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	Kommentare zu: Schuldenschnitt für Portugal	</title>
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	<description>Daniel Stelter ist die unabhängige Stimme zur Finanzkrise</description>
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		Von: Dietmar Tischer		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dietmar Tischer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Mar 2017 16:01:28 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Aus aktuellem Anlass – Portugal – zu Häring, der hier vor einiger Zeit im Zusammenhang mit der Abschaffung von Bargeldnoten in Indien kontrovers diskutiert wurde.

Häring am 23.05.2016 in seinem Blog, hier 

http://norberthaering.de/de/27-german/news/619-praet-portugal

zu einem Interview, das der Chefvolkswirt der EZB der portugiesischen Zeitung „Publico“ gegeben hatte:

„Peter Praet sagte der Zeitung, die Regierung dürfe die Warnsignale des Marktes nicht ignorieren. &quot;Portugal sollte diese Botschaft nicht vergessen: Die Marktdisziplin ist noch da&quot;, sagte er. Die Anleiheinvestoren seien in Sorge. Der Regierung in Lissabon müsse klar sein, dass die Europäische Zentralbank nur Papiere mit vergleichsweise geringer Ausfallwahrscheinlichkeit kaufe. Es könne zwar Ausnahmeregelungen geben. Aber dazu müsse das entsprechende Land an einem Rettungsprogramm teilnehmen. &quot;Hier gibt es keine Unklarheit&quot;, sagte er. „

Häring wertete dies so: 

„Wenn die EZB Zweifel an ihrer Bereitschaft befördert, weiter portugiesische Anleihen zu kaufen, geht die Rendite nach oben. Das kostet die Regierung viel Geld, das sie nicht hat. Das verstärkt die Sorgen der Anleger und treibt die Renditen weiter nach oben, so lange, bis die Rating-Agenturen die Anleihen auf Ramschstatus herabstufen und die EZB ihre vermeintlich objektive - tatsächlich aber selbst herbeigeführte - Begründung hat, die unbotmäßige linke Regierung bei ihrem Anleihekaufprogramm zu boykottieren.“

Nach Häring ist die Logik der EZB, nicht zu erpressen:

Die Portugiesen Schulden machen lassen, Klappe halten und deren Staatsanleihen kaufen, egal, ob das die Richtlinien erlauben oder nicht. 

Häring erledigt sich damit selbst als ernst zu nehmender Kommentator.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aus aktuellem Anlass – Portugal – zu Häring, der hier vor einiger Zeit im Zusammenhang mit der Abschaffung von Bargeldnoten in Indien kontrovers diskutiert wurde.</p>
<p>Häring am 23.05.2016 in seinem Blog, hier </p>
<p><a href="http://norberthaering.de/de/27-german/news/619-praet-portugal" rel="nofollow ugc">http://norberthaering.de/de/27-german/news/619-praet-portugal</a></p>
<p>zu einem Interview, das der Chefvolkswirt der EZB der portugiesischen Zeitung „Publico“ gegeben hatte:</p>
<p>„Peter Praet sagte der Zeitung, die Regierung dürfe die Warnsignale des Marktes nicht ignorieren. &#8220;Portugal sollte diese Botschaft nicht vergessen: Die Marktdisziplin ist noch da&#8221;, sagte er. Die Anleiheinvestoren seien in Sorge. Der Regierung in Lissabon müsse klar sein, dass die Europäische Zentralbank nur Papiere mit vergleichsweise geringer Ausfallwahrscheinlichkeit kaufe. Es könne zwar Ausnahmeregelungen geben. Aber dazu müsse das entsprechende Land an einem Rettungsprogramm teilnehmen. &#8220;Hier gibt es keine Unklarheit&#8221;, sagte er. „</p>
<p>Häring wertete dies so: </p>
<p>„Wenn die EZB Zweifel an ihrer Bereitschaft befördert, weiter portugiesische Anleihen zu kaufen, geht die Rendite nach oben. Das kostet die Regierung viel Geld, das sie nicht hat. Das verstärkt die Sorgen der Anleger und treibt die Renditen weiter nach oben, so lange, bis die Rating-Agenturen die Anleihen auf Ramschstatus herabstufen und die EZB ihre vermeintlich objektive &#8211; tatsächlich aber selbst herbeigeführte &#8211; Begründung hat, die unbotmäßige linke Regierung bei ihrem Anleihekaufprogramm zu boykottieren.“</p>
<p>Nach Häring ist die Logik der EZB, nicht zu erpressen:</p>
<p>Die Portugiesen Schulden machen lassen, Klappe halten und deren Staatsanleihen kaufen, egal, ob das die Richtlinien erlauben oder nicht. </p>
<p>Häring erledigt sich damit selbst als ernst zu nehmender Kommentator.</p>
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