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	Kommentare zu: „Die wahren Gründe der Wirt&#173;schafts&#173;krise“	</title>
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	<description>Daniel Stelter ist die unabhängige Stimme zur Finanzkrise</description>
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		Von: Daniel Stelter		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/die-wahren-gruende-der-wirtschaftskrise/#comment-14886</link>

		<dc:creator><![CDATA[Daniel Stelter]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Sep 2015 21:38:21 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/die-wahren-gruende-der-wirtschaftskrise/#comment-14876&quot;&gt;Michael Stöcker&lt;/a&gt;.

Als Betriebswirt kann ich nur zustimmen. :-)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/die-wahren-gruende-der-wirtschaftskrise/#comment-14876">Michael Stöcker</a>.</p>
<p>Als Betriebswirt kann ich nur zustimmen. :-)</p>
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		Von: Michael Stöcker		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/die-wahren-gruende-der-wirtschaftskrise/#comment-14876</link>

		<dc:creator><![CDATA[Michael Stöcker]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Sep 2015 11:14:49 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Lieber Herr Stelter,

wenn sich Volks- und Betriebswirte endlich mal auf eine einheitliche Terminologie einigen könnten, dann gäbe es diese semantischen Totalverwirrungen nicht (siehe hierzu auch der Link am Ende des Kommentars). Der Kapitalismus ist in der Tat schuldengetrieben. Und wo finden sich die Schulden in einer Bilanz? Richtig: Auf der Passivseite. Und was finden wir auf der Passivseite? Es ist das Kapital; und zwar in Form von Eigenkapital und Fremdkapital. Fremdkapital sind Schulden/Verbindlichkeiten. Das Grundproblem hierbei: Volkswirte sind selten in der Lage eine Bilanz zu lesen, geschweige denn diese korrekt zu interpretieren. 

Je höher der Verschuldungsgrad ist, desto aktiver/vernetzter/kapitalistischer ist die Volkswirtschaft. Eine Volkswirtschaft ohne Fremdkapital ist eine reine Subsistenzwirtschaft. Insofern ist Kapitalismus schon der korrekte Begriff. Man darf eben nur nicht das Kapital auf der Aktivseite einer Bilanz verorten. Denn dort befindet sich kein Kapital, sondern das Vermögen in Form von Sach- und Geldvermögen, wobei auf aggregierter Ebene wiederum kein Geldvermögen übrig bleibt, da alles Geld (bis auf wenige Ausnahmen) auf Schulden basiert und zu jedem Schuldner auch ein Gläubiger gehört. Von daher ist die Summe allen Nettogeldvermögens immer näherungsweise null.

Insofern könnte man auch sagen: Es ist das Kapital in Form des Fremdkapitals, das das System bestimmt, also die Schulden.

Ohne elementare Kenntnisse der Buchführung und Bilanzierung kann man aber kaum sinnvolle ökonomischen Aussagen machen (siehe hierzu insbesondere meine Kritik an Wolfgang Münchau und Norbert Häring: https://zinsfehler.wordpress.com/2015/01/20/qe-versus-ml/).

LG Michael Stöcker]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Herr Stelter,</p>
<p>wenn sich Volks- und Betriebswirte endlich mal auf eine einheitliche Terminologie einigen könnten, dann gäbe es diese semantischen Totalverwirrungen nicht (siehe hierzu auch der Link am Ende des Kommentars). Der Kapitalismus ist in der Tat schuldengetrieben. Und wo finden sich die Schulden in einer Bilanz? Richtig: Auf der Passivseite. Und was finden wir auf der Passivseite? Es ist das Kapital; und zwar in Form von Eigenkapital und Fremdkapital. Fremdkapital sind Schulden/Verbindlichkeiten. Das Grundproblem hierbei: Volkswirte sind selten in der Lage eine Bilanz zu lesen, geschweige denn diese korrekt zu interpretieren. </p>
<p>Je höher der Verschuldungsgrad ist, desto aktiver/vernetzter/kapitalistischer ist die Volkswirtschaft. Eine Volkswirtschaft ohne Fremdkapital ist eine reine Subsistenzwirtschaft. Insofern ist Kapitalismus schon der korrekte Begriff. Man darf eben nur nicht das Kapital auf der Aktivseite einer Bilanz verorten. Denn dort befindet sich kein Kapital, sondern das Vermögen in Form von Sach- und Geldvermögen, wobei auf aggregierter Ebene wiederum kein Geldvermögen übrig bleibt, da alles Geld (bis auf wenige Ausnahmen) auf Schulden basiert und zu jedem Schuldner auch ein Gläubiger gehört. Von daher ist die Summe allen Nettogeldvermögens immer näherungsweise null.</p>
<p>Insofern könnte man auch sagen: Es ist das Kapital in Form des Fremdkapitals, das das System bestimmt, also die Schulden.</p>
<p>Ohne elementare Kenntnisse der Buchführung und Bilanzierung kann man aber kaum sinnvolle ökonomischen Aussagen machen (siehe hierzu insbesondere meine Kritik an Wolfgang Münchau und Norbert Häring: <a href="https://zinsfehler.wordpress.com/2015/01/20/qe-versus-ml/" rel="nofollow ugc">https://zinsfehler.wordpress.com/2015/01/20/qe-versus-ml/</a>).</p>
<p>LG Michael Stöcker</p>
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