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	Kommentare zu: Droht der &#8220;Minsky Moment&#8221;?	</title>
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	<description>Daniel Stelter ist die unabhängige Stimme zur Finanzkrise</description>
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		<title>
		Von: Dietmar Tischer		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/droht-der-minsky-moment/#comment-24543</link>

		<dc:creator><![CDATA[Dietmar Tischer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Jun 2017 12:50:04 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/droht-der-minsky-moment/#comment-24538&quot;&gt;Michael Stöcker&lt;/a&gt;.

Ich will nicht behaupten, dass NIEMAND irrational gehandelt habe.

Es ist aber kein Erklärungsansatz aus dem RÜCKBLICK, der es natürlich erlaubt klüger zu sein, zu schließen, dass irrational gehandelt worden sei bzw. sein MUSS, weil es eine Krise gegeben hat.  

Was man erklärend sagen kann, weil es richtig ist: 

Hätte man anders gehandelt, wäre dies oder das nicht geschehen, z. B. wäre es auf dem japanischen Immobilienmarkt nicht zu einer Krise gekommen. 

Der quasi-Automatismus, dass Irrationalität im Spiel sein MUSS, wenn es Krisen gibt, ist einfach falsch. Und zudem ist er unsinnig, weil er unterstellt, dass Idioten am Werke gewesen seien. Mitunter waren Betrüger am Werk, aber auch die haben nicht notwendigerweise irrational oder idiotisch gehandelt. 

Das tatsächliche Handeln muss nicht schon deshalb irrational sein, weil es zu einer Krise geführt hat. 

Es können auch nur Fehler gemacht, d. h. Irrtümer begangen worden sein, die zur Krise geführt haben.

Und auch das:

Es kann OHNE Irrtum rational gehandelt und dennoch zu einer Krise  gekommen sein.

Für eine Erklärung bei komplexen Sachverhalten muss auf das SYSTEM schauen und ERST einmal da die Ursache suchen. 

&#062;Man kann die Zinsen niedrig halten und zugleich mit einem antizyklischen Kapitalpuffer sowie höheren EK-Vorschriften gegensteuern.&#062;

Kann man und sollte man, wenn man die ERFAHRUNG gemacht hat, dass es andernfalls unter den herrschenden Bedingungen zu einer Krise kommt. 

Wenn man die Erfahrung nicht gemacht hat – und die hat man in aller Regel nicht, weil die Bedingungen immer anders sind –, dann wird man möglicherweise der Einsicht folgen, dass ein antizyklischer Kapitalpuffer die Kreditkosten erhöht und auf dieses Hemmnis im Sinne eines möglichst hohen Wachstums verzichten.

Das IST rational, auch wenn es dadurch zur Krise gekommen sein sollte. 

Zum Link: 

Wenn Fehr sagt, dass die Globalisierung, kurzsichtige Politik und ungehemmte Geldgier in die schwerste globale Finanzkrise geführt habe, widerspreche ich ihm nicht.

Ich muss ihm auch nicht widersprechen und sagen, dass rationales Verhalten damit verbunden war.

Ich muss es nicht, weil er nicht behauptet, dass die Krise mit obigem Handeln auf irrationalem Verhalten beruht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/droht-der-minsky-moment/#comment-24538">Michael Stöcker</a>.</p>
<p>Ich will nicht behaupten, dass NIEMAND irrational gehandelt habe.</p>
<p>Es ist aber kein Erklärungsansatz aus dem RÜCKBLICK, der es natürlich erlaubt klüger zu sein, zu schließen, dass irrational gehandelt worden sei bzw. sein MUSS, weil es eine Krise gegeben hat.  </p>
<p>Was man erklärend sagen kann, weil es richtig ist: </p>
<p>Hätte man anders gehandelt, wäre dies oder das nicht geschehen, z. B. wäre es auf dem japanischen Immobilienmarkt nicht zu einer Krise gekommen. </p>
<p>Der quasi-Automatismus, dass Irrationalität im Spiel sein MUSS, wenn es Krisen gibt, ist einfach falsch. Und zudem ist er unsinnig, weil er unterstellt, dass Idioten am Werke gewesen seien. Mitunter waren Betrüger am Werk, aber auch die haben nicht notwendigerweise irrational oder idiotisch gehandelt. </p>
<p>Das tatsächliche Handeln muss nicht schon deshalb irrational sein, weil es zu einer Krise geführt hat. </p>
<p>Es können auch nur Fehler gemacht, d. h. Irrtümer begangen worden sein, die zur Krise geführt haben.</p>
<p>Und auch das:</p>
<p>Es kann OHNE Irrtum rational gehandelt und dennoch zu einer Krise  gekommen sein.</p>
<p>Für eine Erklärung bei komplexen Sachverhalten muss auf das SYSTEM schauen und ERST einmal da die Ursache suchen. </p>
<p>&gt;Man kann die Zinsen niedrig halten und zugleich mit einem antizyklischen Kapitalpuffer sowie höheren EK-Vorschriften gegensteuern.&gt;</p>
<p>Kann man und sollte man, wenn man die ERFAHRUNG gemacht hat, dass es andernfalls unter den herrschenden Bedingungen zu einer Krise kommt. </p>
<p>Wenn man die Erfahrung nicht gemacht hat – und die hat man in aller Regel nicht, weil die Bedingungen immer anders sind –, dann wird man möglicherweise der Einsicht folgen, dass ein antizyklischer Kapitalpuffer die Kreditkosten erhöht und auf dieses Hemmnis im Sinne eines möglichst hohen Wachstums verzichten.</p>
<p>Das IST rational, auch wenn es dadurch zur Krise gekommen sein sollte. </p>
<p>Zum Link: </p>
<p>Wenn Fehr sagt, dass die Globalisierung, kurzsichtige Politik und ungehemmte Geldgier in die schwerste globale Finanzkrise geführt habe, widerspreche ich ihm nicht.</p>
<p>Ich muss ihm auch nicht widersprechen und sagen, dass rationales Verhalten damit verbunden war.</p>
<p>Ich muss es nicht, weil er nicht behauptet, dass die Krise mit obigem Handeln auf irrationalem Verhalten beruht.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
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		<title>
		Von: Michael Stöcker		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/droht-der-minsky-moment/#comment-24538</link>

		<dc:creator><![CDATA[Michael Stöcker]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Jun 2017 10:55:05 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/droht-der-minsky-moment/#comment-24520&quot;&gt;Dietmar Tischer&lt;/a&gt;.

„Hier ist nur rationales Verhalten im Spiel, übrigens auch bei der Notenbank, die in einer bestimmten Situation die Zinsen niedrig halten muss, und bei den Regulierern, die sich stark wachstumshemmende Restriktionen für die Kreditvergabe nicht leisten können.“

Nur? Insbesondere die japanischen Erfahrungen mit der Immobilienkrise sprechen doch eher für ein irrationales Verhalten der Notenbank (oder eben für ein fehlerhaftes Marktunfehlbarkeitsparadigma eines Alan Greenspan = Irrtum). Auch die Schweiz hatte ihre große Immobilienblase. Man kann die Zinsen niedrig halten und zugleich mit einem antizyklischen Kapitalpuffer sowie höheren EK-Vorschriften gegensteuern. Denn vielen größeren Finanzkrisen gingen kreditfinanzierte Immobilienblasen voraus. Benedikt Fehr hatte 2008 das (ir)rationale Verhalten sehr gut skizziert: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/analyse-der-weg-in-die-krise-1516156.html.

LG Michael Stöcker]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/droht-der-minsky-moment/#comment-24520">Dietmar Tischer</a>.</p>
<p>„Hier ist nur rationales Verhalten im Spiel, übrigens auch bei der Notenbank, die in einer bestimmten Situation die Zinsen niedrig halten muss, und bei den Regulierern, die sich stark wachstumshemmende Restriktionen für die Kreditvergabe nicht leisten können.“</p>
<p>Nur? Insbesondere die japanischen Erfahrungen mit der Immobilienkrise sprechen doch eher für ein irrationales Verhalten der Notenbank (oder eben für ein fehlerhaftes Marktunfehlbarkeitsparadigma eines Alan Greenspan = Irrtum). Auch die Schweiz hatte ihre große Immobilienblase. Man kann die Zinsen niedrig halten und zugleich mit einem antizyklischen Kapitalpuffer sowie höheren EK-Vorschriften gegensteuern. Denn vielen größeren Finanzkrisen gingen kreditfinanzierte Immobilienblasen voraus. Benedikt Fehr hatte 2008 das (ir)rationale Verhalten sehr gut skizziert: <a href="http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/analyse-der-weg-in-die-krise-1516156.html" rel="nofollow ugc">http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/analyse-der-weg-in-die-krise-1516156.html</a>.</p>
<p>LG Michael Stöcker</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Dietmar Tischer		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/droht-der-minsky-moment/#comment-24534</link>

		<dc:creator><![CDATA[Dietmar Tischer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Jun 2017 08:24:12 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/droht-der-minsky-moment/#comment-24529&quot;&gt;Johannes&lt;/a&gt;.

Man kann sich lange darüber unterhalten, wo Selbstgefälligkeit anfängt und wo sie aufhört und doch nicht zu einer einvernehmlichen Sichtweise zu gelangen.

Ich sehe es so und meine, dass dies für viele unvorhergesehene Zustände auch in anderen Bereichen gilt, die wir Krise nennen:

Institutionen verfügen über Instrumente, die sie im Rahmen ihrer Befugnisse einsetzen, um Ziele zu erreichen. 

Wenn sie dies tun, ist es prinzipiell rationales Verhalten auch dann, wenn sie sich irren hinsichtlich der Wirkmechanismen, der Instrumente und vielleicht auch der Ziele. 

Irren ist jedenfalls nicht irrational.

Es kann nun sein, dass sie mit ihren Maßnahmen im komplexen Gesamtsystem etwas bewirken, dass sie nicht erkennen konnten,  und das – weil andere wiederum rational reagiert haben – eine Krise verursacht.

Ich sehe so die Sub-Prime-Krise in USA:

Die Notenbanken haben eine lockere Geldpolitik betrieben, die rational begründbar war, weil es keine Inflationsrisiken gab (Globalisierungsdruck auf die Löhne in USA) und die wissenschaftlichen Erkenntnissen nach förderlich für gewünschtes Wachstum ist. Gleichermaßen die Deregulierung im Finanzwesen und das Verhalten der Banken (bis zu einem gewissen Grad jedenfalls).

Niemand hat m. A. n. vorhersehen können, dass die Leute in diesem Ausmaß wie verrückt Immobilien kaufen würden, was letztlich zur Krise geführt hat.

Was ich sagen will:

Rationales Handeln selbst ALLER im System kann nicht verhindern, dass das System u. U. entgleist. 

Das gehört sozusagen der Charakter des Kapitalismus müsste m. A. n. die Ausgangsbasis jeder Erklärung sein.

Auf dieser Basis kann man und muss man immer noch zu klären versuchen, ob nicht INDIVIDUELLES Handeln, das FALSCH war im Rahmen der Möglichkeiten, zur Krise geführt hat. 

Bei diesem Vorgehen ist man nicht sofort bei SCHULDIGEN, die es natürlich geben kann.

Man befasst sich zuerst einmal mit den SCHWÄCHEN des Systems.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/droht-der-minsky-moment/#comment-24529">Johannes</a>.</p>
<p>Man kann sich lange darüber unterhalten, wo Selbstgefälligkeit anfängt und wo sie aufhört und doch nicht zu einer einvernehmlichen Sichtweise zu gelangen.</p>
<p>Ich sehe es so und meine, dass dies für viele unvorhergesehene Zustände auch in anderen Bereichen gilt, die wir Krise nennen:</p>
<p>Institutionen verfügen über Instrumente, die sie im Rahmen ihrer Befugnisse einsetzen, um Ziele zu erreichen. </p>
<p>Wenn sie dies tun, ist es prinzipiell rationales Verhalten auch dann, wenn sie sich irren hinsichtlich der Wirkmechanismen, der Instrumente und vielleicht auch der Ziele. </p>
<p>Irren ist jedenfalls nicht irrational.</p>
<p>Es kann nun sein, dass sie mit ihren Maßnahmen im komplexen Gesamtsystem etwas bewirken, dass sie nicht erkennen konnten,  und das – weil andere wiederum rational reagiert haben – eine Krise verursacht.</p>
<p>Ich sehe so die Sub-Prime-Krise in USA:</p>
<p>Die Notenbanken haben eine lockere Geldpolitik betrieben, die rational begründbar war, weil es keine Inflationsrisiken gab (Globalisierungsdruck auf die Löhne in USA) und die wissenschaftlichen Erkenntnissen nach förderlich für gewünschtes Wachstum ist. Gleichermaßen die Deregulierung im Finanzwesen und das Verhalten der Banken (bis zu einem gewissen Grad jedenfalls).</p>
<p>Niemand hat m. A. n. vorhersehen können, dass die Leute in diesem Ausmaß wie verrückt Immobilien kaufen würden, was letztlich zur Krise geführt hat.</p>
<p>Was ich sagen will:</p>
<p>Rationales Handeln selbst ALLER im System kann nicht verhindern, dass das System u. U. entgleist. </p>
<p>Das gehört sozusagen der Charakter des Kapitalismus müsste m. A. n. die Ausgangsbasis jeder Erklärung sein.</p>
<p>Auf dieser Basis kann man und muss man immer noch zu klären versuchen, ob nicht INDIVIDUELLES Handeln, das FALSCH war im Rahmen der Möglichkeiten, zur Krise geführt hat. </p>
<p>Bei diesem Vorgehen ist man nicht sofort bei SCHULDIGEN, die es natürlich geben kann.</p>
<p>Man befasst sich zuerst einmal mit den SCHWÄCHEN des Systems.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Michael Stöcker		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/droht-der-minsky-moment/#comment-24532</link>

		<dc:creator><![CDATA[Michael Stöcker]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Jun 2017 07:42:09 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/droht-der-minsky-moment/#comment-24525&quot;&gt;Wolfgang Selig&lt;/a&gt;.

Danke für Ihre offenen und konstruktiven Worte, Herr Selig. Sie haben mit Ihrer Kritik völlig recht. Ich hatte mich gestern schon selber über meine Formulierung geärgert.

Statt 10 Ave Maria ein Link zu einem ganz ausgezeichneten älteren Beitrag von Braunberger, der ganz gut zum heutigen Symposium der Bundesbank passt: http://blogs.faz.net/fazit/2013/01/04/geldpolitik-regeln-sind-wichtiger-als-unabhaengigkeit-869/. 

LG Michael Stöcker]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/droht-der-minsky-moment/#comment-24525">Wolfgang Selig</a>.</p>
<p>Danke für Ihre offenen und konstruktiven Worte, Herr Selig. Sie haben mit Ihrer Kritik völlig recht. Ich hatte mich gestern schon selber über meine Formulierung geärgert.</p>
<p>Statt 10 Ave Maria ein Link zu einem ganz ausgezeichneten älteren Beitrag von Braunberger, der ganz gut zum heutigen Symposium der Bundesbank passt: <a href="http://blogs.faz.net/fazit/2013/01/04/geldpolitik-regeln-sind-wichtiger-als-unabhaengigkeit-869/" rel="nofollow ugc">http://blogs.faz.net/fazit/2013/01/04/geldpolitik-regeln-sind-wichtiger-als-unabhaengigkeit-869/</a>. </p>
<p>LG Michael Stöcker</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Johannes		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/droht-der-minsky-moment/#comment-24529</link>

		<dc:creator><![CDATA[Johannes]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Jun 2017 05:00:32 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/droht-der-minsky-moment/#comment-24520&quot;&gt;Dietmar Tischer&lt;/a&gt;.

&quot;Minsky ist der Auffassung, dass der Kapitalismus als SYSTEM den Krisenmechanismus in sich trägt und nicht Penner die Krise auslösen.&quot;

Den Bezug auf die Rolle der Selbstgefälligkeit verstehe ich so, dass das an sich rationale Verhalten der handelnden Akteure (Zentralbanken und Regulierungsbehörden) &quot;übersteuert&quot; wird, durch ein rational nicht begründetes Vertrauen in die &quot;Vollmacht&quot; des eigenen Handelns (schließlich haben diese Akteure - zumindest aus ihrer Perspektive - die 2007er Krise &quot;gelöst&quot; und sorgen gerade für einen moderaten &quot;Aufschwung&quot;). Die von Selbstgefälligkeit gesättigten Akteure können sich schlicht nicht vorstellen, dass ihr Handel nicht die von ihnen gewünschten Effekte aufweist. So gesehen könnte die Selbstgefälligkeit zu dem letzten kleinen Dominostein werden, der ursächlich für die nächste Krise wird.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/droht-der-minsky-moment/#comment-24520">Dietmar Tischer</a>.</p>
<p>&#8220;Minsky ist der Auffassung, dass der Kapitalismus als SYSTEM den Krisenmechanismus in sich trägt und nicht Penner die Krise auslösen.&#8221;</p>
<p>Den Bezug auf die Rolle der Selbstgefälligkeit verstehe ich so, dass das an sich rationale Verhalten der handelnden Akteure (Zentralbanken und Regulierungsbehörden) &#8220;übersteuert&#8221; wird, durch ein rational nicht begründetes Vertrauen in die &#8220;Vollmacht&#8221; des eigenen Handelns (schließlich haben diese Akteure &#8211; zumindest aus ihrer Perspektive &#8211; die 2007er Krise &#8220;gelöst&#8221; und sorgen gerade für einen moderaten &#8220;Aufschwung&#8221;). Die von Selbstgefälligkeit gesättigten Akteure können sich schlicht nicht vorstellen, dass ihr Handel nicht die von ihnen gewünschten Effekte aufweist. So gesehen könnte die Selbstgefälligkeit zu dem letzten kleinen Dominostein werden, der ursächlich für die nächste Krise wird.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Johannes		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/droht-der-minsky-moment/#comment-24528</link>

		<dc:creator><![CDATA[Johannes]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Jun 2017 04:44:39 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/droht-der-minsky-moment/#comment-24525&quot;&gt;Wolfgang Selig&lt;/a&gt;.

Schließe mich der Mahnung von Herrn Selig an. Ich mag diesen Blog und die Umgangsformen sehr. Darum bitte ich nachdrücklich darum, herabsetzende Begrifflichkeiten zu meiden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/droht-der-minsky-moment/#comment-24525">Wolfgang Selig</a>.</p>
<p>Schließe mich der Mahnung von Herrn Selig an. Ich mag diesen Blog und die Umgangsformen sehr. Darum bitte ich nachdrücklich darum, herabsetzende Begrifflichkeiten zu meiden.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Wolfgang Selig		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/droht-der-minsky-moment/#comment-24525</link>

		<dc:creator><![CDATA[Wolfgang Selig]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Jun 2017 19:42:10 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/droht-der-minsky-moment/#comment-24519&quot;&gt;Michael Stöcker&lt;/a&gt;.

Sehr geehrter Herr Stöcker,
es wäre gut, wenn Sie beleidigende Ausdrücke wie &quot;Bilanztrottel&quot; künftig vermeiden könnten. Dieser Blog von Herrn Dr. Stelter setzt sich seit Langem wohltuend von anderen ab, auch was die Umgangsformen betrifft. Sie sind fachlich m.E. versiert genug, um nicht auf solche Begriffe zurückgreifen zu müssen. Zumindest ist das meine Meinung. Sonst werden wir hier auch irgendwann prüfende und ggf. frei schaltende Moderatoren benötigen. Wäre doch schade, oder?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/droht-der-minsky-moment/#comment-24519">Michael Stöcker</a>.</p>
<p>Sehr geehrter Herr Stöcker,<br />
es wäre gut, wenn Sie beleidigende Ausdrücke wie &#8220;Bilanztrottel&#8221; künftig vermeiden könnten. Dieser Blog von Herrn Dr. Stelter setzt sich seit Langem wohltuend von anderen ab, auch was die Umgangsformen betrifft. Sie sind fachlich m.E. versiert genug, um nicht auf solche Begriffe zurückgreifen zu müssen. Zumindest ist das meine Meinung. Sonst werden wir hier auch irgendwann prüfende und ggf. frei schaltende Moderatoren benötigen. Wäre doch schade, oder?</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Dietmar Tischer		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/droht-der-minsky-moment/#comment-24520</link>

		<dc:creator><![CDATA[Dietmar Tischer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Jun 2017 17:16:29 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&#062;„For a Minsky-style financial meltdown to take place there would have to be complacency on the part of central banks and regulators as well as market practitioners.&#062;

Dieser Satz ist meiner Ansicht nach falsch. 

SELBSTGEFÄLLIGKEIT bei den Zentralbanken, Regulatoren und Marktteilnehmern ist nicht der AUSLÖSER für die Kernschmelze des Finanzsystems nach der Auffassung von Minsky.

Selbstgefälligkeit ist auch nicht die Bedingung dafür, dass es überhaupt zu einer Kernschmelze kommen kann.  

Selbstgefälligkeit als sozusagen nachlässige Verhaltensweise ist als Erklärung völlig fehl am Platze hier.

Der Auslöser erfolgt, wenn RATIONAL begründete Erwartungen in einer BESONDEREN Situation NICHT eintreten, etwa so: 

Jemand hat in der Erwartung, dass Assets wie zurückliegend weiter im Wert steigen, einen Kredit aufgenommen, den ihm eine Bank mit Blick auf ihre Renditemaximierung gewährt hat. Das ist rationales Verhalten beider Parteien. Wenn, bei einer Immobilie z. B., der Kredit wegen Mietausfalls oder Zinserhöhungen nicht mehr bedient werden kann, wartet der Immobilienbesitzer auf eine weitere Wertsteigerung, wie sie in der Vergangenheit stattgefunden hat. Auch das ist rationales Verhalten. Tritt sie nicht ein, wird er evtl. verkaufen müssen (auf Druck der Bank), was rational ist aus deren Sicht. Damit kommen die Immobilienpreise unter Druck und lösen eine Verkaufswelle aus, die – falls sie das gesamte Finanzsystem erfasst – zu dessen Kernschmelze führt.

Kurzum: 

Hier ist nur rationales Verhalten im Spiel, übrigens auch bei der Notenbank, die in einer bestimmten Situation die Zinsen niedrig halten muss, und bei den Regulierern, die sich stark wachstumshemmende Restriktionen für die Kreditvergabe nicht leisten können. 

Minsky ist der Auffassung, dass der Kapitalismus als SYSTEM den Krisenmechanismus in sich trägt und nicht Penner die Krise auslösen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&gt;„For a Minsky-style financial meltdown to take place there would have to be complacency on the part of central banks and regulators as well as market practitioners.&gt;</p>
<p>Dieser Satz ist meiner Ansicht nach falsch. </p>
<p>SELBSTGEFÄLLIGKEIT bei den Zentralbanken, Regulatoren und Marktteilnehmern ist nicht der AUSLÖSER für die Kernschmelze des Finanzsystems nach der Auffassung von Minsky.</p>
<p>Selbstgefälligkeit ist auch nicht die Bedingung dafür, dass es überhaupt zu einer Kernschmelze kommen kann.  </p>
<p>Selbstgefälligkeit als sozusagen nachlässige Verhaltensweise ist als Erklärung völlig fehl am Platze hier.</p>
<p>Der Auslöser erfolgt, wenn RATIONAL begründete Erwartungen in einer BESONDEREN Situation NICHT eintreten, etwa so: </p>
<p>Jemand hat in der Erwartung, dass Assets wie zurückliegend weiter im Wert steigen, einen Kredit aufgenommen, den ihm eine Bank mit Blick auf ihre Renditemaximierung gewährt hat. Das ist rationales Verhalten beider Parteien. Wenn, bei einer Immobilie z. B., der Kredit wegen Mietausfalls oder Zinserhöhungen nicht mehr bedient werden kann, wartet der Immobilienbesitzer auf eine weitere Wertsteigerung, wie sie in der Vergangenheit stattgefunden hat. Auch das ist rationales Verhalten. Tritt sie nicht ein, wird er evtl. verkaufen müssen (auf Druck der Bank), was rational ist aus deren Sicht. Damit kommen die Immobilienpreise unter Druck und lösen eine Verkaufswelle aus, die – falls sie das gesamte Finanzsystem erfasst – zu dessen Kernschmelze führt.</p>
<p>Kurzum: </p>
<p>Hier ist nur rationales Verhalten im Spiel, übrigens auch bei der Notenbank, die in einer bestimmten Situation die Zinsen niedrig halten muss, und bei den Regulierern, die sich stark wachstumshemmende Restriktionen für die Kreditvergabe nicht leisten können. </p>
<p>Minsky ist der Auffassung, dass der Kapitalismus als SYSTEM den Krisenmechanismus in sich trägt und nicht Penner die Krise auslösen.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Michael Stöcker		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/droht-der-minsky-moment/#comment-24519</link>

		<dc:creator><![CDATA[Michael Stöcker]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Jun 2017 16:31:15 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Und hier noch für alle Bilanztrottel ein aktueller Beitrag von Braunberger zur angeblichen Notwendigkeit der Rekapitalisierung einer Zentralbank mit negativem Eigenkapital: http://blogs.faz.net/fazit/2017/06/13/als-die-bundesbank-einmal-pleite-war-8833/.

LG Michael Stöcker]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Und hier noch für alle Bilanztrottel ein aktueller Beitrag von Braunberger zur angeblichen Notwendigkeit der Rekapitalisierung einer Zentralbank mit negativem Eigenkapital: <a href="http://blogs.faz.net/fazit/2017/06/13/als-die-bundesbank-einmal-pleite-war-8833/" rel="nofollow ugc">http://blogs.faz.net/fazit/2017/06/13/als-die-bundesbank-einmal-pleite-war-8833/</a>.</p>
<p>LG Michael Stöcker</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
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		Von: Michael Stöcker		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/droht-der-minsky-moment/#comment-24517</link>

		<dc:creator><![CDATA[Michael Stöcker]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Jun 2017 14:18:16 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Wer morgen Zeit haben sollte: Es findet ein hochkarätiges Symposium statt, das live übertragen wird. Mit dabei: Axel Weber, Barry Eichengreen, Stephen Cecchetti, Jaime Caruana, Ottmar Issing… http://www.bundesbank.de/Redaktion/EN/Termine/Research_centre/2017/2017_06_14_frankfurt.html?startpageId=Startseite-DE&#038;startpageAreaId=Teaserbereich&#038;startpageLinkName=2017_06_14_frankfurt+391846

LG Michael Stöcker]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer morgen Zeit haben sollte: Es findet ein hochkarätiges Symposium statt, das live übertragen wird. Mit dabei: Axel Weber, Barry Eichengreen, Stephen Cecchetti, Jaime Caruana, Ottmar Issing… <a href="http://www.bundesbank.de/Redaktion/EN/Termine/Research_centre/2017/2017_06_14_frankfurt.html?startpageId=Startseite-DE&#038;startpageAreaId=Teaserbereich&#038;startpageLinkName=2017_06_14_frankfurt+391846" rel="nofollow ugc">http://www.bundesbank.de/Redaktion/EN/Termine/Research_centre/2017/2017_06_14_frankfurt.html?startpageId=Startseite-DE&#038;startpageAreaId=Teaserbereich&#038;startpageLinkName=2017_06_14_frankfurt+391846</a></p>
<p>LG Michael Stöcker</p>
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		Von: Michael Stöcker		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/droht-der-minsky-moment/#comment-24516</link>

		<dc:creator><![CDATA[Michael Stöcker]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Jun 2017 14:16:43 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Mehr zu Minsky &#038; Co. gibt es von Studenten des Levy Institute. Das hier ist ein ganz guter Ausgangspunkt: https://theminskys.org/using-minsky-better-understand-economic-development-part-1/. 

LG Michael Stöcker]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mehr zu Minsky &amp; Co. gibt es von Studenten des Levy Institute. Das hier ist ein ganz guter Ausgangspunkt: <a href="https://theminskys.org/using-minsky-better-understand-economic-development-part-1/" rel="nofollow ugc">https://theminskys.org/using-minsky-better-understand-economic-development-part-1/</a>. </p>
<p>LG Michael Stöcker</p>
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