F.A.Z.: “Fantasielosigkeit gegen­über Erfinder­geist” beim Bundes­verfassungs­gericht

Wie groß war doch die Kritik zu meinem Kommentar zum technologie- und innovationsskeptischen Bundesverfassungsgericht, das lieber mehr “Planung” eines per Definition nicht planbaren Zustands forderte, den die Politik dann mit ihrer hektischen Zielerhöhung für die Einsparungen prompt lieferte:

Klimaschutz­gesetz: Wir brauchen Effizienz statt Plan­wirtschaft

Neben der WeLT (letzten Freitag bei bto) hat auch die F.A.Z. ähnlich argumentiert:

  • “Um die großen existenziellen Herausforderungen zu bewältigen, wird generell gefordert, die Leute sollen ihr Verhalten ändern. In der Regel geht es um Verzicht, was intuitiv naheliegt: Es gilt, die natürlichen Ressourcen zu bewahren. So sollen sich die Menschen Autofahren, Fliegen oder Fleischessen verkneifen. Das hilft dem Klima, den Tieren und dem Gewissen.” – bto: Das ist genau jenes, was uns die Dauerbeschaller der Medien und der Politik erzählen.
  • “Vorschläge werden schnell zu moralischen Appellen, deren Nichtbefolgung soziale Ächtung und eine Delle im SUV nach sich ziehen kann. Nur, es nützt offenbar nichts. Die meistverkauften Autos sind inzwischen SUVs. Laut Internationaler Energieagentur haben die Geländewagen mit ihrem größeren Verbrauch die CO2-Einsparungen durch neue Elektrofahrzeuge komplett zunichtegemacht.” – bto: Und die bessere Gebäudedämmung wurde durch höhere Wohnzimmertemperaturen kompensiert.
  • “(Die Menschheit) erfindet sich aus Krisen heraus. Oder genauer gesagt: Pioniere erfinden bahnbrechende Dinge, die die Bemühungen der Massen klein erscheinen lassen. Der Glaube, mit Trinkhalmverboten und Tupperware die Welt retten zu können, entpuppt sich als Illusion.” – bto: Und deshalb wäre es so viel wichtiger, Geld für Forschung auszugeben.
  • “Geöffnet für das normale Leben oder kurz davor sind die Länder, die sehr früh rigorose Lockdowns und Einreisebeschränkungen verhängt haben wie Neuseeland, Australien oder China. Es ist also keineswegs so, als hätten nicht auch Verhaltensänderungen ihre positive Wirkung. Dazu gesellen sich Länder, die konsequent aufs Impfen gesetzt haben: Israel, die Vereinigten Staaten und England gehören zu diesem Club. Sie profitierten als Erste von der Errungenschaft des unter anderem in Mainz erfundenen Corona-Impfstoffs – dem wahren ‘Gamechanger’ dieser Pandemie.” – bto: Wir mit unserem Bundeslockdown üben schon mal für Klimalockdowns.
  • “Als der amerikanische Präsident Donald Trump (…) das ‘Warp Speed’-Programm mit dem Ziel auf den Weg brachte, in Rekordzeit Impfstoffe und Therapeutika entwickeln zu lassen, reagierten politische Gegner mit Kritik oder Ignoranz und Experten mit Unglauben. Selbst renommierteste Fachleute wie der Pharma-Analyst Geoffrey Porges von der Investmentbank SVB Leerink hielten es für nahezu ausgeschlossen, dass es klappen könnte, gleich mehrere Corona-Impfstoffe binnen eines Jahres zu entwickeln und genehmigen zu lassen.” – bto: bekanntlich völlig falsch. Es wäre schön gewesen, wenn die EU genauso konsequent gehandelt hätte.
  • Die Skepsis wird aus jener Fantasielosigkeit gegenüber Erfindergeist und wirtschaftlicher Dynamik gespeist, die auch das jüngste Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zum Klimaschutz durchdringt. Die Richter verdonnern Deutschland dazu, schon heute festzulegen, in welchem Industriebereich in zwanzig Jahren wie viel CO2 eingespart wird. Schon heute müsse mehr getan werden, um kommenden Generationen nicht die Freiheit zu rauben.” – bto: Es ist so rückwärtsgerichtet, man kann es nicht glauben. Dabei dürften die Richter eigentlich gut gebildet sein.
  • “Das Denken in den Kategorien regionaler, langfristiger Planerfüllung verweigert sich bei allem berechtigten Klimaschutzehrgeiz der Vorstellung, dass die Einsparung der schädlichen Klimagase in zehn oder zwanzig Jahren viel einfacher und billiger sein könnte – dank heute noch unbekannter oder gerade erst zu erahnender Technik. Das ist nicht aus der Luft gegriffen. Die steil abwärts weisenden Kostendegressionspfade für Solarzellen, Windenergie und Stromspeicher lassen eine Zukunft der klimaneutralen Stromproduktion realistisch erscheinen. Wie unvorstellbar die Zukunft ist, zeigt ein Blick zurück: Wer hätte zur Jahrtausendwende darauf gewettet, diesen Artikel auf einem mobilen Telefon zu lesen und nebenbei ‘Alexa’ zu bitten, Musik abzuspielen?” – bto: Und wir wissen auch von Umwelttechnologien, die erheblichen Einfluss haben werden. Sie werden allerdings bei uns zum Teil tabuisiert.
  • “Aids verbreitete sich zuletzt in Afrika, obwohl sichere Sexualpraktiken das hätten verhindern können. Auf den ersten Blick hätte es also nur einer simplen Verhaltensanpassung bedurft (…). Erst mit dem Aufkommen von wirksamen Behandlungsmethoden und ihrer Verbilligung ergibt sich nun die Chance, die Krankheit zu eliminieren. (…) Die Geschichte wiederholt sich an dieser Stelle: Bei der Syphilis-Bekämpfung halfen nicht moralische Keuschheitsappelle der Kirche, sondern letztlich Antibiotika.” – bto: das Problem aus Sicht der Politik: Man kann weniger eingreifen und steuern.
  • “Trotz jahrzehntelanger Kampagnen von Organisationen wie PETA, trotz aller Veganismus zelebrierender Promis lässt der Fleischkonsum nicht nach. Die Welt isst dieses Jahr mehr Fleisch als je zuvor (…). Der bekannte New-YorkTimes-Kolumnist und bekennende Vegetarier Ezra Klein kommentierte die Entwicklung mit dem schlichten Hinweis: ‘Die Menschen mögen Fleisch. Sehr.’ (….) Er warb dafür, dass künstliches Fleisch aus Pflanzen oder dem Labor dem Genuss des echten Rohstoffes entsprechen muss. (…) Die Hoffnung, dass Milliarden Bürger ihre Fleischmesser niederlegen, um in einen ‘Impossible Burger’ zu beißen, sollte man nicht hegen. Zumindest nicht, bevor die Preise für das falsche Fleisch stark sinken – was durchaus möglich sei, aber noch dauert. Die Verhaltensänderung würde dann also folgen, sobald die Innovation massentauglich und erschwinglich ist – und nicht andersherum.” – bto: Und das wird passieren, wobei natürlich die Politik Rahmenbedingungen setzen kann.
  • “Das alles heißt mit keiner Silbe, dass gewissenhaftes Verhalten, Aktivismus und der Drang, das Gute zu tun, eine dumme Sache wären. (…) auch beim Klimaschutz glauben selbst die größten Verfechter des technologischen Fortschritts nicht daran, dass die Technik allein die Katastrophe verhindert. MIT-Ökonom Andrew McAffee beispielsweise hat neben Kapitalismus und neuer Technologie zwei andere Dinge ausgemacht, die dazu beigetragen haben, dass wir aus weniger natürlichen Ressourcen heute deutlich mehr herausholen können: ‘das öffentliche Bewusstsein für die Schäden, die wir unserem Planeten zufügen, sowie bürgernahe, reaktionsfähige Regierungen, die den Bürgerwillen zügig umsetzen und vernünftige Maßnahmen ergreifen, um solchen Umweltschäden tatkräftig entgegenzuwirken’.” – bto: Dem widerspreche auch ich nicht.
  • “Es ist also oft nicht nur das Problem allein, das den Erfindergeist auf den Plan ruft, sondern von Menschen erzeugter und politisch kanalisierter Handlungsdruck, der die geistigen – und damit verbunden oft auch die materiellen – Ressourcen in die richtige Richtung lenkt. Ökonom McAffee nennt die Melange dieser Faktoren die ‘Reiter des Optimisten’. Welch befreiende Kraft diese Reiter bewirken, kann jeder am eigenen Leib nachfühlen, der dieser Tage eine Impfspritze gesetzt bekommt.” – bto: Doch unsere obersten Richter und Politiker setzen voll auf eine Klima-Verzichtswirtschaft, die bitte schon heute einen 20-Jahres-Plan aufstellt. Uff.

faz.net: „Die Jünger des Verzichts und ihre falschen Träume“, 5. Mai 2021

Kommentare (28) HINWEIS: DIE KOMMENTARE MEINER LESERINNEN UND LESER WIDERSPIEGELN NICHT ZWANGSLÄUFIG DIE MEINUNG VON BTO.
  1. Hans Severin
    Hans Severin sagte:

    @ weico zu @ foxxly “Ich habe IHNEN doch schon X-Mal (erst neulich wieder) den Hinweis gegeben, welche PARTEI solches ÄNDERN möchte (Stand schon in deren Wahlprogramm 2017).”

    Auch die PARTEI wird mit dem nachfolgenden Sachverhalt konfrontiert sein:

    “You are not happy if you don`t get what you want.
    And you are not happy if you do get what you don´t want.
    And then you are not happy even if you do get what you want, because you can`t keep it.”

    Das ist das Dilemma in dem wir als Mensch tatsächlich leben. Also, was können wir da tun? Dies sind die Realtitäten, und wohin sie führen können wir jeden Tag live erleben: die Menschen wurden mit dem erreichten Wohlstand nicht glücklich und jetzt hauen sie alles kurz und klein im Glauben, dann würden sie es!

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  2. Dietmar Tischer
    Dietmar Tischer sagte:

    Der Klimaschutz GENERIERT seine EIGENEN Lösungen.

    Hier:

    https://www.welt.de/wirtschaft/article231158993/CO2-Emissionshandel-Klimaschutz-wird-zur-existenziellen-Gewissenfrage.html

    Daraus:

    >Der Klimaschutz überfordert in Europa immer mehr Unternehmen. Viele verweigern die Abgabe von CO2-Zertifikaten, andere lassen sich von ihren Regierungen freikaufen. Beides ist nicht erlaubt. Angeschlagene Firmen, die hingegen den legalen Weg gehen, riskieren häufig ihre Existenz.

    Am 30. April 2019 um Mitternacht kam es zum Crash.

    An jenem Tag und zu dieser Stunde musste der Stahlkonzern British Steel 5,75 Millionen CO2-Berechtigungen bei der EU-Kommission abgeben. Denn so verlangt es das Europäische Emissionshandelssystem: Für jede Tonne Treibhausgas, die eine Fabrik durch den Schornstein jagt, muss das Unternehmen einen Berechtigungsschein vorweisen können.

    Ähnlich wie ein Kontrolleur in Bussen und Bahnen sammelt die EU-Kommission stets am 30. April die Tickets ein, um sie zu entwerten. Wer keins hat, zahlt eine empfindliche Strafe von 107 Euro pro Tonne CO2. British Steel fuhr ohne Fahrschein.

    Da griff der damalige britische Wirtschaftsminister Greg Clark ein, um British Steel und 4200 Jobs zu retten. Es galt zu verhindern, dass dem von hohen Energiepreisen ohnehin gestressten Konzern bei einem Umsatz von 1,4 Milliarden Pfund eine EU-Strafe von 600 Millionen Pfund wegen fehlender Emissionsberechtigungen auferlegt würde. Nur das wettbewerbswidrige Eingreifen der britischen Regierung verhinderte in letzter Minute, dass die Klimastrafe British Steel in die Pleite trieb.

    Tatsächlich hat das Beispiel Nachahmer gefunden. So gewährte die Regierung Rumäniens Ende März dem Kohle-Riesen Oltenia Energy Complex einen Kredit über 241 Millionen Euro, damit dieser fehlende CO2-Berechtigungen nachkaufen konnte. Auch hier hätte die drohende Klimastrafe der EU über fast eine Milliarde Euro wohl die Zahlungsunfähigkeit eines systemrelevanten Unternehmens bedeutet. Kein Wunder, dass Rumänien da lieber ein EU-Beihilfeverfahren riskiert.

    Händler und Hedgefonds konnten jedenfalls aus dem Fall British Steel einiges lernen: Unternehmen mit hohen Emissionen gehen auch bei hohen CO2-Preisen nicht gleich unter. Sie werden im Zweifel durch nationale Politiker rausgehauen.>

    Wer redet da noch von der Bankenkrise?

    Und wer redet von Inflation, wenn sich die CO2-Preise pro Tonne im Europäischen Emissionshandelssystem in den letzten 5 Jahren VERZEHNFACHT haben?

    Niemand.

    Denn das ist eine GEWOLLTE Preiserhöhung, die allen guttut.

    Deshalb muss der Preis noch DEUTLICH erhöht werden.

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  3. weico
    weico sagte:

    “Jemand der 2017 noch an die Mutti glaubte und erst die Entscheidungen der letzten 2 Jahre inakzeptabel fand – sowas soll es ja geben- ist erst ab Oktober 2021 dafür reif, richtig hart angegangen zu werden, wenn er wieder CDU oder gar noch Schlimmeres gewählt hat.”

    O.K.
    Aber “Jemand” sollte ab Oktober dann nicht (wieder) dauerjammern und quängeln… man “hätte nichts gewusst” oder es gab keine ALTERNATIVE für DEUTSCHLAND….und dann “böse” Wirtschafts – und Medienmächte als “Schuldige” hinstellen.

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  4. Gnomae
    Gnomae sagte:

    ” für das normale Leben oder kurz davor sind die Länder, die sehr früh rigorose Lockdowns und Einreisebeschränkungen verhängt haben wie Neuseeland, Australien oder China. Es ist also keineswegs so, als hätten nicht auch Verhaltensänderungen ihre positive Wirkung.”

    Die FAZ hat vergessen, dass China erst einen Virusexport zugelassen hat. Lockdown und Einreisebeschränkungen lösen das Problem weltweit nicht, solange nicht alle geimpft sind. Es bleibt ein Kreislauf. Unerwähnt bleibt auch, dass die Covid-Modellierungen allesamt falsche Ergebnisse prognostizierten ( horrende Zahlen) und nicht angepasst wurden. Ferner fehlt dem Artikel eine kritische Hinterfragung des Konzepts “Lockdown”. Bei einseitiger wissenschaftlicher Betrachtung mag dieses Konzept funktionieren, es fehlt aber die gesamtgesellschaftliche Betrachtung und die kritische Würdigung in Bezug auf die Geldmengenerhöhung.

    Die chinesische Statistik ist gründsätzlich zu hinterfragen, da in allen anderen Ländern der Welt andere, aber ähnliche Pandemiemuster zu finden sind. Ferner wird die Pandemie von einer Pressestrategie begleitet. Dies bleibt ebenfalls unwerwähnt.

    Joerg / Richard Ott ist zuzustimmen, dass dies ein journalistisch sehr schwacher Artikel ist.

    Antworten
    • RA
      RA sagte:

      Impfen löst das vermeintliche Problem nicht. Das sollte mittlerweile klar geworden sein. Einzig der ruhige Blick auf die Daten hilft. Von entscheidender Wichtigkeit ist, dass die Daten von unabhängigen Instanzen erhoben und verarbeitet werden. Spätestens dann erscheinen viele Dinge in einem anderen Licht und die Lösungen ergeben sich von selbst. Wer meint, dass er aufgrund von persönlichen Unzulänglichkeiten in die Natur pfuschen muss, irrt sich.

      Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @Gnomae

      “Unerwähnt bleibt auch, dass die Covid-Modellierungen allesamt falsche Ergebnisse prognostizierten ( horrende Zahlen) und nicht angepasst wurden.”

      Das ist sicher Absicht, in allen Lesarten dieses Satzes.

      In UK ist gerade ein Buch (“A State of Fear”) darüber erschienen, wie die britische Regierung und ihre Staatsvirologen mit Angstpropaganda und Panikmache versucht haben, das Verhalten der Bevölkerung im Corona-Frühjahr 2020 zu beeinflussen:

      https://www.zerohedge.com/political/government-scientific-advisors-admit-using-totalitarian-fear-tactics-control-people

      Antworten
      • @RicharDr. Lucie Fischer
        @RicharDr. Lucie Fischer sagte:

        @Richard Ott:
        Entscheidend ist , dass bewährt-individuelle Immunitäts-Mechanismen
        ( T-&B-Zell-Immunität ) volllkommen negiert sind , sie sollen ersetzt werden durch lebenslang zu wiederholende Pharma-Gen-Tech-Injektionen mit unbekannten Risiken und Nebenwirkungen.
        ( Notzulassung, Haftungsausschluss der Produzenten).
        Jeden Tag erkrankten in D. z.B. 750 Menschen an Diabetes 2 ( früher Altersdiabetes genannt), eine Stoffwechselerkrankung / Insulinresistenz/ ,die rein alimentär, durch Kohlehydrat-Mast und folgendes Übergewicht bedingt ist. Jede Stunde 3 Todesfälle durch Diabetes 2!
        https://www.google.com/search?client=firefox-b-d&q=H%C3%A4ufigkeit+Diabetes+2+in+Deutschland
        Die meisten Diabetes-2 Patienten könnten durch einfaches Vermeiden von ultra-verarbeitetem Industrie-Food vollständig gesunden. Bauchumfang -messen kann tägliches Wiegen ersetzen , simpelste Selbst-Kontrolle ,jedoch:
        Patienten lassen sich lebenslang mit Anti-Diabetika-Präparaten behandeln .
        So lange Diabetiker ( Typ 2 ) ihre Gesundheit nicht selbst managen / umassende Eigenverantwortung/, bleiben Pharma-Aktien ( und Dialyse- Unternehmen ) die Goldgruben der Zunft.
        Naiv-bequemes Vertrauen ersetzt kritisches Nachfragen.
        Ohne Grundkenntnisse der Methoden all-gegenwärtiger Psycho-Manipulation wird Realitätsprüfung jedoch fast unmöglich.
        Die Kanzlerin beschäftigt offen/ unkritisiert/ einen Stab von Nudging- & Framing-Expert******innen , zum Wohl der Bürger.

  5. Joerg
    Joerg sagte:

    zum FAZ Zitat:
    “Geöffnet für das normale Leben oder kurz davor sind die Länder, die sehr früh rigorose Lockdowns und Einreisebeschränkungen verhängt haben wie Neuseeland, Australien oder China. Es ist also keineswegs so, als hätten nicht auch Verhaltensänderungen ihre positive Wirkung. Dazu gesellen sich Länder, die konsequent aufs Impfen gesetzt haben: Israel, die Vereinigten Staaten und England gehören zu diesem Club. Sie profitierten als Erste von der Errungenschaft des unter anderem in Mainz erfundenen Corona-Impfstoffs – dem wahren ‘Gamechanger’ dieser Pandemie.”

    Mir gefaellt nicht, dass (mal wieder) nur rigoroser Lockdown (CN, AUS, NZ) oder rasches Impfen (ISR, USA, UK) als “bessere” Reaktionsweisen im Vgl m D genannt werden.

    Was ist mit dem schwedischen Weg? Eigenverantwortliches, allmaehliches Durchseuchen der Bevoelkerung unter weitgehender Offenhaltung.
    Wird mal wieder unter den Tisch gekehrt/ignoriert?

    Schweden hat jetzt eine ca. 2,5x so hohe Durchseuchung wie D. Deshalb keinen Impfstress und keine Lockerungssorgien/Gerechtigkeits-Diskussion. Dienstleistungsektor, Kleinunternehmer nicht so kaputt geschossen wie bei uns.

    ourworldindata.org/coronavirus-data?country=SWE~DEU vom 17.05.21
    SWE 102.693 Faelle/Million Einwohner 1.413 Tote/Million
    GER 42.918 Faelle/Million 1.031 Tote/Million

    Was faellt auf?
    Durch die massiven Lockdown-Einschraenkungen in D gab es nur weniger als halbsoviele PCR-bestaetigte Faelle wie in SWE (also Lockdown hat gewirkt), aber trotzdem 73% so viele Tote (“mit/an”). War es all die Freiheitseinschraenkungen, die Foerderung der Angstkultur, das sich Anlegen mit Teilen der Bevoelkerung wert?
    Die Zukunft (Wahlen) wird es viell. zeigen?

    LG Joerg

    Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @Joerg

      “Was ist mit dem schwedischen Weg? Eigenverantwortliches, allmaehliches Durchseuchen der Bevoelkerung unter weitgehender Offenhaltung.
      Wird mal wieder unter den Tisch gekehrt/ignoriert?”

      In einem FAZ-Artikel werden Sie das sicher nicht mehr lesen. Vor 20 Jahren vielleicht, aber heute sind die merkeltreu durchseucht – da ist Kritik an Regierungspolitik im Stile des Artikels schon ganz am Rand des zulässigen Meinungsspekturums.

      Antworten
    • Thomas M.
      Thomas M. sagte:

      >Mir gefaellt nicht, dass (mal wieder) nur rigoroser Lockdown (CN, AUS, NZ) oder rasches Impfen (ISR, USA, UK) als “bessere” Reaktionsweisen im Vgl m D genannt werden.

      Das ist Ausdruck des mechanisch-rigiden Lösungsdenkens, das in Deutschland gängig ist. Grenzwert definieren, gucken, ob man drüber oder drunter ist, und dann abstellen, was zur Überschreitung des Grenzwertes führt. Beim Virus haben wir noch Glück, dass sich dieses (bislang anscheinend) durch Impfen abstellen lässt. Gäbe es keinen Impfstoff, gäbe es alternativlos den Immer-Lockdown oder den “Vor-jedem-Besuch-von-irgendwas-Test”. Alles andere wäre “unverantwortlich” bis “corona-leugnerisch”.

      Wer viel misst, findet halt auch viel. Da gibt’s dann auch viel abzustellen. Was ist z.B. bei der nächsten Grippewelle; Grippeimpfstoffe tuns halt auch nur zu pi mal Daumen 70%. Mal besser, mal schlecher. Dann auch Lockdown, weil Grippetote gemessen? Könnte passieren… wäre jedenfalls konsistent mit dem aktuellen Zeitgeist.

      Antworten
      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Thomas M.

        “Beim Virus haben wir noch Glück, dass sich dieses (bislang anscheinend) durch Impfen abstellen lässt.”

        Mal sehen. Es gibt ganz schön viele Geschichten über Geimpfte, die trotzdem wieder “positiv getestet” werden, während sie keine oder kaum Krankheitssymptome haben. Vermutlich weil der PCR-Test ja schon auf Bruchstücke vom Virus-Genmaterial anschlägt, deren Produktion auch durch die Impfungen angeregt werden kann. Dann wirds für die test- und grenzwertfixierten Deutschen besonders lustig, hoffentlich kommt schnell die Regierung, und sagt uns, was wir dann zu tun haben! (Vermutlich alle weiter einsperren, es geht ja um die Sicherheit…) ;)

        “Dann auch Lockdown, weil Grippetote gemessen? Könnte passieren… wäre jedenfalls konsistent mit dem aktuellen Zeitgeist.”

        Manche Leute scheinen tatsächlich schon nach Rechtfertigungen für am liebsten einen Dauer-Lockdown zu suchen, unsere Gretischisten aus ideologischen beziehungsweise klimareligiösen Gründen, der bekannte deutsche Typus KZ-Aufseher oder Blockwart aus Machtlust, manche Leute aber auch nur, weil sie zu völlig lebensuntüchtigen psychischen Wracks gemacht wurden (oder vorher schon welche waren):

        Beispiel:

        “Seit einem Jahr merke ich, dass ich immer dann, wenn Lockerungen kommen, Angst kriege. Angst vor Normalität”
        https://twitter.com/DerInformant_/status/1394504608119238660

      • Thomas M.
        Thomas M. sagte:

        Rechts daneben “fürchte mich vor falschen Berechnungen, zu freiheitsliebenden Menschen”… psychisch erklärbare Reaktionen, habe ich sogar Verständnis für; aber da müssen die beiden dann demnächst (hoffentlich!) mal durch – alternativ können sie auch einfach dauerhaft zu Hause bleiben – sage ich als “zu freiheitsliebender” Mensch, der auf angstmotiviertes New Normal keinen Bock hat ;)

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Thomas M.

        “Rechts daneben “fürchte mich vor falschen Berechnungen, zu freiheitsliebenden Menschen”… psychisch erklärbare Reaktionen, habe ich sogar Verständnis für”

        Ich nicht – jedenfalls nicht dann, wenn wir es auf die in den nächsten Monaten hoffentlich anstehenden Dinge wie die Öffnung von Restaurants und Schulen oder Urlaubsreisen beziehen. Sich davor zu fürchten ist schon pathologisches Verhalten, vermutlich durch Regierung und Medien induziert, wenn wir davon ausgehen, dass die Leute vor 2020 noch nicht solche bizarren Gedanken hatten.

        Und grundsätzlich gesprochen: Freiheit ist vielen Leuten einfach zu anstrengend. Die möchten lieber einen Gefängniswärter, der ihnen klare Ansagen macht und sie nur dann schlägt, wenn sie es auch wirklich mal verdient haben…

  6. weico
    weico sagte:

    “bto: Doch unsere obersten Richter und Politiker setzen voll auf eine Klima-Verzichtswirtschaft, die bitte schon heute einen 20-Jahres-Plan aufstellt. Uff.”

    Die Kritik trifft die FALSCHEN.

    Partei-Politiker versuchen schlicht umzusetzen, was die Partei in ihren Grundsatz bzw. Wahlprogrammen beschlossen haben …und die WÄHLER ,bei WAHLEN, dann annehmen wollen.

    Wie sagte Abraham Lincoln trefflich:
    «Wahlen gehören den Menschen. Es ist ihre Entscheidung. Und wenn sie entscheiden, dem Feuer den Rücken zuzukehren und sich den Hintern zu verbrennen, dann müssen sie nachher eben auf ihren Blasen sitzen.»

    Antworten
    • foxxly
      foxxly sagte:

      @ weico 09:44

      wieder so ein schmarrn!
      >>Partei-Politiker versuchen schlicht umzusetzen, was die Partei in ihren Grundsatz bzw. Wahlprogrammen beschlossen haben …und die WÄHLER ,bei WAHLEN, dann annehmen wollen. <<

      .zb…… hat der wähler diese EU gefordert
      -den Euro gefordert?
      -den atomausstieg gefordert?
      -diese impfungen gefordert?
      – die verschulungen, die steuerlasten, und tausend andere maßnahmen je gefordert?

      …….. vielleicht doch wegen den umfragen??
      jeder politiker streitet ab, nach umfragen zu regieren, oder zu entscheiden. was nun?

      Antworten
      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        Ja, an der Kritik von foxxly ist was dran.

        So weitreichende Möglichkeiten für Volksabstimmungen wie in der Schweiz gibt es in Deutschland leider nicht.

        Und Abgeordnete während der Legislaturperiode abzuwählen geht leider auch nicht, nicht einmal bei schweren Straftaten. (vgl. beispielsweise “Recall of MPs Act” in UK, das ist noch eine relativ harmlose Variante des Prinzips, für meinen Geschmack könnte das viel weitreichender ausgestaltet sein: https://commonslibrary.parliament.uk/research-briefings/sn05089/ )

        Unsere Parteien sind zu Funktionärsparteien degeneriert, bei denen die Abgeordneten nach Unterwürfigkeit zur Parteiführung selektiert werden (was mit Nonkonformisten passiert, sieht man bei Maaßen, Sarrazin und Palmer…), und die obere Parteikaste wiederum steht beim Volk nicht zur Wahl.

      • weico
        weico sagte:

        @Richard Ott

        “Ja, an der Kritik von foxxly ist was dran.
        So weitreichende Möglichkeiten für Volksabstimmungen wie in der Schweiz gibt es in Deutschland leider nicht.”

        An der Kritik von foxxly ist leider NICHTS dran.

        Es gibt ja EINE Partei die genau solche Volksabstimmungen will…und noch viel mehr .

        https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/germany-warns-of-lasting-economic-damage-as-covid-cases-spin-out-of-control/

        Entweder der WÄHLER WILL Veränderungen oder er WILL nicht. An der Parteien-Auswahl bzw. Themen liegt es nicht.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @weico

        So ausschimpfen können Sie den foxxly erst, wenn er sich bei der Wahl 2021 wieder nicht für die eine böse Partei, deren Name in Deutschland nicht laut gesagt werden darf und deren Vertreter auch kaum im Staatsfernsehen auftachen, entschieden hat.

        Aufgrund unseres politischen Systems gibt es ja keine Möglichkeit, eine Regierung mitten in der Legislaturperiode loszuwerden oder ihre Politik maßgeblich zu beeinflussen.

        Jemand der 2017 noch an die Mutti glaubte und erst die Entscheidungen der letzten 2 Jahre inakzeptabel fand – sowas soll es ja geben- ist erst ab Oktober 2021 dafür reif, richtig hart angegangen zu werden, wenn er wieder CDU oder gar noch Schlimmeres gewählt hat.

      • foxxly
        foxxly sagte:

        @ weico 10:37
        >>An der Kritik von foxxly ist leider NICHTS dran.<<
        doch, klar!!

        sie werfen zwei völlig verschieden aspekte durcheinender: (vorsätzlich?)

        fakt ist, dass der wähler nur bedingten einfluß hat. und dass dieser, nach interessenslage über die politik von den lobbyisten gelengt wird.

        und es hat nichts zu tun mit meiner kritik, was ich wähle, oder sollte, – nach ihrer meinung!

        ich persönlich bin eher wechselwähler und werde diese parteien, welche die letzte 40 jahre an den regierungen beteiligt waren, mindestens die nächsten 20 jahre nicht mehr wählen. weil sie diesen zustand, der heute herrscht zu verantworten haben. und der zustand ist mehr als schlecht; – die aussichten noch viel schlechter!

        also, weico, ihre einlassungen sind völlig daneben und überflüßig! aber einfach mal eines draufgeben!?

      • weico
        weico sagte:

        @foxxly

        “fakt ist, dass der wähler nur bedingten einfluß hat. und dass dieser, nach interessenslage über die politik von den lobbyisten gelengt wird.”

        Falsch.Es gab und gäbe eine ALTERNATIVE.

        “und es hat nichts zu tun mit meiner kritik, was ich wähle, oder sollte, – nach ihrer meinung!”

        DOCH. Sie jammern ja dauern über die “bösen Mächte”, von Politik und Medien.

        Für Leute, die den jetzigen politischen und wirtschaftlichen Weg als den Richtigen ansehen, braucht es keine ALTERNATIVE.
        DIESE Leute JAMMERN aber auch nicht DAUERND.
        .

    • Dietmar Tischer
      Dietmar Tischer sagte:

      @ weico

      >Die Kritik trifft die FALSCHEN.>

      Auf den Punkt gebracht.

      Die F.A.Z. hat es auch nicht begriffen:

      >Die Richter verdonnern Deutschland dazu, schon heute festzulegen, in welchem Industriebereich in zwanzig Jahren wie viel CO2 eingespart wird. Schon heute müsse mehr getan werden, um kommenden Generationen nicht die Freiheit zu rauben.”>

      Wie blind kann man nur sein!

      Können die Richter etwas ANDERS tun, als Deutschland dazu verdonnern, das ZIEL, das sich das Land SELBSTG gesetzt hat, generationenverträglich zu erreichen?

      Das können sie NICHT.

      Das Urteil ist ein ERINNERUNGSURTEIL mit vertretbarer Verpflichtung zu einer korrigierenden UMSETZUNG.

      Was durchgängig festzustellen ist und für eine aufgeklärte, mündige Gesellschaft einfach ein letztlich VERHEERENDES Armutszeugnis:

      KEINER mit maßgebender Stimme in der Öffentlichkeit sagt, dass die Zielverfolgung Carbonneutralität 2050 NICHT ERFASSBARE Verzichtleistungen verlangt und das Ziel aller Voraussicht nach dennoch NICHT erreichbar sein wird, selbst wenn wir enorme Verzichtleistungen auf uns nehmen.

      Ausnahme sind einige wenige Wissenschaftler, dankenswerterweise auch hier am Blog, die es sich leisten können, sich nicht zu verleugnen.

      Wir müssen offensichtlich wieder einmal die QUITTUNG für kollektive Unvernunft präsentiert bekommen.

      Und auch das noch:

      Es muss niemand einmarschieren, um sie uns zu präsentieren.

      Denn wir werden sie uns SELBST präsentieren.

      Was foxxly betrifft:

      Vergessen Sie ihn, der kapiert es nicht.

      Der glaubt immer noch, dass die Politik für jede Maßnahme eine Unterschriftenliste auflegen muss.

      Antworten
  7. foxxly
    foxxly sagte:

    – wer solche urteile spricht,
    – wer solche co2-ziele setzt/will
    -wer generell will, dass wirtschaft und konsum langsammer läuft,

    der sollte auch sagen, wie das geht in einen system mit wachstumszwang (kreditgeldsystem)

    dieses system ist nicht in der lage, mit einem minus-wachstum, über viele jahre, zu überleben!

    minus-wachstum bedeutet schrumpfung der realwirtschaft, – während die geldmengenausweitung in hochgeschwindigkeit forciert wird.

    wie kann die realwirtschaft noch die kreditlasten erwirtschaften? bei schrumpfung ist dies unmöglich.
    der umbau der wirtschaft, hin zu den bigplayern, kann die gesellschaft nie befrieden.

    die co2-ziele und umbau dazu, bedingt gigantische kreditlasten. wird der verbraucher dies jemals bezahlen können? NEIN !

    die co2-ziele in verbindung mit dem unendlichen wachstumszwang, wird jede gesellschaft, wirtschaft und regierung, sprengen.

    das BfG, die regierung, die co2-fanatiker, sowie die vermeindlichen profiteure, dieses umbauens, sollten hierzu antworten finden, bevor sie diese ziele gesetzes-fest machen.

    wer keine schlüssige antwort darauf hat, der nimmt vorsätzlich chaos und sprengung der gesellschaft in kauf

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  8. Richard Ott
    Richard Ott sagte:

    bto: “Vorschläge werden schnell zu moralischen Appellen, deren Nichtbefolgung soziale Ächtung und eine Delle im SUV nach sich ziehen kann. Nur, es nützt offenbar nichts. Die meistverkauften Autos sind inzwischen SUVs.”

    Tja, und die meisten SUV-Käufer möchten die Grünen wählen:

    “Eine aktuelle Umfrage der Schwaiger Beratungsfirma Puls, über die die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (FAS) berichtet, scheint Letzteres zu bestätigen: 16,6 Prozent aller SUV-Fahrer, also gut jeder Sechste, stuft sich als Anhänger der Grünen ein. Platz eins also für die Klimaschützer, gefolgt von SPD (16 Prozent), AfD (15,9 Prozent) und Union mit 15,6 Prozent. Die FDP kommt auf 13,6 Prozent, Schlusslicht sind die Linken mit 7,7 Prozent. (…) Befragt wurden etwa 1.000 Personen, die sich entweder in den nächsten sechs Monaten ein Auto anschaffen wollen oder die bereits in den vergangenen zwölf Monaten ein Fahrzeug angeschafft haben.”
    https://www.24auto.de/news/politik-wirtschaft/suv-gruene-auto-umfrage-politik-klima-umwelt-frankfurter-allgemeine-partei-puls-schwaig-90579379.html

    Übrigens braucht die Regierung sich mit nervigen Effizienz- und Technologiefragen nicht zu befassen, wenn sie oder ein gleichgeschaltetes Verfassungsgericht einfach alles verbieten können, was ihnen nicht passt. Das ist bequem und lässt den Politikern mehr Freizeit für private Immobiliengeschäfte, der Anbahnung von Geschäftskontakten nach beispielswese Aserbaidschan oder dem Nachgehen ihrer anderen vielfältigen Neigungen.

    Ihre Machtposition muss nur stark genug sein, um die möglicherweise erfolgenden negativen Reaktionen darauf politisch zu überleben…

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  9. Johannes
    Johannes sagte:

    “bto: Doch unsere obersten Richter und Politiker setzen voll auf eine Klima-Verzichtswirtschaft, die bitte schon heute einen 20-Jahres-Plan aufstellt. Uff.”

    Der paternalistisch fürsorgende Staat, der – wenn nötig – repressiv agiert. Dieses Staatsverständnis hat sich in den letzten Jahren wie ein Virus in Deutschland ausgebreitet.

    Diese Virus mutiert ständig und eine politischen Immunisierung ist nicht in Sicht. Das Antigen namens FDP, hat sich bereits angepasst und ist wirkungslos. Noch versucht es durch inhaltliches Kopieren der AfD-DNS so etwas wie Wirkung zu simulieren (siehe die aktuellen Forderungen der FDP nach Beschneiden des öffent. Rundfunks, den die AfD seit 2013 fordert). Das Antigen namens AfD ist inwischen “erfolgreich” medial weitestgehend gezielt und nachhaltig gecancelt – es kann kaum Wirkung entfalten, da es nicht in den Wahrnehmungskreislauf der Bürger gelangt.

    Also werden wir wohl mit “Hurra” die 5 Jahrespläne der chinesichen Kommunisten, durch einen einzigen deutschen 20-Jahres-Plan ersetzen. Wir waren halt schon immer gründlicher.

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    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @Johannes

      “Der paternalistisch fürsorgende Staat, der – wenn nötig – repressiv agiert. Dieses Staatsverständnis hat sich in den letzten Jahren wie ein Virus in Deutschland ausgebreitet. ”

      Nein, das war schon immer bei einem wesentlichen Teil der Bevölkerung in Deutschland das Staatsverständnis.

      Nur die damit in Zusammenhang gebrachten Symbole ändern sich, im Moment sind es Sonnenblume und Raute.

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