Haben sie aber nicht. Und jetzt liegt das Kind ganz tief unten im Brunnen und wir wollen uns nicht eingestehen, dass wir alle einer riesigen Vermögensillusion aufsitzen. 

Warum Deflation aber im aktuellen Umfeld ein großes Problem darstellt, hat Herr Stelter klar und deutlich dargelegt. Davon abweichend bin ich allerdings überzeugt, dass ein Kreditgeld immer einem kontinuierlichen Entwertungsprozess unterliegen sollte. Warum ein solcher Entwertungsprozess mit einer Inflationsrate von 2 % systemisch notwendig und damit auch sinnvoll ist, können Sie hier nachlesen: http://zinsfehler.wordpress.com/2013/08/21/zinsmythen/ .

VG Michael Stöcker]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@ samy</p>
<p>„Auch ist es eine Wohltat, wenn ein Ökonom nicht reflexhaft die Deflation verdammt. Die Kolonialisierung Nordamerikas fand in einem deflationären Umfeld statt. Das dt. Kaiserreich erlebte kurz vor dem WK I eine kulturelle und wirtschaftliche Blüte auf Basis eines Bimetallstandards.“</p>
<p>Ein Gold- und/oder Bimetallstandard hat aber nichts mit einem modernen Kreditgeldstandard zu tun. Warengeld ist eben etwas anderes als Schuldgeld. Und Geld ist etwas anderes als Kredit. Einem Warengeld muss immer eine reale Arbeitsleistung vorausgehen. Dies sieht man daran, dass sich der Goldpreis immer wieder an den Produktions-/Förderkosten orientiert. Dies ist doch eine ziemlich unsinnige menschliche Tätigkeit. Vor allem wenn man bedenkt, was wir anschließend mit diesem Gold wieder machen: Wir verbuddeln es unter hohem Kosten- und Überwachungsaufwand wieder in der Erde. Welchen Sinn hat es, eine Investition davon abhängig zu machen, ob ich Gold finde? Dann hätten die spanischen Goldaneignungen ja zu hohem Wohlstand führen müssen. Es leitete aber den Niedergang Spaniens ein (<a href="http://www.zeit.de/zeit-geschichte/2011/01/Suedamerika-Gold-Silber" rel="nofollow ugc">http://www.zeit.de/zeit-geschichte/2011/01/Suedamerika-Gold-Silber</a> ). Die Güterpreisrelationen werden eben auch über Knappheitsverhältnisse determiniert. Aber nochmal: Kreditgeld ist etwas grundlegend anderes als Warengeld.</p>
<p>Ein modernes Kreditgeld kann – in Gegensatz zum Warengeld –  mit sehr geringem Arbeitsaufwand hergestellt/gebucht werden. Es ist ein Instrument, die Vertragsbeziehungen (=Schuldbeziehungen) effizient zu managen. Der Fehler liegt nur immer wieder darin, dass Banken allen möglichen Unsinn finanzieren, ohne die dafür nötigen Rückstellungen zu bilden. Mit jeder zusätzlichen Kreditvergabe wird zusätzliches Buchgeld (=Kreditgeld) geschaffenen, das bei Kreditrückzahlung wieder vernichtet wird. Nun wurde durch die Banken einfach mehr Buchgeld geschaffen, als reales Wachstum vorhanden war bzw. aus der Kreditvergabe entstand. Dies wäre auch nicht so problematisch gewesen, hätten Banken angemessene Rückstellungen gebildet und nicht überhöhte Gehälter, Boni und Dividenden gezahlt. Haben sie aber nicht. Und jetzt liegt das Kind ganz tief unten im Brunnen und wir wollen uns nicht eingestehen, dass wir alle einer riesigen Vermögensillusion aufsitzen. </p>
<p>Warum Deflation aber im aktuellen Umfeld ein großes Problem darstellt, hat Herr Stelter klar und deutlich dargelegt. Davon abweichend bin ich allerdings überzeugt, dass ein Kreditgeld immer einem kontinuierlichen Entwertungsprozess unterliegen sollte. Warum ein solcher Entwertungsprozess mit einer Inflationsrate von 2 % systemisch notwendig und damit auch sinnvoll ist, können Sie hier nachlesen: <a href="http://zinsfehler.wordpress.com/2013/08/21/zinsmythen/" rel="nofollow ugc">http://zinsfehler.wordpress.com/2013/08/21/zinsmythen/</a> .</p>
<p>VG Michael Stöcker</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: samy		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/was-wenn-geld-drucken-nicht-gegen-deflation-wirkt/#comment-777</link>

		<dc:creator><![CDATA[samy]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Feb 2014 22:01:47 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://think-beyondtheobvious.com/?p=877#comment-777</guid>

					<description><![CDATA[Guten Abend,

selten so eine hohe Übereinstimmung festgestellt. Auch ist es eine Wohltat, wenn ein Ökonom nicht reflexhaft die Deflation verdammt. Die Kolonialisierung Nordamerikas fand in einem deflationären Umfeld statt. Das dt. Kaiserreich erlebte kurz vor dem WK I eine kulturelle und wirtschaftliche Blüte auf Basis eines Bimetallstandards.

Bloß: &quot;Wer das versteht und sieht, kann nur für geordnete Schuldenrestrukturierung sein. ...&quot;

Nein, gilt bei mir nicht. Die heutige Welt ist nicht das überschaubare Mesopotamien von damals.

Wer will mit welcher Legitimierung in wessen Auftrag mit welchen Befugnissen Verhandlungen starten?
Was geschieht geopolitisch, wenn die Gläubigerstaaten den Schuldnerstaaten nicht entgegenkommen? Eine solche Umstrukturierung kann sich ja nicht nur auf Gläubiger und Schuldner innerhalb Deutschlands und/oder die EU beschränken, oder?
Wer kann garantieren, dass er versteht, was dann auf den Finanzmärkten geschieht, welche teuflischen verschachtelten Finanzprodukte bei wem als toxic Asset schlummern? Die AAA-Ratings bei den MBS hat auch niemand für möglich gehalten.Der unkontrollierte OTC-Derivatehandel auf irgendwelche Kursentwicklungen sei ebenfalls erwähnt.
Das alles lässt sich im Vorfeld nicht berechnen, meine ich jedenfalls. Und wenn die Massenmedien darüber berichten, so kann das auch ein Nachteil sein, denn die Gläubiger werden versuchen ihr Vermögen zu &quot;tarnen&quot;. Vielleicht verstehe ich aber auch nur noch nicht die Idee.
  .
Vielleicht könnte man einmal ganz plastisch die erste Frage angehen: Wer will mit welcher Legitimierung in wessen Auftrag mit welchen Befugnissen die Verhandlungen zwischen Gläubiger und Schuldner starten?

Das würde mir helfen.

VG]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Guten Abend,</p>
<p>selten so eine hohe Übereinstimmung festgestellt. Auch ist es eine Wohltat, wenn ein Ökonom nicht reflexhaft die Deflation verdammt. Die Kolonialisierung Nordamerikas fand in einem deflationären Umfeld statt. Das dt. Kaiserreich erlebte kurz vor dem WK I eine kulturelle und wirtschaftliche Blüte auf Basis eines Bimetallstandards.</p>
<p>Bloß: &#8220;Wer das versteht und sieht, kann nur für geordnete Schuldenrestrukturierung sein. &#8230;&#8221;</p>
<p>Nein, gilt bei mir nicht. Die heutige Welt ist nicht das überschaubare Mesopotamien von damals.</p>
<p>Wer will mit welcher Legitimierung in wessen Auftrag mit welchen Befugnissen Verhandlungen starten?<br />
Was geschieht geopolitisch, wenn die Gläubigerstaaten den Schuldnerstaaten nicht entgegenkommen? Eine solche Umstrukturierung kann sich ja nicht nur auf Gläubiger und Schuldner innerhalb Deutschlands und/oder die EU beschränken, oder?<br />
Wer kann garantieren, dass er versteht, was dann auf den Finanzmärkten geschieht, welche teuflischen verschachtelten Finanzprodukte bei wem als toxic Asset schlummern? Die AAA-Ratings bei den MBS hat auch niemand für möglich gehalten.Der unkontrollierte OTC-Derivatehandel auf irgendwelche Kursentwicklungen sei ebenfalls erwähnt.<br />
Das alles lässt sich im Vorfeld nicht berechnen, meine ich jedenfalls. Und wenn die Massenmedien darüber berichten, so kann das auch ein Nachteil sein, denn die Gläubiger werden versuchen ihr Vermögen zu &#8220;tarnen&#8221;. Vielleicht verstehe ich aber auch nur noch nicht die Idee.<br />
  .<br />
Vielleicht könnte man einmal ganz plastisch die erste Frage angehen: Wer will mit welcher Legitimierung in wessen Auftrag mit welchen Befugnissen die Verhandlungen zwischen Gläubiger und Schuldner starten?</p>
<p>Das würde mir helfen.</p>
<p>VG</p>
]]></content:encoded>
		
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