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	Kommentare zu: Eurozone: Die Ruhe ist bald vorbei	</title>
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	<description>Daniel Stelter ist die unabhängige Stimme zur Finanzkrise</description>
	<lastBuildDate>Tue, 06 Oct 2015 19:45:54 +0000</lastBuildDate>
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		<title>
		Von: Michael Stöcker		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/frances-macron-is-wrong-to-think-fiscal-union-is-solution-to-eurozones-woes/#comment-15233</link>

		<dc:creator><![CDATA[Michael Stöcker]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Oct 2015 19:45:54 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Sie stellen hier eine ausgezeichnete Frage. Die Idee ist in der Tat eine gleiche monatliche Rate für alle. Mit einer Angleichung der Produktivität hat dies allerdings nichts zu tun und ist auch nicht mein Anliegen. Jeder kann so produktiv oder unproduktiv sein wie er möchte/kann.

Allerdings muss die Lohnentwicklung zur Produktivität passen. Ist dies nicht der Fall, dann kommt es zu unterschiedlichen regionalen Inflationsraten. Solche Differenzen wurden vor dem Euro durch den Wechselkurs ausgeglichen. In Zeiten der Währungsschlange sprach man vom sogenannten Realignment. Dieser Anpassungsmechanismus ist in einem einheitlichen Währungsraum versperrt.

Deutschland hatte aufgrund starker Lohnzurückhaltung das gemeinsame Inflationsziel unterschritten, der Süden hingegen überschritten. Die Folgen sind bekannt. Diese Differenzen müssen nun über die regionalen Inflationsraten ausgeglichenen werden. Deutschland muss stärker inflationieren, der Süden weniger. Wenn aber selbst in Deutschland die Inflation gegen Null läuft, dann muss der Süden durch Deflation die Wettbewerbsfähigkeit wiederherstellen. In einer Deflation ist aber eine Schuldentilgung unmöglich. Von daher fürchten Zentralbanker eine Deflation/Disinflation/Lowflation. 

Welchen Beitrag kann nun eine Citoyage leisten? Die Zahlungen werden sowohl zur Schuldentilgung eingesetzt als auch für konsumtive Zwecke. Verschuldet ist insbesondere der Süden. Dort wird die Nachfrage also kaum steigen, eine Entschuldung ist aber nun Leichter möglich. Die Leistungsbilanzüberschussländer hingegen bekommen ihr Geld zurück und müssen ihre Banken nicht stützen. Dies schafft finanzielle Spielräume. Da die Verschuldung hier nicht so hoch ist, steigt insbesondere die Nachfrage der unteren Einkommensdezilen, die eine höhere marginale Konsumneigung haben als die oberen Einkommensdezilen. Damit steigt insbesondere die Nachfrage in und aus Deutschland und die Unternehmen können leichter Preissteigerungen durchsetzen. Auf diesem Wege kann es dann sukzessive zu einer monetären Angleichung der relativen Wettbewerbsfähigkeit kommen. Ein Prozess, der über viele Jahre abläuft, bis wieder vollständige Wettbewerbsfähigkeit hergestellt ist. Eine Citoyage kann also diesen Prozess unterstützen, ist jedoch lediglich eine notwendige, nicht aber eine hinreichende Bedingung. 

LG Michael Stöcker]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sie stellen hier eine ausgezeichnete Frage. Die Idee ist in der Tat eine gleiche monatliche Rate für alle. Mit einer Angleichung der Produktivität hat dies allerdings nichts zu tun und ist auch nicht mein Anliegen. Jeder kann so produktiv oder unproduktiv sein wie er möchte/kann.</p>
<p>Allerdings muss die Lohnentwicklung zur Produktivität passen. Ist dies nicht der Fall, dann kommt es zu unterschiedlichen regionalen Inflationsraten. Solche Differenzen wurden vor dem Euro durch den Wechselkurs ausgeglichen. In Zeiten der Währungsschlange sprach man vom sogenannten Realignment. Dieser Anpassungsmechanismus ist in einem einheitlichen Währungsraum versperrt.</p>
<p>Deutschland hatte aufgrund starker Lohnzurückhaltung das gemeinsame Inflationsziel unterschritten, der Süden hingegen überschritten. Die Folgen sind bekannt. Diese Differenzen müssen nun über die regionalen Inflationsraten ausgeglichenen werden. Deutschland muss stärker inflationieren, der Süden weniger. Wenn aber selbst in Deutschland die Inflation gegen Null läuft, dann muss der Süden durch Deflation die Wettbewerbsfähigkeit wiederherstellen. In einer Deflation ist aber eine Schuldentilgung unmöglich. Von daher fürchten Zentralbanker eine Deflation/Disinflation/Lowflation. </p>
<p>Welchen Beitrag kann nun eine Citoyage leisten? Die Zahlungen werden sowohl zur Schuldentilgung eingesetzt als auch für konsumtive Zwecke. Verschuldet ist insbesondere der Süden. Dort wird die Nachfrage also kaum steigen, eine Entschuldung ist aber nun Leichter möglich. Die Leistungsbilanzüberschussländer hingegen bekommen ihr Geld zurück und müssen ihre Banken nicht stützen. Dies schafft finanzielle Spielräume. Da die Verschuldung hier nicht so hoch ist, steigt insbesondere die Nachfrage der unteren Einkommensdezilen, die eine höhere marginale Konsumneigung haben als die oberen Einkommensdezilen. Damit steigt insbesondere die Nachfrage in und aus Deutschland und die Unternehmen können leichter Preissteigerungen durchsetzen. Auf diesem Wege kann es dann sukzessive zu einer monetären Angleichung der relativen Wettbewerbsfähigkeit kommen. Ein Prozess, der über viele Jahre abläuft, bis wieder vollständige Wettbewerbsfähigkeit hergestellt ist. Eine Citoyage kann also diesen Prozess unterstützen, ist jedoch lediglich eine notwendige, nicht aber eine hinreichende Bedingung. </p>
<p>LG Michael Stöcker</p>
]]></content:encoded>
		
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		<title>
		Von: Philipp H.		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/frances-macron-is-wrong-to-think-fiscal-union-is-solution-to-eurozones-woes/#comment-15223</link>

		<dc:creator><![CDATA[Philipp H.]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Oct 2015 12:10:02 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Herr Stöcker,

was ich bei Ihrem Vorschlag noch nicht verstanden habe: Inwiefern würde der innerhalb Europas ausgleichend wirken? Ist nicht die Idee, an alle Bürger das Gleiche auszuzahlen? Bleiben dann nicht die Ungleichgewichte bei der Produktivität erhalten?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Herr Stöcker,</p>
<p>was ich bei Ihrem Vorschlag noch nicht verstanden habe: Inwiefern würde der innerhalb Europas ausgleichend wirken? Ist nicht die Idee, an alle Bürger das Gleiche auszuzahlen? Bleiben dann nicht die Ungleichgewichte bei der Produktivität erhalten?</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
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		<title>
		Von: Genußspecht		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/frances-macron-is-wrong-to-think-fiscal-union-is-solution-to-eurozones-woes/#comment-15222</link>

		<dc:creator><![CDATA[Genußspecht]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Oct 2015 10:12:57 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[So richtig die dargestellten Fakten sind - sollte der folgende Aspekt nicht fairerweise deutlicher Erwähnung finden? Deutschlands Wirtschaft profitiert derzeit ganz erheblich von einer für seine Verhältnisse (zu) niedrigen Währung, die den Außenhandel unterstützt, zu niedriger Arbeitslosigkeit beiträgt und auch den Staatsfinanzen hilft. Dies ist zwar - wie im Artikel erwähnt - kreditfinanziert und, wie bei wirtschaftlichen Ungleichgewichten zu erwarten, vorübergehender Natur. Aber doch genauso vorübergehend wie die Transfers in Richtung Südeuropa! Wann und wie eine &quot;Bereinigung&quot; des politisch erzwungenen Zusammenschnürens ungleicher Volkswirtschaften erfolgt, kann man derzeit nicht voraussehen. Kann es aber nicht sein, dass Deutschland auch dauerhaft vom Zuzug produktiver Kräfte und derzeit hoher wirtschaftlicher Attraktivität profitiert?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So richtig die dargestellten Fakten sind &#8211; sollte der folgende Aspekt nicht fairerweise deutlicher Erwähnung finden? Deutschlands Wirtschaft profitiert derzeit ganz erheblich von einer für seine Verhältnisse (zu) niedrigen Währung, die den Außenhandel unterstützt, zu niedriger Arbeitslosigkeit beiträgt und auch den Staatsfinanzen hilft. Dies ist zwar &#8211; wie im Artikel erwähnt &#8211; kreditfinanziert und, wie bei wirtschaftlichen Ungleichgewichten zu erwarten, vorübergehender Natur. Aber doch genauso vorübergehend wie die Transfers in Richtung Südeuropa! Wann und wie eine &#8220;Bereinigung&#8221; des politisch erzwungenen Zusammenschnürens ungleicher Volkswirtschaften erfolgt, kann man derzeit nicht voraussehen. Kann es aber nicht sein, dass Deutschland auch dauerhaft vom Zuzug produktiver Kräfte und derzeit hoher wirtschaftlicher Attraktivität profitiert?</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Michael Stöcker		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/frances-macron-is-wrong-to-think-fiscal-union-is-solution-to-eurozones-woes/#comment-15221</link>

		<dc:creator><![CDATA[Michael Stöcker]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Oct 2015 09:45:35 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/frances-macron-is-wrong-to-think-fiscal-union-is-solution-to-eurozones-woes/#comment-15219&quot;&gt;Philipp H.&lt;/a&gt;.

Eine weitere Integration wird es mit Frankreich nicht geben; never ever! Von daher lautet die Alternative €xit oder aber Citoyage: https://zinsfehler.wordpress.com/2015/03/23/die-citoyage-keynesianischer-monetarismus-als-ordnungspolitisches-korrektiv/.

LG Michael Stöcker]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/frances-macron-is-wrong-to-think-fiscal-union-is-solution-to-eurozones-woes/#comment-15219">Philipp H.</a>.</p>
<p>Eine weitere Integration wird es mit Frankreich nicht geben; never ever! Von daher lautet die Alternative €xit oder aber Citoyage: <a href="https://zinsfehler.wordpress.com/2015/03/23/die-citoyage-keynesianischer-monetarismus-als-ordnungspolitisches-korrektiv/" rel="nofollow ugc">https://zinsfehler.wordpress.com/2015/03/23/die-citoyage-keynesianischer-monetarismus-als-ordnungspolitisches-korrektiv/</a>.</p>
<p>LG Michael Stöcker</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Philipp H.		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/frances-macron-is-wrong-to-think-fiscal-union-is-solution-to-eurozones-woes/#comment-15219</link>

		<dc:creator><![CDATA[Philipp H.]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Oct 2015 08:50:52 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Bei dieser Diskussion geht mir immer ein wenig der politische Aspekt verloren. Gerade die US-Kommentatoren nehmen an, die EU sei eine Art Staat. Das ist aber nicht so.
Transferunion? Von mir aus gerne. Aber das bedeutet dann m.E. zwingend:
- Verzicht auf vollständige nationale (d.h. fiskale) Souveränität auch der Empfängerländer
- One Person - One Vote in der ganzen EU

Was man nicht haben kann - und da nehme ich den Herrn Schäuble in Schutz - ist eine Transferunion bei gleichzeitiger vollständiger Souveränität der Einzelstaaten. Also im Klartext: &quot;Euer Geld dürft ihr uns geben, aber wir entscheiden autonom und alleine, was wir damit machen&quot;. 

Entweder weitere Integration Richtung U.S.E. ... oder aber Ende der Währungsunion.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei dieser Diskussion geht mir immer ein wenig der politische Aspekt verloren. Gerade die US-Kommentatoren nehmen an, die EU sei eine Art Staat. Das ist aber nicht so.<br />
Transferunion? Von mir aus gerne. Aber das bedeutet dann m.E. zwingend:<br />
&#8211; Verzicht auf vollständige nationale (d.h. fiskale) Souveränität auch der Empfängerländer<br />
&#8211; One Person &#8211; One Vote in der ganzen EU</p>
<p>Was man nicht haben kann &#8211; und da nehme ich den Herrn Schäuble in Schutz &#8211; ist eine Transferunion bei gleichzeitiger vollständiger Souveränität der Einzelstaaten. Also im Klartext: &#8220;Euer Geld dürft ihr uns geben, aber wir entscheiden autonom und alleine, was wir damit machen&#8221;. </p>
<p>Entweder weitere Integration Richtung U.S.E. &#8230; oder aber Ende der Währungsunion.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
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		<title>
		Von: Michael Stöcker		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/frances-macron-is-wrong-to-think-fiscal-union-is-solution-to-eurozones-woes/#comment-15218</link>

		<dc:creator><![CDATA[Michael Stöcker]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Oct 2015 08:02:44 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Und hier noch als Ergänzung eine aktuelle Interviewserie mit Bernanke: http://video.cnbc.com/gallery/?video=3000428945]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Und hier noch als Ergänzung eine aktuelle Interviewserie mit Bernanke: <a href="http://video.cnbc.com/gallery/?video=3000428945" rel="nofollow ugc">http://video.cnbc.com/gallery/?video=3000428945</a></p>
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		<title>
		Von: Michael Stöcker		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/frances-macron-is-wrong-to-think-fiscal-union-is-solution-to-eurozones-woes/#comment-15217</link>

		<dc:creator><![CDATA[Michael Stöcker]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Oct 2015 07:59:50 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[„Schon die nächste Rezession wird uns zeigen, wie fragil der Euro-Frieden ist.“

Wenn es nach Bernanke geht, ist diese Gefahr nicht nur real, sondern auch ein säkulares Phänomen. Zudem benennt er klar Ross und Reiter für das europäische Desaster: Es ist Wolfgang Schäuble, den er in der Verantwortung sieht: http://www.wsj.com/articles/bernanke-says-his-plan-worked-1444044379 . Meine Meinung hierzu dürfte bekannt sein: Schäxit oder €xit.

LG Michael Stöcker]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Schon die nächste Rezession wird uns zeigen, wie fragil der Euro-Frieden ist.“</p>
<p>Wenn es nach Bernanke geht, ist diese Gefahr nicht nur real, sondern auch ein säkulares Phänomen. Zudem benennt er klar Ross und Reiter für das europäische Desaster: Es ist Wolfgang Schäuble, den er in der Verantwortung sieht: <a href="http://www.wsj.com/articles/bernanke-says-his-plan-worked-1444044379" rel="nofollow ugc">http://www.wsj.com/articles/bernanke-says-his-plan-worked-1444044379</a> . Meine Meinung hierzu dürfte bekannt sein: Schäxit oder €xit.</p>
<p>LG Michael Stöcker</p>
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