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	Kommentare zu: Demografie – Inflation oder Deflation als Folge alternder Gesellschaften?	</title>
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	<description>Daniel Stelter ist die unabhängige Stimme zur Finanzkrise</description>
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		Von: Philipp H.		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Philipp H.]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Apr 2015 10:48:40 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Also, ich bin da ehrlich gesagt nicht so sicher. Korrelationen sind eine Sache; die heutige Situation mag aber auch grundsätzlich anders aussehen,

Ich erlaube mir eine private Sicht (Mittelstand, Bildungshintergrund, 40+, Familie): Es wird viel geredet von der Nachfragelücke, woher kommt diese? Nachfragelücke heisst doch: &quot;Die Leute kaufen das, was angeboten wird, nicht ausreichend&quot;. Für mich kein Wunder. Der Wohnstand hat ein Niveau erreicht, dass mehr Konsum gar nicht mehr attraktiv ist. Ich brauche nicht mehr &#038; teurere Autos, TVs, Notebooks, Reisen, etc. Das gilt wahrscheinlich so nur für die &quot;Besserverdienenden&quot;, aber sicher nicht nur für die &quot;Reichen&quot;.  Viele Leute denken so. 
Man würde aber durchaus gerne konsumieren bzw. Geld ausgeben. Aber das, was man will, kann man eben nicht kaufen! Gesundheit, Ferizeit, Familie, Balance, ein gutes Gewissen, keine Angst vor der Zukunft zu haben etc. etc.  Das kennzeichnet doch (meine) &quot;post-materialistische&quot; Generation. In Wirklichkeit ist man gar nicht Anti-Konsum, nur ist einfach keine grosse Steigerung mehr möglich. Da würde ich doch, wenn ich könnte, sehr gerne &quot;Nachhaltigkeit&quot; kaufen - auch für viel Geld.

Bitte um Entschuldigung für diese sehr un-exakte Ausdrucksweise. Ich bin aber überzeugt, dass das Problem auf der Ebene der kollektiven Psychologie liegt und viel tiefer geht als Fragen von Zinsen &#038; Bailouts.

Was ist mein Fazit: Eine grosse Zahl an Menschen wäre durchaus bereit, auch einen signifikanten Beitrag für eine nachhaltige Lösung der Misere auszugeben. Das mag &quot;Umverteilung&quot; heissen, das mag &quot;Vermögensabgabe&quot; heissen, oder was auch immer. Aber am Ende muss dann auch plausibel werden, dass man etwas davon hat. Die soziale Stellung des Mittelstandes soll grundsätzlich erhalten bleiben - und die Krise muss auf plausible Weise nachhaltig gelöst werden. Wenn ich die tiefe Überzeugung gewinne, dass meine Altersversorgung / Wohnung / Status / Auskommen der Kinder etc. etc. in 2035ff sicher ist... dann konsumiere ich auch mit Freude. 

Es wäre also m.E. durchaus der Scope da für eine grosse Lösung. Ich fürchte eben nur, dass sie nicht kommt. Die Konservativen verweigern sich der Einsicht; und für die Linke wäre die &quot;Lösung&quot; nur ein Einstieg in die Chavista-Ökonomie...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Also, ich bin da ehrlich gesagt nicht so sicher. Korrelationen sind eine Sache; die heutige Situation mag aber auch grundsätzlich anders aussehen,</p>
<p>Ich erlaube mir eine private Sicht (Mittelstand, Bildungshintergrund, 40+, Familie): Es wird viel geredet von der Nachfragelücke, woher kommt diese? Nachfragelücke heisst doch: &#8220;Die Leute kaufen das, was angeboten wird, nicht ausreichend&#8221;. Für mich kein Wunder. Der Wohnstand hat ein Niveau erreicht, dass mehr Konsum gar nicht mehr attraktiv ist. Ich brauche nicht mehr &amp; teurere Autos, TVs, Notebooks, Reisen, etc. Das gilt wahrscheinlich so nur für die &#8220;Besserverdienenden&#8221;, aber sicher nicht nur für die &#8220;Reichen&#8221;.  Viele Leute denken so.<br />
Man würde aber durchaus gerne konsumieren bzw. Geld ausgeben. Aber das, was man will, kann man eben nicht kaufen! Gesundheit, Ferizeit, Familie, Balance, ein gutes Gewissen, keine Angst vor der Zukunft zu haben etc. etc.  Das kennzeichnet doch (meine) &#8220;post-materialistische&#8221; Generation. In Wirklichkeit ist man gar nicht Anti-Konsum, nur ist einfach keine grosse Steigerung mehr möglich. Da würde ich doch, wenn ich könnte, sehr gerne &#8220;Nachhaltigkeit&#8221; kaufen &#8211; auch für viel Geld.</p>
<p>Bitte um Entschuldigung für diese sehr un-exakte Ausdrucksweise. Ich bin aber überzeugt, dass das Problem auf der Ebene der kollektiven Psychologie liegt und viel tiefer geht als Fragen von Zinsen &amp; Bailouts.</p>
<p>Was ist mein Fazit: Eine grosse Zahl an Menschen wäre durchaus bereit, auch einen signifikanten Beitrag für eine nachhaltige Lösung der Misere auszugeben. Das mag &#8220;Umverteilung&#8221; heissen, das mag &#8220;Vermögensabgabe&#8221; heissen, oder was auch immer. Aber am Ende muss dann auch plausibel werden, dass man etwas davon hat. Die soziale Stellung des Mittelstandes soll grundsätzlich erhalten bleiben &#8211; und die Krise muss auf plausible Weise nachhaltig gelöst werden. Wenn ich die tiefe Überzeugung gewinne, dass meine Altersversorgung / Wohnung / Status / Auskommen der Kinder etc. etc. in 2035ff sicher ist&#8230; dann konsumiere ich auch mit Freude. </p>
<p>Es wäre also m.E. durchaus der Scope da für eine grosse Lösung. Ich fürchte eben nur, dass sie nicht kommt. Die Konservativen verweigern sich der Einsicht; und für die Linke wäre die &#8220;Lösung&#8221; nur ein Einstieg in die Chavista-Ökonomie&#8230;</p>
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