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	Kommentare zu: Ein paar Fakten zur Entwicklung der Zinsen – und warum der Bulle noch nicht am Ende ist	</title>
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	<description>Daniel Stelter ist die unabhängige Stimme zur Finanzkrise</description>
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		Von: Felix Kurt		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Felix Kurt]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Aug 2016 08:43:17 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Klar mit Hindsight.

Es gibt auch einzelne Aktien – analog zum einseitig ausgewählten 25-year Zero Bond –, die dramatisch outperformed haben. Da sähe dann der ausgewählte Bond schlecht aus.

Ein besserer und realistischerer Vergleich wäre gewesen, ein tatsächlich diversifiziertes Bond-Portfolio oder einen entsprechenden vor 35 Jahren bereits existierenden Fonds als Performance- und Vergleichsmaßstab zu wählen. Auch ein künstlicher Bond-Index hat seine Tücken und wäre nicht fair.

Im nächsten Schritt dann noch für jede Assetklasse ein risikoadjustierter Total Return und der Vergleich wäre zwar immer günstig für Bonds, aber wesentlich realistischer. War aber trotzdem nicht vorhersehbar.

Dann im Folgenden nur für Aktien einen Bewertungsmaßstab („…assuming that the long run P/E average is still valid.“) heranzuziehen (Shiller-P/E, vgl. „Chart 14“) und Bonds aber ohne einen historisch durchschnittlichen Maßstab einzuschätzen ist fragwürdig. Falls der Zins/das Zinsumfeld auch für Unternehmen, Risikokapital, Investitionen und Bonds als Alternativanlage eine Rolle spieltn, wofür immer noch viel spricht, dann bietet auch der historische Durchschnitt des Shiller-P/E wohl keine geeignete Grundlage für die Aktienbewertung der Niedrig-Zins-Zukunft, wenn das die Prognose ist. Was soll denn der ‚long run fair value‘ von Bonds sein – oder braucht man für Bonds keinen`? Es könnte ja auch sein, dass nicht nur Bonds über sehr lange, besser unterschätzt lange Zeiträume vom ‚long run fair value‘ abweichen. 

Falls das Szenario „Or low rates may foretell global economic weakness, chronic deflation and even more aggressive central bank largess in response” eintritt, wie groß wird dann das Ausfallrisiko selbst für Staatsanleihen? Denn dann erleben wir aktuell den Peak bei den Steuereinnahmen. Und dann? Wenn kein Unternehmen mehr funktioniert, dann gibt’s auch keine Arbeitsplätze, Investitionen, Steuereinnahmen, Konsum, . . . .

Vielleicht wären deutsche Staatsanleihen dann die Microsoft, SAP, Apple, oder Google (Alphabet) im Bond-Universum, aber was wäre mit den anderen?

Welches Performance-Risiko z. B. mit Bund-Anleihen verbunden ist, sieht man doch immer wieder, bei den – zugegebenermaßen derzeit nur kurz andauernden – Renditeanstiegen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Klar mit Hindsight.</p>
<p>Es gibt auch einzelne Aktien – analog zum einseitig ausgewählten 25-year Zero Bond –, die dramatisch outperformed haben. Da sähe dann der ausgewählte Bond schlecht aus.</p>
<p>Ein besserer und realistischerer Vergleich wäre gewesen, ein tatsächlich diversifiziertes Bond-Portfolio oder einen entsprechenden vor 35 Jahren bereits existierenden Fonds als Performance- und Vergleichsmaßstab zu wählen. Auch ein künstlicher Bond-Index hat seine Tücken und wäre nicht fair.</p>
<p>Im nächsten Schritt dann noch für jede Assetklasse ein risikoadjustierter Total Return und der Vergleich wäre zwar immer günstig für Bonds, aber wesentlich realistischer. War aber trotzdem nicht vorhersehbar.</p>
<p>Dann im Folgenden nur für Aktien einen Bewertungsmaßstab („…assuming that the long run P/E average is still valid.“) heranzuziehen (Shiller-P/E, vgl. „Chart 14“) und Bonds aber ohne einen historisch durchschnittlichen Maßstab einzuschätzen ist fragwürdig. Falls der Zins/das Zinsumfeld auch für Unternehmen, Risikokapital, Investitionen und Bonds als Alternativanlage eine Rolle spieltn, wofür immer noch viel spricht, dann bietet auch der historische Durchschnitt des Shiller-P/E wohl keine geeignete Grundlage für die Aktienbewertung der Niedrig-Zins-Zukunft, wenn das die Prognose ist. Was soll denn der ‚long run fair value‘ von Bonds sein – oder braucht man für Bonds keinen`? Es könnte ja auch sein, dass nicht nur Bonds über sehr lange, besser unterschätzt lange Zeiträume vom ‚long run fair value‘ abweichen. </p>
<p>Falls das Szenario „Or low rates may foretell global economic weakness, chronic deflation and even more aggressive central bank largess in response” eintritt, wie groß wird dann das Ausfallrisiko selbst für Staatsanleihen? Denn dann erleben wir aktuell den Peak bei den Steuereinnahmen. Und dann? Wenn kein Unternehmen mehr funktioniert, dann gibt’s auch keine Arbeitsplätze, Investitionen, Steuereinnahmen, Konsum, . . . .</p>
<p>Vielleicht wären deutsche Staatsanleihen dann die Microsoft, SAP, Apple, oder Google (Alphabet) im Bond-Universum, aber was wäre mit den anderen?</p>
<p>Welches Performance-Risiko z. B. mit Bund-Anleihen verbunden ist, sieht man doch immer wieder, bei den – zugegebenermaßen derzeit nur kurz andauernden – Renditeanstiegen.</p>
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