<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	
	>
<channel>
	<title>
	Kommentare zu: Wie SPD und Kühnert Politik für Reiche, Besitzende und Alte machen	</title>
	<atom:link href="https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/wie-spd-und-kuehnert-politik-fuer-reiche-besitzende-und-alte-machen/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/wie-spd-und-kuehnert-politik-fuer-reiche-besitzende-und-alte-machen/</link>
	<description>Daniel Stelter ist die unabhängige Stimme zur Finanzkrise</description>
	<lastBuildDate>Thu, 16 May 2019 19:04:19 +0000</lastBuildDate>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=5.9.16</generator>
	<item>
		<title>
		Von: Tobias W.		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/wie-spd-und-kuehnert-politik-fuer-reiche-besitzende-und-alte-machen/#comment-69828</link>

		<dc:creator><![CDATA[Tobias W.]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 May 2019 19:04:19 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterindenmedien&#038;p=14819#comment-69828</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/wie-spd-und-kuehnert-politik-fuer-reiche-besitzende-und-alte-machen/#comment-69718&quot;&gt;Tobias W.&lt;/a&gt;.

Herr Ott,

&quot;Wenn Ihre Zahlen stimmen, dann lag ich ja voll richtig. „Links reden, rechts leben“ ist Ihre Maxime.&quot;

Ich habe mich selbst nie als links-denkend oder redend eingeordnet. Das ist lediglich Ihr Framing. Für Sie scheint alles außerhalb Ihrer eigenen Denkweise automatisch &quot;links&quot; zu sein.

Konzentrieren Sie sich mal ein bisschen und bemühen Sie sich lernfähig zu sein, dann können Sie vielleicht meiner Kernaussage folgen:

In den USA zahle ich sehr niedrige Einkommenssteuern. Ich zahle (im Vergleich zu Deutschland) sehr hohe Grundsteuern. Dass meine Grundsteuer bemessen an dem Soli, den ich in Deutschland für ein identisches Gehalt zahlen müsste, immer noch niedrig ist, ist vollkommen irrelevant.

Jetzt aufpassen! Der Punkt ist folgender: Im Gegensatz zum Soli ist die Grundsteuer nicht von der Höhe meines Einkommens abhängig, sondern vom Wert des Eigentums. Ich müsste immer noch die gleiche Grundsteuer von USD500 pro Monat bezahlen, auch wenn mein Monatsgehalt bei lediglich USD1000 läge. DAS ist der Punkt. Wenn ich in einer 10 Millionen Dollar Villa leben würde, müsste ich monatlich mehr als 5000 Dollar Grundsteuern zahlen - unabhängig von meinem Einkommen.

Mir geht es AUSSCHLIEßLICH um folgendes: Entlastung von Erwerbseinkommen durch deutlich niedrigere Steuern - im Gegenzug stärkere Belastung von Vermögen und Vermögensverkehr. Es geht hier um die Entlastung von ArbeitsLEISTUNG, so dass sich LEISTUNG **im Verhältnis** zu BESITZ stärker lohnt. Über das Verhältnis darf man gerne streiten. Aber das derzeitige Verhältnis in Deutschland - Leistung zu mehr als 90% belastet im Vergleich zur Belastung von Eigentum - das ist alles andere als liberal oder fair. Leistung zu belohnen ist eine UREIGENE LIBERALE Idee, Ihr Framing &quot;links&quot; passt hier einfach nicht und Ihr Beharren auf dem Gegenteil ist lediglich schäbiges Argumentieren und Angriffe auf persönlicher Ebene.

Und was meinen Beitrag zum Gemeinwesen angeht: lustigerweise zahle ich hier in den USA in absoluten Zahlen mehr Steuern (Einkommenssteuer, Mehrwertsteuer, Grundsteuer usw. kombiniert) als in Deutschland - denn mein Einkommen hier ist etwa dreimal so hoch wie mein letztes Einkommen in Deutschland.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/wie-spd-und-kuehnert-politik-fuer-reiche-besitzende-und-alte-machen/#comment-69718">Tobias W.</a>.</p>
<p>Herr Ott,</p>
<p>&#8220;Wenn Ihre Zahlen stimmen, dann lag ich ja voll richtig. „Links reden, rechts leben“ ist Ihre Maxime.&#8221;</p>
<p>Ich habe mich selbst nie als links-denkend oder redend eingeordnet. Das ist lediglich Ihr Framing. Für Sie scheint alles außerhalb Ihrer eigenen Denkweise automatisch &#8220;links&#8221; zu sein.</p>
<p>Konzentrieren Sie sich mal ein bisschen und bemühen Sie sich lernfähig zu sein, dann können Sie vielleicht meiner Kernaussage folgen:</p>
<p>In den USA zahle ich sehr niedrige Einkommenssteuern. Ich zahle (im Vergleich zu Deutschland) sehr hohe Grundsteuern. Dass meine Grundsteuer bemessen an dem Soli, den ich in Deutschland für ein identisches Gehalt zahlen müsste, immer noch niedrig ist, ist vollkommen irrelevant.</p>
<p>Jetzt aufpassen! Der Punkt ist folgender: Im Gegensatz zum Soli ist die Grundsteuer nicht von der Höhe meines Einkommens abhängig, sondern vom Wert des Eigentums. Ich müsste immer noch die gleiche Grundsteuer von USD500 pro Monat bezahlen, auch wenn mein Monatsgehalt bei lediglich USD1000 läge. DAS ist der Punkt. Wenn ich in einer 10 Millionen Dollar Villa leben würde, müsste ich monatlich mehr als 5000 Dollar Grundsteuern zahlen &#8211; unabhängig von meinem Einkommen.</p>
<p>Mir geht es AUSSCHLIEßLICH um folgendes: Entlastung von Erwerbseinkommen durch deutlich niedrigere Steuern &#8211; im Gegenzug stärkere Belastung von Vermögen und Vermögensverkehr. Es geht hier um die Entlastung von ArbeitsLEISTUNG, so dass sich LEISTUNG **im Verhältnis** zu BESITZ stärker lohnt. Über das Verhältnis darf man gerne streiten. Aber das derzeitige Verhältnis in Deutschland &#8211; Leistung zu mehr als 90% belastet im Vergleich zur Belastung von Eigentum &#8211; das ist alles andere als liberal oder fair. Leistung zu belohnen ist eine UREIGENE LIBERALE Idee, Ihr Framing &#8220;links&#8221; passt hier einfach nicht und Ihr Beharren auf dem Gegenteil ist lediglich schäbiges Argumentieren und Angriffe auf persönlicher Ebene.</p>
<p>Und was meinen Beitrag zum Gemeinwesen angeht: lustigerweise zahle ich hier in den USA in absoluten Zahlen mehr Steuern (Einkommenssteuer, Mehrwertsteuer, Grundsteuer usw. kombiniert) als in Deutschland &#8211; denn mein Einkommen hier ist etwa dreimal so hoch wie mein letztes Einkommen in Deutschland.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Florian		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/wie-spd-und-kuehnert-politik-fuer-reiche-besitzende-und-alte-machen/#comment-69798</link>

		<dc:creator><![CDATA[Florian]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 May 2019 10:48:23 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterindenmedien&#038;p=14819#comment-69798</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/wie-spd-und-kuehnert-politik-fuer-reiche-besitzende-und-alte-machen/#comment-69547&quot;&gt;Susanne Finke-Röpke&lt;/a&gt;.

Schön gesagt. Der Grundsatz, dass Menschen gleich viel wert sind, ist ein nobler und sollte eigentlich Standard sein. Leider wird das von linker Seite fast durchgehend missgedeutet. Wie Sie sagen - gleiche Chancen, heißt nicht gleicher Outcome.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/wie-spd-und-kuehnert-politik-fuer-reiche-besitzende-und-alte-machen/#comment-69547">Susanne Finke-Röpke</a>.</p>
<p>Schön gesagt. Der Grundsatz, dass Menschen gleich viel wert sind, ist ein nobler und sollte eigentlich Standard sein. Leider wird das von linker Seite fast durchgehend missgedeutet. Wie Sie sagen &#8211; gleiche Chancen, heißt nicht gleicher Outcome.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Richard Ott		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/wie-spd-und-kuehnert-politik-fuer-reiche-besitzende-und-alte-machen/#comment-69785</link>

		<dc:creator><![CDATA[Richard Ott]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 May 2019 07:27:17 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterindenmedien&#038;p=14819#comment-69785</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/wie-spd-und-kuehnert-politik-fuer-reiche-besitzende-und-alte-machen/#comment-69718&quot;&gt;Tobias W.&lt;/a&gt;.

@Tobias W. 

&quot;Meine effektive Steuerrate (federal, unser Bundesstaat hat keine eigene Einkommenssteuer) auf mein Einkommen (Gehalt, Boni, Kapitalerträge) betrug im letzten Jahr weniger als 20% (inklusive Social Security) für ein Einkommen von mehr als USD300.000. Wir sind Hausbesitzer und zahlen jeden Monat knapp USD500 Grundsteuer.&quot; 

Wenn Ihre Zahlen stimmen, dann lag ich ja voll richtig. &quot;Links reden, rechts leben&quot; ist Ihre Maxime. Die umgerechnet 500 USD pro Monat von Ihnen so hochgelobte US-Grundsteuer würden Sie in Deutschland fast schon an Solidaritätszuschlag zahlen, und Ihr Durchschnittseinkommenssteuersatz (ohne Sozialabgaben, wirklich nur die Steuer) würde hier in Deutschland grob geschätzt bei 30% bis 35% liegen. Und Sie wollen mir im Ernst etwas von der Sozialpflichtigkeit von Eigentum erzählen?   

&quot;Und Ihre Behauptung, dass Superreiche die Estate Tax umgehen, indem sie das Geld in Stiftungen überführen: so ein hirnverbrannter Unsinn. Geld in Stiftungen steht den Nachkommen nicht mehr frei zur Verfügung, sondern ist an den Zweck der Stiftung gebunden. Dieses Geld wird also effektiv gar nicht mehr vererbt, sondern aus der Vererbungsmasse entnommen und stellt kein Eigentum der Nachfahren dar. Stiftungen unterliegen strengen Regel – wie Trump und seine Familie mit den juristischen Verfahren um so genanntes „self dealing“ im Bundesstaat New York noch schmerzlich feststellen werden&quot;

Reine Fiktion. Wer glaubt, dass diese Stiftungen tatsächlich von ihren Stiftern völlig unabhängig handelnde Rechtspersonen sind, ist hoffnungslos naiv. Schauen Sie sich doch die &quot;Clinton Family Foundation&quot; und die &quot;Clinton Foundation&quot; an, für die rein zufällig auch Töchterchen Chelsea Clinton im Board sitzt. Man könnte fast denken, die Versorgung der Familie sei Stiftungszweck, nicht wahr? 

&quot;Und was die Erbschaftssteuer angeht: die USA haben auf Bundesebene eine sehr vernünftige Erbschaftssteuer, nennt sich hier Estate Tax... die Erben eines Multimillionärs oder Milliardärs werden aber ordentlich zur Kasse gebeten. Ausnahmen bei Betriebsvermögen gibt es nicht. Eigentum verpflichtet.&quot;

&quot;Ordentlich zur Kasse gebeten&quot; und &quot;keine Ausnahmen&quot;, soso. Wenn das stimmt, wieso betragen die Gesamteinnahmen auf US-Bundesebene bei der Erbschaftssteuer nur ungefähr läppische 20 Mrd. US-Dollar? Schauen Sie hier in Tabelle 2.5, wenn Sie mir nicht glauben: https://www.whitehouse.gov/omb/historical-tables/

Deutschland hat bei ziemlich genau 1/4 der Bevölkerung der USA sogar pro Kopf gerechnet höhere Einnahmen aus der Erbschafts- und Schenkungssteuer, nämlich ungefähr 6 Milliarden EUR pro Jahr. Kann es sein, dass Sie sich hier etwas vormachen? Die USA als leuchtendes Vermögenssteuer-Vorbild, das es so in Wirklichkeit gar nicht gibt? 

&quot;Vielleicht ist Ihnen einfach nur entgangen, dass der Staat langfristige Ausgaben hat, die sich nicht reduzieren lassen, weil Ansprüche auf diese Ausgaben in Gesetze gegossen wurden. Stichwort Rente, Pensionen, Krankenkassen, Pflegeversicherung usw.&quot;

Wieder naives Denken. Sie können auch in ein Gesetz schreiben, dass es nie Stromausfall geben darf und sich dann einreden, dass Sie damit die &quot;Energiewende&quot; erfolgreich absolviert haben. Wenn dem Staat das Geld ausgeht und die Steuerschraube nicht mehr weiter gedreht werden kann, dann wird er zwangsläufig in Zukunft Erwartungen enttäuschen müssen. Das hat natürlich potentiell massive politische Konsequenzen, aber zu behaupten dass sich staatliche Ausgaben grundsätzlich &quot;nicht reduzieren lassen&quot;, ist einfach falsch. 

Ein Beispiel: Versicherte in der Gesetzlichen Rentenversicherung in Deutschland haben rechtlich gesehen keine Ansprüche, die in Geld ausgedrückt werden. Die Ansprüche bestehen auf sogenannte &quot;Rentenpunkte&quot; (Entgeltpunkte), und wie viel ein Entgeltpunkt am Ende als monatliche Rente wert ist, regelt wiederum ein einfaches Gesetz. Na, bekommen Sie jetzt eine Idee, was der Staat tun könnte, um seine Rentenausgaben zu reduzieren?

&quot;Dazu kommen Ausgaben, die einfach gemacht werden müssen: Infrastrukturmaßnahmen&quot;

Das ist nun ein ganz, ganz schlechtes Beispiel, wenn wir über die aktuelle Situation in Deutschland reden. ;)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/wie-spd-und-kuehnert-politik-fuer-reiche-besitzende-und-alte-machen/#comment-69718">Tobias W.</a>.</p>
<p>@Tobias W. </p>
<p>&#8220;Meine effektive Steuerrate (federal, unser Bundesstaat hat keine eigene Einkommenssteuer) auf mein Einkommen (Gehalt, Boni, Kapitalerträge) betrug im letzten Jahr weniger als 20% (inklusive Social Security) für ein Einkommen von mehr als USD300.000. Wir sind Hausbesitzer und zahlen jeden Monat knapp USD500 Grundsteuer.&#8221; </p>
<p>Wenn Ihre Zahlen stimmen, dann lag ich ja voll richtig. &#8220;Links reden, rechts leben&#8221; ist Ihre Maxime. Die umgerechnet 500 USD pro Monat von Ihnen so hochgelobte US-Grundsteuer würden Sie in Deutschland fast schon an Solidaritätszuschlag zahlen, und Ihr Durchschnittseinkommenssteuersatz (ohne Sozialabgaben, wirklich nur die Steuer) würde hier in Deutschland grob geschätzt bei 30% bis 35% liegen. Und Sie wollen mir im Ernst etwas von der Sozialpflichtigkeit von Eigentum erzählen?   </p>
<p>&#8220;Und Ihre Behauptung, dass Superreiche die Estate Tax umgehen, indem sie das Geld in Stiftungen überführen: so ein hirnverbrannter Unsinn. Geld in Stiftungen steht den Nachkommen nicht mehr frei zur Verfügung, sondern ist an den Zweck der Stiftung gebunden. Dieses Geld wird also effektiv gar nicht mehr vererbt, sondern aus der Vererbungsmasse entnommen und stellt kein Eigentum der Nachfahren dar. Stiftungen unterliegen strengen Regel – wie Trump und seine Familie mit den juristischen Verfahren um so genanntes „self dealing“ im Bundesstaat New York noch schmerzlich feststellen werden&#8221;</p>
<p>Reine Fiktion. Wer glaubt, dass diese Stiftungen tatsächlich von ihren Stiftern völlig unabhängig handelnde Rechtspersonen sind, ist hoffnungslos naiv. Schauen Sie sich doch die &#8220;Clinton Family Foundation&#8221; und die &#8220;Clinton Foundation&#8221; an, für die rein zufällig auch Töchterchen Chelsea Clinton im Board sitzt. Man könnte fast denken, die Versorgung der Familie sei Stiftungszweck, nicht wahr? </p>
<p>&#8220;Und was die Erbschaftssteuer angeht: die USA haben auf Bundesebene eine sehr vernünftige Erbschaftssteuer, nennt sich hier Estate Tax&#8230; die Erben eines Multimillionärs oder Milliardärs werden aber ordentlich zur Kasse gebeten. Ausnahmen bei Betriebsvermögen gibt es nicht. Eigentum verpflichtet.&#8221;</p>
<p>&#8220;Ordentlich zur Kasse gebeten&#8221; und &#8220;keine Ausnahmen&#8221;, soso. Wenn das stimmt, wieso betragen die Gesamteinnahmen auf US-Bundesebene bei der Erbschaftssteuer nur ungefähr läppische 20 Mrd. US-Dollar? Schauen Sie hier in Tabelle 2.5, wenn Sie mir nicht glauben: <a href="https://www.whitehouse.gov/omb/historical-tables/" rel="nofollow ugc">https://www.whitehouse.gov/omb/historical-tables/</a></p>
<p>Deutschland hat bei ziemlich genau 1/4 der Bevölkerung der USA sogar pro Kopf gerechnet höhere Einnahmen aus der Erbschafts- und Schenkungssteuer, nämlich ungefähr 6 Milliarden EUR pro Jahr. Kann es sein, dass Sie sich hier etwas vormachen? Die USA als leuchtendes Vermögenssteuer-Vorbild, das es so in Wirklichkeit gar nicht gibt? </p>
<p>&#8220;Vielleicht ist Ihnen einfach nur entgangen, dass der Staat langfristige Ausgaben hat, die sich nicht reduzieren lassen, weil Ansprüche auf diese Ausgaben in Gesetze gegossen wurden. Stichwort Rente, Pensionen, Krankenkassen, Pflegeversicherung usw.&#8221;</p>
<p>Wieder naives Denken. Sie können auch in ein Gesetz schreiben, dass es nie Stromausfall geben darf und sich dann einreden, dass Sie damit die &#8220;Energiewende&#8221; erfolgreich absolviert haben. Wenn dem Staat das Geld ausgeht und die Steuerschraube nicht mehr weiter gedreht werden kann, dann wird er zwangsläufig in Zukunft Erwartungen enttäuschen müssen. Das hat natürlich potentiell massive politische Konsequenzen, aber zu behaupten dass sich staatliche Ausgaben grundsätzlich &#8220;nicht reduzieren lassen&#8221;, ist einfach falsch. </p>
<p>Ein Beispiel: Versicherte in der Gesetzlichen Rentenversicherung in Deutschland haben rechtlich gesehen keine Ansprüche, die in Geld ausgedrückt werden. Die Ansprüche bestehen auf sogenannte &#8220;Rentenpunkte&#8221; (Entgeltpunkte), und wie viel ein Entgeltpunkt am Ende als monatliche Rente wert ist, regelt wiederum ein einfaches Gesetz. Na, bekommen Sie jetzt eine Idee, was der Staat tun könnte, um seine Rentenausgaben zu reduzieren?</p>
<p>&#8220;Dazu kommen Ausgaben, die einfach gemacht werden müssen: Infrastrukturmaßnahmen&#8221;</p>
<p>Das ist nun ein ganz, ganz schlechtes Beispiel, wenn wir über die aktuelle Situation in Deutschland reden. ;)</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Tobias W.		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/wie-spd-und-kuehnert-politik-fuer-reiche-besitzende-und-alte-machen/#comment-69776</link>

		<dc:creator><![CDATA[Tobias W.]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 May 2019 04:24:13 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterindenmedien&#038;p=14819#comment-69776</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/wie-spd-und-kuehnert-politik-fuer-reiche-besitzende-und-alte-machen/#comment-69718&quot;&gt;Tobias W.&lt;/a&gt;.

Korrektur: die Grundsteuerrate liegt bei zwischen einem halben und einem Prozent vom Immobilienwert - nicht 5 bis 10%.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/wie-spd-und-kuehnert-politik-fuer-reiche-besitzende-und-alte-machen/#comment-69718">Tobias W.</a>.</p>
<p>Korrektur: die Grundsteuerrate liegt bei zwischen einem halben und einem Prozent vom Immobilienwert &#8211; nicht 5 bis 10%.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Tobias W.		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/wie-spd-und-kuehnert-politik-fuer-reiche-besitzende-und-alte-machen/#comment-69774</link>

		<dc:creator><![CDATA[Tobias W.]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 May 2019 03:46:34 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterindenmedien&#038;p=14819#comment-69774</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/wie-spd-und-kuehnert-politik-fuer-reiche-besitzende-und-alte-machen/#comment-69718&quot;&gt;Tobias W.&lt;/a&gt;.

Herr Ott,

Sie zu überraschen, ist nicht schwer, insbesondere was die Steuerverhältnisse in den USA angeht, mit denen Sie offensichtlich nicht im geringsten vertraut sind.

Die USA haben sehr niedrige Einkommenssteuern (auf Bundesebene, viele Bundesstaaten haben zusätzlich hohe Einkommenssteuern), aber Eigentum wird in den USA stärker besteuert als in Deutschland.

Meine effektive Steuerrate (federal, unser Bundesstaat hat keine eigene Einkommenssteuer) auf mein Einkommen (Gehalt, Boni, Kapitalerträge) betrug im letzten Jahr weniger als 20% (inklusive Social Security) für ein Einkommen von mehr als USD300.000. Wir sind Hausbesitzer und zahlen jeden Monat knapp USD500 Grundsteuer. Die Grundsteuer wird vom Bezirk erhoben und fließt zu mehr als 50% in den lokalen Schulbezirk. Grob über den Daumen gepeilt kann man sagen, dass eine Immobilie in unserem Bundesstaat pro Jahr 5 bis 10% Steuern (nach Bezirk und Lage) vom aktuellen Immobilienwert kostet. Ja, Eigentum verpflichtet und ich finde das gut.

Und was die Erbschaftssteuer angeht: die USA haben auf Bundesebene eine sehr vernünftige Erbschaftssteuer, nennt sich hier Estate Tax. Dazu erheben einige Bundesstaaten zusätzlich ihre eigene Erbschaftssteuer, die kumulativ bezahlt wird.

Ab dem ersten zu versteuernden Dollar werden 18% fällig, ab jedem weiteren Dollar über USD10.000 steigt der Satz auf 20% und mit weiteren Stufen auf 40% für jeden Dollar über einer Million USD Vermögenswert. Für jedes Jahr werden hohe Freibeträge gestattet, für 2017 lag der Wert bei knapp 5,5 Millionen USD, für 2018 bei 11,2 Millionen USD. Omas Haus bleibt also verschont (es sei denn sie hat eine 20 Millionen USD Villa in den Beverly Hills), die Erben eines Multimillionärs oder Milliardärs werden aber ordentlich zur Kasse gebeten. Ausnahmen bei Betriebsvermögen gibt es nicht. Eigentum verpflichtet.

Und Ihre Behauptung, dass Superreiche die Estate Tax umgehen, indem sie das Geld in Stiftungen überführen: so ein hirnverbrannter Unsinn. Geld in Stiftungen steht den Nachkommen nicht mehr frei zur Verfügung, sondern ist an den Zweck der Stiftung gebunden. Dieses Geld wird also effektiv gar nicht mehr vererbt, sondern aus der Vererbungsmasse entnommen und stellt kein Eigentum der Nachfahren dar. Stiftungen unterliegen strengen Regel - wie Trump und seine Familie mit den juristischen Verfahren um so genanntes &quot;self dealing&quot; im Bundesstaat New York noch schmerzlich feststellen werden.

Andere Steuern, die eher kleine und mittlere Einkommen betreffen, sind ebenfalls niedriger: die Mehrwertsteuer in unserem Staat liegt bei 10%, Energie (Strom, Sprit) sind deutlich billiger als in Deutschland.

Übrigens: Steuerflucht aus den USA ist keine Option zur Steuervermeidung. US Amerikaner und Permanent Residents (Green Card) sind in den USA mit ihrem weltweiten Einkommen und Vermögen steuerpflichtig, egal wo sie wohnen. Wer seine Staatsangehörigkeit oder Green Card aufgibt und Vermögen aus den USA ausführt zahlt eine heftige Expatriation Tax. Vor der IRS gibt es kein Entrinnen.

Das US Steuersystem ist wesentlich gerechter im Sinn von &quot;Leistung muss sich lohnen&quot; als das deutsche Steuersystem, das fast alle Lasten mit hohen Steuersätzen auf die kleinen und mittleren Erwerbseinkommen legt, während Vermögen und Vermögensverkehr wie aus Zauberhand vollkommen unangetastet bleiben. Aus diesem Grund (und den höheren Bruttogehältern und dem hohen Lebensstandard) sind die USA auch das hauptsächliche Zielland für Auswanderer aus Deutschland, die ihr Leben auf Basis von eigener Leistungsfähigkeit führen.

--

Mir ist außerdem aufgefallen, dass Sie Herrn Stelters Beiträge wahrscheinlich nicht aufmerksam genug lesen. Sie schreiben, dass der &quot;Staat auch seine Ausgaben reduzieren könnte.&quot; Vielleicht ist Ihnen einfach nur entgangen, dass der Staat langfristige Ausgaben hat, die sich nicht reduzieren lassen, weil Ansprüche auf diese Ausgaben in Gesetze gegossen wurden. Stichwort Rente, Pensionen, Krankenkassen, Pflegeversicherung usw. - alles Sozialsysteme, die ohne Steuermittel und nur mit ihren Beiträgen nicht mehr auskommen, weil die GroKo in den letzten 16 Jahren fleißig Wahlgeschenke verteilt hat, die man nicht einfach einstellen kann. Dazu kommen Ausgaben, die einfach gemacht werden müssen: Infrastrukturmaßnahmen, Kosten zur Bewältigung einer misslungenen Migrationspolitik oder wahlweise Kosten zur Schließung der EU Außengrenze usw. - Die minimalen Ausgaben des Staates stehen längst fest, Herr Ott. Und diese Verpflichtungen übersteigen das Einnahmepotential aus der heutigen Belastungsbasis, die hauptsächlich aus Erwerbsfähigen besteht. Ohne weitere Belastungsbasis wird es also nicht gehen - es sei denn man schraubt die Steuerschraube für Erwerbseinkommen noch höher - dann bekomme ich hier in den USA noch mehr deutsche Gesellschaft.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/wie-spd-und-kuehnert-politik-fuer-reiche-besitzende-und-alte-machen/#comment-69718">Tobias W.</a>.</p>
<p>Herr Ott,</p>
<p>Sie zu überraschen, ist nicht schwer, insbesondere was die Steuerverhältnisse in den USA angeht, mit denen Sie offensichtlich nicht im geringsten vertraut sind.</p>
<p>Die USA haben sehr niedrige Einkommenssteuern (auf Bundesebene, viele Bundesstaaten haben zusätzlich hohe Einkommenssteuern), aber Eigentum wird in den USA stärker besteuert als in Deutschland.</p>
<p>Meine effektive Steuerrate (federal, unser Bundesstaat hat keine eigene Einkommenssteuer) auf mein Einkommen (Gehalt, Boni, Kapitalerträge) betrug im letzten Jahr weniger als 20% (inklusive Social Security) für ein Einkommen von mehr als USD300.000. Wir sind Hausbesitzer und zahlen jeden Monat knapp USD500 Grundsteuer. Die Grundsteuer wird vom Bezirk erhoben und fließt zu mehr als 50% in den lokalen Schulbezirk. Grob über den Daumen gepeilt kann man sagen, dass eine Immobilie in unserem Bundesstaat pro Jahr 5 bis 10% Steuern (nach Bezirk und Lage) vom aktuellen Immobilienwert kostet. Ja, Eigentum verpflichtet und ich finde das gut.</p>
<p>Und was die Erbschaftssteuer angeht: die USA haben auf Bundesebene eine sehr vernünftige Erbschaftssteuer, nennt sich hier Estate Tax. Dazu erheben einige Bundesstaaten zusätzlich ihre eigene Erbschaftssteuer, die kumulativ bezahlt wird.</p>
<p>Ab dem ersten zu versteuernden Dollar werden 18% fällig, ab jedem weiteren Dollar über USD10.000 steigt der Satz auf 20% und mit weiteren Stufen auf 40% für jeden Dollar über einer Million USD Vermögenswert. Für jedes Jahr werden hohe Freibeträge gestattet, für 2017 lag der Wert bei knapp 5,5 Millionen USD, für 2018 bei 11,2 Millionen USD. Omas Haus bleibt also verschont (es sei denn sie hat eine 20 Millionen USD Villa in den Beverly Hills), die Erben eines Multimillionärs oder Milliardärs werden aber ordentlich zur Kasse gebeten. Ausnahmen bei Betriebsvermögen gibt es nicht. Eigentum verpflichtet.</p>
<p>Und Ihre Behauptung, dass Superreiche die Estate Tax umgehen, indem sie das Geld in Stiftungen überführen: so ein hirnverbrannter Unsinn. Geld in Stiftungen steht den Nachkommen nicht mehr frei zur Verfügung, sondern ist an den Zweck der Stiftung gebunden. Dieses Geld wird also effektiv gar nicht mehr vererbt, sondern aus der Vererbungsmasse entnommen und stellt kein Eigentum der Nachfahren dar. Stiftungen unterliegen strengen Regel &#8211; wie Trump und seine Familie mit den juristischen Verfahren um so genanntes &#8220;self dealing&#8221; im Bundesstaat New York noch schmerzlich feststellen werden.</p>
<p>Andere Steuern, die eher kleine und mittlere Einkommen betreffen, sind ebenfalls niedriger: die Mehrwertsteuer in unserem Staat liegt bei 10%, Energie (Strom, Sprit) sind deutlich billiger als in Deutschland.</p>
<p>Übrigens: Steuerflucht aus den USA ist keine Option zur Steuervermeidung. US Amerikaner und Permanent Residents (Green Card) sind in den USA mit ihrem weltweiten Einkommen und Vermögen steuerpflichtig, egal wo sie wohnen. Wer seine Staatsangehörigkeit oder Green Card aufgibt und Vermögen aus den USA ausführt zahlt eine heftige Expatriation Tax. Vor der IRS gibt es kein Entrinnen.</p>
<p>Das US Steuersystem ist wesentlich gerechter im Sinn von &#8220;Leistung muss sich lohnen&#8221; als das deutsche Steuersystem, das fast alle Lasten mit hohen Steuersätzen auf die kleinen und mittleren Erwerbseinkommen legt, während Vermögen und Vermögensverkehr wie aus Zauberhand vollkommen unangetastet bleiben. Aus diesem Grund (und den höheren Bruttogehältern und dem hohen Lebensstandard) sind die USA auch das hauptsächliche Zielland für Auswanderer aus Deutschland, die ihr Leben auf Basis von eigener Leistungsfähigkeit führen.</p>
<p>&#8212;</p>
<p>Mir ist außerdem aufgefallen, dass Sie Herrn Stelters Beiträge wahrscheinlich nicht aufmerksam genug lesen. Sie schreiben, dass der &#8220;Staat auch seine Ausgaben reduzieren könnte.&#8221; Vielleicht ist Ihnen einfach nur entgangen, dass der Staat langfristige Ausgaben hat, die sich nicht reduzieren lassen, weil Ansprüche auf diese Ausgaben in Gesetze gegossen wurden. Stichwort Rente, Pensionen, Krankenkassen, Pflegeversicherung usw. &#8211; alles Sozialsysteme, die ohne Steuermittel und nur mit ihren Beiträgen nicht mehr auskommen, weil die GroKo in den letzten 16 Jahren fleißig Wahlgeschenke verteilt hat, die man nicht einfach einstellen kann. Dazu kommen Ausgaben, die einfach gemacht werden müssen: Infrastrukturmaßnahmen, Kosten zur Bewältigung einer misslungenen Migrationspolitik oder wahlweise Kosten zur Schließung der EU Außengrenze usw. &#8211; Die minimalen Ausgaben des Staates stehen längst fest, Herr Ott. Und diese Verpflichtungen übersteigen das Einnahmepotential aus der heutigen Belastungsbasis, die hauptsächlich aus Erwerbsfähigen besteht. Ohne weitere Belastungsbasis wird es also nicht gehen &#8211; es sei denn man schraubt die Steuerschraube für Erwerbseinkommen noch höher &#8211; dann bekomme ich hier in den USA noch mehr deutsche Gesellschaft.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Richard Ott		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/wie-spd-und-kuehnert-politik-fuer-reiche-besitzende-und-alte-machen/#comment-69766</link>

		<dc:creator><![CDATA[Richard Ott]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 May 2019 22:58:32 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterindenmedien&#038;p=14819#comment-69766</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/wie-spd-und-kuehnert-politik-fuer-reiche-besitzende-und-alte-machen/#comment-69718&quot;&gt;Tobias W.&lt;/a&gt;.

@Tobias W. 

&quot;Ich war einer davon, wir leben seit drei Jahren in den USA.&quot;

Jetzt überraschen Sie mich. Wäre es bei Ihren grundsätzlichen Auffassungen nicht besser gewesen, in ein Land mit schön hohen Steuern (&quot;Eigentum verpflichtet&quot;) und hoher Staatsquote auszuwandern, wie zum Beispiel Schweden oder Belgien? Oder wollen Sie nur links reden und rechts leben? 

&quot;Es bleibt also nur die stärkere Belastung von Vermögen und Vermögensverkehr. Und dieser Schluss ist folgerichtig, denn die Steuern auf diese beiden Größen sind tatsächlich so klein, dass man sie mit der Lupe suchen muss. Das Bundesverfassungsgericht hat das übrigens mehrfach angemahnt, sowohl bei der Grundsteuer als auch bei der Erbschaftssteuer.&quot;

Stimmt nicht. Das Bundesverfassungsgericht hat geurteilt, dass die Erhebungsmethode der Grundsteuer mit den uralten Einheitswerten zur Steuerbemessung verfassungswidrig ist und geändert werden muss. Über die Höhe einzelner Steuern sagt das gar nichts aus, und zu entscheiden welche Steuer wie hoch sein soll liegt per se auch nicht in der Zuständigkeit des Gerichts, das ist Aufgabe der Legislative. Die könnte das Urteil zum Beispiel auch dadurch umsetzen, dass man die Grundsteuer ersatzlos streicht. 

&quot;Für mich ist diese Situation ungerecht und entspricht auch nicht dem Grundgedanken des Grundgesetz (Eigentum verpflichtet).&quot;

Sie meinen, der Grundsatz der Sozialpflichtigkeit des Eigentums muss dadurch umgesetzt werden, dass auf das Eigentum hohe Steuern gezahlt werden? Eine gewagte These! Dazu gibt es übrigens das meines Wissens einzige Urteil des Verfassungsgerichts, das sich auch mit zulässigen Besteuerungshöhen befasst und bis heftig umstritten ist, weil Verfassungsrichter ja zunehmend nach Parteibuch und Linientreue und nicht nach Kompetenz ernannt werden: 

Aus dem BVerfG-Beschluß vom 22.6.1995 (2 BvL 37/91)
&quot;Die Vermögensteuer darf zu den übrigen Steuern auf den Ertrag nur hinzutreten, soweit die steuerliche Gesamtbelastung des Sollertrages bei typisierender Betrachtung von Einnahmen, abziehbaren Aufwendungen und sonstigen Entlastungen in der Nähe einer hälftigen Teilung zwischen privater und öffentlicher Hand verbleibt.&quot;
http://www.bfh.simons-moll.de/bfh_1995/XX950655.HTM
 
&quot;Die demografische Entwicklung sorgt für ein drastisches Schrumpfen der Erwerbsbevölkerung. Der Staat wird das daraus resultierende Schrumpfen der Steuereinnahmen irgendwie kompensieren müssen.&quot;

Der Staat könnte auch seine Ausgaben reduzieren. Eine total ketzerische Idee, ich weiß. 

Noch eine abschließende Frage, basierend auf Ihren Erfahrungen aus den USA: Wie kommen Sie überhaupt auf die Idee, dass Sie mit einer Erbschaftssteuer mehr von dem erreichen können, was Sie unter &quot;Leistungsgerechtigkeit&quot; verstehen? Die Superreichen in den USA umgehen doch alle die Erbschaftssteuer, indem sie ihr Vermögen schon zu Lebzeiten in von ihnen kontrollierte Stiftungen einbringen. Was soll das ganze also?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/wie-spd-und-kuehnert-politik-fuer-reiche-besitzende-und-alte-machen/#comment-69718">Tobias W.</a>.</p>
<p>@Tobias W. </p>
<p>&#8220;Ich war einer davon, wir leben seit drei Jahren in den USA.&#8221;</p>
<p>Jetzt überraschen Sie mich. Wäre es bei Ihren grundsätzlichen Auffassungen nicht besser gewesen, in ein Land mit schön hohen Steuern (&#8220;Eigentum verpflichtet&#8221;) und hoher Staatsquote auszuwandern, wie zum Beispiel Schweden oder Belgien? Oder wollen Sie nur links reden und rechts leben? </p>
<p>&#8220;Es bleibt also nur die stärkere Belastung von Vermögen und Vermögensverkehr. Und dieser Schluss ist folgerichtig, denn die Steuern auf diese beiden Größen sind tatsächlich so klein, dass man sie mit der Lupe suchen muss. Das Bundesverfassungsgericht hat das übrigens mehrfach angemahnt, sowohl bei der Grundsteuer als auch bei der Erbschaftssteuer.&#8221;</p>
<p>Stimmt nicht. Das Bundesverfassungsgericht hat geurteilt, dass die Erhebungsmethode der Grundsteuer mit den uralten Einheitswerten zur Steuerbemessung verfassungswidrig ist und geändert werden muss. Über die Höhe einzelner Steuern sagt das gar nichts aus, und zu entscheiden welche Steuer wie hoch sein soll liegt per se auch nicht in der Zuständigkeit des Gerichts, das ist Aufgabe der Legislative. Die könnte das Urteil zum Beispiel auch dadurch umsetzen, dass man die Grundsteuer ersatzlos streicht. </p>
<p>&#8220;Für mich ist diese Situation ungerecht und entspricht auch nicht dem Grundgedanken des Grundgesetz (Eigentum verpflichtet).&#8221;</p>
<p>Sie meinen, der Grundsatz der Sozialpflichtigkeit des Eigentums muss dadurch umgesetzt werden, dass auf das Eigentum hohe Steuern gezahlt werden? Eine gewagte These! Dazu gibt es übrigens das meines Wissens einzige Urteil des Verfassungsgerichts, das sich auch mit zulässigen Besteuerungshöhen befasst und bis heftig umstritten ist, weil Verfassungsrichter ja zunehmend nach Parteibuch und Linientreue und nicht nach Kompetenz ernannt werden: </p>
<p>Aus dem BVerfG-Beschluß vom 22.6.1995 (2 BvL 37/91)<br />
&#8220;Die Vermögensteuer darf zu den übrigen Steuern auf den Ertrag nur hinzutreten, soweit die steuerliche Gesamtbelastung des Sollertrages bei typisierender Betrachtung von Einnahmen, abziehbaren Aufwendungen und sonstigen Entlastungen in der Nähe einer hälftigen Teilung zwischen privater und öffentlicher Hand verbleibt.&#8221;<br />
<a href="http://www.bfh.simons-moll.de/bfh_1995/XX950655.HTM" rel="nofollow ugc">http://www.bfh.simons-moll.de/bfh_1995/XX950655.HTM</a></p>
<p>&#8220;Die demografische Entwicklung sorgt für ein drastisches Schrumpfen der Erwerbsbevölkerung. Der Staat wird das daraus resultierende Schrumpfen der Steuereinnahmen irgendwie kompensieren müssen.&#8221;</p>
<p>Der Staat könnte auch seine Ausgaben reduzieren. Eine total ketzerische Idee, ich weiß. </p>
<p>Noch eine abschließende Frage, basierend auf Ihren Erfahrungen aus den USA: Wie kommen Sie überhaupt auf die Idee, dass Sie mit einer Erbschaftssteuer mehr von dem erreichen können, was Sie unter &#8220;Leistungsgerechtigkeit&#8221; verstehen? Die Superreichen in den USA umgehen doch alle die Erbschaftssteuer, indem sie ihr Vermögen schon zu Lebzeiten in von ihnen kontrollierte Stiftungen einbringen. Was soll das ganze also?</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Tobias W.		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/wie-spd-und-kuehnert-politik-fuer-reiche-besitzende-und-alte-machen/#comment-69765</link>

		<dc:creator><![CDATA[Tobias W.]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 May 2019 22:27:17 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterindenmedien&#038;p=14819#comment-69765</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/wie-spd-und-kuehnert-politik-fuer-reiche-besitzende-und-alte-machen/#comment-69718&quot;&gt;Tobias W.&lt;/a&gt;.

Herr Ott, Sie begreifen es nicht. Frau Bahlsen und ihre ungeschickten Äußerungen verdeutlichen das Problem, sind aber nicht der Grund für meine Äußerungen.

Die politische Akzeptanz für das jetzige Steuersystem, in dem Erwerbseinkommen nirgendwo im OECD Vergleich (außer in Belgien) so hoch mit Steuern und Abgaben belegt werden wie in Deutschland, ist heute schon nicht mehr gegeben. Die Abwanderungszahlen aus Deutschland belegen das. Die Hochqualifizierten rennen Deutschland jedes Jahr zu zehntausenden davon, weil sie im Ausland Brutto und Netto mehr verdienen können. [Ich war einer davon, wir leben seit drei Jahren in den USA.]

Es muss sich also etwas drastisch an der Belastung von Erwerbseinkommen ändern. Wenn man die Steuereinnahmen stabil halten will und keine neue Schulden aufnimmt während man die Steuern für Erwerbseinkommen senkt, muss man sie an anderer Stelle erhöhen. So gut wie alle Verbrauchssteuern (Mehrwertsteuer, Energie usw.) sind ebenfalls schon viel zu hoch in Deutschland und treffen vor allem die unteren und mittleren Einkommen verhältnismäßig stark. Unternehmenssteuern sollte man auch nicht über alle Maßen erhöhen. Es bleibt also nur die stärkere Belastung von Vermögen und Vermögensverkehr. Und dieser Schluss ist folgerichtig, denn die Steuern auf diese beiden Größen sind tatsächlich so klein, dass man sie mit der Lupe suchen muss. Das Bundesverfassungsgericht hat das übrigens mehrfach angemahnt, sowohl bei der Grundsteuer als auch bei der Erbschaftssteuer.

Für mich gibt es hier drei gute Argumente, die für eine Verschiebung der Steuerlast von Einkommen auf Eigentum sprechen:

1. Es ist eine Frage der Leistungsgerechtigkeit. Ich habe genug Beispiele genannt (Sie nennen das Framing, haben aber keine echten Argumente dagegen - beantworten Sie doch bitte mal beispielsweise meine Fragen zur Leistung des beruflichen Krankenpflegers!). Leistung muss sich lohnen. Eigentum verpflichtet. Man kann nicht Arbeitsleistung mit bis zu über 50% belasten während man den Vermögensverkehr beinahe vollkommen unangetastet lässt. Wer dieser Argumentation nicht folgen kann, dem kann ich auch nicht helfen - dann widersprechen wir uns in diesem Punkt. Für mich ist diese Situation ungerecht und entspricht auch nicht dem Grundgedanken des Grundgesetz (Eigentum verpflichtet).
2. Von niedrigeren Einkommenssteuern profitieren alle Erwerbsfähigen. Dass es keine nennenswerte Belastung von Vermögen und Vermögensverkehr gibt, nutzt dagegen nur verhältnismäßig wenigen. Eine Mehrheit der Bürger hätte eine bessere Chance, sich aus eigener Kraft Wohlstand aufzubauen, wenn man die Einkommenssteuern massiv senken könnte.
3. Es wird mittelfristig gar nicht anders gehen, als Vermögen und Vermögensverkehr stärker zu belasten. Die Erwerbsbevölkerung schrumpft in zweierlei Hinsicht. Die Besten verlassen Deutschland in Scharen, weil sie sich in Deutschland auf ihre Arbeitsleistung nicht mehr schröpfen lassen wollen. Die demografische Entwicklung sorgt für ein drastisches Schrumpfen der Erwerbsbevölkerung. Der Staat wird das daraus resultierende Schrumpfen der Steuereinnahmen irgendwie kompensieren müssen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/wie-spd-und-kuehnert-politik-fuer-reiche-besitzende-und-alte-machen/#comment-69718">Tobias W.</a>.</p>
<p>Herr Ott, Sie begreifen es nicht. Frau Bahlsen und ihre ungeschickten Äußerungen verdeutlichen das Problem, sind aber nicht der Grund für meine Äußerungen.</p>
<p>Die politische Akzeptanz für das jetzige Steuersystem, in dem Erwerbseinkommen nirgendwo im OECD Vergleich (außer in Belgien) so hoch mit Steuern und Abgaben belegt werden wie in Deutschland, ist heute schon nicht mehr gegeben. Die Abwanderungszahlen aus Deutschland belegen das. Die Hochqualifizierten rennen Deutschland jedes Jahr zu zehntausenden davon, weil sie im Ausland Brutto und Netto mehr verdienen können. [Ich war einer davon, wir leben seit drei Jahren in den USA.]</p>
<p>Es muss sich also etwas drastisch an der Belastung von Erwerbseinkommen ändern. Wenn man die Steuereinnahmen stabil halten will und keine neue Schulden aufnimmt während man die Steuern für Erwerbseinkommen senkt, muss man sie an anderer Stelle erhöhen. So gut wie alle Verbrauchssteuern (Mehrwertsteuer, Energie usw.) sind ebenfalls schon viel zu hoch in Deutschland und treffen vor allem die unteren und mittleren Einkommen verhältnismäßig stark. Unternehmenssteuern sollte man auch nicht über alle Maßen erhöhen. Es bleibt also nur die stärkere Belastung von Vermögen und Vermögensverkehr. Und dieser Schluss ist folgerichtig, denn die Steuern auf diese beiden Größen sind tatsächlich so klein, dass man sie mit der Lupe suchen muss. Das Bundesverfassungsgericht hat das übrigens mehrfach angemahnt, sowohl bei der Grundsteuer als auch bei der Erbschaftssteuer.</p>
<p>Für mich gibt es hier drei gute Argumente, die für eine Verschiebung der Steuerlast von Einkommen auf Eigentum sprechen:</p>
<p>1. Es ist eine Frage der Leistungsgerechtigkeit. Ich habe genug Beispiele genannt (Sie nennen das Framing, haben aber keine echten Argumente dagegen &#8211; beantworten Sie doch bitte mal beispielsweise meine Fragen zur Leistung des beruflichen Krankenpflegers!). Leistung muss sich lohnen. Eigentum verpflichtet. Man kann nicht Arbeitsleistung mit bis zu über 50% belasten während man den Vermögensverkehr beinahe vollkommen unangetastet lässt. Wer dieser Argumentation nicht folgen kann, dem kann ich auch nicht helfen &#8211; dann widersprechen wir uns in diesem Punkt. Für mich ist diese Situation ungerecht und entspricht auch nicht dem Grundgedanken des Grundgesetz (Eigentum verpflichtet).<br />
2. Von niedrigeren Einkommenssteuern profitieren alle Erwerbsfähigen. Dass es keine nennenswerte Belastung von Vermögen und Vermögensverkehr gibt, nutzt dagegen nur verhältnismäßig wenigen. Eine Mehrheit der Bürger hätte eine bessere Chance, sich aus eigener Kraft Wohlstand aufzubauen, wenn man die Einkommenssteuern massiv senken könnte.<br />
3. Es wird mittelfristig gar nicht anders gehen, als Vermögen und Vermögensverkehr stärker zu belasten. Die Erwerbsbevölkerung schrumpft in zweierlei Hinsicht. Die Besten verlassen Deutschland in Scharen, weil sie sich in Deutschland auf ihre Arbeitsleistung nicht mehr schröpfen lassen wollen. Die demografische Entwicklung sorgt für ein drastisches Schrumpfen der Erwerbsbevölkerung. Der Staat wird das daraus resultierende Schrumpfen der Steuereinnahmen irgendwie kompensieren müssen.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Richard Ott		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/wie-spd-und-kuehnert-politik-fuer-reiche-besitzende-und-alte-machen/#comment-69763</link>

		<dc:creator><![CDATA[Richard Ott]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 May 2019 20:01:19 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterindenmedien&#038;p=14819#comment-69763</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/wie-spd-und-kuehnert-politik-fuer-reiche-besitzende-und-alte-machen/#comment-69718&quot;&gt;Tobias W.&lt;/a&gt;.

@Tobias W. 

Jetzt verstehe ich Sie: Sie haben sich über die Rede der Erbin einer Keks-Firma aufgeregt und wollen deshalb aus Zorn an einem System herumschrauben, das Sie selbst überhaupt nicht begreifen. 

&quot;Den Dreisatz zur Steuerschätzung unter Einbezug der 400 Milliarden EUR, die jedes Jahr weitgehend steuerfrei vererbt werden, können Sie doch selbst lösen, oder? Die Konstante ist ein Steueraufkommen von 108 Milliarden EUR (Einkommenssteuer und Soli) + 6 Milliarden aus Erbschaften, die Einnahmen dürfen also nicht unter 114 Milliarden EUR sinken. Nun nehmen Sie die 400 Milliarden EUR, die jedes Jahr vererbt werden und addieren die zu besteuernden Bruttoeinkommen der 45 Millionen Erwerbstätigen dazu. Man muss kein Mathegenie sein, um grob überschlagen zu können, dass man die Einkommenssteuern deutlich senken könnte, wenn man den gleichen Satz auf beides anwendet.&quot;

Ihre Vorschlag, das per Dreisatz auszurechnen, ist niedlich aber falsch. Die Einkommenssteuersätze in Deutschland sind nämlich progressiv und nicht linear, und außerdem gibt es Freibeträge und viele verschiedene Abzugstatbestände, die dazu führen, dass das &quot;zu versteuernde Einkommen&quot; (&quot;zvE&quot; - schon mal in einem Einkommensteuerbescheid gelesen?) in fast allen Fällen unter dem tatsächlich erzielten Einkommen liegt. Da müssen wir uns schon eine Häufigkeitsverteilung der zvEs besorgen um vernünftig rechnen zu können.

Die Erbschaftssteuer wiederum ist zwar linear, aber der Steuersatz hängt davon ab, in welchem Verwandtschaftsverhältnis Erblasser und Erbe stehen - und auch hier gibt es wieder Freibeträge in teils erheblicher Höhe, für erbende Ehepartner zum Beispiel 500.000 EUR. Je nachdem, was Sie mit diesen Freibeträgen machen wollen, was Sie in Ihrer groben Skizze einer Idee für Ihr gefordertes Steuersytem mit noch gar keinem Wort erwähnt haben, könnte Ihre angeblich &quot;leistungsgerechtere&quot; Besteuerung zu extrem unpopulären Konsequenzen führen, wie zum Beispiel dass eine erbende Witwe das bisher gemeinsam mit dem Ehemann genutzte Haus verkaufen und umziehen muss, weil sie die Erbschaftssteuer nicht aus ihrem liquiden Vermögen bezahlen kann. 

Davon abgesehen: Wieso soll ich eigentlich Ihre Arbeit machen? Sie fordern eine Änderung des Steuersystems, also rechnen Sie selbst die nötigen Steuersätze, Freibeträge und Progressionsverläufe aus, falls Sie das schaffen - was ich mittlerweile bezweifle. 

Und zum Thema Besteuerung von bereits versteuertem Einkommen: Klar, Sie können es auch machen wie der Finanzminister bei der Energiesteuer oder der EEG-Abgabe, auf die jeweils nochmal Mehrwertsteuer fällig werden. Rechtlich steht dem grundsätzlich nichts entgegen, aber wenn Sie es überziehen, sinkt die politische Akzeptanz für Ihre Besteuerungsideen doch erheblich. Schlimmstenfalls ziehen sich die auf diese Art Mehrfachbesteuerten (sie würden sich wahrscheinlich eher &quot;Abgezockte&quot; nennen) dann gelbe Warnwesten an und nehmen zum Beispiel die Mauthäuschen auseinander, in denen die staatlichen Steuereintreiber sitzen und Ihre Idee der &quot;Leistungsgerechtigkeit&quot; umsetzen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/wie-spd-und-kuehnert-politik-fuer-reiche-besitzende-und-alte-machen/#comment-69718">Tobias W.</a>.</p>
<p>@Tobias W. </p>
<p>Jetzt verstehe ich Sie: Sie haben sich über die Rede der Erbin einer Keks-Firma aufgeregt und wollen deshalb aus Zorn an einem System herumschrauben, das Sie selbst überhaupt nicht begreifen. </p>
<p>&#8220;Den Dreisatz zur Steuerschätzung unter Einbezug der 400 Milliarden EUR, die jedes Jahr weitgehend steuerfrei vererbt werden, können Sie doch selbst lösen, oder? Die Konstante ist ein Steueraufkommen von 108 Milliarden EUR (Einkommenssteuer und Soli) + 6 Milliarden aus Erbschaften, die Einnahmen dürfen also nicht unter 114 Milliarden EUR sinken. Nun nehmen Sie die 400 Milliarden EUR, die jedes Jahr vererbt werden und addieren die zu besteuernden Bruttoeinkommen der 45 Millionen Erwerbstätigen dazu. Man muss kein Mathegenie sein, um grob überschlagen zu können, dass man die Einkommenssteuern deutlich senken könnte, wenn man den gleichen Satz auf beides anwendet.&#8221;</p>
<p>Ihre Vorschlag, das per Dreisatz auszurechnen, ist niedlich aber falsch. Die Einkommenssteuersätze in Deutschland sind nämlich progressiv und nicht linear, und außerdem gibt es Freibeträge und viele verschiedene Abzugstatbestände, die dazu führen, dass das &#8220;zu versteuernde Einkommen&#8221; (&#8220;zvE&#8221; &#8211; schon mal in einem Einkommensteuerbescheid gelesen?) in fast allen Fällen unter dem tatsächlich erzielten Einkommen liegt. Da müssen wir uns schon eine Häufigkeitsverteilung der zvEs besorgen um vernünftig rechnen zu können.</p>
<p>Die Erbschaftssteuer wiederum ist zwar linear, aber der Steuersatz hängt davon ab, in welchem Verwandtschaftsverhältnis Erblasser und Erbe stehen &#8211; und auch hier gibt es wieder Freibeträge in teils erheblicher Höhe, für erbende Ehepartner zum Beispiel 500.000 EUR. Je nachdem, was Sie mit diesen Freibeträgen machen wollen, was Sie in Ihrer groben Skizze einer Idee für Ihr gefordertes Steuersytem mit noch gar keinem Wort erwähnt haben, könnte Ihre angeblich &#8220;leistungsgerechtere&#8221; Besteuerung zu extrem unpopulären Konsequenzen führen, wie zum Beispiel dass eine erbende Witwe das bisher gemeinsam mit dem Ehemann genutzte Haus verkaufen und umziehen muss, weil sie die Erbschaftssteuer nicht aus ihrem liquiden Vermögen bezahlen kann. </p>
<p>Davon abgesehen: Wieso soll ich eigentlich Ihre Arbeit machen? Sie fordern eine Änderung des Steuersystems, also rechnen Sie selbst die nötigen Steuersätze, Freibeträge und Progressionsverläufe aus, falls Sie das schaffen &#8211; was ich mittlerweile bezweifle. </p>
<p>Und zum Thema Besteuerung von bereits versteuertem Einkommen: Klar, Sie können es auch machen wie der Finanzminister bei der Energiesteuer oder der EEG-Abgabe, auf die jeweils nochmal Mehrwertsteuer fällig werden. Rechtlich steht dem grundsätzlich nichts entgegen, aber wenn Sie es überziehen, sinkt die politische Akzeptanz für Ihre Besteuerungsideen doch erheblich. Schlimmstenfalls ziehen sich die auf diese Art Mehrfachbesteuerten (sie würden sich wahrscheinlich eher &#8220;Abgezockte&#8221; nennen) dann gelbe Warnwesten an und nehmen zum Beispiel die Mauthäuschen auseinander, in denen die staatlichen Steuereintreiber sitzen und Ihre Idee der &#8220;Leistungsgerechtigkeit&#8221; umsetzen.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: JürgenP		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/wie-spd-und-kuehnert-politik-fuer-reiche-besitzende-und-alte-machen/#comment-69757</link>

		<dc:creator><![CDATA[JürgenP]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 May 2019 18:52:17 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterindenmedien&#038;p=14819#comment-69757</guid>

					<description><![CDATA[Im Text von Dr. Stelter wird mehrfach der Begriff „Komplex“ zur Erläuterung des Sachinhaltes verwendet. Folgende Anmerkungen dazu:

[1] „Das Problem dabei: Die Welt ist deutlich komplexer als es sie von Politikern der SPD aber auch anderer Parteien wahrgenommen wird“.

Die Welt ist „komplex“, genauer die Zusammenhänge / Vernetzungen sind komplex. Der Komplexitätsgrad spielt im Grunde keine Rolle. Denn: Kommunikations- und Verhaltensmuster von Politikern und deren Sprachrohre (Medien) sind so konditioniert, als sei die Welt lediglich „kompliziert“. Das ist eine Folge von Betrachtungsweisen der Umwelt, die auf das Denken mit zweiwertiger Logik des Philosophen Aristoteles zurückzuführen sind (Wahr-Falsch, Hell-Dunkel usw.). 

Das Prinzip der Zweiwertigkeit als kognitives Vereinfachungs- und Idealisierungsprinzip ist nützlich, wenn wir uns als Menschen in der komplexen Umwelt zielgerichtet bewegen wollen. Diese Denkweise führt zu klaren Oppositionen und Alternativen. 

Zu betrachten ist die Denkweise allwöchentlich in Sendungen wie „Anne Will“ oder „Hart aber Fair“. 

Das Denkmuster ist aber erkenntnistheoretisch sehr problematisch, weil es sehr grobe Ordnungsraster und Kategorien erzeugt, die in der unterstellten Eindeutigkeit in der Realität nicht zu finden sind. Das bedeutet, die subjektiven Wirklichkeiten sind nicht identisch mit der Realität. 

Es bestehen folglich zwei Probleme: erstens das Nichtverstehen des Unterschiedes zwischen kompliziert und komplex in Bezug auf den Umgang mit „der Welt“, zweitens die Verwendung eines ungeeigneten Denkmusters zur Orientierung in einer komplexen Welt. 

Beides kann man niemanden zum Vorwurf machen, auch nicht Politikern, denn wir sind alle durch dieselbe Schule gegangen. Denkprinzipien und Schulsystem stammen aus einer Zeit, als man mit zweiwertiger Logik noch ganz gut über die Runden kam. Die Zeiten sind vorbei - außer für rechte oder linke Gesellen, die das Geschehen für sich nutzen wollen, indem sie die Realität mit einfachen Mustern „erklären“. Das trifft dummerweise auf das passende Denkmuster aus der Antike. 

[2] „Bei den wirklich komplexen Themen wie der Schaffung und Verteilung von Wohlstand in diesem Lande haben sie keinerlei Hemmungen, mit Einzelmaßnahmen in das System einzugreifen und damit immer mehr Schaden anzurichten.

Wie sollen Entscheider richtig handeln, wenn sie die zugrundeliegenden Prinzipien nicht kennen bzw. nicht verstanden haben und ihre „Lösungen“ der oben genannte Denkweise entstammen. Dieses Problem beschränkt sich keineswegs nur auf Politiker ...

[3] „Komplexe Systeme erfordern intelligente Antworten“.

Intelligente Antworten gibt es nur durch professionelle Anwendung von Erkenntnissen der Systemtheorie und Kybernetik. Nehmen wir mal die sog. St. Galler Schule als geeignete Wissensquelle. 

Ansonsten sind nur die Folgen zu erwarten, die in den Kapiteln so eindrucksvoll beschrieben sind: lauter katastrophale Fehlentwicklungen, bei denen sich der unvollendete BER noch als vergleichsweise unbedeutend herausnimmt.

Kein Mensch würde sich heute in ein Auto oder Flugzeug setzen, wenn dort in Punkto „Komplexitätsmanagement“ so unprofessionelles Handwerk geleistet würde, wie derzeit in der politischen Szene. Keine ABS-Bremse und keine Fluglage wäre sicher. Crashs wären genauso voraus programmiert, wie die wirtschaftlichen Desaster, von denen im Blog laufend die Rede ist..]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Text von Dr. Stelter wird mehrfach der Begriff „Komplex“ zur Erläuterung des Sachinhaltes verwendet. Folgende Anmerkungen dazu:</p>
<p>[1] „Das Problem dabei: Die Welt ist deutlich komplexer als es sie von Politikern der SPD aber auch anderer Parteien wahrgenommen wird“.</p>
<p>Die Welt ist „komplex“, genauer die Zusammenhänge / Vernetzungen sind komplex. Der Komplexitätsgrad spielt im Grunde keine Rolle. Denn: Kommunikations- und Verhaltensmuster von Politikern und deren Sprachrohre (Medien) sind so konditioniert, als sei die Welt lediglich „kompliziert“. Das ist eine Folge von Betrachtungsweisen der Umwelt, die auf das Denken mit zweiwertiger Logik des Philosophen Aristoteles zurückzuführen sind (Wahr-Falsch, Hell-Dunkel usw.). </p>
<p>Das Prinzip der Zweiwertigkeit als kognitives Vereinfachungs- und Idealisierungsprinzip ist nützlich, wenn wir uns als Menschen in der komplexen Umwelt zielgerichtet bewegen wollen. Diese Denkweise führt zu klaren Oppositionen und Alternativen. </p>
<p>Zu betrachten ist die Denkweise allwöchentlich in Sendungen wie „Anne Will“ oder „Hart aber Fair“. </p>
<p>Das Denkmuster ist aber erkenntnistheoretisch sehr problematisch, weil es sehr grobe Ordnungsraster und Kategorien erzeugt, die in der unterstellten Eindeutigkeit in der Realität nicht zu finden sind. Das bedeutet, die subjektiven Wirklichkeiten sind nicht identisch mit der Realität. </p>
<p>Es bestehen folglich zwei Probleme: erstens das Nichtverstehen des Unterschiedes zwischen kompliziert und komplex in Bezug auf den Umgang mit „der Welt“, zweitens die Verwendung eines ungeeigneten Denkmusters zur Orientierung in einer komplexen Welt. </p>
<p>Beides kann man niemanden zum Vorwurf machen, auch nicht Politikern, denn wir sind alle durch dieselbe Schule gegangen. Denkprinzipien und Schulsystem stammen aus einer Zeit, als man mit zweiwertiger Logik noch ganz gut über die Runden kam. Die Zeiten sind vorbei &#8211; außer für rechte oder linke Gesellen, die das Geschehen für sich nutzen wollen, indem sie die Realität mit einfachen Mustern „erklären“. Das trifft dummerweise auf das passende Denkmuster aus der Antike. </p>
<p>[2] „Bei den wirklich komplexen Themen wie der Schaffung und Verteilung von Wohlstand in diesem Lande haben sie keinerlei Hemmungen, mit Einzelmaßnahmen in das System einzugreifen und damit immer mehr Schaden anzurichten.</p>
<p>Wie sollen Entscheider richtig handeln, wenn sie die zugrundeliegenden Prinzipien nicht kennen bzw. nicht verstanden haben und ihre „Lösungen“ der oben genannte Denkweise entstammen. Dieses Problem beschränkt sich keineswegs nur auf Politiker &#8230;</p>
<p>[3] „Komplexe Systeme erfordern intelligente Antworten“.</p>
<p>Intelligente Antworten gibt es nur durch professionelle Anwendung von Erkenntnissen der Systemtheorie und Kybernetik. Nehmen wir mal die sog. St. Galler Schule als geeignete Wissensquelle. </p>
<p>Ansonsten sind nur die Folgen zu erwarten, die in den Kapiteln so eindrucksvoll beschrieben sind: lauter katastrophale Fehlentwicklungen, bei denen sich der unvollendete BER noch als vergleichsweise unbedeutend herausnimmt.</p>
<p>Kein Mensch würde sich heute in ein Auto oder Flugzeug setzen, wenn dort in Punkto „Komplexitätsmanagement“ so unprofessionelles Handwerk geleistet würde, wie derzeit in der politischen Szene. Keine ABS-Bremse und keine Fluglage wäre sicher. Crashs wären genauso voraus programmiert, wie die wirtschaftlichen Desaster, von denen im Blog laufend die Rede ist..</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Richard Ott		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/wie-spd-und-kuehnert-politik-fuer-reiche-besitzende-und-alte-machen/#comment-69726</link>

		<dc:creator><![CDATA[Richard Ott]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 May 2019 08:52:35 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterindenmedien&#038;p=14819#comment-69726</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/wie-spd-und-kuehnert-politik-fuer-reiche-besitzende-und-alte-machen/#comment-69718&quot;&gt;Tobias W.&lt;/a&gt;.

@Peter Pan

Mal wieder die Nazi-Keule, sonst fällt Ihnen nichts Gescheites ein? Sie tun mir echt leid. Ja, ja, schon klar, in den Wahnvorstellungen Linksradikaler erscheine ich als kapitalistischer Nationalsozialist, und außerdem noch als Klima-Ketzer - und, vergessen Sie nicht, ich leugne zudem noch die Göttlichkeit Gretas. So ein böser Mensch!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/wie-spd-und-kuehnert-politik-fuer-reiche-besitzende-und-alte-machen/#comment-69718">Tobias W.</a>.</p>
<p>@Peter Pan</p>
<p>Mal wieder die Nazi-Keule, sonst fällt Ihnen nichts Gescheites ein? Sie tun mir echt leid. Ja, ja, schon klar, in den Wahnvorstellungen Linksradikaler erscheine ich als kapitalistischer Nationalsozialist, und außerdem noch als Klima-Ketzer &#8211; und, vergessen Sie nicht, ich leugne zudem noch die Göttlichkeit Gretas. So ein böser Mensch!</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Peter Pan		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/wie-spd-und-kuehnert-politik-fuer-reiche-besitzende-und-alte-machen/#comment-69723</link>

		<dc:creator><![CDATA[Peter Pan]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 May 2019 08:23:23 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterindenmedien&#038;p=14819#comment-69723</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/wie-spd-und-kuehnert-politik-fuer-reiche-besitzende-und-alte-machen/#comment-69718&quot;&gt;Tobias W.&lt;/a&gt;.

Was erwarten Sie? Herr Ott ist, nach eigenen hier platzierten Statements zu urteilen, stolz darauf, wenn er Mitmenschen „triggert“ oder wenn er von Mitmenschen als Nazi bezeichnet wird. Erleichtert die Einordnung der „Persönlichkeit“ ganz ungemein.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/wie-spd-und-kuehnert-politik-fuer-reiche-besitzende-und-alte-machen/#comment-69718">Tobias W.</a>.</p>
<p>Was erwarten Sie? Herr Ott ist, nach eigenen hier platzierten Statements zu urteilen, stolz darauf, wenn er Mitmenschen „triggert“ oder wenn er von Mitmenschen als Nazi bezeichnet wird. Erleichtert die Einordnung der „Persönlichkeit“ ganz ungemein.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Tobias W.		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/wie-spd-und-kuehnert-politik-fuer-reiche-besitzende-und-alte-machen/#comment-69722</link>

		<dc:creator><![CDATA[Tobias W.]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 May 2019 08:23:19 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterindenmedien&#038;p=14819#comment-69722</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/wie-spd-und-kuehnert-politik-fuer-reiche-besitzende-und-alte-machen/#comment-69718&quot;&gt;Tobias W.&lt;/a&gt;.

Herr Ott,

über die leistungsgerechte Bezahlung entscheidet der Markt und seine Regeln - wenn man ihn lässt. Dass das nicht für alle nachvollziehbar ist, nun ja, daran kann man nichts ändern. Erstens ist der Markt nicht vollkommen transparent und zweitens spielen mehr Faktoren eine Rolle bei der Bewertung von Leistung, als man in der Bild Zeitung findet.

Und Ihr Beispiel der Pflegeleistung in Familien? Wie soll ich das verstehen? Angehörige pflegen ihre Verwandten, um ein Erbe zu erhalten? Das Erbe ist die Bezahlung für die Pflege und Zuwendung unter Familienangehörigen? Was ist mit der großen Mehrheit der Deutschen, die ihre Angehörigen pflegen, obwohl es kein Erbe zu erwarten gibt? Die dem Staat vielleicht sogar noch Geld für Pflegeleistungen schulden, bei denen der Staat in Vorleistung gegangen ist? Und selbst wenn die Pflege eines Angehörigen eine Leistung darstellt, aus der sich ein Erbe ableitet (was für ein Menschenbild!), warum bekommt der pflegende Angehörige mit einer familiären Bindung zum Verstorbenen das Einkommen aus Erbschaft weitgehend steuerfrei, während der berufsausübende Krankenpfleger, der wildfremde Menschen pflegt, sein Einkommen voll versteuern muss (und Sozialabgaben zahlt), obwohl er die gleiche (oder mehr) Leistung bringt?! Das mit dem Framing ist so eine Sache Herr Ott...

Den Dreisatz zur Steuerschätzung unter Einbezug der 400 Milliarden EUR, die jedes Jahr weitgehend steuerfrei vererbt werden, können Sie doch selbst lösen, oder? Die Konstante ist ein Steueraufkommen von 108 Milliarden EUR (Einkommenssteuer und Soli) + 6 Milliarden aus Erbschaften, die Einnahmen dürfen also nicht unter 114 Milliarden EUR sinken. Nun nehmen Sie die 400 Milliarden EUR, die jedes Jahr vererbt werden und addieren die zu besteuernden Bruttoeinkommen der 45 Millionen Erwerbstätigen dazu. Man muss kein Mathegenie sein, um grob überschlagen zu können, dass man die Einkommenssteuern deutlich senken könnte, wenn man den gleichen Satz auf beides anwendet.

Und nun zu Ihrem letzten Argument.

Zahlen Sie Mehrwertsteuer auf Güter und Dienstleistungen, die sie mit Ihrem Nettoeinkommen kaufen? Stromsteuer? Tabaksteuer? Ökosteuer an der Zapfsäule? Das Argument, dass einmal versteuertes Geld nicht weiter besteuert wird, ist lächerlich, denn Sie sind im Alltag einer Realität ausgesetzt, die das Gegenteil Ihres Arguments ist. Die Mehrwertsteuer wird auch jedes Mal fällig, wenn man einen Gegenstand kauft, egal ob es ein Second-Hand Gegenstand ist, der bereits beim ersten Mal mit Mehrwertsteuer verkauft wurde.
Außerdem ist Ihr Argument der Doppelbesteuerung nicht mal zutreffend, denn Steuern beziehen sich nicht auf das Vermögen, sondern die Person oder einen Vorgang. Der Beschenkte oder Erbe hat noch NIEMALS auf dieses Einkommen Steuern bezahlt. Er wird also nicht zweimal besteuert.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/wie-spd-und-kuehnert-politik-fuer-reiche-besitzende-und-alte-machen/#comment-69718">Tobias W.</a>.</p>
<p>Herr Ott,</p>
<p>über die leistungsgerechte Bezahlung entscheidet der Markt und seine Regeln &#8211; wenn man ihn lässt. Dass das nicht für alle nachvollziehbar ist, nun ja, daran kann man nichts ändern. Erstens ist der Markt nicht vollkommen transparent und zweitens spielen mehr Faktoren eine Rolle bei der Bewertung von Leistung, als man in der Bild Zeitung findet.</p>
<p>Und Ihr Beispiel der Pflegeleistung in Familien? Wie soll ich das verstehen? Angehörige pflegen ihre Verwandten, um ein Erbe zu erhalten? Das Erbe ist die Bezahlung für die Pflege und Zuwendung unter Familienangehörigen? Was ist mit der großen Mehrheit der Deutschen, die ihre Angehörigen pflegen, obwohl es kein Erbe zu erwarten gibt? Die dem Staat vielleicht sogar noch Geld für Pflegeleistungen schulden, bei denen der Staat in Vorleistung gegangen ist? Und selbst wenn die Pflege eines Angehörigen eine Leistung darstellt, aus der sich ein Erbe ableitet (was für ein Menschenbild!), warum bekommt der pflegende Angehörige mit einer familiären Bindung zum Verstorbenen das Einkommen aus Erbschaft weitgehend steuerfrei, während der berufsausübende Krankenpfleger, der wildfremde Menschen pflegt, sein Einkommen voll versteuern muss (und Sozialabgaben zahlt), obwohl er die gleiche (oder mehr) Leistung bringt?! Das mit dem Framing ist so eine Sache Herr Ott&#8230;</p>
<p>Den Dreisatz zur Steuerschätzung unter Einbezug der 400 Milliarden EUR, die jedes Jahr weitgehend steuerfrei vererbt werden, können Sie doch selbst lösen, oder? Die Konstante ist ein Steueraufkommen von 108 Milliarden EUR (Einkommenssteuer und Soli) + 6 Milliarden aus Erbschaften, die Einnahmen dürfen also nicht unter 114 Milliarden EUR sinken. Nun nehmen Sie die 400 Milliarden EUR, die jedes Jahr vererbt werden und addieren die zu besteuernden Bruttoeinkommen der 45 Millionen Erwerbstätigen dazu. Man muss kein Mathegenie sein, um grob überschlagen zu können, dass man die Einkommenssteuern deutlich senken könnte, wenn man den gleichen Satz auf beides anwendet.</p>
<p>Und nun zu Ihrem letzten Argument.</p>
<p>Zahlen Sie Mehrwertsteuer auf Güter und Dienstleistungen, die sie mit Ihrem Nettoeinkommen kaufen? Stromsteuer? Tabaksteuer? Ökosteuer an der Zapfsäule? Das Argument, dass einmal versteuertes Geld nicht weiter besteuert wird, ist lächerlich, denn Sie sind im Alltag einer Realität ausgesetzt, die das Gegenteil Ihres Arguments ist. Die Mehrwertsteuer wird auch jedes Mal fällig, wenn man einen Gegenstand kauft, egal ob es ein Second-Hand Gegenstand ist, der bereits beim ersten Mal mit Mehrwertsteuer verkauft wurde.<br />
Außerdem ist Ihr Argument der Doppelbesteuerung nicht mal zutreffend, denn Steuern beziehen sich nicht auf das Vermögen, sondern die Person oder einen Vorgang. Der Beschenkte oder Erbe hat noch NIEMALS auf dieses Einkommen Steuern bezahlt. Er wird also nicht zweimal besteuert.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
	</channel>
</rss>
