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	Kommentare zu: &#8220;Trump könnte scheitern, bevor er richtig anfängt&#8221;	</title>
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	<description>Daniel Stelter ist die unabhängige Stimme zur Finanzkrise</description>
	<lastBuildDate>Thu, 01 Dec 2016 16:31:11 +0000</lastBuildDate>
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		<title>
		Von: Dietmar Tischer		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/trump-koennte-scheitern-bevor-er-richtig-anfaengt/#comment-20855</link>

		<dc:creator><![CDATA[Dietmar Tischer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Nov 2016 11:26:13 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[@ MFK

&#062;Nachtrag zu QE: Natürlich ist QE richtig, um den Bankensektor wieder in Ordnung zu bringen. Das macht Draghi gerade.&#062;

Es ist nicht richtig, den Bankensektor mit QE in Ordnung zu bringen. 

Der Bankensektor, so wie er sich darstellt, könnte nicht einmal mit einer Rekapitalisierung, so sie denn verfügbar wäre, in Ordnung gebracht werden.

Er ist überdimensioniert, ineffektiv und verliert an Bedeutung, weil ihm der Zahlungsverkehr und damit die Kundenbindung entgleiten. 

Er kann nur durch Reduzierung, d. h. Abwicklungen und Insolvenzen in Ordnung gebracht werden. 

Ich bezweifle daher, dass Draghi gerade den Bankensektor in Ordnung bringt.

&#062;Es ist aber katastrophal falsch, QE ist Mittel zur Belebung der Wirtschaft anzuwenden.&#062;

DAS versucht er – und es gelingt ihm nicht (hinreichend).

&#062;Die Folgen der Fehlallokation werden wir noch zu spüren bekommen. Ich bin gespannt, wie die Fed das wieder hinbekommt.&#062;

Ich bin auch gespannt, wie die Fed die Liquidität wieder einsammeln will, wenn bei einem erfolgrei-chen Trumpschen Wirtschaftsaufschwung die Inflation REALWIRTSCHAFTLICH induziert kontinuier-lich anzieht. 

Natürlich kann die Fed die Liquidität wieder einsammeln. Würde sie es konsequent tun, wäre dies end game.

Die Quadratur des Kreises gibt es nicht. 

&#062;… wie schwachsinnig die Maastricht 3% Staatsschuldenregelung bei einer Balance sheet recession ist. Natürlich muss hier der Staat sich höher verschulden können, wenn der Privatsektor entsprechend spart.&#062;

Ja, bei einer Balance sheet recession. 

Die Maastricht 3%-Regel ist aber nicht schwachsinnig, wenn es um die VERHINDERUNG einer Ba-lance sheet recession geht.

Sie ist diesbezüglich allerdings wirkungslos, wie wir gesehen haben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@ MFK</p>
<p>&gt;Nachtrag zu QE: Natürlich ist QE richtig, um den Bankensektor wieder in Ordnung zu bringen. Das macht Draghi gerade.&gt;</p>
<p>Es ist nicht richtig, den Bankensektor mit QE in Ordnung zu bringen. </p>
<p>Der Bankensektor, so wie er sich darstellt, könnte nicht einmal mit einer Rekapitalisierung, so sie denn verfügbar wäre, in Ordnung gebracht werden.</p>
<p>Er ist überdimensioniert, ineffektiv und verliert an Bedeutung, weil ihm der Zahlungsverkehr und damit die Kundenbindung entgleiten. </p>
<p>Er kann nur durch Reduzierung, d. h. Abwicklungen und Insolvenzen in Ordnung gebracht werden. </p>
<p>Ich bezweifle daher, dass Draghi gerade den Bankensektor in Ordnung bringt.</p>
<p>&gt;Es ist aber katastrophal falsch, QE ist Mittel zur Belebung der Wirtschaft anzuwenden.&gt;</p>
<p>DAS versucht er – und es gelingt ihm nicht (hinreichend).</p>
<p>&gt;Die Folgen der Fehlallokation werden wir noch zu spüren bekommen. Ich bin gespannt, wie die Fed das wieder hinbekommt.&gt;</p>
<p>Ich bin auch gespannt, wie die Fed die Liquidität wieder einsammeln will, wenn bei einem erfolgrei-chen Trumpschen Wirtschaftsaufschwung die Inflation REALWIRTSCHAFTLICH induziert kontinuier-lich anzieht. </p>
<p>Natürlich kann die Fed die Liquidität wieder einsammeln. Würde sie es konsequent tun, wäre dies end game.</p>
<p>Die Quadratur des Kreises gibt es nicht. </p>
<p>&gt;… wie schwachsinnig die Maastricht 3% Staatsschuldenregelung bei einer Balance sheet recession ist. Natürlich muss hier der Staat sich höher verschulden können, wenn der Privatsektor entsprechend spart.&gt;</p>
<p>Ja, bei einer Balance sheet recession. </p>
<p>Die Maastricht 3%-Regel ist aber nicht schwachsinnig, wenn es um die VERHINDERUNG einer Ba-lance sheet recession geht.</p>
<p>Sie ist diesbezüglich allerdings wirkungslos, wie wir gesehen haben.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: MFK		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/trump-koennte-scheitern-bevor-er-richtig-anfaengt/#comment-20840</link>

		<dc:creator><![CDATA[MFK]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Nov 2016 21:12:36 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/trump-koennte-scheitern-bevor-er-richtig-anfaengt/#comment-20834&quot;&gt;Ralph Klages&lt;/a&gt;.

Nachtrag zu QE: Natürlich ist QE richtig, um den Bankensektor wieder in Ordnung zu bringen. Das macht Draghi gerade. Im Verhältnis zu den USA ist die QE hier noch moderat (x4,9 der benötigten Reserven). Es ist aber katastrophal falsch, QE ist Mittel zur Belebung der Wirtschaft anzuwenden. Die Folgen der Fehlallokation werden wir noch zu spüren bekommen. Ich bin gespannt, wie die Fed das wieder hinbekommt.

Europa hat dafür ein anderes Problem. Wenn, wie in Spanien die Sparquote der privaten Haushalte 7,5% von GDP beträgt und der Staat sich mit 4,8% verschuldet, wo bleiben die Differenz? Dieses Geld bleibt im Bankensektor stecken und führt zu einem deflationary gap. Hier zeigt sich, wie schwachsinnig die Maastricht 3% Staatsschuldenregelung bei einer Balance sheet recession ist. Natürlich muss hier der Staat sich höher verschulden können, wenn der Privatsektor entsprechend spart.

Schön auch, wenn nun die Immobilienpreise in Deutschland anziehen, weil durch Auslandsnachfrage und niedrige Zinsen hier die nächste Bubble kreirt wird. Werden dann die Kreditanforderungen (sinnvoll) verschärft fangen die Lobbyisten und ie Politik an zu protestieren. Hier habe wir dann den Vorläufer der nächsten Balnace sheet recession, wenn diese Bubble wieder platzt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/trump-koennte-scheitern-bevor-er-richtig-anfaengt/#comment-20834">Ralph Klages</a>.</p>
<p>Nachtrag zu QE: Natürlich ist QE richtig, um den Bankensektor wieder in Ordnung zu bringen. Das macht Draghi gerade. Im Verhältnis zu den USA ist die QE hier noch moderat (x4,9 der benötigten Reserven). Es ist aber katastrophal falsch, QE ist Mittel zur Belebung der Wirtschaft anzuwenden. Die Folgen der Fehlallokation werden wir noch zu spüren bekommen. Ich bin gespannt, wie die Fed das wieder hinbekommt.</p>
<p>Europa hat dafür ein anderes Problem. Wenn, wie in Spanien die Sparquote der privaten Haushalte 7,5% von GDP beträgt und der Staat sich mit 4,8% verschuldet, wo bleiben die Differenz? Dieses Geld bleibt im Bankensektor stecken und führt zu einem deflationary gap. Hier zeigt sich, wie schwachsinnig die Maastricht 3% Staatsschuldenregelung bei einer Balance sheet recession ist. Natürlich muss hier der Staat sich höher verschulden können, wenn der Privatsektor entsprechend spart.</p>
<p>Schön auch, wenn nun die Immobilienpreise in Deutschland anziehen, weil durch Auslandsnachfrage und niedrige Zinsen hier die nächste Bubble kreirt wird. Werden dann die Kreditanforderungen (sinnvoll) verschärft fangen die Lobbyisten und ie Politik an zu protestieren. Hier habe wir dann den Vorläufer der nächsten Balnace sheet recession, wenn diese Bubble wieder platzt.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: MFK		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/trump-koennte-scheitern-bevor-er-richtig-anfaengt/#comment-20839</link>

		<dc:creator><![CDATA[MFK]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Nov 2016 21:01:48 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/trump-koennte-scheitern-bevor-er-richtig-anfaengt/#comment-20834&quot;&gt;Ralph Klages&lt;/a&gt;.

Das Problem sind nicht Zinserhöhungen der Fed, das ist Zentralbankroutine. Das Problem ist die immense Liquidität, die die Fed durch QE in den Bankenbereich gepumpt hat (x16,9 der benötigten Reserven). Hier schlummert ein großes Inflationspotential (1500%), wenn  die Wirtschaft wieder anspringt. Wie die Fed diese Liquidität ohne Schaden wieder abziehen will, ist mir schleierhaft. Wenn sie das mit den Zinserhöhungen zusammen macht, spielt der Bondmarkt verrückt. Auch vagabundiert dieses Geld ja im Markt umher, allerdings ohne eine klassische Inflation zu verursachen. Dafür haben wir in den USA eine Gewerbeimmobilienblase in den großen Städten und auch eine Aktienbubble. So etwas hat noch niemals jemand vorher versucht. Greenspan hat zwar die Zinsen gesenkt, aber nicht auch noch QE getätigt. Das wird spannend für Trader. Wir bauen hier gerade erste Positionen auf.

Natürlich wird Trump keine generellen Handelbarrieren aufbauen. Er wird dort eingreifen, wo US Produkte mit japanischen, chinesischen und deutschen Produkten konkurrieren. Dies ist Landwirtschaft mit Landmaschinen, Automobilindustrie, Chemie, Stahl, Kohle etc. und natürlich nicht der Spezialmaschinenbau. Und seien wir ehrlich. Der EURO verzerrt den Wettbewerb zugunsten Deutschlands erheblich. Und die Chinesen haben infolge der Aufwertung des Dollars die RMB Koppelung an den USD aufgegeben und verschaffen sich hier erhebliche Wettbewerbsvorteile. Trump wird hier eingreifen. Als Geschäftsmann wird er hier von seinen amerikanischen Kollegen entsprechend gebrieft. Auch halte ich es für sehr unwahrscheinlich, dass Trump die Wahlen ohne Einflussnahme dieser Leute gewinnen konnte. Dies anzunehmen ist naiv. Sanders hatte übrigens eine ähnliche Agenda wie Trump. Auch dies zeigt wie verlogen unsere gekauften Mainstream Medien hier über Trump berichten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/trump-koennte-scheitern-bevor-er-richtig-anfaengt/#comment-20834">Ralph Klages</a>.</p>
<p>Das Problem sind nicht Zinserhöhungen der Fed, das ist Zentralbankroutine. Das Problem ist die immense Liquidität, die die Fed durch QE in den Bankenbereich gepumpt hat (x16,9 der benötigten Reserven). Hier schlummert ein großes Inflationspotential (1500%), wenn  die Wirtschaft wieder anspringt. Wie die Fed diese Liquidität ohne Schaden wieder abziehen will, ist mir schleierhaft. Wenn sie das mit den Zinserhöhungen zusammen macht, spielt der Bondmarkt verrückt. Auch vagabundiert dieses Geld ja im Markt umher, allerdings ohne eine klassische Inflation zu verursachen. Dafür haben wir in den USA eine Gewerbeimmobilienblase in den großen Städten und auch eine Aktienbubble. So etwas hat noch niemals jemand vorher versucht. Greenspan hat zwar die Zinsen gesenkt, aber nicht auch noch QE getätigt. Das wird spannend für Trader. Wir bauen hier gerade erste Positionen auf.</p>
<p>Natürlich wird Trump keine generellen Handelbarrieren aufbauen. Er wird dort eingreifen, wo US Produkte mit japanischen, chinesischen und deutschen Produkten konkurrieren. Dies ist Landwirtschaft mit Landmaschinen, Automobilindustrie, Chemie, Stahl, Kohle etc. und natürlich nicht der Spezialmaschinenbau. Und seien wir ehrlich. Der EURO verzerrt den Wettbewerb zugunsten Deutschlands erheblich. Und die Chinesen haben infolge der Aufwertung des Dollars die RMB Koppelung an den USD aufgegeben und verschaffen sich hier erhebliche Wettbewerbsvorteile. Trump wird hier eingreifen. Als Geschäftsmann wird er hier von seinen amerikanischen Kollegen entsprechend gebrieft. Auch halte ich es für sehr unwahrscheinlich, dass Trump die Wahlen ohne Einflussnahme dieser Leute gewinnen konnte. Dies anzunehmen ist naiv. Sanders hatte übrigens eine ähnliche Agenda wie Trump. Auch dies zeigt wie verlogen unsere gekauften Mainstream Medien hier über Trump berichten.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Dieter Krause		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/trump-koennte-scheitern-bevor-er-richtig-anfaengt/#comment-20838</link>

		<dc:creator><![CDATA[Dieter Krause]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Nov 2016 19:35:35 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Im Rahmen dieses Blogs interessiert uns vor allem die ökonomische Seite. Die Ent-Trumpisierung von Trump findet hier ein Argument in der Reaktion der Aktienmärkte auf seine Wahl: Sie schossen weltweit nach oben. Wenn die Aktienmärkte Trump so gefährlich finden, dann müssten sie doch sinken, so geht hier das Argument. Ich habe vor der Wahl auch geglaubt – und das auch geschrieben –, dass die Unsicherheit nach einer Trump-Wahl die Kurse auf Talfahrt schicken werde. Immerhin fielen sie im Vorfeld der Wahl meistens dann, wenn Trumps Chancen zu steigen schienen. Und die Börse zeigte nach oben, wenn laut Umfragen Hillary Clinton vorne lag. Und ganz zu Beginn, als das Wahlergebnis klar war, verhielten sich die Börsen auch wie erwartet, sie verzeichneten insgesamt Verluste.
Aktienmärkte bewerten keine Qualitäten

Genauso wenig wie aus begeisterten Menschenmassen lassen sich aber auch aus steigenden Aktienkursen Rückschlüsse auf die Qualität einer Politik oder eines Politikers ziehen. Sie zeigen bloss Gewinnerwartungen an. Gleich in seiner ersten Rede nach der Wahl hat Trump etwas verkündet, was höhere Gewinne für Unternehmen verspricht: ein umfassendes Investitionsprogramm vor allem für die US-Infrastruktur – und Steuersenkungen.

Bleiben wir bei den Investitionen. Was ist denn nun an denen auszusetzen?

Gar nichts – zumindest vom Vorstoss her. Die genaue Ausgestaltung bleibt abzuwarten. Ebenso der Zeitpunkt, in dem sie umgesetzt werden sollen (das heisst die Wirtschaftslage der US-Wirtschaft, denn in einer Hochkonjunktur würden sie vor allem die Inflation anheizen) und die Reaktion der Geldpolitik. Aber Investitionen in die US-Infrastruktur sind notwendig, denn die ist vielfach schrottreif. Internationale Organisationen wie der Internationale Währungsfonds fordern solche Investitionen schon länger, wie auch eher links von der Mitte angesiedelte Ökonomen. Selbst der Chefökonom der Obama-Administration, Jason Furman, hat eine Ablösung der Geldpolitik durch die Fiskalpolitik gefordert, also durch den Staat finanzierte Investitionen. Es ist eine Ironie der Geschichte, dass wahrscheinlich Donald Trump mehr Chancen hat, solche Ausgaben durchzusetzen, nur weil er nicht dem anderen Lager angehört.
Das Gesamtbild bleibt düster

Es wäre schlecht argumentiert, einfach bei allem nach Negativem zu suchen, nur weil es von Trump kommt. Damit würde man sich für Jahre aus einer ernsthaften Debatte verabschieden. Wichtig bleibt aber immer das Gesamtbild. Das Investitionsprogramm macht aus Donald Trump noch keinen weitsichtigen Wirtschaftspolitiker. Schon weil er sich in seinen bisherigen Verlautbarungen keinen Deut um die Finanzierung kümmert und weil es nicht reicht, um die Lage der Zukurzgekommenen in den USA nachhaltig zu verbessern. Im Gegenteil will er auch noch Steuersenkungen durchbringen, die vor allem den Reichsten zugutekommen. Eine massive weitere Verschuldung der USA wäre die Folge.

Und dann gibt es da noch immer Trumps Pläne, den Aussenhandel drastisch einzuschränken. Wie schon argumentiert, hat man es mit der Globalisierung zu weit getrieben, was einen Teil der Abneigung gegen Freihandel erklärt. Das ist und war aber nie ein Argument gegen Freihandel an sich. Denn eine Einschränkung des Freihandels, wie sie Donald Trump im Wahlkampf propagiert hat, wäre schädlich für die gesamte Weltwirtschaft und auch für die USA und all jene, die sich eine Verbesserung ihrer Lebensumstände mit dem neuen Präsidenten erhoffen – ganz abgesehen von den internationalen politischen Kollateralschäden.

Es gibt keinen Grund für eine Ent-trumpung: Das heisst keinen, um aus Donald Trump einen anderen zu machen, als er immer war und als er sich im Wahlkampf deutlich gezeigt hat.
http://www.fuw.ch/article/nmtm-die-seltsame-ent-trumpung-von-donald-trump/]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Rahmen dieses Blogs interessiert uns vor allem die ökonomische Seite. Die Ent-Trumpisierung von Trump findet hier ein Argument in der Reaktion der Aktienmärkte auf seine Wahl: Sie schossen weltweit nach oben. Wenn die Aktienmärkte Trump so gefährlich finden, dann müssten sie doch sinken, so geht hier das Argument. Ich habe vor der Wahl auch geglaubt – und das auch geschrieben –, dass die Unsicherheit nach einer Trump-Wahl die Kurse auf Talfahrt schicken werde. Immerhin fielen sie im Vorfeld der Wahl meistens dann, wenn Trumps Chancen zu steigen schienen. Und die Börse zeigte nach oben, wenn laut Umfragen Hillary Clinton vorne lag. Und ganz zu Beginn, als das Wahlergebnis klar war, verhielten sich die Börsen auch wie erwartet, sie verzeichneten insgesamt Verluste.<br />
Aktienmärkte bewerten keine Qualitäten</p>
<p>Genauso wenig wie aus begeisterten Menschenmassen lassen sich aber auch aus steigenden Aktienkursen Rückschlüsse auf die Qualität einer Politik oder eines Politikers ziehen. Sie zeigen bloss Gewinnerwartungen an. Gleich in seiner ersten Rede nach der Wahl hat Trump etwas verkündet, was höhere Gewinne für Unternehmen verspricht: ein umfassendes Investitionsprogramm vor allem für die US-Infrastruktur – und Steuersenkungen.</p>
<p>Bleiben wir bei den Investitionen. Was ist denn nun an denen auszusetzen?</p>
<p>Gar nichts – zumindest vom Vorstoss her. Die genaue Ausgestaltung bleibt abzuwarten. Ebenso der Zeitpunkt, in dem sie umgesetzt werden sollen (das heisst die Wirtschaftslage der US-Wirtschaft, denn in einer Hochkonjunktur würden sie vor allem die Inflation anheizen) und die Reaktion der Geldpolitik. Aber Investitionen in die US-Infrastruktur sind notwendig, denn die ist vielfach schrottreif. Internationale Organisationen wie der Internationale Währungsfonds fordern solche Investitionen schon länger, wie auch eher links von der Mitte angesiedelte Ökonomen. Selbst der Chefökonom der Obama-Administration, Jason Furman, hat eine Ablösung der Geldpolitik durch die Fiskalpolitik gefordert, also durch den Staat finanzierte Investitionen. Es ist eine Ironie der Geschichte, dass wahrscheinlich Donald Trump mehr Chancen hat, solche Ausgaben durchzusetzen, nur weil er nicht dem anderen Lager angehört.<br />
Das Gesamtbild bleibt düster</p>
<p>Es wäre schlecht argumentiert, einfach bei allem nach Negativem zu suchen, nur weil es von Trump kommt. Damit würde man sich für Jahre aus einer ernsthaften Debatte verabschieden. Wichtig bleibt aber immer das Gesamtbild. Das Investitionsprogramm macht aus Donald Trump noch keinen weitsichtigen Wirtschaftspolitiker. Schon weil er sich in seinen bisherigen Verlautbarungen keinen Deut um die Finanzierung kümmert und weil es nicht reicht, um die Lage der Zukurzgekommenen in den USA nachhaltig zu verbessern. Im Gegenteil will er auch noch Steuersenkungen durchbringen, die vor allem den Reichsten zugutekommen. Eine massive weitere Verschuldung der USA wäre die Folge.</p>
<p>Und dann gibt es da noch immer Trumps Pläne, den Aussenhandel drastisch einzuschränken. Wie schon argumentiert, hat man es mit der Globalisierung zu weit getrieben, was einen Teil der Abneigung gegen Freihandel erklärt. Das ist und war aber nie ein Argument gegen Freihandel an sich. Denn eine Einschränkung des Freihandels, wie sie Donald Trump im Wahlkampf propagiert hat, wäre schädlich für die gesamte Weltwirtschaft und auch für die USA und all jene, die sich eine Verbesserung ihrer Lebensumstände mit dem neuen Präsidenten erhoffen – ganz abgesehen von den internationalen politischen Kollateralschäden.</p>
<p>Es gibt keinen Grund für eine Ent-trumpung: Das heisst keinen, um aus Donald Trump einen anderen zu machen, als er immer war und als er sich im Wahlkampf deutlich gezeigt hat.<br />
<a href="http://www.fuw.ch/article/nmtm-die-seltsame-ent-trumpung-von-donald-trump/" rel="nofollow ugc">http://www.fuw.ch/article/nmtm-die-seltsame-ent-trumpung-von-donald-trump/</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Dieter Krause		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/trump-koennte-scheitern-bevor-er-richtig-anfaengt/#comment-20837</link>

		<dc:creator><![CDATA[Dieter Krause]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Nov 2016 19:29:16 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterindenmedien&#038;p=6023#comment-20837</guid>

					<description><![CDATA[Big banks are more excited about Donald Trump than any other president in almost 100 years

In the final few weeks of the US presidential campaign, Donald Trump warned that his rival, Hillary Clinton, “meets in secret with international banks to plot the destruction of US sovereignty.” Out on the trail, he suggested everyone from Goldman Sachs to the Federal Reserve were in on a conspiracy to keep America down.

But for all of his criticism of Wall Street before the election, under a Trump administration banks are in line for a bonanza. How can you tell? Since Trump won the vote, US bank stocks have rallied more strongly in the post-election, pre-inauguration period than for any other first-term president going back to Herbert Hoover.

On average, bank stocks have fallen by 2% at this point of the post-election period for first-term presidents going back to Hoover. Since Trump’s win, they’re up nearly 15%. That means a broad index of bank stocks is now up after Trump’s victory by as much as it was down after Obama won his first term, on the heels of Lehman Brothers’ collapse.

Both JPMorgan and Bank of America have seen their market cap jump by $30 billion each since election day on Nov. 8. Goldman Sachs has gained $10 billion over the same period. What gives?

For one thing, Trump’s economic transition team and purported cabinet appointees prominently feature current and former bankers. His financial policy proposals also imply far lighter regulation—a welcome development for an industry bedeviled by legal fines in recent years—starting with a scrapping of the Dodd-Frank Act. Aggressive tax cuts and infrastructure spending are also in the pipeline.

“Make Wall Street Great Again” doesn’t exactly square with Trump’s populist message, but then, he seems pretty comfortable with contradictions.
http://qz.com/841359/big-banks-are-more-excited-about-donald-trump-than-any-other-president-in-almost-100-years/]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Big banks are more excited about Donald Trump than any other president in almost 100 years</p>
<p>In the final few weeks of the US presidential campaign, Donald Trump warned that his rival, Hillary Clinton, “meets in secret with international banks to plot the destruction of US sovereignty.” Out on the trail, he suggested everyone from Goldman Sachs to the Federal Reserve were in on a conspiracy to keep America down.</p>
<p>But for all of his criticism of Wall Street before the election, under a Trump administration banks are in line for a bonanza. How can you tell? Since Trump won the vote, US bank stocks have rallied more strongly in the post-election, pre-inauguration period than for any other first-term president going back to Herbert Hoover.</p>
<p>On average, bank stocks have fallen by 2% at this point of the post-election period for first-term presidents going back to Hoover. Since Trump’s win, they’re up nearly 15%. That means a broad index of bank stocks is now up after Trump’s victory by as much as it was down after Obama won his first term, on the heels of Lehman Brothers’ collapse.</p>
<p>Both JPMorgan and Bank of America have seen their market cap jump by $30 billion each since election day on Nov. 8. Goldman Sachs has gained $10 billion over the same period. What gives?</p>
<p>For one thing, Trump’s economic transition team and purported cabinet appointees prominently feature current and former bankers. His financial policy proposals also imply far lighter regulation—a welcome development for an industry bedeviled by legal fines in recent years—starting with a scrapping of the Dodd-Frank Act. Aggressive tax cuts and infrastructure spending are also in the pipeline.</p>
<p>“Make Wall Street Great Again” doesn’t exactly square with Trump’s populist message, but then, he seems pretty comfortable with contradictions.<br />
<a href="http://qz.com/841359/big-banks-are-more-excited-about-donald-trump-than-any-other-president-in-almost-100-years/" rel="nofollow ugc">http://qz.com/841359/big-banks-are-more-excited-about-donald-trump-than-any-other-president-in-almost-100-years/</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Ralph Klages		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/trump-koennte-scheitern-bevor-er-richtig-anfaengt/#comment-20834</link>

		<dc:creator><![CDATA[Ralph Klages]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Nov 2016 18:23:38 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/trump-koennte-scheitern-bevor-er-richtig-anfaengt/#comment-20831&quot;&gt;MFK&lt;/a&gt;.

D&#039;accord zu Ihren Ausführungen. Fraglich aber bleibt, ob speziell Deutschland durch Handelsrestriktionen gravierende Nachteile erleiden wird. Zum Einen kann man schlecht abschätzen, inwieweit die Zinsen in den USA steigen werden, ob gering, moderat oder massiv. Ich meine kurz wie lang moderat. Zieht aber Kapital an, Dollar steigt, Europrodukte auf US-Markt günstiger. Zum Anderen und nicht zu unterschätzen sind Art und Qualitätsaspekte deutscher Exporte: Es sind eben nicht jene billigen Massenprodukte Chinas, die wir ausführen, sondern oft Spezialanfertigungen, für die der Preis eben nur eine Komponente ist. Von daher ist eher Gelassenheit gefragt. Um Abwarten. LG]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/trump-koennte-scheitern-bevor-er-richtig-anfaengt/#comment-20831">MFK</a>.</p>
<p>D&#8217;accord zu Ihren Ausführungen. Fraglich aber bleibt, ob speziell Deutschland durch Handelsrestriktionen gravierende Nachteile erleiden wird. Zum Einen kann man schlecht abschätzen, inwieweit die Zinsen in den USA steigen werden, ob gering, moderat oder massiv. Ich meine kurz wie lang moderat. Zieht aber Kapital an, Dollar steigt, Europrodukte auf US-Markt günstiger. Zum Anderen und nicht zu unterschätzen sind Art und Qualitätsaspekte deutscher Exporte: Es sind eben nicht jene billigen Massenprodukte Chinas, die wir ausführen, sondern oft Spezialanfertigungen, für die der Preis eben nur eine Komponente ist. Von daher ist eher Gelassenheit gefragt. Um Abwarten. LG</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: MFK		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/trump-koennte-scheitern-bevor-er-richtig-anfaengt/#comment-20831</link>

		<dc:creator><![CDATA[MFK]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Nov 2016 14:50:19 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Es kommt noch ein weiteres Problem hinzu, welches Trump nicht zu verantworten hat, nämlich QE. Die Fed muss nämlich im Fall einer wirtschaftlichen Erhohlung nicht nur die Zinsen erhöhen sondern auch QE zurückfahren. Im US Bankensystem stecken heute 16,9x der required reserves. Diese Geldmenge birgt ein sehr hohes Inflationspotential, welches heute nicht zum Tragen kommt, weil keine Nachfrage nach diesem Geld da ist. Sobald aber die Nachfrage steigt, muss die Fed die Liquidität wieder einsammeln. Das muss aber schon vorher (vor deutlichen Zinserhöhungen) passieren, weil ansonsten alle Marktteilnehmer das Gleiche machen und die Zinsen dann explodieren. Bereits durch tapering steigen die Zinsen. Wird im Rest der Welt weiter auf QE gesetzt, was derzeit der Fall ist, geht viel Liquidität in den US Bondmarkt und der Dollar steigt, was wiederum der US Industrie schadet. Auch das sehen wir gerade. Zwar hat sich die US Wirtschaft noch nicht von den zahlreichen Bubbles erhohlt und die Wirtschaft kommt nocht nicht in Fahrt, jedoch muss Yellen QE aus o.g.Gründen früher zurückfahren. Yellen ist da in einer wahrscheinlich unlösbaren QE Falle. Dieser Hintergrund macht es auch verständlich, dass Trump auf Handelsrestriktionen setzt, was wiederum Japan, China und Deutschland schaden wird.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es kommt noch ein weiteres Problem hinzu, welches Trump nicht zu verantworten hat, nämlich QE. Die Fed muss nämlich im Fall einer wirtschaftlichen Erhohlung nicht nur die Zinsen erhöhen sondern auch QE zurückfahren. Im US Bankensystem stecken heute 16,9x der required reserves. Diese Geldmenge birgt ein sehr hohes Inflationspotential, welches heute nicht zum Tragen kommt, weil keine Nachfrage nach diesem Geld da ist. Sobald aber die Nachfrage steigt, muss die Fed die Liquidität wieder einsammeln. Das muss aber schon vorher (vor deutlichen Zinserhöhungen) passieren, weil ansonsten alle Marktteilnehmer das Gleiche machen und die Zinsen dann explodieren. Bereits durch tapering steigen die Zinsen. Wird im Rest der Welt weiter auf QE gesetzt, was derzeit der Fall ist, geht viel Liquidität in den US Bondmarkt und der Dollar steigt, was wiederum der US Industrie schadet. Auch das sehen wir gerade. Zwar hat sich die US Wirtschaft noch nicht von den zahlreichen Bubbles erhohlt und die Wirtschaft kommt nocht nicht in Fahrt, jedoch muss Yellen QE aus o.g.Gründen früher zurückfahren. Yellen ist da in einer wahrscheinlich unlösbaren QE Falle. Dieser Hintergrund macht es auch verständlich, dass Trump auf Handelsrestriktionen setzt, was wiederum Japan, China und Deutschland schaden wird.</p>
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