Standort­risiko Strom­ausfall

In der Vergangenheit habe ich mir einige Kritik eingefangen, weil ich solche Beiträge gebracht habe:

Notstromaggregate sind eine bessere Anlage als Windkraftfirmen

Zur techni­schen Machbar­keit der Energie­wende

Drohender Strommangel

Vorbereitung ange­bracht: Szenario Strom­ausfall

Zunehmend wird die abnehmende Versorgungssicherheit zu einem negativen Standortfaktor. So schlagen die deutschen Familienunternehmen Alarm – in der F.A.Z., sonst natürlich im Rausch der Erfolgsmeldungen zur Energiewende völlig verdrängt:

  • “Deutsche Mittelständler leiden zunehmend unter Stromausfällen – und sie machen dafür die Energiewende verantwortlich. ‘Kopflos wurde vor 20 Jahren alles auf den Ausbau der erneuerbaren Energien gesetzt’, sagte Reinhold von Eben-Worlée, der Präsident des Verbands Die Familienunternehmer, der F.A.Z. Hingegen seien genauso wichtige Themen wie der Netzausbau, die intelligente Netzsteuerung und die fehlende Grundlastfähigkeit alternativer Stromquellen auf der Strecke geblieben. Die Folge: Immer mehr Familienunternehmen sind von deutlichen Netzschwankungen betroffen (…).” – bto: Und das ist ein derart massiver Nachteil, dass man nur im Ausland investieren kann.
  • “(Laut einer) Umfrage unter knapp 1100 Mitgliedsunternehmen (…) haben in den vergangenen vier Jahren 47 Prozent der Betriebe Netzschwankungen registriert. Vor acht Jahren waren es nur 34 Prozent. In mehr als 10 Prozent der neuen Fälle dauerten die Störungen länger als 3 Minuten. 19 Prozent der unter Netzschwankungen leidenden Gesellschaften sei dadurch ein ‘relevanter Schaden’ entstanden (…).” – bto: Und jeder Unternehmer packt das zu den anderen Problemen des Standortes.
  • “Die Lage sei nicht zuletzt deshalb brisant, da Anbieter von Hochtechnologie auf eine ‘Versorgungsgarantie im Millisekundenbereich’ angewiesen seien. Für Eben-Worlée hat die Politik in ihrer jetzigen Strategie zur Energiewende die falschen Prioritäten gesetzt. (…) Auch die Erneuerbaren müssen Wege finden, eine Grundlast mit störungsfreien Stromlieferungen zu garantieren.” – bto: Das wird nämlich gern ob der Euphorie verdrängt. Die Erneuerbaren sind höchst unsichere Quellen.
  • “Wichtig sei überdies, die Verbrauchsflexibilisierung und die Eigenstromversorgung künftig zu belohnen, derzeit würden sie eher sanktioniert. Innovative Ansätze zur Energieversorgung in den Unternehmen müssten durch eine einfache und nachvollziehbare Gesetzgebung gefördert werden (…).” – bto: wobei die Schwankungen dann für alle anderen noch größer sind.

Es bleibt bei dem Fazit zur Energiewende: unausgegoren und zunehmend ein Standortrisiko. Und wir werden regelmäßig hinter die Fichte geführt. So erzählen uns Politiker und Medien, dass die erneuerbaren Energien 2020 mehr als 40 Prozent der im Land verbrauchten Energie erzeugt hätten. Dabei stimmt das nicht. In Wirklichkeit betrug der Anteil am Primärenergieverbrauch laut Branchenverband BDEW im Jahr 2020 knapp 15 Prozent. Die 40 Prozent beziehen sich nämlich nur auf den Stromverbrauch. Der größte Teil des Energieverbrauchs ist aber für Verkehr und Gebäude und da spielen Öl und Gas eine wichtige Rolle. Und diese 40 Prozent stehen nicht gleichmäßig zur Verfügung, wie wir wissen. Scheint die Sonne und bläst der Wind, ist es mehr, sonst weniger. An einigen Tagen erzeugen die Erneuerbaren nichts. Speicher sollen das Problem lösen, die gibt es aber noch nicht.

faz.net (Anmeldung erforderlich): “Deutsche Familienunternehmen leiden unter Stromausfällen”, 1. Februar 2021

Kommentare (58) HINWEIS: DIE KOMMENTARE MEINER LESERINNEN UND LESER WIDERSPIEGELN NICHT ZWANGSLÄUFIG DIE MEINUNG VON BTO.
  1. Kai+Ruhsert
    Kai+Ruhsert sagte:

    Ein großflächiger Stromausfall sei auch in der Energiewende sehr unwahrscheinlich, sagte der Mathematiker und Energie-Experte Christoph Mayer im Dlf:
    “Wir gehen nicht davon aus, dass Dezentralisierung in irgendeiner Form ein zusätzliches Risiko darstellt. Es ändert sich natürlich die Risikostruktur, also andere Fehler sind möglich, Wind oder PV als solche sind kein Risiko. Wir hatten ja vor einigen Jahren eine Sonnenfinsternis in Europa, und das ist extrem gut abgefangen worden, da fielen alle PV aus, die Auswirkungen waren exakt null, also da geht kein zusätzliches Risiko für Blackout rein.”
    https://www.deutschlandfunk.de/digitale-energiesicherheit-mathematiker-stromnetz-kann.676.de.html?dram%3Aarticle_id=492095

    DLF-Redakteurin Sophie Stigler fragte nicht nach, ob der Ausfall der PV so gut überbrückt werden konnte, weil damals noch mehr regelbare Kraftwerke am Netz waren.

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  2. Wolfgang Selig
    Wolfgang Selig sagte:

    @Bauer:

    Das wird eher nicht passieren, wenn es nicht in den nächsten Wochen geschieht. Von Frühjahr bis Herbst ist die Stabilität im Netz höher und die 3 zur Abschaltung vorgesehenen Atomkraftwerke sind nach meiner Kenntnis noch bis Dezember am Netz und stabilisieren.

    Aber den künftigen Bundeskanzler Laschet oder Söder dürfte das hart treffen.

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    • Carsten Pabst
      Carsten Pabst sagte:

      Sehr geehrter Herr Selig,
      hier sehen Sie, wann es zuhause kalt werden könnte/ wird:
      https://www.bmu.de/media/atomkraftwerke-in-deutschland-abschaltung-der-noch-betriebenen-reaktoren-gemaess-atomgesetz-atg/
      Kann Ihnen aus eigener Erfahrung den STIER Inverter Stromerzeuger Premium SNS-190 1,9 kW empfehlen. Sehr schön leise, nur 59 db(A).
      Oder auswandern nach Lusaka/ Sambia. Da hat jeder Privatmann ein schönes, großes Dieselaggregat, dass fast täglich einmal läuft.
      Und da fällt auch keiner in Panik, wenn der Strom mal weg ist. Und es wird selten kälter als 5 Grad.
      Hierzulande habe ich die Befürchtung, das bei einem flächendeckenden Stromausfall der ein oder andere Genosse nicht mal den Heimweg findet, wenn Google Maps ausfällt.
      Freundliche Grüße
      Carsten Pabst

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  3. H. Hoffmeisterh
    H. Hoffmeisterh sagte:

    Wer eine voll funktionstüchtige Stromversorgungsinfrastruktur zur Abwendung der katastrophalen Erderwärmung, die ja verantwortlich für die momentane Rekordkälte, das Artensterben, Klimaflüchtlinge in Millionenstärke und nun auch die Coronapandemie zeichnet, gegen Zufallsstromerzeuger tauscht, muss mit den Limitationen leben. Das ganze mit Luftbuchungen finanziert. Wird ein toller Spass, wenn das Pilotenspiel sein Ende findet.

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  4. namor
    namor sagte:

    1)
    Energie ist ein Schlüsselthema, niemand sollte sich was vormachen: Es wird gelogen was gelogen werden kann, eben weil Schlüsselthema.
    Als weitere Schlüsselthemen benenne ich hier Lebensmittel und Rohstoffe (Eisen, Kupfer, Lithum, etc.).
    a) Lebensmittel sind primär, ein Staat sollte sie vorhalten, mindestems importieren können.

    Exkurs: Bevölkerungen wachsen, Malthus ist im Westen nicht widerlegt, sondern gelöst. Historisch wurde vor allem über höheres Ehealter die Kinderzahl begrenzt, da die eng definierte reproduktive Zeit damit verkürzt wurde. Über Ausbildung, Selbstverwirklichung und Beruferfahrung erreichen moderne Staaten was ehemals durch Zwang erreicht wurde. Europa hat sich Punkto Nahrung aus einem Zyklus befreien können, so man Sieferle folgt. Zivilisationen wachsen durch sprunghafte Steigerung der Erzeugung von Nahrungsmittel und frei werdender Arbeitskräfte. Steigende Bevölkerung runiert die Nahrungs-Produktions-Effizienz, die freiwerdende Kapazität sinkt. Tendenz zur steigenden Bevölkerung mit einhergehendem Effinzienzverlust war für Europa durch folgendes entschärft:

    Europa profitierte vom Klima (Warmphase steigert Nahrung), Fortschritte beim Saatgut, Fortschritte bei Anbautechnik (3 und 4 Felderwirfschaft), neue Früchte (Kartoffel [einfache Verarbeitung], Mais [bester Output pro ha]), Seuchen reduzieren Menschen (nach der Pest florierte Europa), Umvolkung in Kolonien, Kriege, Ozeanischer Welthandel (verschlang enorme Mengen junger Männer v.a. durch tropische Krankheiten), Kunstdünger, Tockenlegung von Mooren, Bau von Deichen und Rodung von Wäldern [so zb in Ägypten nie möglich], etc.

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    • namor
      namor sagte:

      2)
      b) Rohstoffe
      glaubhaft, leider ohne es überprüft zu haben oder Quellen nennen zu können, wurde mir folgendes berichtet, der Großteil (≥90%) des je produzierten Stahls ist noch im Kreislauf. Und das trotz Krieg samt Ubooten, Bomben, etc.
      Wenn es sich bei anderen Rohstoffen ähnlich verhält, spielt es für den Staat keine Rolle ob er über Staatsmittel Lagerhaltung betreibt oder sein Volk über Konsum die Ressourcen halten lässt. Wenn jedes abgelegene Haus am Land eine öffentliche Beleuchtung am Straßenrand bekommt (was tatsächlich tendenziell voranschreitet), mögen Leute über monetäre Kosten schimpfen, das Kupfer im Boden ist im Ernstfall schnell gehoben (im Vergleich zu Kupferminen in Chile).

      Aber jetzt zum heutigen Thema der Energie.

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    • Bauer
      Bauer sagte:

      @ namor

      >> “Europa profitierte vom Klima usw. …” ist natürlich völlig richtig. Den allergrössten Vorteil hat Europa jedoch daraus gezogen, dass es den durch die industrielle Revolution im 19. Jhdt. verursachten enormen Anstieg der Bevölkerung kompensieren konnte durch Auswanderung in die Kolonien, bzw. Nordamerika. Dies bedeutete gleichzeitig Machtzuwachs, neue Absatzmärkte und Sicherung der Nahrungsversorgung zuhause. Heute muss Europa aufpassen, dass dieses Ventil nicht plötzlich in umgekehrter Richtung funktioniert mit auch gegenläufigen Folgen.

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      • namor
        namor sagte:

        @bauer
        Kolonien habe ich benannt. Man könnte noch viel sagen zB.
        So hat Baumwolle, zuerst aus Asien, später USA, landwirtschaftliche Flächen die zur Bekleidungsversorgung notwendig waren, Flachs, Wolle, frei gemacht um Nahrung zu produzieren,das sind enorme Flächen, konkrete Zahlen kann ich leider nicht nennen. Selbes gilt für Erdöl, wodurch man sich das Versorgen von Nutztieren spart. Ich habe die Zahl 20% vom Acker für das Zugtier im Kopf, kann mich täuschen, hängt auch stark an der Ertragskraft pro ha, dieser hat enorm zugelegt, egal ob Traktor oder Gaul, der Wert also weit niedriger sein

        Man sollte auch das Britische Hungerembargo, völkerechtswidrig und noch nach dem Friedensvertrag aufrechterhalten, nicht ausklammern.

        Ich wollte nur ein wenig Geostrategie einbringen. Da in Deutschland bis auf “verteidigte Sicherheit am Hindukusch” dazu gar nichts existiert, zumindest veröffentlicht, darf hier auch mal der motivierte Laie ran. Auch muss ich den Avocado Diaboli geben, die Themen sind staatstragend und schon deshalb maximal totgeschwiegen oder verlogen.

    • namor
      namor sagte:

      3)
      nun also zur Energie. Als Basistexte findet man im Netz Texte von Sieferle, zu Erdöl empfiehlt sich auch freizahn.de
      Moderne Gesellschaften sind ohne externen Energieimput nicht vorstellbar. Am Anfang waren vielleich Schlittenhunde, dann Ochsen, Pferde waren schon eine Revolution (warum habe ich vergessen). Ohne Holz geht in unseren Zonen schon nichts mehr. Wasser- und Windkraft erlebten in Europa früh ihre Blüte. Holzkohle, Kohle, Windkraft auch in der Schifffahrt, Erdöld. Die Weltkriege sind auch durch Öl mit-entschieden worden. Die Nato aka USA bemüht sich im NahenOsten redlich, das Öl billig zu halten. Das Öl zu Ende geht scheint vorerst nicht das Problem, sondern die investierte Energie pro Output. Die soll aktuell mit 2% pro Jahr steigen.

      Die westlichen Staaten werden dadurch absehbar ein Energieproblem bekommen. Man kann jeden Bach in den Alpen zum Stromerzeuger machen, man kann Hainburg bauen und viele andere. Man kann geeignete Flächen mit Windparks bestücken. Jedes Habitat hat Grenzen. Wenn man Raps anbaut, kann man davon Essen oder damit Lasten bewegen. Man kann Biotope als Naherholungsgebiet belassen oder zur Energiegewinnung nutzen.

      Energie wird ein zentrales Thema werden/bleiben, so wie es seit Jahrhunderten ein zentrales Thema ist. Die Bevölkerungszunahme Mitteleuropas durch Zuzug muss andere politische Gründe haben. Wollte man Lebensqualität und Stabilität, hätte man es unterbinden müssen. Darüber will ich mich hier nicht weiter auslassen, deshalb wähle ich auch die Anonymität, da der sozioökonomische Tod immer droht. Um den Kreis zu schließen, Energie ist dermaßen Prior, dass jede öffentliche Dikussion verlogen sein muss.

      Nun muss, will ich zu den Kindern. Rechtschreibfehler bitte ich zu entschuldigen, die Zeit nehme ich mir jetzt nicht.

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      • Gnomae
        Gnomae sagte:

        “Die Bevölkerungszunahme Mitteleuropas durch Zuzug”

        Ein schöner Euphemismus.

        Das ist der Zünder für die Bombe.

  5. Dietmar Tischer
    Dietmar Tischer sagte:

    Stromausfälle und Netzschwankungen im deutschen Mittelstand:

    Das ist in der Tat ALARMIEREND.

    Es darf überall etwas schief laufen, aber nicht beim deutschen Mittelstand.

    >Es bleibt bei dem Fazit zur Energiewende: unausgegoren und zunehmend ein Standortrisiko.>

    Geduld, Geduld.

    Es dauert nicht mehr lange, bis die Grünen ein zu schaffendes ErneuerbareEnergieMinisterium (EEM) in Berlin übernehmen.

    Schließlich hat Frau Baerbock verkündet, dass sie marktwirtschaftlich mit dem deutschen Mittelstand – weil der so innovativ ist – die Energiewende schaffen will.

    Der deutsche Mittelstand muss also nicht verzweifeln, wird zukünftig voll bedient werden.

    Man kann ja jederzeit woanders abschalten.

    Die Energiewende ist jedenfalls nicht zu stoppen.

    Die nächste Nummer, brandaktuell, 1000 DC-Ladeparks, hier:

    https://www.electrive.net/2021/01/09/schnellladegesetz-die-heikle-gratwanderung-des-bmvi/

    Aus dem Referentenentwurf, heute durchs Kabinett gereicht:

    >„Der Bund legt technische, wirtschaftliche und rechtliche Rahmenbedingungen der Leistungserbringung fest, die von den Auftragnehmern des Bundes mit Blick auf die Zugänglichkeit, Leistungsfähigkeit, Zuverlässigkeit, Bedarfsgerechtigkeit oder Nutzerfreundlichkeit des Infrastrukturangebots zu beachten sind.“ Wer die Auflagen nicht erfüllt, dem kann gekündigt werden.

    Doch der Bund will eben nicht nur bei den Standorten mitsprechen, sondern weitere Vorgaben machen: „Er bestimmt die Anzahl der Schnellladepunkte, die Ausstattung, und die Nebenanlagen, die an den Schnellladestandorten bereitgestellt werden sollen.“ Ziel ist es, dass man mit dem Elektroauto „bundesweit jeden Ort auf direktem Weg“ erreichen können soll – also keine Umwege für die Ladesäule fahren muss.

    Der große Haken aus Sicht der Betreiber: Der Bund will auch bei den Preisen mitreden. „Kosteninduzierte Einzelpreisänderungen können ausgeschlossen werden“, so der Entwurf.

    Sorgt der neue Ladepark beim bestehenden für „wirtschaftlich unzumutbare Belastungen“, hat dieser das Recht, seine Schnelllader und Verträge der zuständigen Behörde „gegen Bezahlung einer wirtschaftlich angemessenen Vergütung“ zu verkaufen.

    … in einem Punkt wird der Bund sehr klar. Das Kapitel „C. Alternativen“ besteht aus einem Wort: „Keine.“>

    Furchtbar, was das BMVI – von der CSU geführt – vorschlägt.

    Stümper, die können es eben nicht.

    Wenn die Grünen dran sind, wird das alles viel, viel besser.

    Kann natürlich auch heißen, dass der deutsche Mittelstand dann erst recht voll bedient sein wird. ;-)

    Antworten
    • foxxly
      foxxly sagte:

      @ Tischer 18:06
      atomausstieg und energiewende.

      herr tischer, als intimer kenner und kämpfer für die cdu, haben sie sicher genaue kenntnisse,

      wie kam die kanzlerin zu ihrer entscheidung zum atomausstieg? wer hat sie dazu beraten?
      das diese nicht, von und aus der partei kam, konnte man schon erfahren.

      warum hat die partei einen solchen graphierenden schritt mitgetragen?

      warum wurde ein doch so kurzer zeitraum gewählt?

      wer hat ein interesse daran, dass deutschland einen weg geht, der ihr selber stark schadet?

      hoffentlich waren nicht deutsche arroganz/überheblichkeit der leid-gedanke, wir können alles besser?

      bitte, was ist da gelaufen?

      Antworten
  6. ruby
    ruby sagte:

    Die Worlée-Chemie GmbH in Lauenburg, siehe das tolle Bild
    Worlée-Chemie GmbH, liegt direkt hinter dem Elbdamm und ist bei Hochwasser extrem gefährdet wegen Überflutung. Direkt neben dem Werksgelände mit den Chemieprodukten befindet sich das Klärwerk der Stadt am Elbhang, die Südterrass Schleswig-Holstein. Wegen des jahrzehntelangen wirtschaftlichen Niedergangs ist das Unternehmen der wichtige Gewerbebetrieb am Standort und die Unternehmensleitung engagierte sich interessenhalber in den städtischen Gremien und dem Eigenbetrieb, um beiderseitige Interessen zu wahren. Mit der Internationalisierung greifen auch dort die vielfältigen von uns hier diskutierten Mechanismen. Ein Stromausfall bei Worlée-Chemie GmbH beudetet Höchstgefahr vor Ort mit möglichen Konsequenzen für die stromabwärts liegende Metropolregion Hamburg wegen massiver Verseuchungsgefahren 20 km weiter. Die Familie Worlée in fünfter Generation arbeitet somit in großer Verantwortung.
    https://www.worlee.de/de/unternehmen/wir-ueber-uns/
    Das sei zum besseren Verständnis gesagt.

    Antworten
    • Dr.LucieFischer
      Dr.LucieFischer sagte:

      @ruby
      Zwei Jahre vor der Explosion illegal gelagertem Ammonium-Nitrats im Hafen von Beirut hat sich N. N. Taleb über den notwendigen und unausweichlichen Kollaps des korrupten Ponzi-Regimes im Libanon geäussert:
      https://www.nntaleb.medium.com/lebanon-from-ponzi-to-antifragility-c9867eb71998

      Systeme mit strukturellen Defekten können nicht repariert werden. Sie korrigieren sich selbst, indem sie zusammenbrechen. Prognose für Deutschland & EU, beide.

      Antworten
    • Stoertebekker
      Stoertebekker sagte:

      @ruby

      > Ein Stromausfall bei Worlée-Chemie GmbH beudetet Höchstgefahr vor Ort mit möglichen Konsequenzen für die stromabwärts liegende Metropolregion Hamburg wegen massiver Verseuchungsgefahren 20 km weiter.<

      Eben-Worlée hat als Präsident für die Familienunternehmen gesprochen, NICHT für sein Unternehmen. Die Chemieunternehmen haben zwar auch alle Wut auf die Energiepolitik, aber haben bestimmt kein Sicherheitsproblem, das eine Großstadt bedroht. Jedenfalls nicht in Deutschland.

      Wieso schreiben Sie so‘n Zeug?

      Antworten
  7. ruby
    ruby sagte:

    Hat sich jemand endlich sachkundig über das tägliche Geoengineering zur Wettermanipulation weltweit gemacht einschliesslich der Eingriffe in die Souveränität jedes Menschen oder geht es hier nur über den Schnee von Gestern?

    Antworten
  8. troodon
    troodon sagte:

    Für die üblichen Verdächtigen ist die Energiewende gar kein Problem. Da sie nicht haften müssen, ist es alles ganz einfach:

    “Photovoltaik und Windenergie werden der Erklärung zufolge künftig die wichtigsten Säulen der Energieversorgung sein. Hinzu komme Flexibilität in vielen Formen – Speicher, Sektorkopplung, Lastmanagement sowie Netzintegration. Elektrizität wird demnach einen massiv steigenden Anteil – rund 80 bis 95 Prozent – an der globalen Energieversorgung einnehmen. Zudem sei ein grundlegender Umbau des globalen Energiesystems notwendig, einschließlich der Steigerung der Energieeffizienz auf allen Ebenen. Trotzdem werde Strom in einem zu 100 Prozent erneuerbaren System weniger kosten als im derzeitigen Energiesystem, und auch die Gesamtenergiekosten für 100 Prozent Erneuerbare sollen niedriger sein als die Kosten für konventionelle Energie. Zudem werde die Schaffung eines vollständig auf Erneuerbaren beruhenden Energiesystems der Weltwirtschaft zugute kommen, Investitionen stimulieren und Millionen mehr Arbeitsplätzen schaffen, als weltweit verloren gehen. „Die reichlich vorhandene, erneuerbare Energie wird Wohlstand schaffen und jedem Sektor der Weltwirtschaft einen Schub geben“, so die Wissenschaftler. ”
    https://www.pv-magazine.de/2021/02/09/global-100-re-strategy-group-100-prozent-erneuerbare-sind-bis-2035-moeglich/

    Billigeren Strom und Millionen von netto neu geschaffenen Arbeitsplätzen. Was will man mehr ?
    In der Theorie ist alles immer so schön einfach… Etwas in Excel rumgespielt und schon klappt es.
    Die Praxis kann dann leider ganz anders aussehen.

    Antworten
    • der Kater
      der Kater sagte:

      Aber geh’. Seien’s nicht so sarkastisch. Das ist verdächtig.

      Der Fünfjahresplan wurde auch dieses Mal wieder übererfüllt!

      Knappheit ist Wohlstand.
      Lastabwurf ist Solidarität.

      Antworten
  9. Gnomae
    Gnomae sagte:

    @foxxly
    “die regierung steckt in der zwickmühle (wie fast überall!) dem druck des kapitals nachgeben und gleichzeitig die breite masse nicht gegen sich aufbringen.
    und dies im großen wahljahr!”

    Die Regierung arbeitet gegen die Industrie, da sie die Atomkraftwerke ohne rationelle Begründung abschalten ließ. Eine Überschwemmung in Japan kann nicht gleichzeitig in Deutschland nicht stattfinden, dies weis jedes Kleinkind. Schneefall hingegen ist sehr häufig, und bringt die Solarproduktion zum Erliegen.

    Es ist zynisch, Agrarflächen, die der Lebensmittelproduktion dienen sollen, für Biomasseproduktion zu verwenden. Es ist ferner konzeptionslos.

    Ein völliges Versagen der westlichen Welt liegt in der Duldung der künstlich hohen Ölpreise. Dies ist eine Erpressung durch die Ölproduzenten in ungeheurem Ausmaß. Es scheint aber weder Brüssel noch die USA zu interessieren.
    Das größte Standortrisiko für Deutschland geht von der kommenden Regierung aus, weil diese entweder Schwarz – Grün oder Grün-Gelb-Rot-Rot sein wird.
    Um diese Konstellation abzusichern, muss der Lockdown bis 14. März aufrechterhalten werden. Am 14. März ist Wahlsonntag in Teilen der Bundesrepublik. Um vor der Wahl einen Wahlkampf zu verhindern, muss mittelbar über das Infektionsschutzgesetz mit Versammlungsverboten gearbeitet werden. Dies ist nur möglich, weil in Deutschland Demokratie nicht mehr funktioniert und der Bundestag die Kontrolle der Regierung nicht wahrnimmt, da die Blockparteien ein Kartell gegen die AfD bilden. Dabei sind die Pseudo-Kontrollargumente der FDP lächerlich.
    Man kann also in der saturierten Bundesrepublik Deutschland beobachten, wie eine Demokratie und ein Staat langsam zerstört werden.

    Antworten
    • foxxly
      foxxly sagte:

      @ gnomae 10:52
      >>Die Regierung arbeitet gegen die Industrie, da sie die Atomkraftwerke ohne rationelle Begründung abschalten ließ. Eine Überschwemmung in Japan kann nicht gleichzeitig in Deutschland nicht stattfinden, dies weis jedes Kleinkind. Schneefall hingegen ist sehr häufig, und bringt die Solarproduktion zum Erliegen. <<

      anfangs hatte ich genauso gedacht.
      nur: die atomindustrie wurde königlich entschädigt. die autobosse werden wohl auch massig geld bekommen.
      denn, ich höre von den groß-industriellen kein klagen auch nicht in der corona-zeit. das ist schon komisch, für mich jedenfalls.
      ich höhre von deren verbandsvertretungen kein klagen.
      dagegen die klein- und mittelbetriebe

      Antworten
  10. weico
    weico sagte:

    @ Richard Ott

    “Und Pläne der Regierung sind dafür bekannt, dass sie immer genauso erfolgreich umgesetzt werden wie das geplant
    war. ;)”

    Aus Investorensicht gilt …..Der WEG ist das ZIEL.

    Natürlich bin ich mir (als Investor) völlig bewusst ,dass schlappe 1 Billion nicht reichen wird. Es wird aber, ehrlicherweise, ja auch nur von “MINDESTENS” geredet.
    https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/de/ip_20_17

    Der Zeitrahmen wird vom Zeitgeist und Politik eingefordert werden.
    Unzählige Institute und Forschungsgruppen überwachen, wie “weit” man mit den Klimazielen schon ist (natürlich mit staatlichen Fördergeldern) und werden medial begleitet ( mit Schlagzeilen a la “Corona”-Stile usw..) .ALLE werden ein SCHNELLERES umsetzen der Klimaziele einfordern .
    Gepaart mit ein paar heissen Sommern und den Rettungsrufen der “darbenden” Agrarlobby (..deren “Wandel” man ja ebenfalls noch “unterstützen” muss) ,möglichen Netzwerkstörungen und sonstigen Klimaauswirkungen ….gehen die Pläne stetig voran.
    .
    Bei der Energiewende gilt (als Investor): BAD NEWS ARE GOOD NEWS !

    Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @weico

      Wie kommen Sie eigentlich auf die Idee, dass zu sozialistischer Planwirtschaft neigende Politiker unbegrenzt weiter “Investoren” tolerieren werden, mit denen sie ihre “Plangewinne” in Form von Dividenden teilen oder deren Kontrolle über die Unternehmungen sie akzeptieren müssen?

      “Natürlich bin ich mir (als Investor) völlig bewusst ,dass schlappe 1 Billion nicht reichen wird. Es wird aber, ehrlicherweise, ja auch nur von „MINDESTENS“ geredet.”

      Eine Billion Euro für die ganze EU ist lächerlich wenig, das hat wahrscheinlich einer von den EU-Impfstoffbestellern ausgerechnet. Alleine der Umbau des Energieversorgungssystems nur in Deutschland im Rahmen der “Energiewende” wird locker 5 bis 10 Billionen Euro kosten.

      “Bei der Energiewende gilt (als Investor): BAD NEWS ARE GOOD NEWS !”

      Das funktioniert nur so lange, wie die Fehlinvestitionen nicht dazu führen dass das System zusammenbricht.

      Sie erinnern mich in Ihrem Opportunismus an die amerikanische Rüstungsindustrie, wobei “Industrie” eigentlich ein zu enger Begriff ist, weil da auch viele Unternehmen dabei sind, die vom Militär an sie ausgelagerte Dienstleistungen erbringen. Die verdienen sich an dem “globalen Kampf gegen den Terrorismus” seit 2001 dumm und dämlich und haben natürlich ein Interesse daran, dass dieser Kampf nie wieder aufhört. Falls sie den Staat aber so sehr ausplündern dass er sich eine interventionistische Politik nicht mehr leisten kann (oder das Volk jeden zum Teufel jagt, der für sie Geld ausgeben will, ob nun über Wahlen oder auf “rustikalere” Art), haben sie ihre eigene Geschäftsgrundlage zerstört. Und dann können auch ihre Investoren nichts mehr daran verdienen, wie schade…

      Antworten
      • weico
        weico sagte:

        @Richard Ott

        “Sie erinnern mich in Ihrem Opportunismus an die amerikanische Rüstungsindustrie, wobei „Industrie“ eigentlich ein zu enger Begriff ist, weil da auch viele Unternehmen dabei sind, die vom Militär an sie ausgelagerte Dienstleistungen erbringen. Die verdienen sich an dem „globalen Kampf gegen den Terrorismus“ seit 2001 dumm und dämlich und haben natürlich ein Interesse daran, dass dieser Kampf nie wieder aufhört.”

        So ist das Leben. Gewinner und Verlierer.

        Wer JETZT in die “grüne Welle” investiert, wird sich ebenfalls dumm und dämlich verdienen.

        Dann geht das übliche “Spiel” wieder los:
        Die frustrierten Wut-und Neidbürger werden wieder auf die “bösen” Gewinner schauen und der Staat wird versuchen etwas vom Gewinn “abzuschöpfen” ……….und die GEWINNER werden sich (einmal mehr) fragen, wie man so dumm und dämlich sein konnte, diese Chance nicht zu erkennen/ergreifen.

        Ergo: NICHTS NEUES

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @weico

        Sie haben offensichtlich überhaupt nicht begriffen, was ich geschrieben habe.

      • weico
        weico sagte:

        @weico
        “Sie haben offensichtlich überhaupt nicht begriffen, was ich geschrieben habe.”

        Habe Sie erkannt .. auf welcher Seite sie stehen….?

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @weico
        “Habe Sie erkannt .. auf welcher Seite sie stehen….?”

        Ihre ganze Analyse ist Blödsinn, inklusive der Einteilung, wer angeblich auf welcher Seite steht.

      • weico
        weico sagte:

        @ Richard Ott

        “Ihre ganze Analyse ist Blödsinn, inklusive der Einteilung, wer angeblich auf welcher Seite steht.”

        An Ihren Reaktion gemessen… war es wohl eher ein Volltreffer !

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @weico

        “An Ihren Reaktion gemessen… war es wohl eher ein Volltreffer !”

        Das hätten Sie immer geschrieben, egal was meine Antwort gewesen wäre.

      • Felix
        Felix sagte:

        @ An die Herren WEICO und OTT:

        Sie haben beide auf ihre Art Recht. Man kann eine gewisse Zeit am grünen Hype gewinnen. Aber. Stand jetzt führt das in ein Fiasko, bei dem es auch nichts nützt wenn man früh genug seine Gewinne realisiert hat. Das ist kein normaler Börsenzock hier, sondern ein Spiel mit unseren Existenzgrundlagen.

      • Hansjörg Pfister
        Hansjörg Pfister sagte:

        Wie dem auch sei, Tatsache ist auf jeden Fall, dass mit dem Öko – Schwachsinn jede Menge Geld “verdient” wird. Wenn ein Themen – Aktienfonds wie dieser: WKN A12EXH schon 220% in einem Jahr und in 5 Jahren 415% im Plus ist.
        “Das funktioniert nur so lange, wie die Fehlinvestitionen nicht dazu führen dass das System zusammenbricht. ”
        So ist es. Das aus dem die Mittel für die teuren Öko- Umbauten generiert wird, ist der systematischen Zerstörung preisgegeben. Schon sportlich das Ganze.

  11. Bauer
    Bauer sagte:

    Ich habe eine dicke Kerze gestiftet, damit der erste totale BLACKOUT noch rechtzeitig vor der Wahl im Oktober stattfindet. Gut möglich ist es ja.

    Antworten
    • weico
      weico sagte:

      @Bauer

      Als Investor hoffe ich,dass Ihr Wunsch eintrifft (Blackout) .
      Dann wird sicherlich das Tempo verschärft und die Geldmittel erhöht, um die Energiewende SICHER zu erreichen.

      Antworten
      • Thomas M.
        Thomas M. sagte:

        @Hr. Ott: Sie lesen die Eco-Woman? Jetzt bin ich sprachlos :-) Im Ernst, es ist eine cool Idee. Ich leite das gleich mal an meine Dame weiter. Natürlich ist es nicht “besonders umweltschonend und energiesparend”. Das ist Komplett-Quatsch, wenn man sich den Energieeinsatz und die Energieausbeute komplett angucken würde. Oh, und die haben auch den Stickoxid-Ausstoß der Kerzen nicht auf dem Schirm.

        Und so schreibt jeder das, was er glaubt und die passenden Zielgruppen steigen glücklich drauf ein. Mit weniger Wissen und Nachdenken lebt’s sich sicherlich wohlig-wärmer.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Thomas M.

        Ich lese ja wirklich viel linksgrünen Müll weil ich das irgendwie gleichzeitig gruselig und unterhaltsam finde (früher war meine Lieblingsseite Bento und ich bin auch ein riesen Fan vom öffentlich-rechtlichen Youtube-Angebot “Auf Klo”), aber Ecowoman kannte ich vorher wirklich noch nicht, das war einfach nur der schönste Link zu einer Bastelanleitung für so eine Teelichtheizung, die ich beim schnellen duckduckgoen gefunden habe.

        Von dem Konzept hat habe ich das erste Mal vor vielen Jahren von einem Öko-bewegten Schweden gehört, den ich noch aus Studienzeiten kannte. Der war dann beleidigt als ich ihm vorgerechnet habe, wie viele Kerzen man braucht wenn man damit tatsächlich ein Zimmer beheizen will, und sei es auch nur ein kleines, und das Problem mit der Raumluft beim Masseneinsatz von Kerzen (da gibts dann auch noch Feinstaub/Ruß und irgendwann ist die Lust so sauerstoffarm dass Sie wieder lüften müssen, was ja auch kontraproduktiv ist) haben Sie ja schon angespochen. ;)

        Als Bastelprojekt für Frauen oder auch für die Kinder sind die Dinger aber sehr schön, aber nur mit 2 oder maximal 4 Teelichtern zur romantischen Beleuchtung während im Hintergrund die richtige Heizung die Arbeit macht.

      • Thomas M.
        Thomas M. sagte:

        >[…] Öko-bewegten Schweden gehört, den ich noch aus Studienzeiten kannte. Der war dann beleidigt […]

        How dare you :>

        Klasse Geschichte!

      • Bauer
        Bauer sagte:

        @ R Ott

        >> “… das Problem mit der Raumluft beim Masseneinsatz von Kerzen …”

        Ja, ja, unsere Vorfahren lebten bekanntlich viel gesünder als wir. Da wieder hin zu kommen ist doch erklärtes Ziel allen grünen Gewurstels.

        Noch andere Beispiele gefällig: Keine Autos mehr in der Garage, aber dafür Groß- und Kleinvieh im Untergeschoss mit dadurch automatischer Fußbodenheizung im Winter und ganzjährig gesunder Landluft rundum, den ganzen Winter Erdäpfel und Sauerkraut auf dem Tisch mangels Kühlschrank, fleissig Schnee schippen, da es nicht wärmer werden will, und statt Spülklosett den Donnerbalken über dem Misthaufen.

    • Wolfgang Selig
      Wolfgang Selig sagte:

      @Bauer:

      Das wird eher nicht passieren, wenn es nicht in den nächsten Wochen geschieht. Von Frühjahr bis Herbst ist die Stabilität im Netz höher und die 3 zur Abschaltung vorgesehenen Atomkraftwerke sind nach meiner Kenntnis noch bis Dezember am Netz und stabilisieren.

      Aber den künftigen Bundeskanzler Laschet oder Söder dürfte das hart treffen.

      Antworten
  12. Jörn S.
    Jörn S. sagte:

    Ich möchte in diesem Zusammenhang an die Energiewende-Befürworter appellieren, sich einmal den Vortrag von Hans-Werner Sinn auf YouTube anzuschauen. Es müsste eigentlich jeder begreifen, inklusive der vielen einfältigen Gestalten in der Politik.

    Antworten
    • Wolfgang Selig
      Wolfgang Selig sagte:

      Jörn S:

      Professor Sinn macht das sehr gut, aber das werden nur wenige ansehen, denn Mitdenken macht vielen Leuten Kopfschmerzen. Es ist leichter, Frau Baerbock zuzuhören. Und daher werden die Grünen in diesem Wahljahr besser abschneiden als Politiker, die sich auf Professor Sinn und seine Thesen berufen…

      Antworten
  13. Dr. Dieter Zorn
    Dr. Dieter Zorn sagte:

    Und es sind auch keine 40 Prozent, sondern nur 36 Prozent. Man muss nämlich die Eigenstromerzeugung der Industrie zum Gesamtstromverbrauch hinzu rechnen, was in dieser Rechnung nicht erfolgt. Und diese Eigenstromerzeugung erfolgt überwiegend noch schmutzig.

    Antworten
  14. weico
    weico sagte:

    Nur keine Panik wegen Versorgungssicherheit . Der WILLE, der ZEITGEIST und genügend GELD ist vorhanden, die Energiewende zu meistern.

    Im Artikel steht ebenfalls :

    “Damit künftig Strom vermehrt und verbessert transportiert werden kann, hat der Bundestag vergangene Woche den neuen Bundesbedarfsplan mit 35 neuen Vorhaben beschlossen. Zugleich legten die Übertragungsnetzbetreiber ihren neuen Netzentwicklungsplan bis 2035 vor. Er sieht neue Leitungen zwischen 800 und 1450 Kilometer Länge vor. Die Investitionen betragen mindestens 72 Milliarden Euro.”

    Der Netzentwicklungsplan hat sogar eine EIGENE Webseite:
    https://www.netzentwicklungsplan.de/de/netzentwicklungsplaene/netzentwicklungsplan-2035-2021

    Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @weico

      Und Pläne der Regierung sind dafür bekannt, dass sie immer genauso erfolgreich umgesetzt werden wie das geplant war. ;)

      “Der WILLE, der ZEITGEIST und genügend GELD ist vorhanden, die Energiewende zu meistern.”

      Geld ist irrelevant. Sie können gerne so viel drucken, wie Sie wollen, aber dann können Sie sich nichts mehr dafür kaufen. Was tatsächlich fehlt, ist Kompetenz. Das Fleisch der Haltungsjournalisten und der Luisas und Gretas ist willig, doch der Geist ist schwach.

      Antworten
      • ruby
        ruby sagte:

        @ Herr Ott
        Die Geldautomaten in der Schweiz werden gerade abgeräumt. Da kommt nix mehr nach, weil Inflation dann die tollen Investments schneller entwertet als diese fertiggestellt sind. Hungerspiele, mehr geht nicht mehr.
        Und zum Finale etwas GAIA für die Restgläubigen, -gläubiger.

  15. foxxly
    foxxly sagte:

    dass gerade in der lockdown-zeit die stromversorgung schwierig wird, ist etwas komisch.

    ich vermute, dass im hintergrund ein “machtkampf” der energiegiganten gegen,
    -die stromtrassengegener
    -die dezentrale energieversorgung
    -die regierung
    -und das volk insges. läuft.

    sie wollen druck aufbauen. die e-mobilität forcieren und gleichzeitig die dezentralen sonnen- wind- und biogas-stromerzeuger aus dem markte drängen, das ist der trend und zwang der big-player gegen den klein- und mittelbetrieb.

    die regierung steckt in der zwickmühle (wie fast überall!) dem druck des kapitals nachgeben und gleichzeitig die breite masse nicht gegen sich aufbringen.
    und dies im großen wahljahr!

    nicht auszudenken, wenn diese regierung es wieder schafft, was nachher passiert!

    was in der politik so läuft, ist schon eine große provokation gegen die masse. andereseits ist es der kampf des kapitals mehr marktmacht zu bekommen. es ist auch ein politischer kampf. und hier steht die regierung mehr auf der seite des kapitals.
    alles läuft unter der devise: der große umbau der wirtschaft und gesellschaft. nach diesen “umbau” haben wir eine perfekte wirtschaftsdiktatur der bigplayer, gegen staat, bürger und verbraucher; – zentralgesteuert aus brüssel.

    vielleicht sollte mit dieser aktuellen politik das volk so stark provoziert werden, dass sie rebelliert. damit sie dann die staastmacht mit aller härte das volk zu anpassung und duldung zwingen kann?

    Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @foxxly

      “dass gerade in der lockdown-zeit die stromversorgung schwierig wird, ist etwas komisch.”

      Das ist überhaupt nicht komisch, sondern in jedem Winter ein Problem. Schauen Sie sich die Daten vom 2. Februar an:

      https://energy-charts.info/charts/power/chart.htm?l=de&c=DE&week=05

      Wenn im Februar wenig Wind weht, dann haben wir zu wenig Strom (Photovoltaik hat im Winter eine Ausbeute von nahe Null, egal wie viele Solarpanels Sie aufstellen, die Einstrahlungsleistung der Sonne ist in dieser Jahreszeit einfach zu schwach) und müssen welchen aus dem Ausland importieren.

      Und dieses Problem wird sich im nächsten und übernächsten Winter noch viel mehr verschärfen, 2021 und 2022 gehen jedes Jahr zum Jahresende 3 Atomkraftwerke vom Netz wegen Atomausstieg.

      Antworten
      • troodon
        troodon sagte:

        @ Richard Ott
        Es gibt schon einen guten Grund für Nord-Stream-2…
        Und der ist nicht Steinmeiers „fast die letzte Brücke zwischen Russland und Europa“. bla bla

      • Thomas M.
        Thomas M. sagte:

        @troodon: Sie meinen doch nicht etwa russisches Gas zur Versorgung der bereits bestehenden und noch in Bau und Planung befindlichen Gaskraftwerke, die schnell rauffahren können, um die Lücken in der schwankenden Grünstrom-Versorgung zu schließen – insbesondere im Winter? Pssst… noch wird auf den Energieträger nicht eingeprügelt. “Nur” rund 50% weniger CO2-Emission als Braunkohle dürfte den Puristen aber bestimmt nicht genügen.

      • troodon
        troodon sagte:

        @Thomas M
        Später klappt es dann auch ganz schnell mit Genehmigungen für neue Gas-Kraftwerke, falls einem schwarz vor Augen werden sollte, weil es mit dem Import von Kohle- und Atomstrom im Winter nicht so klappt. :)
        Und falls doch alles gut gehen sollte, dann hat man wenigstens in diesem Fall an eine Backup-Lösung gedacht. Okay, der Bau eines neuen Gas-Kraftwerkes muss dann schon schneller gelingen als beim BER… Aber das überträgt man dann evtl Elon ;)

        Zur Not hat man aber auch noch die Reserven der Reserven der Reserven.
        https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/die-wahren-kosten-zentralbankfinanzierter-staatsausgaben/#comment-173662

      • Thomas M.
        Thomas M. sagte:

        @troodon: Ich kann mir noch immer keinen echten Blackout vorstellen. Vorletztes Neujahr ging bei uns im Viertel mal für eine halbe Stunde der Strom aus. Ich dachte damals am 1.1.2020: Ein Zeichen. Das war’s. Pünktlich zum Jahresanfang. Die Alarmisten hatten recht. Erstaunlich wie schnell es kalt wurde in der Hütte, denn die Pumpe der Zentralheizung war ja auch aus.

        War aber wohl “nur” eine Mittelspannungsleitung oder so.

        In nicht wenigen Gegenden der USA gehört ein Gasaggregat zur Stromerzeugung zum gehobenen Standard der gehobenen Mittelschicht und höher, weil da der Strom regelmäßig bei Unwetter ausfällt. Nun denn, ich müsste mir einen Dieselgenerator auf den Balkon stellen, was vermutlich gleich gegen ein Dutzend Gesetze verstößt – spätestens beim Einschalten. Insofern wird es wohl eher auf analoges Buch unter der Bettdecke mit Batterie-Lampe hinauslaufen… wird bestimmt romantisch. Falls doch die Sonne scheint, hab ich noch nen Solar-USB-Charger :)

      • troodon
        troodon sagte:

        @Thomas M
        “Ich kann mir noch immer keinen echten Blackout vorstellen. ”
        Ich bin sehr gespannt und gestehe, dass ich auf diese Art von Spannung gerne verzichten würde.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @troodon

        Das ist sogar Hochspannung – oder halt ihre plötzliche Abwesenheit. ;)

  16. Richard Ott
    Richard Ott sagte:

    „(Laut einer) Umfrage unter knapp 1100 Mitgliedsunternehmen (…) haben in den vergangenen vier Jahren 47 Prozent der Betriebe Netzschwankungen registriert. Vor acht Jahren waren es nur 34 Prozent. In mehr als 10 Prozent der neuen Fälle dauerten die Störungen länger als 3 Minuten. 19 Prozent der unter Netzschwankungen leidenden Gesellschaften sei dadurch ein ‘relevanter Schaden’ entstanden (…).“

    Ja, ich hatte vor ein paar Jahren auch mal so eine “Netzschwankung”. Die ging nur ein paar Sekunden lang, hat aber eine Platine von der Steuerungselekronik einer meiner Maschinen unbrauchbar gemacht. Mit Fehlersuche und Ersatzteilbestellung ungefähr 2 Wochen Produktionsausfall, zum Glück nur bei der betroffenen Maschine.

    Aber erklären Sie das mal Leuten, die schon den Unterschied zwischen Stromverbrauch und Primärenergieverbrauch nicht begreifen…

    Antworten
    • Dr.LucieFischer
      Dr.LucieFischer sagte:

      @Richard Ott
      Im Internet werden schon Kurse für ´s Kochen in ” Kochkisten” nach Paläo-Methode angeboten. Perfekt-grüne Vorbereitung für fast Null-Energie -Existenz, Haar waschen ohne Shampoo ( und das auch nur alle paar Wochen ) liegt auch im Trend. Dazu passen verfilzte-Raster-Haare und barfuss- gehen, Mode & Chanel Nr.5 = dekadenter Luxus. Darauf muss in Zukunft in D gepfiffen werden , Jogging-multi-bunt an allen Orten. Alles wird gut.

      Antworten

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