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	Kommentare zu: Coronomics: Inflationär? Ja bitte!	</title>
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	<description>Daniel Stelter ist die unabhängige Stimme zur Finanzkrise</description>
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		<title>
		Von: Dietmar Tischer		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/coronomics-inflationaer-ja-bitte/#comment-129698</link>

		<dc:creator><![CDATA[Dietmar Tischer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Apr 2020 22:14:42 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterslektuere&#038;p=18486#comment-129698</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/coronomics-inflationaer-ja-bitte/#comment-129599&quot;&gt;Michael Stöcker&lt;/a&gt;.

@ Michael Stöcker

&#062;Das kann sein, muss aber nicht so sein, da eine echte Belastung ja erst dann eintritt, wenn die Zinsen tatsächlich über null liegen. Bis dahin haben wir also keine Belastung sondern eine geringere Entlastung.&#062;

Stimmt. 

Eine geringere Entlastung ist aber auch NACHTEILIG. 

&#062;Aber das ist für unsere Debatte letztlich nebensächlich, zumal den potentiell höheren Zinsen ja ein noch höheres Wachstum gegenüberstehen könnte, weil auch der Süden seine Importe nicht so stark einschränken müsste.&#062;

Das ist KEINE Begründung, weil es nicht auf das Wachstum ankommt, sondern auf die  beiden Finanzierungsmodelle. Bei BEIDEN gäbe es das Wachstum. 

&#062;oberhalb von null ist ein Ankauf durch die EZB die bessere Variante;&#062;

Es spricht viel dafür, dass die Zinse über null liegen würden, wenn – so die getroffene Annahme – die EZB nicht wie in der Vergangenheit bis heute die Zinsen für Staatsanleihen am langen Ende durch Interventionen am Markt durch QE drückte. Damit, nur nebenbei, rücke ich natürlich nicht ab von der in Übereinstimmung mit Ihnen mehrfach geäußerten Überzeugung, dass die Zinsen am langen Ende aus säkularen Gründen gesunken sind. 

&#062;„Sie werden zwar durch die Zinszahlungen höher belastet werden,“&#062;

Nein, das werden sie nicht. Zinszahlungen an die EZB sind und bleiben linke Tasche, rechte Tasche. 

Sie haben Recht. 

Sie müssen zwar ZUERST einmal mehr zahlen, weil jemand als Zahler der Zinsen ausgefallen ist, bekommen DANN aber auch mehr zurück, weil der auch als Empfänger der Zinsen ausfällt. 

&#062;Nein, das kann und werde ich nie und nimmer zugestehen; denn es ist schlicht und ergreifend falsch. OHNE Tilgung verbleibt dieses Geld in Umlauf und WIRKT somit.

Sie sprechen von Geld, ich von den Anleihen. 

Was das Geld betrifft, haben Sie natürlich vollkommen Recht – es SOLL ja im System bleiben und in der Realwirtschaft WIRKEN.

Das ist ja der Sinn und Zweck der Veranstaltung der Kreditgewährung. 

Was die Anleihen betrifft, genauer: die VERPFLICHTUNG der Staaten, sie bei der EZB zu tilgen, heißt dies: 

Sie müssen an einem bestimmten Stichtag entweder die betreffende Summe als Rücklage zur Verfügung haben oder sich am Markt verschulden, um die Summe für die Rückzahlung aufzubringen.

Revolvieren mit der EZB ist hier aus dem Spiel, weil es der Annahme entsprechend eine EINMALIGE Kreditaufnahme bei der EZB ist.

Wenn die EZB nun entscheiden würde, dass sie keine Tilgung wolle, wäre das ein VORTEIL für die Kreditnehmer, den es bei Coronabonds/Eurobonds nicht gäbe. 

Ich verstehe nicht, worin das „ungewisse RISIKO“ der EZB bestehen soll, wenn sie so entscheiden und die Gläubiger-Staaten die Entscheidung annehmen würden.  

Soweit ich es verstehe, gibt es NUR ein Risiko für die EZB bzw. jede Notenbank:

VERTRAUENSVERLUST  in die jeweilige Währung. 

Davon wären zwar letztlich auch die Gläubiger (hier: die Staaten und ihre Bevölkerung betroffen), aber in diesem Fall wohl kaum, weil „einmalig“. 

Klären Sie mich auf, wenn ich damit falsch liege, ich lerne gern dazu.

Unterm Strich:

Ich sehe nach wie vor die EZB-Lösung von Dr. Stelter im Vorteil.

Es geht übrigens nicht um die Sparer, sondern nur um die Staaten bzw. ihre Haushalte.

Bemerkung, O. T. bei dieser Diskussion:

Man kann ja für Coronabonds/Eurobonds plädieren – habe nie bestritten, dass man es  kann. 

Mich stört nur, WIE dafür argumentiert wird, u. a. von M. Hüther. 

Wenn zudem zu vernehmen ist, dass Spanien perspektivisch auf ein BGE zielt und Italien darum streitet, wie man idealerweise zu nicht zurückzahlbaren Krediten kommt – Sie haben meine Beiträge dazu gelesen –, dann ist das KEINE Werbung für diese Art der Hilfe. 

Befürchtungen werden vielmehr bestätigt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/coronomics-inflationaer-ja-bitte/#comment-129599">Michael Stöcker</a>.</p>
<p>@ Michael Stöcker</p>
<p>&gt;Das kann sein, muss aber nicht so sein, da eine echte Belastung ja erst dann eintritt, wenn die Zinsen tatsächlich über null liegen. Bis dahin haben wir also keine Belastung sondern eine geringere Entlastung.&gt;</p>
<p>Stimmt. </p>
<p>Eine geringere Entlastung ist aber auch NACHTEILIG. </p>
<p>&gt;Aber das ist für unsere Debatte letztlich nebensächlich, zumal den potentiell höheren Zinsen ja ein noch höheres Wachstum gegenüberstehen könnte, weil auch der Süden seine Importe nicht so stark einschränken müsste.&gt;</p>
<p>Das ist KEINE Begründung, weil es nicht auf das Wachstum ankommt, sondern auf die  beiden Finanzierungsmodelle. Bei BEIDEN gäbe es das Wachstum. </p>
<p>&gt;oberhalb von null ist ein Ankauf durch die EZB die bessere Variante;&gt;</p>
<p>Es spricht viel dafür, dass die Zinse über null liegen würden, wenn – so die getroffene Annahme – die EZB nicht wie in der Vergangenheit bis heute die Zinsen für Staatsanleihen am langen Ende durch Interventionen am Markt durch QE drückte. Damit, nur nebenbei, rücke ich natürlich nicht ab von der in Übereinstimmung mit Ihnen mehrfach geäußerten Überzeugung, dass die Zinsen am langen Ende aus säkularen Gründen gesunken sind. </p>
<p>&gt;„Sie werden zwar durch die Zinszahlungen höher belastet werden,“&gt;</p>
<p>Nein, das werden sie nicht. Zinszahlungen an die EZB sind und bleiben linke Tasche, rechte Tasche. </p>
<p>Sie haben Recht. </p>
<p>Sie müssen zwar ZUERST einmal mehr zahlen, weil jemand als Zahler der Zinsen ausgefallen ist, bekommen DANN aber auch mehr zurück, weil der auch als Empfänger der Zinsen ausfällt. </p>
<p>&gt;Nein, das kann und werde ich nie und nimmer zugestehen; denn es ist schlicht und ergreifend falsch. OHNE Tilgung verbleibt dieses Geld in Umlauf und WIRKT somit.</p>
<p>Sie sprechen von Geld, ich von den Anleihen. </p>
<p>Was das Geld betrifft, haben Sie natürlich vollkommen Recht – es SOLL ja im System bleiben und in der Realwirtschaft WIRKEN.</p>
<p>Das ist ja der Sinn und Zweck der Veranstaltung der Kreditgewährung. </p>
<p>Was die Anleihen betrifft, genauer: die VERPFLICHTUNG der Staaten, sie bei der EZB zu tilgen, heißt dies: </p>
<p>Sie müssen an einem bestimmten Stichtag entweder die betreffende Summe als Rücklage zur Verfügung haben oder sich am Markt verschulden, um die Summe für die Rückzahlung aufzubringen.</p>
<p>Revolvieren mit der EZB ist hier aus dem Spiel, weil es der Annahme entsprechend eine EINMALIGE Kreditaufnahme bei der EZB ist.</p>
<p>Wenn die EZB nun entscheiden würde, dass sie keine Tilgung wolle, wäre das ein VORTEIL für die Kreditnehmer, den es bei Coronabonds/Eurobonds nicht gäbe. </p>
<p>Ich verstehe nicht, worin das „ungewisse RISIKO“ der EZB bestehen soll, wenn sie so entscheiden und die Gläubiger-Staaten die Entscheidung annehmen würden.  </p>
<p>Soweit ich es verstehe, gibt es NUR ein Risiko für die EZB bzw. jede Notenbank:</p>
<p>VERTRAUENSVERLUST  in die jeweilige Währung. </p>
<p>Davon wären zwar letztlich auch die Gläubiger (hier: die Staaten und ihre Bevölkerung betroffen), aber in diesem Fall wohl kaum, weil „einmalig“. </p>
<p>Klären Sie mich auf, wenn ich damit falsch liege, ich lerne gern dazu.</p>
<p>Unterm Strich:</p>
<p>Ich sehe nach wie vor die EZB-Lösung von Dr. Stelter im Vorteil.</p>
<p>Es geht übrigens nicht um die Sparer, sondern nur um die Staaten bzw. ihre Haushalte.</p>
<p>Bemerkung, O. T. bei dieser Diskussion:</p>
<p>Man kann ja für Coronabonds/Eurobonds plädieren – habe nie bestritten, dass man es  kann. </p>
<p>Mich stört nur, WIE dafür argumentiert wird, u. a. von M. Hüther. </p>
<p>Wenn zudem zu vernehmen ist, dass Spanien perspektivisch auf ein BGE zielt und Italien darum streitet, wie man idealerweise zu nicht zurückzahlbaren Krediten kommt – Sie haben meine Beiträge dazu gelesen –, dann ist das KEINE Werbung für diese Art der Hilfe. </p>
<p>Befürchtungen werden vielmehr bestätigt.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
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		<title>
		Von: Michael Stöcker		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/coronomics-inflationaer-ja-bitte/#comment-129599</link>

		<dc:creator><![CDATA[Michael Stöcker]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Apr 2020 15:33:50 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterslektuere&#038;p=18486#comment-129599</guid>

					<description><![CDATA[@ Dietmar Tischer

„Dennoch: Die Haftungslast VERSCHIEBT sich aus Sicht der Märkte hin zu Deutschland als dem wirtschaftlich am stärksten Land und wird uns daher durch HÖHERE Zinsen belasten, wenn wir uns wieder eigenständig verschulden nach dieser einmaligen Gemeinschaftsverschuldung.“

Das kann sein, muss aber nicht so sein, da eine echte Belastung ja erst dann eintritt, wenn die Zinsen tatsächlich über null liegen. Bis dahin haben wir also keine Belastung sondern eine geringere Entlastung. Aber das ist für unsere Debatte letztlich nebensächlich, zumal den potentiell höheren Zinsen ja ein noch höheres Wachstum gegenüberstehen könnte, weil auch der Süden seine Importe nicht so stark einschränken müsste.

„Die Einmalverschuldung durch Coronabonds bedeutet nicht nur eine einmal höhere Zinsbelastung für uns, sondern ist bei zukünftiger Verschuldung mit HÖHEREN Folgebelastungen für uns verbunden.“

Absolut sicher ist das zwar nicht, aber auch ich halte ein solches Szenario für wahrscheinlicher, wenn man NUR auf den Staatshaushalt schielt und die dann höheren Zinseinkünfte der deutschen Sparer aus der Betrachtung ausschließt.

„ENTSCHEIDEND ist aber der Vergleich „Marktzinsen für Coronabonds“ zu „EZB-Zinsen bei Gemeinschaftsanleihen/Dr. Stelter.

Und da gibt es eben den Unterschied der Zinsbelastung.“

Diesen Punkt hatte ich aber doch bereits herausgearbeitet. Am ZLB macht es KEINEN Unterschied. Unter null sind Bonds über den Markt für den Staat besser, oberhalb von null ist ein Ankauf durch die EZB die bessere Variante; aber eben nicht beliebig in der Höhe, da ansonsten die Flucht in andere Währungsräume mit höheren Zinsen einsetzt und somit die Außenstabilität der Währung gefährdet ist und als Sekundärfolge dann auch die Binnenstabilität durch höhere Importpreise.

„Sie werden zwar durch die Zinszahlungen höher belastet werden,“

Nein, das werden sie nicht. Zinszahlungen an die EZB sind und bleiben linke Tasche, rechte Tasche. Das träfe für die Marktlösung zu, wenn der Zins über null läge, nicht aber bei der Variante über die EZB.

„Denn den durch den Pleitestaat verursachten Zahlungsausfall finanziert die EZB als Gläubiger seinen verbliebenen Schuldnern umstandslos.“

Finanzierung und Abschreibung (Zahlungsausfälle führen zu Abschreibungen) sind zwei unterschiedliche Sachverhalte.

„Die Staatsverschuldung wächst, aber nicht die für die Märkte entscheidende FAKTISCHE Haftung ihnen gegenüber – siehe Japan.“

Ja, es ist alles im Kontext der Leistungsbilanzen zu sehen. Länder mit hohen LB-Überschüssen und/oder ausgeglichenen Leistungsbilanzen haben keine Probleme mit hohen Staatsschulden, da diese Länder ja vor allem bei sich selber verschuldet sind.

„Und den Märkten MÜSSEN sie sich wieder stellen nach dem „einmalig“.“

Nicht nur danach, sondern bereits bei Vermutung/Ankündigung.

„Sie werden aber zugestehen müssen, dass die EZB die Anleihen IHRER Eigentümer so behandeln KANN, dass sie NICHT mehr im Geldsystem WIRKEN. Das wäre der Fall, wenn sie keine Zinsen und auch keine Tilgung verlangen würde.“

Nein, das kann und werde ich nie und nimmer zugestehen; denn es ist schlicht und ergreifend falsch. OHNE Tilgung verbleibt dieses Geld in Umlauf und WIRKT somit. MIT Zinsen wird ein Teil des Geldes herausgezogen, aber wieder postwendend an den Finanzminister via Gewinnausschüttung zur weiteren Verwendung überwiesen. Insofern kann nur die Regierung via Einnahmen- und Ausgabensteuerung diese Geldmenge „sterilisieren“.

„Genau dies habe ich mit diesem Satz gemeint:

&#062;Damit würden sie real nicht mehr im Geldsystem existieren.&#060;“

Und genau diese Einschätzung ist falsch, Herr Tischer. Um diese Geldmenge zu „sterilisieren“ müsste die Zentralbank im Laufe der Zeit Zinseinnahmen generieren, die sie über Bildung einer Rückstellung für ungewisse Risiken gewinnneutral vereinnahmt. Dann – und nur dann – wäre die Geldmenge im Zeitablauf sterilisiert.

„Die EZB-Lösung von Dr. Stelter ist aus Sicht der SCHULDNER die eindeutig bessere Finanzierungslösung.“

Wie bereits oben dargelegt gilt das nur dann, wenn die Zinsen über null liegen. Und auch dann gilt es schon nicht mehr uneingeschränkt, wenn man die Länder differenziert betrachtet. Sollte der Zinssatz über null liegen, dann hätten insbesondere die Deutschen wieder ein risikoloses Asset mit positiver Verzinsung. Kaufen sie nun überproportional solche Anleihen, dann sind die Zinserträge in Summe höher als die Zinszahlungen. Damit die hieraus resultierende Ungleichverteilung zwischen Groß- und Kleinsparern nicht zu groß wird, hatte ich den Vorschlag weiter unten gemacht: https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/coronomics-inflationaer-ja-bitte/#comment-126563 

LG Michael Stöcker]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@ Dietmar Tischer</p>
<p>„Dennoch: Die Haftungslast VERSCHIEBT sich aus Sicht der Märkte hin zu Deutschland als dem wirtschaftlich am stärksten Land und wird uns daher durch HÖHERE Zinsen belasten, wenn wir uns wieder eigenständig verschulden nach dieser einmaligen Gemeinschaftsverschuldung.“</p>
<p>Das kann sein, muss aber nicht so sein, da eine echte Belastung ja erst dann eintritt, wenn die Zinsen tatsächlich über null liegen. Bis dahin haben wir also keine Belastung sondern eine geringere Entlastung. Aber das ist für unsere Debatte letztlich nebensächlich, zumal den potentiell höheren Zinsen ja ein noch höheres Wachstum gegenüberstehen könnte, weil auch der Süden seine Importe nicht so stark einschränken müsste.</p>
<p>„Die Einmalverschuldung durch Coronabonds bedeutet nicht nur eine einmal höhere Zinsbelastung für uns, sondern ist bei zukünftiger Verschuldung mit HÖHEREN Folgebelastungen für uns verbunden.“</p>
<p>Absolut sicher ist das zwar nicht, aber auch ich halte ein solches Szenario für wahrscheinlicher, wenn man NUR auf den Staatshaushalt schielt und die dann höheren Zinseinkünfte der deutschen Sparer aus der Betrachtung ausschließt.</p>
<p>„ENTSCHEIDEND ist aber der Vergleich „Marktzinsen für Coronabonds“ zu „EZB-Zinsen bei Gemeinschaftsanleihen/Dr. Stelter.</p>
<p>Und da gibt es eben den Unterschied der Zinsbelastung.“</p>
<p>Diesen Punkt hatte ich aber doch bereits herausgearbeitet. Am ZLB macht es KEINEN Unterschied. Unter null sind Bonds über den Markt für den Staat besser, oberhalb von null ist ein Ankauf durch die EZB die bessere Variante; aber eben nicht beliebig in der Höhe, da ansonsten die Flucht in andere Währungsräume mit höheren Zinsen einsetzt und somit die Außenstabilität der Währung gefährdet ist und als Sekundärfolge dann auch die Binnenstabilität durch höhere Importpreise.</p>
<p>„Sie werden zwar durch die Zinszahlungen höher belastet werden,“</p>
<p>Nein, das werden sie nicht. Zinszahlungen an die EZB sind und bleiben linke Tasche, rechte Tasche. Das träfe für die Marktlösung zu, wenn der Zins über null läge, nicht aber bei der Variante über die EZB.</p>
<p>„Denn den durch den Pleitestaat verursachten Zahlungsausfall finanziert die EZB als Gläubiger seinen verbliebenen Schuldnern umstandslos.“</p>
<p>Finanzierung und Abschreibung (Zahlungsausfälle führen zu Abschreibungen) sind zwei unterschiedliche Sachverhalte.</p>
<p>„Die Staatsverschuldung wächst, aber nicht die für die Märkte entscheidende FAKTISCHE Haftung ihnen gegenüber – siehe Japan.“</p>
<p>Ja, es ist alles im Kontext der Leistungsbilanzen zu sehen. Länder mit hohen LB-Überschüssen und/oder ausgeglichenen Leistungsbilanzen haben keine Probleme mit hohen Staatsschulden, da diese Länder ja vor allem bei sich selber verschuldet sind.</p>
<p>„Und den Märkten MÜSSEN sie sich wieder stellen nach dem „einmalig“.“</p>
<p>Nicht nur danach, sondern bereits bei Vermutung/Ankündigung.</p>
<p>„Sie werden aber zugestehen müssen, dass die EZB die Anleihen IHRER Eigentümer so behandeln KANN, dass sie NICHT mehr im Geldsystem WIRKEN. Das wäre der Fall, wenn sie keine Zinsen und auch keine Tilgung verlangen würde.“</p>
<p>Nein, das kann und werde ich nie und nimmer zugestehen; denn es ist schlicht und ergreifend falsch. OHNE Tilgung verbleibt dieses Geld in Umlauf und WIRKT somit. MIT Zinsen wird ein Teil des Geldes herausgezogen, aber wieder postwendend an den Finanzminister via Gewinnausschüttung zur weiteren Verwendung überwiesen. Insofern kann nur die Regierung via Einnahmen- und Ausgabensteuerung diese Geldmenge „sterilisieren“.</p>
<p>„Genau dies habe ich mit diesem Satz gemeint:</p>
<p>&gt;Damit würden sie real nicht mehr im Geldsystem existieren.&lt;“</p>
<p>Und genau diese Einschätzung ist falsch, Herr Tischer. Um diese Geldmenge zu „sterilisieren“ müsste die Zentralbank im Laufe der Zeit Zinseinnahmen generieren, die sie über Bildung einer Rückstellung für ungewisse Risiken gewinnneutral vereinnahmt. Dann – und nur dann – wäre die Geldmenge im Zeitablauf sterilisiert.</p>
<p>„Die EZB-Lösung von Dr. Stelter ist aus Sicht der SCHULDNER die eindeutig bessere Finanzierungslösung.“</p>
<p>Wie bereits oben dargelegt gilt das nur dann, wenn die Zinsen über null liegen. Und auch dann gilt es schon nicht mehr uneingeschränkt, wenn man die Länder differenziert betrachtet. Sollte der Zinssatz über null liegen, dann hätten insbesondere die Deutschen wieder ein risikoloses Asset mit positiver Verzinsung. Kaufen sie nun überproportional solche Anleihen, dann sind die Zinserträge in Summe höher als die Zinszahlungen. Damit die hieraus resultierende Ungleichverteilung zwischen Groß- und Kleinsparern nicht zu groß wird, hatte ich den Vorschlag weiter unten gemacht: <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/coronomics-inflationaer-ja-bitte/#comment-126563" rel="nofollow ugc">https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/coronomics-inflationaer-ja-bitte/#comment-126563</a> </p>
<p>LG Michael Stöcker</p>
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		Von: Dietmar Tischer		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/coronomics-inflationaer-ja-bitte/#comment-127701</link>

		<dc:creator><![CDATA[Dietmar Tischer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Apr 2020 01:16:16 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[@ Michael Stöcker

TEIL 2

Nun also zu den beiden Finanzierungslösungen:

1) Coronabonds (Staaten der Eurozone, Volumen: 1 Billion €)
Anleger kaufen die gemeinsame Anleihe und bewerten sie anhand des Kaufpreises mit einer VERZINSUNG, die nicht dem Coupon geschuldet ist, sondern der EINSCHÄTZUNG der Bonität der Gemeinschaft.     

Dass die Zinsen höher sind, als wenn wir uns nicht gemeinschaftlich, sondern nur für uns selbst verschuldet hätten, ist unerheblich, weil die Annahme „gemeinsam“ ist. Unsere höheren Zinsen sind sozusagen der Preis für Hilfe an den Süden, d. h. dessen geringerer Zinsbelastung. 

Wichtig ist dies:

Wir haften mit ca. 20% für die Bonds – unser Anteil an der Gemeinschaftsanleihe –, wenn KEINER der Euro-Staaten pleitegeht. 
Mit jedem Staat der pleitegeht, haften wir und die verbleibenden zahlungsfähigen Gemeinschaftsmitglieder für mehr als ihren Anteil. Im Extremfall: Wir haften für 1 Billion €.

Wir werden nicht dafür haften, denn wenn alle pleite sind, dann sind wir das auch.

Dennoch: Die Haftungslast VERSCHIEBT sich aus Sicht der Märkte hin zu Deutschland als dem wirtschaftlich am stärksten Land und wird uns daher durch HÖHERE Zinsen belasten, wenn wir uns wieder eigenständig verschulden nach dieser einmaligen Gemeinschaftsverschuldung.

Zwischenfazit:

Die Einmalverschuldung durch Coronabonds bedeutet nicht nur eine einmal höhere Zinsbelastung für uns, sondern ist bei zukünftiger Verschuldung mit HÖHEREN Folgebelastungen für uns verbunden. 

Damit ist nicht gesagt, dass Coronabonds die schlechtere Lösung sind. 

2) Gemeinschaftsbonds (EU-Staaten, Volumen: 1 Billion €) 

Es kann weitgehend außer Acht bleiben, dass bei Dr. Stelter die EU und nicht die Eurostaaten die Gemeinschaftsanleihe begeben. 

Es geht um einen Vergleich der Lösungen, nicht der Schuldner. 

Deshalb nehmen wir an, dass auch bei ihm die Eurostaaten die Anleihe begeben. 

Die EZB KAUFT diese Anleihen.

Erst einmal: 

Es ist wiederum Geld in Höhe von 1 Billion € verfügbar – insoweit kein Unterschied zu Coronabonds. 

Da beide Finanzierungslösungen den Finanzbedarf erfüllen ist damit nicht zu entscheiden, welches die bessere Lösung ist. 

Ich hatte geschrieben mit Bezug auf CORONABONDS:

„Es sind nicht gemeinsame Bonds (der EU bzw. EU-Staaten), die DIREKT von der EZB gekauft werden und wenn überhaupt, NICHT so wie Eurobonds die deutsche Staatsschuld erhöhen.“

Sie bemerken dazu:

&#062;Es sind zwar sehr wohl gemeinsame Bonds, aber ansonsten ist der erste Teil korrekt und entspricht der Rechtslage. Der zweite Teil Ihrer Aussage ist hingegen falsch, da selbstverständlich auch bei einem unmittelbaren Ankauf dieser Anleihen durch die EZB die Schulden der Staaten steigen.&#062;

Sie haben Recht, dass der zweite Teil falsch ist – er ist es, weil ich mich falsch ausgedrückt habe. 

Ich wollte sagen, dass die direkt von der EZB gekauften Anleihen, nicht so wie Coronabonds die deutsche Staatschuld erhöhen. Und natürlich: auch nicht die Staatschulden aller anderen.

Was meine ich damit? 

Die Zinsbelastung ist geringer, wenn die EZB zu einem Zinssatz  kauft, der WILLKÜRLICH den Zinssatz unterbieten kann, den der Markt für Coronabonds fordert („beliebig“ wie ich geschrieben habe, ist in der Tat problematisch).

Das ist so, die Eigentümer-Staaten können – anders als auf die Märkte – darauf Einfluss nehmen.

Die niedrigeren Zinsen kann man lose formuliert der deutschen Staatsschuld zurechnen. 

Sie sagen weiter:

&#062;Weil es keinen Unterschied bzgl. der Verschuldung und Haftung macht, ob die EZB unmittelbar finanziert oder aber der Primär-und/oder Sekundärmarkt.&#062;

und:

&#062;Nein, das macht in diesem Fall keinen Unterschied. Weder bzgl. der Haftung und schon gar nicht bzgl. der Marktzinsen, da die Höhe der Marktzinsen KEINE Rolle spielt. Ob die Zinsen bei 0,00 % liegen oder aber bei 20 % ist völlig egal (linke Tasche, rechte Tasche).&#062;

Da bin ich ganz anderer Meinung als Sie. 

Linke Tasche, rechte Tasche ist natürlich richtig, wenn die EZB kauft und es um die Staaten der Eurozone geht (wird angenommen).

ENTSCHEIDEND ist aber der Vergleich „Marktzinsen für Coronabonds“ zu „EZB-Zinsen bei Gemeinschaftsanleihen/Dr. Stelter. 

Und da gibt es eben den Unterschied der Zinsbelastung. 

Bezüglich der Haftung besteht ebenfalls ein Unterschied:

Wenn eines der Länder pleitegeht bei der Lösung Gemeinschaftsanleihen/Dr. Stelter, dann haften alle anderen ihrer EZB gegenüber. Sie werden zwar durch die Zinszahlungen höher belastet werden, aber ihre Bonität wird nicht leiden, weil die EZB diese NICHT bewertet. Denn den durch den Pleitestaat verursachten Zahlungsausfall finanziert die EZB als Gläubiger seinen verbliebenen Schuldnern umstandslos. Die Staatsverschuldung wächst, aber nicht die für die Märkte entscheidende  FAKTISCHE Haftung ihnen gegenüber – siehe Japan. 

Und den Märkten MÜSSEN sie sich wieder stellen nach dem &quot;einmalig&quot;.

Das ist der ENTSCHEIDENDE Unterschied zur Finanzierung durch Coronabonds. 

Sie sagen weiter: 

&#062;Diese Einschätzung ist EINDEUTIG falsch, Herr Tischer. Der Begriff der Sterilisierung stammt aus den Zeiten des EWS, der Währungsschlange sowie des Goldstandards/Dollarbindung und betrifft ausschließlich den Geldkreislauf I (Geldkreislauf der Banken)&#062;

Ich glaube Ihnen, dass der Begriff so gebraucht wurde und damit habe ich ihn falsch gebraucht. 

Sie werden aber zugestehen müssen, dass die EZB die Anleihen IHRER Eigentümer so behandeln KANN, dass sie NICHT mehr im Geldsystem WIRKEN. Das wäre der Fall, wenn sie keine Zinsen und auch keine Tilgung verlangen würde. 

Genau dies habe ich mit diesem Satz gemeint:

&#062;Damit würden sie real nicht mehr im Geldsystem existieren.&#060;

Es wäre der ULTIMATIVE Unterschied zu Coronabonds.

Das  zu sagen, hat Dr. Stelter nicht gewagt – aus gutem Grund. 

Denn selbstverständlich:

All dies ist rechtlich nicht erlaubt.

ABER:

Die EZB hat sich längst der Fesseln ihrer Satzungen entledigt. 

Da ist man zumindest konsequent,  wenn man ihre Funktionalität weiterdenkt. 

Angesichts der Corona-Krise und ihrer Folgen wird auch die Politik weiterdenken MÜSSEN – und REAL die Entscheidungen treffen, die Dr. Stelter konzipiert hat und ich sozusagen zu Ende gedacht habe.  

Und:

Wir reden hier – wie bei Coronabonds – von angenommem „einmalig“. 

Bei „immer wieder“ wäre das eine ganz andere Sache. 

FAZIT:

Die EZB-Lösung von Dr. Stelter ist aus Sicht der SCHULDNER die eindeutig bessere Finanzierungslösung. 

Abgesehen davon ist auch Coronabond-Lösung KEINE rechtlich vertretbare Lösung, weil die gemeinsame Haftung für Verbindlichkeiten nicht erlaubt ist (§ 125 AEUV). 

Soweit meine Sicht der Dinge, mit deutlichen Unterschieden zwischen den beiden Finanzierungslösungen. 

Wenn Sie das anders sehen, machen Sie bitte klar, wo Sie von meinen Annahmen abweichen und warum Sie das tun.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@ Michael Stöcker</p>
<p>TEIL 2</p>
<p>Nun also zu den beiden Finanzierungslösungen:</p>
<p>1) Coronabonds (Staaten der Eurozone, Volumen: 1 Billion €)<br />
Anleger kaufen die gemeinsame Anleihe und bewerten sie anhand des Kaufpreises mit einer VERZINSUNG, die nicht dem Coupon geschuldet ist, sondern der EINSCHÄTZUNG der Bonität der Gemeinschaft.     </p>
<p>Dass die Zinsen höher sind, als wenn wir uns nicht gemeinschaftlich, sondern nur für uns selbst verschuldet hätten, ist unerheblich, weil die Annahme „gemeinsam“ ist. Unsere höheren Zinsen sind sozusagen der Preis für Hilfe an den Süden, d. h. dessen geringerer Zinsbelastung. </p>
<p>Wichtig ist dies:</p>
<p>Wir haften mit ca. 20% für die Bonds – unser Anteil an der Gemeinschaftsanleihe –, wenn KEINER der Euro-Staaten pleitegeht.<br />
Mit jedem Staat der pleitegeht, haften wir und die verbleibenden zahlungsfähigen Gemeinschaftsmitglieder für mehr als ihren Anteil. Im Extremfall: Wir haften für 1 Billion €.</p>
<p>Wir werden nicht dafür haften, denn wenn alle pleite sind, dann sind wir das auch.</p>
<p>Dennoch: Die Haftungslast VERSCHIEBT sich aus Sicht der Märkte hin zu Deutschland als dem wirtschaftlich am stärksten Land und wird uns daher durch HÖHERE Zinsen belasten, wenn wir uns wieder eigenständig verschulden nach dieser einmaligen Gemeinschaftsverschuldung.</p>
<p>Zwischenfazit:</p>
<p>Die Einmalverschuldung durch Coronabonds bedeutet nicht nur eine einmal höhere Zinsbelastung für uns, sondern ist bei zukünftiger Verschuldung mit HÖHEREN Folgebelastungen für uns verbunden. </p>
<p>Damit ist nicht gesagt, dass Coronabonds die schlechtere Lösung sind. </p>
<p>2) Gemeinschaftsbonds (EU-Staaten, Volumen: 1 Billion €) </p>
<p>Es kann weitgehend außer Acht bleiben, dass bei Dr. Stelter die EU und nicht die Eurostaaten die Gemeinschaftsanleihe begeben. </p>
<p>Es geht um einen Vergleich der Lösungen, nicht der Schuldner. </p>
<p>Deshalb nehmen wir an, dass auch bei ihm die Eurostaaten die Anleihe begeben. </p>
<p>Die EZB KAUFT diese Anleihen.</p>
<p>Erst einmal: </p>
<p>Es ist wiederum Geld in Höhe von 1 Billion € verfügbar – insoweit kein Unterschied zu Coronabonds. </p>
<p>Da beide Finanzierungslösungen den Finanzbedarf erfüllen ist damit nicht zu entscheiden, welches die bessere Lösung ist. </p>
<p>Ich hatte geschrieben mit Bezug auf CORONABONDS:</p>
<p>„Es sind nicht gemeinsame Bonds (der EU bzw. EU-Staaten), die DIREKT von der EZB gekauft werden und wenn überhaupt, NICHT so wie Eurobonds die deutsche Staatsschuld erhöhen.“</p>
<p>Sie bemerken dazu:</p>
<p>&gt;Es sind zwar sehr wohl gemeinsame Bonds, aber ansonsten ist der erste Teil korrekt und entspricht der Rechtslage. Der zweite Teil Ihrer Aussage ist hingegen falsch, da selbstverständlich auch bei einem unmittelbaren Ankauf dieser Anleihen durch die EZB die Schulden der Staaten steigen.&gt;</p>
<p>Sie haben Recht, dass der zweite Teil falsch ist – er ist es, weil ich mich falsch ausgedrückt habe. </p>
<p>Ich wollte sagen, dass die direkt von der EZB gekauften Anleihen, nicht so wie Coronabonds die deutsche Staatschuld erhöhen. Und natürlich: auch nicht die Staatschulden aller anderen.</p>
<p>Was meine ich damit? </p>
<p>Die Zinsbelastung ist geringer, wenn die EZB zu einem Zinssatz  kauft, der WILLKÜRLICH den Zinssatz unterbieten kann, den der Markt für Coronabonds fordert („beliebig“ wie ich geschrieben habe, ist in der Tat problematisch).</p>
<p>Das ist so, die Eigentümer-Staaten können – anders als auf die Märkte – darauf Einfluss nehmen.</p>
<p>Die niedrigeren Zinsen kann man lose formuliert der deutschen Staatsschuld zurechnen. </p>
<p>Sie sagen weiter:</p>
<p>&gt;Weil es keinen Unterschied bzgl. der Verschuldung und Haftung macht, ob die EZB unmittelbar finanziert oder aber der Primär-und/oder Sekundärmarkt.&gt;</p>
<p>und:</p>
<p>&gt;Nein, das macht in diesem Fall keinen Unterschied. Weder bzgl. der Haftung und schon gar nicht bzgl. der Marktzinsen, da die Höhe der Marktzinsen KEINE Rolle spielt. Ob die Zinsen bei 0,00 % liegen oder aber bei 20 % ist völlig egal (linke Tasche, rechte Tasche).&gt;</p>
<p>Da bin ich ganz anderer Meinung als Sie. </p>
<p>Linke Tasche, rechte Tasche ist natürlich richtig, wenn die EZB kauft und es um die Staaten der Eurozone geht (wird angenommen).</p>
<p>ENTSCHEIDEND ist aber der Vergleich „Marktzinsen für Coronabonds“ zu „EZB-Zinsen bei Gemeinschaftsanleihen/Dr. Stelter. </p>
<p>Und da gibt es eben den Unterschied der Zinsbelastung. </p>
<p>Bezüglich der Haftung besteht ebenfalls ein Unterschied:</p>
<p>Wenn eines der Länder pleitegeht bei der Lösung Gemeinschaftsanleihen/Dr. Stelter, dann haften alle anderen ihrer EZB gegenüber. Sie werden zwar durch die Zinszahlungen höher belastet werden, aber ihre Bonität wird nicht leiden, weil die EZB diese NICHT bewertet. Denn den durch den Pleitestaat verursachten Zahlungsausfall finanziert die EZB als Gläubiger seinen verbliebenen Schuldnern umstandslos. Die Staatsverschuldung wächst, aber nicht die für die Märkte entscheidende  FAKTISCHE Haftung ihnen gegenüber – siehe Japan. </p>
<p>Und den Märkten MÜSSEN sie sich wieder stellen nach dem &#8220;einmalig&#8221;.</p>
<p>Das ist der ENTSCHEIDENDE Unterschied zur Finanzierung durch Coronabonds. </p>
<p>Sie sagen weiter: </p>
<p>&gt;Diese Einschätzung ist EINDEUTIG falsch, Herr Tischer. Der Begriff der Sterilisierung stammt aus den Zeiten des EWS, der Währungsschlange sowie des Goldstandards/Dollarbindung und betrifft ausschließlich den Geldkreislauf I (Geldkreislauf der Banken)&gt;</p>
<p>Ich glaube Ihnen, dass der Begriff so gebraucht wurde und damit habe ich ihn falsch gebraucht. </p>
<p>Sie werden aber zugestehen müssen, dass die EZB die Anleihen IHRER Eigentümer so behandeln KANN, dass sie NICHT mehr im Geldsystem WIRKEN. Das wäre der Fall, wenn sie keine Zinsen und auch keine Tilgung verlangen würde. </p>
<p>Genau dies habe ich mit diesem Satz gemeint:</p>
<p>&gt;Damit würden sie real nicht mehr im Geldsystem existieren.&lt;</p>
<p>Es wäre der ULTIMATIVE Unterschied zu Coronabonds.</p>
<p>Das  zu sagen, hat Dr. Stelter nicht gewagt – aus gutem Grund. </p>
<p>Denn selbstverständlich:</p>
<p>All dies ist rechtlich nicht erlaubt.</p>
<p>ABER:</p>
<p>Die EZB hat sich längst der Fesseln ihrer Satzungen entledigt. </p>
<p>Da ist man zumindest konsequent,  wenn man ihre Funktionalität weiterdenkt. </p>
<p>Angesichts der Corona-Krise und ihrer Folgen wird auch die Politik weiterdenken MÜSSEN – und REAL die Entscheidungen treffen, die Dr. Stelter konzipiert hat und ich sozusagen zu Ende gedacht habe.  </p>
<p>Und:</p>
<p>Wir reden hier – wie bei Coronabonds – von angenommem „einmalig“. </p>
<p>Bei „immer wieder“ wäre das eine ganz andere Sache. </p>
<p>FAZIT:</p>
<p>Die EZB-Lösung von Dr. Stelter ist aus Sicht der SCHULDNER die eindeutig bessere Finanzierungslösung. </p>
<p>Abgesehen davon ist auch Coronabond-Lösung KEINE rechtlich vertretbare Lösung, weil die gemeinsame Haftung für Verbindlichkeiten nicht erlaubt ist (§ 125 AEUV). </p>
<p>Soweit meine Sicht der Dinge, mit deutlichen Unterschieden zwischen den beiden Finanzierungslösungen. </p>
<p>Wenn Sie das anders sehen, machen Sie bitte klar, wo Sie von meinen Annahmen abweichen und warum Sie das tun.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Dietmar Tischer		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/coronomics-inflationaer-ja-bitte/#comment-127697</link>

		<dc:creator><![CDATA[Dietmar Tischer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Apr 2020 00:52:20 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterslektuere&#038;p=18486#comment-127697</guid>

					<description><![CDATA[@ Michael Stöcker

TEIL 1 

Ich will den Unterschied unserer Auffassungen herausarbeiten und darauf eingehen.

Die REALITÄT monetären Handelns ist bereits praktisch wie rechtlich so verfahren, dass mit Bezug darauf nichts GRUNDSÄTZLICHES zu klären ist.

Nur beispielhaft: 

Die EZB kauft Wertpapier ENTGEGEN Ihrer Satzung. 

Hier:

https://www.handelsblatt.com/finanzen/geldpolitik/kaufprogramm-ezb-greift-italien-mit-massiven-anleihekaeufen-unter-die-arme/25720658.html?nlayer=Newsticker_1985586

Ich nehme daher im Interesse einer Klärung Folgendes an: 

1) Gemeinsame Ausgabe von einmaligen Anleihen mit langen Laufzeiten. 

Damit wird sowohl die Finanzierung durch Eurobonds (Schularick) wie auch die EZB-Lösung (Dr. Stelter) genüge getan.

2) Finanzierung mit Coronabonds erfolgt über die Märkte, ist Marktreaktionen ausgesetzt – die EZB greift nicht direkt ein, betreibt normale Geldpolitik.

3) EZB kann auch außerhalb ihres Mandats handeln (soll als Krisenpolitik erlaubt sein), wird dabei aber keine Reaktion der Märkte einkalkulieren.

1) ist der gemeinsame Nenner, 2) und 3) dienen der klaren Differenzierung der beiden hier zur Debatte stehenden Finanzierungsverfahren.

Vorab noch das, weil Sie da einem Missverständnis unterliegen: 

„&#062;Die beste Lösung wäre die gemeinsame Ausgabe von einmaligen Anleihen mit langen Laufzeiten.“

Ich bin mir nicht so sicher, ob Sie erkannt haben, dass es sich hierbei um ein wortwörtliches Zitat von Moritz Schularick handelt. Richtig ist allerdings, dass ich diese Einschätzung zu 100 % teile.

„Das ist KEINE beste Lösung, weil diese Bedingung MEHRERE Finanzierungsarten erfüllen können.“

Dabei handelt es sich um non sequitur.&#062;

Erst einmal:

Ich habe mich bei der Aussage auf Sie bezogen, weil Sie sie in die Diskussion eingebracht haben, dabei aber nicht in Abrede gestellt, dass Sie sich auf Schularick bezogen haben. Wie auch immer, es spielt keine Rolle, weil diese Bedingungen  auch für die Lösung von Dr. Stelter gelten. 

Warum ist es KEINE beste Lösung?

Weil nur eine EINZIGE Lösung DIE beste Lösung sein kann. 

Das ist anhand der drei Bedingungen NICHT zu entscheiden.

Denn „gemeinsam“, „einmalig“ und „lange Laufzeiten“ werden sowohl durch die Finanzierungslösung Schularick wie auch die von Dr. Stelter erfüllt. 

Es ist wie bei einem Laufwettbewerb, für den diese drei Bedingungen gelten sollen:

Strecke: 100 m, Startsignal: durch Pistole, Zeitnahme: elektronisch

Anhand dieser Bedingungen ist nicht entscheidbar, ob Frauen oder Männer an den Start gehen. 

Kurzum:

Wenn sich anhand der drei Bedingungen nicht entscheiden lässt, welche die beste Finanzierungslösung ist,  kann man in Verbindung mit ihnen nicht von „der besten Lösung“ sprechen. 

Dies wollte ich mit meiner Behauptung sagen, die mit non sequitur nichts zu tun hat, sondern eine Bewertung der Aussage ist. 

Es ist demnach klar, dass WEITERES herangezogen werden muss, um feststellen zu können, welche die beste Lösung ist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@ Michael Stöcker</p>
<p>TEIL 1 </p>
<p>Ich will den Unterschied unserer Auffassungen herausarbeiten und darauf eingehen.</p>
<p>Die REALITÄT monetären Handelns ist bereits praktisch wie rechtlich so verfahren, dass mit Bezug darauf nichts GRUNDSÄTZLICHES zu klären ist.</p>
<p>Nur beispielhaft: </p>
<p>Die EZB kauft Wertpapier ENTGEGEN Ihrer Satzung. </p>
<p>Hier:</p>
<p><a href="https://www.handelsblatt.com/finanzen/geldpolitik/kaufprogramm-ezb-greift-italien-mit-massiven-anleihekaeufen-unter-die-arme/25720658.html?nlayer=Newsticker_1985586" rel="nofollow ugc">https://www.handelsblatt.com/finanzen/geldpolitik/kaufprogramm-ezb-greift-italien-mit-massiven-anleihekaeufen-unter-die-arme/25720658.html?nlayer=Newsticker_1985586</a></p>
<p>Ich nehme daher im Interesse einer Klärung Folgendes an: </p>
<p>1) Gemeinsame Ausgabe von einmaligen Anleihen mit langen Laufzeiten. </p>
<p>Damit wird sowohl die Finanzierung durch Eurobonds (Schularick) wie auch die EZB-Lösung (Dr. Stelter) genüge getan.</p>
<p>2) Finanzierung mit Coronabonds erfolgt über die Märkte, ist Marktreaktionen ausgesetzt – die EZB greift nicht direkt ein, betreibt normale Geldpolitik.</p>
<p>3) EZB kann auch außerhalb ihres Mandats handeln (soll als Krisenpolitik erlaubt sein), wird dabei aber keine Reaktion der Märkte einkalkulieren.</p>
<p>1) ist der gemeinsame Nenner, 2) und 3) dienen der klaren Differenzierung der beiden hier zur Debatte stehenden Finanzierungsverfahren.</p>
<p>Vorab noch das, weil Sie da einem Missverständnis unterliegen: </p>
<p>„&gt;Die beste Lösung wäre die gemeinsame Ausgabe von einmaligen Anleihen mit langen Laufzeiten.“</p>
<p>Ich bin mir nicht so sicher, ob Sie erkannt haben, dass es sich hierbei um ein wortwörtliches Zitat von Moritz Schularick handelt. Richtig ist allerdings, dass ich diese Einschätzung zu 100 % teile.</p>
<p>„Das ist KEINE beste Lösung, weil diese Bedingung MEHRERE Finanzierungsarten erfüllen können.“</p>
<p>Dabei handelt es sich um non sequitur.&gt;</p>
<p>Erst einmal:</p>
<p>Ich habe mich bei der Aussage auf Sie bezogen, weil Sie sie in die Diskussion eingebracht haben, dabei aber nicht in Abrede gestellt, dass Sie sich auf Schularick bezogen haben. Wie auch immer, es spielt keine Rolle, weil diese Bedingungen  auch für die Lösung von Dr. Stelter gelten. </p>
<p>Warum ist es KEINE beste Lösung?</p>
<p>Weil nur eine EINZIGE Lösung DIE beste Lösung sein kann. </p>
<p>Das ist anhand der drei Bedingungen NICHT zu entscheiden.</p>
<p>Denn „gemeinsam“, „einmalig“ und „lange Laufzeiten“ werden sowohl durch die Finanzierungslösung Schularick wie auch die von Dr. Stelter erfüllt. </p>
<p>Es ist wie bei einem Laufwettbewerb, für den diese drei Bedingungen gelten sollen:</p>
<p>Strecke: 100 m, Startsignal: durch Pistole, Zeitnahme: elektronisch</p>
<p>Anhand dieser Bedingungen ist nicht entscheidbar, ob Frauen oder Männer an den Start gehen. </p>
<p>Kurzum:</p>
<p>Wenn sich anhand der drei Bedingungen nicht entscheiden lässt, welche die beste Finanzierungslösung ist,  kann man in Verbindung mit ihnen nicht von „der besten Lösung“ sprechen. </p>
<p>Dies wollte ich mit meiner Behauptung sagen, die mit non sequitur nichts zu tun hat, sondern eine Bewertung der Aussage ist. </p>
<p>Es ist demnach klar, dass WEITERES herangezogen werden muss, um feststellen zu können, welche die beste Lösung ist.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: ruby		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/coronomics-inflationaer-ja-bitte/#comment-127562</link>

		<dc:creator><![CDATA[ruby]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Apr 2020 14:19:57 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterslektuere&#038;p=18486#comment-127562</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/coronomics-inflationaer-ja-bitte/#comment-127185&quot;&gt;ruby&lt;/a&gt;.

@Herr Stöcker
Im Aldiprospekt habe ich die Preise und Destinationen der Traumschiffreisen studiert und den Rückflugpreis von Heiko Maas Sonderkonditionenen dazu addiert.

Die Reihenfolge wirtschaftlicher Aktivitäten ist Wirklichkeit und irgendein fiktiver 2% Satz interessiert nicht.

Mut versus Unmut ist doch eine reale Gleichung.


Ob Modelle überhaupt noch Konsens erzielen bleibt historisch rückblickenden Bewertung vorbehalten.
Different Views - Different People.

Nochmals Bazon Brooks Worte die ich teile:

&quot;Das strikte Beharren auf einer absoluten Unterscheidbarkeit von Ja und Nein fußt also auf dem Unwillen, beide als sich gegenseitig bedingende Entwürfe zu begreifen, und muss schließlich in Selbstvernichtung gipfeln. In dieser metaphorischen Szene, in welcher das Leben als Werkstatt realisiert ist, zeigt sich die dringende Notwendigkeit des „Dennoch“: Wenn die Forderung nach absoluter Entscheidbarkeit in jeder Lebenslage unweigerlich in Selbstzerstörung kulminiert, dann kann die einzige lebenserhaltende Option darin liegen, sich gegen vermeintliche Ausschließlichkeit zu behaupten. Es muss also möglich sein, ein Leben zu führen, das für unwahrscheinlich und absurd gehalten wird.&quot;
aus
https://bazonbrock.de/werke/detail/?id=3528&#038;sectid=3273#sect
Freiheit pflegt Pluralität.
Dafür diskutiere ich gerne mit Ihnen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/coronomics-inflationaer-ja-bitte/#comment-127185">ruby</a>.</p>
<p>@Herr Stöcker<br />
Im Aldiprospekt habe ich die Preise und Destinationen der Traumschiffreisen studiert und den Rückflugpreis von Heiko Maas Sonderkonditionenen dazu addiert.</p>
<p>Die Reihenfolge wirtschaftlicher Aktivitäten ist Wirklichkeit und irgendein fiktiver 2% Satz interessiert nicht.</p>
<p>Mut versus Unmut ist doch eine reale Gleichung.</p>
<p>Ob Modelle überhaupt noch Konsens erzielen bleibt historisch rückblickenden Bewertung vorbehalten.<br />
Different Views &#8211; Different People.</p>
<p>Nochmals Bazon Brooks Worte die ich teile:</p>
<p>&#8220;Das strikte Beharren auf einer absoluten Unterscheidbarkeit von Ja und Nein fußt also auf dem Unwillen, beide als sich gegenseitig bedingende Entwürfe zu begreifen, und muss schließlich in Selbstvernichtung gipfeln. In dieser metaphorischen Szene, in welcher das Leben als Werkstatt realisiert ist, zeigt sich die dringende Notwendigkeit des „Dennoch“: Wenn die Forderung nach absoluter Entscheidbarkeit in jeder Lebenslage unweigerlich in Selbstzerstörung kulminiert, dann kann die einzige lebenserhaltende Option darin liegen, sich gegen vermeintliche Ausschließlichkeit zu behaupten. Es muss also möglich sein, ein Leben zu führen, das für unwahrscheinlich und absurd gehalten wird.&#8221;<br />
aus<br />
<a href="https://bazonbrock.de/werke/detail/?id=3528&#038;sectid=3273#sect" rel="nofollow ugc">https://bazonbrock.de/werke/detail/?id=3528&#038;sectid=3273#sect</a><br />
Freiheit pflegt Pluralität.<br />
Dafür diskutiere ich gerne mit Ihnen.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Michael Stöcker		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/coronomics-inflationaer-ja-bitte/#comment-127509</link>

		<dc:creator><![CDATA[Michael Stöcker]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Apr 2020 11:19:53 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterslektuere&#038;p=18486#comment-127509</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/coronomics-inflationaer-ja-bitte/#comment-127185&quot;&gt;ruby&lt;/a&gt;.

@ ruby

„Mit der Aufkauferei auf ewig ist das System der Fristentransformation total obsolet.“

Total??? Ihre Aussage gilt zudem selbstverständlich auch für die Goldbestände der ZB. Wo sehen Sie hier das besondere Problem?

„Deshalb gibt es keine Zinssätze mehr.“

Deshalb? Von Weizsäcker et al. haben überzeugend dargelegt, warum der Zins aktuell bei null liegt bzw. sogar negativ ist. Damit gibt es weiterhin einen Zinssatz; nur nicht mehr in der Höhe, wie wir es früher gewohnt waren.

„Damit ist zu konstatieren, daß auch Preisniveaustabiliät als Ableitung daraus nicht mehr existiert.“

Oh doch. Die Ableitung lautet: Mehr Investitionen und in Folge ebenfalls ein höheres Lohnniveau; dann klappt es auch wieder mit den 2 %.

„denn es gibt keinen, Markt mit Preisfindung, keinen Wettbewerb Konkurrierender sowie keine Private Haushalte und ganz wesentlich keine privaten Schuld-/Vermögensverhältnisse mehr.“

Einfach mal wieder einkaufen gehen oder die aktuellen Zeitungsbeilagen von Aldi, LIDL &#038; Co. studieren. Und selbst in Deutschland haben zahlreiche private Haushalte Schulden.

Bevor Sie sich also wieder Ihren persönlichen Unmut über die aktuelle Situation von der Seele schreiben, sollten Sie zuvor doch ein wenig mehr über den Sinn Ihrer Aussagen reflektieren.

LG Michael Stöcker]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/coronomics-inflationaer-ja-bitte/#comment-127185">ruby</a>.</p>
<p>@ ruby</p>
<p>„Mit der Aufkauferei auf ewig ist das System der Fristentransformation total obsolet.“</p>
<p>Total??? Ihre Aussage gilt zudem selbstverständlich auch für die Goldbestände der ZB. Wo sehen Sie hier das besondere Problem?</p>
<p>„Deshalb gibt es keine Zinssätze mehr.“</p>
<p>Deshalb? Von Weizsäcker et al. haben überzeugend dargelegt, warum der Zins aktuell bei null liegt bzw. sogar negativ ist. Damit gibt es weiterhin einen Zinssatz; nur nicht mehr in der Höhe, wie wir es früher gewohnt waren.</p>
<p>„Damit ist zu konstatieren, daß auch Preisniveaustabiliät als Ableitung daraus nicht mehr existiert.“</p>
<p>Oh doch. Die Ableitung lautet: Mehr Investitionen und in Folge ebenfalls ein höheres Lohnniveau; dann klappt es auch wieder mit den 2 %.</p>
<p>„denn es gibt keinen, Markt mit Preisfindung, keinen Wettbewerb Konkurrierender sowie keine Private Haushalte und ganz wesentlich keine privaten Schuld-/Vermögensverhältnisse mehr.“</p>
<p>Einfach mal wieder einkaufen gehen oder die aktuellen Zeitungsbeilagen von Aldi, LIDL &amp; Co. studieren. Und selbst in Deutschland haben zahlreiche private Haushalte Schulden.</p>
<p>Bevor Sie sich also wieder Ihren persönlichen Unmut über die aktuelle Situation von der Seele schreiben, sollten Sie zuvor doch ein wenig mehr über den Sinn Ihrer Aussagen reflektieren.</p>
<p>LG Michael Stöcker</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: ruby		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/coronomics-inflationaer-ja-bitte/#comment-127334</link>

		<dc:creator><![CDATA[ruby]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Apr 2020 21:53:29 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterslektuere&#038;p=18486#comment-127334</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/coronomics-inflationaer-ja-bitte/#comment-127238&quot;&gt;globali&lt;/a&gt;.

@globoli
Das ist doch ganz einfach bisher gibt es in der EU mehrere lokale Müllkippen demnächst ist die ganze Zone eine kontaminierte Mülldeponie.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/coronomics-inflationaer-ja-bitte/#comment-127238">globali</a>.</p>
<p>@globoli<br />
Das ist doch ganz einfach bisher gibt es in der EU mehrere lokale Müllkippen demnächst ist die ganze Zone eine kontaminierte Mülldeponie.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Richard Ott		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/coronomics-inflationaer-ja-bitte/#comment-127281</link>

		<dc:creator><![CDATA[Richard Ott]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Apr 2020 17:51:30 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterslektuere&#038;p=18486#comment-127281</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/coronomics-inflationaer-ja-bitte/#comment-127185&quot;&gt;ruby&lt;/a&gt;.

@ruby

&quot;Eine ökonomische Auseinandersetzung über diesen totalitär willkürlichen Ordnungsapparat von Wirtschaft der Gesellschaft (in Luhmann’scher Systemtheorie) ist offenkundige Zeitvergeudung – denn es gibt keinen, Markt mit Preisfindung, keinen Wettbewerb Konkurrierender sowie keine Private Haushalte und ganz wesentlich keine privaten Schuld-/Vermögensverhältnisse mehr.&quot;

Tja, das ist wohl &quot;Staatsmonopolkapitalismus&quot;, aber mit ganz viel rosa Zuckerguss und dem heutzutage üblichen Gefasel von &quot;europäischer Solidarität&quot;.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/coronomics-inflationaer-ja-bitte/#comment-127185">ruby</a>.</p>
<p>@ruby</p>
<p>&#8220;Eine ökonomische Auseinandersetzung über diesen totalitär willkürlichen Ordnungsapparat von Wirtschaft der Gesellschaft (in Luhmann’scher Systemtheorie) ist offenkundige Zeitvergeudung – denn es gibt keinen, Markt mit Preisfindung, keinen Wettbewerb Konkurrierender sowie keine Private Haushalte und ganz wesentlich keine privaten Schuld-/Vermögensverhältnisse mehr.&#8221;</p>
<p>Tja, das ist wohl &#8220;Staatsmonopolkapitalismus&#8221;, aber mit ganz viel rosa Zuckerguss und dem heutzutage üblichen Gefasel von &#8220;europäischer Solidarität&#8221;.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: globali		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/coronomics-inflationaer-ja-bitte/#comment-127238</link>

		<dc:creator><![CDATA[globali]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Apr 2020 14:54:18 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterslektuere&#038;p=18486#comment-127238</guid>

					<description><![CDATA[Ich hätte gerne mal gewusst, wo das Problem liegt. Die Staatsanleihen werden von den Zentrakbanken gekauft, zu irgendeinem Zeitpunkt x erlässt man diese Schulden einfach, entweder einmalig teilweise oder ganz oder x Prozent pro Jahr.
Da die Schulden bei den Zentrakbanken liegen passuert doch nix, evtl. geht die Währung schwächer, das wäre ja eher sogar gewünscht. 
Also wo liegt das Problem?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hätte gerne mal gewusst, wo das Problem liegt. Die Staatsanleihen werden von den Zentrakbanken gekauft, zu irgendeinem Zeitpunkt x erlässt man diese Schulden einfach, entweder einmalig teilweise oder ganz oder x Prozent pro Jahr.<br />
Da die Schulden bei den Zentrakbanken liegen passuert doch nix, evtl. geht die Währung schwächer, das wäre ja eher sogar gewünscht.<br />
Also wo liegt das Problem?</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: ruby		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/coronomics-inflationaer-ja-bitte/#comment-127185</link>

		<dc:creator><![CDATA[ruby]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Apr 2020 11:22:03 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterslektuere&#038;p=18486#comment-127185</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/coronomics-inflationaer-ja-bitte/#comment-127032&quot;&gt;Dietmar Tischer&lt;/a&gt;.

Mit der Aufkauferei auf  ewig ist das System der Fristentransformation total obsolet.
Deshalb gibt es keine Zinssätze mehr.
Damit ist zu konstatieren, daß auch Preisniveaustabiliät als Ableitung daraus nicht mehr existiert.

Eine ökonomische Auseinandersetzung über diesen totalitär willkürlichen Ordnungsapparat von Wirtschaft der Gesellschaft (in Luhmann&#039;scher Systemtheorie) ist offenkundige Zeitvergeudung - denn es gibt keinen, Markt mit Preisfindung, keinen Wettbewerb Konkurrierender sowie keine Private Haushalte und ganz wesentlich keine privaten Schuld-/Vermögensverhältnisse mehr.

Diese Machtstrukturen von Monopolen sind nichts Neues und werden die gegenläufigen Konsequenzen auslösen, die abgelöst und überwunden erschienen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/coronomics-inflationaer-ja-bitte/#comment-127032">Dietmar Tischer</a>.</p>
<p>Mit der Aufkauferei auf  ewig ist das System der Fristentransformation total obsolet.<br />
Deshalb gibt es keine Zinssätze mehr.<br />
Damit ist zu konstatieren, daß auch Preisniveaustabiliät als Ableitung daraus nicht mehr existiert.</p>
<p>Eine ökonomische Auseinandersetzung über diesen totalitär willkürlichen Ordnungsapparat von Wirtschaft der Gesellschaft (in Luhmann&#8217;scher Systemtheorie) ist offenkundige Zeitvergeudung &#8211; denn es gibt keinen, Markt mit Preisfindung, keinen Wettbewerb Konkurrierender sowie keine Private Haushalte und ganz wesentlich keine privaten Schuld-/Vermögensverhältnisse mehr.</p>
<p>Diese Machtstrukturen von Monopolen sind nichts Neues und werden die gegenläufigen Konsequenzen auslösen, die abgelöst und überwunden erschienen.</p>
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		<title>
		Von: Thomas M.		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/coronomics-inflationaer-ja-bitte/#comment-127174</link>

		<dc:creator><![CDATA[Thomas M.]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Apr 2020 10:32:05 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/coronomics-inflationaer-ja-bitte/#comment-127032&quot;&gt;Dietmar Tischer&lt;/a&gt;.

@Hr. Tischer und Hr. Stöcker: Vielen Dank für den ausführlichen Gedankenaustausch. Die Ähnlichkeit der beiden Finanzierungsarten kann ich jetzt fundiert und mit externer Bestätigung bewerten.

Wie ich aus Ihren Posts lese, kann die Ähnlichkeit der Wirkung durchaus tiefer diskutiert werden. Interessant, treffend und wichtig fand ich den Punkt, dass auch einmalige &quot;Stelter-Bonds&quot; zum Standard-Finanzierungsinstrument avancieren können.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/coronomics-inflationaer-ja-bitte/#comment-127032">Dietmar Tischer</a>.</p>
<p>@Hr. Tischer und Hr. Stöcker: Vielen Dank für den ausführlichen Gedankenaustausch. Die Ähnlichkeit der beiden Finanzierungsarten kann ich jetzt fundiert und mit externer Bestätigung bewerten.</p>
<p>Wie ich aus Ihren Posts lese, kann die Ähnlichkeit der Wirkung durchaus tiefer diskutiert werden. Interessant, treffend und wichtig fand ich den Punkt, dass auch einmalige &#8220;Stelter-Bonds&#8221; zum Standard-Finanzierungsinstrument avancieren können.</p>
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		<title>
		Von: Dietmar Tischer		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/coronomics-inflationaer-ja-bitte/#comment-127159</link>

		<dc:creator><![CDATA[Dietmar Tischer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Apr 2020 09:48:04 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterslektuere&#038;p=18486#comment-127159</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/coronomics-inflationaer-ja-bitte/#comment-127032&quot;&gt;Dietmar Tischer&lt;/a&gt;.

@ Michael Stöcker

Das ist eine anerkennenswerte sachliche Entgegnung. 

Werde mich später damit befassen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/coronomics-inflationaer-ja-bitte/#comment-127032">Dietmar Tischer</a>.</p>
<p>@ Michael Stöcker</p>
<p>Das ist eine anerkennenswerte sachliche Entgegnung. </p>
<p>Werde mich später damit befassen.</p>
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