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	Kommentare zu: The Economist – vom Skeptiker zum Befür&#173;worter von Kryptogeld	</title>
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	<description>Daniel Stelter ist die unabhängige Stimme zur Finanzkrise</description>
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		<title>
		Von: Erik Mahler		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/23711/#comment-282392</link>

		<dc:creator><![CDATA[Erik Mahler]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Nov 2022 10:47:33 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Danke]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Danke</p>
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		Von: Stoertebekker		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/23711/#comment-210808</link>

		<dc:creator><![CDATA[Stoertebekker]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Nov 2021 11:25:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/23711/#comment-210177&quot;&gt;Renée Menéndez&lt;/a&gt;.

Aufgeteilt in Technik und in Funktion des Geldes.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/23711/#comment-210177">Renée Menéndez</a>.</p>
<p>Aufgeteilt in Technik und in Funktion des Geldes.</p>
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		<title>
		Von: Stoertebekker		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/23711/#comment-210807</link>

		<dc:creator><![CDATA[Stoertebekker]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Nov 2021 11:22:26 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[@R Menéndez

&#062;Diese Frage können Sie nicht mit einer Generalklausel wie: “Aber bei Bitcoin sind das IT-Programm, die Daten und die Hashes alle zusammen an einer Stelle im „Gesamtpaket“ Bitcoin.” beantworten, das ist mehr das Eingeständnis: “Ich weiß es auch nicht!”&#060;

Kann Ihnen das schon beschreiben, hab aber zum Zwecke der Vereinfachung eine Verkürzung gewählt. Dann gern etwas ausführlicher:

Bei Bitcoin ist das ausführende Programm zusammen mit den Daten über den aktuellen und historischen Besitz der Bitcoins in der Blockchain gespeichert. Bei Excel gibt es das Programm und die Datei. Zwei unterschiedliche Dinge an unterschiedlichen Orten. 

Bei Nicht-Bitcoin-Blockchains ist die Trennung in Programm und Daten zT wieder umgesetzt, weil Blockchains nach dem Bitcoin-Prinzip, wie von Tobias hier richtig angemerkt, &#034;vollgelaufen&#034; sind. Dh die Datenmengen so riesig wurden, dass Verarbeitbarkeit schwierig bis unmöglich wird/wurde.
Die Hashes als quasi Quersumme eines Blocks der Blockchain werden bei Bitcoin ebenfalls im System mit abgespeichert, in diesem Fall direkt in den nachfolgenden Blöcken. 

Bei anderen Blockchainsystemen hat man aufgrund des oben beschriebenen Problems der riesigen Datenmengen einzig die Hashes fälschungssicher in der Blockchain. Die Daten als Grundlage der Hashes liegen woanders. 

Analogie: ein Biobauer hat seine Zertifikate, die er für sein Business verwendet. Die Echtheit der Zertifikate kann er zB durch das Prüfprotokoll der zertifizierenden Stelle nachweisen. Dieses Prüfprotokoll liegt aber in einem anderen Leitz-Ordner als das Zertifikat, mit dem er unter Glas im Verkaufsraum für seine Produkte wirbt.

Das ist die TECHNISCHE Beschreibung. Ich denke, dass wir nicht zwangsläufig das heutige System der Aktiva/Passiva etc. auf eine potenziell NEUE Welt übertragen müssen. Sondern dass wir zurückgehen zur ursprünglichen FUNKTION des Geldes und schauen, ob digitale Währungen diese erfüllen können. Kryptos sind bei meinem aktuellen Erkenntnisstand da technisch gar nicht so schlecht geeignet. (CBDCs sind übrigens anders - WEIL sie mit dem Verständnis der alten Welt konzipiert werden.)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@R Menéndez</p>
<p>&gt;Diese Frage können Sie nicht mit einer Generalklausel wie: “Aber bei Bitcoin sind das IT-Programm, die Daten und die Hashes alle zusammen an einer Stelle im „Gesamtpaket“ Bitcoin.” beantworten, das ist mehr das Eingeständnis: “Ich weiß es auch nicht!”&lt;</p>
<p>Kann Ihnen das schon beschreiben, hab aber zum Zwecke der Vereinfachung eine Verkürzung gewählt. Dann gern etwas ausführlicher:</p>
<p>Bei Bitcoin ist das ausführende Programm zusammen mit den Daten über den aktuellen und historischen Besitz der Bitcoins in der Blockchain gespeichert. Bei Excel gibt es das Programm und die Datei. Zwei unterschiedliche Dinge an unterschiedlichen Orten. </p>
<p>Bei Nicht-Bitcoin-Blockchains ist die Trennung in Programm und Daten zT wieder umgesetzt, weil Blockchains nach dem Bitcoin-Prinzip, wie von Tobias hier richtig angemerkt, &quot;vollgelaufen&quot; sind. Dh die Datenmengen so riesig wurden, dass Verarbeitbarkeit schwierig bis unmöglich wird/wurde.<br />
Die Hashes als quasi Quersumme eines Blocks der Blockchain werden bei Bitcoin ebenfalls im System mit abgespeichert, in diesem Fall direkt in den nachfolgenden Blöcken. </p>
<p>Bei anderen Blockchainsystemen hat man aufgrund des oben beschriebenen Problems der riesigen Datenmengen einzig die Hashes fälschungssicher in der Blockchain. Die Daten als Grundlage der Hashes liegen woanders. </p>
<p>Analogie: ein Biobauer hat seine Zertifikate, die er für sein Business verwendet. Die Echtheit der Zertifikate kann er zB durch das Prüfprotokoll der zertifizierenden Stelle nachweisen. Dieses Prüfprotokoll liegt aber in einem anderen Leitz-Ordner als das Zertifikat, mit dem er unter Glas im Verkaufsraum für seine Produkte wirbt.</p>
<p>Das ist die TECHNISCHE Beschreibung. Ich denke, dass wir nicht zwangsläufig das heutige System der Aktiva/Passiva etc. auf eine potenziell NEUE Welt übertragen müssen. Sondern dass wir zurückgehen zur ursprünglichen FUNKTION des Geldes und schauen, ob digitale Währungen diese erfüllen können. Kryptos sind bei meinem aktuellen Erkenntnisstand da technisch gar nicht so schlecht geeignet. (CBDCs sind übrigens anders &#8211; WEIL sie mit dem Verständnis der alten Welt konzipiert werden.)</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
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		<title>
		Von: Stoertebekker		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/23711/#comment-210804</link>

		<dc:creator><![CDATA[Stoertebekker]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Nov 2021 11:17:03 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/23711/#comment-210177&quot;&gt;Renée Menéndez&lt;/a&gt;.

Antworten nach oben gezogen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/23711/#comment-210177">Renée Menéndez</a>.</p>
<p>Antworten nach oben gezogen.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Stoertebekker		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/23711/#comment-210796</link>

		<dc:creator><![CDATA[Stoertebekker]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Nov 2021 10:57:38 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[@R Menéndez 15.11., 22:27

Das, was Sie mit Forderungen, Schuldverhältnissen etc. beschreiben, ist die aktuelle Situation, die sich aus dem Setup Geschäftsbanken/Zentralbanken/Bargeld als Erfüllungsmedium/… ergibt. Solange wir reines Münzgeld hatten, gab es andere gesetzliche Regelungen und wenn wir ein neues System etablieren würden, könnten die auch wieder anders ein.

Ausgehend von der Realwirtschaft ist es wichtig, dass der Verkauf meiner Produkte/ Dienstleistungen einen (normierten) Gegenwert hat, den ich zeitversetzt/an anderer Stelle u.a. für den Kauf von Inputfaktoren ausgeben kann. Das ist der ZWECK von Geld und dieser wird abhängig von der Art des Geldes juristisch fixiert. (Die Normierung hat sich von Kupfer bei den alten Griechen über Münzgeld bis zu unseren Geldscheinen entwickelt.)

Kritisch ist doch aber nur, dass es eine Dokumentation gibt, die MIR diesen Gegenwert ZUSCHREIBT und die FÄLSCHUNGSSICHER ist. Ob das bei amazon ein Konto für den Verkauf alter Bücher ist oder auf einem lokalen Markt eine große Anzeigetafel, die mein Guthaben dokumentiert, ist doch völlig egal. 

Letztlich geht es darum, dass ich das Guthaben verwenden kann, um einzukaufen. Der Wertspeicher für universell (räumlich/zeitlich) einsetzbare Guthaben waren Gold (Metalle), Banknoten und Geldscheine, zeitweilig für einzelne Transaktionen auch Zigaretten o.ä. Letztlich DINGE, deren Besitz mir diese Verfügungsmöglichkeit über mein Guthaben zuschreibt. Quasi ein verdinglichtes Guthaben.

Wenn wir nun aber eine DINGLOSE, FÄLSCHUNGSSICHERE und PERMANENT EINSEHBARE Dokumentation der Guthaben möglich machen können, brauchen wir Geld als (Zwischen)DING nicht mehr. Bitcoin kann die Universalität noch nicht erfüllen. Aber man bekommt schon eine Ahnung, wie sowas aussehen könnte.

Und dann ist der juristische Unterbau zu Zentralbankgeld, Giralgeld, Bargeld usw. irrelevant. Bzw. sollte auf die neue, dinglose Form der Guthabendokumentation angepasst werden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@R Menéndez 15.11., 22:27</p>
<p>Das, was Sie mit Forderungen, Schuldverhältnissen etc. beschreiben, ist die aktuelle Situation, die sich aus dem Setup Geschäftsbanken/Zentralbanken/Bargeld als Erfüllungsmedium/… ergibt. Solange wir reines Münzgeld hatten, gab es andere gesetzliche Regelungen und wenn wir ein neues System etablieren würden, könnten die auch wieder anders ein.</p>
<p>Ausgehend von der Realwirtschaft ist es wichtig, dass der Verkauf meiner Produkte/ Dienstleistungen einen (normierten) Gegenwert hat, den ich zeitversetzt/an anderer Stelle u.a. für den Kauf von Inputfaktoren ausgeben kann. Das ist der ZWECK von Geld und dieser wird abhängig von der Art des Geldes juristisch fixiert. (Die Normierung hat sich von Kupfer bei den alten Griechen über Münzgeld bis zu unseren Geldscheinen entwickelt.)</p>
<p>Kritisch ist doch aber nur, dass es eine Dokumentation gibt, die MIR diesen Gegenwert ZUSCHREIBT und die FÄLSCHUNGSSICHER ist. Ob das bei amazon ein Konto für den Verkauf alter Bücher ist oder auf einem lokalen Markt eine große Anzeigetafel, die mein Guthaben dokumentiert, ist doch völlig egal. </p>
<p>Letztlich geht es darum, dass ich das Guthaben verwenden kann, um einzukaufen. Der Wertspeicher für universell (räumlich/zeitlich) einsetzbare Guthaben waren Gold (Metalle), Banknoten und Geldscheine, zeitweilig für einzelne Transaktionen auch Zigaretten o.ä. Letztlich DINGE, deren Besitz mir diese Verfügungsmöglichkeit über mein Guthaben zuschreibt. Quasi ein verdinglichtes Guthaben.</p>
<p>Wenn wir nun aber eine DINGLOSE, FÄLSCHUNGSSICHERE und PERMANENT EINSEHBARE Dokumentation der Guthaben möglich machen können, brauchen wir Geld als (Zwischen)DING nicht mehr. Bitcoin kann die Universalität noch nicht erfüllen. Aber man bekommt schon eine Ahnung, wie sowas aussehen könnte.</p>
<p>Und dann ist der juristische Unterbau zu Zentralbankgeld, Giralgeld, Bargeld usw. irrelevant. Bzw. sollte auf die neue, dinglose Form der Guthabendokumentation angepasst werden.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
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		<title>
		Von: Renée Menéndez		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/23711/#comment-210692</link>

		<dc:creator><![CDATA[Renée Menéndez]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Nov 2021 21:27:51 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/23711/#comment-210177&quot;&gt;Renée Menéndez&lt;/a&gt;.

&quot;Die Bitcoin werden genausowenig physisch übertragen wie Giralgeld.&quot;

Sie setzen hier zwei Dinge gleich, die in keiner Weise gleichgesetzt werden können. Ein bitcoin ist ja angeblich eine übertragbare Sache und als solche muß sie auch ein Aktivum sein, damit über sie sachenrechtlich verfügt werden kann. Das kann man mit einer Bank zu Goldwährungszeiten vergleichen, bei der das Gold aus dem Kästchen, welches dem Sender S gehört, genommen und in das Kästchen des Empfängers E gelegt wird, womit die Transaktion abgeschlossen ist. Das bedeutet, daß das Schuldverhältnis der Bank zu S erloschen ist und dafür ein neues Schuldverhältnis zu E entstanden ist. Die Bank überträgt also ein Aktivum aber nicht das Schuldverhältnis, welches sie mit S hat. Denn das Schuldverhältnis gegenüber S hat nichts mit dem Schuldverhältnis gegenüber E zu tun auch wenn es sich dabei um das gleiche Volumen handelt. Das ist dann auch der Grund, warum Giralgeld nicht übertragen werden kann, woraus folgt, daß ein Schuldverhältnis kein Zahlungsmittel ist. Mal abgesehen davon befindet sich ja vom &quot;Giralgeld&quot; bei der Bank nur der Verbindlichkeitsteil, während der Forderungsteil sich bei Ihnen befindet. Die Bank kann nicht einfach den Verbindlichkeitsteil aus einer Schuldbeziehung herauslösen und dann auch noch für Zahlungszwecke verwenden. Vielleicht schauen Sie sich nochmal den Beitrag &quot;Was ist Giralgeld?&quot; an, in dem die vermeintliche Eigenschaft des Giralgeldes als Zahlungsmittel fungieren zu können widerlegt wird. Das Einzige, was von einem Zahlungsdienstleister übertragen werden kann, ist das Zentralbankgeld, weil das auf der &quot;richtigen&quot; Seite steht und er darüber - als Aktivum - eigentumsrechtlich verfügen kann.

Um übertragbar zu sein müßte ein bitcoin daher ein Aktivum sein, aber: besitzt die blockchain überhaupt diese Buchungsseite? Diese Frage können Sie nicht mit einer Generalklausel wie: &quot;Aber bei Bitcoin sind das IT-Programm, die Daten und die Hashes alle zusammen an einer Stelle im „Gesamtpaket“ Bitcoin.&quot; beantworten, das ist mehr das Eingeständnis: &quot;Ich weiß es auch nicht!&quot; Letzten Endes kaufen Sie sich einen Anspruch auf ein Etwas, von dem Sie nicht wissen was es ist, noch ob es überhaupt existiert. Sie verlassen sich einzig auf die Hoffnung, daß es irgendjemand gibt, der Ihnen dafür eine Gegenleistung bietet, sei es eine Geldleistung oder eine Realleistung. Verpflichtet ist dazu niemand...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/23711/#comment-210177">Renée Menéndez</a>.</p>
<p>&#8220;Die Bitcoin werden genausowenig physisch übertragen wie Giralgeld.&#8221;</p>
<p>Sie setzen hier zwei Dinge gleich, die in keiner Weise gleichgesetzt werden können. Ein bitcoin ist ja angeblich eine übertragbare Sache und als solche muß sie auch ein Aktivum sein, damit über sie sachenrechtlich verfügt werden kann. Das kann man mit einer Bank zu Goldwährungszeiten vergleichen, bei der das Gold aus dem Kästchen, welches dem Sender S gehört, genommen und in das Kästchen des Empfängers E gelegt wird, womit die Transaktion abgeschlossen ist. Das bedeutet, daß das Schuldverhältnis der Bank zu S erloschen ist und dafür ein neues Schuldverhältnis zu E entstanden ist. Die Bank überträgt also ein Aktivum aber nicht das Schuldverhältnis, welches sie mit S hat. Denn das Schuldverhältnis gegenüber S hat nichts mit dem Schuldverhältnis gegenüber E zu tun auch wenn es sich dabei um das gleiche Volumen handelt. Das ist dann auch der Grund, warum Giralgeld nicht übertragen werden kann, woraus folgt, daß ein Schuldverhältnis kein Zahlungsmittel ist. Mal abgesehen davon befindet sich ja vom &#8220;Giralgeld&#8221; bei der Bank nur der Verbindlichkeitsteil, während der Forderungsteil sich bei Ihnen befindet. Die Bank kann nicht einfach den Verbindlichkeitsteil aus einer Schuldbeziehung herauslösen und dann auch noch für Zahlungszwecke verwenden. Vielleicht schauen Sie sich nochmal den Beitrag &#8220;Was ist Giralgeld?&#8221; an, in dem die vermeintliche Eigenschaft des Giralgeldes als Zahlungsmittel fungieren zu können widerlegt wird. Das Einzige, was von einem Zahlungsdienstleister übertragen werden kann, ist das Zentralbankgeld, weil das auf der &#8220;richtigen&#8221; Seite steht und er darüber &#8211; als Aktivum &#8211; eigentumsrechtlich verfügen kann.</p>
<p>Um übertragbar zu sein müßte ein bitcoin daher ein Aktivum sein, aber: besitzt die blockchain überhaupt diese Buchungsseite? Diese Frage können Sie nicht mit einer Generalklausel wie: &#8220;Aber bei Bitcoin sind das IT-Programm, die Daten und die Hashes alle zusammen an einer Stelle im „Gesamtpaket“ Bitcoin.&#8221; beantworten, das ist mehr das Eingeständnis: &#8220;Ich weiß es auch nicht!&#8221; Letzten Endes kaufen Sie sich einen Anspruch auf ein Etwas, von dem Sie nicht wissen was es ist, noch ob es überhaupt existiert. Sie verlassen sich einzig auf die Hoffnung, daß es irgendjemand gibt, der Ihnen dafür eine Gegenleistung bietet, sei es eine Geldleistung oder eine Realleistung. Verpflichtet ist dazu niemand&#8230;</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Stoertebekker		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/23711/#comment-210620</link>

		<dc:creator><![CDATA[Stoertebekker]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Nov 2021 13:50:31 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/23711/#comment-210177&quot;&gt;Renée Menéndez&lt;/a&gt;.

@R Menéndez 20:20

Keine Ahnung, ob ich Sie richtig verstanden habe. Aber bei Bitcoin sind das IT-Programm, die Daten und die Hashes alle zusammen an einer Stelle im „Gesamtpaket“ Bitcoin. (Das ist bei anderen Blockchains anders.) 

- Es gibt zwei Personen, die einen Vertrag abschließen. Auf der einen Seite Lieferung wie bisher, auf der anderen Seite Zahlung in Bitcoin.

- Bei dieser Zahlung weist der Leistungsempfänger B die Bitcoin-Verwalter an, von seinem Konto 0,5 Bitcoin an den Leistungslieferanten A zu überweisen. Für die Überweisung werden beide Kontonummern (=Walletadressen) angegeben.

- Jetzt prüft der Bitcoin-„Schwarm“, ob B ausreichend viele Bitcoins hat. Das steht im Kassenbuch, also der Bitcoin-Blockchain. Wenn B genug hat, findet die Überweisung statt, im Kassenbuch steht jetzt A als der Besitzer und fertig. Wenn B nicht genug hat, findet die Überweisung nicht statt und die Ware wird nicht geliefert.

- Wenn B nun behauptet, er hätte überwiesen, kann jeder in der Bitcoin-Blockchain nachschauen, ob es diese Überweisung gibt. 

Mir ist nicht klar, was der Unterschied zwischen einer Überweisung, die durch Banksoftware ausgeführt wird und der Ausführung über die Bitcoin-Software sein soll. Die Bitcoin werden genausowenig physisch übertragen wie Giralgeld. Es erfolgt lediglich eine Umbuchung zu einem neuen Besitzer. Veranlasst vom alten Besitzer, ausgeführt von der Software nach Prüfung der Bestände.

Und die Wertzuschreibung zu dem im Kassenbuch vermerkten Bitcoin-Besitz kommt doch ohnehin erst in der Wechselstube in Fiat-Geld. Anhand des gültigen Kurses oder beim Tausch. Das ist ja auch nochmal eine andere Aktion mit anderen Akteuren. Aber im Prinzip analog zu Fiat-Geld.

Nun ist das alles reichlich schwer zu verstehen – für uns alle. Aber glauben Sie, dass der Bauer vor zig tausend Jahren dem Stück Gold sofort vertraut hat, dass er für seinen Weizen bekommen hat und mit dem er in drei Monaten seinen Esel kaufen müsste. Der wär nach alten Gepflogenheiten auch lieber gleich mit dem Esel nach Hause gegangen. 

Oder als Gold zu Banknoten wurde. Da hat auch ordentlich Vertrauensvorschuss dazugehört, solch ein Papier statt der Goldbarren anzunehmen. Das dauert alles und das Rechtssystem muss die neuen Gegebenheiten erst abbilden lernen. 

Unter Umständen sogar begrifflich neu definieren.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/23711/#comment-210177">Renée Menéndez</a>.</p>
<p>@R Menéndez 20:20</p>
<p>Keine Ahnung, ob ich Sie richtig verstanden habe. Aber bei Bitcoin sind das IT-Programm, die Daten und die Hashes alle zusammen an einer Stelle im „Gesamtpaket“ Bitcoin. (Das ist bei anderen Blockchains anders.) </p>
<p>&#8211; Es gibt zwei Personen, die einen Vertrag abschließen. Auf der einen Seite Lieferung wie bisher, auf der anderen Seite Zahlung in Bitcoin.</p>
<p>&#8211; Bei dieser Zahlung weist der Leistungsempfänger B die Bitcoin-Verwalter an, von seinem Konto 0,5 Bitcoin an den Leistungslieferanten A zu überweisen. Für die Überweisung werden beide Kontonummern (=Walletadressen) angegeben.</p>
<p>&#8211; Jetzt prüft der Bitcoin-„Schwarm“, ob B ausreichend viele Bitcoins hat. Das steht im Kassenbuch, also der Bitcoin-Blockchain. Wenn B genug hat, findet die Überweisung statt, im Kassenbuch steht jetzt A als der Besitzer und fertig. Wenn B nicht genug hat, findet die Überweisung nicht statt und die Ware wird nicht geliefert.</p>
<p>&#8211; Wenn B nun behauptet, er hätte überwiesen, kann jeder in der Bitcoin-Blockchain nachschauen, ob es diese Überweisung gibt. </p>
<p>Mir ist nicht klar, was der Unterschied zwischen einer Überweisung, die durch Banksoftware ausgeführt wird und der Ausführung über die Bitcoin-Software sein soll. Die Bitcoin werden genausowenig physisch übertragen wie Giralgeld. Es erfolgt lediglich eine Umbuchung zu einem neuen Besitzer. Veranlasst vom alten Besitzer, ausgeführt von der Software nach Prüfung der Bestände.</p>
<p>Und die Wertzuschreibung zu dem im Kassenbuch vermerkten Bitcoin-Besitz kommt doch ohnehin erst in der Wechselstube in Fiat-Geld. Anhand des gültigen Kurses oder beim Tausch. Das ist ja auch nochmal eine andere Aktion mit anderen Akteuren. Aber im Prinzip analog zu Fiat-Geld.</p>
<p>Nun ist das alles reichlich schwer zu verstehen – für uns alle. Aber glauben Sie, dass der Bauer vor zig tausend Jahren dem Stück Gold sofort vertraut hat, dass er für seinen Weizen bekommen hat und mit dem er in drei Monaten seinen Esel kaufen müsste. Der wär nach alten Gepflogenheiten auch lieber gleich mit dem Esel nach Hause gegangen. </p>
<p>Oder als Gold zu Banknoten wurde. Da hat auch ordentlich Vertrauensvorschuss dazugehört, solch ein Papier statt der Goldbarren anzunehmen. Das dauert alles und das Rechtssystem muss die neuen Gegebenheiten erst abbilden lernen. </p>
<p>Unter Umständen sogar begrifflich neu definieren.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Dietmar Tischer		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/23711/#comment-210440</link>

		<dc:creator><![CDATA[Dietmar Tischer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Nov 2021 21:34:17 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/23711/#comment-210177&quot;&gt;Renée Menéndez&lt;/a&gt;.

@ Renée Menéndez

Laienantwort: 

Übertragen wird das VERSPRECHEN, dass sein Anspruch und nur der Anspruch GESICHERT ist. 

Wenn das richtig ist, kann man sagen:

Eine Kryptowährung ermöglicht Zahlung mit gesicherten Ansprüchen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/23711/#comment-210177">Renée Menéndez</a>.</p>
<p>@ Renée Menéndez</p>
<p>Laienantwort: </p>
<p>Übertragen wird das VERSPRECHEN, dass sein Anspruch und nur der Anspruch GESICHERT ist. </p>
<p>Wenn das richtig ist, kann man sagen:</p>
<p>Eine Kryptowährung ermöglicht Zahlung mit gesicherten Ansprüchen.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Renée Menéndez		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/23711/#comment-210435</link>

		<dc:creator><![CDATA[Renée Menéndez]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Nov 2021 19:20:55 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterslektuere&#038;p=23711#comment-210435</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/23711/#comment-210177&quot;&gt;Renée Menéndez&lt;/a&gt;.

@Stoertebekker

Das Internet braucht auch keinen rechtlichen Status, weil es lediglich den Kommunikationskanal darstellt, um zwei (juristischen) Personen zu ermöglichen ein Geschäft abzuschließen. Danach beauftragt der Verkäufer ein Versandunternehmen, um die Ware zu Ihnen zu bringen, Sie dagegen beauftragen ihren Zahlungsdienstleister, für einen Entschuldungserfolg zu sorgen. Bei all diesen Vorgängen sind natürliche und juristische Personen beteiligt, die bei Leistungsstörungen verantwortlich sind und ggf. auch verklagt werden können. In dem von Ihnen dargestellten Fall ist der Zahlungsdienstleister (bzw. die gesamte Kette der Zahlungsdienstleister) die Person, die sich um die ordnungsgemäße Abwicklung Ihrer Zahlungsanweisung zu kümmern hat. Da gibt es kein juristisches Nirvana.

Bei einer bitcoin Übertragung ist das anders, da sind zwar auch zwei Personen, die einen Vertrag geschlossen haben, wobei die Übertragung der Ware auf konventionellem Wege passiert, während die Gegenleistung aus der Übertragung einer Menge an bitcoin besteht. Da sich in Ihrem wallet zwar die privaten Schlüssel aber keine bitcoin befinden ist die Frage, wer denn nun die bitcoin überträgt. Dabei sollte man berücksichtigen, daß der Empfänger ja auch keine bitcoin erhält, sondern &quot;nur&quot; irgeldwelche hashes, die dann irgendwie zu dessen privatem Schlüssel werden. D.h. Sie haben Ihren Anspruch verwendet um etwas zu übertragen, was der Empfänger aber nicht erhält, sondern nur den Anspruch darauf. Bei einer solchen Konstruktion kann man dann doch mal fragen, was denn da so angeblich übertragen wird. Allerdings wird Ihnen niemand diese Frage beantworten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/23711/#comment-210177">Renée Menéndez</a>.</p>
<p>@Stoertebekker</p>
<p>Das Internet braucht auch keinen rechtlichen Status, weil es lediglich den Kommunikationskanal darstellt, um zwei (juristischen) Personen zu ermöglichen ein Geschäft abzuschließen. Danach beauftragt der Verkäufer ein Versandunternehmen, um die Ware zu Ihnen zu bringen, Sie dagegen beauftragen ihren Zahlungsdienstleister, für einen Entschuldungserfolg zu sorgen. Bei all diesen Vorgängen sind natürliche und juristische Personen beteiligt, die bei Leistungsstörungen verantwortlich sind und ggf. auch verklagt werden können. In dem von Ihnen dargestellten Fall ist der Zahlungsdienstleister (bzw. die gesamte Kette der Zahlungsdienstleister) die Person, die sich um die ordnungsgemäße Abwicklung Ihrer Zahlungsanweisung zu kümmern hat. Da gibt es kein juristisches Nirvana.</p>
<p>Bei einer bitcoin Übertragung ist das anders, da sind zwar auch zwei Personen, die einen Vertrag geschlossen haben, wobei die Übertragung der Ware auf konventionellem Wege passiert, während die Gegenleistung aus der Übertragung einer Menge an bitcoin besteht. Da sich in Ihrem wallet zwar die privaten Schlüssel aber keine bitcoin befinden ist die Frage, wer denn nun die bitcoin überträgt. Dabei sollte man berücksichtigen, daß der Empfänger ja auch keine bitcoin erhält, sondern &#8220;nur&#8221; irgeldwelche hashes, die dann irgendwie zu dessen privatem Schlüssel werden. D.h. Sie haben Ihren Anspruch verwendet um etwas zu übertragen, was der Empfänger aber nicht erhält, sondern nur den Anspruch darauf. Bei einer solchen Konstruktion kann man dann doch mal fragen, was denn da so angeblich übertragen wird. Allerdings wird Ihnen niemand diese Frage beantworten.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Tobias		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/23711/#comment-210428</link>

		<dc:creator><![CDATA[Tobias]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Nov 2021 18:25:30 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterslektuere&#038;p=23711#comment-210428</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/23711/#comment-210140&quot;&gt;weico&lt;/a&gt;.

Das Problem ist nur, dass der NFT nicht die Dose ist, sondern nur eine Zahlenfolge, ein &quot;Token&quot;.
Dann gibt es noch eine externe Datenbank, die diesen Token mit dem eigentlichen Ding verknüpft.

Der NFT-Besitzer besitz also weder &quot;das Ding&quot;, noch kann er ohne eine Drittpartei seinen Besitz belegen. Er besitzt eigentlich nur diese Token-Nummernfolge. Die ganze Idee von NFTs ist ein riesiges Bohei um einen konzeptionellen Betrug. Aus dem Credo von Bitcoin (&quot;Es muss ohne Drittparteien funktionieren&quot;) wurde wiederum das alte Schema mit einer Drittpartei. Der Zaubertrick ist, dass man diese Drittpartei verschwinden lässt und man so tut, als wäre sie gar nicht da. Meistens ist es ein Webportal, in dem man seinen NFT eingeben kann, und die dann das verknüpfte Objekt anzeigt. Diese Verknüpfung ist aber ohne weiteres nicht existent.

Die Idee von NFTs ist schon klar, Leute wollen Dinge an Token knüpfen und sie so automatisiert handelbar machen. Das hat aber nicht mit &quot;Blockchain&quot; oder &quot;Dezentralisierung&quot; zu tun. Das sind nur vollautomatische Auktionen oder Verkäufe ohne menschliche Beteiligung, bei der der Eigentumsübertrag auch rechtlich so gesichert ist, dass er ebenfalls automatisch erfolgen kann. Eigentlich sind NFTs keine Innovation, Plattformen wie eBay funktionieren schon seit 20 Jahren auf diese Weise. Würde eBay alle Auktionen permanent speichern, und jede Auktion mit einem Hinweis auf ihre Vorgängerauktion versehen, dann würde es das gleiche leisten wie NFTs.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/23711/#comment-210140">weico</a>.</p>
<p>Das Problem ist nur, dass der NFT nicht die Dose ist, sondern nur eine Zahlenfolge, ein &#8220;Token&#8221;.<br />
Dann gibt es noch eine externe Datenbank, die diesen Token mit dem eigentlichen Ding verknüpft.</p>
<p>Der NFT-Besitzer besitz also weder &#8220;das Ding&#8221;, noch kann er ohne eine Drittpartei seinen Besitz belegen. Er besitzt eigentlich nur diese Token-Nummernfolge. Die ganze Idee von NFTs ist ein riesiges Bohei um einen konzeptionellen Betrug. Aus dem Credo von Bitcoin (&#8220;Es muss ohne Drittparteien funktionieren&#8221;) wurde wiederum das alte Schema mit einer Drittpartei. Der Zaubertrick ist, dass man diese Drittpartei verschwinden lässt und man so tut, als wäre sie gar nicht da. Meistens ist es ein Webportal, in dem man seinen NFT eingeben kann, und die dann das verknüpfte Objekt anzeigt. Diese Verknüpfung ist aber ohne weiteres nicht existent.</p>
<p>Die Idee von NFTs ist schon klar, Leute wollen Dinge an Token knüpfen und sie so automatisiert handelbar machen. Das hat aber nicht mit &#8220;Blockchain&#8221; oder &#8220;Dezentralisierung&#8221; zu tun. Das sind nur vollautomatische Auktionen oder Verkäufe ohne menschliche Beteiligung, bei der der Eigentumsübertrag auch rechtlich so gesichert ist, dass er ebenfalls automatisch erfolgen kann. Eigentlich sind NFTs keine Innovation, Plattformen wie eBay funktionieren schon seit 20 Jahren auf diese Weise. Würde eBay alle Auktionen permanent speichern, und jede Auktion mit einem Hinweis auf ihre Vorgängerauktion versehen, dann würde es das gleiche leisten wie NFTs.</p>
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		<title>
		Von: Tobias		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/23711/#comment-210423</link>

		<dc:creator><![CDATA[Tobias]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Nov 2021 18:09:59 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/23711/#comment-210158&quot;&gt;Johann Schwarting&lt;/a&gt;.

Die &quot;Blockchain-Technologie&quot; hat überhaupt keinen Wert, wenn man sie aus Bitcoin herauslöst.

Aus IT-Sicht ist die Blockchain nur eine verlinkte Liste, die noch mit Hashes angereichert wird. Man befindet sich also auch der Ebene einer Datenstruktur, das ist noch nicht einmal ein lauffähiges Programm, denn ein Computerprogramm ist Softwarecode plus Daten.

Im Bereich Bitcoin-Kopien gibt es einen unfassbar großen Raum an Betrug und Unsinn. Angefangen von &quot;NFTs&quot; bis hin zu &quot;DeFi&quot;. Alle diese Dinge werden auf Plattformen ausgeführt, die nur schwach dezentral sind, und das obwohl sie erst einige Jahre laufen. Bitcoin wird von den größten kryptografischen Experten gebaut und ist auf eine Laufzeit von tausenden Jahren ausgelegt. Die Bitcoin-Blockchain wächst etwa 10 Terabyte in 100 Jahren. Keine andere Blockchain bietet das.

Die meisten Systeme heute, Solana, XRP, IOTA und wie sie alle heißen, haben praktisch keine Datenbegrenzung. Diese Blockchains laufen über wenige Jahre hinweg einfach voll. Es sind Systeme, die die Entwickler und Erstinvestoren reich machen, aber auch technisch nicht einmal über 10 Jahre schaffen werden. Weiteres Beispiel ist EOS, eine sogenannte Hochgeschwindigkeitsblockchain, die in wenigen Jahren so stark gewachsen ist, dass sie heute kaum mehr betreibbar ist und unter ihrer eigenen Last zusammenbricht.

Bitcoin ist das Zusammenspiel aus &quot;Proof of Work&quot;, der Blockchain und einer regelmäßigen Schwierigkeitsanpassung des dezentralen Systems. Diese Ideen sind geschickt und technisch perfekt miteinander verknüpft. Nur so war es überhaupt möglich, ein Geldsystem zu erschaffen, dass nicht veraltet und das nicht irgendwann obsolet wird. Die Idee, arbeitsgedeckten virtuellen Geldes ist somit in Bitcoin perfekt umgesetzt und kann nicht verbessert werden. Die Kryptografie ist genau so stark, wie die Physik es verlangt (Entropie- und Brute-Force Argumente). Eine Verbesserung ist somit nicht möglich.

Wenn man &quot;Blockchain&quot; aus diesem System herauslöst, dann löst man nur die Datenstruktur heraus. Keine, der Eigenschaften von Bitcoin bleibt erhalten: Auch eine Blockchain kann ohne Proof of Work verändert werden, indem sie einfach neu geschrieben wird. Ohne &quot;Proof of Work&quot; gibt es dagegen keinen Schutz. Es gibt nur schwächere Varianten davon, die allesamt irgendwelche Nachteile haben.

Mit Bitcoin wurde erfolgreich &quot;digitales Gold&quot; erfunden. Allerdings ist sowohl die Ausgabekurve der neuen Einheiten mathematisch exakt definiert, als auch die Möglichkeit geschaffen, dass jeder Besitzer von Bitcoin sowohl sein eigenes Guthaben als auch das Guthaben aller anderen auf einem haushaltsüblichen PC prüfen kann. Diese Möglichkeiten sind einfach komplett neu und für ein weltweites Geldsystem sehr wünschenswert.

Die Bitcoin Blockchain ist heute 400 Gigabyte groß und kann auf einem haushaltsüblichen PC locker gespeichert werden. Das ist die große Innovation. Andere &quot;Blockchains&quot; laufen in Serverfarmen, das ist unsicher und unüberprüfbar.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/23711/#comment-210158">Johann Schwarting</a>.</p>
<p>Die &#8220;Blockchain-Technologie&#8221; hat überhaupt keinen Wert, wenn man sie aus Bitcoin herauslöst.</p>
<p>Aus IT-Sicht ist die Blockchain nur eine verlinkte Liste, die noch mit Hashes angereichert wird. Man befindet sich also auch der Ebene einer Datenstruktur, das ist noch nicht einmal ein lauffähiges Programm, denn ein Computerprogramm ist Softwarecode plus Daten.</p>
<p>Im Bereich Bitcoin-Kopien gibt es einen unfassbar großen Raum an Betrug und Unsinn. Angefangen von &#8220;NFTs&#8221; bis hin zu &#8220;DeFi&#8221;. Alle diese Dinge werden auf Plattformen ausgeführt, die nur schwach dezentral sind, und das obwohl sie erst einige Jahre laufen. Bitcoin wird von den größten kryptografischen Experten gebaut und ist auf eine Laufzeit von tausenden Jahren ausgelegt. Die Bitcoin-Blockchain wächst etwa 10 Terabyte in 100 Jahren. Keine andere Blockchain bietet das.</p>
<p>Die meisten Systeme heute, Solana, XRP, IOTA und wie sie alle heißen, haben praktisch keine Datenbegrenzung. Diese Blockchains laufen über wenige Jahre hinweg einfach voll. Es sind Systeme, die die Entwickler und Erstinvestoren reich machen, aber auch technisch nicht einmal über 10 Jahre schaffen werden. Weiteres Beispiel ist EOS, eine sogenannte Hochgeschwindigkeitsblockchain, die in wenigen Jahren so stark gewachsen ist, dass sie heute kaum mehr betreibbar ist und unter ihrer eigenen Last zusammenbricht.</p>
<p>Bitcoin ist das Zusammenspiel aus &#8220;Proof of Work&#8221;, der Blockchain und einer regelmäßigen Schwierigkeitsanpassung des dezentralen Systems. Diese Ideen sind geschickt und technisch perfekt miteinander verknüpft. Nur so war es überhaupt möglich, ein Geldsystem zu erschaffen, dass nicht veraltet und das nicht irgendwann obsolet wird. Die Idee, arbeitsgedeckten virtuellen Geldes ist somit in Bitcoin perfekt umgesetzt und kann nicht verbessert werden. Die Kryptografie ist genau so stark, wie die Physik es verlangt (Entropie- und Brute-Force Argumente). Eine Verbesserung ist somit nicht möglich.</p>
<p>Wenn man &#8220;Blockchain&#8221; aus diesem System herauslöst, dann löst man nur die Datenstruktur heraus. Keine, der Eigenschaften von Bitcoin bleibt erhalten: Auch eine Blockchain kann ohne Proof of Work verändert werden, indem sie einfach neu geschrieben wird. Ohne &#8220;Proof of Work&#8221; gibt es dagegen keinen Schutz. Es gibt nur schwächere Varianten davon, die allesamt irgendwelche Nachteile haben.</p>
<p>Mit Bitcoin wurde erfolgreich &#8220;digitales Gold&#8221; erfunden. Allerdings ist sowohl die Ausgabekurve der neuen Einheiten mathematisch exakt definiert, als auch die Möglichkeit geschaffen, dass jeder Besitzer von Bitcoin sowohl sein eigenes Guthaben als auch das Guthaben aller anderen auf einem haushaltsüblichen PC prüfen kann. Diese Möglichkeiten sind einfach komplett neu und für ein weltweites Geldsystem sehr wünschenswert.</p>
<p>Die Bitcoin Blockchain ist heute 400 Gigabyte groß und kann auf einem haushaltsüblichen PC locker gespeichert werden. Das ist die große Innovation. Andere &#8220;Blockchains&#8221; laufen in Serverfarmen, das ist unsicher und unüberprüfbar.</p>
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		Von: Wolfgang Lohmann		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/23711/#comment-210407</link>

		<dc:creator><![CDATA[Wolfgang Lohmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Nov 2021 17:19:31 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/23711/#comment-210157&quot;&gt;Johann Schwarting&lt;/a&gt;.

Interessante Bemerkung, die ich nutze darauf hinzuweisen, dass im Bitcoin WhitePaper das Wort &quot;Decentralisation&quot; nicht auftaucht, dafür aber vielfach &quot;honest&quot;. Dezentralisierung kann man auch so verstehen, dass es keine zentrale Autorität gibt, die über die Verwaltung entscheidet. Das Protokoll ist zentral vorgegeben, und alle im System richten sich danach. 
Im Bezug auf BTC teile ich Ihre Meinung durchaus. Sagte ja auch Mike Hearn ( https://www.theguardian.com/technology/2016/jan/15/mike-hearn-senior-bitcoin-developer-says-currency-failed-experiment).  Das Drama besteht meiner Meinung nach darin, dass kleine Gruppen (bei BTC) das Protokoll ändern und damit über das Eigentum vieler Menschen bestimmen,
Eine Änderung an der Software darf das Protokoll nicht ändern. Ich persönlich sehe daher BitcoinSV als die dem Original am nächsten stehende Variante an, auch wenn ich dadurch  böse Kommentare riskiere :-).]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/23711/#comment-210157">Johann Schwarting</a>.</p>
<p>Interessante Bemerkung, die ich nutze darauf hinzuweisen, dass im Bitcoin WhitePaper das Wort &#8220;Decentralisation&#8221; nicht auftaucht, dafür aber vielfach &#8220;honest&#8221;. Dezentralisierung kann man auch so verstehen, dass es keine zentrale Autorität gibt, die über die Verwaltung entscheidet. Das Protokoll ist zentral vorgegeben, und alle im System richten sich danach.<br />
Im Bezug auf BTC teile ich Ihre Meinung durchaus. Sagte ja auch Mike Hearn ( <a href="https://www.theguardian.com/technology/2016/jan/15/mike-hearn-senior-bitcoin-developer-says-currency-failed-experiment" rel="nofollow ugc">https://www.theguardian.com/technology/2016/jan/15/mike-hearn-senior-bitcoin-developer-says-currency-failed-experiment</a>).  Das Drama besteht meiner Meinung nach darin, dass kleine Gruppen (bei BTC) das Protokoll ändern und damit über das Eigentum vieler Menschen bestimmen,<br />
Eine Änderung an der Software darf das Protokoll nicht ändern. Ich persönlich sehe daher BitcoinSV als die dem Original am nächsten stehende Variante an, auch wenn ich dadurch  böse Kommentare riskiere :-).</p>
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