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	Kommentare zu: Die Europäische Zentral&#173;bank trägt die Verant&#173;wortung für die Inflation	</title>
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	<description>Daniel Stelter ist die unabhängige Stimme zur Finanzkrise</description>
	<lastBuildDate>Wed, 31 Aug 2022 10:04:30 +0000</lastBuildDate>
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		<title>
		Von: Dietmar Tischer		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/die-europaeische-zentralbank-traegt-die-verantwortung-fuer-die-inflation/#comment-270067</link>

		<dc:creator><![CDATA[Dietmar Tischer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Aug 2022 10:04:30 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/die-europaeische-zentralbank-traegt-die-verantwortung-fuer-die-inflation/#comment-269816&quot;&gt;Felix&lt;/a&gt;.

@ MFK

&#062;Diese zusätzliche Geldmenge ist lange Zeit in den Asset Märkten stecken geblieben.&#062;

Zustimmung.  

&#062;Erwartet der Konsument sogar höhere Inflationsraten wird er eher Geld ausgeben.&#062;

Das behaupten Sie, ist aber die Frage.

Für Deutschland zeichnet sich für die weitaus MEISTEN Menschen ab:

Die ENORME Steigerung der Energiepreise, Gas wie Strom, wird – obwohl noch nicht wirklich spürbar bei den Privathaushalten, aber tagtäglich bis zum Anschlag diskutiert – zu einer möglicherweise STÄRKEREN Sparneigung, auf jeden Fall zu GERINGEREM Konsum führen. 

Wir in Deutschland werden mit SICHERHEIT eine Rezession erleben, wobei für mich noch nicht klar ist wie WEIT sie auf den Arbeitsmarkt durchschlägt.

Unabhängig von all dem, ist die Aussage @ Felix zur EZB
&#062;Aber sie hat durch die Inflation der Geldmenge die Möglichkeit geschaffen, höhere Energiepreise zu zahlen, ohne an andere Stelle zu sparen.&#062;

FALSCH. 

Wo er recht hat, ist der vergleichsweise geringe Teil der Bevölkerung, die durch die Inflation der ASSETPREISE vermögender geworden sind und die jetzt Kasse machen.

Das ist aber VOLKSWIRTSCHAFTLICH keine relevante Größe.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/die-europaeische-zentralbank-traegt-die-verantwortung-fuer-die-inflation/#comment-269816">Felix</a>.</p>
<p>@ MFK</p>
<p>&gt;Diese zusätzliche Geldmenge ist lange Zeit in den Asset Märkten stecken geblieben.&gt;</p>
<p>Zustimmung.  </p>
<p>&gt;Erwartet der Konsument sogar höhere Inflationsraten wird er eher Geld ausgeben.&gt;</p>
<p>Das behaupten Sie, ist aber die Frage.</p>
<p>Für Deutschland zeichnet sich für die weitaus MEISTEN Menschen ab:</p>
<p>Die ENORME Steigerung der Energiepreise, Gas wie Strom, wird – obwohl noch nicht wirklich spürbar bei den Privathaushalten, aber tagtäglich bis zum Anschlag diskutiert – zu einer möglicherweise STÄRKEREN Sparneigung, auf jeden Fall zu GERINGEREM Konsum führen. </p>
<p>Wir in Deutschland werden mit SICHERHEIT eine Rezession erleben, wobei für mich noch nicht klar ist wie WEIT sie auf den Arbeitsmarkt durchschlägt.</p>
<p>Unabhängig von all dem, ist die Aussage @ Felix zur EZB<br />
&gt;Aber sie hat durch die Inflation der Geldmenge die Möglichkeit geschaffen, höhere Energiepreise zu zahlen, ohne an andere Stelle zu sparen.&gt;</p>
<p>FALSCH. </p>
<p>Wo er recht hat, ist der vergleichsweise geringe Teil der Bevölkerung, die durch die Inflation der ASSETPREISE vermögender geworden sind und die jetzt Kasse machen.</p>
<p>Das ist aber VOLKSWIRTSCHAFTLICH keine relevante Größe.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Richard Ott		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/die-europaeische-zentralbank-traegt-die-verantwortung-fuer-die-inflation/#comment-269993</link>

		<dc:creator><![CDATA[Richard Ott]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Aug 2022 20:41:58 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterindenmedien&#038;p=26111#comment-269993</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/die-europaeische-zentralbank-traegt-die-verantwortung-fuer-die-inflation/#comment-269917&quot;&gt;Richard Ott&lt;/a&gt;.

@Stoertebekker

Sie unbefriedigt zurücklassen zu müssen, würde mich sehr schmerzen. 

a) Deshalb treffen sich die westlichen Zentralbänker ja gern, zum Beispiel letzte Woche in Wyoming, und agieren konzertiert.

b) Höhere Zinsen führen zu weniger Investitionen, weniger Konsum auf Kredit und mehr Pleiten. Viele Firmen haben schon die Corona-Krise nur mit Hilfe neuer Schulden (auch über staatliche &quot;Hilfsprogramme&quot;) überlebt. 

&quot;Wer sagt denn, dass bei sinkender Nachfrage die OPEC/Russland nicht die Hähne weiter zudrehen?&quot;

Das könnten sie schon. Gleichzeitig würde bei sinkender Nachfrage aber auch jedes Bergbau- und Bohrprojekt im Westen einen größeren Anteil der Nachfrage decken, wenn wir uns nicht zu fein oder zu &quot;kliemerbewusst&quot; dafür wären, tatsächlich noch welchen zu betreben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/die-europaeische-zentralbank-traegt-die-verantwortung-fuer-die-inflation/#comment-269917">Richard Ott</a>.</p>
<p>@Stoertebekker</p>
<p>Sie unbefriedigt zurücklassen zu müssen, würde mich sehr schmerzen. </p>
<p>a) Deshalb treffen sich die westlichen Zentralbänker ja gern, zum Beispiel letzte Woche in Wyoming, und agieren konzertiert.</p>
<p>b) Höhere Zinsen führen zu weniger Investitionen, weniger Konsum auf Kredit und mehr Pleiten. Viele Firmen haben schon die Corona-Krise nur mit Hilfe neuer Schulden (auch über staatliche &#8220;Hilfsprogramme&#8221;) überlebt. </p>
<p>&#8220;Wer sagt denn, dass bei sinkender Nachfrage die OPEC/Russland nicht die Hähne weiter zudrehen?&#8221;</p>
<p>Das könnten sie schon. Gleichzeitig würde bei sinkender Nachfrage aber auch jedes Bergbau- und Bohrprojekt im Westen einen größeren Anteil der Nachfrage decken, wenn wir uns nicht zu fein oder zu &#8220;kliemerbewusst&#8221; dafür wären, tatsächlich noch welchen zu betreben.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Stoertebekker		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/die-europaeische-zentralbank-traegt-die-verantwortung-fuer-die-inflation/#comment-269989</link>

		<dc:creator><![CDATA[Stoertebekker]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Aug 2022 20:27:48 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterindenmedien&#038;p=26111#comment-269989</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/die-europaeische-zentralbank-traegt-die-verantwortung-fuer-die-inflation/#comment-269917&quot;&gt;Richard Ott&lt;/a&gt;.

@R Ott

Falls ernst gemeint, ist die Antwort unbefriedigend.

a) Die Energiepreise werden auch durch Nachfrage außerhalb unseres Währungsraumes beeinflusst. Diese Nachfrage kann die EZB gar nicht beeinflussen.

b) Die Nachfrage könnte runter gehen (wobei mir der Mechanismus von höheren Zinsen zu weniger Nachfrage immer noch nicht klar ist; es ist doch so, dass hohe PREISE zum Nachfragerückgang führen - und das passiert bereits. Dow fährt schon die  PE-Produktion zurück. Ganz ohne Zinsspielereien). 
Aber das Angebot eben auch. Wer sagt denn, dass bei sinkender Nachfrage die OPEC/Russland nicht die Hähne weiter zudrehen? Dann wäre der Effekt der Zinserhöhung gleich Null. 

Alles nur Schamanentänze…]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/die-europaeische-zentralbank-traegt-die-verantwortung-fuer-die-inflation/#comment-269917">Richard Ott</a>.</p>
<p>@R Ott</p>
<p>Falls ernst gemeint, ist die Antwort unbefriedigend.</p>
<p>a) Die Energiepreise werden auch durch Nachfrage außerhalb unseres Währungsraumes beeinflusst. Diese Nachfrage kann die EZB gar nicht beeinflussen.</p>
<p>b) Die Nachfrage könnte runter gehen (wobei mir der Mechanismus von höheren Zinsen zu weniger Nachfrage immer noch nicht klar ist; es ist doch so, dass hohe PREISE zum Nachfragerückgang führen &#8211; und das passiert bereits. Dow fährt schon die  PE-Produktion zurück. Ganz ohne Zinsspielereien).<br />
Aber das Angebot eben auch. Wer sagt denn, dass bei sinkender Nachfrage die OPEC/Russland nicht die Hähne weiter zudrehen? Dann wäre der Effekt der Zinserhöhung gleich Null. </p>
<p>Alles nur Schamanentänze…</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: MFK		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/die-europaeische-zentralbank-traegt-die-verantwortung-fuer-die-inflation/#comment-269937</link>

		<dc:creator><![CDATA[MFK]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Aug 2022 08:27:10 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterindenmedien&#038;p=26111#comment-269937</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/die-europaeische-zentralbank-traegt-die-verantwortung-fuer-die-inflation/#comment-269816&quot;&gt;Felix&lt;/a&gt;.

@Herr Tischer,

naja so unrecht hat der Felix nicht.

Die klassische Inflation wird verursacht durch Erhöhung der Geldmenge*Umlaufgeschwindigkeit.

Die Geldmenge wird zunächst durch den Zins beeinflusst, der die Kreditnachfrage und damit die Geldschöpfung insbesondere durch die Banken beeinflusst, dann durch den Ankauf von Schuldtiteln durch die Zentralbank.

Die EZB hat in der Folge die Geldmenge, bereinigt durch die Wirtschaftsleistung um den Faktor 2 mehr erhöht als die FED.

Diese zusätzliche Geldmenge ist lange Zeit in den Asset Märkten stecken geblieben. Die Reallöhne sind dagegen sogar bis heute gesunken. Das scheint sich gerade zu ändern. Hier spielt aber auch die Psychologie eine Rolle. Erwartet der Konsument sogar höhere Inflationsraten wird er eher Geld ausgeben. Frau Lagarde wird eine effektive Inflationsbekämpfung nicht mehr zugetraut. Powell hat dagegen in seiner letzten Rede die Entschlossenheit der FED betont, die Inflation energisch zu bekämpfen. Trotzdem ist die Inflation in den USA weiterhin hoch. So groß scheint der psychologische Effekt noch nicht zu sein.

Zusätzlich haben wir einen Angebotsschock, der die Preise treibt. Hier sei auf den hervorragenden Podcast mit Prof. Sinn verwiesen. Hieran ist die Notenbank nicht schuld. Trotzdem kann sie hierauf reagieren. Demand destruction wird auch durch höhere Zinsen verursacht, allerdings im schlimmsten Fall zum Preis einer Rezession. Der Arbeitsmarkt scheint robust zu sein, so dass hier die Folgen überschaubar sind. Dies versehe ich allerdings einmal mit einem Fragezeichen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/die-europaeische-zentralbank-traegt-die-verantwortung-fuer-die-inflation/#comment-269816">Felix</a>.</p>
<p>@Herr Tischer,</p>
<p>naja so unrecht hat der Felix nicht.</p>
<p>Die klassische Inflation wird verursacht durch Erhöhung der Geldmenge*Umlaufgeschwindigkeit.</p>
<p>Die Geldmenge wird zunächst durch den Zins beeinflusst, der die Kreditnachfrage und damit die Geldschöpfung insbesondere durch die Banken beeinflusst, dann durch den Ankauf von Schuldtiteln durch die Zentralbank.</p>
<p>Die EZB hat in der Folge die Geldmenge, bereinigt durch die Wirtschaftsleistung um den Faktor 2 mehr erhöht als die FED.</p>
<p>Diese zusätzliche Geldmenge ist lange Zeit in den Asset Märkten stecken geblieben. Die Reallöhne sind dagegen sogar bis heute gesunken. Das scheint sich gerade zu ändern. Hier spielt aber auch die Psychologie eine Rolle. Erwartet der Konsument sogar höhere Inflationsraten wird er eher Geld ausgeben. Frau Lagarde wird eine effektive Inflationsbekämpfung nicht mehr zugetraut. Powell hat dagegen in seiner letzten Rede die Entschlossenheit der FED betont, die Inflation energisch zu bekämpfen. Trotzdem ist die Inflation in den USA weiterhin hoch. So groß scheint der psychologische Effekt noch nicht zu sein.</p>
<p>Zusätzlich haben wir einen Angebotsschock, der die Preise treibt. Hier sei auf den hervorragenden Podcast mit Prof. Sinn verwiesen. Hieran ist die Notenbank nicht schuld. Trotzdem kann sie hierauf reagieren. Demand destruction wird auch durch höhere Zinsen verursacht, allerdings im schlimmsten Fall zum Preis einer Rezession. Der Arbeitsmarkt scheint robust zu sein, so dass hier die Folgen überschaubar sind. Dies versehe ich allerdings einmal mit einem Fragezeichen.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: komol		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/die-europaeische-zentralbank-traegt-die-verantwortung-fuer-die-inflation/#comment-269933</link>

		<dc:creator><![CDATA[komol]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Aug 2022 07:55:38 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Der Fehler war, wegen Corona nochmal nachzudrucken, und dann auch noch so stark. Je mehr Inflation jetzt kommt, desto größer scheint der Fehler. Man hätte rein fiskalisch handeln müssen. Und die Corona-Bonds für Ausgleiche nehmen sollen, so wie man es in dem Bereich ja auch tat. Grundsätzlich lag es daran, dass man nicht verstanden hat, was hier seit 20 Jahren mit der Wirtschaft passiert. Zusätzliches Problem dadurch ist jetzt, dass man das unter Corona weiterlaufende riesige Hauptproblem seit 20 Jahren bzw. 07/08 invisibilisiert, tlw. vergisst, bzw. nicht weiter diskutiert, was die Chancen verringert, auch wenn mal alles platz, je zu erkennen, wieso und warum es so ist bzw. war. 

H.W. Sinn und andere weisen nun darauf hin, dass das von den Privaten und Bankien gehortete Geld der zweiten Runde (also seit 07/08) nun jetzt auch noch in die Wirtschaft fließen könnte und die Inflation so richtig hochtreiben kann. Das sehe ich nicht. Wieso? Wieder falsche Grundeinschätzung der Situation! Die CPI- Inflation wird zurückgehen, aber nur sehr sehr langsam bis Ende 23. 

Was die ZBs hier bei der CPI-Inflation machen, wird keine soo große Rolle spielen. Erstens weils nur wenig durchschlägt, und zweitens weil sie ja eigentlich nicht viel machen wollen (das auf den Topf hauen ist nur der Anfang des kommenden Vertrauensverlustes). Ihre einzig schwere Gratwandung ist, diese beiden Argumente kommunikativ so zu verknüpfen, dass die Märkte denken, dass sie was machen würden, wenn es richtig ernst kommen sollte (aber wenn, und sie wissen zumindest, dass es so nicht kommen kann, dann wären sie zu spät und es würde so oder so nix mehr nützen), d.h. also die Erwartungserwartungen verankert zu lassen.

Interessant ist nun einzig und allein, was die Vermögenspreisinflation machen wird. Diese wird nicht wesentlich zurückgehen bis Ende 23, glaube ich. Und so wird die Chance größer, dass es in manchen Regionen (aber v.a. nicht in Angelsachsen (dort krachts ja schon und weiter wegen den IuK-Techs an sich)) gesellschaftlich kracht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Fehler war, wegen Corona nochmal nachzudrucken, und dann auch noch so stark. Je mehr Inflation jetzt kommt, desto größer scheint der Fehler. Man hätte rein fiskalisch handeln müssen. Und die Corona-Bonds für Ausgleiche nehmen sollen, so wie man es in dem Bereich ja auch tat. Grundsätzlich lag es daran, dass man nicht verstanden hat, was hier seit 20 Jahren mit der Wirtschaft passiert. Zusätzliches Problem dadurch ist jetzt, dass man das unter Corona weiterlaufende riesige Hauptproblem seit 20 Jahren bzw. 07/08 invisibilisiert, tlw. vergisst, bzw. nicht weiter diskutiert, was die Chancen verringert, auch wenn mal alles platz, je zu erkennen, wieso und warum es so ist bzw. war. </p>
<p>H.W. Sinn und andere weisen nun darauf hin, dass das von den Privaten und Bankien gehortete Geld der zweiten Runde (also seit 07/08) nun jetzt auch noch in die Wirtschaft fließen könnte und die Inflation so richtig hochtreiben kann. Das sehe ich nicht. Wieso? Wieder falsche Grundeinschätzung der Situation! Die CPI- Inflation wird zurückgehen, aber nur sehr sehr langsam bis Ende 23. </p>
<p>Was die ZBs hier bei der CPI-Inflation machen, wird keine soo große Rolle spielen. Erstens weils nur wenig durchschlägt, und zweitens weil sie ja eigentlich nicht viel machen wollen (das auf den Topf hauen ist nur der Anfang des kommenden Vertrauensverlustes). Ihre einzig schwere Gratwandung ist, diese beiden Argumente kommunikativ so zu verknüpfen, dass die Märkte denken, dass sie was machen würden, wenn es richtig ernst kommen sollte (aber wenn, und sie wissen zumindest, dass es so nicht kommen kann, dann wären sie zu spät und es würde so oder so nix mehr nützen), d.h. also die Erwartungserwartungen verankert zu lassen.</p>
<p>Interessant ist nun einzig und allein, was die Vermögenspreisinflation machen wird. Diese wird nicht wesentlich zurückgehen bis Ende 23, glaube ich. Und so wird die Chance größer, dass es in manchen Regionen (aber v.a. nicht in Angelsachsen (dort krachts ja schon und weiter wegen den IuK-Techs an sich)) gesellschaftlich kracht.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Richard Ott		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/die-europaeische-zentralbank-traegt-die-verantwortung-fuer-die-inflation/#comment-269917</link>

		<dc:creator><![CDATA[Richard Ott]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Aug 2022 05:58:32 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/die-europaeische-zentralbank-traegt-die-verantwortung-fuer-die-inflation/#comment-269813&quot;&gt;Stoertebekker&lt;/a&gt;.

@Stoertebekker

&quot;Wenn mal einer den Wirkmechanismus von höheren Zinsen der EZB zu niedrigeren Energiepreisen aufzeigen würde (Haupttreiber der Teuerung), wäre schon was gewonnen.&quot;

Ist doch ganz simpel: Die Zentralbanken prügeln die Nachfrage nach Energie (und unseren Lebensstandard...) mit den höheren Zinsen (und der Anweisung an die Banken, weniger Kredite zu vergeben...) so weit herunter, dass die Preise für die Energie sinken. 

Viel mehr geht nicht, den Konflikt in der Ukraine und die ganzen Probleme in der Energieinfrastruktur müssten schon die Politiker lösen, da sind die Zentralbänker nicht zuständig. 

Stattdessen kommen unsere Politiker gerade angerannt und beschließen staatliche &quot;Entlastungspakete&quot; wegen der Energiepreissteigerungen - mal sehen, wer die dann finanzieren soll. Ich höre schon von fern das &quot;BRRRRRRR&quot;, lauter als jedes Nebelhorn...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/die-europaeische-zentralbank-traegt-die-verantwortung-fuer-die-inflation/#comment-269813">Stoertebekker</a>.</p>
<p>@Stoertebekker</p>
<p>&#8220;Wenn mal einer den Wirkmechanismus von höheren Zinsen der EZB zu niedrigeren Energiepreisen aufzeigen würde (Haupttreiber der Teuerung), wäre schon was gewonnen.&#8221;</p>
<p>Ist doch ganz simpel: Die Zentralbanken prügeln die Nachfrage nach Energie (und unseren Lebensstandard&#8230;) mit den höheren Zinsen (und der Anweisung an die Banken, weniger Kredite zu vergeben&#8230;) so weit herunter, dass die Preise für die Energie sinken. </p>
<p>Viel mehr geht nicht, den Konflikt in der Ukraine und die ganzen Probleme in der Energieinfrastruktur müssten schon die Politiker lösen, da sind die Zentralbänker nicht zuständig. </p>
<p>Stattdessen kommen unsere Politiker gerade angerannt und beschließen staatliche &#8220;Entlastungspakete&#8221; wegen der Energiepreissteigerungen &#8211; mal sehen, wer die dann finanzieren soll. Ich höre schon von fern das &#8220;BRRRRRRR&#8221;, lauter als jedes Nebelhorn&#8230;</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Richard Ott		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/die-europaeische-zentralbank-traegt-die-verantwortung-fuer-die-inflation/#comment-269916</link>

		<dc:creator><![CDATA[Richard Ott]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Aug 2022 05:51:39 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterindenmedien&#038;p=26111#comment-269916</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/die-europaeische-zentralbank-traegt-die-verantwortung-fuer-die-inflation/#comment-269852&quot;&gt;Dietmar Tischer&lt;/a&gt;.

@Herr Tischer

Kein Unsinn - es gefällt Ihnen nur nicht. Das ist aber nicht das gleiche. 

&quot;Geld ist ein Tauschmittel auch OHNE jegliche Einwirkung der Notenbanken.
Geld dient auch der Wertaufbewahrung OHNE jegliche Einwirkung der Notenbanken.&quot;

Ohne Notenbanken hätten wir allerdings völlig anderes Geld als dasjenige, das wir jetzt haben. 

&quot;Die Notenbanken müssen hier überhaupt nichts sicherstellen.&quot;

Aus eigenem langfristigen Interesse sollten sie das schon. Wenn sie daran scheitern, wertstabiles Geld zur Verfügung zu stellen, dann ist das oft das Ende der Existenz der Notenbank - oder des ganzen Staates oder des jeweiligen politischen Konstruktes, das die Notenbank gegründet hat.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/die-europaeische-zentralbank-traegt-die-verantwortung-fuer-die-inflation/#comment-269852">Dietmar Tischer</a>.</p>
<p>@Herr Tischer</p>
<p>Kein Unsinn &#8211; es gefällt Ihnen nur nicht. Das ist aber nicht das gleiche. </p>
<p>&#8220;Geld ist ein Tauschmittel auch OHNE jegliche Einwirkung der Notenbanken.<br />
Geld dient auch der Wertaufbewahrung OHNE jegliche Einwirkung der Notenbanken.&#8221;</p>
<p>Ohne Notenbanken hätten wir allerdings völlig anderes Geld als dasjenige, das wir jetzt haben. </p>
<p>&#8220;Die Notenbanken müssen hier überhaupt nichts sicherstellen.&#8221;</p>
<p>Aus eigenem langfristigen Interesse sollten sie das schon. Wenn sie daran scheitern, wertstabiles Geld zur Verfügung zu stellen, dann ist das oft das Ende der Existenz der Notenbank &#8211; oder des ganzen Staates oder des jeweiligen politischen Konstruktes, das die Notenbank gegründet hat.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Tom96		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/die-europaeische-zentralbank-traegt-die-verantwortung-fuer-die-inflation/#comment-269912</link>

		<dc:creator><![CDATA[Tom96]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Aug 2022 04:46:15 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterindenmedien&#038;p=26111#comment-269912</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/die-europaeische-zentralbank-traegt-die-verantwortung-fuer-die-inflation/#comment-269849&quot;&gt;Gnomae&lt;/a&gt;.

“ In der Moderne spürten z.B. Joseph Schumpeter und John Maynard Keynes den Heiligen Geist dort auf, wo er in Form des Geldes als zentrales Medium im Kapitalismus in Erscheinung tritt. Geld und Geltung teilen nicht nur einen etymologischen Ursprung, sondern auch eine erkenntnistheoretische Einheit. Denn Geld ist überhaupt nur im Hinblick auf seine Geltung Geld: Wenn es nicht gilt, kann es kein Geld sein. Marx schließlich fand den Heiligen Geist in all unseren Beziehungen anwesend, manifestiert im Geltungsanspruch des Geldes. Selbst die führenden Ökonomen unserer Zeit müssen sich dieser Tage wieder auf die Theologie zurückbesinnen, um die Grundlagen ihres eigenen Tuns zu begreifen. In den USA wird dies noch viel selbstverständlicher gehandhabt als in Deutschland. Wenn sich die Chefs der drei obersten Banken im Nachgang des Börsenskandals als masters of the universe bezeichneten, dann taten sie dies in der Anerkennung der Tatsache, dass die Trennung zwischen Sakralität und Säkularität eine Illusion ist. Der Chef von Goldman Sachs konnte demnach mit absolutem Ernst rechtfertigen, der Vollstrecker göttlichen Willens zu sein.

…
Wer sich dem Irrglauben hingibt, dass allein die Sachzwanglogiken in streng rationalistischen Systemen wie z.B. innerhalb der Finanzwirtschaft Bestimmungsgrößen für das eigene Leben seien, der wird sich in ähnlich missgünstiger Lage wiederfinden wie die selbstzersägende Figur Divisio in Lorenzettis Fresko. Dies hingegen als Irrglauben anzuerkennen, würde eine fundamentale Einsicht in die Funktionsweisen unserer Lebenswelt bedeuten und wäre eine Bejahung der Tatsache, dass wir noch immer tagtäglich Theologie betreiben müssen, gerade, wenn wir sie durch Rationalität des Säkularen überwunden zu haben glauben. “
Bazon Brock
mit Quellen
https://wisosophi.wordpress.com/2020/03/28/muessen-menschen-goetter-anerkennen/
darin:
“Legitimacy Intermediation in the Multilevel European Polity and Its Collapse in the Euro Crisis
Fritz W. Scharpf
Max Planck Institute for the Study of Societies
July 2013
Zusammenfassung
In der westlichen Tradition der normativen politischen Theorie beruht demokratische
Legitimität auf der doppelten Grundlage republikanischer und liberaler Prinzipien. Für
sich betrachtet entspricht die Europäische Union zwar liberalen Kriterien, aber eben
nicht den republikanischen Anforderungen. Angesichts so unterschiedlicher Kriterien
konnte es auch im Streit über das angebliche europäische Demokratiedefizit keine Eini-
gung geben. Überdies ignorierte diese Diskussion den Mehrebenen-Charakter der eu-
ropäischen Politik und das normative Potenzial der Legitimationsvermittlung zwischen
Union und Bürgern durch die demokratisch verfassten Mitgliedstaaten. Die gegenwär-
tige Eurokrise allerdings zerstört die Fähigkeit demokratischer Mitgliedstaaten, die Aus-
übung europäischer Herrschaftsfunktionen zu legitimieren. Der Aufsatz erörtert die
Implikationen dieser neuen Konstellation.
…
7 Verringerung der Belastung für die europäische Legitimität
Wenn nun die gegenwärtige Politik zur Rettung des Euro und das permanente Regime, das
das zur Verhinderung künftiger Krisen der Währungsunion eingerichtet wird, die demokratische Legitimität fehlt
– was ist dann zu tun? Die naheliegende Lösung wäre, den Euro nicht länger zu verteidigen, sondern
die gemeinsame Verantwortung für die Schaffung eines dysfunktionalen supranationalen Regimes anzuerkennen
und sich auf eine gemeinsame, organisierte und geordnete Rückkehr zum flexibleren Regime eines
zu dem flexibleren System eines (verbesserten) Europäischen Währungssystems, das zwischen
das zwischen 1979 und 1999 einigermaßen gut funktioniert hatte. Leider haben jedoch alle europäischen Politiker
Entscheidungsträger diese Option kategorisch ausgeschlossen, so dass wir weder über plausible Szenarien
Szenarien, wie sie umgesetzt werden könnte, noch plausible Schätzungen der unvermeidlich hohen Kosten eines
eines möglichen Übergangs.
Wenn wir aber an der Währungsunion und an europäischen Institutionen festhalten, deren
deren schwacher Anspruch auf politische Legitimität nicht mit dem Legitimationsbedarf für hochgradig sichtbare
Interventionen in Angelegenheiten, die sowohl in den Schuldner- als auch in den Gläubigerländern von großer politischer Bedeutung sind Gläubigerländern gleichermaßen von großer politischer Bedeutung sind, könnte eine Fortsetzung der gegenwärtigen Politik in der Tat zu einer Legitimationskrise im europäischen Mehrebenensystem auslösen. An diesem Punkt ist jedoch die Logik
der Logik des oben vorgestellten theoretischen Konzepts der relationalen Legitimität einen
einen etwas zynischen Vorschlag zur Suche nach pragmatischen Bewältigungsstrategien beisteuern: Wenn die
Legitimationsfähigkeit nicht erhöht werden kann, könnte das Ungleichgewicht dennoch vermieden werden, wenn die
die Nachfrage nach Legitimität reduziert werden könnte, indem die politische Bedeutung der europäischen
Politiken. Dies waren schließlich die Bedingungen, unter denen die Europäische Union in der Lage war
unter denen die Europäische Union vor der gegenwärtigen Eurokrise in der Lage war, die offensichtliche Anfechtungen ihrer Legitimität zu vermeiden.
Die theoretische Logik kann natürlich nur Richtungen für die Suche vorschlagen. Sie kann nicht definieren
pragmatische Lösungen zu definieren, die wirtschaftlich wirksam und politisch durchführbar sind. Aber nehmen wir einfach an, dass
direkte EZB-Kredite oder eine Banklizenz des ESM die Notwendigkeit beseitigen würden, die
die Staatskreditkrise der GIPSI-Länder durch Haushaltsverpflichtungen auf Kosten der
auf Kosten der Steuerzahler in den Gläubigerstaaten. Dies würde freilich eine Abkehr vom
vom Maastrichter Verbot der monetären Staatsfinanzierung. Gleichzeitig würde dies aber auch
die politische Bedeutung von Rettungskrediten in der öffentlichen Meinung der Gläubigerstaaten drastisch reduzieren
– und damit auch den populistischen Druck entschärfen, der auf das Diktat drastischer fiskalischer Sparmaßnahmen im Gegenzug zu den Rettungskrediten. Infolgedessen könnten die Konditionalitäten etwas gelockert werden, und einige Zusagen für aktuelle
Rettungsfonds könnten in Transfers zur Stabilisierung der verkümmerten Sozialsysteme der
der GIPSI-Staaten umgewandelt werden.
Sollte so etwas tatsächlich passieren, wäre die Euro-Krise noch nicht ausgestanden, und
der Grundwiderspruch zwischen monetärer Zentralisierung in einer heterogenen Eurozone
würde weiterbestehen. Aber die Intensität der akuten Krise würde sich verringern und die europäische
und die europäische Politik würde zu ihrer Lösung beitragen, statt lediglich ihre nicht-legitimierten
mierte Forderungen und Zwänge an die Politik der Mitgliedsstaatenauszuweiten. Mit anderen Worten, die Interaktionen
Interaktionen im europäischen Mehrebenensystem könnten wieder auf ein niedrigeres Niveau der politischen Bedeutung zurückkehren – was den europäischen und nationalen Entscheidungsträgern, politischen Intellektuellen und Politikforschern
Politikwissenschaftlern die Zeit geben würde, nach nachhaltigeren langfristigen Lösungen zu suchen.”
Übersetzt mit Deep translator (kostenlose Version)

Die Wirklichkeit der aktuellen Lage kann als totales Scheitern dieses letzten Versuchs geklärt gelten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/die-europaeische-zentralbank-traegt-die-verantwortung-fuer-die-inflation/#comment-269849">Gnomae</a>.</p>
<p>“ In der Moderne spürten z.B. Joseph Schumpeter und John Maynard Keynes den Heiligen Geist dort auf, wo er in Form des Geldes als zentrales Medium im Kapitalismus in Erscheinung tritt. Geld und Geltung teilen nicht nur einen etymologischen Ursprung, sondern auch eine erkenntnistheoretische Einheit. Denn Geld ist überhaupt nur im Hinblick auf seine Geltung Geld: Wenn es nicht gilt, kann es kein Geld sein. Marx schließlich fand den Heiligen Geist in all unseren Beziehungen anwesend, manifestiert im Geltungsanspruch des Geldes. Selbst die führenden Ökonomen unserer Zeit müssen sich dieser Tage wieder auf die Theologie zurückbesinnen, um die Grundlagen ihres eigenen Tuns zu begreifen. In den USA wird dies noch viel selbstverständlicher gehandhabt als in Deutschland. Wenn sich die Chefs der drei obersten Banken im Nachgang des Börsenskandals als masters of the universe bezeichneten, dann taten sie dies in der Anerkennung der Tatsache, dass die Trennung zwischen Sakralität und Säkularität eine Illusion ist. Der Chef von Goldman Sachs konnte demnach mit absolutem Ernst rechtfertigen, der Vollstrecker göttlichen Willens zu sein.</p>
<p>…<br />
Wer sich dem Irrglauben hingibt, dass allein die Sachzwanglogiken in streng rationalistischen Systemen wie z.B. innerhalb der Finanzwirtschaft Bestimmungsgrößen für das eigene Leben seien, der wird sich in ähnlich missgünstiger Lage wiederfinden wie die selbstzersägende Figur Divisio in Lorenzettis Fresko. Dies hingegen als Irrglauben anzuerkennen, würde eine fundamentale Einsicht in die Funktionsweisen unserer Lebenswelt bedeuten und wäre eine Bejahung der Tatsache, dass wir noch immer tagtäglich Theologie betreiben müssen, gerade, wenn wir sie durch Rationalität des Säkularen überwunden zu haben glauben. “<br />
Bazon Brock<br />
mit Quellen<br />
<a href="https://wisosophi.wordpress.com/2020/03/28/muessen-menschen-goetter-anerkennen/" rel="nofollow ugc">https://wisosophi.wordpress.com/2020/03/28/muessen-menschen-goetter-anerkennen/</a><br />
darin:<br />
“Legitimacy Intermediation in the Multilevel European Polity and Its Collapse in the Euro Crisis<br />
Fritz W. Scharpf<br />
Max Planck Institute for the Study of Societies<br />
July 2013<br />
Zusammenfassung<br />
In der westlichen Tradition der normativen politischen Theorie beruht demokratische<br />
Legitimität auf der doppelten Grundlage republikanischer und liberaler Prinzipien. Für<br />
sich betrachtet entspricht die Europäische Union zwar liberalen Kriterien, aber eben<br />
nicht den republikanischen Anforderungen. Angesichts so unterschiedlicher Kriterien<br />
konnte es auch im Streit über das angebliche europäische Demokratiedefizit keine Eini-<br />
gung geben. Überdies ignorierte diese Diskussion den Mehrebenen-Charakter der eu-<br />
ropäischen Politik und das normative Potenzial der Legitimationsvermittlung zwischen<br />
Union und Bürgern durch die demokratisch verfassten Mitgliedstaaten. Die gegenwär-<br />
tige Eurokrise allerdings zerstört die Fähigkeit demokratischer Mitgliedstaaten, die Aus-<br />
übung europäischer Herrschaftsfunktionen zu legitimieren. Der Aufsatz erörtert die<br />
Implikationen dieser neuen Konstellation.<br />
…<br />
7 Verringerung der Belastung für die europäische Legitimität<br />
Wenn nun die gegenwärtige Politik zur Rettung des Euro und das permanente Regime, das<br />
das zur Verhinderung künftiger Krisen der Währungsunion eingerichtet wird, die demokratische Legitimität fehlt<br />
– was ist dann zu tun? Die naheliegende Lösung wäre, den Euro nicht länger zu verteidigen, sondern<br />
die gemeinsame Verantwortung für die Schaffung eines dysfunktionalen supranationalen Regimes anzuerkennen<br />
und sich auf eine gemeinsame, organisierte und geordnete Rückkehr zum flexibleren Regime eines<br />
zu dem flexibleren System eines (verbesserten) Europäischen Währungssystems, das zwischen<br />
das zwischen 1979 und 1999 einigermaßen gut funktioniert hatte. Leider haben jedoch alle europäischen Politiker<br />
Entscheidungsträger diese Option kategorisch ausgeschlossen, so dass wir weder über plausible Szenarien<br />
Szenarien, wie sie umgesetzt werden könnte, noch plausible Schätzungen der unvermeidlich hohen Kosten eines<br />
eines möglichen Übergangs.<br />
Wenn wir aber an der Währungsunion und an europäischen Institutionen festhalten, deren<br />
deren schwacher Anspruch auf politische Legitimität nicht mit dem Legitimationsbedarf für hochgradig sichtbare<br />
Interventionen in Angelegenheiten, die sowohl in den Schuldner- als auch in den Gläubigerländern von großer politischer Bedeutung sind Gläubigerländern gleichermaßen von großer politischer Bedeutung sind, könnte eine Fortsetzung der gegenwärtigen Politik in der Tat zu einer Legitimationskrise im europäischen Mehrebenensystem auslösen. An diesem Punkt ist jedoch die Logik<br />
der Logik des oben vorgestellten theoretischen Konzepts der relationalen Legitimität einen<br />
einen etwas zynischen Vorschlag zur Suche nach pragmatischen Bewältigungsstrategien beisteuern: Wenn die<br />
Legitimationsfähigkeit nicht erhöht werden kann, könnte das Ungleichgewicht dennoch vermieden werden, wenn die<br />
die Nachfrage nach Legitimität reduziert werden könnte, indem die politische Bedeutung der europäischen<br />
Politiken. Dies waren schließlich die Bedingungen, unter denen die Europäische Union in der Lage war<br />
unter denen die Europäische Union vor der gegenwärtigen Eurokrise in der Lage war, die offensichtliche Anfechtungen ihrer Legitimität zu vermeiden.<br />
Die theoretische Logik kann natürlich nur Richtungen für die Suche vorschlagen. Sie kann nicht definieren<br />
pragmatische Lösungen zu definieren, die wirtschaftlich wirksam und politisch durchführbar sind. Aber nehmen wir einfach an, dass<br />
direkte EZB-Kredite oder eine Banklizenz des ESM die Notwendigkeit beseitigen würden, die<br />
die Staatskreditkrise der GIPSI-Länder durch Haushaltsverpflichtungen auf Kosten der<br />
auf Kosten der Steuerzahler in den Gläubigerstaaten. Dies würde freilich eine Abkehr vom<br />
vom Maastrichter Verbot der monetären Staatsfinanzierung. Gleichzeitig würde dies aber auch<br />
die politische Bedeutung von Rettungskrediten in der öffentlichen Meinung der Gläubigerstaaten drastisch reduzieren<br />
– und damit auch den populistischen Druck entschärfen, der auf das Diktat drastischer fiskalischer Sparmaßnahmen im Gegenzug zu den Rettungskrediten. Infolgedessen könnten die Konditionalitäten etwas gelockert werden, und einige Zusagen für aktuelle<br />
Rettungsfonds könnten in Transfers zur Stabilisierung der verkümmerten Sozialsysteme der<br />
der GIPSI-Staaten umgewandelt werden.<br />
Sollte so etwas tatsächlich passieren, wäre die Euro-Krise noch nicht ausgestanden, und<br />
der Grundwiderspruch zwischen monetärer Zentralisierung in einer heterogenen Eurozone<br />
würde weiterbestehen. Aber die Intensität der akuten Krise würde sich verringern und die europäische<br />
und die europäische Politik würde zu ihrer Lösung beitragen, statt lediglich ihre nicht-legitimierten<br />
mierte Forderungen und Zwänge an die Politik der Mitgliedsstaatenauszuweiten. Mit anderen Worten, die Interaktionen<br />
Interaktionen im europäischen Mehrebenensystem könnten wieder auf ein niedrigeres Niveau der politischen Bedeutung zurückkehren – was den europäischen und nationalen Entscheidungsträgern, politischen Intellektuellen und Politikforschern<br />
Politikwissenschaftlern die Zeit geben würde, nach nachhaltigeren langfristigen Lösungen zu suchen.”<br />
Übersetzt mit Deep translator (kostenlose Version)</p>
<p>Die Wirklichkeit der aktuellen Lage kann als totales Scheitern dieses letzten Versuchs geklärt gelten.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Tom96		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/die-europaeische-zentralbank-traegt-die-verantwortung-fuer-die-inflation/#comment-269911</link>

		<dc:creator><![CDATA[Tom96]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Aug 2022 04:44:10 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterindenmedien&#038;p=26111#comment-269911</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/die-europaeische-zentralbank-traegt-die-verantwortung-fuer-die-inflation/#comment-269849&quot;&gt;Gnomae&lt;/a&gt;.

“ In der Moderne spürten z.B. Joseph Schumpeter und John Maynard Keynes den Heiligen Geist dort auf, wo er in Form des Geldes als zentrales Medium im Kapitalismus in Erscheinung tritt. Geld und Geltung teilen nicht nur einen etymologischen Ursprung, sondern auch eine erkenntnistheoretische Einheit. Denn Geld ist überhaupt nur im Hinblick auf seine Geltung Geld: Wenn es nicht gilt, kann es kein Geld sein. Marx schließlich fand den Heiligen Geist in all unseren Beziehungen anwesend, manifestiert im Geltungsanspruch des Geldes. Selbst die führenden Ökonomen unserer Zeit müssen sich dieser Tage wieder auf die Theologie zurückbesinnen, um die Grundlagen ihres eigenen Tuns zu begreifen. In den USA wird dies noch viel selbstverständlicher gehandhabt als in Deutschland. Wenn sich die Chefs der drei obersten Banken im Nachgang des Börsenskandals als masters of the universe bezeichneten, dann taten sie dies in der Anerkennung der Tatsache, dass die Trennung zwischen Sakralität und Säkularität eine Illusion ist. Der Chef von Goldman Sachs konnte demnach mit absolutem Ernst rechtfertigen, der Vollstrecker göttlichen Willens zu sein.

…
Wer sich dem Irrglauben hingibt, dass allein die Sachzwanglogiken in streng rationalistischen Systemen wie z.B. innerhalb der Finanzwirtschaft Bestimmungsgrößen für das eigene Leben seien, der wird sich in ähnlich missgünstiger Lage wiederfinden wie die selbstzersägende Figur Divisio in Lorenzettis Fresko. Dies hingegen als Irrglauben anzuerkennen, würde eine fundamentale Einsicht in die Funktionsweisen unserer Lebenswelt bedeuten und wäre eine Bejahung der Tatsache, dass wir noch immer tagtäglich Theologie betreiben müssen, gerade, wenn wir sie durch Rationalität des Säkularen überwunden zu haben glauben. “
Bazon Brock 
mit Quellen
https://wisosophi.wordpress.com/2020/03/28/muessen-menschen-goetter-anerkennen/
darin:
&quot;Legitimacy Intermediation in the Multilevel European Polity and Its Collapse in the Euro Crisis
Fritz W. Scharpf
Max Planck Institute for the Study of Societies
July 2013
Zusammenfassung
In der westlichen Tradition der normativen politischen Theorie beruht demokratische
Legitimität auf der doppelten Grundlage republikanischer und liberaler Prinzipien. Für
sich betrachtet entspricht die Europäische Union zwar liberalen Kriterien, aber eben
nicht den republikanischen Anforderungen. Angesichts so unterschiedlicher Kriterien
konnte es auch im Streit über das angebliche europäische Demokratiedefizit keine Eini-
gung geben. Überdies ignorierte diese Diskussion den Mehrebenen-Charakter der eu-
ropäischen Politik und das normative Potenzial der Legitimationsvermittlung zwischen
Union und Bürgern durch die demokratisch verfassten Mitgliedstaaten. Die gegenwär-
tige Eurokrise allerdings zerstört die Fähigkeit demokratischer Mitgliedstaaten, die Aus-
übung europäischer Herrschaftsfunktionen zu legitimieren. Der Aufsatz erörtert die
Implikationen dieser neuen Konstellation.
...
7 Verringerung der Belastung für die europäische Legitimität
Wenn nun die gegenwärtige Politik zur Rettung des Euro und das permanente Regime, das
das zur Verhinderung künftiger Krisen der Währungsunion eingerichtet wird, die demokratische Legitimität fehlt
- was ist dann zu tun? Die naheliegende Lösung wäre, den Euro nicht länger zu verteidigen, sondern
die gemeinsame Verantwortung für die Schaffung eines dysfunktionalen supranationalen Regimes anzuerkennen
und sich auf eine gemeinsame, organisierte und geordnete Rückkehr zum flexibleren Regime eines
zu dem flexibleren System eines (verbesserten) Europäischen Währungssystems, das zwischen
das zwischen 1979 und 1999 einigermaßen gut funktioniert hatte. Leider haben jedoch alle europäischen Politiker
Entscheidungsträger diese Option kategorisch ausgeschlossen, so dass wir weder über plausible Szenarien
Szenarien, wie sie umgesetzt werden könnte, noch plausible Schätzungen der unvermeidlich hohen Kosten eines
eines möglichen Übergangs.
Wenn wir aber an der Währungsunion und an europäischen Institutionen festhalten, deren
deren schwacher Anspruch auf politische Legitimität nicht mit dem Legitimationsbedarf für hochgradig sichtbare
Interventionen in Angelegenheiten, die sowohl in den Schuldner- als auch in den Gläubigerländern von großer politischer Bedeutung sind Gläubigerländern gleichermaßen von großer politischer Bedeutung sind, könnte eine Fortsetzung der gegenwärtigen Politik in der Tat zu einer Legitimationskrise im europäischen Mehrebenensystem auslösen. An diesem Punkt ist jedoch die Logik
der Logik des oben vorgestellten theoretischen Konzepts der relationalen Legitimität einen
einen etwas zynischen Vorschlag zur Suche nach pragmatischen Bewältigungsstrategien beisteuern: Wenn die
Legitimationsfähigkeit nicht erhöht werden kann, könnte das Ungleichgewicht dennoch vermieden werden, wenn die
die Nachfrage nach Legitimität reduziert werden könnte, indem die politische Bedeutung der europäischen
Politiken. Dies waren schließlich die Bedingungen, unter denen die Europäische Union in der Lage war
unter denen die Europäische Union vor der gegenwärtigen Eurokrise in der Lage war, die offensichtliche Anfechtungen ihrer Legitimität zu vermeiden.
Die theoretische Logik kann natürlich nur Richtungen für die Suche vorschlagen. Sie kann nicht definieren
pragmatische Lösungen zu definieren, die wirtschaftlich wirksam und politisch durchführbar sind. Aber nehmen wir einfach an, dass
direkte EZB-Kredite oder eine Banklizenz des ESM die Notwendigkeit beseitigen würden, die
die Staatskreditkrise der GIPSI-Länder durch Haushaltsverpflichtungen auf Kosten der
auf Kosten der Steuerzahler in den Gläubigerstaaten. Dies würde freilich eine Abkehr vom
vom Maastrichter Verbot der monetären Staatsfinanzierung. Gleichzeitig würde dies aber auch
die politische Bedeutung von Rettungskrediten in der öffentlichen Meinung der Gläubigerstaaten drastisch reduzieren
- und damit auch den populistischen Druck entschärfen, der auf das Diktat drastischer fiskalischer Sparmaßnahmen im Gegenzug zu den Rettungskrediten. Infolgedessen könnten die Konditionalitäten etwas gelockert werden, und einige Zusagen für aktuelle
Rettungsfonds könnten in Transfers zur Stabilisierung der verkümmerten Sozialsysteme der
der GIPSI-Staaten umgewandelt werden.
Sollte so etwas tatsächlich passieren, wäre die Euro-Krise noch nicht ausgestanden, und
der Grundwiderspruch zwischen monetärer Zentralisierung in einer heterogenen Eurozone
würde weiterbestehen. Aber die Intensität der akuten Krise würde sich verringern und die europäische
und die europäische Politik würde zu ihrer Lösung beitragen, statt lediglich ihre nicht-legitimierten
mierte Forderungen und Zwänge an die Politik der Mitgliedsstaatenauszuweiten. Mit anderen Worten, die Interaktionen
Interaktionen im europäischen Mehrebenensystem könnten wieder auf ein niedrigeres Niveau der politischen Bedeutung zurückkehren - was den europäischen und nationalen Entscheidungsträgern, politischen Intellektuellen und Politikforschern
Politikwissenschaftlern die Zeit geben würde, nach nachhaltigeren langfristigen Lösungen zu suchen.&quot;
Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)

Die Wirklichkeit der aktuellen Lage kann als totales Scheitern dieses letzten Versuchs geklärt gelten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/die-europaeische-zentralbank-traegt-die-verantwortung-fuer-die-inflation/#comment-269849">Gnomae</a>.</p>
<p>“ In der Moderne spürten z.B. Joseph Schumpeter und John Maynard Keynes den Heiligen Geist dort auf, wo er in Form des Geldes als zentrales Medium im Kapitalismus in Erscheinung tritt. Geld und Geltung teilen nicht nur einen etymologischen Ursprung, sondern auch eine erkenntnistheoretische Einheit. Denn Geld ist überhaupt nur im Hinblick auf seine Geltung Geld: Wenn es nicht gilt, kann es kein Geld sein. Marx schließlich fand den Heiligen Geist in all unseren Beziehungen anwesend, manifestiert im Geltungsanspruch des Geldes. Selbst die führenden Ökonomen unserer Zeit müssen sich dieser Tage wieder auf die Theologie zurückbesinnen, um die Grundlagen ihres eigenen Tuns zu begreifen. In den USA wird dies noch viel selbstverständlicher gehandhabt als in Deutschland. Wenn sich die Chefs der drei obersten Banken im Nachgang des Börsenskandals als masters of the universe bezeichneten, dann taten sie dies in der Anerkennung der Tatsache, dass die Trennung zwischen Sakralität und Säkularität eine Illusion ist. Der Chef von Goldman Sachs konnte demnach mit absolutem Ernst rechtfertigen, der Vollstrecker göttlichen Willens zu sein.</p>
<p>…<br />
Wer sich dem Irrglauben hingibt, dass allein die Sachzwanglogiken in streng rationalistischen Systemen wie z.B. innerhalb der Finanzwirtschaft Bestimmungsgrößen für das eigene Leben seien, der wird sich in ähnlich missgünstiger Lage wiederfinden wie die selbstzersägende Figur Divisio in Lorenzettis Fresko. Dies hingegen als Irrglauben anzuerkennen, würde eine fundamentale Einsicht in die Funktionsweisen unserer Lebenswelt bedeuten und wäre eine Bejahung der Tatsache, dass wir noch immer tagtäglich Theologie betreiben müssen, gerade, wenn wir sie durch Rationalität des Säkularen überwunden zu haben glauben. “<br />
Bazon Brock<br />
mit Quellen<br />
<a href="https://wisosophi.wordpress.com/2020/03/28/muessen-menschen-goetter-anerkennen/" rel="nofollow ugc">https://wisosophi.wordpress.com/2020/03/28/muessen-menschen-goetter-anerkennen/</a><br />
darin:<br />
&#8220;Legitimacy Intermediation in the Multilevel European Polity and Its Collapse in the Euro Crisis<br />
Fritz W. Scharpf<br />
Max Planck Institute for the Study of Societies<br />
July 2013<br />
Zusammenfassung<br />
In der westlichen Tradition der normativen politischen Theorie beruht demokratische<br />
Legitimität auf der doppelten Grundlage republikanischer und liberaler Prinzipien. Für<br />
sich betrachtet entspricht die Europäische Union zwar liberalen Kriterien, aber eben<br />
nicht den republikanischen Anforderungen. Angesichts so unterschiedlicher Kriterien<br />
konnte es auch im Streit über das angebliche europäische Demokratiedefizit keine Eini-<br />
gung geben. Überdies ignorierte diese Diskussion den Mehrebenen-Charakter der eu-<br />
ropäischen Politik und das normative Potenzial der Legitimationsvermittlung zwischen<br />
Union und Bürgern durch die demokratisch verfassten Mitgliedstaaten. Die gegenwär-<br />
tige Eurokrise allerdings zerstört die Fähigkeit demokratischer Mitgliedstaaten, die Aus-<br />
übung europäischer Herrschaftsfunktionen zu legitimieren. Der Aufsatz erörtert die<br />
Implikationen dieser neuen Konstellation.<br />
&#8230;<br />
7 Verringerung der Belastung für die europäische Legitimität<br />
Wenn nun die gegenwärtige Politik zur Rettung des Euro und das permanente Regime, das<br />
das zur Verhinderung künftiger Krisen der Währungsunion eingerichtet wird, die demokratische Legitimität fehlt<br />
&#8211; was ist dann zu tun? Die naheliegende Lösung wäre, den Euro nicht länger zu verteidigen, sondern<br />
die gemeinsame Verantwortung für die Schaffung eines dysfunktionalen supranationalen Regimes anzuerkennen<br />
und sich auf eine gemeinsame, organisierte und geordnete Rückkehr zum flexibleren Regime eines<br />
zu dem flexibleren System eines (verbesserten) Europäischen Währungssystems, das zwischen<br />
das zwischen 1979 und 1999 einigermaßen gut funktioniert hatte. Leider haben jedoch alle europäischen Politiker<br />
Entscheidungsträger diese Option kategorisch ausgeschlossen, so dass wir weder über plausible Szenarien<br />
Szenarien, wie sie umgesetzt werden könnte, noch plausible Schätzungen der unvermeidlich hohen Kosten eines<br />
eines möglichen Übergangs.<br />
Wenn wir aber an der Währungsunion und an europäischen Institutionen festhalten, deren<br />
deren schwacher Anspruch auf politische Legitimität nicht mit dem Legitimationsbedarf für hochgradig sichtbare<br />
Interventionen in Angelegenheiten, die sowohl in den Schuldner- als auch in den Gläubigerländern von großer politischer Bedeutung sind Gläubigerländern gleichermaßen von großer politischer Bedeutung sind, könnte eine Fortsetzung der gegenwärtigen Politik in der Tat zu einer Legitimationskrise im europäischen Mehrebenensystem auslösen. An diesem Punkt ist jedoch die Logik<br />
der Logik des oben vorgestellten theoretischen Konzepts der relationalen Legitimität einen<br />
einen etwas zynischen Vorschlag zur Suche nach pragmatischen Bewältigungsstrategien beisteuern: Wenn die<br />
Legitimationsfähigkeit nicht erhöht werden kann, könnte das Ungleichgewicht dennoch vermieden werden, wenn die<br />
die Nachfrage nach Legitimität reduziert werden könnte, indem die politische Bedeutung der europäischen<br />
Politiken. Dies waren schließlich die Bedingungen, unter denen die Europäische Union in der Lage war<br />
unter denen die Europäische Union vor der gegenwärtigen Eurokrise in der Lage war, die offensichtliche Anfechtungen ihrer Legitimität zu vermeiden.<br />
Die theoretische Logik kann natürlich nur Richtungen für die Suche vorschlagen. Sie kann nicht definieren<br />
pragmatische Lösungen zu definieren, die wirtschaftlich wirksam und politisch durchführbar sind. Aber nehmen wir einfach an, dass<br />
direkte EZB-Kredite oder eine Banklizenz des ESM die Notwendigkeit beseitigen würden, die<br />
die Staatskreditkrise der GIPSI-Länder durch Haushaltsverpflichtungen auf Kosten der<br />
auf Kosten der Steuerzahler in den Gläubigerstaaten. Dies würde freilich eine Abkehr vom<br />
vom Maastrichter Verbot der monetären Staatsfinanzierung. Gleichzeitig würde dies aber auch<br />
die politische Bedeutung von Rettungskrediten in der öffentlichen Meinung der Gläubigerstaaten drastisch reduzieren<br />
&#8211; und damit auch den populistischen Druck entschärfen, der auf das Diktat drastischer fiskalischer Sparmaßnahmen im Gegenzug zu den Rettungskrediten. Infolgedessen könnten die Konditionalitäten etwas gelockert werden, und einige Zusagen für aktuelle<br />
Rettungsfonds könnten in Transfers zur Stabilisierung der verkümmerten Sozialsysteme der<br />
der GIPSI-Staaten umgewandelt werden.<br />
Sollte so etwas tatsächlich passieren, wäre die Euro-Krise noch nicht ausgestanden, und<br />
der Grundwiderspruch zwischen monetärer Zentralisierung in einer heterogenen Eurozone<br />
würde weiterbestehen. Aber die Intensität der akuten Krise würde sich verringern und die europäische<br />
und die europäische Politik würde zu ihrer Lösung beitragen, statt lediglich ihre nicht-legitimierten<br />
mierte Forderungen und Zwänge an die Politik der Mitgliedsstaatenauszuweiten. Mit anderen Worten, die Interaktionen<br />
Interaktionen im europäischen Mehrebenensystem könnten wieder auf ein niedrigeres Niveau der politischen Bedeutung zurückkehren &#8211; was den europäischen und nationalen Entscheidungsträgern, politischen Intellektuellen und Politikforschern<br />
Politikwissenschaftlern die Zeit geben würde, nach nachhaltigeren langfristigen Lösungen zu suchen.&#8221;<br />
Übersetzt mit <a href="http://www.DeepL.com/Translator" rel="nofollow ugc">http://www.DeepL.com/Translator</a> (kostenlose Version)</p>
<p>Die Wirklichkeit der aktuellen Lage kann als totales Scheitern dieses letzten Versuchs geklärt gelten.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Dietmar Tischer		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/die-europaeische-zentralbank-traegt-die-verantwortung-fuer-die-inflation/#comment-269852</link>

		<dc:creator><![CDATA[Dietmar Tischer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Aug 2022 22:08:03 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterindenmedien&#038;p=26111#comment-269852</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/die-europaeische-zentralbank-traegt-die-verantwortung-fuer-die-inflation/#comment-269847&quot;&gt;Alliban&lt;/a&gt;.

@ Alliban

 Zu Ihren Behauptungen:

Geld ist ein Tauschmittel auch OHNE jegliche Einwirkung der Notenbanken.

Geld dient auch der Wertaufbewahrung OHNE jegliche Einwirkung der Notenbanken.

Diese „ursprünglichen Funktionen“ sind auch heutige Funktionen des Geldes.

Die Notenbanken müssen hier überhaupt nichts sicherstellen.

Es ist richtig, dass Geld zur Stimulierung wirtschaftlicher Aktivitäten und zur Finanzierung der Staatstätigkeit eingesetzt wird. 

Es ist auch richtig, dass Notenbanken daran indirekt und z. T. auch direkt beteiligt sind. 

Das geht nicht REGELMÄSSIG schief. 

Sie erzählen UNSINN.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/die-europaeische-zentralbank-traegt-die-verantwortung-fuer-die-inflation/#comment-269847">Alliban</a>.</p>
<p>@ Alliban</p>
<p> Zu Ihren Behauptungen:</p>
<p>Geld ist ein Tauschmittel auch OHNE jegliche Einwirkung der Notenbanken.</p>
<p>Geld dient auch der Wertaufbewahrung OHNE jegliche Einwirkung der Notenbanken.</p>
<p>Diese „ursprünglichen Funktionen“ sind auch heutige Funktionen des Geldes.</p>
<p>Die Notenbanken müssen hier überhaupt nichts sicherstellen.</p>
<p>Es ist richtig, dass Geld zur Stimulierung wirtschaftlicher Aktivitäten und zur Finanzierung der Staatstätigkeit eingesetzt wird. </p>
<p>Es ist auch richtig, dass Notenbanken daran indirekt und z. T. auch direkt beteiligt sind. </p>
<p>Das geht nicht REGELMÄSSIG schief. </p>
<p>Sie erzählen UNSINN.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Gnomae		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/die-europaeische-zentralbank-traegt-die-verantwortung-fuer-die-inflation/#comment-269850</link>

		<dc:creator><![CDATA[Gnomae]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Aug 2022 20:59:17 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://think-beyondtheobvious.com/?post_type=stelterindenmedien&#038;p=26111#comment-269850</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/die-europaeische-zentralbank-traegt-die-verantwortung-fuer-die-inflation/#comment-269792&quot;&gt;MFK&lt;/a&gt;.

Nicht zu vergessen, dass bei 8 % Inflation der Rückbau /Umbau von Windkraftanlagen die cash-flows gehörig ins Negative zieht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/die-europaeische-zentralbank-traegt-die-verantwortung-fuer-die-inflation/#comment-269792">MFK</a>.</p>
<p>Nicht zu vergessen, dass bei 8 % Inflation der Rückbau /Umbau von Windkraftanlagen die cash-flows gehörig ins Negative zieht.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Gnomae		</title>
		<link>https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/die-europaeische-zentralbank-traegt-die-verantwortung-fuer-die-inflation/#comment-269849</link>

		<dc:creator><![CDATA[Gnomae]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Aug 2022 20:45:48 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Den Notenbanken darf nicht alles angelastet werden, weil sie für mehrere Dinge nicht verantwortlich ist:

- Die Folgen der Covid-Lockdowns
- Die Folgen der Sanktionen ggü. Russland
- Die Folgen der immer weiter steigenden CO2-Preise
- Für einen Strommarkt, dessen Preise nach dem teuersten Produzenten (zzt. Gas) festgelegt werden. 

Folge ist eine Inflation, die bekämpft werden muss. Hierüber bestand in Jackson Hole wohl Einigkeit. 

Wenn in der Folge die Zinsen weiter angehoben werden, dürfte das eine richtige Entscheidung sein. 

Für illegale Negativzinsen tragen allein die Notenbanken die Verantwortung. Hieraus sollte man lernen. 

Allerdings drohen wieder Negativszenarien auf Bankenseite: Hohe Zinsen und Nebenkosten könnten Immobilienportfolien in Schwierigkeiten bringen und damit erhöhten Abschreibungsbedarf bei Banken verursachen. Auch aus diesen Erwägungen heraus haben Negativzinsen den Bankbilanzen erheblichen Schaden zugefügt, weil sie die Bankgewinne gesenkt haben. 

Zentralbanken dürfen auch nicht dafür verantwortlich gemacht werden, dass der Ausstieg aus den fossilen Energien wohl eine andere industrielle Landschaft erzeugen wird (weniger BIP, weniger Arbeitsplätze).]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Den Notenbanken darf nicht alles angelastet werden, weil sie für mehrere Dinge nicht verantwortlich ist:</p>
<p>&#8211; Die Folgen der Covid-Lockdowns<br />
&#8211; Die Folgen der Sanktionen ggü. Russland<br />
&#8211; Die Folgen der immer weiter steigenden CO2-Preise<br />
&#8211; Für einen Strommarkt, dessen Preise nach dem teuersten Produzenten (zzt. Gas) festgelegt werden. </p>
<p>Folge ist eine Inflation, die bekämpft werden muss. Hierüber bestand in Jackson Hole wohl Einigkeit. </p>
<p>Wenn in der Folge die Zinsen weiter angehoben werden, dürfte das eine richtige Entscheidung sein. </p>
<p>Für illegale Negativzinsen tragen allein die Notenbanken die Verantwortung. Hieraus sollte man lernen. </p>
<p>Allerdings drohen wieder Negativszenarien auf Bankenseite: Hohe Zinsen und Nebenkosten könnten Immobilienportfolien in Schwierigkeiten bringen und damit erhöhten Abschreibungsbedarf bei Banken verursachen. Auch aus diesen Erwägungen heraus haben Negativzinsen den Bankbilanzen erheblichen Schaden zugefügt, weil sie die Bankgewinne gesenkt haben. </p>
<p>Zentralbanken dürfen auch nicht dafür verantwortlich gemacht werden, dass der Ausstieg aus den fossilen Energien wohl eine andere industrielle Landschaft erzeugen wird (weniger BIP, weniger Arbeitsplätze).</p>
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