Wie die EU die Schulden zurück­zahlen könnte

POLITICO fragt: “How will the EU repay the billions to fund Europe’s recovery?” Nett, aber natürlich völliger Blödsinn. Niemand hat ernsthaft die Absicht, diese Schulden jemals zu begleichen. Im Gegenteil, es werden immer mehr Schulden werden. Dennoch können wir ja der theoretischen Übung von POLITICO mal folgen. Was wäre, wenn die EU wirklich tilgen wollte?

  • “(…) the European Commission readies a proposal to raise a host of new levies at the EU level to repay the hundreds of billions over the next three decades. The size of the EU recovery package was agreed at €750 billion in 2018 prices in budget negotiations; that’s about €800 billion in current prices.” – bto: Ich denke, diese Zahlungen dienen nur dazu, die Institution der EU zu verfestigen. Es geht nicht um die Tilgung der Schulden, sondern um weitere Umverteilungsinstrumente.
  • “Should the push for new levies fail to gather consensus, the fallback options — to repay grants over the years through increased payouts to the EU budget, or alternatively, through budget cuts — are also highly unpalatable to many countries.” – bto: keine Budgetkürzungen. Keine Beitragserhöhungen. Ergo: Umschulden, würde ich sagen.
  • “The Commission has said its preferred option to repay more than €400 billion in grants plus interest costs is to collect new taxes feeding into the EU’s budget, known as ‘own resources. The other portion of the recovery fund, up to €386 billion in loans, should be repaid by EU countries.” – bto: “Eigene Ressourcen” waren schon immer das politische Ziel. Und natürlich dienen diese neben einer massiven Umverteilung zulasten Deutschlands der Mehrung der Macht der EU-Bürokratie.
  • “(…) the magnitude necessary, (is) around €15 billion a year (…) That amount, the Commission estimates, should be sufficient to repay the borrowed funds by 2058. The Commission is working on a proposal for three new levies, which it plans to unveil by the end of June. The proposal will likely include an extension of the bloc’s carbon-trading scheme, a carbon border adjustment mechanism, and a digital tax.” – bto: Die deutsche Industrie bezahlt dann Geld an die Länder mit weniger Industrie und höherem Atomkraftanteil. Auch Umverteilung und vor allem Schwächung Deutschlands.
  • “The proposed extension of the bloc’s cap-and-trade emissions trading system to the buildings and transport sectors is estimated to bring in about €10 billion a year, according to the Commission. But it is already facing resistance from a number of countries, ranging from Poland to Portugal, amid worries it will increase costs for industry and households. This is, however, the likeliest one to go ahead in some form.” – bto: Es klingt so schön grün und deshalb kommt es.
  • “Plans for an EU-wide tax targeting digital companies, expected to generate €1.5 billion a year, were called into question, as the U.S. earlier this month counter-pitched a global levy on the world’s largest companies. Brussels doesn’t want to give up, but its plan to nevertheless introduce a ‘soft’ digital levy may not go down well in Washington and export-mindful EU capitals, who fear a parallel scheme would stoke the ire of key trading partners.” – bto: Es ist sehr unwahrscheinlich, dass das kommt. Die Verlagerungsmöglichkeiten der Unternehmen sind hoch, die US-Regierung wird sie schützen.
  • “(…) a plan to tax certain polluting imports, known as a carbon border adjustment mechanism, could bring in potential revenue of €5 billion to €14 billion a year, depending on the design of the levy. But the idea has so far received only limited buy-in within the EU, and backlash from abroad — and even the Commission seems unwilling to use it, rather than leveraging it as a threat to coax other large polluters into higher climate pledges.” – bto: Wir haben letzte Woche gesehen, dass es vor allem die Armut in der Welt erhöht.
  • “The EU is also adamant that any new levy should remain in the EU’s budget, even after the recovery fund — which has been described as a one-off instrument — is repaid.” – bto: Das ist klar, schon davor werden wir erleben, dass es nicht zur Tilgung verwendet wird.
  • “(…) letting the Commission raise its own taxes, as it would mean giving the EU executive a further attribute of a full-blown government: a treasury. That, observers say, would be a further step toward fiscal integration, which many countries aren’t keen to take lightly.” – bto: Nur die Deutschen sind begeistert und zahlen freudig für das Projekt.
  • “If no new source of income can be agreed on, the alternatives to repay the recovery fund are increased contributions by EU countries to future EU budgets, or decreased EU expenditure. (…) From 2028, the debt costs are driving a wedge into the budget. It changes the calculation because it will mean that more countries will have to become net contributors (…).” – bto: Allein schon das ist undenkbar. Man wird das Geld zum Zinsendienst leihen.
  • “(…) the bill is large, and someone eventually has to pay up. Or perhaps not — if countries agree on permanent EU-wide debt. That’s been a taboo subject, but recent calls, most notably by Italian Prime Minister Mario Draghi, for an EU safe asset have given new impetus to the debate. And even if the EU’s recovery fund has been explicitly construed as a one-off instrument, it’s widely considered as a test case for further fiscal integration.” – bto: das strategische Ziel Frankreichs, Italiens und Spaniens. Deutschland ist erneut wie eine Hausfrau, die mit Profis Poker spielt. Man kann das schulterzuckend hinnehmen. Aber es wird nicht nur unseren Wohlstand deutlich mindern, sondern uns auf Dauer überfordern. Und was passiert, wenn wir nicht mehr zahlen können?

politico.eu: „How will the EU repay the billions to fund Europe’s recovery?“, 28. April 2021

Kommentare (31) HINWEIS: DIE KOMMENTARE MEINER LESERINNEN UND LESER WIDERSPIEGELN NICHT ZWANGSLÄUFIG DIE MEINUNG VON BTO.
  1. foxxly
    foxxly sagte:

    ……… die nahestende entwicklung, bereits in den nächsten monaten, – könnte sein,
    dass die lieferketten noch viel stärker und umfänglicher reißen
    dass die einkommen deutlicher sinken
    dass die produkt-preise durch den mangel, deutich mehr steigen, als bisher,
    dass erneut finanzhilfen in weiteren billionen-höhe erfolgen wird und muss,
    dass klein- und mittelbetriebe keinen kredit mehr bekommen,
    dass der staat falsch handelt und die bürger teil-enteignet
    dass erste unruhen und plünderungen anfangen

    unser systemisch, exponentielles wirtschaftssystem verträgt keinen anhaltenden konjunkturellen abschwung.
    es wird und muß in eine steigende bis hyper-inflation übergehen, bis es ganz kollabiert.

    ich denke, dass dies der kommende weg, mit hoher wahrscheinichkeit sein wird.

    unter diesen umständen wird die EU nicht mehr zu halten sein, so dass ein druck und agression gegen deutschland massiv steigen wird.
    üblicher weise in der historie, werden kriege dazu angezettelt, um von den eigentlichen ursachen abzulenken, aber auch die schwäche der länder zu nutzen um “langewinn” zu erzielen.

    wir dürften uns in diesen stadium bereits tief in einer diktatur befinden (mit, oder auch ohne krieg)
    in diesen stadium gibt es keine klimaziele mehr.
    die bürger kämpfen ums wirtschaftliche und leibliche überleben.

    nur ein wunder würde eine andere entwicklungs-richtung ermöglichen. ein solches ist derzeit nicht absehbar.

    Antworten
  2. ruby
    ruby sagte:

    @ Herren Ott +Tischer
    Das sind alles nur statische Sandkastenspiele, das richtige Gameover-Gefecht ist ein massiv dynamischer Vielfrontenkrieg ohne jegliche festgelegte Strategie.
    Es wird wunderbar ehrlich und explosiv, alle verlogenen Betrügereinen, verborgenen Manipulationen, rechtliche Taschenspielerflops mit fliegenden Fahnen auszufechten, um die ursprünglichen Daseinsberechtigungen der Bürger ihrer Staaten und Kulturen aus diesem katastrophal widernatürlichen Tiefsumpfmöchtegernschauspielereinen hinfort lösen zu lassen.
    Endlich weg mit den Schadensmachern und als Lehre nie wieder so ein Bürokratiezombienomenklaturleerverkaufsmöchtegernclubhaus in unserem vielfältigen Europa der Völker.
    Das Clearing erfolgt je eher desto lockerer, ist im Kreditgeldsystem ohnehin nichts national Bewegendes zu erwarten – Volkswirtschaften as usual.
    Wir können auch anders!

    PS Die Navy und Marines haben sowieso die letzte Verantwortung für das deutsche Schiff.
    Oder haben alle schon ihren Bestatter hier voraus bezahlt?

    Antworten
    • Alexander
      Alexander sagte:

      @ruby

      “Navy und Marines haben sowieso die letzte Verantwortung”

      Schon die Administration Obama praktizierte diverse Säuberungen gegen weniger devotes Offizierspersonal, offene Briefe von ausrangiertem Generalspack kennzeicht deshalb Ohmacht in Frankreich / VSA.

      Der Kontrast könnte nicht deutlicher sein,
      recruiting china/russia/chimerica:
      https://youtu.be/Kfe6d6MzeLM

      Dass die größten Gläubiger der show zugleich auf die Transferleistungen der Schuldensause angewiesen sind – fällt den Willigen zuletzt auf 👌

      Antworten
      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Alexander

        Das geht noch viel schärfer. Die amerikanische CIA schneidet ihre Rekruktierungsvideos jetzt auf intersektionale cisgender Latin*x Millennial-Feministinnen mit diagnostizierten allgemeinen Angststörungen (ja, wirklich) zu:

        https://www.youtube.com/watch?v=X55JPbAMc9g

        Da weiß ich, auf wen ich im Kriegsfall wette.

      • ruby
        ruby sagte:

        @ Alexander
        Die Betrügereien und Betrügerer haben keine Freiheit mehr und werden in die Fema Camps kommen, die US Botschaften sind die Gerichtssäale und Militärgarantie
        https://youtu.be/NKc5LpGxJCk
        Shakespeare language is naughty.

      • Alexander
        Alexander sagte:

        @ruby

        Danke :o)

        Ich bin froh, dass es bisher so friedlich blieb. Offensichtlich lässt man sich durch nichts provozieren, die Inzenierungen bewirkten außer hypermoraler Empörung nichts… ganz im Gegenteil achtet alles auf seine Gesundheit jenseits zentraler Orga.

        Gesund bleiben 😎

  3. Dietmar Tischer
    Dietmar Tischer sagte:

    Was soll denn das?

    Noch haben nicht einmal alle Parlamente so abgestimmt, dass der Recovery Fond anlaufen kann, da wird schon von Rückzahlung gesprochen.

    ZURÜCKZAHLUNG ist die GRÖSSTE Volksverdummung mit der z. Z. manche unterwegs sind, speziell hierzulande.

    Ist doch klar:

    Wer Schulden zurückzahlt, muss neue aufnehmen – also kann man das auch lassen. Die Gläubiger werden dankbar sein, dass sie Gläubiger der EU sein dürfen …

    >“(…) the bill is large, and someone eventually has to pay up. Or perhaps not — if countries agree on permanent EU-wide debt. That’s been a taboo subject, but recent calls, most notably by Italian Prime Minister Mario Draghi, for an EU safe asset have given new impetus to the debate.>

    Der Tabubruch wird schon professionell vorbereitet und deutsche Spitzenpolitiker sind dabei:

    Das EINSTIMMIGKEITSPRINZIP in der EU soll fallen.

    Nur wenn das erreicht ist, läuft es wie geschmiert.

    Da bin ich allerdings mal gespannt.

    Mein Eindruck ist, dass da die Mitglieder im Osten noch hartleibiger sein werden als bei der Verteilung der Flüchtlinge.

    Die Änderung der Verträge braucht jedenfalls die Zustimmung ALLER.

    >Und was passiert, wenn wir nicht mehr zahlen können?>

    Wir können noch lange zahlen, sind vermutlich diejenigen, die am längsten zahlen können.

    Und jeder der anderen kann GLAUBWÜRDIG zu uns sagen:

    Ihr wollt uns doch eure Produkte verkaufen, also ihr lieben Deutschen stellt euch nicht so dumm an.

    Ich würde daher anders fragen:

    Was passiert, wenn wir nicht mehr zahlen WOLLEN?

    Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @Herr Tischer

      “Was passiert, wenn wir nicht mehr zahlen WOLLEN?”

      Zuerst werden die anderen EU-Staaten versuchen, uns durch einen Beschluss auf EU-Ebene zu zwingen, weiter zu zahlen – was allerdings nur dann funktioniert, wenn Deutschland vorher so blöd ist, der Abschaffung des Einstimmigkeitsprinzips in der EU zuzustimmen. ;)

      Dann hilft wirklich nur noch ein deutscher EU-Austritt, um aus den Zahlungsverpflichtungen herauszukommen, und ohne den Zahlmeister wird der Rest der EU schnell zerfallen. Bestenfalls tritt an ihre Stelle dann eine neue Version der EG, also ein mehr oder weniger vereinheitlichter Binnenmarkt ohne irgendwelche weiteren Verschränkungen auf politischer oder finanzieller Ebene, quasi wie eine große Freihandelszone aus souveränen Nationalstaaten. Die Briten hätten sicher Interesse, dabei wieder mitzumachen, und auch die Osteuropäer und der zuletzt formierte “Block der Sparsamen” (Österreich, Schweden, Dänemark, Niederlande, Finnland) wären für so ein Projekt bestimmt zu gewinnen.

      Davon abgesehen, was wollen die anderen EU-Staaten aus dem Club Med in so einer Situation stattdessen machen? Glauben Sie etwa, die Italiener schicken dann ihre Armee, um Deutschland doch zum Weiterzahlen zu zwingen? Das wird schon daran scheitern, dass die jungen Italiener und Deutschen keine Lust auf so einen wahnsinnigen Krieg haben. In Frankreich bekommt Marcon schon jetzt Putschdrohungen aus dem Militär – glauben Sie, die französische Armee würde einen Marschbefehl zum Krieg gegen Deutschland befolgen? Völlig absurd. Militärisch ist dieser Konflikt nicht zu lösen.

      Schlimmstenfalls gäbe es Versuche aus dem Ausland, eine zahlungsunwillige deutsche Regierung durch verdeckte Operationen zum Zusammenbruch zu bringen, so ähnlich wie das der damaligen österreichischen ÖVP-FPÖ-Regierung in einem Ferienhaus in Ibiza widerfahren ist…

      Antworten
      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Richard Ott

        >“Was passiert, wenn wir nicht mehr zahlen WOLLEN?”>

        Ich lasse jetzt mal meine Phantasie walten:

        a) Ich halte es nicht für ausgeschlossen, dass wir der zuvor der Abschaffung des Einstimmigkeitsprinzips zugestimmt haben.

        Wenn ich mir anschaue, was bei uns möglich ist, ist auch das möglich.

        Wie auch immer, das hilft den anderen nichts, wenn wir nicht wollen.

        Für diesen Fall gilt:

        Wenn die Zitrone nicht will, kann man sie auch nicht auspressen.

        >Dann hilft wirklich nur noch ein deutscher EU-Austritt, um aus den Zahlungsverpflichtungen herauszukommen, und ohne den Zahlmeister wird der Rest der EU schnell zerfallen.>

        Nein, wenn wir nicht mehr zahlen wollen bzw. wollen, dass weitere Kredite aufgenommen werden, dann fällt der Laden auseinander, OHNE dass wir Weiteres tun müssen.

        b) Davon abgesehen, was wollen die anderen EU-Staaten aus dem Club Med in so einer Situation stattdessen machen?

        Verfallen Sie nicht in österreichisches Schmierentheater, sondern bleiben Sie realistisch.

        Es läuft anders ab:

        Nach dem Motto rette sich wer kann, wird JEDER nach den chinesischen KREDITEN greifen, die großzügig angeboten werden.

        Ich bin mir ziemlich sicher, dass das funktioniert, denn es funktioniert ja schon.

        Wenn es nicht anders geht, können die Chinesen auch gern übernehmen.

        Funktioniert auch schon und zwar bestens:

        Der Hafen von Piräus.

        Der ist zum „Kopf des Drachen in Europa“ geworden und liegt hinter Rotterdam, Antwerpen und Hamburg bereits auf Platz vier unter den umsatzstärksten Häfen des Kontinents.

        Hier mehr dazu:

        https://www.focus.de/finanzen/boerse/konjunktur/vorbei-an-bremerhaven-der-kopf-des-drachen-waechst-china-macht-piraeus-zum-einfallstor-nach-europa_id_12028052.html

        Mit dem Hafen ist mehr gekommen, aus dem verlinkten Text:

        >Der Hafen ist dabei nur ein Zeichen dafür, wie stark die Chinesen im finanziell angeschlagenen Griechenland Fuß gefasst haben. Seit 2005 haben fernöstliche Firmen hier 7,5 Milliarden Euro investiert. 15.369 Chinesen haben sich zudem ein „goldenes Visum“ gesichert. Das gibt es für Ausländer, die mindestens 250.000 Euro in griechische Immobilien investieren. Und weil Griechenland Teil der EU ist, ist das Visum damit eine Eintrittskarte für den gesamten Schengen-Raum.

        Nächstes Ziel der Chinesen ist die griechische Energieversorgung. Deren Teilprivatisierung gehört ebenfalls zu den Auflagen der Troika. 24 Prozent des Netzbetreibers ADMIE sind bereits in griechischer Hand, ebenso die Mehrheit an drei großen Windparks im Land.>

        Läuft doch prima.

        Haben Sie seitdem etwas von großen Problemen in Griechenland gehört?

        Ich nicht.

        Lesbos ist kein griechisches, sondern nach Ansicht „williger Europäer“ ein europäisches Problem.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Herr Tischer

        “Wenn die Zitrone nicht will, kann man sie auch nicht auspressen.”

        Oh nein. Wenn die institutionellen Regeln so sind, dass die mediterranen Küchenmeister die Zitrone auspressen können, ohne dass ihr Einverständnis nötig ist, dann wird das so geschehen. Das gebietet schon das Rechtsstaatsprinzip. Wenn der Zitrone das nicht gefällt, muss sie die Regeln wieder ändern statt süß zu träumen während der Entsafter aufgestellt wird.

        “Verfallen Sie nicht in österreichisches Schmierentheater, sondern bleiben Sie realistisch.”

        Ich erwarte, dass österreichisches Schmierentheater auch in Deutschland aufgeführt wird – oder es zumindest zu dem Versuch kommt – wenn Deutschland eines Tages zahlungsunwillig ist. Halten Sie das für so unrealistisch? Es ist ein unfreundlicher Akt, aber doch deutlich niederschwelliger als selbst ein Handelskrieg.

        “Nach dem Motto rette sich wer kann, wird JEDER nach den chinesischen KREDITEN greifen, die großzügig angeboten werden. Ich bin mir ziemlich sicher, dass das funktioniert, denn es funktioniert ja schon. Wenn es nicht anders geht, können die Chinesen auch gern übernehmen.”

        Wenn zum Beispiel Griechenland das so will, dann soll es so geschehen. Es ist ein souveräner Staat. Die Griechen sollten aber daran denken, dass die Chinesen deutlich unnachgiebiger reagieren werden als die EU, wenn sie nach der Kreditvergabe nicht mehr ihren Willen bekommen. Und die Nazi-Keule zieht bei den Chinesen auch nicht.

        Stärkerer chinesischer Einfluss in Griechenland hat übrigens eine paradoxe Konsequenz: Er stabilisiert die griechischen Beziehungen zur Türkei. Dort investieren die Chinesen nämlich auch – und die haben überhaupt kein Interesse daran, dass diese beiden aus chinesischer Sicht kleinen Staaten ihre jahrhundertealten Konflikte weiter auskämpfen und damit womöglich die strategischen chinesischen Investitionsprojekte der Neuen Seidenstraße scheitern lassen.

        Und bekanntlich gehen die Chinesen auch deutlich robuster mit Versuchen der islamistischen Subversion um als Europa das tut.

        Das Drohszenario, das Sie hier malen wollen, funktioniert also nur in Washington. Deutschland hat keine Ambitionen mehr, im Weltmachtspiel mitzumachen, wir wollen einfach nur unsere Produkte überall hin verkaufen (und dafür auch tatsächlich bezahlt werden) – und wenn China dazu eine Eisenbahnlinie bis in den Hafen von Piräus oder noch weiter in den Balkan baut, dann erleichtert das unseren Marktzugang nach China sogar im Falle einer amerikanischen Seeblockade, was womöglich eines Tages noch sehr nützlich werden könnte.

        “Haben Sie seitdem etwas von großen Problemen in Griechenland gehört? Ich nicht.”

        Ja klar, aber nicht bei Ihren Lieblingssendern ARD und ZDF. ;)

        Die dort dominierenden Probleme sind aber im Moment Corona und die außenpolitischen Konflikte mit der Türkei, finanzpolitsch ist eher Ruhe, obwohl die griechische Staatsverschuldung auch schon wieder größer ist als vor dem letzten “Rettungspaket”, was aber ja nicht besonders relevant ist, weil die “Rettungskredite” extrem lange Laufzeiten haben.

        Schauen Sie mal hier:

        Η Ελλάδα θα κληθεί να επιλέξει – “Greece will be called to choose”
        https://translate.google.com/translate?sl=auto&tl=en&u=https://www.euro2day.gr/specials/dr_money/article/2060095/h-ellada-tha-klhthei-na-epilexei.html

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Richard Ott

        >Das Drohszenario, das Sie hier malen wollen, funktioniert also nur in Washington.>

        Welches DROHSZENARIO?

        Ich beziehe mich auf den Hafen PIRÄUS.

        Der ist bereits REALITÄT und einiges, was dranhängt, ebenfalls.

        Wenn der JETZT schon, also in noch relativ guten Zeiten verglichen mit einem Zerfall der EU chinesische Realität ist, dann ist es zwar Phantasie, wenn ich ihn als Modell-Lösung für eine Situation nehme, die ganz anders ist, wenn alle am Boden liegen.

        Es ist aber Phantasie mit REALITÄTSBEZUG.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        “Welches DROHSZENARIO? Ich beziehe mich auf den Hafen PIRÄUS. Der ist bereits REALITÄT”

        Ja, es ist Realität.

        Aber was soll daran bedrohlich sein? Das Engagement der Chinesen hat genauso Vor- und Nachteile wie der amerikanische Einfluss auf die EU.

        Was offensichtlich nur Nachteile hat, ist, wenn Deutschland Geld im Mittelmeer versenkt und dafür gar keine Gegenleistung bekommt.

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Herr Ott

        Ich rede doch nicht von einer Bedrohlichkeit.

        Wenn alles am Boden liegt, dann ist NICHTS bedrohlich.

        Dann WOLLEN die Menschen auch als Sklaven überleben, wenn es nicht anders geht.

      • weico
        weico sagte:

        “Das gebietet schon das Rechtsstaatsprinzip. Wenn der Zitrone das nicht gefällt, muss sie die Regeln wieder ändern statt süß zu träumen während der Entsafter aufgestellt wird.”

        Richtig !

        Nur wie schwer heute EU-Regeländerungen sind und welche Angst die EU vor Volksabstimmungen hat, zeigt sich ja nur schon daran welche Problem es der Gemeinschaft bereitet eine simple “EU-Zukunftskonferenz” durchzuführen.

        Was so eine “EU-Zukunftskonferenz” dann bringen soll, ist “herrlich” beschrieben:

        “Bürgerinnen und Bürger sollten auf breiter Basis zu ihren Wünschen für Europas Zukunft befragt werden, in Versammlungen und auf einer Onlineplattform. Ihre Impulse sollten von der Politik umgesetzt werden.”

        Aber bitte nur per Onlineplattform und ganz unverbindlich und keinesfalls per Wahlen/Volksbefragungen den dann könnte der “Schuss ja wieder nach hinten” losgehen…..:

        “Für tiefgreifende Umwälzungen im EU-Gefüge wären Änderungen an den EU-Verträgen notwendig, die als nahezu ausgeschlossen gelten. Die Mitgliedsländer müssen sie nicht nur einstimmig beschließen, in einigen wären auch Volksabstimmungen notwendig. Von denen aber will in der EU niemand mehr etwas hören. Bis heute wirkt das Trauma des Verfassungskonvents vor rund 20 Jahren nach, dessen Ergebnis in Frankreich und den Niederlanden per Referendum abgelehnt wurde. Das Brexit-Referendum von 2016 war wenig geeignet, das Image von Volksabstimmungen in der EU zu verbessern: Sie gelten in Brüssel in erster Linie als Steilvorlage für Populisten.”

        https://www.spiegel.de/politik/deutschland/eu-zukunftskonferenz-kann-nun-doch-starten-a-c24a6e24-2808-4e58-8112-6adba5732994

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ weico

        Da das zu ÄNDERNDE Rechtsstaatsprinzip – von einstimmigen zu Mehrheitsbeschlüssen – nicht realisierbar ist, wird was erfolgen?

        Das, was bisher erfolgt ist:

        a) KONTINUIERLICHER Rechtsbruch

        und

        b) STIMMENKAUF in nächtelangen Sitzungen bis Einstimmigkeit hergestellt worden ist.

        und

        c) immer wieder PROZESSE vor nationalen Gerichten und dem EuGH.

        Mir sagt dies:

        Es gibt KEINE Mehrheiten in den Bevölkerungen, die DIESE EU befürworten und stärken wollen.

        Es geht NUR darum, dass KEINEM Land der Atem ausgeht und es zusammensackt.

        Das wollen allerdings ALLE.

  4. Susanne Finke-Röpke
    Susanne Finke-Röpke sagte:

    bto: “Und was passiert, wenn wir nicht mehr zahlen können?”

    Tja, dann passiert etwas sehr interessantes. Dann wird die AFD, deren jüngster Ausstiegsbeschluss aus der EU normalerweise selbstmörderisch gewesen wäre, auf einmal zum Zugpferd bei den Wählern, weil sie als einzige glaubwürdig von Anfang an EU-kritisch waren, so wie die Grünen von den beiden heißen Sommern 2018 und 2019 profitieren, weil sie als einzige glaubwürdig seit Jahrzehnten für eine echte Klimaschutzpolitik eingetreten sind, als die anderen noch bei den Lippenbekenntnissen waren. Und wenn dann noch zeitgleich Frau Le Pen französische Präsidentin sein sollte, wird das Heulen und Zähneknirschen groß sein in Deutschland. Und dann werden wieder Sündenböcke gesucht. Und dann werden Sie, Herr Dr. Stelter, noch mehr Vorwürfen ausgesetzt als bisher, denn niemand mag den Propheten im eigenen Lande, der auf die eigenen Versäumnisse rechtzeitig hingewiesen hat und auch noch recht behalten hat. Sie werden dann in einer Reihe stehen neben Max Otte, Flossbach & von Storch, Professor Sinn, Professor Lucke, Herrn Gauweiler und anderen. Und Sie können sicher sein, dass Herr Professer Fratzscher frühzeitig den Wechsel der europäischen politischen Windrichtung im Hinblick auf seine persönlichen Ambitionen in seinem Sinne registrieren wird, denn als politische Wetterfahne ist bestens qualifiziert…

    Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      “Und Sie können sicher sein, dass Herr Professer Fratzscher frühzeitig den Wechsel der europäischen politischen Windrichtung im Hinblick auf seine persönlichen Ambitionen in seinem Sinne registrieren wird, denn als politische Wetterfahne ist bestens qualifiziert”

      Ist er nicht. Oder besser: Die Bewährungsprobe dafür steht noch aus.

      Wenn der Wind bisher immer von Westen kam, merken Sie ja auch nicht, ob sich der Wetterhahn überhaupt frei drehen kann oder ob bei ihm irgendwas klemmt.

      Antworten
    • Dietmar Tischer
      Dietmar Tischer sagte:

      @ Susanne Finke-Röpke

      >Dann wird die AFD, deren jüngster Ausstiegsbeschluss aus der EU normalerweise selbstmörderisch gewesen wäre, auf einmal zum Zugpferd bei den Wählern.>

      Ich stimme Ihnen tendenziell zu, aber das Völkische der Ost-AfD braucht eine Menge Überwindung.

      Wenn die AfD trotzdem – oder gerade deswegen?! – das Zugpferd bei den Wählern wird, dann muss man keine Angst haben um die Personen, die sie genannt haben.

      Denn dann werden sich VIELE vordrängeln mit dem Bekenntnis, dass jetzt endlich mal „Ordnung“ geschaffen werden müsse und gemeinsam mit der AfD anpacken.

      So ist es auch bei den Grünen:

      Vor Jahrzehnten die Schmuddelkinder, die zuerst nur blockiert haben, dann mit Turnschuhen im Parlament aufgetreten sind, auch mal mit höchster Autorität andere „Arsch****“ beschimpft haben, um sich vom Applaus der darüber entzückten Journaille adeln zu lassen, und heute:

      Die Grünen sind GESUCHTE Gesprächspartner gerade auch derer, die im Wirtschaftsleben viel Macht haben.

      Und nach der Wahl wird es ein GEDRÄNGE von LOBBYISTEN vor den Türen deren Ministerien geben.

      Man muss eben das Maul nach dem Trog ausrichten, wenn man futtern will.

      Wird immer so sein, egal woher der Wind weht.

      Antworten
      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Frank Präuner

        Ja, das Narrativ haben sie in die Welt gebracht, aber es muss auch GRÜNDE dafür geben, warum es sich GEGEN andere derart durchgesetzt hat.

        Der Grund ist EINDEUTIG der Klimawandel, egal woran er letztlich festgemacht wird.

        Die Leute bekommen das Gletscherschmelzen vorgeführt, sehen kranke Bäume, erleben
        Hochwasserkatastrophen und vermehrt heiße Sommer mit zu geringen Niederschlägen:

        DARAUF konnten sie aufsetzen – mit dem „Klimawandel BEKÄMPFEN“-Narrativ.

        Und dann noch die VERSTÄRKUNG durch die Wissenschaft.

        Das ist die Heiligsprechung unserer Zeit.

        Eigentlich müssten die Grünen einen viel größeren Anhang haben.

        Es scheint aber so, dass es einer ansehnlichen Anzahl von Menschen mulmig wird, wenn z. B. die Möchtekanzlerin Baerbock den Mund aufmacht und etwas über Kurzstreckenflüge verlauten lässt.

        Wenn dann noch breitgetreten wird – und das wird es von den andern Parteien und selbst von Teilen der Medien -, was angeblich alles NICHT nötig ist im Leben, werden grüne Blütenträume welken.

        Mal sehen, es wird spannend wie lange nicht.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Herr Tischer

        “Ich stimme Ihnen tendenziell zu, aber das Völkische der Ost-AfD braucht eine Menge Überwindung.

        Wenn die AfD trotzdem – oder gerade deswegen?! – das Zugpferd bei den Wählern wird, dann muss man keine Angst haben um die Personen, die sie genannt haben.”

        Oh, das “Völkische” als Idee ist gerade sehr trendig – fast jeden Tag finden auch hier im bunten Deutschland konkurrierende Demonstrationen von zwei miteinander verfeindeten ethno-religiösen Gruppen statt, die beide Ansprüche auf das gleiche Gebiet im Nahen Osten anmelden und dort ungestört von der jeweils anderen ihren Ethnostaat errichten möchten…

        PS: Jetzt fällt mir sogar auf, dass der Satz mehrdeutig ist und nicht nur als “Zionisten vs. Hamas” sondern zum Beispiel auch als “Erdogan-Türken vs. PKK-Kurden” interpretiert werden kann.

  5. Al
    Al sagte:

    “Und was passiert, wenn wir nicht mehr zahlen können?”

    Dann wird es wirklich lustig, oder wie die alten Chinesen sagen dann “leben wir in interessanten Zeiten”.

    Antworten
    • der Kater
      der Kater sagte:

      Die Toleranzschwelle des “Deutschen” ist so dermaßen hoch, dass die Variante “nicht mehr zahlen” de-facto, also praktisch, ausgeschlossen ist.

      Er lässt sich einsperren, Feste verbieten, Familie untersagen, Ratschläge zur Armlänge Abstand erteilen, und trotzdem geht er weiter malochen als gäbe es kein morgen; trotzdem steht sie wieder um 5:00h auf um pünktlich zur Schicht zu erscheinen, usw. usf. Und natürlich werden Herr und Frau Deutsch auch steigende öffentliche Abgaben und steigendes Renteneintrittsalter in Kauf nehmen (im Gegensatz zu FR od IT). Der proof of concept ist positiv.

      Und lassen Sie es mich positiv formulieren: Ist das schlecht? Wenn ja, warum? Wer darum Bescheid weiß, kann sich gut einrichten und ja, auch wirklich gut leben.

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  6. Gnomae
    Gnomae sagte:

    “….das strategische Ziel Frankreichs, Italiens und Spaniens. Deutschland ist erneut wie eine Hausfrau, die mit Profis Poker spielt.”

    Ein hervorragender Vergleich. Zur Profirunde würde passen: Die Chefin der Grünen. Drei spielen falsch und einer wird folglich abgezockt.

    Durch den indirekten Zugriff auf die Deutschen Steuermilliarden sind die EU-Schulden sicher, das Vermögen der Deutschen nicht.

    Wer die Diskussionen der Grünen und über die Energiewende in der letzten Zeit verfolgt hat, wird feststellen, dass die Akteure im Grunde im luftleeren Raum agieren. Wenn eine 100 km lange Bahnstrecke zur Fertigstellung ca. 30 Jahre beansprucht, kann logisch gefolgert werden, dass dieses System bei der nächsten Finanzkrise, die sicher kommt, an den Rand der Belastbarkeit gedrängt wird.

    Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @Gnomae

      >”Deutschland ist erneut wie eine Hausfrau, die mit Profis Poker spielt.”
      “Ein hervorragender Vergleich. Zur Profirunde würde passen: Die Chefin der Grünen. Drei spielen falsch und einer wird folglich abgezockt. ”

      Wenn Sie hier weiter so unsere GröVaz (Größte Völkerrechtlerin aller Zeiten) ins Lächerliche ziehen, dann spreche ich Ihnen jegliche Qualitäten als Kavalier ab…

      Antworten
  7. weico
    weico sagte:

    “bto:Und was passiert, wenn wir nicht mehr zahlen können?”

    Können ??

    Aus EU-politischer Sicht wird es schlicht heissen:
    “Deutschland KANN problemlos zahlen ! Es muss nur gewillt sein, sich MEHR zu verschulden ! Schliesslich weiss man in EU-Landen ja genau, dass der “Exportweltmeister Deutschland” am meisten vom Euro “profitiert” hat.

    Da liegt noch so viel Potenzial beim “Profiteur” darnieder , um solidarisch das EU-Friedenprojekt mitzugestalten…

    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/163692/umfrage/staatsverschuldung-in-der-eu-in-prozent-des-bruttoinlandsprodukts/

    Antworten
    • Axel
      Axel sagte:

      Soviel ich weiß, hängt das Wohl und Wehe der Eurozone vom Tripple AAA Ranking der deutschen Anleihe ab. Diese steht im direkten Zusammenhang mit der Schuldenquote unseres Landes und der Fähigkeit, Alle rauszuhauen, wenn es zum Schwur kommt.
      Ist das der wahre Grund für die deutsche Schuldenbremse?
      Es wäre auf jeden Fall ein gutes Argument, im Sinne der Finanzstabilität, nicht allen Begehren des “Friedendensprojektes Europa” nachgehen zu können…

      Antworten
      • weico
        weico sagte:

        @Axel

        “Soviel ich weiß, hängt das Wohl und Wehe der Eurozone vom Tripple AAA Ranking der deutschen Anleihe ab. Diese steht im direkten Zusammenhang mit der Schuldenquote unseres Landes und der Fähigkeit, Alle rauszuhauen, wenn es zum Schwur kommt.”

        ..wobei Schuldenquote nur bedingt etwas mit einem Finanz/Kredit-Ranking/Rating zutun hat.

        Schauen sie sich die tiefe Schuldenquote von z.B. Rumänien, Bulgarien ,Türkei, Weissrussland oder Russland an.
        Schuldenquote absolut TOP …… Kreditrating FLOP.

  8. Richard Ott
    Richard Ott sagte:

    “The proposed extension of the bloc’s cap-and-trade emissions trading system to the buildings and transport sectors is estimated to bring in about €10 billion a year, according to the Commission. But it is already facing resistance from a number of countries, ranging from Poland to Portugal, amid worries it will increase costs for industry and households. This is, however, the likeliest one to go ahead in some form.” – bto: Es klingt so schön grün und deshalb kommt es.

    Und vor allen Dingen ist es *DIE GELEGENHEIT*, der EU die Macht zur Besteuerung von Energieverbrauch zu verschaffen, die laut den EU-Verträgen ursprünglich nur bei den Mitgliedsstaaten lag.

    “The EU is also adamant that any new levy should remain in the EU’s budget, even after the recovery fund — which has been described as a one-off instrument — is repaid.”

    Wenn Sie einem Hund so viel füttern, dass er richtig fett wird, lässt er sich ja hinterher auch nicht so einfach wieder auf Diät setzen. Da gibts ganz viel Gejaule und Gewinsel – immerhin wirft er aber niemandem “Europafeindlichkeit” vor oder fängt mit Moralpredigten über “historische Verantwortung” an.

    Ich hätte lieber einen fetten Hund als die EU.

    Antworten
  9. foxxly
    foxxly sagte:

    ……… das staats- und wirtschaftssystem krankt an der auszerrung der realwirtschaft und besonders des klein- und mittelstandes. sie haben letztlich alle lasten und abgaben zu leisten.

    es wird zunehmend geld mit geld verdient. das ist keine echte und nachhaltige wertschöpfung.

    …… verursacht durch das kreditgeldsystem!

    nun, eine besserung dieser fatalen entwicklung müsste zum ziel haben, die realwirtschaft zu stärken und keine bigplayer zuzulassen (obergrenzen)

    die lastenverteilung ist einer der haupgründe in dieser fehlentwicklung.
    zb.
    -transaktionssteuer
    – beitragsbemessungsgrenzen abschaffen
    – lineare steuerlast ohne obergrenze
    – genossenschaften
    -banken ohne eigengeschäfte

    ziel müsste sein, dass spekulatives kapital und das großkapital die hauptlasten einer gesellschaft übernehmen müssten.

    …… dadurch ließe sich die systemische exponentielle geschwindigkeit der fehlentwicklung, verlangsamen.

    eine schuldenverminderung durch wachstum, ist in diesen system nicht möglich!
    dies ist der allübergreifende systemfehler!

    Antworten

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