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	Kommentare zu: &#8220;Die Welt nach dem Brexit&#8221;	</title>
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	<description>Daniel Stelter ist die unabhängige Stimme zur Finanzkrise</description>
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		<title>
		Von: Dietmar Tischer		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/die-welt-nach-dem-brexit/#comment-18834</link>

		<dc:creator><![CDATA[Dietmar Tischer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Jul 2016 22:39:56 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/die-welt-nach-dem-brexit/#comment-18831&quot;&gt;Michael Stöcker&lt;/a&gt;.

Brad DeLong ist ohne Zweifel ein kluger Kopf, aber nicht immer so gut wie er denkt.

Beispiele aus dem von Ihnen verlinkten Text:

Er zitiert aus „Der Mythos des Sisyphos“ von A. Camus die letzten Sätze – natürlich in Französisch, drunter kann es einer seiner Klasse nicht machen.

Er fragt dann:

&#062;But would people who ought to know better please stop adding weights to the stone that we are trying to roll uphill?&#062;

Aber, aber Brad, was soll die Frage?

Wir wissen doch wie von Dir zitiert dem letzten Satz des Essays entsprechend, dass man sich Sisyphos als GLÜCKLICHEN Menschen vorstellen muss. 

Da fügen wir dem Stein doch gern einige Gewichte hinzu – für ein beschwerlicheres und damit gesteigertes Glücklichsein. 

(Das Essay von Camus ist eine der kreativsten, aber auch ungeheuerlichsten Verblendungen des 20. Jahrhunderts – und diese auch noch geadelt als Philosophie)

Brad DeLong:

&#062;We say: do helicopter money, which does not run up the debt.They then say: but even a half booming economy will take the pressure off of governments and bureaucrats to undertake urgent and important structural reforms. We ask: what evidence can you point to to support any claim that useful structural reform is easier in a low-pressure than in a high-pressure economy.
And we are met with silence.&#062;

Mit Sprachlosigkeit ist da nix. 

Denn:

Falsche Frage, Brad. 

In einer boomenden Ökonomie – egal, ob sie nur ein wenig oder sehr boomt – braucht es KEINE Strukturreformen. 

Die Kritik an Helikoptergeld ist daher eine andere als die von Dir unterstellte.

Wie hier schon viele Male gesagt und auch von kundigen Anhängern des Helikoptergeldes, z. B.  A. Turner ausgesprochen: 

Es besteht ein Inflationsrisiko bei Helikoptergeld, weil es für Helikoptergeld KEINEN Begrenzungsmechanismus gibt, beispielsweise Insolvenz – hier der Zentralbank.

Deshalb, Brad solltest Du so argumentieren:

Wenn ich die Wahl habe zwischen deflationärer und inflationärer Tendenz, dann entscheide ich mich für die inflationäre. 

Das ist zwar eine ehrliche, aber für Dich keine befriedigende Antwort.

Denn einer wie Du, der in der ersten Liga spielt, weiß selbstverständlich, was geschehen MUSS.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/die-welt-nach-dem-brexit/#comment-18831">Michael Stöcker</a>.</p>
<p>Brad DeLong ist ohne Zweifel ein kluger Kopf, aber nicht immer so gut wie er denkt.</p>
<p>Beispiele aus dem von Ihnen verlinkten Text:</p>
<p>Er zitiert aus „Der Mythos des Sisyphos“ von A. Camus die letzten Sätze – natürlich in Französisch, drunter kann es einer seiner Klasse nicht machen.</p>
<p>Er fragt dann:</p>
<p>&gt;But would people who ought to know better please stop adding weights to the stone that we are trying to roll uphill?&gt;</p>
<p>Aber, aber Brad, was soll die Frage?</p>
<p>Wir wissen doch wie von Dir zitiert dem letzten Satz des Essays entsprechend, dass man sich Sisyphos als GLÜCKLICHEN Menschen vorstellen muss. </p>
<p>Da fügen wir dem Stein doch gern einige Gewichte hinzu – für ein beschwerlicheres und damit gesteigertes Glücklichsein. </p>
<p>(Das Essay von Camus ist eine der kreativsten, aber auch ungeheuerlichsten Verblendungen des 20. Jahrhunderts – und diese auch noch geadelt als Philosophie)</p>
<p>Brad DeLong:</p>
<p>&gt;We say: do helicopter money, which does not run up the debt.They then say: but even a half booming economy will take the pressure off of governments and bureaucrats to undertake urgent and important structural reforms. We ask: what evidence can you point to to support any claim that useful structural reform is easier in a low-pressure than in a high-pressure economy.<br />
And we are met with silence.&gt;</p>
<p>Mit Sprachlosigkeit ist da nix. </p>
<p>Denn:</p>
<p>Falsche Frage, Brad. </p>
<p>In einer boomenden Ökonomie – egal, ob sie nur ein wenig oder sehr boomt – braucht es KEINE Strukturreformen. </p>
<p>Die Kritik an Helikoptergeld ist daher eine andere als die von Dir unterstellte.</p>
<p>Wie hier schon viele Male gesagt und auch von kundigen Anhängern des Helikoptergeldes, z. B.  A. Turner ausgesprochen: </p>
<p>Es besteht ein Inflationsrisiko bei Helikoptergeld, weil es für Helikoptergeld KEINEN Begrenzungsmechanismus gibt, beispielsweise Insolvenz – hier der Zentralbank.</p>
<p>Deshalb, Brad solltest Du so argumentieren:</p>
<p>Wenn ich die Wahl habe zwischen deflationärer und inflationärer Tendenz, dann entscheide ich mich für die inflationäre. </p>
<p>Das ist zwar eine ehrliche, aber für Dich keine befriedigende Antwort.</p>
<p>Denn einer wie Du, der in der ersten Liga spielt, weiß selbstverständlich, was geschehen MUSS.</p>
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		<title>
		Von: Dietmar Tischer		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/die-welt-nach-dem-brexit/#comment-18833</link>

		<dc:creator><![CDATA[Dietmar Tischer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Jul 2016 21:44:21 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&#062;„Die EU (…) muss die institutionelle Architektur überarbeiten und auf eine tragfähige Basis stellen, die den wirtschaftlich, politisch und kulturell unterschiedlichen Mitgliedstaaten gerecht wird.&#062;

Das stimmt, wenn sie Bestand haben will, wobei nicht sicher ist, dass sie Bestand haben wird, wenn  sie so umgebaut wird. 

Die EU kann trotz entsprechender institutionell überarbeiteter Architektur scheitern.

&#062;Das ist einfacher gesagt als getan, denn besonders über die vergangenen zwanzig Jahre wurde die EU zur Fehlkonstruktion umgebaut, mit dem Ziel eines zentralisierten Superstaats Europa.“&#062;

Das stimmt nicht, es wurde nichts umgebaut. 

Die EU war von ANFANG an  als  Projekt konzipiert, das  in einem europäischen Bundesstaat (Superstaat) enden sollte.  Diesem Ziel kam man INSTITUTIONELL nicht näher wie sich anhand der Währungsunion, die als SCHRITT zum Bundesstaat verstanden werden kann,  zeigt.  Das Einheitsprojekt kann NUR mit nationalem Souveränitätsverzicht realisiert werden.  Dies ist in den Nationalstaaten nicht durchzusetzen – wir, die Bürger Europas, verstehen uns als Nationalstaatsbürger und eben nicht als Unionsbürger.  Deshalb geht die institutionelle Vertiefung nicht weiter. 

Die USA dagegen :

Die Einwanderer hatten mit der Überfahrt über den Atlantik IHRE Nationalbürgerschaft ein für alle Mal hinter sich gelassen und landeten in einem NEUEN Nationalstaat bzw. erweiterten ihn mit „go west“.  „

&#062;(…) mit einer Währungsunion, welche die Zentralisierung zwangsläufig vorantreibt, da Volkswirtschaften mit völlig unterschiedlicher Struktur und Wettbewerbsfähigkeit in diesen Verbund gezwängt werden, kann diese Zentralisierung gar nicht aufgegeben werden.“&#062;

Die Währungsunion treibt die Zentralisierung NICHT zwangsläufig voran, müsste sie aber zwangsläufig vorantreiben ODER sie durch Transfers erhalten. 

Weil weder das eine noch das andere geschieht, wird sie scheitern.  

Damit wird auch die EU scheitern, deren Kern die Währungsunion ist. 

Richtig muss es heißen:

Die Währungsunion  kann – gewollt – nicht aufgegeben werden, weil dies zumindest kurz- bis mittelfristig zu einem wirtschaftlichen Desaster führen würde. Gäbe man sie auf, würde die EU mitfallen, weil das wirtschaftliche Desaster zu einem Rette-sich-wer- kann führen, d. h. die EU sich ihrem heutigen Finanzierungsmodell nach aus nationaler Sicht als HINDERLICH und damit NUTZLOS erweisen würde.  

So übrigens auch im Fall der Kriegsflüchtlinge:

Die EU mit Merkel an der Spitze ist nicht die Lösung, sondern das Problem. Daher bauten die Ost- und Südosteuropäer unter der Devise  „Rette-sich-wer- kann“ Zäune.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&gt;„Die EU (…) muss die institutionelle Architektur überarbeiten und auf eine tragfähige Basis stellen, die den wirtschaftlich, politisch und kulturell unterschiedlichen Mitgliedstaaten gerecht wird.&gt;</p>
<p>Das stimmt, wenn sie Bestand haben will, wobei nicht sicher ist, dass sie Bestand haben wird, wenn  sie so umgebaut wird. </p>
<p>Die EU kann trotz entsprechender institutionell überarbeiteter Architektur scheitern.</p>
<p>&gt;Das ist einfacher gesagt als getan, denn besonders über die vergangenen zwanzig Jahre wurde die EU zur Fehlkonstruktion umgebaut, mit dem Ziel eines zentralisierten Superstaats Europa.“&gt;</p>
<p>Das stimmt nicht, es wurde nichts umgebaut. </p>
<p>Die EU war von ANFANG an  als  Projekt konzipiert, das  in einem europäischen Bundesstaat (Superstaat) enden sollte.  Diesem Ziel kam man INSTITUTIONELL nicht näher wie sich anhand der Währungsunion, die als SCHRITT zum Bundesstaat verstanden werden kann,  zeigt.  Das Einheitsprojekt kann NUR mit nationalem Souveränitätsverzicht realisiert werden.  Dies ist in den Nationalstaaten nicht durchzusetzen – wir, die Bürger Europas, verstehen uns als Nationalstaatsbürger und eben nicht als Unionsbürger.  Deshalb geht die institutionelle Vertiefung nicht weiter. </p>
<p>Die USA dagegen :</p>
<p>Die Einwanderer hatten mit der Überfahrt über den Atlantik IHRE Nationalbürgerschaft ein für alle Mal hinter sich gelassen und landeten in einem NEUEN Nationalstaat bzw. erweiterten ihn mit „go west“.  „</p>
<p>&gt;(…) mit einer Währungsunion, welche die Zentralisierung zwangsläufig vorantreibt, da Volkswirtschaften mit völlig unterschiedlicher Struktur und Wettbewerbsfähigkeit in diesen Verbund gezwängt werden, kann diese Zentralisierung gar nicht aufgegeben werden.“&gt;</p>
<p>Die Währungsunion treibt die Zentralisierung NICHT zwangsläufig voran, müsste sie aber zwangsläufig vorantreiben ODER sie durch Transfers erhalten. </p>
<p>Weil weder das eine noch das andere geschieht, wird sie scheitern.  </p>
<p>Damit wird auch die EU scheitern, deren Kern die Währungsunion ist. </p>
<p>Richtig muss es heißen:</p>
<p>Die Währungsunion  kann – gewollt – nicht aufgegeben werden, weil dies zumindest kurz- bis mittelfristig zu einem wirtschaftlichen Desaster führen würde. Gäbe man sie auf, würde die EU mitfallen, weil das wirtschaftliche Desaster zu einem Rette-sich-wer- kann führen, d. h. die EU sich ihrem heutigen Finanzierungsmodell nach aus nationaler Sicht als HINDERLICH und damit NUTZLOS erweisen würde.  </p>
<p>So übrigens auch im Fall der Kriegsflüchtlinge:</p>
<p>Die EU mit Merkel an der Spitze ist nicht die Lösung, sondern das Problem. Daher bauten die Ost- und Südosteuropäer unter der Devise  „Rette-sich-wer- kann“ Zäune.</p>
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		Von: Michael Stöcker		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/die-welt-nach-dem-brexit/#comment-18831</link>

		<dc:creator><![CDATA[Michael Stöcker]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Jul 2016 14:54:16 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ohne QE4P und/oder expansive Fiskalpolitik wird es für alle ungemütlich: http://www.bradford-delong.com/2016/07/the-need-for-expansionary-fiscal-policy.html

LG Michael Stöcker]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ohne QE4P und/oder expansive Fiskalpolitik wird es für alle ungemütlich: <a href="http://www.bradford-delong.com/2016/07/the-need-for-expansionary-fiscal-policy.html" rel="nofollow ugc">http://www.bradford-delong.com/2016/07/the-need-for-expansionary-fiscal-policy.html</a></p>
<p>LG Michael Stöcker</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Andreas Müller		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/die-welt-nach-dem-brexit/#comment-18829</link>

		<dc:creator><![CDATA[Andreas Müller]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Jul 2016 13:42:50 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ein weniger wirtschaftlich als politisch orientiertes hochklassiges Interview zum Thema &quot;Brexit, was nun&quot; findet man hier:
https://hintermbusch.wordpress.com/2016/07/09/brexit-den-englandern-folgen/
Der Interviewte plädiert klar dafür, dass Frankreich die EU verlassen sollte. Ein Euro-Gegner war er schon vor mehr als 20 Jahren:
https://hintermbusch.wordpress.com/2016/02/10/erfindung-europas-vorwort-zur-2-auflage/
Eine subsidiäre EU ohne Euro wäre die beste Variante für alle, und diese hätten auch die Engländer nicht verlassen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein weniger wirtschaftlich als politisch orientiertes hochklassiges Interview zum Thema &#8220;Brexit, was nun&#8221; findet man hier:<br />
<a href="https://hintermbusch.wordpress.com/2016/07/09/brexit-den-englandern-folgen/" rel="nofollow ugc">https://hintermbusch.wordpress.com/2016/07/09/brexit-den-englandern-folgen/</a><br />
Der Interviewte plädiert klar dafür, dass Frankreich die EU verlassen sollte. Ein Euro-Gegner war er schon vor mehr als 20 Jahren:<br />
<a href="https://hintermbusch.wordpress.com/2016/02/10/erfindung-europas-vorwort-zur-2-auflage/" rel="nofollow ugc">https://hintermbusch.wordpress.com/2016/02/10/erfindung-europas-vorwort-zur-2-auflage/</a><br />
Eine subsidiäre EU ohne Euro wäre die beste Variante für alle, und diese hätten auch die Engländer nicht verlassen.</p>
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