Hubertus Heil ist nicht der ein­zige Jünger von Charles Ponzi

Dieser Kommentar von mir erschien im Februar 2019 bei manager magazin. Angesichts des Aufschreis über das Gutachten zur Rente im Auftrag des Wirtschaftsministeriums dachte ich mir, es lohnt, ihn zu wiederholen. Davor nur kurz die Einordnung des Gutachtens, auch Thema im Podcast vom 13. Juni 2021:

Das Beratergremium beim Wirtschaftsministerium hat vorgeschlagen, das Renteneintrittsalter an die allgemeine Lebenserwartung zu koppeln. Bis etwa 2042 würde es auf 68 Jahre steigen. Damit würde die steigende Lebenserwartung im Verhältnis von etwa zwei zu eins zwischen längerem Arbeiten und längerer Rente aufgeteilt. Steuert die Politik nicht gegen, dürfte der Bundeszuschuss in die Rentenkasse von jetzt rund 25 Prozent des Bundeshaushalts (100 Milliarden Euro) auf 55 Prozent steigen. Drastische Steuererhöhungen und Einsparungen in anderen Bereichen – vor allem erneut für  wichtige Zukunftsinvestitionen – wären die zwangsläufigen Folgen.

Die Reaktion der Politik entsprach dem schon angesprochenen Prinzip des Gelesen-gelacht-gelocht, passt es doch so gar nicht in Wahlkampfzeiten. Kein Gewinner-Thema: längere Lebensarbeitszeit, tiefere Renten, höhere Beiträge und Steuern. Es gibt keine Geschenke zu verteilen. Kein Wunder, dass unser „Klima- und Wirtschafts-Garantie-Minister“ Peter Altmaier sofort betonte, es seien unabhängige Berater, „deren Meinung er sich nicht zu Eigen mache“.

Und der Vertreter der Partei, die in den letzten Jahren maßgeblich die Kassen der Rentenversicherung geplündert hat? Natürlich lehnt SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz ein höheres gesetzliches Renteneintrittsalter über 67 Jahre ab. “Ich stehe dafür, dass wir keine weitere Anhebung des Renteneintrittsalters, des gesetzlichen, diskutieren”, sagte der Bundesfinanzminister auf dem SPD-Wirtschaftsforum. Er sprach von einem Horrorszenario, das dazu dienen solle, “Rentenkürzungen durchzusetzen, für die es in dieser Zeit keinen Anlass gibt”.

Dabei rechnen die Wissenschaftler vor, dass die Regierung mit zahlreichen Maßnahmen der Rentenkasse zusätzliche Lasten aufgebürdet habe – etwa mit den Haltelinien beim Rentenniveau und beim Beitragssatz sowie mit zusätzlichen Leistungen wie Mütter- und Grundrente wie auch der Rente mit 63. Der Rentenkasse drohe daher ein Finanzierungsschock. Scholz wies dies zurück. “Das ist nicht nur falsch gerechnet. Das ist auch unsozial, was dort vorgeschlagen wird”, sagte der Minister. “Ich freue mich auf eine Debatte mit echten Experten.”

Debatte mit „echten Experten“, da haben wir das Grundproblem. „Echte Experten“ sind also nur jene, die das schreiben, was die Regierung wünscht. Denn es stimmt, was kritisiert wird an der Politik der letzten Jahre. Ständig wurde an der Rentenformel herumgebastelt:

  • 2016 wurde diedoppelte Haltelinie eingeführt. Demnach darf das Rentenniveau – also die Rente in Bezug zum Lohn nach 45 Beitragsjahren – nicht unter 48 Prozent sinken. Und der Beitrag von derzeit 18,6 Prozent darf maximal auf 20 Prozent steigen. Klingt gut, hat aber zur Folge, dass damit der sogenannte Nachhaltigkeitsfaktor außer Kraft gesetzt wurde. Dieser dämpft die Rentenanpassung, wenn sich das Verhältnis zwischen Leistungsbeziehern und Beitragszahlern verschlechtert und war 2005 eingeführt worden, um die demografischen Lasten zu gleichen Teilen auf Rentner und Beitragszahler zu verteilen. Durch die Aussetzung des Faktors tragen nun nur noch die Jüngeren die Last der Alterung. Klartext: Die Beiträge oder Steuerzuschüsse müssen mehr steigen.
  • Als 2020 Corona die Löhne sinken ließ, griff zudem eine „Rentengarantie“. Diese in der Finanzkrise eingeführte Sonderregel sorgt dafür, dass auch bei einem Lohnrückgang die Rente nicht gekürzt wird, sondern nur eine Nullrunde erfolgt.
  • Ein „Nachholfaktor“ sollte ursprünglich sicherstellen, dass die entgangenen Einsparungen dafür in den Folgejahren nachgeholt werden. Doch die Große Koalition hat diese Ausgleichsmaßnahme kurzerhand abgeschafft. Sollten die Löhne in diesem oder im kommenden Jahr wieder deutlich steigen, profitieren die Senioren deshalb im Folgejahr ohne Abstriche.
  • Das bedeutet, die Große Koalition hat durchgesetzt, dass die Renten nur noch in guten Jahren an die Lohnentwicklung gekoppelt sind, in schlechten Zeiten aber nicht mehr. In der Krise steigt deshalb das Rentenniveau – und zwar umso stärker, je tiefer die Gehälter in der Pandemie sinken.

Hinzu kommen die vielen anderen teuren Programme: die neue Grundrente, die Angleichung der Ostrenten an das Westniveau, die Einführung und Erhöhung der Mütterrente sowie die abschlagsfreie Rente mit 63. Teure Sozialprojekte, mit denen SPD und Union die Kosten der Alterssicherung dauerhaft in die Höhe getrieben haben.

Deshalb sind die Forderungen der Kommission so nachvollziehbar und offensichtlich unpopulär:

  • So solle der Nachholfaktor wieder eingesetzt werden, um die einseitige Belastung der Beitragszahler zumindest abzufedern. Das Renteneintrittsalter soll dynamisch an die steigende Lebenserwartung geknüpft werden, wobei zwei Drittel der längeren Lebenserwartung auf Arbeit entfallen sollen und ein Drittel auf einen längeren Rentenbezug. Steigt die Lebenserwartung um ein Jahr, würde man also acht Monate länger arbeiten und dann vier Monate länger Rente beziehen.
  • Darüber hinaus fordern die Experten eine Flexibilisierung des Renteneintrittsalters in einer Spanne, die zwischen 63 und 68 Jahren liegen könnte. Jeder soll dann entscheiden können, wann er mit entsprechenden Zu- oder Abschlägen in den Ruhestand geht.
  • Als weiteren Teil der Reform fordert der Beirat eine veränderte Rentenanpassung, die langfristig die Kosten senkt. Eine Rückkehr zu einem langsam sinkenden Rentenniveau ist nach Einschätzung der Experten unumgänglich und sollte so rasch wie möglich erfolgen – vor allem weil die ausgezahlte Rente auch bei einem sinkenden Rentenniveau in Zukunft stetig steigt.

Sozialminister Hubertus Heil wäre wohl eher ein Experte nach dem Geschmack von Olaf Scholz. Betont er doch, dass es einen anderen Weg gibt: steigende Einkommen.

Natürlich hat er recht. Am besten haben wir viele gut verdienende Menschen. Voraussetzung: Investitionen in Bildung und Infrastruktur. Wer also Renten sichern will, der muss jetzt bei den Ausgaben für Rente sparen und mehr investieren. Die Regierungen der Jahre seit 2005 haben das Gegenteil gemacht.

Der Tenor meines Kommentars zu Hubertus Heil vor zwei Jahren

Im Jahr 1920 entwickelte Charles Ponzi, ein italienischer Auswanderer in die USA, das Schneeballsystem, das auf Englisch bis heute seinen Namen trägt (“Ponzi Scheme”): Er kaufte so genannte “Postantwortscheine” in Italien auf und tauschte sie in den USA in Briefmarken. Die beträchtlichen Preisunterschiede aufgrund der hohen Inflation nach dem Ersten Weltkrieg versprachen immense Gewinne.

Ponzi überzeugte Anleger mit dem Versprechen traumhafter Renditen, sein Geschäft zu finanzieren. Statt jedoch das Geld in den Kauf von Antwortscheinen zu investieren und diese gegen Briefmarken einzutauschen, finanzierte er mit den Mitteln, die ihm von Seiten der neuen Anleger zuflossen, Ausschüttungen an die Altanleger. Die Erträge der Altanleger wurden also nicht aus Gewinnen des Arbitragegeschäfts bezahlt, sondern aus dem Geld, das neue Anleger einbrachten.

Angesichts der außerordentlich hohen Renditen, die er versprach – 50 Prozent innerhalb von 45 Tagen – wurden Ponzi beträchtliche Beträge anvertraut, die er zur Zahlung der ersten “Gewinnausschüttungen” und zur Finanzierung seines aufwändigen Lebensstils nutze. Als der Betrug aufflog, verloren die Anleger 20 Millionen Dollar (was heute rund 250 Millionen US-Dollar entspricht). Seither werden solche Systeme als “Ponzi Schemes” bezeichnet: Neuanleger werden angelockt, damit Altanlegern die versprochenen Renditen ausgezahlt bzw. Einlagen zurückerstattet werden können und damit der Betrüger, der das gesamte Schneeballsystem ins Leben gerufen hat, einen Gewinn erzielt.

Rentenversicherung als Ponzi-Schema

Ursprünglich von Bismarck 1889 als kapitalgedeckte Versicherung eingeführt, ist die Deutsche Rentenversicherung seit der Zeit Konrad Adenauers, der das Demografierisiko mit dem Kommentar “Kinder bekommen die Leute immer” beiseiteschob, nichts anderes als ein groß angelegtes Ponzi-Schema. Solange mehr Leute mehr Geld einzahlen als auf der anderen Seite Geld beziehen, funktioniert das System.

Damit ist nicht nur die Rentenversicherung ein riesiges Ponzi-Schema, sondern die gesamten Staatsfinanzen. Haben doch die Bundesregierungen in den letzten Jahrzehnten nichts Besseres zu tun gehabt, als die Ausschüttungen und Leistungsversprechen zu erhöhen. Hinzu kommen die absehbar steigenden Defizite im Gesundheitswesen und die Beamtenpensionen, für die ebenfalls keine Rücklagen gebildet wurden.

Sozialminister als Charles Ponzi der Politik

Am schönsten ist es für alle Beteiligten, solange die Ponzi-Illusion funktioniert:

  • Die Empfänger der Ausschüttungen freuen sich über das Geld.
  • Die Einzahler freuen sich über die Ansprüche, die sie erwerben und sehen an den Empfängern, wie gut es ihnen eines Tages ergehen wird.
  • Die Organisatoren des Ponzi-Schemas können sich allseitiger Beliebtheit erfreuen.

Der Nobelpreisträger Milton Friedman brachte es auf den Punkt: Politiker sind Menschen, die fremder Leute Geld für fremde Leute ausgeben. Desto mehr sie das machen, desto größerer Beliebtheit dürfen sie sich erfreuen und damit in ihren Ämtern verbleiben. Kein Wunder also, dass das Sozialministerium, von seltenen Zeiten, in denen man “sparen” soll, abgesehen, äußerst beliebt ist. Man kann mit immer neuen Leistungen die Wähler beglücken.

Friedman ist der Charles Ponzi der Politik. Als solcher muss man sicherstellen, dass das System möglichst lange am Laufen bleibt. Deshalb die Vertuschung der wahren Kosten durch Verlagerung in den Bundeshaushalt und das Leugnen der Verpflichtungen (z. B. Pensionen).

Jedes Ponzi-Schema muss enden

Das Problem ist offensichtlich: Jedes Ponzi-Schema muss enden, sobald es mehr Aus- als Einzahlungen gibt. Auf unser Sozialsystem bezogen bedeutet dies, dass spätestens in zehn bis fünfzehn Jahren der Offenbarungseid bevorsteht. Denn dann wechselt der geburtenstärkste Jahrgang der 1964 Geborenen aus der Rolle des Finanziers in die des Empfängers. Der unweigerliche Zusammenbruch des Systems lässt sich dann nur durch immer drastischere Eingriffe und massive Umverteilung aufschieben, jedoch nicht verhindern. Richtig wäre es:

  • für künftig höhere Einnahmen zu sorgen, indem man die Produktivität und damit das Einkommen pro Kopf der erwerbstätigen Bevölkerung erhöht. Dazu muss man in Bildung, Innovation und den Kapitalstock investieren. Die Politiker in Berlin tun das Gegenteil.
  • die Belastung der Beitragszahler ansonsten so gering wie möglich zu halten. Auch hier erfolgt das Gegenteil. Man denke an die Energiewende, die bereits zu den höchsten Strompreisen in Europa geführt hat und nun mit dem Kohleausstieg noch teurer wird.
  • für mehr Beitragszahler zu sorgen, indem man qualifizierte Zuwanderer anlockt, die im Schnitt mindestens so viel oder mehr verdienen wie die bereits heute hier lebende Bevölkerung. Dies gelingt heute nicht.
  • für weniger Empfänger sorgen, indem man die Zuwanderung in das Sozialsystem konsequent verhindert. Hier verfolgt unsere Politik das genaue Gegenteil.
  • die Bezugsdauer der Leistungen zu reduzieren und die Beitragszahlungen zu erhöhen, indem man das Renteneintrittsalter erhöht. Genau das Gegenteil wurde in den letzten Jahren gemacht.

Das Problem mit dem letzten Punkt ist für die Betreiber des Ponzi-Schemas offensichtlich. Nicht nur entfällt der Hauptnutzen – nämlich die Beliebtheit des Betreibers zu erhöhen –, sondern es droht der Vertrauensverlust in das Gesamtsystem. Der ohnehin einsetzenden Flucht der Beitragszahler muss dann mit immer mehr Eingriffen (Beitragsbemessungsgrenze, Einbezug Selbstständiger, noch höherer Steuerfinanzierung) begegnet werden.

Hubertus Heil bringt es auf die Spitze

Den Kollaps des Ponzi-Schemas beschleunigt man, in dem man die Ausgaben erhöht und die Beiträge mindert. Genau das, was Charles Ponzi, aka Hubertus Heil und die Bundesregierung in Berlin zurzeit machen. Noch funktioniert die Illusion perfekt, weil es immer wieder gelingt, die Finanzierung der (noch) höheren Auszahlung unseres Ponzi-Schemas im Ungewissen zu lassen. Da ist abstrakt von “Steuerfinanzierung” die Rede, von einer Einbeziehung weiterer Beitragszahler in das System und generell höheren Steuern für Reiche und Erben.

  • Schon jetzt verlassen rund 200.000 Menschen pro Jahr Deutschland. Die These, dass es sich dabei im Schnitt um Jüngere, besser Ausgebildete und Vermögendere handelt, ist nicht von der Hand zu weisen.
  • Qualifizierte Zuwanderer machen schon heute einen großen Bogen um ein Land, welches die angesehene NZZ kürzlich als “Steuerhölle” bezeichnete. Die Aussicht auf noch höhere Abgaben für Renten und Sozialleistungen wirkt da schwerlich als Argument, zu uns zu kommen.
  • Schon ohne höhere Besteuerung werden die Einkommen und Vermögen in den kommenden Jahrzehnten zurückgehen. Die Immobilienpreise werden schon wegen der demografischen Entwicklung sinken, höhere Steuern (Grundsteuer, Vermögenssteuer, Erbschaftssteuer) dürfen den Niedergang beschleunigen.

Doch was kümmert es die Politik? Als die Bürger von Boston Zweifel an Ponzis Reichtumsmaschine bekamen, hat er als Erstes die Auszahlungen erhöht. Nichts anderes tut die Bundesregierung seit Jahren und der aktuelle Vorstoß von Hubertus Heil ist nur der vorläufige Höhepunkt. Wie beim Vorbild Charles Ponzi dürfte der Gewinn an Sympathie nur von kurzer Dauer sein. Wer kann, bringe sich und sein Vermögen in Sicherheit.

→ manager-magazin.de: “Hubertus Heil – der Charles Ponzi der deutschen Politik”, 4. Februar 2019

Kommentare (62) HINWEIS: DIE KOMMENTARE MEINER LESERINNEN UND LESER WIDERSPIEGELN NICHT ZWANGSLÄUFIG DIE MEINUNG VON BTO.
  1. Dietmar Tischer
    Dietmar Tischer sagte:

    Habe mal phönix eingeschaltet, um etwas vom Grünen-Parteitag mitzubekommen.

    Zur Einstimmung aufs Wochenende hier nur ein Satz von Hofreiter:

    „Wir wollen mit Qualifizierung die Arbeitsplätze von MORGEN schaffen.“

    Dieses Ökonomieverständnis ist für die Grünen und ihre Klientel kein Unsinn, sondern gehört offensichtlich zum fest verankerten Gestaltungswollen, das die Gesellschaft endlich als das richtige begreifen müsse.

    Denn wenn Grün mitregiert, braucht es keine Produkte und Dienstleistungen, die nachgefragt werden müssen, um Arbeitsplätze zu schaffen.

    Wer das nicht versteht, ist im Denken von GESTERN verfangen.

    Einfach nur gespenstisch, diese VERBLENDUNG.

    Es nicht nur die von ein paar Verlorenen, sondern das läuft staatstragend aufgewertet ohne Kommentar über einen öffentlich-rechtlichen Sender.

    Das ist nicht mehr zu heilen.

    Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @Herr Tischer

      Am schönsten fand ich bisher die Moderatoren-Freaks im “Garten”, die in den Abstimmungspausen darüber dozieren, wie sich Erdbeeren vermehren und wo denn der Geldbaum (MMT!) wächst…

      Aber rein inhaltlich am schönsten ist bisher das hier, aus der Habeck-Rede:

      “Der CO2-Preis sei ein ‘wichtiges’ Lenkungsinstrument. ‘Er gibt das Signal an uns alle, an die Industrie, an die Hausbesitzer und die Vermieter, dass sich die Technik ändern muss. (…)
      Neben dem CO2-Preis sei das Ordnungsrecht wichtig, das klare Ansagen macht, welche Technik wann auslaufe, damit neue Technik entstehe.”
      https://www.finanzen.net/nachricht/aktien/habeck-will-neue-finanzpolitik-mit-schuldenfinanzierten-investitionen-10232533

      Wieder die Bestätigung: Die Grünen kapieren nicht, welche technologischen Probleme ihre Forderungen nach sich ziehen. Die glauben, man müsste nur die Steuerschraube fest genug andrehen und dann würden die nötigen Technologien schon “entstehen”.

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    • Hans Severin
      Hans Severin sagte:

      @ Dietmar Tischer
      Zur Einstimmung aufs Wochenende hier nur ein Satz von Hofreiter:

      „Wir wollen mit Qualifizierung die Arbeitsplätze von MORGEN schaffen.“

      Das Wort „Qualifizierung“ hört sich immer gut an, qualifizieren wir unser hiesige Jugend im Genderverständnis, dem Umweltschutz, den „Schwafelwissenschaften“ und holen wir uns zusätzlich Einwanderer aus Übersee mit den „richtigen“ Qualifizierungen. Vor 10 (?) Jahren las ich mal, dass es in London mehr Ärzte aus Ghana gäbe, als in Ghana selber. Dann braucht man sich nicht zu wundern, wenn der „Rest“ auch zu uns kommen möchte.

      Was bei jedem Menschen an erster Stelle stehen sollte, ist der „gesunde Menschenverstand“, Klarheit, Mitgefühl, Anteilnahme, Herzenswärme etc. Wir haben immer noch zu viele Studierte, auch in „seriösen“ Fächern studierte Menschen, die weniger von der Welt verstehen, als mancher unqualifizierte Zuwanderer. Wenn ich mit denen („den Reichen“) zusammen bin oder war, die haben ein Haus an dem See, ein zweites an dem anderen See, eine Immobilie in bester Großstadtlage und ich denke nur, die ticken nicht richtig, lieber arm und „normal“ im Kopf als jeden Mist glauben, der einem vorgesetzt wird, weil man in einem psychischen Zwangskorsett steckt oder weil Geld nicht nur den Charakter sondern auch das Denken verderben kann. Kann, nicht muss, denn mit Geld kann man auch viel Gutes bewirken, leicht kann Reichtum aber zu Geiz verführen und man kann sich an dem was man im Überfluss hat nicht wirklich erfreuen.

      Vielleicht braucht es daher zur Gesundung noch viel mehr „unqualifizierter“ ZuwanderInnen.

      Nicht von Seneca stammen die nachfolgenden philosophischen Gedanken:

      Es gibt so viel Gier in dieser Welt. Was ist das Gegenmittel gegen Gier? Was ist es, was gierige Menschen nicht tun? Sie genießen nicht, was sie haben. Sie können es nicht.
      Die Sache ist: das Genießen ist etwas so menschliches. Ein Lied kommt im Radio, das du magst. Du möchtest es teilen, wenn du etwas genießt, wenn du etwas wertschätzt, möchtest du es teilen. (und drehst das Radio lauter!)

      Aber wenn du nicht wertschätzt, wenn du nicht genießt, das ist, wenn du gierig wirst.

      Zuerst muss die Großzügigkeit da sein, die Großzügigkeit zuerst, zuerst die Großzügigkeit zu dir selbst. Güte für dich wir denken: nein, nein, Güte sollte für andere Menschen da sein. Schon, aber wenn du sie nicht hast, und du sie nicht für dich selber benutzt, dann fließt sie nicht. Dann geht sie nirgendwo hin.

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      • Hans Severin
        Hans Severin sagte:

        Statt “Umweltschutz” sollte es unmissverständlicher “Klimaschutz” heißen.

  2. JürgenP
    JürgenP sagte:

    Bundeskanzler in spe:
    “Ich stehe dafür, dass wir keine weitere Anhebung des Renteneintrittsalters, des gesetzlichen, diskutieren”, sagte der Bundesfinanzminister auf dem SPD-Wirtschaftsforum. Er sprach von einem Horrorszenario, das dazu dienen solle, “Rentenkürzungen durchzusetzen, für die es in dieser Zeit keinen Anlass gibt”

    Die Elbphilharmonie kam den Steuerzahler mehr als zehnmal so teuer wie ursprünglich geplant, als das Hamburger Prestigeprojekt noch mit rund 77 Millionen veranschlagt wurde.

    Der ex-Bürgermeister der Stadt Hamburg, Olaf Scholz sagte dazu: “Wenn man [= exexex-CDU-Bürgermeister von B.] am Anfang den Mut und die Bereitschaft gehabt hätte, das Gebäude fertig zu planen und erst dann die Aufträge zu erteilen, wäre möglicherweise von Beginn an klar gewesen, dass man dieses anspruchsvolle Konzerthaus nicht für die damals vermittelten Summen errichten kann.” Quelle: [https://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/olaf-scholz-elbphilharmonie-wird-789-millionen-euro-kosten-a-896040.html]

    Dem politischen Gegner fehlenden Mut zur Wahrheit zu unterstellen und selbst nicht besser zu sein, weil es einem gerade passt, zeigt welcher Geist, welche Ethik und Moral, hier herrscht.

    Die Moralvorstellung von Politikern ist offensichtlich käuflich. Es ging/geht um die Wiederwahl in Machtpositionen. Da kann man auf Moral schon mal verzichten und die Bevölkerung für Dumm verkaufen. Um nach der Wahl voller gespielter Überraschung in einen leeren Rentenbeutel zu blicken … und dann den Renten-Retter zu geben.

    Nichts Neues, haben wir alles schon gehabt. Vor allem diese “von B.’s”, die im parlamentarischen Untersuchungsausschuss mit bürgermeisterlichen Hohlblick den Nichtsahnenden mimen.

    Es gehört inzwischen zur gesellschaftlichen Ethik & Moral, andere für Dumm zu verkaufen, um des eigenen Vorteils Willen. Das macht man so. Daher ist es ja gar nicht so verwunderlich, dass ein Finanz- oder Wirtschaftsminister sich so verhält. Dämlich ist derjenige, der solchen Leuten das abkauft und ihnen in Entscheiderpositionen verhilft (Genderhinweis: es gilt auch für “diejenige”).

    Alternative? Klar: Annalena B.

    Antworten
  3. Michael
    Michael sagte:

    Es gibt in diesem Zusammenhang ein Zitat eines gewissen Alan Greenspan :

    The financial policy of the welfare state requires that there be no way for the owners of wealth to protect themselves. This is the shabby secret of the welfare statists’ tirades against gold. Deficit spending is simply a scheme for the “hidden” confiscation of wealth. Gold stands in the way of this insidious process. It stands as a protector of property rights. If one grasps this, one has no difficulty in understanding the statists’ antagonism toward the gold standard.

    Antworten
    • Michael Stöcker
      Michael Stöcker sagte:

      @ Michael

      Das gehört wohl ebenso in die Kategorie „Die 10 größten Irrtümer des Maestro“; zumindest dann, wenn man nicht zu den 1 % gehört.

      Wenn er schon von Geldpolitik keine Ahnung hatt(e), dann wenigstens von Klientelpolitik.

      LG Michael Stöcker

      Antworten
    • Dietmar Tischer
      Dietmar Tischer sagte:

      @ Michael

      >Deficit spending is simply a scheme for the “hidden” confiscation of wealth.>

      Greenspan hat das Problem nicht verstanden, weil er die MUTATION des Kapitalismus nicht verstanden hat.

      Gäbe es KEIN deficit spending, wären die Gesellschaften von deutlich höherer Arbeitslosigkeit bis zu Massenarbeitslosigkeit heimgesucht.

      Damit verbunden ist ein hohes Potenzial für radikale Neuausrichtung der Gesellschaft, jedenfalls in Kontinentaleuropa ist das der Fall.

      Wir kennen natürlich nicht das Counterfactual, aber es ist aufgrund historischer Erfahrung nicht von der Hand zu weisen, dass die Neuausrichtung der Gesellschaft bedeuten würde, dass der „Reichtum“, d. h. die sachlichen Vermögenswerte nicht nur im Verborgenen, sondern offen konfisziert werden.

      Antworten
  4. H. Hoffmeister
    H. Hoffmeister sagte:

    Die Rentenpolitik ist eine Baustelle von vielen, die durch Wünsch-Dir-Was-Politik ohne jegliche Plausibilitätsprüfung gekennzeichnet ist. Dazu gehören immer die jeweiligen “echten” Experten, auf die zur Validierung des Irrsinns verwiesen wird. Das Modell funktioniert so gut, weil die “unechten” Experten (also die “Leugner”) in ihrem Fachgebiet den Unsinn als solchen identifizieren (z. B. zeigt Dr. Stelter leicht auf, dass Finanz- und Rentenpolitik nicht funktionieren können, er “leugnet” also die gegenteiligen Regierungerkenntnisse), dann merkwürdigerweise davon ausgehen, dass in anderen Fachgebieten “echte Experten” (Schellnhuber, Klimakatastrophe) nichts als die Wahrheit verkünden. Im Ergebnis haben wir eine völlig erratische und ideologisierte Politik, deren Protagonisten gar nicht fassen können, wie einfach das Wahlvolk für dumm verkauft werden kann.

    Antworten
    • Dietmar Tischer
      Dietmar Tischer sagte:

      @ Hoffmeister

      >Das Modell funktioniert so gut, weil …>

      Nein.

      Das Modell funktioniert so gut, WEIL es PROBLEMLOS finanziert werden kann.

      Die Renten werden REGELMÄSSIG angeglichen und die weit überwiegende Zahl der Rentner ist zufrieden.

      Das ist der Sachverhalt.

      SOLANGE es so funktioniert, funktioniert es so GUT, dass NICHTS geändert werden MUSS.

      Was Fachleute, die sich an den DATEN und zukünftig zu erwartenden DATEN – ziemlich zuverlässigen Daten, weil es um „träge“ demografische Entwicklung geht – orientieren, sagen:

      Es geht nicht nur „ewig“ so, sondern es wird auch immer schwieriger, das Modell so weiter in Gang zu halten.

      Das FATALE:

      SOLANGE das Modell funktioniert, INTERESSIERT es nur wenige, ob es auch zukünftig funktionieren wird.

      Dies ist das Kassandra-Problem seit der griechischen Mythologie bis zum heutigen Tag.

      Bis zum heutigen Tag ist dieses Problem nicht behoben worden und es wird auch zukünftig nicht zu beheben sein.

      Das Modell, wie viele andere Modelle auch, wird erst dann stark modifiziert oder sogar abgelöst werden, wenn es NICHT mehr gut funktioniert.

      Den Zeitpunkt legt die ERFAHRUNG der Menschen fest, nicht irgendwelche Fachleute, und seien sie noch so kompetent.

      Antworten
      • Alexander
        Alexander sagte:

        @Dietmar Tischer

        “Das Modell funktioniert so gut, WEIL es PROBLEMLOS finanziert werden kann”

        So obvious funktioniert Ökonomie nicht. Sry.

        Obwohl der Staat BRD 51.3% (Stand 2020) des BIP dominiert und verteilt – trägt die Kreditaufnahme des Staates nicht zu >50% zur Entstehung des BIP bei.

        Gewerbliche und private Geschäftstätigkeit sind die Antriebskräfte, aus denen die Neuverschuldung zur Entstehung des BIP gespeist wird. Danach (!) greifen die Besteuerungsmechanismen aus dem sich der Staat zum Dominator seiner Ökonomie aufschwingt. Das geschieht über die gesetzlichen AfA Regeln über Investitions-/Verbrauchsgüter oder der MwSt und natürlich der Sozialbeiträge und Einkommenssteuern + v.a.m…

        In dieser Pandemie hat staatliche Verschuldung die durch Steuerausfälle gerissenen Lücken der Komunen und Länder geschlossen – in dessen Bugwelle man dann zur Vernichtung der “eingeschränkten KMU” Strukturen schreiten konnte.

        Das Merkel / Söder / Kretschmann / candy Ramelow crush Regime hat mit dem Vertrauensverlust aller Investoren durch maßlose Einschränkungen das BIP in seiner Entstehung für den Rest ihrer Amtstage beschädigt. Niemand wird ernsthaft mehr Untergangsrisiken seines Eigentums eingehen, wenn die Planungssicherheit auf Lauterbachniveau bleibt.

        Die Vermögensmärkte sind in Schockstarre, die Banken jammern um die Provisionen aus dem Immobiliengeschäft….vorfinanzierte Bauträger dürften ihre faulen Projekte jederzeit durch Insolvenzen abschütteln können…die abgerissenen Logistkketten sorgen für Versorgungsprobleme und auch dafür, dass das BIP 2021 auf Rezessionskurs verbleibt…..

        Stell dir das Geld der Zentralbank kauft nichts mehr und seine Injenktionen steigern Kosteninflation inmitten von Umsatzflauten – die Welt postcovid, pre RegierungsMeltdown.

        Intensive Lügen und ihre Politik haben kurze Beine, davonlaufen geht nicht 😉
        https://youtu.be/aDoVyqbxTqQ

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Alexander

        Sie widerlegen meine Auffassung nicht.

        Wenn Sie anderer Meinung sind als ich, d. h. die Auffassung vertreten, dass die GRV nicht problemlos finanziert wird, dann verweisen Sie auf einen Zeitpunkt, an dem die GRV illiquide war oder ein anderes System durch die Vermeidung der Illiquidität wiederum illiquide wurde.

        Ich kenne keinen derartigen Zeitpunkt.

        Ich meine mit „problemlos“ NICHT, dass ALLE zufrieden damit sind, WIE die GRV finanziert wird, dass sie das System als GERECHT empfinden etc., etc.

        Ich sage nur, dass das Modell funktioniert oder so gut funktioniert, wie es funktioniert, weil es problemlos finanziert werden kann, d. h. problemlos das Geld aufgebracht wird, das ausgezahlt werden muss.

        Es bringt nichts vom Thema abzuweichen und Defizite aller Art herbei zu zerren, die es natürlich gibt.

      • Alexander
        Alexander sagte:

        @Diemtar Tischer

        Die Balance des € Außenhandelswerts wurde durch die privaten Kreditaufnahmen mit fester Tilgungsabsicht gehalten, ganz egal welche Rettungsprogramme und Bürgschaften das Eurosystem konstruierte.

        Wie sich der Kurs des € schlägt, wenn keine privaten Kräfte mehr für Ausgleich sorgen….werden wir erleben und die Gefahr schwerster Regierungskrise in allen Euroländern liegen in den politischen Fehlentscheidungen der Pandemie….

        Deshalb hört der pandemische Zustand nationaler Tragweite auch unter einer Inzidenz von 20 nicht auf….

        Eine Rückkehr zur Normalität ist ausgeschlossen und die EZB kann, da stimmen Sie sogar zu, nicht alle glücklich machen.

        Geld, das nicht kauft haben wir schon – nur noch nicht alle.

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Alexander

        Statt irgendwelche Kommentare abzuliefern, sollten Sie sich kundig machen, WAS eine Widerlegung IST.

      • Alexander
        Alexander sagte:

        @Dietmar Tischer

        Da ist sie wieder, die selbstgebastelte Realität – aber sie drückt das Realtitätsempfinden dieser demokratischen Mehrheit aus. Danke.

        Natürlich dreht sich diese Welt um die pünktliche Auszahlung von Pensionen…wo kämen wir sonst hin.

        “Ihre Rende is sichä”
        https://youtu.be/ADz_beum-Qk

      • H. Hoffmeister
        H. Hoffmeister sagte:

        Herr Tischer,
        Verstehe vollkommen, was Sie sagen: die Kassandra-Prognose wird immer erst retrospektiv validiert. Hat für mich einen sehr fatalistischen Anstrich und wird sicher auch nicht von der “schwäbischen Hausfrau” bzw. dem Gehirnchirurgen geteilt, da beide sehr viel schneller Rückmeldung für nicht funktionierende Modelle bekommen. Die Pilotenspielchen von Politik und Finanzsektor haben längere Halbwertszeiten, aber es sind immer noch Halbwertszeiten.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Herr Tischer

        “Wenn Sie anderer Meinung sind als ich, d. h. die Auffassung vertreten, dass die GRV nicht problemlos finanziert wird, dann verweisen Sie auf einen Zeitpunkt, an dem die GRV illiquide war oder ein anderes System durch die Vermeidung der Illiquidität wiederum illiquide wurde.”

        Ah, Sie sind ja argumentativ drauf wie Talebs Truthahn.

        Der hat im Herbst super Laune, weil er jeden Tag so viel gefüttert wird und erwartet, dass das immer so weiter geht. Warum auch nicht, es war ja sein ganzes Leben lang immer so?

        Und zu Thanksgiving (oder hier in Europa kurz vor Weihnachten) kommt dann plötzlich der Schlachter…

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Richard Ott

        >Der hat im Herbst super Laune, weil er jeden Tag so viel gefüttert wird und erwartet, dass das immer so weiter geht.>

        So ist es, allerdings mit einem UNTERSCHIED:

        Dem Truthahn kann man erzählen, was man will, der versteht NICHTS.

        Die Menschen, ob seiende oder werdende Rentner, könnten verstehen, wenn sie nur wollten.

        NUR Erwartungen zu haben und darauf zu bestehen, dass sie erfüllt werden und sich folglich NICHT mit seiner Zukunft zu beschäftigen, obwohl man es könnte, verdient kein Mitgefühl oder Mitleid.

        Meins gehört dem Truthahn.

      • Alexander
        Alexander sagte:

        @Richard Ott

        Das Gleichnis der animal farm taucht in der Literatur immer wieder auf. Frierdrich Schiller verfasste daraus, “dessen Brot ist eß, dessen Lied ich sing” und meinte die Verhausschweinung als Lebensziel sovieler Zeitgenossen, gerne mit Deutunghshoheit aus Akademie.

        Kriege hätten eines besseren belehren müssen und Ernst Jünger folgerte nach zweien im “Waldgang”:

        “Auf die Freiheit des Haustieres, folgt die des Schlachttieres. ”

        …und Grundrechte sind ein vorübergehendes Privileg.

      • Dr. Lucie Fischer
        Dr. Lucie Fischer sagte:

        Alexander 10: 45
        Um Freiheiten verteidigen zu können, müssen autonmome Fähigkeiten / Selbst-Bewusstsein und Unabhängikeit von Machtmonopolen zuvor ontogenetisch entwickelt worden sein-
        unmöglich für ehemalige Kinder ( jetzt Erwachsene ), die psychisch ” nicht zu Ende geboren wurden” -( Margret Mahler, die psychische Geburt des Menschen) :
        die ersten präverbalen 1000 – Lebens-Tage benötigen Kinder Objekt-Konstanz, emphatisch-liebevolle Zuwendung von beiden Eltern, erweiterte Familie.
        https://www.bpb.de/geschichte/zeitgeschichte/deutschlandarchiv/259587/erfahrungen-mit-der-krippenerziehung
        Wer in dieser irreversibelen Prägungsphase traumatisch-zu frühe-Trennungen erfährt, ersetzt lebenslang fehlende innere ( gute ) Objekte durch Äussere: Konsumzwang, der Wunsch nach Freiheit beschränkt sich auf Shoppen, Mallorca und Triebbefriedigungen.
        Der Grund-Gesetz- Schutz von Familie / Säuglingen/ wurde entwertet durch ” gute-Kita-Gesetze”, wider jede Erkenntnis von Säuglings-und Kleinkindforschung.
        Frühkindliche Deprivationen zeigen lebenslange, irreversibele Wirkungen.
        Für manche Menschen ist Freiheit eine angstbesetzte Zumutung, unermesslich-gefährliches Risiko.
        Psychopharmaka füllen dann wie Plomben die Narben deprivierter Seelen.

      • Alexander
        Alexander sagte:

        @Dr. Lucie Fischer

        Obwohl ich Ihnen wirklich zustimme, weigere ich mich gewissermaßen etwas gelten zu lassen, was eine Ausrede von persönlicher Verantwortung für die eigene Existenz sein könnte.

        Die kulturelle Evolution Europas wuchs direkt aus der Fähigkeit eigenes “sein” zu reflektieren und falsche Entwicklungen zu beenden. So hat man die Sklaverei/Leibeigenschaft in Europa überwunden und Anschluß an den vielen Errungenschaften des Altertums gefunden.

        In dem Maß, wie die kollekive Mehrheit ihr Haustier Modell rentabel gestaltet schrumpft die ökonomische Basis der Wohlfahrtsstaaten …der Niedergang fürchtet keine Ausreden.

      • Dr. Lucie Fischer
        Dr. Lucie Fischer sagte:

        @Alexander, 17:40
        Es ergibt sich kein Widerspruch und von Entschuldigungen kann auch keine Rede sein.
        Wenn der Druck steigt , unerträglich wird und ( ! ) die Hoffnung auf-“alles-wird-gut-wir-schaffen-das” zerschlagen ist , droht nackte Gewalt aus Hoffnungslosikgeit.
        Friedliche Revolten sind selten, und manche Künstler fangen Stimmungen ein:
        https://www.youtube.com/watch?v=uekZpkYf7-E
        Liebevolle Primäre Sozialisation kann prophylaktisch gegen Gewalt wirksam sein.

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Alexander

        >Fähigkeit eigenes “sein” zu reflektieren und falsche Entwicklungen zu beenden.>

        Sie haben ein VÖLLIG falsches Verständnis von der Realität und hantieren vogelwild mit den Kategorien herum:

        Es gibt KEINE falschen oder richtigen Entwicklungen.

        Es gibt WÜNSCHENSWERTE oder NICHT wünschenswerte Entwicklungen.

        >So hat man die Sklaverei/Leibeigenschaft in Europa überwunden und Anschluß an den vielen Errungenschaften des Altertums gefunden.>

        Zu den Errungenschaften des Altertums GEHÖRTEN Sklaverei und Leibeigenschaft.

        Sogar die überragenden Figuren jener Zeit, die MASSSTÄBE gesetzt haben in der Art und Weise des REFLEKTIERENS über eigenes und gesellschaftliches Sein, hatten kein grundsätzliches Problem mit der Sklaverei und der Leibeigenschaft.

        Einfach nur wirr, was Sie hier vorbringen.

      • Alexander
        Alexander sagte:

        @Dietmar Tischer

        Wäre das Altertum auf Bestätigung von Guido Knopp und Harald Lesch angewiesen, würde ich Ihnen zustimmen – aber so gehören Sie zu den Schlafwandlern, wie gehabt…..

        Fragen Sie sich doch einmal warum ausgerechnet Europa das weltweite Ende der Sklaverei einleutete und nicht die Nachfolgestaaten der Supermächte aus dem Altertum…..

        Wenn Sie darauf eine Antwort gefunden haben dürfen Sie mich gerne wieder belästigen…vorweg – Kolonialismus wars nicht.

        Ansonsten:
        https://youtu.be/ita8W4rPhFo

      • Alexander
        Alexander sagte:

        @Dr. Lucie Fischer

        Meiner Beobachtung nach fällt die Entscheidung sich zu verkaufen ganz bewusst, jeweils an den Schlüsselstellen der Leben. Das Abwägen über Renditen wird der Unterwerfung ein Ende setzen..
        https://youtu.be/Esm9yUl-xu8

        …über die große Zeitspanne seit 1945 erwarte ich mehr an Veränderung als einen Regierungswechsel unter den gleichen Parteien mit denselben Darstellern.

        + Wer auf den Befehl zur Befehlsverweigerung wartet, den bestraft das Leben…

      • Dr. Lucie Fischer
        Dr. Lucie Fischer sagte:

        @Alexander, 21:09
        Danke Ihnen, Genialer Link !! :
        der “Diabetes-Tester” leckt nicht den Finger, der im Patienten-Urin eingetaucht war, wir lernen daraus: schön -scharf beobachten, nicht blöffen lassen!
        Analysieren , Wachsamkeit, courage , Adlerblick helfen beim Verteidigen von Freiheit:
        der Gegenseite unterlaufen immer schwerere Fehler, nicht nur die “Präcox”-Sprache von Habeck- WEF kann nicht besser sein als intellektuell beschränktes-young-leader-Personal, die RKI-“Experten” pfeiffen auch aus der letzten Düse.
        Dennoch werden Injektionen bleibende Immun-Schäden hinterlassen , naives Vertrauen und bequemer Gehorsam /Vertrauen/ von “Impflingen “haben ihren hohen Preis.
        Die Folgen biologischer Kriegsführung sind nicht absehbar. Voll -Schuldig sind manipulative Medien und “Experten” / Virologen/ Mediziner, die wider besseres Wissen keinen Widerstand leisteten.

      • Alexander
        Alexander sagte:

        @Dr. Lucie Fischer

        Wer sich von solchen Leuten wie Klaus Martin Schwab, sie kennen das Strandfoto, “gaslighten” lässt – dem ist auch ohne Virus kaum zu helfen…..

        Wer sich in Sachen Gesundheit solchen Regierungen anvertraut, die offen Kriegsverbrechen straffrei begehen, hat seine Lektion noch vor sich…..youtu.be/FbIX1CP9qr4

        Alle übrigen sind wütend
        https://youtu.be/akQqj1Yi_uc

      • Dr. Lucie Fischer
        Dr. Lucie Fischer sagte:

        @Alexander 0:39
        Im franz. TV-Sender LCI hat soeben General Lecointre ( oberster Chef der franz. Armee ) bekannt gegeben, dass er Prasident Macron seinen Rücktritt zum 21. Juli mitgeteilt hat!
        Nach der Veröffentlichung von Generälen im Ruhestand im April ( ” Tribunal ” ) eines Brand-und Alarmrufes zur Lage der Nation, ist dieser Rücktritt für Präs. Macron eine weitere Ohrfeige: die Armee distanziert sich von ihm, obwohl Macron noch vor zwei Wochen den Rückzug aus der Sahel-Zone( Mali ) verkündet hatte.
        Genaue Hintergründe bleiben im Interview ” Le grand Jury” ungesagt.
        Ausdrücklich betonte Lecointre, dass jeder seiner Soldaten mit seinem Leben für die Nation ( ! ) einzusteht. Die Lage ist ernst.

  5. MFK
    MFK sagte:

    Die Rente an die Lebenserwartung anzupassen ist schon deshalb wenig wahrscheinlich, weil Frauen 4,8 Jahre länger leben. Sie müssten deshalb eine um ungefähr 25% geringere Rente beziehen.

    Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @MFK

      Tja, da wird Gleichstellung dann plötzlich nicht mehr vehement eingefordert, auch von den aggressivsten Feminismus-Kampfwalzen nicht…

      Antworten
  6. T. W.
    T. W. sagte:


    Schon jetzt verlassen rund 200.000 Menschen pro Jahr Deutschland. Die These, dass es sich dabei im Schnitt um Jüngere, besser Ausgebildete und Vermögendere handelt, ist nicht von der Hand zu weisen.

    Der ursprüngliche Kommentar von 2019 war einer der ersten Kommentare von Stelter, den ich gelese habe. Ich finde mich in diesem Kommentar zu 100% wieder.

    Ich bin 2016 in die USA ausgewandert – eine Entscheidung, auf die ich mit heute mit Genuss zurückblicke in Anbetracht der Bestätigung meiner eigenen Einschätzungen zum Thema Nachhaltigkeit der deutschen Sozialsysteme. Stattdessen schaue ich zufrieden auf meinen 401k Kontostand, meine pay stubs usw. In wenigen zusätzlichen Jahren habe ich mir mit meiner Erwerbstätigkeit in den USA ein Millionenvermögen erarbeitet.

    Mein letztes volles Steuerjahr in Deutschland war 2015. Steuerklasse 3, verheiratet, ein Kind. Brutto (ohne AG Anteile): ~125.000EUR, wenn man die Abgabenquote korrekt auf Basis des echten Brutto berechnet (Bruttolohn + AG Anteile), lag meine Abgabenquote 2015 bei 45%. Zum Vergleich heute in den USA: Einkommen von knapp über USD400.000 im Jahr (Kombination aus Gehalt, Aktien und Benefits) mit einer effektiven Steuer- und Abgabenquote von ~25%. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: mehr als dreifache Einkommen, knapp die halbe Abgabenlast. Und jetzt verfolgt man in Deutschland die Nachrichten um steigende Sozialbeiträge und Steuern und sinkende Leistungen. Raffelhüschen sagt dazu: “Wir werden schon in den nächsten Jahren 40% Sozialausgaben an Arbeitnehmerentgelten nicht mehr halten können.” Wo liegt die effektive Abgabenquote für Steuerklasse 3, verheiratet, ein Kind mit meinem 2015 Gehalt dann? 55%? 60%?

    Ich denke, wenn der Staat die Selbstständigen in die RV zwingt und durch den Sachzwang gegeben die Bedingungen verschärft, wird es nochmal eine kräftige Auswanderungswelle geben.

    Antworten
    • weico
      weico sagte:

      @T.W:

      “Ich denke, wenn der Staat die Selbstständigen in die RV zwingt und durch den Sachzwang gegeben die Bedingungen verschärft, wird es nochmal eine kräftige Auswanderungswelle geben.”

      Sicher …die Leute die es können UND wollen , werden mit den Füssen abstimme.

      Gunnar Heinsohn hat diesen Werdegang/Weggang, wie Sie in ja ebenfalls beschritten haben, vor 11 Jahre schon, gut beschrieben :

      https://schweizermonat.ch/viele-staaten-werden-implodieren/

      Die Kernaussage hat Heinsohn TREFFEND beschrieben:
      “Deutschland kann sich demographisch nicht mehr selber retten. Und Hilfe von aussen kommt nur, wenn Deutschland vorher seinen Sozialstaat auf die Hälfte herunterfährt. “

      Antworten
      • T. W.
        T. W. sagte:

        Ja, interessantes Interview, aber Heinsohn ist schon in vielen Aussagen sehr extrem. Im Prinzip hat er aber Recht.

        Das Lustige an der ganzen Sache ist ja, dass es durchaus einen praktikablen Weg für Deutschland aus der Misere gäbe.

        Man verschiebt die Steuerquote vom Faktor Arbeit auf den Faktor Kapital. Der Spielraum dafür ist da. Deutschlands Steuerquote für vermögensbezogene Abgaben und Leistungen im Verhältnis zum BIP liegt bei einem Sechstel im Vergleich zu Ländern wie Großbritannien. Es gibt kaum entwickelte Länder, die Vermögen so niedrig belasten wie Deutschland.

        Um Kapitalflucht zu verhindern, führt man ein Steuerrecht ein wie in den USA: jeder US Bürger (und permament resident) ist immer voll in den USA steuerpflichtig, egal wo er seinen Lebensmittelpunkt hat, wo Einkommen erwirtschaftet wird, wo Vermögen liegt. Der US Steuerpflicht entkommt man nur durch Ausbürgerung und in dem Fall – inklusive Kapitalabzug aus den USA – wird eine saftige Exit Tax fällig.

        Mal ein Beispiel: jedes Jahr werden mehr als 400 Milliarden EUR vererbt, aber nur weniger als 8 Milliarden Erbschaftssteuer kassiert.

        Mit der Umschichtung der Bundeseinnahmen von Arbeit auf Vermögen gibt es dann Spielraum den Faktor Arbeit wieder attraktiv zu machen – auch für Zuwanderer, die ausser ihrer hohen Qualifikation nichts mitbringen, was man besteuern kann. Und den Abfluss der hochqualifizierten ins Ausland kann man damit auch stoppen.

        Ich mache mir aber keine Illusionen. Deutschland ist in Wahrheit keine soziale Marktwirtschaft. Das System Deutschland beschreibt man besser als Feudalismus 2.0. Der Erbadel mit seinen “mittelständigen” Unternehmungen im privaten Familienbesitz bleibt vollkommen unangetastet, aber die Lehnsleute mit den Arbeitsverträgen werden geschröpft und tragen die Last den Staat zu finanzieren. Der dritte Stand sind nicht die Kleriker, sondern die Beamten und der Staatsaparat, der das ganze sanktioniert und rechtfertigt. Statt “von Gottes Gnaden” oder “gottbestimmt” ist die tragende Säule des Systems Feudalismus 2.0 der Euphemismus “starke Schultern tragen mehr”, der solange funktioniert, wie man den Leuten weismachen kann, dass nur ein hohes Einkommen Reichtum definiert und solange der Reichtum und das Reichtumsgefälle den meisten Deutschen verborgen bleiben, begehren die Lehnsleute nicht auf.

        Ich bin auch gegangen, weil ich keine Lust mehr auf genau dieses System hatte, dass hochqualifizierte Arbeit bestraft und leistungslose Einkommen aus Erbe und Schenkungen komplett unangetastet lässt.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @T.W.

        Interessant, dass Sie eine Neuauflage der “Reichsfluchtsteuer” für die Deutschen fordern, nachdem Sie selbst schon ausgewandert sind…

      • Jacques
        Jacques sagte:

        @T.W.: Dieser Weg aus der Misere ist so nicht möglich.
        Höhere Einnahmen für den deutschen Staat werden ganz schnell wieder ausgegeben. Es findet sich immer irgendeine hirnrissige Sache, für die deutsche Politiker gerne aus dem Vollen schöpfen. Das funktioniert so nicht.
        Der Staat als Leviathan verlangt danach nur nach weiteren Mehreinnahmen.
        Das System muss implodieren um neu aufgesetzt zu werden.
        Der Druck muss so unfassbar groß sein, um endlich die Ausgabenseite zu reduzieren. Das ist für Politiker unfassbar schmerzhaft, da man damit keine Leistungen versprechen kann. Deswegen wird es immer weiter aufgeschoben und das ist wohl das größte Problem der modernen Demokratie.

      • T. W.
        T. W. sagte:

        Lieber Herr Ott,

        ich schlage das vor, was funktioniert.

        Weder die Reichen der USA, noch die hochqualifizierten der USA wandern in Scharen aus den USA ab – und werden das auch in Zukunft nicht tun, wenn Biden die Steuerschraube für Haushalte mit Einkommen über USD400.000 im Jahr anzieht.

        Mittlerweile bin ich übrigens permament resident in den USA (und in drei Jahren geplant auch Staatsbürger) – ich habe also kein Problem damit, mich so einer Regelung zu unterwerfen, denn ich bin ja gezielt in so ein System eingewandert. Ihr schlecht gemachter Vorwurf geht also ins Leere.

      • T. W.
        T. W. sagte:

        Jacques,

        “Das System muss implodieren um neu aufgesetzt zu werden.”

        Ich habe keine Zweifel, dass das System implodiert. Weil ich noch jung genug war, wollte ich nicht weiter in Deutschland abhängen, um das mitzuerleben – und mitzubezahlen.

        Ich bin nur der Meinung, dass es auch anders ginge.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @T. W.

        “ich habe also kein Problem damit, mich so einer Regelung zu unterwerfen, denn ich bin ja gezielt in so ein System eingewandert. Ihr schlecht gemachter Vorwurf geht also ins Leere.”

        Der Unterschied ist, dass die USA (noch?) eine deutlich niedrigere Steuer- und Abgabenlast haben als Deutschland.

        Sie predigen Wasser und saufen selbst Wein. Nicht sehr sympathisch.

  7. Dietmar Tischer
    Dietmar Tischer sagte:

    Was wird hier noch über diesen Hubertus Heil diskutiert.

    Die KOLLEKTIVE Verblendung schreitet fort und wird noch ganz andere Formen annehmen.

    Ab Sonntag im Wahlprogramm der Grünen nachzulesen – die Rentenfinanzierung dürfte da nur ein untergeordneter Punkt sein.

    Es läuft darauf hinaus:

    Ab Sept. wird an Koalitionsvertrag gearbeitet mit den beiden Hauptakteuren Schwarz und Grün.

    Die Richtlinie:

    Schwarz will eine etwas „mildere“ Klimapolitik und gestattet dafür den Grünen den Sozialstaat auszubauen (Mindestlohn, Hartz IV-„Reformen“ bis hin zur BGE)

    Das Rationale aus Sicht der Union:

    Hat doch die SPD klein gekriegt, also machen wir es mit den Grünen genauso.

    Das ist der Trend.

    Er wird VERSTÄRKT:

    Weil die Energiewende nicht ohne Kollateralschäden zu haben ist (zunehmende Arbeitslosigkeit vor allem in den hochbezahlten Jobs der Industrie) sowie NOTWENDIGERWEISE steigenden KOSTEN durch die Bepreisung von CO2, wird der Staat immer MEHR finanzieren und umverteilen MÜSSEN.

    Der Vergleich mit dem Ponzi-Schema ist diesbezüglich FALSCH:

    Anders als Ponzi kann sich der Staat das Geld für seine finanziellen Verpflichtungen beschaffen solange die Währung nicht unter Druck kommt.

    DIESEN Weg werden ALLE Parteien KONSEQUENT gehen.

    >… dass es einen anderen Weg gibt: steigende Einkommen.

    … Am besten haben wir viele gut verdienende Menschen. Voraussetzung: Investitionen in Bildung und Infrastruktur. Wer also Renten sichern will, der muss jetzt bei den Ausgaben für Rente sparen und mehr investieren. Die Regierungen der Jahre seit 2005 haben das Gegenteil gemacht.>

    Der ANDERE Weg ist eine ILLUSION:

    Ja, es würde das Problem MILDERN, wenn wir durch staatliche und private Investitionen höhere Einkommen erzielten.

    Investitionen werden allerdings

    a) nicht einmal ansatzweise so erfolgen, wie es möglich wäre

    und

    b) selbst wenn sie so erfolgen würden, kann es angesichts der Problemlage KEIN anderer Weg sein.

    Die demografische Entwicklung ist zumindest kurz- bis mittelfristig NICHT durch Ökonomie außer Kraft zu setzen.

    Es fehlt an UMFASSENDEN Realismus in diesem Land.

    Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @Herr Tischer

      “Es läuft darauf hinaus: Ab Sept. wird an Koalitionsvertrag gearbeitet mit den beiden Hauptakteuren Schwarz und Grün.”

      Ach ja, schon wieder Ihre Autosuggestion.

      Es läuft in den deutschen Mainstream-Medien immer auf das gleiche hinaus: Martin Schulz wird Bundeskanzlerin, das Brexit-Referendum wird locker von den Remainern gewonnen und Donald Trumps Präsidentschaftskandidatur hat überhaupt keine Chance.

      Kennen Sie übrigens Annalena Baerbock? Die ist total hoch qualifiziert und eine angesehene Völkerrechtlerin. Es muss stimmen, denn ich habe es im April so in ganz vielen Zeitungen gelesen. :D :D :D

      “Anders als Ponzi kann sich der Staat das Geld für seine finanziellen Verpflichtungen beschaffen solange die Währung nicht unter Druck kommt.”

      Ja und wo ist da der Unterschied?

      Ponzi konnte sich das Geld für seine finanziellen Verpflichtungen beschaffen, so lange nicht zu viele seiner Opfer gleichzeitig Auszahlungen erhalten wollten und neue Opfer hinzukamen.

      Antworten
      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Richard Ott

        >“Es läuft darauf hinaus: Ab Sept. wird an Koalitionsvertrag gearbeitet mit den beiden Hauptakteuren Schwarz und Grün.”
        Ach ja, schon wieder Ihre Autosuggestion.>

        AUTOSUGGESTION?

        Klar, in den gut 3 Monaten bis zu den BT-Wahlen kann natürlich noch sonst etwas passieren, z. B. der Himmel einstürzen.

        Dann ist tatsächlich alles anders.

        Mein Vorhersage und insoweit ist es eine PROGNOSE basiert auf Daten und ist daher keine Autosuggestion.

        Aber vielleicht haben Sie ja andere Daten können hier etwas anderes erzählen.

        Oder wollen Sie wirklich sagen, dass ALLES offen ist?

        >Ja und wo ist da der Unterschied?

        Ponzi konnte sich das Geld für seine finanziellen Verpflichtungen beschaffen, so lange nicht zu viele seiner Opfer gleichzeitig Auszahlungen erhalten wollten und neue Opfer hinzukamen.>

        Beim Staat gibt es KEINE „nicht zu viele“.

        Da gibt es nur:

        a) die LEUTE rebellieren – und dann hat man letztlich eine andere Gesellschaft

        oder

        b) die Währung kollabiert – und dann hat man auch eine andere Gesellschaft.

        Ich habe NICHT gesagt, dass es anders als bei Ponzi KEIN Ende gibt.

        Ich habe nur gesagt, dass der Vergleich – FUNKTIONAL – nicht greift.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Herr Tischer

        “Mein Vorhersage und insoweit ist es eine PROGNOSE basiert auf Daten und ist daher keine Autosuggestion.”

        Das sagen die Kartenlegerinnen bei “Astro TV” auch immer…

        “Klar, in den gut 3 Monaten bis zu den BT-Wahlen kann natürlich noch sonst etwas passieren, z. B. der Himmel einstürzen. ”

        Da fallen mir aber eine Menge Dinge ein, die deutlich wahrscheinlicher sind und trotzdem das von Ihnen antizipierte Ergebnis verhageln.

        “Oder wollen Sie wirklich sagen, dass ALLES offen ist?”

        So wie ich die Kräfteverhältnisse einschätze, kann man allerhöchstens prognostizieren, dass *mindestens* eine der beiden Parteien CDU und Grüne an der Regierung beteiligt sein wird.

        Der Rest ist offen, da ist von Schwarz-Gelb bis Rot-Rot-Grün theoretisch noch alles drin.

        Strategisch ginge wahrscheinlich auch eine CDU-Alleinregierung als Minderheitsregierung bei weiterer Umsetzung der bewährten linken CDU-Politik (außer natürlich, wenn Rot-Rot-Grün eine absolute Mehrheit hat) Da würden die Linksgrünen aller 3 Parteien schrill keifen, weil ihnen die Pöstchen auf der Regierungsbank vorenthalten werden, aber was wollen sie denn machen? CDU-Gesetzesvorschläge im Bundestag ablehnen? Dann müssten sie mit der AfD stimmen – und das geht ja gar nicht! Wir haben doch schon in Thüringen gelernt, dass Abstimmungen, wo Mehrheiten nur mit AfD-Stimmen zustande kommen, nicht zählen und dass diese Abstimmungen unverzüglich rückgängig gemacht werden müssen. Da hat linksgrün keine andere Wahl als sich zu fügen.

        Zack, und schon reicht eine relative Mehrheit für die CDU zum Regieren aus, im Bundesrat kauft man sich mit Subventionszusagen aus dem Bundeshaushalt jeweils eine nötige Koalition der Willigen zusammen.

        Aber das traut sich Laschet sicher nicht.

        “Ich habe nur gesagt, dass der Vergleich – FUNKTIONAL – nicht greift.”

        Weil Ponzis Betrugsschema kein Staat mit eigener Währung war?

        Das ist aber auch der einzige Unterschied, und eine Banalität obendrein.

        Die wesentlich wichtigere Gemeinsamkeit unterschlagen Sie: Die System fliegt auseinander, wenn die Betrogenen anfangen, das Betrugssystem zu durchschauen und entsprechend reagieren.

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Richard Ott

        >Der Rest ist offen, da ist von Schwarz-Gelb bis Rot-Rot-Grün theoretisch noch alles drin.>

        Theoretisch – ja.

        Aber NICHT praktisch, weil es für Schwarz-Gelb nicht reichen wird.

        Denn wenn Gelb wirklich noch viel stärker werden sollte, dann auf Kosten von Schwarz.

        Keine der beiden Parteien wird genügend bisherige Nicht-Wähler für sich gewinnen können, damit es ohne einen weiteren Koalitionspartner oder einen anderen reicht.

        Und NICHT praktisch, weil die grüne Führungsspitze weiß, dass sie mit Rot-Rot-Grün NIE so viel „Mitte“ der Gesellschaft erreichen kann, wie sie für die AKZEPTANZ zur DURCHSETZUNG ihrer Politik braucht.

        Deshalb auch das große Jammern der Grünen-Führung, es im Programm nicht mit zu viel Linkem das Wahlergebnis zu verschlechtern.

        Eine Minderheitsregierung wird es NICHT geben.

        Denn diese Regierung würde sich in die unkalkulierbaren Hände von anderen begeben und schnell scheitern.

        >“Ich habe nur gesagt, dass der Vergleich – FUNKTIONAL – nicht greift.”

        Weil Ponzis Betrugsschema kein Staat mit eigener Währung war?

        Das ist aber auch der einzige Unterschied, und eine Banalität obendrein.>

        Falsch.

        Ponzi ist gescheitert, weil er sich KEINE neuen Mittel für die Auszahlung beschaffen konnte.

        Er ist also an einer NICHT erfüllbaren BEDINGUNG gescheitert.

        Der Staat kann sich neue Mittel für die Auszahlung beschaffen, wird daran also nicht scheitern.

        Er wird aber an den FOLGEN der fortwährenden Mittelbeschaffung scheitern.

        Das ist ein ANDERES Scheitern.

      • JürgenP
        JürgenP sagte:

        @RO: “Die wesentlich wichtigere Gemeinsamkeit unterschlagen Sie: Die System fliegt auseinander, wenn die Betrogenen anfangen, das Betrugssystem zu durchschauen und entsprechend reagieren”.

        Was meinen Sie mir “entsprechend reagieren”? Mit Anstellen im Rentenimpfzentrum? Mit Download einer Renten-nix-mehr da-App? Mit monatelangem Dauerabstand von Rentenempfängern und -zahlern bis zum sozialverträglichen Frühableben? Oder mit Beifall klatschen, wenn ein paar Parlamentarier mit der Restrentenkasse unter dem Arm durchbrennen?

    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @Genosse Stöcker

      “Steingart gehört in die Kategorie HWS: Männer von gestern mit Theorien von VORGESTERN.”

      Linke Lehrer finden Steuer- und Abgabenerhöhungen natürlich immer gut. Das war lange vor vorgestern so und wird auch bis zu dem Tag der Fall sein, an dem unser System zusammenbricht.

      Antworten
    • weico
      weico sagte:

      @Michael Stöcker

      “Garbonomics oder doch Germanomics: https://makronom.de/dokumentarfilm-germanomics-wie-weiter-mit-der-sozialen-marktwirtschaft-39115

      Die ersten 16 Sekunden waren Gut.
      Anschliessend wurde schön (auf)gezeigt, was in Deutschland geschehen ist, seit man an Erhard’s “Sozialer Marktwirtschaft” X-fach herumgeschraubt und “nachkorrigiert” hat.

      Gut beschrieben ,diese Woche, in der FAZ..:
      “Als Ludwig Erhard 1963, dank seines Ansehens als Gründervater der Sozialen Marktwirtschaft, Bundeskanzler wurde, gab der westdeutsche Sozialstaat jährlich 70 Milliarden D-Mark aus, was damals 19 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung waren. Bis zum Mauerfall 1989 wurden daraus 600 Milliarden D-Mark oder 25 Prozent. Und im Jahr 2019 übertraf dann der gesamtdeutsche Sozialstaat erstmals die Marke von einer Billion Euro – gut 30 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.”
      Tatsächlich beschreiben die Zahlen alles andere als einen Erfolg der Sozialen Marktwirtschaft, wie ihn sich deren geistige Eltern vorstellten. Es ist die Geschichte einer Entfremdung. Dazu ein Blick in Erhards berühmtes Werk „Wohlstand für alle“: Es wendet sich gegen „die wachsende Sozialisierung der Einkommensverwendung, die um sich greifende Kollektivierung der Lebensplanung, die weitgehende Entmündigung des Einzelnen und die zunehmende Abhängigkeit vom Kollektiv oder vom Staat“. Am Ende des „gefährlichen Weges in den Versorgungsstaat“ würden aus Bürgern „soziale Untertanen“ eines „allmächtigen Staats“, bei gleichzeitiger „Lähmung des wirtschaftlichen Fortschritts in Freiheit“.”

      Quelle (gebührenpflichtig)
      https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/soziale-marktwirtschaft/sozialstaat-so-war-das-nicht-gedacht-17379354.html

      Nebenbei:
      Ludwig Erhard’s Buch, “Wohlstand für Alle” , gibt es hier zum Gratis Download:
      https://1lib.ch/book/914802/6756b7

      Antworten
  8. Alexander
    Alexander sagte:

    Zitat:
    “Ohne Kurskorrektur wird der europäische Sozialstaat, in dem sieben Prozent der Weltbevölkerung 50 Prozent der globalen Sozialausgaben konsumieren, implodieren.”

    Quelle:
    https://web.de/magazine/politik/gabor-steingarts-morning-briefing-deutschlands-exzessiver-sozialstaat-problem-35891356

    Diese Form von Konsum-Rassismus zerstört durch Zombifizierung, denn anders als aus faulem Kredit (staatlich & privat) ließen sich die (pandemischen) Lücken schon länger nicht mehr füllen.

    Der anstehende Deflations-Gau gegen aufbeglasene Vermögenspreise schöpft nicht nur global frische Wettbewerbsfähigkeit, sondern erzeugt auch angebrachte Demut der Transferleistungsempfänger/Geldanleger und hinreichend Abschreckung gegen unangebrachte Zuwanderung.

    Das Problem sehe ich in der demokratische Mehrheit einer zombifizierten Bevölkerung ohne Einsicht über ihr handeln.

    Antworten
    • Tom96
      Tom96 sagte:

      @ Alexander
      Demokratisch ist es schon lange nicht und eine Mehrheit schon auch nicht – Blasen und Illusionen
      zerplatzen an den scharfen kantigen Wirklichkeiten, die viel älter, überlebensfähiger majestetischer auf der Erde überleben.

      Bevölkerung kann ich das nicht mehr im geringsten bennenen – abhängige Sklavenherde ohne konkrete Lebensambitionen sich weiter zu bilden – das fällt mir nur noch “Mumien, Monstren, Mutationen” ein, da konnten wir schon damals wunderbar lachen drüber.

      “Einsichtiges Handeln” oder natürliche Schönheit offenbart das lustige selbstverstümmelnde Tragen dieser ekelhaften Gesundheit zerstörenden Maskenfeigenlappen verkörpern diese eher kontraproduktiv. Das feinste was die Schöpfung einem Mensch ermöglicht hat, sein höchstindividuelles Gesicht und dessen unglaubliche Ausdrucksmöglichkeit, schon überhaupt nicht. Verdunkelte JAMMERLAMPEN! 🤣
      Mein herrlichster Wunsch, wäre das die das Mal zur Erkenntnis für immer aufsetzen – alleine aus Vereinfachsgründen, schnell weg zu sehen und zu kommen, man vergeudet ja nur kostbare Lebensfreude und Energie.

      Antworten
  9. weico
    weico sagte:

    Der Artikel bringt es treffend zum Ausdruck:

    “So wie der exzessive Kapitalismus mit seinen Kartellen, Monopolen und Windfall Profits den freien Wettbewerb zu zerstören drohte, so zerstört der enthemmte Sozialstaat die wirtschaftlichen Bedingungen, die er zu seinem Überleben braucht. Auch das Gute kann bösartig sein.
    Das Publikum spürt den überfälligen Wechsel. Vielleicht ist das ja die versteckte Botschaft einer schwindsüchtigen Sozialdemokratie, die in Deutschland und in Österreich, aber auch in Frankreich, Italien, Griechenland und Großbritannien nur noch ein Schattendasein führt.”

    https://www.focus.de/kultur/gesellschaft/gastbeitrag-von-gabor-steingart-ew1ew_id_13381616.html

    Anstelle der Sozialdemokraten sind jetzt “die Grünen” in diese Sozial-und Wohlfahrtstaatpolitik getreten. Der starke Zulauf ist wohl auch daran geschuldet ,weil sie (laut Wahlprogramm) mit ihrer sozial-ökologische
    Marktwirtschaft …… NOCHMEHR versprechen als nur die “Sozis”.

    Antworten
  10. foxxly
    foxxly sagte:

    ……. es muss einmal muss klar gestellt werden, dass der Staat mehr über die Versicherungsfremden Leistungen aus der gesetzl. Rentenkasse rausholt, als dieser wieder an Zuschuß zurück gibt.

    – ich habe vor mehr als 20 Jahren eine Überschlagsberechnung gemacht. Und da kam heraus, dass rund die Hälfte der Einkommenssumme über den Beitragsbemessungsgrenzen liegt und sich an den Sozialkosten nicht beteiligt.

    Unterstellt, dass die freiwillig Versicherten bis zu dieser Grenze auch Beiträge bezahlen, ergab sich, dass eben rund 50% des Einkommenssumme keine Rentenbeiträge leistet. Das ist ein krasses Missverhältniss. Heute dürfte geschätzt der Anteil deutlich über 60% liegen, welche sich an unseren Sozialstaat nicht mehr beteiligt, aber durchaus profitiert.

    Andersrum: wenn kompletes Einkommen (ohne Mieten und Pachten) Sozialbeiträge leisten würden, dann genügt der halbe Beitragssatz (akt. rund 19% und 15,5%) Dies träfe sicher auch bei den Krankenversicherungen, zu! Die Diemension der sozialen Schieflage ist gewaltig.

    Dies ist real und hat mit evtl unterstellter sozialistischer Einstellung nichts zu tun. Die gesamten Sozialkassen haben ein riesen Finanzierungsproblem, leider legal.

    Also: Beitragsbemessungsgrenzen zur Sozialvericherung abschaffen- und
    Zuwanderung stoppen, sowie massenhaft rückführen! Statt arbeiten bis 70!

    Es ist schon sehr bezeichnend, dass soziale Parteien in D, der Ausbeutung und dem Sozial-abbau, nichts entgegensetzen; im Gegenteil!

    Sie haben es sachlich betrachtet nicht verdient, wieder gewählt zu werden; für mind. 2 Jahrzehnte!!!

    Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @foxxly

      “– ich habe vor mehr als 20 Jahren eine Überschlagsberechnung gemacht. Und da kam heraus, dass rund die Hälfte der Einkommenssumme über den Beitragsbemessungsgrenzen liegt und sich an den Sozialkosten nicht beteiligt.”

      Lieb gemeint, aber nicht durchdacht.

      Wenn Sie die Beitragsbemessungsgrenzen in der Rentenversicherung abschaffen, dann steigen auch die Rentenzahlungen entsprechend.

      Oder Sie müssen gleichzeitig noch eine gesetzliche Höchstrente einführen, was dazu führt, dass für sehr hohe sozialversicherungspflichtige Einkommen die zusätzlichen Rentenbeiträge ab einer bestimmten Einkommensgrenze wie eine Einkommensteuersatz-Erhöhung um ungefähr 15 Prozentpunkte (!!) wirken.

      Das wird dazu führen, dass es keine sozialversicherungspflichtigen Topverdiener in Deutschland mehr geben wird, die werden dann alle ihre Beschäftigungsverhältnisse ins Ausland verlagern oder so umstrukturieren, dass sie nicht mehr sozialversicherungspflichtig sind, über Beratungsverträge, freiberufliche Honorare etc.

      Was ist dann Ihre nächste Idee, um das zerfallende System eine Runde weiter zu bringen?

      Antworten
      • foxxly
        foxxly sagte:

        @ ott
        meines wissens hat die schweiz ein solches renten-beitragssystem: alle zahlen ein ohne höchstgrenzen und die renten sind gedeckelt. (3-säulen-model)

        ich habe nichts gehört, dass deren hochverdiener die schweiz verlassen.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @foxxly

        “ich habe nichts gehört, dass deren hochverdiener die schweiz verlassen.”

        Könnte das vielleicht daran liegen, dass die Steuern und Abgaben in der Schweiz ingesamt deutlich niedriger sind als in Deutschland?

      • foxxly
        foxxly sagte:

        @ ott

        ja, aber nicht nur!
        die schweizer brauchen jedenfalls nicht “gott und die welt” finanzieren, wie D

      • weico
        weico sagte:

        @foxxly

        “die schweizer brauchen jedenfalls nicht “gott und die welt” finanzieren, wie D”

        Weil die Schweizer solches, entgegen Empfehlungen von Bundesrat, Parlamentsmehrheit und “Experten”, so GEWÄHLT haben.

        Nebenbei.
        Auch die DEUTSCHEN haben die Möglichkeit, am 26.Sep.2021, so zu WÄHLEN.

  11. Richard Ott
    Richard Ott sagte:

    bto: “Qualifizierte Zuwanderer machen schon heute einen großen Bogen um ein Land, welches die angesehene NZZ kürzlich als ‘Steuerhölle’ bezeichnete. Die Aussicht auf noch höhere Abgaben für Renten und Sozialleistungen wirkt da schwerlich als Argument, zu uns zu kommen.”

    Für unqualifizierte Zuwanderer ist es aber genau umgekehrt.

    Wir schaffen das!

    Antworten
    • Susanne Finke-Röpke
      Susanne Finke-Röpke sagte:

      @Herrn Richard Ott:

      Sie haben recht. Allerdings begeht Herr Dr. Stelter einen Gedankenfehler: Die Kunden von Herrn Ponzi sind aus Gier freiwillig auf seine Anlagen eingestiegen, konnten sich aber problemlos von ihm fernhalten, wenn sie misstrauisch waren. Als Bewohner Deutschlands entkommt man diesem System nur durch Auswanderung, die Überwindung beruflicher Hürden zum Eintritt in berufsständische Versorgungswerke bzw. Beamtenstatus oder bisher (nicht mehr lange) durch Selbständigkeit. Da sind die Hürden schon wesentlich größer! Wenn man nach der Schule eine Lehre beginnt, wie das in Deutschland zumindest noch nicht unüblich ist, ist man in dem System drin, bevor man volljährig ist und normalerweise lange bevor man das Ponzischema begreift, das verständlicherweise im schulischen Wirtschaftslehreunterricht elegant umgangen wird.

      Antworten
      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Frau Finke-Röpke

        “Wenn man nach der Schule eine Lehre beginnt, wie das in Deutschland zumindest noch nicht unüblich ist, ist man in dem System drin, bevor man volljährig ist und normalerweise lange bevor man das Ponzischema begreift, das verständlicherweise im schulischen Wirtschaftslehreunterricht elegant umgangen wird.”

        Ich sehe es ja an meinen jüngeren Verwandten:

        Als Studenten waren sie alle linksalternativ und dann sind sie plötzlich rechts, sobald sie das erste Mal Sozialversicherungsbeiträge und Steuern für eine Vollzeit-Stelle zahlen müssen. Naja, zumindest diejenigen, die nicht den Absprung auf eine direkt vom Staat alimentierte Tätigkeit geschafft haben…

        Nichts verursacht so viel Hass auf den Staat und seine Politiker, wie in Deutschland Premium-Steuern und Abgaben zahlen zu müssen während man nur noch zweit- oder drittklassige staatliche Leistungen dafür erhält. Die Erfahrung muss jeder selbst machen um es nachvollziehen zu können.

      • Thomas M.
        Thomas M. sagte:

        @Hr. Ott: Sie wissen doch: Wer in jungen Jahren nicht links ist, hat kein Herz. Wer in alten Jahren links ist, hat kein Hirn ;)

      • jobi
        jobi sagte:

        @Herr Ott

        Hass auf den Staat wegen zu hoher Steuern und Abgaben ?

        Mein Eindruck ist: Der Michel zahlt gerne, wenn er sich dabei gut fühlen kann.

        Und sei es nur, um seinen südeuropäischen Nachbarn die Frühverrentung zu finanzieren.

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