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	Kommentare zu: Offizielles Kryptogeld? – Doch?	</title>
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	<description>Daniel Stelter ist die unabhängige Stimme zur Finanzkrise</description>
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		Von: Dietmar Tischer		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/offizielles-kryptogeld-doch/#comment-37205</link>

		<dc:creator><![CDATA[Dietmar Tischer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Mar 2018 13:53:26 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[In der Tat, es ist schon sehr bemerkenswert, wie sich ein Schwergewicht wie Morgan Stanley positioniert (bei Kontroversen allerdings als nur unbedeutende Einzelmeinung eingestuft).

Erstens:

Die Argumentation appelliert mit „DESIRE for a faster, cheaper and safer alternative“ VORRANGIG auf den unmittelbar erfahrbaren Vorteil der Geldnutzer. 

Das ist der richtige Ansatz aus Sicht derer, die für ein anderes, zumindest anders organisiertes Geldsystem werben: 

Denn für die REALISIERUNG muss zumindest ein Minimum an AKZEPTANZ in der Bevölkerung gegeben sein. Daran muss man arbeiten, wenn man etwas verändern will.

Wechsel der Argumentation auf die SYSTEMEBENE:

Erstens zum leidigen Thema bankrun:

&#062;„As for digital bank runs, it is true that in a crisis even non-checking deposits may want to fly to the safety of the central bank …  But there is nothing about digital currency per se that prevents a central bank from slowing the process.“ – bto: Klar, der Server kann ja mal ein paar Tage nicht erreichbar sein!&#062; 

Der Kommentar von bto. sagt alles, was dazu zu sagen ist. 

Zweitens zu Stabilität auf der Systemebene:

„The recent turmoil in crypto markets should not distract central banks from embracing digital currency to deliver a system that is less costly in good times and less unstable in turbulent ones.“

Der Aspekt “less costly in good times” ist nicht zu Ende gedacht, weil nicht diskutiert wird, ob die Systemveränderung nicht auch Kosten bwz. Nachteile außerhalb des Zahlungsverkehrs generieren würde. Das kann bis zu destabilisierenden Prozessen reichen, u. a. auch deshalb, weil wir damit FUNKTIONAL dem Helikoptergeld näher gekommen sind. 

„less unstable“ ist einfach mal so dahingesagt. 

Keine Frage, das Bankensystem, das wir haben, ist potenziell anfällig. Aber eine ZENTRALE Kontenverwaltung bei der Notenbank ist potenziell auch anfällig – wenn auch auf andere Art und Weise, z. B. durch einen Hacker-Angriff. 

Garantiert jemand, dass es NIE einen erfolgreichen geben wird?

Vielleicht posaunt das jemand zu gegebener Zeit heraus, aber GARANTIEREN kann es niemand.

Deshalb:

Die Latte tiefer legen, viel tiefer, denn ohne Risiko geht überhaupt nichts.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der Tat, es ist schon sehr bemerkenswert, wie sich ein Schwergewicht wie Morgan Stanley positioniert (bei Kontroversen allerdings als nur unbedeutende Einzelmeinung eingestuft).</p>
<p>Erstens:</p>
<p>Die Argumentation appelliert mit „DESIRE for a faster, cheaper and safer alternative“ VORRANGIG auf den unmittelbar erfahrbaren Vorteil der Geldnutzer. </p>
<p>Das ist der richtige Ansatz aus Sicht derer, die für ein anderes, zumindest anders organisiertes Geldsystem werben: </p>
<p>Denn für die REALISIERUNG muss zumindest ein Minimum an AKZEPTANZ in der Bevölkerung gegeben sein. Daran muss man arbeiten, wenn man etwas verändern will.</p>
<p>Wechsel der Argumentation auf die SYSTEMEBENE:</p>
<p>Erstens zum leidigen Thema bankrun:</p>
<p>&gt;„As for digital bank runs, it is true that in a crisis even non-checking deposits may want to fly to the safety of the central bank …  But there is nothing about digital currency per se that prevents a central bank from slowing the process.“ – bto: Klar, der Server kann ja mal ein paar Tage nicht erreichbar sein!&gt; </p>
<p>Der Kommentar von bto. sagt alles, was dazu zu sagen ist. </p>
<p>Zweitens zu Stabilität auf der Systemebene:</p>
<p>„The recent turmoil in crypto markets should not distract central banks from embracing digital currency to deliver a system that is less costly in good times and less unstable in turbulent ones.“</p>
<p>Der Aspekt “less costly in good times” ist nicht zu Ende gedacht, weil nicht diskutiert wird, ob die Systemveränderung nicht auch Kosten bwz. Nachteile außerhalb des Zahlungsverkehrs generieren würde. Das kann bis zu destabilisierenden Prozessen reichen, u. a. auch deshalb, weil wir damit FUNKTIONAL dem Helikoptergeld näher gekommen sind. </p>
<p>„less unstable“ ist einfach mal so dahingesagt. </p>
<p>Keine Frage, das Bankensystem, das wir haben, ist potenziell anfällig. Aber eine ZENTRALE Kontenverwaltung bei der Notenbank ist potenziell auch anfällig – wenn auch auf andere Art und Weise, z. B. durch einen Hacker-Angriff. </p>
<p>Garantiert jemand, dass es NIE einen erfolgreichen geben wird?</p>
<p>Vielleicht posaunt das jemand zu gegebener Zeit heraus, aber GARANTIEREN kann es niemand.</p>
<p>Deshalb:</p>
<p>Die Latte tiefer legen, viel tiefer, denn ohne Risiko geht überhaupt nichts.</p>
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