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	Kommentare zu: Game over: The world is reaching the point of „credit exhaustion“	</title>
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	<description>Daniel Stelter ist die unabhängige Stimme zur Finanzkrise</description>
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		Von: Michael Stöcker		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/game-over-the-world-is-reaching-the-point-of-credit-exhaustion/#comment-15209</link>

		<dc:creator><![CDATA[Michael Stöcker]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Oct 2015 11:57:37 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[In der Tat, wir haben das Schuldenproblem temporär mit noch mehr Schulden bekämpft. Wir sind uns einig, dass dies nicht funktionieren kann. Es wäre nur dann möglich, wenn der Staat sich via Notenbank bei sich selber verschulden würde (ewige Schulden). Dieser Weg ist uns aber aufgrund Artikel 123 AEUV verbaut.

Das ultimative Schuldentilgungsmittel ist Geld; also benötigen wir ein monetäres Gegenfeuer, um diese Schuldenfeuerwalze, die unerbittlich auf uns zurollt, unter Kontrolle zu bringen. Warum sollte im monetären Bereich nicht das funktionieren, was in der Großbrandbekämpfung gängige Praxis ist? Es ist höchste Zeit, die Helikopter nicht nur zu starten, sondern auch fliegen und abwerfen zu lassen.

Wenn man in den unterschiedlichen Ebenen der Geldsystemhierarchie denkt, dann passt nicht nur das Bild vom Gegenfeuer, sondern auch alternativ das Bild vom Löschhubschrauber. Die Helikopter können nämlich die Schuldenfeuerwalze (Credit, 2. Ebene) mit schuldfreier Zentralbankliquidität (Money, 1. Ebene) liquidieren/löschen. Warum dies aber z. Z. noch (oder auch für ewig) unwahrscheinlich ist, hatte ich mit meinem Hinweis auf Herrhausen (DLF) und Kennedy angedeutet. Zuvor sind aber erst noch die tiefen intellektuellen monetären Gräben zu überwinden. Ich bin in diesem Falle ähnlich pessimistisch wie Kurt Biedenkopf, der mir heute in einem sehr ähnlichen Kontext per Mail antwortete: 

„...Sie beanstanden zurecht eine Lehre, die zum Dogma wurde und sich auf diese Weise der Fähigkeit beraubt hat, über sich selbst, ihre innere Schlüssigkeit und über die Frage nachzudenken, wie sie sich verändern oder erneuern muss, um der Wirklichkeit zu entsprechen, die sie klären will. 

Für das Wachstumsdogma gilt Ähnliches. Auch hier argumentiert man gegen die Wirklichkeit. Besser noch, man ignoriert sie, um die Ideologie davor zu bewahren, sich in Frage zu stellen. Immer dann, wenn eine Erkenntnis zum Besitzstand wird, wird sie früher oder später auch zum Dogma. Der Gesellschaft fehlt die Kraft, das Dogma zu hinterfragen. Sie vermachtet und verliert die Fähigkeit zur Offenheit, bis die Widersprüche so groß sind, dass das Dogma gesprengt wird. Die Erstarrung wird durch Revolution überwunden. Aber Revolutionen sind für sich keine neue Ordnung.“

Game over? Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Der Monetarismus ist tot, es lebe der Monetarismus: https://zinsfehler.wordpress.com/2015/03/23/die-citoyage-keynesianischer-monetarismus-als-ordnungspolitisches-korrektiv/


LG Michael Stöcker]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der Tat, wir haben das Schuldenproblem temporär mit noch mehr Schulden bekämpft. Wir sind uns einig, dass dies nicht funktionieren kann. Es wäre nur dann möglich, wenn der Staat sich via Notenbank bei sich selber verschulden würde (ewige Schulden). Dieser Weg ist uns aber aufgrund Artikel 123 AEUV verbaut.</p>
<p>Das ultimative Schuldentilgungsmittel ist Geld; also benötigen wir ein monetäres Gegenfeuer, um diese Schuldenfeuerwalze, die unerbittlich auf uns zurollt, unter Kontrolle zu bringen. Warum sollte im monetären Bereich nicht das funktionieren, was in der Großbrandbekämpfung gängige Praxis ist? Es ist höchste Zeit, die Helikopter nicht nur zu starten, sondern auch fliegen und abwerfen zu lassen.</p>
<p>Wenn man in den unterschiedlichen Ebenen der Geldsystemhierarchie denkt, dann passt nicht nur das Bild vom Gegenfeuer, sondern auch alternativ das Bild vom Löschhubschrauber. Die Helikopter können nämlich die Schuldenfeuerwalze (Credit, 2. Ebene) mit schuldfreier Zentralbankliquidität (Money, 1. Ebene) liquidieren/löschen. Warum dies aber z. Z. noch (oder auch für ewig) unwahrscheinlich ist, hatte ich mit meinem Hinweis auf Herrhausen (DLF) und Kennedy angedeutet. Zuvor sind aber erst noch die tiefen intellektuellen monetären Gräben zu überwinden. Ich bin in diesem Falle ähnlich pessimistisch wie Kurt Biedenkopf, der mir heute in einem sehr ähnlichen Kontext per Mail antwortete: </p>
<p>„&#8230;Sie beanstanden zurecht eine Lehre, die zum Dogma wurde und sich auf diese Weise der Fähigkeit beraubt hat, über sich selbst, ihre innere Schlüssigkeit und über die Frage nachzudenken, wie sie sich verändern oder erneuern muss, um der Wirklichkeit zu entsprechen, die sie klären will. </p>
<p>Für das Wachstumsdogma gilt Ähnliches. Auch hier argumentiert man gegen die Wirklichkeit. Besser noch, man ignoriert sie, um die Ideologie davor zu bewahren, sich in Frage zu stellen. Immer dann, wenn eine Erkenntnis zum Besitzstand wird, wird sie früher oder später auch zum Dogma. Der Gesellschaft fehlt die Kraft, das Dogma zu hinterfragen. Sie vermachtet und verliert die Fähigkeit zur Offenheit, bis die Widersprüche so groß sind, dass das Dogma gesprengt wird. Die Erstarrung wird durch Revolution überwunden. Aber Revolutionen sind für sich keine neue Ordnung.“</p>
<p>Game over? Die Hoffnung stirbt zuletzt.</p>
<p>Der Monetarismus ist tot, es lebe der Monetarismus: <a href="https://zinsfehler.wordpress.com/2015/03/23/die-citoyage-keynesianischer-monetarismus-als-ordnungspolitisches-korrektiv/" rel="nofollow ugc">https://zinsfehler.wordpress.com/2015/03/23/die-citoyage-keynesianischer-monetarismus-als-ordnungspolitisches-korrektiv/</a></p>
<p>LG Michael Stöcker</p>
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		Von: Johannes		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Johannes]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Oct 2015 09:53:54 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Vielleicht liegt ja der Kommentar &quot;Mr. Dave&quot; mit seiner Einschätzung &quot;besser im Ziel&quot; als die Deutsche Bank? http://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/endspiel-mit-der-notenpresse-japan-weist-uns-unsere-zukunft/

Persönlich bin nicht so optimistisch von &quot;Mr. Dave...]]></description>
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<p>Persönlich bin nicht so optimistisch von &#8220;Mr. Dave&#8230;</p>
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