Neuer Firmenname plus 2400 Prozent Kursgewinn

Wer noch daran zweifelt, dass es sich bei Bitcoins um eine Blase handelt, der sei auf folgende Geschichte verwiesen:

Der Telegraph berichtet:

  • „Natural Resource Holdings, a small Israeli outfit that has invested in a group of precious metals mines, has seen its share price jump from 105 shekels (£22.40) to 2,615 shekels – a 2,400pc rise – since it announced it was moving into cryptocurrencies.“ bto: nur durch die Ankündigung hoch bewertete Assets zu kaufen! WOW.
  • „In October, the company announced it was switching to working on blockchain the database technology behind Bitcoin and on Sunday it confirmed it is planning to buy a 75pc stake in Bitfarms, a Canadian company that mines cryptocurrency.“ bto: Der Kauf von Bitcoins eines Produzenten  bedeutet also einen enormen Wertzuwachs an der Börse. Ich würde jetzt meine Anteile verkaufen, wenn ich investiert wäre.
  • „Mining operations have become big business amid the stratospheric rise in cryptocurrency values. (…) The growth of the network means that mining now requires supercomputers and enormous energy bills, turning what was once an amateur hobby into a professional endeavour, carried out at companies like Bitfarms. The company is North America’s largest cryptocurrency mining operation (…).“ bto: und verbraucht bald allen Strom dort? Na, ich denke, es ist noch nicht das Ende der Party.
  • „Before the announcement, Natural Resource Holdings was largely invested in a handful of gold, metal and silver mines across the US. It is far from the first listed company to cash in on investor excitement about cryptocurrency. Shares in London-based On-Line jumped over 300pc when it announced it was changing its name to ‚On-Line Blockchain‘, while shares in a small biotech firm, Bioptix rocketed more than 200pc after changing its name to ‚Riot Blockchain‘. bto: Lasst uns feiern!

Hier nochmals das passende Chart:

Quelle: Telegraph

Telegraph (Anmeldung erforderlich): „Gold miner’s shares jump 2,400pc after it switches to Bitcoin“, 5. Dezember 2017

Kommentare (19) HINWEIS: DIE KOMMENTARE MEINER LESERINNEN UND LESER WIDERSPIEGELN NICHT ZWANGSLÄUFIG DIE MEINUNG VON BTO.
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    Dietmar Tischer sagte:

    Der Chart im Beitrag ist überholt.

    Der folgende Link zeigt neuere Entwicklungen:

    https://www.welt.de/finanzen/article171394731/Systemrisiko-Bitcoin-So-gefaehrlich-ist-er-wirklich.html

    Außerdem verweist er darauf, dass an der CBOE ab Sonntagabend die ersten Futures auf die Kryptowährung gehandelt werden können.

    Ich gehe davon aus, dass die VOLATILITÄT steigen wird – was kein gutes Zeichen wäre für die Stabilität dieses Systems.

    Jedenfalls kann ich mir nicht vorstellen, dass wie offensichtlich bisher nur „Pressluft in einen Geburtstagsballon hineingepusht wird“.

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      Mark Lipda sagte:

      @ Dietmar Tischer: Also ich glaube, dass kurzfristig durch die Futures die Volatilität durch die höhere Liquidität abnimmt, da Bitcoins jetzt nicht mehr direkt gehandelt werden müssen, sondern an den Terminmärkten mit Dollars gehandelt werden können. Allerdings teile ich Ihre Einschätzung, dass die Stabilität dieser Märkte in Zukunft dadurch höheren Gefährdungen ausgesetzt werden. In der Folge wird das Nischendasein des Bitcoin aufgehoben und Leverage unmittelbar zugelassen. Ausserdem sind weniger liquide Märkte (Direkthandel von Bitcoin) und Terminmärkte miteinander verbunden. Diese Verbindung kann in Extremsituationen zu schwerwiegendenen Instabilitäten (und extremer Volatilität) führen, wie es beim Crash von 1987 zwischen direkten Aktienhandel und Futuremärkten wohl auch der Fall war. Dies ist jedoch eine sehr oberflächliche Einschätzung von mir, da ich keine Details über die jeweiligen Märkte habe.

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        Dietmar Tischer sagte:

        Ich bin kein Trader und wage keine Prognose, was die Volatilität der Bitcoin-Bewertungen gegenüber anderen Währungen betrifft.

        Beachtlich zu sein scheint mir allerdings, dass durch Futures eine WERT-PROJEKTON zustande kommt, die keine mit dem Kauf/Verkauf von Bitcoins vergleichbare „Produktion“, d. h. keine auf Rechenleistung basierende Kosten erfordert.

        Ich kann mir vorstellen, dass dieser Unterschied die Volatilität befördert.

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    Wolff Baer sagte:

    An diesem Unfug kann man doch erkennen, was gegen die blasengeplagten Krypto-Währungen spricht.

    Außerdem wird wieder deutlich, wie sehr die Bewertung von Unternehmen und die daraus berechneten Aktienkurse vom Substanzwert abweichen.

    Die WiWo hat vor einigen Jahren einmal die Methoden von getürkten Substanzwerten dargelegt.

    Danach ist kein Unternehmen, von ein paar Ausnahmen abgesehen, das wert, was der Aktienkurs verspricht.

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    Dietmar Tischer sagte:

    @ Johann Paischer

    >Ich glaube das sehr wenig mit Bitcoins direkt gehandelt wird>

    >Das Geschäft wird mit dem Verkauf von Rechenleistung gemacht.>

    >Bei dem derzeitigen Kursanstieg ist Rechenleistung heiß begehrt und ein gutes Geschäft.>

    Ich bin mir nicht sicher, ob ich den Zusammenhang wie folgt richtig sehe:

    Der Wert der Bitcoins steigt gemessen am Dollar wie der Chart zeigt.

    Es muss demnach gehandelt werden, wenn die Kurse so etwas wie Marktpreise sind.

    Es muss allerdings nicht viel gehandelt werden, um steigende Preise zu generieren. Dazu würde Ihre oben erste Aussage passen.

    Wenn so, würde nicht zusätzlich sehr viel Rechenleistung gebraucht werden, wenn nur – so mein Verständnis –für jeden Kauf/Verkauf die Blogchains additiv rechnerisch erweitert werden.

    Dann wäre auch nicht Rechenleistung heiß begehrt – es SEI DENN: Rechenleistung ist so knapp, dass bereits eine geringe Anzahl von Transaktionen die Preise stark steigen lässt mit der Folge, dass die Besitzer von Rechnerfarmen hohe Gewinnsteigerungen verzeichnen können.

    Wenn so, dann müsste für ALLE Rechenleistungen in der Wirtschaft der Preis für Rechenleistung stark steigen.

    Ist das so?

    Helfen Sie mir bitte, wenn ich falsch liege, und zeigen Sie den Mechanismus auf.

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      Johann Paischer sagte:

      Bei den Bitcoins ist es ja so dass die Rechenleistung für die Transaktionen vergeben werden. Wobei der schnellste gewinnt. Jener der also eine Transaktion als erster fertig berechnet hat macht seinen Anteil aus dem Bitcoin Mining. Das ist heute mit Büro Rechnern fast nicht mehr möglich. Geht in die Richtung industrialisiertes Bitcoin Mining. Diese Bitcoin Mining Farmen verkaufen Rechenleistung ihrer Server Farmen. An Bitcoins sind die gar nicht interessiert. An den Bitcoins sind die Kunden interessiert welche Rechenleistung kaufen.
      Die Rechner von Bitfarms in Kanada haben eine Leistungsaufnahme von 25 Megawatt. Das ist eine Menge.
      Zumindest nach dem Artikel von Bloomberg.
      https://www.bloomberg.com/news/articles/2017-12-04/israeli-firm-strikes-digital-gold-with-canadian-miner-purchase
      Ich kann mir vorstellen das einzelne Betreiber von Mining Rechnerfarmen Bitcoins hin und her verkaufen um so für eine hohe notwendige Rechenleistung und ordentlichen Kursanstieg zu sorgen.

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    Mark Lipda sagte:

    Das lustige an Bitcoin ist, dass wenn es am Ende crasht, die Notenbanken die Spekulation retten müssen, wenn nicht alles andere mit in den Abgrund gezogen werden soll. Bei einer Marktkapitalisierung von 600 Mrd Dollar für alle Kryptowährungen zusammen, sind wir beim jetzigen Anstiegstempo nicht mehr weit davon entfernt.

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      Johann Paischer sagte:

      Die 600 Mrd Dollar wären für die Zentralbanken kein Problem.
      Ich glaube der größte Schaden wird der Vertrauens Verlust sein. Wenn die Bitcoin Blase platzt dann könnte auch das Vertrauen in andere „Vermögenswerte“ weg sein.
      Die Bitcoin Blase könnte tatsächlich so etwas wie ein Dominostein sein, der alles mit in den Abgrund reisst.

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        Contumax sagte:

        Gar nicht so falsch gedacht. Der Goldpreis stolpert gerade in die Gegenrichtung. Eine Einladung für Bitcoin-Millionäre?

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        eth sagte:

        Solange Bitcoin nur mit Eigenkapital gekauft werden, ist es volkswirtschaftlich betrachtet eigentlich egal wenn der Bitcoinkurs crasht. Dann wechseln die Devisen ja nur ihre Eigentümer.

        Wenn Bitcoin auf Kredit gekauft werden, oder von Banken als Sicherheit akzeptiert werden (!), dann könnte es haarig werden. Dazu würde ich gerne mal Zahlen sehen. Den Banken ist es zuzutrauen, die Regulierer verhindern das hoffentlich.

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        Mark Lipda sagte:

        @Johann Paischer: Also im jetzigen Tempo ist die Marktkapitalisierung von 2 Billionen in einem halben Jahr und in 9 Monaten von 4 Billionen erreicht…. Dazu kommt, dass die Wallstreet eingestiegen ist. Also kann man nun direkt levaragen. Und die Notenbanken können nicht direkt den Bitcoin retten. Das wäre ja geradzu absurd.
        Also meine Prognose: Bitcoin wird der Wasserstandsmelder für das Weltfinanzsystem, weil der Bitcoin relevante Anteile des spekulativen Kapitals an sich zieht. Sobald Bitcoin crasht, ist die harmlose Variante, dass die Notenbanken von locker zu ultra – ultra – locker übergehen. Die nicht harmlose Variante ist, dass dann die Krise kommt, die wir alle lieber nicht haben wollen.
        Aber vielleicht liege ich ja falsch und der Anstieg des Bitcoin verlangsamt sich und alles bleibt stabil……..

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      Johann Paischer sagte:

      @ Mark Lipda – „Wasserstandsmelder für das Weltfinanzsystem“ da könnten sie recht haben.
      Wenn sie viel Wahnsinn in Bitcoin steckt dann dürften die Anleger auch sonnst außer Kontrolle sein.
      Keine Ahnung wie hoch Bitcoin noch steigt. Bei der derzeitigen Hysterie kann es durchaus auch sein dass die Blase bald patzt und es richtig abwärts geht.
      Egal wie hoch der Schaden ist. Ich glaube dass die Zentralbanken die Banken / Anleger nicht retten könnten. Aber nicht nur wegen der Höhe des Schadens. Ich glaube das ginge politisch auch gar nicht. In den USA hat Trump klar gemacht dass er ein Ende des billigen Geldes will und die Fed geht bereits in diese Richtung. In China ist Bitcoin verboten. In Europa wäre eine „Banken Rettung“ einzelner Staaten, durch den Druck der östlichen Eurozone Staaten nicht mehr möglich. Das könnte sich nicht vorteilhaft für Italien auswirken.
      Da müssen nicht mal die Banken pleite gehen. Es reicht wenn das Land in weitere Probleme stürzt und unregierbar wird.
      Meine persönliche Meinung ist das die Bitcoin Blase so großen Schaden anrichten wird, dass danach Krypto Währungen in derzeitiger Form – ohne Kontrolle und außer Rand und Band, verboten werden.
      Ich bin kein Experte. Aber das größte Risiko sehe ich im Vertrauensverlust. Wenn Bitcoin platzt könnte es sein das es mit anderen Vermögenswerten auch bergab geht. Wenn die Zentralbanken machtlos wirken könnte sich das auf die Zinsen auswirken. Zinsen sind ja zum Teil auch eine Risikoprämie. Derzeit ist das Risiko auf die Zentralbanken ausgelagert. Allerdings nur im guten Glauben dass die Zentralbanken einspringen werden. Wenn sie das beim Platzen der Bitcoin Blase nicht tun. Dann könnte ich mir vorstellen dass die Risiken und damit die Zinsen neu bewertet werden.

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    Wolfgang Selig sagte:

    Das beste wäre es, bitcoin würde in den nächsten Wochen um 95 % abstürzen und all die begeisterten Käufer würden herbe Verluste erzielen. Dann wäre die öffentlich Manie dauerhaft vorbei und man könnte sich den echten Vorteilen der blockchain-Technik mit dem wenigen qualifiziertem Fachpersonal widmen, das aktuell zu einem großen Teil an dieser Blase mitarbeitet. Das wäre volkswirtschaftlich alle Mal sinnvoller als diese sinnlose Blase.

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    eth sagte:

    117 Tsd. USD für diese wunderschöne Krypto-Katze sind doch nicht zuviel verlangt: ;-)

    https://www.cryptokitties.co/kitty/1

    Ich frage mich, wie tief die Banken in dieser digitalen Tulpenzwiebelblase mit drin stecken. Werden diese auf viele Computer verteilten und kryptographisch gesicherten Datenbankeinträge (was anderes sind Einträge in einer Blockchains nicht) wohlmöglich auf Kredit gekauft?

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      Michael Stöcker sagte:

      Köstlicher Link: “The future is meow.”

      Es wird Zeit, sich mit den wirklichen Chancen von Kryptowährungen zu befassen. Ich habe noch keine abschließende Meinung, aber ich sehe zumindest regional begrenztes Potential für Kryptowährungen als Komplementärwährungen. Eine Blockchain für den erprobten Schweizer WIR (ja, die Schweiz hat schon seit langem eine Komplementärwährung) als Kryptokreditwährung mit eingebauter Hortungsgebühr könnte der experimentelle Wegbereiter sein für ein stabileres Weltfinanzsystem. Bernard Lietaer sieht dies wohl ähnlich: https://youtu.be/BcTPYjmWp-o.

      LG Michael Stöcker

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        eth sagte:

        Für die Genisiskatze sind tatsächlich 117’000 Tsd Dollar bezahlt worden. Siehe z.B. https://www.heise.de/newsticker/meldung/CryptoKitties-erobern-die-Ethereum-Blockchain-3907779.html

        Die Blockchain-Idee wird sich durchsetzen, so wie sich die Idee vom Onlinehandel durchgesetzt hat. Nach dem Zusammenbruch der Nasdaq- und Neuen Markt-Bubble sind Unternehmen wie Google und Amazon aus den Trümmern aufgestiegen. Ich nehme an, dass nach dem unvermeindlichen Zusammenklappen der Kryptocurrencies Unternehmen die Bühne betreten werden, welche das Potential haben die etablierten Zahlungsabwickler zu unterminieren.

        Es gibt aber keinen Grund, warum sich Privatwährungen wie BTC, BTH oder BCH durchsetzen sollten. Warum auch? Weil sie selten sind? Das ist die einzigartige Genisiscryptokatze auch. Oder das Wandgemälde unseres Nachbarkindes. Nicht schön, aber selten, wenn nicht sogar einzigartig.

        Ripple und IOTA sehen interessant aus. Manch einer wird einwenden, die beiden „Währungen“ (husthust) werden ja gar nicht ge-mined. Darauf würde ich gerne vorwegnehmend erwidern: und das ist auch gut so!

        Eine Blockchain, die den globalen Zahlungsverkehr oder auch nur Teile davon abwickeln soll, kann nur funktionieren, wenn das Erzeugen der Blocks mit sehr geringen Stromkosten verbunden ist und Einträge bzw.Transaktionen sehr schnell vollzogen werden. Ohne Mining gilt es allerdings die Datenbank durch weitere Massnahmen vor Angriffen zu schützen, z.B. durch digitale Signaturen.

        Und die Einträge in solchen zukünftigen Blockchains werden in USD, EUR, CHF, GBP und JPY denominiert sein. Aber das ist nur meine ganz persönliche Einschätzung.

        Das hindert niemanden daran für viel Geld Cryptokitties zu kaufen. Der (chinesische) Staat sollte imho allerdings zügig eingreifen, um die massive Energieverschwendung durch ge-mined Cryptocurrencies zu beenden. Entgegen anders lautender Gerüchte gibt es da ganz hervorragende Möglichkeiten. Eine lautet „Deep Packet Inspection“. Die andere heisst „Rechenzentren stilllegen“.

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        Johann Paischer sagte:

        Wobei man Energieverbrauch proportional in Umsatz umwandeln kann.
        Die israelische Firma im Beitrag hat Anteile an der „Canadian cryptocurrency mining operation Backbone Hosting Solutions Inc“ auch bekannt als Bitfarms – ein Rechenzentrum gekauft.
        Dieses Rechenzentrum verkauft Rechenleistung zum Mining von Bitcoins.
        Wobei diese Mining Farms guten Gewinn abwerfen. Der Umsatz beläuft sich bis auf das 10 fache der Stromkosten. Die Firma Bitfarms hat im November bei 12 % Kostenanteil um die $4,4 Millionen Gewinn gemacht.
        Ich glaube das sehr wenig mit Bitcoins direkt gehandelt wird. Das Geschäft wird mit dem Verkauf von Rechenleistung gemacht.
        Mit den Investitionen in das konventionelle Minengeschäft hat die israelische Firma „Natural Resource Holdings“ im Jahr 2016 $2,3 Millionen Gewinn gemacht.
        Bei dem derzeitigen Kursanstieg ist Rechenleistung heiß begehrt und ein gutes Geschäft. Ich glaube ja das der Bitcoin Kurs künstlich nach oben gepusht ist um mit dem Verkauf von Rechenleistung noch mehr Gewinn zu machen.

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