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	Kommentare zu: Wer Schulden nicht versteht, versteht auch die Geldpolitik nicht	</title>
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	<description>Daniel Stelter ist die unabhängige Stimme zur Finanzkrise</description>
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		<title>
		Von: Michael Stöcker		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/wer-schulden-nicht-versteht-versteht-auch-die-geldpolitik-nicht/#comment-15591</link>

		<dc:creator><![CDATA[Michael Stöcker]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Oct 2015 08:21:32 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/wer-schulden-nicht-versteht-versteht-auch-die-geldpolitik-nicht/#comment-15584&quot;&gt;Daniel Stelter&lt;/a&gt;.

Und als Ergänzung dann noch eine Runde „Flassonomics“: https://soffisticated.wordpress.com/2013/05/31/flassonomics/

Den sogenannten Umstellungs“gewinn“ sehe ich übrigens immer noch nicht (siehe hierzu auch mein Kommentar weiter unten). Exogene monetäre Injektionen sind in erster Linie ein Umverteilungsinstrument von Gewinnen aus vergangenen Perioden.

LG Michael Stöcker]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/wer-schulden-nicht-versteht-versteht-auch-die-geldpolitik-nicht/#comment-15584">Daniel Stelter</a>.</p>
<p>Und als Ergänzung dann noch eine Runde „Flassonomics“: <a href="https://soffisticated.wordpress.com/2013/05/31/flassonomics/" rel="nofollow ugc">https://soffisticated.wordpress.com/2013/05/31/flassonomics/</a></p>
<p>Den sogenannten Umstellungs“gewinn“ sehe ich übrigens immer noch nicht (siehe hierzu auch mein Kommentar weiter unten). Exogene monetäre Injektionen sind in erster Linie ein Umverteilungsinstrument von Gewinnen aus vergangenen Perioden.</p>
<p>LG Michael Stöcker</p>
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		Von: Michael Stöcker		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/wer-schulden-nicht-versteht-versteht-auch-die-geldpolitik-nicht/#comment-15590</link>

		<dc:creator><![CDATA[Michael Stöcker]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Oct 2015 08:03:15 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/wer-schulden-nicht-versteht-versteht-auch-die-geldpolitik-nicht/#comment-15583&quot;&gt;Katalin&lt;/a&gt;.

Steinhardt/Flassbeck stellt viele Dinge richtig dar. Aber auch er hat unser Geldsystem nicht in Gänze verstanden. Allerdings ist er an der Funktionsweise schon sehr viel näher dran als die Vollgeldanhänger. Vielleicht ist es aber auch der notwendigen Kürze solcher Beiträge geschuldet. Hier nun meine Sicht zum Thema Vollgeld und Steinhardt/Flassbeck. 

Der erste Irrtum besteht darin, dass auch Steinhardt von einem fraktionalen Reservesystem spricht. Dies wird auch nicht dadurch besser, dass auch Jens Weidmann diesen unseligen Begriff der Loanable Funds Theorie verwendet: https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Reden/2015/2015_07_09_weidmann.html

Tatsächlich haben wir es mit einem hierarchischen Geldsystem zu tun, dass vom Marktvertrauen (Solidität der Kreditvergabe), der Entwicklung des Interbankenmarkts sowie der Liebe zur Bargeldhaltung determiniert ist. Je weniger Vertrauen im System, desto weiter verschiebt sich die Geldmenge in der Hierarchie nach oben. Ich nenne diesen Vorgang Geldstufentransformation, da tatsächlich kein neues Geld im Sinne der Geldmenge M1/M2/M3 entsteht, sondern lediglich die Hierarchiestufe wechselt.

Ganz oben in der Hierarchie steht das Gold. Es spielt dann eine Rolle, wenn es keine soliden Reservewährungen mehr gibt. Ist z. Z. noch nicht der Fall. Von daher dümpelt der Goldpreis ja auch so vor sich hin. Dies muss aber nicht so bleiben. Uns Menschen ist ja jeder noch so große Unsinn zuzutrauen.

Auf der zweiten Stufe steht das Zentralbankgeld (Currency), welches zugleich das gesetzliche Zahlungsmittel ist. ALLE Zahlungen erfolgen IMMER mit Zentralbankgeld, sofern nichts anderes vertraglich vereinbart wurde. Auch bei einer Banküberweisung mit Giralgeld fließt IMMER im Hintergrund auch ZBG. Alle anderen Behauptungen hierzu sind schlicht und ergreifend FALSCH. Alle Fiat-Kritiker sollen sich bitte mal mit dem Thema Clearing auseinander setzen. Wenn sie dies dann verstanden haben, werden sie erkennen, dass Geld eben gerade nicht aus dem Nichts entsteht (Für Steinhardt scheint ein Kreditvertrag auch nur Nichts zu sein). Und nein, es gibt auch keine Seigniorage (Ausnahme: Münzen, deren Nennwert über den Herstellungskosten liegt). Ein großer Irrtum, dem auch Huber zu unterliegen scheint.

Auf der dritten Stufe steht schließlich das Giralgeld (Deposit). Dieses entsteht aber nicht aus dem Nichts, sondern auf Basis eines Kreditvertrags. Die Fiat-Nummer führt hier in die Irre, da nicht zwischen Kredit und Geld differenziert wird. Auch ein Kreditvertrag muss IMMER mit ZBG erfüllt werden (Stichwort auch hier: Clearing).

Und auf der vierten Stufe folgen die sonstigen Sicherheiten. Dazu zählen Wechsel, Immobilien etc. Für weitere Details empfehle ich Perry Mehrling: „The Inherent Hierarchy of Money“.

Nun zu einem weiteren Irrtum von Steinhardt. Er behauptet: 

„Wird Geld nun ausschließlich von der Zentralbank emittiert, wird dieses Risiko ohne Zweifel eliminiert, da eine Zentralbank nie zahlungsunfähig werden kann.“

Eine Zentralbank zwar nicht, aber eine Geschäftsbank! Dies ist der riesengroße Irrtum der Vollgeldbewegung. Zahlungen müssen immer mit ZBG durchgeführt werden; und somit müssen unsolide Banken immer mit dem Vertrauensverlust zurechtkommen.

Was Steinhardt aber dann schreibt ist völlig richtig: 

„Der Staat könnte den Bestand von Buchgeld einfach garantieren.“

So ist es! Und das haben letztlich auch die Notenbanken in der Krise gemacht, indem sie zweifelhafte Assets in sichere Zentralbankguthaben transformiert haben.

Jetzt kommt aber schon wieder der nächste Denkfehler: 

„Denn nach einer Vollgeldreform führt der Konkurs einer Bank nicht mehr zum Zusammenbruch des Zahlungsverkehrs und damit entfällt der wichtigste Grund, Banken vor dem Konkurs zu retten.“

Der Autor geht wohl davon aus, dass die Geschäftsbanken das Geld von der ZB geschenkt bekommen. So ein Unsinn! Es geschieht exakt das Gleiche wie bei der sogenannten Bankenrettung. Wenn die Assets nicht mehr einlösbar sind, dann muss die ZB eine Abschreibung vornehmen. Und genau das Gleiche muss sie machen, wenn eine Bank in einem Vollgeldsystem Pleite geht. Dann macht sie Verluste und es gibt keine Gewinnüberweisungen mehr an unsere Finanzminister.

Aus diesem Grund halte ich die ganze Vollgeldidee auch für einen riesengroßen Irrtum. Allerdings ist hierdurch die dringend notwendige Diskussion über unser Geldsystem überhaupt erst so richtig in die Gänge gekommen. Und das ist gut so!

Es geht weiter:

„Buchgeld ist also teilweise Bankengeld und teilweise Staatsgeld.“

Diese Aussage ist insbesondere in Krisenzeiten von großer Bedeutung. Kriege wurden schon immer über die Notenpresse finanziert. Da wurde sehr schnell aus Inside Money Outside Money. Insbesondere in Krisenzeiten haben wir es also mit einem hybriden System zu tun (auch mein Vorschlag zu einer Citoyage erzeugt eine hybride Struktur). Zu den Details siehe wieder Perry Mehrling: „Why is money difficult?“

Zum nächsten Punk:

„Nun mag es ja viele gute Gründe geben, eine antizyklische Fiskalpolitik zur Stärkung der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage abzulehnen, aber es ist dennoch eine unleugbare Tatsache, dass in einem Vollgeldsystem die Möglichkeiten eines Staates, Geld zu produzieren und damit eine die Wirtschaft stabilisierende Nachfrage zu entfalten, stark eingeschränkt werden.“

Diesem Argument kann ich nicht viel abgewinnen, da die fiktiven Gewinne eines Vollgeldsystems (Huber spricht hier von der Seigniorage) ja gerade an den Haushalt abgeführt werden. Jeder von uns hätte natürlich noch einen etwas höheren individuellen Bedarf. Aber irgendwo muss es doch auch Grenzen geben, um das Vertrauen nicht zu unterminieren.

Zum Schluss noch etwas hierzu:

„Diese Aussagen machen mehr als deutlich, dass Vollgeldreformer Verfechter einer „soliden Haushaltspolitik“ sind und sie daher die gegenwärtig in Europa praktizierte Austeritätspolitik für richtig halten müssen.“

Hier kann ich nun gar nicht mehr folgen. Ein steter Zufluss an ZBG verhindert doch gerade den Zwang zur Austeritätspolitik. Und in Krisenzeiten könnte eine Monetative ja durchaus den Hahn etwas weiter aufdrehen. Dann hätte sich Steinhardt in seinem Fazit auch den Seitenhieb auf den fehlerhaften Monetarismus 2.0 sparen können. Aber der muss ja mit allen Mitteln diskreditiert werden, damit das eigene Weltbild besser zur monetären Wirklichkeit passt. Flassbeck muss hier natürlich ins gleiche Horn stoßen (seine Kritik am naiven Monetarismus 1.0 ist allerdings mehr als berechtigt), weil ansonsten ja seine ganze Lohnerhöhungsstrategie ernsthafte Konkurrenz bekommt.

Ansonsten hatten wir das Thema schon mal vor einigen Monaten: http://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/vollgeld-liquiditaet-und-stabilitaet/#comment-8502

Wenn Sie bei einem wirklichen Experten in die Schule gehen möchten, dann empfehle ich Ihnen den Blog Soffisticated von Dr. Renée Menéndez. Starten Sie in der oberen Navigation oder gehen direkt zum Beitrag „Vollgeldspielereien“. Ansonsten natürlich auch insbesondere Perry Mehrling.

LG Michael Stöcker]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/wer-schulden-nicht-versteht-versteht-auch-die-geldpolitik-nicht/#comment-15583">Katalin</a>.</p>
<p>Steinhardt/Flassbeck stellt viele Dinge richtig dar. Aber auch er hat unser Geldsystem nicht in Gänze verstanden. Allerdings ist er an der Funktionsweise schon sehr viel näher dran als die Vollgeldanhänger. Vielleicht ist es aber auch der notwendigen Kürze solcher Beiträge geschuldet. Hier nun meine Sicht zum Thema Vollgeld und Steinhardt/Flassbeck. </p>
<p>Der erste Irrtum besteht darin, dass auch Steinhardt von einem fraktionalen Reservesystem spricht. Dies wird auch nicht dadurch besser, dass auch Jens Weidmann diesen unseligen Begriff der Loanable Funds Theorie verwendet: <a href="https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Reden/2015/2015_07_09_weidmann.html" rel="nofollow ugc">https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Reden/2015/2015_07_09_weidmann.html</a></p>
<p>Tatsächlich haben wir es mit einem hierarchischen Geldsystem zu tun, dass vom Marktvertrauen (Solidität der Kreditvergabe), der Entwicklung des Interbankenmarkts sowie der Liebe zur Bargeldhaltung determiniert ist. Je weniger Vertrauen im System, desto weiter verschiebt sich die Geldmenge in der Hierarchie nach oben. Ich nenne diesen Vorgang Geldstufentransformation, da tatsächlich kein neues Geld im Sinne der Geldmenge M1/M2/M3 entsteht, sondern lediglich die Hierarchiestufe wechselt.</p>
<p>Ganz oben in der Hierarchie steht das Gold. Es spielt dann eine Rolle, wenn es keine soliden Reservewährungen mehr gibt. Ist z. Z. noch nicht der Fall. Von daher dümpelt der Goldpreis ja auch so vor sich hin. Dies muss aber nicht so bleiben. Uns Menschen ist ja jeder noch so große Unsinn zuzutrauen.</p>
<p>Auf der zweiten Stufe steht das Zentralbankgeld (Currency), welches zugleich das gesetzliche Zahlungsmittel ist. ALLE Zahlungen erfolgen IMMER mit Zentralbankgeld, sofern nichts anderes vertraglich vereinbart wurde. Auch bei einer Banküberweisung mit Giralgeld fließt IMMER im Hintergrund auch ZBG. Alle anderen Behauptungen hierzu sind schlicht und ergreifend FALSCH. Alle Fiat-Kritiker sollen sich bitte mal mit dem Thema Clearing auseinander setzen. Wenn sie dies dann verstanden haben, werden sie erkennen, dass Geld eben gerade nicht aus dem Nichts entsteht (Für Steinhardt scheint ein Kreditvertrag auch nur Nichts zu sein). Und nein, es gibt auch keine Seigniorage (Ausnahme: Münzen, deren Nennwert über den Herstellungskosten liegt). Ein großer Irrtum, dem auch Huber zu unterliegen scheint.</p>
<p>Auf der dritten Stufe steht schließlich das Giralgeld (Deposit). Dieses entsteht aber nicht aus dem Nichts, sondern auf Basis eines Kreditvertrags. Die Fiat-Nummer führt hier in die Irre, da nicht zwischen Kredit und Geld differenziert wird. Auch ein Kreditvertrag muss IMMER mit ZBG erfüllt werden (Stichwort auch hier: Clearing).</p>
<p>Und auf der vierten Stufe folgen die sonstigen Sicherheiten. Dazu zählen Wechsel, Immobilien etc. Für weitere Details empfehle ich Perry Mehrling: „The Inherent Hierarchy of Money“.</p>
<p>Nun zu einem weiteren Irrtum von Steinhardt. Er behauptet: </p>
<p>„Wird Geld nun ausschließlich von der Zentralbank emittiert, wird dieses Risiko ohne Zweifel eliminiert, da eine Zentralbank nie zahlungsunfähig werden kann.“</p>
<p>Eine Zentralbank zwar nicht, aber eine Geschäftsbank! Dies ist der riesengroße Irrtum der Vollgeldbewegung. Zahlungen müssen immer mit ZBG durchgeführt werden; und somit müssen unsolide Banken immer mit dem Vertrauensverlust zurechtkommen.</p>
<p>Was Steinhardt aber dann schreibt ist völlig richtig: </p>
<p>„Der Staat könnte den Bestand von Buchgeld einfach garantieren.“</p>
<p>So ist es! Und das haben letztlich auch die Notenbanken in der Krise gemacht, indem sie zweifelhafte Assets in sichere Zentralbankguthaben transformiert haben.</p>
<p>Jetzt kommt aber schon wieder der nächste Denkfehler: </p>
<p>„Denn nach einer Vollgeldreform führt der Konkurs einer Bank nicht mehr zum Zusammenbruch des Zahlungsverkehrs und damit entfällt der wichtigste Grund, Banken vor dem Konkurs zu retten.“</p>
<p>Der Autor geht wohl davon aus, dass die Geschäftsbanken das Geld von der ZB geschenkt bekommen. So ein Unsinn! Es geschieht exakt das Gleiche wie bei der sogenannten Bankenrettung. Wenn die Assets nicht mehr einlösbar sind, dann muss die ZB eine Abschreibung vornehmen. Und genau das Gleiche muss sie machen, wenn eine Bank in einem Vollgeldsystem Pleite geht. Dann macht sie Verluste und es gibt keine Gewinnüberweisungen mehr an unsere Finanzminister.</p>
<p>Aus diesem Grund halte ich die ganze Vollgeldidee auch für einen riesengroßen Irrtum. Allerdings ist hierdurch die dringend notwendige Diskussion über unser Geldsystem überhaupt erst so richtig in die Gänge gekommen. Und das ist gut so!</p>
<p>Es geht weiter:</p>
<p>„Buchgeld ist also teilweise Bankengeld und teilweise Staatsgeld.“</p>
<p>Diese Aussage ist insbesondere in Krisenzeiten von großer Bedeutung. Kriege wurden schon immer über die Notenpresse finanziert. Da wurde sehr schnell aus Inside Money Outside Money. Insbesondere in Krisenzeiten haben wir es also mit einem hybriden System zu tun (auch mein Vorschlag zu einer Citoyage erzeugt eine hybride Struktur). Zu den Details siehe wieder Perry Mehrling: „Why is money difficult?“</p>
<p>Zum nächsten Punk:</p>
<p>„Nun mag es ja viele gute Gründe geben, eine antizyklische Fiskalpolitik zur Stärkung der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage abzulehnen, aber es ist dennoch eine unleugbare Tatsache, dass in einem Vollgeldsystem die Möglichkeiten eines Staates, Geld zu produzieren und damit eine die Wirtschaft stabilisierende Nachfrage zu entfalten, stark eingeschränkt werden.“</p>
<p>Diesem Argument kann ich nicht viel abgewinnen, da die fiktiven Gewinne eines Vollgeldsystems (Huber spricht hier von der Seigniorage) ja gerade an den Haushalt abgeführt werden. Jeder von uns hätte natürlich noch einen etwas höheren individuellen Bedarf. Aber irgendwo muss es doch auch Grenzen geben, um das Vertrauen nicht zu unterminieren.</p>
<p>Zum Schluss noch etwas hierzu:</p>
<p>„Diese Aussagen machen mehr als deutlich, dass Vollgeldreformer Verfechter einer „soliden Haushaltspolitik“ sind und sie daher die gegenwärtig in Europa praktizierte Austeritätspolitik für richtig halten müssen.“</p>
<p>Hier kann ich nun gar nicht mehr folgen. Ein steter Zufluss an ZBG verhindert doch gerade den Zwang zur Austeritätspolitik. Und in Krisenzeiten könnte eine Monetative ja durchaus den Hahn etwas weiter aufdrehen. Dann hätte sich Steinhardt in seinem Fazit auch den Seitenhieb auf den fehlerhaften Monetarismus 2.0 sparen können. Aber der muss ja mit allen Mitteln diskreditiert werden, damit das eigene Weltbild besser zur monetären Wirklichkeit passt. Flassbeck muss hier natürlich ins gleiche Horn stoßen (seine Kritik am naiven Monetarismus 1.0 ist allerdings mehr als berechtigt), weil ansonsten ja seine ganze Lohnerhöhungsstrategie ernsthafte Konkurrenz bekommt.</p>
<p>Ansonsten hatten wir das Thema schon mal vor einigen Monaten: <a href="http://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/vollgeld-liquiditaet-und-stabilitaet/#comment-8502" rel="nofollow ugc">http://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/vollgeld-liquiditaet-und-stabilitaet/#comment-8502</a></p>
<p>Wenn Sie bei einem wirklichen Experten in die Schule gehen möchten, dann empfehle ich Ihnen den Blog Soffisticated von Dr. Renée Menéndez. Starten Sie in der oberen Navigation oder gehen direkt zum Beitrag „Vollgeldspielereien“. Ansonsten natürlich auch insbesondere Perry Mehrling.</p>
<p>LG Michael Stöcker</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Daniel Stelter		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/wer-schulden-nicht-versteht-versteht-auch-die-geldpolitik-nicht/#comment-15584</link>

		<dc:creator><![CDATA[Daniel Stelter]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Oct 2015 16:14:56 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterslektuere&#038;p=4505#comment-15584</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/wer-schulden-nicht-versteht-versteht-auch-die-geldpolitik-nicht/#comment-15583&quot;&gt;Katalin&lt;/a&gt;.

Halte Flassbeck nicht für einen Experten auf dem Gebiet. Er stört sich an dem Konzept einer unabhängigen Zentralbank – ich nicht –, und er will freie Staatsfinanzierung, die Vollgeld übrigens ermöglicht. Zudem gibt es den Umstellungsgewinn, der uns mit den bestehenden Schulden hilft. Ansonsten empfehle ich Stelter vs. Flassbeck auf diesen Seiten.

DSt]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/wer-schulden-nicht-versteht-versteht-auch-die-geldpolitik-nicht/#comment-15583">Katalin</a>.</p>
<p>Halte Flassbeck nicht für einen Experten auf dem Gebiet. Er stört sich an dem Konzept einer unabhängigen Zentralbank – ich nicht –, und er will freie Staatsfinanzierung, die Vollgeld übrigens ermöglicht. Zudem gibt es den Umstellungsgewinn, der uns mit den bestehenden Schulden hilft. Ansonsten empfehle ich Stelter vs. Flassbeck auf diesen Seiten.</p>
<p>DSt</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Katalin		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/wer-schulden-nicht-versteht-versteht-auch-die-geldpolitik-nicht/#comment-15583</link>

		<dc:creator><![CDATA[Katalin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Oct 2015 09:33:58 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterslektuere&#038;p=4505#comment-15583</guid>

					<description><![CDATA[Sehr geehrter Herr Dr. Stelter, 

können Sie bitte den Artikel, eines Experten, zum Thema Vollgeld kommentieren. 

Hier zufinden;

http://www.flassbeck-economics.de/die-schweizer-vollgeld-initiative-ein-beitrag-zur-reform-des-finanzsektors/

Danke 

Gruß 

Katalin]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr geehrter Herr Dr. Stelter, </p>
<p>können Sie bitte den Artikel, eines Experten, zum Thema Vollgeld kommentieren. </p>
<p>Hier zufinden;</p>
<p><a href="http://www.flassbeck-economics.de/die-schweizer-vollgeld-initiative-ein-beitrag-zur-reform-des-finanzsektors/" rel="nofollow ugc">http://www.flassbeck-economics.de/die-schweizer-vollgeld-initiative-ein-beitrag-zur-reform-des-finanzsektors/</a></p>
<p>Danke </p>
<p>Gruß </p>
<p>Katalin</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Michael Stöcker		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/wer-schulden-nicht-versteht-versteht-auch-die-geldpolitik-nicht/#comment-15582</link>

		<dc:creator><![CDATA[Michael Stöcker]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Oct 2015 09:10:11 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterslektuere&#038;p=4505#comment-15582</guid>

					<description><![CDATA[Die Headline könnte auch lauten:

Wer Zinsen nicht versteht, versteht auch die Geldpolitik nicht.

Wer mit dem falschen Kompass durch diese Welt navigiert, der muss sich nicht wundern, wenn er nicht ans Ziel gelangt und die Finanzmärkte orientierungslos umherirren. Ich hatte den Beitrag von Straubhaar vor einigen Tagen gelesen und war mehr als fassungslos. So langsam sollten sich doch unsere Mainstream-Ökonomen von der unseligen Loanable Funds Theorie verabschieden und sich bewusst machen, welche Funktion der Zins eigentlich in unserem Geldsystem hat. Die kopernikanische Wende ist leider immer noch nicht vollzogen. Der Name meines Blogs ist Programm. Hier der erste Beitrag nochmals zur Erinnerung: https://zinsfehler.wordpress.com/2013/08/21/zinsmythen/.

LG Michael Stöcker]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Headline könnte auch lauten:</p>
<p>Wer Zinsen nicht versteht, versteht auch die Geldpolitik nicht.</p>
<p>Wer mit dem falschen Kompass durch diese Welt navigiert, der muss sich nicht wundern, wenn er nicht ans Ziel gelangt und die Finanzmärkte orientierungslos umherirren. Ich hatte den Beitrag von Straubhaar vor einigen Tagen gelesen und war mehr als fassungslos. So langsam sollten sich doch unsere Mainstream-Ökonomen von der unseligen Loanable Funds Theorie verabschieden und sich bewusst machen, welche Funktion der Zins eigentlich in unserem Geldsystem hat. Die kopernikanische Wende ist leider immer noch nicht vollzogen. Der Name meines Blogs ist Programm. Hier der erste Beitrag nochmals zur Erinnerung: <a href="https://zinsfehler.wordpress.com/2013/08/21/zinsmythen/" rel="nofollow ugc">https://zinsfehler.wordpress.com/2013/08/21/zinsmythen/</a>.</p>
<p>LG Michael Stöcker</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
	</channel>
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