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	Kommentare zu: Der Fehler der Notenbanken ist längst gemacht	</title>
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	<description>Daniel Stelter ist die unabhängige Stimme zur Finanzkrise</description>
	<lastBuildDate>Fri, 11 Feb 2022 16:39:39 +0000</lastBuildDate>
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		Von: Christian Anders		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/der-fehler-der-notenbanken-ist-laengst-gemacht/#comment-228124</link>

		<dc:creator><![CDATA[Christian Anders]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Feb 2022 16:39:39 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/der-fehler-der-notenbanken-ist-laengst-gemacht/#comment-227740&quot;&gt;Stoertebekker&lt;/a&gt;.

@R. Ott

„Tja, wer *KONKRET* soll das “machen”?“

Keine Ahnung. Es müssten die Tarifparteien erstens Wissen, dass SIE die langfristig laufende Teuerungsrate erzeugen und dann zweitens ein Konzept haben, dass da heißt ZIELinflation plus Produktivitätssteigerung gleich Lohnerhöhung (alles in %). 
Und eben genau NICHT „gelaufene“ Teuerung.

Ich sehe nicht, dass das den Leuten verkaufbar wäre.

Es heißt aber auch, wenn man das nicht so machen kann - wofür alles spricht - dass das ganze Gerede um Inflationsbekämpfung via Notenbank oder auch Inflationserzeugung via Notenbank leer ist.

Die Notenbank kann höchstens die konjunkturelle Dynamik via Zinsen beeinflussen. Das heißt schlicht, dass Sie Inflation bekämpfen kann, indem sie die Dynamik so verlangsamt, dass Insolvenzen anfallen und Arbeitslosigkeit entsteht.

Die Politiker, ihre Wähler und überhaupt alle wollen aber Folgendes:

Einkommensausgleich zu jeglichen Preissteigerungen UND keine Inflation. 

Das ist unmöglich. Wenn man externe Preisschocks SO behandelt, ist Inflation die Folge - worauf die Inflationsbekämpfung die Konjunktur dämpft, falls sie wie gerufen erfolgt.

Die Menschen müssten sich entscheiden, WAS sie wollen. Man kann nicht die Arbeitseinkommensentwicklung UND die Inflationsraten beide sakrosankt finden und dann so tun, als könnte man beides unabhängig voneinander behandeln, weil es ja eine ZB gibt.

Wenn das nicht geht, muss man mit den Folgen dieser kultivierten Dummheit halt leben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/der-fehler-der-notenbanken-ist-laengst-gemacht/#comment-227740">Stoertebekker</a>.</p>
<p>@R. Ott</p>
<p>„Tja, wer *KONKRET* soll das “machen”?“</p>
<p>Keine Ahnung. Es müssten die Tarifparteien erstens Wissen, dass SIE die langfristig laufende Teuerungsrate erzeugen und dann zweitens ein Konzept haben, dass da heißt ZIELinflation plus Produktivitätssteigerung gleich Lohnerhöhung (alles in %).<br />
Und eben genau NICHT „gelaufene“ Teuerung.</p>
<p>Ich sehe nicht, dass das den Leuten verkaufbar wäre.</p>
<p>Es heißt aber auch, wenn man das nicht so machen kann &#8211; wofür alles spricht &#8211; dass das ganze Gerede um Inflationsbekämpfung via Notenbank oder auch Inflationserzeugung via Notenbank leer ist.</p>
<p>Die Notenbank kann höchstens die konjunkturelle Dynamik via Zinsen beeinflussen. Das heißt schlicht, dass Sie Inflation bekämpfen kann, indem sie die Dynamik so verlangsamt, dass Insolvenzen anfallen und Arbeitslosigkeit entsteht.</p>
<p>Die Politiker, ihre Wähler und überhaupt alle wollen aber Folgendes:</p>
<p>Einkommensausgleich zu jeglichen Preissteigerungen UND keine Inflation. </p>
<p>Das ist unmöglich. Wenn man externe Preisschocks SO behandelt, ist Inflation die Folge &#8211; worauf die Inflationsbekämpfung die Konjunktur dämpft, falls sie wie gerufen erfolgt.</p>
<p>Die Menschen müssten sich entscheiden, WAS sie wollen. Man kann nicht die Arbeitseinkommensentwicklung UND die Inflationsraten beide sakrosankt finden und dann so tun, als könnte man beides unabhängig voneinander behandeln, weil es ja eine ZB gibt.</p>
<p>Wenn das nicht geht, muss man mit den Folgen dieser kultivierten Dummheit halt leben.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Dietmar Tischer		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/der-fehler-der-notenbanken-ist-laengst-gemacht/#comment-228118</link>

		<dc:creator><![CDATA[Dietmar Tischer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Feb 2022 15:22:12 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/der-fehler-der-notenbanken-ist-laengst-gemacht/#comment-227740&quot;&gt;Stoertebekker&lt;/a&gt;.

@ Richard Ott 

&#062;Die Feuerwehr wird Ihnen erzählen, dass “Keller auspumpen” selbstverständlich zu ihren definierten Aufgaben gehört.&#062;

Das gehört nicht zu ihren definierten Aufgaben.  

Die Feuerwehr ist kein Serviceunternehmen, dass mal eben gerufen werden kann, um den Keller auszupumpen, weil er wegen eines Leitungsdefektes IM Haus vollgelaufen ist.

&#062;Im schlimmsten Fall weil sie in einem Überflutungsszenario mit Vermissten die Keller …&#060;

Ja, im SCHLIMMSTEN Fall.

Und drohendes SYSTEMVERSAGEN ist auch ein SCHLIMMSTER Fall und nicht nur irgendeine andere Situation. 

„Spazierengehen“ ist im vorliegenden Umfang KEIN schlimmster Fall.

DAMIT er sich nicht zu einem schlimmsten entwickelt, MÜSSEN die Gesetze eingehalten werden. 

Ob deshalb JEDER „Spaziergang“ als gesetzwidrig EINGESTUFT werden SOLLTE, ist eine ganz andere Frage. 

Anders die Straßenblockaden in Berlin: 

Eindeutig gesetzeswidrige und daher zu verurteilen durch Gerichte. 

Verheerend, dies mit erlaubtem „passiven Widerstand“ bis auf Ministerebene schönzureden. 

Mit anderen Worten:

Nur etwas nachdenken, dann schaffen Sie das mit der Verwirrung.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/der-fehler-der-notenbanken-ist-laengst-gemacht/#comment-227740">Stoertebekker</a>.</p>
<p>@ Richard Ott </p>
<p>&gt;Die Feuerwehr wird Ihnen erzählen, dass “Keller auspumpen” selbstverständlich zu ihren definierten Aufgaben gehört.&gt;</p>
<p>Das gehört nicht zu ihren definierten Aufgaben.  </p>
<p>Die Feuerwehr ist kein Serviceunternehmen, dass mal eben gerufen werden kann, um den Keller auszupumpen, weil er wegen eines Leitungsdefektes IM Haus vollgelaufen ist.</p>
<p>&gt;Im schlimmsten Fall weil sie in einem Überflutungsszenario mit Vermissten die Keller …&lt;</p>
<p>Ja, im SCHLIMMSTEN Fall.</p>
<p>Und drohendes SYSTEMVERSAGEN ist auch ein SCHLIMMSTER Fall und nicht nur irgendeine andere Situation. </p>
<p>„Spazierengehen“ ist im vorliegenden Umfang KEIN schlimmster Fall.</p>
<p>DAMIT er sich nicht zu einem schlimmsten entwickelt, MÜSSEN die Gesetze eingehalten werden. </p>
<p>Ob deshalb JEDER „Spaziergang“ als gesetzwidrig EINGESTUFT werden SOLLTE, ist eine ganz andere Frage. </p>
<p>Anders die Straßenblockaden in Berlin: </p>
<p>Eindeutig gesetzeswidrige und daher zu verurteilen durch Gerichte. </p>
<p>Verheerend, dies mit erlaubtem „passiven Widerstand“ bis auf Ministerebene schönzureden. </p>
<p>Mit anderen Worten:</p>
<p>Nur etwas nachdenken, dann schaffen Sie das mit der Verwirrung.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Richard Ott		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/der-fehler-der-notenbanken-ist-laengst-gemacht/#comment-228115</link>

		<dc:creator><![CDATA[Richard Ott]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Feb 2022 14:45:51 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterslektuere&#038;p=24423#comment-228115</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/der-fehler-der-notenbanken-ist-laengst-gemacht/#comment-227740&quot;&gt;Stoertebekker&lt;/a&gt;.

@Christian Anders	

&quot;WENN es eine Lohn-Preisspirale gibt und WENN man ferner stabile niedrige Teuerungsraten haben will, hätte man was anderes machen müssen: Eine Zielinflation definieren und die Löhne um Produktivität plus dieses Ziel steigen lassen. Die Kosten wären in diesem Fall, dass die Kosten der externen Schocks von den Verbrauchern zu ertragen sind.&quot;

Tja, wer *KONKRET* soll das &quot;machen&quot;? 

Soll der Staat die Löhne für sämtliche Arbeitsverträge festlegen? Dann sind wir in der Planwirtschaft. Und selbst in planwirtschaftlichen Systemen kommen vom Staat verordnete Lohnsenkungen so außerordentlich schlecht an, dass sie oft Unruhen oder gar Volksaufstände provozieren, zum Beispiel am 17. Juni 1953 in der DDR. 

Sie machen mich aber neugierig: Würden Sie persönlich einen Lohnabschluss akzeptieren, der Ihr Einkommen nach Berücksichtigung der Preissteigerungsrate effektiv reduziert? 

Der Zentralbankchef der britischen Zentralbank hatte eine ähnliche Idee wie Sie (was erschreckend ist, weil zumindest jemand mit ökonomischer Ausbildung erkennen sollte, wie hirnrissig und weltfremd der Vorschlag ist) und appellierte an die Arbeitnehmer, doch bei der nächsten Lohnrunde für die Inflationsbekämpfung Reallohnsenkungen zu akzeptieren:

&quot;Speaking to the press hours after the central bank hiked its benchmark rate to 0.5% last week, the governor said businesses should assert &#039;restraint&#039; while negotiating pay packages with their workers to try and help keep inflation, already at its strongest level in 30 years, in check. When asked whether the BoE was asking workers not to demand big pay rises, Bailey said: &#039;Broadly, yes. In the sense of saying, we do need to see a moderation of wage rises. Now that’s painful. I don’t want to in any sense sugar that, it is painful. But we need to see that in order to get through this problem more quickly,&#039; Bailey said.&quot;
https://www.zerohedge.com/economics/british-public-outraged-boe-chiefs-request-they-not-ask-wage-hikes-inflation-surges

Das führte in Großbritannien zu einem alle politische Lager übergreifenden Sturm der Kritik, sogar von Leuten, die sich normalerweise nie damit befassen, was die Zentralbank so für Ideen ventiliert. 

&#062;Rede eines ZB-Vorstandes:
&#062;„Wir können die uns zugedachte Aufgabe gar nicht erfüllen, wenn die Politik nicht die Schritte a, b, c geht. Sie weigert sich, dies zu tun und fordert trotzdem Aufgabenerfüllung von uns. &#062;Weil das niemals funktionieren kann, treten wir hiermit zurück. Soll sich ein anderer Esel finden!“
&#062;So?

Ganz genau so. 

&#062;&#062;„Seit wann interessiert Sie denn plötzlich, ob politische Mandate realistische Ziele haben oder nicht?“
&#062;Gegenfrage: Seit wann nicht?

Vielleicht seit Sie erkannt haben, dass man gerade mit der Einforderung gewisser vollkommen unrealistischer Ziele einen Umbau der Gesellschaft in die von Ihnen gewünschte Richtung befördern kann? ;)

@Herr Tischer

&quot;Die Feuerwehr sagt nicht, wir kommen nicht, weil „Keller auspumpen“ nicht Retten, Bergen und Löschen ist.&quot;

Die Feuerwehr wird Ihnen erzählen, dass &quot;Keller auspumpen&quot; selbstverständlich zu ihren definierten Aufgaben gehört. Im schlimmsten Fall weil sie in einem Überflutungsszenario mit Vermissten die Keller schon deshalb auspumpen will um nachzusehen, ob sich die Leichen der vermissten Personen in ihnen befinden - aber auch weil mit Wasser vollgelaufene Keller sehr unangenehme Konsequenzen haben und eine direkte gesundheitliche Gefahr für die Bewohner der betroffenen Gebäde und auch eine Umweltgefährdung nach sich ziehen können. Fällt alles unter &quot;Retten&quot; beziehungsweise &quot;Bergen&quot;. 

&quot;Wenn es um den ERHALT des SYSTEMS geht, wird gehandelt, OHNE dass darüber diskutiert wird, wer für seine Instabilität VERANTWORTLICH ist. Woran fehlt’s, dass Sie dies nicht kapieren können? &quot;

Na, ich bin nur ein bisschen verwirrt, dass Sie einerseits selbst bei &quot;Spaziergängern&quot; einen extrem hohen Wert auf die Einhaltung von existierenden Gesetzen legen und gleichzeitig in bestimmten anderen Situationen selbst auf der Paniktrompete spielen und von existierenden gesetzlichen Beschränkungen oder rechtlichen Mandaten nichts mehr wissen wollen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/der-fehler-der-notenbanken-ist-laengst-gemacht/#comment-227740">Stoertebekker</a>.</p>
<p>@Christian Anders	</p>
<p>&#8220;WENN es eine Lohn-Preisspirale gibt und WENN man ferner stabile niedrige Teuerungsraten haben will, hätte man was anderes machen müssen: Eine Zielinflation definieren und die Löhne um Produktivität plus dieses Ziel steigen lassen. Die Kosten wären in diesem Fall, dass die Kosten der externen Schocks von den Verbrauchern zu ertragen sind.&#8221;</p>
<p>Tja, wer *KONKRET* soll das &#8220;machen&#8221;? </p>
<p>Soll der Staat die Löhne für sämtliche Arbeitsverträge festlegen? Dann sind wir in der Planwirtschaft. Und selbst in planwirtschaftlichen Systemen kommen vom Staat verordnete Lohnsenkungen so außerordentlich schlecht an, dass sie oft Unruhen oder gar Volksaufstände provozieren, zum Beispiel am 17. Juni 1953 in der DDR. </p>
<p>Sie machen mich aber neugierig: Würden Sie persönlich einen Lohnabschluss akzeptieren, der Ihr Einkommen nach Berücksichtigung der Preissteigerungsrate effektiv reduziert? </p>
<p>Der Zentralbankchef der britischen Zentralbank hatte eine ähnliche Idee wie Sie (was erschreckend ist, weil zumindest jemand mit ökonomischer Ausbildung erkennen sollte, wie hirnrissig und weltfremd der Vorschlag ist) und appellierte an die Arbeitnehmer, doch bei der nächsten Lohnrunde für die Inflationsbekämpfung Reallohnsenkungen zu akzeptieren:</p>
<p>&#8220;Speaking to the press hours after the central bank hiked its benchmark rate to 0.5% last week, the governor said businesses should assert &#8216;restraint&#8217; while negotiating pay packages with their workers to try and help keep inflation, already at its strongest level in 30 years, in check. When asked whether the BoE was asking workers not to demand big pay rises, Bailey said: &#8216;Broadly, yes. In the sense of saying, we do need to see a moderation of wage rises. Now that’s painful. I don’t want to in any sense sugar that, it is painful. But we need to see that in order to get through this problem more quickly,&#8217; Bailey said.&#8221;<br />
<a href="https://www.zerohedge.com/economics/british-public-outraged-boe-chiefs-request-they-not-ask-wage-hikes-inflation-surges" rel="nofollow ugc">https://www.zerohedge.com/economics/british-public-outraged-boe-chiefs-request-they-not-ask-wage-hikes-inflation-surges</a></p>
<p>Das führte in Großbritannien zu einem alle politische Lager übergreifenden Sturm der Kritik, sogar von Leuten, die sich normalerweise nie damit befassen, was die Zentralbank so für Ideen ventiliert. </p>
<p>&gt;Rede eines ZB-Vorstandes:<br />
&gt;„Wir können die uns zugedachte Aufgabe gar nicht erfüllen, wenn die Politik nicht die Schritte a, b, c geht. Sie weigert sich, dies zu tun und fordert trotzdem Aufgabenerfüllung von uns. &gt;Weil das niemals funktionieren kann, treten wir hiermit zurück. Soll sich ein anderer Esel finden!“<br />
&gt;So?</p>
<p>Ganz genau so. </p>
<p>&gt;&gt;„Seit wann interessiert Sie denn plötzlich, ob politische Mandate realistische Ziele haben oder nicht?“<br />
&gt;Gegenfrage: Seit wann nicht?</p>
<p>Vielleicht seit Sie erkannt haben, dass man gerade mit der Einforderung gewisser vollkommen unrealistischer Ziele einen Umbau der Gesellschaft in die von Ihnen gewünschte Richtung befördern kann? ;)</p>
<p>@Herr Tischer</p>
<p>&#8220;Die Feuerwehr sagt nicht, wir kommen nicht, weil „Keller auspumpen“ nicht Retten, Bergen und Löschen ist.&#8221;</p>
<p>Die Feuerwehr wird Ihnen erzählen, dass &#8220;Keller auspumpen&#8221; selbstverständlich zu ihren definierten Aufgaben gehört. Im schlimmsten Fall weil sie in einem Überflutungsszenario mit Vermissten die Keller schon deshalb auspumpen will um nachzusehen, ob sich die Leichen der vermissten Personen in ihnen befinden &#8211; aber auch weil mit Wasser vollgelaufene Keller sehr unangenehme Konsequenzen haben und eine direkte gesundheitliche Gefahr für die Bewohner der betroffenen Gebäde und auch eine Umweltgefährdung nach sich ziehen können. Fällt alles unter &#8220;Retten&#8221; beziehungsweise &#8220;Bergen&#8221;. </p>
<p>&#8220;Wenn es um den ERHALT des SYSTEMS geht, wird gehandelt, OHNE dass darüber diskutiert wird, wer für seine Instabilität VERANTWORTLICH ist. Woran fehlt’s, dass Sie dies nicht kapieren können? &#8221;</p>
<p>Na, ich bin nur ein bisschen verwirrt, dass Sie einerseits selbst bei &#8220;Spaziergängern&#8221; einen extrem hohen Wert auf die Einhaltung von existierenden Gesetzen legen und gleichzeitig in bestimmten anderen Situationen selbst auf der Paniktrompete spielen und von existierenden gesetzlichen Beschränkungen oder rechtlichen Mandaten nichts mehr wissen wollen.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Dietmar Tischer		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/der-fehler-der-notenbanken-ist-laengst-gemacht/#comment-228114</link>

		<dc:creator><![CDATA[Dietmar Tischer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Feb 2022 13:55:30 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/der-fehler-der-notenbanken-ist-laengst-gemacht/#comment-227740&quot;&gt;Stoertebekker&lt;/a&gt;.

@ Christian Anders

&#062;Wenn schon Feuerwehr, dann derart, dass sie bei Waldbrand den unverbrannten Wald feucht hält, damit der nicht auch noch Feuer fängt. Den brennenden Wald löschen kann sie: Nicht.&#062;

Richtig – was IST, das IST. 

Aber: 

&#062;Sie kann weder den Preisauftrieb durch externe Schocks verhindern, noch über Einfluss auf Löhne eine Lohn-Preisspirale verhindern.&#062;

Richtig, sie kann nicht den Preisauftrieb durch externe Schocks verhindern. 

Sie kann aber Einfluss darauf nehmen, dass sich eine bestehende Lohn-Preisspirale NICHT weiter AUFBAUT. 

Wenn die ZB eine Rezession erzwingt und evtl. wegen zu hoher Inflation auch erzwingen muss mit Insolvenzen etc., dann schwächt sie die VERHANDLUNGSPOSITION der Gewerkschaften, die dann ihren Leuten sagen müssen: o.k. MEHR Lohn, aber mit einem GRÖSSEREN Risiko für den Arbeitsplatz, oder WENIGER Lohn und dafür HÖHERE Arbeitsplatzsicherheit.

Durchweg alle wichtigen Tarifverträge der letzten Jahrzehnte wurden mit Blick auf höhere Arbeitsplatzsicherung abgeschlossen, auch wenn die Arbeitsplätze nicht wegen hoher Inflation auf dem Spiel standen.  

Daher:

Die ZB kann „löschen“, d. h. Entwicklungen stoppen in Analogie dazu, wie die Feuerwehr den unverbrannten Wald feucht hält.  

„Vorkopernikanisch“ ist mein Urteil ;-).

Man kann so urteilen.

&#062;Meine Oma würde sagen: „Da machste nix!“&#062;

Ihre Oma blickt durch.

Denn, ob man etwas machen kann oder nicht: 

Auch in vorkopernischer Zeit sind die Erdbeeren so schlecht oder gut gereift wie in der nachkopernischen. 

Wissenschaftliche Erkenntnis spielt für das praktische Leben viel weniger eine Rolle als manche glauben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/der-fehler-der-notenbanken-ist-laengst-gemacht/#comment-227740">Stoertebekker</a>.</p>
<p>@ Christian Anders</p>
<p>&gt;Wenn schon Feuerwehr, dann derart, dass sie bei Waldbrand den unverbrannten Wald feucht hält, damit der nicht auch noch Feuer fängt. Den brennenden Wald löschen kann sie: Nicht.&gt;</p>
<p>Richtig – was IST, das IST. </p>
<p>Aber: </p>
<p>&gt;Sie kann weder den Preisauftrieb durch externe Schocks verhindern, noch über Einfluss auf Löhne eine Lohn-Preisspirale verhindern.&gt;</p>
<p>Richtig, sie kann nicht den Preisauftrieb durch externe Schocks verhindern. </p>
<p>Sie kann aber Einfluss darauf nehmen, dass sich eine bestehende Lohn-Preisspirale NICHT weiter AUFBAUT. </p>
<p>Wenn die ZB eine Rezession erzwingt und evtl. wegen zu hoher Inflation auch erzwingen muss mit Insolvenzen etc., dann schwächt sie die VERHANDLUNGSPOSITION der Gewerkschaften, die dann ihren Leuten sagen müssen: o.k. MEHR Lohn, aber mit einem GRÖSSEREN Risiko für den Arbeitsplatz, oder WENIGER Lohn und dafür HÖHERE Arbeitsplatzsicherheit.</p>
<p>Durchweg alle wichtigen Tarifverträge der letzten Jahrzehnte wurden mit Blick auf höhere Arbeitsplatzsicherung abgeschlossen, auch wenn die Arbeitsplätze nicht wegen hoher Inflation auf dem Spiel standen.  </p>
<p>Daher:</p>
<p>Die ZB kann „löschen“, d. h. Entwicklungen stoppen in Analogie dazu, wie die Feuerwehr den unverbrannten Wald feucht hält.  </p>
<p>„Vorkopernikanisch“ ist mein Urteil ;-).</p>
<p>Man kann so urteilen.</p>
<p>&gt;Meine Oma würde sagen: „Da machste nix!“&gt;</p>
<p>Ihre Oma blickt durch.</p>
<p>Denn, ob man etwas machen kann oder nicht: </p>
<p>Auch in vorkopernischer Zeit sind die Erdbeeren so schlecht oder gut gereift wie in der nachkopernischen. </p>
<p>Wissenschaftliche Erkenntnis spielt für das praktische Leben viel weniger eine Rolle als manche glauben.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Christian Anders		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/der-fehler-der-notenbanken-ist-laengst-gemacht/#comment-228106</link>

		<dc:creator><![CDATA[Christian Anders]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Feb 2022 12:13:54 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterslektuere&#038;p=24423#comment-228106</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/der-fehler-der-notenbanken-ist-laengst-gemacht/#comment-227740&quot;&gt;Stoertebekker&lt;/a&gt;.

@DT

KANN eine ZB das denn überhaupt: Eine Preissteigerung „löschen“? Mit welchem Löschmittel? Wie?
Sie kann, sofern sie tatsächlich den Preis für Fremdkapital beeinflussen kann (was mittlerweile auch bezweifelt wird), Insolvenzen verhindern/aufschieben oder andersherum anschieben/erzwingen und so eine Dynamik gestalten, die ansonsten eine andere gewesen wäre.
Sie kann weder den Preisauftrieb durch externe Schocks verhindern, noch über Einfluss auf Löhne eine Lohn-Preisspirale verhindern.

Also: Wenn schon Feuerwehr, dann derart, dass sie bei Waldbrand den unverbrannten Wald feucht hält, damit der nicht auch noch Feuer fängt. Den brennenden Wald löschen kann sie: Nicht.

Und trotzdem ist sie eigentlich genau damit betraut, brennenden Wald zu löschen. Alle reden darüber, viele glauben daran und man arbeitet sich daran ab, wodurch kein klarer Blick zustande kommt.
Solch ein klarer(er) Blick wäre:

„So hätte es sein MÜSSEN, konnte es aber NICHT sein.“

Wenn so, dann haben wir ein klassisches Dilemma, bei dem zwei sich widersprechende Ziele verfolgt werden - gedeckt durch den Mainstream jener „Wissenschaft“, die für derlei Erkenntnisse zuständig ist.

„Vorkopernikanisch“ ist mein Urteil ;-).

Meine Oma würde sagen: „Da machste nix!“]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/der-fehler-der-notenbanken-ist-laengst-gemacht/#comment-227740">Stoertebekker</a>.</p>
<p>@DT</p>
<p>KANN eine ZB das denn überhaupt: Eine Preissteigerung „löschen“? Mit welchem Löschmittel? Wie?<br />
Sie kann, sofern sie tatsächlich den Preis für Fremdkapital beeinflussen kann (was mittlerweile auch bezweifelt wird), Insolvenzen verhindern/aufschieben oder andersherum anschieben/erzwingen und so eine Dynamik gestalten, die ansonsten eine andere gewesen wäre.<br />
Sie kann weder den Preisauftrieb durch externe Schocks verhindern, noch über Einfluss auf Löhne eine Lohn-Preisspirale verhindern.</p>
<p>Also: Wenn schon Feuerwehr, dann derart, dass sie bei Waldbrand den unverbrannten Wald feucht hält, damit der nicht auch noch Feuer fängt. Den brennenden Wald löschen kann sie: Nicht.</p>
<p>Und trotzdem ist sie eigentlich genau damit betraut, brennenden Wald zu löschen. Alle reden darüber, viele glauben daran und man arbeitet sich daran ab, wodurch kein klarer Blick zustande kommt.<br />
Solch ein klarer(er) Blick wäre:</p>
<p>„So hätte es sein MÜSSEN, konnte es aber NICHT sein.“</p>
<p>Wenn so, dann haben wir ein klassisches Dilemma, bei dem zwei sich widersprechende Ziele verfolgt werden &#8211; gedeckt durch den Mainstream jener „Wissenschaft“, die für derlei Erkenntnisse zuständig ist.</p>
<p>„Vorkopernikanisch“ ist mein Urteil ;-).</p>
<p>Meine Oma würde sagen: „Da machste nix!“</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Dietmar Tischer		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/der-fehler-der-notenbanken-ist-laengst-gemacht/#comment-228102</link>

		<dc:creator><![CDATA[Dietmar Tischer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Feb 2022 11:35:43 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterslektuere&#038;p=24423#comment-228102</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/der-fehler-der-notenbanken-ist-laengst-gemacht/#comment-227740&quot;&gt;Stoertebekker&lt;/a&gt;.

@ Christian Anders

&#062;Weil man die Zusammenhänge nicht verstanden hatte und, so meine Lesart der aktuellen Diskussion, heute immer noch nicht versteht.&#062;

Wer was verstanden hatte und wer was nicht, lasse ich mal dahingestellt; man müsste „man“ definieren. Die „Mainstream-Auffassung“ ist zwar relevante für Handeln, aber nicht für Verstehen. 

&#062;Eine Zielinflation definieren und die Löhne um Produktivität plus dieses Ziel steigen lassen. Die Kosten wären in diesem Fall, dass die Kosten der externen Schocks von den Verbrauchern zu ertragen sind.&#062;

So hätte es sein MÜSSEN, konnte es aber NICHT sein. 

Denn die Verbraucher die Kosten eines externen Schocks GEWOLLT tragen zu lassen, wäre für die Handelnden, inkl. Gewerkschaften, tödlich gewesen. 

&#062;Das war offenbar strukturell nicht möglich. Mit allen Folgen.&#062;

Nichts ist richtiger als das. 

&#062;Bloß sind Löhne keine Aufgabe der Zentralbanken. Und Ölpreisschicks auch nicht.&#062;

So ist es. 

Und DAHER sagt Frau Herrmann in jeder TV-Sendung:

Weil die Zentralbank, also die EZB den Ölpreisschock nicht zu verantworten hat, MUSS sie ihn auch nicht bekämpfen.

Muss sie nicht, WIRD sie aber, wenn die Inflation die Stabilität des SYSTEMS gefährdet. 

Das ist die IMPLIZITE „Verantwortung“ von Institutionen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/der-fehler-der-notenbanken-ist-laengst-gemacht/#comment-227740">Stoertebekker</a>.</p>
<p>@ Christian Anders</p>
<p>&gt;Weil man die Zusammenhänge nicht verstanden hatte und, so meine Lesart der aktuellen Diskussion, heute immer noch nicht versteht.&gt;</p>
<p>Wer was verstanden hatte und wer was nicht, lasse ich mal dahingestellt; man müsste „man“ definieren. Die „Mainstream-Auffassung“ ist zwar relevante für Handeln, aber nicht für Verstehen. </p>
<p>&gt;Eine Zielinflation definieren und die Löhne um Produktivität plus dieses Ziel steigen lassen. Die Kosten wären in diesem Fall, dass die Kosten der externen Schocks von den Verbrauchern zu ertragen sind.&gt;</p>
<p>So hätte es sein MÜSSEN, konnte es aber NICHT sein. </p>
<p>Denn die Verbraucher die Kosten eines externen Schocks GEWOLLT tragen zu lassen, wäre für die Handelnden, inkl. Gewerkschaften, tödlich gewesen. </p>
<p>&gt;Das war offenbar strukturell nicht möglich. Mit allen Folgen.&gt;</p>
<p>Nichts ist richtiger als das. </p>
<p>&gt;Bloß sind Löhne keine Aufgabe der Zentralbanken. Und Ölpreisschicks auch nicht.&gt;</p>
<p>So ist es. </p>
<p>Und DAHER sagt Frau Herrmann in jeder TV-Sendung:</p>
<p>Weil die Zentralbank, also die EZB den Ölpreisschock nicht zu verantworten hat, MUSS sie ihn auch nicht bekämpfen.</p>
<p>Muss sie nicht, WIRD sie aber, wenn die Inflation die Stabilität des SYSTEMS gefährdet. </p>
<p>Das ist die IMPLIZITE „Verantwortung“ von Institutionen.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Christian Anders		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/der-fehler-der-notenbanken-ist-laengst-gemacht/#comment-228083</link>

		<dc:creator><![CDATA[Christian Anders]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Feb 2022 06:36:51 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterslektuere&#038;p=24423#comment-228083</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/der-fehler-der-notenbanken-ist-laengst-gemacht/#comment-227740&quot;&gt;Stoertebekker&lt;/a&gt;.

@R. Ott

„Und nochmal grundsätzlich zu Korrelationen zwischen Löhnen und Inflation vor den 1980er Jahen: Damals war die “Mainstream-Auffassung”, dass man Arbeitslosigkeit senken könne wenn man Inflation zuließe.“

Weil man die Zusammenhänge nicht verstanden hatte und, so meine Lesart der aktuellen Diskussion, heute immer noch nicht versteht.

Nach den Ölpreisschocks steigen die Löhne um die Preissteigerungen voll einzufangen. Zusätzlich wurde die Produktivitätssteigerung abgebildet.
WENN es eine Lohn-Preisspirale gibt und WENN man ferner stabile niedrige Teuerungsraten haben will, hätte man was anderes machen müssen: Eine Zielinflation definieren und die Löhne um Produktivität plus dieses Ziel steigen lassen. Die Kosten wären in diesem Fall, dass die Kosten der externen Schocks von den Verbrauchern zu ertragen sind.

Das war offenbar strukturell nicht möglich. Mit allen Folgen. Bloß sind Löhne keine Aufgabe der Zentralbanken. Und Ölpreisschicks auch nicht.

„aber den Esel einfach von seiner Verantwortung zu entbinden, ist zu billig.“

Was folgt daraus?
Rede eines ZB-Vorstandes: 
„Wir können die uns zugedachte Aufgabe gar nicht erfüllen, wenn die Politik nicht die Schritte a, b, c geht. Sie weigert sich, dies zu tun und fordert trotzdem Aufgabenerfüllung von uns. Weil das niemals funktionieren kann, treten wir hiermit zurück. Soll sich ein anderer Esel finden!“

So?

„Seit wann interessiert Sie denn plötzlich, ob politische Mandate realistische Ziele haben oder nicht?“

Gegenfrage: Seit wann nicht?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/der-fehler-der-notenbanken-ist-laengst-gemacht/#comment-227740">Stoertebekker</a>.</p>
<p>@R. Ott</p>
<p>„Und nochmal grundsätzlich zu Korrelationen zwischen Löhnen und Inflation vor den 1980er Jahen: Damals war die “Mainstream-Auffassung”, dass man Arbeitslosigkeit senken könne wenn man Inflation zuließe.“</p>
<p>Weil man die Zusammenhänge nicht verstanden hatte und, so meine Lesart der aktuellen Diskussion, heute immer noch nicht versteht.</p>
<p>Nach den Ölpreisschocks steigen die Löhne um die Preissteigerungen voll einzufangen. Zusätzlich wurde die Produktivitätssteigerung abgebildet.<br />
WENN es eine Lohn-Preisspirale gibt und WENN man ferner stabile niedrige Teuerungsraten haben will, hätte man was anderes machen müssen: Eine Zielinflation definieren und die Löhne um Produktivität plus dieses Ziel steigen lassen. Die Kosten wären in diesem Fall, dass die Kosten der externen Schocks von den Verbrauchern zu ertragen sind.</p>
<p>Das war offenbar strukturell nicht möglich. Mit allen Folgen. Bloß sind Löhne keine Aufgabe der Zentralbanken. Und Ölpreisschicks auch nicht.</p>
<p>„aber den Esel einfach von seiner Verantwortung zu entbinden, ist zu billig.“</p>
<p>Was folgt daraus?<br />
Rede eines ZB-Vorstandes:<br />
„Wir können die uns zugedachte Aufgabe gar nicht erfüllen, wenn die Politik nicht die Schritte a, b, c geht. Sie weigert sich, dies zu tun und fordert trotzdem Aufgabenerfüllung von uns. Weil das niemals funktionieren kann, treten wir hiermit zurück. Soll sich ein anderer Esel finden!“</p>
<p>So?</p>
<p>„Seit wann interessiert Sie denn plötzlich, ob politische Mandate realistische Ziele haben oder nicht?“</p>
<p>Gegenfrage: Seit wann nicht?</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Dietmar Tischer		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/der-fehler-der-notenbanken-ist-laengst-gemacht/#comment-228067</link>

		<dc:creator><![CDATA[Dietmar Tischer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Feb 2022 00:27:53 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterslektuere&#038;p=24423#comment-228067</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/der-fehler-der-notenbanken-ist-laengst-gemacht/#comment-227740&quot;&gt;Stoertebekker&lt;/a&gt;.

@ Richard Ott 

&#062;Schräge Analogie. Die Feuerwehr hat die Aufgabe “Retten, Bergen und Löschen”.&#062;

Keine schräge Analogie, sondern Verweis auf die REALITÄT:

Die Feuerwehr sagt nicht, wir kommen nicht, weil „Keller auspumpen“ nicht Retten, Bergen und Löschen ist.  

Sie kommt. 

Hat Draghi, bevor er „whatever it takes …“ gesagt hat, in die Satzungen der EZB geblättert, um zu sehen, ob da etwas von „Rettung der Eurozone“ steht?

Hat er nicht.

Nochmals:

Wenn es um den ERHALT des SYSTEMS geht, wird gehandelt, OHNE dass darüber diskutiert wird, wer für seine Instabilität VERANTWORTLICH ist.  

Woran fehlt’s, dass Sie dies nicht kapieren können?  

&#062;Helmut Schmidt spielte genau daran im Wahlkampf 1972 an, als er sagte, er hätte “lieber 5% Inflation als 5% Arbeitslosigkeit”. Am Ende seiner letzten Amtszeit hatte er dann über 5% Inflation und über 7% Arbeitslosigkeit (und damals wurden noch viel weniger Arbeitslose aus der Statistik herausgerechnet als das heute üblich ist).&#062;

Stimmt, ich habe ihn das live sagen hören. 

Man muss es verstehen:

Da es richtig ist, dass die Arbeitslosigkeit tendenziell steigt, wenn die Notenbanken eine Rezession herbeiführen, wollen daher sie selbst und auch die Politik nicht, dass die Inflation bekämpft wird. 

Es ist aber auch völlig klar, dass die Notenbanken sie bekämpfen werden, wenn eine ANHALTEND HOHE INFLATION für eine zu große Zahl der Menschen Wohlstandsverluste bedeutet. 

Denn das ist tendenziell eine GEFÄHRDUNG des SYSTEMS.

Zuerst wird eine bestimmte Regierung abgewählt, dann aber allen Regierungen Handlungskompetenz und letztlich de facto die Legitimation abgesprochen.

Wir sind bereits auf dem Weg dahin.  

Wir brauchen nicht erst eine Wirtschaftskrise, da die Pandemiebekämpfung den Leuten bereits den Eindruck vermittelt, dass die Regierenden nicht wissen, was sie tun.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/der-fehler-der-notenbanken-ist-laengst-gemacht/#comment-227740">Stoertebekker</a>.</p>
<p>@ Richard Ott </p>
<p>&gt;Schräge Analogie. Die Feuerwehr hat die Aufgabe “Retten, Bergen und Löschen”.&gt;</p>
<p>Keine schräge Analogie, sondern Verweis auf die REALITÄT:</p>
<p>Die Feuerwehr sagt nicht, wir kommen nicht, weil „Keller auspumpen“ nicht Retten, Bergen und Löschen ist.  </p>
<p>Sie kommt. </p>
<p>Hat Draghi, bevor er „whatever it takes …“ gesagt hat, in die Satzungen der EZB geblättert, um zu sehen, ob da etwas von „Rettung der Eurozone“ steht?</p>
<p>Hat er nicht.</p>
<p>Nochmals:</p>
<p>Wenn es um den ERHALT des SYSTEMS geht, wird gehandelt, OHNE dass darüber diskutiert wird, wer für seine Instabilität VERANTWORTLICH ist.  </p>
<p>Woran fehlt’s, dass Sie dies nicht kapieren können?  </p>
<p>&gt;Helmut Schmidt spielte genau daran im Wahlkampf 1972 an, als er sagte, er hätte “lieber 5% Inflation als 5% Arbeitslosigkeit”. Am Ende seiner letzten Amtszeit hatte er dann über 5% Inflation und über 7% Arbeitslosigkeit (und damals wurden noch viel weniger Arbeitslose aus der Statistik herausgerechnet als das heute üblich ist).&gt;</p>
<p>Stimmt, ich habe ihn das live sagen hören. </p>
<p>Man muss es verstehen:</p>
<p>Da es richtig ist, dass die Arbeitslosigkeit tendenziell steigt, wenn die Notenbanken eine Rezession herbeiführen, wollen daher sie selbst und auch die Politik nicht, dass die Inflation bekämpft wird. </p>
<p>Es ist aber auch völlig klar, dass die Notenbanken sie bekämpfen werden, wenn eine ANHALTEND HOHE INFLATION für eine zu große Zahl der Menschen Wohlstandsverluste bedeutet. </p>
<p>Denn das ist tendenziell eine GEFÄHRDUNG des SYSTEMS.</p>
<p>Zuerst wird eine bestimmte Regierung abgewählt, dann aber allen Regierungen Handlungskompetenz und letztlich de facto die Legitimation abgesprochen.</p>
<p>Wir sind bereits auf dem Weg dahin.  </p>
<p>Wir brauchen nicht erst eine Wirtschaftskrise, da die Pandemiebekämpfung den Leuten bereits den Eindruck vermittelt, dass die Regierenden nicht wissen, was sie tun.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Richard Ott		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/der-fehler-der-notenbanken-ist-laengst-gemacht/#comment-228064</link>

		<dc:creator><![CDATA[Richard Ott]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Feb 2022 23:06:10 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterslektuere&#038;p=24423#comment-228064</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/der-fehler-der-notenbanken-ist-laengst-gemacht/#comment-227740&quot;&gt;Stoertebekker&lt;/a&gt;.

@Christian Anders

&quot;Aufgebrochen wird diese Korrelation temporär durch externe Preissprünge von zwingend zu importierenden Vorgütern. Auch darauf haben die ZBen keinen direkten Einfluss.&quot;

Nein, die Zentralbanken nicht. (Zumindest solange nicht, bis sie in ihrer Eigenschaft als Bankenaufsicht damit beginnen, die wirtschaftliche Investitionstätigkeit nach &quot;nachhaltigen&quot; Kriterien regulieren zu wollen, so wie das neuerdings gefordert wird.) Die Regierungen, die das Handeln der Zentralbanken steuern, hingegen schon. 

Und die Preissprünge kommen eben nicht nur von Importgütern, die sind auch in der Eurozone hausgemacht. 

&quot;Ich kann auch einem Kleinkind per politischem Mandat verordnen, Klitschko K.O. zu schlagen. Nur weil es sich um ein politisches Mandat handelt, steigt die Chance der Erfüllung der Aufgabe um genau Null (von näherungsweise Null). Toll!&quot;

Seit wann interessiert Sie denn plötzlich, ob politische Mandate realistische Ziele haben oder nicht? 

Das kennen Sie doch aus der Klimapolitik. Wenn &quot;Die Wissenschaft&quot; es für das Erreichen des 1,5-Grad-Ziels für nötig hielte, dass ein Kleinkind den Klitschko K.O. schlägt, dann würden Greta und Luisa täglich im Fernsehen auftreten und genau das fordern. Und wenn das angeblich nicht geht, dann muss sich &quot;Die Politik&quot; (!) gefälligst etwas einfallen lassen um es zu schaffen. Immer diese Ausflüchte. Wir haben doch keine Zeit mehr, das hier ist die wichtigste Überlebensfrage der Menschheit! 

&quot;R. Menéndez Metapher vom Esel, der für die Fehler des Reiters geschlagen wird, scheint mir ziemlich spot on.&quot;

In der Metapher gesprochen: Wenn der Esel dumm genug ist, den schlechten Reiter auf sich sitzen bleiben zu lassen, dann ist er selber schuld, wenn er geschlagen wird. Da habe ich Null Mitleid. 

Sture Esel landen natürlich schnell beim Schlachter und es stehen reichlich gehorsame Esel als Ersatz bereit (das sehen wir beispielsweise auch bei unserem auf dem Papier ähnlich wie die Zentralbanken unabhängigen Bundesverfassungsgericht), aber den Esel einfach von seiner Verantwortung zu entbinden, ist zu billig. 

@Herr Tischer

&quot;Natürlich nicht – die Feuerwehr hat die MITTEL, die Keller auszupumpen und sie tut es, OHNE, dass jemand darum betteln müsste. So funktionieren im Prinzip auch Notenbanken.&quot;

Schräge Analogie. Die Feuerwehr hat die Aufgabe &quot;Retten, Bergen und Löschen&quot;. 

Wenn Sie die anrufen und darum betteln, dass die einen Einsatzwagen schicken um das Unkraut in Ihrem Garten zu jäten, dann werden Sie eine ganz andere Reaktion bekommen. 

@alle

Und nochmal grundsätzlich zu Korrelationen zwischen Löhnen und Inflation vor den 1980er Jahen: Damals war die &quot;Mainstream-Auffassung&quot;, dass man Arbeitslosigkeit senken könne wenn man Inflation zuließe. 

Das funktionierte in der Praxis nie, beeinflusste aber die Fiskalpolitik der Regierungen und die Geldpolitik der gelenkten oder sich freiwillig in die gewünschte Richtung bewegenden Notenbanken ganz erheblich. Zentralbanken waren damals zu zögerlich, die Inflation zu bekämpfen, weil das ja angeblich die Arbeitslosigkeit nach oben treiben würde. 

Helmut Schmidt spielte genau daran im Wahlkampf 1972 an, als er sagte, er hätte &quot;lieber 5% Inflation als 5% Arbeitslosigkeit&quot;. Am Ende seiner letzten Amtszeit hatte er dann über 5% Inflation und über 7% Arbeitslosigkeit (und damals wurden noch viel weniger Arbeitslose aus der Statistik herausgerechnet als das heute üblich ist).

Wohlstand drucken funktioniert einfach nicht, es ist nur sooo verführerisch daran zu glauben, dass das geht, dass Freunde der Staats- und Planwirtschaft sich einfach nicht von dem Gedanken lösen können. 

Wirklich bitter, ich weiß, aber irgendjemand muss es ja sagen und die Stimmung ruinieren. ;)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/der-fehler-der-notenbanken-ist-laengst-gemacht/#comment-227740">Stoertebekker</a>.</p>
<p>@Christian Anders</p>
<p>&#8220;Aufgebrochen wird diese Korrelation temporär durch externe Preissprünge von zwingend zu importierenden Vorgütern. Auch darauf haben die ZBen keinen direkten Einfluss.&#8221;</p>
<p>Nein, die Zentralbanken nicht. (Zumindest solange nicht, bis sie in ihrer Eigenschaft als Bankenaufsicht damit beginnen, die wirtschaftliche Investitionstätigkeit nach &#8220;nachhaltigen&#8221; Kriterien regulieren zu wollen, so wie das neuerdings gefordert wird.) Die Regierungen, die das Handeln der Zentralbanken steuern, hingegen schon. </p>
<p>Und die Preissprünge kommen eben nicht nur von Importgütern, die sind auch in der Eurozone hausgemacht. </p>
<p>&#8220;Ich kann auch einem Kleinkind per politischem Mandat verordnen, Klitschko K.O. zu schlagen. Nur weil es sich um ein politisches Mandat handelt, steigt die Chance der Erfüllung der Aufgabe um genau Null (von näherungsweise Null). Toll!&#8221;</p>
<p>Seit wann interessiert Sie denn plötzlich, ob politische Mandate realistische Ziele haben oder nicht? </p>
<p>Das kennen Sie doch aus der Klimapolitik. Wenn &#8220;Die Wissenschaft&#8221; es für das Erreichen des 1,5-Grad-Ziels für nötig hielte, dass ein Kleinkind den Klitschko K.O. schlägt, dann würden Greta und Luisa täglich im Fernsehen auftreten und genau das fordern. Und wenn das angeblich nicht geht, dann muss sich &#8220;Die Politik&#8221; (!) gefälligst etwas einfallen lassen um es zu schaffen. Immer diese Ausflüchte. Wir haben doch keine Zeit mehr, das hier ist die wichtigste Überlebensfrage der Menschheit! </p>
<p>&#8220;R. Menéndez Metapher vom Esel, der für die Fehler des Reiters geschlagen wird, scheint mir ziemlich spot on.&#8221;</p>
<p>In der Metapher gesprochen: Wenn der Esel dumm genug ist, den schlechten Reiter auf sich sitzen bleiben zu lassen, dann ist er selber schuld, wenn er geschlagen wird. Da habe ich Null Mitleid. </p>
<p>Sture Esel landen natürlich schnell beim Schlachter und es stehen reichlich gehorsame Esel als Ersatz bereit (das sehen wir beispielsweise auch bei unserem auf dem Papier ähnlich wie die Zentralbanken unabhängigen Bundesverfassungsgericht), aber den Esel einfach von seiner Verantwortung zu entbinden, ist zu billig. </p>
<p>@Herr Tischer</p>
<p>&#8220;Natürlich nicht – die Feuerwehr hat die MITTEL, die Keller auszupumpen und sie tut es, OHNE, dass jemand darum betteln müsste. So funktionieren im Prinzip auch Notenbanken.&#8221;</p>
<p>Schräge Analogie. Die Feuerwehr hat die Aufgabe &#8220;Retten, Bergen und Löschen&#8221;. </p>
<p>Wenn Sie die anrufen und darum betteln, dass die einen Einsatzwagen schicken um das Unkraut in Ihrem Garten zu jäten, dann werden Sie eine ganz andere Reaktion bekommen. </p>
<p>@alle</p>
<p>Und nochmal grundsätzlich zu Korrelationen zwischen Löhnen und Inflation vor den 1980er Jahen: Damals war die &#8220;Mainstream-Auffassung&#8221;, dass man Arbeitslosigkeit senken könne wenn man Inflation zuließe. </p>
<p>Das funktionierte in der Praxis nie, beeinflusste aber die Fiskalpolitik der Regierungen und die Geldpolitik der gelenkten oder sich freiwillig in die gewünschte Richtung bewegenden Notenbanken ganz erheblich. Zentralbanken waren damals zu zögerlich, die Inflation zu bekämpfen, weil das ja angeblich die Arbeitslosigkeit nach oben treiben würde. </p>
<p>Helmut Schmidt spielte genau daran im Wahlkampf 1972 an, als er sagte, er hätte &#8220;lieber 5% Inflation als 5% Arbeitslosigkeit&#8221;. Am Ende seiner letzten Amtszeit hatte er dann über 5% Inflation und über 7% Arbeitslosigkeit (und damals wurden noch viel weniger Arbeitslose aus der Statistik herausgerechnet als das heute üblich ist).</p>
<p>Wohlstand drucken funktioniert einfach nicht, es ist nur sooo verführerisch daran zu glauben, dass das geht, dass Freunde der Staats- und Planwirtschaft sich einfach nicht von dem Gedanken lösen können. </p>
<p>Wirklich bitter, ich weiß, aber irgendjemand muss es ja sagen und die Stimmung ruinieren. ;)</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Dietmar Tischer		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/der-fehler-der-notenbanken-ist-laengst-gemacht/#comment-228052</link>

		<dc:creator><![CDATA[Dietmar Tischer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Feb 2022 15:29:06 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterslektuere&#038;p=24423#comment-228052</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/der-fehler-der-notenbanken-ist-laengst-gemacht/#comment-227740&quot;&gt;Stoertebekker&lt;/a&gt;.

@ Christian Anders

Aus dem Paper, das Sie verlinkt haben:

“This exercise confirms the existence of the labour cost - price inflation link in the analyzed countries.

Our results also suggest that this link depends on the inflation regime prevailing in the economy: when inflation is high, the link becomes stronger. Finally, the link is shock-dependent: when the economy is hit by a demand shock, there is a clear and relatively strong link between labor cost and price inflation. This is not the case for supply shocks, where the link appears to be less conclusive.” 

Soweit ich feststellen konnte, beziehen sich diese Aussagen auf die Untersuchen NACH den 80er Jahren und ganz wesentlich auf die Eurozone, die es in den 80ern nicht gab. 

Ja, das Paper widerspricht mir dennoch, weil ich mich zumindest unklar, wenn nicht falsch ausgedrückt habe mit:

&#062;Das war sie bis in die 80er Jahre – SOLANGE es Inflation in nennenswertem Ausmaß gab.&#062;

Kurzum, richtig ist: 

Die Korrelation gibt es IMMER, auch nach den 80er Jahren, aber sie war für die GESAMTWIRTSCHAFT bezüglich einer spürbar hohen Inflation nicht mehr derart SIGNIFIKANT wie in den 80er Jahren und zuvor. 

Der Schock, dass Arbeit nach dem Fall des Eisernen Vorhangs deutlich billiger auch für die Volkswirtschaften der hier untersuchten vier Länder ist die hinreichende Erklärung dafür. 

Sie wurde allerdings zuletzt viel BEDEUTENDER in den Dienstleistungsbranchen (Figure 1). 

Ich glaube, dass wir insoweit einig sind, zumal dies nicht das Hauptthema, die Funktion der Notenbanken betrifft. 

Diese betreffend haben wir keinen Dissens.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/der-fehler-der-notenbanken-ist-laengst-gemacht/#comment-227740">Stoertebekker</a>.</p>
<p>@ Christian Anders</p>
<p>Aus dem Paper, das Sie verlinkt haben:</p>
<p>“This exercise confirms the existence of the labour cost &#8211; price inflation link in the analyzed countries.</p>
<p>Our results also suggest that this link depends on the inflation regime prevailing in the economy: when inflation is high, the link becomes stronger. Finally, the link is shock-dependent: when the economy is hit by a demand shock, there is a clear and relatively strong link between labor cost and price inflation. This is not the case for supply shocks, where the link appears to be less conclusive.” </p>
<p>Soweit ich feststellen konnte, beziehen sich diese Aussagen auf die Untersuchen NACH den 80er Jahren und ganz wesentlich auf die Eurozone, die es in den 80ern nicht gab. </p>
<p>Ja, das Paper widerspricht mir dennoch, weil ich mich zumindest unklar, wenn nicht falsch ausgedrückt habe mit:</p>
<p>&gt;Das war sie bis in die 80er Jahre – SOLANGE es Inflation in nennenswertem Ausmaß gab.&gt;</p>
<p>Kurzum, richtig ist: </p>
<p>Die Korrelation gibt es IMMER, auch nach den 80er Jahren, aber sie war für die GESAMTWIRTSCHAFT bezüglich einer spürbar hohen Inflation nicht mehr derart SIGNIFIKANT wie in den 80er Jahren und zuvor. </p>
<p>Der Schock, dass Arbeit nach dem Fall des Eisernen Vorhangs deutlich billiger auch für die Volkswirtschaften der hier untersuchten vier Länder ist die hinreichende Erklärung dafür. </p>
<p>Sie wurde allerdings zuletzt viel BEDEUTENDER in den Dienstleistungsbranchen (Figure 1). </p>
<p>Ich glaube, dass wir insoweit einig sind, zumal dies nicht das Hauptthema, die Funktion der Notenbanken betrifft. </p>
<p>Diese betreffend haben wir keinen Dissens.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Christian Anders		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/der-fehler-der-notenbanken-ist-laengst-gemacht/#comment-228046</link>

		<dc:creator><![CDATA[Christian Anders]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Feb 2022 13:52:34 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterslektuere&#038;p=24423#comment-228046</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/der-fehler-der-notenbanken-ist-laengst-gemacht/#comment-227740&quot;&gt;Stoertebekker&lt;/a&gt;.

@DT

„Das war sie bis in die 80er Jahre – SOLANGE es Inflation in nennenswertem Ausmaß gab.“

Dem widerspreche ich anhand der Empirie, die ich gefunden habe. Beispiel:

https://www.ecb.europa.eu/pub/pdf/scpwps/ecb.wp2235~69b97077ff.en.pdf

(Die Grafiken im Paper suchen, wenn es schnell gehen soll)

Für die USA findet man dasselbe.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/der-fehler-der-notenbanken-ist-laengst-gemacht/#comment-227740">Stoertebekker</a>.</p>
<p>@DT</p>
<p>„Das war sie bis in die 80er Jahre – SOLANGE es Inflation in nennenswertem Ausmaß gab.“</p>
<p>Dem widerspreche ich anhand der Empirie, die ich gefunden habe. Beispiel:</p>
<p><a href="https://www.ecb.europa.eu/pub/pdf/scpwps/ecb.wp2235~69b97077ff.en.pdf" rel="nofollow ugc">https://www.ecb.europa.eu/pub/pdf/scpwps/ecb.wp2235~69b97077ff.en.pdf</a></p>
<p>(Die Grafiken im Paper suchen, wenn es schnell gehen soll)</p>
<p>Für die USA findet man dasselbe.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Dietmar Tischer		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/der-fehler-der-notenbanken-ist-laengst-gemacht/#comment-228043</link>

		<dc:creator><![CDATA[Dietmar Tischer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Feb 2022 13:28:39 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterslektuere&#038;p=24423#comment-228043</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/der-fehler-der-notenbanken-ist-laengst-gemacht/#comment-227740&quot;&gt;Stoertebekker&lt;/a&gt;.

@ Christian Anders

&#062;Die mit Abstand beste und auch langfristig stabile Korrelation ist die zwischen Teuerungsraten (aka Inflation) und Entwicklung der Lohnstückkosten.&#062;

Das war sie bis in die 80er Jahre – SOLANGE es Inflation in nennenswertem Ausmaß gab. 

Daher: 

In der Vergangenheit die BERECHTIGTE Auffassung, dass starke Gewerkschaften in Tarifverträgen Lohnsteigerungen durchgesetzt haben, die von den Produktivitätsfortschritten nicht „eingefangen“ werden konnten:

Aus Korrelation wurde aufgrund eines ERKENNBAREN Mechanismus KAUSALITÄT.

Was hatten die Notenbanken damit zu tun?

NICHTS, genauer:

Nur insoweit etwas, wie sie durch ihre Verweigerung, eine Rezession herbeizuführen, die Verhandlungsmacht der Gewerkschaften NICHT so geschwächt haben, dass diese moderatere Tarifverträge abschließen mussten. 

Ich denke, dass DIESE Kausalität zukünftig wieder Bedeutung gewinnt, aber ANDERS initiiert wird.

Meine Auffassung:

Mit dem vor allem demografisch bedingten Übergang zur Dienstleistungsgesellschaft werden zwar auch wieder die Lohnkosten/Arbeitskosten der Inflationstreiber sein, aber weniger die Gewerkschaften, sondern der STAAT wird sehr viel mehr dafür verantwortlich sein (heute bereits: STAATLICHE bestimmte Anhebung des Mindestlohns im Koalitionsvertrag vereinbart und umgesetzt)

Ursächlichkeit würde dabei wiederum nicht bei den Notenbanken liegen, aber:

Sie werden die in STÄRKEREM Umfang damit erforderliche Staatsausgaben FINANZIEREN müssen. 

&#062;R. Menéndez Metapher vom Esel, der für die Fehler des Reiters geschlagen wird, scheint mir ziemlich spot on.&#062;

Schon richtig, aber über diese Erkenntnis, so wichtig wie sie ist, um URSACHEN zu BESTIMMEN, sollten wir dennoch hinaus sein.

Der Esel muss ran, egal, ob jemand Fehler gemacht hat oder nicht.

PRAKTISCHES Beispiel:

Die Feuerwehr ist für das Löschen von Bränden zuständig. 

Es gibt eine Überschwemmung, die Keller sind vollgelaufen; es muss also noch nicht einmal jemand einen Fehler begangen haben.

Ist es in Ordnung, d. h. entspricht es den ERWARTUNGEN, wenn die Feuerwehr sagen würde:

Weit und breit kein Feuer, wir rücken nicht aus? 

Natürlich nicht – die Feuerwehr hat die MITTEL, die Keller auszupumpen und sie tut es, OHNE, dass jemand darum betteln müsste.

So funktionieren im Prinzip auch Notenbanken.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/der-fehler-der-notenbanken-ist-laengst-gemacht/#comment-227740">Stoertebekker</a>.</p>
<p>@ Christian Anders</p>
<p>&gt;Die mit Abstand beste und auch langfristig stabile Korrelation ist die zwischen Teuerungsraten (aka Inflation) und Entwicklung der Lohnstückkosten.&gt;</p>
<p>Das war sie bis in die 80er Jahre – SOLANGE es Inflation in nennenswertem Ausmaß gab. </p>
<p>Daher: </p>
<p>In der Vergangenheit die BERECHTIGTE Auffassung, dass starke Gewerkschaften in Tarifverträgen Lohnsteigerungen durchgesetzt haben, die von den Produktivitätsfortschritten nicht „eingefangen“ werden konnten:</p>
<p>Aus Korrelation wurde aufgrund eines ERKENNBAREN Mechanismus KAUSALITÄT.</p>
<p>Was hatten die Notenbanken damit zu tun?</p>
<p>NICHTS, genauer:</p>
<p>Nur insoweit etwas, wie sie durch ihre Verweigerung, eine Rezession herbeizuführen, die Verhandlungsmacht der Gewerkschaften NICHT so geschwächt haben, dass diese moderatere Tarifverträge abschließen mussten. </p>
<p>Ich denke, dass DIESE Kausalität zukünftig wieder Bedeutung gewinnt, aber ANDERS initiiert wird.</p>
<p>Meine Auffassung:</p>
<p>Mit dem vor allem demografisch bedingten Übergang zur Dienstleistungsgesellschaft werden zwar auch wieder die Lohnkosten/Arbeitskosten der Inflationstreiber sein, aber weniger die Gewerkschaften, sondern der STAAT wird sehr viel mehr dafür verantwortlich sein (heute bereits: STAATLICHE bestimmte Anhebung des Mindestlohns im Koalitionsvertrag vereinbart und umgesetzt)</p>
<p>Ursächlichkeit würde dabei wiederum nicht bei den Notenbanken liegen, aber:</p>
<p>Sie werden die in STÄRKEREM Umfang damit erforderliche Staatsausgaben FINANZIEREN müssen. </p>
<p>&gt;R. Menéndez Metapher vom Esel, der für die Fehler des Reiters geschlagen wird, scheint mir ziemlich spot on.&gt;</p>
<p>Schon richtig, aber über diese Erkenntnis, so wichtig wie sie ist, um URSACHEN zu BESTIMMEN, sollten wir dennoch hinaus sein.</p>
<p>Der Esel muss ran, egal, ob jemand Fehler gemacht hat oder nicht.</p>
<p>PRAKTISCHES Beispiel:</p>
<p>Die Feuerwehr ist für das Löschen von Bränden zuständig. </p>
<p>Es gibt eine Überschwemmung, die Keller sind vollgelaufen; es muss also noch nicht einmal jemand einen Fehler begangen haben.</p>
<p>Ist es in Ordnung, d. h. entspricht es den ERWARTUNGEN, wenn die Feuerwehr sagen würde:</p>
<p>Weit und breit kein Feuer, wir rücken nicht aus? </p>
<p>Natürlich nicht – die Feuerwehr hat die MITTEL, die Keller auszupumpen und sie tut es, OHNE, dass jemand darum betteln müsste.</p>
<p>So funktionieren im Prinzip auch Notenbanken.</p>
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