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	Kommentare zu: „Europa vor der Eiszeit, Japan vor dem Endspiel“	</title>
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	<description>Daniel Stelter ist die unabhängige Stimme zur Finanzkrise</description>
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		<title>
		Von: Dietmar Tischer		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/europa-vor-der-eiszeit-japan-vor-dem-endspiel/#comment-17395</link>

		<dc:creator><![CDATA[Dietmar Tischer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 Apr 2016 18:50:26 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[@ Michael Stöcker

&#062;Zu Ihrem Beispiel. Sie schreiben: „Ihr Kompass zeigt in Richtung Knüppelpfad.“ Ich kann nicht erkennen, inwiefern meine Vorschläge für die übergroße Mehrheit ein Knüppelpfad sein sollen.&#062;

Sorry, ich habe mich offensichtlich nicht verständlich genug ausgedrückt.

Deshalb diese Ergänzung:

Der Knüppelpfad kann begangen werden und er SOLL zum Ziel führen können (habe ich ausdrücklich angenommen). Insofern sind IHRE Kritiker wie Issing völlig belanglos für MEINE Argumentation Ihnen gegenüber. Ihr Verweis auf sie ist neben der Sache. 

Kurzum, der Knüppelpfad ist nicht das Problem – nicht nur die übergroße Mehrheit, sondern alle könnten ihn begehen. 

Das Problem ist die geteerte Straße, die besser begehbar ist, leicht abwärts führt und daher bequemer ist und insbesondere dann die Präferenz ist, wenn die Wanderung durch den Wald anstrengend ist.   

Weil sie als VORTEILHAFTER angesehen wird gegenüber dem Knüppelpfad, hat dieser keine Chance die bevorzugte Option zu sein. Ich sage: ANGESEHEN wird, nicht IST.  

Heißt: 

Weil ein Weiter so auf der Basis von „Schuldgeld“  von der Politik und vermutlich auch der Bevölkerung als weniger risikobehaftet angesehen wird als Helikoptergeld, hat Helikoptergeld keine Chance.  

&#062;… will daran nichts ändern, sondern lediglich unsere fehlerhaften Vorstellungen von Wirklichkeit korrigieren und somit dazu beitragen, dass wir den geteerten Weg nicht fälschlicherweise für einen Knüppelweg halten …&#062;

Welche Vorstellungen von Wirklichkeit FEHLERHAFT sind, lassen wir einmal dahingestellt. 

Man sieht die Wirklichkeit nicht so wie sie ist, sondern so wie sie sich uns im Lichte UNSERER Vorstellungen von Wirklichkeit präsentiert. So ist das zumindest bei komplexen Sachverhalten. 

Aber Sie haben natürlich alles Recht auf dieser Welt, für IHRE Vorstellung zu werben. Und ich schließe nicht aus, dass irgendeinmal heute abseitige Vorstellungen Realität werden. Die Abschaffung des Bargelds z. B.  halte ich heute für abseitig, bin aber überzeugt, dass sie einmal kommen wird.  

&#062;Es liegt an der jungen Generation, welche Vorstellungen von Wirklichkeit sich durchsetzen werden.&#062;

Das ist richtig. 

Völlig andere Vorstellungen, vermutlich auch die vom Geldwesen, werden sich m. A. n. erst dann durchsetzen, wenn die junge Generation oder eine andere gegen die Wand gelaufen ist. 

Diesbezüglich (hier: Kopernikus, Ihre Vorstellungen) habe ich im Herdentrieb, letzter Beitrag, geschrieben:

„Revolutionen, auch die im Denken, ereignen sich nach Scheitern oder nach Desaster.“

Wir haben (noch) kein Scheitern und kein Desaster – wir haben Eiszeit.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@ Michael Stöcker</p>
<p>&gt;Zu Ihrem Beispiel. Sie schreiben: „Ihr Kompass zeigt in Richtung Knüppelpfad.“ Ich kann nicht erkennen, inwiefern meine Vorschläge für die übergroße Mehrheit ein Knüppelpfad sein sollen.&gt;</p>
<p>Sorry, ich habe mich offensichtlich nicht verständlich genug ausgedrückt.</p>
<p>Deshalb diese Ergänzung:</p>
<p>Der Knüppelpfad kann begangen werden und er SOLL zum Ziel führen können (habe ich ausdrücklich angenommen). Insofern sind IHRE Kritiker wie Issing völlig belanglos für MEINE Argumentation Ihnen gegenüber. Ihr Verweis auf sie ist neben der Sache. </p>
<p>Kurzum, der Knüppelpfad ist nicht das Problem – nicht nur die übergroße Mehrheit, sondern alle könnten ihn begehen. </p>
<p>Das Problem ist die geteerte Straße, die besser begehbar ist, leicht abwärts führt und daher bequemer ist und insbesondere dann die Präferenz ist, wenn die Wanderung durch den Wald anstrengend ist.   </p>
<p>Weil sie als VORTEILHAFTER angesehen wird gegenüber dem Knüppelpfad, hat dieser keine Chance die bevorzugte Option zu sein. Ich sage: ANGESEHEN wird, nicht IST.  </p>
<p>Heißt: </p>
<p>Weil ein Weiter so auf der Basis von „Schuldgeld“  von der Politik und vermutlich auch der Bevölkerung als weniger risikobehaftet angesehen wird als Helikoptergeld, hat Helikoptergeld keine Chance.  </p>
<p>&gt;… will daran nichts ändern, sondern lediglich unsere fehlerhaften Vorstellungen von Wirklichkeit korrigieren und somit dazu beitragen, dass wir den geteerten Weg nicht fälschlicherweise für einen Knüppelweg halten …&gt;</p>
<p>Welche Vorstellungen von Wirklichkeit FEHLERHAFT sind, lassen wir einmal dahingestellt. </p>
<p>Man sieht die Wirklichkeit nicht so wie sie ist, sondern so wie sie sich uns im Lichte UNSERER Vorstellungen von Wirklichkeit präsentiert. So ist das zumindest bei komplexen Sachverhalten. </p>
<p>Aber Sie haben natürlich alles Recht auf dieser Welt, für IHRE Vorstellung zu werben. Und ich schließe nicht aus, dass irgendeinmal heute abseitige Vorstellungen Realität werden. Die Abschaffung des Bargelds z. B.  halte ich heute für abseitig, bin aber überzeugt, dass sie einmal kommen wird.  </p>
<p>&gt;Es liegt an der jungen Generation, welche Vorstellungen von Wirklichkeit sich durchsetzen werden.&gt;</p>
<p>Das ist richtig. </p>
<p>Völlig andere Vorstellungen, vermutlich auch die vom Geldwesen, werden sich m. A. n. erst dann durchsetzen, wenn die junge Generation oder eine andere gegen die Wand gelaufen ist. </p>
<p>Diesbezüglich (hier: Kopernikus, Ihre Vorstellungen) habe ich im Herdentrieb, letzter Beitrag, geschrieben:</p>
<p>„Revolutionen, auch die im Denken, ereignen sich nach Scheitern oder nach Desaster.“</p>
<p>Wir haben (noch) kein Scheitern und kein Desaster – wir haben Eiszeit.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Dietmar Tischer		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/europa-vor-der-eiszeit-japan-vor-dem-endspiel/#comment-17393</link>

		<dc:creator><![CDATA[Dietmar Tischer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 Apr 2016 13:20:54 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterindenmedien&#038;p=5162#comment-17393</guid>

					<description><![CDATA[Hier ein Auffassung aus dem geleakten Telefongespräch zwischen IWF-Repräsentanten zur nächsten Griechenland-Krise, die ich als Bestätigung meiner Kosten-These verstehe:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/griechenland-wikileaks-veroeffentlicht-angebliches-iwf-gespraech-a-1085112.html

Daraus:

&#062;Deshalb müsste der IWF laut Thomsen zu gegebener Zeit sagen: &quot;Schauen Sie, Frau Merkel, Sie stehen vor einer Frage. Sie müssen entscheiden, was TEURER (meine Hervorhebung, D. T.) ist: Ohne den IWF weiterzumachen. Würde der Bundestag sagen: Der IWF ist nicht an Bord? Oder lieber die Schuldenerleichterung wählen, von der wir glauben, dass Griechenland sie braucht, um uns weiter an Bord zu halten.&quot; Das sei die entscheidende Frage, so Velculescu laut Gesprächsmitschrift. &quot;Ich bin überrascht, dass das noch nicht passiert ist.&quot; &#062;

Was ist TEURER – das ist wie immer die Frage.

Bei den Schuldenerleichterung geht es um einen Schuldenschnitt, d. h. um einen formal ausgesprochenen VERZICHT auf  zumindest teilweise Rückzahlung der griechischen Staatsschulden. Das ist die Bedingung des IWF – und muss es seiner Satzung nach sein, wenn er dabei bleiben will.

Merkel muss den IWF an Bord halten, sonst wackelt ihre Bundestagsmehrheit. Einem formalen Schuldenverzicht kann sie aber nicht zustimmen. Sie würde innenpolitisch unglaubwürdig, weil sie 2010 gesagt hatte, dass die Griechen ihre Staatsschulden begleichen werden. Außerdem würde in der Bevölkerung die Auffassung, dass die Währungsunion erhalten werden solle, geschwächt werden. Denn es müssten bei einem solchen Verzicht VERLUSTE ausgewiesen werden. Dass an diesen DE FACTO sowieso kein Weg vorbeiführt, ist etwas anderes – solange man sie nicht im Haushalt aisweist. 

Was tun, Frau Merkel?

Nun man wird den Griechen keine Schulden erlassen, aber erklären, dass für die aufgelaufenen praktisch keine Zinsen zu zahlen sind und die Tilgung erst in 2216  beginnen müsse. Da dies Schuldentragfähigkeit bedeutet, können selbstverständlich weitere Schulden aufgenommen werden – Hauptsache das Land kippt nicht aus der Eurozone. Der IWF wird das nicht gut finden, aber zustimmen, weil auch er nicht will, dass Griechenland aus der Eurozone ausscheidet.

Heißt:

Eiszeit – OHNE Lösung am Horizont.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hier ein Auffassung aus dem geleakten Telefongespräch zwischen IWF-Repräsentanten zur nächsten Griechenland-Krise, die ich als Bestätigung meiner Kosten-These verstehe:</p>
<p><a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/griechenland-wikileaks-veroeffentlicht-angebliches-iwf-gespraech-a-1085112.html" rel="nofollow ugc">http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/griechenland-wikileaks-veroeffentlicht-angebliches-iwf-gespraech-a-1085112.html</a></p>
<p>Daraus:</p>
<p>&gt;Deshalb müsste der IWF laut Thomsen zu gegebener Zeit sagen: &#8220;Schauen Sie, Frau Merkel, Sie stehen vor einer Frage. Sie müssen entscheiden, was TEURER (meine Hervorhebung, D. T.) ist: Ohne den IWF weiterzumachen. Würde der Bundestag sagen: Der IWF ist nicht an Bord? Oder lieber die Schuldenerleichterung wählen, von der wir glauben, dass Griechenland sie braucht, um uns weiter an Bord zu halten.&#8221; Das sei die entscheidende Frage, so Velculescu laut Gesprächsmitschrift. &#8220;Ich bin überrascht, dass das noch nicht passiert ist.&#8221; &gt;</p>
<p>Was ist TEURER – das ist wie immer die Frage.</p>
<p>Bei den Schuldenerleichterung geht es um einen Schuldenschnitt, d. h. um einen formal ausgesprochenen VERZICHT auf  zumindest teilweise Rückzahlung der griechischen Staatsschulden. Das ist die Bedingung des IWF – und muss es seiner Satzung nach sein, wenn er dabei bleiben will.</p>
<p>Merkel muss den IWF an Bord halten, sonst wackelt ihre Bundestagsmehrheit. Einem formalen Schuldenverzicht kann sie aber nicht zustimmen. Sie würde innenpolitisch unglaubwürdig, weil sie 2010 gesagt hatte, dass die Griechen ihre Staatsschulden begleichen werden. Außerdem würde in der Bevölkerung die Auffassung, dass die Währungsunion erhalten werden solle, geschwächt werden. Denn es müssten bei einem solchen Verzicht VERLUSTE ausgewiesen werden. Dass an diesen DE FACTO sowieso kein Weg vorbeiführt, ist etwas anderes – solange man sie nicht im Haushalt aisweist. </p>
<p>Was tun, Frau Merkel?</p>
<p>Nun man wird den Griechen keine Schulden erlassen, aber erklären, dass für die aufgelaufenen praktisch keine Zinsen zu zahlen sind und die Tilgung erst in 2216  beginnen müsse. Da dies Schuldentragfähigkeit bedeutet, können selbstverständlich weitere Schulden aufgenommen werden – Hauptsache das Land kippt nicht aus der Eurozone. Der IWF wird das nicht gut finden, aber zustimmen, weil auch er nicht will, dass Griechenland aus der Eurozone ausscheidet.</p>
<p>Heißt:</p>
<p>Eiszeit – OHNE Lösung am Horizont.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Michael Stöcker		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/europa-vor-der-eiszeit-japan-vor-dem-endspiel/#comment-17392</link>

		<dc:creator><![CDATA[Michael Stöcker]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 Apr 2016 09:39:49 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterindenmedien&#038;p=5162#comment-17392</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/europa-vor-der-eiszeit-japan-vor-dem-endspiel/#comment-17369&quot;&gt;Michael Stöcker&lt;/a&gt;.

Lieber Herr Tischer,

wie Sie wissen, sind mir meine großen/größten Kritiker die Liebsten; denn nur so können die Pros und Cons sauber herausgearbeitet werden und nur auf diesem Weg kann geprüft werden, was eine intellektuelle Übung ist und was nachhaltige Substanz haben könnte.

Zu Ihrem Beispiel. Sie schreiben: „Ihr Kompass zeigt in Richtung Knüppelpfad.“ Ich kann nicht erkennen, inwiefern meine Vorschläge für die übergroße Mehrheit ein Knüppelpfad sein sollen.

Es gibt zum einen für ALLE Bürger von Euroland jeden Monat ca. acht Kästen Freibier (QE4P in Höhe von 80 EUR und wegen der Suchtgefahr selbstverständlich alkoholfrei; zertifiziert durch die noch zu gründende MKA (Monetäre Konzertierte Aktion)). Wer könnte hierunter leiden? Richtig, unsere Hardcore Monetaristen, die sich eine fiktive Welt gebastelt haben, die leider nur sehr wenig mit der monetären Wirklichkeit zu hat. Für die wird es ein echter intellektueller Knüppelpfad. Ottmar Issing müsste sich wohl in die Nervenheilanstalt begeben: http://wirtschaftlichefreiheit.de/wordpress/?p=16487#comment-189127. Hierzu passt auch die Einschätzung von Flassbeck: http://www.flassbeck-economics.de/otmar-issing-helikoptergeld-ist-bankrotterklaerung-der-ezb-wer-aber-ist-der-bankrotteur/

Wie sehr der naive Monetarismus in der veralteten Tradition der Bundesbank der 70er Jahre noch immer unsere Sinne vernebelt und einfach nicht tot zu kriegen ist, wird erneut durch ein Interview mit Andreas Dombret belegt, dessen Meinung ich ansonsten eigentlich sehr schätze. Auch im Jahre 8 der Richtigstellung durch die Bundesbank zuckt sie noch immer: Die Loanable Funds Theorie: https://zinsfehler.wordpress.com/2015/06/02/zombinomics-oder-die-pfahlung-der-loanable-funds-theorie/. So antwortet Herr Dombret im Interview: „Weil die Zinsen so niedrig und bei der EZB sogar negativ sind, müssen sie irgendetwas mit ihrem Geld machen. Und deshalb vergeben sie so viele Immobilienkredite.“ http://www.spiegel.de/wirtschaft/immobilien-bundesbank-warnt-vor-preisblase-a-1084518.html. 

Auch Herr Dombret fällt wieder auf die konstruierte Vorstellung von Wirklichkeit herein. Banken VERLEIHEN KEIN Geld!!! Zur konstruierten Vorstellung von Wirklichkeit verweise ich auch auf Ihren Kommentar im Herdentrieb aus dem letzten Jahr: http://blog.zeit.de/herdentrieb/2015/11/10/wie-wissenschaftlich-ist-die-neoklassik_9033?sort=asc&#038;comments_page=18#comment-215514. Denn dies gilt selbstverständlich auch für die kolportierten Vorstellungen unseres medialen und ökonomischen Mainstream zu QE4P. Und auch Ihr unablässiges Insistieren auf strukturelle Reformen (so richtig ich sie im Einzelfall auch finde) verhindert den nüchternen Blick auf die monetären und saldenmechanischen Restriktionen, die es zu überwinden gilt. 

Zum anderen präferiere ich eine Rückbesinnung auf die gesetzliche Rente als Basisaltersvorsorge (VII.). Auch hiervon profitieren ca. 90 % der Bevölkerung.

Und eine höhere Erbschaftssteuer (VIII.) mit hohen Freibeträgen (1 Mio. pro Kind) in Verbindung mit einem staatlichen Erbschaftsfonds ist wohl auch kein Knüppelpfad für die 90 %.

Eine Eindämmung des Algotradings (Punkt X.) über Mindesthaltedauern ist zudem eine Befreiung aus der existentiellen Sinnlosigkeit. 99,9 % werden vermutlich gar nicht wissen, worum es dabei geht.

Insofern gebe ich Ihnen völlig recht, wenn Sie schreiben: „Natürlich nicht, das Volk wird die geteerte, leicht abwärts führende Straße gehen wollen und sie auch gehen. Daran ändern Sie nichts – nicht eine Bohne.“

Ich will daran nichts ändern, sondern lediglich unsere fehlerhaften Vorstellungen von Wirklichkeit korrigieren und somit dazu beitragen, dass wir den geteerten Weg nicht fälschlicherweise für einen Knüppelweg halten, der unmittelbar in die Inflationshölle führt, sondern in eine lebenswerte Zukunft mit relativem Wohlstand (nicht Luxus) für alle. Damit schaffen wir kein langweiliges Paradies, aber wir können die nervenaufreibende Hölle verhindern.

„…und müsste auch erkennen, dass Ihre Überlegungen NICHT REALISTISCH und damit lediglich als intellektuelle Spielerei interessant sind.“

Meine Überlegungen sind genau so realistisch, wie die eines Kopernikus (ich stehe ihm gegenüber auf der Erkenntnisleiter aber ganz weit unten). Oder um mit Wilhelm Jensen zu sprechen:

„Wer andern etwas vorgedacht,
wird jahrelang erst ausgelacht.
Begreift man die Entdeckung endlich,
so nennt sie jeder selbstverständlich.

Es liegt an der jungen Generation, welche Vorstellungen von Wirklichkeit sich durchsetzen werden. Auf die vermeintlichen Weisheiten greiser Hardcore Monetaristen sollte sich die Jugend jedenfalls nicht unreflektiert verlassen. Dieser Weg ist allerdings ein echter intellektueller Knüppelweg: http://www.querschuesse.de/eurozone-ausstehendes-kreditvolumen-november-2015/#comment-92450. 

LG Michael Stöcker]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/europa-vor-der-eiszeit-japan-vor-dem-endspiel/#comment-17369">Michael Stöcker</a>.</p>
<p>Lieber Herr Tischer,</p>
<p>wie Sie wissen, sind mir meine großen/größten Kritiker die Liebsten; denn nur so können die Pros und Cons sauber herausgearbeitet werden und nur auf diesem Weg kann geprüft werden, was eine intellektuelle Übung ist und was nachhaltige Substanz haben könnte.</p>
<p>Zu Ihrem Beispiel. Sie schreiben: „Ihr Kompass zeigt in Richtung Knüppelpfad.“ Ich kann nicht erkennen, inwiefern meine Vorschläge für die übergroße Mehrheit ein Knüppelpfad sein sollen.</p>
<p>Es gibt zum einen für ALLE Bürger von Euroland jeden Monat ca. acht Kästen Freibier (QE4P in Höhe von 80 EUR und wegen der Suchtgefahr selbstverständlich alkoholfrei; zertifiziert durch die noch zu gründende MKA (Monetäre Konzertierte Aktion)). Wer könnte hierunter leiden? Richtig, unsere Hardcore Monetaristen, die sich eine fiktive Welt gebastelt haben, die leider nur sehr wenig mit der monetären Wirklichkeit zu hat. Für die wird es ein echter intellektueller Knüppelpfad. Ottmar Issing müsste sich wohl in die Nervenheilanstalt begeben: <a href="http://wirtschaftlichefreiheit.de/wordpress/?p=16487#comment-189127" rel="nofollow ugc">http://wirtschaftlichefreiheit.de/wordpress/?p=16487#comment-189127</a>. Hierzu passt auch die Einschätzung von Flassbeck: <a href="http://www.flassbeck-economics.de/otmar-issing-helikoptergeld-ist-bankrotterklaerung-der-ezb-wer-aber-ist-der-bankrotteur/" rel="nofollow ugc">http://www.flassbeck-economics.de/otmar-issing-helikoptergeld-ist-bankrotterklaerung-der-ezb-wer-aber-ist-der-bankrotteur/</a></p>
<p>Wie sehr der naive Monetarismus in der veralteten Tradition der Bundesbank der 70er Jahre noch immer unsere Sinne vernebelt und einfach nicht tot zu kriegen ist, wird erneut durch ein Interview mit Andreas Dombret belegt, dessen Meinung ich ansonsten eigentlich sehr schätze. Auch im Jahre 8 der Richtigstellung durch die Bundesbank zuckt sie noch immer: Die Loanable Funds Theorie: <a href="https://zinsfehler.wordpress.com/2015/06/02/zombinomics-oder-die-pfahlung-der-loanable-funds-theorie/" rel="nofollow ugc">https://zinsfehler.wordpress.com/2015/06/02/zombinomics-oder-die-pfahlung-der-loanable-funds-theorie/</a>. So antwortet Herr Dombret im Interview: „Weil die Zinsen so niedrig und bei der EZB sogar negativ sind, müssen sie irgendetwas mit ihrem Geld machen. Und deshalb vergeben sie so viele Immobilienkredite.“ <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/immobilien-bundesbank-warnt-vor-preisblase-a-1084518.html" rel="nofollow ugc">http://www.spiegel.de/wirtschaft/immobilien-bundesbank-warnt-vor-preisblase-a-1084518.html</a>. </p>
<p>Auch Herr Dombret fällt wieder auf die konstruierte Vorstellung von Wirklichkeit herein. Banken VERLEIHEN KEIN Geld!!! Zur konstruierten Vorstellung von Wirklichkeit verweise ich auch auf Ihren Kommentar im Herdentrieb aus dem letzten Jahr: <a href="http://blog.zeit.de/herdentrieb/2015/11/10/wie-wissenschaftlich-ist-die-neoklassik_9033?sort=asc&#038;comments_page=18#comment-215514" rel="nofollow ugc">http://blog.zeit.de/herdentrieb/2015/11/10/wie-wissenschaftlich-ist-die-neoklassik_9033?sort=asc&#038;comments_page=18#comment-215514</a>. Denn dies gilt selbstverständlich auch für die kolportierten Vorstellungen unseres medialen und ökonomischen Mainstream zu QE4P. Und auch Ihr unablässiges Insistieren auf strukturelle Reformen (so richtig ich sie im Einzelfall auch finde) verhindert den nüchternen Blick auf die monetären und saldenmechanischen Restriktionen, die es zu überwinden gilt. </p>
<p>Zum anderen präferiere ich eine Rückbesinnung auf die gesetzliche Rente als Basisaltersvorsorge (VII.). Auch hiervon profitieren ca. 90 % der Bevölkerung.</p>
<p>Und eine höhere Erbschaftssteuer (VIII.) mit hohen Freibeträgen (1 Mio. pro Kind) in Verbindung mit einem staatlichen Erbschaftsfonds ist wohl auch kein Knüppelpfad für die 90 %.</p>
<p>Eine Eindämmung des Algotradings (Punkt X.) über Mindesthaltedauern ist zudem eine Befreiung aus der existentiellen Sinnlosigkeit. 99,9 % werden vermutlich gar nicht wissen, worum es dabei geht.</p>
<p>Insofern gebe ich Ihnen völlig recht, wenn Sie schreiben: „Natürlich nicht, das Volk wird die geteerte, leicht abwärts führende Straße gehen wollen und sie auch gehen. Daran ändern Sie nichts – nicht eine Bohne.“</p>
<p>Ich will daran nichts ändern, sondern lediglich unsere fehlerhaften Vorstellungen von Wirklichkeit korrigieren und somit dazu beitragen, dass wir den geteerten Weg nicht fälschlicherweise für einen Knüppelweg halten, der unmittelbar in die Inflationshölle führt, sondern in eine lebenswerte Zukunft mit relativem Wohlstand (nicht Luxus) für alle. Damit schaffen wir kein langweiliges Paradies, aber wir können die nervenaufreibende Hölle verhindern.</p>
<p>„…und müsste auch erkennen, dass Ihre Überlegungen NICHT REALISTISCH und damit lediglich als intellektuelle Spielerei interessant sind.“</p>
<p>Meine Überlegungen sind genau so realistisch, wie die eines Kopernikus (ich stehe ihm gegenüber auf der Erkenntnisleiter aber ganz weit unten). Oder um mit Wilhelm Jensen zu sprechen:</p>
<p>„Wer andern etwas vorgedacht,<br />
wird jahrelang erst ausgelacht.<br />
Begreift man die Entdeckung endlich,<br />
so nennt sie jeder selbstverständlich.</p>
<p>Es liegt an der jungen Generation, welche Vorstellungen von Wirklichkeit sich durchsetzen werden. Auf die vermeintlichen Weisheiten greiser Hardcore Monetaristen sollte sich die Jugend jedenfalls nicht unreflektiert verlassen. Dieser Weg ist allerdings ein echter intellektueller Knüppelweg: <a href="http://www.querschuesse.de/eurozone-ausstehendes-kreditvolumen-november-2015/#comment-92450" rel="nofollow ugc">http://www.querschuesse.de/eurozone-ausstehendes-kreditvolumen-november-2015/#comment-92450</a>. </p>
<p>LG Michael Stöcker</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Dietmar Tischer		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/europa-vor-der-eiszeit-japan-vor-dem-endspiel/#comment-17376</link>

		<dc:creator><![CDATA[Dietmar Tischer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Apr 2016 17:56:41 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterindenmedien&#038;p=5162#comment-17376</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/europa-vor-der-eiszeit-japan-vor-dem-endspiel/#comment-17369&quot;&gt;Michael Stöcker&lt;/a&gt;.

Richtig, Ihre Antwort auf diese Problematik kenne ich. 

Ich weiß auch:

Es ist nur eine Antwort, keine Lösung.

Das ist keine Kritik an Ihnen, weil ich – leider – auch keine habe und es ganz offensichtlich niemand gibt, der eine hat. 

Meine Erkenntnis und die anderer, u. a. die von D. Stelter ist, dass es KEINE LÖSUNG gibt im Sinne eines geordneten Verfahrens, mit dem wir zielgerichtet den Problemen entkommen könnten. D. Stelter begründet dies m. A. n. hinreichend und hinreichend überzeugend. 

Bevor Sie widersprechen, will ich anhand einer Analogie darlegen, warum das so ist und somit auch für Ihre Antwort gilt.

Nehmen wir an, dass Sie am Rande eines riesigen, unübersichtlichen Waldgebietes  stehen mit einer Karte und einem Kompass.  Sie kennen Ihr Ziel (die Lösung) und wissen anhand von Karte und Kompass, in welche Richtung Sie gehen müssen. 

Wenn Karte und Kompass nicht funktionieren, kommen Sie nicht ans Ziel. Wir blenden das aus, obwohl man dies für die Zielerreichung nicht ausblenden kann (heißt: Es wäre zu prüfen, ob man mit Ihren Vorstellungen tatsächlich zu einer Lösung käme).

Sie gehen nun also los und führen das Volk ans Ziel, ins „gelobte Land“ vernünftiger wirtschaftlicher Verhältnisse. 

Nach einiger Zeit erreichen Sie eine Lichtung, von der 5 Wege abgehen: ein Schotterweg, ein Knüppelpfad, eine gepflasterte Straße (leicht aufwärts), eine geteerte leicht abwärts und ein vermatschter, schlammiger Weg? Ihr Kompass zeigt in Richtung Knüppelpfad. Schlagen Sie diese Richtung ein? Natürlich nicht, das Volk wird die geteerte, leicht abwärts führende Straße gehen wollen und sie auch gehen. Daran ändern Sie nichts – nicht eine Bohne. Wenn doch, dann wird man sie als Wegweiser entlassen. Nach einiger Zeit wiederholt sich das Spiel an der nächsten Lichtung etc.: Bei Entscheidungen wird regelmäßig die Option gewählt, die allen anderen gegenüber diejenige mit den kurzfristig erkennbar geringsten Kosten ist, wobei „Kosten“ im allgemeinsten Sinne verstanden werden muss. 

Erreicht das Volk das Ziel, das Sie ihm vorgegeben haben?

Es erreicht es nicht. Praktisch nie und nimmer, theoretisch allenfalls mit der Wahrscheinlichkeit, mit der Lottospieler Millionäre werden. 

Sie verstehen, was die Analogie Ihnen verdeutlichen will, und müsste  auch erkennen, dass Ihre Überlegungen NICHT REALISTISCH und damit lediglich als intellektuelle Spielerei interessant sind. 

Damit sage ich nichts Abwertendes, sondern ordne nur ein:

Ihre Antwort bzw. ihre Vorstellungen sind letztlich IRRELEVANT für das, was sie vorgeben zu leisten, nämlich eine LÖSUNG zu SEIN.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/europa-vor-der-eiszeit-japan-vor-dem-endspiel/#comment-17369">Michael Stöcker</a>.</p>
<p>Richtig, Ihre Antwort auf diese Problematik kenne ich. </p>
<p>Ich weiß auch:</p>
<p>Es ist nur eine Antwort, keine Lösung.</p>
<p>Das ist keine Kritik an Ihnen, weil ich – leider – auch keine habe und es ganz offensichtlich niemand gibt, der eine hat. </p>
<p>Meine Erkenntnis und die anderer, u. a. die von D. Stelter ist, dass es KEINE LÖSUNG gibt im Sinne eines geordneten Verfahrens, mit dem wir zielgerichtet den Problemen entkommen könnten. D. Stelter begründet dies m. A. n. hinreichend und hinreichend überzeugend. </p>
<p>Bevor Sie widersprechen, will ich anhand einer Analogie darlegen, warum das so ist und somit auch für Ihre Antwort gilt.</p>
<p>Nehmen wir an, dass Sie am Rande eines riesigen, unübersichtlichen Waldgebietes  stehen mit einer Karte und einem Kompass.  Sie kennen Ihr Ziel (die Lösung) und wissen anhand von Karte und Kompass, in welche Richtung Sie gehen müssen. </p>
<p>Wenn Karte und Kompass nicht funktionieren, kommen Sie nicht ans Ziel. Wir blenden das aus, obwohl man dies für die Zielerreichung nicht ausblenden kann (heißt: Es wäre zu prüfen, ob man mit Ihren Vorstellungen tatsächlich zu einer Lösung käme).</p>
<p>Sie gehen nun also los und führen das Volk ans Ziel, ins „gelobte Land“ vernünftiger wirtschaftlicher Verhältnisse. </p>
<p>Nach einiger Zeit erreichen Sie eine Lichtung, von der 5 Wege abgehen: ein Schotterweg, ein Knüppelpfad, eine gepflasterte Straße (leicht aufwärts), eine geteerte leicht abwärts und ein vermatschter, schlammiger Weg? Ihr Kompass zeigt in Richtung Knüppelpfad. Schlagen Sie diese Richtung ein? Natürlich nicht, das Volk wird die geteerte, leicht abwärts führende Straße gehen wollen und sie auch gehen. Daran ändern Sie nichts – nicht eine Bohne. Wenn doch, dann wird man sie als Wegweiser entlassen. Nach einiger Zeit wiederholt sich das Spiel an der nächsten Lichtung etc.: Bei Entscheidungen wird regelmäßig die Option gewählt, die allen anderen gegenüber diejenige mit den kurzfristig erkennbar geringsten Kosten ist, wobei „Kosten“ im allgemeinsten Sinne verstanden werden muss. </p>
<p>Erreicht das Volk das Ziel, das Sie ihm vorgegeben haben?</p>
<p>Es erreicht es nicht. Praktisch nie und nimmer, theoretisch allenfalls mit der Wahrscheinlichkeit, mit der Lottospieler Millionäre werden. </p>
<p>Sie verstehen, was die Analogie Ihnen verdeutlichen will, und müsste  auch erkennen, dass Ihre Überlegungen NICHT REALISTISCH und damit lediglich als intellektuelle Spielerei interessant sind. </p>
<p>Damit sage ich nichts Abwertendes, sondern ordne nur ein:</p>
<p>Ihre Antwort bzw. ihre Vorstellungen sind letztlich IRRELEVANT für das, was sie vorgeben zu leisten, nämlich eine LÖSUNG zu SEIN.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Michael Stöcker		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/europa-vor-der-eiszeit-japan-vor-dem-endspiel/#comment-17372</link>

		<dc:creator><![CDATA[Michael Stöcker]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Apr 2016 16:04:59 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/europa-vor-der-eiszeit-japan-vor-dem-endspiel/#comment-17362&quot;&gt;Rob&lt;/a&gt;.

„Weil sie diese Gewinne nicht investieren oder höhere Löhne bezahlen, kommt es im Inland nicht zu mehr Nachfrage.“

Oder aber auch: Weil die Gewinne nicht genügend besteuert werden, sind fiskalische Redistribution sowie staatliche Investitionen zu niedrig. Aber auch diese Situation führt in das Binswangersche Dilemma. Entweder steigen die Löhne, was zu Lasten der Vorsteuerrendite geht oder aber es steigen die Steuern, was zu Lasten der Nachsteuerrendite geht. In beiden Fällen widerspricht dies der Funktionsweise des Kreditgeldkapitalismus. Hier kollidiert die betriebswirtschaftliche Logik mit der volkswirtschaftlichen Saldenmechanik.

Die simple Lösung liegt im monetären Bereich. Je länger wir mit QE4P zuwarten, umso so größer wird allerdings das Ketchup-Szenario. Warum? Weil zwischenzeitlich auch immer mehr gesunde Betriebe illiquide werden und somit Insolvenz anmelden müssen. Nach dieser dummen Art der Marktbereinigung treffen dann hohe monetäre Wünsche auf ein geschrumpftes Waren - und Dienstleistungsangebot bei niedrigeren Kapazitäten. Der Hysterese-Effekt bewirkt zudem eine größere Katastrophe auf dem Arbeitsmarkt. Dazu noch ein wenig Demografie und Flüchtlingsproblematik und das Drehbuch für ein europäisches Endzeitepos a la Waterworld hat eine solide Basis. Das Eiszeit-Szenario ist dagegen eine geradezu harmonische Perspektive.

LG Michael Stöcker]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/europa-vor-der-eiszeit-japan-vor-dem-endspiel/#comment-17362">Rob</a>.</p>
<p>„Weil sie diese Gewinne nicht investieren oder höhere Löhne bezahlen, kommt es im Inland nicht zu mehr Nachfrage.“</p>
<p>Oder aber auch: Weil die Gewinne nicht genügend besteuert werden, sind fiskalische Redistribution sowie staatliche Investitionen zu niedrig. Aber auch diese Situation führt in das Binswangersche Dilemma. Entweder steigen die Löhne, was zu Lasten der Vorsteuerrendite geht oder aber es steigen die Steuern, was zu Lasten der Nachsteuerrendite geht. In beiden Fällen widerspricht dies der Funktionsweise des Kreditgeldkapitalismus. Hier kollidiert die betriebswirtschaftliche Logik mit der volkswirtschaftlichen Saldenmechanik.</p>
<p>Die simple Lösung liegt im monetären Bereich. Je länger wir mit QE4P zuwarten, umso so größer wird allerdings das Ketchup-Szenario. Warum? Weil zwischenzeitlich auch immer mehr gesunde Betriebe illiquide werden und somit Insolvenz anmelden müssen. Nach dieser dummen Art der Marktbereinigung treffen dann hohe monetäre Wünsche auf ein geschrumpftes Waren &#8211; und Dienstleistungsangebot bei niedrigeren Kapazitäten. Der Hysterese-Effekt bewirkt zudem eine größere Katastrophe auf dem Arbeitsmarkt. Dazu noch ein wenig Demografie und Flüchtlingsproblematik und das Drehbuch für ein europäisches Endzeitepos a la Waterworld hat eine solide Basis. Das Eiszeit-Szenario ist dagegen eine geradezu harmonische Perspektive.</p>
<p>LG Michael Stöcker</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
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		<title>
		Von: Michael Stöcker		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/europa-vor-der-eiszeit-japan-vor-dem-endspiel/#comment-17369</link>

		<dc:creator><![CDATA[Michael Stöcker]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Apr 2016 13:12:52 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/europa-vor-der-eiszeit-japan-vor-dem-endspiel/#comment-17364&quot;&gt;Dietmar Tischer&lt;/a&gt;.

Meine Antwort auf diese Problematik kennen Sie: https://zinsfehler.wordpress.com/2013/10/13/zehn-masnahmen-fur-ein-europa-in-frieden-freiheit-und-wohlstand/

Die drei wichtigsten Punkte sind ein zentralbankfinanziertes Bürgergeld (aka Helikoptergeld/QE4P/Citoyage) eine progressive Erbschaftssteuer sowie eine Reaktivierung der gesetzlichen Rente. Wer jung ist, sollte also besser nichts verdrängen, sondern sich aktiv für eine alternative Politik einsetzen. TINA gehört auf den Scheiterhaufen, nicht jedoch QE4P.

LG Michael Stöcker]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/europa-vor-der-eiszeit-japan-vor-dem-endspiel/#comment-17364">Dietmar Tischer</a>.</p>
<p>Meine Antwort auf diese Problematik kennen Sie: <a href="https://zinsfehler.wordpress.com/2013/10/13/zehn-masnahmen-fur-ein-europa-in-frieden-freiheit-und-wohlstand/" rel="nofollow ugc">https://zinsfehler.wordpress.com/2013/10/13/zehn-masnahmen-fur-ein-europa-in-frieden-freiheit-und-wohlstand/</a></p>
<p>Die drei wichtigsten Punkte sind ein zentralbankfinanziertes Bürgergeld (aka Helikoptergeld/QE4P/Citoyage) eine progressive Erbschaftssteuer sowie eine Reaktivierung der gesetzlichen Rente. Wer jung ist, sollte also besser nichts verdrängen, sondern sich aktiv für eine alternative Politik einsetzen. TINA gehört auf den Scheiterhaufen, nicht jedoch QE4P.</p>
<p>LG Michael Stöcker</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Dietmar Tischer		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/europa-vor-der-eiszeit-japan-vor-dem-endspiel/#comment-17364</link>

		<dc:creator><![CDATA[Dietmar Tischer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Apr 2016 10:50:51 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ich habe „Eiszeit in der Weltwirtschaft“ nicht gelesen und kann daher nicht beurteilen, wie weit und wie genau Cicero.de das Buch widergibt.

Der Artikel ist m. A. n. mit das Beste, was ich für das Verständnis der STRUKTURELLEN PROBLEMATIK und der daraus resultierenden LÖSUNGSDEFIZITE, mit denen wir uns konfrontiert sehen, gelesen habe.

Insbesondere die aufgezeigte Parallele zwischen der Situation Japans sowie dem, was man dort im Zeitvorlauf  zustande gebracht hat, und der Eurozone verdient größte Beachtung. Auch die kurze Einbeziehung der USA ist hilfreich. Auslassungen zu Sonderheiten, z. B. dass sich Japan nicht im Ausland verschuldet und die USA über die Referenzwährung verfügen, sind zu begrüßen, weil sie nicht vom roten Faden der Argumentation ablenken.

Das m. A. n. nicht wegdiskutierbare Fazit ist ernüchternd und sollte jedem zu denken geben:

&#062;Damit ist die offene Frage: Halten die Bevölkerungen Europas so lange durch, bis die Schuldenlösung über die EZB-Bilanz kommt, oder droht zuvor der politische „Unfall“ – der Austritt eines der Kernländer aus der Eurozone? Letzteres hätte zwangsläufig eine schwere Krise zur Folge. Bis jetzt hat die EZB immer als letzte der großen Notenbanken zu noch aggressiveren Maßnahmen gegriffen, vor allem aus Rücksicht auf die Deutschen als Hauptgläubiger in der Eurozone. Bleibt es bei diesem Tempo, sind Chaos und Depression wahrscheinlicher&#062;

Krise oder Chaos – schon das ist schlimm genug.

Und dann?

Wie kommen wir da raus, um im Wettbewerb um Wohlstand wieder teilnehmen zu können, wenn andere wie China es schaffen sollten, sich ohne Krise und Chaos weiterzuentwickeln (was keineswegs sicher, aber möglich ist)?

Die KRISE hinter Krise oder Chaos:

Wer jung ist, sollte das besser verdrängen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe „Eiszeit in der Weltwirtschaft“ nicht gelesen und kann daher nicht beurteilen, wie weit und wie genau Cicero.de das Buch widergibt.</p>
<p>Der Artikel ist m. A. n. mit das Beste, was ich für das Verständnis der STRUKTURELLEN PROBLEMATIK und der daraus resultierenden LÖSUNGSDEFIZITE, mit denen wir uns konfrontiert sehen, gelesen habe.</p>
<p>Insbesondere die aufgezeigte Parallele zwischen der Situation Japans sowie dem, was man dort im Zeitvorlauf  zustande gebracht hat, und der Eurozone verdient größte Beachtung. Auch die kurze Einbeziehung der USA ist hilfreich. Auslassungen zu Sonderheiten, z. B. dass sich Japan nicht im Ausland verschuldet und die USA über die Referenzwährung verfügen, sind zu begrüßen, weil sie nicht vom roten Faden der Argumentation ablenken.</p>
<p>Das m. A. n. nicht wegdiskutierbare Fazit ist ernüchternd und sollte jedem zu denken geben:</p>
<p>&gt;Damit ist die offene Frage: Halten die Bevölkerungen Europas so lange durch, bis die Schuldenlösung über die EZB-Bilanz kommt, oder droht zuvor der politische „Unfall“ – der Austritt eines der Kernländer aus der Eurozone? Letzteres hätte zwangsläufig eine schwere Krise zur Folge. Bis jetzt hat die EZB immer als letzte der großen Notenbanken zu noch aggressiveren Maßnahmen gegriffen, vor allem aus Rücksicht auf die Deutschen als Hauptgläubiger in der Eurozone. Bleibt es bei diesem Tempo, sind Chaos und Depression wahrscheinlicher&gt;</p>
<p>Krise oder Chaos – schon das ist schlimm genug.</p>
<p>Und dann?</p>
<p>Wie kommen wir da raus, um im Wettbewerb um Wohlstand wieder teilnehmen zu können, wenn andere wie China es schaffen sollten, sich ohne Krise und Chaos weiterzuentwickeln (was keineswegs sicher, aber möglich ist)?</p>
<p>Die KRISE hinter Krise oder Chaos:</p>
<p>Wer jung ist, sollte das besser verdrängen.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Rob		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/europa-vor-der-eiszeit-japan-vor-dem-endspiel/#comment-17362</link>

		<dc:creator><![CDATA[Rob]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Apr 2016 09:53:42 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterindenmedien&#038;p=5162#comment-17362</guid>

					<description><![CDATA[&quot;Die Unternehmen haben deshalb weniger die Preise gesenkt und stattdessen lieber die Gewinne maximiert. Weil sie diese Gewinne nicht investieren oder höhere Löhne bezahlen, kommt es im Inland nicht zu mehr Nachfrage.&quot;

Danke für diese Feststellung (angenommen, sie trifft zu). Das ist m.M.n. das Hauptübel schlechthin, das über viele Jahre hinweg unsere heutige Lage (bzw. die Lage in Japan) verursacht. Man könnte sogar meinen: die drei Staaten mit den höchsten kumulierten Leistungsbilanzwerten (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Cumulative_Current_Account_Balance.png, weiter zu &quot;the Data&quot; scrollen) haben auch die größten Ersparnisse im Ausland (mutmaßlich vorwiegend Unternehmerersparnisse), die also keine Nachfrage im Inland auslösen.
Das Deutschland unter den dreien noch keine nennenswerten Probleme hat, liegt an der Einbindung im Euro.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Die Unternehmen haben deshalb weniger die Preise gesenkt und stattdessen lieber die Gewinne maximiert. Weil sie diese Gewinne nicht investieren oder höhere Löhne bezahlen, kommt es im Inland nicht zu mehr Nachfrage.&#8221;</p>
<p>Danke für diese Feststellung (angenommen, sie trifft zu). Das ist m.M.n. das Hauptübel schlechthin, das über viele Jahre hinweg unsere heutige Lage (bzw. die Lage in Japan) verursacht. Man könnte sogar meinen: die drei Staaten mit den höchsten kumulierten Leistungsbilanzwerten (<a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Cumulative_Current_Account_Balance.png" rel="nofollow ugc">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Cumulative_Current_Account_Balance.png</a>, weiter zu &#8220;the Data&#8221; scrollen) haben auch die größten Ersparnisse im Ausland (mutmaßlich vorwiegend Unternehmerersparnisse), die also keine Nachfrage im Inland auslösen.<br />
Das Deutschland unter den dreien noch keine nennenswerten Probleme hat, liegt an der Einbindung im Euro.</p>
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