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	Kommentare zu: Warum Gold ins Portfolio gehört	</title>
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	<description>Daniel Stelter ist die unabhängige Stimme zur Finanzkrise</description>
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		<title>
		Von: Dietmar Tischer		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/warum-gold-ins-portfolio-gehoert/#comment-27757</link>

		<dc:creator><![CDATA[Dietmar Tischer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Nov 2017 21:58:01 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/warum-gold-ins-portfolio-gehoert/#comment-27474&quot;&gt;Dietmar Tischer&lt;/a&gt;.

@ SB 

&#062;Meiner Ansicht nach, führen Sie die Demokratie mit Ihren Ausführungen zur Rechtmäßigkeit des Zustandekommens von Entscheidungen ad absurdum. Ließe man das so gelten, benötigte man keine Parteiprogramme, keinen Wahlkampf und keine Wahlen mehr, denn von der dem Wähler durch die Parteien so vorgegebenen politischen Ausrichtung müsste im Zweifel nichts umgesetzt werden&#062;

Sie verstehen Demokratie als ein Verfahren, bei dem Partei- bzw. Regierungsprogramme auf Punkt und Komma genau umgesetzt und dann quasi anhand einer Check-Liste bewertet werden. 

Das ist nicht realistisch, weil sich die zu regierende Welt innerhalb einer Legislaturperiode fortwährend ändert und daher immer wieder Lösungen gefunden werden müssen, die nicht im Partei- bzw. dem Regierungsprogramm stehen konnten. 

Wichtig ist, dass eine BEWERTUNG der praktisch umgesetzten Politik möglich ist:

Ist unter den Umständen gut oder schlecht entschieden worden und sind dabei gegebene Versprechen eingehalten oder missachtet worden und wenn so, war das zu vertreten oder nicht?

Mit der Bewertung entscheidet der Wähler, wenn erneut Wahlen anstehen. 

&#062;Allerdings können Sie nun mit Blick auf das aktuelle politische Geschehen nicht im Abstrakten bleiben.&#062;

Das ist richtig.

Mein hypothetisches Beispiel mit Pest und Cholera wollte nur zeigen, dass NICHT IMMER von Versagen der Politik die Rede sein kann. 

Ich behaupte damit nicht, dass sie nicht versagen kann oder nicht schlechte Entscheidungen treffen kann. 

&#062;Gab es hinsichtlich der Eurokrise als Lösung nur „Pest oder Cholera“ oder doch einen langfristig für D kostengünstigeren Weg?&#062;

Vielleicht gab es ANFANGS der Eurokrise (Griechenland-Krise mit den Kosten der Bankenrettung bzw. den Kosten eines möglichen Zerfalls der Eurozone bei Insolvenz Griechenlands NUR Pest oder Cholera.

Das heißt ganz sicher nicht, dass sich damit das Thema für immer so stellt. 

Sie haben völlig recht, selbstverständlich kann es kann es kurz- und langfristig Lösungen geben, die nicht einer derartigen Alternative unterliegen, sondern – auch abhängig von der Bewertung – sagen wir, starkes Fieber oder Pest sein können.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/warum-gold-ins-portfolio-gehoert/#comment-27474">Dietmar Tischer</a>.</p>
<p>@ SB </p>
<p>&gt;Meiner Ansicht nach, führen Sie die Demokratie mit Ihren Ausführungen zur Rechtmäßigkeit des Zustandekommens von Entscheidungen ad absurdum. Ließe man das so gelten, benötigte man keine Parteiprogramme, keinen Wahlkampf und keine Wahlen mehr, denn von der dem Wähler durch die Parteien so vorgegebenen politischen Ausrichtung müsste im Zweifel nichts umgesetzt werden&gt;</p>
<p>Sie verstehen Demokratie als ein Verfahren, bei dem Partei- bzw. Regierungsprogramme auf Punkt und Komma genau umgesetzt und dann quasi anhand einer Check-Liste bewertet werden. </p>
<p>Das ist nicht realistisch, weil sich die zu regierende Welt innerhalb einer Legislaturperiode fortwährend ändert und daher immer wieder Lösungen gefunden werden müssen, die nicht im Partei- bzw. dem Regierungsprogramm stehen konnten. </p>
<p>Wichtig ist, dass eine BEWERTUNG der praktisch umgesetzten Politik möglich ist:</p>
<p>Ist unter den Umständen gut oder schlecht entschieden worden und sind dabei gegebene Versprechen eingehalten oder missachtet worden und wenn so, war das zu vertreten oder nicht?</p>
<p>Mit der Bewertung entscheidet der Wähler, wenn erneut Wahlen anstehen. </p>
<p>&gt;Allerdings können Sie nun mit Blick auf das aktuelle politische Geschehen nicht im Abstrakten bleiben.&gt;</p>
<p>Das ist richtig.</p>
<p>Mein hypothetisches Beispiel mit Pest und Cholera wollte nur zeigen, dass NICHT IMMER von Versagen der Politik die Rede sein kann. </p>
<p>Ich behaupte damit nicht, dass sie nicht versagen kann oder nicht schlechte Entscheidungen treffen kann. </p>
<p>&gt;Gab es hinsichtlich der Eurokrise als Lösung nur „Pest oder Cholera“ oder doch einen langfristig für D kostengünstigeren Weg?&gt;</p>
<p>Vielleicht gab es ANFANGS der Eurokrise (Griechenland-Krise mit den Kosten der Bankenrettung bzw. den Kosten eines möglichen Zerfalls der Eurozone bei Insolvenz Griechenlands NUR Pest oder Cholera.</p>
<p>Das heißt ganz sicher nicht, dass sich damit das Thema für immer so stellt. </p>
<p>Sie haben völlig recht, selbstverständlich kann es kann es kurz- und langfristig Lösungen geben, die nicht einer derartigen Alternative unterliegen, sondern – auch abhängig von der Bewertung – sagen wir, starkes Fieber oder Pest sein können.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Dietmar Tischer		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/warum-gold-ins-portfolio-gehoert/#comment-27655</link>

		<dc:creator><![CDATA[Dietmar Tischer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Nov 2017 17:19:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/warum-gold-ins-portfolio-gehoert/#comment-27523&quot;&gt;Dietmar Tischer&lt;/a&gt;.

@ Michael Stöcker 

Kollektiv ist kollektiv – aber ich will nicht darüber diskutieren, sondern zum Wesentlichen kommen.

&#062;Also ist die schwarze Null moralisch anständig, ohne dass sich überhaupt jemand Gedanken darüber macht, wo denn das Geld herkommen soll, wenn plötzlich alle Sektoren sparen.&#062;

Wenn schon, dann allenfalls:

Man muss sich Gedanken machen, was die Konsequenzen sind, wenn alle Sektoren sparen.

Doch auch das ist nicht der Punkt unserer Diskussion.  

Sondern das ist er: 

Wenn man so hoch verschuldet ist als Staat und oder Land wie es die Peripherie der Eurozone, sagen wir 2012 war, dann wird man von den Märkten in die Insolvenz getrieben.

Das ist normal nicht als EREIGNIS, weil es nicht normal ist, dass Staaten so hoch verschuldet sind. 

Es ist aber normal als REAKTION der Märkte, wenn die Staaten es sind.  

H. Kaspar hat das Herdentrieb genannt – für mich beschönigend, weil er damit das Rational dieser Normalität sozusagen verneint hat. 

Es ist auf jeden Fall REALITÄT. 

Und in dieser Realität kann man nicht expansive Fiskalpolitik betreiben. 

Und man kann sie auch nicht als MACHBAR erklären mit Verweisen auf das HÄTTE von 10%-Maßnahmen. 

Man hätte die Grundsteuer in Griechenland sehr wohl eintreiben müssen, um sich nicht so sehr verschulden zu müssen und möglicherweise auch mit der Fiskalpolitik auf Krisen reagieren zu können. 

Hätte man – VORHER. 

HEUTE – 15 Jahre nach dem offensichtlichen Desaster einer drohenden Staatsinsolvenz – wird aufgrund enormen Drucks von AUSSEN für weiter benötigte Kredite die Grundsteuer in Griechenland eingetrieben. 

Allgemeiner: 

Wie wollen sie die oberen 10% zur Kasse bitten, wenn der internationale STEUERWETTBEWERB es ihnen ermöglicht, sich der Kasse LEGAL zu entziehen.

Sie agieren in einer Welt des Wunschdenkens, um Maßnahmen zu RECHTFERTIGEN, die in der Realität nicht stattfinden konnten.  

Bleiben Sie bei den Realitäten. 

Die verfügbaren Optionen schrumpfen dann zwar gewaltig, aber die GLAUWÜRDIGKEIT steigt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/warum-gold-ins-portfolio-gehoert/#comment-27523">Dietmar Tischer</a>.</p>
<p>@ Michael Stöcker </p>
<p>Kollektiv ist kollektiv – aber ich will nicht darüber diskutieren, sondern zum Wesentlichen kommen.</p>
<p>&gt;Also ist die schwarze Null moralisch anständig, ohne dass sich überhaupt jemand Gedanken darüber macht, wo denn das Geld herkommen soll, wenn plötzlich alle Sektoren sparen.&gt;</p>
<p>Wenn schon, dann allenfalls:</p>
<p>Man muss sich Gedanken machen, was die Konsequenzen sind, wenn alle Sektoren sparen.</p>
<p>Doch auch das ist nicht der Punkt unserer Diskussion.  </p>
<p>Sondern das ist er: </p>
<p>Wenn man so hoch verschuldet ist als Staat und oder Land wie es die Peripherie der Eurozone, sagen wir 2012 war, dann wird man von den Märkten in die Insolvenz getrieben.</p>
<p>Das ist normal nicht als EREIGNIS, weil es nicht normal ist, dass Staaten so hoch verschuldet sind. </p>
<p>Es ist aber normal als REAKTION der Märkte, wenn die Staaten es sind.  </p>
<p>H. Kaspar hat das Herdentrieb genannt – für mich beschönigend, weil er damit das Rational dieser Normalität sozusagen verneint hat. </p>
<p>Es ist auf jeden Fall REALITÄT. </p>
<p>Und in dieser Realität kann man nicht expansive Fiskalpolitik betreiben. </p>
<p>Und man kann sie auch nicht als MACHBAR erklären mit Verweisen auf das HÄTTE von 10%-Maßnahmen. </p>
<p>Man hätte die Grundsteuer in Griechenland sehr wohl eintreiben müssen, um sich nicht so sehr verschulden zu müssen und möglicherweise auch mit der Fiskalpolitik auf Krisen reagieren zu können. </p>
<p>Hätte man – VORHER. </p>
<p>HEUTE – 15 Jahre nach dem offensichtlichen Desaster einer drohenden Staatsinsolvenz – wird aufgrund enormen Drucks von AUSSEN für weiter benötigte Kredite die Grundsteuer in Griechenland eingetrieben. </p>
<p>Allgemeiner: </p>
<p>Wie wollen sie die oberen 10% zur Kasse bitten, wenn der internationale STEUERWETTBEWERB es ihnen ermöglicht, sich der Kasse LEGAL zu entziehen.</p>
<p>Sie agieren in einer Welt des Wunschdenkens, um Maßnahmen zu RECHTFERTIGEN, die in der Realität nicht stattfinden konnten.  </p>
<p>Bleiben Sie bei den Realitäten. </p>
<p>Die verfügbaren Optionen schrumpfen dann zwar gewaltig, aber die GLAUWÜRDIGKEIT steigt.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Michael Stöcker		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/warum-gold-ins-portfolio-gehoert/#comment-27650</link>

		<dc:creator><![CDATA[Michael Stöcker]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Nov 2017 15:43:25 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/warum-gold-ins-portfolio-gehoert/#comment-27523&quot;&gt;Dietmar Tischer&lt;/a&gt;.

„Welcher soll es denn sein, wenn das Versagen KOLLEKTIV ist, d. h. praktisch JEDER und JEDE Institution versagt hat?“

JEDER und JEDE ist Ihre eigenwillige Zuspitzung.

„Nicht alle haben getan, was sie hätten tun können, um in den letzten 10 Jahren eine wirtschaftlich bessere Gesamtsituation zu schaffen; insoweit haben insbesondere die Staaten mit der Fiskalpolitik versagt.“

Ich sehe es eher so: Außer den ZBen haben alle anderen Zeter und Mordio geschrien und vor der drohenden Inflation gewarnt (inkl. Bundesbank, Weber, Stark &#038; Co.). Warum? Weil wir alle kollektiv fehlprogrammiert sind/waren (Stichwort fraktionales Reservesystem bzw. Geldschöpfungsmultiplikator). Die moralische Aufladung der VerSCHULDung in einem Kreditgeldsystem tut dann sein Übriges. Also ist die schwarze Null moralisch anständig, ohne dass sich überhaupt jemand Gedanken darüber macht, wo denn das Geld herkommen soll, wenn plötzlich alle Sektoren sparen. Ich hatte Carsten Linnemann weiter oben als eklatantes aktuelles Beispiel für dieses Versagen aufgeführt. Insofern ja, die meisten Staaten haben mit ihrer Fiskalpolitik versagt. 

„Völlig klar ist allerdings, dass die sogenannte Austeritätspolitik NOTWENDIG war und zumindest teilweise immer noch ist.“

Nein, das ist nicht völlig klar. Man hätte auch Druck auf die Regierungen ausüben können, die oberen 10 Prozent massiv zur Kasse zu bitten (Fiskalpolitik setzt nicht nur an der Ausgabenseite sondern eben auch an der Einnahmeseite an). Dann wären auch die Immobilienpreise in London und Berlin nicht so explodiert: https://www.welt.de/finanzen/immobilien/article112061798/Griechen-und-Spanier-kaufen-Berlins-Markt-leer.html. Und auch die schnelle Einführung einer Grundsteuer hätte in Griechenland für mehr fiskalischen Spielraum gesorgt. Aber in diesem Punkt waren sich die 10 Prozent in Europa wohl einig, dass man diese doch besser verschont und dafür die Mehrwertsteuer erhöht. Nennen Sie es von mir aus Politik im Interesse der 10 %, für mich ist es kollektives Versagen.

„Den Anreiz dazu haben die niedrigen Zinsen gesetzt, die in der Eurozone den Risikoaufschlag einer abwertenden eigenen Währung verloren hatten.“

Den Hauptanreiz haben die deutschen Geschäfts- und Landesbanken gesetzt, die jeden noch so großen Unsinn direkt oder indirekt über den Interbankenmarkt refinanziert haben. Ohne dieses Versagen wären die Zinsen in diesen Ländern schon viel früher angestiegen.

„Eine nachhaltig extensive Fiskalpolitik ist bei zu hoher Staatsverschuldung ohne schwerwiegende Folgen NICHT möglich.“

Sie ist sehr wohl möglich, sofern man bereit ist, die oberen 10 Prozent an dieser Aufgabe zu beteiligen. Stattdessen war die BoG et. al. auch noch Steigbügelhalter für die Kapitalflüchtigen. Limitierung am Geldautomaten für die 90 % und freie Fahrt für Millionäre. 

„Mit extensiver Fiskalpolitik kann man Strukturreformen und Wachstum offensichtlich auch NICHT erzwingen, wenn andere, dafür erforderliche Voraussetzungen nicht gegeben sind.

Sie kann aber UNTERSTÜTZEND wirken, wenn man Strukturreformen WILL.“

Dˈaccord.

LG Michael Stöcker]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/warum-gold-ins-portfolio-gehoert/#comment-27523">Dietmar Tischer</a>.</p>
<p>„Welcher soll es denn sein, wenn das Versagen KOLLEKTIV ist, d. h. praktisch JEDER und JEDE Institution versagt hat?“</p>
<p>JEDER und JEDE ist Ihre eigenwillige Zuspitzung.</p>
<p>„Nicht alle haben getan, was sie hätten tun können, um in den letzten 10 Jahren eine wirtschaftlich bessere Gesamtsituation zu schaffen; insoweit haben insbesondere die Staaten mit der Fiskalpolitik versagt.“</p>
<p>Ich sehe es eher so: Außer den ZBen haben alle anderen Zeter und Mordio geschrien und vor der drohenden Inflation gewarnt (inkl. Bundesbank, Weber, Stark &amp; Co.). Warum? Weil wir alle kollektiv fehlprogrammiert sind/waren (Stichwort fraktionales Reservesystem bzw. Geldschöpfungsmultiplikator). Die moralische Aufladung der VerSCHULDung in einem Kreditgeldsystem tut dann sein Übriges. Also ist die schwarze Null moralisch anständig, ohne dass sich überhaupt jemand Gedanken darüber macht, wo denn das Geld herkommen soll, wenn plötzlich alle Sektoren sparen. Ich hatte Carsten Linnemann weiter oben als eklatantes aktuelles Beispiel für dieses Versagen aufgeführt. Insofern ja, die meisten Staaten haben mit ihrer Fiskalpolitik versagt. </p>
<p>„Völlig klar ist allerdings, dass die sogenannte Austeritätspolitik NOTWENDIG war und zumindest teilweise immer noch ist.“</p>
<p>Nein, das ist nicht völlig klar. Man hätte auch Druck auf die Regierungen ausüben können, die oberen 10 Prozent massiv zur Kasse zu bitten (Fiskalpolitik setzt nicht nur an der Ausgabenseite sondern eben auch an der Einnahmeseite an). Dann wären auch die Immobilienpreise in London und Berlin nicht so explodiert: <a href="https://www.welt.de/finanzen/immobilien/article112061798/Griechen-und-Spanier-kaufen-Berlins-Markt-leer.html" rel="nofollow ugc">https://www.welt.de/finanzen/immobilien/article112061798/Griechen-und-Spanier-kaufen-Berlins-Markt-leer.html</a>. Und auch die schnelle Einführung einer Grundsteuer hätte in Griechenland für mehr fiskalischen Spielraum gesorgt. Aber in diesem Punkt waren sich die 10 Prozent in Europa wohl einig, dass man diese doch besser verschont und dafür die Mehrwertsteuer erhöht. Nennen Sie es von mir aus Politik im Interesse der 10 %, für mich ist es kollektives Versagen.</p>
<p>„Den Anreiz dazu haben die niedrigen Zinsen gesetzt, die in der Eurozone den Risikoaufschlag einer abwertenden eigenen Währung verloren hatten.“</p>
<p>Den Hauptanreiz haben die deutschen Geschäfts- und Landesbanken gesetzt, die jeden noch so großen Unsinn direkt oder indirekt über den Interbankenmarkt refinanziert haben. Ohne dieses Versagen wären die Zinsen in diesen Ländern schon viel früher angestiegen.</p>
<p>„Eine nachhaltig extensive Fiskalpolitik ist bei zu hoher Staatsverschuldung ohne schwerwiegende Folgen NICHT möglich.“</p>
<p>Sie ist sehr wohl möglich, sofern man bereit ist, die oberen 10 Prozent an dieser Aufgabe zu beteiligen. Stattdessen war die BoG et. al. auch noch Steigbügelhalter für die Kapitalflüchtigen. Limitierung am Geldautomaten für die 90 % und freie Fahrt für Millionäre. </p>
<p>„Mit extensiver Fiskalpolitik kann man Strukturreformen und Wachstum offensichtlich auch NICHT erzwingen, wenn andere, dafür erforderliche Voraussetzungen nicht gegeben sind.</p>
<p>Sie kann aber UNTERSTÜTZEND wirken, wenn man Strukturreformen WILL.“</p>
<p>Dˈaccord.</p>
<p>LG Michael Stöcker</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Dietmar Tischer		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/warum-gold-ins-portfolio-gehoert/#comment-27586</link>

		<dc:creator><![CDATA[Dietmar Tischer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Nov 2017 21:38:12 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterindenmedien&#038;p=9285#comment-27586</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/warum-gold-ins-portfolio-gehoert/#comment-27523&quot;&gt;Dietmar Tischer&lt;/a&gt;.

@ Michael Stöcker

&#062;1929 ist nicht der korrekte Bezugsrahmen.&#062;

Welcher soll es denn sein, wenn das Versagen KOLLEKTIV ist, d. h. praktisch JEDER und JEDE Institution versagt hat?

&#062;Es waren die ZBen, die uns hiervor bewahrt haben. Sie haben aus ihren damaligen Fehlern gelernt…&#062;

RICHTIG.

Deshalb haben sie auch nicht versagt und deshalb liegt auch nicht kollektives Versagen vor.

Was Sie vermutlich meinen, aber nicht sagen:

Nicht alle haben getan, was sie hätten tun können, um in den letzten 10 Jahren eine wirtschaftlich bessere Gesamtsituation zu schaffen; insoweit haben insbesondere die Staaten mit der Fiskalpolitik versagt. 

Darüber kann man reden und daher kurz etwas zur Fiskalpolitik, speziell zu der von Ihnen angesprochenen Austeritätspolitik im Süden Europas und ihre Konsequenzen. Hier müsste man eigentlich sehr differenzieren, bevor man diesem Begriff hantiert. Lasse ich aber, um nicht vom Wesentlichen abzulenken. 

Über die KONSEQUENZEN dieser Politik muss niemand lange nachdenken:

Diese Politik hat das Hauptziel interner Anpassung nicht erreicht, also Strukturänderungen für mehr Beschäftigung und Wachstum. 

Das ist natürlich eine Katastrophe insbesondere für die Jugend im Süden, da muss niemand etwas erfinden. 

Ich gehe davon aus, dass die Anpassung ZWINGEND erforderlich war und immer noch ist, nachdem den Staaten die Alternative genommen wurde, durch Abwertung einer EIGENEN Währung, Defizite der Wettbewerbsfähigkeit PREISLICH zu kompensieren. 

Des Weiteren behaupte ich, dass der Austeritätspolitik zumindest das RATIONAL zugesprochen werden kann, einen Anreiz für interne Anpassung zu setzen und lasse einmal die Frage offen, ob eine andere Wirtschaftspolitik das Hauptziel erreicht haben würde. 

 Völlig klar ist allerdings, dass die sogenannte Austeritätspolitik NOTWENDIG war und zumindest teilweise immer noch ist. 

Extrembeispiel Griechenland, über das wir beide schon gesprochen haben und uns auch einig waren, dachte ich: 

Wenn ein Land ein Defizit des Staatshaushalts von weit mehr als 10% aufweist, MUSS es das Defizit herunterbringen – eben AUSTERITÄT betreiben oder dazu gezwungen werden. 

Das hat übrigens Blanchard den Kritikern seiner IWF-Politik klar und deutlich gesagt.

Tut es das nicht, muss es sich mehr und mehr verschulden.

 
Das wird es aber nicht tun können, weil es bei der Lage der Dinge nicht mehr und mehr Gläubiger gibt bzw. nur solche die das Land in der Insolvenz landen lassen.

So einfach und so schlimm ist das.

Bei DIESEM Szenario wollen Sie Einnahmerückgänge – die in der rezessiven Phase nach der Lehman-Pleite – KOMPENSIEREN? 

Das wäre Harakiri-Ökonomie gewesen und war es in diesen Ländern auch, soweit man es versucht hatte.

Wo liegt der Fehler?

Er liegt nicht bei der Austeritätspolitik, sondern bei zu hoher Verschuldung – hier für Konsum – ZUVOR, d. h. schon lange vor der Lehman-Krise mit der Folge, dass man keine Spielräume für Kompensation durch die Fiskalpolitik hatte.  

Den Anreiz dazu haben die niedrigen Zinsen gesetzt, die in der Eurozone den Risikoaufschlag einer abwertenden eigenen Währung verloren hatten. 

Was würde unter diesen Umständen eine expansive Fiskalpolitik erreichen haben? 

Nichts, sie wäre vielmehr kontraproduktiv gewesen, weil sie von keiner Regierung als Chance begriffen worden wäre, interne Anpassung unter zeitweise erleichterten Bedingungen durchzuführen. 

Gleiches gilt für die Geldpolitik der EZB, die auch nicht oder nicht hinreichend genutzt wurde,  Strukturreformen durchzuführen. Draghi hat das immer wieder angemahnt und auch feststellen müssen, dass es nicht geschehen ist. 

 Was Sie nicht sehen wollen oder können:

Eine nachhaltig extensive Fiskalpolitik ist bei zu hoher Staatsverschuldung ohne schwerwiegende Folgen NICHT möglich.

Eine extensive Fiskalpolitik kann per se KEINE Strukturreformen schaffen und auch kein Wachstum, wenn das von Strukturreformen abhängt. 

Mit extensiver Fiskalpolitik kann man Strukturreformen und Wachstum offensichtlich auch NICHT erzwingen, wenn andere, dafür erforderliche Voraussetzungen nicht gegeben sind.  

Sie kann aber UNTERSTÜTZEND wirken, wenn man Strukturreformen WILL.

Sie zu wollen, setzt die Legitimation der Wähler für die entsprechende Politik voraus.

Sie wurde in Frankreich erteilt. 

Mal sehen, was Macron daraus macht. 

Die Fiskalpolitik spielt dabei jedenfalls nicht die tragende Rolle. 

Er weiß, warum sie die nicht spielen soll.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/warum-gold-ins-portfolio-gehoert/#comment-27523">Dietmar Tischer</a>.</p>
<p>@ Michael Stöcker</p>
<p>&gt;1929 ist nicht der korrekte Bezugsrahmen.&gt;</p>
<p>Welcher soll es denn sein, wenn das Versagen KOLLEKTIV ist, d. h. praktisch JEDER und JEDE Institution versagt hat?</p>
<p>&gt;Es waren die ZBen, die uns hiervor bewahrt haben. Sie haben aus ihren damaligen Fehlern gelernt…&gt;</p>
<p>RICHTIG.</p>
<p>Deshalb haben sie auch nicht versagt und deshalb liegt auch nicht kollektives Versagen vor.</p>
<p>Was Sie vermutlich meinen, aber nicht sagen:</p>
<p>Nicht alle haben getan, was sie hätten tun können, um in den letzten 10 Jahren eine wirtschaftlich bessere Gesamtsituation zu schaffen; insoweit haben insbesondere die Staaten mit der Fiskalpolitik versagt. </p>
<p>Darüber kann man reden und daher kurz etwas zur Fiskalpolitik, speziell zu der von Ihnen angesprochenen Austeritätspolitik im Süden Europas und ihre Konsequenzen. Hier müsste man eigentlich sehr differenzieren, bevor man diesem Begriff hantiert. Lasse ich aber, um nicht vom Wesentlichen abzulenken. </p>
<p>Über die KONSEQUENZEN dieser Politik muss niemand lange nachdenken:</p>
<p>Diese Politik hat das Hauptziel interner Anpassung nicht erreicht, also Strukturänderungen für mehr Beschäftigung und Wachstum. </p>
<p>Das ist natürlich eine Katastrophe insbesondere für die Jugend im Süden, da muss niemand etwas erfinden. </p>
<p>Ich gehe davon aus, dass die Anpassung ZWINGEND erforderlich war und immer noch ist, nachdem den Staaten die Alternative genommen wurde, durch Abwertung einer EIGENEN Währung, Defizite der Wettbewerbsfähigkeit PREISLICH zu kompensieren. </p>
<p>Des Weiteren behaupte ich, dass der Austeritätspolitik zumindest das RATIONAL zugesprochen werden kann, einen Anreiz für interne Anpassung zu setzen und lasse einmal die Frage offen, ob eine andere Wirtschaftspolitik das Hauptziel erreicht haben würde. </p>
<p> Völlig klar ist allerdings, dass die sogenannte Austeritätspolitik NOTWENDIG war und zumindest teilweise immer noch ist. </p>
<p>Extrembeispiel Griechenland, über das wir beide schon gesprochen haben und uns auch einig waren, dachte ich: </p>
<p>Wenn ein Land ein Defizit des Staatshaushalts von weit mehr als 10% aufweist, MUSS es das Defizit herunterbringen – eben AUSTERITÄT betreiben oder dazu gezwungen werden. </p>
<p>Das hat übrigens Blanchard den Kritikern seiner IWF-Politik klar und deutlich gesagt.</p>
<p>Tut es das nicht, muss es sich mehr und mehr verschulden.</p>
<p>Das wird es aber nicht tun können, weil es bei der Lage der Dinge nicht mehr und mehr Gläubiger gibt bzw. nur solche die das Land in der Insolvenz landen lassen.</p>
<p>So einfach und so schlimm ist das.</p>
<p>Bei DIESEM Szenario wollen Sie Einnahmerückgänge – die in der rezessiven Phase nach der Lehman-Pleite – KOMPENSIEREN? </p>
<p>Das wäre Harakiri-Ökonomie gewesen und war es in diesen Ländern auch, soweit man es versucht hatte.</p>
<p>Wo liegt der Fehler?</p>
<p>Er liegt nicht bei der Austeritätspolitik, sondern bei zu hoher Verschuldung – hier für Konsum – ZUVOR, d. h. schon lange vor der Lehman-Krise mit der Folge, dass man keine Spielräume für Kompensation durch die Fiskalpolitik hatte.  </p>
<p>Den Anreiz dazu haben die niedrigen Zinsen gesetzt, die in der Eurozone den Risikoaufschlag einer abwertenden eigenen Währung verloren hatten. </p>
<p>Was würde unter diesen Umständen eine expansive Fiskalpolitik erreichen haben? </p>
<p>Nichts, sie wäre vielmehr kontraproduktiv gewesen, weil sie von keiner Regierung als Chance begriffen worden wäre, interne Anpassung unter zeitweise erleichterten Bedingungen durchzuführen. </p>
<p>Gleiches gilt für die Geldpolitik der EZB, die auch nicht oder nicht hinreichend genutzt wurde,  Strukturreformen durchzuführen. Draghi hat das immer wieder angemahnt und auch feststellen müssen, dass es nicht geschehen ist. </p>
<p> Was Sie nicht sehen wollen oder können:</p>
<p>Eine nachhaltig extensive Fiskalpolitik ist bei zu hoher Staatsverschuldung ohne schwerwiegende Folgen NICHT möglich.</p>
<p>Eine extensive Fiskalpolitik kann per se KEINE Strukturreformen schaffen und auch kein Wachstum, wenn das von Strukturreformen abhängt. </p>
<p>Mit extensiver Fiskalpolitik kann man Strukturreformen und Wachstum offensichtlich auch NICHT erzwingen, wenn andere, dafür erforderliche Voraussetzungen nicht gegeben sind.  </p>
<p>Sie kann aber UNTERSTÜTZEND wirken, wenn man Strukturreformen WILL.</p>
<p>Sie zu wollen, setzt die Legitimation der Wähler für die entsprechende Politik voraus.</p>
<p>Sie wurde in Frankreich erteilt. </p>
<p>Mal sehen, was Macron daraus macht. </p>
<p>Die Fiskalpolitik spielt dabei jedenfalls nicht die tragende Rolle. </p>
<p>Er weiß, warum sie die nicht spielen soll.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Michael Stöcker		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/warum-gold-ins-portfolio-gehoert/#comment-27575</link>

		<dc:creator><![CDATA[Michael Stöcker]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Nov 2017 18:48:42 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterindenmedien&#038;p=9285#comment-27575</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/warum-gold-ins-portfolio-gehoert/#comment-27523&quot;&gt;Dietmar Tischer&lt;/a&gt;.

„Ich frage Sie noch einmal, wo liegt in den letzten 10 Jahren DE FACTO kollektives Versagen vor, ablesbar an REALEN Zuständen wie Depression, Massenarbeitslosigkeit wie 1929 ff.?“

1929 ist nicht der korrekte Bezugsrahmen. Es waren die ZBen, die uns hiervor bewahrt haben. Sie haben aus ihren damaligen Fehlern gelernt:

„Regarding the Great Depression. You’re right, we did it. We’re very sorry. But thanks to you, we won’t do it again.” https://www.federalreserve.gov/BOARDDOCS/SPEECHES/2002/20021108/. Und ja, sie haben diese Dummheit nicht noch einmal getan. Die Politik hat hingegen unter deutscher Führung die gleiche Dummheit wie 1929 wiederholt und Europa eine Fiskalpolitik à la Brüning verordnet. 

Und jetzt denken Sie einfach mal ganz in Ruhe darüber nach, welche Konsequenzen diese Austeritätspolitik im Süden Europas hatte und warum die Wachstumsraten in den letzten 10 Jahren so mickrig waren. Und wenn Sie mir antworten sollten, dann versetzen Sie sich dabei ganz einfach mal in die Rolle der Jugend in Südeuropa und überlegen, ob das alles nur meine „Erfindung“ ist.

„Es hat ein kollektives Versagen nicht gegeben, weil die Staaten nach der Lehman-Krise anfangs mit Fiskalpolitik extrem nachfrageorientiert reagiert und die Notenbanken eine ausufernde Geldpolitik betrieben haben sowie die Banken durch Rekapitalisierung einigermaßen stabil gehalten wurden.“

Extrem war hier gar nichts, dafür manches umso dümmer (Stichwort Abwrackprämie). Der Einbruch in den Staatshaushalten war eine unmittelbare Folge eines Einnahmeeinbruchs aufgrund der Rezession und nicht die Folge höherer Staatsausgaben. Da war nichts im Süden Europas, was den Nachfrageeinbruch kompensiert hat. Diese/Ihre Geschichte gehört ins Reich der Mythen und Märchen. Richtig ist, dass die Fiskalpolitik schuldenelastisch reagiert hat, nicht aber nachfrageorientiert, geschweige denn „extrem nachfrageorientiert“. Statt antizyklischer Fiskalpolitik wurde in vielen Ländern prozyklisch agiert. 

„DAHER wurde anderes ausprobiert.“

Nichts anderes hatte ich im verlinkten Beitrag geschrieben: „Fazit: Die Politik hatte versagt, der Keynesianismus hatte versagt, die Heilsversprechen der Protagonisten des Deficit-Spending galten als empirisch widerlegt. Der Keynesianismus wurde zu Grabe getragen und ein neuer Heiland strahlte am Firmament der ökonomischen Weltinterpretation auf.“

„Die VORAUSSETZUNGEN für diese Entwicklung haben URSÄCHLICH nicht die Märkte geschaffen, sondern die Staaten und Notenbanken.“

Teils, teils. Die Deregulierung der Finanzmärkte erfolgte auf Basis der EMH eines Eugene Fama. Die Kastration der gesetzlichen Rente sorgte sodann über Riester und Co. für die nötige Liquidität am Markt. Asmussen hatte sich dann dafür eingesetzt, dass auch in Deutschland das Finanzkarussell so richtig in Fahrt kommen konnte und die durchgeknallten Landesbanken mit fehlendem Geschäftsmodell kauften dann diesen ganzen Finanzschaum und wurden durch unfähige Aufsichtsräte und Vorstände gegen die Wand gefahren. Aber all dieser Unsinn hat nicht dazu geführt, dass die private Verschuldung in Deutschland in Fahrt gekommen ist, trotz aller Marketingaktionen des Finanzsektors. Es gibt also auch Märkte, die trotz staatlicher Voraussetzungen ganz ordentlich funktioniert haben. Und zwar insbesondere deshalb, weil sie auf die Bonität geachtet haben.

„Aber dann müssen Sie die Situation, die wir heute vorfinden, auch den Eingriffen und nicht dem Marktgeschehen anlasten.“

Wenn Sie noch einmal genau in meinem Blog nachlesen, dann tue ich beides: Ich kritisiere zahlreiche staatliche Eingriffe und ich kritisiere marktwirtschaftliches Versagen.

LG Michael Stöcker]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/warum-gold-ins-portfolio-gehoert/#comment-27523">Dietmar Tischer</a>.</p>
<p>„Ich frage Sie noch einmal, wo liegt in den letzten 10 Jahren DE FACTO kollektives Versagen vor, ablesbar an REALEN Zuständen wie Depression, Massenarbeitslosigkeit wie 1929 ff.?“</p>
<p>1929 ist nicht der korrekte Bezugsrahmen. Es waren die ZBen, die uns hiervor bewahrt haben. Sie haben aus ihren damaligen Fehlern gelernt:</p>
<p>„Regarding the Great Depression. You’re right, we did it. We’re very sorry. But thanks to you, we won’t do it again.” <a href="https://www.federalreserve.gov/BOARDDOCS/SPEECHES/2002/20021108/" rel="nofollow ugc">https://www.federalreserve.gov/BOARDDOCS/SPEECHES/2002/20021108/</a>. Und ja, sie haben diese Dummheit nicht noch einmal getan. Die Politik hat hingegen unter deutscher Führung die gleiche Dummheit wie 1929 wiederholt und Europa eine Fiskalpolitik à la Brüning verordnet. </p>
<p>Und jetzt denken Sie einfach mal ganz in Ruhe darüber nach, welche Konsequenzen diese Austeritätspolitik im Süden Europas hatte und warum die Wachstumsraten in den letzten 10 Jahren so mickrig waren. Und wenn Sie mir antworten sollten, dann versetzen Sie sich dabei ganz einfach mal in die Rolle der Jugend in Südeuropa und überlegen, ob das alles nur meine „Erfindung“ ist.</p>
<p>„Es hat ein kollektives Versagen nicht gegeben, weil die Staaten nach der Lehman-Krise anfangs mit Fiskalpolitik extrem nachfrageorientiert reagiert und die Notenbanken eine ausufernde Geldpolitik betrieben haben sowie die Banken durch Rekapitalisierung einigermaßen stabil gehalten wurden.“</p>
<p>Extrem war hier gar nichts, dafür manches umso dümmer (Stichwort Abwrackprämie). Der Einbruch in den Staatshaushalten war eine unmittelbare Folge eines Einnahmeeinbruchs aufgrund der Rezession und nicht die Folge höherer Staatsausgaben. Da war nichts im Süden Europas, was den Nachfrageeinbruch kompensiert hat. Diese/Ihre Geschichte gehört ins Reich der Mythen und Märchen. Richtig ist, dass die Fiskalpolitik schuldenelastisch reagiert hat, nicht aber nachfrageorientiert, geschweige denn „extrem nachfrageorientiert“. Statt antizyklischer Fiskalpolitik wurde in vielen Ländern prozyklisch agiert. </p>
<p>„DAHER wurde anderes ausprobiert.“</p>
<p>Nichts anderes hatte ich im verlinkten Beitrag geschrieben: „Fazit: Die Politik hatte versagt, der Keynesianismus hatte versagt, die Heilsversprechen der Protagonisten des Deficit-Spending galten als empirisch widerlegt. Der Keynesianismus wurde zu Grabe getragen und ein neuer Heiland strahlte am Firmament der ökonomischen Weltinterpretation auf.“</p>
<p>„Die VORAUSSETZUNGEN für diese Entwicklung haben URSÄCHLICH nicht die Märkte geschaffen, sondern die Staaten und Notenbanken.“</p>
<p>Teils, teils. Die Deregulierung der Finanzmärkte erfolgte auf Basis der EMH eines Eugene Fama. Die Kastration der gesetzlichen Rente sorgte sodann über Riester und Co. für die nötige Liquidität am Markt. Asmussen hatte sich dann dafür eingesetzt, dass auch in Deutschland das Finanzkarussell so richtig in Fahrt kommen konnte und die durchgeknallten Landesbanken mit fehlendem Geschäftsmodell kauften dann diesen ganzen Finanzschaum und wurden durch unfähige Aufsichtsräte und Vorstände gegen die Wand gefahren. Aber all dieser Unsinn hat nicht dazu geführt, dass die private Verschuldung in Deutschland in Fahrt gekommen ist, trotz aller Marketingaktionen des Finanzsektors. Es gibt also auch Märkte, die trotz staatlicher Voraussetzungen ganz ordentlich funktioniert haben. Und zwar insbesondere deshalb, weil sie auf die Bonität geachtet haben.</p>
<p>„Aber dann müssen Sie die Situation, die wir heute vorfinden, auch den Eingriffen und nicht dem Marktgeschehen anlasten.“</p>
<p>Wenn Sie noch einmal genau in meinem Blog nachlesen, dann tue ich beides: Ich kritisiere zahlreiche staatliche Eingriffe und ich kritisiere marktwirtschaftliches Versagen.</p>
<p>LG Michael Stöcker</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: SB		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/warum-gold-ins-portfolio-gehoert/#comment-27541</link>

		<dc:creator><![CDATA[SB]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Nov 2017 10:47:39 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterindenmedien&#038;p=9285#comment-27541</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/warum-gold-ins-portfolio-gehoert/#comment-27474&quot;&gt;Dietmar Tischer&lt;/a&gt;.

@Dietmar Tischer: 

Meiner Ansicht nach, führen Sie die Demokratie mit Ihren Ausführungen zur Rechtmäßigkeit des Zustandekommens von Entscheidungen ad absurdum. Ließe man das so gelten, benötigte man keine Parteiprogramme, keinen Wahlkampf und keine Wahlen mehr, denn von der dem Wähler durch die Parteien so vorgegebenen politischen Ausrichtung müsste im Zweifel nichts umgesetzt werden. Die den Parteien vom Grundgesetz verliehene Rolle (Art. 21 GG Abs. 1, Satz 1: Die Parteien wirken bei der politischen Willensbildung des Volkes mit.) würde damit hinfällig, denn die Parteien würden nicht &quot;mitwirken&quot;, sondern hätten einen Freibrief zur Fremdbestimmung nach eigenem Gutdünken. In der Realität ist das tatsächlich auch schon so, wie nicht nur die Einführung des Euro, sondern auch dessen &quot;Rettung&quot;, die koalitionsvertragswidrige Energie&quot;wende&quot; und die illegal herbeigeführte Migrationskrise gezeigt haben. Insofern ist erschwerend zu beachten, dass diese Regierungshandlungen nicht nur den mutmaßlichen Wählerwillen, sondern auch die Rolle des Parlaments, also die Abgeordneten in ihrer Eigenschaft als Volksvertreter grob missachtet haben. Denn das Parlament wurde an den Entscheidungen defacto nicht beteiligt (entweder mangels ausreichender Kenntnis der neuen Rechtsgrundlagen bzw. EU-Verträge in Sachen Eurorettung oder gar keine Beteiligung, wie bei der Grenzöffnung im Jahr 2015). 

&quot;Stellen Sie sich folgende hypothetische Situation vor: Eine Regierung kann NUR zwischen Pest und Cholera entscheiden.&quot; - Ihre Ausführung dazu, insbesondere zum Ende hin, sind plausibel. 

Allerdings können Sie nun mit Blick auf das aktuelle politische Geschehen nicht im Abstrakten bleiben. Sie müssen dann auch die von der Politik herbeigeführten, also von ihr verursachten großen Krisen der letzten Zeit, um die es auch hier im Blog immer wieder geht, anhand der von Ihnen aufgestellten Grundsätze einordnen.

Die Fragen lauten dementsprechend: 

Gab es hinsichtlich der Eurokrise als Lösung nur &quot;Pest oder Cholera&quot; oder doch einen langfristig für D kostengünstigeren Weg?
Gab es hinsichtlich der Energiewende als Lösung nur &quot;Pest oder Cholera&quot; oder doch einen kurz- und langfristig kostengünstigeren, weil (besser) geplanten Weg?
Gab es hinsichtlich der illegalen Massenzuwanderung als Lösung nur &quot;Pest oder Cholera&quot; oder doch einen kostengünstigeren Weg, der zudem die Sicherheit der eigenen Bürger im eigenen Land gewährleistet? Hierzu mit Blick auf die Koalitionsverhandlungen http://www.tagesspiegel.de/politik/jamaika-sondierung-fluechtlingspolitik-bitte-keine-formelkompromisse/20541502.html

Bei sachgerechter Sachverhaltsanalyse werden Sie möglicherweise auch zu dem Ergebnis kommen, dass es in jedem der drei Fälle lang- bzw. auch kurzfristig wesentlich bessere Optionen des Regierungshandelns gegeben hätte, als diejenigen, welche getroffen wurden.

Ist dem so, bleibt nur noch die Frage nach den politischen Zielen der handelnden Akteure in diesen Fragen und ob sich darin das Interesse der Wähler widerspiegelt.

BTW: Zu den politischen Zielen in Sachen Eurokrise und illegaler Massenzuwanderung gibt es hier einen interessanten Artikel: http://www.geolitico.de/2017/11/06/geheimplan-europa-nationalismus/]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/warum-gold-ins-portfolio-gehoert/#comment-27474">Dietmar Tischer</a>.</p>
<p>@Dietmar Tischer: </p>
<p>Meiner Ansicht nach, führen Sie die Demokratie mit Ihren Ausführungen zur Rechtmäßigkeit des Zustandekommens von Entscheidungen ad absurdum. Ließe man das so gelten, benötigte man keine Parteiprogramme, keinen Wahlkampf und keine Wahlen mehr, denn von der dem Wähler durch die Parteien so vorgegebenen politischen Ausrichtung müsste im Zweifel nichts umgesetzt werden. Die den Parteien vom Grundgesetz verliehene Rolle (Art. 21 GG Abs. 1, Satz 1: Die Parteien wirken bei der politischen Willensbildung des Volkes mit.) würde damit hinfällig, denn die Parteien würden nicht &#8220;mitwirken&#8221;, sondern hätten einen Freibrief zur Fremdbestimmung nach eigenem Gutdünken. In der Realität ist das tatsächlich auch schon so, wie nicht nur die Einführung des Euro, sondern auch dessen &#8220;Rettung&#8221;, die koalitionsvertragswidrige Energie&#8221;wende&#8221; und die illegal herbeigeführte Migrationskrise gezeigt haben. Insofern ist erschwerend zu beachten, dass diese Regierungshandlungen nicht nur den mutmaßlichen Wählerwillen, sondern auch die Rolle des Parlaments, also die Abgeordneten in ihrer Eigenschaft als Volksvertreter grob missachtet haben. Denn das Parlament wurde an den Entscheidungen defacto nicht beteiligt (entweder mangels ausreichender Kenntnis der neuen Rechtsgrundlagen bzw. EU-Verträge in Sachen Eurorettung oder gar keine Beteiligung, wie bei der Grenzöffnung im Jahr 2015). </p>
<p>&#8220;Stellen Sie sich folgende hypothetische Situation vor: Eine Regierung kann NUR zwischen Pest und Cholera entscheiden.&#8221; &#8211; Ihre Ausführung dazu, insbesondere zum Ende hin, sind plausibel. </p>
<p>Allerdings können Sie nun mit Blick auf das aktuelle politische Geschehen nicht im Abstrakten bleiben. Sie müssen dann auch die von der Politik herbeigeführten, also von ihr verursachten großen Krisen der letzten Zeit, um die es auch hier im Blog immer wieder geht, anhand der von Ihnen aufgestellten Grundsätze einordnen.</p>
<p>Die Fragen lauten dementsprechend: </p>
<p>Gab es hinsichtlich der Eurokrise als Lösung nur &#8220;Pest oder Cholera&#8221; oder doch einen langfristig für D kostengünstigeren Weg?<br />
Gab es hinsichtlich der Energiewende als Lösung nur &#8220;Pest oder Cholera&#8221; oder doch einen kurz- und langfristig kostengünstigeren, weil (besser) geplanten Weg?<br />
Gab es hinsichtlich der illegalen Massenzuwanderung als Lösung nur &#8220;Pest oder Cholera&#8221; oder doch einen kostengünstigeren Weg, der zudem die Sicherheit der eigenen Bürger im eigenen Land gewährleistet? Hierzu mit Blick auf die Koalitionsverhandlungen <a href="http://www.tagesspiegel.de/politik/jamaika-sondierung-fluechtlingspolitik-bitte-keine-formelkompromisse/20541502.html" rel="nofollow ugc">http://www.tagesspiegel.de/politik/jamaika-sondierung-fluechtlingspolitik-bitte-keine-formelkompromisse/20541502.html</a></p>
<p>Bei sachgerechter Sachverhaltsanalyse werden Sie möglicherweise auch zu dem Ergebnis kommen, dass es in jedem der drei Fälle lang- bzw. auch kurzfristig wesentlich bessere Optionen des Regierungshandelns gegeben hätte, als diejenigen, welche getroffen wurden.</p>
<p>Ist dem so, bleibt nur noch die Frage nach den politischen Zielen der handelnden Akteure in diesen Fragen und ob sich darin das Interesse der Wähler widerspiegelt.</p>
<p>BTW: Zu den politischen Zielen in Sachen Eurokrise und illegaler Massenzuwanderung gibt es hier einen interessanten Artikel: <a href="http://www.geolitico.de/2017/11/06/geheimplan-europa-nationalismus/" rel="nofollow ugc">http://www.geolitico.de/2017/11/06/geheimplan-europa-nationalismus/</a></p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Dietmar Tischer		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/warum-gold-ins-portfolio-gehoert/#comment-27523</link>

		<dc:creator><![CDATA[Dietmar Tischer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Nov 2017 20:41:41 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterindenmedien&#038;p=9285#comment-27523</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/warum-gold-ins-portfolio-gehoert/#comment-27517&quot;&gt;Michael Stöcker&lt;/a&gt;.

@ Michael Stöcker 

Sie haben gesagt:

&#062;Das kollektive Versagen der letzten 10 Jahre basiert insbesondere auf falschen ökonomischen Theorien und Instrumenten.&#062;

Das ist eine DEFINITIVE Aussage, die nichts, aber auch gar nichts mit „Wir irren vorwärts“ zu tun hat, sondern heißt:

Wir haben Ihrer obigen Aussage nach KONSEQUENT falsche ökonomische Theorien und Instrumente eingesetzt, was zu Versagen geführt hat. 

Ich frage Sie noch einmal, wo liegt  in den letzten 10 Jahren DE FACTO kollektives Versagen vor,  ablesbar an REALEN Zuständen wie Depression, Massenarbeitslosigkeit  wie 1929 ff.?

Das gibt es nicht, es ist Ihre Erfindung. 

Es hat ein kollektives Versagen nicht gegeben, weil die Staaten nach der Lehman-Krise anfangs mit Fiskalpolitik extrem nachfrageorientiert reagiert und die Notenbanken eine ausufernde Geldpolitik betrieben haben sowie die Banken durch Rekapitalisierung einigermaßen stabil gehalten wurden. 

Sie müssen einmal darauf eingehen, nicht nur Ihre Standardleier abspielen. 

&#062;Mein Vorwurf geht an die Mainstream Ökonomen, die Keynes beiseitegeschoben und seit den 70ern überwiegend Mathturbation betrieben haben (DSGE &#038; Co.). Die meisten von denen haben wohl Keynes noch nie im Original gelesen;&#062;

Beiseite geschoben?

&#062;Blanchard sieht dies ebenfalls als einen der zentralen Fehler.&#062;

Hören Sie doch mal in den von Ihnen verlinkten Vortrag von Blanchard rein:  

https://www.youtube.com/watch?v=CkErvaAgXr0&#038;feature=youtu.be

Da können Sie zur Kenntnis nehmen:

„Lessons from the Stagflation of  the 1970s – Keynesian approach failed”

Keynes wurde nicht beiseitegeschoben, sondern ausprobiert, hat es aber nicht gebracht. 

DAHER wurde anderes ausprobiert. 

Das war dann auch weiterhin Staatsverschuldung, vor allem aber die Verschuldung der PRIVATHAUSHALTE aufgrund einer extrem akkommodierenden Geldpolitik nachdem in den 80er Jahren die Inflation eingedämmt und in den 90er Jahren wegen der Globalisierung keine mehr zu erwarten war.

Die VORAUSSETZUNGEN für diese Entwicklung haben URSÄCHLICH nicht die Märkte geschaffen, sondern die Staaten und Notenbanken. Aber natürlich haben die Märkte tatkräftig an der Realisierung mitgeholfen, was sie immer tun, wenn Profit zu machen ist. 

Das NACHFRAGE-DOGMA das Blanchard und Summers aufstellen, ist keines der Märkte.

Wenn es nach den Märkten geht, kann die Welt  nämlich verreckten (sage ich jetzt einmal so hart, damit Sie endlich einmal begreifen, dass die Märkte nicht das Übel dieser Welt sind, weil es ihnen NIE erlaubt wurde, es zu sein).

Es sind permanent EINGRIFFE in das Marktgeschehen, die – möglicherweise, das konstatiere ich gern – Schlimmes verhindert haben. 

Aber dann müssen Sie die Situation, die wir heute vorfinden, auch den Eingriffen und nicht dem Marktgeschehen anlasten. 

Ihre Argumentation stimmt hinten und vorne nicht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/warum-gold-ins-portfolio-gehoert/#comment-27517">Michael Stöcker</a>.</p>
<p>@ Michael Stöcker </p>
<p>Sie haben gesagt:</p>
<p>&gt;Das kollektive Versagen der letzten 10 Jahre basiert insbesondere auf falschen ökonomischen Theorien und Instrumenten.&gt;</p>
<p>Das ist eine DEFINITIVE Aussage, die nichts, aber auch gar nichts mit „Wir irren vorwärts“ zu tun hat, sondern heißt:</p>
<p>Wir haben Ihrer obigen Aussage nach KONSEQUENT falsche ökonomische Theorien und Instrumente eingesetzt, was zu Versagen geführt hat. </p>
<p>Ich frage Sie noch einmal, wo liegt  in den letzten 10 Jahren DE FACTO kollektives Versagen vor,  ablesbar an REALEN Zuständen wie Depression, Massenarbeitslosigkeit  wie 1929 ff.?</p>
<p>Das gibt es nicht, es ist Ihre Erfindung. </p>
<p>Es hat ein kollektives Versagen nicht gegeben, weil die Staaten nach der Lehman-Krise anfangs mit Fiskalpolitik extrem nachfrageorientiert reagiert und die Notenbanken eine ausufernde Geldpolitik betrieben haben sowie die Banken durch Rekapitalisierung einigermaßen stabil gehalten wurden. </p>
<p>Sie müssen einmal darauf eingehen, nicht nur Ihre Standardleier abspielen. </p>
<p>&gt;Mein Vorwurf geht an die Mainstream Ökonomen, die Keynes beiseitegeschoben und seit den 70ern überwiegend Mathturbation betrieben haben (DSGE &amp; Co.). Die meisten von denen haben wohl Keynes noch nie im Original gelesen;&gt;</p>
<p>Beiseite geschoben?</p>
<p>&gt;Blanchard sieht dies ebenfalls als einen der zentralen Fehler.&gt;</p>
<p>Hören Sie doch mal in den von Ihnen verlinkten Vortrag von Blanchard rein:  </p>
<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=CkErvaAgXr0&#038;feature=youtu.be" rel="nofollow ugc">https://www.youtube.com/watch?v=CkErvaAgXr0&#038;feature=youtu.be</a></p>
<p>Da können Sie zur Kenntnis nehmen:</p>
<p>„Lessons from the Stagflation of  the 1970s – Keynesian approach failed”</p>
<p>Keynes wurde nicht beiseitegeschoben, sondern ausprobiert, hat es aber nicht gebracht. </p>
<p>DAHER wurde anderes ausprobiert. </p>
<p>Das war dann auch weiterhin Staatsverschuldung, vor allem aber die Verschuldung der PRIVATHAUSHALTE aufgrund einer extrem akkommodierenden Geldpolitik nachdem in den 80er Jahren die Inflation eingedämmt und in den 90er Jahren wegen der Globalisierung keine mehr zu erwarten war.</p>
<p>Die VORAUSSETZUNGEN für diese Entwicklung haben URSÄCHLICH nicht die Märkte geschaffen, sondern die Staaten und Notenbanken. Aber natürlich haben die Märkte tatkräftig an der Realisierung mitgeholfen, was sie immer tun, wenn Profit zu machen ist. </p>
<p>Das NACHFRAGE-DOGMA das Blanchard und Summers aufstellen, ist keines der Märkte.</p>
<p>Wenn es nach den Märkten geht, kann die Welt  nämlich verreckten (sage ich jetzt einmal so hart, damit Sie endlich einmal begreifen, dass die Märkte nicht das Übel dieser Welt sind, weil es ihnen NIE erlaubt wurde, es zu sein).</p>
<p>Es sind permanent EINGRIFFE in das Marktgeschehen, die – möglicherweise, das konstatiere ich gern – Schlimmes verhindert haben. </p>
<p>Aber dann müssen Sie die Situation, die wir heute vorfinden, auch den Eingriffen und nicht dem Marktgeschehen anlasten. </p>
<p>Ihre Argumentation stimmt hinten und vorne nicht.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Wolfgang Selig		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/warum-gold-ins-portfolio-gehoert/#comment-27522</link>

		<dc:creator><![CDATA[Wolfgang Selig]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Nov 2017 19:50:38 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterindenmedien&#038;p=9285#comment-27522</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/warum-gold-ins-portfolio-gehoert/#comment-27518&quot;&gt;Michael Stöcker&lt;/a&gt;.

Oder es waren die Stromerzeuger...^^  Klingt nicht mehr illusorisch nach dem o.g.Artikel auf bazonline.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/warum-gold-ins-portfolio-gehoert/#comment-27518">Michael Stöcker</a>.</p>
<p>Oder es waren die Stromerzeuger&#8230;^^  Klingt nicht mehr illusorisch nach dem o.g.Artikel auf bazonline.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Michael Stöcker		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/warum-gold-ins-portfolio-gehoert/#comment-27521</link>

		<dc:creator><![CDATA[Michael Stöcker]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Nov 2017 19:24:46 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterindenmedien&#038;p=9285#comment-27521</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/warum-gold-ins-portfolio-gehoert/#comment-27517&quot;&gt;Michael Stöcker&lt;/a&gt;.

Nicht nur Jamaika darf neu denken, auch Herr Linnemann. Bei Forbes gibt es hierzu aktuell Gelegenheit, sich mit der Funktionsweise eines Kreditgeldsystems zu befassen: https://www.forbes.com/sites/francescoppola/2017/10/31/how-bank-lending-really-creates-money-and-why-the-magic-money-tree-is-not-cost-free/#4990e58b3073

LG Michael Stöcker]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/warum-gold-ins-portfolio-gehoert/#comment-27517">Michael Stöcker</a>.</p>
<p>Nicht nur Jamaika darf neu denken, auch Herr Linnemann. Bei Forbes gibt es hierzu aktuell Gelegenheit, sich mit der Funktionsweise eines Kreditgeldsystems zu befassen: <a href="https://www.forbes.com/sites/francescoppola/2017/10/31/how-bank-lending-really-creates-money-and-why-the-magic-money-tree-is-not-cost-free/#4990e58b3073" rel="nofollow ugc">https://www.forbes.com/sites/francescoppola/2017/10/31/how-bank-lending-really-creates-money-and-why-the-magic-money-tree-is-not-cost-free/#4990e58b3073</a></p>
<p>LG Michael Stöcker</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Michael Stöcker		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/warum-gold-ins-portfolio-gehoert/#comment-27518</link>

		<dc:creator><![CDATA[Michael Stöcker]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Nov 2017 18:46:32 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterindenmedien&#038;p=9285#comment-27518</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/warum-gold-ins-portfolio-gehoert/#comment-27509&quot;&gt;Contumax&lt;/a&gt;.

Nicht umsonst hatte Herr Dr. Menéndez bereits 2013 geschrieben: 

„Ich habe ja eher den Verdacht, daß dieser Hype eine Marketingmaßnahme von Hardwareherstellern war.“ https://soffisticated.wordpress.com/2013/04/18/pitticoin-die-lieben-und-platsch/

LG Michael Stöcker]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/warum-gold-ins-portfolio-gehoert/#comment-27509">Contumax</a>.</p>
<p>Nicht umsonst hatte Herr Dr. Menéndez bereits 2013 geschrieben: </p>
<p>„Ich habe ja eher den Verdacht, daß dieser Hype eine Marketingmaßnahme von Hardwareherstellern war.“ <a href="https://soffisticated.wordpress.com/2013/04/18/pitticoin-die-lieben-und-platsch/" rel="nofollow ugc">https://soffisticated.wordpress.com/2013/04/18/pitticoin-die-lieben-und-platsch/</a></p>
<p>LG Michael Stöcker</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Michael Stöcker		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/warum-gold-ins-portfolio-gehoert/#comment-27517</link>

		<dc:creator><![CDATA[Michael Stöcker]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Nov 2017 18:42:30 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterindenmedien&#038;p=9285#comment-27517</guid>

					<description><![CDATA[@ Dietmar Tischer und Wolfgang Selig

„Sie tragen wieder einmal mit einem Ton unantastbaren Überlegenheitswissens ihre Auffassungen vor, als wären es ewige Weisheiten:“

Diesen Vorwurf höre ich nicht zum ersten Mal, ich arbeite aber daran. Dass ich es mit den ewigen Weisheiten nicht so habe, sollte allerdings aus unseren zahlreichen Diskussionen der letzten Jahre mehr als deutlich geworden sein. Die pragmatische Sicht von Robert Musil hatte ich hier schon des Öfteren zitiert: „Wir irren vorwärts.“ Das gilt selbstverständlich auch für mich. Zudem hatte ich das Problem mit den ewigen Weisheiten ja bereits in diesem Post ausführlich thematisiert: https://zinsfehler.com/2016/12/01/das-kollektive-versagen/. Dort hatte ich am Anfang eine Begebenheit mit Einstein wiedergegeben: 

„Herr Dr. Einstein, diese Fragen wurden letztes Jahr hier schon gestellt.“ Einstein lächelte und sprach: „Das ist schon in Ordnung. Die Fragen sind dieselben geblieben, nur die Antworten haben sich geändert.“

Des weiteren hatte ich eigentlich gedacht, dass wir weitgehende Einigkeit darüber haben, dass die ZBen grundsätzlich richtig agiert haben. Die EZB unter Trichet allerdings erst mit zeitlicher Verzögerung.

Mein Vorwurf geht an die Mainstream Ökonomen, die Keynes beiseitegeschoben und seit den 70ern überwiegend Mathturbation betrieben haben (DSGE &#038; Co.). Die meisten von denen haben wohl Keynes noch nie im Original gelesen; wie sonst hätte es ein können, dass sie die Finanzmärkte in ihren Modellen völlig unberücksichtigt ließen. Blanchard sieht dies ebenfalls als einen der zentralen Fehler. Das Mantra lautete seitdem: Der Markt hat immer recht und der Staat verschwendet unser Geld. Von daher müssen wir ihn austrocknen und dem Diktum der internationalen Finanzmärkte unterwerfen. Und zu diesem Zweck wetteifern wir um die niedrigsten Steuersätze (Trump läutet ja gerade eine neue Runde ein) und ignorieren alte biblische Weisheiten (Matthäus-Effekt, Jubeljahre…).

Und an dieser einseitigen Marktdominanz waren die ZBen nicht ganz unschuldig; insbesondere auch die Bundesbank mit ihrem naiven monetaristischen Geldmengenkonzept. Wer über 30 Jahre den Rosenkranz gebetet hat, der ist nur sehr selten in der Lage, alte Glaubensbekenntnisse in Frage zu stellen. Und so sind sich fast alle einig, dass wir weiterhin am sogenannten Stabilitäts-Wachstumspakt festhalten müssen - der eigentlich ein Destabilisierungs- und Schrumpfungspakt ist - und Erbschaftssteuern des Teufels sind. 

Noch ein paar Anmerkungen zu Ihrem Kommentar:

„Versagen wäre zu konstatieren, wenn es diese globale Finanzkrise danach gegeben hätte.“

Wieso danach? Die globale Finanzkrise HAT stattgefunden und wir haben es den ZBen zu verdanken, dass es nicht zu einem Totalabsturz der Realwirtschaft gekommen ist.

„Wenn man schon kollektives Versagen feststellen will, dann muss man weit vor den letzten 10 Jahren ansetzen.“

Dˈaccord.

„Das lässt sich mit Blick auf die beiden großen Theoriestränge Geldpolitik (Friedman, Helikoptergeld) und Fiskalpolitik (Keynes, deficit spending) nachvollziehen.“

Diese beiden Theoriestränge gehören zusammen. Nicht umsonst klassifizierte von Hayek Friedman als Keynesianer. Und für Larry Summers ist Helikoptergeld nichts anderes als Fiskalpolitik (wo er recht hat, da hat er recht).

„Auch IHRE hier verkündete „Wahrheit“ kann morgen schon keine mehr sein, was heißt, dass sie bei ihrer auf das Prinzip Hoffnung bauen müssen.“

Meine verkündete Wahrheit ist nun auch in weiten Teilen diejenige Wahrheit, die Blanchard und Summers verkünden. Auf das Prinzip Hoffnung muss ich nur in Bezug auf unsere Regierung bauen; denn wenn sich die Bedingungen ändern, dann bin ich gerne bereit, meine bisherigen Vorschläge neu zu überdenken. Insbesondere in der Ökonomie sind die Fragen immer die gleichen, aber die Antworten können sich ändern.

@ Wolfgang Selig

„Die Abwendung einer Weltwirtschaftskrise 2008/2009 mit Mitteln der Geldpolitik mag aus Sicht des Bargeldbesitzers oder Bankguthabenbesitzers falsch gewesen sein.“

Aus Sicht der Bargeldbesitzer vielleicht, da sie bei einem deflationären Crash preiswert Assets hätten einkaufen können; aus Sicht der Bankguthabenbesitzer nein, denn deren Guthaben hätten sich zu einem größeren Teil in Luft aufgelöst. Es waren insbesondere die deutschen Banken, die gerettet worden sind. Wäre es nur um Griechenland gegangen, dann hätte man wohl kaum in diesem Maße interveniert.

„Aus Sicht eines Oberbefehlshabers einer militärischen Organisation (z.B. einer Bundeskanzlerin im Krisen- bzw. Verteidigungsfall), der bei einer restriktiven Geldpolitik mit Massenarbeitslosigkeit, versagenden Geldautomaten, verzweifelten bankruns, Problemen mit der Nahrungsmittelversorgung etc. unter Umständen von kriegs- oder bürgerkriegsähnlichen Zuständen ausgeht, war es vielleicht die richtige Werteentscheidung.“

Es war mAn exakt die richtige Entscheidung, wenn auch unter Trichet zuerst falsch und dann zu spät.

Das Problem sind nicht die ZBen, das Problem ist die kollektive mikroökonomische Fehlprogrammierung auf die schwarze Null. Jüngstes Beispiel hierzu ist ein Gastbeitrag von Carsten Linnemann in der aktuellen WiWo mit der Headline: „Jamaika darf neu denken“. Dort schreibt Linnemann:

„Mir ist jedenfalls kein Beispiel auf diesem Globus bekannt, wo Verschuldung langfristig zu Wachstum und Beschäftigung geführt hat.“

Der Mann hat in VWL promoviert und als Assistent bei Norbert Walter (sic!) gearbeitet. Die fundamentale Bedeutung eines Kreditgeldsystems sowie des Kreditzyklus scheint komplett an ihm vorbei gegangen zu sein. Jetzt müssen also nicht nur die Alten wegsterben, sondern auch noch die Jungen. Das ist es, was ich mit kollektivem Versagen meine; die Unfähigkeit, die eigene kollektive Fehlprogrammierung zu erkennen.

LG Michael Stöcker]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@ Dietmar Tischer und Wolfgang Selig</p>
<p>„Sie tragen wieder einmal mit einem Ton unantastbaren Überlegenheitswissens ihre Auffassungen vor, als wären es ewige Weisheiten:“</p>
<p>Diesen Vorwurf höre ich nicht zum ersten Mal, ich arbeite aber daran. Dass ich es mit den ewigen Weisheiten nicht so habe, sollte allerdings aus unseren zahlreichen Diskussionen der letzten Jahre mehr als deutlich geworden sein. Die pragmatische Sicht von Robert Musil hatte ich hier schon des Öfteren zitiert: „Wir irren vorwärts.“ Das gilt selbstverständlich auch für mich. Zudem hatte ich das Problem mit den ewigen Weisheiten ja bereits in diesem Post ausführlich thematisiert: <a href="https://zinsfehler.com/2016/12/01/das-kollektive-versagen/" rel="nofollow ugc">https://zinsfehler.com/2016/12/01/das-kollektive-versagen/</a>. Dort hatte ich am Anfang eine Begebenheit mit Einstein wiedergegeben: </p>
<p>„Herr Dr. Einstein, diese Fragen wurden letztes Jahr hier schon gestellt.“ Einstein lächelte und sprach: „Das ist schon in Ordnung. Die Fragen sind dieselben geblieben, nur die Antworten haben sich geändert.“</p>
<p>Des weiteren hatte ich eigentlich gedacht, dass wir weitgehende Einigkeit darüber haben, dass die ZBen grundsätzlich richtig agiert haben. Die EZB unter Trichet allerdings erst mit zeitlicher Verzögerung.</p>
<p>Mein Vorwurf geht an die Mainstream Ökonomen, die Keynes beiseitegeschoben und seit den 70ern überwiegend Mathturbation betrieben haben (DSGE &amp; Co.). Die meisten von denen haben wohl Keynes noch nie im Original gelesen; wie sonst hätte es ein können, dass sie die Finanzmärkte in ihren Modellen völlig unberücksichtigt ließen. Blanchard sieht dies ebenfalls als einen der zentralen Fehler. Das Mantra lautete seitdem: Der Markt hat immer recht und der Staat verschwendet unser Geld. Von daher müssen wir ihn austrocknen und dem Diktum der internationalen Finanzmärkte unterwerfen. Und zu diesem Zweck wetteifern wir um die niedrigsten Steuersätze (Trump läutet ja gerade eine neue Runde ein) und ignorieren alte biblische Weisheiten (Matthäus-Effekt, Jubeljahre…).</p>
<p>Und an dieser einseitigen Marktdominanz waren die ZBen nicht ganz unschuldig; insbesondere auch die Bundesbank mit ihrem naiven monetaristischen Geldmengenkonzept. Wer über 30 Jahre den Rosenkranz gebetet hat, der ist nur sehr selten in der Lage, alte Glaubensbekenntnisse in Frage zu stellen. Und so sind sich fast alle einig, dass wir weiterhin am sogenannten Stabilitäts-Wachstumspakt festhalten müssen &#8211; der eigentlich ein Destabilisierungs- und Schrumpfungspakt ist &#8211; und Erbschaftssteuern des Teufels sind. </p>
<p>Noch ein paar Anmerkungen zu Ihrem Kommentar:</p>
<p>„Versagen wäre zu konstatieren, wenn es diese globale Finanzkrise danach gegeben hätte.“</p>
<p>Wieso danach? Die globale Finanzkrise HAT stattgefunden und wir haben es den ZBen zu verdanken, dass es nicht zu einem Totalabsturz der Realwirtschaft gekommen ist.</p>
<p>„Wenn man schon kollektives Versagen feststellen will, dann muss man weit vor den letzten 10 Jahren ansetzen.“</p>
<p>Dˈaccord.</p>
<p>„Das lässt sich mit Blick auf die beiden großen Theoriestränge Geldpolitik (Friedman, Helikoptergeld) und Fiskalpolitik (Keynes, deficit spending) nachvollziehen.“</p>
<p>Diese beiden Theoriestränge gehören zusammen. Nicht umsonst klassifizierte von Hayek Friedman als Keynesianer. Und für Larry Summers ist Helikoptergeld nichts anderes als Fiskalpolitik (wo er recht hat, da hat er recht).</p>
<p>„Auch IHRE hier verkündete „Wahrheit“ kann morgen schon keine mehr sein, was heißt, dass sie bei ihrer auf das Prinzip Hoffnung bauen müssen.“</p>
<p>Meine verkündete Wahrheit ist nun auch in weiten Teilen diejenige Wahrheit, die Blanchard und Summers verkünden. Auf das Prinzip Hoffnung muss ich nur in Bezug auf unsere Regierung bauen; denn wenn sich die Bedingungen ändern, dann bin ich gerne bereit, meine bisherigen Vorschläge neu zu überdenken. Insbesondere in der Ökonomie sind die Fragen immer die gleichen, aber die Antworten können sich ändern.</p>
<p>@ Wolfgang Selig</p>
<p>„Die Abwendung einer Weltwirtschaftskrise 2008/2009 mit Mitteln der Geldpolitik mag aus Sicht des Bargeldbesitzers oder Bankguthabenbesitzers falsch gewesen sein.“</p>
<p>Aus Sicht der Bargeldbesitzer vielleicht, da sie bei einem deflationären Crash preiswert Assets hätten einkaufen können; aus Sicht der Bankguthabenbesitzer nein, denn deren Guthaben hätten sich zu einem größeren Teil in Luft aufgelöst. Es waren insbesondere die deutschen Banken, die gerettet worden sind. Wäre es nur um Griechenland gegangen, dann hätte man wohl kaum in diesem Maße interveniert.</p>
<p>„Aus Sicht eines Oberbefehlshabers einer militärischen Organisation (z.B. einer Bundeskanzlerin im Krisen- bzw. Verteidigungsfall), der bei einer restriktiven Geldpolitik mit Massenarbeitslosigkeit, versagenden Geldautomaten, verzweifelten bankruns, Problemen mit der Nahrungsmittelversorgung etc. unter Umständen von kriegs- oder bürgerkriegsähnlichen Zuständen ausgeht, war es vielleicht die richtige Werteentscheidung.“</p>
<p>Es war mAn exakt die richtige Entscheidung, wenn auch unter Trichet zuerst falsch und dann zu spät.</p>
<p>Das Problem sind nicht die ZBen, das Problem ist die kollektive mikroökonomische Fehlprogrammierung auf die schwarze Null. Jüngstes Beispiel hierzu ist ein Gastbeitrag von Carsten Linnemann in der aktuellen WiWo mit der Headline: „Jamaika darf neu denken“. Dort schreibt Linnemann:</p>
<p>„Mir ist jedenfalls kein Beispiel auf diesem Globus bekannt, wo Verschuldung langfristig zu Wachstum und Beschäftigung geführt hat.“</p>
<p>Der Mann hat in VWL promoviert und als Assistent bei Norbert Walter (sic!) gearbeitet. Die fundamentale Bedeutung eines Kreditgeldsystems sowie des Kreditzyklus scheint komplett an ihm vorbei gegangen zu sein. Jetzt müssen also nicht nur die Alten wegsterben, sondern auch noch die Jungen. Das ist es, was ich mit kollektivem Versagen meine; die Unfähigkeit, die eigene kollektive Fehlprogrammierung zu erkennen.</p>
<p>LG Michael Stöcker</p>
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		Von: Wolfgang Selig		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/warum-gold-ins-portfolio-gehoert/#comment-27510</link>

		<dc:creator><![CDATA[Wolfgang Selig]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Nov 2017 16:58:55 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/warum-gold-ins-portfolio-gehoert/#comment-27509&quot;&gt;Contumax&lt;/a&gt;.

Ein wichtiger Hinweis, der m.E. aber umso deutlicher zeigt, dass eine seriöse Geldpolitik unglaublich wichtig ist, wenn man solche Auswüchse einschränken will.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/warum-gold-ins-portfolio-gehoert/#comment-27509">Contumax</a>.</p>
<p>Ein wichtiger Hinweis, der m.E. aber umso deutlicher zeigt, dass eine seriöse Geldpolitik unglaublich wichtig ist, wenn man solche Auswüchse einschränken will.</p>
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