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	Kommentare zu: Dient QE einem Ziel, wird es Zeit, es zu beenden	</title>
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	<description>Daniel Stelter ist die unabhängige Stimme zur Finanzkrise</description>
	<lastBuildDate>Mon, 30 Aug 2021 06:40:52 +0000</lastBuildDate>
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		<title>
		Von: Richard Ott		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/wenn-qe-einem-ziel-dient-wird-es-zeit-es-zu-beenden/#comment-196715</link>

		<dc:creator><![CDATA[Richard Ott]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Aug 2021 06:40:52 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/wenn-qe-einem-ziel-dient-wird-es-zeit-es-zu-beenden/#comment-196631&quot;&gt;Stoertebekker&lt;/a&gt;.

@Stoertebekker

&quot;5.b) Das ist QE so wie wir’s erleben und bringt überhaupt keine Ausweitung des Kreditvolumens. Und damit auch keine inflationären Impulse.&quot;

Doch! Natürlich tut es das, und zwar bei den Krediten an den Staat!

Hier beispielhaft für die USA die &quot;Ausweitung des Kreditvolumens&quot;, QE auch mit Staatsanleihen gibts seit dort seit dem 4. Quartal 2008: 
https://fred.stlouisfed.org/series/GFDEBTN/]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/wenn-qe-einem-ziel-dient-wird-es-zeit-es-zu-beenden/#comment-196631">Stoertebekker</a>.</p>
<p>@Stoertebekker</p>
<p>&#8220;5.b) Das ist QE so wie wir’s erleben und bringt überhaupt keine Ausweitung des Kreditvolumens. Und damit auch keine inflationären Impulse.&#8221;</p>
<p>Doch! Natürlich tut es das, und zwar bei den Krediten an den Staat!</p>
<p>Hier beispielhaft für die USA die &#8220;Ausweitung des Kreditvolumens&#8221;, QE auch mit Staatsanleihen gibts seit dort seit dem 4. Quartal 2008:<br />
<a href="https://fred.stlouisfed.org/series/GFDEBTN/" rel="nofollow ugc">https://fred.stlouisfed.org/series/GFDEBTN/</a></p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Stoertebekker		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/wenn-qe-einem-ziel-dient-wird-es-zeit-es-zu-beenden/#comment-196631</link>

		<dc:creator><![CDATA[Stoertebekker]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Aug 2021 10:32:06 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterslektuere&#038;p=23064#comment-196631</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/wenn-qe-einem-ziel-dient-wird-es-zeit-es-zu-beenden/#comment-196583&quot;&gt;Renée Menéndez&lt;/a&gt;.

@RMenéndez, auch @MStöcker

Hab die Essenz des Gedanken nun nochmal aufgeschrieben. Ggfs. steht&#039;s hier dann halt zweimal.

Mein Grundproblem ist die &quot;Doppel&quot;verwendungsmöglichkeit der Staatsanleihen a) bilanzstärkend und damit Kreditschöpfungspotenzial erhöhend und b) das von Ihnen beschriebene Liquiditätsbereitstellungspotenzial über die Reserven bei der ZB. Durchdekliniert heißt das: 

1.) Die Bank kauft Staatsanleihen. Damit kann sie nun zweierlei tun.

1.a) In die Bilanz nehmen und damit mehr Kreditschöpfungspotenzial erzeugen (Höhe ergibt sich aus regulatorischen Vorgaben).
1.b) An die ZB durchreichen und ein Provisionsgeschäft machen. 

2.) Das hat dann die Folgen

2.a) Die Bank kann mehr Kredite ausreichen, weil das Kreditschöpfungspotenzial gestiegen ist.
2.b) Die Bank macht Provisions-Gewinn. Kreditschöpfungspotenzial bleibt völlig unberührt.

3.) Konsequenz

3.a) Für die Bereitstellung der Kreditliquidität beim Kreditnehmer braucht die Bank nun die Reserven. Die Balance zwischen Kreditschöpfungspotenzial (bilanziell) und Liquiditätsbereitstellungspotenzial (Reserven bei der ZB) kann sie über Bilanzsteuerung und Zinshöhen (Angebot-/Nachfrage) der ausgereichten Kredite hinbekommen.
3.b) Kreditschöpfungspotenzial bleibt unverändert (ggfs. marginal höher, wenn die Gewinne nicht ausgeschüttet werden). Liquiditätsbereitstellungspotenzial steigt immer weiter und läuft mangels Kreditnachfrage komplett ins Leere.

4.) Inflationäre Auswirkungen

4.a) Bei entsprechend umfangreicher Ausreichung von Krediten kommt ggfs. tatsächlich ein inflationärer Impuls ins System.
4.b) Bei Gewinnausschüttung an die saturierten Banker kommt es zu einem inflationären Impuls bei Superyachten, Luxusuhren, Kleinhubschraubern usw. Sonst nix.

5.) Fazit

5.a) Das funktioniert NUR, wenn die Banken einen höheren Anreiz haben, Kredite auszugeben statt ein Provisionsgeschäft mit der ZB einzugehen. Im Moment nicht gegeben. 
5.b) Das ist QE so wie wir’s erleben und bringt überhaupt keine Ausweitung des Kreditvolumens. Und damit auch keine inflationären Impulse. 
(Zinswirkung lasse ich hier mal raus, habe im Dialog mit @Thomas M. aber schon mal Daten(zeit)reihen verlinkt, die KEINE Zinswirkung von QE zeigen.)

Ironie der Geschichte: 
- QE führt zur technischen Bereitstellung von immer MEHR ZB-Liquidität, die aber nicht abgerufen wird.
- Gleichzeitig führt das zu immer WENIGER Liquidität im Repo-Markt. WEIL die ZBs über QE die für Repo nötigen Kollaterale einziehen (1a-Staatsanleihen; 1a hier NUR bzgl. der Liquidität der einschlägigen Märkte gemeint).

PS Für alle eventuell noch folgenden Diskussionen wäre es super, in obiger Struktur zu diskutieren, also mir Punkt 2.a) oder 4.b) um die Ohren zu hauen.
PS2 Es geht hier AUSSCHLIESSLICH um die Kette Staatsanleihen/QE/inflationäre Impulse.
PS3 Mit dem Gefühl von deutlich mehr Klarheit und Struktur in den Gedanken geht&#039;s in ein schönes Wochenende 😀👍😉]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/wenn-qe-einem-ziel-dient-wird-es-zeit-es-zu-beenden/#comment-196583">Renée Menéndez</a>.</p>
<p>@RMenéndez, auch @MStöcker</p>
<p>Hab die Essenz des Gedanken nun nochmal aufgeschrieben. Ggfs. steht&#8217;s hier dann halt zweimal.</p>
<p>Mein Grundproblem ist die &#8220;Doppel&#8221;verwendungsmöglichkeit der Staatsanleihen a) bilanzstärkend und damit Kreditschöpfungspotenzial erhöhend und b) das von Ihnen beschriebene Liquiditätsbereitstellungspotenzial über die Reserven bei der ZB. Durchdekliniert heißt das: </p>
<p>1.) Die Bank kauft Staatsanleihen. Damit kann sie nun zweierlei tun.</p>
<p>1.a) In die Bilanz nehmen und damit mehr Kreditschöpfungspotenzial erzeugen (Höhe ergibt sich aus regulatorischen Vorgaben).<br />
1.b) An die ZB durchreichen und ein Provisionsgeschäft machen. </p>
<p>2.) Das hat dann die Folgen</p>
<p>2.a) Die Bank kann mehr Kredite ausreichen, weil das Kreditschöpfungspotenzial gestiegen ist.<br />
2.b) Die Bank macht Provisions-Gewinn. Kreditschöpfungspotenzial bleibt völlig unberührt.</p>
<p>3.) Konsequenz</p>
<p>3.a) Für die Bereitstellung der Kreditliquidität beim Kreditnehmer braucht die Bank nun die Reserven. Die Balance zwischen Kreditschöpfungspotenzial (bilanziell) und Liquiditätsbereitstellungspotenzial (Reserven bei der ZB) kann sie über Bilanzsteuerung und Zinshöhen (Angebot-/Nachfrage) der ausgereichten Kredite hinbekommen.<br />
3.b) Kreditschöpfungspotenzial bleibt unverändert (ggfs. marginal höher, wenn die Gewinne nicht ausgeschüttet werden). Liquiditätsbereitstellungspotenzial steigt immer weiter und läuft mangels Kreditnachfrage komplett ins Leere.</p>
<p>4.) Inflationäre Auswirkungen</p>
<p>4.a) Bei entsprechend umfangreicher Ausreichung von Krediten kommt ggfs. tatsächlich ein inflationärer Impuls ins System.<br />
4.b) Bei Gewinnausschüttung an die saturierten Banker kommt es zu einem inflationären Impuls bei Superyachten, Luxusuhren, Kleinhubschraubern usw. Sonst nix.</p>
<p>5.) Fazit</p>
<p>5.a) Das funktioniert NUR, wenn die Banken einen höheren Anreiz haben, Kredite auszugeben statt ein Provisionsgeschäft mit der ZB einzugehen. Im Moment nicht gegeben.<br />
5.b) Das ist QE so wie wir’s erleben und bringt überhaupt keine Ausweitung des Kreditvolumens. Und damit auch keine inflationären Impulse.<br />
(Zinswirkung lasse ich hier mal raus, habe im Dialog mit @Thomas M. aber schon mal Daten(zeit)reihen verlinkt, die KEINE Zinswirkung von QE zeigen.)</p>
<p>Ironie der Geschichte:<br />
&#8211; QE führt zur technischen Bereitstellung von immer MEHR ZB-Liquidität, die aber nicht abgerufen wird.<br />
&#8211; Gleichzeitig führt das zu immer WENIGER Liquidität im Repo-Markt. WEIL die ZBs über QE die für Repo nötigen Kollaterale einziehen (1a-Staatsanleihen; 1a hier NUR bzgl. der Liquidität der einschlägigen Märkte gemeint).</p>
<p>PS Für alle eventuell noch folgenden Diskussionen wäre es super, in obiger Struktur zu diskutieren, also mir Punkt 2.a) oder 4.b) um die Ohren zu hauen.<br />
PS2 Es geht hier AUSSCHLIESSLICH um die Kette Staatsanleihen/QE/inflationäre Impulse.<br />
PS3 Mit dem Gefühl von deutlich mehr Klarheit und Struktur in den Gedanken geht&#8217;s in ein schönes Wochenende 😀👍😉</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Stoertebekker		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/wenn-qe-einem-ziel-dient-wird-es-zeit-es-zu-beenden/#comment-196626</link>

		<dc:creator><![CDATA[Stoertebekker]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Aug 2021 06:18:02 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/wenn-qe-einem-ziel-dient-wird-es-zeit-es-zu-beenden/#comment-196591&quot;&gt;Stoertebekker&lt;/a&gt;.

@RMenéndez

Hatte beim Aufwachen einen Gedanken, der mein Problem aufgrund Ihrer Erklärungen ENDLICH gelöst hat. Dies auch aufgeschrieben, dann aber einen Fehler in der eingetippten email-Adresse gehabt. Hoffe, dass der Beitrag vom Moderator bald freigegeben wird...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/wenn-qe-einem-ziel-dient-wird-es-zeit-es-zu-beenden/#comment-196591">Stoertebekker</a>.</p>
<p>@RMenéndez</p>
<p>Hatte beim Aufwachen einen Gedanken, der mein Problem aufgrund Ihrer Erklärungen ENDLICH gelöst hat. Dies auch aufgeschrieben, dann aber einen Fehler in der eingetippten email-Adresse gehabt. Hoffe, dass der Beitrag vom Moderator bald freigegeben wird&#8230;</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Stoertebekker		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/wenn-qe-einem-ziel-dient-wird-es-zeit-es-zu-beenden/#comment-196625</link>

		<dc:creator><![CDATA[Stoertebekker]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Aug 2021 06:13:13 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/wenn-qe-einem-ziel-dient-wird-es-zeit-es-zu-beenden/#comment-196591&quot;&gt;Stoertebekker&lt;/a&gt;.

@RMenéndez

PS Heute morgen bin ich aufgewacht und hab - glaube ich - mein bisheriges Problem erkannt: Staatsanleihen können von den Banken auf ZWEI Arten verwendet werden.

1.) Sie bleiben bei der Bank, stärken damit die Bilanz und erhöhen das regulatorische/substanzielle Kreditvergabepotenzial (gemessen in besseren Stresstest-Ergebnssen). 
(NACH der Entscheidung für die Vergabe des Kredits an einen Kreditnehmer benötigt die Bank dann die Reserven bei der ZB, um die ZB-Liquidität technisch bereitzustellen). ODER

2.) Sie geben die Staatsanleihen an die ZB weiter und erhöhen damit ihre eigenen Möglichkeiten der ZB-Geld-Liquiditätsbeschaffung. Gleichzeitig BERAUBEN sie sich damit aber der Möglichkeit, MEHR Kredite auf ihre eigene Bilanz zu nehmen.

Dh die Banken machen mit den Staatsanleihen lieber ein Provisionsgeschäft als ihre Bilanzen zu stärken (um mehr Kredite vergeben zu können). Dadurch wachsen die ZB-Reserven, die aber gar nicht genutzt werden, weil die Banken kein zusätzliches bilanzielles Kreditvergabepotenzial haben bzw. keine Lust haben/keine Chancen in neuen Krediten sehen. 

Fazit: QE verpufft wirkungslos als Makler-Provisionsgeschäft der Banken zwischen Staat und ZB. 

Das liefert mir endlich die inhaltliche Erklärung der Jeff Snyderschen Beschreibungen zu den Phänomenen der Realität (Zinssenkungen funktionieren nicht, Wirtschaft wird nicht angekurbelt usw.) 

MEIN großes Verständnisproblem rührte aus der Doppelfunktion von Staatsanleihen als sowohl bilanzstärkende KreditSCHAFFUNGSgrundlage als auch ZB-Geld-schaffende KreditERFÜLLUNGSgrundlage (letzteres NUR liquiditätsbezogen). Und beide Funktionen gleichzeitig gehen nicht.

In meiner Schritt-für-Schritt-Denke hieße das

1.) Bank kauft Staatsanleihen. Damit kann sie zwei Dinge tun. Entweder 

2.a) Sie stärkt ihre Bilanz und kann MEHR Kredite vergeben. ODER
2.b) Sie macht ein Provisionsgeschäft mit der ZB und diese Transaktion ist neutral bzgl. ihrer Kreditvergabemöglichkeiten.

3.a) Wenn sie mehr Kredite vergibt, benötigt sie Reserven bei der ZB, um die Liquidität dieser neuen Kredite dem Kreditnehmer zur Verfügung zu stellen. 
[Über die von ihr aufgerufenen Kreditzinssätze kann sie selbst steuern, dass ihr eigenes Kreditangebot (bilanziell/regulatorisch vorgegeben) mit ihren Liquiditäts-Reserve-Möglichkeiten in Einklang steht.]
3.b) Die Bank macht einen Gewinn und kann zufrieden das Geld an ihre tollen &quot;Leistungsträger&quot; ausschütten.

4.a) Die zunehmende Kreditvergabe führt zu zunehmender Nachfrage und darüber entstehen (abhängig von der Auslastungssituation) ggfs. inflationäre Impulse.
4.b) Die zunehmende Nachfrage der gesättigten Banker führt zu inflationsähnlichen Impulsen bei Superyachten, Kleinhubschraubern, Luxus-Uhren-Marken usw.

5.) QE führt damit lediglich zu einer Aufblähung der Reserven bei der ZB, aber NICHT zu einer Ankurbelung der Wirtschaft. (Ausnahme: Luxusgütersektor)

Darüber hinaus führt QE (das technisch die Voraussetzung für MEHR ZB-Liquidität schafft) ironischerweise zu einem Entzugvon Kollateral (Bunds, Treasuries) im Repo-Markt und damit dort zu LiquiditätsNOT.

Falls das alles so ist wie ich mir das gerade zusammenbaue - vielen Dank, liebe ZBs für die völlig unsinnigen Interventionen. Gewinner: Banker, die gar keine Kredite an die Wirtschaft vergeben wollen (oder regulatorisch eingeschränkt gggfs. auch gar nicht dürfen)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/wenn-qe-einem-ziel-dient-wird-es-zeit-es-zu-beenden/#comment-196591">Stoertebekker</a>.</p>
<p>@RMenéndez</p>
<p>PS Heute morgen bin ich aufgewacht und hab &#8211; glaube ich &#8211; mein bisheriges Problem erkannt: Staatsanleihen können von den Banken auf ZWEI Arten verwendet werden.</p>
<p>1.) Sie bleiben bei der Bank, stärken damit die Bilanz und erhöhen das regulatorische/substanzielle Kreditvergabepotenzial (gemessen in besseren Stresstest-Ergebnssen).<br />
(NACH der Entscheidung für die Vergabe des Kredits an einen Kreditnehmer benötigt die Bank dann die Reserven bei der ZB, um die ZB-Liquidität technisch bereitzustellen). ODER</p>
<p>2.) Sie geben die Staatsanleihen an die ZB weiter und erhöhen damit ihre eigenen Möglichkeiten der ZB-Geld-Liquiditätsbeschaffung. Gleichzeitig BERAUBEN sie sich damit aber der Möglichkeit, MEHR Kredite auf ihre eigene Bilanz zu nehmen.</p>
<p>Dh die Banken machen mit den Staatsanleihen lieber ein Provisionsgeschäft als ihre Bilanzen zu stärken (um mehr Kredite vergeben zu können). Dadurch wachsen die ZB-Reserven, die aber gar nicht genutzt werden, weil die Banken kein zusätzliches bilanzielles Kreditvergabepotenzial haben bzw. keine Lust haben/keine Chancen in neuen Krediten sehen. </p>
<p>Fazit: QE verpufft wirkungslos als Makler-Provisionsgeschäft der Banken zwischen Staat und ZB. </p>
<p>Das liefert mir endlich die inhaltliche Erklärung der Jeff Snyderschen Beschreibungen zu den Phänomenen der Realität (Zinssenkungen funktionieren nicht, Wirtschaft wird nicht angekurbelt usw.) </p>
<p>MEIN großes Verständnisproblem rührte aus der Doppelfunktion von Staatsanleihen als sowohl bilanzstärkende KreditSCHAFFUNGSgrundlage als auch ZB-Geld-schaffende KreditERFÜLLUNGSgrundlage (letzteres NUR liquiditätsbezogen). Und beide Funktionen gleichzeitig gehen nicht.</p>
<p>In meiner Schritt-für-Schritt-Denke hieße das</p>
<p>1.) Bank kauft Staatsanleihen. Damit kann sie zwei Dinge tun. Entweder </p>
<p>2.a) Sie stärkt ihre Bilanz und kann MEHR Kredite vergeben. ODER<br />
2.b) Sie macht ein Provisionsgeschäft mit der ZB und diese Transaktion ist neutral bzgl. ihrer Kreditvergabemöglichkeiten.</p>
<p>3.a) Wenn sie mehr Kredite vergibt, benötigt sie Reserven bei der ZB, um die Liquidität dieser neuen Kredite dem Kreditnehmer zur Verfügung zu stellen.<br />
[Über die von ihr aufgerufenen Kreditzinssätze kann sie selbst steuern, dass ihr eigenes Kreditangebot (bilanziell/regulatorisch vorgegeben) mit ihren Liquiditäts-Reserve-Möglichkeiten in Einklang steht.]<br />
3.b) Die Bank macht einen Gewinn und kann zufrieden das Geld an ihre tollen &#8220;Leistungsträger&#8221; ausschütten.</p>
<p>4.a) Die zunehmende Kreditvergabe führt zu zunehmender Nachfrage und darüber entstehen (abhängig von der Auslastungssituation) ggfs. inflationäre Impulse.<br />
4.b) Die zunehmende Nachfrage der gesättigten Banker führt zu inflationsähnlichen Impulsen bei Superyachten, Kleinhubschraubern, Luxus-Uhren-Marken usw.</p>
<p>5.) QE führt damit lediglich zu einer Aufblähung der Reserven bei der ZB, aber NICHT zu einer Ankurbelung der Wirtschaft. (Ausnahme: Luxusgütersektor)</p>
<p>Darüber hinaus führt QE (das technisch die Voraussetzung für MEHR ZB-Liquidität schafft) ironischerweise zu einem Entzugvon Kollateral (Bunds, Treasuries) im Repo-Markt und damit dort zu LiquiditätsNOT.</p>
<p>Falls das alles so ist wie ich mir das gerade zusammenbaue &#8211; vielen Dank, liebe ZBs für die völlig unsinnigen Interventionen. Gewinner: Banker, die gar keine Kredite an die Wirtschaft vergeben wollen (oder regulatorisch eingeschränkt gggfs. auch gar nicht dürfen)</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Dietmar Tischer		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/wenn-qe-einem-ziel-dient-wird-es-zeit-es-zu-beenden/#comment-196618</link>

		<dc:creator><![CDATA[Dietmar Tischer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Aug 2021 23:36:30 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterslektuere&#038;p=23064#comment-196618</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/wenn-qe-einem-ziel-dient-wird-es-zeit-es-zu-beenden/#comment-196591&quot;&gt;Stoertebekker&lt;/a&gt;.

@ Stoertebekker 

&#062;QE birgt KEINE Inflationsgefahren, wenn die Banken (aufgrund ihrer Lagebeurteilung und der regulatorischen Vorgaben) KEINE neuen Kredite im Volumen der zusätzlichen Reserven ausgeben. Da mir dies im Moment nicht so zu sein scheint, bleibe ich bei meiner neutralen Inflationserwartung.&#062;

Neue Kredite der Banken ist KEINE notwendige Bedingung für Inflation. 

Angebot und Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen entscheiden darüber, ob es Inflation gibt (der Verbraucherpreise, um die es hier geht). 

Wenn die Banken VERMEHRT angewiesen werden, von den Konten des Bankpublikums – Danke R. Menéndez für die elegante Formulierung – Zahlungen zu leisten, die Vergütung für erbrachte oder noch zu erbringender Nachfrage sind, entsteht Inflation. 

Das kann z. B. dann der Fall sein, wenn Häuslebauer in Baden-Württemberg vermehrt Eigenkapital einsetzen, weil sie per REGULIERUNG eine Solaranlage aufs Dach setzen MÜSSEN. 

Dieser Fall ist natürlich nur beispielhaft gemeint, weil er nur punktuelle Wirkung hat, aber es sollte verständlich sein, was ich sagen will. 

Inflationstreibend breiter wirken die Verschmutzungszertifikate, die ebenfalls ein regulatives Instrument sind.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/wenn-qe-einem-ziel-dient-wird-es-zeit-es-zu-beenden/#comment-196591">Stoertebekker</a>.</p>
<p>@ Stoertebekker </p>
<p>&gt;QE birgt KEINE Inflationsgefahren, wenn die Banken (aufgrund ihrer Lagebeurteilung und der regulatorischen Vorgaben) KEINE neuen Kredite im Volumen der zusätzlichen Reserven ausgeben. Da mir dies im Moment nicht so zu sein scheint, bleibe ich bei meiner neutralen Inflationserwartung.&gt;</p>
<p>Neue Kredite der Banken ist KEINE notwendige Bedingung für Inflation. </p>
<p>Angebot und Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen entscheiden darüber, ob es Inflation gibt (der Verbraucherpreise, um die es hier geht). </p>
<p>Wenn die Banken VERMEHRT angewiesen werden, von den Konten des Bankpublikums – Danke R. Menéndez für die elegante Formulierung – Zahlungen zu leisten, die Vergütung für erbrachte oder noch zu erbringender Nachfrage sind, entsteht Inflation. </p>
<p>Das kann z. B. dann der Fall sein, wenn Häuslebauer in Baden-Württemberg vermehrt Eigenkapital einsetzen, weil sie per REGULIERUNG eine Solaranlage aufs Dach setzen MÜSSEN. </p>
<p>Dieser Fall ist natürlich nur beispielhaft gemeint, weil er nur punktuelle Wirkung hat, aber es sollte verständlich sein, was ich sagen will. </p>
<p>Inflationstreibend breiter wirken die Verschmutzungszertifikate, die ebenfalls ein regulatives Instrument sind.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Stoertebekker		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/wenn-qe-einem-ziel-dient-wird-es-zeit-es-zu-beenden/#comment-196617</link>

		<dc:creator><![CDATA[Stoertebekker]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Aug 2021 22:31:56 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterslektuere&#038;p=23064#comment-196617</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/wenn-qe-einem-ziel-dient-wird-es-zeit-es-zu-beenden/#comment-196591&quot;&gt;Stoertebekker&lt;/a&gt;.

@RMenéndez

&#062; Was Banken tatsächlich tun können ist, ihre Verfügungsrechte über Geld bei der Zentralbank einem Nichtbank-Kreditnehmer zur Verfügung zu stellen (Kreditvertrag), wobei sie als Zahlungsdienstleister die angewiesenen Zahlungen durchführen und dadurch dem Kreditnehmer die Kaufkraft vermitteln, die er sich vom Kredit erwartet.&#060; 

(Hinweis: das folgende ist wohl eher ein Selbstgespräch zur Gedankensortierung. Mit obiger Erklärung meine ich aber den Grundwirkmechanismus verstanden zu haben. Nochmals VIELEN DANK.)

Ok. Und damit werden die Reserven für die Realwirtschaft NUR wirksam, wenn die Bank dem Kreditwilligen tatsächlich einen Kredit gewährt. Dh (vereinfacht) ist das wirtschaftliche Umfeld euphorisch, wird sie tendenziell mehr Kredite ausreichen, ist es depressiv, tendenziell weniger. Dazu kommen noch die Regulierungszwangsjacken (Basel usw.) - die ja durchaus sinnvoll sein können.

Dh doch aber, dass ein inflationärer Impuls nicht per se durch eine Erhöhung der Reserven (=KreditbereitstellungsPOTENZIAL) entsteht. Sondern ausschließlich durch die KreditvergabeBEREITSCHAFT (sprich „das Sentiment“) der Banken. 

Und damit wäre QE über den Hebel Reservenerhöhung nur dann das richtige Mittel, wenn es massive ungedeckte Kreditnachfrage gäbe. Immer höhere Reserven bringen aber gar nichts, wenn sie nicht über Kreditgewährung  „ans Arbeiten“ gebracht werden.

Damit schließt sich für mich der Kreis - QE birgt KEINE Inflationsgefahren, wenn die Banken (aufgrund ihrer Lagebeurteilung und der regulatorischen Vorgaben) KEINE neuen Kredite im Volumen der zusätzlichen Reserven ausgeben. Da mir dies im Moment nicht so zu sein scheint, bleibe ich bei meiner neutralen Inflationserwartung.

(Und wenn das Sentiment gut ist/wäre, kann/könnte die Bank ihre ZB-Reserven anzapfen ODER bei Sparern ZB-Geld (Banknoten) einsammeln. Letzteres wird im Übrigen auch immer schwieriger - hab gerade an nem Bankschalter gesehen, dass ich bei Bareinzahlungen ab 10k€ einen Herkunftsnachweis erbringen muss…)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/wenn-qe-einem-ziel-dient-wird-es-zeit-es-zu-beenden/#comment-196591">Stoertebekker</a>.</p>
<p>@RMenéndez</p>
<p>&gt; Was Banken tatsächlich tun können ist, ihre Verfügungsrechte über Geld bei der Zentralbank einem Nichtbank-Kreditnehmer zur Verfügung zu stellen (Kreditvertrag), wobei sie als Zahlungsdienstleister die angewiesenen Zahlungen durchführen und dadurch dem Kreditnehmer die Kaufkraft vermitteln, die er sich vom Kredit erwartet.&lt; </p>
<p>(Hinweis: das folgende ist wohl eher ein Selbstgespräch zur Gedankensortierung. Mit obiger Erklärung meine ich aber den Grundwirkmechanismus verstanden zu haben. Nochmals VIELEN DANK.)</p>
<p>Ok. Und damit werden die Reserven für die Realwirtschaft NUR wirksam, wenn die Bank dem Kreditwilligen tatsächlich einen Kredit gewährt. Dh (vereinfacht) ist das wirtschaftliche Umfeld euphorisch, wird sie tendenziell mehr Kredite ausreichen, ist es depressiv, tendenziell weniger. Dazu kommen noch die Regulierungszwangsjacken (Basel usw.) &#8211; die ja durchaus sinnvoll sein können.</p>
<p>Dh doch aber, dass ein inflationärer Impuls nicht per se durch eine Erhöhung der Reserven (=KreditbereitstellungsPOTENZIAL) entsteht. Sondern ausschließlich durch die KreditvergabeBEREITSCHAFT (sprich „das Sentiment“) der Banken. </p>
<p>Und damit wäre QE über den Hebel Reservenerhöhung nur dann das richtige Mittel, wenn es massive ungedeckte Kreditnachfrage gäbe. Immer höhere Reserven bringen aber gar nichts, wenn sie nicht über Kreditgewährung  „ans Arbeiten“ gebracht werden.</p>
<p>Damit schließt sich für mich der Kreis &#8211; QE birgt KEINE Inflationsgefahren, wenn die Banken (aufgrund ihrer Lagebeurteilung und der regulatorischen Vorgaben) KEINE neuen Kredite im Volumen der zusätzlichen Reserven ausgeben. Da mir dies im Moment nicht so zu sein scheint, bleibe ich bei meiner neutralen Inflationserwartung.</p>
<p>(Und wenn das Sentiment gut ist/wäre, kann/könnte die Bank ihre ZB-Reserven anzapfen ODER bei Sparern ZB-Geld (Banknoten) einsammeln. Letzteres wird im Übrigen auch immer schwieriger &#8211; hab gerade an nem Bankschalter gesehen, dass ich bei Bareinzahlungen ab 10k€ einen Herkunftsnachweis erbringen muss…)</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Tom96		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/wenn-qe-einem-ziel-dient-wird-es-zeit-es-zu-beenden/#comment-196611</link>

		<dc:creator><![CDATA[Tom96]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Aug 2021 18:11:56 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/wenn-qe-einem-ziel-dient-wird-es-zeit-es-zu-beenden/#comment-196591&quot;&gt;Stoertebekker&lt;/a&gt;.

Der Begriff des Schatzkanzler
https://de.wikipedia.org/wiki/Schatzkanzler
macht es sehr schön deutlich, daß vom Aktivum (Goldschätze, Silberschätze) hin zum Passivum (Kreditaufnahmegenehmigungen) ein Wandel weg vom Staat direkt hin zu einer privaten oder öffentlichen Zentralbank nur noch Kreditverpflichtungen mit Ausgabeermächtigungen erfolgen.
Sir Francis Drake startete mit seinen drei Schiffen kam aber nur mit einem an einem geheimen Hafen an der Westküste Englands nachhause und brachte bei seiner gefährlichen Weltreise über mehrere Jahre laut wiki und Fernsehdokus wie folgt geschätzte Aktiva zur Queen Elizabeth.
&quot;Im April 1581 wurde der Gesamtwert der Ladung auf 600.000 Pfund geschätzt. Das wäre fast das zweieinhalbfache der jährlichen Steuereinnahmen des Königreiches England zur damaligen Zeit gewesen. Der Schriftsteller Edmund Howes behauptete einige Jahre später, dass Drakes Beute gereicht hätte, sieben Jahre lang Krieg mit den Spaniern zu führen. Lewis Roberts erklärte im 17. Jahrhundert, dass er Dokumente gesehen habe, die bewiesen, dass die Aktionäre, welche sich an Drakes Unternehmen beteiligt hatten, einen Profit von 4.700 % eingestrichen hätten. Demnach hatte jeder an dem Unternehmen beteiligte Teilhaber des Londoner Konsortiums für jeweils 100 investierte Pfund 4.700 Pfund ausgezahlt bekommen.&quot; 
Vorfinanzierung durch Tilgungs- und Zinsversprechen und Freibeuterische Briefe zur Plünderung der Welt wurden nachfinanziert plus erklägliche Gewinnaufschläge sowohl für Privatiers und Staatskasse/Schatzamt.
Da sind wir heute einen Schritt weiter sofortige Plünderung der Staatskassen und Gewinnausschüttungen und Leistungen irgendwann, irgendwie, irgendwo oder auch garnicht sowie einfach Anschreiben oder Revolvieren bis die Geldmengentrommel in die Pampas rolliert.
Könige sind heute der Kreditaufnahmekanzler und der Anschreibezentralbanker - as you like i / wie es euch gefällt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/wenn-qe-einem-ziel-dient-wird-es-zeit-es-zu-beenden/#comment-196591">Stoertebekker</a>.</p>
<p>Der Begriff des Schatzkanzler<br />
<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schatzkanzler" rel="nofollow ugc">https://de.wikipedia.org/wiki/Schatzkanzler</a><br />
macht es sehr schön deutlich, daß vom Aktivum (Goldschätze, Silberschätze) hin zum Passivum (Kreditaufnahmegenehmigungen) ein Wandel weg vom Staat direkt hin zu einer privaten oder öffentlichen Zentralbank nur noch Kreditverpflichtungen mit Ausgabeermächtigungen erfolgen.<br />
Sir Francis Drake startete mit seinen drei Schiffen kam aber nur mit einem an einem geheimen Hafen an der Westküste Englands nachhause und brachte bei seiner gefährlichen Weltreise über mehrere Jahre laut wiki und Fernsehdokus wie folgt geschätzte Aktiva zur Queen Elizabeth.<br />
&#8220;Im April 1581 wurde der Gesamtwert der Ladung auf 600.000 Pfund geschätzt. Das wäre fast das zweieinhalbfache der jährlichen Steuereinnahmen des Königreiches England zur damaligen Zeit gewesen. Der Schriftsteller Edmund Howes behauptete einige Jahre später, dass Drakes Beute gereicht hätte, sieben Jahre lang Krieg mit den Spaniern zu führen. Lewis Roberts erklärte im 17. Jahrhundert, dass er Dokumente gesehen habe, die bewiesen, dass die Aktionäre, welche sich an Drakes Unternehmen beteiligt hatten, einen Profit von 4.700 % eingestrichen hätten. Demnach hatte jeder an dem Unternehmen beteiligte Teilhaber des Londoner Konsortiums für jeweils 100 investierte Pfund 4.700 Pfund ausgezahlt bekommen.&#8221;<br />
Vorfinanzierung durch Tilgungs- und Zinsversprechen und Freibeuterische Briefe zur Plünderung der Welt wurden nachfinanziert plus erklägliche Gewinnaufschläge sowohl für Privatiers und Staatskasse/Schatzamt.<br />
Da sind wir heute einen Schritt weiter sofortige Plünderung der Staatskassen und Gewinnausschüttungen und Leistungen irgendwann, irgendwie, irgendwo oder auch garnicht sowie einfach Anschreiben oder Revolvieren bis die Geldmengentrommel in die Pampas rolliert.<br />
Könige sind heute der Kreditaufnahmekanzler und der Anschreibezentralbanker &#8211; as you like i / wie es euch gefällt.</p>
]]></content:encoded>
		
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		<item>
		<title>
		Von: Renée Menéndez		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/wenn-qe-einem-ziel-dient-wird-es-zeit-es-zu-beenden/#comment-196610</link>

		<dc:creator><![CDATA[Renée Menéndez]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Aug 2021 17:21:25 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterslektuere&#038;p=23064#comment-196610</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/wenn-qe-einem-ziel-dient-wird-es-zeit-es-zu-beenden/#comment-196591&quot;&gt;Stoertebekker&lt;/a&gt;.

ZB-Reserven sind für die Banken grundsätzlich (bis auf eine Ausnahme) dasselbe wie das Giralgeld für das Nichtbankenpublikum. Über Letzteres gab es ja hier schon eine breite Diskussion: 
https://think-beyondtheobvious.com/was-ist-giralgeld/
Die Ausnahme betrifft den Umstand, daß Zentralbanken die Schulden in ihrer selbst emittierten Währung jederzeit in beliebiger Höhe mit Bargeld - welches sie selbst autonom erzeugen - begleichen können. Aus diesem Grund sind die Schulden der Zentralbanken SO GUT WIE Bargeld, auch wenn sie trotz der jederzeitigen Auszahlbarkeit kein Geld, sondern - wie Giralgeld - Schuldverhältnisse sind. Der Begriff der Reserve ist eher historisch zu erklären, da in früheren Zeiten Goldbestände zur Abwendung eines bank-run erforderlich waren. Als Konsequenz daraus ergibt sich, daß letzten Endes die Reserven das eigentliche Zahlungsmittel waren und die Banknoten lediglich Forderungspapiere auf Gold, Silber was auch immer darstellten.

Früher waren Reserven ein bei der Zentralbank vorhandener Goldbestand, der wie jeder ordentliche Bestand ein Aktivum darstellt. Heute sind Reserven ein aktivischer (Forderungs-)Bestand bei den Banken, während der passivische Teil der Reserven die Schulden der Zentralbanken sind. Reserven sind damit heute nichts anderes als Schuldverhältnisse, die auf das aktuelle Zahlungsmittel lauten. Schuldverhältnisse kann man aber nicht &quot;ausleihen&quot;, d.h. Reserven ebenso wie Giralgeld können nicht Sachgegenstand eines Kreditvertrages sein (schon deshalb, weil es keine Sachen im sachenrechtlichen Sinne sind). Was Banken tatsächlich tun können ist, ihre Verfügungsrechte über Geld bei der Zentralbank einem Nichtbank-Kreditnehmer zur Verfügung zu stellen (Kreditvertrag), wobei sie als Zahlungsdienstleister die angewiesenen Zahlungen durchführen und dadurch dem Kreditnehmer die Kaufkraft vermitteln, die er sich vom Kredit erwartet. Die Reserven der Banken (= ihre Verfügungsrechte) werden also dafür benötigt, um die Anweisungen des Bankenpublikums - Kreditnehmer oder Guthabenbesitzer - ausführen zu können.

Im Fall der Staatsverschuldung erhalten durch die Käufe des Staates die Nichtbanken-Verkäufer (Lieferanten oder Staatsangestellte) eine Gutschrift auf ihrem Konto bei ihrer Bank, die das nur deshalb macht (sich verschulden) wenn sie eine Kompensation erhält, nämlich eine gleichhohe Forderung gegen die Zentralbank, d.h. gegen eine Erhöhung ihrer Reserven, die im Gegenzug dem Staat abgezogen werden. Die Banken haben in diesem Fall mit der Erhöhung des Volumens an &quot;Giralgeld&quot; nichts zu tun, denn dieses entsteht allein durch die Käufe des Staates. Die Verwendung dieser Weisungsrechte für Käufe ist dann (neben dem Staatsnachfrageimpuls) der (sekundäre) inflationäre Impuls, der sich aus der Staatsverschuldung ergeben soll. Ob und inwieweit es dazu kommt ist ein unerquickliches Thema für sich...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/wenn-qe-einem-ziel-dient-wird-es-zeit-es-zu-beenden/#comment-196591">Stoertebekker</a>.</p>
<p>ZB-Reserven sind für die Banken grundsätzlich (bis auf eine Ausnahme) dasselbe wie das Giralgeld für das Nichtbankenpublikum. Über Letzteres gab es ja hier schon eine breite Diskussion:<br />
<a href="https://think-beyondtheobvious.com/was-ist-giralgeld/" rel="nofollow ugc">https://think-beyondtheobvious.com/was-ist-giralgeld/</a><br />
Die Ausnahme betrifft den Umstand, daß Zentralbanken die Schulden in ihrer selbst emittierten Währung jederzeit in beliebiger Höhe mit Bargeld &#8211; welches sie selbst autonom erzeugen &#8211; begleichen können. Aus diesem Grund sind die Schulden der Zentralbanken SO GUT WIE Bargeld, auch wenn sie trotz der jederzeitigen Auszahlbarkeit kein Geld, sondern &#8211; wie Giralgeld &#8211; Schuldverhältnisse sind. Der Begriff der Reserve ist eher historisch zu erklären, da in früheren Zeiten Goldbestände zur Abwendung eines bank-run erforderlich waren. Als Konsequenz daraus ergibt sich, daß letzten Endes die Reserven das eigentliche Zahlungsmittel waren und die Banknoten lediglich Forderungspapiere auf Gold, Silber was auch immer darstellten.</p>
<p>Früher waren Reserven ein bei der Zentralbank vorhandener Goldbestand, der wie jeder ordentliche Bestand ein Aktivum darstellt. Heute sind Reserven ein aktivischer (Forderungs-)Bestand bei den Banken, während der passivische Teil der Reserven die Schulden der Zentralbanken sind. Reserven sind damit heute nichts anderes als Schuldverhältnisse, die auf das aktuelle Zahlungsmittel lauten. Schuldverhältnisse kann man aber nicht &#8220;ausleihen&#8221;, d.h. Reserven ebenso wie Giralgeld können nicht Sachgegenstand eines Kreditvertrages sein (schon deshalb, weil es keine Sachen im sachenrechtlichen Sinne sind). Was Banken tatsächlich tun können ist, ihre Verfügungsrechte über Geld bei der Zentralbank einem Nichtbank-Kreditnehmer zur Verfügung zu stellen (Kreditvertrag), wobei sie als Zahlungsdienstleister die angewiesenen Zahlungen durchführen und dadurch dem Kreditnehmer die Kaufkraft vermitteln, die er sich vom Kredit erwartet. Die Reserven der Banken (= ihre Verfügungsrechte) werden also dafür benötigt, um die Anweisungen des Bankenpublikums &#8211; Kreditnehmer oder Guthabenbesitzer &#8211; ausführen zu können.</p>
<p>Im Fall der Staatsverschuldung erhalten durch die Käufe des Staates die Nichtbanken-Verkäufer (Lieferanten oder Staatsangestellte) eine Gutschrift auf ihrem Konto bei ihrer Bank, die das nur deshalb macht (sich verschulden) wenn sie eine Kompensation erhält, nämlich eine gleichhohe Forderung gegen die Zentralbank, d.h. gegen eine Erhöhung ihrer Reserven, die im Gegenzug dem Staat abgezogen werden. Die Banken haben in diesem Fall mit der Erhöhung des Volumens an &#8220;Giralgeld&#8221; nichts zu tun, denn dieses entsteht allein durch die Käufe des Staates. Die Verwendung dieser Weisungsrechte für Käufe ist dann (neben dem Staatsnachfrageimpuls) der (sekundäre) inflationäre Impuls, der sich aus der Staatsverschuldung ergeben soll. Ob und inwieweit es dazu kommt ist ein unerquickliches Thema für sich&#8230;</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Tom96		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/wenn-qe-einem-ziel-dient-wird-es-zeit-es-zu-beenden/#comment-196605</link>

		<dc:creator><![CDATA[Tom96]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Aug 2021 15:52:06 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterslektuere&#038;p=23064#comment-196605</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/wenn-qe-einem-ziel-dient-wird-es-zeit-es-zu-beenden/#comment-196591&quot;&gt;Stoertebekker&lt;/a&gt;.

@ Störtebecker
Ist doch gerade &quot;Wahl&quot;kampf in MäcPom, fragen Sie doch mal die Parteipommeranzen, den Finzajunkie der Regierung, was da so Sache ist - Sie sind der Held im Lande mit Ihrem neuen Wissen!
Gott und Springer sei Dank berichtete die Bild, daß in SH 965 Mio Coronakredite den Landeshaushalt blanko zum Verprassen der Politkschmonzetten zu Selbstgewährung zur Verfügung stehen,, wovon geringste Teile überhaupt noch belegt werden können - wieviel Corona braucht der Schuldenturm?
Früher war das glatt strafbewährt, was da völlig desorientiert von der Bevölkerung zelebriert wird. 
Schlimmer geht immer, bis das Gebälk durchkracht oder die nächste Klimaflut noch mehr Schulden für Nichts in die Schuldenbücher bzw. andere verschleierte Ausgabenpositionen wandern, um Manövriermasse über die Jährlichkeitspflicht hinwegt durchzuschieben.
Ehrlich, klar, wahr ?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/wenn-qe-einem-ziel-dient-wird-es-zeit-es-zu-beenden/#comment-196591">Stoertebekker</a>.</p>
<p>@ Störtebecker<br />
Ist doch gerade &#8220;Wahl&#8221;kampf in MäcPom, fragen Sie doch mal die Parteipommeranzen, den Finzajunkie der Regierung, was da so Sache ist &#8211; Sie sind der Held im Lande mit Ihrem neuen Wissen!<br />
Gott und Springer sei Dank berichtete die Bild, daß in SH 965 Mio Coronakredite den Landeshaushalt blanko zum Verprassen der Politkschmonzetten zu Selbstgewährung zur Verfügung stehen,, wovon geringste Teile überhaupt noch belegt werden können &#8211; wieviel Corona braucht der Schuldenturm?<br />
Früher war das glatt strafbewährt, was da völlig desorientiert von der Bevölkerung zelebriert wird.<br />
Schlimmer geht immer, bis das Gebälk durchkracht oder die nächste Klimaflut noch mehr Schulden für Nichts in die Schuldenbücher bzw. andere verschleierte Ausgabenpositionen wandern, um Manövriermasse über die Jährlichkeitspflicht hinwegt durchzuschieben.<br />
Ehrlich, klar, wahr ?</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Stoertebekker		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/wenn-qe-einem-ziel-dient-wird-es-zeit-es-zu-beenden/#comment-196591</link>

		<dc:creator><![CDATA[Stoertebekker]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Aug 2021 13:56:04 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/wenn-qe-einem-ziel-dient-wird-es-zeit-es-zu-beenden/#comment-196583&quot;&gt;Renée Menéndez&lt;/a&gt;.

@RMenéndez

Erstmal vielen Dank, dass Sie sich Zeit für eine ausführliche Erklärung genommen haben. Wenn Sie keine weitere Lust auf meine Nachfragen haben, ist das natürlich völlig ok.

Zum Geld - das habe ich so verstanden und ist auch klar. Bezogen auf den Ursprungsgedanken („zunehmende Staatsverschuldung führt zu Inflation“) ist es doch aber so, dass zB auch Giralgeld (geschäftsbankliches Schuldverhältnis) nachfragewirksam werden und Inflation erzeugen kann.

Zu den ZB-Reserven. Hier muss ich vermutlich nochmal tiefer einsteigen. Zum Einen muss ich mir die Begrifflichkeiten Reserven, Mindestreserven, ??? wohl mal ausführlich zu Gemüte führen. Zum Anderen (und das ergibt sich ja vielleicht aus diesem „zum Einen“) ist mir nicht klar, wie eine ZB-Reserve von den Banken genutzt und in potenziell inflationstreibende Geld-/Schuldverhältnisformen umgewandelt werden kann. Sind Reserven Guthaben/Kreditlinien/?ziehungsrechte/??? der Geschäftsbanken bei der ZB?

PS Nochmal danke und auch danke an die vier Anderen, die es mit mir hier zu dem Thema versuchen…
PS2 @DTischer ROtt: es geht mir im Augenblick NUR um Staatsverschuldung (das war der Ausgangspunkt bei @DStelter)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/wenn-qe-einem-ziel-dient-wird-es-zeit-es-zu-beenden/#comment-196583">Renée Menéndez</a>.</p>
<p>@RMenéndez</p>
<p>Erstmal vielen Dank, dass Sie sich Zeit für eine ausführliche Erklärung genommen haben. Wenn Sie keine weitere Lust auf meine Nachfragen haben, ist das natürlich völlig ok.</p>
<p>Zum Geld &#8211; das habe ich so verstanden und ist auch klar. Bezogen auf den Ursprungsgedanken („zunehmende Staatsverschuldung führt zu Inflation“) ist es doch aber so, dass zB auch Giralgeld (geschäftsbankliches Schuldverhältnis) nachfragewirksam werden und Inflation erzeugen kann.</p>
<p>Zu den ZB-Reserven. Hier muss ich vermutlich nochmal tiefer einsteigen. Zum Einen muss ich mir die Begrifflichkeiten Reserven, Mindestreserven, ??? wohl mal ausführlich zu Gemüte führen. Zum Anderen (und das ergibt sich ja vielleicht aus diesem „zum Einen“) ist mir nicht klar, wie eine ZB-Reserve von den Banken genutzt und in potenziell inflationstreibende Geld-/Schuldverhältnisformen umgewandelt werden kann. Sind Reserven Guthaben/Kreditlinien/?ziehungsrechte/??? der Geschäftsbanken bei der ZB?</p>
<p>PS Nochmal danke und auch danke an die vier Anderen, die es mit mir hier zu dem Thema versuchen…<br />
PS2 @DTischer ROtt: es geht mir im Augenblick NUR um Staatsverschuldung (das war der Ausgangspunkt bei @DStelter)</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Renée Menéndez		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/wenn-qe-einem-ziel-dient-wird-es-zeit-es-zu-beenden/#comment-196583</link>

		<dc:creator><![CDATA[Renée Menéndez]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Aug 2021 12:08:31 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterslektuere&#038;p=23064#comment-196583</guid>

					<description><![CDATA[@Stoertebekker 27. AUG 21 12:19

Nicht so kompliziert: die Banken haben ihre Reserven bei der Zentralbank dazu genutzt, um dem Staat die Anleihen abzukaufen. Ergebnis: Schulden der ZB bei den Banken verringert, Schulden der ZB beim Staat erhöht. Verkaufen die Banken die Anleihen an die ZB ergibt sich: Schulden der ZB bei den Banken wieder gestiegen, während die Anleihen in den Bestand der ZB wandern. Die Banken haben nach dieser Transaktion nicht mehr Reserven als vorher, aber immerhin einen netten Provisionsgewinn gemacht. Übrig bleiben die gestiegenen Reserven des Staates, der diese dazu benutzt, um seine Käufe bezahlen zu können. Diese Reserven wandern dadurch wieder zu den Banken, die sich allerdings in dieser Höhe gegenüber den Nichtbanken verschulden müssen. Diese Depositen sind zwar kein Geld (genausowenig wie die Reserven), können aber dazu verwendet werden den Banken Weisungen zu erteilen entweder Bargeld auszuzahlen oder für einen Entschuldungserfolg (Überweisung) zu sorgen - deswegen sind Banken ja auch Zahlungsdienstleister.

Fazit: die Durchleitung der Anleihen erzeugt für die Banken einen Provisionsgewinn aber keine Erhöhung der Reserven, die Käufe des Staates dagegen erzeugen bei den Banken sowohl einen Zuwachs ihrer Reserven (Aktivum) als auch eine Zunahme ihrer Depositenverbindlichkeiten (Passivum). Letzteres ist das, was von den Nichtbanken für Käufe verwendet werden kann, womit das &quot;Geld&quot; beim Publikum angekommen wäre.

D.h. die Banken haben mit der Geldschöpfung NICHTS zu tun, was die machen ist lediglich das Geld, welches vom Staat (praktisch) bei der Zentralbank aufgenommen wurde, zu verwalten, sobald der Staat darüber verfügt.

Was Ihre Grundfrage angeht: Bargeld ist Geld - das wars! Reserven sind Schuldverhältnisse, Giralgeld/Depositen sind Schuldverhältnisse, die mit Bargeld (in Papierform oder auch papierlos im Zuge von Aufrechnungen und Verrechnungen) beglichen werden müssen. Dabei gilt: Bargeld ist weder eine Verbindlichkeit noch eine Forderung, sondern diejenige von der Zentralbank autonom generierte Sache, die als Zahlungsmittel (Sache) Schuldverhältnisse (Schulden) zu tilgen vermag. Schuldrecht und Sachenrecht sind strikt auseinanderzuhalten, sonst gerät man unmittelbar in einen unauflösbaren argumentativen Schlamassel.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Stoertebekker 27. AUG 21 12:19</p>
<p>Nicht so kompliziert: die Banken haben ihre Reserven bei der Zentralbank dazu genutzt, um dem Staat die Anleihen abzukaufen. Ergebnis: Schulden der ZB bei den Banken verringert, Schulden der ZB beim Staat erhöht. Verkaufen die Banken die Anleihen an die ZB ergibt sich: Schulden der ZB bei den Banken wieder gestiegen, während die Anleihen in den Bestand der ZB wandern. Die Banken haben nach dieser Transaktion nicht mehr Reserven als vorher, aber immerhin einen netten Provisionsgewinn gemacht. Übrig bleiben die gestiegenen Reserven des Staates, der diese dazu benutzt, um seine Käufe bezahlen zu können. Diese Reserven wandern dadurch wieder zu den Banken, die sich allerdings in dieser Höhe gegenüber den Nichtbanken verschulden müssen. Diese Depositen sind zwar kein Geld (genausowenig wie die Reserven), können aber dazu verwendet werden den Banken Weisungen zu erteilen entweder Bargeld auszuzahlen oder für einen Entschuldungserfolg (Überweisung) zu sorgen &#8211; deswegen sind Banken ja auch Zahlungsdienstleister.</p>
<p>Fazit: die Durchleitung der Anleihen erzeugt für die Banken einen Provisionsgewinn aber keine Erhöhung der Reserven, die Käufe des Staates dagegen erzeugen bei den Banken sowohl einen Zuwachs ihrer Reserven (Aktivum) als auch eine Zunahme ihrer Depositenverbindlichkeiten (Passivum). Letzteres ist das, was von den Nichtbanken für Käufe verwendet werden kann, womit das &#8220;Geld&#8221; beim Publikum angekommen wäre.</p>
<p>D.h. die Banken haben mit der Geldschöpfung NICHTS zu tun, was die machen ist lediglich das Geld, welches vom Staat (praktisch) bei der Zentralbank aufgenommen wurde, zu verwalten, sobald der Staat darüber verfügt.</p>
<p>Was Ihre Grundfrage angeht: Bargeld ist Geld &#8211; das wars! Reserven sind Schuldverhältnisse, Giralgeld/Depositen sind Schuldverhältnisse, die mit Bargeld (in Papierform oder auch papierlos im Zuge von Aufrechnungen und Verrechnungen) beglichen werden müssen. Dabei gilt: Bargeld ist weder eine Verbindlichkeit noch eine Forderung, sondern diejenige von der Zentralbank autonom generierte Sache, die als Zahlungsmittel (Sache) Schuldverhältnisse (Schulden) zu tilgen vermag. Schuldrecht und Sachenrecht sind strikt auseinanderzuhalten, sonst gerät man unmittelbar in einen unauflösbaren argumentativen Schlamassel.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Dietmar Tischer		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/wenn-qe-einem-ziel-dient-wird-es-zeit-es-zu-beenden/#comment-196581</link>

		<dc:creator><![CDATA[Dietmar Tischer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Aug 2021 12:00:41 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterslektuere&#038;p=23064#comment-196581</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/wenn-qe-einem-ziel-dient-wird-es-zeit-es-zu-beenden/#comment-196501&quot;&gt;troodon&lt;/a&gt;.

@ Stoertebekker

Nicht DAS Geld, aber Geld kommt ins System 

DIREKT:

1. @ troodon, 12:07

Ihre Replik 12:24 ist zwar richtig, übersieht aber dass der Staat DAMIT Nachfrage generieren kann und so Geld in die Realwirtschaft kommt – kein „neues“ zwar, aber „aktiviertes“. 

2. Der Staat gibt Anleihen aus, die von den Banken, die sie gekauft haben, an die ZBs weiter verkauft werden. Mit dem Geld, das der Staat damit erhält – letztlich aus dem Nichts geschöpft von den ZBs – kann er Nachfrage generieren, d. h. Geld kommt in die Realwirtschaft

INDIREKT:

1. Ich verweise darauf, was erfolgt, wenn die Zentralbanken den Banken Wertpapiere abkaufen, darunter mit Kollateral unterlegte Wertpapierkredite:

Die Bank erhält nicht nur eine Gutschrift auf ihrem Zentralbankkonto, sondern ihre Bilanz ÄNDERT sich und zwar derart, dass sie NEUE Kredite vergeben kann (bei gleich gebliebenen Eigenkapital).

Das ist genau der Punkt, auf den Sie verweisen: 

&#062;Die überwiegende GeldSCHÖPFUNG im System findet doch bei den Geschäftsbanken statt. Deren (durch Kreditgewährung geschaffenes) Geld wird nachfragewirksam. Über Privatpersonen/Unternehmen. Bzw. obigen Staatsanleihen-Mechanismus über den Staat.&#062;

Das hatten wir beide schon einmal diskutiert mit Bezug auf den Mechanismus der Zombifizierung, der Insolvenzen verhindert, aber keine Investitionen auslöst. 

2. Was das Schattenbankensystem betrifft, hatte ich @ Stöcker, gestern, 20:29 auf die Darlegungen von Wullweber verwiesen, der nicht Ideologiekritik betreibt, wenn er über den „Zentralbankkapitalismus“ schreibt, sondern TRANSAKTIONEN erklärt. 

Ich bin nicht im Schattenbanksystem tätig und kann das daher nicht wirklich beurteilen. 

Fazit:

QE ist NICHT nur ein Asset Swap.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/wenn-qe-einem-ziel-dient-wird-es-zeit-es-zu-beenden/#comment-196501">troodon</a>.</p>
<p>@ Stoertebekker</p>
<p>Nicht DAS Geld, aber Geld kommt ins System </p>
<p>DIREKT:</p>
<p>1. @ troodon, 12:07</p>
<p>Ihre Replik 12:24 ist zwar richtig, übersieht aber dass der Staat DAMIT Nachfrage generieren kann und so Geld in die Realwirtschaft kommt – kein „neues“ zwar, aber „aktiviertes“. </p>
<p>2. Der Staat gibt Anleihen aus, die von den Banken, die sie gekauft haben, an die ZBs weiter verkauft werden. Mit dem Geld, das der Staat damit erhält – letztlich aus dem Nichts geschöpft von den ZBs – kann er Nachfrage generieren, d. h. Geld kommt in die Realwirtschaft</p>
<p>INDIREKT:</p>
<p>1. Ich verweise darauf, was erfolgt, wenn die Zentralbanken den Banken Wertpapiere abkaufen, darunter mit Kollateral unterlegte Wertpapierkredite:</p>
<p>Die Bank erhält nicht nur eine Gutschrift auf ihrem Zentralbankkonto, sondern ihre Bilanz ÄNDERT sich und zwar derart, dass sie NEUE Kredite vergeben kann (bei gleich gebliebenen Eigenkapital).</p>
<p>Das ist genau der Punkt, auf den Sie verweisen: </p>
<p>&gt;Die überwiegende GeldSCHÖPFUNG im System findet doch bei den Geschäftsbanken statt. Deren (durch Kreditgewährung geschaffenes) Geld wird nachfragewirksam. Über Privatpersonen/Unternehmen. Bzw. obigen Staatsanleihen-Mechanismus über den Staat.&gt;</p>
<p>Das hatten wir beide schon einmal diskutiert mit Bezug auf den Mechanismus der Zombifizierung, der Insolvenzen verhindert, aber keine Investitionen auslöst. </p>
<p>2. Was das Schattenbankensystem betrifft, hatte ich @ Stöcker, gestern, 20:29 auf die Darlegungen von Wullweber verwiesen, der nicht Ideologiekritik betreibt, wenn er über den „Zentralbankkapitalismus“ schreibt, sondern TRANSAKTIONEN erklärt. </p>
<p>Ich bin nicht im Schattenbanksystem tätig und kann das daher nicht wirklich beurteilen. </p>
<p>Fazit:</p>
<p>QE ist NICHT nur ein Asset Swap.</p>
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