<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	
	>
<channel>
	<title>
	Kommentare zu: Die Pleite lässt sich mit billigem Geld nicht verhindern, nur verschieben	</title>
	<atom:link href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/die-pleite-laesst-sich-mit-billigem-geld-nicht-verhindern-nur-verschieben/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/die-pleite-laesst-sich-mit-billigem-geld-nicht-verhindern-nur-verschieben/</link>
	<description>Daniel Stelter ist die unabhängige Stimme zur Finanzkrise</description>
	<lastBuildDate>Wed, 26 Apr 2017 15:26:15 +0000</lastBuildDate>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=5.9.16</generator>
	<item>
		<title>
		Von: Michael Stöcker		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/die-pleite-laesst-sich-mit-billigem-geld-nicht-verhindern-nur-verschieben/#comment-23646</link>

		<dc:creator><![CDATA[Michael Stöcker]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Apr 2017 15:26:15 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterslektuere&#038;p=7357#comment-23646</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/die-pleite-laesst-sich-mit-billigem-geld-nicht-verhindern-nur-verschieben/#comment-23628&quot;&gt;Dietmar Tischer&lt;/a&gt;.

„Nicht hinreichende Nachfrage darf es auf keinen Fall geben, sondern sie muss um jeden Preis mit allen Mitteln verhindert werden.“

Nein, nicht um jeden Preis und auch nur dann, wenn weder Vollbeschäftigung noch ein persistentes Leistungsbilanzdefizit vorhanden ist. 

„Es kann Situationen geben, da stimme ich diesem Credo zu. Aber das sind Ausnahmesituationen, in der Regel externe Schocks, auf die man nicht vorbereitet sein konnte, weil sie nicht vorstellbar waren.“

Ich stimme Ihnen hier grundsätzlich zu. Im Falle GR scheint es mir aber so zu sein, dass als verspätete Überreaktion auf die jahrelangen schleichenden Fehlentwicklungen diese Schocktherapie (massive simultane Bilanzbereinigung im öffentlichen und privaten Sektor) das ökonomische und gesellschaftliche Desaster überhaupt erst in diesem Ausmaß herbeigeführt hat. Es ist im aristotelischen Sinne eine Reinigung von den Leidenschaften mittels der Intensivierung der Leiden (Katharsis als genitivus objectivus); eine ganz spezielle Form sadistischer Askese-Ökonomie aus dem Hause Schuknecht. Der Name scheint hier Programm zu sein. Ein längerfristiges Entzugsprogramm mit Methadon wäre für uns alle besser gewesen.

„Habe ich etwas übersehen?“

Aber ja. Eine Fixierung auf die Nachfrage gab es in den 70ern. Seit den 80ern kam es zu einer Gegenreaktion mit einer Fixierung auf das Angebot (Reaganomics/Thatcherismus/Geistig-moralische Wende/Neoliberalismus). Die überbordenden Staatsschulden sind insbesondere eine Folger der in diesem Kontext vollzogenen Steuersenkungen für die 1 %. Statt Trickle-down wirkte aber weiterhin Trickle-up; auch bekannt als Matthäus-Effekt.

LG Michael Stöcker]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/die-pleite-laesst-sich-mit-billigem-geld-nicht-verhindern-nur-verschieben/#comment-23628">Dietmar Tischer</a>.</p>
<p>„Nicht hinreichende Nachfrage darf es auf keinen Fall geben, sondern sie muss um jeden Preis mit allen Mitteln verhindert werden.“</p>
<p>Nein, nicht um jeden Preis und auch nur dann, wenn weder Vollbeschäftigung noch ein persistentes Leistungsbilanzdefizit vorhanden ist. </p>
<p>„Es kann Situationen geben, da stimme ich diesem Credo zu. Aber das sind Ausnahmesituationen, in der Regel externe Schocks, auf die man nicht vorbereitet sein konnte, weil sie nicht vorstellbar waren.“</p>
<p>Ich stimme Ihnen hier grundsätzlich zu. Im Falle GR scheint es mir aber so zu sein, dass als verspätete Überreaktion auf die jahrelangen schleichenden Fehlentwicklungen diese Schocktherapie (massive simultane Bilanzbereinigung im öffentlichen und privaten Sektor) das ökonomische und gesellschaftliche Desaster überhaupt erst in diesem Ausmaß herbeigeführt hat. Es ist im aristotelischen Sinne eine Reinigung von den Leidenschaften mittels der Intensivierung der Leiden (Katharsis als genitivus objectivus); eine ganz spezielle Form sadistischer Askese-Ökonomie aus dem Hause Schuknecht. Der Name scheint hier Programm zu sein. Ein längerfristiges Entzugsprogramm mit Methadon wäre für uns alle besser gewesen.</p>
<p>„Habe ich etwas übersehen?“</p>
<p>Aber ja. Eine Fixierung auf die Nachfrage gab es in den 70ern. Seit den 80ern kam es zu einer Gegenreaktion mit einer Fixierung auf das Angebot (Reaganomics/Thatcherismus/Geistig-moralische Wende/Neoliberalismus). Die überbordenden Staatsschulden sind insbesondere eine Folger der in diesem Kontext vollzogenen Steuersenkungen für die 1 %. Statt Trickle-down wirkte aber weiterhin Trickle-up; auch bekannt als Matthäus-Effekt.</p>
<p>LG Michael Stöcker</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Dietmar Tischer		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/die-pleite-laesst-sich-mit-billigem-geld-nicht-verhindern-nur-verschieben/#comment-23628</link>

		<dc:creator><![CDATA[Dietmar Tischer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Apr 2017 00:34:12 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterslektuere&#038;p=7357#comment-23628</guid>

					<description><![CDATA[@ Michael Stöcker

&#062;Austerität ist keine generelle Folge von Haushaltskonsolidierung, sondern von einer Überkonsolidierung. Austerität beginnt bei einem ausgeglichenen Haushalt …&#062; 

Selbst wenn man es so sieht oder definiert:

Im Fall Griechenlands könnte demzufolge bis zum heutigen Tage von Austerität keine Rede sein.

Das war die ganzen Jahre über richtig unabhängig davon, dass vom IWF und anderen nach falschen Einschätzungen den Griechen Maßnahmen abgetrotzt worden sind, zu schnell zu sehr belastet bzw. das Anpassungsvermögen überschätzt haben. Gerade mal jetzt scheinen die Griechen einen wie auch immer berechneten Haushaltsüberschuss erzielt zu haben.

Und doch war die ganzen Jahre auch bei Ökonomen immer nur von Austerität die Rede und waren Blanchard &#038; Co. diejenigen, die die griechische Bevölkerung aus Gläubigerinteressen heraus drangsaliert haben. 

Die damit verbundene Auffassung ist  der Vorwurf, den ich an eingefleischte Keynesianer und auch Sie richte:

Nicht hinreichende Nachfrage darf es auf keinen Fall geben, sondern sie muss um jeden Preis mit allen Mitteln verhindert werden. 

Es kann Situationen geben, da stimme ich diesem Credo zu. Aber das sind Ausnahmesituationen, in der Regel externe Schocks, auf die man nicht vorbereitet sein konnte, weil sie nicht vorstellbar waren.

Da die Fixierung auf Nachfrage spätestens seit den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts so dominierend war und nicht nur in Griechenland zu enormen Verschuldungsproblemen geführt hat, sollte EINZUSEHEN sein, dass man für eine Bereinigung von diesem Credo abrücken MUSS. 

Habe ich etwas übersehen?

Ich wünschte, es wäre so, vermute aber, dass ich leider recht habe.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@ Michael Stöcker</p>
<p>&gt;Austerität ist keine generelle Folge von Haushaltskonsolidierung, sondern von einer Überkonsolidierung. Austerität beginnt bei einem ausgeglichenen Haushalt …&gt; </p>
<p>Selbst wenn man es so sieht oder definiert:</p>
<p>Im Fall Griechenlands könnte demzufolge bis zum heutigen Tage von Austerität keine Rede sein.</p>
<p>Das war die ganzen Jahre über richtig unabhängig davon, dass vom IWF und anderen nach falschen Einschätzungen den Griechen Maßnahmen abgetrotzt worden sind, zu schnell zu sehr belastet bzw. das Anpassungsvermögen überschätzt haben. Gerade mal jetzt scheinen die Griechen einen wie auch immer berechneten Haushaltsüberschuss erzielt zu haben.</p>
<p>Und doch war die ganzen Jahre auch bei Ökonomen immer nur von Austerität die Rede und waren Blanchard &amp; Co. diejenigen, die die griechische Bevölkerung aus Gläubigerinteressen heraus drangsaliert haben. </p>
<p>Die damit verbundene Auffassung ist  der Vorwurf, den ich an eingefleischte Keynesianer und auch Sie richte:</p>
<p>Nicht hinreichende Nachfrage darf es auf keinen Fall geben, sondern sie muss um jeden Preis mit allen Mitteln verhindert werden. </p>
<p>Es kann Situationen geben, da stimme ich diesem Credo zu. Aber das sind Ausnahmesituationen, in der Regel externe Schocks, auf die man nicht vorbereitet sein konnte, weil sie nicht vorstellbar waren.</p>
<p>Da die Fixierung auf Nachfrage spätestens seit den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts so dominierend war und nicht nur in Griechenland zu enormen Verschuldungsproblemen geführt hat, sollte EINZUSEHEN sein, dass man für eine Bereinigung von diesem Credo abrücken MUSS. </p>
<p>Habe ich etwas übersehen?</p>
<p>Ich wünschte, es wäre so, vermute aber, dass ich leider recht habe.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Michael Stöcker		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/die-pleite-laesst-sich-mit-billigem-geld-nicht-verhindern-nur-verschieben/#comment-23618</link>

		<dc:creator><![CDATA[Michael Stöcker]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Apr 2017 14:53:26 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterslektuere&#038;p=7357#comment-23618</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/die-pleite-laesst-sich-mit-billigem-geld-nicht-verhindern-nur-verschieben/#comment-23610&quot;&gt;Michael Stöcker&lt;/a&gt;.

Allerdings ist nicht nur in Griechenland die anschießenden Kontraktion bei der Kreditvergabe (private und öffentliche) viel zu hoch gewesen als unmittelbare Konsequenz der Austeritätspolitik: https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Veroeffentlichungen/Monatsberichtsaufsaetze/2013/2013_07_geldmengenkreditwachstum.pdf?__blob=publicationFile. Siehe insbesondere Seite 13 bzw. 61.

„Haushaltskonsolidierung (in dem Umfang, in dem sie in GR erforderlich war) und gesamtwirtschaftliche Expansion sind NICHT VEREINBAR.“

Korrekt! Ein Blick auf die monetäre Gesamtexpansion hätte aber sehr schnell verdeutlicht, dass es nicht ausreicht ALLEIN auf das Haushaltsdefizit zu schielen sondern zugleich auch auf die privaten Kreditaggregate (siehe Link zur Bundesbank). Wenn beide Sektoren simultan konsolidieren, kommt es sehr schnell zu einer Überkonsolidierung mit der Folge, dass es zu einer gesamtwirtschaftlichen Schrumpfung kommt, die die relativen Schuldenstände weiter in die Höhe treibt. In diesem Prozess werden wegen des radikalen Nachfrageeinbruchs auch Unternehmen weggespült, die kein grundsätzliches Wettbewerbsproblem haben. Die automatischen Stabilisatoren durften nicht greifen und als Folge sind die Forderungen noch unsicherer als zuvor. Wir haben uns letztlich ein zweites Mal ins eigene Knie geschossen. 

LG Michael Stöcker]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/die-pleite-laesst-sich-mit-billigem-geld-nicht-verhindern-nur-verschieben/#comment-23610">Michael Stöcker</a>.</p>
<p>Allerdings ist nicht nur in Griechenland die anschießenden Kontraktion bei der Kreditvergabe (private und öffentliche) viel zu hoch gewesen als unmittelbare Konsequenz der Austeritätspolitik: <a href="https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Veroeffentlichungen/Monatsberichtsaufsaetze/2013/2013_07_geldmengenkreditwachstum.pdf?__blob=publicationFile" rel="nofollow ugc">https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Veroeffentlichungen/Monatsberichtsaufsaetze/2013/2013_07_geldmengenkreditwachstum.pdf?__blob=publicationFile</a>. Siehe insbesondere Seite 13 bzw. 61.</p>
<p>„Haushaltskonsolidierung (in dem Umfang, in dem sie in GR erforderlich war) und gesamtwirtschaftliche Expansion sind NICHT VEREINBAR.“</p>
<p>Korrekt! Ein Blick auf die monetäre Gesamtexpansion hätte aber sehr schnell verdeutlicht, dass es nicht ausreicht ALLEIN auf das Haushaltsdefizit zu schielen sondern zugleich auch auf die privaten Kreditaggregate (siehe Link zur Bundesbank). Wenn beide Sektoren simultan konsolidieren, kommt es sehr schnell zu einer Überkonsolidierung mit der Folge, dass es zu einer gesamtwirtschaftlichen Schrumpfung kommt, die die relativen Schuldenstände weiter in die Höhe treibt. In diesem Prozess werden wegen des radikalen Nachfrageeinbruchs auch Unternehmen weggespült, die kein grundsätzliches Wettbewerbsproblem haben. Die automatischen Stabilisatoren durften nicht greifen und als Folge sind die Forderungen noch unsicherer als zuvor. Wir haben uns letztlich ein zweites Mal ins eigene Knie geschossen. </p>
<p>LG Michael Stöcker</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Michael Stöcker		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/die-pleite-laesst-sich-mit-billigem-geld-nicht-verhindern-nur-verschieben/#comment-23617</link>

		<dc:creator><![CDATA[Michael Stöcker]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Apr 2017 14:50:49 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterslektuere&#038;p=7357#comment-23617</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/die-pleite-laesst-sich-mit-billigem-geld-nicht-verhindern-nur-verschieben/#comment-23610&quot;&gt;Michael Stöcker&lt;/a&gt;.

„Ich meine insbesondere das staatliche Rechnungswesen und zum anderen eine funktionierende Steuerbehörde. 
Das alles nur nebenbei und Ihre Feststellungen relativierend.“

Sie nennen hier die Punkte, die ich weiter unten bereits „relativierend“ aufgeführt hatte.

„Bei hoher Verschuldung ist Austerität aber die FOLGE notwendiger Haushaltskosolidierung.“

Austerität ist keine generelle Folge von Haushaltskonsolidierung, sondern von einer Überkonsolidierung. Austerität beginnt bei einem ausgeglichenen Haushalt bzw. bei hoher Auslandsverschuldung bei der Erzielung von Primärüberschüssen und nicht schon bei einer Reduktion der Budgetdefizite. Auch bei einer Reduktion der Haushaltsüberschüsse kommt/kam es selbstverständlich zu einem Rückgang der Wachstumsraten, die zuvor künstlich aufgepumpt waren.

„Das hieß im Falle Griechenlands:

Es konnte keine gesamtwirtschaftliche EXPANSION geben.“

Insbesondere keine, wie seit den Kreditexzessen ab 2002: https://www.google.de/publicdata/explore?ds=d5bncppjof8f9_&#038;met_y=ny_gdp_mktp_cd&#038;idim=country:GRC:PRT&#038;hl=de&#038;dl=de#!ctype=l&#038;strail=false&#038;bcs=d&#038;nselm=h&#038;met_y=ny_gdp_mktp_cd&#038;scale_y=lin&#038;ind_y=false&#038;rdim=region&#038;idim=country:GRC&#038;ifdim=region&#038;hl=de&#038;dl=de&#038;ind=false]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/die-pleite-laesst-sich-mit-billigem-geld-nicht-verhindern-nur-verschieben/#comment-23610">Michael Stöcker</a>.</p>
<p>„Ich meine insbesondere das staatliche Rechnungswesen und zum anderen eine funktionierende Steuerbehörde.<br />
Das alles nur nebenbei und Ihre Feststellungen relativierend.“</p>
<p>Sie nennen hier die Punkte, die ich weiter unten bereits „relativierend“ aufgeführt hatte.</p>
<p>„Bei hoher Verschuldung ist Austerität aber die FOLGE notwendiger Haushaltskosolidierung.“</p>
<p>Austerität ist keine generelle Folge von Haushaltskonsolidierung, sondern von einer Überkonsolidierung. Austerität beginnt bei einem ausgeglichenen Haushalt bzw. bei hoher Auslandsverschuldung bei der Erzielung von Primärüberschüssen und nicht schon bei einer Reduktion der Budgetdefizite. Auch bei einer Reduktion der Haushaltsüberschüsse kommt/kam es selbstverständlich zu einem Rückgang der Wachstumsraten, die zuvor künstlich aufgepumpt waren.</p>
<p>„Das hieß im Falle Griechenlands:</p>
<p>Es konnte keine gesamtwirtschaftliche EXPANSION geben.“</p>
<p>Insbesondere keine, wie seit den Kreditexzessen ab 2002: <a href="https://www.google.de/publicdata/explore?ds=d5bncppjof8f9_&#038;met_y=ny_gdp_mktp_cd&#038;idim=country:GRC:PRT&#038;hl=de&#038;dl=de#!ctype=l&#038;strail=false&#038;bcs=d&#038;nselm=h&#038;met_y=ny_gdp_mktp_cd&#038;scale_y=lin&#038;ind_y=false&#038;rdim=region&#038;idim=country:GRC&#038;ifdim=region&#038;hl=de&#038;dl=de&#038;ind=false" rel="nofollow ugc">https://www.google.de/publicdata/explore?ds=d5bncppjof8f9_&#038;met_y=ny_gdp_mktp_cd&#038;idim=country:GRC:PRT&#038;hl=de&#038;dl=de#!ctype=l&#038;strail=false&#038;bcs=d&#038;nselm=h&#038;met_y=ny_gdp_mktp_cd&#038;scale_y=lin&#038;ind_y=false&#038;rdim=region&#038;idim=country:GRC&#038;ifdim=region&#038;hl=de&#038;dl=de&#038;ind=false</a></p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Dietmar Tischer		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/die-pleite-laesst-sich-mit-billigem-geld-nicht-verhindern-nur-verschieben/#comment-23615</link>

		<dc:creator><![CDATA[Dietmar Tischer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Apr 2017 12:03:11 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterslektuere&#038;p=7357#comment-23615</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/die-pleite-laesst-sich-mit-billigem-geld-nicht-verhindern-nur-verschieben/#comment-23610&quot;&gt;Michael Stöcker&lt;/a&gt;.

Was Griechenland anlangt, sind wir uns wahrscheinlich weitgehend einig.

Was den IWF angeht, hat der wie andere auch Fehler gemacht, wobei ihm positiv zuzurechnen ist, dass er sich auch dazu bekannt hat. 

Dass man unterschätzt hat, wie negativ sich das Sparprogramm auf die griechische Wirtschaft ausgewirkt hat, ist aber auch teilweise verständlich. Es waren und sind vermutlich immer noch nicht die Voraussetzungen in Griechenland vorhanden, die für eine einigermaßen realistische Einschätzung erforderlich sind. Ich meine insbesondere das  staatliche Rechnungswesen und zum anderen eine funktionierende Steuerbehörde. 

Das alles nur nebenbei und Ihre Feststellungen relativierend.

Der Punkt, auf den es mir ankommt:

&#062;Austerität ist aber etwas anderes als Haushaltskonsolidierung. Austerität bedeutet einen ausgeglichenen Haushalt und/oder Schuldenreduktion. Insofern bleibe ich bei meiner Aussage, dass Austerität IMMER kontraproduktiv ist.&#062;

Natürlich ist Austerität etwas anderes als Haushaltskosolidierung. 

Bei hoher Verschuldung ist Austerität aber die FOLGE notwendiger Haushaltskosolidierung. 

Das hieß im Falle Griechenlands:

Es konnte keine gesamtwirtschaftliche EXPANSION geben.

Wenn Sie schreiben, dass das Haushaltsdefizit viel zu hoch war in GR und mittelfristig auf ein vernünftiges Maß zurückgeführt werden musste, 

dann ist es FALSCH im gleichen Atemzug zu sagen:

&#062;Dabei sollte aber immer zugleich auf die gesamtwirtschaftliche Expansion geachtet werden&#062;

Haushaltskonsolidierung (in dem Umfang, in dem sie in GR erforderlich war) und gesamtwirtschaftliche Expansion sind NICHT VEREINBAR.

Sie sollten sich fragen, ob hier nicht Blanchard, sondern Sie „kognitiver Dissonanz“ unterliegen.

Natürlich muss man AUCH darauf achten, dass durch Strukturänderung nicht nur derer, die mit der Haushaltskonsolidierung und Kontraktion der Wirtschaft verbunden sind, es auch wieder zu einer gesamtwirtschaftlichen Expansion kommt – auf, UNVERMEIDBAR nach Lage der Dinge, niedrigerem Niveau. 

Das ist aber etwas anderes.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/die-pleite-laesst-sich-mit-billigem-geld-nicht-verhindern-nur-verschieben/#comment-23610">Michael Stöcker</a>.</p>
<p>Was Griechenland anlangt, sind wir uns wahrscheinlich weitgehend einig.</p>
<p>Was den IWF angeht, hat der wie andere auch Fehler gemacht, wobei ihm positiv zuzurechnen ist, dass er sich auch dazu bekannt hat. </p>
<p>Dass man unterschätzt hat, wie negativ sich das Sparprogramm auf die griechische Wirtschaft ausgewirkt hat, ist aber auch teilweise verständlich. Es waren und sind vermutlich immer noch nicht die Voraussetzungen in Griechenland vorhanden, die für eine einigermaßen realistische Einschätzung erforderlich sind. Ich meine insbesondere das  staatliche Rechnungswesen und zum anderen eine funktionierende Steuerbehörde. </p>
<p>Das alles nur nebenbei und Ihre Feststellungen relativierend.</p>
<p>Der Punkt, auf den es mir ankommt:</p>
<p>&gt;Austerität ist aber etwas anderes als Haushaltskonsolidierung. Austerität bedeutet einen ausgeglichenen Haushalt und/oder Schuldenreduktion. Insofern bleibe ich bei meiner Aussage, dass Austerität IMMER kontraproduktiv ist.&gt;</p>
<p>Natürlich ist Austerität etwas anderes als Haushaltskosolidierung. </p>
<p>Bei hoher Verschuldung ist Austerität aber die FOLGE notwendiger Haushaltskosolidierung. </p>
<p>Das hieß im Falle Griechenlands:</p>
<p>Es konnte keine gesamtwirtschaftliche EXPANSION geben.</p>
<p>Wenn Sie schreiben, dass das Haushaltsdefizit viel zu hoch war in GR und mittelfristig auf ein vernünftiges Maß zurückgeführt werden musste, </p>
<p>dann ist es FALSCH im gleichen Atemzug zu sagen:</p>
<p>&gt;Dabei sollte aber immer zugleich auf die gesamtwirtschaftliche Expansion geachtet werden&gt;</p>
<p>Haushaltskonsolidierung (in dem Umfang, in dem sie in GR erforderlich war) und gesamtwirtschaftliche Expansion sind NICHT VEREINBAR.</p>
<p>Sie sollten sich fragen, ob hier nicht Blanchard, sondern Sie „kognitiver Dissonanz“ unterliegen.</p>
<p>Natürlich muss man AUCH darauf achten, dass durch Strukturänderung nicht nur derer, die mit der Haushaltskonsolidierung und Kontraktion der Wirtschaft verbunden sind, es auch wieder zu einer gesamtwirtschaftlichen Expansion kommt – auf, UNVERMEIDBAR nach Lage der Dinge, niedrigerem Niveau. </p>
<p>Das ist aber etwas anderes.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Michael Stöcker		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/die-pleite-laesst-sich-mit-billigem-geld-nicht-verhindern-nur-verschieben/#comment-23612</link>

		<dc:creator><![CDATA[Michael Stöcker]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Apr 2017 09:47:43 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterslektuere&#038;p=7357#comment-23612</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/die-pleite-laesst-sich-mit-billigem-geld-nicht-verhindern-nur-verschieben/#comment-23604&quot;&gt;Dietmar Tischer&lt;/a&gt;.

Interessant ist in diesem Kontext auch die Reaktion von Obstfeld und Thomsen: https://www.imf.org/external/lang/german/np/blog/2016/121216g.pdf. Sie ist wohl insbesondere an unsere Hardcore-Nullen für schwäbische Haushaltspolitik gerichtet.

Griechenland hat noch einen langen Weg vor sich. Ohne ein Grundbuch (Voraussetzung für erfolgreiche Vollstreckungen) sowie eine effektive Steuerbehörde können Forderungen nicht auf gewohntem rechtsstaatlichem Wege geltend gemacht werden. Insofern mangelte es in Griechenland schon immer an den elementarsten rechtsstaatlichen Voraussetzungen für eine gemeinsame Währung; Goldman Sachs Derivateschwindel hin oder her.

LG Michael Stöcker]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/die-pleite-laesst-sich-mit-billigem-geld-nicht-verhindern-nur-verschieben/#comment-23604">Dietmar Tischer</a>.</p>
<p>Interessant ist in diesem Kontext auch die Reaktion von Obstfeld und Thomsen: <a href="https://www.imf.org/external/lang/german/np/blog/2016/121216g.pdf" rel="nofollow ugc">https://www.imf.org/external/lang/german/np/blog/2016/121216g.pdf</a>. Sie ist wohl insbesondere an unsere Hardcore-Nullen für schwäbische Haushaltspolitik gerichtet.</p>
<p>Griechenland hat noch einen langen Weg vor sich. Ohne ein Grundbuch (Voraussetzung für erfolgreiche Vollstreckungen) sowie eine effektive Steuerbehörde können Forderungen nicht auf gewohntem rechtsstaatlichem Wege geltend gemacht werden. Insofern mangelte es in Griechenland schon immer an den elementarsten rechtsstaatlichen Voraussetzungen für eine gemeinsame Währung; Goldman Sachs Derivateschwindel hin oder her.</p>
<p>LG Michael Stöcker</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Michael Stöcker		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/die-pleite-laesst-sich-mit-billigem-geld-nicht-verhindern-nur-verschieben/#comment-23611</link>

		<dc:creator><![CDATA[Michael Stöcker]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Apr 2017 09:46:53 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterslektuere&#038;p=7357#comment-23611</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/die-pleite-laesst-sich-mit-billigem-geld-nicht-verhindern-nur-verschieben/#comment-23604&quot;&gt;Dietmar Tischer&lt;/a&gt;.

Als das Desaster dann immer offensichtlicher wurde, war wohl Blanchard um seinen Ruf besorgt und verfasste die von Ihnen zitierte Stellungnahme. Das fällt dann aber doch eher in die Kategorie „kognitive Dissonanz“ sowie Reputationsschädigungsminimierung. Die Wahrheit ist doch eher hier zu finden: http://blog.arbeit-wirtschaft.at/iwf-austeritaetsfehler-eingestaendnis/. 

LG Michael Stöcker]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/die-pleite-laesst-sich-mit-billigem-geld-nicht-verhindern-nur-verschieben/#comment-23604">Dietmar Tischer</a>.</p>
<p>Als das Desaster dann immer offensichtlicher wurde, war wohl Blanchard um seinen Ruf besorgt und verfasste die von Ihnen zitierte Stellungnahme. Das fällt dann aber doch eher in die Kategorie „kognitive Dissonanz“ sowie Reputationsschädigungsminimierung. Die Wahrheit ist doch eher hier zu finden: <a href="http://blog.arbeit-wirtschaft.at/iwf-austeritaetsfehler-eingestaendnis/" rel="nofollow ugc">http://blog.arbeit-wirtschaft.at/iwf-austeritaetsfehler-eingestaendnis/</a>. </p>
<p>LG Michael Stöcker</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Michael Stöcker		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/die-pleite-laesst-sich-mit-billigem-geld-nicht-verhindern-nur-verschieben/#comment-23610</link>

		<dc:creator><![CDATA[Michael Stöcker]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Apr 2017 09:46:23 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterslektuere&#038;p=7357#comment-23610</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/die-pleite-laesst-sich-mit-billigem-geld-nicht-verhindern-nur-verschieben/#comment-23604&quot;&gt;Dietmar Tischer&lt;/a&gt;.

Zum IWF und Blanchard: Da war der IWF schon mal ehrlicher. So schrieb das Handelsblatt 2013: 

„Allerdings seien im Rückblick viele Fehler gemacht worden. Zwei Hauptvorwürfe richtet der IWF gegen sich selbst: So habe man einerseits unterschätzt, wie negativ sich das auferlegte Sparprogramm auf die griechische Wirtschaft ausgewirkt habe.“ http://www.handelsblatt.com/politik/international/griechenland-eigene-regeln-aufgeweicht/8306512-2.html

LG Michael Stöcker]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/die-pleite-laesst-sich-mit-billigem-geld-nicht-verhindern-nur-verschieben/#comment-23604">Dietmar Tischer</a>.</p>
<p>Zum IWF und Blanchard: Da war der IWF schon mal ehrlicher. So schrieb das Handelsblatt 2013: </p>
<p>„Allerdings seien im Rückblick viele Fehler gemacht worden. Zwei Hauptvorwürfe richtet der IWF gegen sich selbst: So habe man einerseits unterschätzt, wie negativ sich das auferlegte Sparprogramm auf die griechische Wirtschaft ausgewirkt habe.“ <a href="http://www.handelsblatt.com/politik/international/griechenland-eigene-regeln-aufgeweicht/8306512-2.html" rel="nofollow ugc">http://www.handelsblatt.com/politik/international/griechenland-eigene-regeln-aufgeweicht/8306512-2.html</a></p>
<p>LG Michael Stöcker</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Michael Stöcker		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/die-pleite-laesst-sich-mit-billigem-geld-nicht-verhindern-nur-verschieben/#comment-23609</link>

		<dc:creator><![CDATA[Michael Stöcker]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Apr 2017 09:45:42 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterslektuere&#038;p=7357#comment-23609</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/die-pleite-laesst-sich-mit-billigem-geld-nicht-verhindern-nur-verschieben/#comment-23604&quot;&gt;Dietmar Tischer&lt;/a&gt;.

Es besteht kein Zweifel, dass das Haushaltsdefizit in GR viel zu hoch war und mittelfristig auf ein vernünftiges Maß von ca. 2 Prozent reduziert werden musste. Dabei sollte aber immer zugleich auf die gesamtwirtschaftliche Expansion geachtet werden: https://zinsfehler.com/2016/12/01/das-kollektive-versagen/.

Austerität ist aber etwas anderes als Haushaltskonsolidierung. Austerität bedeutet einen ausgeglichenen Haushalt und/oder Schuldenreduktion. Insofern bleibe ich bei meiner Aussage, dass Austerität IMMER kontraproduktiv ist. Einzige Ausnahme: Man besteuert die Fluchtgelder (Stocks) der 1 %, die via BoG nach London, Zürich, Frankfurt &#038; Co. geflossen sind.

LG Michael Stöcker]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/die-pleite-laesst-sich-mit-billigem-geld-nicht-verhindern-nur-verschieben/#comment-23604">Dietmar Tischer</a>.</p>
<p>Es besteht kein Zweifel, dass das Haushaltsdefizit in GR viel zu hoch war und mittelfristig auf ein vernünftiges Maß von ca. 2 Prozent reduziert werden musste. Dabei sollte aber immer zugleich auf die gesamtwirtschaftliche Expansion geachtet werden: <a href="https://zinsfehler.com/2016/12/01/das-kollektive-versagen/" rel="nofollow ugc">https://zinsfehler.com/2016/12/01/das-kollektive-versagen/</a>.</p>
<p>Austerität ist aber etwas anderes als Haushaltskonsolidierung. Austerität bedeutet einen ausgeglichenen Haushalt und/oder Schuldenreduktion. Insofern bleibe ich bei meiner Aussage, dass Austerität IMMER kontraproduktiv ist. Einzige Ausnahme: Man besteuert die Fluchtgelder (Stocks) der 1 %, die via BoG nach London, Zürich, Frankfurt &amp; Co. geflossen sind.</p>
<p>LG Michael Stöcker</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Dietmar Tischer		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/die-pleite-laesst-sich-mit-billigem-geld-nicht-verhindern-nur-verschieben/#comment-23604</link>

		<dc:creator><![CDATA[Dietmar Tischer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Apr 2017 19:07:07 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterslektuere&#038;p=7357#comment-23604</guid>

					<description><![CDATA[@ Michael Stöcker

&#062;„Praktisch nein, weil dieser Mechanismus, die REALWIRTSCHAFTLICHE Entwicklung lähmt“

Lesen Sie noch einmal bei Menéndez nach (Link siehe oben). Monetäre Probleme bedürfen monetärer Lösungen; Austerität ist IMMER kontraproduktiv:&#062;
Meine Begründung, warum der Mechanismus fortschreibender Verschuldung die realwirtschaftliche Entwicklung lähmt:

Durch diesen Mechanismus werden Unternehmen am Mark gehalten, die an sich nicht wettbewerbsfähig sind. Bleiben diese Zombie-Unternehmen im Markt, verzerren sie die Angebotsstrukturen derart, dass wettbewerbsfähige Unternehmen nicht die Gewinne erwirtschaften, die sie veranlassen würden, zu investieren. Sie investieren daher einfach nicht. Schwaches, wenn überhaupt Wachstum etc.   

Fazit:

Wenn monetäre Probleme monetäre Lösungen verlangen, dann verlangen realwirtschaftliche Probleme realwirtschaftliche Lösungen, im vorliegenden Fall sind das Insolvenzen in erheblicher Zahl.

Insolvenzen kann man nur durch monetäre VERWEIGERUNG lösen,  aber nicht dadurch, dass man durch fortwährende Kreditgewährung hinreichend Nachfrage auch für die  Angebote der Zombieunternehmen zu schaffen sucht. 

&#062;Austerität ist IMMER kontraproduktiv&#062;

Das ist schlichtweg falsch.

Griechenland hatte ein Staatsdefizit von mehr als 10%.

Das musste selbstverständlich reduziert werden, weil die privaten Kreditgeber es nicht mehr finanzieren wollten. 

Die Folge war notwendigerweise Austerität.

Hier der neo-liberale Ideologe Blanchard, der einfach nur recht hat:

https://blogs.imf.org/2015/07/09/greece-past-critiques-and-the-path-forward/?hootPostID=8299b6670cea64b9daad8b21e9a85fe7

Daraus:

&#062;Even if existing debt had been entirely eliminated, the primary deficit, which was very large at the start of the program, would have had to be reduced. Fiscal austerity was not a choice, but a necessity. There simply wasn’t an alternative to cutting spending and raising taxes.&#062;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@ Michael Stöcker</p>
<p>&gt;„Praktisch nein, weil dieser Mechanismus, die REALWIRTSCHAFTLICHE Entwicklung lähmt“</p>
<p>Lesen Sie noch einmal bei Menéndez nach (Link siehe oben). Monetäre Probleme bedürfen monetärer Lösungen; Austerität ist IMMER kontraproduktiv:&gt;<br />
Meine Begründung, warum der Mechanismus fortschreibender Verschuldung die realwirtschaftliche Entwicklung lähmt:</p>
<p>Durch diesen Mechanismus werden Unternehmen am Mark gehalten, die an sich nicht wettbewerbsfähig sind. Bleiben diese Zombie-Unternehmen im Markt, verzerren sie die Angebotsstrukturen derart, dass wettbewerbsfähige Unternehmen nicht die Gewinne erwirtschaften, die sie veranlassen würden, zu investieren. Sie investieren daher einfach nicht. Schwaches, wenn überhaupt Wachstum etc.   </p>
<p>Fazit:</p>
<p>Wenn monetäre Probleme monetäre Lösungen verlangen, dann verlangen realwirtschaftliche Probleme realwirtschaftliche Lösungen, im vorliegenden Fall sind das Insolvenzen in erheblicher Zahl.</p>
<p>Insolvenzen kann man nur durch monetäre VERWEIGERUNG lösen,  aber nicht dadurch, dass man durch fortwährende Kreditgewährung hinreichend Nachfrage auch für die  Angebote der Zombieunternehmen zu schaffen sucht. </p>
<p>&gt;Austerität ist IMMER kontraproduktiv&gt;</p>
<p>Das ist schlichtweg falsch.</p>
<p>Griechenland hatte ein Staatsdefizit von mehr als 10%.</p>
<p>Das musste selbstverständlich reduziert werden, weil die privaten Kreditgeber es nicht mehr finanzieren wollten. </p>
<p>Die Folge war notwendigerweise Austerität.</p>
<p>Hier der neo-liberale Ideologe Blanchard, der einfach nur recht hat:</p>
<p><a href="https://blogs.imf.org/2015/07/09/greece-past-critiques-and-the-path-forward/?hootPostID=8299b6670cea64b9daad8b21e9a85fe7" rel="nofollow ugc">https://blogs.imf.org/2015/07/09/greece-past-critiques-and-the-path-forward/?hootPostID=8299b6670cea64b9daad8b21e9a85fe7</a></p>
<p>Daraus:</p>
<p>&gt;Even if existing debt had been entirely eliminated, the primary deficit, which was very large at the start of the program, would have had to be reduced. Fiscal austerity was not a choice, but a necessity. There simply wasn’t an alternative to cutting spending and raising taxes.&gt;</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: brunch68		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/die-pleite-laesst-sich-mit-billigem-geld-nicht-verhindern-nur-verschieben/#comment-23601</link>

		<dc:creator><![CDATA[brunch68]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Apr 2017 14:12:20 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterslektuere&#038;p=7357#comment-23601</guid>

					<description><![CDATA[Mir fehlt hier ganz klar der Hinweis (der in dem FUW Artikel vorhanden ist) , dass von den rd. 900 Mrd. ausfallgefährdeten Krediten immerhin bereits rd. 400 Mrd. abgeschrieben wurden. Natürlich sind die verbleibenden € 500 Mrd. immer noch eine riesige Summe, aber am gesamten Kreditportfolio der Banken beträgt die Netto NPL somit nur noch 3,6% statt 6,6%. Das ist schon ein beachtenswerter Unterschied! Insofern ist in diesem Bereich der Bankensektor auf dem richtigen Weg.
Natürlich gibt es auch noch weitere Risiken im Bankensystem, unabhängig von den NPL&#039;s. Hier sind die Level 2 + 3 Assets sicherlich ein ganz wesentlicher Risikofaktor, deren Höhe man sich in der von FUW verlinkten.EZB Präsentation ansehen kann.
https://www.bankingsupervision.europa.eu/press/speeches/date/2017/html/ssm.se170331_slides.en.pdf]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mir fehlt hier ganz klar der Hinweis (der in dem FUW Artikel vorhanden ist) , dass von den rd. 900 Mrd. ausfallgefährdeten Krediten immerhin bereits rd. 400 Mrd. abgeschrieben wurden. Natürlich sind die verbleibenden € 500 Mrd. immer noch eine riesige Summe, aber am gesamten Kreditportfolio der Banken beträgt die Netto NPL somit nur noch 3,6% statt 6,6%. Das ist schon ein beachtenswerter Unterschied! Insofern ist in diesem Bereich der Bankensektor auf dem richtigen Weg.<br />
Natürlich gibt es auch noch weitere Risiken im Bankensystem, unabhängig von den NPL&#8217;s. Hier sind die Level 2 + 3 Assets sicherlich ein ganz wesentlicher Risikofaktor, deren Höhe man sich in der von FUW verlinkten.EZB Präsentation ansehen kann.<br />
<a href="https://www.bankingsupervision.europa.eu/press/speeches/date/2017/html/ssm.se170331_slides.en.pdf" rel="nofollow ugc">https://www.bankingsupervision.europa.eu/press/speeches/date/2017/html/ssm.se170331_slides.en.pdf</a></p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Michael Stöcker		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/die-pleite-laesst-sich-mit-billigem-geld-nicht-verhindern-nur-verschieben/#comment-23599</link>

		<dc:creator><![CDATA[Michael Stöcker]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Apr 2017 14:05:36 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterslektuere&#038;p=7357#comment-23599</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/die-pleite-laesst-sich-mit-billigem-geld-nicht-verhindern-nur-verschieben/#comment-23597&quot;&gt;Dietmar Tischer&lt;/a&gt;.

„Praktisch nein, weil dieser Mechanismus, die REALWIRTSCHAFTLICHE Entwicklung lähmt“

Lesen Sie noch einmal bei Menéndez nach (Link siehe oben). Monetäre Probleme bedürfen monetärer Lösungen; Austerität ist IMMER kontraproduktiv: https://soffisticated.wordpress.com/2015/04/15/griechische-austeritat-das-deutsche-muster/. Nicht umsonst lautete das Buch von Mark Blyth: „Austerity: The History of a Dangerous Idea“.

„Ich verstehe zwar, dass die Leute nach der gestrigen Wahl in Frankreich aufatmen, aber zu Jubeln besteht nicht der geringste Anlass.“

Sehe ich genauso.

LG Michael Stöcker]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/die-pleite-laesst-sich-mit-billigem-geld-nicht-verhindern-nur-verschieben/#comment-23597">Dietmar Tischer</a>.</p>
<p>„Praktisch nein, weil dieser Mechanismus, die REALWIRTSCHAFTLICHE Entwicklung lähmt“</p>
<p>Lesen Sie noch einmal bei Menéndez nach (Link siehe oben). Monetäre Probleme bedürfen monetärer Lösungen; Austerität ist IMMER kontraproduktiv: <a href="https://soffisticated.wordpress.com/2015/04/15/griechische-austeritat-das-deutsche-muster/" rel="nofollow ugc">https://soffisticated.wordpress.com/2015/04/15/griechische-austeritat-das-deutsche-muster/</a>. Nicht umsonst lautete das Buch von Mark Blyth: „Austerity: The History of a Dangerous Idea“.</p>
<p>„Ich verstehe zwar, dass die Leute nach der gestrigen Wahl in Frankreich aufatmen, aber zu Jubeln besteht nicht der geringste Anlass.“</p>
<p>Sehe ich genauso.</p>
<p>LG Michael Stöcker</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
	</channel>
</rss>
