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	Kommentare zu: Die &#8220;Alles-Blase&#8221; muss platzen	</title>
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	<description>Daniel Stelter ist die unabhängige Stimme zur Finanzkrise</description>
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		<title>
		Von: jobi		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/die-alles-blase-muss-platzen/#comment-283302</link>

		<dc:creator><![CDATA[jobi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Nov 2022 18:48:42 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/die-alles-blase-muss-platzen/#comment-283157&quot;&gt;Vater Thiel&lt;/a&gt;.

@ R.Menendez

&quot;Man muß sich bei der Sache nur eins klarmachen: wenn man an den Unfug glaubt, daß Schuldverhältnisse schon “Geld” im Sinne von Zahlungsmitteln darstellen, wird eine vergleichsweise einfache Konstruktion wie der Eurodollarmarkt auf einmal zum Mysterium…&quot;

So gesehen ist die gesamte Weltwirtschaft ein Mysterium. Sie würde nicht funktionieren, wenn die Teilnehmer sich nicht darauf verlassen könnten, dass sie ihre Bankeinlagen wie Geld im Sinne von Zahlungsmitteln verwenden können.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/die-alles-blase-muss-platzen/#comment-283157">Vater Thiel</a>.</p>
<p>@ R.Menendez</p>
<p>&#8220;Man muß sich bei der Sache nur eins klarmachen: wenn man an den Unfug glaubt, daß Schuldverhältnisse schon “Geld” im Sinne von Zahlungsmitteln darstellen, wird eine vergleichsweise einfache Konstruktion wie der Eurodollarmarkt auf einmal zum Mysterium…&#8221;</p>
<p>So gesehen ist die gesamte Weltwirtschaft ein Mysterium. Sie würde nicht funktionieren, wenn die Teilnehmer sich nicht darauf verlassen könnten, dass sie ihre Bankeinlagen wie Geld im Sinne von Zahlungsmitteln verwenden können.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
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		<title>
		Von: Stoertebekker		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/die-alles-blase-muss-platzen/#comment-283270</link>

		<dc:creator><![CDATA[Stoertebekker]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Nov 2022 12:54:06 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/die-alles-blase-muss-platzen/#comment-283153&quot;&gt;Renée Menéndez&lt;/a&gt;.

@Eurodollar

In meinem Verständnis ist der Eurodollarmarkt der Inter-Währungsraum. Es geht nicht nur um USD, sondern auch um in anderen Währungen denominiertes Kollateral (zB Eurobonds, …)

Die Bezeichnung EuroDOLLAR hat sich historisch ergeben und ist insofern immer noch nah dran, als der USDollar die Hauptwährung bei der weltweiten Abwicklung von Transaktionen ist. 

PS siehe auch mein Beispiel oben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/die-alles-blase-muss-platzen/#comment-283153">Renée Menéndez</a>.</p>
<p>@Eurodollar</p>
<p>In meinem Verständnis ist der Eurodollarmarkt der Inter-Währungsraum. Es geht nicht nur um USD, sondern auch um in anderen Währungen denominiertes Kollateral (zB Eurobonds, …)</p>
<p>Die Bezeichnung EuroDOLLAR hat sich historisch ergeben und ist insofern immer noch nah dran, als der USDollar die Hauptwährung bei der weltweiten Abwicklung von Transaktionen ist. </p>
<p>PS siehe auch mein Beispiel oben.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: jobi		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/die-alles-blase-muss-platzen/#comment-283256</link>

		<dc:creator><![CDATA[jobi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Nov 2022 10:25:05 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/die-alles-blase-muss-platzen/#comment-283153&quot;&gt;Renée Menéndez&lt;/a&gt;.

@Vater Thiel

&quot;Ich vermute, die US-amerikanische Bankenaufsicht hat durchaus zumindest grobe Kenntnis über den Bestand an Repo-Geschäften, weil diese über US-Banken laufen, auch wenn der Partner eine Schattenbank oder eine Nichtbank ist.&quot;

Nein, Repotransaktionen erfolgen auch zwischen Nichtbanken (Geldmarktfonds, Portfoliomanagern, Hedgefonds) Lediglich der Gegenwert der Treasury-Bills, welche die erste Stufe der Kollateralkette bilden, erscheint im Bankensystem als Bestandteil von M1/M2.

Die eigentliche &quot;Geldschöpfung&quot; im Repomarkt erfolgt durch den Mechanismus der Rehypothecation, d.h. durch die Mehrfachbeleihung des Kollaterals.

Wer die Saldenmechanik genau nachvollziehen möchte, wird fündig bei Jeff Snider oder Zoltan Poszar.

Die so geschaffenen money-like claims sind mittlerweile bedeutender Bestandteil des globalen Geldsystems, obwohl sie nicht unter dem Begriff Geld im eigentlichen Sinne subsumieren.

Die Notenbanken wissen natürlich von der Dimension, haben aber spätestens Anfang der 1990&#039;er Jahre beschlossen, shadow-money zu ignorieren, da es sich ihrer Kontrolle entzieht. Das ist der Kernpunkt der Snider&#039;schen Notenbankkritik. Er verweist in diesem Zusammenhang immer wieder auf das ünvollständige Geld-Verständnis der Ökonomen. (&quot;Something is missing&quot;)

Die Halter von Repo und Geldmarktanteilen interessiert letztlich nicht, WIE ihre geldähnlichen Forderungen in Geld für Transaktionszwecke konvertiert werden können. Für sie ist einzig und allein ausschlaggebend, dass dies jederzeit zu einem geldnahen Preis möglich ist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/die-alles-blase-muss-platzen/#comment-283153">Renée Menéndez</a>.</p>
<p>@Vater Thiel</p>
<p>&#8220;Ich vermute, die US-amerikanische Bankenaufsicht hat durchaus zumindest grobe Kenntnis über den Bestand an Repo-Geschäften, weil diese über US-Banken laufen, auch wenn der Partner eine Schattenbank oder eine Nichtbank ist.&#8221;</p>
<p>Nein, Repotransaktionen erfolgen auch zwischen Nichtbanken (Geldmarktfonds, Portfoliomanagern, Hedgefonds) Lediglich der Gegenwert der Treasury-Bills, welche die erste Stufe der Kollateralkette bilden, erscheint im Bankensystem als Bestandteil von M1/M2.</p>
<p>Die eigentliche &#8220;Geldschöpfung&#8221; im Repomarkt erfolgt durch den Mechanismus der Rehypothecation, d.h. durch die Mehrfachbeleihung des Kollaterals.</p>
<p>Wer die Saldenmechanik genau nachvollziehen möchte, wird fündig bei Jeff Snider oder Zoltan Poszar.</p>
<p>Die so geschaffenen money-like claims sind mittlerweile bedeutender Bestandteil des globalen Geldsystems, obwohl sie nicht unter dem Begriff Geld im eigentlichen Sinne subsumieren.</p>
<p>Die Notenbanken wissen natürlich von der Dimension, haben aber spätestens Anfang der 1990&#8217;er Jahre beschlossen, shadow-money zu ignorieren, da es sich ihrer Kontrolle entzieht. Das ist der Kernpunkt der Snider&#8217;schen Notenbankkritik. Er verweist in diesem Zusammenhang immer wieder auf das ünvollständige Geld-Verständnis der Ökonomen. (&#8220;Something is missing&#8221;)</p>
<p>Die Halter von Repo und Geldmarktanteilen interessiert letztlich nicht, WIE ihre geldähnlichen Forderungen in Geld für Transaktionszwecke konvertiert werden können. Für sie ist einzig und allein ausschlaggebend, dass dies jederzeit zu einem geldnahen Preis möglich ist.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Vater Thiel		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/die-alles-blase-muss-platzen/#comment-283249</link>

		<dc:creator><![CDATA[Vater Thiel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Nov 2022 07:57:56 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/die-alles-blase-muss-platzen/#comment-283153&quot;&gt;Renée Menéndez&lt;/a&gt;.

@jobi

Repo-Geschäfte sind ein Spezialfall, ein kleines Teilsegment.

Bei einem &quot;Repo-Eurodollar-Geschäft&quot; verkauft eine Bank oder Nichtbank mit Sitz ausserhalb der USA US-Treasuries mit Rückkaufverpflichtung an eine US-Bank und erhält im Gegenzug Zugriff auf US-Dollar-Konten, mit denen sie Geschäfte abschliessen kann. Die Laufzeit bis zum Rückkauf beträgt meist drei bis vierzehn Tage, manchmal auch ein bis drei Monate.

Wenn unsere BTO-Bank mit Sitz in Frankfurt kurzfristig dringend 100.000 USD für vierzehn Tage benötigt, und US Treasuries zum Marktwert von 100.000 USD im Bestand hat, dann kann sie die Treasuries in Form eines Repo-Geschäfts für vierzehn Tage an eine US-Bank verkaufen, und kann dafür vierzehn Tage lang über 100.000 USD als Zahlungsmittel verfügen. Nach Ablauf der vierzehn Tage muss unsere BTO-Bank die Treasuries aber wieder zurückkaufen.

Ich vermute, die US-amerikanische Bankenaufsicht hat durchaus zumindest grobe Kenntnis über den Bestand an Repo-Geschäften, weil diese über US-Banken laufen, auch wenn der Partner eine Schattenbank oder eine Nichtbank ist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/die-alles-blase-muss-platzen/#comment-283153">Renée Menéndez</a>.</p>
<p>@jobi</p>
<p>Repo-Geschäfte sind ein Spezialfall, ein kleines Teilsegment.</p>
<p>Bei einem &#8220;Repo-Eurodollar-Geschäft&#8221; verkauft eine Bank oder Nichtbank mit Sitz ausserhalb der USA US-Treasuries mit Rückkaufverpflichtung an eine US-Bank und erhält im Gegenzug Zugriff auf US-Dollar-Konten, mit denen sie Geschäfte abschliessen kann. Die Laufzeit bis zum Rückkauf beträgt meist drei bis vierzehn Tage, manchmal auch ein bis drei Monate.</p>
<p>Wenn unsere BTO-Bank mit Sitz in Frankfurt kurzfristig dringend 100.000 USD für vierzehn Tage benötigt, und US Treasuries zum Marktwert von 100.000 USD im Bestand hat, dann kann sie die Treasuries in Form eines Repo-Geschäfts für vierzehn Tage an eine US-Bank verkaufen, und kann dafür vierzehn Tage lang über 100.000 USD als Zahlungsmittel verfügen. Nach Ablauf der vierzehn Tage muss unsere BTO-Bank die Treasuries aber wieder zurückkaufen.</p>
<p>Ich vermute, die US-amerikanische Bankenaufsicht hat durchaus zumindest grobe Kenntnis über den Bestand an Repo-Geschäften, weil diese über US-Banken laufen, auch wenn der Partner eine Schattenbank oder eine Nichtbank ist.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Vater Thiel		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/die-alles-blase-muss-platzen/#comment-283248</link>

		<dc:creator><![CDATA[Vater Thiel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Nov 2022 07:30:58 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/die-alles-blase-muss-platzen/#comment-283157&quot;&gt;Vater Thiel&lt;/a&gt;.

@Herr Menendez

Ihr letzter Satz drückt das aus, was ich meine.

&quot;Man muß sich bei der Sache nur eins klarmachen: wenn man an den Unfug glaubt, daß Schuldverhältnisse schon “Geld” im Sinne von Zahlungsmitteln darstellen, wird eine vergleichsweise einfache Konstruktion wie der Eurodollarmarkt auf einmal zum Mysterium…&quot;

Das Schuldverhältnisse ALLEIN schon Zahlungsmittel darstellen, ist Unsinn.
Der Eurodollarmartkt ist eine einfache Konstruktion.

Eurodollars werden erzeugt, wenn Einlagen (&quot;deposits&quot;) auf Bank-Konten in den USA an eine Bank ausserhalb der USA überwiesen und dort in Form von Dollars gehalten werden.
Wenn Frau X aus Minsk die 1 Million US-Dollar auf ihrem Konto bei der Wells Fargo Bank auf ein Konto bei unserer BTO Bank überweist und das Konto bei der BTO-Bank als Dollar-Konto geführt wird.

Eine einfache Konstruktion.
So wie die Grundprinzipien der Ökonmie alle einfach sind.

Komplex und damit schwer durchschaubar wird die Welt der Ökonomie wohl erst durch die Transaktionen der acht Milliarden Menschen, die den Zustand (die Bilanz) der Weltwirtschaft im Mikrosekundentakt verändern. Aufgrund der astronomischen Anzahl der Transaktionen entstehen dann die ökonomischen Schmetterlingseffekte, bei der eine einzelne Transaktion eine extrem unwahrscheinliche Kettenreaktion auslöst, die zu einem ökonomischen Tsunami führt.

Die Tatsache, dass ein Trader aufgrund einer nicht optimalen Nacht mit seiner neuen Geliebten schlecht geschlafen hat, kann dann der Auslöser eines solchen Tsunami sein, auch wenn die Wahrscheinlichkeit hier nur eins zu 100 Billionen ist.

Geboren wurde der Eurodollarmarkt angeblich in den frühen 1950ern, als die Sowjets auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges grosse Dollar-Summen auf Konten von US-Banken angesammelt hatten, und Angst hatten, dass diese eingefroren werden. Deshalb haben sie die Beträge auf in Dollar geführte Konten von europäischen Banken übertragen, und der Eurodollarmarkt war entstanden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/die-alles-blase-muss-platzen/#comment-283157">Vater Thiel</a>.</p>
<p>@Herr Menendez</p>
<p>Ihr letzter Satz drückt das aus, was ich meine.</p>
<p>&#8220;Man muß sich bei der Sache nur eins klarmachen: wenn man an den Unfug glaubt, daß Schuldverhältnisse schon “Geld” im Sinne von Zahlungsmitteln darstellen, wird eine vergleichsweise einfache Konstruktion wie der Eurodollarmarkt auf einmal zum Mysterium…&#8221;</p>
<p>Das Schuldverhältnisse ALLEIN schon Zahlungsmittel darstellen, ist Unsinn.<br />
Der Eurodollarmartkt ist eine einfache Konstruktion.</p>
<p>Eurodollars werden erzeugt, wenn Einlagen (&#8220;deposits&#8221;) auf Bank-Konten in den USA an eine Bank ausserhalb der USA überwiesen und dort in Form von Dollars gehalten werden.<br />
Wenn Frau X aus Minsk die 1 Million US-Dollar auf ihrem Konto bei der Wells Fargo Bank auf ein Konto bei unserer BTO Bank überweist und das Konto bei der BTO-Bank als Dollar-Konto geführt wird.</p>
<p>Eine einfache Konstruktion.<br />
So wie die Grundprinzipien der Ökonmie alle einfach sind.</p>
<p>Komplex und damit schwer durchschaubar wird die Welt der Ökonomie wohl erst durch die Transaktionen der acht Milliarden Menschen, die den Zustand (die Bilanz) der Weltwirtschaft im Mikrosekundentakt verändern. Aufgrund der astronomischen Anzahl der Transaktionen entstehen dann die ökonomischen Schmetterlingseffekte, bei der eine einzelne Transaktion eine extrem unwahrscheinliche Kettenreaktion auslöst, die zu einem ökonomischen Tsunami führt.</p>
<p>Die Tatsache, dass ein Trader aufgrund einer nicht optimalen Nacht mit seiner neuen Geliebten schlecht geschlafen hat, kann dann der Auslöser eines solchen Tsunami sein, auch wenn die Wahrscheinlichkeit hier nur eins zu 100 Billionen ist.</p>
<p>Geboren wurde der Eurodollarmarkt angeblich in den frühen 1950ern, als die Sowjets auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges grosse Dollar-Summen auf Konten von US-Banken angesammelt hatten, und Angst hatten, dass diese eingefroren werden. Deshalb haben sie die Beträge auf in Dollar geführte Konten von europäischen Banken übertragen, und der Eurodollarmarkt war entstanden.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Renée Menéndez		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/die-alles-blase-muss-platzen/#comment-283230</link>

		<dc:creator><![CDATA[Renée Menéndez]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Nov 2022 01:01:07 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/die-alles-blase-muss-platzen/#comment-283157&quot;&gt;Vater Thiel&lt;/a&gt;.

@Herr Thiel

Das mit dem Unglück sei mal dahingestellt, denn die wachsende Verschuldung, die auch durch den Marshall-Plan befördert wurde ist ja nur deswegen für Europa nicht zum Verhängnis geworden, weil sich fast wie im Lehrbuch die Produktion im Nachkriegseuropa recht stürmisch entwickelt hatte und die Vorkriegsniveaus vergleichsweise schnell übertroffen wurden. Daß dies mit einer Dollar-Verschuldung einherging lag ja letztlich an Bretton Woods, denn die Europäer konnten bei zunächst defizitären Leistungsbilanzen weder die Dollars erwirtschaften, die zur internen Geldschöpfung noch zur Bezahlung von Importen gebraucht wurden. Die deutsche Zahlungsbilanzkrise 52/53 wurde ja dann auch mit wenig marktwirtschaftlichen Mitteln gelöst, denn Importrestriktionen, Vorkasse bei Importen und Exportförderung sind administrative Maßnahmen, wo man den &quot;freien Markt&quot; mit der Lupe suchen muß. Während Deutschland die benötigten Dollars recht zügig durch Exportüberschüsse erzielen durfte(!) (schließlich war man ja im kalten Krieg als Kanonenfutter vorgesehen), boomte das Eurodollar Geschäft eher in Paris oder London, weil diese Staaten versuchten die nötigen Dollars als &quot;Intermediäre&quot; u.a. in Bezug auf ihre Kolonien zu erwirtschaften (Frankreich lebt heute noch zu einem nicht unerheblichen Teil davon, allerdings inzwischen auf Euro-Basis). Die Abkehr der britischen Wirtschaftspolitik weg von der industriellen Produktion hin zur &quot;Dienstleistungsgesellschaft&quot; (Geldhändler), ist aus solchen Erwägungen passiert und hat ja auch eine Weile ganz ordentlich funktioniert. (Die &quot;Globalisierung&quot; hat ähnliche Effekte auf die Wirtschaftsstruktur gehabt!)

Ärgerlicherweise konnte das für Europa erfolgreiche Entwicklungskonzept in Afrika/ Lateinamerika/ Ostasien nicht fortgesetzt werden, weil diese Länder die notwendigen LB-Überschüsse nicht erzielen konnten. Um größere Abschreibungen zu verhindern wurde zur Absicherung der erzielten Vermögen der IWF als Feuerwehr ins Rennen geschickt. Irgendwie hatte Rosa Luxemburg mit ihrer These doch Recht, daß der Kapitalismus ein nichtkapitalistisches &quot;Reservoir&quot; benötigt, um seine Gewinne zu realisieren, nur daß diese nicht wie früher aus Goldraub bestanden, sondern durch die berüchtigten &quot;Hitmen&quot; Drückerkolonnen gewährleistet wurden. Diese Kredite hatten von vornherein keine Aussicht auf eine ordentliche Bedienung, so daß die &quot;Unglücksverteilung&quot; mal wieder einseitig zu Lasten der Entwicklungsländer gegangen ist.

Von daher ist der Eurodollarmarkt eine gezielte Veranstaltung zur Absicherung der US-Führungsrolle gewesen, die sich automatisch aus WKII ergeben hatte. Es hat ja schließlich einen Grund, warum sich der White-Plan und nicht der Keynes-Plan durchgesetzt hatte. Denn die Logik dann an politischem Einfluß zu gewinnen wenn man Gläubiger ist, ist nicht so schwer zu verstehen. Und ein Darknet ist dieser Eurodollarmarkt schon deswegen nicht, weil die US-Finanzbehörden haarklein wissen, wer mit wem welche Geschäfte macht - man könnte sich höchstens darüber Gedanken machen, warum diese Zahlen nie veröffentlicht werden...

Letzten Endes ist der Eurodollarmarkt eine reine Intermediärveranstaltung (da sind sie wieder), die außerhalb der USA Dollarkredite erhältlich macht. Dabei ist es nicht entscheidend, ob das Geld, welches für die Bedienung der Kreditzusagen benötigt wird von den berühmten &quot;Sparern&quot; stammt oder aus FED-Krediten. Im Endeffekt sind ja die FED-Kredite dazu da um zu gewährleisten, daß die Eurodollarbanken sich die US-treasuries kaufen können, mit denen sie ihre Geschäfte absichern können, wenn sie sich untereinander Interbankenkredite genehmigen. So kann man einen defizitären Staatshaushalt auch finanzieren, ohne in den Geruch der direkten Staatsfinanzierung zu geraten.

Man muß sich bei der Sache nur eins klarmachen: wenn man an den Unfug glaubt, daß Schuldverhältnisse schon &quot;Geld&quot; im Sinne von Zahlungsmitteln darstellen, wird eine vergleichsweise einfache Konstruktion wie der Eurodollarmarkt auf einmal zum Mysterium...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/die-alles-blase-muss-platzen/#comment-283157">Vater Thiel</a>.</p>
<p>@Herr Thiel</p>
<p>Das mit dem Unglück sei mal dahingestellt, denn die wachsende Verschuldung, die auch durch den Marshall-Plan befördert wurde ist ja nur deswegen für Europa nicht zum Verhängnis geworden, weil sich fast wie im Lehrbuch die Produktion im Nachkriegseuropa recht stürmisch entwickelt hatte und die Vorkriegsniveaus vergleichsweise schnell übertroffen wurden. Daß dies mit einer Dollar-Verschuldung einherging lag ja letztlich an Bretton Woods, denn die Europäer konnten bei zunächst defizitären Leistungsbilanzen weder die Dollars erwirtschaften, die zur internen Geldschöpfung noch zur Bezahlung von Importen gebraucht wurden. Die deutsche Zahlungsbilanzkrise 52/53 wurde ja dann auch mit wenig marktwirtschaftlichen Mitteln gelöst, denn Importrestriktionen, Vorkasse bei Importen und Exportförderung sind administrative Maßnahmen, wo man den &#8220;freien Markt&#8221; mit der Lupe suchen muß. Während Deutschland die benötigten Dollars recht zügig durch Exportüberschüsse erzielen durfte(!) (schließlich war man ja im kalten Krieg als Kanonenfutter vorgesehen), boomte das Eurodollar Geschäft eher in Paris oder London, weil diese Staaten versuchten die nötigen Dollars als &#8220;Intermediäre&#8221; u.a. in Bezug auf ihre Kolonien zu erwirtschaften (Frankreich lebt heute noch zu einem nicht unerheblichen Teil davon, allerdings inzwischen auf Euro-Basis). Die Abkehr der britischen Wirtschaftspolitik weg von der industriellen Produktion hin zur &#8220;Dienstleistungsgesellschaft&#8221; (Geldhändler), ist aus solchen Erwägungen passiert und hat ja auch eine Weile ganz ordentlich funktioniert. (Die &#8220;Globalisierung&#8221; hat ähnliche Effekte auf die Wirtschaftsstruktur gehabt!)</p>
<p>Ärgerlicherweise konnte das für Europa erfolgreiche Entwicklungskonzept in Afrika/ Lateinamerika/ Ostasien nicht fortgesetzt werden, weil diese Länder die notwendigen LB-Überschüsse nicht erzielen konnten. Um größere Abschreibungen zu verhindern wurde zur Absicherung der erzielten Vermögen der IWF als Feuerwehr ins Rennen geschickt. Irgendwie hatte Rosa Luxemburg mit ihrer These doch Recht, daß der Kapitalismus ein nichtkapitalistisches &#8220;Reservoir&#8221; benötigt, um seine Gewinne zu realisieren, nur daß diese nicht wie früher aus Goldraub bestanden, sondern durch die berüchtigten &#8220;Hitmen&#8221; Drückerkolonnen gewährleistet wurden. Diese Kredite hatten von vornherein keine Aussicht auf eine ordentliche Bedienung, so daß die &#8220;Unglücksverteilung&#8221; mal wieder einseitig zu Lasten der Entwicklungsländer gegangen ist.</p>
<p>Von daher ist der Eurodollarmarkt eine gezielte Veranstaltung zur Absicherung der US-Führungsrolle gewesen, die sich automatisch aus WKII ergeben hatte. Es hat ja schließlich einen Grund, warum sich der White-Plan und nicht der Keynes-Plan durchgesetzt hatte. Denn die Logik dann an politischem Einfluß zu gewinnen wenn man Gläubiger ist, ist nicht so schwer zu verstehen. Und ein Darknet ist dieser Eurodollarmarkt schon deswegen nicht, weil die US-Finanzbehörden haarklein wissen, wer mit wem welche Geschäfte macht &#8211; man könnte sich höchstens darüber Gedanken machen, warum diese Zahlen nie veröffentlicht werden&#8230;</p>
<p>Letzten Endes ist der Eurodollarmarkt eine reine Intermediärveranstaltung (da sind sie wieder), die außerhalb der USA Dollarkredite erhältlich macht. Dabei ist es nicht entscheidend, ob das Geld, welches für die Bedienung der Kreditzusagen benötigt wird von den berühmten &#8220;Sparern&#8221; stammt oder aus FED-Krediten. Im Endeffekt sind ja die FED-Kredite dazu da um zu gewährleisten, daß die Eurodollarbanken sich die US-treasuries kaufen können, mit denen sie ihre Geschäfte absichern können, wenn sie sich untereinander Interbankenkredite genehmigen. So kann man einen defizitären Staatshaushalt auch finanzieren, ohne in den Geruch der direkten Staatsfinanzierung zu geraten.</p>
<p>Man muß sich bei der Sache nur eins klarmachen: wenn man an den Unfug glaubt, daß Schuldverhältnisse schon &#8220;Geld&#8221; im Sinne von Zahlungsmitteln darstellen, wird eine vergleichsweise einfache Konstruktion wie der Eurodollarmarkt auf einmal zum Mysterium&#8230;</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Dietmar Tischer		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/die-alles-blase-muss-platzen/#comment-283191</link>

		<dc:creator><![CDATA[Dietmar Tischer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Nov 2022 17:25:48 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterslektuere&#038;p=26529#comment-283191</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/die-alles-blase-muss-platzen/#comment-283153&quot;&gt;Renée Menéndez&lt;/a&gt;.

@ jobi

&#062;… mit ihnen finanz- und realwirtschaftliche Transaktionen in erheblichem Umfang finanziert.&#062;

Welche FUNTIONALITÄT beschreibt „FINANZIEREN“ in den beiden Feldern Finanz- und Realwirtschaft?

Ist sie IDENTISCH?

&#062;Eurodollars … entziehen sich JEDER Erfassung&#062;

Gilt das NUR bezüglich der gängigen Geldmengenaggregate oder ist damit gemeint, dass GRUNDSÄTZLICH keine Erfassung möglich ist?

Versuchen Sie bitte genauer zu sein.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/die-alles-blase-muss-platzen/#comment-283153">Renée Menéndez</a>.</p>
<p>@ jobi</p>
<p>&gt;… mit ihnen finanz- und realwirtschaftliche Transaktionen in erheblichem Umfang finanziert.&gt;</p>
<p>Welche FUNTIONALITÄT beschreibt „FINANZIEREN“ in den beiden Feldern Finanz- und Realwirtschaft?</p>
<p>Ist sie IDENTISCH?</p>
<p>&gt;Eurodollars … entziehen sich JEDER Erfassung&gt;</p>
<p>Gilt das NUR bezüglich der gängigen Geldmengenaggregate oder ist damit gemeint, dass GRUNDSÄTZLICH keine Erfassung möglich ist?</p>
<p>Versuchen Sie bitte genauer zu sein.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: jobi		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/die-alles-blase-muss-platzen/#comment-283183</link>

		<dc:creator><![CDATA[jobi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Nov 2022 16:14:49 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterslektuere&#038;p=26529#comment-283183</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/die-alles-blase-muss-platzen/#comment-283129&quot;&gt;jobi&lt;/a&gt;.

@Jacques

&quot;Der US-Aktienmarkt liefert langfristig 7-8% Rendite pro Jahr ..&quot;

Ja, langfristig und im DURCHSCHNITT. Die letzten Jahre hat er eher zweistellige Renditen geliefert - und genau das wird jetzt zum Problem.

&quot;Der USA gehts prächtig ..&quot;

1/3 der Staatsausgaben werden durch die Druckerpresse finanziert, mal sehen wieviel es im kommenden Jahr sein werden, in der Rezession ..]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/die-alles-blase-muss-platzen/#comment-283129">jobi</a>.</p>
<p>@Jacques</p>
<p>&#8220;Der US-Aktienmarkt liefert langfristig 7-8% Rendite pro Jahr ..&#8221;</p>
<p>Ja, langfristig und im DURCHSCHNITT. Die letzten Jahre hat er eher zweistellige Renditen geliefert &#8211; und genau das wird jetzt zum Problem.</p>
<p>&#8220;Der USA gehts prächtig ..&#8221;</p>
<p>1/3 der Staatsausgaben werden durch die Druckerpresse finanziert, mal sehen wieviel es im kommenden Jahr sein werden, in der Rezession ..</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Tom96		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/die-alles-blase-muss-platzen/#comment-283178</link>

		<dc:creator><![CDATA[Tom96]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Nov 2022 15:42:22 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterslektuere&#038;p=26529#comment-283178</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/die-alles-blase-muss-platzen/#comment-283177&quot;&gt;Stoertebekker&lt;/a&gt;.

Schauen wir zuerst in den Dollarraum:
Hier ist das Aktivvermögen erst garnicht auffindbar aber das Geld weg
https://www.anti-spiegel.ru/2022/buchpruefung-im-pentagon-gescheitert-61-prozent-der-aktiva-nicht-auffindbar/
immerhin 
&quot;Nachdem 1.600 Prüfer die 3,5 Billionen Dollar an Vermögenswerten und 3,7 Billionen Dollar an Verbindlichkeiten des Verteidigungsministeriums durchkämmt hatten, stellten die Beamten fest, dass das Ministerium nicht in der Lage war, über 61 Prozent seiner Vermögenswerte Rechenschaft abzulegen, sagte Pentagon Rechnungsprüfer Mike McCord am Dienstag gegenüber Reportern.

McCord sagte, das Ministerium habe im vergangenen Jahr Fortschritte auf dem Weg zu einem „sauberen“ Audit gemacht, fügte aber später hinzu: „Wir haben es nicht geschafft, ein ‚A‘ zu bekommen.&quot;

Besser ein K wie Korruption.
Und mit der Jährlichkeit der Rechenschaft - Schwamm drüber.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/die-alles-blase-muss-platzen/#comment-283177">Stoertebekker</a>.</p>
<p>Schauen wir zuerst in den Dollarraum:<br />
Hier ist das Aktivvermögen erst garnicht auffindbar aber das Geld weg<br />
<a href="https://www.anti-spiegel.ru/2022/buchpruefung-im-pentagon-gescheitert-61-prozent-der-aktiva-nicht-auffindbar/" rel="nofollow ugc">https://www.anti-spiegel.ru/2022/buchpruefung-im-pentagon-gescheitert-61-prozent-der-aktiva-nicht-auffindbar/</a><br />
immerhin<br />
&#8220;Nachdem 1.600 Prüfer die 3,5 Billionen Dollar an Vermögenswerten und 3,7 Billionen Dollar an Verbindlichkeiten des Verteidigungsministeriums durchkämmt hatten, stellten die Beamten fest, dass das Ministerium nicht in der Lage war, über 61 Prozent seiner Vermögenswerte Rechenschaft abzulegen, sagte Pentagon Rechnungsprüfer Mike McCord am Dienstag gegenüber Reportern.</p>
<p>McCord sagte, das Ministerium habe im vergangenen Jahr Fortschritte auf dem Weg zu einem „sauberen“ Audit gemacht, fügte aber später hinzu: „Wir haben es nicht geschafft, ein ‚A‘ zu bekommen.&#8221;</p>
<p>Besser ein K wie Korruption.<br />
Und mit der Jährlichkeit der Rechenschaft &#8211; Schwamm drüber.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Stoertebekker		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/die-alles-blase-muss-platzen/#comment-283177</link>

		<dc:creator><![CDATA[Stoertebekker]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Nov 2022 15:27:02 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterslektuere&#038;p=26529#comment-283177</guid>

					<description><![CDATA[@Eurodollar

Habe auch keine volles Verständnis, aber in meiner Welt funktionieren die folgendermaßen. (aufsetzend auf dem Beispiel von vor ein paar Tagen)

@Vater Thiel will nach Tschechien zum Knödelessen. Da sein Lieblingsrestaurant nur Bargeld nimmt und er nach seinem letzten Aufenthalt keines mehr hat, fragt er in seinem Bekanntenkreis nach 10.000 Tschechischen Kronen. @R Ott, der auch in der Nähe der tschechischen Grenze wohnt, hat noch Bargeld und ist auch bereit, dieses an @Vater Thiel zu verleihen. Dieser verspricht ihm Rückzahlung am nächsten Tag. Da @R Ott regelmäßiger Leser des bto-Blogs ist, ist er sich nicht ganz sicher, ob @Vater Thiel beim Komponieren eines seiner Inselbeispiele ggfs. die Zeit und die Rückzahlung vergisst. Also bittet er um ein Pfand. @Vater Thiel erinnert sich an @R Otts Jugend und bietet ihm einen alten Trabant-Vergaser oder eine Kiste Räucheraal an. @R Ott lacht kurz und verweist darauf, dass auch Ossis mittlerweile im Westen angekommen sind. @Vater Thiel gibt sich geschlagen und bietet russische Staatsanleihen, Eurobonds oder eine auf USD lautende Goldman-Sachs-Anleihe an. Da die Einlösung der russischen Staatsanleihen aktuell mit erheblichen Transaktionskosten verbunden ist und die Eurobonds ihm auch über Nacht nicht als sicheres Pfand erscheinen, entscheidet er sich für die vertragliche Übereignung des Hegemon-Papiers und gibt @Vater Thiel das tschechische Bargeld.

Just als @Vater Thiel die tschechische Grenze passiert, meldet sich @Tom96 aus MV und lädt @R Ott zu einem Abstecher nach Polen ein. In dessen östlichem Landesteil gibt es gerade immer mehr Sonderangebote für Touristen. @R Ott - selten um ein kleines Abenteuer verlegen - sagt zu. @Tom96 erwähnt, dass er leider keine polnischen Zloty mehr hat, aber einen Kumpel, der in Geld macht (Inkasso-Marek). @R Ott überlegt sich, dass er Zigaretten aus Polen in seiner sächsischen Heimat mit Gewinn an die ukrainischen Flüchtlinge in der Nachbarschaft verkaufen könnte, rechnet schnell alles durch und ruft Inkasso-Marek an. Der ist fit in Geld und akzeptiert bis zur Rückzahlung am nächsten Tag als Sicherheit wiederum die vertragliche Übereignung der Goldman-Sachs-Anleihe. @R Ott unterschreibt und bekommt 2000 PLN. 

@R Ott und @Tom96 haben noch nicht über die Oder gesetzt, als Inkasso-Marek bei @Felix anruft und fragt, ob dieser ihm nochmal ein paar dänische Kronen überlassen könne. Marek wittert einen guten Deal und will ein paar Nerzfelle aus der Corona-Keulungs-Aktion extrem günstig erwerben. @Felix hat tatsächlich noch DKK in seiner Schatulle (immer was für alle Fälle dabei, falls die dänische Polizei Speed-Tickets verteilt). Auch @Felix kennt sich aus und weiß, dass die polnischen Staatsanleihen, die Inkasso-Marek als Pfand bis zur Rückzahlung aus dem Nerzgeschäft (mit nem ukrainischen Oligarchen, der sich nach Israel abgesetzt hat) anbietet, nix sind. Er akzeptiert die vertragliche Übereignung des Goldman-Sachs-Papiers und reicht seine 3000 DKK rüber. 

Nun hat @Felix aber gerade Langeweile und postet im bto-Blog an @Stoertebekker, ob man nicht mal zusammen was Schießen gehen wolle. @Stoertebekker fragt, ob Elchjagd in Norwegen ok wäre, dann könne man Abenteuer haben, das Elchfleisch in Europa und das Geweih als Aphrodisiakum nach Asien verkaufen. Leider hätte er aber keine norwegischen Kronen. Ach, sagt @Felix, das bekommen wir hin und besorgt gegen vertragliche Übereignung des Goldman-Sachs-Papiers NOK bei @D Stelter, der diese noch von einem Trip zum norwegischen Staatsfond übrig hat (als er sich dessen Funktionsweise und Erfolge erklären lassen wollte).

Nun sind all unsere Glücksritter unterwegs, es sind CZK, PLN, DKK und NOK verliehen und als Sicherheit gibt es das Verfügungsrecht über genau eine Goldman-Sachs-Anleihe. Am Abend und in der Nacht stellen all unsere Geschäftemacher fest, dass die Geschäfte leider nicht wie gedacht funktionieren. Die Ukrainer rauchen Papyrosi statt Marlboro, die Nerzfelle waren überhaupt noch nicht gegerbt, und Corona-Beschränkungen vereiteln den Verkauf des Elchgeweihs nach China. Einzig @Vater Thiel ist satt und zufrieden. 

@D Stelter ahnt von den missratenen Unternehmerversuchen seiner Blogisten nichts und wiegt sich in Sicherheit, dass er am nächsten Tag sein verliehenes Geld wiederbekommt. Am späten Abend dann die Breaking News, dass Goldman Sachs in die Pleite der Kryptoplattform FTX verwickelt sei. Na, @DS wird etwas schwummrig, aber das Papier war ja nur eine Sicherheit. Eigentlich wollten @Felix&#038;@Stoertebekker GbR ja morgen schon die NOK zurückbringen. 

Der Tag beginnt und die @Felix&#038;@Stoerte GbR steht mit hängenden Köpfen vor @DS, bietet aber den Eintritt in den Vertrag mit Inkasso-Marek an. @DS will sein Geld zurück und lässt sich darauf ein. Leider gibt&#039;s bei Marek aber auch nix zu holen, ebensowenig bei @Ott/@Tom96 GbR und als bei @Vater Thiel nachgefragt wird, wo das Geld sei, lautet die lapidare Antwort: verfressen.

Na, egal. Das Goldman-Sachs-Papier kann ja noch eingelöst werden. Leider will es nach den News am Vorabend aber niemand mehr haben. Zwar macht das FTX-Problem viel weniger als ein Promille des gesamten Goldman-Sachs-Portfolios aus, so dass der Wert der Anleihe stabil geblieben sein dürfte (Rückzahlung sicher) - aber es gibt keinen Markt mehr dafür.

Und die Moral von der Geschicht?

1.) ein Pfand kann mehrfach als Sicherheit herhalten, wenn es in einem nicht regulierten Raum genutzt wird
2.) wenn die Glücksritter nicht träumende Blogisten sondern Geschäftsbanken gewesen wären, hätten diese gegen dieses eine Pfand mehrfach Geld schöpfen können (im UNREGULIERTEN [!!] Raum)
3.) sobald die Liquidität eines Pfandes nicht mehr gegeben ist, ist es für die kurzfristige Verleihung nicht mehr geeignet
3.a) deswegen sind USD Treasuries das begehrteste Kollateral

und 4.) die ganze Argumentiererei um die investive statt der konsumtiven Verwendung von Krediten hängt von der Perspektive ab. 🍻🍖

😉

Ach, und der im Beispiel beschriebene Ostseeraum (hier inkl. Tschechien) ist dann der Eurodollarraum.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Eurodollar</p>
<p>Habe auch keine volles Verständnis, aber in meiner Welt funktionieren die folgendermaßen. (aufsetzend auf dem Beispiel von vor ein paar Tagen)</p>
<p>@Vater Thiel will nach Tschechien zum Knödelessen. Da sein Lieblingsrestaurant nur Bargeld nimmt und er nach seinem letzten Aufenthalt keines mehr hat, fragt er in seinem Bekanntenkreis nach 10.000 Tschechischen Kronen. @R Ott, der auch in der Nähe der tschechischen Grenze wohnt, hat noch Bargeld und ist auch bereit, dieses an @Vater Thiel zu verleihen. Dieser verspricht ihm Rückzahlung am nächsten Tag. Da @R Ott regelmäßiger Leser des bto-Blogs ist, ist er sich nicht ganz sicher, ob @Vater Thiel beim Komponieren eines seiner Inselbeispiele ggfs. die Zeit und die Rückzahlung vergisst. Also bittet er um ein Pfand. @Vater Thiel erinnert sich an @R Otts Jugend und bietet ihm einen alten Trabant-Vergaser oder eine Kiste Räucheraal an. @R Ott lacht kurz und verweist darauf, dass auch Ossis mittlerweile im Westen angekommen sind. @Vater Thiel gibt sich geschlagen und bietet russische Staatsanleihen, Eurobonds oder eine auf USD lautende Goldman-Sachs-Anleihe an. Da die Einlösung der russischen Staatsanleihen aktuell mit erheblichen Transaktionskosten verbunden ist und die Eurobonds ihm auch über Nacht nicht als sicheres Pfand erscheinen, entscheidet er sich für die vertragliche Übereignung des Hegemon-Papiers und gibt @Vater Thiel das tschechische Bargeld.</p>
<p>Just als @Vater Thiel die tschechische Grenze passiert, meldet sich @Tom96 aus MV und lädt @R Ott zu einem Abstecher nach Polen ein. In dessen östlichem Landesteil gibt es gerade immer mehr Sonderangebote für Touristen. @R Ott &#8211; selten um ein kleines Abenteuer verlegen &#8211; sagt zu. @Tom96 erwähnt, dass er leider keine polnischen Zloty mehr hat, aber einen Kumpel, der in Geld macht (Inkasso-Marek). @R Ott überlegt sich, dass er Zigaretten aus Polen in seiner sächsischen Heimat mit Gewinn an die ukrainischen Flüchtlinge in der Nachbarschaft verkaufen könnte, rechnet schnell alles durch und ruft Inkasso-Marek an. Der ist fit in Geld und akzeptiert bis zur Rückzahlung am nächsten Tag als Sicherheit wiederum die vertragliche Übereignung der Goldman-Sachs-Anleihe. @R Ott unterschreibt und bekommt 2000 PLN. </p>
<p>@R Ott und @Tom96 haben noch nicht über die Oder gesetzt, als Inkasso-Marek bei @Felix anruft und fragt, ob dieser ihm nochmal ein paar dänische Kronen überlassen könne. Marek wittert einen guten Deal und will ein paar Nerzfelle aus der Corona-Keulungs-Aktion extrem günstig erwerben. @Felix hat tatsächlich noch DKK in seiner Schatulle (immer was für alle Fälle dabei, falls die dänische Polizei Speed-Tickets verteilt). Auch @Felix kennt sich aus und weiß, dass die polnischen Staatsanleihen, die Inkasso-Marek als Pfand bis zur Rückzahlung aus dem Nerzgeschäft (mit nem ukrainischen Oligarchen, der sich nach Israel abgesetzt hat) anbietet, nix sind. Er akzeptiert die vertragliche Übereignung des Goldman-Sachs-Papiers und reicht seine 3000 DKK rüber. </p>
<p>Nun hat @Felix aber gerade Langeweile und postet im bto-Blog an @Stoertebekker, ob man nicht mal zusammen was Schießen gehen wolle. @Stoertebekker fragt, ob Elchjagd in Norwegen ok wäre, dann könne man Abenteuer haben, das Elchfleisch in Europa und das Geweih als Aphrodisiakum nach Asien verkaufen. Leider hätte er aber keine norwegischen Kronen. Ach, sagt @Felix, das bekommen wir hin und besorgt gegen vertragliche Übereignung des Goldman-Sachs-Papiers NOK bei @D Stelter, der diese noch von einem Trip zum norwegischen Staatsfond übrig hat (als er sich dessen Funktionsweise und Erfolge erklären lassen wollte).</p>
<p>Nun sind all unsere Glücksritter unterwegs, es sind CZK, PLN, DKK und NOK verliehen und als Sicherheit gibt es das Verfügungsrecht über genau eine Goldman-Sachs-Anleihe. Am Abend und in der Nacht stellen all unsere Geschäftemacher fest, dass die Geschäfte leider nicht wie gedacht funktionieren. Die Ukrainer rauchen Papyrosi statt Marlboro, die Nerzfelle waren überhaupt noch nicht gegerbt, und Corona-Beschränkungen vereiteln den Verkauf des Elchgeweihs nach China. Einzig @Vater Thiel ist satt und zufrieden. </p>
<p>@D Stelter ahnt von den missratenen Unternehmerversuchen seiner Blogisten nichts und wiegt sich in Sicherheit, dass er am nächsten Tag sein verliehenes Geld wiederbekommt. Am späten Abend dann die Breaking News, dass Goldman Sachs in die Pleite der Kryptoplattform FTX verwickelt sei. Na, @DS wird etwas schwummrig, aber das Papier war ja nur eine Sicherheit. Eigentlich wollten @Felix&amp;@Stoertebekker GbR ja morgen schon die NOK zurückbringen. </p>
<p>Der Tag beginnt und die @Felix&amp;@Stoerte GbR steht mit hängenden Köpfen vor @DS, bietet aber den Eintritt in den Vertrag mit Inkasso-Marek an. @DS will sein Geld zurück und lässt sich darauf ein. Leider gibt&#8217;s bei Marek aber auch nix zu holen, ebensowenig bei @Ott/@Tom96 GbR und als bei @Vater Thiel nachgefragt wird, wo das Geld sei, lautet die lapidare Antwort: verfressen.</p>
<p>Na, egal. Das Goldman-Sachs-Papier kann ja noch eingelöst werden. Leider will es nach den News am Vorabend aber niemand mehr haben. Zwar macht das FTX-Problem viel weniger als ein Promille des gesamten Goldman-Sachs-Portfolios aus, so dass der Wert der Anleihe stabil geblieben sein dürfte (Rückzahlung sicher) &#8211; aber es gibt keinen Markt mehr dafür.</p>
<p>Und die Moral von der Geschicht?</p>
<p>1.) ein Pfand kann mehrfach als Sicherheit herhalten, wenn es in einem nicht regulierten Raum genutzt wird<br />
2.) wenn die Glücksritter nicht träumende Blogisten sondern Geschäftsbanken gewesen wären, hätten diese gegen dieses eine Pfand mehrfach Geld schöpfen können (im UNREGULIERTEN [!!] Raum)<br />
3.) sobald die Liquidität eines Pfandes nicht mehr gegeben ist, ist es für die kurzfristige Verleihung nicht mehr geeignet<br />
3.a) deswegen sind USD Treasuries das begehrteste Kollateral</p>
<p>und 4.) die ganze Argumentiererei um die investive statt der konsumtiven Verwendung von Krediten hängt von der Perspektive ab. 🍻🍖</p>
<p>😉</p>
<p>Ach, und der im Beispiel beschriebene Ostseeraum (hier inkl. Tschechien) ist dann der Eurodollarraum.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: jobi		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/die-alles-blase-muss-platzen/#comment-283176</link>

		<dc:creator><![CDATA[jobi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Nov 2022 15:19:41 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterslektuere&#038;p=26529#comment-283176</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/die-alles-blase-muss-platzen/#comment-283153&quot;&gt;Renée Menéndez&lt;/a&gt;.

@Herr Menendez, Herr Thiel

Die durch internationale Repo-Märkte geschaffenen ! Eurodollar sind zwar keine Zahlungsmittel in dem engen Sinne, wie Sie sie verstehen. Dennoch werden mit ihnen finanz- und realwirtschaftliche Transaktionen in erheblichem Umfang finanziert.

Eurodollars sind nicht Bestandteil eines der gängigen Geldmengenaggregate. Sie entziehen sich jeder Erfassung, weil es sich um Agreements zwischen zwei oder mehreren Parteien handelt, von denen keine einen Fed-Zugang besitzen muss. Daher der Begriff Schattenbanken.

Ich empfehle Ihnen Jeff Snider, der sich wie kein anderer mit der Materie beschäftigt hat.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/die-alles-blase-muss-platzen/#comment-283153">Renée Menéndez</a>.</p>
<p>@Herr Menendez, Herr Thiel</p>
<p>Die durch internationale Repo-Märkte geschaffenen ! Eurodollar sind zwar keine Zahlungsmittel in dem engen Sinne, wie Sie sie verstehen. Dennoch werden mit ihnen finanz- und realwirtschaftliche Transaktionen in erheblichem Umfang finanziert.</p>
<p>Eurodollars sind nicht Bestandteil eines der gängigen Geldmengenaggregate. Sie entziehen sich jeder Erfassung, weil es sich um Agreements zwischen zwei oder mehreren Parteien handelt, von denen keine einen Fed-Zugang besitzen muss. Daher der Begriff Schattenbanken.</p>
<p>Ich empfehle Ihnen Jeff Snider, der sich wie kein anderer mit der Materie beschäftigt hat.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Felix		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/die-alles-blase-muss-platzen/#comment-283174</link>

		<dc:creator><![CDATA[Felix]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Nov 2022 14:26:29 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterslektuere&#038;p=26529#comment-283174</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/die-alles-blase-muss-platzen/#comment-283157&quot;&gt;Vater Thiel&lt;/a&gt;.

Man darf im Eurodollar nicht solide denken, wie eine Genossenschaftsbank. Das ist völlig unangebracht.
Ich finde die Dinge sind meist gut verständlich, wenn man von der Geschichte ausgeht und umgekehrt selbst für die Mehrzahl der Praktiker ein Mysterium, wenn man es rein von der technischen Seite betrachtet. Dann ist es so, als ob man ein Latein lernen wollte, bei dem das Verhältnis von regulären Fällen zu Ausnahmen umgedreht ist. Da bleibt man zwangsläufig auf Asterix-Niveau, wenn man keinen Hauptjob daraus machen will.

Also Geschichte:

Der Zweite Weltkrieg ist rum und die Kommunisten sind das nächste Problem. Also müssen die industriellen Kapazitäten Westeuropas möglichst rasch aufgebaut werden. Dazu brauchte man unbürokratisch große Mengen Dollar. Der Eurodollar ist geboren.

In den 60er Jahren verhebt sich das Imperium an einem kleinen Dorf am Ende der Welt und an einem großen Sozialprogramm im eigenen Land. 

1971 wird daher die Goldbindung des Dollars auch formal aufgegeben und so werden auf einen Schlag alle konvertierbaren Währungen der Welt zu unbegrenzt vermehrbarem &quot;Papier&quot;geld.

Ab diesem Zeitpunkt laufen nominale und reale Werte auseinander. Die Wirtschaft wächst, aber die Schulden viel schneller. Die Realwirtschaft wird zum Anhängsel der Finanzwirtschaft.  

Wenn man jetzt noch Eurodollar schöpfen kann, dann finanziert man damit schöne Wettgeschäfte, die man vorzugsweise mit sich selbst macht und mit seinesgleichen. 

&quot;Was ist schon ein Banküberfall im Vergleich zur Gründung einer Bank.&quot;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/die-alles-blase-muss-platzen/#comment-283157">Vater Thiel</a>.</p>
<p>Man darf im Eurodollar nicht solide denken, wie eine Genossenschaftsbank. Das ist völlig unangebracht.<br />
Ich finde die Dinge sind meist gut verständlich, wenn man von der Geschichte ausgeht und umgekehrt selbst für die Mehrzahl der Praktiker ein Mysterium, wenn man es rein von der technischen Seite betrachtet. Dann ist es so, als ob man ein Latein lernen wollte, bei dem das Verhältnis von regulären Fällen zu Ausnahmen umgedreht ist. Da bleibt man zwangsläufig auf Asterix-Niveau, wenn man keinen Hauptjob daraus machen will.</p>
<p>Also Geschichte:</p>
<p>Der Zweite Weltkrieg ist rum und die Kommunisten sind das nächste Problem. Also müssen die industriellen Kapazitäten Westeuropas möglichst rasch aufgebaut werden. Dazu brauchte man unbürokratisch große Mengen Dollar. Der Eurodollar ist geboren.</p>
<p>In den 60er Jahren verhebt sich das Imperium an einem kleinen Dorf am Ende der Welt und an einem großen Sozialprogramm im eigenen Land. </p>
<p>1971 wird daher die Goldbindung des Dollars auch formal aufgegeben und so werden auf einen Schlag alle konvertierbaren Währungen der Welt zu unbegrenzt vermehrbarem &#8220;Papier&#8221;geld.</p>
<p>Ab diesem Zeitpunkt laufen nominale und reale Werte auseinander. Die Wirtschaft wächst, aber die Schulden viel schneller. Die Realwirtschaft wird zum Anhängsel der Finanzwirtschaft.  </p>
<p>Wenn man jetzt noch Eurodollar schöpfen kann, dann finanziert man damit schöne Wettgeschäfte, die man vorzugsweise mit sich selbst macht und mit seinesgleichen. </p>
<p>&#8220;Was ist schon ein Banküberfall im Vergleich zur Gründung einer Bank.&#8221;</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
	</channel>
</rss>
