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	Kommentare zu: Mathias Binswanger: „Das System funktioniert nur, wenn wir weiter&#173;wachsen – ob wir wollen oder nicht.“	</title>
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	<description>Daniel Stelter ist die unabhängige Stimme zur Finanzkrise</description>
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		Von: troodon		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[troodon]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Mar 2021 10:33:25 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/mathias-binswanger-das-system-funktioniert-nur-wenn-wir-weiterwachsen-ob-wir-wollen-oder-nicht/#comment-179517&quot;&gt;troodon&lt;/a&gt;.

@foxxly
Das schreiben gerade Sie...LOL]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/mathias-binswanger-das-system-funktioniert-nur-wenn-wir-weiterwachsen-ob-wir-wollen-oder-nicht/#comment-179517">troodon</a>.</p>
<p>@foxxly<br />
Das schreiben gerade Sie&#8230;LOL</p>
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		<title>
		Von: Kevin		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kevin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Mar 2021 10:15:36 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&quot;Man gibt Aktien ein bestimmtes Ablaufdatum&quot;. bto: Die Idee hat Charme.
Worin besteht denn dann die Triebkraft des Unternehmens Gewinne zu erwirtschaften? Wenn das ausgegebene Kapital zum Festpreis zurückgeht, bzw. gar verfällt. Da möchte ich auch Aktien ausgeben....]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Man gibt Aktien ein bestimmtes Ablaufdatum&#8221;. bto: Die Idee hat Charme.<br />
Worin besteht denn dann die Triebkraft des Unternehmens Gewinne zu erwirtschaften? Wenn das ausgegebene Kapital zum Festpreis zurückgeht, bzw. gar verfällt. Da möchte ich auch Aktien ausgeben&#8230;.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
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		<title>
		Von: jobi		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/mathias-binswanger-das-system-funktioniert-nur-wenn-wir-weiterwachsen-ob-wir-wollen-oder-nicht/#comment-179569</link>

		<dc:creator><![CDATA[jobi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Mar 2021 09:02:55 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Boom und Bust sind im tief im kapitalistischen System verankert - und zwar ganz unabhängig von Geld und Zins.

Die Zyklizität ist Ausdruck von Zukunftserwartungen, Ideenreichtum, Risikobereitschaft, Fehleinschätzungen und Anpassungsfähigkeit seiner Protagonisten.

Die Enfaltung dieser Eigenschaften ist es, durch die Wachstum möglich wird und durch die Wachstum zugleich begrenzt wird.

Nicht das kapitalistische System hat uns an den Rand des Abgrundes geführt, sondern die Hybris der Eliten mit der Verheißung des ewigen Booms, die zunehmend erratischen Rettungsversuche, die bereits Ziel und Maß verloren zu haben scheinen und die in eine chaotische Endphase münden werden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Boom und Bust sind im tief im kapitalistischen System verankert &#8211; und zwar ganz unabhängig von Geld und Zins.</p>
<p>Die Zyklizität ist Ausdruck von Zukunftserwartungen, Ideenreichtum, Risikobereitschaft, Fehleinschätzungen und Anpassungsfähigkeit seiner Protagonisten.</p>
<p>Die Enfaltung dieser Eigenschaften ist es, durch die Wachstum möglich wird und durch die Wachstum zugleich begrenzt wird.</p>
<p>Nicht das kapitalistische System hat uns an den Rand des Abgrundes geführt, sondern die Hybris der Eliten mit der Verheißung des ewigen Booms, die zunehmend erratischen Rettungsversuche, die bereits Ziel und Maß verloren zu haben scheinen und die in eine chaotische Endphase münden werden.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: foxxly		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/mathias-binswanger-das-system-funktioniert-nur-wenn-wir-weiterwachsen-ob-wir-wollen-oder-nicht/#comment-179539</link>

		<dc:creator><![CDATA[foxxly]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Mar 2021 19:08:27 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/mathias-binswanger-das-system-funktioniert-nur-wenn-wir-weiterwachsen-ob-wir-wollen-oder-nicht/#comment-179536&quot;&gt;Felix&lt;/a&gt;.

@ felix 18:47 
klar, wachstum ist ansich was gutes.
es gibt ein natürliches wachstum, welches aus arbeitsleistung von mensch und maschine entsteht und durch erfindungen. 

das problem beim wachstum beginnt, sobald dieser durch kredite gepuscht wird.
dann fängt der exponentielle wachstumszwang an. 
und es ergibt daraus sich, dass zinslasten in den produkten  ca. von 50 bis 80% drinn stecken.

diese zinslast bringt das geld- und wirtschaftssystem in wiederkehrenden zeitabständen den zusammenbruch. (meist wurden vorher kriege angezettelt)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/mathias-binswanger-das-system-funktioniert-nur-wenn-wir-weiterwachsen-ob-wir-wollen-oder-nicht/#comment-179536">Felix</a>.</p>
<p>@ felix 18:47<br />
klar, wachstum ist ansich was gutes.<br />
es gibt ein natürliches wachstum, welches aus arbeitsleistung von mensch und maschine entsteht und durch erfindungen. </p>
<p>das problem beim wachstum beginnt, sobald dieser durch kredite gepuscht wird.<br />
dann fängt der exponentielle wachstumszwang an.<br />
und es ergibt daraus sich, dass zinslasten in den produkten  ca. von 50 bis 80% drinn stecken.</p>
<p>diese zinslast bringt das geld- und wirtschaftssystem in wiederkehrenden zeitabständen den zusammenbruch. (meist wurden vorher kriege angezettelt)</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: foxxly		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/mathias-binswanger-das-system-funktioniert-nur-wenn-wir-weiterwachsen-ob-wir-wollen-oder-nicht/#comment-179538</link>

		<dc:creator><![CDATA[foxxly]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Mar 2021 18:58:45 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterslektuere&#038;p=21651#comment-179538</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/mathias-binswanger-das-system-funktioniert-nur-wenn-wir-weiterwachsen-ob-wir-wollen-oder-nicht/#comment-179517&quot;&gt;troodon&lt;/a&gt;.

@ troodon  17:30   ...... ist ihnen heute langweilig? sie waren auch schon mal konstruktiver!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/mathias-binswanger-das-system-funktioniert-nur-wenn-wir-weiterwachsen-ob-wir-wollen-oder-nicht/#comment-179517">troodon</a>.</p>
<p>@ troodon  17:30   &#8230;&#8230; ist ihnen heute langweilig? sie waren auch schon mal konstruktiver!</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Felix		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/mathias-binswanger-das-system-funktioniert-nur-wenn-wir-weiterwachsen-ob-wir-wollen-oder-nicht/#comment-179536</link>

		<dc:creator><![CDATA[Felix]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Mar 2021 17:47:47 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Wachstum ist zunächst etwas Gutes. Es ist an den Menschen, dafür zu sorgen, dass die Bildung wächst, nicht die Kriminalität. 
Solange etwas von Menschen nachgefragt wird, werden die dazu nötigen Tätigkeiten wachsen. Wird etwas verboten, wird das Verbot umgangen. Wenn ein Verbot sehr einsichtig ist (z.B. ein Verbot Giftmüll in die Landschaft zu kippen) so wird es ganz gut funktionieren, wenn es eng kontrolliert wir und die Menschen wenig wirtschaftlichen Druck haben, so etwas zu tun.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wachstum ist zunächst etwas Gutes. Es ist an den Menschen, dafür zu sorgen, dass die Bildung wächst, nicht die Kriminalität.<br />
Solange etwas von Menschen nachgefragt wird, werden die dazu nötigen Tätigkeiten wachsen. Wird etwas verboten, wird das Verbot umgangen. Wenn ein Verbot sehr einsichtig ist (z.B. ein Verbot Giftmüll in die Landschaft zu kippen) so wird es ganz gut funktionieren, wenn es eng kontrolliert wir und die Menschen wenig wirtschaftlichen Druck haben, so etwas zu tun.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: troodon		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/mathias-binswanger-das-system-funktioniert-nur-wenn-wir-weiterwachsen-ob-wir-wollen-oder-nicht/#comment-179535</link>

		<dc:creator><![CDATA[troodon]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Mar 2021 16:30:04 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/mathias-binswanger-das-system-funktioniert-nur-wenn-wir-weiterwachsen-ob-wir-wollen-oder-nicht/#comment-179517&quot;&gt;troodon&lt;/a&gt;.

@foxxly
&quot;im durchschnitt würde ich schätzen, dass es schon mindestens 1% wachstum sein müssen&quot;
Wenn Sie das so einfach schätzen können, wird es sicher richtig sein. 
Warum haben sich nur die Binswangers die Mühe gemacht, es errechnen zu wollen? Hätten doch einfach nur foxxly fragen müssen...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/mathias-binswanger-das-system-funktioniert-nur-wenn-wir-weiterwachsen-ob-wir-wollen-oder-nicht/#comment-179517">troodon</a>.</p>
<p>@foxxly<br />
&#8220;im durchschnitt würde ich schätzen, dass es schon mindestens 1% wachstum sein müssen&#8221;<br />
Wenn Sie das so einfach schätzen können, wird es sicher richtig sein.<br />
Warum haben sich nur die Binswangers die Mühe gemacht, es errechnen zu wollen? Hätten doch einfach nur foxxly fragen müssen&#8230;</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Dietmar Tischer		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/mathias-binswanger-das-system-funktioniert-nur-wenn-wir-weiterwachsen-ob-wir-wollen-oder-nicht/#comment-179531</link>

		<dc:creator><![CDATA[Dietmar Tischer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Mar 2021 15:36:51 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterslektuere&#038;p=21651#comment-179531</guid>

					<description><![CDATA[&#062;In der kapitalistischen Wirtschaft kann kein Unternehmen längerfristig Verluste machen, sonst verschwindet es vom Markt&#062;.

Das ist richtig, wenn es denn eine KAPITALISTISCHE ist.  

&#062;Gewinne sind aber für die Mehrheit der Unternehmen nur möglich, solange es Wachstum gibt.&#062;

Es wäre zu klären, ob es eine „MEHRHEIT der Unternehmen“ sein MUSS und nicht eine Minderheit sein KANN.

Unabhängig davon:

Der Sprung von einem zum anderen hinterlässt eine Leerstelle: 

Zwischen „Verluste machen“ und „Gewinne machen“ liegt „weder noch – gerade so weiter existieren“.

Mit der Leerstelle geht es auch weiter:

&#062;Zwang bedeutet vielmehr, die einzig denkbare Alternative zu vermeiden: die Schrumpfung&#062;

Es ist NICHT die einzig MÖGLICHE. 

&#062;Wir müssen immer weiter wachsen, damit wir nicht zu schrumpfen beginnen.&#062; 

Das ist falsch, weil NICHT weiter wachsen NICHT schrumpfen, sondern stagnieren ist. 

&#062;Und schließlich erhält die neoklassische Theorie auch noch die Fiktion aufrecht, dass das Wachstum durch Bedürfnisse getrieben ist.&#062;

Was die neoklassische Theorie angeht, hat R. M. Hinreichendes dazu dargelegt.

Unabhängig davon:

Die Bedürfnisse als Treiber für den Wachstumszwang anzusehen, ist nur für  unterentwickelte Volkswirtschaften richtig, d. h. solche, in denen die Menschen der Existenzangst oder einer mit anderen verglichen zu geringen Bedürfnisbefriedigung entkommen wollen. 

Die NOTWENDIGKEIT aus Gründen der Bedürfnisbefriedigung wachsen zu MÜSSEN (Zwang), ist falsch. 

Sie müsste auch wachsen, wenn alle BEDÜRFNISSE befriedigt sind, was nicht heißt, dass alle BEDARFE erfüllt wären.  

Was den Wachstumszwang im Kapitalismus betrifft, ist G. Heinsohn weit überzeugender als M. Binswanger.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&gt;In der kapitalistischen Wirtschaft kann kein Unternehmen längerfristig Verluste machen, sonst verschwindet es vom Markt&gt;.</p>
<p>Das ist richtig, wenn es denn eine KAPITALISTISCHE ist.  </p>
<p>&gt;Gewinne sind aber für die Mehrheit der Unternehmen nur möglich, solange es Wachstum gibt.&gt;</p>
<p>Es wäre zu klären, ob es eine „MEHRHEIT der Unternehmen“ sein MUSS und nicht eine Minderheit sein KANN.</p>
<p>Unabhängig davon:</p>
<p>Der Sprung von einem zum anderen hinterlässt eine Leerstelle: </p>
<p>Zwischen „Verluste machen“ und „Gewinne machen“ liegt „weder noch – gerade so weiter existieren“.</p>
<p>Mit der Leerstelle geht es auch weiter:</p>
<p>&gt;Zwang bedeutet vielmehr, die einzig denkbare Alternative zu vermeiden: die Schrumpfung&gt;</p>
<p>Es ist NICHT die einzig MÖGLICHE. </p>
<p>&gt;Wir müssen immer weiter wachsen, damit wir nicht zu schrumpfen beginnen.&gt; </p>
<p>Das ist falsch, weil NICHT weiter wachsen NICHT schrumpfen, sondern stagnieren ist. </p>
<p>&gt;Und schließlich erhält die neoklassische Theorie auch noch die Fiktion aufrecht, dass das Wachstum durch Bedürfnisse getrieben ist.&gt;</p>
<p>Was die neoklassische Theorie angeht, hat R. M. Hinreichendes dazu dargelegt.</p>
<p>Unabhängig davon:</p>
<p>Die Bedürfnisse als Treiber für den Wachstumszwang anzusehen, ist nur für  unterentwickelte Volkswirtschaften richtig, d. h. solche, in denen die Menschen der Existenzangst oder einer mit anderen verglichen zu geringen Bedürfnisbefriedigung entkommen wollen. </p>
<p>Die NOTWENDIGKEIT aus Gründen der Bedürfnisbefriedigung wachsen zu MÜSSEN (Zwang), ist falsch. </p>
<p>Sie müsste auch wachsen, wenn alle BEDÜRFNISSE befriedigt sind, was nicht heißt, dass alle BEDARFE erfüllt wären.  </p>
<p>Was den Wachstumszwang im Kapitalismus betrifft, ist G. Heinsohn weit überzeugender als M. Binswanger.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Renée Menéndez		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/mathias-binswanger-das-system-funktioniert-nur-wenn-wir-weiterwachsen-ob-wir-wollen-oder-nicht/#comment-179525</link>

		<dc:creator><![CDATA[Renée Menéndez]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Mar 2021 14:08:14 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterslektuere&#038;p=21651#comment-179525</guid>

					<description><![CDATA[Ich würde mal vermuten, daß von dem morgigen podcast nichts anderes zu erwarten ist, als was hier ausgeführt wird und was im Grunde genommen auch in seinen Vorträgen zum Thema &quot;Wachstumszwang&quot; angeboten wird. Ein seichtes Geplauder über dies und das, gespickt mit gelegentlich völlig aus der Luft gegriffenen Behauptungen. Wenn er behauptet, die Neoklassik beruhe auf der Fiktion, &quot;dass das Wachstum durch Bedürfnisse getrieben ist.&quot;, dann verwechselt er offensichtlich die Unterstellung eines stetig steigenden, aber (1. Ableitung) fallenden Grenznutzens (Gossensche Gesetze) mit dem kleinen aber wichtigen Umstand, daß die Neoklassik als Allokationstheorie überhaupt nichts zu Fragen des Wachstums beizutragen hat. Das was hinterher von Solow und Folgenden als Wachstumstheorie formuliert wurde ist im Endeffekt auch nicht mehr als die mathematische Formulierung der Bedingungen, daß eine gleichmäßige Expansionsrate des realen Produktionssystems zu höherer Produktion führt und damit - Gossensche Gesetze - zu dem, was höhere &quot;Wohlfahrt&quot; genannt wird. Dazu kommt noch der nicht ganz unwesentliche Umstand, daß ein monetärer &quot;Wachstumszwang&quot; von einer Neoklassik überhaupt nicht adressiert werden kann, weil sich eine Allokationstheorie nur mit relativen Preisen, d.h. mit Gütertauschraten beschäftigt - und NICHT mit Geld.

Letzteren Punkt findet man indirekt auch in dem Paper von Richters/ Siemoneit:
https://www.econstor.eu/bitstream/10419/144750/1/863731139.pdf
&quot;Neoclassical theories tend to assume that money is neutral in the long term, a mere numeraire or means of exchange, without significant differences to circulating commodities. It improves efficiency of exchange over barter but plays a rather passive role in the economic process (Anderegg, 2007;̧Sener, 2014). Therefore, the impact of monetary issues on long-run economic processes such as economic growth is considered negligible, which excludes monetary growth imperatives by assumption.&quot;

Die Neoklassik kann also schlichtweg nicht für eine Begründung des &quot;Wachstumszwanges&quot; hergenommen werden. Warum Binswanger dieses billige Ablenkungsmanöver fährt läßt sich vermutlich damit erklären, daß seine eigene Begründung - oder besser die seines Vater bzw. eigentlich dessen Doktoranden - auf einer merkwürdigen Konstruktion beruht, die auf einer Zurückhaltung von Geld durch die Banken beruht. (Im Grunde ein Spiegelbild einer keynesiansichen Position, wo aus konjunkturellen Gründen der Staat mit &quot;deficit spendig&quot; einspringen muß, wenn die Konsumquote zu gering ist - was wiederum mit Verteilungsaspekten begründet wird.) Das Argument pro &quot;Wachstumszwang&quot; kocht auf die Begründung runter (vgl. o.g. Paper), daß ja Banken im Wachstumsprozeß höheres Eigenkapital erzielen müssen, so daß sie gezwungen sind, Zinseinnahmen zu thesaurieren. Na prima, vermutlich müssen Banken ihren &quot;Eigentumspreis&quot; nicht verteidigen und deswegen auch nicht investieren - die Fintechs wird es freuen.

Aber ich wollte eigentlich keine Satire schreiben...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich würde mal vermuten, daß von dem morgigen podcast nichts anderes zu erwarten ist, als was hier ausgeführt wird und was im Grunde genommen auch in seinen Vorträgen zum Thema &#8220;Wachstumszwang&#8221; angeboten wird. Ein seichtes Geplauder über dies und das, gespickt mit gelegentlich völlig aus der Luft gegriffenen Behauptungen. Wenn er behauptet, die Neoklassik beruhe auf der Fiktion, &#8220;dass das Wachstum durch Bedürfnisse getrieben ist.&#8221;, dann verwechselt er offensichtlich die Unterstellung eines stetig steigenden, aber (1. Ableitung) fallenden Grenznutzens (Gossensche Gesetze) mit dem kleinen aber wichtigen Umstand, daß die Neoklassik als Allokationstheorie überhaupt nichts zu Fragen des Wachstums beizutragen hat. Das was hinterher von Solow und Folgenden als Wachstumstheorie formuliert wurde ist im Endeffekt auch nicht mehr als die mathematische Formulierung der Bedingungen, daß eine gleichmäßige Expansionsrate des realen Produktionssystems zu höherer Produktion führt und damit &#8211; Gossensche Gesetze &#8211; zu dem, was höhere &#8220;Wohlfahrt&#8221; genannt wird. Dazu kommt noch der nicht ganz unwesentliche Umstand, daß ein monetärer &#8220;Wachstumszwang&#8221; von einer Neoklassik überhaupt nicht adressiert werden kann, weil sich eine Allokationstheorie nur mit relativen Preisen, d.h. mit Gütertauschraten beschäftigt &#8211; und NICHT mit Geld.</p>
<p>Letzteren Punkt findet man indirekt auch in dem Paper von Richters/ Siemoneit:<br />
<a href="https://www.econstor.eu/bitstream/10419/144750/1/863731139.pdf" rel="nofollow ugc">https://www.econstor.eu/bitstream/10419/144750/1/863731139.pdf</a><br />
&#8220;Neoclassical theories tend to assume that money is neutral in the long term, a mere numeraire or means of exchange, without significant differences to circulating commodities. It improves efficiency of exchange over barter but plays a rather passive role in the economic process (Anderegg, 2007;̧Sener, 2014). Therefore, the impact of monetary issues on long-run economic processes such as economic growth is considered negligible, which excludes monetary growth imperatives by assumption.&#8221;</p>
<p>Die Neoklassik kann also schlichtweg nicht für eine Begründung des &#8220;Wachstumszwanges&#8221; hergenommen werden. Warum Binswanger dieses billige Ablenkungsmanöver fährt läßt sich vermutlich damit erklären, daß seine eigene Begründung &#8211; oder besser die seines Vater bzw. eigentlich dessen Doktoranden &#8211; auf einer merkwürdigen Konstruktion beruht, die auf einer Zurückhaltung von Geld durch die Banken beruht. (Im Grunde ein Spiegelbild einer keynesiansichen Position, wo aus konjunkturellen Gründen der Staat mit &#8220;deficit spendig&#8221; einspringen muß, wenn die Konsumquote zu gering ist &#8211; was wiederum mit Verteilungsaspekten begründet wird.) Das Argument pro &#8220;Wachstumszwang&#8221; kocht auf die Begründung runter (vgl. o.g. Paper), daß ja Banken im Wachstumsprozeß höheres Eigenkapital erzielen müssen, so daß sie gezwungen sind, Zinseinnahmen zu thesaurieren. Na prima, vermutlich müssen Banken ihren &#8220;Eigentumspreis&#8221; nicht verteidigen und deswegen auch nicht investieren &#8211; die Fintechs wird es freuen.</p>
<p>Aber ich wollte eigentlich keine Satire schreiben&#8230;</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: foxxly		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/mathias-binswanger-das-system-funktioniert-nur-wenn-wir-weiterwachsen-ob-wir-wollen-oder-nicht/#comment-179519</link>

		<dc:creator><![CDATA[foxxly]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Mar 2021 13:08:53 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterslektuere&#038;p=21651#comment-179519</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/mathias-binswanger-das-system-funktioniert-nur-wenn-wir-weiterwachsen-ob-wir-wollen-oder-nicht/#comment-179517&quot;&gt;troodon&lt;/a&gt;.

@ troodon 13:56  ich hatte es bereits geschrieben, - und denke, sie die beiträge?

durch die starke umverteilung von unten nach oben, wird die realwirtschaft immer schwächer in seinen wachstum. darum müssen sie die preise erhöhen, -  und so weiter! im durchschnitt würde ich schätzen, dass es schon mindestens 1% wachstum sein müssen, damit das ganze wirtschafts-und gesellschaftssystem nicht abschschmiert.

auch die binswanger´s sind sich da nicht ganz einig]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/mathias-binswanger-das-system-funktioniert-nur-wenn-wir-weiterwachsen-ob-wir-wollen-oder-nicht/#comment-179517">troodon</a>.</p>
<p>@ troodon 13:56  ich hatte es bereits geschrieben, &#8211; und denke, sie die beiträge?</p>
<p>durch die starke umverteilung von unten nach oben, wird die realwirtschaft immer schwächer in seinen wachstum. darum müssen sie die preise erhöhen, &#8211;  und so weiter! im durchschnitt würde ich schätzen, dass es schon mindestens 1% wachstum sein müssen, damit das ganze wirtschafts-und gesellschaftssystem nicht abschschmiert.</p>
<p>auch die binswanger´s sind sich da nicht ganz einig</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: markus		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/mathias-binswanger-das-system-funktioniert-nur-wenn-wir-weiterwachsen-ob-wir-wollen-oder-nicht/#comment-179518</link>

		<dc:creator><![CDATA[markus]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Mar 2021 13:02:32 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterslektuere&#038;p=21651#comment-179518</guid>

					<description><![CDATA[&quot;Das ist vermutlich richtig. Andererseits gibt es noch viele ungelöste Probleme der Menschheit UND man kann sich vorstellen, das Wachstum vom Ressourcenverbrauch zu lösen.&quot;

Das stimmt. Nur taugt der Kapitalismus nicht dazu das zu lösen. Warum sollte eine Firma Probleme lösen für Personen, die so arm sind, dass es sich nicht lohnt, es stattdessen 100x lukrativer ist, Marketing- und Werbefachleute einzustellen, um bei den Reichen neue Bedürfnisse zu wecken?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Das ist vermutlich richtig. Andererseits gibt es noch viele ungelöste Probleme der Menschheit UND man kann sich vorstellen, das Wachstum vom Ressourcenverbrauch zu lösen.&#8221;</p>
<p>Das stimmt. Nur taugt der Kapitalismus nicht dazu das zu lösen. Warum sollte eine Firma Probleme lösen für Personen, die so arm sind, dass es sich nicht lohnt, es stattdessen 100x lukrativer ist, Marketing- und Werbefachleute einzustellen, um bei den Reichen neue Bedürfnisse zu wecken?</p>
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		<title>
		Von: troodon		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/mathias-binswanger-das-system-funktioniert-nur-wenn-wir-weiterwachsen-ob-wir-wollen-oder-nicht/#comment-179517</link>

		<dc:creator><![CDATA[troodon]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Mar 2021 12:56:40 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/mathias-binswanger-das-system-funktioniert-nur-wenn-wir-weiterwachsen-ob-wir-wollen-oder-nicht/#comment-179511&quot;&gt;troodon&lt;/a&gt;.

@foxxly
Warum schreiben Sie dann &quot;größere wachstumsraten sind notwendig&quot;, wenn ich von der Entwicklung der errechneten Wachstumsraten von 1,8% auf nur noch &#062;0% schreibe?

Bei M.Binswanger reichen offensichtlich 0,1% aus. Und da dürften wir dann schon im Bereich von Meßfehlern sein. Der Unterschied zu Menendez, der einen WachstumsZWANG bestreitet, ist dann rechnerisch minimal.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/mathias-binswanger-das-system-funktioniert-nur-wenn-wir-weiterwachsen-ob-wir-wollen-oder-nicht/#comment-179511">troodon</a>.</p>
<p>@foxxly<br />
Warum schreiben Sie dann &#8220;größere wachstumsraten sind notwendig&#8221;, wenn ich von der Entwicklung der errechneten Wachstumsraten von 1,8% auf nur noch &gt;0% schreibe?</p>
<p>Bei M.Binswanger reichen offensichtlich 0,1% aus. Und da dürften wir dann schon im Bereich von Meßfehlern sein. Der Unterschied zu Menendez, der einen WachstumsZWANG bestreitet, ist dann rechnerisch minimal.</p>
]]></content:encoded>
		
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