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	Kommentare zu: &#8220;Charting Today&#8217;s Minsky Moment Dynamics&#8221;	</title>
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	<description>Daniel Stelter ist die unabhängige Stimme zur Finanzkrise</description>
	<lastBuildDate>Tue, 07 Nov 2017 03:53:12 +0000</lastBuildDate>
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		<title>
		Von: Wolfgang Selig		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/charting-todays-minsky-moment-dynamics/#comment-27611</link>

		<dc:creator><![CDATA[Wolfgang Selig]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Nov 2017 03:53:12 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/charting-todays-minsky-moment-dynamics/#comment-27420&quot;&gt;Wolfgang Selig&lt;/a&gt;.

@D.Tischer: sehe ich genauso. Die Staatsgläubigkeit ist in Europa von der Geldanlage über die Altersvorsorge bis zur Krankenversicherung viel größer. Mit entsprechend deutlicheren Konsequenzen auf die Stimmungslage der Bevölkerung, wenn der Staat versagt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/charting-todays-minsky-moment-dynamics/#comment-27420">Wolfgang Selig</a>.</p>
<p>@D.Tischer: sehe ich genauso. Die Staatsgläubigkeit ist in Europa von der Geldanlage über die Altersvorsorge bis zur Krankenversicherung viel größer. Mit entsprechend deutlicheren Konsequenzen auf die Stimmungslage der Bevölkerung, wenn der Staat versagt.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
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		<title>
		Von: Dietmar Tischer		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/charting-todays-minsky-moment-dynamics/#comment-27514</link>

		<dc:creator><![CDATA[Dietmar Tischer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Nov 2017 17:49:04 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/charting-todays-minsky-moment-dynamics/#comment-27420&quot;&gt;Wolfgang Selig&lt;/a&gt;.

@ Wolfgang Selig 

lch kann Ihre Sicht nachvollziehen. 

Für die USA spricht, dass in diesem Land die Migration der Jobs zu den gering bezahlten Tätigkeiten weitgehend vollzogen zu sein scheint, während sie in Teilen Europas, insbesondere bei uns noch bevorsteht. Andererseits hat man in USA auch ein unberechenbares Staatsoberhaupt mit vergleichsweise großer Macht gewählt, das mit seiner Steuerreform die Spaltung des Landes noch weiter vertiefen wird.

Vielleicht ist der entscheidende Unterschied:

Die Amerikaner sehen ihr Schicksal mehr in der eigenen Hand liegen, die Europäer mehr in der des Staates. Dies könnte bedeuten, dass in Europa der Ruf nach dem starken Mann oder der starken Frau, die es richten soll, viel ausgeprägter ist – und damit auch gefährlicher, wenn das Mandat unerfüllbarer Erwartungen wegen missbraucht wird.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/charting-todays-minsky-moment-dynamics/#comment-27420">Wolfgang Selig</a>.</p>
<p>@ Wolfgang Selig </p>
<p>lch kann Ihre Sicht nachvollziehen. </p>
<p>Für die USA spricht, dass in diesem Land die Migration der Jobs zu den gering bezahlten Tätigkeiten weitgehend vollzogen zu sein scheint, während sie in Teilen Europas, insbesondere bei uns noch bevorsteht. Andererseits hat man in USA auch ein unberechenbares Staatsoberhaupt mit vergleichsweise großer Macht gewählt, das mit seiner Steuerreform die Spaltung des Landes noch weiter vertiefen wird.</p>
<p>Vielleicht ist der entscheidende Unterschied:</p>
<p>Die Amerikaner sehen ihr Schicksal mehr in der eigenen Hand liegen, die Europäer mehr in der des Staates. Dies könnte bedeuten, dass in Europa der Ruf nach dem starken Mann oder der starken Frau, die es richten soll, viel ausgeprägter ist – und damit auch gefährlicher, wenn das Mandat unerfüllbarer Erwartungen wegen missbraucht wird.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Wolfgang Selig		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/charting-todays-minsky-moment-dynamics/#comment-27512</link>

		<dc:creator><![CDATA[Wolfgang Selig]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Nov 2017 17:19:53 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/charting-todays-minsky-moment-dynamics/#comment-27420&quot;&gt;Wolfgang Selig&lt;/a&gt;.

@Dietmar Tischer: ich habe auch nicht DIE Antwort darauf, aber verweise auf die Geschichte. Nach 1929 haben sich die USA für Roosevelt und den“new Deal“ entschieden. Aus heutiger Sicht fast.sozialistisch für deren Verhältnisse. Und jetzt: ein Bernie Sanders verdrängt fast Hillary Clinton bei den Demokraten.
Und bei uns? 4 Jahre nach der Weltwirtschaftskrise kamen 1933 die Nazis, die politisch zugleich extrem rechts und links waren. Und zufälligerweise wachsen auch bei uns beide Ränder. 
Daher bin bezüglich der USA optimistischer als für Europa.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/charting-todays-minsky-moment-dynamics/#comment-27420">Wolfgang Selig</a>.</p>
<p>@Dietmar Tischer: ich habe auch nicht DIE Antwort darauf, aber verweise auf die Geschichte. Nach 1929 haben sich die USA für Roosevelt und den“new Deal“ entschieden. Aus heutiger Sicht fast.sozialistisch für deren Verhältnisse. Und jetzt: ein Bernie Sanders verdrängt fast Hillary Clinton bei den Demokraten.<br />
Und bei uns? 4 Jahre nach der Weltwirtschaftskrise kamen 1933 die Nazis, die politisch zugleich extrem rechts und links waren. Und zufälligerweise wachsen auch bei uns beide Ränder.<br />
Daher bin bezüglich der USA optimistischer als für Europa.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Dietmar Tischer		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/charting-todays-minsky-moment-dynamics/#comment-27439</link>

		<dc:creator><![CDATA[Dietmar Tischer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Nov 2017 11:10:07 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/charting-todays-minsky-moment-dynamics/#comment-27420&quot;&gt;Wolfgang Selig&lt;/a&gt;.

@ Wolfgang Selig

Einmal angenommen, wir hätten recht und die Dinge würden sich in der angesprochenen Weise entwickeln.

Mir stellt sich dann die Frage, die ich als die Frage der Fragen ansehe:

Haben sich die Bevölkerungen auf dem Weg dahin soweit „reconditioniert“, dass sie auch fundamental wirksame Veränderungen akzeptieren ODER werden sie immer rebellischer bis das Boot kentert?

Konkret: Beispiel USA – mal wieder Vorreiter – noch nicht beim Margin Call, aber auf dem Weg dahin:

Die Fed hat mit ihrer Geldpolitik eine Depression verhindert. Ich glaube, dass dies breiter Konsens ist. Das Land hat sich gewandelt während dieser Zeit: Viele Jobs im gut entlohnenden verarbeitenden Gewerbe gingen verloren. Dazu gewonnen wurden Jobs in den schlecht entlohnten Dienstleistungsbranchen. So etwas wie Vollbeschäftigung also, aber auf einem ganz anderen Niveau als in den Jahrzehnten zuvor – vielfach erlebt als Verarmung.

Der politische Effekt: 

Nicht mehr die begleitende, um Ausgleich bemühte Politik der Clintons und von Obama, sondern Radikalisierung (Trump und, auf Seiten der Demokraten, wenn auch in geringerer Ausprägung Sanders). 

Man könnte auch sagen:

Verlust der Mitte.

Ich gehe davon aus, dass Trump nicht liefert, weil er nicht liefern kann – keiner könnte seine Versprechungen einlösen. Und schlimmer noch: Wenn seine Steuerreform so durchgeht wie konzipiert, wird es noch mehr (relative) Verlierer geben bzw. solche Menschen, die sich berechtigt als Verlierer sehen

Was geschieht in der nächsten Runde nach Trump?

Gibt es einen Präsidenten, der noch mehr verspricht, um gewählt zu werden und noch weniger halten kann als Trump – oder fügt sich die Mehrheit in ihr Schicksal etwa nach dem Motto „such is life“ und gibt sie einer die Probleme zwar nicht lösen, aber es vielleicht konsolidieren könnenden Partei ein Regierungsmandat?  

Ich habe keine Antwort darauf.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/charting-todays-minsky-moment-dynamics/#comment-27420">Wolfgang Selig</a>.</p>
<p>@ Wolfgang Selig</p>
<p>Einmal angenommen, wir hätten recht und die Dinge würden sich in der angesprochenen Weise entwickeln.</p>
<p>Mir stellt sich dann die Frage, die ich als die Frage der Fragen ansehe:</p>
<p>Haben sich die Bevölkerungen auf dem Weg dahin soweit „reconditioniert“, dass sie auch fundamental wirksame Veränderungen akzeptieren ODER werden sie immer rebellischer bis das Boot kentert?</p>
<p>Konkret: Beispiel USA – mal wieder Vorreiter – noch nicht beim Margin Call, aber auf dem Weg dahin:</p>
<p>Die Fed hat mit ihrer Geldpolitik eine Depression verhindert. Ich glaube, dass dies breiter Konsens ist. Das Land hat sich gewandelt während dieser Zeit: Viele Jobs im gut entlohnenden verarbeitenden Gewerbe gingen verloren. Dazu gewonnen wurden Jobs in den schlecht entlohnten Dienstleistungsbranchen. So etwas wie Vollbeschäftigung also, aber auf einem ganz anderen Niveau als in den Jahrzehnten zuvor – vielfach erlebt als Verarmung.</p>
<p>Der politische Effekt: </p>
<p>Nicht mehr die begleitende, um Ausgleich bemühte Politik der Clintons und von Obama, sondern Radikalisierung (Trump und, auf Seiten der Demokraten, wenn auch in geringerer Ausprägung Sanders). </p>
<p>Man könnte auch sagen:</p>
<p>Verlust der Mitte.</p>
<p>Ich gehe davon aus, dass Trump nicht liefert, weil er nicht liefern kann – keiner könnte seine Versprechungen einlösen. Und schlimmer noch: Wenn seine Steuerreform so durchgeht wie konzipiert, wird es noch mehr (relative) Verlierer geben bzw. solche Menschen, die sich berechtigt als Verlierer sehen</p>
<p>Was geschieht in der nächsten Runde nach Trump?</p>
<p>Gibt es einen Präsidenten, der noch mehr verspricht, um gewählt zu werden und noch weniger halten kann als Trump – oder fügt sich die Mehrheit in ihr Schicksal etwa nach dem Motto „such is life“ und gibt sie einer die Probleme zwar nicht lösen, aber es vielleicht konsolidieren könnenden Partei ein Regierungsmandat?  </p>
<p>Ich habe keine Antwort darauf.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Wolfgang Selig		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/charting-todays-minsky-moment-dynamics/#comment-27420</link>

		<dc:creator><![CDATA[Wolfgang Selig]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Nov 2017 00:55:48 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/charting-todays-minsky-moment-dynamics/#comment-27403&quot;&gt;Dietmar Tischer&lt;/a&gt;.

@D. Tischer: das sehe ich genauso. Vorreiter ist schon seit Jahren die FED, über deren Greenspanput schon vor langer Zeit gelästert wurde. Da die mit Geldpolitik zugekleisterten Krisen in den letzten 20 Jahren immer größer wurden, ist es m.E. völlig illusorisch zu glauben, beim kommenden margin call würden sich auf einmal weltweit prinzipientreue Falken durchsetzen. Wenn schon die lächerliche LTCM-Pleite „Retter“ benötigt und bekommen hat, sich das Ganze über dotcombubble und Lehmann massiv ausgeweitet hat, um wieviel größer wird dann der Druck erst beim margin call sein? M.E. werden die Notenbanken wirklich alles gegen den margin call machen und die Folgen für die Inflation werden dort niemand mehr interessieren. Ich bin mir noch nicht mal sicher, ob die Regierungen dann bockige Notenbanken durch geänderte Gesetze weisungsabhängig machen und das als Stärkung der demokratischen Kontrolle verkaufen werden. Ein Ertrinkender greift nach jedem Strohhalm und jeden Mitschwimmenden. 

Ob dann aber die Regeln von Bretton Woods sowie die von Nixon betriebene Auflösung der Goldbindung noch gelten können, wage ich nach dem margin call zu bezweifeln.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/charting-todays-minsky-moment-dynamics/#comment-27403">Dietmar Tischer</a>.</p>
<p>@D. Tischer: das sehe ich genauso. Vorreiter ist schon seit Jahren die FED, über deren Greenspanput schon vor langer Zeit gelästert wurde. Da die mit Geldpolitik zugekleisterten Krisen in den letzten 20 Jahren immer größer wurden, ist es m.E. völlig illusorisch zu glauben, beim kommenden margin call würden sich auf einmal weltweit prinzipientreue Falken durchsetzen. Wenn schon die lächerliche LTCM-Pleite „Retter“ benötigt und bekommen hat, sich das Ganze über dotcombubble und Lehmann massiv ausgeweitet hat, um wieviel größer wird dann der Druck erst beim margin call sein? M.E. werden die Notenbanken wirklich alles gegen den margin call machen und die Folgen für die Inflation werden dort niemand mehr interessieren. Ich bin mir noch nicht mal sicher, ob die Regierungen dann bockige Notenbanken durch geänderte Gesetze weisungsabhängig machen und das als Stärkung der demokratischen Kontrolle verkaufen werden. Ein Ertrinkender greift nach jedem Strohhalm und jeden Mitschwimmenden. </p>
<p>Ob dann aber die Regeln von Bretton Woods sowie die von Nixon betriebene Auflösung der Goldbindung noch gelten können, wage ich nach dem margin call zu bezweifeln.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Michael		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/charting-todays-minsky-moment-dynamics/#comment-27410</link>

		<dc:creator><![CDATA[Michael]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Nov 2017 22:19:10 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ein weiterer Indikator ist der Business-Zyklus von durchschnittlich 8.6 Jahren. Eine Korrektion ist längst überfällig.

Und dann wäre da noch die abnehmende Yield-Curve und überexponentielles Wachstum der Aktienmärkte (vgl. Didier Sornette ETH Zürich)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein weiterer Indikator ist der Business-Zyklus von durchschnittlich 8.6 Jahren. Eine Korrektion ist längst überfällig.</p>
<p>Und dann wäre da noch die abnehmende Yield-Curve und überexponentielles Wachstum der Aktienmärkte (vgl. Didier Sornette ETH Zürich)</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Dietmar Tischer		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/charting-todays-minsky-moment-dynamics/#comment-27403</link>

		<dc:creator><![CDATA[Dietmar Tischer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Nov 2017 20:13:33 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ich frage mich, ob die Argumentation von Zero Hedge schlüssig ist. 

&#062;„On one hand, it is reassuring that Central Banks are cognizant of severity of the risk and are showing appropriate flexibility in adjusting their reaction functions to incorporate these realities.“&#062;

Wenn das so ist, kann man dann ausschließen, dass die Zentralbanken beim Margin Call  verkünden: 

Wenn irgendjemand – Staat, Unternehmen der Realwirtschaft oder Banken – vor dem Kollaps steht, bitte bei uns am Schalter melden. Für irgendeinen Dreck, kaputte Fahrräder, eine Ladung Mist oder was auch immer, gibt es Geld bis es genügt, die Einreicher weitermachen zu lassen. 

Technische Erwägungen, Abwicklung und rechtliche Restriktionen einmal außen vor:

Warum soll das nicht funktionieren, den Margin Call zu verhindern?

Mich würde einmal interessieren, ob Minsky die Notenbanken in seine Überlegungen miteinbezogen hat.  

Gibt es ein Minsky Moment, das die Notenbanken als lender of last ressort einschließt? 

Selbst, wenn man zu der Schlussfolgerung gelangen würde, dass es bei konsequenten Eingriffen der Notenbanken keinen Margin Call geben muss, kann das System dennoch kollabieren – aus anderen Gründen. 

Im Falle eines Exzesses ist das natürlich Hyperinflation.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich frage mich, ob die Argumentation von Zero Hedge schlüssig ist. </p>
<p>&gt;„On one hand, it is reassuring that Central Banks are cognizant of severity of the risk and are showing appropriate flexibility in adjusting their reaction functions to incorporate these realities.“&gt;</p>
<p>Wenn das so ist, kann man dann ausschließen, dass die Zentralbanken beim Margin Call  verkünden: </p>
<p>Wenn irgendjemand – Staat, Unternehmen der Realwirtschaft oder Banken – vor dem Kollaps steht, bitte bei uns am Schalter melden. Für irgendeinen Dreck, kaputte Fahrräder, eine Ladung Mist oder was auch immer, gibt es Geld bis es genügt, die Einreicher weitermachen zu lassen. </p>
<p>Technische Erwägungen, Abwicklung und rechtliche Restriktionen einmal außen vor:</p>
<p>Warum soll das nicht funktionieren, den Margin Call zu verhindern?</p>
<p>Mich würde einmal interessieren, ob Minsky die Notenbanken in seine Überlegungen miteinbezogen hat.  </p>
<p>Gibt es ein Minsky Moment, das die Notenbanken als lender of last ressort einschließt? </p>
<p>Selbst, wenn man zu der Schlussfolgerung gelangen würde, dass es bei konsequenten Eingriffen der Notenbanken keinen Margin Call geben muss, kann das System dennoch kollabieren – aus anderen Gründen. </p>
<p>Im Falle eines Exzesses ist das natürlich Hyperinflation.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Felix Kurt		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/charting-todays-minsky-moment-dynamics/#comment-27389</link>

		<dc:creator><![CDATA[Felix Kurt]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Nov 2017 17:58:11 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Zero Hedge liegt auch schon lange schief.
Hier ein durchaus pragmatisches Zitat von der Bank M.M.Warburg:

&quot;Bei Portfolien mit geringem Aktienanteil drohen den Anlegern Enttäuschungen

Wer  in  den letzten fünf Jahren von 2012 bis 2016 in ein gemischtes Mandat mit  50  Prozent Aktien und 50 Prozent Anleihen investiert hatte, konnte im Schnitt  eine  jährliche  Performance von 8,9 Prozent vor Kosten erreichen.

Auch  in  diesem  Jahr  wäre  nach  zehn Monaten bereits ein annualisierter Ertrag  von  7,1  Prozent  erzielt worden. Es erscheint daher folgerichtig, auch  für  das  Jahr 2018 von einer Performance in Höhe von sieben bis neun Prozent  auszugehen. Doch lässt sich dieser Wert wirklich wiederholen? Oder ist vielleicht das Potenzial an Kursgewinnen ausgereizt?

Ein wesentlicher Problemfaktor der Annahme stellt die Rentenseite dar. In den letzten Jahren waren zwei Sonderentwicklungen für die insgesamt starke Performance verantwortlich. Zum einen sank das Zinsniveau fast kontinuierlich. Zum anderen sind auch die Risikoaufschläge (Spreads) für Anleihen deutlich zurückgegangen. Diese Entwicklungen können und werden sich kaum in dem Ausmaß fortsetzen. Für unser hälftig aus Anleihen und Aktien zusammengesetztes Portfolio ergibt sich aus unseren Berechnungen nur noch eine erwartete Rendite von 3,4 Prozent vor Kosten.

Der Anleger hat im aktuellen Marktumfeld drei Alternativen. Erstens kann er seine Renditeerwartungen reduzieren und mit kleinen Wertzuwächsen, die möglicherweise sogar zu einem realen Vermögensverlust führen, zufrieden sein. Zweitens kann er seine Risikotoleranz erhöhen und temporäre Verluste gegebenenfalls einfach aussitzen. Drittens kann er sich sehr tief in die Kapitalmärkte einarbeiten oder sein Vermögen einem guten Verwalter anvertrauen. Das aktive Investieren gewinnt gegenüber dem passiven Investieren wieder an Bedeutung, nachdem in den vergangenen – vergleichsweise weniger anspruchsvollen – Jahren der Trend noch eher in die entgegengesetzte Richtung ging.&quot;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zero Hedge liegt auch schon lange schief.<br />
Hier ein durchaus pragmatisches Zitat von der Bank M.M.Warburg:</p>
<p>&#8220;Bei Portfolien mit geringem Aktienanteil drohen den Anlegern Enttäuschungen</p>
<p>Wer  in  den letzten fünf Jahren von 2012 bis 2016 in ein gemischtes Mandat mit  50  Prozent Aktien und 50 Prozent Anleihen investiert hatte, konnte im Schnitt  eine  jährliche  Performance von 8,9 Prozent vor Kosten erreichen.</p>
<p>Auch  in  diesem  Jahr  wäre  nach  zehn Monaten bereits ein annualisierter Ertrag  von  7,1  Prozent  erzielt worden. Es erscheint daher folgerichtig, auch  für  das  Jahr 2018 von einer Performance in Höhe von sieben bis neun Prozent  auszugehen. Doch lässt sich dieser Wert wirklich wiederholen? Oder ist vielleicht das Potenzial an Kursgewinnen ausgereizt?</p>
<p>Ein wesentlicher Problemfaktor der Annahme stellt die Rentenseite dar. In den letzten Jahren waren zwei Sonderentwicklungen für die insgesamt starke Performance verantwortlich. Zum einen sank das Zinsniveau fast kontinuierlich. Zum anderen sind auch die Risikoaufschläge (Spreads) für Anleihen deutlich zurückgegangen. Diese Entwicklungen können und werden sich kaum in dem Ausmaß fortsetzen. Für unser hälftig aus Anleihen und Aktien zusammengesetztes Portfolio ergibt sich aus unseren Berechnungen nur noch eine erwartete Rendite von 3,4 Prozent vor Kosten.</p>
<p>Der Anleger hat im aktuellen Marktumfeld drei Alternativen. Erstens kann er seine Renditeerwartungen reduzieren und mit kleinen Wertzuwächsen, die möglicherweise sogar zu einem realen Vermögensverlust führen, zufrieden sein. Zweitens kann er seine Risikotoleranz erhöhen und temporäre Verluste gegebenenfalls einfach aussitzen. Drittens kann er sich sehr tief in die Kapitalmärkte einarbeiten oder sein Vermögen einem guten Verwalter anvertrauen. Das aktive Investieren gewinnt gegenüber dem passiven Investieren wieder an Bedeutung, nachdem in den vergangenen – vergleichsweise weniger anspruchsvollen – Jahren der Trend noch eher in die entgegengesetzte Richtung ging.&#8221;</p>
]]></content:encoded>
		
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