Vermögensvernichtung durch Klimawandel und der Kampf dagegen

Es ist unstrittig, dass die Klimadiskussion Auswirkungen auf die Preise von Vermögensgegenständen haben wird bzw. schon hat. Das ist auch politisch so gewollt. In einer meiner Kolumnen für Cicero (nur im Heft) habe ich dazu festgehalten: „Prominentester Vertreter der Vermeidung ‘brauner’ Investments ist der norwegische Staatsfonds, der bereits im letzten Jahr erklärte, keine Papiere von Kohle und Ölkonzernen zu halten. Nach jüngsten Zahlen haben mehr als 1100 der größten institutionellen Kapitalanleger der Welt erklärt, keine ‘braunen’ Anlagen mehr zu halten. Es gibt also eine große Bewegung aus den Papieren dieser Unternehmen, was den CEO des britisch-niederländischen Ölkonzerns Shell im letzten Jahr zu der Warnung veranlasste, dass dieser Boykott die globale Energieversorgung gefährden könnte.“

Dies scheint richtig zu sein, glaubt man Spencer Glendon, früher Vermögensverwalter, heute „Klimaspezialist“ und Vorkämpfer für Maßnahmen gegen den Klimawandel. Im Interview mit der FINANZ und WIRTSCHAFT kommt er zu deutlichen Aussagen:

  • „Der Klimawandel hat zur Folge, dass viele der Annahmen, die Investoren heute haben, in Zukunft verletzt werden. (…) Nehmen wir Florida. Der Küstenstaat ist auf porösem Kalkstein gebaut. (…) Wegen des steigenden Meeresspiegels dringt das Salzwasser durch das poröse Gestein und versalzt die Versorgung mit Frischwasser. (…) Miami [wird] durch die Kanalisation überschwemmt und nicht über den Strand.“ – bto: Es ist eine Folge in einem relativ reichen Gebiet. Nun könnte man meinen, dass schon heute Maßnahmen ergriffen werden können, die Folgen zu verhindern. Denn aufhalten lässt sich dieser Wandel wohl nicht mehr.
  • „Leute nehmen heute Hypotheken mit Laufzeit von dreissig Jahren auf. Diese Hypotheken sind davon abhängig, dass die Schuldner eine Versicherung abschliessen können. Versicherungen werden jeweils aber nur für ein Jahr angeboten. Wird einmal keine Versicherung ausgestellt, gerät die Hypothek in Verzug.“ – bto: Und die Versicherungen drohen, sie nicht mehr zu bekommen, wenn diese Effekte eintreten.
  • „Alle finanziellen Pläne für Florida basieren aber darauf, dass die Bevölkerung von Florida wächst. Wenn das Wachstum ausbleibt, wird Florida pleitegehen, weil alle Finanzprognosen falsch sein werden.“ – bto: Nun, mit diesem Problem ist Florida allerdings nicht allein. Das ist fast überall so, leben wir doch im wohl größten Ponzi-Schema der Geschichte.
  • „Der Gouverneur von Florida hat es zu einer strafbaren Handlung gemacht, in der Regierung von Florida den Begriff Klimawandel zu verwenden.“ – bto: so wie bei uns demnächst Themen wie Rente- und Migration tabuisiert werden könnten.
  • „Die Anleger sind sich dieser Risiken überhaupt nicht bewusst. (…) Wenn die Welt unsicher wird, wird niemand mehr für mehrere Jahrzehnte Geld ausleihen. Langfristige Zinsen enthalten zwar eine Inflationsprämie, aber weder eine Klimaprämie noch eine Instabilitätsprämie.“ – bto: Nun wissen wir, dass höhere Zinsen in unserer Welt nicht zu verkraften sind. Stimmt diese These, könnte der Klimawandel (oder vermutlich eher die Politik, die dagegen vorgeht) die Zinswende einleiten, und zwar chaotisch. So wie in der Vergangenheit. Ich erinnere an die Studie der Bank of England zu dem Thema:  → Die Lehren aus 700 Jahren Zins-Geschichte
  • „(…), wenn Investoren der Überzeugung sind, dass der Markt eine grossartige Idee ist, dann sollten sie sich für seine Regulierung einsetzen, damit er weiterbesteht. Denn wenn wir in eine Welt mit klimabedingter Gewalt geraten, wird die Marktwirtschaft verschwinden. (…) Kapitalismus ist nicht das offensichtlichste Ergebnis, wenn es zu einer Katastrophe kommt.“ – bto: was man in mehrfacher Hinsicht betrachten muss. Zum einen ist es klar, dass nur die Innovationsfähigkeit der freien Wirtschaft überhaupt Lösungen finden kann. Zum anderen, dass nicht wenige der Klimaaktivisten im Kern einen Umsturz erzwingen wollen, indem sie das Klimathema missbrauchen.
  • „(…) ich mache mir Sorgen bezüglich Investitionen in Fluggesellschaften wegen der Politik. Mit einer hohen CO2-Steuer wird der Luftverkehr erneut nur noch für die Reichen bezahlbar sein. (…) Es ist nicht die Politik des CO2-Ausstosses, die mir Sorgen macht, sondern die Politik, die meisten Menschen vom Privileg auszuschliessen (…) Europa hat viele Billigfluggesellschaften. Sie werden alle verschwinden.“ – bto: Dabei erzeugt der Flugverkehr weniger CO2 als die Internetwirtschaft. Aber egal. Es zeigt, dass wir uns auf einem sehr gefährlichen Pfad befinden. Wäre es nicht besser, auf technologische Innovation zu setzen, um eben auch in Zukunft mobil zu sein?
  • „(…) es gibt immer mehr Anlagen, die einen langfristigen Wert von null haben. Und eine Benchmark oder eine Allokation gemäss Benchmark, die in eine Branche investiert, die langfristig einen Wert von null hat, ist wahrscheinlich kein guter Entscheid. Ölkonzerne werden irgendwann keinen Wert mehr haben. Erstens werden wir irgendwann kein oder kaum noch Öl verwenden, und zweitens werden kotierte Ölkonzerne nicht die letzten Unternehmen in der Branche sein. Das werden staatliche Konzerne wie der aus Saudi-Arabien sein. Sie haben das billigste Öl. Es braucht keinen Ölpreis von null, um Ölfirmen aus dem Geschäft zu drängen.“ – bto: Das leuchtet mir ein, es ist allerdings eine Frage der Zeit. So schnell dürfte es nicht gehen, außer wir kommen wirklich in eine Welt, in der wir absolut schrumpfen. Mittelfristig werden wir immer weniger Öl etc. benötigen, es dauert aber Zeit, um die Umstellung zu realisieren.
  • „Es ergibt nicht viel Sinn, dass Pensionskassen einen Teil des Vermögens in eine Branche investieren, deren Wert langfristig null beträgt. Ändert sich die Benchmark, ändert sich auch die Verfügbarkeit von Kapital. Denn das meiste Geld, das investiert wird, ist passiv.“ – bto: Und damit werden die „braunen“ Assets immer billiger und damit für die Käufer rentabler. Es ist dann eine Wette, ob der verbleibende Nettogegenwartswert der Ausschüttungen über oder unter dem zu zahlenden Preis liegt.
Kommentare (22) HINWEIS: DIE KOMMENTARE MEINER LESERINNEN UND LESER WIDERSPIEGELN NICHT ZWANGSLÄUFIG DIE MEINUNG VON BTO.
  1. Avatar
    Dieter Krause sagte:

    Erstens werden wir irgendwann kein oder kaum noch Öl verwenden, und zweitens werden kotierte Ölkonzerne nicht die letzten Unternehmen in der Branche sein. Das werden staatliche Konzerne wie der aus Saudi-Arabien sein. Sie haben das billigste Öl.

    Ab 2050 braucht Europa kein Erdöl und Erdgas mehr aus Rußland, weil dann das energetische System weitestgehend auf eine Wasserstoffwirtschaft umgestellt ist. Die Saudis können dann ihre riesigen Solaranlagen in der Wüste für die Erzeugung von billigen Wasserstoff nutzen – aber nicht Rußland! Das könnte auf seinen Erdgas- und Erdölvorräten dann wirklich zu großen Teilen sitzen bleiben. Wer sagt das mal Putin?

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      Richard Ott sagte:

      @Herr Krause

      „Ab 2050 braucht Europa kein Erdöl und Erdgas mehr aus Rußland, weil dann das energetische System weitestgehend auf eine Wasserstoffwirtschaft umgestellt ist.“

      Ja, klar. Und wenn Sie ganz viel Glück haben, ist bis dahin sogar der BER-Flughafen eröffnet und dort landen natürlich auch Flugzeuge mit Wasserstoff-Antrieb, die wir bis dahin nebenbei eintwickelt haben weil wir mit der Umstellung der kompletten Energieversorgung auf Wasserstoff so schnell und günstig fertig geworden sind. Quasi „über dem Plan“, wie das im Sozialismus so schön hieß. ;)

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      ikkyu sagte:

      @ D. Krause
      „Ab 2050 braucht Europa kein Erdöl und Erdgas mehr ….“

      Nachdem in Deutschland schon Kies und Sand knapp werden, verschwindet dann auch das derzeit noch kostengünstige Bitumen für den Tiefbau und Straßenbau.

      Aber wer braucht schon Straßen, wenn dann alle ganz klimaschonend mit Flugautos unterwegs sind.
      Und gebaut wird in Deutschland ab 2025 sowieso nicht mehr, gell?
      (Satire Off)

      Übrigens:
      Einer der heiligen Klimaschützer namens Obama hat sich gerade eine Villa für 15 Mio. Dollar direkt am Strand gekauft.

      Offensichtlich ist der angeblich dramatisch steigende Meeresspiegel kein Problem.

      https://wattsupwiththat.com/2019/08/24/sea-level-rise-president-obama-just-bought-a-beachside-property/

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        Richard Ott sagte:

        @ikkyu

        Laut dem mittleren prophetischen Szenario in der Klima-Bibel vom IPCC soll der Meeresspiegel bis zum Jahr 2100 um ungefähr 0,5 Meter ansteigen. Habe mich zufällig gerade daran erinnert, weil ich am Wochenende das schön entlarvende Interview von einer gewissen Extinction-Rebellion-Aktivistin names „Zion Lights“ in der Andrew Neil Show bei BBC angeschaut habe, wo das auch diskutiert wird, mit dem Hintergrund, dass ein halber Meter Meeresspiegelanstieg ganz schön wenig ist um die hysterische „Wir werden alle sterben“-Rhetorik dieser Linksextremisten zu rechtfertigen: https://www.youtube.com/watch?v=H3kJwQBZOkM

        Jemand der 15 Millionen für eine Villa in Marthas Vineyard ausgibt, hat sicher auch das Geld dafür, falls nötig die Deiche am Grundstück in den nächten 80 Jahren einen halben Meter höher zu machen.

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        Daniel Makloda sagte:

        Die IPCC hat in den 1990ern einen Meeresspiegelanstieg von 20 cm bis 2020 vorhergesagt. Und genau der ist eingetreten. Bis 2100 wird von der Wissenschaft im Hauptszenario ein Gesamtanstieg von 50 bis 100 cm erwartet. Das hat nichts mit „Pseudoscience“ zu tun, sondern ist alles in hunderten Studien ausdiskutiert und längst abgehakt.

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        Richard Ott sagte:

        @Daniel Makloda

        „Bis 2100 wird von der Wissenschaft im Hauptszenario ein Gesamtanstieg von 50 bis 100 cm erwartet. Das hat nichts mit ‚Pseudoscience‘ zu tun, sondern ist alles in hunderten Studien ausdiskutiert und längst abgehakt.“

        Es sind halt Prognosen für die Zukunft, die eintreten können oder auch nicht. Und egal wie lange Sie darüber diskutieren und wie viele Haken Sie dran machen, es bleiben auch Prognosen. Etwas anderes zu suggerieren, ist definitiv Pseudowissenschaft.

        PS: Haben Sie vielleicht auch eine schöne Vorhersage, wer 2030 Fußball-Weltmeister wird? Sie können gerne auch ein Hauptszenario und mehrere Nebenszenarien (aber bitte nicht mehr als 4, wir sind hier nicht beim IPCC) entwickeln, wenn Sie sich absichern wollen, wenn Ihr Hauptszenario nicht eintritt…

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    Dieter Krause sagte:

    @ Dietmar Tischer
    Banale Einsicht: Der Klimawandel vernichtet Vermögen. Ebenso banal:Der Kampf GEGEN den Klimawandel vernichtet Vermögen, z. B. das der Eigner von Energieunternehmen, deren Kraftwerke zwangsabgeschaltet werden.

    Jede ECHTE INNOVATION vernichtet Vermögen – that’s life: Wer telefoniert heute noch mit Handys von Nokia? Vor zehn Jahren, vor dem Smartphone-Zeitalter, waren die mit großen Abstand Weltmarktführer bei Handys oder? Und heute?

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      Dietmar Tischer sagte:

      @ Dieter Krause

      >Jede ECHTE INNOVATION vernichtet Vermögen …>

      Was ist eine echte Innovation?

      In der idealtypischen Marktwirtschaft ist sie Folgendes:

      Es ist eine Neuerung, die mehr Nutzen bietet.

      Heißt konkret:

      Mehr Nutzen gegenüber Bestehendem GEMESSEN an den Präferenzen von individuellen Nachfragern (Konsumenten, Unternehmen, Staat).

      Echt ist die Neuerung, wenn sie akzeptiert wird und sich durchsetzt.

      In diesem Fall zerstört sie das Vermögen derer, die mit ihren Produkten und Dienstleistungen geringeren Nutzen anbieten. Denn diese Produkte und Dienstleistungen werden nicht mehr nachgefragt.

      Unecht ist die Neuerung, wenn sie weniger Nutzen bietet.

      In diesem Fall zerstört sie das Vermögen derer, die sie geschaffen und finanziert haben. Denn diese Neuerung wird nicht oder nicht genügend nachgefragt. Der Erfahrung nach soll das für ca. 8 von 10 Unternehmen gelten, die mit einer Neuerung an den Start gehen.

      Das ist der marktwirtschaftliche Prozess „schöpferische Zerstörung“ (Schumpeter).

      Die Energiewende ist aber kein marktwirtschaftlicher Prozess sondern ein VERORDNETES Geschehen.

      Denn es geht nicht mehr um INDIVIDUELLE Präferenzen, sondern erst einmal um die ENTWERTUNG vorhandener Sachwerte soweit sie ursächlich für den CO2-Ausstoß sind.

      Das IST der Entfall von Investitionsmöglichkeiten und Arbeitsplätzen.

      Schon das ist ein Riesenproblem.

      Man kann es NICHT dadurch lösen, dass man dem Marktmechanismus gemäß Innovationen anregt, die individuelle Präferenzen befriedigen, WENN und SOLANGE sich diese an Nutzen orientieren, die mit dem Ausstoß von CO2 verbunden sind.

      Also BEPREIST man derartigen Nutzen so sehr, dass die Menschen ihn sich nicht mehr leisten können und sozusagen kapitulieren.

      Das ist das funktionale Äquivalent von Umerziehung.

      Damit steht man aber immer noch vor dem zweiten Riesenproblem:

      ENTSTEHEN die Neuerungen, die nicht mehr mit CO2-Ausstoß verbunden sind DERART, dass die Menschen sich den erzwungen Umstieg auch leisten können?

      Den „neuen Strom“ aus der Steckdose können sie sich (noch) leisten, das neue E-Automobil noch nicht und – nicht ausgeschlossen – in großer Anzahl vielleicht überhaupt nicht.

      Daher MÜSSEN Alternativen her, etwa ein deutlich ausgebauter ÖPNV.

      Er kann wiederum nicht mit Marktmechanismen, die individuelle Präferenzen befriedigen, realisiert werden.

      Kurzum:

      Große VERUNSICHERUNG nicht nur bei Investoren und Beschäftigten, sondern bei quasi allen Menschen.

      Der Staat wird sie nicht abwenden können, weil er immer mehr regulieren und damit verunsichern wird UND die Projekte seiner Regulierung auch nicht finanzieren kann – jedenfalls KONVENTIONELL mit Steuereinnahmen
      und Verschuldung nicht.

      Irgendwann werden die Menschen das nicht mehr mitmachen und die Energiewende wird abgewendet.

      Das Gerede von den „Chancen“, die sich bieten, und vor allem auf den Weltmärkten bieten, wenn wir „ECHT innovativ“ sind, ist nichts anderes als dafür zu beten, dass wir in den Himmel kommen.

      So viel zu Ihrem „Und heute“.

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        Ulrich Remmlinger sagte:

        Herr Tischer, Sie haben es auf den Punkt gebracht: „dass die Menschen ihn sich nicht mehr leisten können und sozusagen KAPITULIEREN.“ Genau auf diese Kapitulation spekulieren die Politiker. Dagegen gibt es aber nicht nur die Rebellion, sondern auch die Abstimmung mit den Füßen. Letzteres halte ich für gefährlicher.

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    Ulrich Remmlinger sagte:

    „Miami [wird] durch die Kanalisation überschwemmt und nicht über den Strand.“ – bto: …..Denn aufhalten lässt sich dieser Wandel wohl nicht mehr.“

    Herr Stelter, bitte verfallen Sie jetzt nicht auch noch der Hysterie der steigenden Meeresspiegel. Diese Prognosen basieren ausschließlich auf fragwürdigen Computersimulationen. Meßtechnisch ist ein Versinken von Inseln im Meer nicht zu belegen:
    https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1002/wcc.557
    Der vor 30 Jahren Vorhergesagte Untergang der Malediven hat nicht stattgefunden.

    Glauben Sie, Barack Obama hätte sich für 15 Mio $ ein Anwesen auf Martha’s Vineyard gekauft, das auf Meeresspiegelhöhe liegt, wenn man von der Überflutung Floridas ausgehen muß?

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      Bauer sagte:

      @ U. Remmlinger

      Stimmt so nicht und hat mit steigendem Meeresspiegel gar nichts zu tun. Hier die Zusammenhänge:

      Süsswasser ist leichter als Salzwasser. Wenn man in Flachzonen wie Florida (oder Niederlande) den Grundwasserspiegel in Ruhe lässt, wird das einsickernde Regenwasser das darunter befindliche Salzwasser zurückdrängen, bis ein Gleichgewichtszustand eintritt.

      Wenn aber weite Bereiche der Oberfläche durch Bebauung und Verkehrsanlagen versiegelt sind (Miami) und das Regenwasser durch Kanalisation schnellstmöglich abgeleitet wird, fehlt es im Untergrund. Hinzu kommt erschwerend, dass zuviel süsses Grundwasser gefördert wird (Landwirtschaft) und der absinkende Grundwasserspiegel durch einsickerndes Salzwasser hochgedrückt wird. In beiden Fällen wird Süsswasser durch Salzwasser ersetzt mit allen negativen Folgen.

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      Eckhard Schulz sagte:

      Sehr geehrter Herr Remmlinger,

      vielen Dank für diesen sehr wichtigen- und auch nach den mir vorliegenden
      wissenschaftlich begründeten Informationen richtigen Hinweis.
      Hier werden so viele Schlüsse aus dem medial als „wahr“ eingeredeten Meeresspiegelanstieg geschlossen. … und Florida wird dann doch gar nicht versinken !

      Und wenn der ehem. Shell CEO eines Tages zu dieser Erkenntnis kommt, mag er ja vielleicht seine Schlüsse überdenken.

      Sehr geehrter Herr Stelter,

      meine vorgenannten Ausführungen vorangestellt … wird es nachfolgend auch für Sie, Herr Stelter, neue Ansätze für eine Kommentierung geben.

      Ihnen Herr Stelter vielen Dank für diesen sehr guten Diskussionsbeitrag auf Ihrer Webseite.

      Viele Grüsse,
      Eckhard Schulz

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    Thomas M. sagte:

    „Es ergibt nicht viel Sinn, dass Pensionskassen einen Teil des Vermögens in eine Branche investieren, deren Wert langfristig null beträgt.“

    Mal ’ne Nachfrage: a) was heißt „langfristig“ – reden wir hier von 10, 20, 50 oder 100 Jahren? b) woher *wissen* wir heute, welche Branche zukünftig den Wert Null hat? Der Absatz suggeriert einen Sonnenklarheit bzgl. zukünftiger Entwicklungen, die global nicht gegeben ist – zumindest nicht für Anlagehorizonte von Sterblichen.

    „Und damit werden die „braunen“ Assets immer billiger und damit für die Käufer rentabler. Es ist dann eine Wette, ob der verbleibende Nettogegenwartswert der Ausschüttungen über oder unter dem zu zahlenden Preis liegt.“

    So isses und besonders interessant wird deren Preisentwicklung dann in einem inflationären Umfeld.

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    Alexander sagte:

    Der Wandel einer nullzinsprolongierten Wachstumsgesellschaft in eine nachhaltige klimaneutrale NullemissionsBevölkerung soll also per Verbot/Gesetz und Verteuerung erfolgen? Offensichtlich rentable Innovationen drängen sich keine auf, dafür werden bereits Zertifikate und Versprechen gehandelt. Die Veränderung wird durch Aktivisten beworben, deren Finanzies spekulativ im Geschehen investiert sind.

    Das zu vernichtende Vermögen ist erst durch asset price inflation entstanden, als Folge der auf Marktversagen eingeleiteten Rettungsprogramme für Staaten, Banken und Konzerne samit ihrer mittelständischen Dienstleistungsinfrastruktur.
    Die für vergangene Konjunktur getätigen Investitionen (Anlangen, Hallen u. EFH etc.) sind keineswegs bis zur vollständigen Abnutzung abgeschrieben und Gewinne zur Sofortabschreibung gibt es keine….also Verlust=Vermögensvenichtung.

    Aus der Vermögensvernichtung sollen gleichzeitiig großzügig Pfänder extrahiert werden, die zur Kreditgeldschöpfung und Investition in green /new deal economy unerlässlich sind. Aus dem Finanzierungsloch zwischen Vernichtung von Vermögen über Reinvestition bis zur Rendite der „versprochenen“ Innovationen haben wir ein Fristenproblem, während die Zahl der sofort abhäniggen Transferleistungsempfänger demographisch wie „migrativ“ steigt.

    Erinnert man sich an den letzten Wandel in der Energiewirtschaft, den der Staat gegen den Willen von Teilen der Bevölkerung und ohne Kenntnis der Folgerisiken alternativlos durchzusetzen suchte, ist die Lernkurve im politischen Establishment recht flach ausgefallen = Einstieg ins Atomzeitalter. Seitdem gab es keine Forschungsmittel zur Verbesserung, Altlastenentsorgung oder Alternativtechniken in wirksamer Höhe, dafür Eigentumsverletzungen und weitere Markteingriffe mit viel Marktversagen in der Folge.

    #Wir schaffen das nicht nur, nein – dieses mal ist alles anders…

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      DCSi sagte:

      Sehr schöne Zusammenfassung.

      Dass die Zerstörung vorhandener Investitionen eine Vernichtung schon existierender Pfänder darstellt und die Kreditausweitung als Folge dieser Vernichtung erschwert, ist eine Logik, die selten verstanden wird.

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    Richard Ott sagte:

    „Wenn die Welt unsicher wird, wird niemand mehr für mehrere Jahrzehnte Geld ausleihen“

    Stimmt nicht. Die Akteure, die das auch weiterhin tun werden, schon im Versuch, ihre eigenes Fortbestehen zu sichern, heißen „Zentralbanken“. :)

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      Wolfgang Selig sagte:

      @Herrn Ott: So ist es. Daher greifen die Zentralbanken ja überall mit Anleihekäufen jetzt schon ein. Oder glaubt jemand, dass in so unsicheren Zeiten eine dreißigjährige Anleihe sonst knapp über der Nulllinie emittiert werden könnte?

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      • Avatar
        Richard Ott sagte:

        @Herr Selig

        Fairerweise muss man hinzufügen, dass aus regulatorischen Gründen auch Versicherungen solche Anleihen in großen Volumina kaufen. Das ist aber wiederum ein gewichtiges Argument gegen Lebensversicherungen als Kapitalanlage und kein Beleg für die Richtigkeit der Politik unserer Zentralbanken.

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    Dietmar Tischer sagte:

    Banale Einsicht:

    Der Klimawandel vernichtet Vermögen.

    Ebenso banal:

    Der Kampf GEGEN den Klimawandel vernichtet Vermögen, z. B. das der Eigner von Energieunternehmen, deren Kraftwerke zwangsabgeschaltet werden.

    Nicht ganz so banal, aber auch einsehbar:

    Der Kampf FÜR die Energiewende vernichtet Vermögen.

    Beispielhaft dafür:

    Maschinen und Anlagen für den Bau konventioneller Automobile, die noch nicht abgeschrieben sind, aber aufgrund der E-Mobilität nicht mehr gebraucht werden, sind Vermögensentwertung, was de facto ein Vermögensverlust ist.

    Gleiches liegt vor, wenn Menschen aufgrund der Energiewende ihren Job verlieren und ihre nicht mehr gefragte Kompetenz sie nicht mehr wie zuvor Einkommen erzielen lässt. Das ist Entwertung von Human Resources und de facto ein Vermögensverlust für die Betroffenen.

    Was wird empfohlen angesichts derartiger Entwicklungen?

    >„(…), wenn Investoren der Überzeugung sind, dass der Markt eine grossartige Idee ist, dann sollten sie sich für seine Regulierung einsetzen, damit er weiterbesteht.>

    Es stimmt zwar, dass der Markt eine großartige IDEE ist und er zu erstaunlichem Wohlstand verholfen hat, aber es eine IRRIGE Annahme, dass er bei konsequenter Bekämpfung des Klimawandels und der kompromisslosen Schaffung einer Energiewende WEITER bestehen könne.

    Klimasensitive Bevölkerungen und Regierungen wie unsere DEMONTIEREN den Markt durch REGULIERUNG bereits NACHHALTIG.

    Das ist methodisch sinnvoll.

    Denn mit dem Markt kann man in einem vorgegebenen Zeitraum definierte Ziele nicht erreichen.

    Märkte organisieren den Interessenausgleich zwischen einzelnen Akteuren und nicht den zwischen einzelnen Akteuren und dem Weltklima.

    Kurzum:

    Es geht dem Autor des Artikels darum, dass durch Regulierung Anlagemöglichkeiten geschaffen werden, die langfristig keinen Wert von null haben, sondern nachhaltige Rendite einfahren lassen.

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    • Avatar
      Bauer sagte:

      @ D. Tischer

      „Denn mit dem Markt kann man in einem vorgegebenen Zeitraum definierte Ziele nicht erreichen.“

      So ist es. Die Logik erzwingt die umgekehrte Abhängigkeit. Definierte Ziele können nicht schneller durchgesetzt werden als der Markt es erlaubt. Oder mit anderen Worten: Die Restlaufzeit (Abschreibungsdauer) der zu ersetzenden Anlagen bestimmt die Geschwindigkeit der Neuorientierung, da es sonst zu nicht zu vertretenden volkswirtschaftlichen Vermögensverlusten kommt. Die deutsche Energiepolitik ist ein eindrückliches Beispiel, wie es nicht geht.

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